Erythromycin-Actavis iv 1g - die-apotheke

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Gebrauchsinformation:
Information für den Anwender
Erythromycin-Actavis i.v. 1g
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff: Erythromycinlactobionat
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weiter gegeben werden. Es kann anderen
Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in
dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was ist Erythromycin-Actavis i.v. 1g und wofür wird es
angewendet?
2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v.
1g beachten?
3. Wie ist Erythromycin-Actavis i.v. 1g anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Erythromycin-Actavis i.v. 1g aufzubewahren?
6. Weitere Informationen
1. Was ist Erythromycin-Actavis i.v. 1g und wofür wird es
angewendet?
Erythromycin-Actavis i.v. 1g ist ein Makrolid-Antibiotikum.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g ist zur Behandlung von akuten und
chronischen Entzündungen, die durch Erythromycin-empfindliche
Krankheitserreger verursacht werden und einer parenteralen
Behandlung zugänglich sind:
• Entzündungen der tiefen Atemwege:
- Entzündungen der Bronchien (Bronchitis)
- Entzündungen der Lunge (Pneumonie)
insbes. Chlamydia trachomatis-Pneumonie, Chlamydia
pneumoniae-Pneumonie, Legionellen-Pneumonie (spezielle
Formen der Lungenentzündung)
• Keuchhusten und Keuchhustenprophylaxe
• Entzündungen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs
Entzündungen des Mittelohres (Otitis media), der
Nasennebenhöhlen (Sinusitis), des Rachenraumes (Pharyngitis),
der Rachenmandeln (Tonsillitis) und des Kehlkopfes (Laryngitis)
• Schwere Formen der Akne vulgaris (Entzündung der Haut im
Bereich der Talgdrüsen)
• Erysipel (Wundrose), als Alternative zu Penicillin bei einer
Penicillinallergie
• Scharlach, als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie
• Prophylaxe des rheumatischen Fiebers (Zweitkrankheit nach
Streptokokkeninfektion), als Alternative zu Penicillin bei einer
Penicillinallergie
• Bindehautentzündung (Einschlußkörperchen-Konjunktivitis)
und Körnerkrankheit (Trachom), verursacht durch Chlamydia
trachomatis
• Diphtherie (auch zur Sanierung von Diphtheriebakterienträgern
oder -ausscheidern)
• Schwere Entzündungen der Schleimhaut des Darmes (Enteritis),
verursacht durch Campylobacter jejuni
• Harnröhrenentzündung (Urethritis), verursacht durch Chlamydia
trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
• Gonorrhoe (Tripper), wenn andere, besser wirksame
Antibiotika nicht gegeben werden können (z.B. Alternative bei
Penicillinallergie)
• Syphilis (Lues) im frühen Stadium, wenn andere, besser wirksame
Antibiotika nicht gegeben werden können (z.B. Alternative bei
Penicillinallergie)
• Strahlenpilzkrankheit (Aktinomykose) verursacht durch
Actinomyces israelii, wenn andere, besser wirksame
Antibiotika nicht gegeben werden können (z.B. Alternative bei
Penicillinallergie)
2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Erythromycin-Actavis
i.v. 1g beachten?
Erythromycin-Actavis i.v. 1g darf nicht angewendet werden
Gegenanzeigen sind Gründe (z.B. Krankheiten, besondere
Lebensumstände und/oder Gewohnheiten), bei denen bestimmte
Arzneimittel nicht oder nur nach sorgfältiger Prüfung durch Ihren
Arzt angewendet werden dürfen, da hier im Allgemeinen der
zu erwartende Nutzen in keinem günstigen Verhältnis zu einem
möglichen Schaden steht. Damit der Arzt sorgfältig prüfen kann,
ob Gegenanzeigen bestehen, muss er über Vorerkrankungen,
Begleiterkrankungen, eine gleichzeitige andere Behandlung sowie
über Ihre besonderen Lebensumstände unterrichtet werden.
Gegenanzeigen können auch erst nach Beginn der Behandlung
mit diesem Arzneimittel auftreten oder bekannt werden. Auch in
solchen Fällen sollten Sie Ihren Arzt informieren.
Wenn Sie bereits früher mit Erythromycin oder mit anderen
Makrolid-Antibiotika behandelt wurden und dabei
Überempfindlichkeitsreaktionen auftraten, darf ErythromycinActavis i.v. 1g nicht angewendet werden.
Eine Kreuzallergie mit anderen Makrolid-Antibiotika kann bestehen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g
und bestimmten Antihistaminika (Mittel zur Behandlung von
Allergien) wie Terfenadin oder Astemizol oder auch Wirkstoffen
wie Cisaprid (Mittel zur Anregung der Darmbewegung) oder
Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer
Erkrankungen) kann es in Einzelfällen zu QT-Zeitverlängerungen
im EKG und unter Umständen zu lebensbedrohlichen
Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien [Torsades
de pointes]) kommen. Daher dürfen Medikamente mit diesen
Wirkstoffen während einer Behandlung mit Erythromycin-Actavis i.v.
1g nicht angewendet werden.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g darf nicht angewendet werden bei einer
angeborenen oder erworbenen QT-Verlängerung.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g darf nicht angewendet werden mit
Arzneimitteln, die ebenfalls zu einer Verlängerung des QT-Intervalls
führen können, wie z.B. Antiarrhytmika der Klasse IA und III.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g darf nicht angewendet werden bei
Störungen des Elektrolythaushaltes und hier besonders bei einer
Hypokaliämie und Hypomagnesiämie.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g darf nicht eingenommen
werden bei einer klinisch relevanten Bradykardie und bei
Herzrhythmusstörungen (z.B. bei schwerer Herzinsuffizienz).
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Erythromycin-Actavis
i.v. 1g ist erforderlich
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Erythromycin-Actavis i.v.
1g nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer
Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies
gilt auch, wenn die folgenden Angaben bei Ihnen früher einmal
zutrafen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine oder mehrere dieser
Angaben bei Ihnen zutreffen oder früher einmal zutrafen.
Erythromycinlactobionat darf bei Erkrankungen der Leber nur nach
strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Hinweis zur Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion siehe
Abschnitt 3. „Wie ist Erythromycin-Actavis i.v. 1g anzuwenden?“.
Kinder
Die Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g sollte bei
Säuglingen und Kleinkindern aufgrund des leberschädigenden
Potentials von Erythromycinlactobionat mit Vorsicht erfolgen (s. auch
Dosierungsrichtlinie für Säuglinge und Kinder im Abschnitt 3. „Wie ist
Erythromycin-Actavis i.v. 1g anzuwenden?“).
Es liegen Hinweise auf ein mögliches Risiko für die Ausbildung einer
Einengung des Magenausgangs (Pylorusstenose) bei Säuglingen
vor, die in den ersten Lebenswochen mit Erythromycin, dem
Wirkstoff von Erythromycin-Actavis i.v. 1g behandelt wurden. Eine
Keuchhustenprophylaxe sollte daher in den ersten Lebenswochen
vermieden werden. Eine Keuchhustenbehandlung sollte nur unter
ärztlicher Überwachung auf die Ausbildung einer Pylorusstenose
erfolgen. Die Eltern sollten über die klinischen Anzeichen einer
Pylorusstenose informiert werden.
Vorsichtsmaßnahmen bei gleichzeitiger Einnahme hormonaler
Kontrazeptiva („Pille“)
In seltenen Fällen kann unter der Behandlung mit Erythromycin
und seinen Derivaten (Abkömmlinge) die Sicherheit der
empfängnisverhütenden Wirkung von hormonalen Kontrazeptiva
(„Pille“) in Frage gestellt sein. Es empfiehlt sich deshalb, zusätzlich
nicht hormonale empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden.
Langzeitanwendung oder Verwendung hoher Dosen
Bei einer Behandlungsdauer länger als 3 Wochen wird
eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes, der Leber- und
Nierenfunktionswerte empfohlen.
Eine längerfristige und/oder wiederholte Anwendung von
Erythromycin-Actavis i.v. 1g kann zu einer Neu- oder Zweitinfektion
mit Erythromycin-unempfindlichen (resistenten) Bakterien oder
Sprosspilzen führen.
Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist
zu achten (Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen
Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen müssen entsprechend
behandelt werden.
Weitere Vorsichtshinweise
Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung
von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel
unempfindlich (resistent) sind.
Bei Auftreten von schweren, anhaltenden, manchmal blutigschleimigen Durchfällen und krampfartigen Bauchschmerzen
während oder nach der Behandlung mit Erythromycin-Actavis
i.v. 1g muss der Arzt befragt werden, weil sich dahinter eine
ernstzunehmende schwere Schleimhautentzündung des Darmes
(pseudomembranöse Enterokolitis, meist verursacht durch
Clostridium difficile) verbergen kann, die sofort behandelt werden
muss. Diese, durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste
Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein (s. auch Abschnitt 4.
unter „Bedeutsame Nebenwirkung oder Zeichen, auf die Sie achten
sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind“).
Bei der gleichzeitigen Anwendung von Erythromycin-Actavis
i.v. 1g und Antiarrhythmika (Arzneistoffe zur Behandlung von
Herzrhythmusstörungen) oder anderen Medikamenten, die zu QTZeitverlängerungen führen können, ist Vorsicht geboten.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g kann die Katecholamin-Bestimmung
(bestimmte Hormone) im Urin verfälschen.
Bei Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g mit anderen
Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie
andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, bzw. vor Kurzem
eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige
Anwendung anderer Mittel beeinflusst werden. Fragen Sie daher
Ihren Arzt, wenn Sie andere Mittel ständig anwenden, bis vor Kurzem
angewendet haben oder gleichzeitig mit dem hier vorliegenden
Arzneimittel anwenden wollen. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob
unter diesen Umständen mit Unverträglichkeit zu rechnen ist,
oder ob besondere Maßnahmen erforderlich sind, wenn Sie dieses
Arzneimittel anwenden.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor Kurzem
angewandte Arzneimittel gelten können.
Die Wechselwirkungen von Erythromycin mit anderen Arzneistoffen
basieren hauptsächlich auf einer Beeinflussung des Stoffwechsels
in der Leber. Häufiger Mechanismus ist hierbei die Blockierung des
Multienzymsystems P-450 (spezielles Stoffwechselsystem) durch die
Bildung einer stabilen chemischen Verbindung von Erythromycin
mit diesem Enzymsystem.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g sollte nicht mit Chloramphenicol,
Clindamycin oder Lincomycin (Antibiotika) kombiniert werden, da
eine Wirkungsabschwächung (antagonistischer Effekt) möglich ist
Erythromycin 10000 mg in 20 ml -, PIL , Germany
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origination date: 23/4/12
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(aufgrund von überlappenden Bindungsstellen am bakteriellen
Ribosom). Das gleiche trifft für die Kombination von Erythromycin
mit Colistin, Streptomycin sowie Tetracyclinen (Antibiotika) zu.
Zwischen Erythromycin und Lincomycin bzw. Erythromycin und
Clindamycin besteht eine partielle Kreuzresistenz der Erreger.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g und
Theophyllin (Asthmamittel) können die Theophyllin-Konzentrationen
im Blut erhöht sein, so dass Nebenwirkungen durch Theophyllin
auftreten können. Dasselbe trifft auch für die gleichzeitige Gabe
von Erythromycin-Actavis i.v. 1g und Carbamazepin, Phenytoin
bzw. Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von epileptischen
Krampfleiden) oder Clozapin (Arzneimittel zur Behandlung
bestimmter psychischer Erkrankungen) zu. In entsprechenden Fällen
sollten daher die Theophyllin- bzw. Carbamazepin-, Phenytoin-,
Valproinsäure- oder Clozapinkonzentrationen kontrolliert und
gegebenenfalls eine Dosisanpassung vorgenommen werden.
Erythromycin-Actavis i.v. 1g kann die nierenschädigenden
(nephrotoxischen) Wirkungen von Ciclosporin A (Arzneistoff zur
Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr) - vor allem bei
ungenügender Leistung der Niere (Niereninsuffizienz) - verstärken.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g
und Antihistaminika (Mittel zur Behandlung von Allergien) wie
Terfenadin sowie Astemizol oder auch Wirkstoffen wie Cisaprid
(Mittel, das die Darmbewegung anregt) oder Pimozid (Arzneimittel
zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen) kann es in
Einzelfällen zu QT-Zeitverlängerungen im EKG und unter Umständen
zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre
Arrhythmien [Torsades de pointes]) kommen. Daher dürfen
Medikamente mit diesen Wirkstoffen während einer Behandlung mit
Erythromycin nicht angewendet werden.
Die Ausscheidung (Elimination) folgender Arzneistoffe kann durch
die gleichzeitige Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g
verzögert werden, so dass es zu einer Wirkungsverstärkung dieser
Medikamente kommen kann. Alfentanil (Arzneimittel, das bei der
Narkose angewendet wird), Bromocriptin (Mittel zur Behandlung
der Parkinsonschen Erkrankung), Chinidin und Diisopyramid
(Arzneistoffe zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),
Felodipin (Calciumantagonist [Mittel zur Behandlung von
Bluthochdruck]), Methylprednisolon (entzündungshemmender
Wirkstoff), Midazolam bzw. Triazolam (Beruhigungs-/Schlafmittel),
Tacrolimus (FK 506 [Mittel zur Unterdrückung der körpereigenen
Immunabwehr]), Zopiclon (Schlafmittel) sowie bestimmte
gerinnungshemmende Arzneistoffe (Antikoagulantien vom
Cumarintyp).
Bei gleichzeitiger Anwendung von Erythromycin und bestimmten
Protease-Inhibitoren (Wirkstoffe gegen das AIDS-Virus) wie z.B.
Ritonavir, wurde eine Hemmung des Abbaus von Erythromycin
beobachtet.
In Einzelfällen kann es bei gleichzeitiger Anwendung von
Erythromycin und Dihydroergotamin oder einem nichthydrierten
Mutterkornalkaloid (Mittel, die Blutgefäße verengen) zu einer
verstärkten Engstellung von Blutgefäßen (Vasokonstriktion) und als
Folge davon zu Durchblutungsstörungen (Ischämie) kommen.
Bei einem kleinen Teil der Patienten unter Digoxin-Behandlung
(Arzneistoff zur Behandlung der Herzschwäche) kann Erythromycin
zur Erhöhung der Digoxin-Konzentration führen.
In Einzelfällen kann die Auflösung quergestreifter Muskelfasern
(Rhabdomyolyse), die unter Lovastatin-Behandlung (Arzneistoff zur
Senkung des Cholesterinspiegels) beobachtet worden ist, durch
die gleichzeitige Anwendung von Erythromycin möglicherweise
verstärkt werden.
In Einzelfällen wurden bei AIDS-Patienten, die gleichzeitig
Erythromycin i.v. (i.v. = intravenös) und Pentamidin i.v. (Arzneimittel
z.B. gegen spezielle Form der Lungenentzündung) erhielten,
bestimmte Formen von unregelmäßigem Herzschlag (ventrikuläre
Arrhythmien [Torsades de pointes]) beobachtet.
Bei Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g zusammen mit
Nahrungsmitteln und Getränken
Keine Angaben.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt
oder Apotheker um Rat.
Umfangreiche Beobachtungen am Menschen haben bisher keinen
Hinweis auf fruchtschädigende Einflüsse ergeben. Tierexperimentelle
Studien waren negativ. Bei Anwendung in der Schwangerschaft
und Stillzeit müssen Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander
abgewogen werden.
Auch wenn Beobachtungen am Menschen bisher keine Hinweise
auf eine fruchtschädigende Wirkung ergeben haben, sollten Sie,
wenn Sie schwanger sind, Erythromycin-Actavis i.v. 1g nur nach
Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über und kann beim Säugling
Magen-Darm-Störungen, wie z.B. Durchfälle, aber möglicherweise
auch die Ausbildung einer Einengung des Magensausgangs
(Pylorusstenose) verursachen.
Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Antikörperbildung
nach Kontakt mit dem Arzneistoff (Sensibilisierung) oder einer
Sprosspilzbesiedlung (Hefen und hefeähnliche Pilze) nicht
auszuschließen.
Sie sollten daher Erythromycin-Actavis i.v. 1g in der Stillzeit nur
anwenden, wenn Ihr Arzt eine Behandlung für unbedingt notwendig
erachtet.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach den bisherigen Erfahrungen hat Erythromycin-Actavis i.v. 1g
keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.
3. Wie ist Erythromycin-Actavis i.v. 1g anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel entsprechend der nachfolgenden
Dosierungsempfehlung an.
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1.black
2.
3.
4.
5.
6.
originated by: E. Sabeva
revision date: 3/5/12
Technical Approval
revised by: ESabeva
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supplier: Panpharma
technically app. date:
Non Printing Colours
1.
2.
3.
Die Dosierung für Erythromycinlactobionat beträgt sowohl bei
Erwachsenen als auch bei Kindern 15 -20 mg Erythromycin pro kg
Körpergewicht.
Dosierung für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre
Die Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche beträgt für die
meisten Infektionen 15 – 20 mg Erythromycin/kg Körpergewicht (im
Allgemeinen 1 – 2 g Erythromycin), verteilt auf 3 – 4 Einzelgaben.
Indikationsabhängig kann die Dosis bis auf das Doppelte gesteigert
werden.
Dosierung für Säuglinge und Kinder bis 12 Jahre
Die Tagesdosis für Säuglinge und Kinder bis 12 Jahre beträgt für die
meisten Infektionen 15 – 20 mg Erythromycin/kg Körpergewicht,
verteilt auf 3 – 4 Einzelgaben.
Indikationsabhängig kann die Dosis bis auf das Doppelte gesteigert
werden.
In der Pädiatrie wird alternativ eine Dosis von täglich 300 – 600 mg
Erythromycin/m² Körperoberfläche, verteilt auf 3 – 4 Einzelgaben,
verwendet.
Spezielle Dosierungsempfehlungen
Akute Gonokokken-Infektion (“Tripper”)
Die Tagesdosis beträgt 3 g Erythromycinbase, entsprechend 4,5 g
Erythromycin-Actavis i.v. 1g pro Tag, aufgeteilt in 3 Einzelinfusionen.
Der Erfolg einer Behandlung gegen Gonokokken sollte durch
eine bakteriologische Kontrolluntersuchung 3–4 Tage nach
Behandlungsende überprüft werden.
Syphilis (Lues) im frühen (primären) Stadium
Die Tagesdosis beträgt 3 g Erythromycinbase, entsprechend 4,5 g
Erythromycin-Actavis i.v. 1g pro Tag, aufgeteilt in 3 Einzelinfusionen.
Die Gesamtdosis sollte 45 g, entsprechend 67 g Erythromycin-Actavis
i.v. 1g nicht unterschreiten. Sie kann bis auf 64 g, entsprechend 95 g
Erythromycin-Actavis i.v. 1g, erhöht werden.
Urethritis (Harnröhrenentzündung), verursacht durch Chlamydia
trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
Die Tagesdosis beträgt 2,5-3 g Erythromycinbase, entsprechend
3,7–4,5 g Erythromycin-Actavis i.v. 1g pro Tag, aufgeteilt in 3
Einzelinfusionen.
Hinweise zur Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind entsprechend
dem Schweregrad der Funktionsstörung die Tagesdosierungen
zu verringern. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion
(Serumkreatinin-Konzentration über 180 µmol/l oder 2,0 mg/dl)
bzw. Harnverhaltung (Anurie) beträgt die Tagesmaximaldosis für
Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene 2 g Erythromycinbase,
entsprechend 3 g Erythromycin-Actavis i.v. 1g pro Tag. Diese
Tagesdosis sollte nicht überschritten werden.
Erythromycin ist nicht hämodialysierbar. Bei Patienten, die
regelmäßig dialysiert werden, ist eine zusätzliche Dosis vor oder nach
dem Dialysevorgang (“Blutwäsche”) daher nicht erforderlich.
Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt.
Bei bakteriellen Infektionskrankheiten richtet sich die
Behandlungsdauer nach dem Verlauf der Erkrankung.
Normalerweise ist eine Behandlungsdauer von 7–8 Tagen
ausreichend. Im Interesse eines nachhaltigen Behandlungserfolges
sollte die Behandlung mit Erythromycin-Actavis i.v. 1g auch nach
Abklingen der Krankheitserscheinungen unbedingt noch 2-3 Tage
fortgesetzt werden.
Bei der Behandlung von Infektionen mit ß-hämolysierenden
Streptokokken (z.B. Mandel- und Rachenentzündung, Wundrose,
Scharlach) ist aus Vorsorglichkeit eine Mindestbehandlungsdauer
von 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen (z.B. rheumatisches
Fieber, rheumatische Herzentzündung, Glomerulonephritis
[Nierenerkrankung]) vorzubeugen.
Die intravenöse Gabe von Erythromycin-Actavis i.v. 1g sollte in
der Regel nur zur Einleitung einer Behandlung (insbesondere bei
schweren Krankheitsverläufen) oder aber bei Unmöglichkeit einer
oralen Behandlung des Patienten Verwendung finden.
Eine länger dauernde Behandlung mit Erythromycin oder
Wiederholungsbehandlungen (s. auch Abschnitt 2. „Besondere
Vorsicht bei der Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g
ist erforderlich“) sollten nur nach strenger Indikationsstellung
(Grund für die Arzneimittelanwendung) und unter fortlaufender
Überwachung durch Ihren Arzt erfolgen.
Wenn Sie eine größere Menge Erythromycin-Actavis i.v. 1g
angewendet haben, als Sie sollten
Symptome einer Überdosierung
Bei einer geringen Überdosierung von Erythromycin-Actavis i.v.
1g ist kaum mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen (es besteht
jedoch die Möglichkeit der Ototoxizität [Gehörschädigung], siehe
Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich“). Es können
Magen-Darm-Störungen in Form von Magendrücken, Übelkeit,
Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, weichen Stühlen oder
Durchfall auftreten.
Berichte über Vergiftungsfälle mit Erythromycin liegen bisher nicht
vor. Es ist kein spezifisches Antidot (Gegenmittel zur Einnahme bei
Vergiftungserscheinungen) bekannt.
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung dennoch
einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden
kann. Er wird sich bei der Behandlung einer Überdosierung am
Krankheitsbild orientieren und entsprechende Gegenmaßnahmen
ergreifen.
Ärztliche Maßnahmen bei Überdosierung
Bei einer Überdosierung durch versehentliche orale Einnahme kann
von Ihrem Arzt eine Magenspülung zur Verhinderung der weiteren
Aufnahme des Wirkstoffes in den Körper vorgenommen sowie
medizinische Kohle gegeben werden. Außerdem kann bei nicht
bewusstseinsgetrübten Patienten zudem eine sofortige Entleerung
des Magens (durch induziertes Erbrechen) herbeigeführt werden.
Wenn Sie die Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g
vergessen haben
Wenn eine Anwendung zur vorgesehenen Zeit vergessen wurde,
sollte diese baldmöglichst nachgeholt werden.
Es kann erforderlich sein, die Behandlung dann um einen Tag zu
verlängern.
Wenn Sie die Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g
abbrechen
Wenn die Behandlung versehentlich vorzeitig beendet oder
zeitweise unterbrochen wurde, ist der Behandlungserfolg gefährdet.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben,
fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Erythromycin-Actavis i.v. 1g
Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden die folgenden
Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
sehr häufig:
häufig:
gelegentlich:
selten:
sehr selten:
mehr als 1 von 10 Behandelten
weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000
Behandelten
weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000
Behandelten
weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder
unbekannt
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten
sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen
betroffen sind, wenden Sie Erythromycin-Actavis i.v. 1g nicht weiter
an und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.
Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen)
Allergische Hautreaktionen wie Hautrötung und Nesselausschlag
mit Bläschen- und Quaddelbildung (urtikarielles Exanthem) sind
gelegentlich beobachtet worden. Selten treten Schwellungen
(Quincke-Ödem, Gelenkschwellungen) und Arzneimittelfieber auf.
Sehr selten kann es zu einem anaphylaktischen Schock
kommen. Ein anaphylaktischer Schock ist lebensbedrohlich und
erfordert entsprechende Notfallmaßnahmen (siehe Abschnitt
„Gegenmaßnahmen“). Diese Reaktionen treten teilweise schon bei
Erstanwendung auf.
Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer
Erythromycin-Behandlung über schwere Hauterscheinungen
(Erythema exsudativum multiforme) mit lebensbedrohlichen
Allgemeinreaktionen bis hin zu einem Stevens-Johnson Syndrom
(schwere allergische Reaktion gegen ein Medikament mit
entzündlichen Veränderungen der Haut sowie Bläschenbildung der
Schleimhäute des Mundes und der Geschlechtsorgane [vor allem bei
Kindern aller Altersstufen]) berichtet worden.
Beeinflussung des Magen-Darm-Traktes
Magen-Darm-Störungen in Form von Brechreiz, Erbrechen,
Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, weichen Stühlen oder
Durchfall können häufig auftreten, die meistens leichter Natur sind.
Diese Nebenwirkungen sind dosisabhängig. Bei empfindlichen
Patienten können besonders nach höheren Einzelgaben Übelkeit
und Erbrechen auftreten.
Sehr selten kann es nach Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v.
1g bei Kindern zu einer spastisch-hypertrophischen Pylorusstenose
(Einengung des Magenausganges) kommen.
Herz-Kreislauf-System
Erythromycin kann sehr selten und insbesondere bei Patienten,
die ein verlängertes QT-Intervall im EKG haben, gefährliche
Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger Herzschlag [ventrikuläre
Arrhythmien, Torsades de pointes]) und Herzjagen (ventrikuläre
Tachykardien) hervorrufen. Diese, das Herz betreffenden
Nebenwirkungen (kardial), sollten besonders bei gleichzeitiger
Anwendung von potentiell pro-arrhythmogenen (Arzneistoffe
zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) oder QT-Zeit
beeinflussenden Substanzen beachtet werden.
Folgende, sehr seltene Nebenwirkungen können unter Umständen
akut lebensbedrohlich sein.
Schleimhautentzündung des Darmes (Pseudomembranöse Kolitis)
Hier muss eine Beendigung der Behandlung mit ErythromycinActavis i.v. 1g in Abhängigkeit von dem Grund der
Arzneimittelanwendung (Indikation) erwogen und ggf. sofort eine
angemessene Therapie eingeleitet werden (z.B. Einnahme von
speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit
klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung
(Darmperistaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie)
Hier muss die Therapie mit Erythromycin-Actavis i.v. 1g sofort
abgebrochen werden und die entsprechenden Notfallmaßnahmen
eingeleitet werden (z.B. Antihistaminika [Arzneimittel zur
Behandlung von Allergien], Kortikosteroide [Wirkstoffe zur
Behandlung von Allergien und von Rheuma], Sympathomimetika
[Gruppe von Arzneistoffen, z.B. zur Behandlung von niedrigem
Blutdruck oder zum Abschwellen der Nasenschleimhäute und ggf.
Beatmung]).
Andere mögliche Nebenwirkungen
Wirkungen auf das Leber-Gallen-System und die Bauchspeicheldrüse
(Pankreas)
Die Anwendung von Erythromycin-Actavis i.v. 1g führt gelegentlich
zu einem Anstieg bestimmter Leberenzyme (Eiweißstoffe, die
Stoffwechselvorgänge beschleunigen) als Ausdruck einer leichten
Leberzellschädigung. In Einzelfällen wurden Leberentzündung
(Hepatitis), Lebervergrößerung (Hepatomegalie) und Leberversagen
beschrieben.
Die längerdauernde Therapie (2-3 Wochen) mit Erythromycin-Actavis
i.v. 1g führt selten infolge einer Sensibilisierung (Antikörperbildung
nach Kontakt mit dem Arzneistoff) zu einem Gallenstau in der
Leber (intrahepatische Cholestase) bzw. zu einer Gelbsucht
(cholestatischer Ikterus) mit z.T. kolikartigen Leibschmerzen,
besonders bei schon vorher bestehender Leberschädigung, bei
Wiederholungsbehandlungen und bei Allergikern. Begleitsymptome
eines Gallenstaus (Cholestase) können u.a. Brechreiz, Erbrechen,
Hautreaktionen (Urtikaria [Nesselsucht]), Erhöhung bestimmter
weißer Blutzellen (Eosinophilie), Fieber und Bauchkrämpfe sein.
Diese Reaktionen können schon bei Erstanwendung mit
Erythromycin-Actavis i.v. 1g auftreten. Die Gefahr des Auftretens
steigt durch eine wiederholte Anwendung bzw. bei einer länger als
10 Tage andauernden Therapie.
Wirkungen auf die Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Im Zusammenhang mit einer Erythromycinlactobionat-Behandlung
ist sehr selten eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
beobachtet worden.
Wirkungen auf die Hörorgane (Ototoxische Reaktionen)
Sehr selten wurde über Ohrensausen (Tinnitus) und vorübergehende
Hörverluste bzw. Taubheit nach Anwendung von Erythromycin
berichtet. Diese Störungen sind konzentrationsabhängig und treten
eher bei Patienten mit stark eingeschränkter Nieren- und/oder
Leberfunktion oder bei hoher Dosierung auf (4 g Erythromycinbase
pro Tag und mehr).
Folgende Nebenwirkungen treten bei einer Behandlung mit
Erythromycin-Actavis i.v. 1g sehr selten auf:
• Nierenentzündung (interstitielle Nephritis)
• Verschlimmerung des Krankheitsgeschehens bei krankhafter
Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser
Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt
oder Apotheker mit.
Gegenmaßnahmen
Sollten Sie Anzeichen einer der oben geschilderten
Nebenwirkungen bei sich oder Ihrem Kind beobachten, rufen Sie
den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe. Bei anderen unerwünschten
Wirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt. Er wird
mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt
und ob andere Arzneimittel für Sie in Frage kommen.
Folgende sehr seltene Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu
diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut
lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls
ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark
entwickelt.
Schleimhautentzündung des Darmes (Pseudomembranöse Kolitis)
Hier muss der Arzt eine Beendigung der Therapie mit
Erythromycin-Actavis i.v. 1g in Abhängigkeit von dem Grund der
Arzneimittelanwendung (Indikation) erwägen und ggf. sofort eine
angemessene Behandlung einleiten (z.B. Einnahme von speziellen
Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch
erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik)
hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw.
medizinisches Fachpersonal bestimmt
Anleitung zur Herstellung einer Lösung
Erythromycin-Actavis i.v. 1g darf nur als intravenöse Infusion
verabreicht werden.
Die intraarterielle Injektion/Infusion sowie die intramuskuläre
Applikation sind kontraindiziert.
Die Tagesdosis sollte in Einzeldosen jeweils über einen Zeitraum von
60 Minuten infundiert werden, da es bei rascher i.v. Gabe häufig zu
Venenschmerzen, einer Phlebitis oder Kreislaufreaktionen kommen
kann.
Das entspricht bei 250 ml Infusionslösung 85-90 Tropfen/min, bei
500 ml Infusionslösung 170–180 Tropfen/min.
Die gemeinsame Anwendung von Erythromycin mit
ß-Lactamantibiotika, Aminoglykosiden, Tetrazyklinen,
Chloramphenicol, Colistin, Aminophyllin, Barbituraten,
Diphenylhydantoin, Heparin, Phenothiazinen, Riboflavin (Vitamin
B2), Vitamin B6 und Vitamin C darf nicht in der Mischspritze, sondern
muss getrennt erfolgen.
Zubereitung der Stammlösung (5%ig)
In die Durchstechflasche sind 20 ml Wasser für Injektionszwecke
einzubringen (Erythromycin-Konzentration 50 mg/ml = 5%).
Diese Stammlösung darf unter keinen Umständen als Bolusinjektion
appliziert werden.
Achtung! Kochsalzlösungen oder andere Lösungen, die
anorganische Salze enthalten, dürfen nicht zur Herstellung der
Stammlösung verwendet werden, da es zu einer Ausfällung
kommen kann.
Zubereitung der i.v. Infusionslösung
Zur weiteren Verdünnung wird 0,9%ige Kochsalzlösung empfohlen.
Wirkstoff- Stamm- 0,9%ige NaCl- i.v. Infusions- Wirkstoffmenge
lösung
Lösung
lösung
konzentration
1000 mg 20 ml
230 ml
250 ml
0,4%
1000 mg 20 ml
480 ml
500 ml
0,2%
Um venöse Reizerscheinungen zu vermeiden, sollten
Konzentrationen von über 1% nicht verwendet werden.
GI-932-0312-02-III
Erythromycin 10000 mg in 20 ml -, PIL , Germany
approved for print/date
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie)
Hier muss die Behandlung mit Erythromycin-Actavis i.v. 1g sofort
abgebrochen werden und die entsprechenden Notfallmaßnahmen
(z.B. Antihistaminika, Kortikosteroide, Sympathomimetika und ggf.
Beatmung) eingeleitet werden.
5. Wie ist Erythromycin-Actavis i.v. 1g aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem
Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht
mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag
des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25°C lagern und das Behältnis im Umkarton
aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen!
Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 3 Jahre.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Die Lösung ist unmittelbar nach der Zubereitung zu verwenden!
6. Weitere Informationen
Was Erythromycin-Actavis i.v. 1g enthält
Der Wirkstoff ist: Erythromycinlactobionat
1 Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
enthält:
Erythromycinlactobionat 1488,2 mg (entsprechend 1000 mg
Erythromycinbase)
Die sonstigen Bestandteile sind: Keine
Wie Erythromycin-Actavis i.v. 1g aussieht und Inhalt der
Packungen
Erythromycin-Actavis i.v. 1g ist in Packungen mit 10
Durchstechflaschen (N3) mit Pulver zur Herstellung einer
Infusionslösung erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Actavis Group PTC ehf.
Reykjavikurvegur 76 - 78
220 Hafnarfjördur
Island
Mitvertrieb
Actavis Deutschland GmbH & Co. KG
Willy-Brandt-Allee 2
81829 München
Telefon: 089/558909-0
Telefax: 089/558909-240
Hersteller
Actavis Deutschland GmbH & Co. KG
Willy-Brandt-Allee 2
81829 München
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März
2012.
item no: AAAD6723
dimensions: 240x420 mm
print proof no: 4
pharmacode:
origination date: 23/4/12
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1.black
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originated by: E. Sabeva
revision date: 3/5/12
Technical Approval
revised by: ESabeva
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supplier: Panpharma
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