Mehr Lebensqualität, tiefer Energieverbrauch Meilleure qualité de vie, faible consommation d’énergie Geschäftsbericht 2005 www.minergie.ch Herausgeber Verein MINERGIE® / Association MINERGIE® Konzept und Fotos: Geschäftsstelle MINERGIE®, Bern Gestaltung: GraphicArts, Bern-Liebefeld Bezug: Geschäftsstelle MINERGIE® Telefon 031 350 40 60 Sprachliche Bemerkung: Wann immer wir der Einfachheit halber die männliche Form gewählt haben, sind Frauen selbstverständlich genauso angesprochen. Inhalt 28 5000 Gebäude 21 9 4 Bericht des Präsidenten Mitglieder und Fachpartner 8 Sonderthema MINERGIE-P ® Ausgewählte Projekte 2005 31 Kommunikation 33 Sponsoring Aktivitäten 40 Standard Jahresrechnung 11 Wohnüberbauung Eichgut, Winterthur 36 Nachweissicherung 14 Wohnüberbauung Konstanz, Rothenburg 37 Modulkonzept 17 Einfamilienhaus Kaufmann, Langnau/BE 38 MINERGIE-ECO® 19 Einfamilienhaus Boni-Monti, Les Bois/JU 22 Gewerbehaus Bionstr. 1, St. Gallen 25 Schulungs- u. Verwaltungsgebäude Trift, Zermatt Ausblick 45 Organisation 47 Adressen Organisation 43 3 Bericht des Präsidenten 2 0 0 5 4 „Ändere die Welt; sie braucht es“, schrieb einst Hoher Ölpreis und 6000-Watt-Gesell- Umsetzung der strategischen Arbeiten hat der der deutsche Dramatiker Bertold Brecht. Mit schaft Vorstand eine „Arbeitsgruppe Strategie“ (AGS) V.l.n.r. Bruno Vitali, Marco MINERGIE verändern wir zwar nicht die Welt, Viel zu reden gaben im Jahr 2005 wiederum die eingesetzt. Anlässlich dieser Strategiearbeit hat Borradori und Fiorenzo Falconi. aber wir setzen neue Massstäbe: Mehr Komfort Erdölpreise. Allmählich ist klar geworden, dass der Vorstand und Lebensqualität bei tiefem Energieverbrauch wir uns auf dauerhaft hohe Ölpreise einstellen varianten diskutiert und sich für die Strategie und guter Wirtschaftlichkeit. Die Zeit ist reif müssen. Auch der anhaltend hohe Energie- „Effizient im Schweizer Hochbaumarkt“ entschie- dafür und der Markt gibt uns Recht: In nur sie- verbrauch ist ein Thema, und von der momen- den. Für ihre Umsetzung wurden sogenannte ben Jahren hat sich MINERGIE® als Baustandard tanen 6000- zur angestrebten 2000-Watt-Ge- Strategische Projekte definiert, die nun schritt- der Zukunft und erfolgreiche Marke etabliert. sellschaft ist es noch ein weiter Weg. Vor die- weise, dem realen Geschäftsgang und den prag- Der Erfolg hält an, und im Berichtsjahr wurden ® sem Hintergrund positioniert sich MINERGIE matischen Möglichkeiten des Vereins angepasst, wiederum 1275 MINERGIE®-Gebäude zertifi- als echte und attraktive Alternative zur konven- realisiert werden sollen. Die Strategie für die ziert, 97 davon Modernisierungen. So waren in tionellen Bauweise, und für viele Bauherren und nächsten Jahre sieht unter anderem vor, dass die der Schweiz am Ende des Berichtsjahres 5221 Investoren kommt etwas anderes gar nicht Bedürfnisse von Bauherren und Bewohnern ins MINERGIE ® im Berichtsjahr vier Strategie- – und 61 MINERGIE-P -Gebäude mehr in Frage. Wir gehen davon aus, dass Bau- Zentrum gestellt werden. Einen weiteren Schwer- zertifiziert; das entspricht einer Energiebezugs- herrschaften und Hausbesitzer durch die Ent- punkt der heutigen und zukünftigen Aktivitäten fläche von total 4'579'479 Quadratmetern. wicklung auf dem Ölpreismarkt für die Thema- von MINERGIE® ist die gezielte Konzeption und tik sensibilisiert werden. Entsprechend wird das Realisation von wirkungsvollen Massnahmen zur Mario Briccola, Bewusstsein für besseres Bauen und die Nach- Steigerung der Anzahl der Gebäudeerneuerun- Energiefachstelle Kanton frage nach energieeffizienten Heizsystemen gen nach MINERGIE®. Zusammen mit der Indus- Tessin, Bellinzona. weiter steigen. Auch das Produkt MINERGIE-P® trie und dem Gewerbe sollen deshalb weitere entwickelt sich erfreulich: Ende 2005 waren MINERGIE®-Module definiert und realisiert wer- bereits 69'717 Quadratmeter nach diesem den. Diese Module erleichtern und fördern das Standard zertifiziert. schrittweise Erneuern nach MINERGIE®. Strategie und Schwerpunkte definiert Im Fokus: MINERGIE-P® Die im Jahr 2004 initialisierten Arbeiten zur stra- MINERGIE-P®, das Schwerpunktthema dieses tegischen Optimierung von MINERGIE® zeigen Geschäftsberichts, hat als Standard für best- erste Ergebnisse. Sie sind eine wichtige Grund- mögliches Bauen zwar ein grosses Potenzial, lage für den Businessplan für die Zeit von 2006 hält aber bislang nur geringe Marktanteile. Der bis 2010. Für die effiziente Begleitung und Standard, eigentlich das schweizerische Pen- ® ® 10.9.2005 Labelübergabe in Zermatt. 1. MINERGIE-P®- für bestmögliches Bauen umsetzen wollen. in die Modernisierung und zeigt auch die MINERGIE-P® gibt ihnen die Möglichkeit dazu. Zusammenhänge der bei einer Erneuerung tan- branche als wichtiger Impulsgeber und fördert gierten Elemente auf (Wand, Dach, Fenster, Innovationen. Und er ist keineswegs Natur- Wichtig: die Weiterbildung freunden in Blockhütten vorbehalten, wie unse- Immer wieder stellen wir fest, dass die Entschei- Schritt für Schritt zum MINERGIE®-Standard re Beispiele eindrücklich zeigen: Das Eichgut dung für oder gegen MINERGIE meistens im gelangt. Der Weg zum Ziel führt über eigentli- mitten in Winterthur mit fast 100 Wohneinhei- Gespräch der Bauherrschaft und der Investoren che „Pakete“, also die Bündelung wichtiger Heizung usw.). Es wird erklärt, wie der Bauherr ® ten ist ebenso ein MINERGIE-P -Gebäude wie mit Architekten und Planern gefällt wird. Unsere Baumassnahmen – zum Beispiel Fenster/Son- das Schul- und Bürohaus EWZ in Zermatt. Es Mitglieder und Fachpartner sind die wichtigsten nenschutz/Fassade, Dach/Estrich/Keller/Komfort- lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass zu- Promotoren der Marke. Das Fachpartnerregle- lüftung usw. Die Gesamtmodernisierung in nehmend grössere Gebäude zertifiziert werden. ment wurde in der ersten Hälfte des Berichts- Etappen hat den Vorteil, dass die Bewohner Vermehrt treffen auch Anfragen aus dem jahres überarbeitet, so dass nun sowohl Bau- während den Bauphasen in der Regel das Ge- nahen Ausland wie beispielsweise Deutschland planende wie neu auch Bauausführende die bäude nicht verlassen müssen. Die Etappen und Frankreich bei uns ein. Von Seiten profes- Fachpartnerschaft erlangen können. Grosses können sich über 10 bis 15 Jahre hinziehen und sioneller Bauherren und Generalunternehmen Augenmerk galt wiederum der Weiterbildung: dauern jeweils einige Wochen. verzeichnen wir ein stark wachsendes Interesse Im Jahr 2005 konnte MINERGIE® 17 Weiterbil- an MINERGIE-P®. Umso mehr erstaunt die Tat- dungskurse realisieren. Besonders erfreulich hat Neue MINERGIE®-Module sache, dass öffentliche Bauherren höchst selten sich der Vier-Tage-Kurs „Vertiefte Weiterbildung Nebst den MINERGIE®-Modulen „Wand/Dach“ - wenn überhaupt - den Standard anwenden. Komfortlüftung“ entwickelt. und „Fenster“ gibt es nun auch ein Modul „Tü- ® Im Berichtsjahr hat sich gezeigt, dass bezüglich ren“: Anfang Dezember 2005 konnte das vier- MINERGIE-P ein deutlicher Weiterentwicklungs- Konzept „Bauerneuerung in jährige Projekt abgeschlossen werden, nach- bedarf besteht. So sind beispielsweise verschie- Schritten“ umgesetzt dem es bei der Umsetzung und bei der Zusam- dene Fragen betreffend Blower-door-Tests, Viele Häuser in der Schweiz sind in die Jahre menarbeit mit den Verbänden mehrmals zu Teilzertifizierung, Ausweitung auf andere Nut- gekommen. Entsprechend häufig stellt sich Verzögerungen gekommen war. Mit der Einfüh- zungskategorien usw. ungeklärt. Detaillierte Hauseigentümern die Frage, wie das Objekt am rung des MINERGIE®-Moduls für Türen wird Arbeiten daran sowie ein neues Kurskonzept besten zu modernisieren sei, damit am Ende die eine Lücke in der Reihe der Bauteile der Gebäu- MINERGIE-P® sollen im Jahr 2006 angepackt Rechnung aufgeht - finanziell, ökologisch und dehülle geschlossen. Bezüglich des Moduls werden. Fest steht, dass viele Baufachleute – und in Bezug auf den Komfort. Die neue Broschüre „Komfortlüftung“ wurden im Berichtsjahr in- ® MINERGIE schiedene Ansatzmöglichkeiten für den Einstieg mit „Bauerneuerung in Schritten“ beinhaltet ver- wollen als MINERGIE® und innovative Konzepte Leben dant zum Passivhaus, fungiert für die Bau- auch Bauherren und Investoren – weiter gehen ® Gebäude. 5 Bericht des Präsidenten MINERGIE ® 2 0 0 5 tensive Verhandlungen geführt. Der Verein Pro- Zahlreiche Informationsprojekte klima befasst sich mit der Erarbeitung dieses Im Berichtsjahr wurde die Website überarbeitet, Moduls. Weiter wurden Fragen geklärt und entschlackt und mit verbesserter Benutzer- Grundlagen erarbeitet für Module im Bereich führung versehen. Weit mehr als 100'000 Wärmeerzeugung. Das Projekt „Modul Beleuch- Besucherinnen und Besucher clickten sich durch tung“ kann möglicherweise 2006 abgeschlos- das Angebot und viele profitierten von den sen werden. Download-Möglichkeiten. Neu sind Mitglieder und Fachpartner in einem Adressportal organi- Die Gebäudemodernisierung MINERGIE® Modul Zertifikat Fenster für die nach MINERGIE® – ein stra- Schreinerei Hofer, Zofingen. V.l.n.r. Franz tegischer Schwerpunkt der Beyeler, Willy Hofer und Regierungsrat Aktivitäten des Vereins Peter C. Beyeler. mit Leben deutlich erleichtert und für die Marktumsetzung sehr wichtig ist. Es wurden verschiedene Broschüren, Pressetexte und weiteres Informationsmaterial kreiert und/oder neu bearbei- MINERGIE®. tet und aufgelegt. An zahlreichen Fach- und Informationsveranstaltungen war MINERGIE® Markenschutz: Konventionalstrafen 6 siert, was ihre Vermittlung und Empfehlung wie gewohnt ein „gefragter Aufhänger“. verhängt Auch im Berichtsjahr blieb MINERGIE® von Erfreuliche Zusammenarbeit mit „Nachahmern“ nicht verschont, und es mus- Wirtschaft und Kantonen sten 31 Fälle von Verletzung des Markenrechts/- Die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Kan- schutzes schriftlich bearbeitet werden. In zwei tonen ist für MINERGIE® ein Erfolgsfaktor und Fällen mussten die Angeklagten dem Verein war im Berichtsjahr erneut sehr erfreulich. Im MINERGIE Konventionalstrafen in der Höhe Rahmen von 110 Veranstaltungen konnten rund von je CHF 25'000.– bezahlen. Die besten Mar- 10'000 Baufachleute, Bauherrschaften/ Hausbe- kenschützer sind übrigens unsere Mitglieder sitzer und weitere Interessierte begrüsst werden. ® und Fachpartner, die uns immer wieder Fälle von „MINERGIE®-Missbrauch“ melden, damit wir MINERGIE®-Jury beurteilte drei Objekte dagegen einschreiten können. Wird der Miss- Die MINERGIE®-Jury hatte im Jahr 2005 über brauch von Mitbewerbern unserer Mitglieder be- drei Objekte zu befinden: Das Zentrum Paul Klee, gangen, wird ganz speziell schnell reagiert. das Einkaufs- und Freizeitzentrum WESTside sierungen (nicht aber bei Industrie und Lager) bauten zertifiziert werden. Die Ausweitung auf erfüllt werden müssen. Weiter konnten für klei- Einfamilienhäuser wird folgen. ne Mehrfamilienhäuser Standardlösungen (SL) erarbeitet werden. MINERGIE-ECO® lanciert Im Spätherbst wurde der Kooperationsvertrag mit dem Verein Eco-Bau unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet, dass der Verein Eco-Bau MINERGIE® sein Know-how im Bereich GesundRegierungsrat Peter C. Beyeler. heit und Ökologie zur Verfügung stellt. Eco-Bau und seine Vorgängerorganisationen haben über Jahre Planungswerkzeuge für nachhaltiges (beide in Bern) sowie das neue Verwaltungs- Bauen entwickelt und diese an Bauten der gebäude des Umweltdepartements (UVEK- öffentlichen Hand erprobt. Der Verein MINER- Gebäude) in Ittigen. Nur WESTside erfüllt die GIE® ergänzt dieses Know-how mit den Themen Anforderungen des Standards. Ausgerechnet Energieeffizienz und Komfort und schafft das beim UVEK verzichtet das Bundesamt für Bau Produkt MINERGIE-ECO®. MINERGIE-ECO® er- und Logistik auf den Einbau einer Komfortlüf- gänzt den MINERGIE®-Standard mit den Themen tung und daher auf die Erfüllung der Kriterien Gesundheit und Ökologie, z.B. geringe Schad- von MINERGIE® – schade. stoffbelastung durch Emissionen von Baustoffen, optimierte Tageslichtverhältnisse, Ver- Weiterentwicklung des Standards wendung gut verfügbarer Rohstoffe und hoher Die Weiterentwicklung des Standards drehte Anteil an Recyclingbaustoffen usw.. Ab Mitte sich im Berichtsjahr hauptsächlich um die 2006 können mit einem optimierten ECO-Nach- Themen Raumluft und Komfort. Strategisch gilt weistool Verwaltungsbauten und grosse Wohn- die Raumlüftung als zentraler Erfolgsfaktor für Gut für Umwelt, Mensch und Wirtschaft Innovation ist, wenn der Markt „Hurra!“ schreit. Tatsächlich ist MINERGIE® nicht nur für Mensch und Umwelt von Bedeutung, sondern auch für unsere Wirtschaft, beispielsweise durch die Wertschöpfung im Inland im Zusammenhang mit der Produktion oder durch die Vergabe von Aufträgen an einheimische Betriebe, verbunden mit Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Vorzeichen für die weitere Etablierung des Standards stehen gut: MINERGIE® hat einen guten Ruf, bewährt sich auch in der Praxis und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Wir sind auf dem richtigen Weg, doch dieser ist noch weit. Es gibt noch viel zu tun, bis allgemein anerkannt wird, dass Ruhe in den eigenen vier Wänden oder im Büro, gute Luft und ausgeglichene Temperaturen kein Luxus sind – weder für Hauseigentümer noch für Mieter und Benutzer, sondern ein Baustandard, der modernes Bauen mit hoher Gesamtwirtschaftlichkeit bedeutet. hohen Komfort. Entsprechend wurden konkrete Anforderungen definiert, die in Zukunft so- Peter C. Beyeler wohl bei Neubauten wie auch bei Moderni- Präsident Verein MINERGIE® 7 Mitglieder und Fachpartner Mitglieder Im Jahr 2005 durften wir 5 neue Mitglieder begrüssen. Damit zählte der Verein am 31. Dezember 2005 206 Mitglieder. dards ein. Als Gegenleistung empfehlen wir unsere Fachpartner auf verschiedenen Plattformen (Gebäudeliste, Adressportal, Veranstaltungen usw.). Ende 2005 zählten wir 255 Fach- Entwicklung Mitglieder partner aus den Bereichen Architektur, Planung 03 04 05 28 28 28 28 28 28 Kanton, Bund, Fürstentum leuchtungsplanern auf praktischem Weg über Entwicklung Fachpartner die Überprüfung des Antrags durch die Zerti- öffentliche 05 fizierungsstelle; bei den Bauausführenden im 108 143 202 240 255 Bereich Gebäudehülle durch den hauptverant- 00 01 Hand 1 Verein, Verbände 14 13 13 13 1 1 Fachpartner 02 03 04 13 14 Schulen 3 3 3 4 4 Firmen 32 49 57 Einzelpersonen 22 43 47 Total 99 136 148 177 201 206 wortlichen Architekten. Planer und Installateure 3 im Haustechnikbereich reichen Unterlagen und 75 91 96 Dokumentationen ihrer Referenzobjekte ein, die 56 64 64 von der Agentur Bau geprüft werden. Die Fachpartnerschaft kann grundsätzlich von Firmen erlangt werden, die uns eine für MINERGIE® verantwortliche Person angeben. Bei Referenzgebäuden hat die für das Gebäude verant- Jahresbeiträge wortliche Firma das „Anrecht“ auf die Fach- Firmen 1500.– Schulen 1500.– Überarbeitung des Fachpartnerregle- partnerschaft; bei Kursen bezieht sich das An- Organisationen und Vereine 1500.– ments recht auf die teilnehmende Person. Öffentliche Hand 1500.– In der ersten Hälfte des Berichtsjahrs wurde das 100.– Fachpartnerreglement überarbeitet. Es können Der Jahresbeitrag für MINERGIE®-Fachpartner Einzelpersonen nun sowohl Bauplanende wie auch neu Bauaus- beträgt unverändert 250 Franken. Für zusätzli- Fachpartner führende die MINERGIE®-Fachpartnerschaft er- che 150 Franken kann der Fachpartner seine Die Fachpartner MINERGIE® sind für die Markt- langen – entweder über den Weiterbildungsweg Adresse auf der Website aktiv anbieten (Direkt- umsetzung von grösster Bedeutung. Sie sind oder durch die Realisierung von mindestens zwei link). Die aktuelle Fachpartnerliste kann direkt wichtige Multiplikatoren und setzen sich an der MINERGIE®-Gebäuden. Die Qualitätskontrolle von der Website www.minergie.ch herunter „Kundenfront“ für die Verbreitung des Stan- erfolgt bei den Architekten, Energie- und Be- geladen werden. 8 MINERGIE 02 Verein 01 ® und Haustechnik -15 mehr als im Jahr davor. 00 Sonderthema MINERGIE-P® Der Standard für bestes Bauen hat grosses Potenzial Die Generalversammlung des Vereins Fenstern), eine kompakte Gebäudeform, eine sere Luftqualität als ein konventionelles Ge- MINERGIE® hat im Mai 2002 die Markt- dichte Gebäudehülle und durch Minimieren der bäude - und damit mehr Lebensqualität. Ein sol- einführung von MINERGIE-P beschlos- Wärmebrücken. Bei den Energieträgern domi- ches Gebäude überzeugt wie auch das „norma- sen und seit Februar 2003 können nieren die erneuerbaren Energien. Ein weiterer le“ MINERGIE®-Haus in wirtschaftlicher Hinsicht Gebäude nach MINERGIE-P® zertifiziert wichtiger Unterschied sind die fest installierten mit besserer Werterhaltung und markant tiefe- werden. MINERGIE-P® basiert auf dem Haushaltgeräte, die in solchen Gebäuden zwin- ren Energiekosten. Wer den Standard anwen- international bekannten ® Passivhaus- gend die Effizienzklasse A beziehungsweise A+ det, macht gleichzeitig Werbung in eigener Standard, wurde jedoch für Schweizer aufweisen müssen. Das betrifft zwingend Ge- Sache: Ein MINERGIE-P®-Haus ist alles andere als Verhältnisse angepasst. Was bedeutet räte wie Backofen, Kühlschrank, Gefriertruhe gewöhnlich und gleichsam ein Zeichen fort- MINERGIE-P ? Und was bringt der Stan- und Tumbler, für die steckbaren Haushaltgeräte schrittlichen Denkens und nachhaltigen Han- dard in der Praxis? ist es eine Empfehlung (siehe www.topten.ch). delns. MINERGIE-P® strebt einen noch tieferen Ener- MINERGIE® gilt bereits schon als sehr Hat ein MINERGIE-P®-Haus auch Nach- gieverbrauch an als der MINERGIE®-Standard und fortschrittlich. Warum brauchen wir teile – beispielsweise im Hinblick auf gilt zurzeit für die Gebäudekategorien Wohnen, dann MINERGIE-P®? die Ästhetik? ® Zahlreiche Bauherren, Investoren, Architekten Vom Baulichen her muss auf eine möglichst ein eigenständiges, am niedrigen Energiever- Urs-Peter Menti ist Maschineningenieur ETH/SIA und Planer wollen weiter gehen als MINERGIE®. kompakte Bauweise geachtet werden, damit brauch orientiertes Gebäudekonzept. Ein Haus, und Leiter der Zertifizierungsstelle MINERGIE-P®. Sie begrüssen Konzepte und Technologien, die auch möglichst wenig Wärmebrücken entste- das den sehr strengen Anforderungen des Im Gespräch beantwortet er die häufigsten Fra- ihnen dies ermöglichen. Der Standard ist auch hen, über die Energie verloren geht. Die Standards genügen soll, wird von Anfang an als gen zum Standard. ein wichtiger Impulsgeber für das Baugewerbe Fassade darf nicht zu stark beschattet werden, Verwaltung und Schulen. MINERGIE-P bedingt ® und die Industrie, indem er Innovationen för- und damit die Sonnenenergie passiv genutzt quent auf dieses Ziel hin geplant, gebaut und Wie unterscheidet sich MINERGIE-P® dert – konzeptionell, technologisch und in Be- werden kann, müssen ausreichend und sehr im Betrieb optimiert. Für fünf Anforderungen vom bereits besser bekannten MINER- zug auf Produkte. MINERGIE-P kann zudem gute Fenster eingesetzt und platziert werden müssen vorgegebene Kriterien erfüllt sein: GIE®-Standard? schon heute die Ziele der 2000-Watt-Gesell- (vor allem in der Südfassade). Ansonsten sind • Spezifischer Wärmeleistungsbedarf MINERGIE-P -Gebäude weisen einen noch tie- schaft erfüllen, was das grosse Zukunftspo- ästhetischen Bedürfnissen keine Grenzen • Heizwärmebedarf feren Energieverbrauch auf als MINERGIE®- tenzial dieses Standards unterstreicht. gesetzt – was die architektonische Vielfalt der • Gewichtete Energiekennzahl Gebäude. Dies wird erreicht durch konsequen- • Luftdichtigkeit der Gebäudehülle tes Ausnutzen der solaren Wärmegewinne, eine Welche Vorteile bietet MINERGIE-P®? weise an dieser Stelle auf die Gebäudeliste auf • Energieeffizienz der fest installierten sehr gute Wärmedämmung (Dämmstärken von Ähnlich wie ein MINERGIE®-Haus bietet ein unserer Website (www.minergie.ch). über 25 cm, Dreifachverglasungen bei den MINERGIE-P -Gebäude mehr Komfort und bes- Gesamtsystem und in allen seinen Teilen konse- Haushalt- und Bürogeräte ® ® bislang zertifizierten Gebäude beweist. Ich ver- ® 9 Installation für einen Blower-door-Test. ® Sonderthema MINERGIE-P Die Luftdichtigkeit des Gebäudes muss Hinweise, wo allfällige Lecks anzutreffen sind antwortlichen Architekten und Planer, die über mit einem Blower-door-Test nachge- und kann diese meistens noch nachbessern. Erfahrung und das nötige Know-how verfügen wiesen werden. Was ist das genau und Der Blower-door-Test ist also ein bewährtes müssen. Und es ist sehr wichtig, dass von wie läuft das ab? Qualitätssicherungs-Instrument. Anfang an konsequent und im Team zwischen Bauherr, Architekt, Gebäudetechniker und Beim Blower-door-Test wird mit einem z.B. im Türrahmen temporär montierten Ventilator Luft Was empfehlen Sie Bauherren, die nach Bauphysiker auf das Ziel hin geplant wird, ein ins Gebäude geblasen oder aus dem Gebäude MINERGIE-P bauen möchten? MINERGIE-P®-Gebäude bauen zu wollen. Denn gesaugt. Je dichter die Hülle nun ist, desto Bauherren sollten sich umfassend informieren wie gesagt: Basis für ein erfolgreiches MINER- weniger gut gelingt dies dem Ventilator. So und sich Referenzprojekte anschauen, beispiels- GIE-P®-Gebäude ist, dass ein entsprechendes wird kontrolliert, ob die Hülle genügend dicht weise im Rahmen eines Tags der offenen Tür. Konzept für das Gesamtsystem erstellt wird. Es ist. Mit dem gleichen Test bekommt man auch Ich empfehle die sorgfältige Auswahl der ver- genügt für MINERGIE-P® z.B. nicht, ein konven- ® tionelles Haus einfach mit energieeffizienter Gebäudetechnik zu bestücken. Kann der Standard auch bei der Gebäudeerneuerung erreicht werden? schon allein beim Heizen eingespart werden Zurzeit ist das kaum möglich aufgrund der für kann. Für die Zukunft müssen wir uns Gedan- den Modernisierungsfall doch sehr hohen ken darüber machen, ob und wie der Standard Anforderungen an die Luftdichtigkeit. Wir auch für Bauerneuerungen tauglich gemacht überlegen uns diesbezüglich Möglichkeiten, werden soll, sowie ob die heute bestehenden wie wir MINERGIE-P in Zukunft auch für die Nutzungskategorien Wohnen und Verwaltung Bauerneuerung anwenden werden können. noch ausgeweitet werden sollen. Weitere Auf- ® gaben für die Zukunft sind die Vereinfachung Wie gross ist das Potenzial von sowie Systematisierung der Zertifizierung und MINERGIE-P – und wie geht es weiter? vielleicht – drei Jahre nach der Einführung – ein Wer die laufende Energiedebatte verfolgt, Praxistest zur Erfolgskontrolle. Sehr wichtig ist kommt schnell zum Schluss, dass für MINER- auch die Information und Ausbildung der GIE-P ® 10 die Zukunft gut aussieht. Der hohe Fachleute an der Front, damit sie wissen, was Ölpreis erhöht die Bedeutung energieeffizienter MINERGIE-P® ist und wie man die hohen Anfor- Häuser zusätzlich, wenn man bedenkt, was derungen erreicht. ® Ausgewählte Projekte 2 0 0 5 ZH-007-P MINERGIE-P® in Winterthurs «Trend Location» 11 „Wir haben bereits in der Vergangenheit in Ausgewählte Projekte 2 0 0 5 energieeffiziente Immobilien investiert und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden.“ Thomas Vonaesch, Fondsmanager des Immoobilienfonds Credit Suisse 1a Immo PK ZH-007-P Wohnüberbauung Eichgut, Raumhöhe von 2,80 Metern trägt zusätzlich Winterthur zum luftigen Raumgefühl bei. An bester Lage in Winterthur liess der Immo- Alle Wohnungen sind vermietet bilienfonds Credit Suisse 1a Immo PK die Wohn- Die Wohnüberbauung Eichgut liegt im Quartier überbauung Eichgut mit 90 Wohnungen sowie Neuwiesen, das sich zu einer sogenannten Geschäftsflächen nach MINERGIE-P realisieren. „Trend Location“ entwickelt. Nur wenige Schrit- Marietherese und Heino Meili haben im Mai 2005 te vom Bahnhof SBB (mit Intercity-Halt) entfernt eine solche Wohnung bezogen – und geniessen sind hier 90 attraktive Wohnungen sowie das ruhige Leben mitten in der Stadt. Geschäftsflächen auf sechs Geschossen ent- Wer genau hinschaut, stellt fest, dass die standen, die allesamt vermietet sind: „Für die Wohnüberbauung ® in Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen bestehen gar Winterthur jeden Tag ein bisschen anders aus- Wartelisten“, bestätigt Francine Zuber vom sieht. Das liegt an den „Schiebegläsern“, in Immobilienbüro Wincasa, das die Wohnungen Milchverglasung aus Sicherheitsglas, die sich im Auftrag der Eigentümerin Credit Suisse 1a über alle Fassadenteile zieht. Die emaillierten Immo PK vermietet. An urbaner Lage mit hoch- Gläser wurden im Siebdruckverfahren mit wertiger Architektur und in vorbildlicher Bau- einem Lochblechmuster bedruckt. Diejenigen weise erstellt, sprechen die Wohnungen im vor Fenstern und Türen können von den Eichgut vor allem berufstätige Paare, Singles Bewohnern selbst verschoben werden. Sie sind und Personen im Rentenalter an. Zu letzteren Teil des Sonnenschutzes – und gleichzeitig ein gehören auch Marietherese und Heino Meili. Eichgut mitten ästhetisches Element, das einem schon von weitem positiv auffällt. Die Innenarchitektur Vom Eigenheim in die Mietwohnung lässt viel Raum für eigene Nutzungsideen. Das Ehepaar Meili zog im Mai 2005 in eine Hoher Ausbaustandard und offene Strukturen Viereinhalb-Zimmer-Wohnung im sechsten sind die Merkmale aller Wohnungen, ebenso Stock. Zuvor hatten Meilis ein eigenes grosses wie eine Loggia oder Terrasse – oder gar bei- Haus bewohnt. Damit verbunden war auch des. Die Loggien sind mit Glasschiebefenstern allerhand Arbeit – „und das ist mühsam, wenn partiell verschliessbar, was ein Ambiente wie in man älter wird“, weiss Marietherese Meili. „Wir einem Wintergarten schafft. Die durchgehende wussten seit längerem, dass wir statt unseres 12 Eigenheims eine Mietwohnung als Alterssitz dezentral zu jeder Wohnungseinheit installiert. Tatsächlich ist die Credit Suisse mit ihren mobilienfonds Credit Suisse 1a Immo PK. Das bevorzugen. Entsprechend haben wir uns früh- Die Zuluft gelangt über Zuluftgitter in den Anlagegefässen der grösste private Investor, der Label habe einerseits hinsichtlich des reduzier- zeitig informiert und viele Wohnungen besich- Wohn- und Schlafzimmern in WC, Bad und Kü- nach den neuen Standards baut – aus gutem ten Energieverbrauchs Vorteile. Andererseits tigt.“ Ihre Wahl fiel aufs Eichgut, weil dort ein- che. Abgesaugt wird die Abluft über Teller- Grund: „Wir haben bereits in der Vergangen- nutze man es als eine sympathische Methode, fach alles stimmte: zentrale Lage, richtige ventile in Decke und Wand. In den exponierten heit in energieeffiziente Immobilien investiert um sich von anderen Anbietern abzuheben und Grösse, gewünschter Komfort – und der Lift Wohnungen wurden zusätzlich Elektroheiz- und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden“, den Mietern etwas Besonderes zu bieten. direkt in die Wohnung, ein Luxus im Segment körper mit je 400 Watt Heizleistung installiert. so Thomas Vonaesch, Fondsmanager des Im- der Mietwohnungen. Welche Rolle spielte Diese decken den Heizenergiebedarf bei extrem MINERGIE-P® beim Entscheid? „Wir haben MI- kaltem Wetter und sind daher pro Jahr nur sehr NERGIE-P® vorher nicht gekannt“, erzählt selten in Betrieb. Im Bad sorgt ein Hand- Marietherese Meili. Doch mittlerweile möchten tuchradiator für die angenehme Temperatur sie die Annehmlichkeiten, die der Standard bie- von 22° C. Dank der kontrollierten Be- und tet, nicht mehr missen: „Wir fühlen uns sehr Entlüftung werden rund 80 Prozent weniger wohl in der Wohnung“, bestätigt auch Heino Heizenergie verbraucht und dies bei hervorra- Meili. Obwohl das Eichgut mitten in der Stadt gender Luftqualität: Die Filter halten Aussen- liegt, ist es in den Wohnungen angenehm ruhig: staub zurück. Im Sommer profitieren die Be- Von den Nachbarn hören Meilis gar nichts, und wohner von gekühlter Zuluft: Die warme auch allfälliger Aussenlärm bleibt dank Kom- Aussenluft wird über die Luft-Erdregister im fortlüftung draussen. Erdreich um bis zu 10° C abgekühlt. 80 Prozent Heizenergie gespart Den Mietern etwas Besonderes bieten Geheizt werden die Räumlichkeiten mit der Die Senn BPM AG in St. Gallen hat die Wohn- Lüftung; die Wärmeerzeugung für Raum- überbauung Eichgut im Auftrag des Credit heizung und Warmwasser erfolgt mittels Suisse 1a Immo PK erstellt. Sie ist nicht das Wärmerückgewinnung mit einem Wirkungs- einzige energieeffiziente Gebäude im Portfolio: grad von ca. 90 Prozent und einer Wärme- „Mit rund 200'000 Quadratmetern Energiebe- pumpe zur Nutzung der Abwärme der Abluft. zugsfläche sind wir Schweizer-Meister in Wärmerückgewinnung, Wärmepumpe und ein MINERGIE®“, bestätigt Karin Schwerzmann, 200-Liter-Warmwasserboiler sind integrative verantwortlich für die Kommunikation im Bestandteile der Kompaktlüftungsgeräte und Bereich Real Estate Asset Management Schweiz. „Das Label MINERGIE-P® ist auch eine sympathische Methode, sich von anderen Anbietern abzuheben und den Mietern etwas Besonderes zu bieten.“ Thomas Vonaesch, Fondsmanager des Immobilienfonds Credit Suisse 1a Immo PK 13 Individuelles, energieeffizientes und komfortables Wohnen im 21. Jahrhundert LU-002-P 14 „Ich bin überzeugt, dass MINERGIE-P® die Bauweise der Zukunft ist.“ Arthur Sigg, dipl. Arch. ETH, Anliker AG Generalunternehmung LU-002-P Überbauung Konstanz, Flexibel wohnen Nebenkosten massiv reduziert. Weiter decken Überzeugendes Gesamtkonzept Rothenburg Drei der sieben Bauten sind viergeschossige Sonnenkollektoren auf den Dächern etwa 60 Das Gesamtkonzept der „ökologischen Perlen“ in Loftbauten. Wer eine der 170 Quadratmeter Prozent des Brauchwasserbedarfs ab. Konstanz beeindruckte die Jury der Stiftung Solar In der Siedlung Konstanz in Rothenburg wur- grossen Wohnungen erwirbt, besitzt gleich ein den 7 der insgesamt 13 Mehrfamilienhäuser ganzes Stockwerk. Weil der Versorgungskern in Heizen mit dem Lüftungsgerät Jahr 2003 den 1. Schweizer Gebäudepreis und im nach MINERGIE-P erstellt. Die gelungene der Mitte des Gebäudes platziert ist, lässt die Ein zentrales Lüftungsgerät im Keller versorgt Jahr 2004 den „Best of Solarpreis“ (Gebäude seit Verbindung von Architektur, Komfort und Raumeinteilung grosse Flexibilität für Grund- das ganze Haus mit Frischluft und wenn nötig 1991). Beurteilt wurde nach den Kriterien Archi- niedrigem Energieverbrauch beeindruckte rissänderungen zu: Vom Loft mit einem grossen auch mit Wärme. Ein Erdregister erwärmt die tektur und Ästhetik, Ökologie, Solarnutzung und auch die Jury der Stiftung Solar Agentur Raum bis hin zur 7,5-Zimmer-Wohnung ist alles Aussenluft im Winter und sorgt für etwas küh- erneuerbare Energien, Komfort und Lebensqua- Schweiz: Sie verlieh der Überbauung im Jahr möglich, ebenso wie die Aufteilung in zwei lere Räume im Sommer. In den Wintermonaten lität sowie Nutzung und Flexibilität. „Die Woh- 2003 den 1. Schweizer Gebäudepreis. Wohnungen. Entsprechend kann die Wohnung wird die Zuluft zusätzlich mit einem Gasheiz- nungen der Überbauung Konstanz beeindrucken den im Laufe des Lebens wechselnden Bedürf- kessel erwärmt. Luftaustausch und Temperatur durch ihre Architektur, ihren Komfort und ihren nissen der Bewohner angepasst werden. Auch können die Bewohner individuell regulieren. ausserordentlich niedrigen Energieverbrauch“, schreibt die Jury in ihrem Bericht. Zudem ist die ® In Rothenburg, wenige Minuten von Luzern entfernt, erstellte die Anliker AG (Emmenbrücke) Agentur Schweiz: Sie verlieh den Lofthäusern im die versetzte Anordnung der Häuser auf dem Wie bei einer herkömmlichen Heizung können die Siedlung Konstanz – und damit die ersten dreieckigen Grundstück schafft Freiräume und Programme mit Tagesverlauf angewählt wer- ganze Siedlung nach elektrobiologischen Krite- MINERGIE-P®-Mehrfamilienhäuser in Massivbau- ermöglicht nicht nur freie Sicht, sondern auch den. So strömt beispielsweise nachts weniger rien gebaut: Speziell abgeschirmte Kabel und eine weise. Die Überbauung besteht aus verschiede- eine gute Besonnung. Letztere sowie die konse- Zuluft in die Räume, während tagsüber der Netzfreischaltung im Schlafzimmer sorgen für nen Häusertypen und 116 Wohnungen unter- quente Ausrichtung der Fenster nach Süden Volumenregler bei Bedarf auf eine höhere Stufe eine elektrosmogarme Umgebung. schiedlicher Grösse. 7 der insgesamt 13 Mehr- bringt einen grossen passiven Solargewinn. schaltet. „Erfolgt die Wärmeverteilung über die Luft“, so Arthur Sigg, „bestehen hohe Anforde- Die Bauweise der Zukunft Massiv weniger Nebenkosten rungen an den Schallschutz.“ In der Siedlung Für Arthur Sigg ist es nur noch eine Frage der Tatsächlich reichen die passive Nutzung der Konstanz wurden diese Anforderungen bestens Zeit, bis sich das „bessere Bauen“ durchgesetzt Sonnenenergie und die Wärmeabgabe von Be- erfüllt: Umfragen ergaben, dass die Bewohner haben wird: „Ich rechne damit, dass MINERGIE® wohnern und Geräten aus, damit im Gebäude keine störenden Geräusche von Ventilatoren in fünf Jahren Standard ist. Die Etablierung von während der Heizperiode mit geringem Ener- oder Luftauslässen hören. Das bestätigt auch MINERGIE-P® braucht etwas mehr Zeit, aber ich familienhäuser sind nach MINERGIE-P gebaut. ® Aber welche, fragt sich der Betrachter? „Architektonisch sind wir keine Kompromisse eingegangen“, so Arthur Sigg, verantwortlicher Architekt des Generalunternehmers. „Nur ein geübtes Auge erkennt die MINERGIE-P -Häuser ® gieaufwand eine angenehme Innentemperatur Arthur Sigg, der selbst einen Loft in der bin sicher, dass das die Bauweise der Zukunft an den tieferen Fensterleibungen.“ Tatsächlich erreicht wird. Im Verbund mit der sehr guten Siedlung bewohnt: „Ich höre eigentlich nur ist. In wenigen Jahren wird die Lüftung ganz zeigen die Wohnungen, dass der Standard die Dämmung von 30 Zentimetern kann durch Positives: Insbesondere das gute Raumklima selbstverständlich zur Grundausstattung einer gestalterische Freiheit des Architekten in keiner diese Massnahmen der Heizenergieverbrauch und die konstante Temperatur werden sehr Wohnung gehören.“ Weise einengt. um rund 90 Prozent gesenkt werden, was die geschätzt.“ 15 Ausgewählte Projekte 2 0 0 5 Einfamilienhaus Kaufmann, Langnau/BE Nach nur drei Monaten Bauzeit war es soweit: Monika und Thomas Kaufmann bezogen im Dezember 2004 mit ihren beiden Kindern ihr neues Haus in Langnau/BE. Erbaut wurde das Haus im MINERGIE-P®-Standard. Es war schon ein besonderes Geschenk, das sich Familie Kaufmann zu Weihnachten 2004 gleich selbst machte: Sie zog in ihr neues Eigenheim im emmentalischen Langnau, erstellt als drittes Objekt im Kanton Bern im MINERGIE-P®Standard. Der moderne Holzbau mit Flachdach fällt auf im Quartier – und fügt sich dennoch gut ins Ortsbild ein. BE-003-P „Viele Leute sind erstaunt und begeistert darüber, dass es so einfach ist, energieeffizient und trotzdem komfortabel zu leben.“ Thomas Kaufmann, Architekt HTL, Langnau 16 Thomas Kaufmann ist selbst Architekt und zeichnete als solcher für sein Haus verantwortlich. Er ist überzeugt vom Direktgewinn-Prinzip und hat sein MINERGIE-P®-Haus danach erstellt. Dank passiver Solarenergienutzung und Speicherung kommt das Gebäude mit vergleichsweise geringen Dämmstärken von 30 cm aus, obwohl seine Ausrichtung mit der Schmalseite gegen Süden und der nicht sehr kompakte Baukörper dafür keine erstklassigen Voraussetzungen sind. Auf die optimale Ausrichtung (Breitseite gegen Süden) wurde aus Rücksicht auf ein 250-jähriges Fleckenhaus auf dem Nachbarsgrundstück verzichtet, damit von der Strasse her die Giebelfassade des denkmalgeschützten Gebäudes einsehbar ist. Baurechtliche Vorschriften führten schliesslich zu einem L-förmigen Bau mit grosser Fensterfront gegen Westen. „Für MINERGIE-P® ist ein solcher Baukörper eigentlich nicht optimal“, führt Thomas Kaufmann aus. Trotzdem erwies sich eine Dämmung von 30 cm als ausreichend, und das geringfügige „Manko“ konnte mit anderen Massnahmen kompensiert werden. Wenig High-Tech im Haus Holz dominiert – innen und aussen. Für Monika und Thomas Kaufmann war von Anfang an klar, dass natürliche Materialien zum Einsatz kommen sollten. „Wir wollten ein Haus für uns“, erzählt Monika Kaufmann, „nach unseren Vorstellungen und für unsere Bedürfnisse gebaut.“ Ihr neues Heim kommt mit wenig HighTech aus und nutzt getreu dem DirektgewinnPrinzip möglichst viel passive Sonnenenergie zur Beheizung. Einzige Wärmequelle des Hauses ist der gemauerte Speicherofen mit Schamottsteinen, der mit Holzscheiten „gefüttert“ wird. Er verfügt über eine geregelte Verbrennungsluftzufuhr von aussen und regelt somit selbst den Abbrand. Auf ein aktives Wärmeverteilsystem haben Monika und Thomas Kaufmann bewusst verzichtet: Dank der offenen Bauweise verteilt sich die Wärme allein über Konvektion. Raumhohe Türen verbessern die Wärmezirkulation. Die Temperatur in den Zimmern wird von Ein Low-Tech-Haus, das Wärme speichert BE-003-P 17 den Bewohnern individuell geregelt, indem Türen geöffnet oder geschlossen werden. Auch im Badezimmer ist keine Zusatzheizung eingebaut, was sich in der Praxis bewährt hat. Die Wassererwärmung erfolgt über eine AbwasserWärmepumpe. Den dafür notwendigen Strom möchten Kaufmanns dereinst mit einer Photovoltaik-Anlage selbst produzieren. Wie jedes MINERGIE-P®-Haus verfügt auch das Heim der Familie Kaufmann über eine Komfortlüftung, deren Annehmlichkeiten niemand im Haus mehr missen möchte. Im Dialog mit der Natur Im Winter kann das Haus einen Schlechtwettertag allein mit der gespeicherten Sonnenenergie überbrücken. Dauert das schlechte Wetter länger an, wird eingeheizt, bevor es im Haus zu kalt wird: „Wir achten darauf, dass die Temperatur nie unter 16 Grad fällt“, berichtet Monika Kaufmann. Kühlt das Haus zu stark aus, dauert es lange, bis wieder gemütliche 20 Grad erreicht sind. Die Temperaturschwankungen von 18 bis 23 Grad sind für die Bewohner kein Problem: „Wir verfolgen aufmerksam den Wetterbericht, damit wir wissen, ob wir ausreichend Sonne erwarten können oder ob wir eventuell einheizen müssen. Diesen Dialog mit der Natur empfinden wir aber nicht als Nachteil, sondern als Bereicherung“, sind sich Kaufmanns einig. Es soll nicht zu kalt, aber auch nicht zu heiss im Haus werden: Auf der Südseite 18 verhindern automatische Storen, dass sich das Haus bei sommerlicher Hitze zu stark aufwärmt. Im Westen schützen Schiebewände aus Stoff, die von Hand betätigt werden, vor zuviel Sonneneinstrahlung. Die grossen Stoffwände sind Massarbeit, die Thomas Kaufmann von einem Metallbauer hat ausführen lassen. Sie dienen gleichzeitig als Sichtschutz und vermitteln ein angenehmes „Wintergarten-Feeling“ auf der Terrasse. Die „Stunde der Wahrheit“ Familie Kaufmann bewohnt rund 160 Quadratmeter Nettowohnfläche auf zwei Etagen. Erdgeschoss und Obergeschoss wurden aus vorgefertigten Elementen gebaut. Die Bauzeit betrug lediglich drei Monate. Einen ersten obligatorischen Blower-door-Test liess Thomas Kaufmann bereits in einer frühen Bauphase machen, um noch Spielraum für Korrekturmöglichkeiten zu haben. Mit dem Test wird festgestellt, ob das Gebäude luftdicht ist – eine Voraussetzung für MINERGIE-P®. „Der Test ist immer wie eine ‚Stunde der Wahrheit' für alle Handwerker, die mit dem Dämmperimeter zu tun haben“, erklärt er. Sie alle müssen absolut saubere Arbeit leisten, damit das Resultat positiv ausfällt. „Alle waren sehr stolz, als feststand, dass das Gebäude den Test bestanden hatte“, schmunzelt Thomas Kaufmann. Das MINERGIE-P®-Haus in Langnau hat im Umfeld grosses Interesse ausgelöst: „Am ‚Tag der offenen Tür' kamen sehr viele Leute“, erinnert sich Monika Kaufmann. Die Reaktionen waren und sind überwiegend positiv: „Wenn wir unseren Besuchern das Haus vorstellen und erklären, wie es funktioniert, sind die meisten begeistert darüber, dass es so einfach ist, energieeffizient und trotzdem komfortabel zu leben.“ BE-003-P Die Umwelt schonen und vom Komfort profitieren JU-001-P 19 Ausgewählte Projekte 2 0 0 5 Warum haben Sie nach MINERGIE-P® mung besteht aus Isofloc, rezykliertem Papier. gebaut? Für die Malerarbeiten wurden ausschliesslich na- Aus Rücksicht auf die Umwelt war es für uns türliche Produkte ohne Lösungsmittel verwendet. klar, dass wir unser Haus nach MINERGIE-P® bauen würden, weil wir zum Heizen kein Öl Wie empfinden Sie das Leben im einsetzen wollen. Wir haben einen Holzofen, MINERGIE-P®-Haus? und unser Haus ist so gut gedämmt, dass wir Mit dem Komfort sind wir sehr zufrieden. nur sehr wenig heizen müssen. Ein weiterer Gerade im Sommer haben wir praktisch nie Grund war der Komfort, den wir dank der Insekten im Haus, weil wir nur selten die Fenster Lüftung geniessen. öffnen. Dank der konstanten Lufterneuerung haben wir gar nicht das Bedürfnis, die Fenster zu Woher kennen Sie MINERGIE-P ? öffnen. Die Luftfeuchtigkeit liegt das ganze Jahr Wir hatten von den Passivhäusern in Deutsch- bei über 40 Prozent; im Sommer ist sie etwas land gehört und waren neugierig geworden. Auf höher. Die Konstruktion aus Holz vermittelt mehr der MINERGIE -Website haben wir erfahren, dass Behaglichkeit und Wärme als ein Backsteinbau. ® ® MINERGIE-P® das Schweizer Pendant zum Was schätzen Sie am meisten an ihrem Passivhaus-Standard ist. Haus? Einfamilienhaus Boni-Monti, Welches sind die MINERGIE-P -Komponen- Unser Haus ist mit einer grossen Fensterfläche ten an oder in Ihrem Haus? ausgestattet, und entsprechend haben wir sehr Les Bois/JU Unser Haus verfügt über dreifach verglaste viel Licht im Haus. ® JU-001-P Fenster, und die Mauern sind mit 40 cm geDas Einfamilienhaus der Familie Boni- dämmt. Das Gebäude ist mit einer Komfortlüf- Wie reagieren Ihre Besucher? Was fällt Monti im jurassischen Les Bois wurde Ende tung ausgestattet, die frische Luft zu- und ver- ihnen am ehesten und am häufigsten auf? Juni 2004 als erstes Gebäude in der franzö- brauchte Luft abführt. Wir benötigen sehr wenig Viele Leute sind überrascht, dass hier soviel sischen Schweiz mit dem MINERGIE-P - Heizenergie, nämlich rund zwei Ster Holz pro Licht und Klarheit herrschen. Sie staunen auch Label ausgezeichnet. Im Interview bestäti- Jahr, und benutzen Haushaltgeräte der Energie- darüber, dass die Lüftung so wenig Geräusche gen Larissa Monti und Nicolas Boni, dass effizienzklasse A. Das Holz, das wir für den Bau verursacht, auf Stufe 1 und 2 nämlich praktisch sich ihre Erwartungen an den Standard des Hauses verwendet haben, ist unbehandelt gar keine; auf Stufe 3 knapp wahrnehmbare. erfüllt haben. und stammt aus einheimischem Wald. Die Däm- Auf Stufe 3 stellen wir die Komfortlüftung aller- ® 20 JU-001-P MINERGIE-P® und die Mehrkosten: Ist der finanzielle Mehraufwand aus Ihrer Sicht gerechtfertigt? Wieviel betrugen die Mehrkosten für Ihr Haus? Ja, die Mehrkosten sind unserer Meinung nach gerechtfertigt. Wir schätzen den Komfort, den uns das Haus bietet – und in Anbetracht der hohen Ölpreise profitieren wir auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Die Mehrkosten für unser Haus betrugen zwischen 10 und 12 Prozent im Vergleich mit einem konventionellen Gebäude. Wem würden Sie ein MINERGIE-P®-Haus empfehlen? dings nur, wenn wir Gerüche aus der Küche Winter jeden Morgen das Feuer anfachen. nächsten Tage kaltes Wetter angekündigt, hei- Wir fühlen uns sehr wohl in unserem Haus und vertreiben wollen. Dieser Umstand ist jedoch nicht durch MINER- zen wir vorsorglich mit dem Holzofen, damit haben den Entscheid, nach MINERGIE-P® zu GIE-P® bedingt. es keinen allzu starken Temperaturabfall gibt. bauen, nie bereut. Aufgrund unserer guten Erfahrungen können wir allen Bauherren empfeh- Welche Frage stellen Ihre Besucher am häufigsten? Gibt es Dinge, auf die Sie speziell achten Wie konstant ist die Temperatur im Haus? Sie wollen wissen, ob man wegen der Kom- müssen, weil sie beispielsweise kompli- Die Temperaturen im Haus betragen im Winter fortlüftung die Fenster öffnen kann und darf – zierter oder „heikler“ zu handhaben sind 20 bis 21 Grad, im Sommer 22 bis 24 Grad. was wir natürlich mit Ja beantworten! als in einem konventionellen Haus? Bedeutet MINERGIE-P ® vielleicht „Mehr- Würden Sie Ihr Haus wieder genau gleich Wie lebt es sich im Alltag mit MINERGIE-P ? aufwand“? bauen? Gibt es Dinge, zum Beispiel im Haushalt Wir verfolgen aufmerksam den Wetterbericht, Wegen der Wasseranschlüsse haben wir das oder bei den Alltagsgewohnheiten, die sich weil das Wetter letztlich auch für den solaren Badezimmer im Norden des Hauses realisiert. grundsätzlich unterscheiden vom konven- Wärmegewinn ausschlaggebend ist. Im Winter Deshalb müssen wir im Winter dort jeweils elek- tionellen Handling? ziehen wir die Storen hoch und im Sommer, trisch heizen. Würden wir das Haus noch ein- Nein, eigentlich nicht. Da wir uns für einen etwa ab Juni, lassen wir sie herunter, damit es mal bauen, käme das Badezimmer mehr im Holzofen entschieden haben, müssen wir im nicht zu heiss wird. Wird zum Beispiel für die Süden zu stehen. ® len, den fortschrittlichen Standard anzuwenden. 21 «Ich würde wieder genau gleich bauen!» SG-001-P 22 „Für das Beheizen der 6900 m2 im BionGewerbehaus mittels Wärmepumpe bezahlen wir pro Quadratmeter und Jahr nur einen Franken vierzig.“ Kurt Vogt, Ingenieurbüro K. Vogt AG, St. Gallen SG-001-P liche Pionierarbeit geleistet – und hat es chen des Standards im Bereich des Möglichen nicht bereut. lag - und diese Herausforderung wollten wir annehmen“, berichtet er. Tatsächlich gestalte- Gewerbehaus Bionstrasse 1, St. Gallen Kurt Vogt, selbst Ingenieur, ist Inhaber und ten sich die Bauarbeiten mit Blick auf das Label Geschäftsführer des Ingenieurbüros K. Vogt spannend - „fast ein bisschen wie ein Sport“, AG (Teil der Vogt Group) – und seit 30 Jahren schmunzelt Kurt Vogt. Alle Beteiligten waren im Baugewerbe tätig. Aus Erfahrung weiss er, mit besonderem Engagement bei der Sache wie schwierig es heutzutage ist, „gewöhnli- und sind heute stolz auf das Ergebnis. Dieses che“ Gewerbeflächen zu vermieten. Er ist kann sich in der Tat sehen lassen: Das moderne überzeugt, dass nur fortschrittliche Gebäude Gebäude mit der betont schlanken Glasfassade konkurrenzfähig sind - und ein solches erstellte weist eine Energiebilanz auf, von der die die Vogt Group mit dem Gewerbehaus an der Besitzer und Betreiber konventioneller Gebäu- Bionstrasse 1 in St. Gallen. Ein MINERGIE-P®- de nur träumen können. Die Heizkosten im Bau war nicht von Anfang an geplant: „Wir Bion-Gewerbehaus liegen rund drei- bis vier- strebten eigentlich MINERGIE® an und wollten mal tiefer als in einem vergleichbaren konven- eine intelligente Fassade mit viel Glas“, erin- tionellen Gebäude. „Das Beheizen der 6900 nert sich Kurt Vogt. Peter Forrer vom Institut für Quadratmeter mit einer Wärmepumpe kostet Bautechnologie (SiAG) St. Gallen erhielt den uns pro Jahr weniger als zehntausend Franken, Auftrag, ein Konzept zu erstellen für einen nämlich rund einen Franken vierzig pro Neubau, der wenig Energie braucht, eine gute Quadratmeter. Wenn ich das in meinem Um- Raumluftqualität gewährleistet und thermische feld erzähle, ernte ich oft ungläubiges Staunen wie akustische Behaglichkeit gewährleistet. Im - und manche können es fast nicht glauben“, Rahmen einer integralen Studie sollte darge- erzählt Kurt Vogt nicht ohne Stolz. legt werden, mit welchen Anforderungen an Das Gewerbehaus an der Bionstrasse 1 in Gebäude und Haustechnik diese Ansprüche Dabei hatte es einst ganz anders getönt: „Wir erreicht werden könnten. wurden oft gefragt, warum wir nach MINER- St. Gallen wurde als erster Gewerbebau GIE-P® bauen wollten - und ob wir zuviel Geld der Schweiz nach MINERGIE-P zertifiziert. Modern und energieeffizient übrig hätten.“ Kurt Vogt weiss aus Erfahrung, Ingenieur und Bauherr Kurt Vogt von der In Gesprächen sei man dann auf MINERGIE-P® dass bei Hauptinvestoren häufig die Investi- Vogt Group hat mit dem Entscheid eigent- gekommen: „Wir stellten fest, dass das Errei- tionskosten im Vordergrund stehen. Dabei ® 23 „Über unser MINERGIE-P®-Gebäude ist in den Medien sehr viel berichtet und geschrieben worden.“ von weniger als 0.20 W/m2 für die Aussenwände, Dach und Böden und mit weniger als 1.0 W/m2 für die Glasfassade wird das Raumklima praktisch vollständig von den winterlichen Einflüssen abgekoppelt. Die massiven Betonkonstruktionen ermöglichen eine dynamische Verbindung des Raumklimas mit den geheizten oder gekühlten Oberflächen wie Fussboden, Decken und teilweise auch den Wänden. Dank diesen Massnahmen werden die Investitionskosten im Vergleich zur traditionellen Klimatechnik markant reduziert – ebenso wie die Betriebskosten. Gute Publicity SG-001-P Im Vergleich mit anderen Gewerbeflächen fanden diejenigen im Bion-Gewerbehaus relativ „Gewöhnliche Gewerbeflächen sind heut- müsste man die späteren Betriebs- und Neben- schnell Mieter: Die Büros und Verkaufslokali- zutage schwer zu vermieten. Nach dreissig kosten im Rahmen einer Gesamtkostenberech- täten sind mit einer Ausnahme (eine kürzlich Jahren im Baugewerbe weiss ich aus Erfah- nung eigentlich mit einbeziehen – gerade in erfolgte Geschäftsaufgabe) alle belegt. Die gute rung, dass nur fortschrittliche Gebäude Zeiten hoher Ölpreise. Publicity hat möglicherweise zum breiten Interesse beigetragen: „Es ist sehr viel über das konkurrenzfähig sind.“ Kurt Vogt, Ingenieurbüro K. Vogt AG, Investitions- und Betriebskosten redu- Gebäude geschrieben und berichtet worden“, St. Gallen ziert bestätigt Kurt Vogt. Allein im St. Galler Tagblatt Energie, die nicht erzeugt werden muss, ist erschien ein mehrseitiger Bericht anlässlich der gesparte Energie: Nach diesem Motto wurde Einweihung. Zweifellos zieht der Standard Leute das Gebäude optimal gedämmt. Der notwen- an und dient somit auch als „Aufhänger“ für die dige Wärmeschutz wurde in der Gebäudehülle Kommunikation. Kurt Vogt hat seinen Ent- konsequent umgesetzt; Dreifachgläser mit scheid, auf MINERGIE-P® zu setzen, nie bereut: Gasfüllung zieren die Fassade. Mit U-Werten „Ich würde heute wieder genau gleich bauen.“ 24 MINERGIE-P® auf 1600 Metern über Meer VS-001-P 25 Ausgewählte Projekte 2 0 0 5 Schulungs- und Verwaltungs- Gute Luft ist wichtig für Zermatt gebäude Trift, Zermatt Matthias Sulzer, CEO des federführenden In- Im September 2005 wurde in Zermatt das der HTA Luzern, nennt zwei Hauptgründe, die neue Schulungs- und Verwaltungsgebäude zum Bau nach MINERGIE-P® führten: „Eine wich- Trift, erstellt durch das Elektrizitätswerk tige Rolle spielten einerseits tourismustechnische Zermatt, feierlich eingeweiht. Es ist in der Überlegungen. Schliesslich wollen wir hier ge- Tat ein Meilenstein in der „Baugeschichte“ sunde Alpenluft ‚verkaufen', und die intakte Na- des Kantons, nämlich das erste MINERGIE-P - tur ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Gebäude im Wallis. Beliebtheit und den Erfolg von Zermatt als Touris- genieurbüros Lauber IWISA AG und Dozent an ® musdestination. Andererseits setzt das ElektriziSelbst in Bern sei man stolz auf das Zermatter tätswerk Zermatt als ‚Energie-Profi' mit dem Bau MINERGIE-P®-Label, sagte Michael Kaufmann, nach MINERGIE-P® ein deutliches Zeichen dafür, Vizedirektor des Bundesamtes für Energie und wie der effiziente Umgang mit Energie auch im Leiter des Aktionsprogramms „EnergieSchweiz“ baulichen Bereich praktisch umsetzbar ist.“ anlässlich der Einweihung im September 2005. Das Lob ist nicht übertrieben: Mit dem neuen Gemeinsame Lösung Schulungs- und Verwaltungsgebäude setzt die Das neue Schulungs- und Verwaltungsgebäude Elektrizitätswerk Zermatt AG ein Zeichen für den steht sozusagen auf historischem Grund und verantwortungsbewussten Umgang mit natürli- Boden: Hier wurde vor 111 Jahren das erste chen Ressourcen. Auch aus architektonischer Wasserkraftwerk im Kanton Wallis in Betrieb Sicht ist das Werk gelungen: Das moderne Ge- genommen. Bis zum Jahr 2002 wurde hier bäude aus einer Kombination von Glas, Holz Strom produziert; nach der Inbetriebnahme des und Stein gilt schon heute als „zweites Wahr- Kraftwerks Zmutt stand das Werk still. Weil ein- zeichen von Zermatt“. Bernhard Gundi vom mit- erseits das Elektrizitätswerk Zermatt (EWZ) neue beteiligten Architekturbüro Mooser & Petrig & Verwaltungsräumlichkeiten benötigte und an- Lauber bestätigt denn auch, dass sich die dererseits die Gemeinde auf der Suche nach Ausführung im MINERGIE-P -Standard in keiner Lokalitäten für den Schulbetrieb war, fand man Weise negativ auf die architektonische Gestal- eine gemeinsame Lösung. Im Oktober 2003 tung ausgewirkt habe. entschied sich das EWZ für einen Neubau. Nach ® 26 VS-001-P „Die unsichere Ölpreisentwicklung macht VS-001-P die Mehrinvestition in eine gut isolierte und luftdichte Gebäudehülle zusätzlich interessant.“ Matthias Sulzer, CEO Ingenieurbüro Lauber IWISA AG; Dozent HTA Luzern eineinhalbjähriger Bauzeit war das Werk voll- tung, ein System gewählt, das schnell reagiert bracht – als erstes MINERGIE-P®-Gebäude im und hohe Schwankungen ausgleichen kann“, Kanton Wallis. erklärt Matthias Sulzer. Die Reaktionen der Benutzerinnen und Benutzer des Gebäudes sind Kühlung an heissen Sommertagen einheitlich positiv: Alle rühmen das angenehme Über die grosse Fensterfläche im Süden (47 %) Raumklima und die ausgeglichenen Tempera- kann die Sonnenenergie passiv genutzt werden. turen. Damit die Räume im Sommer nicht überhitzt werden, ist ein guter Sonnenschutz notwendig, Zusatzbonus als wertvoller Anreiz und die Zuluft in die Räume wird natürlich „Der Kanton Wallis hat für MINERGIE® Pionier- gekühlt: In der Nacht saugt die Lüftungsanlage arbeit geleistet“, ist auch Moritz Steiner, Leiter kühle Aussenluft zwischen Felswand und Ge- der kantonalen Dienststelle für Energie, über- „Der Zusatzbonus für MINERGIE®-Gebäude in Form einer höheren bäude an und verteilt sie im Haus. Eine Kol- zeugt. Im Wallis kommen Bauherren, die nach Ausnutzungsziffer ist ein wertvoller Anreiz - vor allem in touristischen lektoranlage, ergänzt mit einer Fortluft-Wärme- MINERGIE® oder MINERGIE-P® bauen, in den Regionen mit hohen Bodenpreisen.“ pumpe, erzeugt die Wärme zum Beheizen der Genuss eines Zusatzbonus' in Form einer bis zu Moritz Steiner, Chef Dienststelle für Energie, Kanton Wallis Räume. Auf ein konventionelles Heizsystem 15 Prozent höheren Ausnutzungsziffer für die wurde bewusst verzichtet; die frische Warmluft fortschrittlichen Gebäude – ein wertvoller Anreiz, wird über die Komfortlüftung verteilt. Auf dem „vor allem in touristischen Orten mit hohen Dach erzeugt eine Photovoltaik-Anlage einen Bodenpreisen“, bestätigt Moritz Steiner. Und Teil des benötigten Stroms mittels Sonnenener- man dürfe nicht vergessen, dass auch das Bau- gie. gewerbe und die Industrie von der Anwendung des neuen Standards profitieren: „MINERGIE® Erhöhte Anforderungen an Dämm- und MINERGIE-P® setzen neue Impulse und bie- technik ten vielfältige Herausforderungen.“ Die Lage des Gebäudes auf 1600 Metern über Meer stellte erhöhte Anforderungen an die Dämmtechnik. Mit 35 cm Dämmung ist das neue Schulungs- und Verwaltungsgebäude ausgezeichnet gedämmt – „und wir haben haustechnisch, insbesondere bezogen auf die Lüf27 Aktivitäten Das Jahr 2005 war aus der Sicht von • und der Weiterentwicklung der Standards (siehe Kapitel Standard); MINERGIE® geprägt von • sowie einem Rekordjahr mit neuen Zertifi• umfassender Strategiearbeit: die „Arbeits- zierungen. Aktivitäten 2005 gruppe Strategie“ (AGS) hat im Berichtsjahr 28 vier Strategievarianten diskutiert und sich für Mehr als 5000 Gebäude nach MINER- die Strategie „Effizient im Schweizer Hoch- GIE® zertifiziert baumarkt“ entschieden; Ende 2005 waren in der Schweiz 5178 Gebäu- • umfassender Kommunikation zum Thema de nach MINERGIE® zertifiziert, was einer Ener- Bauerneuerung, einschliesslich der Bauer- giebezugsfläche von total 4'507'047 Qua- neuerung in Schritten; dratmetern entspricht. Allein im Berichtsjahr • der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der wurden in den Bereichen Wohnen, Dienstleis- Wirtschaft, den Kantonen, dem BFE und tung und Industrie 1144 Neubauten und 95 EnergieSchweiz; Sanierungen zertifiziert. 29 Objekte wurden im • der erfreulichen Weiterentwicklung des Produkts MINERGIE-P ; ® Berichtsjahr nach MINERGIE-P® zertifiziert. Ende 2005 zählten wir in der Schweiz total 61 MINER- • der Kooperation mit dem Verein Eco-Bau für das Produkt MINERGIE-ECO sowie der nach ® GIE-P®-Gebäude mit einer Energiebezugsfläche von 69'717 Quadratmetern. wie vor rasanten Entwicklung der Preise für fossile Energien; • reger Tätigkeit im Bereich Weiterbildung; • der Überarbeitung und Entschlackung der Website einschliesslich Lancierung des neuen Adressportals für die effiziente Suche nach Fachpartnern und Mitgliedern; • einer Präzisierung der Lüftungsanforderungen und der Kommunikation von Raumluft und Komfort; • der konsequenten Umsetzung des Qualitätssicherungssystems; Labelübergabe in Schmitten. V.l.n.r. Patricia Bürgi, MINERGIE® und Margrit RumoSpicher, Gemeinderätin, Schmitten/FR. Hansruedi Kunz, Leiter Abteilung Energie, AWEL, Vorstand MINERGIE®, übergibt Helmut Merkle, Leiter Portfoliomanagement, Allreal Vulkan AG, das MINERGIE®Label ZH-370 für den IBM-Neubau in Zurich-Altstetten (v.l.n.r.). schaftlichen, bestehenden und neuen Um- stärkt auf Anreize durch leicht verständliche weltmarken im Hochbau, also EFH (Einfami- Wertesysteme bei alten und neuen Standards. lienhäuser), MFH (Mehrfamilienhäuser) und Technische Lösungen überlässt MINERGIE® DL (Dienstleistungsbauten). innovativen Unternehmern im Markt und be- • Durch aktive Bearbeitung der MFH-/Mieter- lohnt diese durch Markenvorteile. MINERGIE® Zielgruppe wird das Image von MINERGIE regt die einfache Reglementierung des Vollzugs ® als Luxusmarke relativiert und Marktanteile und der Normierer an und coacht die Lehr- werden breit gesteigert. stätten und Verbände beim Wissenstransfer. • MINERGIE® bietet günstigste Zertifizierung Glaubwürdigkeit, Markenschutz und Qualität und Beratung, basierend auf franchisefähi- sichert MINERGIE® effizient durch konsequente gen Beratungs- und Zertifizierungsmodellen. Stärkung der Rechtssicherheit für Markenhalter und sich selbst. Zudem erschwert MINERGIE® Anlaufstellen Der Verein MINERGIE® betreibt folgende Anlauf- Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Strategie: den Wildwuchs dilettantischer Nachhaltigkeits- stellen: Dr. Ruedi Kriesi, Mitglied Vorstand, marken im Markt und sichert so langfristig • Geschäftsstelle Bern Vorsitzender Arbeitsgruppe Strategie seine Vorrangstellung. • Agentur Bau, Bern Hansruedi Kunz, Mitglied Vorstand • Agentur Romandie, Fribourg Franz Beyeler, Geschäftsführer Hanspeter Bürgi, Leiter Agentur Bau bis • Agentur Ticino, Bellinzona • Zertifizierungsstelle MINERGIE-P , Horw ® 31.5.2006 Dr. Ruedi Kriesi, Zehnder Group Prof. Armin Binz, Leiter Agentur Bau ab Management AG, Vorstand MINERGIE®. 1.6.2006 Strategie Heinz Uebersax, UC Consulting Im Rahmen einer umfassenden Strategiearbeit hat die „Arbeitsgruppe Strategie“ (AGS) im Be- Effizient im Schweizer Hochbaumarkt“ richtsjahr vier Strategievarianten diskutiert und Im Rahmen der gewählten Strategie festigt MI- Strategische Schwerpunkte definiert sich für die Strategie „Effizient im Schweizer NERGIE® seine Position als bekanntester und Für die Umsetzung der gewählten Strategie Hochbaumarkt“ entschieden. Sie beinhaltet fol- konsequenter Erneuerer der nachhaltigen Ener- wurden so genannte Strategische Projekte defi- gende Schwerpunkte: giekultur im Hochbaumarkt durch stärkere niert, die nun schrittweise, dem realen Geschäfts- • MINERGIE ist der führende Anbieter von Fokussierung auf Nutzer, Bauherren, Vereins- gang und den pragmatischen Möglichkeiten des mitglieder und Sponsoren. MINERGIE® setzt ver- Vereins angepasst und realisiert werden sollen. ® komfortablen, nachhaltigen, einfachen, wirt- 29 Michael Kaufmann, Vizedirektor Bundesamt für Energie, Programmleiter EnergieSchweiz. Strategische Schwerpunkte der nächsten Jahre Businessplan neuen EU-Richtlinien (EPBD). Die vernetzenden sind: • Businessplan Aktivitäten sind für eine effektive und effiziente Standardentwicklung, Vollzug Auskünfte und Beratungen Umsetzung der Schweizer Energiepolitik von • Rechtslage von MINERGIE®, Qualitätssicherung mit Nutzung des OR • Stärkung der Position Mitglieder und grosser Bedeutung und bedürfen guter Koordi- Der Support verschiedenster Akteure im Zusam- Baufachleute und Bauherrschaften/Hausbesitzer menhang mit MINERGIE® ist eine Schwer- wurde sehr rege benutzt. Im Namen des Vorstandes, der Mitglieder, der punktaktivität der MINERGIE®-Anlaufstellen. Fachpartner in Beratung und Zertifizierung nation und Prioritätensetzung. Insgesamt haben die Anlaufstellen von MINER- Reges Interesse im Ausland Fachpartner, der Geschäftsstelle und Agenturen GIE® im Berichtsjahr mehr als 20'000 Anfragen Aus verschiedenen Ländern trafen konkrete von MINERGIE® danken wir Nicole Zimmer- und Bestellungen aus dem Markt entgegen ge- Anfragen ein betreffend des Exportes von Kommunikation nommen und bearbeitet. Die Mehrheit dieser MINERGIE®. Das Interesse, das der Standard im • Fokussierte Kommunikation / Marktanalyse Anfragen erhalten wir heute per eMail. Die Ge- Ausland weckt, ist erfreulich: Mit dem Export • Positionspapier Raumluft, Erneuerungsbau schäftsstelle und die Agenturen haben Mitglie- kann die Akzeptanz im Inland gefördert und der der, Fachpartner und weitere Marktakteure bei Eigenfinanzierungsgrad mittelfristig erhöht wer- der Umsetzung von Aktivitäten unterstützt. Das den. Im Berichtsjahr wurde das erste Objekt in grosse Angebot an Informationsmaterial für Frankreich zertifiziert, ein Einfamilienhaus in St- • Stärkung von Externen in Entwicklung Standard Standards • Entwickeln, Vereinfachen MINERGIE®, MINERGIE-P®, Anpassung ME-Erneuerungsbau Tropez. In Luxemburg konnten zwei Gebäude zertifiziert werden. Leider wurde dort auch ein Nicole Zimmermann und Andreas Eckmanns, Markenmissbrauch festgestellt. EnergieSchweiz, Bundesamt für Energie. Finanzierung Enge Zusammenarbeit mit BFE und mann, Michael Kaufmann, Andi Eckmanns und • Entwicklungs- und Markenschutzfonds/ EnergieSchweiz… Stefan Wiederkehr herzlich für die enge, gute Die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für und auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit. • MINERGIE®-Module und -Komponenten für Neu-, Erneuerungsbau • Neue Teilmarken und MINERGIE-ECO ® Staatsgarantie • Akquisition von Supportern Energie (BFE) und EnergieSchweiz gestaltete sich erneut sehr eng und fruchtbar. Die Interessen …sowie mit Wirtschaft und Kantonen von MINERGIE wurden in verschiedenen Begleit- Ein wichtiger Erfolgsfaktor für MINERGIE® ist gruppen und Gremien wahrgenommen, bei- auch die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und spielsweise in EWG-Projekten des BFE. Eine Ko- Kantonen. Im Rahmen von vier Tagungen wurde Ausland operation erfolgte auch mit dem SIA betreffend diese Kooperation intensiv gepflegt. Haupt- • MINERGIE® im Ausland Revision der Norm 380/1 und Koordination mit themen dabei waren die MINERGIE®-Strategie, Vorstand • Wirtschaftsorientierter Vorstand • Controlling 30 ® Aktivitäten Olivia Mordasini von der Geschäftsstelle 2005 MINERGIE® als Standchefin im Einsatz. Die Standmannschaft für den MINERGIE®Stand an der Schweizer Hausbau- und MINERGIE®-Messe, Bern. das Festlegen der Komfortdefinition, entspre- Aktivitäten chende Überarbeitung der Lüftungsanforderungen, der sommerliche Wärmeschutz, die Überarbeitung der Anwendungshilfe sowie die Qualitätssicherung. An zwei Workshops in Horw und Yverdon nahmen alle Zertifizierungsstellen teil und profitierten vom Erfahrungsaustausch. Prio- Veranstaltungen konnten rund 10'000 Baufach- ritäre Themen waren die SIA-Norm 380/4 Be- leute, Bauherrschaften/Hausbesitzer und weite- leuchtung, Messungen der Luftmengen, Schall- re Interessierte begrüsst werden. Das Mitwirken messungen und MINERGIE®-Neuerungen. der EnergiedirektorInnen an MINERGIE®-Veranstaltungen wird insbesondere auch von der Kommunikation als Erfolgsfaktor Wirtschaft sehr geschätzt und steigert die Be- Die flächendeckende Marktumsetzung unter deutung der Veranstaltung markant. Mitwirkung der Kantone und der Wirtschaft, primär Mitglieder und Fachpartner des Vereins Von grosser Wichtigkeit sind die umfassenden MINERGIE®, war auch im Jahr 2005 ein Schwer- Massnahmen-Pakete, die wir in Zusammenarbeit punkt der Marktaktivitäten. Im Rahmen von 110 mit den Energiefachstellen der Kantone Aargau, 31 Aktivitäten tioneller Schwerpunkt im Jahr 2005 war die Bauerneuerung. Markenschutz Erfolg schafft Neider – und Profiteure: Immer wieder versuchen Unberechtigte, die Marke A k t i v i t ä te n 2 0 0 5 MINERGIE® zu kopieren und zum eigenen 32 Vorteil einzusetzen. Im Berichtsjahr mussten wir 31 Fälle von Verletzung des Markenrechts schriftlich bearbeiten. In zwei Fällen mussten die V.l.n.r. Heinz Villa, Jakob Kubli und Andrea Angeklagten dem Verein MINERGIE® Konven- Lötscher. tionalstrafen in der Höhe von je ca. 25'000 Franken bezahlen. Den Markenschutz betreiben wir Bern und Zürich im Berichtsjahr umsetzen konn- professionell und konsequent in Zusammen- ten. Erneut wurden Messeauftritte, Weiterbil- arbeit mit einem Markenjuristen. Das Label und dungskurse, Fachveranstaltungen, Bauherren- die Marke MINERGIE® wird nicht selten aus abende, Labelübergaben und Tage der offenen Unwissenheit missbräuchlich angewendet. Die Tür von der Geschäftsstelle in Zusammenarbeit grosse Mehrheit solcher sog. Markenmissbräu- mit den Kantonen Aargau, Bern und Zürich mit che kann die Geschäftststelle im persönlichen grossem Erfolg realisiert. Den beteiligten Teams Gespräch einvernehmlich lösen. Nicht selten danken wir herzlich für die sehr gute und effi- bilden solche Gespräche die Grundlage für die ziente Zusammenarbeit! Anmeldung zum Mitglied oder Fachpartner. Im Rahmen der sehr aktiven Medienarbeit wur- Oder mit andern Worten: MINERGIE® nutzt die den wiederum zahlreiche und umfassende Chance der Reklamation. Medienbeiträge publiziert, die für die weitere Steigerung des Bekanntheitsgrades von MI- Mit steigendem Interesse aus dem Ausland NERGIE sehr wichtig sind. Die enge Zusam- steigt auch die Anzahl der Markenschutz-Akti- menarbeit mit ausgewählten Redaktionen von vitäten ausserhalb der Landesgrenzen. Der Fachzeitschriften konnte im Berichtsjahr fort- internationale Markenschutz zahlt sich immer geführt und weiter ausgebaut werden. Redak- mehr aus. ® Steffen Schmidt, Helios AG. Sponsoring Die Einnahmen aus dem Sponsoring sind für den Verein MINERGIE® eine wichtige Einnahmequelle. Im Berichtsjahr konnten die Geschäftsstelle und die Agenturen insgesamt rund Fr. 430'000.- Einnahmen aus Sponsoring und Drittleistungen generieren. Als Gegenleistung bieten wir unseren Partnern professionelle und attraktive Kommunikationsplattformen mit Ausschluss von Branchenexklusivitäten. Unsere Sponsoring-Partner im Jahr 2005: Aargauische Kantonalbank, Aarau AEZ Bauabdichtungen und Spenglerei, Zürich Amt für Umweltschutz und Energie, St. Gallen AWEL, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Zürich Bank Coop AG, Basel BKW FMB ENERGIE AG, Bern Bresga Fenster AG, Egnach Bundesamt für Energie (BFE), Bern Departement Bau, Verkehr u. Umwelt, Aarau Dozza Bau AG, Küsnacht EGO Elektriker Genossenschaft, Winterthur Einwohnergemeinde Wohlen Elcotherm AG, Horgen Electrolux AG, Zürich Ernst Schweizer AG, Hedingen Flumroc AG, Flums GMS Partner AG, Zürich Helios Ventilatoren AG, Urdorf Hofer Schreinerei, Rothrist HOVAL HERZOG AG, Feldmeilen Ingenieurbüro Hansruedi Schlatter, Oberrieden ISOVER SA, Lucens Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See Schreinerei Muster, Flamatt OERTLI Werkzeuge AG, Höri b. Bülach Otto Wehrli AG, Küsnacht Planforum GmbH, Winterthur Renggli AG, Sursee Schlagenhauf Maler Gipser Isolationen, Meilen Schmid AG, Eschlikon Schweiz. Verband der Raiffeisenbanken St. Gallen Swisspor Management AG, Steinhausen Trivent AG, Triesenberg UNIVAC Haustechnik GmbH, Thalwil Vescal SA, Vevey Wasser- und Energiewirtschaftsamt des Kantons Bern WFT Fassadentechnik AG, Weinfelden Zehnder Comfosystems AG, Wädenswil Zürcher Kantonalbank Zürich Website, Gebäudeliste und Adressportal Im Berichtsjahr wurde die Website überarbeitet und entschlackt. Gleichzeitig wurden die Benutzerführung verbessert und die technischen Inhalte angepasst. Viele positive Rückmeldungen aus dem Markt bestätigen den Erfolg dieser aufwändigen Arbeit. Auf der MINERGIE®-Website verzeichneten wir im vergangenen Jahr insgesamt 112'046 Besucherinnen und Besucher; es wurden Downloads im stattlichen Umfang von 192 GB getätigt. Die neue Gebäudeliste wurde mit Daten aus allen Kantonen vervollständigt. Monat Anzahl der Besuche Downloads Jan 05 13684 13.85 GB Feb 05 11819 13.67 GB März 05 12717 17.61 GB April 05 12915 14.18 GB Mai 05 12781 14.54 GB Juni 05 11963 16.41 GB Juli 05 10807 13.54 GB Aug. 05 13422 17.48 GB Sept. 05 15821 20.67 GB Ein herzliches Dankeschön unseren Sponsoring- Okt. 05 17190 23.67 GB partnern für die Unterstützung und die ange- Nov. 05 16715 21.15 GB nehme Zusammenarbeit im Bereich der Markt- Dez. 05 14240 20.16 GB kommunikation! 33 Akt Die Entwicklung von MINERGIE® auf und schnell zusammengeführt. Das Adressportal dem Internet entlastet zudem die MINERGIE®-Anlaufstellen. Ein weiteres Indiz für die rasante Marktentwicklung von MINERGIE® ist die in den letzten beiden Jahren stark gestiegene Anzahl Hits. Wird heute unter www.google.ch nach MINERGIE® gesucht, erscheinen über 370'000 Hits. Im Broschüren, Faltblätter und Factsheets Das Informationsmaterial wird von Mitgliedern und Fachpartnern geschätzt, häufig bestellt und 5/02 6/03 7/04 12/04 6/05 12/05 5/06 eingesetzt. Im Berichtsjahr wurde unter anderem ein neues Factsheet zum Thema „MINERGIE®, das Qualitätslabel kurz gefasst“ erstellt, Eine wichtige Neuerung ist das Adressportal auf das Interessierten das Wesentliche kurz und der Website: Fachpartner und Mitglieder sind bündig erklärt. Nach dem Start im Juni mit übersichtlich und nach Branchen aufgeführt. 10'000 Exemplaren musste das Factsheet wenig Die MINERGIE®-Mitglieder und die MINERGIE®- später bereits neu aufgelegt werden. Das Fachpartner profitieren heute vom neuen, attrak- Konzept der MINERGIE®-Broschüren und -Falt- tiven und für den Benutzer unserer Website ein- blätter wurde im Berichtsjahr überarbeitet und fach anzuwendende Adressportal. Mit den Such- ist bereit für die Umsetzung. Mit dem neuen kriterien werden Nachfrage und Angebot direkt Konzept sollen die Kategorien Objektbeispiele, 34 A k t i v i t ä te n 2 0 0 5 Jahr 2003 waren es rund 5'000. ktivitäten MINERGIE® Weiterbildungs-Kurse für bauplanende und bauausführende Fachleute. Informationen für Baufachleute/Bauherrschaften und Imageprodukte anhand gestalterischer Merkmale leichter unterschieden werden können. Die Überarbeitung des Bestellerkits „Komfortlüftung“ sowie der BFE-Leistungsgarantien wurde im Herbst 2005 intitialisiert, wird von MINERGIE® koordiniert und in der ersten Hälfte 2006 umgesetzt. Broschüre und Infomappe „Bauerneuerung in Schritten“ Im Rahmen des zweistufigen Kommunikations- technische Informationen wie Faltblätter, Bro- konzepts für die Bauerneuerung in Schritten schüren usw. für Interessierte individuell zusam- wurden eine Broschüre und eine Infomappe als mengestellt und gezielt abgegeben werden, bei- Kommunikationsinstrumente erarbeitet. Sie spielsweise an Handwerker und Planende in Ver- wurden im Dezember 2005 anlässlich der Haus- bindung mit Weiterbildungsveranstaltungen. bau- und MINERGIE -Messe erstmals abgege® ben. Die neue Mappe liefert einen Überblick Referate und Repräsentationen über die Bauerneuerung und zeigt verschiedene MINERGIE® war auch im Berichtsjahr für unzäh- mentationen zu MINERGIE® -Themen gefördert. Gebäudehülle, Heizung und Sanitär sollen mit Möglichkeiten und Ansätze für den Einstieg in lige Fachveranstaltungen, Informationsabende Ein Konzept für Weiterbildungskurse im Hin- Verbänden und erfahrenen Fachpartnern umge- die Modernisierung auf. Schwerpunkte sind da- für das Gewerbe oder Bauherrschaften, Label- blick auf die Fachpartnerschaft wurde erstellt, setzt werden. bei die Erstellung eines Gesamtkonzepts, die übergaben usw. ein gefragter „Aufhänger“. Ent- wobei MINERGIE® die Zusammenarbeit mit Etappierbarkeit und der Einsatz von MINERGIE®- sprechend oft hatten der Geschäftsführer, die bereits bestehenden Kursen und Anbietern wie MINERGIE® an Eigenheimmessen Modulen. Weiter werden die Zusammenhänge Leiter der Agenturen und andere Exponenten von Forum Energie Zürich, Focus Event AG usw. Nach wie vor sind Eigenheimmessen für MINER- der bei einer Erneuerung tangierten Elemente MINERGIE® die Möglichkeit, über den Standard sucht. Erste Kurse im Bereich Wohnungslüftung GIE® eine hervorragende Plattform für die Infor- im Gebäude (Wand, Dach, Fenster, Heizung, zu referieren. wurden bereits durchgeführt. Kurse für Archi- mation von Bauherrschaften, Bauinteressierten, tekten und Energieplaner sind im Verbund mit Bau- und Immobilienfachleuten. Im Berichtsjahr Warmwasser, Lüftung) erläutert. Explizit thematisiert wird auch die Möglichkeit, den MINERGIE - Weiterbildung Zusatzkursen an Fachhochschulen geplant. Im konnte MINERGIE® erneut zahlreiche Energie- Standard durch schrittweise Bauerneuerung zu Mit dem vom Vorstand abgesegneten Weiter- Beleuchtungsbereich kooperieren wir mit SIA, fachstellen, Fachpartner und Mitglieder bei erlangen. Mit der Mappe können verschiedene bildungskonzept werden ausführlichere Doku- BFE und den Kantonen. Kurse in den Bereichen Messeauftritten unterstützen. ® 35 Standard der inhaltlichen Überarbeitung resultiert folgende Definition des Komforts: • Jeder Raum wird mit dem aus hygienischer Sicht optimalen Luftvolumenstrom versorgt. • Die in der Wohnung anfallende Feuchtigkeit wird abgeführt. • Filter in der Aussenluft halten Staub und Pollen wirksam zurück. Reglement und Nachweissicherung • Das Lüftungssystem schützt vor Aussenlärm. Die Umsetzung des Reglements erfolgte auf den Schalldämpfer und andere Massnahmen sor- 1.1.2005. Eine nächste Anpassung des Regle- gen dafür, dass keine störenden Geräusche ments wird in der zweiten Hälfte des Jahres auftreten. 2006 erfolgen, da laufende Revisionen wichtiger • Der kontinuierliche Luftaustausch verhindert Normen (SIA 380/1, 380/4 und 382/1) nicht wie Zugserscheinungen und ein Auskühlen der vorgesehen im Berichtsjahr abgeschlossen wur- Räume. den. Die MINERGIE®-Grenzwerte müssen gemäss • Das Lüftungssystem und seine Komponen- heutigem Wissensstand den neuen 380/1-Nor- ten sind für den Dauerbetrieb konzipiert. men angepasst werden. Die Normen 380/4 und 382/1 werden als Grundlagen für die Umsetzung Fazit: Die konsequente Anwendung der Lüf- einer Anforderung für den sommerlichen tungsanforderung gilt in Zukunft für Neubau- Wärmeschutz benötigt. ten und Modernisierungen (ausgenommen Industrie und Lager). Raumluft und Komfort Die Weiterentwicklung des MINERGIE®-Stan- Als am besten geeignetes System gilt die Kom- dards widmete sich im Berichtsjahr schwerpunkt- fortlüftung (einfache Lüftungsanlage). Die neue mässig den Themen „Raumluft und Komfort“. Broschüre „MINERGIE®-Lüftungssysteme“ unter- Strategisch gilt die Lüftungsanforderung als stützt Bauherrschaften, Architekten und Planer zentraler Erfolgsfaktor für hohen Komfort. Aus bei der Entscheidungsfindung. 36 Grafik: Zehnder Comfosystems AG Modulkonzept Organisation und Finanzierung wurden erar- Das MINERGIE®-Modulkonzept wurde in der beitet. Die Gründung eines entsprechenden zweiten Hälfte des Berichtsjahrs gemäss MINER- Trägervereins ist noch offen. GIE®-Strategie überarbeitet und im November vom Vorstand genehmigt. Die Nachfrage nach bestehenden Modulen war Neue Module: auch 2005 mit 17 neuen Modulen eher gering. • Das MINERGIE -Modul Türen konnte Anfang ® Dezember 2005 abgeschlossen und realisiert Zur Zeit sind 139 Wand/Dach-Module und 33 Fenster-Module verfügbar. werden. • Betreffend Module im Bereich Wärmeerzeu- MINERGIE®-Jury Qualitätssicherung Label beziehungsweise 28 Prozent aller gebau- gung wurden Fragen geklärt sowie rechtlich- Im Berichtsjahr behandelte die MINERGIE®-Jury Die Anfang 2005 eingeführte Verbesserung be- ten 3370 Objekte überprüft (Stand Ende 2005). organisatorische und technische Randbe- drei Objekte: das Zentrum Paul Klee, das Ein- dingungen festgelegt. Gespräche mit interes- kaufs- und Freizeitzentrum WESTside in Bern sierten Verbänden laufen. sowie das neue UVEK-Gebäude in Ittigen. Nur züglich Klarstellung der Verantwortlichkeiten in den MINERGIE®-Dokumenten wurden vom Zwar zeigen die Stichproben Mängel an MINER- Markt gut aufgenommen. Die Umsetzung muss GIE®-Bauten auf, doch sind diese meistens • Es wurden intensive Verhandlungen über das WESTside konnte mit dem Label ausgezeichnet im Einzelfall durch die Marktakteure erfolgen; geringfügiger Art und stehen in der Regel nicht Modul Komfortlüftung geführt. Der Verein werden – unter der Bedingung, dass während dieser Prozess erfordert noch viel Öffentlich- mit dem Standard in direktem Zusammenhang. Proklima befasst sich mit dessen Erarbeitung. dem Bau Auflagen erfüllt werden. Obwohl von Ein Grossteil der Beanstandungen betrifft for- • Das Projekt Modul Beleuchtung wurde mit seiten Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) melle Unzulänglichkeiten. Interessant ist zudem, einem Statusbericht abgeschlossen. Alle mehrere Male in Fachzeitschriften kommuni- Im Berichtsjahr wurden im Rahmen der Aus- dass der im Jahr 2003 durchgeführte Praxistest wichtigen Grundlagen für Anforderungen, ziert wurde, dass das neue UVEK-Gebäude in führungskontrolle 206 Stichproben gemacht. In in vielen Punkten mit den QS-Erfahrungen über- Ittigen nach MINERGIE® gebaut worden sei, Prozenten ausgedrückt sind das 16 Prozent von einstimmt. muss hier festgehalten werden, dass das keitsarbeit. total 1275 Objekten mit provisorischem Label Gebäude die Anforderungen von MINERGIE® (Bauten geplant und erstellt) beziehungsweise Fazit: Die Erhebungen zeigen, dass sowohl der klar nicht erfüllt. Oder wie es die Berner Zeitung 24 Prozent von 850 Bauten mit definitivem MINERGIE®-Standard als auch dessen Qualitäts- am 3. Mai 2006 auf den Punkt brachte: „Dass Label (Bauten erstellt). Seit der Einführung des sicherung funktioniert. Zum gleichen Schluss ausgerechnet das UVEK und damit auch das Labels wurden total 934 Stichproben durchge- kommt das Auditoriat der Schweizerischen Ver- führt. Somit wurden 18 Prozent aller 5220 Ge- einigung für Qualitäts- und Management- bäude mit provisorischem oder definitivem systeme (SQS.) Bundesamt für Energie in einem Bau logieren V.l.n.r. Roger Herzig, VST, Christina Zollin® ger, VST und Dr. Ruedi Kriesi, MINERGIE . müssen, der den MINERGIE®-Standard nicht erfüllt, ist peinlich“. 37 Standard Zertifizierungs- und Anlaufstelle sich auch gezeigt, dass MINERGIE-P® weiter ent- Eco-Bau unterzeichnet. Eco-Bau stellt sein MINERGIE-P wickelt werden muss. Die Fragen betreffen unter Know-how in den Bereichen Gesundheit und Nach wie vor hat MINERGIE-P® einen marginalen anderem die Blower-door-Tests, die Teilzerti- Ökologie zur Verfügung, das MINERGIE® mit Anteil am Schweizer Neubaumarkt. Im Jahr 2005 fizierung sowie die Ausweitung des Standards Wissen zu den Themen Komfort und Energie- gingen 28 neue MINERGIE-P®-Zertifizierungsan- auf andere Nutzungskategorien. effizienz ergänzt. Resultat dieser Zusam- ® träge ein – 3 mehr als im Jahr davor. Es wurden menarbeit ist das Produkt MINERGIE-ECO®, das 29 Objekte zertifiziert, davon 23 definitiv und 6 MINERGIE-ECO unter den Markenschutz von MINERGIE® ge- provisorisch. Zu den prominentesten Objekten Nach intensiven Vorgesprächen wurde im Spät- stellt und von MINERGIE® vermarktet wird. gehören die Wohnüberbauung Eichgut in Win- herbst der Kooperationsvertrag mit dem Verein Mitte 2006 soll das neue Label für Verwal- ® terthur mit fast 100 Wohnungen sowie das tungsbauten und grosse Wohnbauten auf den Schul- und Bürohaus EWZ in Zermatt. Es darf als Markt gelangen.E® positiv gewertet werden, dass zunehmend grösDas MINERGIE® Modul Fenster als sere Objekte zertifiziert werden und dass gerade Sommerlicher Wärmeschutz Chance zur Marktpositionierung. professionelle Bauherren und Generalunter- Ein Thema im Berichtsjahr war auch der som- nehmer zunehmend an MINERGIE-P® interessiert merliche Wärme- beziehungsweise Überhit- sind. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass zungsschutz. Er soll in die MINERGIE®-Anforde- öffentliche Bauherren fast nie nach MINERGIE-P rungen integriert werden. In Zusammenarbeit ® bauen. Interessanterweise treffen vermehrt Anfragen aus dem nahen Ausland ein. Neben der eigentlichen Zertifizierungsarbeit nimmt der Support einen unverändert grossen Anteil der Zeit in Anspruch. Die Aktivitäten in Nachweis MINERGIE® Eco-Dossier Vorstudien und Projektierung Baubestätigung MINERGIE® ECO-Dossier Ausschreibung und Realisierung Kantonale Zertifizierungsstelle MINERGIE® Zertifizierungsstelle MINERGIE-ECO® prüft ECO-Dossier den Bereichen Kommunikation und Weiterbildung wurden intensiviert. Mitarbeiter der Zertifizierungsstelle referierten an verschiedenen Veranstaltungen, und es wurden vier sehr gut besuchte Weiterbildungskurse durchgeführt. Bei provisorisches Zertifikat MINERGIE-ECO® der Zertifizierungsstelle wurden die Abläufe weiter optimiert. Anhand verschiedener Fragen hat 38 definitives Zertifikat MINERGIE-ECO® MINERGIE® Labels per 31. Dezember 2005 Wohnen Labeljahr 1998 mit Spezialisten der HTA Horw wird bis Mitte 2006 ein einfacher Umsetzungsansatz entwickelt. un Anwendungshilfe 1999 2000 2001 Die Anwendungshilfe ist als öffentliches Instrument eingeführt und wird periodisch mit neuen 2002 Fällen aktualisiert. Im Rahmen dieser zyklischen Erneuerung wurde im Juli 2005 die zweite 2003 Version der Anwendungshilfe publiziert. Schwerpunkt der Erneuerung war der Bereich Wärme- 2004 erzeugung für Heizung und Warmwasser (Nutzungsgrade/Gewichtung). Standardlösungen (SL) 2005 Total Standardlösungen für kleine Mehrfamilien- Dienstleistung und Industrie Neubau Sanierung Neubau Sanierung Total Anzahl Gebäude 191 8 4 2 205 m2 EBF* 58'559 4'639 15'978 8'790 87'966 Anzahl Gebäude 123 11 5 2 141 m2 EBF 36'526 14'417 16'592 4'631 72'166 Anzahl Gebäude 337 30 25 6 398 m2 EBF 140'586 35'117 96'680 34'600 306'983 Anzahl Gebäude 480 43 36 11 569 m2 EBF 193'964 23'004 236'352 21'417 475'732 Anzahl Gebäude 663 52 65 13 793 m2 EBF 341'048 49'327 336'846 57'239 784'460 Anzahl Gebäude 716 70 53 17 856 m2 EBF 371'425 53'103 149'224 113'612 687'364 Anzahl Gebäude 785 84 93 22 984 m2 EBF 507'603 49'453 379'171 45'715 981'942 21 1'275 Anzahl Gebäude 1'104 76 74 m2 EBF 649'098 48'754 94'658 Anzahl Gebäude 4'397 373 356 m2 EBF 2'298'809 277'814 1'625'501 91'351 1'183'861 94 5'221 377'355 4'579'479 häuser konnten anhand der Erkenntnisse der SL für Einfamilienhäuser einfach erarbeitet wer- davon MINERGIE®-P Gebäude Schweiz bis Ende 2005 den. Mit der nächsten Reglementsänderung werden künftig auch Standardlösungen für 2003 Mehrfamilienhäuser bis maximal 2000 Quadratmeter angeboten. Anzahl Gebäude 4.0 2.0 6.0 m EBF 1'311.0 24'174.0 25'485.0 Anzahl Gebäude 26.0 2.0 28.0 8'900.0 23'445.0 2 2004 m EBF 14'545.0 Anzahl Gebäude 27.0 2 2005 Total 27.0 m EBF 20'787.0 Anzahl Gebäude 57.0 4.0 61.0 m EBF 36'643.0 33'074.0 69'717.0 2 2 20'787.0 provisorische Gebäude NICHT Label (= Bauten in Planung oder erstellt) *Energiebezugsfläche 39 2 0 0 5 Bilanz Bilanz per 31.12.2005 Aktiven Passiven Bilanz per 31.12.2004 Aktiven Passiven 487'714.78 487'714.78 350'339.40 350'339.40 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Debitoren) 1'087'265.90 -17'500.00 ./. Delkredere Total Forderungen aus Lieferungen + Leistungen 1'069'765.90 (netto) 348'837.05 -17'500.00 331'337.05 161.80 0 161.80 133.10 12'187.95 12'321.05 1.00 1.00 2.00 1.00 1.00 2.00 51'092.20 33'000.00 1'608'736.68 1'608'736.68 726'999.50 726'999.50 Umlaufvermögen Postcheck 80-114557-0 Total flüssige Mittel Verrechnungssteuerguthaben Debitor Mehrwertsteuer Total übrige Forderungen Bestand Broschüren Werbematerial Total Vorräte Rechnungsabgrenzungsposten Total Umlaufvermögen Total Aktiven Kurzfristiges Fremdkapital Schulden aus Lieferungen und Leistungen (Kreditoren) KK Mehrwertsteuer Rechnungsabgrenzungsposten 841'510.85 39'325.05 680'889.40 250'842.95 0 444'824.25 Total kurzfristiges Fremdkapital 1'561'725.30 695'667.20 Total Fremdkapital 1'561'725.30 695'667.20 Eigenkapital Vermögen Jahresgewinn 31'332.30 15'679.08 10'656.34 20'675.96 Bilanzgewinn 47'011.38 31'332.30 47'011.38 1'608'736.68 31'332.30 726'999.50 Total Eigenkapital Total Passiven 40 Erfolgsrechnung 2 0 0 5 Erfolgsrechnung 01.01.05 – 31.12.05 Erfolgsrechnung 01.01.04 – 31.12.04 Aufwand (–) Ertrag Vergleich in % Aufwand (–) Ertrag Vergleich in % Betriebsertrag Mitgliederbeiträge Abgabe MINERGIE®-Label Ertrag aus Verkauf Infomittel und Plaketten Leistungsvertrag EnergieSchweiz Sponsorengelder und Drittaufträge ./. Erlösminderungen 472'507.45 222'762.00 74'454.00 1'357'620.75 435'328.20 -96'133.88 19.16 9.03 3.02 55.04 17.65 -3.90 446'237.50 137'626.75 63'906.10 1'000'000.00 598'830.35 -91'743.09 20.71 6.39 2.97 46.41 27.79 -4.26 Total Betriebsertrag 2'466'538.52 100.00 2'154'857.61 100.00 -219'353.95 -115'479.65 -97'257.19 -25'207.70 -404'716.15 -21'234.30 -267'906.90 -80'266.90 -125'181.00 -22'322.20 -10'000.00 -162'997.80 -27'925.55 -45'717.40 -159'055.95 -52'236.50 -7'636.50 -212'334.80 -8.89 -4.68 -3.94 -1.02 -16.41 -0.86 -10.86 -3.25 -5.08 -0.91 -0.41 -6.61 -1.13 -1.85 -6.45 -2.12 -0.31 -8.61 -209'637.80 -61'418.90 -60'153.55 -42'788.10 -344'632.65 -3'066.90 -410'812.80 0 -162'079.45 -1'000.00 0 0 0 -40'890.70 -200'959.10 -45'743.55 -20'599.00 -159'418.10 -9.73 -2.85 -2.79 -1.99 -15.99 -0.14 -19.06 0 -7.52 -0.05 0 0 0 -1.90 -9.33 -2.12 -0.96 -7.40 Betriebsaufwand Anlaufstellen für Mitglieder Website / Webmastering Markenschutz / Domains Sponsoring Interne / Externe Kommunikation Auslandaktivitäten Kantonale Umsetzung Weiterbildung Standard-Weiterentwicklung / Objekte EcoBau MINERGIE-P® (ohne Labelstelle) Strategische Weiterentwicklung Jury EnergieSchweiz Druck Broschüren / Briefschaften Infomittel (Lager / Porti / Versand) Übersetzungen / Textarbeiten Messen / Ausstellungsmaterial 41 Erfolgsrechnung 2 0 0 5 Erfolgsrechnung 01.01.05 – 31.12.05 Agentur Romandie Agentur Ticino Labelstelle MINERGIE-P® Module Plaketten Rechts- und Beratungsaufwand Weiterbildung Steuern Total Betriebsaufwand Betriebsergebnis vor Zinsen Finanzaufwand Finanzertrag Betriebsergebnis Aufwand (–) Ertrag Vergleich in % Aufwand (–) Ertrag Vergleich in % -271'102.40 -15'160.55 -73'140.60 -45'421.50 -28'810.75 -4'160.00 -185.00 -1'880.80 -10.99 -0.61 -2.97 -1.84 -1.17 -0.17 -0.01 -0.08 -226'002.90 -16'461.85 -64'801.05 -46'665.85 -21'943.85 -3'701.20 0 -1'705.75 -10.49 -0.76 -3.01 -2.17 -1.02 -0.17 0 -0.08 -2'496'692.04 -101.22 -2'144'483.05 -99.52 -30'153.52 10'374.56 -75.85 462.35 -0.00 0.02 -78.90 380.30 -0.00 0.02 -29'767.02 -1.21 10'675.96 0.50 Ausserordentlicher Erfolg / Aufwand Auflösung Delkredere ausserordentlicher Ertrag 0 45'446.10 10'000.00 0 Total ausserordentlicher Erfolg 45'446.10 10'000.00 15'679.08 20'675.96 Jahresgewinn 42 Erfolgsrechnung 01.01.04 – 31.12.04 Ausblick • Die beschlossene Strategie „Effizient im • In Zusammenarbeit mit EnergieSchweiz, rungsrolle wirkungsvoller wahrnehmen kann. Schweizer Baumarkt“ wird schrittweise Bau-Schlau, soll die Wirkung von MINERGIE ® • Vereinfachen von MINERGIE® und MINER- umgesetzt. Für die Bereiche Führung, Mana- im Marktsegment Bauerneuerung zusätzlich GIE-P®: Für beide Standards sollen vereinfach- verstärkt werden te Zertifizierungskonzepte entwickelt werden. gement, Personal und Controlling; Markt und Kommunikation; Technik, Qualitäts- • Komfort und Lüftungsanforderung: Es Als Ziel wird dabei ein zeitlicher Aufwand von sicherung und Entwicklung sowie Finanzen wird ein Positionspapier zum Thema Raum- einer Stunde (MINERGIE®) bzw. von vier Stun- wurden strategische Projekte definiert. luft und Warmluftheizung in MINERGIE - den (MINERGIE-P®) ins Auge gefasst. ® • Die neuen Strategieansätze werden in einem Bauten erstellt. Dabei berücksichtigt werden • Im Juni 2006 erfolgt als Ergänzung zu Businessplan mit den laufenden Geschäf- Komfort, Energie und Benutzersicherheit. Die MINERGIE® die Einführung von MINERGIE- ten abgestimmt und die Umsetzung wird an- Ergebnisse werden breit und zielgruppenge- ECO®. Es soll zu Beginn vor allem bei Verwal- gegangen. Im Sommer 2006 werden die recht im Markt und an medienwirksamen tungsbauten und grossen Wohnbauten an- neuen Strategieansätze und der Business- Anlässen kommuniziert. Die Überarbeitung gewendet werden. plan überprüft, aktualisiert und dem Vor- der Lüftungsanforderung dient Bauherr- • Intensivere Kommunikation von MINER- stand zur Genehmigung vorgelegt. schaften und Baufachleuten als Entschei- GIE-P®: Über den „Standard für bestes Bauen“ meschutz resp. Überhitzungsschutz. soll in Zukunft mehr informiert werden. Ziel- • Module Haustechnik und Beleuchtung: Mo- ohne Module und die gesamthafte und mit • Die im Berichtsjahr eingeführten Standard- gruppen sind insbesondere Investoren und dulkonzept stufenweise umsetzen. Kontakt dem Zertifikat abgeschlossene Moderni- lösungen werden überarbeitet und mit Eigentümer von Dienstleistungsbauten und und Aufbau mit Trägerverbänden. sierung steht im Zentrum der Marketing- und neuen marktgerechtem Produkt für Typen- grossen Überbauungen sowie Besitzer von Weiterbildungsaktivitäten von MINERGIE®. häuser kombiniert. Besonderes Augenmerk Einfamilienhäusern. • Die Marktstimulation im Segment Gebäude- liegt auf der Vereinfachung des Standards • Weiterbildungs-Kurse für bauplanende erneuerung durch das Förderprogramm der für Typenhäuser. Weiter sollen auch für Mehr- und bauausführende Marktpartner: Das Stiftung Klimarappen wollen wir durch zu- familienhäuser Standardlösungen entwickelt Kursangebot wird weiter ausgebaut und sätzliche Marktbearbeitungs- und Kommu- werden. möglichst oft am Markt umgesetzt. • Die Gebäudeerneuerung in Schritten mit/ dungshilfe. nikations-Massnahmen zu Gunsten von • MINERGIE im Ausland: Am Beispiel von Weiter gilt es auch in Zusammenarbeit mit MINERGIE® voll nutzen. Speziell wichtig wird Frankreich soll ein Exportkonzept ausgearbei- neuen Sponsoring-Partner zusätzliche Geld- auch die gezielte und Hausbesitzer bezo- tet werden. Bereits wurden Kontakte zu ver- mittel zu beschaffen und dadurch die finan- schiedenen Organisationen hergestellt. zielle Abhängigkeit von EnergieSchweiz zu gene Kommunikation der MINERGIE -Modu® ® le. Die Module und die mit dem MINERGIE®- • Anteil der Wirtschaftsvertreter im Vor- Zertifikat abgeschlossene Erneuerung profi- stand erhöhen: Der Vorstand soll sich stärker • Fachpartnernetz gezielt ausbauen und nutzen. tieren mit zusätzlichen Förderbeiträgen vom wirtschaftsorientiert besetzen, damit er mit • Ausarbeitung / Fertigstellung eines einfachen Förderprogramm Klimarappen. vertretbarem Aufwand seine strategische Füh- Konzeptansatzes für den sommerlichen Wär- reduzieren. 43 Vorstand Strategiekommission Arbeitsgruppe Strategie 2 BeobachterInnen BFE Revisionsstelle Geschäftsleitung Vorsitz: Geschäftsführer Leiter Agentur Bau Begleitgruppe Geschäftsstelle Agentur Bau Agentur Romandie Zertifizierungsstelle MINERGIE-P® Agentur Ticino MINERGIE®-Jury Zertifizierungsstelle MINERGIE-ECO® 27 Zertifizierungsstellen Module Komponenten 44 A d r e s s e n Mitglieder Generalversammlung Organisation Vorstand Verein MINERGIE® Präsident: Mitglieder: Regierungsrat Ständerätin Erika Jean-Luc Juvet Dr. Ruedi Kriesi Hansruedi Kunz Moritz Steiner Werner Waldhauser Dr. Jürg Werner Peter C. Beyeler Forster-Vannini Chef du service Zehnder Group AWEL Abt. Energie Chef du Service de Waldhauser Direktor V-Zug Departement Bau, Spisergasse 30 cantonal de l’energie Management AG Leiter Abteilung Energie l'énergie Haustechnik AG Industriestrasse 66 Verkehr und Umwelt 9000 St.Gallen 6301 Zug (BVU) Kanton Aargau Rue de Tivoli 16 Industriestrasse Stampfenbachstrasse 12 Av. du Midi 7, Florenzstrasse 1d 2000 Neuchâtel 8820 Wädenswil 8090 Zürich Case postale 405 4023 Basel 1951 Sion Beobachter/-in: Andreas Eckmanns Nicole Zimmermann Bundesamt für Bundesamt für Energie BFE Energie BFE 3003 Bern 3003 Bern 45 Mehr Lebensqualität, tiefer Energieverbrauch Meilleure qualité de vie, faible consommation d’énergie MINERGIE® Geschäftsstelle Telefon 0800 678 880 Das Team der Geschäftsstelle Steinerstrasse 37 3006 Bern Telefon 031 350 40 60 Fax 031 350 40 51 [email protected] www.minergie.ch MINERGIE® Agentur Bau Franz Beyeler Antonio Milelli Olivia Mordasini Ariane Seewer Rosmarie Wüthrich Claudia Zloczower [email protected] [email protected] [email protected] [email protected] rosmarie.wü[email protected] [email protected] Geschäftsführer Strategie Marketing Kommunikation Finanzen Sponsoring Repräsentation Mitglieder-Support Beratungs- und Auskunftsdienst Eventorganisation Ausstellungsorganisation Mitglieder-Support Markenschutz Beratungs- und Auskunftsdienst Eventorganisation Disposition Ausstellungs- und Signalisationsmaterial Inkasso Buchhaltung Abschluss Bestellwesen Versand Rechnungsstellung Beratungs- und Auskunftsdienst Eventorganisation Ausstellungsorganisation Mitglieder-Support Markenschutz Patricia Bürgi Marianne von Niederhäusern Lukas Nissille Thomas Huber [email protected] [email protected] Beratung Technik Schwerpunkt Haustechnik Beratung Technik Schwerpunkt Gebäudehülle und Zertifizierung Das Team der Agentur Bau bis 31.05.2006 Optingenstrasse 54 3000 Bern 25 Telefon 031 340 35 30 Fax 031 340 35 36 [email protected] Hanspeter Bürgi Bruno Hari [email protected] [email protected] Leiter Agentur Bau Konzept Strategie Technische Weiterentwicklung 46 stv. Leiter Agentur Bau Beratung Technik [email protected] Beratung Technik Schwerpunkt Gebäudehülle und Zertifizierung m.vonniederhaeusern@ minergie.ch Administration w w w . m i n e r g i e . c h MINERGIE® Agentur Bau MINERGIE-P® Das Team der Agentur Bau seit 01.06.2006 St. Jakobs-Strasse 84 Zertifizierungsstelle 4132 Muttenz Technikumstrasse 21 Telefon 061 467 45 10 6048 Horw Fax 061 467 45 43 Telefon 041 349 32 76 Fax 041 349 39 57 [email protected] Armin Binz Patricia Bürgi Heinrich Huber [email protected] [email protected] [email protected] Leiter Agentur Bau Konzept Strategie Technische Weiterentwicklung Beratung Technik Schwerpunkt Gebäudehülle und Zertifizierung Beratung Technik Schwerpunkt Haustechnik [email protected] Urs-Peter Menti Leiter Zertifizierungsstelle MINERGIE-P® MINERGIE-ECO® Zertifizierungsstelle Deutschschweiz Severin Lenel Dufourstrasse 105 8008 Zürich Telefon 043 488 53 33 [email protected] MINERGIE® Agentur Romandie MINERGIE® Agentur Ticino MINERGIE-ECO® Agence MINERGIE romande Ufficio del risparmio energetico Zertifizierungsstelle Romandie Grandes Rames 12 Via Carlo Salvioni 2a Yves Roulet 1700 Fribourg 6501 Bellinzona Pl. de la Riponne 10 Telefon 026 321 53 25 Telefon 091 814 37 40 1014 Lausanne ® [email protected] Telefon 021 316 73 19 Fax 091 814 44 33 Fax 026 321 53 38 Marc Tillmanns Leiter Agentur Romandie [email protected] Bruno Vitali Fax 021 316 73 47 Leiter Agentur Ticino [email protected] 47