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Tierphysiologie Praktikum für Bioinformatiker | Nervenphysiologie
Kennzeichnung des Versuchs:
Versuch A (Nervenphysiologie)
Datum der Versuchsdurchführung:
Mittwoch, den 19. März 2008
Gruppennummer:
A1d
Gruppenleiter:
Anne Eberle
[email protected]
Namen der Versuchsteilnehmer:
Benjamin Schubert
Björn Petri
Tran Minh Do
2008
Tierphysiologie Praktikum für Bioinformatiker | Nervenphysiologie
INHALTSVERZEICHNIS
0.
Theoretischer Hintergrund (S. 3)
1.
Versuch 1 (S. 9): Übungen zum Kennenlernen des Reizgerätes
und des Oszilloskops
2.
3.
Versuch 2 (S. 10): Passive Eigenschaften der Nervenzellmembran
a. Spannungsverlauf
b. Maximalamplitude
c. maximalen Abstand
d. Zeitkonstante
e. Auswirkungen der Zeitkonstante
f. Spannungsverlauf über Ort und Zeit
Versuch 3 (S. 13): Messung des Reizartefakts
4.
Versuch 4 (S. 14): Ableitung eines fortgeleiteten diphasischen
Summenpotentials unterschiedlichen Reizstärken
a. Amplitude des SAPs in Abhängigkeit
b. typisches SAP
c. Zunahme der SAP-Amplitude
5.
Versuch 5 (S. 16): Bestimmung der Geschwindigkeit der Erregungsleitung
a. Ableitung des SAPs
b. Zeitdifferenz der SAP-Gipfel
c. allgemeiner Vergleich
6.
Versuch 6 (S. 17): Bestimmung der Refraktärzeit beim Froschnerven
a. SAP-Antworten auf Doppelreiz
b. absolute und relative Refraktärzeit
c. maximale Reizfrequenz
7.
Versuch 7 (S. 18): Umwandlung des diphasischen SAPs
in ein monophasisches SAP
a. diphasisches SAP
b. Vergleich von mono-/diphasischen SAPs
8.
Versuch 8 (S. 19): Leitungsanästhesie am peripheren Nerven
a. SAP unter Xylocaineinfluss
b. Auswertung
9.
Versuch 9 (S. 22): Betäubung eines Nerven mit Äther
a. Reizung des Präparates
b. Diagramm der SAP-Amplitude
c. Wirkung von Äther
10. Quellenangaben (S. 24)
2008
Tierphysiologie Praktikum für Bioinformatiker | Nervenphysiologie
2008
0. Theoretischer Hintergrund
Allgemeiner Aufbau eines Neurons:
Ein Neuron (Nervenzelle) ist eine auf Erregungsweiterleitung spezialisierte Zelle. Die Gesamtheit aller
vorkommenden Neurone in einem Organismus bildet das Nervensystem. Man schätzt die Anzahl der
Nervenzellen im menschlichen Körper auf ca. 100 Milliarden.
Das Neuron besteht aus einem Zellkörper,
auch Soma oder Perikard genannt, in dem sich
der Zellkern und weitere Organellen wie das
rau und glatte endoplasmatische Retikulum,
der Golgiapparat und Mitochondrien.
Auffallend bei einem Neuron ist jedoch die
hohe Anzahl endoplasmatischer Retikula, die
sich zu so genannten Nissl-Schollen, bzw. zur
Nissl-Substanz
zusammenschließen.
Der
Durchmesser des Soma variiert zwischen 5100 µm, je nach Neurontype.
Abbildung 1: Allgemeiner Aufbau eines Neurons [1]
An das Soma schließen sich die Dendriten an, feine plasmatisch Verzweigungen, die über Synapsen
mit anderen Nervenzellen in Kontakt stehen und durch diese erregt werden. Ein Dendritenbaum
einer einzigen menschlichen Nervenzelle kann mit bis zu 200.000 weiteren Neuronen in Kontakt
stehen.
Ein besonderes Areal des Neurons ist der Axonhügel. Es dient als Initialsegment des Aktionspotentials
der Nervenzelle.
Ist die, über den Soma elektrotonisch weitergeleitete, Erregung ausreichend, um das
Schwellenpotentials des Axonhügels zu überschreiten, wird ein Aktionspotential nach dem Allesoder-Nichts-Prinzip ausgelöst und über das Axon weitergeleitet.
Man unterscheidet hierbei zwischen markhaltigen (vor allem bei Wirbeltieren zu finden) und
marklosen Axone. Die markhaltigen Axone sind von Myelinscheiden (im ZNS gebildet aus
Oligodentrozyten und peripheren Nervensystem aus Schwann‘schen Zellen gebildet) umschlossen
und dienen der Isolation. Jeweils zwischen zwei aufeinander folgenden Myelinscheiden liegt ein
Ranvierscher -Schnürring, welcher wichtig ist für die saltatorische Weiterleitung des
Aktionspotentials. Die marklosen Nervenfasern hingegen besitzen keine zusätzliche Isolation.
Die Länge eines Axons kann zwischen 1µm bis 1m und höher liegen. Die durchschnittliche Dicke eines
Axons liegt bei Säugetieren zwischen 0,5 und 10µm.
An dem stark verzweigten Ende des Axons befinden sich die Endköpfchen, welche den
präsynaptischen Teil der Synapse bilden. Die wichtigste Funktion ist die Freisetzung von
Neurotransmittern, die in Vesikeln lagern und durch Ca2+ zur Exozytose mit der präsynaptischen
Membran bewegt werden. Bei so genannten elektrischen Neuronen wird die
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2008
Neurotransmitterübertragung durch Gap Junctions ersetzt (kanalbildender Komplex, welcher zwei
Zellen intrazellulär miteinander verbindet).
Den postsynaptischen Teil bildet, wie schon erwähnt, ein Dendritast eines weiteren Neurons. Dies ist
aber nicht zwingen notwendig. So gibt es ebenfalls Axo-Soma-Synapsen und Axo-Axonal-Synapsen,
die, wie der Name schon angibt, entweder direkt am Soma der nachfolgenden Nervenzelle anliegen
oder mit einem Axon verschaltet sind. Ebenfalls gibt es zwischen Muskelzellen und deren
Motoneuronen Synapsen. [2]
Ruhepotential
Das Ruhepotential beschreibt das Membranpotential bei elektrisch erregbaren Zellen, wenn keine
Erregung durch eine andere Zelle stattfindet.
Der Ausbildung eines Ruhepotentials liegen die unterschiedlichen Ionengradienten des
extrazellulären und des intrazellulären Raums zugrunde.
Tabelle 1: Ionenkonzentration des intrazellulären und extrazellulären Raumes[3]
Ionenarten
Ionenkonzentration in der
Gewebsflüssigkeit (in mmol/l)
Ionenkonzentration im Plasma
der Nervenfaser (in mmol/l)
Größe der hydratisierten Ionen
(10^[-10] m)
Natriumion
(Na+)
Kalziumionen
(K+)
Chloridionen
(Cl-)
Organsiche
Anionen (A-)
460
10
540
-
350
400
55
350
12
7
8
(über 15)
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2008
Grundlegend für die Ausbildung ist die Semipermeabilität der Zellmembran. So ist die Membran der
Nervenzelle für die Anionen im Zellinneren unpassierbar, für die Kaliumionen hingegen schon. Die
elektrische Anziehungskraft der Anionen wirkt durch die Membran hindurch und bindet die
Kaliumionen an die Membranaußenseite. Somit entsteht ein an der Außenmembran elektropositives
und im Inneren elektronegatives Gefälle (ca. -70mV).
Die Natrium- und Chlorionen verhalten sich in etwa genauso, wobei es den Chlorionen möglich ist die
Membran zu durchdringen und in den intrazellulären Raum zu gelangen. Dabei wurde festgestellt,
dass es einen sehr geringen Einfluss von Na-Ionen gibt (Leckstrom).
Es überlagern sich also zwei elektrische Felder. Da sie beide das gleiche elektrische Gefälle aufweisen
verstärken sie sich gegenseitig.
Durch die Diffusion der beiden Ionen würde es schnell zu einem Konzentrationsausgleich und somit
zu einem Zusammenbruch des Ruhepotentials kommen. Also muss es einen Mechanismus geben, der
aktiv (durch Energieverbrauch) künstlich das Konzentrationsgefälle wiederherstellt. Die NatriumKalium-Pumpe erfüllt diese Bedingungen. Sie transportiert unter ATP Verbrauch und gegen den
Diffusionsgradienten Na-Ionen in den extrazellulären Raum und K-Ionen in den Intrazellulären Raum,
wodurch es zu einer Aufrechterhaltung des Ruhepotentials kommt.
Durch die Nernstgleichung, die von dem Physiker und Chemiker Walter Nernst im Jahre 1889
entwickelt wurde, lässt sich das Membranpotential eines Redox-Paares (z.B.
) leicht feststellen:
Formel 1: Nernst-Gleichung [4]
E
E°
R
T
ze
F
a
Elektrodenpotential
Standardelektrodenpotential
Universelle oder molare Gaskonstante, R = 8,31447 J mol−1 K−1
absolute Temperatur (=Temperatur in Kelvin)
Anzahl der übertragenen Elektronen (auch Äquivalentzahl)
Faraday-Konstante, F = 96485,34 C mol−1
Aktivität des betreffenden Redox-Partners
Um das Membranpotential unter Einbeziehung mehrerer Ionen zu berechnen, nutzt man die
Goldmann-, bzw. Goldman-Hodgkin-Katz-Gleichung, die von David E. Goldman, Alan Lloyd Hodgkin
und Bernard Katz entwickelt wurde.
Formel 2: Goldmann-Gleichung [5]
R = allgemeine Gaskonstante
T = absolute Temperatur in Kelvin
F = Faradaysche Konstante
P = Permeabilität
K = Kalium
Na = Natrium
Cl = Chlorid
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Aktionspotential:
Das Aktionspotential (AP) ist eine kurze Spannungsumkehrung des Ruhepotentials, die in einer
charakteristischen Form abläuft. Das AP ermöglicht eine Erregungsleitung im Nervensystem und die
Kontraktion der Muskulatur.
Die Entstehung eines Aktionspotentials ist durch
spannungsgesteuerte
Ionenkanäle,
sowie
den
Diffusionsgradienten zu erklären.
Verändert sich das Membranpotential um 20mV, so tritt
ein Porenblock der
-Kanäle durch Spermin ein und es
kommt zur Depolarisation und zum Erreichen des
Schwellenwerts
der
spannungsgesteuerten
Natriumkanäle (Initialsphase). Bei ca. -60mV öffnen sich
langsam die spannungsgesteuerten
-Kanäle und
Natrium strömt in die Zelle ein. Die Zelle depolarisiert,
wodurch noch mehr
-Kanäle geöffnet werden.
Abbildung 2: Charakteristischer Amplitudenverlauf
eines AP [6]
Noch bevor das Potentialmaximum (von ca. +20-30mV)
erreicht wird, beginnen die spannungsgesteuerten
-
Kanäle sich wieder zu schließen. Zugleich öffnen sich langsam spannungsgesteuerte
-Kanäle und
die Repolarisation wird eingeleitet.
Die
-Kanäle besitzen zwar in etwa den gleichen Schwellenwert wie die
-Kanäle, brauchen
aber bedeutend länger zur Aktivierung. Dadurch kommt eine starke Zeitverzögerung zustande. So
sind beim Erreichen des Maximums an geöffneten
-Kanälen erst ca. die Hälfte an
-Kanälen
geöffnet. Ihr Maximum liegt etwa in der Phase der steilsten Repolarisierung.
Während der Repolarisierung nähert sich das Potential dem Ruhepotential wieder an. Die
spannungsgesteuerten
-Kanäle schließen sich und der Porenblock durch Spermin wird
aufgehoben.
Es tritt zusätzlich eine Nachhyperpolarisation ein, die sich durch eine erhöhte Kaliumpermeabilität
nach Erreichen des Ruhepotentials erklären lässt. Auch eine erhöhte Aktivität der Natrium-KaliumPumpe kann zur Hyperpolarisation beitragen. Durch die Hyperpolarisation werden die bis dato
deaktivierten spannungsgesteuerten Na-Kanäle in einen aktiven Zustand überführt.
Nach einem Zeitraum von ca. 4ms ist das Neuron wieder bereit ein AP zu bilden. Diese Zeit nennt
man Refraktärzeit. Sie stellt sicher, dass das erzeugte AP nicht „rückläufig“ ist und nur in eine
Richtung fortlaufen kann. Man unterscheidet hierbei zwischen absoluter und relativer Refraktärzeit.
Während der absoluten Refraktärzeit, die etwa 2ms dauert, kann kein neues AP gebildet werden. In
der darauf folgenden 2ms andauernden, relativen Refraktärzeit, kann ein AP nur durch einen
erhöhten Reiz ausgelöst werden. Die Amplitude des so erzeugten APs ist ebenfalls vermindert.
Dies lässt sich durch die, während der absoluten Refraktärzeit noch geschlossenen,
spannungsgesteuerten
-Kanäle erklären. Während der relativen Refraktärzeit sind noch nicht
alle Natriumkanäle wieder in einem aktiven Zustand, weshalb dann eine erhöhte Reizung benötigt
wird, um ein AP zu bilden.
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2008
Die Fortleitung des APs:
Die AP-Bildung ist auf einen kleinen Bereich der Membran beschränkt, muss sich aber zur
Informationsweiterleitung über die gesamte Länge des Axons ausbreiten. Hierbei spielt die Dicke des
Axons, sowie gegebenfalls eine Myelinisierung eine wichtige Rolle. Allgemein kann man sagen, je
dicker das Axon ist, desto schneller
wird das AP weitergeleitet.
Bei marklosen Nervenfasern breitet
sich das AP über die ganze
Membran des Axons aus, wodurch
Übertragungsgeschwindigkeiten
von maximal 20 m/s erreicht
werden.
Das generierte AP löst an
Abbildung 3: AP-Fortleitung an einer marklosen Nervenfaser[7]
benachbarten, noch unerregten
Membranstellen, durch Reduzierung der Membranspannung, infolge der Verschiebung von
Ladungsträgern, den Ablauf eines weiteren Aktionspotentials aus.
Auf diese Weise läuft das AP an einem nicht myelinisierten Axon, entlang der gesamten Nervenfaser
weiter, ohne Verminderung der Signalstärke.
Abbildung 4: Erregungsweiterleitung bei markhaltigen
Nervenfasern [8]
Die Übertragungsgeschwindigkeit von
myelinisierten Axone ist ca. fünfmal
höher als bei marklosen Axone und kann
Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 180
m/s
erreichen.
Die
erhöhte
Erregungsweiterleitung ist durch die
Myelinisierung zu erklären. So „springt“
das AP von Ranvierschen-Schnürring zu
Ranvierschen-Schnürring,
da
die
Myelinscheiden
die
Nervenfaser
isolieren und einen Ionenaustausch
verhindern.
Im Bereich der Ranvierschen-Schnürringe findet sich eine 100fach größere Dichte an
-Kanälen,
wodurch dieser Bereich besonders gut zur Ausbildung eines AP geeignet ist.
Durch Öffnung der spannungsgesteuerten
-Kanäle strömt
ein und verdrängen
gleichgeladene Teilchen. Auf der Außenseite der Membran werden hingegen, durch den Abfluss
positiver
-Ionen, andere positive Ladungsträger aus der Umgebung nachgezogen.
Viele der verdrängten Ionen werden auf der Innenseite zum nächsten Ravierschen Schnürring
gedrängt. Es kommt zu einer Depolarisation des zweiten Schnürrings und, beim Überschreiten der
Feuerschwelle, zu einem AP.
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2008
Währenddessen wurde am ersten Schnürring das Maximum der Amplitude erreicht und es kommt zu
Repolarisation durch Kaliumeinstrom. Dieser Zyklus setzt sich fort, bis das AP an den synaptischen
Endköpfen angelangt ist.
Membranlängskonstante:
Diese Konstante gibt an, nach welcher Strecke ein Potenzial auf
gefallen ist. [10]
Membranzeitkonstante:
Die Konstante gibt die Zeit an, wann das Potential auf 63% gefallen ist. [10]
Synaptische Erregungsübertragung:
Das ankommende AP öffnet
Kanäle, wodurch es in
das Synaptische Endköpfchen eindringen kann.
Das
veranlasst Vesikel, welche mit Neurotransmittern
gefüllt sind, zur präsynaptischen Membran zu diffundieren
und dort durch Exocytose mit der Membran zu
verschmelzen, um ihren Inhalt in den synaptischen Spalt
freizugeben. Jedes dieser Vesikel enthält zwischen 2.000 und
40.000 Signalmoleküle. Diese Neurotransmitter diffundieren
durch den synaptischen Spalt an die postsynaptische
Membran und setzen sich dort an spezielle Rezeptoren,
wodurch diese dann eine Konformationsänderung erfahren.
Es kommt zur Öffnung von ligandenabhängigen
Ionenkanälen und zur Änderung des
Membranpotentials der postsynaptischen Membran. Alternativ können über eine SecondMessenger-Kaskade Ionenkanäle geöffnet werden.
Abbildung 5: Chemische Synapse bei der
Erregungsweiterleitung[7]
Die Neurotransmitter werden durch spezielle Enzyme in ihre Einzelteile gespalten und an der
präsynaptischen Membran wieder durch Endocytose aufgenommen, um neu gebildet zu werden.
Es reicht aber nicht aus, wenn nur ein AP an der neuen Nervenzelle ankommt. Erst die Summe aller
erregenden (exzitatorischen) und hemmenden (inhibitorischen) Synapsen, die an einer Nervenzelle
anliegen, entscheiden, ob das am Axonhügel ankommende Potential ausreicht, um ein neues AP zu
generieren.
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2008
1. Übungen zum Kennenlernen des
Reizgerätes und des Oszilloskops
Einleitung:
Es werden die Dauer und die Amplituden von Signalen bestimmt. Dafür werden die Fertigkeiten an
den Oszilloskopen trainiert.
Material und Methoden:
Abbildung 6: Aufbau des Versuches
Mit dem Reizgerät lassen sich elektrische Einzelreize erzeugen, die teilweise fest eingestellt sind.
Eigenschaften wie Amplituden und Anzeigedauer sollen manuell nach Ermessen eingestellt werden.
Ergebnisse:
Abbildung 7: Frosch SAP
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2. Passive Eigenschaften der Nervenzellmembran
Einleitung:
Membranmodell:
Es wird an einem Modell der Nervenzellmembran, welche aus einer Kette von RC-Gliedern besteht,
abgeleitet. Diese Glieder sollen zusammen eine Membran simulieren mit Membranwiderstand und
Membrankapazität. Untereinander sind die einzelnen Glieder durch den Innenwiderstand der
"Intrazellulärflüssigkeit" verbunden.
Dieser Versuchsteil soll an Nervenzellen das Praktizieren von Ableitmethoden und Messungen von
passiven Membraneigenschaften dienen.
Material und Methoden:
Abbildung 8: Versuchsaufbau
Dieser Versuch besteht aus mehreren Teilversuchen mit unterschiedlichen Einstellungen der Geräte.
Der Versuchsaufbau ist dabei zu konstruieren wie auf Abbildung 8. Dabei sind feste Einstellungen für
die Reizamplitude von 5 V und eine Reizdauer von 200ms (nicht veränderbar) einzustellen.
Es soll der Spannungsverlauf registriert werden. Dafür wir gemessen, wie sich die Amplitude in
Abhängigkeit zur Entfernung zwischen zwei Messpunkten verhält. Es werden die wichtigen
Unterschiede registriert.
Dann wird aus den Messpunkten, mit Hilfe eines Computerprogramms die Längskonstante des
Modells ermittelt. Mithilfe dieser Längskonstante wird ermittelt, bis zu welchem maximalen Abstand
vom Reizort bei den Modellen mit einem Schwellenwert von 0,4V ein AP ausgelöst werden würde.
Es wird nun die Zeitkonstante am ersten Messpunkt nach dem Reizort bestimmt. Dieser Wert wird
dann mit der Membranzeitkonstante verglichen.
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2008
Ergebnisse:
Tabelle 2: Passive Eigenschaften der Nervenzellmembran, Messpunkt 0-6
Messpunkt
Abstand [cm]
Amplitude [V]
0
0
5
1
3
2
Abbildung 9: Passive Eigenschaften d. Nervenzellmembran
Messpunkt 1
2
6
0,8
3
9
0,345
32,91mm
5
15
0,064
6
18
0,036
Abbildung Error! No text of specified style in document.10:
Passive Eigenschaften d. Nervenzellmembran
Messpunkt 6
Abbildung 11: Spannungsverlauf über Ort
Membranlängskonstante:
4
12
0,14
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Membranzeitkonstante:
2008
8ms
Berechnung des Schwellenwertes
Bei einem Schwellenwert von 0,4 V kann nur bei einem Abstand von maximal 3cm ein
Aktionspotential ausgelöst werden, da bei einer höheren Entfernung die Feuerschwelle nicht
erreicht wird.
Diskussion
Wie man der Tabelle 2 und der Abbildung 11 entnehmen kann, wird bei zunehmender Länge des
Nervs die Reizamplitude geringer. Dieses liegt daran, dass die Spannung bei größerer Entfernung vom
Reizort durch den erhöhten Membraninnenwiderstand abnimmt.
Je größer der Abstand zur Reizamplitude wird, umso geringer die ankommende Erregung.
Die Kurve gleicht der Funktion
(Abb. 4)
Der Wert kann verändert werden durch eine Erhöhung der Durchmesser der Nervenfaser. (hier
Formel für die Dicke des dingens einfügen)
Durch Isolation von Myelin-Scheiden (Schwann’sche Zellen und Oligo blabla)
Berechnung des maximalen Abstandes zum Reizort:
Bei einem Schwellenwert von 0,4 V kann nur bei einem Abstand von maximal 3cm ein
Aktionspotential ausgelöst werden, da bei einer höheren Entfernung die Feuerschwelle nicht
erreicht wird.
Die Geschwindigkeit der Erregungsleitung ist von der Zeitkonstante abhängig, da die Zeitkonstante
beschreibt, wann 63% der Maximalamplitude erreicht wurde. Das heißt, je niedriger die
Zeitkonstante, desto schneller ist die Erregungsleitung.
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3. Messung des Reizartefakts
Einleitung:
Bei diesem Versuch wird das Reizartefakt gemessen.
Material und Methoden:
Abbildung 12: Versuchsaufbau
Um die Charakteristika eines Reizartefaktes identifizieren zu können, wurde ein in Ringer-Lösung
getränkter Faden auf die Elektroden des Membranmodells gelegt und mit einer Reizamplitude von
3V gereizt.
Ergebnisse:
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Abbildung 13: Messung eines Reizartefakts
Diskussion
Die zu sehenden Ausschläge sind durch die Konzentration von
und
in der Ringer-Lösung zu
erklären. Die zu sehenden Ausschläge beginnen bei Reizanfang und Reizende. (eventuelle
Begründung für dieses Faktum) Die nicht vorhandene Latenz des ersten Peaks ist dadurch zu
erklären, dass die Reizung vor Ort stattfand. Da die elektrische Leitfähigkeit des Fadens so gering ist,
dass sie zu vernachlässigen ist.
4. Ableitung eines fortgeleiteten diphasischen
Summenpotentials unterschiedlichen Reizstärken
Einleitung:
Ein Summenaktionspotential (SAP) entsteht bei synchroner Erregung mehrerer oder
sämtlicher Axone eines Nervs. Die Ableitung erfolgt extrazellulär. Die Amplitude des SAPs
hängt von der Anzahl und Dicke der erregten Axone und damit von der Reizamplitude ab. Bei
der Reizamplitude unterscheidet man zwischen der Schwellenreizstärke (kleinste
Reizamplitude, die eben noch ein messbares SAP auslöst) und der Maximalreizstärke
(Reizamplitude, ab der eine weitere Vergrößerung keine Zunahme der SAP-Amplitude
bewirkt).
Material und Methoden:
Erst wird der Nerv platziert, eine Messreihe zügig durchgemessen, und dann der Nerv in die
Ringerlösung zurückgelegt. Zwischen zwei Messreihen – jedoch nie innerhalb einer
Messreihe – kann der Nerv auch mit Ringerlösung beträufelt werden.
Ergebnisse:
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Tabelle 3: Ergebnisse der SAP-Reizungen
Reiz [V]
SAP [mV]
0,14
260
0,25
1100
0,26
2900
0,76
3000
1,12
3000
Abbildung 14: Ergebnisse als Graph
Abbildung 15: minimale Reizamplitude [0,14V]
Abbildung 16: maximale Reizamplitude [0,76V]
Diskussion
Minimalreizstärke ist ab der Intensität, wann die Nervenfaser ein messbares SAP abbildet,
also wenn genau ein Axon über den Schwellenwert depolarisiert wird.
Maximalreizstärke entsteht bei synchroner Erregung sämtlicher Axone.
Sollte nach logistischem Wachstum verlaufen, da die Nervenfaser aus unterschiedlich-gut
erregbaren Axonen besteht, werden zu Beginn mehrere Axone gleichzeitig erregt. Bei
weiterer Erhöhung der Reizintensität nimmt die Anzahl der zu erregenden Axone bis zu
einem Maximalwert ab, bei dem alle Axone erregt sind. Auf Abbildung 14 ist dies schwer zu
erkennen, da zu wenige Messwerte zur Verfügung standen.
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5. Bestimmung der Geschwindigkeit der Erregungsleitung
Einleitung:
Dieser Versuch soll darüber Aufschluss geben, wie schnell ein AP in einem Forschnerv
fortgeleitet wird.
Material und Methoden:
Um allgemeine Geschwindigkeiten zu berechnen, benötigt man nur eine Strecke und die
Zeit, in der diese Strecke bewältigt wurde. Bei dem Froschnerv leitet man dafür einmal
reizortnah und reizortfern (am besten mit weit möglichsten Abstand) ab, um die nötigen
Daten zu bekommen. Dabei soll die Reizung mit der ermittelten Maximalreizstärke erfolgen.
Dann extrahiert man aus den erhaltenen Informationen die Zeitdifferenz beider SAP-Gipfel
und den Abstand der abgeleiteten Elektrodenpaare. Daraus kann man die Geschwindigkeit
berechnen
.
Ergebnisse:
Leitungsgeschwindigkeit des Nervus Ischiadicus:
Abbildung 17: reizferne Ableitung eines SAPs
Diskussion
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2008
In der Literatur wird die durchschnittliche Leitungsgeschwindigkeit dieses Nerves
[literaturangebe suchen] angegeben. Da der Nerv aber aus mehreren verschieden schnellen
Fasern besteht kann dieser Wert variieren. Die Leitungsgeschwindigkeit kann auch durch die
Präparation beeinflusst worden sein.
6. Bestimmung der Refraktärzeit beim Froschnerven
Einleitung:
Bei der relativen Refraktärzeit ist es dem Nerv möglich ein neues AP zu erzeugen, aber unter
Verwendung einer höheren Reizamplitude oder Verlustes der Amplitude des SAPs bei
gleicher Reizamplitude. Diese Erscheinung soll in diesem Versuch nachgewiesen werden.
Material und Methoden:
Um dieses Phänomen visualisieren zu können, sind zwei Reize mit maximaler Reizamplitude
benötigt, deren zeitlichen Abstand man so wählen kann, sodass man die refraktären
Eigenschaften identifizieren kann.
Wenn man die Amplituden des zweiten SAPs messen und dann die Werte in eine Tabelle
eintragen, kann man damit ein entsprechendes Diagramm für die Refraktärzeit erstellen.
Mit dieser Messreihe kann man die absolute und relative Refraktärzeit bestimmen.
Ergebnisse:
Tabelle 4: Refraktärzeit
Reizabst. [ms]
SAP [mV]
1
400
1,1
800
1,25
1050
1,6
2600
Abbildung 18: Refraktärzeit
1,9
2700
2
2800
3,1
3000
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Abbildung 19: relative Refraktärzeit
Abbildung 20: absolute Refraktärzeit
2008
Abbildung 21: keine Refraktärzeit
Diskussion
Aus den Messungen ergibt sich eine absolute Refraktärzeit im Bereich von 0,1-1ms Reizabstand, da
es bis 1ms Reizabstand keine zweite Amplitude zu erkennen war. Die absolute Refraktärzeit ist
demnach 0,9ms lang.
Die relative Refraktärzeit liegt im Reizabstandsbereich von 1,1 bis 3ms; hat also eine Länge von
1,9ms. Es ist zwar eine zweite Reizamplitude zu erkennen, diese ist aber schwächer als die erste.
Dies lässt sich durch die, nach einer Depolarisation noch ganz oder teilweise inaktivierten
spannungsgesteuerten
-Kanäle erklären (siehe Theoretischer Hintergrund). Um die maximale
Amplitude des SAP zu erreichen muss jedes Axon des Nervs seine Refraktärzeit durchlaufen haben,
ansonsten ergibt sich eine Senkung der Amplitude wie es in Abbildung 21 zu sehen ist.
7. Umwandlung des diphasischen SAPs
in ein monophasisches SAP
Einleitung:
Wenn eine Erregung entlang des Axons über zwei voneinander verschieden positionierte
Ableitelektroden hinweg wandert, dann entsteht ein diphasisches SAP. Dabei entsteht die erste
Phase normal wie bei einem monophasischen SAP, aber beim vorbei wandern an der zweiten
Elektrode wird sie der anderen negativ. Somit ist es möglich ein diphasisches SAP in ein
monophasisches SAP zu konvertieren, welches auch in diesem Versuch gezeigt werden soll.
Material und Methoden:
Um ein aus einem diphasischen SAP ein monophasisches SAP zu generieren, muss die zweite
Ableitelektrode an einer Stelle des Nervs installiert sein, wo sie unerregbar ist. Das ist
möglich, indem wir in unserem Versuch den zweiten Abschnitt des Nervs soweit abklemmen,
sodass eine Fortleitung einer Erregung nicht mehr möglich ist. Dabei ist zu beachten, dass
die Lage des Präparates nicht verändert werden darf.
Ergebnisse:
Tierphysiologie Praktikum für Bioinformatiker | Nervenphysiologie
Abbildung 22: monophasisches SAP
2008
Abbildung 23: diphasisches SAP
Diskussion
Bei einem diphasischen Summenaktionspotenzial wird die Erregung zwei Stellen des Nervs mit
abgeleitet. Das Oszillogramm entsteht hierbei dadurch, dass die beiden Elektroden im Bezug auf die
jeweils andere Elektrode negativ werden.
Abbildung 23 zeigt ein solches diphasisches SAP. Hier kann man auch erkennen, dass in
Repolarisationsphase noch eine kleine Depolarisation stattfindet. Dies erklärt sich dadurch, dass das
AP der langsameren Axone in diesem Moment ankommt.
Bei einem monophasischen SAP wird die Erregung nur an einer Elektrode abgenommen. Um also ein
diphasisches in ein monophasisches SAP umzuwandeln muss der Nerv an einer Stelle abgeklemmt
werden.
Wie man in Abbildung 22 erkennen kann bleibt die 2. Phase des SAPs dadurch aus.
Ein weiterer Unterschied ist die deutlich stärkere Depolarisation und Hyperpolarisation beim
diphasischen SAP, was wahrscheinlich durch das Abklemmen des Nervs hervorgerufen wurde.
Da hierbei an der Außenseite gemessen wurde, sieht man auf dem Oszillogramm die
Potentialveränderung an der anliegenden Zelle. Da die gereizte Zelle depolarisiert wird, wird die
äußere auf Grund des Konzentrationsgradienten hyperpolarisiert. Man erhält deshalb ein
gespiegeltes Bild.
8. Leitungsanästhesie am peripheren Nerven
Einleitung:
In diesem Versuch wird ein Nerv mit Xylocain anästhetisiert. Die Wirkung wird nicht sofort eintreten,
sondern zeigt nur nach und nach ihren Effekt. Diesen Verlauf der Betäubung wird somit festgehalten.
Material und Methoden:
Der Nerv wird anfangs mit Xylocain betröpfelt. Danach werden alle 30 Sekunden eine Messung mit
Einzelreizen mit gleicher Reizamplitude durchgeführt, sodass am Ende ein Diagramm daraus erstellt
werden kann und die vollständige Betäubung daraus entnommen werden kann.
Tierphysiologie Praktikum für Bioinformatiker | Nervenphysiologie
2008
Ergebnisse:
Tabelle 5: entnommene SAP-Amplitudenwerte
Zeit [s]
Amplitude [V]
Zeit [s]
Amplitude [V]
0
1,5
300
0,15
30
1
330
0,12
60
0,7
360
0,1
90
0,55
390
0,08
120
0,5
420
0,07
150
0,375
180
0,3
210
0,235
Abbildung 24: SAP-Amplitude in Abhängigkeit der Zeit unter Xylocaineinfluss
240
0,2
270
0,19
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2008
Abbildung 25
Abbildung 26
Abbildung 27
Abbildung 28
Abbildung 29
Abbildung 30
Abbildung 31
Abbildung 32
Abbildung 33
Abbildung 34
Abbildung 35
Abbildung 36
Abbildung 37
Abbildung 38
Abbildung 39
allgemeine Werte: Zeit [0,5ms], Reiz [0,2V], Messung [0,5V]
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Diskussion
Bei diesem Versuch wurde das Betäubungsmittel Xylocain auf den Nerven gespritzt.
Wie man auf den Abbildung 25 bis Abbildung 39 sehen kann, setzt Xylocain die Leitung des Nervens
herab, bis keine Erregung mehr messbar ist.
Dies kommt daher, dass Xylocain die Nikotinische Acetylcholinrezeptoren blockiert und so die Leitung
des Potentials über den synaptischen Spalt verhindert.
Es werden nach und nach alle Kanäle besetzt, wodurch die Leitfähigkeit nicht sofort zerstört wird.
Im Körper wird dieser Stoff in der Leber abgebaut, doch da es sich hierbei nur um ein
Nervenpräparat handelt ist dieser Vorgang irreversibel.
9. Betäubung eines Nerven mit Äther
Einleitung:
In diesem Versuch wird der Nerv mit Äther betäubt und dessen Auswirkungen beobachtet. Dabei
sollte irgendwann kein messbares SAP auf den Oszilloskopen erkennbar sein.
Material und Methoden:
Es wird nun zwischen der Abdeckplatte und der Kammer ein mit Äther getränktes Filterpapier
zwischen gelegt. Anschließend wird er bei gleichbleibender Reizstärke in Abständen von 10 s mit
Einzelreizen gereizt, solange bis kein SAP mehr ausgelöst wird, der Nerv also vollständig betäubt ist.
Ergebnisse
Abbildung 40: Beginn und Anfangsintervalle der Messung der SAPs bei einem konstanten Reiz von 2V
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Abbildung 41: weitere SAPs zu späteren Zeitpunkten des Versuchs
Zur Auswertung der Ergebnisse wurde ein Diagramm der SAP-Amplitude als Funktion der Zeit vor
(Punkt mit dem x-Wert 0) und während der Ätherwirkung erstellt.
Tabelle 6: Auswertung der SAP-Ausdrücke
Zeit [s]
Amp [mV]
0
1500
10
1150
20
1000
30
900
40
750
50
650
60
600
70
450
80
400
Abbildung 42: SAP-Amplitude über einen Zeitraum von 100s
90
350
100
300
110
250
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Diskussion
In der Abbildung 43 wird, was bereits in den Oszilloskop-Ausdrucken zu sehen ist, deutlich, dass die
Amplitude eines monophasischen SAPs unter Äthereinwirkung rasch abnimmt. Ab 100 s nach der
Ätherapplikation kann man nur noch das Reizartefakt aber kein SAP mehr erkennen.
Diese Wirkung beruht auf einer Abnahme der Membranflexibilität durch Ablagerung der
Äthermoleküle in der Membran. Dadurch können sich die Na+-Kanäle nicht mehr alle öffnen (der
Platz ist einfach nicht mehr vorhanden) und die einzelnen APs fallen nach und nach aus, was zur
langsamen Abnahme der SAP-Amplitude führt. Mit fortschreitender Zeit können sich immer weniger
Na+-Kanäle öffnen bis sich gar keine mehr öffnen können, dann ist der Zeitpunkt der vollständigen
Betäubung erreicht. In diesem Versuch wurde dieser Zeitpunkt nach ca. 2 Minuten erreicht.
10. Quellenangaben
[1] Original von LadyofHats, 2007-09-10
[2] Robert F. Schmidt, Gerhard Thews, Florian Lang (Hrsg.): Physiologie des Menschen. 28. Aufl. Springer, Berlin
2000 (Springer-Lehrbuch) ISBN 3-540-66733-4 .
[3]Hartmut Scholbach: Vita Nova. 2.Aufl. C.C.Buchners Verlag, Bamberg 2002 ISBN 3-7661-3323-3
[4]Nernstgleichung Verweis noch suchen hab nur Wiki und da steht nichts
[5] Goldman, D. E. (1943): Potential, impedance, and rectification in membranes. Journal of General Physiology
27:37-60
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Aktionspotential.svg
[7] http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Propagation_d%27un_potentiel_d%C3%A9cr%C3%A9mentiel.svg
[8] http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Propagation_influx_nerveux_axone_my%C3%A9linis%C3%A9.svg
[9] http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Synapse2.svg
[10] www.bestimmungsbuecher.de/staatsexamen/NERVEN.DOC
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