resolutionen - Universität Passau

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R E SO LU T IO N E N
Schülerforum des EYP – Universität Passau
31. März und 1. April 2014
Schülerforum Passau – 31. März und 1. April 2014
Programmablauf
08:00-09:00
Ausgabe der Resolutionshefte, Vorbereitung der Debatte
und Zeit zum Redenschreiben
09:00-09:10
Eröffnung der parlamentarischen Vollversammlung
09:10-09:50
Debatte: FEMM
09:50-10:30
Debatte: EMPL
10:30-10:50
Pause
10:50-11:30
Debatte: LIBE
11:30-12:10
Debatte: AFET
12:10-12:50
Debatte: INTA
12:50-13:50
Mittagspause
13:50-14:30
Debatte: ENVI
14.30-15:10
Debatte: AFCO
15:10-15:30
Verabschiedung & Evaluation
Anmerkungen:
Die in diesem Booklet enthaltenen Thesenpapiere spiegeln weder die Meinung der AusschussmoderatorInnen
noch des EJP in Deutschland e.V. wider, sie stellen lediglich den in den Ausschüssen erarbeiteten Konsens dar.
Über die Thesen wurde in der parlamentarischen Vollversammlung jeweils einzeln abgestimmt. Abgelehnte
Thesen sind mittels Durchstreichung kenntlich gemacht.
Schülerforum Passau – 31. März und 1. April 2014
RESOLUTION DES AUSSCHUSSES FÜR FRAUENRECHTE (FEMM)
Forderungen nach einem Kopftuch- und Burkaverbot in Europa - Wie kann die
Europäische Union (EU) die Rechte der Frauen bei gleichzeitiger Beachtung der
Religionsfreiheit garantieren?
vorgelegt von:
Laura Burger (GG), Katharina Heiß (GG), Jonas Huber (ASG), Lukas Mautner (ASG),
Nadine Schikowski (GG), Maximilian Schmeller (ASG), Clara von Veltheim (GG),
Emely Wensky (GG), Lara Lindlahr (Ausschussmoderatorin)
Wir stellen fest:
A. Einige muslimische Frauen werden gezwungen eine Burka oder Nikab
(Ganzkörperverschleierung) zu tragen und manche können diese Entscheidung selbst
treffen.
B. Individuelles Aussehen und die freie persönliche Entfaltung ist durch ein erzwungenes
Tragen einer Verschleierung gefährdet.
C. Ein Burkaverbot ist eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wenn die Burka
freiwillig getragen wird.
D. Das Tragen einer Verschleierung und die dadurch hervorgerufene Diskriminierung
gegenüber muslimischen Frauen erschwert die Integration dieser in die europäische
Gesellschaft.
E. Das Tragen einer Ganzkörperverschleierung erschwert die Identifikation der Person.
Wir fordern:
1. Es soll ein altersübergreifendes Verbot der Ganzkörperverschleierung in der ganzen
EU geben, das für alle öffentlichen Bereiche, ausgenommen religiöser Gebetshäuser,
gilt.
2. Die Frauen sollen ihre Religion ausüben können, in dem sie Kopftücher und -schleier
tragen bei denen das ganze Gesicht frei bleibt.
3. Die Schule gilt als öffentlicher Bereich, weshalb das Tragen von Kopftüchern und schleiern für Schülerinnen und Lehrerinnen erlaubt sein soll.
4. Zur Bekämpfung der Diskriminierung verschiedener Kulturen soll bereits in
entsprechenden Schulunterrichtsstunden ein soziales Verhalten dafür vermittelt
werden.
5. Hilfsorganisationen, wie etwa Frauenhäuser, sollen sich vermehrt für die
Selbstbestimmungsrechte muslimischer Frauen aktiv einsetzen, damit diese ihre
Persönlichkeit stärken.
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RESOLUTION
DES
AUSSCHUSSES FÜR BESCHÄFTIGUNG
A N G E L E G E N H E IT E N (EMPL)
U N D S O Z IA L E
Jugendarbeitslosigkeit von über 30 Prozent: Wie kann die Europäische Union (EU)
steigender Jugendarbeitslosigkeit in südeuropäischen Ländern entgegenwirken?
vorgelegt von:
Stefan Spitzenberger (ASG), Michael Ziegler (ASG), Magdalena Sageder (GG),
Anna Maier (GG), Maren Schönhofen (GG), Julia Zillner (GG), Angelo Reischl
(SR), Katharina Radler (Ausschussmoderatorin)
Wir stellen fest:
A. Die Wirtschaftskrise führt zu Arbeitsplatzknappheit in der gesamten EU.
B. Wenn das Humankapital der EU nicht effizient genutzt wird, leidet die Wirtschaft der
ganzen EU darunter.
C. Durch den demographischen Wandel besteht die Gefahr des Arbeitskräftemangels in
Ländern wie Deutschland.
D. Eine Lösung für das Problem des Fachkräftemangels ist die Anwerbung von
qualifizierten Arbeitskräften aus EU Mitgliedsländern mit hoher Arbeitslosigkeit.
E. Im Zuge der Arbeitsmobilität profitiert auch das Herkunftsland ausländischer
Arbeitskräfte, da diese finanzielle Mittel an ihre Familien senden.
F. In südeuropäischen Ländern gibt es vermehrt Schwarzarbeit.
G. Südeuropäischen Ländern fehlen die finanziellen Mittel um Arbeitslosigkeit effizient
bekämpfen zu können.
H. Die Abwanderung der Fachkräfte aus südeuropäischen Ländern kann zu einem
Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in jener Region führen.
I. In einigen Sparten können freie Arbeitsplätze nicht besetzt werden, da es einen
Mangel an entsprechend ausgebildeten Arbeitssuchenden gibt.
J. Junge, unerfahrene Arbeitnehmer verlieren in Krisenzeiten meist zuerst ihren
Arbeitsplatz.
K. Schlechte Sprachkenntnisse führen zu Kommunikationsproblemen am Arbeitsplatz.
L. Schulische und universitäre Abschlüsse sowie Berufsausbildungen werden nicht in
jedem EU Mitgliedsstaat gleichwertig anerkannt.
Wir fordern:
1. Die EU soll verstärkt wirtschaftliche Unterstützung leisten, um eine sichere
Wirtschaftslage in den EU-Mitgliedsstaaten zu garantieren.
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2. Die Jugendgarantie1 soll stärker subventioniert werden, um sie auch in wirtschaftlich
schwachen EU-Mitgliedsstaaten zu ermöglichen.
3. Die EU soll die Programme Comenius2, Erasmus+3 und Eures4weiterhin
subventionieren.
4. Durch Medienkampagnen sollen die Programme Comenius, Erasmus+ und Eures in
die allgemeine Aufmerksamkeit rücken um noch mehr EU-Bürger auf die dadurch
entstehenden Möglichkeiten aufmerksam zu machen.
5. Effektive Beratung der SchülerInnen über Studiengänge, Arbeits- und
Ausbildungsplätze muss schon in frühen Jahrgangsstufen stattfinden.
6. Statistiken von aktuellen und zukünftigen Bewegungen am Arbeitsmarkt sollen
erhoben und für EU-Bürger veröffentlicht werden, um das Problem des Mismatch5 zu
minimieren.
7. Mehr Sprachkurse sollen eingeführt werden, um möglichen Sprachbarrieren am
Arbeitsplatz vorzubeugen.
8. Um Arbeitsmigranten besser in die Gesellschaft einzugliedern soll verstärkt
Integrationshilfe geleistet werden.
9. Schulische und universitäre Abschlüsse, sowie Berufsausbildungen sollen in allen EULändern gleichwertig anerkannt werden.
1
Die Jugendgarantie garantiert allen EU-BürgerInnnen unter 25 Jahren nach ihrem
Abschluss oder nachdem sie arbeitslos geworden sind einen Ausbildungsplatz oder
eine Anstellung innerhalb von 4 Monaten. Die Europäische Kommission empfiehlt allen
Mitgliedsstaaten dieses Projekt umzusetzen.
2
Das Comenius Projekt ist ein Austauschprogramm für Schüler mit Schwerpunkt auf
kulturellen Aspekten.
3
Im Programm ERASMUS+ werden verschiedene Initiativen zur Förderung von
Sprachkompetenz und Auslandserfahrungen vereint, die die Mobilität in der EU erhöhen
sollen.
4
Der EURopean Employment Service bietet Arbeitssuchenden und Arbeitgebern
in der ganzen EU die Möglichkeit, sich über diese Plattform Arbeitsplätze oder Arbeitskräfte
zu suchen. Außerdem gibt es einen Beratungsservice.
5
Mismatch entsteht, wenn durch ungenügende Berufsberatung sowohl ein
Arbeitskräftemangel als auch ein Arbeitskräfteüberschuss.
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RESOLUTION
DES
A U S S C H U S S E S F Ü R B Ü R G E R L IC H E F R E I H E I T E N ,
J U S T IZ U N D I N N E R E S (LIBE)
Die Europäische Union in der Kritik – auf welche Art und Weise sollte die Europäische
Union (EU) auf die steigende Zahl EU-kritischer Parteien reagieren? Wie kann die EU
Anhänger von antieuropäischen und nationalistischen Parteien zurückgewinnen und die
Ursachen für solchen Extremismus beheben?
vorgelegt von:
Max Spreitler (ASG), Manuel Kreis (ASG), Xaver Stang (ASG), Laura Jungmaier (GG),
Lea Dittlmann (GG), Nadine Prskawetz (GG), Julia Vorlaufer (GG), Daniela Wolf (GR),
Markus Friedl (SR), Angelika Freimoser (Ausschussmoderatorin)
Wir stellen fest:
A. Die stetig ansteigende Zahl der antieuropäischen Parteien gefährdet die Grundsätze
der EU, denn diese Parteien kritisieren und lehnen diese ab.
B. Die Transparenz bei Entscheidungsfindungen auf EU-Ebene fehlt.
C. Fehlende Berücksichtigung der individuellen Wählermeinung und vermeintliche
Fehlentscheidungen des Europäischen Parlaments führen zu Enttäuschung der Bürger
und damit zu einem Stimmenzuwachs EU-kritischer Parteien.
D. Krisen und Spannungen, wie etwa die Finanzkrise und die umstrittene
Einwanderungspolitik, schwächen das Vertrauen in die Arbeitsweise der EU.
Wir fordern:
1. Es soll eine überparteiliche Organisation gegründet werden, die den Wählern die
Vorteile der EU in Form von
a. kurzen Werbespots im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zur Hauptsendezeit,
b. ansprechenden Werbevideos vor Youtube-Clips und
c. EU-Seiten als empfohlene Beiträge auf Facebook
näherbringt.
2. Die o.g. Organisation soll besonders die inzwischen als selbstverständlich erachteten
Vorteile der EU-Staaten durch ihre Mitgliedschaft gezielt hervorheben, wie etwa den
Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der EU.
3. Der freie Zugang zu allen Ausschusstagungen für Journalisten und die Möglichkeit für
jeden Bürger die Verhandlungen mit zu verfolgen muss mittels:
a. Livestream,
b. Protokollzusammenfassung und
c. Liveticker
Schülerforum Passau – 31. März und 1. April 2014
gewährleistet werden.
4. Es sollen Meinungsumfragen zu spezifischen Entscheidungen des Europäischen
Parlaments online und telefonisch durchgeführt werden, um das Meinungsbild der
Wähler den Politikern auch außerhalb der Wahlphasen zu veranschaulichen.
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R E S O L U T I O N D E S A U S S C H U S S E S F Ü R A U S W Ä R T IG E
A N G E L E G E N H E IT E N (AFET)
Flüchtlingsströme über das Mittelmeer nach Europa - Immer mehr Menschen aus den
afrikanischen Ländern flüchten über das Mittelmeer nach Europa und suchen Asyl.
Dabei setzen sie sich erheblichen Gefahren aus und nicht selten endet ihre Reise in
humanitären Katastrophen wie zuletzt Anfang Oktober vor Lampedusa. Wie sollten die
europäischen Regierungen Flüchtlingen und Asylsuchenden helfen, um dabei sowohl
humanitären Ansprüchen zu genügen, als auch den Vorbehalten der Mitgliedstaaten
angemessen zu begegnen?
vorgelegt von:
Henrik Wollin (ASG), Felix Leebmann (ASG), Valentina Akgün (GG), Rebecca
Klingseis (GG), Julia Fuchs (GG), Sarina Schafflhuber (GG), Stefanie Wagner (GG),
Luisa Zierer (GR), Jakob Schweitzer (SR), Selma Peters (Ausschussmoderatorin),
Julia Ebertshäuser (Ausschussmoderatorin)
Wir stellen fest:
A. Etliche Überfahrten von Flüchtlingen nach Europa enden tödlich.
B. Beim Aufgreifen der Flüchtlinge durch FRONTEX kommt es immer wieder zu
massiven Menschenrechtsverletzungen.
C. Südeuropäische Mitgliedsstaaten sind durch die ansteigenden Flüchtlingsströme
logistisch überfordert.
D. Das Wohl der Flüchtlinge wird vernachlässigt durch die katastrophalen
Lebensbedingungen in den Flüchtlingslagern.
E. Es entstehen für einzelne Mitgliedsstaaten hohe Kosten durch den Unterhalt und die
Verwaltung von Flüchtlingen und Asylsuchenden.
F. Den Asylsuchenden und Flüchtlingen stehen keine Bildungs- sowie
Arbeitsperspektiven offen.
G. Sprachbarrieren sowie gegenseitige Vorurteile verhindern ein aktives Zusammenleben
der einheimischen Bevölkerung mit den Asylsuchenden.
Wir fordern:
1. Die Ursachen für Flucht aus den betroffenen Ländern sollen aktiv bekämpft werden,
durch
a. Aufbau der lokalen Wirtschaft durch internationale Investoren, sowie die
Förderung von lokalen Unternehmen.
b. Zugang zu technologischer Innovation.
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c. Ausweitung humanitärer Hilfe und medizinischer Grundversorgung.
d. Unterstützung des Demokratisierungsprozesses und der Einhaltung der
Menschenrechte, beispielsweise durch Entsendung von neutralen Vermittlern.
2. FRONTEX soll illegale Überfahrten verstärkt verhindern, jedoch dabei die Einhaltung
der Menschenrechte garantieren.
3. Informationen über die aktuelle Asylpolitik der EU sollen für potentielle
Asylsuchende bereitgestellt werden.
4. Ein Flüchtlingsfonds zur Finanzierung sozialer Einrichtungen und Projekte soll durch
Einzahlung aller Mitgliedsstaaten entsprechend ihrer wirtschaftlichen Stärke realisiert
werden.
5. Alle Mitgliedsstaaten sollen sich zur Aufnahme von Flüchtlingen verpflichten.
6. Die rechtlichen Grundlagen europäischer Asylpolitik sollen geändert werden, sodass
es Asylsuchenden möglich ist in allen Mitgliedsstaaten Asyl zu beantragen und eine
ausgewogenere Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU gewährleistet wird.
7. Ein Punktesystem zur Klassifizierung der Asylsuchenden nach dem Beispiel
Australiens soll eingeführt werden um Flüchtlinge gezielter auf Mitgliedsstaaten zu
verteilen.
8. Die Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft soll verbessert werden durch
mehr Arbeitsplätze im staatlichen Sektor und verpflichtende Sprachkurse.
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RESOLUTION
DES
A U S S C H U S S E S F Ü R IN T E R N A T I O N A L E N H A N D E L
(INTA)
Importierte Bio-Äpfel aus Neuseeland und Bio-Erzeugnisse, die das ganze Jahr über
erhältlich sind. Wie kann die Europäische Union (EU) die steigende Nachfrage nach
biologischen Produkten bedienen und trotzdem gewährleisten, dass „Bio“ auch
tatsächlich „gut für den Planeten“ ist.
vorgelegt von:
Benedikt Habermann (ASG), Sebastian Hehenberger (ASG), Anna-Lena Drexler (GG),
Gina Lang (GG), Mona Lechner (GG), Julia Wetzl (GG), Andreas Hopfauf (SR),
Maximilian Knapp (SR), Leonard Burges (Ausschussmoderator)
Wir stellen fest:
A. Durch den Import von günstigen Bio-Produkten aus dem Ausland werden lokale BioBauern unter finanziellen Druck gesetzt.
B. Durch die teuren Produktionskosten gibt es ein hohes Verlustrisiko für BioProduzenten.
C. Die derzeitigen Förderungen und Subventionen sind für Bio-Produzenten noch
unzureichend.
D. Aufgrund der großen Anzahl an Bio-Siegeln entsteht Unsicherheit, Vertrauensverlust
und Unübersichtlichkeit.
E. Der Preisdruck von Supermärkten führt zur Bevorzugung von günstigeren
Importwaren.
F. Die Transparenz der Bio-Siegel ist nicht gewährleistet, insbesondere auch aufgrund
der Vielzahl von Bio-Siegeln.
G. Es besteht das Risiko, dass Produzenten durch falsche Siegel, fehlerhafte Kontrollen
und Fehlinformationen Waren fälschlicherweise als Bio deklarieren.
H. Die Produktion von importierten Waren ist oft intransparent, welches unter anderem
auf eine Vielzahl von verschiedenen Verwaltungsabläufen und undurchsichtigen
Kontrollen zurückzuführen ist.
I. Der Import von Waren aus dem Ausland verursacht Umweltprobleme.
Wir fordern:
1. Die Wettbewerbsfähigkeit von Bio-Produkten soll gesteigert werden.
2. Die Bio-Bauern müssen durch höhere Subventionen, Medienkampagnen zur
Darstellung der Vorteile von Bio-Produkten und durch weitere Formen der
Unterstützung gefördert werden.
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3. Die Auflagen zum Bio-Siegel müssen transparent dargestellt und vereinheitlicht
werden.
4. Die Herkunftsgeschichte des Produktes soll durch genauere Angaben auf dem Etikett
klarer dargestellt werden.
5. Die Verwaltung der Bio-Siegel und deren Kontrollen soll optimiert werden um
Betrug, zum Beispiel in Form von Bestechung oder falschen Informationen,
vorzubeugen.
6. Umweltgesetze und verschärfte Kontrollen sollen den Import von Bio-Produkten
umweltfreundlicher gestalten.
7. Regionale Kooperationen zwischen Produzenten und Vertrieben müssen erweitert
werden.
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RESOLUTION DES AUSSCHUSSES FÜR UMWELTFRAGEN,
Ö F F E N T L IC H E G E S U N D H E I T U N D L E B E N S M I T T E L S I C H E R H E IT
(ENVI)
Die Zukunft Europas Energieversorgung oder eher eine vorprogrammierte
Katastrophe? Die Haltungen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) zur
Nutzung von Atomenergie sind sehr unterschiedlich. Wie kann die EU ihren Weg zu
einer emissionsarmen Energieversorgung fortsetzen und gleichzeitig die Sicherheit aller
Bürger garantieren?
vorgelegt von:
Stefan Hartmann (ASG), Gregor Koschany (ASG), Konstantin Kampfhammer (ASG),
Lina Harcenko (GG), Franziska Bumes (GG), Jessica Pianowski (GG), Laura Moritz
(GR), Stephan Sonnleitner (SR), Cornelia Meißner (Ausschussmoderatorin)
Wir stellen fest:
A. Der Betrieb von Kohlekraftwerken belastet die Umwelt.
B. Atomkraftwerke bergen Risiken, eine Katastrophe hat schwere Folgen.
C. Erneuerbare Energien hängen von klimatischen Gegebenheiten ab.
D. Emissionsarme Energiegewinnung ist teuer, aber langfristig besser für die Sicherheit
der Bürger.
E. Die Europäische Union (EU) ist zu stark abhängig von Drittstaaten mit größerem
Rohstoffvorkommen.
F. In Europa wird zu wenig Geld für erneuerbare Energien aufgewandt.
G. Die Energiegewinnung bei erneuerbaren Energien ist weniger effizient als bei anderen
Energieformen.
H. Die Durchsetzung von emissionsarmer Energiegewinnung bedeutet einen hohen
Zeitaufwand.
I. Die Entsorgung von atomarem Müll ist aufwändig, gesundheits- und umweltbelastend.
J. Die Bevölkerung der EU besitzt nur mangelndes Wissen über die vorhandene
Energieproblematik.
Wir fordern:
1. Die Kohlekraftwerke in der EU sollen Schritt für Schritt bis 2058 heruntergefahren
und durch erneuerbare Energien ersetzt werden.
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2. Die Anzahl der Atomkraftwerke in der EU soll bis 2040 um mindestens die Hälfte
reduziert werden.
3. Temporär nicht benötigte Energie soll mittels Pumpspeicherkraftwerken gespeichert
werden, um eine kontinuierliche Energieversorgung sicherzustellen.
4. Das Europäische Parlament soll im Haushaltsplan die erneuerbaren Energien stärker
berücksichtigen.
5. Die Erforschung erneuerbarer Energien soll durch zusätzliche finanzielle Mittel
stärker vorangetrieben werden.
6. Die EU-Bürger sollen durch folgende Maßnahmen besser über emissionsarme
Energiegewinnung informiert werden:
a. Durchführung einer Werbekampagne in öffentlichen Sendern
b. Herausgabe von Informationsheften an Schüler
c. Plakatierungen an öffentlichen Plätzen
d. Umsetzung einer Facebook-Kampagne.
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RESOLUTION
D E S A U S S C H U S S E S F Ü R K O N S T IT U T IO N E L L E
A N G E L E G E N H E IT E N (AFCO)
Parlamentssimulation und das Wahlrecht ab 16 – mit welchen Neuerungen können die
europäischen Regierungen angesichts wachsender Forderungen nach Mitsprache die
Jugend besser in die Entscheidungsprozesse der Politik einbinden?
vorgelegt von:
Philipp Anestseder (ASG), Pablo Artner (SR), Laura Cerny (GR), Miriam Friedl (GG),
Benjamin Groß (ASG), Lea Knödlseder (GG), Sophia Pfahl (GG), Kerstin Slezak (GG),
Sophie Sterl (GG), Alexandre Narayanin (Ausschussmoderator)
Wir stellen fest:
A. Aufgrund des hohen Zeitaufwands, der für die Klärung von politischen Problemen
notwendig ist, sinkt das Interesse der Jugendlichen für Politik.
B. Die meisten Jugendlichen sind mit der Umsetzung der Lösungen ihrer Probleme durch
die Politiker nicht einverstanden.
C. Wegen mangelnder Erfahrung im politischen Themenbereich werden Jugendliche
nicht ernst genommen und können ihre Interessen gegenüber älteren Politikern nicht
durchsetzen.
D. Die Jugendlichen fühlen sich wegen fehlendem Mitspracherecht und
Entscheidungsmöglichkeiten benachteiligt, die sie im Gegensatz zu Erwachsenen nicht
haben.
E. Die Jugendlichen beteiligen sich nur sehr schwach an der Politik, weil keine Vertreter
für ihre Interessen präsent sind und das passive Wahlrecht in manchen EU
Mitgliedsstaaten erst mit dem 21. Lebensjahr beginnt.
F. Durch eine Herabsetzung des Wahlalters steigt zwar die Menge der Wahlberechtigten,
jedoch sinkt die Wahlbeteiligung, da ein Großteil der 16-18 jährigen nicht von ihrem
Wahlrecht Gebrauch machen wird.
G. Die Jugendlichen können sich aufgrund fehlender Auseinandersetzung mit der Politik
nicht mit komplexen politischen Aufgaben vertraut machen und über komplizierte
Themen entscheiden.
H. Die Jugendlichen sind stark durch Werbung, Medien und bestimmte Personen
beeinflussbar. Dies führt zu Wahlergebnissen, die das Meinungsbild der Jugendlichen
nicht wiederspiegeln und zu kann einem extremen Meinungsbild.
I. Die niedrige geistige Reife mancher Jugendlichen kann zu möglichen
Fehlentscheidungen führen.
Schülerforum Passau – 31. März und 1. April 2014
Wir fordern:
1. Die Politik soll ansprechender und attraktiver gestaltet werden, indem man
Jugendliche zu Themen, die ihr Umfeld betreffen, miteinbezieht.
2. Um das Interesse der Jugendlichen an der Politik zu wecken, sollen sich Politiker
mehr mit jugendlichen Themen beschäftigen und auseinandersetzen.
3. Man soll öffentliche Aktionen veranstalten, um das Interesse der Jugendlichen für
Politik zu fördern.
4. Es soll mehr Möglichkeiten für Jugendliche geben sich in einer Partei zu engagieren
und mitwirken zu können.
5. Es soll ein bestimmter Prozentsatz an Sitzen im Bundestag nur von Vertretern der
Jugendlichen besetzt werden.
6. Vermittler sollen die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und politischen
Entscheidungsträgern begleiten und die Interessen beider Seiten mitteln.
7. Die Wahlprogramme sollen sprachlich vereinfacht werden, sodass diese auch für
Jugendliche besser verständlich sind.
8. Es soll eine bessere politische Aufklärung im Schulunterricht geben, beispielsweise
durch Projekte, die den Jugendlichen einen Einblick in die Politik gewährleisten.
9. Das Wahlrecht soll bei 18 Jahren bleiben.
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