Blatt 1 - Institut für Informatik - Justus-Liebig

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Institut für Informatik
im Fachbereich Mathematik und
Informatik, Physik, Geographie
Justus-Liebig-Universität Gießen
Übungen zur Vorlesung
Logik
Sommersemester 2011
21. April 2011
Blatt 1
Aufgabe 1.1
Die Semantik der binären Operatoren Y (XOR) und Z (NAND) sei definiert als
(
(
1 falls α(F ) 6= α(G),
0 falls α(F ) = α(G) = 1,
α((F Y G)) =
α((F Z G)) =
0 sonst,
1 sonst.
Zeigen Sie, dass es zu jeder aussagenlogischen Formel eine semantisch äquivalente
Formel gibt, die neben atomaren Aussagen und Klammern nur Z verwendet.
Gilt diese Aussage für Y ebenfalls?
Aufgabe 1.2
Verwenden Sie den Algorithmus aus der Vorlesung um eine zu
F1 = (x ⇔ (y ∧ ¬z)) ∧ (¬y ⇒ x)
äquivalente Formel in KNF herzuleiten. Geben Sie dabei für jede Umformung
an, welcher Schritt des Algorithmus ausgeführt wird. Besitzt F ein Modell?
Aufgabe 1.3
Geben Sie in Anlehnung an den Algorithmus zur Erzeugung einer KNF einen
Algorithmus an, der eine gegebene aussagenlogische Formel in DNF überführt.
Wenden Sie Ihren Algorithmus auf die Formel
F2 = ¬(x ∧ (y ⇔ z)) ⇒ ¬(¬x ⇒ (y ∨ ¬z))
an und überprüfen Sie, ob F ein Modell besitzt. In welcher Form (KNF oder
DNF) lässt sich die Erfüllbarkeit einer Formel leichter entscheiden?
Aufgabe 1.4
Betrachten Sie folgende aussagenlogische Formel in KNF:
F3 = (x1 ∨ y1 ) ∧ (x2 ∨ y2 ) ∧ · · · ∧ (xn ∨ yn ).
Wie lang ist eine zu F3 äquivalente Formel in DNF mindestens? Wie könnte
eine kurze“ aussagenlogische Formel in DNF aussehen, die eine lange“ KNF
”
”
erzwingt?
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