02-01-130710-Die Wirbelsaeule

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Die Wirbelsäule - Anatomische Grundlagen
Die Wirbelsäule – Anatomische Grundlagen
Für ein besseres Verständnis der Erkrankungen an der Wirbelsäule werden in diesem Kapitel die wichtigsten
anatomischen Strukturen benannt und ihre Funktionen erläutert. Auf die Anatomie der Blutgefäße wird bewusst kaum eingegangen. Obwohl deren genaue Kenntnis für die ärztliche Behandlung von größter Bedeutung ist, ist sie für den Patienten eher verwirrend, zu komplex und für das Verständnis von Erkrankungen an
der Wirbelsäule von geringerer Bedeutung.
Allgemein sei darauf hingewiesen, dass die anatomischen Bezeichnungen in Deutschland in lateinischer Sprache gelehrt werden. Wo im Lateinischen
der Buchstabe C steht, wird im Deutschen das K
verwendet. Daraus ergeben sich unterschiedliche
Schreibweisen z. B. für das Kreuzbein, das im
Lateinischen als Sacrum bezeichnet wird und in der
deutschen Schreibweise Sakrum heißt. Der Buchstabe C kann also durch den Buchstaben K ersetzt
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Die Wirbelsäule besteht aus der Halswirbelsäule
der Brustwirbelsäule 2 , der Lendenwirbelsäule
dem Kreuzbein 4 sowie dem Steißbein 5 .
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werden, was u.a. für das Verständnis von Abkürzungen wichtig sein kann. In anderen Fällen wird
der lateinische Buchstabe C im Deutschen durch
den Buchstaben Z ersetzt. So können die Wirbelgelenke als Fazetten oder auch als Facetten bezeichnet werden. Als Abkürzung für den Begriff
Musculus (Muskel) wird häufig das Kürzel M. verwendet (für mehrere Muskeln das Kürzel Mm.) und
für den Begriff Nervus (Nerv) das Kürzel N.
Die Wirbelsäule wird auch als Achsenskelett
bezeichnet und trägt Kopf und Rumpf. Über den
Schultergürtel bzw. die Schultergelenke ist sie mit
den Armen verbunden. Der unterste Anteil der
Wirbelsäule, das Kreuzbein (Sakrum), steht über
den Beckengürtel bzw. die Hüftgelenke mit den
Beinen in Verbindung. In ihrer tragenden (statischen) Funktion hält die Wirbelsäule den Körper in
einer aufrechten Haltung. Ihr spezieller Aufbau
ermöglicht zudem eine hohe Beweglichkeit des
Körpers (dynamische Funktion). Dazu ist die Wirbelsäule normalerweise wie ein doppelt s-förmig
gebogener und flexibler Stab aufgebaut.
Auf dem obersten Anteil der Wirbelsäule, der
Halswirbelsäule (HWS), sitzt der Kopf. Die Halswirbelsäule besteht aus 7 Halswirbeln. Den mittleren Anteil der Wirbelsäule bildet die Brustwirbelsäule (BWS) mit 12 Brustwirbeln. Von diesen
gehen seitlich die Rippen ab. Die Lendenwirbelsäule (LWS) stellt den unteren Anteil der
Wirbelsäule dar und setzt sich aus 5 Lendenwirbeln zusammen. Sie sitzt dem Kreuzbein (Os
sacrum, Sakrum) auf, welches aus 5 Kreuzwirbeln
zu einem Knochen verschmolzen ist. Das Kreuzbein ist zu beiden Seiten über das KreuzbeinDarmbein-Gelenk (Sakroiliakalgelenk) mit dem
rechten und linken Darmbein als Teil des Beckens
verbunden. An das Kreuzbein schließt sich das
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