16C01 ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels
16C01
16C01
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
2.
QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 500 Mikrogramm
Alprostadil pro ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Sonstige Bestandteil mit bekannter Wirkung: wasserfreies Ethanol
Dieses Arzneimittel enthält 0,8 g Ethanol (Alkohol) pro Ampulle, d.h. bei einer üblichen Infusionsrate von
0,1 Mikrogramm/kg/min ist die verabreichte Ethanolmenge 0,16 mg/kg/min.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3.
DARREICHUNGSFORM
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
4.
KLINISCHE ANGABEN
4.1
Anwendungsgebiete
PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist als palliative Behandlung
indiziert, um den Ductus arteriosus bei Neugeborenen mit angeborenen Herzfehlern, die nur bei offenem
Ductus arteriosus überleben können, temporär offenzuhalten, bis ein korrigierender oder palliativer
chirurgischer Eingriff vorgenommen wird. Zu diesen angeborenen Herzfehlern gehören: Pulmonalatresie,
Pulmonalstenose, Trikuspidalatresie, Fallot-Tetralogie, Unterbrechung des Aortenbogens, Coarctatio aortae,
Mitralatresie oder Transposition der großen Gefäße mit oder ohne Anomalie.
4.2
Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die Infusion beginnt für gewöhnlich mit 0,05 bis 0,1 Mikrogramm/kg/min Alprostadil. Auch mit geringeren
Anfangsdosen wurden offensichtlich gute Ergebnisse erzielt. Die Erfahrungen mit diesen Dosen sind jedoch
begrenzt. Der Großteil der Erfahrungen betrifft die Dosis von 0,1 Mikrogramm/kg/min. Sobald sich eine
therapeutische Wirkung eingestellt hat (Anstieg des pO 2 bei Kindern mit Störungen des pulmonalen
Blutflusses oder Anstieg des systemischen Blutdrucks und des pH-Blutwertes bei Kindern mit Störungen
des systemischen Kreislaufs), muss die Verabreichungsgeschwindigkeit auf die geringste Dosis reduziert
werden, mit der die gewünschte Wirkung erzielt werden kann. Sollte sich eine Dosis von 0,1
Mikrogramm/kg/min als nicht ausreichend erweisen, kann diese auf 0,4 Mikrogramm/kg/min erhöht werden,
obwohl höhere Verabreichungsgeschwindigkeiten nicht immer zu besseren Ergebnissen führen.
PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung wird am besten als intravenöse
Dauerinfusion in eine große Vene verabreicht. Es kann aber auch mittels eines Katheters, der in die
Nabelarterie zur Öffnung des Ductus arteriosus hin eingeführt wird, verabreicht werden. Bei intraarterieller
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Verabreichung besteht ein höheres Risiko von Gesichtsröte, Apnoe und Bradykardie als bei intravenöser
Infusion.
Art der Anwendung
PROSTIN VR ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung für die intraarterielle oder
intravenöse Anwendung.
Hinweise zur Herstellung der Lösung
Bereiten Sie im Abstand von 24 Stunden eine neue Lösung zu, und bewahren Sie diese im Kühlschrank auf.
Lösungen, die älter als 24 Stunden sind, dürfen nicht mehr verwendet werden.
Für die Herstellung einer Infusionslösung muss die gewünschte Menge PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat
mit einer sterilen Glukoselösung (Lösungsmittel der ersten Wahl) oder sterilen Kochsalzlösung verdünnt
werden. Bei Kontakt von unverdünntem PROSTIN VR Konzentrat mit Plastikbehältnissen können
Weichmacher des Plastikmaterials vom Konzentrat aufgenommen werden. Die Lösung wird dabei trüb, und
das Aussehen des Behältnisses verändert sich. Sollte dieser Fall eintreten, müssen Lösung und Behältnis
ersetzt werden. Dieses Phänomen ist auf die Konzentration zurückzuführen. Deshalb empfiehlt es sich,
PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung direkt in das Lösungsmittel zu
geben und jeglichen Kontakt mit Plastikmaterial zu vermeiden. Der Grad der Verdünnung wird in
Abhängigkeit vom Pumpensystem festgelegt.
Folgende Konzentrationen von Alprostadil werden erhalten (in Mikrogramm/ml), wenn Alprostadil 500
Mikrogramm Ampullen mit folgenden Mengen verdünnt werden:
Gesamtmenge
250 ml
100 ml
50 ml
25 ml
Menge Alprostadil in Mikrogramm - 500 Mikrogramm (1 ml)
2,0 Mikrogramm/ml
5,0 Mikrogramm/ml
10,0 Mikrogramm/ml
20,0 Mikrogramm ml
BEISPIEL:
Gewünschte Infusionsrate: 0,1 Mikrogramm/kg/min
Gewicht des Neugeborenen: 2,8 kg
Hergestellte Infusionslösung: 5 Mikrogramm/ml
Für eine hergestellte Infusionslösung von 5 Mikrogramm/ml gilt folgende Infusionsrate:
0,1 Mikrogramm/kg/min = 0,02 ml/kg/min
5 Mikrogramm/ml
Für ein Neugeborenes von 2,8 kg beträgt die Infusionsgeschwindigkeit:
0,02 ml/kg/min x 2,8 = 0,056 ml/min oder 3,36 ml/Stunde
4.3
Gegenanzeigen
PROSTIN VR Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit
gegen den Wirkstoff (Alprostadil) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung darf auf keinen Fall
Neugeborenen (oder Säuglingen) mit Atemnotsyndrom (hyaline Membranenkrankheit) verabreicht werden,
die bisweilen mit einer zyanotischen Herzerkrankung verwechselt werden kann. Stehen keine geeigneten
Mittel für eine korrekte Diagnosestellung zur Verfügung, stützt sich die Diagnose auf das Vorliegen einer
Zyanose (pO2 unter 40 mm Hg) und eine Röntgenaufnahme, die einen reduzierten pulmonalen Blutfluss
zeigt.
4.4
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
2
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- Fertige Lösungen, die älter als 24 Stunden sind, dürfen nicht mehr verwendet werden.
- Dieses Produkt darf ausschließlich in Kliniken verwendet werden.
- Aufgrund der Schwere gewisser Nebenwirkungen darf PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung nur von geschultem medizinischem Fachpersonal und in
Spezialkliniken verabreicht werden, in denen intensivmedizinische Einrichtungen für Neugeborene
sofort verfügbar sind (Kardiopädiatrie, Kardiochirurgie).
- Neugeborene, die mit PROSTIN VR behandelt werden, bedürfen einer ständigen kardiorespiratorischen
Überwachung. Eine Kontrolle von Blutdruck und Körpertemperatur sowie transkutane Messungen der
Blutgase (pO2, pCO2) sind ebenfalls erforderlich.
- Bei etwa 10 bis 12% der Neugeborenen mit angeborenen Herzfehlern, die mit Alprostadil (PGE 1)
behandelt wurden, kann Apnoe auftreten. Apnoe wird vorwiegend bei Neugeborenen, insbesondere mit
einem Geburtsgewicht unter 2 kg, beobachtet und tritt gewöhnlich während der ersten Stunde der
Infusion auf. Deshalb sollte Alprostadil (PGE1) nur dann verwendet werden, wenn eine assistierte
Beatmung sofort verfügbar ist.
- Alprostadil sollte während einer für die gewünschte therapeutische Antwort möglichst kurzen Zeit und in
kleinstmöglicher Dosis infundiert werden. Das Risiko einer Langzeitinfusion von Alprostadil muss
dabei gegen die möglichen Vorteile der Anwendung bei Säuglingen mit einem kritischen
Krankheitszustand abgewogen werden.
- Pathologische Untersuchungen des Ductus arteriosus und der pulmonalen Arterien von Säuglingen, die
mit Prostaglandin E1 behandelt wurden, zeigten histologische Veränderungen, die mit einem
schwächenden Effekt auf diesen Strukturen zusammenhangen. Die Spezifität oder die klinische
Bedeutung dieser Ergebnisse ist unbekannt.
- Eine Schwächung des Ductus arteriosus und der pulmonalen Arterien wurde vorwiegend während einer
Langzeitanwendung gemeldet.
- Eine kortikale Proliferation der langen Knochen wurde bei Neugeborenen während Langzeitinfusionen
von Alprostadil (PGE1) (14 Tage und mehr) gemeldet. Die kortikale Proliferation bildete sich bei
Kindern nach Absetzen des Arzneimittels wieder zurück.
- Alprostadil sollte bei Neugeborenen (und Säuglingen) mit Blutungsneigungen mit Vorsicht angewendet
werden, da Prostaglandin E1 ein potenter Hemmer der Thrombozytenaggregation ist.
- Der arterielle Druck muss, entweder mittels Nabelarterienkatheter, Auskultation oder mit einem DopplerSchallkopf, überwacht werden. Sollte der arterielle Druck wesentlich abfallen, ist die Infusionsrate
sofort zu senken.
- In Einzelfällen kann es bei Neugeborenen (oder Säuglingen) unter einer Behandlung mit Alprostadil zu
einer Obstruktion des Magenausgangs infolge antraler Hyperplasie kommen. Dieser Effekt scheint von
der Behandlungsdauer und der kumulativen Dosis des Arzneimittels abhängig zu sein. Deshalb sollten
Neugeborene (und Säuglinge), die Alprostadil in den empfohlenen Dosierungen während mehr als 120
Stunden erhalten, auf antrale Hyperplasie und Magenausgangsobstruktion sorgfältig überwacht werden.
- Bei Neugeborenen (oder Säuglingen) mit reduziertem pulmonalem Blutfluss verhält sich die Erhöhung
des Blutsauerstoffgehaltes umgekehrt proportional zum pO 2-Wert vor der Behandlung. Das bedeutet,
dass Patienten mit einem tiefen pO 2-Wert (weniger als 40 mm Hg) am besten und Patienten mit einem
hohen pO2-Wert (über 40 mm Hg) im Allgemeinen weniger ansprechen. Bei Neugeborenen (oder
Säuglingen) mit eingeschränktem pulmonalem Blutfluss wird die Wirksamkeit von Alprostadil mittels
Bestimmung des Blutsauerstoffgehalts kontrolliert. Bei Neugeborenen (und Säuglingen) mit limitiertem
systemischem Blutfluss wird das Ansprechen mittels Messung des systemischen Blutdrucks und des pHWertes des Blutes überprüft.
- Dieses Arzneimittel enthält Ethanol (Alkohol). Ist bei Kindern und Patienten mit erhöhtem Risiko
auf Grund einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu berücksichtigen.
4.5
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Zwischen Alprostadil und der Standardtherapie, die bei Neugeborenen (oder Säuglingen) mit angeborenen
Herzfehlern angewendet wird, wurde kein Auftreten von Arzneimittelwechselwirkungen gemeldet.
Die Standardtherapie beinhaltet Antibiotika wie Penicillin oder Gentamicin, Vasopressoren wie Dopamin
oder Isoprenalin, Herzglykoside und Diuretika wie Furosemid.
4.6
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
3
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Nicht zutreffend.
4.7
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Nicht zutreffend.
4.8
Nebenwirkungen
Die häufigsten Nebenwirkungen, die mit einer Infusion von Alprostadil bei Neugeborenen (und Säuglingen)
mit duktal-abhängigen angeborenen Herzfehlern, die mit Alprostadil behandelt wurden, beobachtet werden,
hingen mit den pharmakologischen Wirkungen des Arzneimittels zusammen.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden während einer Anwendung mit Alprostadil (436 behandelte
Neugeborene) mit nachstehenden Häufigkeiten beobachtet und gemeldet: Sehr häufig (≥1/10); häufig
(≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1.000, <1/100); selten (≥1/10.000, <1/1.000); sehr selten (<1/10.000).
Systemorganklasse
Erkrankungen des Blutes und
des Lymphsystems
Häufigkeit
Häufig
Nebenwirkungen
Disseminierte intravaskuläre Gerinnung
Gelegentlich
Anämie, Thrombozytopenie
Selten
Septikämie, Hypokaliämie
Endokrine Erkrankungen
Gelegentlich
Hypoglykämie
Erkrankungen des
Nervensystems
Herzerkrankungen
Häufig
Epileptischer Anfall
Häufig
Bradykardie, Hypotonie, Tachykardie
Selten
Herzstillstand
Erkrankungen der Atemwege,
des Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig
Apnoe
Häufig
Durchfall
Gelegentlich
Gastrale Obstruktion, Hypertrophie der
gastralen Mukosa
Leber- und
Gallenerkrankungen
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Gefässerkrankungen
Gelegentlich
Hyperbilirubinämie
Gelegentlich
Exostose
Gelegentlich
Vaskuläre Fragilität
Allgemeine Erkrankungen
und Beschwerden am
Verabreichungsort
Sehr häufig
Vorübergehendes Fieber
Häufig
Hautrötung (Flushing)*
Selten
Ödem
* Diese ist die einzige Nebenwirkung, die direkt auf die Art der Anwendung zurückzuführen ist und häufiger
mit intraarterieller Verabreichung auftritt.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
4
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Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie
ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über die
Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte - Abteilung Vigilanz, Eurostation II, Victor
Hortaplein, 40/40, B-1060 Brüssel (Webseite: www.fagg-afmps.be; E-Mail: [email protected])
anzuzeigen.
4.9
Überdosierung
Apnoe, Bradykardie, Fieber, Hypotonie und Gesichtsröte können Zeichen einer Überdosierung des
Arzneimittels sein. Bei auftretender Apnoe oder Bradykardie muss die Infusion abgesetzt und eine geeignete
korrektive Behandlung eingeleitet werden. Eine Wiederaufnahme der Infusion bedarf Vorsicht. Bei Fieber
oder Hypotonie muss die Infusionsgeschwindigkeit so lange reduziert werden, bis die Symptome
verschwunden sind. Gesichtsröte ist in der Regel auf eine schlechte intraarterielle Einbringung des
intraarteriellen Katheters zurückzuführen und klingt für gewöhnlich nach Lageveränderung der
Katheterspitze ab.
5.
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1
Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Herztherapie
ATC-Code: C01E A01
Alprostadil (Prostaglandin E1) gehört zu einer Gruppe von natürlichen Fettsäuren mit verschiedenen
pharmakologischen Wirkungen. Die wichtigsten Wirkungen sind Vasodilatation, Hemmung der
Thrombozytenaggregation und Stimulation der glatten Darm- und Uterusmuskulatur. Bei Säugetieren senken
i.v. Dosen von 1 bis 10 Mikrogramm/kg Alprostadil den arteriellen Blutdruck durch Reduktion des
peripheren Gefäßwiderstandes. Diese Blutdrucksenkung geht mit einer reflektorischen Steigerung des
Herzminutenvolumens und der Herzfrequenz einher.
Die glatte Muskulatur des Ductus arteriosus ist besonders empfindlich für Alprostadil, und beim Lamm
kommt es in einigen Abschnitten des Ductus arteriosus in Gegenwart des Arzneimittels zu einer starken
Relaxation. Darüber hinaus konnte bei neugeborenen Ratten, Kaninchen und Lämmern der sich
verschließende Ductus arteriosus durch Verabreichung von Alprostadil wiedereröffnet werden. Aufgrund
dieser Beobachtungen wurden Studien mit Alprostadil bei Neugeborenen durchgeführt, bei denen
angeborene Herzfehler den systemischen oder pulmonalen Blutkreislauf einschränkten und daher der Ductus
arteriosus offen bleiben musste, um eine ausreichende Oxygenierung und Durchblutung der unteren
Körperhälfte zu gewährleisten.
Bei etwa 50 % der Säuglinge mit eingeschränktem Pulmonalkreislauf steigt der pO 2 des Blutes nach
Infusion von Alprostadil um mindestens 10 mm Hg (mittlerer Anstieg von etwa 14 mm Hg und mittlerer
Anstieg der Sauerstoffsättigung von etwa 23 %). Die besten Behandlungsergebnisse wurden im Allgemeinen
bei Säuglingen im Alter von bis zu 4 Tagen mit niedrigem pO 2-Ausgangswert im Blut erreicht.
Bei Säuglingen mit eingeschränktem systemischem Kreislauf induzierte Alprostadil häufig einen pHAnstieg im Falle einer Azidose, einen Anstieg des systemischen arteriellen Blutdrucks und eine
Verringerung des Verhältnisses zwischen Pulmonalarterien- und Aortendruck.
5.2
Pharmakokinetische Eigenschaften
Aufgrund seiner raschen Metabolisierung muss Alprostadil als Dauerinfusion verabreicht werden.
Zirkulierendes Alprostadil kann bei einer einzigen Lungenpassage zu bis zu 80 % metabolisiert werden, vor
allem durch Beta- und Omega-Oxidation. Die Metabolite werden hauptsächlich über die Nieren eliminiert,
und 24 Stunden nach Verabreichung ist das Arzneimittel nahezu vollständig ausgeschieden. Unverändertes
Alprostadil wird im Urin nicht wiedergefunden, und es gibt keine Hinweise auf eine Retention von
Alprostadil oder seiner Metabolite im Gewebe.
5
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5.3
Präklinische Daten zur Sicherheit
Es liegen keine Daten vor.
6.
PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1
Liste der sonstigen Bestandteile
Wasserfreies Ethanol.
6.2
Inkompatibilitäten
Es wird empfohlen, jeglichen Kontakt von PROSTIN VR 0,5 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer
Infusionslösung mit Kunststoffmaterialien zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.2).
6.3
Dauer der Haltbarkeit
36 Monate.
Verdünnte Lösungen müssen innerhalb von 24 Stunden verbraucht und im Kühlschrank gelagert werden.
6.4
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).
Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5
Art und Inhalt des Behältnisses
1 Ampulle enthält 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Nur zur Verwendung im Krankenhaus bestimmt.
6.6
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu
beseitigen.
7.
INHABER DER ZULASSUNG
Pfizer SA, 17 Boulevard de la Plaine, 1050 Brüssel, Belgien
8.
ZULASSUNGSNUMMER
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Verkaufsabgrenzung: verschreibungspflichtig.
9.
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
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Datum der Erteilung der Zulassung: 10. November 1983
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 11. Dezember 2006
10. STAND DER INFORMATION
Genehmigt im 03/2016
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