Ist der Einsatz von Methylphenidat mit einem kardiovaskulären

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Formation continue / Fortbildung
Vol. 13
No. 1
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Ist der Einsatz von Methylphenidat
mit einem kardiovaskulären Risiko verbunden?
Einleitung
Die Verabreichung von Methylphenidat
(MP) (Ritalin®) ist seit einigen Jahren zu
einer akzeptierten Behandlung von Schulkindern mit schweren Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität (Attention-deficit/hyperactivity disorder ADHD) geworden1) 2). Laut WHO hat sich der Verbrauch
von MP zu therapeutischen Zwecken in
den USA von 2,8 (1990) auf 15,3 Tonnen
(1997) entwickelt3). Auch in der Schweiz
wird das Medikament oft bei Kindern mit
hyperkinetischem Verhalten eingesetzt und
der Verbrauch hat zwischen 1996 und
2000 um das 7fache auf 108 kg zugenommen4). In diesem Artikel wird nicht darauf
eingegangen, ob die häufige Verordnung
gerechtfertigt ist oder lediglich einer Modeströmung entspricht.
Die Behandlung mit MP wird in der Regel
durch einen in der Beurteilung von Kindern
mit auffälligem Verhalten erfahrenen Psychiater oder Kinderarzt eingeleitet. Die
Langzeitkontrollen obliegen aber sehr häufig den Kinderärzten, die auch unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) erfassen
sollten. Die Kenntnis dieses Wirkstoffes
mit seinem therapeutischen Profil sowie
die notwendige Risikoabschätzung in der
Anwendung sind deshalb für den behandelnden Arzt unabdingbar. Es ist das Ziel
dieser Zusammenstellung, über mögliche
kardiovaskuläre Nebenwirkungen von MP
zu informieren und auf Kontraindikationen
aus kardiologischer Sicht hinzuweisen.
Pharmakologisches Profil
MP ist ein synthetisches Sympathikomimetikum mit vorwiegend zentraler Wirkung
(ZNS). Es blockiert die Aufnahme von Noradrenalin und Dopamin in zentrale Synaptosomen und von Noradrenalin in periphere adrenerge Nervenendigungen des vegetativen Ner vensystem. Noradrenalin ist
der klassische Neurotransmitter im peripheren sympathischen Nervensystem und kardiovaskuläre Effekte von MP können auf
diese Weise erklärt werden. Toleranzphänomene sind bei längerer Anwendung möglich. Das pharmakologische Profil ist demjenigen von Amphetaminen ähnlich. Die
hauptsächlichen zentralen Effekte dieser
Gruppe sind:
• Lokomotorische Stimulation
• Euphorie und zentrale Erregung
• Stereotypes Verhalten
• Anorexie
Im Vergleich zu Amphetamin sind die anorektischen und peripheren Kreislaufwirkungen von MP schwächer; die unterschiedlichen lokomotorischen Effekte sind durch
die unterschiedliche Affinität zu den zentralen dopaminergen Neuronen erklärbar.
Eine partielle Hemmung des Monoaminoxidase (MAO)vermittelten Abbaus von Katecholaminen durch MP erklärt den Anstieg an O-methylierten Katecholaminen
(COMT), dem anderen Hauptmetaboliten.
Die Variabilität der systemischen Bioverfügbarkeit nach peroraler MP-Einnahme
(Tabelle 1) erfordert eine individuelle Dosierung. Es gibt keine aussagekräftige Beziehung zwischen Plasmakonzentration
und Wirkung. Die Konzentrationen im Gehirn sind höher als im Plasma. MP wird intensiv metabolisiert; über 90% einer Dosis werden innert 30 Stunden im Urin wiedergefunden. Es sind vor allem oxidative
Abbaumechanismen (Cytochrom P450-vermittelte Reaktionen) für den Metabolismus
vorantwortlich (Ritalinsäure, Hydroxy- und
Oxymethylphenidat). Die polaren Metaboliten haben zum Teil pharmakologische
Aktivität und längere Halbwertszeit als MP
und kumulieren deshalb bei chronischer
Gabe. Ihr Beitrag zur Gesamtwirkung ist
weitgehend ungeklärt5).
Tabelle 1: Pharmakokinetische Kenngrössen
von Methylphenidat5) 13) 15)
Absorption (p. o.)
80%
Relative p. o. Bioverfügbarkeit
10–50% (hohe Variabilität)
(First-pass-Effekt)
Plasma-Proteinbindung
10–30%
Verteilungsvolumen
1,3 L/kg
Plasma-Eliminationshalbwertszeit
2–4 Stunden
Elimination
Extensiv hepatisch metabolisiert
90% im Urin ausgeschieden
(< 1% unverändert)
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Obwohl die bei der Elektronenmikroskopie
beobachteten strukturellen Myokardläsionen bei verschiedenen Tieren unterschiedlich ausgeprägt waren, wurde eine Abhängigkeit von der MP-Dosis und der Dauer
der Anwendung nachgewiesen. Die Autoren bemerken, dass ihnen keine weiteren
ähnlichen Studien bekannt seien und auch
bei der Abfrage von Medline findet man
unter den entsprechenden Stichwor ten
keine neueren Artikel.
Hinweise zur Anwendung
Wegen der Gefahr einer Abhängigkeit ist
MP in der Anwendung streng kontrolliert
und den Betäubungsmitteln unterstellt.
Es ist als Tabletten und Retard-Tabletten
im Handel, in der Schweiz als Ritalin® zu
10 mg und Ritalin® SR zu 20 mg. Die Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung
sollten unzerkaut geschluckt werden.
Tabelle 2: Medikamenteninteraktionen mit Methylphenidat13)
Guanethidin
(postganglionärer α-Blocker)
Wirkung Kommentar
Der antihypertensive Effekt wird reduziert.
Dosisabhängige Interaktion.
Kombination verhindern.
Antiepileptika
(Phenytoin, Phenobarbital,
Primidone)
➔
Ko-Medikation
➔
Trotz der häufigen Anwendung von MP wird
in der Fachliteratur kaum über schwerwiegende Zwischenfälle mit dieser Substanz
berichtet. Es gibt nur wenige Fallberichte
über Rhythmusstörungen in Zusammenhang mit MP. Nach intravenöser Verabreichung von MP sind häufige, meist monomorphe ventrikuläre Extrasystolen ohne
hämodynamische Auswirkungen beobachtet worden6). Erstaunlicherweise ist nur ein
einziger Fall einer supraventrikulären Tachykardie beschrieben7). Ein toxikologisches Zentrum in den USA hat alle akzidentellen und absichtlichen Überdosierungen von MP in der Altersgruppe von 0 bis
18 Jahren über eine Periode von 2 Jahren
zusammengestellt8). Bei 251 er fassten
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Erhöhung der Blutspiegel der Antiepileptika,
verstärkte pharmakologische und
toxikologische Wirkung
Trizykl. Antidepressiva (TZA)
➔
Katecholamine wirken positiv inotrop und
chronotrop über eine Stimulation der Beta1-Rezeptoren des Herzens. Der Blutdruck
steigt einerseits durch eine Zunahme des
Herzminutenvolumens an und kann andererseits durch direkte Wirkung der Katecholamine an den Gefässen moduliert
werden. Die Erregbarkeit der Herzmuskelzellen nimmt zu und als Folge können lebensbedrohliche atriale und ventrikuläre
Tachykardien auftreten.
Fällen sind bei keinem Patienten bei einer
allerdings geringen mittleren peroralen
Dosis von 1,7 mg/kg lebensbedrohliche
Symptome aufgetreten. Bei einem Drittel
wurden eine Sinustachykardie und/oder
eine arterielle Hypertonie als kardiovaskuläre Wirkungen festgestellt. Auch das
Schweizerische Toxikologische Informationszentrum hat eine Zunahme von Meldungen über MP registriert, doch sind bisher
keine schweren oder lebensbedrohlichen
Vergiftungen vorgekommen9). Aus den USA
wird hingegen über einen Todesfall eines
19-Jährigen nach intranasalem Abusus von
MP berichtet10) und Aufsehen erregt hat
dort auch die Anordnung einer Untersuchung zu einem möglichen Herztod eines
Kindes unter Ritalin durch einen Gerichtsmediziner11). Dieser beruft sich offenbar
auf eine Studie, bei welcher ein Zusammenhang zwischen einer MP-Exposition
und fokalen Myokardveränderungen bei
Mäusen und Ratten festgestellt wurde12).
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Erhöhte Serumkonzentrationen der TZA
➔
Kardiovaskuläre Wirkungen
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Erhöhte Serumkonzentrationen der SSRI
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
Monoamino-Oxidase-Hemmer
(MAO-I)
➔
Bei einem zentral und peripher wirkenden
Sympathikomimetikum ist auch die Frage
nach einer spezifischen kardiovaskulären
Risiko-Abklärung und Überwachung der
behandelten Kinder von praktischer Bedeutung, etwa im Zusammenhang mit potentiellen, zentralen oder peripheren (kardialen) Faktoren des sogenannten Sudden
Death.
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Verstärkte Wirkung von Methylphenidat
mit Hypertension (über mehrere Wochen
nach Absetzen der MAO-I)
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Tabelle 3: Anwendungsrichtlinien für Methylphenidat
Verordnung unbedenklich bei
Vorsicht bei
kontraindiziert bei
– Kinder > 6 Jahre ohne Herz/
Kreislaufprobleme oder mit
Herzvitien ohne hämodynamische Bedeutung
– peroraler Einnahme während
6–12 Monaten
– Alter < 6 Jahre
– Kinder mit operierten Herzvitien,
Rhythmusstörungen ohne
hämodynamische Auswirkung
oder St. n. Rhythmusstörungen
im Säuglingsalter
– Anamnese von Alkohol- oder
Drogenabusus (auch familiär)
– langdauernder Anwendung
(während Jahren)
– Sudden Death in der Familienanamnese
– Herzrhythmusstörungen mit
hämodynamischer Auswirkung
– Kardiomyopathien
– schweren Herzvitien (Druckoder Volumenbelastung einer
Herzkammer)
– arterieller Hypertonie
lung aufrecht erhalten bleiben. Aus der
Pharmakodynamik sind wichtige Medikamenteninteraktionen (Tabelle 2) verständlich. Sie sind von Bedeutung mit Medikamenten, die im zentralen und peripheren
Neuro-transmitter-Stoffwechsel eingreifen.
und Herzrhythmusstörungen genannt. Es
liegt ein «Scientific Statement» der American Heart Association über psychotrope
Medikamente vor14) und für MP wird nur
festgehalten, dass während der Behandlung kein spezifisches Monitoring notwendig ist. Auch in den vor kurzem revidierten englischen Richtlinien1) wird erwähnt,
dass schwere UAW von MP sehr selten
sind. Man findet dort aber die wichtige
Einschränkung, dass keine Studien existieren, welche die Nebenwirkungen einer lang
dauernden Behandlung mit MP untersucht
haben. In denselben Richtlinien wird emp-
Obwohl gleichzeitige Nahrungsaufnahme
die Absorption erhöht, ist bei Gabe auf
nüchternen Magen – ca. 1 Stunde vor den
Mahlzeiten – die Bioverfügbarkeit konstanter. Die maximalen Konzentrationen im
Plasma werden nach ca. 2 respektive 3
bis 5 Stunden (Retard-Formulierung) erreicht. Die Retardformulierungen zeigen
gegenüber nichtretardierten Formulierungen eine Wirkungsverlängerung von ca. 5
auf 8 Stunden. In den USA ist eine Einmaltäglich-Formulierung als orales therapeutisches System (OROS) erhältlich (Concerta®Tabletten mit 36 resp. 54 mg Wirkstoff)13).
Die einschleichende Therapie bei Kindern
wird in der Regel mit 5 mg morgens und
mittags begonnen. Mit Dosissteigerungen
von 5–10 mg pro Woche wird die individuelle Dosis ermittelt. Die maximale Dosierung
soll 60 mg pro Tag nicht überschreiten. Die
monatlichen Kosten für eine Medikamententherpaie von 60 mg betragen ca. Fr 70.–.
Worauf sollte nun bei der Verordnung von
MP besonders geachtet werden und welches sind die Kontraindikationen für eine
MP-Therapie (Tabelle 3)?
In einem Standardwerk der Pharmakologie5)
werden als Kontraindikationen Hypertonie
Tabelle 4: Abklärungen vor Beginn der Behandlung
mit Methylphenidat
Anamnese
➔ Risikofaktoren? (siehe Tabelle 3)
Klinische Untersuchung
➔ unregelmässiger Rhythmus?
➔ signifikantes Herzgeräusch?
➔ verstärkter Herzimpuls?
BD-Messung
Eine regelmässige (Re-)Evaluation der Therapie ist notwendig. Günstige Ergebnisse
können auch nach Absetzen der Behand-
EKG oder weitere Abklärungen nicht notwendig bei unauffälliger Anamnese
und klinischen Befunden
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fohlen, bei einer Anamnese von Drogenoder Alkoholabusus das Medikament mit
Vorsicht zu verordnen. Im Übrigen gilt, dass
der Einsatz von MP bei Kindern unter 6
Jahren nicht durch klinische Daten dokumentiert und deshalb allgemein nicht akzeptiert ist.
Selbstverständlich sollte vor jeder Behandlung mit MP eine genaue Anamnese bezüglich Herz-/Kreislaufkrankheiten aufgenommen werden. Besondere Aufmerksamkeit muss dabei familiären Fällen von
Sudden Death in jungen Jahren, welche
am häufigsten durch Herzrhythmusstörungen verursacht werden, gelten. Aufgrund
der Wirkungen von Katecholaminen an
Herz und Gefässen darf Ritalin aber auch
bei Kardiomyopathien oder Herzvitien mit
signifikanter Druck- oder Volumenbelastung einer Kammer (z. B. schwere Aortenstenose oder schwere Pulmonalinsuffizienz nach Fallot-Korrektur) nicht angewandt
werden. Bei einem Kind ohne Anamnese
von kardiovaskulären Problemen kann die
perorale Gabe von MP jedoch als sicher
angesehen werden und auch bei Kindern
mit Herzfehlern mit geringen hämodynamischen Auswirkungen (z. B. kleiner VSD
oder leichter Herzklappenfehler) besteht
kaum ein erhöhtes Risiko für Herz-/Kreislauf-Zwischenfälle. Es ist nicht nötig, bei
Patienten ohne Risikofaktoren ein RoutineEKG abzuleiten – bei unregelmässigem
Puls (Extrasystolen?) muss allerdings eine
genauere Abklärung erfolgen. Auch bei Kindern und Jugendlichen mit Prädisposition
zu arterieller Hypertonie (z. B. nach operierter Aortenisthmusstenose) sollte man
bei der Verordnung von MP vorsichtig sein.
Wir empfehlen ohnehin, bei allen Kindern
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unter MP regelmässig den Blutdruck zu
messen. Aus kardiovaskulärer Sicht sind
für Patienten mit Nierenerkrankungen jedoch keine zusätzlichen Vorsichtsmassnahmen ausser einer rigorosen Blutdruckkontrolle zu ergreifen. Tabelle 4 enthält Hinweise, worauf vor einer Behandlung mit MP
geachtet werden muss.
Zum Schluss möchten wir noch einmal festhalten, dass nach heutigem Stand des Wissens die Behandlung mit MP bei Kindern
ohne schwerwiegende Herz-/Kreislauferkrankungen während einer Zeitspanne von
6 bis 12 Monaten mit einem geringen Risiko behaftet ist.
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11) Data on file, Novartis Schweiz.
12) Henderson TA., Fischer VW. Effects of methylphenidate (Ritalin) on mammalian myocardial ultrastructure.
Am J of Cardiovasc Pathology 1994; 5 (1): 68–78.
13) Kastrup E.K. (editor), Methylphenidate in: Drug Facts
and Comparisons, September 2001 update, 773–
774a, Wolters Kluwer Company, St. Louis, Missouri
(USA).
14) Gutgesell H., Atkins D., Barst R. et al. Cardiovascular
Monitoring of Children and Adolescents Receiving
Psychotropic Drugs. A statement for health care professionals from the Committee on Congenital Cardiac
Defects, Council on Cardiovascular Disease in the
Young, American Heart Association. Circulation 1999;
99 (7): 979–982.
15) Drugdex, Methylphenidate, Micromedex® Syracuse
(USA).
Literatur
1)
National Institute for Clinical excellence (HS), Guidance on the use of methylphenidate for attention
deficit/hyperactivity disorder (ADHD) in childhood,
October 2000 (http://www.nice.org.uk/methylphguidance13.pdf).
2)
American Acadamy of Pediatrics, Clinical Practice
Guideline: Treatment of school-aged children with
attention-deficit/hyperactivity disorder, Pediatrics
2001; 108 (4): 1033–1044.
3)
WHO, Statistik der psychotropen Substanzen 1997.
4)
Montandon JB., Medioni L. Evolution du nombre de
prescriptions de Ritaline dans le canton de Neuchâtel
entre 1996 et 2000. Bericht BAG, Sept. 2001.
5)
Dollery C. (editor), Methylphenidate in: Therapeutic
Drugs 2nd edition, M121–M124, Churchill Livingstone,
Edinburgh 1999.
6)
Lucas PB., Gardner DL., Wolkowitz OM. et al. Methylphenidate-induced cardiac arrhythmias. N Engl J Med
1986; 315 (23): 1485.
7)
Gracious BL. Atrioventricular nodal re-entrant tachycardia associated with stimulant treatment. J Child
Adolesc Psychpharmacol 1999; 9 (2): 125–128.
8)
White SR., Yadao CM. Characterization of methylphenidate exposures reported to a regional poison
control center. Arch Pediatr Adolesc Med 2000; 154
(12): 1199–1203.
9)
Persönliche Mitteilung von Frau Dr. S. Schnorf-Huber,
Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum.
10) Massello W., Carpenter DA. A fatality due to the
intranasal abuse of methylphenidate (Ritalin). J of
Forensic Sciences 1999; 44 (1): 220–221.
M. Hämmerli, Aarau
S. Mühlebach, Aarau
Adresse der Autoren:
– Dr. M. Hämmerli
Facharzt für Kinderkardiologie
Kantonsspital
5001 Aarau
E-Mail: [email protected]
– PD Dr. S. Mühlebach
Chefapotheker
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5001 Aarau
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