Cholesterin

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Cholesterin
Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die im menschlichen Körper zahlreiche wichtige
Funktionen erfüllt. Cholesterin ist Bestandteil der Zellwände und Ausgangssubstanz verschiedener
Hormone (z.B. Sexualhormone); es wird überdies für die Herstellung der verdauungsfördernden
Gallensäure benötigt. Cholesterin kommt nur in Tieren und Menschen vor.
Entstehung / Ursachen / Folgen
Die Cholesterinwerte im Blut werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Alter, Geschlecht,
Essgewohnheiten, Menopause, gewisse genetische Veranlagungen sowie gewisse Krankheiten.
Die Cholesterinwerte steigen mit dem Alter, hauptsächlich unter dem Einfluss der
Ernährungsweise mit reichlich tierischen Fetten, stark an. Die Nahrungscholesterinzufuhr hingegen
beeinflusst den Cholesterinspiegel nur sehr gering. Zu viel Cholesterin im Blut fördert die Bildung
von Ablagerungen in den Arterieninnenwänden, was zu einer zunehmenden Verengung der
Gefässe führt. Dieser Prozess heisst Atherosklerose und führt zu Herzkrankheiten, Hirnschlag und
arterieller Verschlusskrankheit der Beine. Ein erhöhter Cholesterinspiegel gehört somit neben
Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes zu den Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von HerzKreislauf-Krankheiten.
Erhöhte Cholesterinwerte müssen behandelt werden. Durch eine Ernährungsumstellung und mehr
Bewegung kann häufig eine Verbesserung der Werte erreicht werden. Gelingt dies nicht in
ausreichendem Mass, ist die Einnahme eines cholesterinsenkenden Medikamentes in Absprache
mit dem Arzt oder der Ärztin ratsam. Dies gilt insbesondere auch für Personen mit genetischer
Veranlagung zu erhöhten Cholesterinwerten.
Die Rolle der Ernährung und Bewegung
Bei erhöhtem Cholesterinspiegel spielt eine ausgewogene, mediterrane Ernährung (Ernährung
des Mittelmeerraums) und regelmässige körperliche Aktivität eine viel wichtigere Rolle für die
Prävention. Der Cholesterinspiegel selber kann mit der Ernährung nur um ca. 10% gesenkt
werden. Jedoch schützt eine ausgewogene mediterrane Ernährung mit ihrem hohen Gehalt an
Antioxidantien (Schutzstoffe), Nahrungsfasern und Omega-3-Fettsäuren vor den Folgen des
erhöhten Cholesterinspiegels. Und die körperliche Aktivität verstärkt die Effekte. Beides –
ausgewogene mediterrane Ernährung und körperliche Aktivität – dienen auch der Regulierung
des Körpergewichts – ein wichtiger Faktor für die Herz-Kreislauf-Gesundheit, nebst dem
Cholesterinspiegel.
Was heisst das konkret für die Praxis?

Die Einsparung von Fett (insbesondere von gesättigten Fetten aus tierischen Nahrungsmitteln
oder aus Kokos- und Palmkernfett) im Speiseplan und bei der Zubereitung senkt den
Cholesterinspiegel. Daher fettarme Zubereitungsarten bevorzugen und möglichst wenig
gesättigte Fette (in tierischen Produkten wie Butter, Vollfett-Milchprodukten, Fleisch und
Fleischwaren, Gebäck sowie in Kokos- oder Palmkernfett usw.) konsumieren.

Öle mit einfach ungesättigten Fettsäuren konsumieren (z.B. Olivenöl, Rapsöl).

Regelmässig Fisch verzehren, auch mal fettreiche Fische, um für eine ausreichende Zufuhr
von Omega-3-Fettsäuren zu sorgen.

Übergewicht vermeiden

Nahrungsfasern helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Darum sind faserreiche
Nahrungsmittel zu bevorzugen (z.B. Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Früchte,
Gemüse und Nüsse).

Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Nahrungscholesterin (tierische Lebensmittel wie z.B.
Innerei-en, Eigelb, Meeresfrüchte, Butter und Vollmilch-Produkte) sind nicht verboten, jedoch
mit Mass zu konsumieren.

Viel und regelmässig bewegen, da sportliche Betätigung den Cholesterinspiegel günstig
beeinflusst.
Geändert am 21.09.2011, jd
AB_Cholesterin.docx
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