Pflanz- und Pflegeanleitung für das Staudenpaket Historische Kräuter

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Pflanz- und Pflegeanleitung für das Staudenpaket
Historische Kräuter
Bestell-Nr. 4058 2783 und 9766 4783
Wilde Malve (1 Stück)
(Malva sylvestris)
Boden/Standort: Die Pflanze liebt stickstoffreiche Wegränder, alte
Kompostplätze, Brennesselfluren und Mauern in sonniger Lage.
Pflanzabstand: etwa 60 cm
Besondere Hinweise/Verwendung: Die ein- bis zweijährige heimische Pflanze erhält sich im Garten durch Selbstausaat. Die
enthaltenen Schleimstoffe entfalten ihre entzündungshemmende,
beruhigende und schleimlösende Wirkung vor allem bei Erkältungskrankheiten und Infektionen der Harnwege. Zur Bereitung
eines Tees wird empfohlen, die Blüten nicht mit kochendem
Wasser zu übergießen, sondern diese mehrere Stunden in
warmem Wasser ziehen zu lassen. Das schont die heilenden
Schleimstoffe. Wer Blumen in der Küche mag, kann die dekorativen Blüten und unreifen Samenkapseln Salaten zusetzen.
Echter Wermut (1 Stück)
(Artemisia absinthium)
Boden/Standort: Humoser, durchlässiger, nährstoffreicher Boden in
sonniger Lage.
Pflanzabstand: etwa 50 cm
garten. Sie bildet keine Zwiebeln, aber die mildwürzigen, aromatischen Zwiebelröhren können das ganze Jahr über geerntet
werden. Auch die hübschen Blütenbälle sind eßbar.
Wegwarte (1 Stück)
(Cichorium intybus)
Boden/Standort: Durchlässiger, lehmiger, nährstoffreicher Boden in
voller Sonne. Salzverträglich.
Pflanzabstand: etwa 50 cm
Besondere Hinweise/Verwendung: Die zarten Frühlings­blätter
haben einen mit Endivien vergleichbaren Geschmack. Sie eignen
sich als Zugabe für Salate. Später im Jahr kann aus den Blättern
und Sprossen ein herzhaftes Gemüse zubereitet werden. Durch
den Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen hat Wegwarte einen positiven Einfluß auf Magen und Verdauung und wirkt beruhigend
auf Galle und Leber. Im Rahmen einer Frühjahrskur können die
jungen Triebe – oft gemeinsam mit Löwenzahn verwendet – das
Wohlbefinden verbessern, rheumatische Beschwerden lindern
und die Haut klären. In der ayurvedischen Medizin gilt die Wegwarte als Mittel zur Verbesserung der Körpersäfte. Die schönen
Blüten sind eine dekorative und gesunde Salatbeigabe.
Besondere Hinweise/Verwendung: Bitter-aromatische Staude mit
langer Tradition für das Aromatisieren von Getränken sowie
wertvolle Heilpflanze mit verdauungsfördernder Wirkung (einige
Blätter Tees zugeben). Ein Rückschnitt im Frühjahr etwa um die
Hälfte erhält die Standfestigkeit der Pflanze.
Bärwurz (1 Stück)
(Meum athamanticum)
Boden/Standort: Durchlässiger, nährstoff- und kalkarmer Boden in
sonniger Lage.
Echter Eibisch (1 Stück)
(Althaea officinalis)
Boden/Standort: Tiefgründiger, im Sommer nicht austrocknender,
gut mit Nährstoffen versorgter Boden in voller Sonne. Salzverträglich.
Besondere Hinweise/Verwendung: Die Pflanze verströmt, wenn
man sie zerreibt, einen feinen, etwas süßlichen Duft, der an
Fenchel, Dill und Liebstöckel erinnert. Die Blätter sind daher eine
schmackhafte Zutat zu Eiergerichten, in Suppen, zu Fisch, in
Sahnesaucen oder zu Kräuterbutter. Möglichst vor der Blüte ernten, frisch verbrauchen und erst unmittelbar vor der Verwendung
sehr fein schneiden. Das setzt die aromatischen ätherischen Öle
frei. Pur und unverfälscht erscheint der subtile Geschmack in
einer cremigen Bärwurzsuppe: eine reizvolle Alternative zur traditionellen Frühlings-Kerbelsuppe.
Pflanzabstand: etwa 90 cm
Besondere Hinweise/Verwendung: Reich blühende Heil- und Teepflanze, die schon in der Antike als universell einsetzbares Heilmittel galt. In der Heilkunde werden sowohl die Blüten, die Blätter als auch die Wurzeln verwendet: Alle Pflanzenteile zeichnen
sich dabei vor allem durch ihren hohen Gehalt an reizlindernden
Schleimstoffen aus. Eibisch ist auch sehr schön und wirkungsvoll
als Kübelpflanze für Gefäße ab 20 Liter.
Muskatellersalbei (1 Stück)
(Salvia sclarea)
Boden/Standort: Durchlässiger, magerer, kalkreicher Boden an
sonnigen, trockenen, auch steinigen Plätzen.
Pflanzabstand: etwa 70 cm
Besondere Hinweise/Verwendung: Die zweijährige Art erhält sich
am passenden Standort durch Selbstaussaat; sie muß unbedingt
vor Schnecken geschützt werden. Zur Blütezeit duftet die ganze Pflanze herb, harzig und würzig; vor der Blüte ist sie völlig
geruchlos. Auch für Kübel ab 7,5 Liter Erdvolumen geeignet.
Muskatellersalbei liefert ein wertvolles, euphorisierendes Öl für
die Aromatherapie. Die Blüten und Blätter können in Eierteig
ausgebacken werden. Früher wurde Muskatellersalbei verwendet, um Wein zu aromatisieren.
Winterheckenzwiebel (1 Stück)
(Allium fistulosum)
Boden/Standort: Die genügsame und anspruchslose Pflanze ist
dankbar für gelegentliche Kompostgaben am sonnigen Standort.
Pflanzabstand: etwa 25 cm
Besondere Hinweise/Verwendung: Die Winterheckenzwiebel ist
eine ausdauernde Gemüse- und Würzpflanze für den Küchen-
Pflanzabstand: etwa 30 cm
Echte Engelwurz (1 Stück)
(Angelica archangelica)
Boden/Standort: Lehmiger, nährstoffreicher, frischer bis feuchter
Boden in voller Sonne.
Pflanzabstand: etwa 1,5 m
Besondere Hinweise/Verwendung: Zarte junge Blätter oder Stengel
können als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Die jungen,
saftigen Stiele werden geschält und als Stielmus zubereitet oder
wie Staudensellerie verwendet. Stengel und Wurzeln ergeben,
mit Zuckerlösung kandiert, eine magenfreundliche Leckerei.
Auch roh stellen sie eine gesunde frisch-würzige Knabberei dar.
Einige Stückchen der saftigen Stengel können selbstgemachten
Konfitüren oder Chutneys eine besondere Note verleihen. Die
Blüten und Blätter der Engelwurz sind für magenerwärmende
und hustenlindernde Heiltees verwendbar. Aus den kräftigen
Wurzeln wird ein wertvolles ätherisches Öl gewonnen. Gemeinsam mit den Samen stellen sie auch einen Grundstoff für den
traditionsreichen Kräuterlikör 'Chartreuse', der als magenstärkendes Mittel gilt.
Engelwurz ist eher kurzlebig; nach der Blüte stirbt die Mutterpflanze – meist im zweiten Jahr – ab. Rund um den ursprünglichen Standort finden sich aber reichlich Sämlinge, die den
Fortbestand sichern. Diese sollten, dem erheblichen Platzbedarf
entsprechend, vereinzelt werden. Sehr dekorative Solitärstaude.
Vorsicht: Engelwurz kann bei Hautkontakt phototoxische Reaktionen hervorrufen.
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