BDP Leitlinie Nierenkarzinom

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ANLEITUNG
NIERENKARZINOM
1
Anleitung zur
pathologisch-anatomischen
Diagnostik von Tumoren
des Nierenparenchyms
des Berufsverbandes
Deutscher Pathologen e.V.©
und der Deutschen Gesellschaft
für Pathologie e.V.©
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Vorwort
Diese „Anleitung zur pathologisch-anatomischen
Diagnostik von Tumoren des Nierenparenchyms“ orientiert sich an anderen, im Literaturverzeichnis erwähnten
Publikationen und Protokollen, unter anderem den
„Diagnostischen Standards“, die in Abstimmung
zwischen der Deutschen Krebsgesellschaft und der
Deutschen Gesellschaft für Pathologie publiziert wurden
(Pomer et al. 1998, Deutsche Krebsgesellschaft 2004
und 2006), aber auch an den vom „College of American
Pathologists [CAP]“ herausgegebenen Protokollen
(Farrow et al. 2000): Reporting on Cancer Specimens
und den Monographien von Allen (Allen 2000 und
2006, Allen und Cameron 2004) und dem Manual of
Surgical Pathology (Lester 2006). Zudem sind in den
letzten Jahren einige Arbeiten publiziert worden, die sich
der Bearbeitung verschiedener Gewebearten durch den
Pathologen ausführlich widmen.
Diese Anleitung kann kein starres Korsett vorgeben,
sondern nur eine Orientierung über notwendige und
sinnvolle Untersuchungen und das zu erzielende
Ergebnis bieten. In der Anleitung werden für die einzelnen Untersuchungsmaterialien jeweils folgende Themen
abgehandelt:
• Materialbehandlung
• Informationen für den Pathologen
• Makroskopische Beschreibung
• Makropräparation („Zuschneiden“) mit Entnahme
von Gewebe zur histologischen Untersuchung
• Mikroskopische Bearbeitung (Schnittebenen,
Färbungen)
• Mikroskopische Begutachtung (einschließlich
Kriterien der Klassifikation)
• Dokumentation
Angefügt sind Allgemeine Erläuterungen (die für
alle Untersuchungsmaterialien gelten) und Spezielle
Erläuterungen für die einzelnen Untersuchungsmaterialien. Dabei werden insbesondere die Anwendung von Tumorklassifikationen, morphologische
Hintergründe, mögliche Unklarheiten und die Verwendung von Formblättern behandelt.
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3
A.
B.1.2.
Gewebe oder zytologisches Material von Tumoren des Nierenparenchyms kommt in den folgenden Formen zur pathomorphologischen
Untersuchung:
1. Urin (Spülflüssigkeit) Ureter
2. Inzisions-(Stanz-)Biopsien
3. Gewebe für Schnellschnittuntersuchungen
4. Lokale Exzisionen (Nierenteilresektionen,
Enukleationen)
5. Nephrektomien
(siehe Allgemeine Erläuterungen 2.)
Untersuchungsmaterial
B.
Information des Pathologen
B.1.3.
Makroskopische Beschreibung
Menge und Zustand der erhaltenen Flüssigkeit.
B.1.4.
Makropräparation
Präparation analog den im Labor üblichen Vorgehensweisen.
Vorgehen bei den einzelnen
Untersuchungsmaterialien
B.1.5.
B.1.
Anfertigen von Ausstrichpräparationen und
Zytozentrifugationspräparaten.
Mikroskopische Bearbeitung
Zytologische Untersuchungen
B.1.1.
Indikationen, Materialentnahme und
Materialbehandlung
(siehe Allgemeine Erläuterungen 1.)
Die zytologische Untersuchung von Urin (Spülflüssigkeit) aus dem Ureter hat für die Diagnostik des Nierenparenchymtumors keine Bedeutung. Sehr selten können bei der Punktion einer
klinisch als benigne angesehenen Zyste im
Punktat zytologisch Tumorzellen gefunden werden. Bei solchen Befunden ist äußerste Zurückhaltung seitens des Pathologen erforderlich.
B.1.6.
Mikroskopische Begutachtung
Aussagen zur Repräsentativität des Materials,
gutartig, Verdacht auf Tumor, sicherer Tumor.
B.1.7.
Dokumentation
Dokumentiert werden sollten Aussagen zum
Entnahmeort, Tumortyp und zum Ergebnis der
zytologischen Untersuchung.
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B.2.
Inzisionsbiopsien (Stanzbiopsien)
4
B.2.2.
Information des Pathologen
(siehe Allgemeine Erläuterungen 2.)
B.2.1.
Indikation, Materialentnahme
und Materialbehandlung
Inzisionsbiopsien im Sinne einer perkutanen
Punktionsbiopsie der Nieren werden sehr selten
durchgeführt. Das Nierenparenchymkarzinom
gehört zu den wenigen Tumoren, bei denen
heute die primäre operative Therapie in der
Regel ohne prätherapeutische mikroskopische
Diagnose erfolgt.
Materialentnahme
Perkutane Biopsie aus dem Tumor (tumorverdächtigen Areal)
Materialbehandlung
Fixation der Biopsien in Formalin (4%, siehe
allgemeine Erläuterungen zur Materialbehandlung).
B.2.3.
Makroskopische Beschreibung
Zahl und Größe der erhaltenen Stanzzylinder
(siehe Abbildung 1.). Ggf. Erwähnung anderer
Fixativa.
B.2.4.
Makropräparation
Vollständige Einbettung der Stanzzylinder.
B.2.5.
Mikroskopische Bearbeitung
Anfertigen von Stufenschnitten (jeweils drei
Ebenen der Blöcke).
B.2.6.
Mikroskopische Begutachtung
Mikroskopische Begutachtung analog der Klassifikation der WHO (siehe Allgemeine Erläuterungen 3. und 4.).
B.2.7.
Dokumentation
Dokumentiert werden sollten Aussagen zum
Entnahmeort, Tumortyp und zum Differenzierungsgrad.
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5
B.3.
B.4.1.
(siehe Erläuterungen B.3.).
Indikationen zur Schnellschnittuntersuchung
sind zurückhaltend und nur bei Nierentumoren
von Erwachsenen (>16 Jahre) zu stellen. Gelingt durch bildgebende Verfahren keine eindeutige Diagnose, sind die operative Freilegung und
ggf. Schnellschnittdiagnostik angezeigt. Eine
Schnellschnittuntersuchung kann indiziert sein,
wenn das weitere operative Vorgehen von ihrem
Ergebnis abhängt. Indikationen für eine intraoperative Untersuchung sind z. B. (Truong et al.
2005):
• Resektionsränder bei partiellen Nephrektomien und Enukleationen,
• solide Nierentumoren bei unklarem klinischem oder radiologischem Befund,
• synchrone renale und extrarenale Tumoren,
• zystische renale Veränderungen,
• multiple Nierentumoren,
• solide Anteile in multiplen zystischen Nierenläsionen,
• Evaluation einer Nierenverletzung.
(durch den einsenden Arzt)
Idealfall: Übergabe des frischen Präparates in
unversehrtem Zustand an den Pathologen. Bei
organerhaltenden Eingriffen empfiehlt sich eine
Markierung der Schnittränder mit formalinresistenter Tinte (oder ähnlichem Material) zur topographischen Orientierung sowie eine zusätzliche Markierung von Stellen mit Verdacht auf
fehlende Radikalität.
Schnellschnittuntersuchung
B.4.
Lokale Exzision (Nierenteilresektionen)
Die Häufigkeit von lokalen Exzisionen (Nierenteilresektionen) bei Nierentumoren – auch Nierenparenchymkarzinomen – hat in den letzten
Jahren zugenommen. Eine Indikation ist gegeben, wenn der Tumor kleiner als 4 cm ist (in der
Regel), die Nierenkapsel nicht durchbrochen
hat, nicht in das Nierenbecken- oder -kelchsystem eingewachsen ist und im Gesunden entfernt
werden kann [Deutsche Krebsgesellschaft 2006].
Materialbehandlung
B.4.2.
Information des Pathologen
(siehe Allgemeine Erläuterungen 2.)
B.4.3.
Makroskopische Beschreibung
• Größe des gesamten Nierenteilresektates,
• Angabe, ob Entfernung in einem Gewebestück (Exzision en bloc),
• Orientierung (wenn vom Operateur Markierungen angebracht), Identifikation sonstiger
Strukturen,
• Angaben zum Tumor: Lokalisation, Form,
Größe (dreidimensional), Uni- oder Multifokalität, Sicherheitsabstand (minimale Distanz
zum Resektionsrand),
• Angaben zum mitresezierten perirenalen Gewebe, Dicke, eventuell vorhandene Anteile
der Gerota’schen Faszie.
B.4.4.
Makropräparation
Nach Markierung der Resektionsränder mit Tusche (oder anderen Substanzen wie Latex, TippEx, oder Silbernitratlösung) parallele Scheiben
senkrecht zur Resektionsfläche.
Untersuchung des tiefsten intraparenchymatösen Randes und der Grenze zum perirenalen
Fettgewebe.
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6
B.4.5.
B.5.
HE-Schnitte aus einem Block von Tumorgewebe
und Normalgewebe (fakultativ PAS-Färbung).
Nierenparenchymkarzinome werden operativ offen oder endoskopisch entweder durch die klassische radikale Tumornephrektomie (einschl.
wechselnd ausgedehnter regionärer Lymphknotendissektion) oder durch organerhaltende Eingriffe (Enukleationen, Tumorexzisionen, Polresektionen) behandelt (siehe B.4.).
Mikroskopische Bearbeitung
B.4.6.
Mikroskopische Begutachtung
Die notwendigen Aussagen betreffen:
1. Lokalisation
2. Falls Adenom: Typisierung (WHO), (siehe
Allgemeine Erläuterungen 3)
3. Falls Karzinom:
– Histologischer Typ (WHO),
(siehe Allgemeine Erläuterungen 3)
– Histologischer Differenzierungsgrad
(drei- oder vierstufiges Gradingsystem,
siehe Allgemeine Erläuterungen 4)
– pT-Klassifikation
(siehe Allgemeine Erläuterungen 6)
4. Resektionslinien (pT1, R0)
5. Untersuchung regionärer Lymphknoten,
wenn mit entfernt
6. Einbruch in Hohlsystem
Weitere Parameter (fakultativ):
– Makroskopische Tumorregression: zystische
Degeneration, Nekrose, Blutung,
Fibrose/Sklerose, Verkalkung
– Mikroskopische Tumorregression: keine,
ausgeprägt, weitgehend (solid, zystisch),
Totalregression (siehe Allgemeine Erläuterungen 5.)
– Lymphgefäßinvasion
– Veneninvasion
B.4.7.
Dokumentation
Dokumentation der unter mikroskopischer Begutachtung genannten Befunde am besten
unter Verwendung eines Formblattes (siehe Abbildung 3.).
Nephrektomiepräparate
B.5.1.
Materialbehandlung
Idealfall: Übergabe des frischen Präparates in
unversehrtem Zustand an den Pathologen. Es
empfiehlt sich eine Markierung von Stellen mit
Verdacht auf fehlende Radikalität (siehe Erläuterungen B.5.1.).
Bei Lymphadenektomie en bloc mit der Nephrektomie sollen die Grenzen zwischen den
verschiedenen Lymphknotenstationen durch
den Operateur markiert werden, um eine entsprechende Zuordnung seitens des Pathologen
zu ermöglichen. Getrennt eingesandte Lymphknotenstationen sind entsprechend zu bezeichnen.
Bei Einsendung auf dem Postweg muss eine Fixation (ausreichende Menge: Relation Volumen
des Gewebes zu Volumen der Fixationsflüssigkeit mindestens 1 : 8, besser 1 : 10) erfolgen. Bei
der Fixation des unversehrten Präparates besteht die Gefahr, dass nur die äußeren Anteile
gut fixiert werden, die inneren jedoch teilweise
der Autolyse unterliegen. Daher sollte mit dem
örtlichen Pathologen besprochen werden, in
welchen Fällen die Präparate vor der Fixation
durch einen frontalen Schnitt in der Längsachse
der Nieren halbiert werden sollen (auf Strukturen des Nierenhilus und auf die Nierenvenen
achten!).
B.5.2.
Information des Pathologen
(siehe Allgemeine Erläuterungen 2.)
Besonders geeignet ist die Übermittlung der klinischen Daten durch ein Formblatt (Abb. 1.).
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B.5.3.
Makroskopische Beschreibung
Unter diesem Punkt ist wie auch unter den Abschnitten Makropräparation und histologische
Bearbeitung zwischen einem Minimalprogramm
und einem erweiterten Programm zu unterscheiden (Deutsche Krebsgesellschaft 1995).
Minimalprogramm
• Übersandtes Material: Tumornephrektomie,
Nebenniere, andere mitentfernte Organe?
Mitentfernte Vena cava? Dazu jeweils Maßangaben
• Tumorlokalisation (Welches Nierendrittel?)
• Multifokalität
• Größter Tumordurchmesser
• Makroskopisch Befall des perirenalen Gewebes?
• Makroskopisch Befall von Nierenvenen
(Äste, Stamm, Vena cava)?
• Makroskopisch Einbruch in das Hohlsystem?
• Makroskopisch Nachweis von Knoten im Hilusfettgewebe (Lymphknoten)?
• Anzahl und Lokalisation der entnommenen
Lymphknoten (Einzeln? En bloc?)
• Makroskopisch Befall der Nebenniere?
• Makroskopisch Infiltration der Gerota’schen
Faszie?
• Länge des entfernten Harnleiters?
7
B.5.4.
Minimalprogramm der Makropräparation
(Zuschneiden)
R-Klassifikation
– Makroskopisch auf tumorverdächtige Stelle(n)
an Oberfläche (vom Urologen markiert, nach
makroskopischem Befund des Pathologen)
pT-Klassifikation
– Mindestens ein Block von Tumor mit Nierenkapsel bzw. perirenalem Fettgewebe
– Bei makroskopischem Verdacht auf Nebenniereninfiltration Nebenniere
– Bei tief reichenden Tumoren im Hilusbereich
muss die Invasionsfront untersucht werden
(siehe Allgemeine Erläuterungen 6.)
Typing und Grading
– Einbetten je eines Blockes von farblich
unterschiedlichen Arealen des Tumors.
– Einbettung von einem Block Tumor mit
Übergang zu Normalgewebe.
pN-Klassifikation
– In der pN-Klassifikation von 2002 wird nur
mehr die Zahl der befallenen Lymphknoten
berücksichtigt. Wenn zwei Lymphknoten mit
Metastasen nachgewiesen werden, ist die
Klassifikation als pN2 sichergestellt, und es
erübrigt sich, weitere Lymphknoten zu untersuchen. Für die Diagnose pN0 sind mindestens acht regionäre Lymphknoten (sofern
übersandt) einzubetten.
B.5.5.
Minimalprogramm der mikroskopischen
Bearbeitung
Üblicherweise ist die Anfertigung von einem HESchnitt pro Block ausreichend (fakultativ PASFärbung), Stufenschnitte sind nicht erforderlich.
Bei Schwierigkeiten in der Diagnose eines chromophoben Nierenkarzinoms Eisenkolloidreaktion
nach Hale, sonst HE-Färbung ausreichend.
Wenn eine neoadjuvante Radio- oder Radio-Chemotherapie durchgeführt wurde: siehe Allgemeine Erläuterungen 5.
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8
B.5.6.
B.5.8.
Die erforderlichen Aussagen, die mit dem Minimalprogramm erbracht werden müssen, sind in
Abbildung 3 zusammengefasst (siehe Erläuterungen B.5.6.).
Zum Vorgehen bei Resektaten nach neoadjuvanter Radio- oder Radio-Chemotherapie: siehe Allgemeine Erläuterungen 5.
Derzeit sind immunhistologische Untersuchungen
zur Klassifikation von Nierenparenchymkarzinomen im Allgemeinen nicht erforderlich und nur
aufgrund einer entsprechend möglichen Differentialdiagnose, z. B. neuroendokrines Karzinom, indiziert.
Derzeit sind keine prognostisch relevanten Marker identifiziert, deren Aussagekraft einen diagnostischen Einsatz von immunhistologischen
oder molekularbiologischen Untersuchungen
rechtfertigt.
Die Bedeutung von Zusatzuntersuchungen auf isolierte Tumorzellen durch molekularbiologische
oder immunhistologische Untersuchungen in
• Lymphknoten,
• Blut,
• Knochenmarksaspirat
ist noch nicht abschließend zu beurteilen.
Bei Verdacht auf hereditäre Nierentumorerkrankungen (z. B. von-Hippel-Lindau-Syndrom, familiäres papilläres Nierenzellkarzinom, Angiomyolipom/tuberöse Sklerose etc.) sollte dies durch
eine molekularpathologische Untersuchung abgeklärt werden.
Minimalprogramm der mikroskopischen
Begutachtung
B.5.7.
Erweitertes Untersuchungsprogramm
(Abweichung gegenüber Minimalprogramm),
Anwendung in Studien
• Makropräparation: Zusätzlich zum Minimalprogramm zwei Blöcke von dem an den Tumor angrenzendem Nierenparenchym (bei
Tumoren > 4 cm, vier Blöcke) (Nachweis
von Lymphgefäß- und mikroskopischen Veneneinbrüchen)
• Lymphknotenhistologie: Sämtliche auffindbaren Lymphknoten werden gesondert nach
Lymphknotenstationen eingebettet. Lymphknoten mit mehr als 5 mm Dicke werden
äquatoriell halbiert bzw. in bis 5 mm dicke
Scheiben lamelliert und einzeln eingebettet,
kleinere Lymphknoten einer Station können
jeweils ungeteilt zusammen in einer Kapsel
eingebettet werden. Die Größe von metastatisch befallenen Lymphknoten ist zu dokumentieren, sofern > 2 cm.
• Mikroskopische Bearbeitung: Von den
Lymphknoten werden Schnitte aus drei Ebenen angefertigt.
• Pathohistologisches Gutachten und Dokumentation: siehe Organspezifische Tumordokumentation (Wagner und Hermanek 1995)
sowie weitere histologische Parameter.
Optionale, aber nicht obligate
Untersuchungen
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9
Allgemeine Erläuterungen
1. Allgemeine Erläuterungen
zur Materialbehandlung
2. Allgemeine Erläuterungen
zur Information des Pathologen
Operativ entferntes Gewebe ist unversehrt an
das Institut für Pathologie zu übersenden. Eine
Gewebeentnahme, z. B. für molekularpathologische Untersuchungen, muss durch den Pathologen erfolgen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
notwendige Klassifikationen eines Tumors (besonders R- und TNM-Klassifikation) nicht beeinträchtigt werden dürfen. Höfler (1995) hat in
einer Stellungnahme zur Einrichtung von „Tumor/Gewebebanken“ festgestellt:
„Die Entnahme von Normal- und Tumorgewebe
aus frischen Operationspräparaten soll nur
durch makroskopisch geschulte Pathologen erfolgen, die auch Erfahrungen mit der Erstellung
von pathohistologischen Befunden haben, optimalerweise von dem das Präparat befundenden
Pathologen selbst.“
Die Asservierung von Tumorgewebe zu nicht diagnostischen Zwecken setzt in jedem Fall eine
präoperative Aufklärung mit schriftlicher Einwilligung des Patienten voraus (Höfler 2004, Stellungnahme des nationalen Ethikrates, 17. März
2004).
Informationen an den Pathologen sind am besten (fakultativ) unter Verwendung eines Formblattes (Abbildung 1.) zu übermitteln: Patientendaten (Name, Identifikationsnummer);
Geburtsdatum; Geschlecht; verantwortlicher
Arzt (Name, Telefonnummer); Tag der Entnahme; Indikation; Lokalisationsangabe: oberes,
mittleres und unteres Nierendrittel; Klinische
Angaben (Anamnese, Verdachtsdiagnose,
T-Kategorie); ggf. Vorbefunde.
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10
Abbildung 1.
Information des Pathologen bei Nierenparenchymkarzinom
(modifiziert nach Pomer et al. 1998)
Pat.-Dat.
Operateur
1. Vorbehandlung (Chemoembolisation)
Nein
Ja
2. Bei Inzisionsbiopsien:
Zahl der Biopsiepartikel
3. Klinische R-Klassifikation
Makroskopischer Residualtumor
Nein
Ja
Wenn ja: Lokalisation des Residualtumors
Lokoregionär
Fernmetastasen
Lokalisation der Fernmetastasen
Mikroskopische Bestätigung des Residualtumors?
Nein
Ja
4. Tumorlokalisation und (bei Organerhaltung) Operationsausmaß
Bitte einzeichnen:
– Tumorlokalisation
– Resektionsgrenzen
5. Lymphknotenchirurgie – Bitte entfernte Lymphknoten ankreuzen
Hilus rechts
Hilus links
Paraaortal (links paraaortal, präaortal, retroaortal)
Interaortokaval
Parakaval (rechts parakaval, präkaval, retrokaval)
Andere Lokalisationen
Datum
Unterschrift
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ANLEITUNG
NIERENKARZINOM
3. Allgemeine Erläuterungen
zur histologischen Typenbestimmung
Über 90% der renalen Malignome sind epitheliale Neubildungen des Nierenparenchyms. Unter
den restlichen 10% finden sich Urothel- und
Plattenepithelkarzinome sowie selten Sarkome.
Bei papillären Nierentumoren sind Tumoren mit
einem zytologischen Malignitätsgrad 1 entsprechend einem Zelltyp 1 nach Delahunt und Eble
(1997) und einer Tumorgröße von < 0,5 cm als
Adenome einzustufen, alle papillären Tumoren
mit einem Malignitätsgrad 2 und darüber entsprechend einem Zelltyp 2 nach Delahunt und
Eble (1997) sollten als Karzinome eingestuft
werden.
Für das Typing von Nierentumoren soll die
WHO-Klassifikation verwendet werden (Eble et
al. 2004).
Tabelle 1. zeigt einen Überblick über die WHOKlassifikation.
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ANLEITUNG
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12
Tabelle 1.
WHO-Klassifikation Tumoren der Niere (Eble et al. 2004)
Nierenzelltumoren
Klarzelliges Nierenzellkarzinom
Multilokuläres klarzelliges
Nierenzellkarzinom
Papilläres Nierenzellkarzinom
Chromophobes Nierenzellkarzinom
Bellini-Duct-Karzinom
Renales medulläres Karzinom
Xp11-Translokation-Karzinom
Karzinom in Assoziation mit Neuroblastom
Muzinöses tubuläres und spindelzelliges Karzinom
Nierenzellkarzinom, unklassifiziert
Papilläres Adenom
Onkozytom
Metanephrische Tumoren
Metanephrisches Adenom
Metanephrisches Adenofibrom
Metanephrischer Stromatumor
Nephroblastische Tumoren
Nephrogene Reste
Nephroblastom
Partiell zystisch differenziertes
Nephroblastom
Mesenchymale Tumoren
Vorkommen hauptsächlich bei Kindern
Klarzelliges Sarkom
Rhabdoidtumor
Kongenitales mesoblastisches Nephrom
Ossifizierender renaler Tumor bei Kindern
Vorkommen hauptsächlich bei Erwachsenen
Leiomyosarkom (eingeschlossen
die der Nierenvenen)
Angiosarkom
Rhabdomyosarkom
Malignes fibröses Histiozytom
8310/3
8310/3
8260/3
8317/3
8319/3
8319/3
8312/3
8260/0
8290/0
Hämangioperizytom
Osteosarkom
Angiomyolipom
Epitheloides
Angiomyolipom
Leiomyom
Hämangiom
Lymphangiom
Tumor der juxtaglomerulären Zellen
Renomedullärer Tumor der
interstitiellen Zellen
Schwannom
Solitärer fibröser Tumor
9150/1
9180/3
8860/0
8890/0
9120/0
9170/0
8361/0
8966/0
9560/0
8815/0
Gemischte mesenchymale
und epitheliale Tumoren
Zystisches Nephrom
Gemischter epithelialer und stromaler Tumor
Synoviales Sarkom
9040/3
Neuroendokrine Tumoren
Karzinoid
Neuroendokrines Karzinom
Primitiver neuroektodermaler Tumor
Neuroblastom
Phäochromozytom
8240/3
8246/3
9364/3
9500/3
8700/3
9044/3
8963/3
8960/1
8967/0
Hämatopoietische und lymphoide Tumoren
Lymphom
Leukämie
Plasmozytom
9731/3
8890/3
Keimzelltumoren
Teratom
Choriokarzinom
9080/1
9100/3
8325/0
9013/0
8935/1
8960/3
8959/1
9120/3
8900/3
8830/3
Metastatische Tumoren
8959/0
von 28
ANLEITUNG
NIERENKARZINOM
Erläuterungen zu den neuroendokrinen
Tumoren
Das Karzinoid der Niere wird als gut differenzierter neuroendokriner Tumor definiert und
entspricht mit dieser Definition Karzinoiden anderer Lokalisation. Es ist äußerst selten.
Neuroendokrine Karzinome sind definiert als
schlecht differenzierte epitheliale Tumoren mit
neuroendokriner, meist kleinzelliger Differenzierung.
4. Allgemeine Erläuterungen zum
Grading
In der WHO-Klassifikation [Eble et al. 2004]
wird festgestellt, dass das nukleäre Grading neben dem Tumorstadium der wichtigste Prognoseparameter für klarzellige Nierenparenchymkarzinome ist, und es wird auf zahlreiche
Arbeiten verwiesen [Cheville et al. 2001, Ficarra
et al. 2001, Fuhrman et al. 1982, Grignon et al.
1989, Skinner et al. 1971, Srigley et al. 1997,
Zisman et al. 2001]. International hat keines der
verschiedenen Gradingsysteme allgemeine Akzeptanz gefunden, am ehesten noch das System
von Fuhrman et al. [1982], dem in der vierstufigen Anwendung eine mäßiggradige Inter- und
Intraobserver-Variabilität bescheinigt wurde [AlAynati et al. 2006], in einer zweistufigen Anwendung aber eine substantielle Inter- und Intraobserver-Variabilität. In der WHO-Klassifikation
wird ein Grading nur für klarzellige Nierenzell-
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karzinome beschrieben, das auf dem von Fuhrman et al. [1982] beruht. Dabei wird der nukleäre Grad als prognostisch bedeutsam beschrieben [Ficarra et al. 2001, Srigley et al. 1997]. Es
wird ein vierstufiges von einem dreistufigen
Gradingsystem (Mainzer-Grading-System) unterschieden. Das vierstufige System hat folgende
Definitionen [Fuhrman et al. 1982]. Bei Benutzung eines 10x-Objektives zeigen die Kerne diese Charakteristika:
Grad 1 Kleine hyperchromatische Kerne (ähnlich reifen Lymphozyten) ohne klar erkennbare Nukleolen und ohne klar detailliertes Chromatin,
Grad 2 Kerne mit fein-granulärem Chromatin
mit unverdächtigen Nukleolen (bei dieser Vergrößerung!),
Grad 3 Kerne mit deutlich erkennbaren Nukleolen (bei dieser Vergrößerung!),
Grad 4 Kerne mit pleomorpher Gestalt, Hyperchromasie und einzelnen bis zahlreichen
Makronukleolen.
Die Gradeinteilung erfolgt nach dem schlechtesten Grad. Einzelne Zellen können dabei vernachlässigt werden, wenn aber mehrere Zellen
in einer stärkeren Vergrößerung Charakteristika
eines hohen Kerngradings zeigen, sollte der Tumor entsprechend gegradet werden.
Bei Abweichung des Gradings von der derzeitigen WHO-Klassifikation sollte eine Abstimmung
zwischen dem Urologen und dem Pathologen
vorgenommen werden.
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Das Mainz-Grading-System
Das parallel mit der histologischen Klassifikation publizierte Mainz-Grading-System unterscheidet drei Grade [Störkel et al. 1997, Thoenes et al. 1986, Thoenes et al. 1991].
G
Kerne
Nukleolen
Mitosen
1
Regelmäßig, rund, in
Größe normaler
Tubuluszellkerne
Im Vergleich zu normalen
Tubuluskernen vergrößert,
mäßige Unterschiede in
Größe und Form
Beträchtlich vergrößert,
ausgeprägte Polymorphie
und Hyperchromasie
Nicht vergrößert
Fast keine
Vergrößert, 1–2
Gelegentlich
Zum Teil stark vergrößert,
in der Regel mehrere
Häufig, auch
atypisch
2
3
5. Allgemeine Erläuterungen
zum Regressionsgrading
Bestrahlungen, BCG- oder Chemotherapien
hinterlassen am Stroma nach chirurgischer Entfernung von Nierentumoren zytologische und
histologische Folgen wie Nekrosen, lymphozytäre Infiltrate (BCG) oder Stromasklerosierung und
Gefäßobliteration (Bestrahlungen). Ein numerisches Regressionsgrading wie bei Prostatakarzinomen wird nicht durchgeführt.
Sonstiges
Riesenkerne,
vielkernige
Riesenzellen
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ANLEITUNG
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6. Allgemeine Erläuterungen
zur anatomischen Ausbreitung
vor Therapie/pTNM-Klassifikation
Für Karzinome des Nierenparenchyms wird die
anatomische Ausbreitung vor Therapie durch die
TNM/pTNM-Klassifikation [UICC 2002 (6. Auflage), UICC 2003, UICC 2005] beschrieben.
TNM-Klassifikation von Tumoren der Niere
(ICD-O C66)
T/pT-Klassifikation
(p)TX Primärtumor kann nicht beurteilt werden
(p)T0
Kein Anhalt für Primärtumor
(p)T1
Tumor 7,0 cm oder weniger in größter
Ausdehnung, begrenzt auf die Niere
(p)T1a Tumor 4,0 cm oder weniger in größter
Ausdehnung
(p)T1b Tumor mehr als 4,0 cm, aber nicht
mehr als 7,0 cm in größter Ausdehnung
(p)T2
Tumor mehr als 7,0 cm in größter Ausdehnung, begrenzt auf die Niere
(p)T3
Tumor breitet sich in größere Venen aus
oder infiltriert direkt Nebenniere oder
perirenales Gewebe, jedoch nicht über
die Gerota-Faszie hinaus
(p)T3a Tumor infiltriert direkt Nebenniere
oder perirenales Gewebe, aber nicht
über die Gerota-Faszie hinaus 1
(p)T3b Tumor mit makroskopischer Ausbreitung in Nierenvene(n)2 oder Vena cava
(einschließlich Wandbefall) unterhalb
des Zwerchfells
(p)T3c Tumor mit makroskopischer Ausbreitung in die Vena cava (einschließlich
Wandbefall) oberhalb des Zwerchfells
(p)T4
Tumor infiltriert über die Gerota-Faszie
hinaus
15
Erfordernisse für pT
pT1, pT2, pT3
Histopathologische Untersuchung eines partiellen oder totalen Nierenresektates ohne makroskopischen Tumornachweis an den Resektionsrändern (mit oder ohne mikroskopisch
tumorfreie Resektionsränder)
pT4
Histologischer Nachweis der Invasion jenseits
der Gerota-Faszie
N/pN-Klassifikation
(p)NX Regionäre Lymphknoten können nicht
beurteilt werden
(p)N0 Keine regionären Lymphknotenmetastasen
(p)N1 Metastase(n) in einem regionären
Lymphknoten
(p)N2 Metastase(n) in mehr als einem regionären Lymphknoten
Erfordernisse für pN
pN0
pN1
pN2
Histologische Untersuchung von mindestens acht tumorfreien regionären Lymphknoten
Histologische Bestätigung von Metastase(n) in einem regionären Lymphknoten
Histologische Bestätigung von Metastase(n) in mehr als einem regionären
Lymphknoten
pM-Klassifikation
(p)MX Fernmetastasen können nicht beurteilt
werden
(p)M0 Keine Fernmetastasen
(p)M1 Fernmetastasen
Erfordernisse für pM1
1 Schließt peripelvines Fettgewebe mit ein.
2 Schließt segmentale Äste (mit muskulärer Wand) ein.
Anmerkungen
Invasion der ipsilateralen Nebenniere (T3a/pT3a) meint direkte Invasion und nicht Metastasierung.
Die Gerota-Faszie (renale Faszie) umfasst sowohl die prärenale als
auch die retrorenale Faszie.
Das Vorwölben eines Tumors mit Konturveränderung der Niere(n) ist
nicht ausreichend, um T3/pT3 zu klassifizieren. Die Penetration der
Nierenkapsel ist notwendig, um nach T3a/pT3a zu klassifizieren.
Nach derartigen Penetrationsstellen muss gesucht und diese müssen
eingebettet werden.
Invasion (direkte Ausbreitung) in die kontralaterale Nebenniere ist
extrem selten und sollte als M1/pM1 klassifiziert werden.
Mikroskopischer (histologischer oder zytologischer) Nachweis von Fernmetastasen
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16
Schema zur TNM/pTNM-Klassifikation, 6. Auflage
Primärtumor
Primärtumor kann nicht beurteilt werden
Kein Anhalt für Primärtumor
Tumor 7,0 cm oder weniger in größter Ausdehnung, begrenzt auf die Niere
Tumor 4,0 cm oder weniger in größter Ausdehnung
Tumor mehr als 4,0 cm, aber nicht mehr als 7,0 cm in größter Ausdehnung
Tumor mehr als 7,0 cm in größter Ausdehnung, begrenzt auf die Niere
Tumor breitet sich in größere Venen aus oder infiltriert direkt Nebenniere oder
perirenales Gewebe, jedoch nicht über die Gerota-Faszie hinaus
Tumor infiltriert direkt Nebenniere oder perirenales Gewebe, aber nicht über die
Gerota-Faszie hinaus
Tumor mit makroskopischer Ausbreitung in Nierenvene(n) oder Vena cava
(einschließlich Wandbefall) unterhalb des Zwerchfells
Tumor mit makroskopischer Ausbreitung in die Vena cava
(einschließlich Wandbefall) oberhalb des Zwerchfells
Tumor infiltriert über die Gerota-Faszie hinaus
Regionäre Lymphknoten
Regionäre Lymphknoten können nicht beurteilt werden
Keine regionären Lymphknotenmetastasen
Metastase(n) in einem regionären Lymphknoten
Metastase(n) in mehr als einem regionären Lymphknoten
Fernmetastasen
Fernmetastasen können nicht beurteilt werden
Keine Fernmetastasen
Fernmetastasen
TNM
TX
T0
T1
T1a
T1b
T2
pTNM
pTX
pT0
pT1
pT1a
pT1b
pT2
T3
pT3
T3a
pT3a
T3b
pT3b
T3c
T4
pT3c
pT4
NX
N0
N1
N2
pNX
pN0
pN1
pN2
MX
M0
M1
pMX
pM0
pM1
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Klinische Stadiengruppierung
T
T1
T2
T3
T4
Erläuterungen
Wenn T0 oder TX
– sofern N2 und/oderM1: Stadium IV
– sonst: Stadium unbestimmt
Wenn MX
– sofern T1N0: Stadium I
– sofern T4: Stadium IV
– sofern T1–3N1: Stadium III
– sofern N2: Stadium IV
– sonst: Stadium unbestimmt
Wenn NX
– sofern M1: Stadium IV
– sofern T1M0 oder T1MX: Stadium I
– sofern T4: Stadium IV
– sonst: Stadium unbestimmt
M0
N0
I
II
III
IV
M1
N1
III
III
III
IV
N2
IV
IV
IV
IV
IV
IV
IV
IV
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18
Definitive Stadiengruppierung
Für die definitive Stadiengruppierung sind bezüglich Primärtumor und regionäre Lymphknoten pT und pN maßgebend. Nur wenn pTX bzw.
pNX vorliegt, wird die klinische T- bzw. N-Kategorie für die definitive Stadiengruppierung herangezogen. Bei Unterschieden zwischen der klinisch festgestellten M-Kategorie und der
pathologischen pM-Kategorie ist im Einzelfall
jeweils unter Berücksichtigung der Gesamtsituation festzulegen, welche Kategorie für die Gesamtbeurteilung (Gesamt M) bei der Stadiengruppierung maßgeblich ist.
Definitive Stadiengruppierung
T
pT1
pT2
pT3
pT4
Gesamt-M0
pN0
I
II
III
IV
Erläuterungen
Wenn pTX und TX oder pTX und T0 oder pT0:
– sofern pN2 und/oder Gesamt M1: Stadium IV
– sonst: Stadium unbestimmt
Wenn Gesamt-MX
– sofern pT4: Stadium IV
– sofern pT1–3pN1: Stadium III
– sofern pN2: Stadium IV
– sonst: Stadium unbestimmt
Wenn pNX und NX
– sofern Gesamt-M1: Stadium IV
– sofern pT1Gesamt-M0: Stadium I
– sofern pT1Gesamt-MX: Stadium I
– sofern pT4Gesamt-M0: Stadium IV
– sonst: Stadium unbestimmt
Gesamt-M1
pN1
III
III
III
IV
pN2
IV
IV
IV
IV
IV
IV
IV
IV
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19
Spezielle Erläuterungen
Erläuterungen zu B.3.
Das Vorgehen bei einer komplizierten Zyste ist
in Abbildung 2. dargestellt.
Abbildung 2.
Diagnostisches Vorgehen bei renaler Raumforderung (z. B. komplizierte Zyste,
die durch bildgebende Verfahren nicht diagnostiziert werden kann (SS = Schnellschnitt)
(nach Pomer et al. 1998)
z. B. komplizierte Zyste
Nierenfreilegung,
Zystenpunktion,
Biopsie, SS
SS: benigne
SS: maligne
Keine weitere Therapie
Tumornephrektomie,
evtl. Erhalt der Nebenniere
Nierenteilresektion
Lokale Resektion mit
Sicherheitsabstand
SS Resektionsrand
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ANLEITUNG
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Erläuterungen zu B.4.7.
Dokumentation
Die Dokumentation der notwendigen Befunde
geschieht am besten unter Verwendung eines
Formblattes (siehe Abbildung 3.).
Erläuterungen zu B.5.
Die von der UICC (2002) definierten Lymphknotenstationen beim Nierenparenchymkarzinom
entsprechen denen des Nierenbeckenkarzinoms.
Die regionären Lymphknoten sind die hilären
sowie die abdominalen paraaortalen und parakavalen Lymphknoten. Die Seitenlokalisation
beeinflusst die N-Klassifikation nicht.
Erläuterungen zu B.5.1.
Materialbehandlung
Idealfall: Übergabe des frischen Präparates in
unversehrtem Zustand an den Pathologen. Es
empfiehlt sich die Nierenkapsel abzupräparieren. Von Stellen, an denen eine Adhärenz feststellbar ist, sollte gesondert vom Übergang von
Tumorparenchym zu angrenzendem Fettgewebe
entnommen werden, da hier am ehesten eine
Invasion vorliegt. Dieses Vorgehen ermöglicht
die Inspektion der Nierenoberfläche (Nachweis
von Satellitenknoten!).
Erläuterungen zu B.5.6.
Minimalprogramm
Die notwendigen Klassifikationen zur Dokumentation bei Nierenparenchymkarzinomen sollten
unter Verwendung eines Formblattes dokumentiert werden (siehe Abbildung 3.).
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ANLEITUNG
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21
Abbildung 3.
Pathohistologisches Gutachten bei Nierenparenchymkarzinomen/Minimalprogramm
(nach Pomer et al.1998)
Pat.-Dat.
E-Nr.
1. Untersuchungsmaterial
N = Nephrektomie
P = Polresektion
T = Tumorenukleation
2. Angaben zur R-Klassifikation
a) Befunde an perirenaler Resektionsfläche
F = Frei von Tumor
T = Tumorbefall
X = Nicht untersucht
b) Falls verbindliche Aussagen über die klinische R-Klassifikation vorliegen:
Definitive R-Klassifikation
R
0 = Kein Residualtumor (R0), 1 = Nur mikroskopischer Residualtumor (R1),
2a = Makroskopischer Residualtumor, mikroskopisch nicht bestätigt (R2a),
2b = Makroskopischer Residualtumor, auch mikroskopisch bestätigt (R2b)
Falls Residualtumor, Lokalisation
N = Nein
J = Ja
Lokoregionär
Fernmetastasen
3. Örtliche Tumorzelldissemination
N = Nein
S = Schnitt durch Tumor
E = Einriss im Tumor
4. Angaben bei organerhaltender Operation
Minimaler Sicherheitsabstand (mm)
Makroskopisch |___|___|
Mikroskopisch |___|___|
5. pTNM-Klassifikation
y
(y)|___|
pN|___|
pT|___|___|
(mi)|___|
(m)|___|
(i)|___|
(pM)|___|
(mi)|___|
pM mi i
|___|___|
6. Histologischer Typ (WHO 2004)
Klarzelliges Nierenzellkarzinom
Multilokuläres klarzelliges Nierenzellkarzinom
Papilläres Nierenzellkarzinom
Chromophobes Nierenzellkarzinom
Bellini-Duct-Karzinom
Renales medulläres Karzinom
Unklassifiziertes Nierenzellkarzinom
Sonstige
pN mi i
(i)|___|
Zahl untersuchter Lymphknoten|___|___|
Zahl befallener Lymphknoten
pT (m)
ICD-O M
8310/3
8310/3
8260/3
8317/3
8319/3
8319/3
8312/3
/3
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22
Fortsetzung Abbildung 3.
7. Grading (Histologischer Differenzierungsgrad)
Vierstufig: 1 = G1, 2 = G2, 3 = G3, 4 = G4, X = GX
Dreistufig: 1 = G1, 2 = G2, 3 = G3, X = GX
8. Veneninvasion
Nein (V0) Mikroskopisch (V1)
9. Lymphgefäßinvasion
Nein (L0)
Makroskopisch (V2)
Ja (L1)
10. Perineuralscheideninvasion
Nein (Pn0) Ja (Pn1)
11. Regressive Veränderungen nach neoadjuvanter Therapie
0 = Keine regressiven Veränderungen, 1 = Regression ≤ 25% der Tumormasse,
2 = Regression > 25 – 50% der Tumormasse, 3 = Regression > 50% der Tumormasse,
4 = Komplette Regression, 5 = Keine Angaben
Datum
Primärtumor
|___|
Regionäre Lymphknoten
|___|
Unterschrift
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Prognosefaktoren
Nierenzellkarzinome machen etwa 2–3% aller
malignen Tumoren des Erwachsenenalters aus.
Etwa 30% der Patienten haben zum Zeitpunkt
der Erstdiagnose bereits Metastasen und 30%
der Patienten mit zunächst lokal begrenztem
Tumorwachstum entwickeln im weiteren Verlauf Metastasen [Kirkali et al. 2001, Novick et
al. 2002]. Nierenzellkarzinome haben den Ruf,
eine schlecht vorhersagbare Prognose zu haben
mit seltenen Fällen einer spontanen Regression
und langem Überleben auch beim Vorhandensein von Metastasen [Ghysel et al. 2006].
Bei Patienten mit metastasierten Nierenzellkarzinomen ist die Prognose abhängig von:
23
• Anzahl der von Metastasen betroffenen Lokalisationen,
• Zeitintervall zwischen der Diagnose und
dem Auftreten von Metastasen,
• Anzahl der neutrophilen Granulozyten,
• Serumwert von LDH (Lactatdehydrogenase)
und von C-reaktivem Protein [Flanigan et al.
2004].
Die anatomische Ausbreitung, insbesondere die
T-Kategorie, das Grading und der Allgemeinzustand sind wichtige Prognosefaktoren [Kirkali et
al. 2003, Pantuck et al. 2001]. Eine Übersicht
über weitere essentielle, zusätzliche und neue
und vielversprechende Prognosefaktoren zeigt
nachfolgende Tabelle 2.
Tabelle 2.
Prognosefaktoren bei Patienten mit Nierenzellkarzinomen (nach Ghysel et al. 2006)
Prognosefaktor
Tumorbezogen
Essentiell
Stadium T-Kategorie
Zusätzlich
Grading
Histologischer Typ
Mikrovaskuläre Beteiligung
Nukleäre Morphometrie
Symptome
Neu und
vielversprechend
DNA-Ploidie
Genetische Veränderungen
Molekulare Marker
Proliferationsmarker
Histologischer Nekrosenachweis
Wirtbezogen
Umweltbezogen
(Therapiebezogen)
Allgemeinzustand
Hereditäre
Erkrankungen
Adrenalektomie
Lymphknotendissektion
Resektion von Metastasen
Immunotherapie
Angiogeneseblockierung
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Anhang
Die formulierten „Anleitungen“ sind Orientierungshilfen für das diagnostische Vorgehen. Jede Formulierung von gewissen „Standards“ verlangt nach Maßnahmen, die die Realisierung
dieser „Standards“ möglich machen. Dazu dienen die sogenannten Indikatoren, im speziellen
Fall der onkologischen Diagnose und Therapie
die sogenannten „Quality indicators“. Allerdings
sind solche „Qualitätsindikatoren“ für das
Nierenzellkarzinom noch nicht definiert.
24
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Verfasser
S. Störkel
Im Auftrag des Berufsverbandes
der Deutschen Pathologen und der
Deutschen Gesellschaft für Pathologie
Unter beratender Mitwirkung von
Prof. Dr. med. U. Bleyl, Mannheim
Prof. Dr. med. B. Helpap
Prof. Dr. med. F. Hofstädter, Regensburg
Prof. Dr. med. Ch. Wittekind, Leipzig
Fassung vom:
Januar 2007
Revision geplant:
Dezember 2008
Adresse der Autoren
Prof. Dr. med. Stephan Störkel
HELIOS Klinikum Wuppertal
Institut für Pathologie
Heusnerstraße 40
42283 WUPPERTAL
E-mail: [email protected]
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