Prüfungspraxis Medizinische Fachangestellte

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Dr. Marina Spies, Günter Stock, Johannes Verhuven
Prüfungspraxis
Medizinische Fachangestellte
1. Auflage
Bestellnummer 87300
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Dann senden Sie eine E-Mail an 87300_001_00@bv-1.de
Autoren und Verlag freuen sich auf Ihre Rückmeldung.
www.bildungsverlag1.de
Bildungsverlag EINS GmbH
Hansestraße 115, 51149 Köln
ISBN 978-3-427-87300-6
© Copyright 2012: Bildungsverlag EINS GmbH, Köln
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schriftlichen Einwilligung des Verlages.
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Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen.
3
Vorwort
Prüfungen bei den Medizinischen Fachangestellten werden zunehmend zentral für mehrere beteiligte Ärztekammern gestellt. Einhergeht mit dieser Entwicklung eine Aufgabenstellung im Multiple-Choice-Verfahren.
Im Rahmen der dualen Ausbildung werden die Medizinischen Fachangestellten in der Berufsschule mit umfassenden Lernsituationen konfrontiert. Anhand dieser Lernsituationen sollen sie möglichst handlungsorientiert alle notwendigen Kompetenzen für die Ausübung ihres Berufes erwerben. Hierbei gewinnen sie selten Erfahrungen zur
Bearbeitung von Aufgaben nach dem Multiple-Choice-Verfahren. Dies ist aber notwendig, um mit den Eigenarten
dieses Verfahrens vertraut zu sein und die in der Ausbildung zu leistenden Prüfungen bestehen zu können.
Mit der Prüfungspraxis Medizinische Fachangestellte möchten wir die Auszubildenden bei der Vorbereitung der
Kammerprüfung durch
• anforderungsgerechte,
• prüfungsrelevante,
• aktuelle,
• handlungsorientiert aufbereitete,
• nach Prüfungsgebieten geordnete
Aufgaben unterstützen.
Die Prüfungspraxis umfasst folgende Bausteine:
• Behandlungsassistenz,
• Betriebsorganisation und –verwaltung,
• Wirtschafts- und Sozialkunde.
Im ersten Teil der Prüfungspraxis wird eine umfassende Wiederholung aller prüfungsrelevanten Inhalte geboten. Im
zweiten Teil bieten Prüfungsklausuren aus den oben genannten Bereichen die Möglichkeit, sich mit Art, Umfang
und Anspruch der Kammerprüfung vertraut zu machen.
Ziel dieser Aufgabensammlung ist es, dass die Medizinischen Fachangestellten die Möglichkeit erhalten, Prüfungspraxis zu gewinnen, um erfolgreich ihre Ausbildung abzuschließen. Wir wünschen hierbei viel Erfolg.
Für Anregungen und Hinweise sind wir dankbar.
Dr. Marina Spies
Günter Stock
Johannes Verhuven
4
Liebe Auszubildende,
die „Prüfungspraxis Medizinische Fachangestellte“ enthält Aufgaben, die in Art und Umfang den Ansprüchen der
Kammerprüfung entsprechen. Möglichst aktuell und praxisnah werden zu allen relevanten Inhalten aus den einzelnen Lernfelder Aufgaben gestellt.
Für die Arbeit mit der Prüfungspraxis möchten wir einige Empfehlungen geben:
• Lesen sie langsam und sorgfältig. Nur so ist gesichert, dass Sie keine Informationen überlesen, die für die Lösung entscheidend sein können.
• Erstellen Sie einen Arbeits- und Zeitplan für die Prüfungsvorbereitung. So entgehen Sie der Gefahr, vor der
Prüfung durch übermäßiges Lernen bis an die Grenze belastet zu sein. Außerdem bringt kontinuierliche Arbeit
mehr Erfolg.
• Betrügen Sie sich nicht selbst. Lösen Sie die Aufgaben, tragen Sie die Lösungen in die Kästchen ein und vergleichen Sie dann erst Ihr Ergebnis mit den angebotenen Lösungen. Nur so haben Sie eine Kontrolle über Ihren
augenblicklichen Leistungsstand.
Wir wünschen ein erfolgreiches Lernen.
Tipps für die Lösung der Prüfungsklausuren
• Testen Sie den Ernstfall. Bearbeiten Sie vor den Kammerprüfungen noch einmal die Prüfungsklausuren in der
von der Prüfungsordnung vorgegebenen Zeit. Diese beträgt für
Behandlungsassistenz
Praxisorganisation und –verwaltung
Wirtschafts- und Sozialkunde
–
–
–
120 Minuten,
120 Minuten,
60 Minuten.
• Überfliegen Sie den gesamten Aufgabensatz. Sie gewinnen so ein Bild über Umfang und Schwierigkeit der
Prüfungsklausur. Lösen Sie zunächst die Aufgaben, bei denen sie sicher sind, dass Sie hier schnell zum richtigen
Ergebnis kommen. Die für diese Aufgaben vergebenen Punkte sind dann schon mal gesichert und Sie gewinnen
an Vertrauen und Sicherheit. Haben Sie sich zunächst an für Sie schwierige Aufgaben zu lange aufgehalten, reicht
oft die Zeit nicht mehr für die Aufgaben, die Sie sicher, schnell und richtig lösen können.
• Beachten Sie die Zeit. Bei 120 Minuten Prüfungsdauer und 40 Aufgaben haben Sie durchschnittlich 3 Minuten
Zeit pro Aufgaben. Bei kleineren Aufgaben unterbieten Sie die Durchschnittszeit, bei größeren Aufgaben kann es
etwas länger dauern. Haben Sie aber das Gefühl, dass bei einer Aufgabe von Ihnen unverhältnismäßig viel Zeit
aufgewendet wird, bearbeiten Sie lieber zunächst die weiteren Aufgaben.
• Achten Sie auf die richtigen Arbeitsmittel. Für das Ausfüllen des Lösungsblattes benötigen Sie einen Kugelschreiber, der ein möglichst deutliches Markieren der jeweiligen Lösung ermöglicht. Die Funktionsfähigkeit des
mitzuführenden Taschenrechners sollte nicht erst in der Prüfung, sondern möglichst am Vortag erfolgen. So
können eventuell leere Batterien noch ausgetauscht werden. Die Arbeitsmittel sollten nicht dazu führen, dass in
der Prüfung selbst unnötige Hektik entsteht, weil der Kugelschreiber nicht schreibt oder der Taschenrechner
nicht funktioniert. Vermeiden Sie in jedem Fall solche Extremsituationen.
• Nutzen Sie für die Erarbeitung der Lösungen die der Prüfung beigefügten Arbeitsmittel richtig. So findet
man in den von der Kammer bei der Prüfung zur Verfügung gestellten Gebührenordnung nicht nur die Gebührenordnungspositionen, die abgefragt werden, sondern manche allgemeine Frage zur Abrechnung lässt sich
auch mit ihrer Hilfe lösen.
Viel Erfolg!
5
Prüfungsbereiche
Aufgaben
Lösungen
Behandlungsassistenz
S. 7
S. 229
Betriebsorganisation und -verwaltung
S. 69
S. 236
Wirtschafts- und Sozialkunde
S. 109
S. 239
Prüfungsklausuren
S. 154
S. 242
Aufgaben
Lösungen
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
S. 8
S. 229
2 Bei Diagnostik und Therapie der Erkrankungen des Bewegungsapparates assistieren
S. 16
S. 229
3 Zwischenfällen vorbeugen und in Notfallsituationen Hilfe leisten
S. 23
S. 230
4 Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
der Erkrankungen des Urogenitalsystems begleiten
S. 30
S. 230
5 Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
der Erkrankungen des Verdauungssystems begleiten
S. 40
S. 232
6 Diagnostik
S. 49
S. 234
7 Patienten bei kleinen chirurgischen Behandlungen und bei der
Versorgung von Wunden begleiten
S. 51
S. 234
8 Der Begriff der Prävention
S. 61
S. 235
9 Vorsorgeuntersuchungen
S. 62
S. 235
10 IGeL-Leistungen
S. 64
S. 235
11 Impfungen
S. 65
S. 235
12 Abrechnung nach GOÄ und EBM
S. 66
S. 235
Aufgaben
Lösungen
1 Gestaltung des Empfangs- und Wartebereichs
S. 70
S. 236
2 Behandlungsvertrag
S. 71
S. 236
3 Karteiführung
S. 75
S. 236
4 EDV-Arzt für den Arzt – auf dem Weg zur digitalen Praxis
S. 75
S. 236
5 Terminvergabe – die Kunst eines effizienten Terminmanagements
unter Einbeziehung der EDV
S. 77
S. 236
6 Patienten verwalten und abrechnen
S. 79
S. 237
7 Waren beschaffen und verwalten
S. 87
S. 237
8 Zahlungsverkehr
S. 95
S. 237
9 Aufbau- und Ablauforganisation
S. 98
S. 238
10 Qualitätssicherung
S. 99
S. 238
11 Postbearbeitung
S. 105
S. 238
12 Praxismarketing
S. 107
S. 238
Behandlungsassistenz
Themengebiete
Betriebsorganisation und -verwaltung
Themengebiete
Behandlungsassistenz
Inhaltsübersicht
6
Wirtschafts- und Sozialkunde
Themengebiete
Aufgaben
Lösungen
1
Duale Berufsausbildung
S. 110
S. 239
2
Arbeitsschutzgesetze
S. 113
S. 239
3
Gesundheitswesen
S. 116
S. 239
4
Sozialversicherung und Möglichkeiten der privaten Absicherung
S. 119
S. 239
5
Grundlagen des Privatrechts
S. 127
S. 240
6
Überwachung des Zahlungseingangs und Durchführung
von Mahnverfahren
S. 130
S. 240
7
Arbeits- und Tarifvertrag
S. 133
S. 240
8
Gesetzliche Sozialversicherung und private Versicherungen
S. 143
S. 241
9
Sparen und Kredite
S. 148
S. 241
Themengebiete
Aufgaben
Lösungen
1
Behandlungsassistenz – Prüfungsklausur 1
S. 154
S. 242
2
Behandlungsassistenz – Prüfungsklausur 2
S. 167
S. 243
3
Betriebsorganisation und -verwaltung – Prüfungsklausur 1
S. 181
S. 244
4
Betriebsorganisation und -verwaltung – Prüfungsklausur 2
S. 198
S. 245
5
Wirtschafts- und Sozialkunde – Prüfungsklausur 1
S. 213
S. 246
6
Wirtschafts- und Sozialkunde – Prüfungsklausur 2
S. 220
S. 247
Prüfungsklausuren
Bildquellenverzeichnis
247
Prüfungsbereich
Behandlungsassistenz
4 Bakterien können u. a. Krankheitserreger beim Menschen sein. Melanie muss daher zu möglichen Infektionsquellen in der Praxis Kenntnisse haben, um entsprechend bei der Vorsorge und Vermeidung von
Infektionen mitzuwirken.
Ordnen Sie den unten aufgeführten Bakterien ihre entsprechende Form zu.
Tragen Sie hierzu die zutreffenden Buchstaben hinter die Ziffern 1 bis 5.
1 Staphylokokken
a Stäbchenförmige Bakterien
1 ____
2 Streptokokken
b Spiralförmige Bakterien
2 ____
3 Bazillen
c Doppelkokken
3 ____
4 Spirochäten
d Traubenkokken
4 ____
5 Diplokokken
e Kettenkokken
5 ____
5 Neben den Bakterien sind Viren häufig Erreger von Infektionskrankheiten.
Bringen Sie die einzelnen Abschnitte der Virenvermehrung in die richtige Reihenfolge.
Setzen Sie hierzu in die Kästchen die entsprechenden Buchstaben vor den Aussagen ein.
a Viren verlassen die abgestorbene Zelle.
1 ____
b Ein Virus dringt in die Zelle ein.
2 ____
c Viren befallen weitere gesunde Zellen.
3 ____
d Ein Virus verändert die DNS der Wirtszelle.
4 ____
6 Ordnen Sie den links genannten Begriffen die entsprechende Aussage zu.
1 pathogen
e Lebewesen, die auf Kosten anderer existieren
1 ____
2 Bakteriophagen
d nicht krank machend
2 ____
3 apathogen
c Tierische Einzeller mit Zellkern
3 ____
4 Protozoen
b Krank machend
4 ____
5 Parasiten
a Viren, die Bakterien als Wirtszelle benutzen
5 ____
7 Kreuzen Sie die richtigen Antworten an:
a Durch Protozoen verursachte Erkrankungen kommen in Deutschland häufig vor.
b Protozoen sind keine Mikroorganismen.
c Protozoen verursachen hauptsächlich tropische Krankheiten.
d Malaria wird von Protozoen verursacht.
e Windpocken werden von Protozoen verursacht.
f Protozoen enthalten keinen Zellkern.
8 Tröpfcheninfektionen gefährden insbesondere im Wartebereich einer Praxis die Patienten. Melanie
informiert sich zu dem Übertragungsweg bei dieser Infektion.
Kreuzen Sie die richten Antworten an:
a Eine Infektion durch herumliegendes kontaminiertes Material.
b Die Übertragung z. B. durch einen Händedruck.
c Erregerhaltige Schwebeteilchen werden z. B. durch Niesen über die Atemluft von einer Person auf die
andere übertragen.
d Eine Infektion durch fehlendes Händewaschen nach dem Toilettengang.
e Eine Infektion durch Geschlechtsverkehr.
9
Behandlungsassistenz
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
Behandlungsassistenz
10
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
9 Melanie erhält des Öfteren die Aufgabe, Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen und Instrumente zu
sterilisieren. Helfen Sie ihr bei der Unterscheidung der Begriffe.
Ordnen Sie den Begriffen die richtige Definition zu:
1 Desinfektion
2 Sterilisation
a Die Abtötung, Reduktion oder Inaktivierung von pathogenen Mikroorganismen, sodass sie nicht
mehr infizieren können.
b Abtötung aller pathogenen und apathogenen Keime.
10 Die Wirksamkeit der Desinfektion ist abhängig von:
1 der Wahl der Methode;
2 der Konzentration der chemischen Mittel;
3 der Einwirkzeit der chemischen Mittel und physikalischen Methoden;
4 der Temperatur der physikalischen Methoden.
Kreuzen Sie die zutreffende Aussage an:
a Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
b Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
c Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
d Alle Aussagen sind richtig
11 Melanie kommt aus der Berufsschule wieder, wo heute die Immunisierung besprochen wurde. Da sie
sich bisher noch nicht mit der Thematik beschäftigt hat, hat sie Schwierigkeiten mit den neu erlernten
Begriffen.
Gehen Sie mit ihr die Begriffe durch und ordnen Sie den hier angeführten Definitionen die unten stehenden Begriffe zu, indem Sie in die Kästchen die Ziffern vor den Begriffen eintragen.
a Es besteht ein direkter Schutz durch Verabreichung von fremden Antikörpern. Der Verlauf einer
Erkrankung kann so abgeschwächt werden; allerdings beträgt der Impfschutz nur wenige Wochen.
b Es erfolgt die gleichzeitige Durchführung von aktiver und passiver Impfung. Dadurch setzt der Impfschutz sofort ein und es besteht ein Langzeitschutz.
c Man verabreicht eine Gabe von abgeschwächten oder abgetöteten Krankheitserregern oder inaktivierten Giften.
d Der Körper besitzt Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger oder Giftstoffe.
e Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes wird auch bezeichnet als …?
f Inaktivierte Giftstoffe (Toxine) nennt man?
g Eine künstliche Erzeugung von Immunität wird wie genannt?
h Eine Infektionskrankheit tritt gehäuft in einem begrenzten Gebiet oder Zeitraum auf.
i Abwehrstoffe führen zu einer Immunität gegen Erkrankungen.
j Man ergreift Maßnahmen nach einem möglichen Kontakt mit Erregern einer Infektionserkrankung,
um deren Ausbruch zu verhindern oder deren Verlauf abzumildern.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Postexpositionsprophylaxe (PEP)
Immunität
Schutzimpfung
Epidemie
STIKO
Toxoide
Antikörper
aktive Impfung
passive Impfung
Simultanimpfung
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
Behandlungsassistenz
12 Melanie ist sich nicht sicher, wie sie die hygienische Händedesinfektion durchführen muss.
Helfen Sie ihr, die folgenden Aussagen zu beurteilen. Tragen Sie eine 1 ein, wenn die Aussage richtig ist,
eine 0, wenn die Aussage falsch ist.
a Daumen und Fingerkuppen werden bei der hygienischen Händedesinfektion häufig vernachlässigt.
b Das Desinfektionsmittel kann in die nassen, vorher gewaschenen Hände gegeben werden.
c Der Desinfektionsspender soll mit dem Ellenbogen bedient werden.
d Es sollte immer eine ausreichende Menge an Desinfektionsmittel benutzt werden, in der Regel 3 ml.
e Eine Händedesinfektion ist vor jedem Patientenkontakt nötig.
f Handrücken, Fingerzwischenräume und Handgelenke müssen auch desinfiziert werden.
g Nach dem Patientenkontakt ist keine Händedesinfektion nötig.
13 Bringen Sie die Schritte der chirurgischen Händedesinfektion in die richtige Reihenfolge. Tragen Sie
hierzu die vor den Aussagen stehenden Buchstaben in die richtige Reihenfolge ein.
a Hände und Unterarme zweieinhalb Minuten mit geeignetem Desinfektionsmittel einreiben.
1 ____
b Hände, Fingernägel und Unterarme gründlich mit Wasser, Seife und Bürste reinigen.
2 ____
c Sterile Handschuhe anziehen.
3 ____
d Abtrocknen mit einem Einmalhandtuch.
4 ____
14 Melanie hat zum ersten Mal Instrumente sterilisiert. Nach dem Vorgang ist sie verunsichert, da sie nicht
weiß, ob sie alles richtig gemacht hat, und fragt Nadine, woran sie erkennen kann, dass die Instrumente nun auch wirklich steril sind. Nadine gibt nachfolgende Antworten vor.
Entscheiden Sie welche Antwort richtig ist, indem sie eine 1 eintragen. Tragen Sie für die falschen Antworten eine 0 ein.
a Die Instrumente sind feucht – also hat eine Sterilisation stattgefunden.
b Die Instrumente sind noch heiß, was auf eine gerade abgeschlossene Sterilisation schließen lässt.
c Die Instrumente liegen auf einem speziellen Tablett, sodass Sterilität angenommen werden kann.
d Ein spezieller Teststreifen (biologischer Indikator) gibt Auskunft über eine gelungene Sterilisation.
e Die Instrumente sehen völlig sauber aus – also sind sie auch steril.
15 In der Praxis von Dr. Heine häufen sich zurzeit Infektionskrankheiten. Melanie stellt sich die Frage, wie
es denn überhaupt zu einer Infektion kommt. Ergänzen Sie die folgende Definition um das richtige
Wort, damit Melanie eine Antwort auf ihre Frage findet.
Eine Infektion kommt zustande indem
gen und sich dort vermehren.
in einen Makroorganismus (Mensch, Tier, Pflanze) eindrin-
a Mikroorganismen
b Antibiosen
c Infekte
16 Welche Aussagen zur Infektionsentwicklung sind richtig?
1 Jede Infektion hat spezielle Symptome – wird also vom Betroffenen bemerkt.
2 Entstehung und Verlauf hängen u. a. von der Abwehrkraft und der Immunität des Makroorganismus ab.
3 Entstehung und Verlauf hängen von den Eigenschaften des Mikroorganismus ab.
4 Die Abwehrlage des Makroorganismus hat keinen Einfluss auf die Infektion.
a Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
b Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
c Nur die Aussagen 2, 3und 4 sind richtig
d Alle Aussagen sind richtig
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Behandlungsassistenz
12
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
17 Ordnen Sie den folgenden Fachbegriffen die richtige Definition zu.
Tragen Sie hierzu die Buchstaben vor den Definitionen in die entsprechenden Kästchen ein.
1 Pathogenität
2 Fakultativ pathogen
3 Virulenz
4 Resistenz
5 Disposition
6 Inkubationszeit
7 Rekonvaleszenz
a Die Zeit zwischen dem Eindringen der Erreger und dem Beginn der Krankheitszeichen.
b Die Fähigkeit der Mikroorganismen, eine Krankheit auszulösen.
c Die Fähigkeit, eine Krankheit nur unter bestimmten Bedingungen auszulösen, z. B. bei bereits vorhandener Immunschwäche.
d Die Genesungszeit nach überstandener Krankheit.
e Die Empfänglichkeit des Menschen für bestimmte Krankheiten.
f Der Grad der krankheitserregenden Eigenschaften der Mikroorganismen bestimmt die Schwere der
Krankheit.
g Der unspezifische Schutz des Menschen gegenüber Giften und Infektionen.
18 Melanie möchte mehr über das Abwehrsystem des menschlichen Körpers erfahren. Helfen Sie ihr, folgende Aussagen als richtig oder falsch zu beurteilen:
1 Das Immunsystem hat die Aufgabe, sämtliche körperfremden Substanzen abzuwehren.
2 Die Lymphe nimmt Fremdstoffe oder Mikroorganismen auf und transportiert sie zu den Lymphknoten.
3 Die Lymphgefäße bilden zusammen mit den Lymphknoten, der Milz, den Rachen- und Gaumenmandeln, dem Thymus, dem Appendix, dem Knochenmark und Teilen des Dünndarms das lymphatische
System.
4 Mit der Lymphe werden neben anderen Bestandteilen z. B. Krankheitserreger abtransportiert.
a Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
b Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
c Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
d Alle Aussagen sind richtig
19 Wie nennt man Stoffe, die eine Abwehrreaktion im menschlichen Körper auslösen?
Kreuzen Sie die richtige Antwort an.
a Antiköper
b Antigene
c Makrophagen
d Monozyten
20 Was versteht man unter der unspezifischen Abwehr?
Kreuzen Sie die richtige Antwort an.
a Die schon bei der Geburt vorhandene, also angeborene Abwehr.
b Die im Laufe des Lebens erworbene Abwehr.
c Wenn keine Abwehr vorhanden ist.
d Die passive Immunisierung.
e Die aktive Immunisierung.
21 Wie nennt man Zellen, die an der spezifischen Abwehr maßgeblich beteiligt sind?
Kreuzen Sie die richtige Antwort an.
a Lymphozyten
b Erythrozyten
c Thrombozyten
22 Wie nennt man hochspezialisierte Eiweiße, die sich mit bestimmten Antigenen verbinden können und
zusammenpassen wie Schlüssel und Schloss?
Kreuzen Sie die richtige Antwort an.
a Antikörper
b Antigene
c Lymphozyten
d Proteine
e Erythrozyten
23 Beurteilen Sie die folgenden Aussagen.
Setzen Sie für die richtigen Aussagen eine 1 und für die falschen eine 0.
a Ob jemand nach dem Kontakt mit Krankheitserregern erkrankt, hängt u. a. von der Virulenz und der
Menge der Erreger ab.
b Psychische Belastungen können das Immunsystem schwächen und somit eine Infektion begünstigen.
c Die Einnahme von Medikamenten wirkt sich nicht negativ auf das Immunsystem und die Empfänglichkeit von Infektionserkrankungen aus.
d Das Immunsystem kann Abwehrreaktionen gegen Stoffe einleiten, die gar nicht abgewehrt werden
müssen.
e Störungen bzw. das teilweise Fehlen des Immunsystems haben keine Auswirkungen auf die Infektionsanfälligkeit eines Menschen.
24 Beurteilen Sie, welche Aussagen richtig, welche falsch sind.
Tragen Sie eine 1 für richtig, eine 0 für falsch ein.
a Ein mit HIV infizierter Mensch weiß in den ersten Jahren seiner Infektion häufig nichts davon, da
Symptome zunächst ausbleiben. Er kann in dieser Zeit andere Personen infizieren.
b Erst nach dem Ausbruch der Erkrankung spricht man von Aids.
c Eine HIV-Infektion ist heilbar.
d Gegen HIV gibt es eine wirksame Impfung.
e Mit einer Aids-Erkrankung können schwere Lungenentzündungen, Infektionen in Gehirn und Darm
und bösartige Tumore einhergehen.
f Eine Infektion kann über Blut-zu-Blut-Kontakt, ungeschützten Geschlechtsverkehr und während der
Schwangerschaft, unter der Geburt oder beim Stillen übertragen werden.
g Eine Infektion kann erst nach ca. 12 Wochen nach Ansteckung diagnostiziert werden.
25 Bakterielle Infektionen werden u. a. durch Tröpfcheninfektionen übertragen. Kreuzen Sie an, welche
Erkrankungen auf diesem Weg in den menschlichen Körper gelangen.
a Diphterie
b Keuchhusten
c Scharlach
d Tetanus
e Lyme-Borreliose
f Salmonellen-Infektion
g Tuberkulose
13
Behandlungsassistenz
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
Behandlungsassistenz
14
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
26 Melanie wird von Frau Goch nach möglichen Impfungen befragt.
Gegen welche Erkrankungen gibt es keine wirksame Schutzimpfung?
Kreuzen Sie an.
a Diphterie
b Keuchhusten
c Scharlach
d Tetanus
e Lyme-Borreliose
f Salmonellen-Infektion
g Tuberkulose
27 Melanie hat richtig festgestellt, dass in letzter Zeit sehr viele Patienten an Infektionskrankheiten erkrankt
sind. Sie kennt die grobe Einteilung der Mikroorganismen in Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen.
Ordnen Sie den unten aufgeführten Erkrankungen die jeweiligen Mikroorganismen zu, indem Sie die
fettgedruckten Anfangsbuchstaben eintragen.
Scharlach
Röteln
Masern
Borreliose
Influenza
Tetanus
Mumps
Windpocken
Malaria
Diphtherie
Keuchhusten
Salmonellen-Infektion
Tuberkulose
Trichomonas-Infektion
Polymyelitis
Hepatitis
HIV
Mykosen
28 Melanie fragt sich nun, welche Art der Infektion in der Praxis am häufigsten vorkommt. Nummerieren
Sie die folgenden Krankheiten nach abnehmender Häufigkeit, indem Sie die Ziffern 1 (häufigste Erkrankung) bis 4 (am wenigsten häufige Erkrankung) einsetzen.
a Pilzinfektionen
b Virusinfektionen
c Bakterielle Infektionen
d Protozoenerkrankungen
29 Eine weitere Möglichkeit, eine Infektionskrankheit zu erlangen, ist die Übertragung, die von Würmern
hervorgerufen wird. Melanie hat davon schon mal gehört, allerdings war sie sich nicht sicher, ob es das
wirklich gibt.
Gehen Sie mit ihr folgende Aussagen durch und entscheiden Sie, ob Sie die Ziffer 1 für wahr bzw. die
Ziffer 0 für falsch eintragen muss.
a Würmer schädigen als Parasiten den Körper.
b Sie können über die Tröpfcheninfektion in den Körper gelangen.
c Sie gelangen über den Mund in den Darm.
d Ursache eine Wurmerkrankung kann der Genuss von rohem oder nicht ausreichend gekochtem
Fleisch sein.
e Haustiere haben keine Auswirkung auf die Wurmerkrankung von Menschen.
f Erwachsene leiden häufiger an Wurmerkrankungen als Kinder.
g Eine Wurmerkrankung lässt sich im Stuhl und im Blut nachweisen.
30 Melanie weiß, dass es u. a. für die Therapie wichtig ist, Krankheitserreger nachzuweisen. Sie hat in der
Praxis schon von verschiedenen Nachweismethoden gehört. Sie möchte nun von Laura wissen, worauf
sie besonders achten muss, damit die Ergebnisse auch zuverlässig sind. Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an:
a Abstrichtupfer müssen immer steril sein.
b Abstrichtupfer haben kein Verfallsdatum.
c Nach dem Abstrich muss der Abstrichtupfer sofort in das Transportmedium zurückgesteckt werden.
d Um Transportkosen zu sparen, reicht es aus, wenn das Untersuchungsmaterial gesammelt und zweimal wöchentlich versandt wird.
e Auch geronnenes Blut kann im Labor gut untersucht werden.
f Zur Stuhluntersuchung reicht eine bohnengroße Menge aus.
g Ein Antibiogramm gibt Auskunft darüber, ob Bakterien gegenüber bestimmten Antibiotika resistent
sind.
31 Melanie macht sich Gedanken darüber, welche Medikamentengruppe bei welchem Erreger eingesetzt
wird.
1 Bakterielle Infektionen werden mit Antibiotika therapiert.
2 Virusinfektionen werden mit Antibiotika therapiert.
3 Virusinfektionen werden symptomatisch und gegebenenfalls mit Virostatika therapiert.
4 Multiresistente Keime sind mindestens gegen vier Antibiotikagruppen resistent.
Welche Aussagen sind richtig?
a Nur Aussage 1 ist richtig
b Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
c Alle Aussagen sind richtig
d Nur Aussage 2 ist richtig
15
Behandlungsassistenz
1 Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
Behandlungsassistenz
16
2 Bei Diagnostik und Therapie der Erkrankungen des Bewegungsapparates assistieren
2 Bei Diagnostik und Therapie der Erkrankungen
des Bewegungsapparates assistieren
Anatomie und Physiologie des Bewegungsapparates
1 Melanie setzt sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Aufbau des Bewegungsapparates auseinander.
Die Einteilung in die Bereiche „passiver Bewegungsapparat“ und „aktiver Bewegungsapparat“ sollen
anhand der folgenden Zuordnung geübt werden.
Setzen Sie in die Kästchen hinter den unten stehenden Bereichen jeweils ein A für aktiv bzw. ein P für
passiv ein.
a Die etwa 210 unterschiedlich geformten Knochen
b Die Skelettmuskulatur
c Die Gelenke
d Das gesamte Skelett
e Muskeln und Sehnen
2 In dem Zusammenhang prüft Melanie ihre Kenntnisse zum Organsystem Bewegungsapparat.
Kreuzen Sie die richtigen Aussagen zu diesem Organsystem an.
a Erkrankungen des Organsystems entstehen u. a. durch Verletzungen, Entzündungen, Abbau und Verschleiß sowie durch Fehlbelastungen.
b Fehlstellung haben keine Auswirkungen auf Erkrankungen des Bewegungsapparates.
c Die Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates kann eine Vielzahl verschiedener Fachärzte
beanspruchen.
d Der passive Bewegungsapparat wird so genannt, da eine Bewegung von Knochen und Gelenken
ohne Muskeln nicht möglich ist.
e Eine der Aufgaben des Bewegungsapparates ist die Blutbildung.
f Eine weitere Aufgabe besteht in der psychischen Stabilisation des Menschen.
g Die Knochen und Gelenke sind aus verschiedenen Binde- und Stützgeweben aufgebaut: Binde- und
Stützgewebe, Muskelgewebe, Epithelgewebe und Nervengewebe.
3 Im Rahmen der Assistenz muss Melanie, wie jede Medizinische Fachangestellte, über Kenntnisse der
Gelenkarten und der Gelenke verfügen.
Ordnen Sie der genannten Gelenkart das entsprechende Gelenk zu
1 Gleitgelenk
4 Eigelenk
2 Kugelgelenk
5 Zapfen- und Drehgelenk
3 Scharniergelenk
6 Sattelgelenk
a Schultergelenk, Hüftgelenk
b Verbindung von Handwurzel- oder Fußwurzelknochen
c Daumengrundgelenk
d Zwischen Atlas und Axis oder Ulna und Radius
e Handwurzelgelenk
f Finger- und Zehengelenke
4 Welche Aussagen sind richtig?
Kreuzen Sie an:
a Knochen sind durch Gelenke beweglich miteinander verbunden.
b Es gibt verschiedene Formen von Gelenken.
c Zwischen dem Gelenkkopf und der Gelenkpfanne befindet sich kein Spalt, die beiden Kontaktflächen
reiben aneinander.
d Je nach Bauart der Gelenke sind Bewegungen in einer, zwei oder drei Raumebenen möglich.
e Gelenke können nur in einer Raumebene bewegt werden.
5 Bei Untersuchungen weist Dr. Heine des Öfteren darauf hin, dass die Wirbelsäule die Stütze und Längsachse unseres Körpers ist.
Ordnen Sie die unten stehenden Fachbegriffe entsprechend zu.
a Kreuzbein
b Lendenwirbelsäule
c Steißbein
d Halswirbelsäule
e Brustwirbelsäule
Zuzuordnende Fachbegriffe: 1 Atlas und Axis, 2 Os coccygis, 3 L1 bis L5, 4 Os sacrum, 5 Th1 bis Th12
6 Ordnen Sie den Begriffen die am knöchernen Thorax abgebildeten Zahlen zu.
1
a Brustbein/Sternum
b zwölfte Rippe
c Rippen-Brustbein-Gelenk
3
4
d erste Rippe
2
7 Welche Aussagen sind richtig?
Kreuzen Sie die zutreffende Lösungskombination an.
1 Der Schultergürtel besteht ausschließlich aus den beiden Schlüsselbeinen.
2 Der Schultergürtel liegt flach auf dem Brustkorb auf.
3 Der Schultergürtel ist Ansatzstelle für Rücken-, Hals- und Oberarmmuskeln und befestigt die Arme
beweglich am Rumpf.
4 Neben den Schlüsselbeinen bilden auch die Schulterblätter den Schultergürtel.
a Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
b Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
c Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
d Alle Aussagen sind richtig
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Behandlungsassistenz
2 Bei Diagnostik und Therapie der Erkrankungen des Bewegungsapparates assistieren
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