Dienstag, 24. Mai 20:30 Uhr Christoph Enzel, Sopransaxophon

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Dienstag, 24. Mai 20:30 Uhr
Christoph Enzel, Sopransaxophon
Adrian Tully, Sopransaxophon
The Long and The Short of it
Musik für zwei Sopransaxophone
I. The Long:
Isang Yun
Inventionen (1984)
für zwei Sopransaxophone
I. Triller
II. Glissandi
III. Vorschläge
IV. Harmonie
Das Œuvre Isang Yuns ist getragen vom flexiblen, lebendigen Ton der traditionellen Musik seiner Heimat. Indem Yun in seine "Hauptton"Technik Dodekaphonie und "entwickelnde Variation" integriert, steht er auch in europäischer Tradition. Sein Komponieren verschmilzt Östliches
und Westliches zu einem singulären Personalstil, der Kunst des gleitenden Übergangs aus dem Geiste des Tao.
Bruno Maderna
Dialodia (1972)
per due flauti od oboi o altri strumenti
Bruno Maderna war ein Vertreter der musikalischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach neoklassizistischen Anfängen in den
1940er Jahren wandte er sich in den späten 1940er Jahren unter dem Einfluss Scherchens, den er neben Malipiero als seinen eigentlichen
Lehrer ansah, der Seriellen Musik zu. Deren strenges Gefüge brach er in der Folgezeit mit einer für ihn spezifischen Form von Aleatorik auf,
wodurch er den Determinismus der seriellen Komponierweise in Richtung eines "Offenen Kunstwerks" durchbrach.
Ulrich Krieger
1197 (2009)
für 2 Sopransaxophone und Sinustöne
The two soprano saxophones create rythmic beatings of various speeds against the sine tones. Each tone should quickly fade in, be held with
one breath for each 20 second interval exploring the beatings, and then quickly fade out again. The saxophones should mix in with the sine tones
in order to create an overall unified sound.
Ulrich Krieger studierte Saxophon, Komposition und elektronische Musik an der Hochschule der Musik Berlin und an der Manhattan
School of Music, New York. Ab 1988 begann seine intensive Auseinandersetzung und Recherche mit dem Didgeridoo und der Musik und Kultur
der Aborigines Australiens. Seit 1990 arbeitet er als improvisierender Musiker, Komponist und Rockmusiker. Er arbeitete mit vielen Künstlern
zusammen, u.a. mit Lou Reed, Lee Ranaldo, LaMonte Young, Phill Niblock, Christian Marclay, Mario Bertoncini, Merzbow, Michiko Hirayama,
John Duncan, Zbigniew Karkowski, DJ Olive, Alan Licht, Kasper T Toeplitz und Radu Malfatti. Krieger gab und gibt zahlreiche Konzerte, tritt als
Interpret und Solist mit eigenen Ensembles und mit anderen Kammermusik-Formationen oder Orchestern auf.
II. And The Short of it:
Justin Lepany
Esquisse 01 (2011)
für zwei Sopransaxophone UA
Justin Lepany ist 1980 in Tokyo geboren. Akademische Ausbildung:
2004 – 2005 Cardiff University, Großbritannien | Studium der Musikwissenschaft
1999 - 2005 Université Paris VIII, Frankreich | Diplom in Musikwissenschaft
1993 - 2004 Conservatoire du 17e, Paris Instrumentelle und theoretische Ausbildung in der Musikrichtung Jazz (Gitarre) bei Gérard Curbillon und
William Carosella. Arbeit als Komponist (Auswahl): „Prélude, Vocalise et Variation” für Orgel, uraufgeführt von Matthias Schmelmer in der HeiligKreuz- Kirche, Berlin, November 2010
„Treffpunkte“, Zusammenarbeit mit dem Saxophonist Christoph Enzel, uraufgeführt im Berlin- Hauptbahnhof im Rahmen von dem Musikfestival
Ankunft: Neue Musik, Berlin, September 2010
„Les Chants de Pierres“ für Carillon, uraufgeführt von Jeffrey Bossin im Carillon von Berlin-Tiergarten, Berlin, Juni 2010
„Carbon Suite“, Videospielmusik, Auftragsarbeit für Shell, Berlin 2007 | „20 Minuten - Die PodcastOper“, Uraufführung Dezember 2006, erste
Präsentationen in Berlin und Leipzig. Das Projekt wurde von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.
Brett Dean
Demons (2004/2011)
für Sopransaxophon solo UA
Brett Dean studierte in Brisbane und war von 1985 bis 1999 Mitglied der Berliner Philharmoniker. Er entschied sich danach, freischaffend
tätig zu sein. Seit 2000 lebt er wieder in Australien, ist aber als Komponist und Musiker auf vielen Konzertpodien in aller Welt zu erleben. Dean
ist mit der Malerin Heather Betts verheiratet und tritt oft zusammen mit seinem Bruder auf, dem Klarinettisten Paul Dean.
Ben Foskett
Four (2011)
für zwei Sopransaxophone UA
The material for the piece comes from the start of my opera so I thought it best just to have the first few lines of the opera as a program note ...
Olympe –Vous n’avez qu’à le vouloir
Ce que je dis, n’est ce pas ?
Souvent, je dis ça…
Vous n’avez qu’à le vouloir.
© Laure Salama
Ben Foskett studied at the Royal College of Music and the Royal Academy of Music in London with Edwin Roxburgh and Simon Bainbridge
respectively receiving grants from the RVW and Leverhulme Trusts. Key commissions include his Violin Concerto, 2004, for Clio Gould and the
London Sinfonietta, first conducted by Oliver Knussen, and his orchestral piece From Trumpet, 2009, commissioned for the Proms Festival and
performed by the BBCSO conducted by Susanna Mälkki. Future commissions include pieces for the CBSO Youth Orchestra, Psappha, Agon Trio
and Due Voce.
Christian Biegai
Zapping (2011)
für zwei Sopransaxophone UA
Das Stück spiegelt den inneren Monolog wider, der einen beschäftigt, während man sich auf die Fernbediehnung des Fernsehers einlässt.
Bestimmte Geräuschfetzen, werden verarbeitet, während andere nur als abstrakte Kullise wahrgenommen werden. In unserem "Zapping",
werden wir von einem unruhigen Beat angetrieben, der aus Umschaltgeräuschen besteht und durch Schirm, Charme und Melone den Fernseher
zum Ausfaden bringt. Der Hauptton des Stückes ist das klingende H, die Stimmung des Sendetones des Kanal 34 über DTVB.
Nach seinen Saxophonstudien an der Akademie der Künste Berlin und am Royal College of Music in London, begann Christian Biegai
sich der Komposition für Film zu widmen. Es folgte ein Master’s of Music an der Rutgers University in New Jersey in Orchestration,
Elektroakustik und Komposition. Nach dem Vertonen einiger Kurzfilme und einer Studioassistenz bei Frank Verderosa’s Planet V New York,
hatte Christian die Möglichkeit als Musikeditor und Komponist in Peter Jackson’s Park Road Post Studio in Neuseeland zu arbeiten. Daraus
ergab sich die Zusammenarbeit mit Dave Whitehead, mit dem er 2008 den NZ Film & TV Award für die beste Filmmusik der Serie “The Big
Picture” verliehen bekam. Zurück in Europa began eine Reihe von Kollaborationen u.a. mit Helena Bulaja, Juraj Lerotic, Marc Schleiss, Florian
Kaeppler, Marc Meyer, Didi Danquart und Brigitte Bertele, bei denen Filmmusikkompositionen aus elektronischen Elementen bis zu präparierten
Klavieren , von Kammermusik bis zu Orchestermusiken enstanden. Als Saxophonist war Christian u.a. mit den Berliner Philharmonikern, dem
New Zealand Symphony Orchestra, dem Mendelsohn Kammerorchester Leipzig, dem European Music Projekt, mit Antony & The Johnsons,
Edison Woods, The Phoenix Foundation, DM Stith, und dem Saxophonquartett clair-obscur tätig.
Helmut Zapf
persona (2011)
für zwei Sopransaxophone UA
Persona im lateinischen eine Konjugation von personare = widerhallen, durchtönen, durchdringen, wurde aber auch die Bezeichnung für "Maske".
Im antiken Theater benennt es die vom Schauspieler getragene Maske, welche die Rolle des Schauspielers festlegte. Die Stimme des
Darstellers durchtönte seine anonyme Maske. Daraus formte sich wahrscheinlich in Verbindung mit dem etruskischen Wort "phersu", welches
einen etruskischen Dämonen 550 v.Chr. bezeichnete; der spätere psychologische Begriff der Person.
In diesem kleinen Kanon für zwei Personen mit Sopransaxophon geht es um das Durchklingen, Hindurchtönen.... und um das Maskieren.
Helmut Zapf studierte von 1974 bis 1979 Kirchenmusik an den Kirchenmusikschulen Eisenach (Thüringen) und Halle (Saale). Während
dieser Zeit nahm Zapf an den Ferienkursen für Neue Musik in Gera (Thüringen) teil.
Nach dem Studium war er von 1979 bis 1982 als Kantor an der Stadtkirche in Eisenberg (Thüringen) tätig. Bis zu dem Beginn seines
Meisterschülerstudiums bei Professor Georg Katzer an der Akademie der Künste der DDR in Berlin (1982-1986) entstanden erste
autodidaktische Kompositionen, u.a. die Werke Singender Mann für Flöte solo, Brechungen I und II für Flöte und Streichtrio, Klangetüde II für
Orchester, Recitativ für Oboe und Streichquartett.
Seit dem Abschluss seiner Meisterschülerzeit lebt und arbeitet Helmut Zapf als freiberuflicher Komponist in Zepernick (Panketal) bei Berlin.
Philip Venables
Flipp (2010)
für zwei Sopransaxophone UA
3' for two saxophones.Two saxophones flipping back and forth, maybe flippern, inspired partly by Simon Holt's piece for solo oboe called
Disparate.
Philip Venables wurde 1979 in Chester, Großbritannien, geboren.
Er studierte zunächst Naturwissenschaften am Jesus College,
Cambridge. Nachdem er den Bachelor abgeschlossen hatte, entschied er sich für den Masterstudiengang Komposition der Royal Academy of
Music in London als Schüler des Komponisten Philip Cashian. Während seines Studiums erhielt Philip Venables das DipRAM Diplom sowie
weitere Preise und wurde mit dem Manson Fellowship ausgezeichnet. Zu den Kompositionen, die Philip in den letzten zwei Jahren in Auftrag
gegeben wurden, gehören ANIMA (Ensemble 10-10, für das Royal Liverpool Philharmonic Orchester), Fight music (Endymion), In America et
ego (Bregenzer Festspiele in Österreich, für das Ensemble LUX), Thalidomide (die BBC Singers), Ora (für das BBC Symphony Orchester) sowie
Lullaby (für die Black Dyke Brass Band zu den Deal Festspielen). Weitere Stücke komponierte Venables für das London Symphony Orchestra,
das London Sinfonietta, die BBC Singers, die Sounds New Festspiele, die Rambert Dance Company, die Cheltenham International Music
Festspiele, die Quantum Loop Animated Film Festspiele und die Spitalfields Festspiele. Derzeit arbeitet Philip gemeinsam mit dem Librettisten
Michael Brett an einer neuen Kammeroper, The Schmürz. Im Jahr 2010 wird Fight music für die NMC Plattenfirma freigegeben. Es wird die erste
kommerzielle Aufnahme sein. Darüber hinaus arbeitet Philip aktuell an einem Solo-Oboe Stück für Melinda Maxwell sowie an einer Reihe von
Songs und mehr Klavier-etudes für ein CD-Projekt mit Daniel Browell. www.philipvenables.com
Christoph Enzel
2/2 (2011)
für zwei Sopransaxophone UA
2/2 ist eine panische Studie für 2 Sopransaxophone.
Mary Finsterer
New Work (2011)
für zwei Sopransaxophone UA
Until is inspired by the divine writings of John Donne. Like his poems, this piece of music is an expression or way of reckoning the timeless and
other-worldly aspect of human experience. The title is chosen for it's transitory nature, a word that presupposes something to happen in the
course of time. Until is a work that draws from research I have been involved with in the past few years into early music, in this case 16th century
ornamentation.
Mary Finsterer is recognised as one of Australia’s most original composers. Having received considerable international recognition ‘her
music brims with energy, invention and much aural imagination.’ (Hubert Culot 2004) Having completed her Bachelor of Music degree at the
University of Melbourne in 1987, Finsterer receivied a Nuffic scholarship to study with Louis Andriessen in The Netherlands in 1993. In 1995 she
completed a Master of Music degree followed by a Doctor of Philosophy degree in 2003 at the University of Melbourne. Finsterer has received
many national and international awards in the USA and throughout Europe. Her award–winning orchestral music spanning more than 10 years
from 1991 to 2002 can be heard on the double–disc compilation entitled Catch, on the ABC Classics/Universal label. Since 2007 Finsterer has
completed a body of work that includes an orchestral fanfare Afmaeli, the opening piece for the 70th Birthday celebrations of world–renowned
composer Louis Andriessen at the Holland Festival in 2009.
In the same year she was the winner of the prestigious Paul Lowin Orchestral Prize
for her new work premiered by ASKO│Schönberg in Amsterdam, In Praise of Darkness. Finsterer now divides her time between compositions for
the concert stage and the world of film music. South Solitary, written and directed by Shirley Barrett, is Finsterer’s first feature film, the music of
which has been released on the CD label, ABC Classics/Universal. She is presently completing an opera entitled Biographica.
The long and the short of it soprano saxophone duo
Adrian Tully und Christoph Enzel gründeten das Ensemble 2011. Sie widmen sich den klanglichen Möglichkeiten zweier
Sopransaxophone und der Erweiterung des Repertoires für diese zu unrecht vernachlässigte Besetzung. Bereits 7 Kompositionen sind für sie
entstanden, die alle am 24.5. im BKA uraufgeführt werden.
Christoph Enzel lebt und arbeitet als Saxophonist in Berlin. Nach seinem Studium in Berlin und Amsterdam (Arno Bornkamp, Johannes
Ernst) gilt sein Hauptinteresse nun der Arbeit mit dem Saxophonquartett clair-obscur.Für dieses Ensemble erstellte er zahlreiche Arrangements
die maßgeblich zu dessen vielseitigem Repertoire beitragen.Er spielt in Orchestern wie den Berliner Philharmonikern und dem
Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und ist Mitglied des zwölfköpfigen Saxophonensembles „Selmer Saxharmonics“, mit dem er
2010 Echo Klassik Preisträger wurde. www.christophenzel.de
Der australische Saxophonist Adrian Tully hat am Queensland Konservatorium in Australien mit Barry Bobar und Graham Tobin und in
Europa, mit Jean-Yves Fourmeau, Christian Wirth und Arno Bornkamp studiert, und wurde dabei mit dem Prix de Perfectionnement, Diplôme
d'études musicales und einem Masters of Music ausgezeichnet. Also Solist, hat er die holländische Premiere von Thierry Escaichs Konzert 'Le
Chant des Ténèbres' im Concertgebouw Amsterdam aufgeführt und hat mehrere europäische Preise gewonnen. Er war konzertierte mit dem
Queensland Symphony Orchestra, der Netherlands Radio Kamer Filharmonie und wird in diesem Jahr mit der Nordwestdeutschen
Kammerphilharmonie auf Deutschland, Schweiz und Italien Tournee gehen. Adrian war ein Mitglied der Asko|Schoenberg Ligeti Academy und
wird im Mai dieses Jahres Werke der australischen Komponisten Brett Dean und Mary Finsterer in Berlin Urrauführen. Sein Arrangement von
Debussys „Fetes“ wurde kürzlich von Arno Bornkamp und Ivo Janssen eingespielt. Im August tritt Adrian seine Stelle als Baritonsaxophonist des
Landespolizeiorchesters Mecklenburg-Vorpommern an. www.adriantully.com
Ob ins BKA-Theater, oder in seine umliegenden Kirchen: Folgen Sie uns!
Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Rainer Rubbert und Martin Daske
P.S.: Gern weisen wir auf eine weitere Folge der feinen Reihe "2 x hören" im Konzerthaus am
Gendarmenmarkt hin: am Montag, 23. Mai wird das Trio Boulanger einen "Klassiker", Charles Ives' Klaviertio
von 1904/1911 2 x spielen.
http://www.konzerthaus.de/aktuelles/detail.php?id_text=144247&id_language=1
BKA-Theater
Mehringdamm 34
10961 Berlin
Kartentelefon: 030 - 20 22 007
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