zeitgenössische musik

Werbung
Montag, 6. bis Freitag, 10. Februar 2017
AKADEMIE FÜR
ZEITGENÖSSISCHE MUSIK
Internationale Masterclasses Luzern
Flöte | Saxofon | Klarinette | Trompete | Posaune | Gitarre | Violine |
Violoncello | K
­ ontrabass | Klavier | Akkordeon | Gesang | Schlagzeug |
Harfe | Kammermusik | Komposition | Improvisation
2
Im Mittelpunkt der Akademie steht eine intensive Auseinandersetzung mit dem
Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben der Zusammenarbeit mit dem
Composer-in-Residence Peter Ablinger finden diverse Workshops und Seminare zu
den Themen Aufführung, Geschichte und Analyse der Neuen Musik statt.
Die Dozierenden sind Mitglieder der europaweit führenden Ensembles für Neue
Musik sowie international gefragte Solistinnen und Pädagogen. Sie werden
im Unterricht sowie in Form von Vorträgen wichtige Fragen thematisieren, die für
Verständnis und Ausführung von zeitgenössischer Musik entscheidend sind.
3
4
Dozierende
Sascha Armbruster, Saxofon; Anne Bassand, Harfe; Marco Blaauw, Trompete/Blechbläser;
Erik Borgir, Violoncello; Peter Brunt, Violine; Uwe Dierksen, Posaune/Blechbläser; Lucas Fels,
Violoncello; Eva Furrer, Flöte; Uli Fussenegger, Kontrabass/Streicher; Florian Hoelscher,
Klavier; Anne-Maria Hölscher, Akkordeon; Angelika Luz, Gesang; Urban Mäder, Improvisation;
Heinrich Mätzener, Klarinette; Pascal Pons, Schlagzeug; Mats Scheidegger, Gitarre;
Peter Ablinger, Dieter Ammann, Andreas Brenner, Komposition/Analyse/Kammermusik
Kursprogramm
Montag, 6. Februar 2017
09:00 Uhr
Einschreibung
10:00 bis 12:45 Uhr Instrumentalunterricht | Seminare
14:00 bis 17:30 Uhr
Kammermusik | Workshops
20:00 Uhr
Eröffnungskonzert
Dienstag, 7. bis Freitag, 10. Februar 2017
09:15 bis 12:45 Uhr Instrumentalunterricht | Seminare
14:00 bis 17:30 Uhr
Kammermusik | Workshops
19:00 Uhr
Abendveranstaltungen
Workshops
Konzept-Improvisation
Uli Fussenegger, Leitung
Improvisation im Zwischenraum
Urban Mäder, Leitung
«SpielBar»: Aufführung von Partituren mit
variabler Besetzung
Marco Blaauw, Leitung
Ensembleleitung für Komponistinnen und
Komponisten sowie Instrumentalisten
Andreas Brenner, Leitung
Blattspiel (nicht nur) in der Neuen Musik;
Lernstrategien und Übungen
Pascal Pons, Leitung
Körperpräsenz und Interpretationspraxis
in der Neuen Musik
Uwe Dierksen, Leitung
Seminare
für Bachelor-Studierende
Geschichte der Neuen Musik
Andreas Brenner, Dozent
für Master- und Kompositions-Studierende
Schwarz und Weiss – über Wahrnehmung
und ihr Gegenteil
Peter Ablinger, Dozent
5
Abendveranstaltungen
Montag, 6. Februar, 20:00 Uhr, MaiHof
Eröffnungskonzert der Dozierenden
Dienstag, 7. Februar, 19:00 Uhr, Saal Dreilinden
Vortrag/Podiumsgespräch I: Aktuelle Strömungen in der Neuen Musik
Mittwoch, 8. Februar, 19:00 Uhr, Saal Dreilinden
Vortrag/Podiumsgespräch II: Aktuelle Strömungen in der Neuen Musik
Donnerstag, 9. Februar 19:00 Uhr, Saal Dreilinden
Gesprächskonzert Peter Ablinger
Freitag, 10. Februar, 19:00 Uhr, Neubad Luzern
Abschlusskonzert der Teilnehmenden
Stand Juli 2016 – Änderungen vorbehalten
Allgemeine Informationen
KursgebührAktive Teilnahme CHF 400.–
Tageskarte für Hörerinnen und Hörer CHF 30.–
Für Studierende der Hochschule Luzern – Musik ist die Akademie für
zeitgenössische Musik unentgeltlich
Kursort
Hochschule Luzern – Musik
Dreilindenstrasse 93, CH-6006 Luzern
Anmeldeschluss
Montag, 21. November 2016
Einschreibung
Das Anmeldeformular steht auf folgender Webseite bereit: www.hslu.ch/m-akademie
Zulassung
Über die Aufnahme entscheidet ein Fachgremium
Unterkunft
Bei der Reservation sind wir gerne behilflich
Besondere HinweiseDie Hochschule Luzern – Musik schreibt ihren Studierenden für die
aktive Teilnahme drei ECTS-Credits gut. Für die Passivteilnahme
werden keine ECTS-Credits vergeben.
Externe Teilnehmende setzen sich bezüglich der ECTS-Credits-Gutschrift mit ihrer Hochschule in Verbindung.
6
Dozierende
7
Peter Ablinger, Komposition
«Die Klänge sind nicht die Klänge! Sie sind da, um den Intellekt abzulenken und die Sinne zu
besänftigen. Nicht einmal das Hören ist das Hören: Das Hören ist das, was mich selbst
erschafft.» Der 1959 in Schwanenstadt, Österreich geborene Peter Ablinger ist, so hat es
Christian Scheib einmal formuliert, ein «Mystiker der Aufklärung», dessen «Anrufungen und
Litaneien auf das Erkennen abzielen».
Gleichzeitig ist der Komponist, der – nach einem Graphikstudium – bei Gösta Neuwirth und
Roman Haubenstock-Ramati studierte und seit 1982 in Berlin lebt, ein Skeptiker, der um
die durch Tradition aufgezwungenen kulturellen Spielregeln und (schlechten) Angewohnheiten weiss: «Spielen wir also weiter und sagen: Die Klänge sind da, um zu hören (nicht um
gehört zu werden. Das ist etwas anderes.). Und das Hören ist da, um aufzuhören. Mehr weiss
ich auch nicht.» (Christian Baier)
www.ablinger.mur.at
Dieter Ammann, Komposition/Analyse
Nach der Matura studierte Dieter Ammann Schulmusik (Luzern) und Theorie/Komposition
(Basel). Parallel dazu absolvierte er einige Semester an der Swiss Jazz School Bern. Meisterkurse,
etwa bei Witold Lutoslawski oder Wolfgang Rihm, rundeten die Ausbildung ab. In den 80erJahren war Ammann als Musiker im Bereich Jazz/improvisierte Musik tätig und an internationalen Festivals wie Willisau, Lugano, Köln, Antwerpen zu hören. Daneben wirkte er auf zahlreichen
Plattenaufnahmen mit (zum Beispiel mit Eddie Harris oder der Free-Funkformation Donkey
Kong’s Multiscream). Die Hinwendung zur Komposition erfolgte erst mit ca. 30 Jahren. Seither
entsteht maximal ein Werk pro Jahr. Für sein Schaffen erhielt er zahlreiche nationale und
internationale Auszeichnungen, u.a. den Hauptpreis am International competition for composers
in honour of L. Berio der IBLA-Foundation New York, «Young Composers in Europe»-Competition
Leipzig, Symposium NRW für Neue Musik, Franz Liszt-Stipendium der Weimar Kulturstadt
Europas oder den Kompositionspreis der Ernst von Siemens Musikstiftung München. Als Composer-in-residence erhielt er Einladungen an das Lucerne Festival, die Wittener Tage für neue
Kammermusik, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, das Festival reMusica St.Petersburg, das
Davos Festival oder auch das Festival «Les muséiques». Seine Orchester- und Ensemblestücke
werden unter anderem dirigiert von Pierre Boulez, Sylvain Cambreling, Valery Gergiev, Pablo
Heras-Casado, Susanna Mällki, Jonathan Nott, Sakari Oramo, Emilio Pomarico, Peter Rundel oder
Markus Stenz. Nächste Projekte beinhalten unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Boston
Symphony Orchestra, dem Seoul Philharmonic Orchestra, den Sinfonieorchestern von Basel und
Bern und dem Münchner Kammerorchester.
Ammanns Musik wird verlegt beim Bärenreiter Verlag und der Swiss Music Edition SME. Er ist
Professor für Komposition und theoretische Fächer an der Hochschule Luzern – Musik.
www.dieterammann.ch
8
Sascha Armbruster, Saxofon
Nach Studien für Saxofon in Basel bei Iwan Roth und Marcus Weiss sowie dem «Premier Prix
à l’Unanimité» am Conservatoire de Paris bei Claude Delangle spezialisierte sich Sascha
Armbruster auf die zeitgenössische Musik und deren Grenzgebiete. Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Seine solistische sowie kammermusikalische Konzerttätigkeit führten ihn u. a. nach Japan, Amerika und durch Europa zu renommierten Festivals. Er spielt mit den führenden Ensembles für zeitgenössische Musik wie dem
Ensemble Modern, dem ensemble recherche und dem Klangforum Wien. Als Mitglied und
Gründer des ARTE Quartetts (Basel) arbeitet er u. a. mit Musikern wie Tim Berne, Marc Ducret,
Pierre Favre, Fred Frith, Urs Leimgruber und Terry Riley. Er ist Dozent für Saxofon und
Co-Leiter des Studios für zeitgenössische Musik an der Hochschule Luzern – Musik.
www.saschaarmbruster.com
Anne Bassand, Harfe
In Genf zur Welt gekommen, studierte Anne Bassand bei Catherine Eisenhoffer am dortigen
Konservatorium sowie bei Marie-Claire Jamet an der «Ecole Normale» Paris, anschliessend
bei Susann McDonald an der Universität von Indiana (USA). Zusätzlich wurde sie auch von
Pierre Jamet und von dem Pianisten György Sebök unterrichtet. 1992 wurde sie Preisträgerin
des Internationalen Harfen-Wettbewerbes in den USA.
Als leidenschaftliche Anhängerin von Neuer Musik ist sie Mitglied des «Ensemble Contrechamps» in Genf, mit dem sie zahlreiche Werke uraufgeführt hat , u. a. die Solo-Werke
«Phalange» von Arthur Kampela (1995) und «Refrain» von William Blank (2012).
Sie unterrichtet Harfe an der Hochschule Luzern – Musik sowie Kammermusik an der Musikhochschule von Lausanne. Auch im Bereich der Pädagogik sucht sie neue Wege, besonders
in ihrer Funktion als Professorin für Didaktik an der Musikhochschule Genf.
www.annebassand.com
Marco Blaauw, Trompete
Die Weiterentwicklung der Trompete, ihrer Technik und ihres Repertoires ist Ziel und Anliegen
von Marco Blaauw. Sein Engagement in der Ensemblemusik ergänzt er durch solistische
Projekte im Bereich der komponierten und improvisierten Musik und der intensiven Zusammenarbeit mit bekannten und jungen Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit. Etliche
Werke wurden eigens für Marco Blaauw geschrieben, darunter Kompositionen von Zorn, Haas,
Mundry, Saunders und Rihm.
Von 1993 bis 2007 arbeitete Blaauw intensiv mit Karlheinz Stockhausens zusammen – er war an
zahlreichen Uraufführungen innerhalb des Opernzyklus› «LICHT» und des Zyklus «KLANG» beteiligt.
Als festes Mitglied ist Marco Blaauw dem in Köln ansässigen Ensemble Musikfabrik seit 1994
verbunden. Engagements als Solist führten ihn um die Welt.
9
Seine Arbeit in Ensembles und als Solist ist in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen
dokumentiert. Seit 2004 erschien eine sechsteilige Serie von Porträt-CDs mit Erst-Einspielungen und Solo-Repertoire. Für «Angels», die sechste CD in dieser Reihe, erhielt er 2014 den
Preis der Deutschen Schallplattenkritik. «Von Anfang an hatte ich das Bild vor Augen von
einem Troubadour, der mit den Mitteln seiner Kunst Neuigkeiten verbreitet. Genau das will
ich auch – mit meiner Trompete.»
www.marcoblaauw.com
Erik Borgir, Violoncello
Als Sohn norwegischer Musikereltern wuchs er in den USA auf und studierte am Oberlinsowie am New-England-Conservatory. Seine Lehrer waren u. a. Steven Doane, Harvey Shapiro,
Siegfried Palm, Menahem Pressler und das Alban Berg Quartett. Auch war er Teaching
Assistant an der Rice University.
Erik Borgir lebt seit 1991 in Deutschland. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden die zeitgenössische Musik und die Kammermusik. Er ist Gründungsmitglied des Ensembles ascolta. Als
Mitglied des Emanon Trios wurde er mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Engagements
als Solist und Kammermusiker führen ihn durch ganz Europa und in die USA. Er war Cellist
beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, langjähriger Gast beim Ensemble Modern, beim
Ensemble Resonanz, beim Stuttgarter Kammerorchester sowie Solo-Cellist des Bayerischen
Kammerorchesters. Er ist bei zahlreichen Radio-Produktionen sowie CD-Einspielungen zu
hören; zuletzt mit Solowerken von Nikolaus Brass, Rolf Riehm und Malika Kishino.Als Dozent
an der Hochschule Luzern – Musik unterrichtet er Violoncello und Kammermusik und ist
Co-Leiter des Studios für zeitgenössische Musik.
www.ascolta.de
Andreas Brenner, Analyse
Andreas Brenner, geboren und aufgewachsen im Kanton Thurgau, studierte Violoncello,
Musiktheorie und Dirigieren in Zürich, Berlin und Luzern. Seit 2003 unterrichtet er Musiktheorie an der Hochschule Luzern – Musik, seit 2007 ist er Leiter des Instituts für Neue Musik,
Komposition und Theorie. Er ist Vorstandsmitglied der IGNM Zentralschweiz und künstlerischer Leiter des Ensemble Montaigne, daneben tritt er als Gastdirigent auf, in den letzten
Jahren u. a. mit dem Ensemble ö!, dem Ensemble für Neue Musik Zürich, dem Convergence
New Music Ensemble, den Ensembles Vortex und Mondrian, dem Ensemble TaG, dem Ensemble Tzara u.a. Seit 2006 leitet er die Junge Philharmonie Zentralschweiz, das Orchester
der Hochschule Luzern, in den Saisons 2015 und 2016 dirigierte er am Theater Arth je zehn
Vorstellungen von «Die Fledermaus» und «Die Czardasfürstin», 2015 leitete er die erste
szenische Produktion von «Kulturschock» (Rossini, «La scala di seta»).
www.musicedition.ch | www.ignm-zentralschweiz.ch
10
Peter Brunt, Violine
Der Violinist Peter Brunt, geboren 1961, studierte am Konservatorium von Amsterdam bei
Davina van Wely und Herman Krebbers. Weitere Studien führten ihn an die Juilliard School
nach New York zu Dorothy Delay und nach Salzburg zu Sandor Vegh. Er wurde mit mehreren
internationalen Preisen ausgezeichnet, u.a. gewann er 1981 in Holland den Nationalen
Violinwettbewerb «Oskar Back». Peter Brunt konzertierte als Solist mit zahlreichen Orchestern.
Das Violinkonzert «Glenz» des Komponisten Willem Jeths wurde extra für ihn geschrieben
und mit der Amsterdam Sinfonietta unter Leitung von Lev Markiz aufgenommen. Während
vier Jahren war Peter Brunt Mitglied des Royal Concertgebouw Orchestra, wo er die zweiten
Geigen anführte. Von 1991 bis 2001 war er Konzertmeister der Amsterdam Sinfonietta.
Seither ist er gefragter Gast-Sologeiger, u.a. beim Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem
Netherlands Chamber Orchestra und der Amsterdam Sinfonietta. Als Gründungsmitglied des
renommierten Osiris Trio konzertierte Peter Brunt in weltberühmten Konzerthäusern wie der
Carnegie Hall in New York, dem Wiener Konzerthaus, der Kölner Philharmonie oder der
Wigmore Hall in London. Peter Brunt unterrichtet seit vielen Jahren Violine an den Konservatorien von Den Haag und Amsterdam und hat eine grosse Anzahl sehr erfolgreicher Geigerinnen und Geiger ausgebildet.
Uwe Dierksen, Posaune
Uwe Dierksen studierte Posaune in Hannover, Hamburg und London, sowie Dirigieren am
Mozarteum Salzburg. Seit 1983 ist er Posaunist im Ensemble Modern (Solistenensemble für
zeitgenössische Musik) und arbeitete seitdem mit namhaften Musikern, Komponisten und
Dirigenten zusammen. Zahlreiche Kompositionen sind für ihn geschrieben und von ihm
uraufgeführt worden. Er war Gastprofessor und Dozent an der Hochschule der Künste in
Bremen, Dozent bei den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt, der International
Academy for Contemporary Music in Graz, sowie beim New World Symphony Orchestra,
Miami.
Als international konzertierender Solist spielte er mit dem Österreichischen Sinfonieorchester,
dem Bayerischen Rundfunksinfonieorchester, dem Westdeutschen Sinfonieorchester, dem
Arditti Quartett, dem Opernorchester Frankfurt, dem Niederländischen Rundfunkorchester,
dem Konzertorchester Lissabon/Portugal, den Wiener Symphonikern und vielen anderen.
2016 erscheinen seine Pop/Rock-Kompositionen «A Blue Rock Thrush» (mavis-music) bei dem
Label Intuition (Schott Verlag). Im Auftrag von ZDF, Arte und der Murnau Stiftung schreibt er
Filmmusik insbesondere für Stummfilme. Er ist künstlerischer Leiter und Komponist des
Stummfilm-Revue-Abends «Welcome to American Vaudeville» 2015 an der Komischen Oper
Berlin, sowie der Kino Variete Uraufführung im Februar 2017 an der Frankfurter Oper.
11
Seit sieben Jahren arbeitet er intensiv an Frankfurter Schulen im Bereich kultureller Bildung
im Rahmen der Altana Kulturstiftung, der Polytechnischen Gesellschaft und des hessischen
Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.
www.ensemble-modern.com
Lukas Fels, Violoncello
Studiert hat Lucas Fels in Freiburg und Den Haag. Er ist Gründungsmitglied des ensemble
recherche und der Akademie Freiburg. Seit Januar 2006 ist er Cellist des Arditti String Quartet
London. Als Solist brachte er zahlreiche Cellokonzerte zur Uraufführung, beispielsweise Werke
von W. Rihm, W. Zimmermann, S. Claren und M. Spahlinger. Seit 2013 hat er eine Professur
für Interpretatorische Praxis und Vermittlung Neuer Musik an der HfMDK in Frankfurt a.M.
inne. 2014/15 vertrat er Jean Guihen Queyras an der Musikhochschule Freiburg. Er doziert bei
den internationalen Ferienkursen in Darmstadt, gibt Kurse u.a. an der Northwestern University in Chicago, der Musikhochschule Dresden, in Basel, Haifa und Metz. Als Mitglied des
Arditti String Quartet ist er Gast an Hochschulen und Universitäten in aller Welt, beispielsweise in San Diego, Mexiko, Tokio, London, usw.
Eine umfassende Diskographie als Solist und/oder Ensemblemitglied ermöglicht einen
repräsentativen Einblick in sein vielseitiges Schaffen.
www.ardittiquartet.co.uk
Eva Furrer, Flöte
Eva Furrer studierte an der Kunstuniversität Graz und an der Musikhochschule Wien, wo sie
1988 mit Auszeichnung diplomierte (Klasse Prof. Wolfgang Schulz). Sie erhielt unmittelbar
danach den Würdigungspreis für besondere künstlerische Leistungen vom Bundesministerium
für Wissenschaft und Forschung. Nach einigen Jahren Orchesterspiel (Gustav Mahler Jugendorchester, Wiener Kammerorchester, Substitutin in der Wiener Staatsoper und dem RSO Wien)
spezialisierte sich Eva Furrer auf zeitgenössische Musik und wurde 1990 Mitglied des Klangforum Wien. Solistische Auftritte bei den wichtigsten internationalen Musikfestivals, unter
anderem mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Klangforum Wien, dem RSO Wien und dem
Lucerne Festival Orchestra unter Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Peter Eötvös, Beat Furrer,
Heinz Holliger, Hans Zender uva. Weitere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind Improvisation,
Weiterentwicklung der Flötentechnik auf Sonderinstrumenten (Kontrabassflöte) sowie Yogaunterricht für Instrumentalistinnen und Komponisten.
Eva Furrer ist Mitbegründerin und Dozentin von Impuls – International Ensemble- and
Composers Academy for Contemporary Music an der Musikuniversität Graz und unterrichtet
bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt.
www.klangforum.at
12
Uli Fussenegger, Kontrabass
Uli Fussenegger arbeitet als Solist und Ensemblemusiker vornehmlich in den Bereichen Neue
Musik, Improvisation und Elektronik. Zahlreiche Werke wurden für ihn komponiert, u. a. von G.
Aperghis, B. Furrer, M. Sotelo, M. Pintscher, B. Lang, uva. Er ist Mitglied des Klangforum
Wien und unterrichtet an der Hochschule Luzern, an der Kunstuniversität Graz, bei den
internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt und bei der Ensembleakademie
«Impuls» in Graz. Zudem ist er Gründer und Betreiber des CD-Labels Durian Records.
www.klangforum.at | www.durian.at | www.myspace.com/ulifussenegger
Florian Hoelscher, Klavier
Florian Hoelscher studierte bei Robert Levin, Michel Béroff und Pierre-Laurent Aimard. Er ist ein
gefragter Solist und Kammermusiker, besonders im Bereich der Neuen Musik und tritt regelmässig als Gast bei allen grossen Festivals auf. Er ist Gründungsmitglied des Ensembles ascolta,
mit dem er über 200 Werke uraufführte. Auf CD liegen u. a. Klavierwerke von Marco Stroppa,
Salvatore Sciarrino, Jonathan Harvey (ausgezeichnet mit dem Diapason d’or), Robert Schumann
und E.T.A. Hoffmann vor. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit vielen Jahren mit
zahlreichen Komponisten unserer Zeit, besonders mit Marco Stroppa, Alberto Posadas und Sven
Ingo Koch. Florian Hoelscher lehrt als Professor für Klavier- und Kammermusik an der Hochschule
Luzern – Musik.
www.ascolta.de
Anne-Maria Hölscher, Akkordeon
Anne-Maria Hölscher studierte in Weimar, Trossingen und Toronto bei Claudia Buder, Hugo
Noth und Joseph Macerollo. Sie ist regelmässig Gast führender Ensembles für Neue Musik wie
dem KlangForum Heidelberg, dem Stuttgarter ensemble ascolta, dem Ensemble Aventure
Freiburg und dem Collegium Novum Zürich sowie zahlreicher Orchester. Als Kammermusikerin
und Solistin trat sie z. B. im Rahmen der Schwetzinger Festspiele, des Europäischen Musikfestes Stuttgart, der Wittener Tage für Neue Kammermusik, des Eclat-Festivals Stuttgart und der
Darmstädter Ferienkurse auf. Anne-Maria Hölscher spielte Uraufführungen von Klaus Huber,
Johannes Kalitzke, Cornelius Schwehr, Andrew Digby und vielen mehr.
Von ihr liegen zahlreiche Rundfunk- und CD-Einspielungen vor. Unter anderem erschien eine
CD mit Französischen Suiten von J. S. Bach beim Label organum classics.
Anne-Maria Hölscher ist Dozentin für Akkordeon an der Hochschule Luzern – Musik.
www.anne-maria-hoelscher.de
13
Angelika Luz, Gesang
Angelika Luz war nach ihrer Ausbildung an der Stuttgarter Musikhochschule (Gesang und
Klavier) als Koloratursopranistin an zahlreichen Bühnen (darunter Deutsche Oper Berlin,
Staatsoper Hamburg, Opernhaus Zürich) Europas engagiert. Ihr Rollenspektrum reicht von
Monteverdis Poppea über Mozarts Königin der Nacht bis zum Musiktheater und Schauspiel
der Gegenwart. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen und Auftritte bei allen wichtigen
internationalen Festivals dokumentieren die Hinwendung der Sängerin zur zeitgenössischen
Musik, wo sie neben solistischen Auftritten und Solo-Performances bis 2006 auch mit den
Neuen Vocalsolisten in musikalischer und experimenteller Arbeit verbunden war und in enger
Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten unzählige Uraufführungen gesungen
hat. Als Dramaturgin und Regisseurin hat sie über 40 Produktionen mit vorwiegend freien
szenischen Arbeiten zeitgenössischer Kunst erarbeitet.
Als Professorin betreut sie seit 2007 den Studiengang Master Neue Musik/Gesang an der
Musikhochschule Stuttgart. Seit 2011 leitet sie dort das «Studio für Stimmkunst und Neues
Musiktheater». Ihre Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Neue Musik für Stimme vermittelt
sie zudem international in Meisterklassen und Workshops.
www.angelika-luz.de
Urban Mäder, Improvisation
Urban Mäder ist 1955 geboren und lebt in Luzern. Er studierte am Konservatorium und an der
Akademie für Schul- und Kirchenmusik in Luzern Klavier und Schulmusik. Er ist Dozent für
Improvisation und Musikdidaktik an der Hochschule Luzern. Seine rege Tätigkeit als Komponist und Improvisator führte zu einem breiten Werkverzeichnis. Er entwickelt Projekte im
Bereich der Klangkunst, oft in Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlerinnen und Künstlern.
Raum- oder landschaftsbezogene Kompositionen und Performances sind in jüngster Zeit zu
einem Schaffensschwerpunkt geworden. So Projekte wie Klangtransit (World New Music Days
2004), Lauter Blech (Luzern 2006), Zone Lido (Luzern 2009) oder Vor dem Tag (Neue-MusikRümlingen 2010). Er ist Mitbegründer des Forums Neue Musik Luzern. Er erhielt zahlreiche
Kompositionsaufträge, diverse Preise und Auszeichnungen, u. a. einige Werkbeiträge und das
Paris-Atelier des Kantons Aargau, Werkbeiträge von Stadt und Kanton Luzern und das
Londoner Atelierstipendium der Landis & Gyr Stiftung. Ein Teil seiner Werke ist dokumentiert
auf CD wie auch durch Sendungen von verschiedenen Radiostationen und Aufführungen in
Konzertreihen und Festivals im In- und Ausland.
www.urbanmaeder.ch
14
Heinrich Mätzener, Klarinette
Seiner Ausbildung an der Musikhochschule Zürich in den Fächern Klarinette und Orgel folgten
weitere Studien in Basel, Paris und Chicago. Dem Solistendiplom und nationalen sowie
internationalen Preisen folgte eine vielseitige Musikerlaufbahn. In den «Domaines» von
Orchester, Oper und Kammermusik sowie im Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer Musik,
klassischer Moderne und historischer Aufführungspraxis findet Heinrich Mätzener die grössten Herausforderungen und Anregungen zu lebendiger Interpretation. Seine Tätigkeit in der
Philharmonia Zürich (Es-Klarinette Solo), in den Ensembles La Scintilla dei Fiati und im
Collegium Novum Zürich ergänzt er mit einer Professur an der Hochschule Luzern – Musik.
Heinrich Mätzener tritt als Kammermusiker und Solist im In- und Ausland auf. Er konzertierte
u. a. an Festivals wie MaerzMusik Berlin, Wien modern, Klangspuren Schwaz, Emergenze in
Rom und an den Wittener Tagen für neue Kammermusik.
www.cnz.ch
Pascal Pons, Schlagzeug
Nach seinem Studium in Frankreich bei Rodolphe Palumbo und Sylvio Gualda schloss Pascal
Pons sein Solistendiplom bei Bernhardt Wulff mit Auszeichnung an der Musikhochschule
Freiburg ab.
Als Spezialist für Neue Musik spielte er zahlreiche Uraufführungen von Schlagzeugkonzerten
bis Solostücken, die ihm gewidmet wurden. Er arbeitet u. a. zusammen mit Komponisten wie
Johannes Schöllhorn, Hans Ulrich Lehmann, Alan Hilario und Nikolaus Brass.
Als Solist spielte er mit Orchestern wie dem Radio-Sinfonieorchester Berlin, dem basel
sinfonietta und dem Orchestre Symphonique de Liège. Er ist regelmässiger Gast beim
Ensemble Modern und beim Klangforum Wien. Als gefragter Solist und Kammermusiker tritt
er in ganz Europa, in Nord- und Südamerika sowie in Asien auf. Zahlreiche Radio- und CDAufnahmen dokumentieren sein breites Spektrum. Er verfügt über reiche Unterrichtserfahrungen u. a. an den Musikhochschulen in Freiburg und Versailles. Meisterkurse gab er beispielsweise in Hannover, Berlin, Taiwan, Osaka und Buenos Aires. Seit September 2011 ist er Dozent
an der Hochschule Luzern – Musik
www.pascalpons.com
Mats Scheidegger, Gitarre
Seit den 80er-Jahren beschäftigt sich Mats Scheidegger schwerpunktmässig mit der Interpretation zeitgenössischer Gitarrenmusik. Seine intensive Konzerttätigkeit als Solist führte ihn
an Festivals wie Lincoln Center Festival New York, Festival D’Automne Paris, ENO London,
Lucerne Festival, Wien Modern, Festspiele Berlin, RuhrTriennale. Er pflegt eine nachhaltige
Zusammenarbeit mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough, Beat Furrer
15
oder Tiziano Manca. Viele Ur- und Erstaufführungen wie von Luciano Berio, Brian Ferneyhough, Sam Hayden, Hans Ulrich Lehmann oder Nadir Vassena sowie zahlreiche CD-Aufnahmen belegen sein künstlerisches Schaffen. In jüngerer Zeit widmet er sich auch in zahlreichen
Konzerten zunehmend der Live-Elektronik. Er war von 1999 bis 2011 künstlerischer Leiter des
Festivals «Tage Für Neue Musik Zürich» und entwirft Konzepte für das Ensemble Soyuz21.
Er unterrichtet an der Hochschule Luzern – Musik.
Kontakt
Hochschule Luzern
Musik
Institut für Neue Musik, Komposition und Theorie
Mariahilfgasse 2a
CH-6004 Luzern
www.hslu.ch/musik
[email protected]
T +41 41 249 26 60
Herunterladen