anhang i zusammenfassung der merkmale des arzneimittels

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ANHANG I
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
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1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
CUBICIN, 350 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
2.
QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Eine Durchstechflasche enthält 350 mg Daptomycin.
Ein ml enthält 50 mg Daptomycin nach Rekonstitution mit 7 ml Natriumchloridlösung 9 mg/ml (
0,9%) oder Wasser für Injektionszwecke.
Sonstiger Bestandteil siehe unter Abschnitt 6.1.
3.
DARREICHUNGSFORM
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Ein blassgelbes bis hellbraunes Lyophilisat
4.
KLINISCHE ANGABEN
4.1
Anwendungsgebiete
CUBICIN ist für die Behandlung komplizierter Haut- und Weichteilinfektionen bei Erwachsenen
angezeigt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).
Daptomycin ist ausschließlich gegen Gram-positive Bakterien aktiv (siehe Abschnitt 5.1). Im Fall von
Mischinfektionen, bei denen der Verdacht auf Gram-negative und/oder bestimmte Arten anaerober
Bakterien besteht, sollte CUBICIN gemeinsam mit (einem) geeigneten antibakteriellen Wirkstoff(en)
angewendet werden.
Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen
Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.
4.2
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Dosierung
Die empfohlene Dosis für Erwachsene liegt bei 4 mg/kg einmal alle 24 Stunden über einen Zeitraum
von 7-14 Tagen bzw. bis zum Abklingen der Infektion (siehe Abschnitt 5.1).
Niereninsuffizienz:
Daptomycin wird vorwiegend renal eliminiert.
Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≥ 30 ml/min
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≥ 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Angesichts der begrenzten klinischen Erfahrung sollten das Ansprechen auf die Behandlung sowie die
Nierenfunktion bei allen Patienten mit einer gewissen Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance
< 80 ml/min) jedoch engmaschig beobachtet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min
Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der unten dargestellten Anleitung für die Anpassung des
Dosisintervalls wurden nicht klinisch evaluiert und basieren auf Daten aus pharmakokinetischer
Modellbildung. CUBICIN sollte bei solchen Patienten nur angewendet werden, wenn der zu
erwartende klinische Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt. Bei diesen Patienten sollte ein
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sorgfältiges Monitoring des klinischen Ansprechens auf die Behandlung sowie der Nierenfunktion
stattfinden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min ebenso wie bei Patienten unter Hämodialyse
oder kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD) sollte die Dosis auf 4 mg/kg als
Einzeldosis einmal alle 48 Stunden vermindert werden. CUBICIN sollte möglichst immer an
Dialysetagen nach Abschluss der Dialyse angewendet werden (siehe Abschnitt 5.2).
Leberinsuffizienz
Die Anwendung von CUBICIN bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberinsuffizienz
(Klasse B nach Child-Pugh) erfordert keine Dosisanpassung (siehe Abschnitt 5.2). Über die
Behandlung von Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Klasse C nach Child-Pugh) liegen keine
Daten vor. Entsprechend sollte die Anwendung von CUBICIN bei solchen Patienten vorsichtig
erfolgen.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten sollte die empfohlene Dosis (4 mg/kg einmal täglich) angewendet werden, außer
bei schwerer Niereninsuffizienz (siehe oben und Abschnitt 4.4). Allerdings stehen zur
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Daptomycin bei Patienten im Alter von > 65 Jahren nur
begrenzt Daten zur Verfügung. CUBICIN sollte bei solchen Patienten vorsichtig eingesetzt werden.
Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre alt)
Aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit wird CUBICIN für die
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre alt) nicht empfohlen (siehe auch
Abschnitt 5.3).
Art der Anwendung
CUBICIN wird als intravenöse Infusion über 30 Minuten angewendet (siehe Abschnitt 6.6).
4.3
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
4.4
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Zur Behandlung von Patienten mit gleichzeitiger Bakteriämie (bei weniger als 3% der wegen
komplizierter Haut- und Weichteilinfektionen mit Daptomycin behandelten Patienten lag eine
Bakteriämie vor) liegen begrenzte Erfahrungen vor, da es sich hierbei um ein Ausschlusskriterium für
eine Aufnahme in die klinischen Studien handelte. Aus diesem Grund wird die Anwendung von
Daptomycin bei solchen Patienten nicht empfohlen (eine ausführlichere Charakterisierung des in die
klinischen Studien aufgenommenen Patientenguts findet sich auch unter Abschnitt 5.1).
In klinischen Studien hat sich gezeigt, dass CUBICIN in der Behandlung von Pneumonie nicht
wirksam ist.
Kreatinphosphokinase und Myopathie
Während der Therapie mit CUBICIN wurde über Anstiege der Kreatinphosphokinase-Werte im
Plasma (CPK; MM-Isoenzym) berichtet, die mit Muskelschmerzen bzw. Muskelschwäche sowie
Fällen von Myositis, Myoglobinämie und Rhabdomyolyse assoziiert waren (siehe auch Abschnitte
4.5, 4.8 und 5.3). Ausgeprägte Plasma-CPK-Erhöhungen auf über das Fünffache der oberen
Normalgrenze (ULN) ohne Muskelsymptome waren innerhalb klinischer Studien bei Patienten unter
CUBICIN gegenüber Patienten unter Vergleichspräparaten häufiger zu verzeichnen(1,6% vs. 0,6%).
Es wird daher Folgendes empfohlen:
• Während der Therapie sollten die Plasma-CPK-Werte bei allen Patienten zu
Behandlungsbeginn und anschließend in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal
wöchentlich) gemessen werden.
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•
•
•
•
•
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Patienten mit CPK-Ausgangswerten oberhalb
des Fünffachen der oberen Normalgrenze ein erhöhtes Risiko weiterer CPK-Anstiege während
der Daptomycin-Therapie besteht. Dies sollte beachtet werden, wenn bei solchen Patienten
eine Daptomycin-Therapie eingeleitet wird. In diesem Fall sollte das Monitoring der Patienten
häufiger als einmal pro Woche erfolgen.
Bei Patienten mit einem höheren Myopathie-Risiko sollten die CPK-Messungen häufiger als
einmal wöchentlich erfolgen. Zu diesen Patienten zählen solche mit schwerer
Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) sowie Patienten unter Behandlung mit
anderen Arzneimitteln, die bekanntlich mit Myopathie assoziiert sind (z. B. HMG-CoAReduktasehemmer, Fibrate und Cyclosporin).
CUBICIN sollte nicht bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig andere, mit
Myopathie assoziierte Arzneimittel erhalten, es sei denn, der Nutzen für den Patienten
überwiegt voraussichtlich das entsprechende Risiko.
Während der Therapie sollten die Patienten regelmäßig auf Zeichen und Symptome
beobachtet werden, die auf Myopathie hindeuten könnten.
Bei allen Patienten, bei denen es zu Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit,
Muskelschwäche oder Muskelkrämpfen unklarer Genese kommt, sollten die CPK-Werte alle 2
Tage überwacht werden. Treten unklare Muskelsymptome auf, so sollte CUBICIN abgesetzt
werden, wenn die CPK-Werte auf über das Fünffache der oberen Normalgrenze ansteigen.
Periphere Neuropathie
Im Fall von Patienten, bei denen es während der Therapie mit CUBICIN zu Zeichen und Symptomen
kommt, die auf eine periphere Neuropathie hindeuten könnten, sollte eine Untersuchung erfolgen und
ein Absetzen von Daptomycin erwogen werden (siehe Abschnitte 4.8 und 5.3).
Niereninsuffizienz
Während der Behandlung mit CUBICIN wurde über Niereninsuffizienz berichtet; der Zusammenhang
mit Daptomycin ist jedoch noch unklar. Schwere Niereninsuffizienz kann für sich allein ebenfalls für
eine Erhöhung der Daptomycin-Spiegel prädisponieren, die wiederum das Myopathie-Risiko steigern
kann (siehe oben).
Im Fall von Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min ist eine Dosisanpassung
erforderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2). Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der unter
Abschnitt 4.2 dargestellten Anleitung zur Anpassung des Dosisintervalls gründen auf
pharmakokinetischer Modellbildung und wurden nicht klinisch evaluiert. CUBICIN sollte bei solchen
Patienten nur angewendet werden, wenn damit gerechnet werden kann, dass der zu erwartende
klinische Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt.
Die Verabreichung von Daptomycin an Patienten mit einer vor Beginn der Therapie mit CUBICIN
bereits bestehenden gewissen Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) erfordert
Vorsicht. Eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion wird empfohlen (siehe auch Abschnitt 5.2).
Eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion wird außerdem empfohlen, wenn gleichzeitig
potenziell nephrotoxische Wirkstoffe angewendet werden − unabhängig von der Nierenfunktion des
Patienten vor Therapiebeginn (siehe auch Abschnitt 4.5).
Bei übergewichtigen Probanden mit einem Körpermasseindex (body mass index; BMI) > 40 kg/m2,
aber einer Kreatinin-Clearance > 70 ml/min, war die AUC0-∞ von Daptomycin gegenüber nichtübergewichtigen gematchten Kontrollen signifikant erhöht (im Mittel 42% höher). Die Informationen
zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Daptomycin bei stark übergewichtigen Personen sind
begrenzt; daher ist Vorsicht geboten. Gegenwärtig deutet jedoch nichts darauf hin, dass eine
Dosisreduktion erforderlich ist (siehe Abschnitt 5.2).
Der Gebrauch von Antibiotika könnte ein übermäßiges Wachstum nicht-empfindlicher
Mikroorganismen fördern. Kommt es während der Therapie zu einer Superinfektion, so sollten
geeignete Maßnahmen getroffen werden.
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Über Antibiotika-assoziierte Kolitis und pseudomembranöse Kolitis von leichtem bis hin zu
lebensbedrohlichem Schweregrad wurde in Verbindung mit praktisch allen antibakteriellen
Wirkstoffen berichtet. An eine solche Diagnose muss daher gedacht werden, wenn es bei Patienten
während oder kurz nach der Behandlung zu Durchfall kommt.
4.5
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Daptomycin durchläuft einen nur geringen bzw. keinen über das Cytochrom-P450-System (CYP450)
vermittelten Metabolismus. In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass Daptomycin die Aktivität
klinisch bedeutsamer humaner CYP-Isoformen (1A2, 2A6, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1, 3A4) weder hemmt
noch induziert. Demzufolge stehen keine Arzneimittelwechselwirkungen in Verbindung mit CYP450
zu erwarten.
Über eine simultane Anwendung von Daptomycin mit anderen Arzneimitteln, die Myopathie auslösen
können, liegen nur begrenzt Erfahrungen vor. Bei Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit einer
dieser Medikationen und CUBICIN ist es allerdings in einigen Fällen zu deutlich erhöhten CPKWerten und zu Fällen von Rhabdomyolyse gekommen. Es wird daher empfohlen, andere, mit
Myopathie assoziierte Medikationen während der Behandlung mit CUBICIN möglichst
vorübergehend abzusetzen, sofern der Nutzen einer gleichzeitigen Anwendung das entsprechende
Risiko nicht überwiegt. Lässt sich eine gleichzeitige Anwendung nicht vermeiden, so sollten die CPKWerte häufiger als einmal wöchentlich gemessen und die Patienten sorgfältig auf Zeichen und
Symptome beobachtet werden, die auf Myopathie hindeuten könnten (siehe Abschnitte 4.4, 4.8 und
5.3).
Daptomycin wird vorwiegend durch renale Filtration eliminiert. Bei gleichzeitiger Anwendung mit
Arzneimitteln, die die renale Filtration vermindern (z. B. NSAIDs und COX-2-Hemmer), können die
Plasmaspiegel daher erhöht sein. Während einer gleichzeitigen Gabe besteht außerdem die
Möglichkeit von pharmakodynamischen Wechselwirkungen wegen additiver renaler Wirkungen. Im
Fall einer parallelen Anwendung von Daptomycin mit anderen Arzneimitteln, die bekanntlich die
renale Filtration vermindern, ist entsprechend vorsichtig vorzugehen.
Während der Anwendungsbeobachtung (post marketing surveillance) wurden Fälle von
Wechselwirkungen zwischen Daptomycin und einem bestimmten Reagens gemeldet, das in manchen
Tests zur Bestimmung von Prothrombinzeit/International Normalised Ratio (PT/INR) eingesetzt wird.
Diese Wechselwirkung führte zu einer deutlichen PT-Verlängerung und INR-Erhöhung. Falls bei
Patienten unter Daptomycin unerklärliche, auffällige PT/INR-Werte beobachtet werden, sollte an eine
mögliche In-vitro-Interaktion mit dem Labortest gedacht werden. Die Möglichkeit falscher Ergebnisse
lässt sich auf ein Mindestmaß beschränken, indem die Proben für PT- oder INR-Untersuchungen etwa
zum Zeitpunkt der niedrigsten Konzentration von Daptomycin im Plasma entnommen werden.
4.6
Schwangerschaft und Stillzeit
Für Daptomycin liegen keine klinischen Daten über Schwangerschaften vor. Tierexperimentelle
Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft,
embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen (siehe Abschnitt 5.3).
CUBICIN darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig
erforderlich, d.h. nur wenn der potenzielle Nutzen das mögliche Risiko überwiegt.
Da nicht bekannt ist, ob Daptomycin beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird, muss
das Stillen während der Behandlung mit CUBICIN unterbrochen werden.
4.7
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von
Maschinen durchgeführt.
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Auf Grundlage der gemeldeten Nebenwirkungen ist davon auszugehen, dass Auswirkungen von
CUBICIN auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen unwahrscheinlich sind.
4.8
Nebenwirkungen
Klinische Studien
Über 1400 Personen wurden innerhalb klinischer Studien mit CUBICIN behandelt; von diesen wurden
mehr als 800 Personen über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen mit einer therapeutischen Dosis
behandelt. Nebenwirkungen (d.h. Reaktionen, deren Zusammenhang mit dem Arzneimittel vom Prüfer
als möglich, wahrscheinlich oder eindeutig eingestuft wurde) waren bei 20% der Probanden in den
CUBICIN-Gruppen und bei 19% der Probanden unter Vergleichsregimen zu dokumentieren. Bei 5%
der Probanden in den CUBICIN-Gruppen wurde die Behandlung wegen Nebenwirkungen beendet.
Folgende Nebenwirkungen wurden bei Probanden in den CUBICIN-Gruppen während der Therapie
sowie während der Nachbeobachtung über 14 Tage nach Beendigung der Behandlung am häufigsten
gemeldet: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, Pilzinfektionen,
Ausschlag, Reaktion an der Infusionsstelle, erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte (CPK) und
abnormale Leberenzymwerte, Alanin-Aminotransferase (ALT), Aspartat-Aminotransferase (AST),
alkalische Phosphatase.
Die nachstehend aufgeführten Nebenwirkungen wurden während der Therapie sowie während der
Nachbeobachtung über 14 Tage nach Beendigung der Behandlung mit einer Häufigkeit von „häufig“ =
≥ 1/100, < 1/10; „gelegentlich“ = > 1/1000, < 1/100; „selten“ = > 1/10.000, < 1/1000; „sehr selten“ =
≤ 1/10,000 berichtet:
Die Nebenwirkungen sind innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppierungen nach abnehmendem
Schweregrad geordnet.
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig: Pilzinfektionen
Gelegentlich: Harnwegsinfektionen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Thrombozythämie, Anämie
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Anorexie, Hyperglykämie
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Angst, Insomnie
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen
Gelegentlich: Schwindel, Parästhesie, Geschmacksstörung
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystole
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: Gesichtsrötungen (Flushes), Hypertonie, Hypotonie
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Gelegentlich: Obstipation, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Glossitis
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Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Ikterus
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Ausschlag
Gelegentlich: Pruritis, Urtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Myositis, Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Arthralgie
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Gelegentlich: Vaginitis
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Reaktionen an der Infusionsstelle
Gelegentlich: Pyrexie, Schwäche, Erschöpfung, Schmerzen
Untersuchungen
Häufig: abnormale Leberfunktionswerte (erhöhte AST, ALT und alkalische Phosphatase), erhöhte
CPK
Gelegentlich: Störung des Elektrolythaushalts, erhöhtes Serumkreatinin, erhöhtes Myoglobin,
Laktatdehydrogenase (LDH) erhöht
Seit der Genehmigung für das Inverkehrbringen
Seit der Genehmigung für das Inverkehrbringen gemeldete, oben nicht aufgeführteNebenwirkungen:
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Eosinophilie
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Überempfindlichkeit, manifestiert durch vereinzelte Spontanberichte über u.a. pulmonale
Eosinophilie, vesikobullösen Ausschlag mit Beteiligung der Schleimhaut sowie Gefühl einer
oropharyngealen Schwellung
Sehr selten: Anaphylaxie
Sehr selten: In vereinzelten Fällen ist es zu Reaktionen auf die Infusion gekommen, darunter folgende
Symptome: Tachykardie, pfeifendes Atemgeräusch, Pyrexie, Rigor, Hitzewallungen, Vertigo,
Synkope und metallischer Geschmack.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr selten: Rhabdomyolyse
Es liegen gemeldete Einzelfälle von Rhabdomyolyse vor. Wenn verfügbare klinische Informationen
über die entsprechenden Patienten eine Beurteilung erlaubten, so handelte es sich bei rund 50% der
Fälle um Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz oder unter gleichzeitiger Behandlung mit
Medikationen, die bekanntlich Rhabdomyolyse verursachen.
Untersuchungen
In manchen Fällen von Myopathie, die mit erhöhten CPK-Werten und Muskelsymptomen
einhergingen, wiesen die Patienten außerdem erhöhte Transaminasen auf. Diese TransaminaseErhöhungen standen wahrscheinlich mit den Wirkungen auf die Skelettmuskulatur in Zusammenhang.
In der Mehrzahl entsprachen diese erhöhten Transaminasen den Toxizitätsgraden 1-3 und
normalisierten sich bei Absetzen der Behandlung.
4.9
Überdosierung
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Im Fall einer Überdosierung sollte eine unterstützende Versorgung erfolgen. Daptomycin wird durch
Hämodialyse (ungefähr 15% der verabreichten Dosis werden über 4 Stunden ausgeschieden) oder
Peritonealdialyse (ungefähr 11% der verabreichten Dosis werden über 48 Stunden ausgeschieden)
langsam aus dem Körper entfernt.
5.
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1
Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: noch keine Zuordnung, ATC-Code: noch keine Zuordnung
Wirkungsweise
Bei Daptomycin handelt es sich um ein ausschließlich gegen Gram-positive Bakterien aktives,
natürliches zyklisches Lipopeptid.
Der Wirkmechanismus umfasst eine Bindung (in Gegenwart von Calciumionen) an
Bakterienmembranen von Zellen in der Wachstums- und stationären Phase, was eine Depolarisation
bewirkt und zu einer raschen Hemmung der Protein-, DNA- und RNA-Synthese führt. Dies wiederum
resultiert im bakteriellen Zelltod bei vernachlässigbarer Zell-Lyse.
PK/PD-Verhältnis
Daptomycin zeigt in vitro eine rasche, konzentrationsabhängige bakterizide Aktivität gegen
empfindliche grampositive Organismen. In Tiermodellen hat sich gezeigt, dass AUC/MHK und
Cmax/MHK bei Anwendung von Einzeldosen, die Humandosen von 4 mg/kg einmal täglich
entsprechen, mit der Wirksamkeit und der erwarteten Abtötungsrate in vivo korrelieren.
Resistenzmechanismen
Ein gesicherter Resistenzmechanismus wurde bisher nicht identifiziert.
Wie auch mit anderen Antibiotika bei Patienten mit schwer behandelbaren Infektionen und/oder bei
Anwendung über längere Zeiträume dokumentiert, war auch im Fall von Daptomycin die Entwicklung
einer verminderten Empfindlichkeit zu beobachten. In einer klinischen Studie mit Daptomycin bei
Endokarditis und komplizierter Bakteriämie konnte bei sechs Patienten nicht geklärt werden, ob die
beobachtete verminderte Empfindlichkeit gegenüber Daptomycin zum fehlenden Ansprechen auf die
Therapie beigetragen hat oder nicht. Außerdem wurden sporadische Fälle einer verminderten
Empfindlichkeit gegenüber Daptomycin berichtet.
Grenzwerte (Breakpoints)
Die von EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) für Staphylokokken
und Streptokokken (mit Ausnahme von S. pneumoniae) festgelegten Grenzwerte für die minimale
Hemmkonzentration (MHK) entsprechen: empfindlich ≤ 1 mg/l und resistent > 1 mg/l.
Empfindlichkeit
Die Prävalenz der Resistenz kann für ausgewählte Spezies geographisch und zeitlich variieren.
Örtliche Informationen zur Resistenzsituation sind wünschenswert, insbesondere bei der Behandlung
schwerer Infektionen. Wenn die örtliche Prävalenz der Resistenz dafür spricht, dass der Nutzen des
Wirkstoffs bei zumindest einigen Infektionstypen fraglich ist, sollte erforderlichenfalls qualifizierte
Beratung in Anspruch genommen werden.
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Üblicherweise empfindliche Spezies
Staphylococcus aureus *
Staphylococcus haemolyticus
Koagulasenegative Staphylokokken
Streptococcus agalactiae*
Streptococcus dysgalactiae subsp equisimilis*
Streptococcus pyogenes*
Streptokokken der Gruppe G
Clostridium perfringens
Peptostreptococcus spp
Von Natur aus resistente Organismen
Gram-negative Organismen
* kennzeichnet Spezies, gegen die sich im Rahmen klinischer Studien in zufrieden stellender Weise
Aktivität gezeigt hat.
Informationen aus klinischen Studien
In zwei klinischen Studien zu komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen erfüllten 36% der mit
Daptomycin behandelten Patienten die Kriterien für eine systemische Entzündungsreaktion (SIRS;
systemic inflammatory response syndrome). Der am häufigsten behandelte Infektionstyp bestand in
Wundinfektion (38% der Patienten), wohingegen 21% der Patienten größere Abszesse aufwiesen.
Diese Begrenztheit der behandelten Patientenpopulationen sollte bei der Entscheidungsfindung über
eine Anwendung von Daptomycin berücksichtigt werden.
Über die mögliche klinische Wirksamkeit von Daptomycin gegen Enterococcus faecalis und
Enterococcus faecium können angesichts unzureichender Evidenz keinerlei Schlüsse gezogen werden.
5.2
Pharmakokinetische Eigenschaften
In Dosen von bis zu 8 mg/kg als tägliche Einzeldosis über einen Zeitraum von bis zu 7 Tagen ist die
Pharmakokinetik von Daptomycin allgemein linear. Steady-State-Konzentrationen stellen sich nach
der dritten täglichen Dosis ein.
Tierversuche haben gezeigt, dass Daptomycin nach oraler Anwendung nicht in signifikantem Ausmaß
resorbiert wird.
Verteilung
Entsprechend einer Verteilung vorwiegend innerhalb des extrazellulären Raums belief sich das
Steady-State-Verteilungsvolumen von Daptomycin bei gesunden erwachsenen Freiwilligen auf
ungefähr 0,1 l/kg. Tierversuchsstudien zur Gewebeverteilung haben ergeben, dass sich Daptomycin
nach Einzel- und Mehrfachgabe vorzugsweise in stark vaskularisiertem Gewebe verteilt und in
geringerem Maß die Bluthirnschranke sowie die Plazentaschranke passiert.
Daptomycin wird konzentrationsunabhängig und reversibel an menschliche Plasmaproteine gebunden.
Bei gesunden Freiwilligen sowie bei Patienten unter Behandlung mit Daptomycin, Probanden mit
Niereninsuffizienz eingeschlossen, belief sich die Proteinbindung durchschnittlich auf etwa 90%.
Metabolismus
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Daptomycin beim Menschen nicht bzw. nur begrenzt über
Lebermikrosomen metabolisiert wird und dass die Beteiligung des CYP450-Systems an der
Verstoffwechslung von Daptomycin minimal ist. Die Analyse der Plasmaproben von Probanden, die
eine Daptomycin-Dosis von 6 mg/kg erhalten hatten, erbrachte keinerlei Hinweise auf eine
Verstoffwechslung − ein Hinweis darauf, dass nur ein geringfügiger bis kein systemischer
Metabolismus stattfindet.
Außerdem wurden nach Verabreichung von radioaktiv markierter Substanz an Menschen im Plasma
hinsichtlich der applizierten Gesamtradioaktivität sowie mikrobiologisch aktiver Konzentrationen
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keine Metaboliten nachgewiesen. Bei zwei von vier im Urin festgestellten, weniger bedeutenden
Metaboliten handelt es sich um oxidative Phase-I-Metaboliten in niedrigen Konzentrationen.
Elimination
Daptomycin wird vorwiegend renal ausgeschieden. Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid und
Daptomycin besitzt keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Daptomycin beim Menschen.
Entsprechend scheint eine nur minimale bis keine aktive tubuläre Sekretion von Daptomycin zu
erfolgen.
Nach intravenöser Anwendung liegt die Plasma-Clearance von Daptomycin bei ungefähr 7 bis
9 ml/h/kg, die renale Clearance bei 4 bis 7 ml/h/kg.
In einer Massenbilanzuntersuchung mit radioaktiv markiertem Material lag die Wiederfindung im
Urin hinsichtlich der Gesamtradioaktivität bei 78% der verabreichten Dosis, während die
Wiederfindung von unverändertem Daptomycin im Urin etwa 50% der Dosis betrug. Ungefähr 5% der
radioaktiv markierten Dosis wurde mit den Fäzes ausgeschieden.
Besondere Populationen
Ältere:
Eine Dosisanpassung allein auf Grundlage des Alters ist nicht erforderlich. Die Nierenfunktion sollte
jedoch beurteilt werden. Liegt eine schwere Niereninsuffizienz vor, so ist eine Dosisminderung
geboten.
Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre alt)
Die Pharmakokinetik von Daptomycin bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre alt) wurde nicht
ermittelt.
Übergewicht
Im Vergleich zu nicht-übergewichtigen Probanden ist die anhand der AUC gemessene systemische
Exposition gegenüber Daptomycin bei moderat übergewichtigen Probanden (Body Mass Index von
25-40 kg/m2) um 28% und bei stark übergewichtigen Probanden (Body Mass Index von > 40 kg/m2)
um 42% erhöht. Eine Dosisanpassung einzig auf Grundlage von Übergewicht wird jedoch nicht für
erforderlich gehalten.
Geschlecht
Es wurden keine klinisch signifikanten geschlechtsbedingten Unterschiede hinsichtlich der
Pharmakokinetik von Daptomycin dokumentiert.
Niereninsuffizienz
Die Anwendung einer Einzeldosis von 4 mg Daptomycin/kg bei Probanden mit Niereninsuffizienz
verschiedener Ausprägungsgrade ging mit einer Verminderung der Clearance (CL) von Daptomycin
sowie einer Erhöhung der systemischen Exposition (AUC) einher. Bei Probanden mit schwerer
Niereninsuffizienz (CLKr < 30 ml/min) und terminaler Niereninsuffizienz waren Exposition (AUC)
und Eliminationshalbwertszeit gegenüber gesunden Probanden um das Zwei- bis Dreifache erhöht.
Zur Notwendigkeit einer Dosisanpassung bei diesen Patienten siehe Abschnitt 4.2.
Leberinsuffizienz
Nach Gabe einer Einzeldosis von 4 mg/kg ist die Pharmakokinetik von Daptomycin bei Probanden mit
mittelschwerer Leberinsuffizienz (Zirrhose-Klassifikation B nach Child-Pugh) im Vergleich mit nach
Geschlecht, Alter und Gewicht gematchten gesunden Freiwilligen nicht verändert. Die Anwendung
von Daptomycin bei Patienten mit mittelschwerer Leberinsuffizienz erfordert keine Anpassung der
Dosierung. Die Pharmakokinetik von Daptomycin bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz
(Klassifikation C nach Child-Pugh) wurde nicht evaluiert.
5.3
Präklinische Daten zur Sicherheit
In Studien von klinisch relevanter Dauer (14-28 Tage) war die Applikation von Daptomycin bei
Ratten und Hunden mit minimalen bis leichten degenerativen/regenerativen Veränderungen der
Skelettmuskulatur assoziiert. Der muskelspezifische NOAEL (no observable adverse effect level;
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höchste Dosis oder Expositionskonzentration, bei der keine unerwünschten Wirkungen zu beobachten
sind) wurde bei Expositionen verzeichnet, die dem etwa 1,5fachen der therapeutischen
Konzentrationen für den Menschen entsprachen. Der muskelspezifische LOEL (lowest observable
effect level; niedrigste Konzentration, bei der Wirkungen zu beobachten sind) wurde bei Expositionen
verzeichnet, die dem 1,4-7,3fachen der therapeutischen Konzentrationen für den Menschen
entsprachen. In den chronischen Studien (3-6 Monate) trat der LOEL für leichte
degenerative/regenerative Veränderungen der Skelettmuskulatur bei Ratten und Hunden bei
Expositionen auf, die annähernd dem ein- bis dreifachen Wert oberhalb der therapeutischen
Konzentrationen für den Menschen entsprachen. Die myopathischen Wirkungen standen primär mit
dem Zeitraum zwischen den Anwendungen und sekundär mit der AUC in Zusammenhang und gingen
in der Regel mit Erhöhungen der CPK-Werte einher. Fibrose oder Rhabdomyolyse war nicht zu
beobachten. Sämtliche muskelspezifischen Wirkungen einschließlich mikroskopischer Veränderungen
erwiesen sich innerhalb von 1-3 Monaten nach Beendigung der Anwendung als reversibel, je nach
Studiendauer. Funktionelle oder pathologische Veränderungen der glatten Muskulatur oder der
Herzmuskulatur waren nicht erkennbar.
Wirkungen auf periphere Nerven wurden nach Anwendung von Dosen beobachtet, die über den Dosen
lagen, die mit Wirkungen auf die Skelettmuskulatur bei erwachsenen Ratten und Hunden assoziiert
waren, und standen in erster Linie mit der Cmax in Verbindung. Die Veränderungen hinsichtlich
peripherer Nerven waren durch minimale bis leichte axonale Degeneration gekennzeichnet und häufig
mit funktionellen Veränderungen verknüpft. Die mikroskopischen und funktionellen Wirkungen
bildeten sich innerhalb von 6 Monaten nach der Behandlung vollständig zurück. In Studien von
klinisch relevanter Dauer (14-28 Tage) an Hunden und Ratten waren die Cmax-Werte unter NOAELDosen für Neuropathie 10- bzw. 16fach höher als die entsprechenden Werte beim Menschen unter
Anwendung der empfohlenen Dosis. In den chronischen Tierversuchsstudien (3-6 Monate)
entsprachen die Cmax-Werte beim NOAEL weniger als dem Fünffachen der Werte beim Menschen bei
Anwendung der empfohlenen Dosis.
Im Gegensatz zu erwachsenen Hunden schienen juvenile Hunde für Läsionen der peripheren Nerven
anfälliger zu sein als für Skelettmyopathie. Juvenile Hunde entwickelten bei Dosen, die unterhalb der
mit Skelettmuskeltoxizität assoziierten Dosen lagen, Läsionen der peripheren und spinalen Nerven.
Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität erbrachten keine Hinweise auf Wirkungen auf die
Fertilität oder embryofetale bzw. postnatale Entwicklung. Allerdings kann Daptomycin bei trächtigen
Ratten die Plazenta passieren (siehe Abschnitt 5.2). Die Ausscheidung von Daptomycin in die Milch
laktierender Tiere wurde nicht untersucht.
Langzeitstudien zur Karzinogenität an Nagern wurden nicht durchgeführt. In einer Reihe von In-vivound In-vitro-Untersuchungen zur Gentoxizität hat sich Daptomycin weder als mutagen noch als
klastogen erwiesen.
6.
PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1
Sonstige Bestandteile
Natriumhydroxid
6.2
Inkompatibilitäten
CUBICIN ist mit glucosehaltigen Lösungen weder physikalisch noch chemisch kompatibel.
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3
Dauer der Haltbarkeit
11
3 Jahre
Nach der Rekonstitution: Für rekonstituierte Lösungen in der Durchstechflasche wurde eine
chemische und physikalische Anwendungsstabilität über eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C bzw. bis
zu 48 Stunden bei 2°C - 8°C nachgewiesen. Die chemische und physikalische Stabilität von
verdünnten Lösungen in Infusionsbeuteln ist für eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C bzw. 24 Stunden
bei 2°C - 8°C belegt. Die kombinierte Aufbewahrungsdauer (rekonstituierte Lösung in der
Durchstechflasche und verdünnte Lösung im Infusionsbeutel; siehe Abschnitt 6.6) sollte 12 Stunden
bei 25°C nicht überschreiten (bzw. 24 Stunden bei 2°C - 8°C).
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Geschieht dies nicht, liegt
die Aufbewahrungsdauer der gebrauchsfertigen Lösung in der Verantwortung des Anwenders und
sollte normalerweise 24 Stunden bei 2 bis 8°C nicht überschreiten, es sei denn, die
Rekonstitution/Verdünnung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen
stattgefunden.
6.4
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).
Lagerungsbedingungen des rekonstituierten verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3
6.5
Art und Inhalt des Behältnisses
Durchstechflaschen aus Klarglas Typ I zu 10 ml für den einmaligen Gebrauch mit Gummistopfen
Typ I und Aluminiumverschlüssen mit gelben Schnappdeckeln aus Plastik.
6.6
Besondere Entsorgungsmaßnahmen
Eine Konzentration von 50 mg/ml wird durch Rekonstitution mit 7 ml NatriumchloridInjektionslösung 9 mg/ml ( 0,9%) oder Wasser für Injektionszwecke erreicht.
Lyophilisiertes CUBICIN sollte mittels aseptischer Technik rekonstituiert werden. Den Schnappdeckel
aus Polypropylen entfernen, um den zentralen Bereich des Gummistopfens freizulegen. 7 ml
Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml) oder Wasser für Injektionszwecke langsam durch die
Mitte des Gummistopfens in die Durchstechflasche injizieren und dabei die Nadel gegen die Wand der
Durchstechflasche richten. Die Durchstechflasche dabei nach dem Rotationsprinzip sanft drehen, um
eine vollständige Benetzung des Produkts sicherzustellen. Anschließend 10 Minuten stehen lassen.
Zum Schluss die Durchstechflasche wenige Minuten mit kreisenden Bewegungen sanft
schwenken/wirbeln, bis sich eine klare rekonstituierte Lösung ergibt. Starkes Schütteln/heftige
Bewegungen vermeiden, um einer Schaumbildung des Produkts vorzubeugen. Die Rekonstitution ist
normalerweise innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen.
Die rekonstituierte Lösung ist vor der Anwendung sorgfältig in Augenschein zu nehmen um
sicherzustellen, dass das Produkt vollständig in Lösung gegangen ist und keinerlei Partikel vorhanden
sind.
Die Farbe von rekonstituierten CUBICIN-Lösungen kann von blassgelb bis hellbraun reichen.
Die rekonstituierte Lösung ist daraufhin entsprechend den Anweisungen in Abschnitt 4.2 mit
Natriumchloridlösung zur intravenösen Infusion weiter zu verdünnen (übliches Volumen 50 ml) und
über einen Zeitraum von 30 Minuten zu infundieren.
Folgende Substanzen haben sich bei Zugabe zu CUBICIN-haltigen Infusionslösungen als kompatibel
erwiesen: Aztreonam, Ceftazidim, Ceftriaxon, Gentamicin, Fluconazol, Levofloxacin, Dopamin,
Heparin und Lidocain.
Durchstechflaschen mit CUBICIN sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt.
12
Nicht verbrauchte Arzneimittel oder Abfallmaterial sind entsprechend den nationalen Anforderungen
zu entsorgen.
7.
PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER
Chiron Corporation Limited
Symphony House
7 Cowley Business Park
High Street
Cowley
UXBRIDGE
UB8 2AD
Vereinigtes Königreich
Tel.-Nr.: +44 (0)208 580 4000
Fax-Nr.: +44 (0)208 580 4097
E-Mail: [email protected]
8.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
9.
DATUM DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
TT Monat JJJJ
10.
STAND DER INFORMATION
MM/JJJJ
13
1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
CUBICIN, 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
2.
QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Eine Durchstechflasche enthält 500 mg Daptomycin.
Ein ml enthält 50 mg Daptomycin nach Rekonstitution mit 10 ml Natriumchloridlösung 9 mg/ml (
0,9%) oder Wasser für Injektionszwecke.
Sonstiger Bestandteil siehe unter Abschnitt 6.1.
3.
DARREICHUNGSFORM
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Ein blassgelbes bis hellbraunes Lyophilisat
4.
KLINISCHE ANGABEN
4.1
Anwendungsgebiete
CUBICIN ist für die Behandlung komplizierter Haut- und Weichteilinfektionen bei Erwachsenen
angezeigt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).
Daptomycin ist ausschließlich gegen Gram-positive Bakterien aktiv (siehe Abschnitt 5.1). Im Fall von
Mischinfektionen, bei denen der Verdacht auf Gram-negative und/oder bestimmte Arten anaerober
Bakterien besteht, sollte CUBICIN gemeinsam mit (einem) geeigneten antibakteriellen Wirkstoff(en)
angewendet werden.
Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen
Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.
4.2
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Dosierung
Die empfohlene Dosis für Erwachsene liegt bei 4 mg/kg einmal alle 24 Stunden über einen Zeitraum
von 7-14 Tagen bzw. bis zum Abklingen der Infektion (siehe Abschnitt 5.1).
Niereninsuffizienz:
Daptomycin wird vorwiegend renal eliminiert.
Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≥ 30 ml/min
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≥ 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Angesichts der begrenzten klinischen Erfahrung sollten das Ansprechen auf die Behandlung sowie die
Nierenfunktion bei allen Patienten mit einer gewissen Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance
< 80 ml/min) jedoch engmaschig beobachtet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min
Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der unten dargestellten Anleitung für die Anpassung des
Dosisintervalls wurden nicht klinisch evaluiert und basieren auf Daten aus pharmakokinetischer
Modellbildung. CUBICIN sollte bei solchen Patienten nur angewendet werden, wenn der zu
erwartende klinische Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt. Bei diesen Patienten sollte ein
14
sorgfältiges Monitoring des klinischen Ansprechens auf die Behandlung sowie der Nierenfunktion
stattfinden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min ebenso wie bei Patienten unter Hämodialyse
oder kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD) sollte die Dosis auf 4 mg/kg als
Einzeldosis einmal alle 48 Stunden vermindert werden. CUBICIN sollte möglichst immer an
Dialysetagen nach Abschluss der Dialyse angewendet werden (siehe Abschnitt 5.2).
Leberinsuffizienz
Die Anwendung von CUBICIN bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberinsuffizienz
(Klasse B nach Child-Pugh) erfordert keine Dosisanpassung (siehe Abschnitt 5.2). Über die
Behandlung von Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Klasse C nach Child-Pugh) liegen keine
Daten vor. Entsprechend sollte die Anwendung von CUBICIN bei solchen Patienten vorsichtig
erfolgen.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten sollte die empfohlene Dosis (4 mg/kg einmal täglich) angewendet werden, außer
bei schwerer Niereninsuffizienz (siehe oben und Abschnitt 4.4). Allerdings stehen zur
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Daptomycin bei Patienten im Alter von > 65 Jahren nur
begrenzt Daten zur Verfügung. CUBICIN sollte bei solchen Patienten vorsichtig eingesetzt werden.
Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre alt)
Aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit wird CUBICIN für die
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre alt) nicht empfohlen (siehe auch
Abschnitt 5.3).
Art der Anwendung
CUBICIN wird als intravenöse Infusion über 30 Minuten angewendet (siehe Abschnitt 6.6).
4.3
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
4.4
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Zur Behandlung von Patienten mit gleichzeitiger Bakteriämie (bei weniger als 3% der wegen
komplizierter Haut- und Weichteilinfektionen mit Daptomycin behandelten Patienten lag eine
Bakteriämie vor) liegen begrenzte Erfahrungen vor, da es sich hierbei um ein Ausschlusskriterium für
eine Aufnahme in die klinischen Studien handelte. Aus diesem Grund wird die Anwendung von
Daptomycin bei solchen Patienten nicht empfohlen (eine ausführlichere Charakterisierung des in die
klinischen Studien aufgenommenen Patientenguts findet sich auch unter Abschnitt 5.1).
In klinischen Studien hat sich gezeigt, dass CUBICIN in der Behandlung von Pneumonie nicht
wirksam ist.
Kreatinphosphokinase und Myopathie
Während der Therapie mit CUBICIN wurde über Anstiege der Kreatinphosphokinase-Werte im
Plasma (CPK; MM-Isoenzym) berichtet, die mit Muskelschmerzen bzw. Muskelschwäche sowie
Fällen von Myositis, Myoglobinämie und Rhabdomyolyse assoziiert waren (siehe auch Abschnitte
4.5, 4.8 und 5.3). Ausgeprägte Plasma-CPK-Erhöhungen auf über das Fünffache der oberen
Normalgrenze (ULN) ohne Muskelsymptome waren innerhalb klinischer Studien bei Patienten unter
CUBICIN gegenüber Patienten unter Vergleichspräparaten häufiger zu verzeichnen(1,6% vs. 0,6%).
Es wird daher Folgendes empfohlen:
• Während der Therapie sollten die Plasma-CPK-Werte bei allen Patienten zu
Behandlungsbeginn und anschließend in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal
wöchentlich) gemessen werden.
15
•
•
•
•
•
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Patienten mit CPK-Ausgangswerten oberhalb
des Fünffachen der oberen Normalgrenze ein erhöhtes Risiko weiterer CPK-Anstiege während
der Daptomycin-Therapie besteht. Dies sollte beachtet werden, wenn bei solchen Patienten
eine Daptomycin-Therapie eingeleitet wird. In diesem Fall sollte das Monitoring der Patienten
häufiger als einmal pro Woche erfolgen.
Bei Patienten mit einem höheren Myopathie-Risiko sollten die CPK-Messungen häufiger als
einmal wöchentlich erfolgen. Zu diesen Patienten zählen solche mit schwerer
Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) sowie Patienten unter Behandlung mit
anderen Arzneimitteln, die bekanntlich mit Myopathie assoziiert sind (z. B. HMG-CoAReduktasehemmer, Fibrate und Cyclosporin).
CUBICIN sollte nicht bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig andere, mit
Myopathie assoziierte Arzneimittel erhalten, es sei denn, der Nutzen für den Patienten
überwiegt voraussichtlich das entsprechende Risiko.
Während der Therapie sollten die Patienten regelmäßig auf Zeichen und Symptome
beobachtet werden, die auf Myopathie hindeuten könnten.
Bei allen Patienten, bei denen es zu Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit,
Muskelschwäche oder Muskelkrämpfen unklarer Genese kommt, sollten die CPK-Werte alle 2
Tage überwacht werden. Treten unklare Muskelsymptome auf, so sollte CUBICIN abgesetzt
werden, wenn die CPK-Werte auf über das Fünffache der oberen Normalgrenze ansteigen.
Periphere Neuropathie
Im Fall von Patienten, bei denen es während der Therapie mit CUBICIN zu Zeichen und Symptomen
kommt, die auf eine periphere Neuropathie hindeuten könnten, sollte eine Untersuchung erfolgen und
ein Absetzen von Daptomycin erwogen werden (siehe Abschnitte 4.8 und 5.3).
Niereninsuffizienz
Während der Behandlung mit CUBICIN wurde über Niereninsuffizienz berichtet; der Zusammenhang
mit Daptomycin ist jedoch noch unklar. Schwere Niereninsuffizienz kann für sich allein ebenfalls für
eine Erhöhung der Daptomycin-Spiegel prädisponieren, die wiederum das Myopathie-Risiko steigern
kann (siehe oben).
Im Fall von Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min ist eine Dosisanpassung
erforderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2). Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der unter
Abschnitt 4.2 dargestellten Anleitung zur Anpassung des Dosisintervalls gründen auf
pharmakokinetischer Modellbildung und wurden nicht klinisch evaluiert. CUBICIN sollte bei solchen
Patienten nur angewendet werden, wenn damit gerechnet werden kann, dass der zu erwartende
klinische Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt.
Die Verabreichung von Daptomycin an Patienten mit einer vor Beginn der Therapie mit CUBICIN
bereits bestehenden gewissen Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) erfordert
Vorsicht. Eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion wird empfohlen (siehe auch Abschnitt 5.2).
Eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion wird außerdem empfohlen, wenn gleichzeitig
potenziell nephrotoxische Wirkstoffe angewendet werden − unabhängig von der Nierenfunktion des
Patienten vor Therapiebeginn (siehe auch Abschnitt 4.5).
Bei übergewichtigen Probanden mit einem Körpermasseindex (body mass index; BMI) > 40 kg/m2,
aber einer Kreatinin-Clearance > 70 ml/min, war die AUC0-∞ von Daptomycin gegenüber nichtübergewichtigen gematchten Kontrollen signifikant erhöht (im Mittel 42% höher). Die Informationen
zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Daptomycin bei stark übergewichtigen Personen sind
begrenzt; daher ist Vorsicht geboten. Gegenwärtig deutet jedoch nichts darauf hin, dass eine
Dosisreduktion erforderlich ist (siehe Abschnitt 5.2).
Der Gebrauch von Antibiotika könnte ein übermäßiges Wachstum nicht-empfindlicher
Mikroorganismen fördern. Kommt es während der Therapie zu einer Superinfektion, so sollten
geeignete Maßnahmen getroffen werden.
16
Über Antibiotika-assoziierte Kolitis und pseudomembranöse Kolitis von leichtem bis hin zu
lebensbedrohlichem Schweregrad wurde in Verbindung mit praktisch allen antibakteriellen
Wirkstoffen berichtet. An eine solche Diagnose muss daher gedacht werden, wenn es bei Patienten
während oder kurz nach der Behandlung zu Durchfall kommt.
4.5
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Daptomycin durchläuft einen nur geringen bzw. keinen über das Cytochrom-P450-System (CYP450)
vermittelten Metabolismus. In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass Daptomycin die Aktivität
klinisch bedeutsamer humaner CYP-Isoformen (1A2, 2A6, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1, 3A4) weder hemmt
noch induziert. Demzufolge stehen keine Arzneimittelwechselwirkungen in Verbindung mit CYP450
zu erwarten.
Über eine simultane Anwendung von Daptomycin mit anderen Arzneimitteln, die Myopathie auslösen
können, liegen nur begrenzt Erfahrungen vor. Bei Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit einer
dieser Medikationen und CUBICIN ist es allerdings in einigen Fällen zu deutlich erhöhten CPKWerten und zu Fällen von Rhabdomyolyse gekommen. Es wird daher empfohlen, andere, mit
Myopathie assoziierte Medikationen während der Behandlung mit CUBICIN möglichst
vorübergehend abzusetzen, sofern der Nutzen einer gleichzeitigen Anwendung das entsprechende
Risiko nicht überwiegt. Lässt sich eine gleichzeitige Anwendung nicht vermeiden, so sollten die CPKWerte häufiger als einmal wöchentlich gemessen und die Patienten sorgfältig auf Zeichen und
Symptome beobachtet werden, die auf Myopathie hindeuten könnten (siehe Abschnitte 4.4, 4.8 und
5.3).
Daptomycin wird vorwiegend durch renale Filtration eliminiert. Bei gleichzeitiger Anwendung mit
Arzneimitteln, die die renale Filtration vermindern (z. B. NSAIDs und COX-2-Hemmer), können die
Plasmaspiegel daher erhöht sein. Während einer gleichzeitigen Gabe besteht außerdem die
Möglichkeit von pharmakodynamischen Wechselwirkungen wegen additiver renaler Wirkungen. Im
Fall einer parallelen Anwendung von Daptomycin mit anderen Arzneimitteln, die bekanntlich die
renale Filtration vermindern, ist entsprechend vorsichtig vorzugehen.
Während der Anwendungsbeobachtung (post marketing surveillance) wurden Fälle von
Wechselwirkungen zwischen Daptomycin und einem bestimmten Reagens gemeldet, das in manchen
Tests zur Bestimmung von Prothrombinzeit/International Normalised Ratio (PT/INR) eingesetzt wird.
Diese Wechselwirkung führte zu einer deutlichen PT-Verlängerung und INR-Erhöhung. Falls bei
Patienten unter Daptomycin unerklärliche, auffällige PT/INR-Werte beobachtet werden, sollte an eine
mögliche In-vitro-Interaktion mit dem Labortest gedacht werden. Die Möglichkeit falscher Ergebnisse
lässt sich auf ein Mindestmaß beschränken, indem die Proben für PT- oder INR-Untersuchungen etwa
zum Zeitpunkt der niedrigsten Konzentration von Daptomycin im Plasma entnommen werden.
4.6
Schwangerschaft und Stillzeit
Für Daptomycin liegen keine klinischen Daten über Schwangerschaften vor. Tierexperimentelle
Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft,
embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen (siehe Abschnitt 5.3).
CUBICIN darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig
erforderlich, d.h. nur wenn der potenzielle Nutzen das mögliche Risiko überwiegt.
Da nicht bekannt ist, ob Daptomycin beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird, muss
das Stillen während der Behandlung mit CUBICIN unterbrochen werden.
4.7
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von
Maschinen durchgeführt.
17
Auf Grundlage der gemeldeten Nebenwirkungen ist davon auszugehen, dass Auswirkungen von
CUBICIN auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen unwahrscheinlich sind.
4.8
Nebenwirkungen
Klinische Studien
Über 1400 Personen wurden innerhalb klinischer Studien mit CUBICIN behandelt; von diesen wurden
mehr als 800 Personen über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen mit einer therapeutischen Dosis
behandelt. Nebenwirkungen (d.h. Reaktionen, deren Zusammenhang mit dem Arzneimittel vom Prüfer
als möglich, wahrscheinlich oder eindeutig eingestuft wurde) waren bei 20% der Probanden in den
CUBICIN-Gruppen und bei 19% der Probanden unter Vergleichsregimen zu dokumentieren. Bei 5%
der Probanden in den CUBICIN-Gruppen wurde die Behandlung wegen Nebenwirkungen beendet.
Folgende Nebenwirkungen wurden bei Probanden in den CUBICIN-Gruppen während der Therapie
sowie während der Nachbeobachtung über 14 Tage nach Beendigung der Behandlung am häufigsten
gemeldet: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, Pilzinfektionen,
Ausschlag, Reaktion an der Infusionsstelle, erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte (CPK) und
abnormale Leberenzymwerte, Alanin-Aminotransferase (ALT), Aspartat-Aminotransferase (AST),
alkalische Phosphatase.
Die nachstehend aufgeführten Nebenwirkungen wurden während der Therapie sowie während der
Nachbeobachtung über 14 Tage nach Beendigung der Behandlung mit einer Häufigkeit von „häufig“ =
≥ 1/100, < 1/10; „gelegentlich“ = > 1/1000, < 1/100; „selten“ = > 1/10.000, < 1/1000; „sehr selten“ =
≤ 1/10,000 berichtet:
Die Nebenwirkungen sind innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppierungen nach abnehmendem
Schweregrad geordnet.
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig: Pilzinfektionen
Gelegentlich: Harnwegsinfektionen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Thrombozythämie, Anämie
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Anorexie, Hyperglykämie
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Angst, Insomnie
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen
Gelegentlich: Schwindel, Parästhesie, Geschmacksstörung
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystole
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: Gesichtsrötungen (Flushes), Hypertonie, Hypotonie
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Gelegentlich: Obstipation, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Glossitis
18
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Ikterus
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Ausschlag
Gelegentlich: Pruritis, Urtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Myositis, Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Arthralgie
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Gelegentlich: Vaginitis
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Reaktionen an der Infusionsstelle
Gelegentlich: Pyrexie, Schwäche, Erschöpfung, Schmerzen
Untersuchungen
Häufig: abnormale Leberfunktionswerte (erhöhte AST, ALT und alkalische Phosphatase), erhöhte
CPK
Gelegentlich: Störung des Elektrolythaushalts, erhöhtes Serumkreatinin, erhöhtes Myoglobin,
Laktatdehydrogenase (LDH) erhöht
Seit der Genehmigung für das Inverkehrbringen
Seit der Genehmigung für das Inverkehrbringen gemeldete, oben nicht aufgeführteNebenwirkungen:
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Eosinophilie
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Überempfindlichkeit, manifestiert durch vereinzelte Spontanberichte über u.a. pulmonale
Eosinophilie, vesikobullösen Ausschlag mit Beteiligung der Schleimhaut sowie Gefühl einer
oropharyngealen Schwellung
Sehr selten: Anaphylaxie
Sehr selten: In vereinzelten Fällen ist es zu Reaktionen auf die Infusion gekommen, darunter folgende
Symptome: Tachykardie, pfeifendes Atemgeräusch, Pyrexie, Rigor, Hitzewallungen, Vertigo,
Synkope und metallischer Geschmack.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr selten: Rhabdomyolyse
Es liegen gemeldete Einzelfälle von Rhabdomyolyse vor. Wenn verfügbare klinische Informationen
über die entsprechenden Patienten eine Beurteilung erlaubten, so handelte es sich bei rund 50% der
Fälle um Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz oder unter gleichzeitiger Behandlung mit
Medikationen, die bekanntlich Rhabdomyolyse verursachen.
Untersuchungen
In manchen Fällen von Myopathie, die mit erhöhten CPK-Werten und Muskelsymptomen
einhergingen, wiesen die Patienten außerdem erhöhte Transaminasen auf. Diese TransaminaseErhöhungen standen wahrscheinlich mit den Wirkungen auf die Skelettmuskulatur in Zusammenhang.
In der Mehrzahl entsprachen diese erhöhten Transaminasen den Toxizitätsgraden 1-3 und
normalisierten sich bei Absetzen der Behandlung.
4.9
Überdosierung
19
Im Fall einer Überdosierung sollte eine unterstützende Versorgung erfolgen. Daptomycin wird durch
Hämodialyse (ungefähr 15% der verabreichten Dosis werden über 4 Stunden ausgeschieden) oder
Peritonealdialyse (ungefähr 11% der verabreichten Dosis werden über 48 Stunden ausgeschieden)
langsam aus dem Körper entfernt.
5.
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1
Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: noch keine Zuordnung, ATC-Code: noch keine Zuordnung
Wirkungsweise
Bei Daptomycin handelt es sich um ein ausschließlich gegen Gram-positive Bakterien aktives,
natürliches zyklisches Lipopeptid.
Der Wirkmechanismus umfasst eine Bindung (in Gegenwart von Calciumionen) an
Bakterienmembranen von Zellen in der Wachstums- und stationären Phase, was eine Depolarisation
bewirkt und zu einer raschen Hemmung der Protein-, DNA- und RNA-Synthese führt. Dies wiederum
resultiert im bakteriellen Zelltod bei vernachlässigbarer Zell-Lyse.
PK/PD-Verhältnis
Daptomycin zeigt in vitro eine rasche, konzentrationsabhängige bakterizide Aktivität gegen
empfindliche grampositive Organismen. In Tiermodellen hat sich gezeigt, dass AUC/MHK und
Cmax/MHK bei Anwendung von Einzeldosen, die Humandosen von 4 mg/kg einmal täglich
entsprechen, mit der Wirksamkeit und der erwarteten Abtötungsrate in vivo korrelieren.
Resistenzmechanismen
Ein gesicherter Resistenzmechanismus wurde bisher nicht identifiziert.
Wie auch mit anderen Antibiotika bei Patienten mit schwer behandelbaren Infektionen und/oder bei
Anwendung über längere Zeiträume dokumentiert, war auch im Fall von Daptomycin die Entwicklung
einer verminderten Empfindlichkeit zu beobachten. In einer klinischen Studie mit Daptomycin bei
Endokarditis und komplizierter Bakteriämie konnte bei sechs Patienten nicht geklärt werden, ob die
beobachtete verminderte Empfindlichkeit gegenüber Daptomycin zum fehlenden Ansprechen auf die
Therapie beigetragen hat oder nicht. Außerdem wurden sporadische Fälle einer verminderten
Empfindlichkeit gegenüber Daptomycin berichtet.
Grenzwerte (Breakpoints)
Die von EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) für Staphylokokken
und Streptokokken (mit Ausnahme von S. pneumoniae) festgelegten Grenzwerte für die minimale
Hemmkonzentration (MHK) entsprechen: empfindlich ≤ 1 mg/l und resistent > 1 mg/l.
Empfindlichkeit
Die Prävalenz der Resistenz kann für ausgewählte Spezies geographisch und zeitlich variieren.
Örtliche Informationen zur Resistenzsituation sind wünschenswert, insbesondere bei der Behandlung
schwerer Infektionen. Wenn die örtliche Prävalenz der Resistenz dafür spricht, dass der Nutzen des
Wirkstoffs bei zumindest einigen Infektionstypen fraglich ist, sollte erforderlichenfalls qualifizierte
Beratung in Anspruch genommen werden.
20
Üblicherweise empfindliche Spezies
Staphylococcus aureus *
Staphylococcus haemolyticus
Koagulasenegative Staphylokokken
Streptococcus agalactiae*
Streptococcus dysgalactiae subsp equisimilis*
Streptococcus pyogenes*
Streptokokken der Gruppe G
Clostridium perfringens
Peptostreptococcus spp
Von Natur aus resistente Organismen
Gram-negative Organismen
* kennzeichnet Spezies, gegen die sich im Rahmen klinischer Studien in zufrieden stellender Weise
Aktivität gezeigt hat.
Informationen aus klinischen Studien
In zwei klinischen Studien zu komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen erfüllten 36% der mit
Daptomycin behandelten Patienten die Kriterien für eine systemische Entzündungsreaktion (SIRS;
systemic inflammatory response syndrome). Der am häufigsten behandelte Infektionstyp bestand in
Wundinfektion (38% der Patienten), wohingegen 21% der Patienten größere Abszesse aufwiesen.
Diese Begrenztheit der behandelten Patientenpopulationen sollte bei der Entscheidungsfindung über
eine Anwendung von Daptomycin berücksichtigt werden.
Über die mögliche klinische Wirksamkeit von Daptomycin gegen Enterococcus faecalis und
Enterococcus faecium können angesichts unzureichender Evidenz keinerlei Schlüsse gezogen werden.
5.2
Pharmakokinetische Eigenschaften
In Dosen von bis zu 8 mg/kg als tägliche Einzeldosis über einen Zeitraum von bis zu 7 Tagen ist die
Pharmakokinetik von Daptomycin allgemein linear. Steady-State-Konzentrationen stellen sich nach
der dritten täglichen Dosis ein.
Tierversuche haben gezeigt, dass Daptomycin nach oraler Anwendung nicht in signifikantem Ausmaß
resorbiert wird.
Verteilung
Entsprechend einer Verteilung vorwiegend innerhalb des extrazellulären Raums belief sich das
Steady-State-Verteilungsvolumen von Daptomycin bei gesunden erwachsenen Freiwilligen auf
ungefähr 0,1 l/kg. Tierversuchsstudien zur Gewebeverteilung haben ergeben, dass sich Daptomycin
nach Einzel- und Mehrfachgabe vorzugsweise in stark vaskularisiertem Gewebe verteilt und in
geringerem Maß die Bluthirnschranke sowie die Plazentaschranke passiert.
Daptomycin wird konzentrationsunabhängig und reversibel an menschliche Plasmaproteine gebunden.
Bei gesunden Freiwilligen sowie bei Patienten unter Behandlung mit Daptomycin, Probanden mit
Niereninsuffizienz eingeschlossen, belief sich die Proteinbindung durchschnittlich auf etwa 90%.
Metabolismus
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Daptomycin beim Menschen nicht bzw. nur begrenzt über
Lebermikrosomen metabolisiert wird und dass die Beteiligung des CYP450-Systems an der
Verstoffwechslung von Daptomycin minimal ist. Die Analyse der Plasmaproben von Probanden, die
eine Daptomycin-Dosis von 6 mg/kg erhalten hatten, erbrachte keinerlei Hinweise auf eine
Verstoffwechslung − ein Hinweis darauf, dass nur ein geringfügiger bis kein systemischer
Metabolismus stattfindet.
Außerdem wurden nach Verabreichung von radioaktiv markierter Substanz an Menschen im Plasma
hinsichtlich der applizierten Gesamtradioaktivität sowie mikrobiologisch aktiver Konzentrationen
21
keine Metaboliten nachgewiesen. Bei zwei von vier im Urin festgestellten, weniger bedeutenden
Metaboliten handelt es sich um oxidative Phase-I-Metaboliten in niedrigen Konzentrationen.
Elimination
Daptomycin wird vorwiegend renal ausgeschieden. Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid und
Daptomycin besitzt keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Daptomycin beim Menschen.
Entsprechend scheint eine nur minimale bis keine aktive tubuläre Sekretion von Daptomycin zu
erfolgen.
Nach intravenöser Anwendung liegt die Plasma-Clearance von Daptomycin bei ungefähr 7 bis
9 ml/h/kg, die renale Clearance bei 4 bis 7 ml/h/kg.
In einer Massenbilanzuntersuchung mit radioaktiv markiertem Material lag die Wiederfindung im
Urin hinsichtlich der Gesamtradioaktivität bei 78% der verabreichten Dosis, während die
Wiederfindung von unverändertem Daptomycin im Urin etwa 50% der Dosis betrug. Ungefähr 5% der
radioaktiv markierten Dosis wurde mit den Fäzes ausgeschieden.
Besondere Populationen
Ältere:
Eine Dosisanpassung allein auf Grundlage des Alters ist nicht erforderlich. Die Nierenfunktion sollte
jedoch beurteilt werden. Liegt eine schwere Niereninsuffizienz vor, so ist eine Dosisminderung
geboten.
Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre alt)
Die Pharmakokinetik von Daptomycin bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre alt) wurde nicht
ermittelt.
Übergewicht
Im Vergleich zu nicht-übergewichtigen Probanden ist die anhand der AUC gemessene systemische
Exposition gegenüber Daptomycin bei moderat übergewichtigen Probanden (Body Mass Index von
25-40 kg/m2) um 28% und bei stark übergewichtigen Probanden (Body Mass Index von > 40 kg/m2)
um 42% erhöht. Eine Dosisanpassung einzig auf Grundlage von Übergewicht wird jedoch nicht für
erforderlich gehalten.
Geschlecht
Es wurden keine klinisch signifikanten geschlechtsbedingten Unterschiede hinsichtlich der
Pharmakokinetik von Daptomycin dokumentiert.
Niereninsuffizienz
Die Anwendung einer Einzeldosis von 4 mg Daptomycin/kg bei Probanden mit Niereninsuffizienz
verschiedener Ausprägungsgrade ging mit einer Verminderung der Clearance (CL) von Daptomycin
sowie einer Erhöhung der systemischen Exposition (AUC) einher. Bei Probanden mit schwerer
Niereninsuffizienz (CLKr < 30 ml/min) und terminaler Niereninsuffizienz waren Exposition (AUC)
und Eliminationshalbwertszeit gegenüber gesunden Probanden um das Zwei- bis Dreifache erhöht.
Zur Notwendigkeit einer Dosisanpassung bei diesen Patienten siehe Abschnitt 4.2.
Leberinsuffizienz
Nach Gabe einer Einzeldosis von 4 mg/kg ist die Pharmakokinetik von Daptomycin bei Probanden mit
mittelschwerer Leberinsuffizienz (Zirrhose-Klassifikation B nach Child-Pugh) im Vergleich mit nach
Geschlecht, Alter und Gewicht gematchten gesunden Freiwilligen nicht verändert. Die Anwendung
von Daptomycin bei Patienten mit mittelschwerer Leberinsuffizienz erfordert keine Anpassung der
Dosierung. Die Pharmakokinetik von Daptomycin bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz
(Klassifikation C nach Child-Pugh) wurde nicht evaluiert.
5.3
Präklinische Daten zur Sicherheit
In Studien von klinisch relevanter Dauer (14-28 Tage) war die Applikation von Daptomycin bei
Ratten und Hunden mit minimalen bis leichten degenerativen/regenerativen Veränderungen der
Skelettmuskulatur assoziiert. Der muskelspezifische NOAEL (no observable adverse effect level;
22
höchste Dosis oder Expositionskonzentration, bei der keine unerwünschten Wirkungen zu beobachten
sind) wurde bei Expositionen verzeichnet, die dem etwa 1,5fachen der therapeutischen
Konzentrationen für den Menschen entsprachen. Der muskelspezifische LOEL (lowest observable
effect level; niedrigste Konzentration, bei der Wirkungen zu beobachten sind) wurde bei Expositionen
verzeichnet, die dem 1,4-7,3fachen der therapeutischen Konzentrationen für den Menschen
entsprachen. In den chronischen Studien (3-6 Monate) trat der LOEL für leichte
degenerative/regenerative Veränderungen der Skelettmuskulatur bei Ratten und Hunden bei
Expositionen auf, die annähernd dem ein- bis dreifachen Wert oberhalb der therapeutischen
Konzentrationen für den Menschen entsprachen. Die myopathischen Wirkungen standen primär mit
dem Zeitraum zwischen den Anwendungen und sekundär mit der AUC in Zusammenhang und gingen
in der Regel mit Erhöhungen der CPK-Werte einher. Fibrose oder Rhabdomyolyse war nicht zu
beobachten. Sämtliche muskelspezifischen Wirkungen einschließlich mikroskopischer Veränderungen
erwiesen sich innerhalb von 1-3 Monaten nach Beendigung der Anwendung als reversibel, je nach
Studiendauer. Funktionelle oder pathologische Veränderungen der glatten Muskulatur oder der
Herzmuskulatur waren nicht erkennbar.
Wirkungen auf periphere Nerven wurden nach Anwendung von Dosen beobachtet, die über den Dosen
lagen, die mit Wirkungen auf die Skelettmuskulatur bei erwachsenen Ratten und Hunden assoziiert
waren, und standen in erster Linie mit der Cmax in Verbindung. Die Veränderungen hinsichtlich
peripherer Nerven waren durch minimale bis leichte axonale Degeneration gekennzeichnet und häufig
mit funktionellen Veränderungen verknüpft. Die mikroskopischen und funktionellen Wirkungen
bildeten sich innerhalb von 6 Monaten nach der Behandlung vollständig zurück. In Studien von
klinisch relevanter Dauer (14-28 Tage) an Hunden und Ratten waren die Cmax-Werte unter NOAELDosen für Neuropathie 10- bzw. 16fach höher als die entsprechenden Werte beim Menschen unter
Anwendung der empfohlenen Dosis. In den chronischen Tierversuchsstudien (3-6 Monate)
entsprachen die Cmax-Werte beim NOAEL weniger als dem Fünffachen der Werte beim Menschen bei
Anwendung der empfohlenen Dosis.
Im Gegensatz zu erwachsenen Hunden schienen juvenile Hunde für Läsionen der peripheren Nerven
anfälliger zu sein als für Skelettmyopathie. Juvenile Hunde entwickelten bei Dosen, die unterhalb der
mit Skelettmuskeltoxizität assoziierten Dosen lagen, Läsionen der peripheren und spinalen Nerven.
Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität erbrachten keine Hinweise auf Wirkungen auf die
Fertilität oder embryofetale bzw. postnatale Entwicklung. Allerdings kann Daptomycin bei trächtigen
Ratten die Plazenta passieren (siehe Abschnitt 5.2). Die Ausscheidung von Daptomycin in die Milch
laktierender Tiere wurde nicht untersucht.
Langzeitstudien zur Karzinogenität an Nagern wurden nicht durchgeführt. In einer Reihe von In-vivound In-vitro-Untersuchungen zur Gentoxizität hat sich Daptomycin weder als mutagen noch als
klastogen erwiesen.
6.
PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1
Sonstige Bestandteile
Natriumhydroxid
6.2
Inkompatibilitäten
CUBICIN ist mit glucosehaltigen Lösungen weder physikalisch noch chemisch kompatibel.
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3
Dauer der Haltbarkeit
23
3 Jahre
Nach der Rekonstitution: Für rekonstituierte Lösungen in der Durchstechflasche wurde eine
chemische und physikalische Anwendungsstabilität über eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C bzw. bis
zu 48 Stunden bei 2°C - 8°C nachgewiesen. Die chemische und physikalische Stabilität von
verdünnten Lösungen in Infusionsbeuteln ist für eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C bzw. 24 Stunden
bei 2°C - 8°C belegt. Die kombinierte Aufbewahrungsdauer (rekonstituierte Lösung in der
Durchstechflasche und verdünnte Lösung im Infusionsbeutel; siehe Abschnitt 6.6) sollte 12 Stunden
bei 25°C nicht überschreiten (bzw. 24 Stunden bei 2°C - 8°C).
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Geschieht dies nicht, liegt
die Aufbewahrungsdauer der gebrauchsfertigen Lösung in der Verantwortung des Anwenders und
sollte normalerweise 24 Stunden bei 2 bis 8°C nicht überschreiten, es sei denn, die
Rekonstitution/Verdünnung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen
stattgefunden.
6.4
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).
Lagerungsbedingungen des rekonstituierten verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3
6.5
Art und Inhalt des Behältnisses
Durchstechflaschen aus Klarglas Typ I zu 10 ml für den einmaligen Gebrauch mit Gummistopfen
Typ I und Aluminiumverschlüssen mit blauen Schnappdeckeln aus Plastik.
6.6
Besondere Entsorgungsmaßnahmen
Eine Konzentration von 50 mg/ml wird durch Rekonstitution mit 7 ml NatriumchloridInjektionslösung 9 mg/ml ( 0,9%) oder Wasser für Injektionszwecke erreicht.
Lyophilisiertes CUBICIN sollte mittels aseptischer Technik rekonstituiert werden. Den Schnappdeckel
aus Polypropylen entfernen, um den zentralen Bereich des Gummistopfens freizulegen. 7 ml
Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml) oder Wasser für Injektionszwecke langsam durch die
Mitte des Gummistopfens in die Durchstechflasche injizieren und dabei die Nadel gegen die Wand der
Durchstechflasche richten. Die Durchstechflasche dabei nach dem Rotationsprinzip sanft drehen, um
eine vollständige Benetzung des Produkts sicherzustellen. Anschließend 10 Minuten stehen lassen.
Zum Schluss die Durchstechflasche wenige Minuten mit kreisenden Bewegungen sanft
schwenken/wirbeln, bis sich eine klare rekonstituierte Lösung ergibt. Starkes Schütteln/heftige
Bewegungen vermeiden, um einer Schaumbildung des Produkts vorzubeugen. Die Rekonstitution ist
normalerweise innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen.
Die rekonstituierte Lösung ist vor der Anwendung sorgfältig in Augenschein zu nehmen um
sicherzustellen, dass das Produkt vollständig in Lösung gegangen ist und keinerlei Partikel vorhanden
sind.
Die Farbe von rekonstituierten CUBICIN-Lösungen kann von blassgelb bis hellbraun reichen.
Die rekonstituierte Lösung ist daraufhin entsprechend den Anweisungen in Abschnitt 4.2 mit
Natriumchloridlösung zur intravenösen Infusion weiter zu verdünnen (übliches Volumen 50 ml) und
über einen Zeitraum von 30 Minuten zu infundieren.
Folgende Substanzen haben sich bei Zugabe zu CUBICIN-haltigen Infusionslösungen als kompatibel
erwiesen: Aztreonam, Ceftazidim, Ceftriaxon, Gentamicin, Fluconazol, Levofloxacin, Dopamin,
Heparin und Lidocain.
Durchstechflaschen mit CUBICIN sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt.
24
Nicht verbrauchte Arzneimittel oder Abfallmaterial sind entsprechend den nationalen Anforderungen
zu entsorgen.
7.
PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER
Chiron Corporation Limited
Symphony House
7 Cowley Business Park
High Street
Cowley
UXBRIDGE
UB8 2AD
Vereinigtes Königreich
Tel.-Nr.: +44 (0)208 580 4000
Fax-Nr.: +44 (0)208 580 4097
E-Mail: [email protected]
8.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
9.
DATUM DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
TT Monat JJJJ
10.
STAND DER INFORMATION
MM/JJJJ
25
ANHANG II
A.
INHABER DER HERSTELLUNGSERLAUBNIS, DER FÜR
DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST
B.
BEDINGUNGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS
INVERKEHRBRINGEN
26
A.
INHABER DER HERSTELLUNGSERLAUBNIS, DER FÜR DIE
CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST
Name und Anschrift des Hersteller, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Chiron Corporation Limited, Symphony House, 7 Cowley Business Park, High Street, Cowley,
UXBRIDGE UB8 2AD, Vereinigtes Königreich
B.
BEDINGUNGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
•
BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN
GEBRAUCH, DIE DEM INHABER DER GENEHMIGUNG FÜR DAS
INVERKEHRBRINGEN AUFERLEGT WERDEN
Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
•
BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN HINSICHTLICH DER SICHEREN
UND WIRKSAMEN ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
Nicht zutreffend.
•
SONSTIGE BEDINGUNGEN
Der Pharmazeutische Unternehmer muss sicherstellen, dass vor dem Inverkehrbringen des Produktes
das Pharmakovigilanzsystem eingerichtet ist und funktioniert.
Der Pharmazeutische Unternehmer verpflichtet sich, die im Pharmakovigilanzplan ausführlich
beschriebenen Studien und weiteren Pharmakovigilanz-Aktivitäten auszuführen.
27
ANHANG III
ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE
28
A. ETIKETTIERUNG
29
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
{FALTSCHACHTEL}
1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
CUBICIN, 350 mg
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
daptomycin
2.
WIRKSTOFF(E)
Eine Durchstechflasche enthält 350 mg Daptomycin.
3.
SONSTIGE BESTANDTEILE
Natriumhydroxid
4.
DARREICHUNGSFORM UND INHALT
1 Durchstechflasche
5.
HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Vor der Anwendung bitte Packungsbeilage beachten, die eine Anleitung für die Rekonstitution enthält.
6.
WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNERREICHBAR UND
NICHT SICHTBAR AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7.
WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8.
VERFALLDATUM
EXP: {Monat-JJJJ}
Die Haltbarkeit des rekonstituierten Produkts ist der Packungsbeilage zu entnehmen.
9.
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE
Im Kühlschrank lagern.
10.
GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON
30
STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
In Übereinstimmung mit den nationalen Anforderungen entsorgen.
11.
NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Chiron Corporation Limited
Symphony House
7 Cowley Business Park
High Street
Cowley
UXBRIDGE
UB8 2AD
Vereinigtes Königreich
Tel.-Nr.: +44 (0)208 580 4000
Fax-Nr.: +44 (0)208 580 4097
E-Mail: [email protected]
12.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/0/00/000/000
13.
CHARGENBEZEICHNUNG
Lot:
14.
VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
15.
HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16.
INFORMATION IN BRAILLE-SCHRIFT
31
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
{DURCHSTECHFLASCHE}
1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG
CUBICIN, 350 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
daptomycin
Zur intravenösen Anwendung
2.
HINWEISE ZUR ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten.
3.
VERFALLDATUM
EXP: {MM/JJJJ}
4.
CHARGENBEZEICHNUNG
Lot:
5.
INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
Eine Durchstechflasche enthält 350 mg Daptomycin.
6.
WEITERE ANGABEN
32
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
{FALTSCHACHTEL}
1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
CUBICIN, 500 mg
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
daptomycin
2.
WIRKSTOFF(E)
Eine Durchstechflasche enthält 500 mg Daptomycin.
3.
SONSTIGE BESTANDTEILE
Natriumhydroxid
4.
DARREICHUNGSFORM UND INHALT
1 Durchstechflasche
5.
HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Vor der Anwendung bitte Packungsbeilage beachten, die eine Anleitung für die Rekonstitution enthält.
6.
WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNERREICHBAR UND
NICHT SICHTBAR AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7.
WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8.
VERFALLDATUM
EXP: {Monat-JJJJ}
Die Haltbarkeit des rekonstituierten Produkts ist der Packungsbeilage zu entnehmen.
9.
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE
Im Kühlschrank lagern.
10.
GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON
33
STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
In Übereinstimmung mit den nationalen Anforderungen entsorgen.
11.
NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Chiron Corporation Limited
Symphony House
7 Cowley Business Park
High Street
Cowley
UXBRIDGE
UB8 2AD
Vereinigtes Königreich
Tel.-Nr.: +44 (0)208 580 4000
Fax-Nr.: +44 (0)208 580 4097
E-Mail: [email protected]
12.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/0/00/000/000
13.
CHARGENBEZEICHNUNG
Lot:
14.
VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
15.
HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16.
INFORMATION IN BRAILLE-SCHRIFT
34
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
{DURCHSTECHFLASCHE}
1.
BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG
CUBICIN, 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
daptomycin
Zur intravenösen Anwendung
2.
HINWEISE ZUR ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten.
3.
VERFALLDATUM
EXP: {MM/JJJJ}
4.
CHARGENBEZEICHNUNG
Lot:
5.
INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
Eine Durchstechflasche enthält 500 mg Daptomycin.
6.
WEITERE ANGABEN
35
B. PACKUNGSBEILAGE
36
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER
CUBICIN 350 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
daptomycin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses
Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.
Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie
Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben
sind,informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1.
Was ist CUBICIN und wofür wird es angewendet?
2.
Was müssen Sie vor dem Erhalt von CUBICIN beachten?
3.
Wie wird CUBICIN angewendet?
4.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5
Wie ist CUBICIN aufzubewahren?
6.
Weitere Informationen
1.
WAS IST CUBICIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Der in CUBICIN Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthaltene Wirkstoff
ist Daptomycin. Bei Daptomycin handelt es sich um ein Antibiotikum, das das Wachstum bestimmter
Bakterien stoppen kann. CUBICIN wird bei Erwachsenen (ab 18 Jahren) für die Behandlung von
Infektionen der Haut oder der unter der Haut liegenden Gewebeschichten angewendet.
Eventuell verordnet Ihnen der Arzt während der Behandlung mit Daptomycin noch weitere
Antibiotika, je nachdem, an welchem/welchen Infektionstypen Sie leiden.
2.
WAS MÜSSEN SIE VOR DEM ERHALT VON CUBICIN BEACHTEN?
CUBICIN darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Daptomycin oder Natriumhydroxid sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von CUBICIN ist erforderlich,
- falls Sie Nierenprobleme haben oder in der Vergangenheit hatten. Informieren Sie in diesem Fall
bitte Ihren Arzt. Manchmal ist eine Änderung der Daptomycin-Dosis erforderlich (siehe
Abschnitt 3 dieser Packungsbeilage).
- Gelegentlich kommt es bei Patienten unter Behandlung mit CUBICIN zu Muskelempfindlichkeit
bzw. Muskelschmerzen oder auch zu Muskelschwäche (weitere Informationen siehe Abschnitt 4
dieser Packungsbeilage). In einem solchen Fall veranlasst Ihr Arzt eine Blutuntersuchung und
spricht sich für oder gegen eine Fortsetzung Ihrer Behandlung mit CUBICIN aus. Die
Beschwerden klingen im Allgemeinen innerhalb weniger Tage nach Absetzen von CUBICIN
wieder ab.
- Ihr Arzt führt vor Beginn der Behandlung mit Daptomycin und in engen Abständen während der
Behandlung Blutuntersuchungen durch, um die Gesundheit Ihrer Muskeln zu beobachten, selbst
wenn Sie an keinen derartigen Beschwerden leiden.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn es bei Ihnen während der Behandlung mit Daptomycin zu einem
ungewöhnlichen Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen oder zu einem
37
-
-
Gefühlsverlust kommt oder wenn Sie Schwierigkeiten mit Bewegungen haben. Manchmal kann
ein Absetzen der Behandlung erforderlich sein.
Wenn Sie stark übergewichtig sind, könnte Ihr Daptomycin-Spiegel im Blut höher sein als bei
Personen mit Durchschnittsgewicht. Außerdem müssen Sie im Fall von Nebenwirkungen
möglicherweise sorgfältig beobachtet werden.
Antibiotika können Durchfall hervorrufen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie an Durchfall
leiden, bevor Sie CUBICIN bekommen. Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während
Ihrer Behandlung Durchfall bekommen, insbesondere wenn Sie Blut im Stuhl entdecken.
Es wurde festgestellt, dass Daptomycin Auswirkungen auf Labortests zur Messung der
Blutgerinnung besitzt. Die Ergebnisse können so auf eine schlechte Blutgerinnung hindeuten,
obwohl tatsächlich gar keine diesbezüglichen Probleme bestehen. Aus diesem Grund muss Ihr
Arzt berücksichtigen, dass Sie CUBICIN erhalten.
CUBICIN darf bei Kindern oder Jugendlichen (unter 18 Jahren) nicht angewendet werden.
Bei Anwendung von CUBICIN mit anderen Arzneimitteln:
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder Ihren Apotheker über ALLE Arzneimittel
informieren, die Sie anwenden oder in letzter Zeit angewendet haben. Dies gilt auch für nicht
verschreibungspflichtige Mittel.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie folgende Arzneimittel anwenden:
- So genannte Statine oder Fibrate (zur Cholesterinsenkung) oder Cyclosporin. Wenn diese
Arzneimittel (und bestimmte weitere Mittel, die Auswirkungen auf die Muskulatur haben können)
während der Behandlung mit Daptomycin angewendet werden, kann das Risiko von
Nebenwirkungen, die die Muskulatur betreffen, erhöht sein. Ihr Arzt kann beschließen, Ihnen kein
Daptomycin zu verabreichen bzw. die anderen Arzneimittel für eine gewisse Dauer abzusetzen.
- Schmerzstillende Arzneimittel, d.h. so genannte nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs)
oder COX-2-Hemmer (z. B. Celecoxib), da es zu Wechselwirkungen mit Daptomycin in der Niere
kommen könnte.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Aufgrund fehlender Informationen erhalten Schwangere normalerweise kein CUBICIN, es sei denn,
dies ist zwingend erforderlich. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie schwanger sind, eine
Schwangerschaft vermuten oder planen.
Sie dürfen nicht stillen, wenn Sie CUBICIN erhalten, da es in die Muttermilch übertreten und dem
Säugling schaden könnte.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es ist unwahrscheinlich, dass CUBICIN Auswirkungen die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von
Maschinen besitzt.
3.
WIE WIRD CUBICINANGEWENDET?
Ihr Arzneimittel wird gewöhnlich von einem Arzt oder einer Pflegekraft verabreicht.
Die zu verabreichende Dosis richtet sich nach Ihrem Körpergewicht. Die übliche Dosis für
Erwachsene (ab 18 Jahren), einschließlich Personen über 65 Jahren mit guter Nierenfunktion, liegt bei
4 Milligramm (mg) pro Kilogramm (kg) Körpergewicht einmal täglich. Diese Dosis wird über einen
Zeitraum von rund 30 Minuten direkt in Ihren Blutstrom (in eine Vene) verabreicht.
Wenn Ihre Nierenfunktion beeinträchtigt ist, muss die Dosis möglicherweise auf 4 mg/kg einmal alle
zwei Tage vermindert werden. Falls Sie dialysepflichtig sind und die nächste Daptomycin-Dosis an
einem Dialysetag fällig ist, sollte die Dosis normalerweise nach der Dialysesitzung verabreicht
werden.
Ein Behandlungszyklus dauert in der Regel 7 bis 14 Tage. Über die Dauer Ihrer Behandlung
entscheidet der Arzt.
38
4.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann CUBICIN Nebenwirkungen haben.
- Wenn es bei Ihnen zu unklaren Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschwäche
kommt, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Muskelprobleme können in seltenen Fällen
schwerwiegend sein, einschließlich Muskelabbau, der zu Nierenschädigung führen kann.
- Informieren Sie Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder Ihren Apotheker, wenn es bei Ihnen während
der Behandlung mit CUBICIN zu Kribbeln, Taubheitsgefühl, Brennen, erhöhter Empfindlichkeit,
Schwäche, insbesondere in Fingern oder Zehen, oder zu ungewohnten körperlichen Empfindungen
kommt. Derartige Symptome erfordern gegebenenfalls eine besondere Untersuchung.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei mehr als 1 von 100 mit CUBICIN behandelten Patienten
berichtet wurden, sind: Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen, Pilzinfektionen wie zum
Beispiel Soor, Ausschlag, Schmerzen, Juckreiz oder Rötung an der Infusionsstelle. Unter Behandlung
mit Daptomycin kann sich anlässlich von Blutuntersuchungen herausstellen, dass Blutwerte von
Leberenzymen oder eines im Muskel vorkommenden Enzyms (CPK) erhöht sind.
Gelegentliche Nebenwirkungen, die bei mehr als 1 von 1000, jedoch weniger als 1 von 100 mit
CUBICIN behandelten Patienten berichtet wurden, sind:
Harnwegsinfektion, erhöhte Anzahl an kleinen Blutbestandteilen, so genannten Blutplättchen, was zu
einer gesteigerten Blutgerinnungsneigung führen kann, verminderte Anzahl roter Blutkörperchen
(Anämie), verminderter Appetit, erhöhter Blutzucker, Schwindel, Angst, Schlafprobleme, Kribbeln
oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen, Geschmacksstörung, Veränderung des Herzrhythmus,
Gesichtsrötung, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Verstopfung, Bauchschmerzen,
Verdauungsstörungen, Entzündung der Zunge, Gelbfärbung von Haut und Augen, Entzündung mit
Schwellung der Haut oder des Unterhautgewebes, Juckreiz, allergische Hautreaktion, d.h. Nesselsucht,
Muskelschmerzen oder Muskelschwäche, Gelenkschmerzen, Entzündung und Reizung der Scheide,
allgemeine Schmerzen oder Schwäche, Fieber, Müdigkeit, mengenmäßige Veränderung der Blutsalze,
Veränderung von Enzym- oder Eiweißwerten im Blut, die auf Nieren-, Leber- oder Muskelprobleme
hindeuten kann.
Sehr seltene Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 von 10.000 mit CUBICIN behandelten Patienten
berichtet wurden, sind:
Schwerwiegende Muskelprobleme (siehe unten), erhöhte Werte bestimmter weißer Blutkörperchen,
allergische Reaktionen, darunter Probleme mit der Atmung, Ausschläge mit Bläschenbildung, die
manchmal Mund und Genitalien befallen, Schwellung im Bereich des Halses und Blutdruckabfall mit
Bewusstlosigkeit, plötzliche lebensbedrohliche allergische Reaktion. Während der Infusion von
Daptomycin wurde außerdem über Hitzewallungen mit Schwindel, Ohnmacht und metallischem
Geschmack im Mund berichtet.
Sehr selten ist es zu Fällen mit Muskelschmerzen (bei erhöhten CPK-Werten) in Verbindung mit
einem Anstieg weiterer Enzymwerte gekommen, die mit Muskelschädigung in Zusammenhang stehen
können. Diese Veränderungen bildeten sich jedoch nach Beendigung der Behandlung wieder zurück.
Ebenfalls sehr selten traten Fälle mit Infusionsreaktionen auf, die unterschiedliche Kombinationen der
folgenden Beschwerden umfassten: schneller Herzschlag, pfeifende Atmung, Fieber oder erhöhte
Temperatur, Frösteln oder Zittern, Hitzewallungen, Schwindel, Ohnmacht und metallischer
Geschmack.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen
bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt
5.
WIE IST CUBICIN AUFZUBEWAHREN?
Bewahren Sie Ihr Arzneimittel bis zur Anwendung für Kinder unzugänglich auf.
39
Sie müssen Ihr Arzneimittel im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C) und dürfen es nach Ablauf des
Verfalldatums („verwendbar bis“) nicht mehr verwenden. Nachdem aus dem Pulver eine Lösung
zubereitet und diese für den Gebrauch verdünnt wurde, wird Ihnen die Lösung normalerweise
praktisch sofort verabreicht, wenngleich die Lösung gelegentlich über 12-24 Stunden aufbewahrt
werden kann.
6.
WEITERE INFORMATIONEN
Die Bezeichnung Ihres Arzneimittels lautet CUBICIN, 350 mg Pulver für ein Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung.
- Der Wirkstoff ist Daptomycin.
- Der sonstige Bestandteil ist Natriumhydroxid.
CUBICIN steht in einer Durchstechflasche aus Glas mit 350 Milligramm (mg) Daptomycin-Pulver zur
Verfügung. Vor der Anwendung wird das CUBICIN-Pulver mit steriler Kochsalzlösung oder sterilem
Wasser gemischt, so dass eine Lösung entsteht. Diese Lösung wird langsam über einen
Kunststoffschlauch in Ihrer Vene in den Blutstrom verabreicht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Chiron Corporation Ltd, Symphony House, 7 Cowley Business Park, High Street, Cowley, Uxbridge,
UB8 2AD, Vereinigtes Königreich.
Tel: +44 (0)208 580 4000
Fax: +44 (0)208 580 4097
E-Mail: [email protected]
Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem
pharmazeutischen Unternehmer in Verbindung.
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt am {MM/JJJJ}.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen
Arzneimittel-Agentur (EMEA) http://www.emea.eu.int/ verfügbar.
<---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Wichtig: Vor der Verschreibung bitte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels beachten.
Hinweise zur Anwendung und Handhabung
350-mg-Gebinde: Eine Konzentration von 50 mg/ml wird durch Rekonstitution mit 7 ml
Natriumchloridlösung (0,9%) zur intravenösen Infusion erreicht.
Durchstechflaschen zu 350 mg/Durchstechflasche können auch mit sterilem Wasser für
Injektionszwecke rekonstituiert werden. Daptomycin ist mit glucosehaltigen Lösungen weder
physikalisch noch chemisch kompatibel.
Lyophilisiertes CUBICIN sollte mittels aseptischer Technik rekonstituiert werden. Den Schnappdeckel
aus Polypropylen entfernen, um den zentralen Bereich des Gummistopfens freizulegen. 7 ml
Natriumchloridlösung 9 mg/ml zur Injektion oder Wasser für Injektionszwecke langsam durch die
Mitte des Gummistopfens in die Durchstechflasche injizieren und dabei die Nadel gegen die Wand der
Durchstechflasche richten. Die Durchstechflasche dabei nach dem Rotationsprinzip sanft drehen, um
40
eine vollständige Benetzung des Produkts sicherzustellen. Anschließend 10 Minuten stehen lassen.
Zum Schluss die Durchstechflasche wenige Minuten mit kreisenden Bewegungen sanft
schwenken/wirbeln, bis sich eine klare rekonstituierte Lösung ergibt. Starkes Schütteln/heftige
Bewegungen vermeiden, um einer Schaumbildung des Produkts vorzubeugen. Die Rekonstitution ist
normalerweise innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen.
Die rekonstituierte Lösung ist vor der Anwendung sorgfältig in Augenschein zu nehmen um zu prüfen,
dass das Produkt vollständig in Lösung gegangen ist und keinerlei Partikel vorhanden sind.
Die Farbe von rekonstituierten CUBICIN-Lösungen kann von blassgelb bis hellbraun reichen.
Die rekonstituierte Lösung ist daraufhin mit Natriumchloridlösung zur intravenösen Infusion weiter zu
verdünnen (typisches Volumen 50 ml) und über einen Zeitraum von 30 Minuten zu infundieren.
Für rekonstituierte Lösungen in der Durchstechflasche wurde eine chemische und physikalische
Anwendungsstabilität über eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C bzw. bis zu 48 Stunden bei
Aufbewahrung im Kühlschrank (2 bis 8°C) nachgewiesen. Die kombinierte Verweildauer (in
Durchstechflasche und Infusionsbeutel) bei 25°C sollte 12 Stunden nicht überschreiten (24 Stunden
bei Aufbewahrung im Kühlschrank).
Die Stabilität der verdünnten Lösung im Infusionsbeutel ist für eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C
bzw. 24 Stunden bei Aufbewahrung im Kühlschrank bei 2 bis 8°C belegt.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Geschieht dies nicht, liegt
die Aufbewahrungsdauer der gebrauchsfertigen Lösung in der Verantwortung des Anwenders und
sollte normalerweise 24 Stunden bei 2 bis 8°C nicht überschreiten, es sei denn, die
Rekonstitution/Verdünnung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen
stattgefunden.
CUBICIN ist mit glucosehaltigen Lösungen weder physikalisch noch chemisch kompatibel.
Folgende Substanzen haben sich bei Zugabe zu CUBICIN-haltigen Infusionslösungen als kompatibel
erwiesen: Aztreonam, Ceftazidim, Ceftriaxon, Gentamicin, Fluconazol, Levofloxacin, Dopamin,
Heparin und Lidocain.
Dieses Arzneimittel darf außer mit den oben genannten nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt
werden.
Durchstechflaschen mit Daptomycin sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt. In der
Durchstechflasche verbleibende Reste sind zu verwerfen.
41
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER
CUBICIN 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
daptomycin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses
Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.
Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie
Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben
sind,informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1.
Was ist CUBICIN und wofür wird es angewendet?
2.
Was müssen Sie vor dem Erhalt von CUBICIN beachten?
3.
Wie wird CUBICIN angewendet?
4.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5
Wie ist CUBICIN aufzubewahren?
6.
Weitere Informationen
1.
WAS IST CUBICIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Der in CUBICIN Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthaltene Wirkstoff
ist Daptomycin. Bei Daptomycin handelt es sich um ein Antibiotikum, das das Wachstum bestimmter
Bakterien stoppen kann. CUBICIN wird bei Erwachsenen (ab 18 Jahren) für die Behandlung von
Infektionen der Haut oder der unter der Haut liegenden Gewebeschichten angewendet.
Eventuell verordnet Ihnen der Arzt während der Behandlung mit Daptomycin noch weitere
Antibiotika, je nachdem, an welchem/welchen Infektionstypen Sie leiden.
2.
WAS MÜSSEN SIE VOR DEM ERHALT VON CUBICIN BEACHTEN?
CUBICIN darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Daptomycin oder Natriumhydroxid sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von CUBICIN ist erforderlich,
- falls Sie Nierenprobleme haben oder in der Vergangenheit hatten. Informieren Sie in diesem Fall
bitte Ihren Arzt. Manchmal ist eine Änderung der Daptomycin-Dosis erforderlich (siehe
Abschnitt 3 dieser Packungsbeilage).
- Gelegentlich kommt es bei Patienten unter Behandlung mit CUBICIN zu Muskelempfindlichkeit
bzw. Muskelschmerzen oder auch zu Muskelschwäche (weitere Informationen siehe Abschnitt 4
dieser Packungsbeilage). In einem solchen Fall veranlasst Ihr Arzt eine Blutuntersuchung und
spricht sich für oder gegen eine Fortsetzung Ihrer Behandlung mit CUBICIN aus. Die
Beschwerden klingen im Allgemeinen innerhalb weniger Tage nach Absetzen von CUBICIN
wieder ab.
- Ihr Arzt führt vor Beginn der Behandlung mit Daptomycin und in engen Abständen während der
Behandlung Blutuntersuchungen durch, um die Gesundheit Ihrer Muskeln zu beobachten, selbst
wenn Sie an keinen derartigen Beschwerden leiden.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn es bei Ihnen während der Behandlung mit Daptomycin zu einem
ungewöhnlichen Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen oder zu einem
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-
-
Gefühlsverlust kommt oder wenn Sie Schwierigkeiten mit Bewegungen haben. Manchmal kann
ein Absetzen der Behandlung erforderlich sein.
Wenn Sie stark übergewichtig sind, könnte Ihr Daptomycin-Spiegel im Blut höher sein als bei
Personen mit Durchschnittsgewicht. Außerdem müssen Sie im Fall von Nebenwirkungen
möglicherweise sorgfältig beobachtet werden.
Antibiotika können Durchfall hervorrufen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie an Durchfall
leiden, bevor Sie CUBICIN bekommen. Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während
Ihrer Behandlung Durchfall bekommen, insbesondere wenn Sie Blut im Stuhl entdecken.
Es wurde festgestellt, dass Daptomycin Auswirkungen auf Labortests zur Messung der
Blutgerinnung besitzt. Die Ergebnisse können so auf eine schlechte Blutgerinnung hindeuten,
obwohl tatsächlich gar keine diesbezüglichen Probleme bestehen. Aus diesem Grund muss Ihr
Arzt berücksichtigen, dass Sie CUBICIN erhalten.
CUBICIN darf bei Kindern oder Jugendlichen (unter 18 Jahren) nicht angewendet werden.
Bei Anwendung von CUBICIN mit anderen Arzneimitteln:
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder Ihren Apotheker über ALLE Arzneimittel
informieren, die Sie anwenden oder in letzter Zeit angewendet haben. Dies gilt auch für nicht
verschreibungspflichtige Mittel.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie folgende Arzneimittel anwenden:
- So genannte Statine oder Fibrate (zur Cholesterinsenkung) oder Cyclosporin. Wenn diese
Arzneimittel (und bestimmte weitere Mittel, die Auswirkungen auf die Muskulatur haben können)
während der Behandlung mit Daptomycin angewendet werden, kann das Risiko von
Nebenwirkungen, die die Muskulatur betreffen, erhöht sein. Ihr Arzt kann beschließen, Ihnen kein
Daptomycin zu verabreichen bzw. die anderen Arzneimittel für eine gewisse Dauer abzusetzen.
- Schmerzstillende Arzneimittel, d.h. so genannte nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs)
oder COX-2-Hemmer (z. B. Celecoxib), da es zu Wechselwirkungen mit Daptomycin in der Niere
kommen könnte.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Aufgrund fehlender Informationen erhalten Schwangere normalerweise kein CUBICIN, es sei denn,
dies ist zwingend erforderlich. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie schwanger sind, eine
Schwangerschaft vermuten oder planen.
Sie dürfen nicht stillen, wenn Sie CUBICIN erhalten, da es in die Muttermilch übertreten und dem
Säugling schaden könnte.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es ist unwahrscheinlich, dass CUBICIN Auswirkungen die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von
Maschinen besitzt.
3.
WIE WIRD CUBICINANGEWENDET?
Ihr Arzneimittel wird gewöhnlich von einem Arzt oder einer Pflegekraft verabreicht.
Die zu verabreichende Dosis richtet sich nach Ihrem Körpergewicht. Die übliche Dosis für
Erwachsene (ab 18 Jahren), einschließlich Personen über 65 Jahren mit guter Nierenfunktion, liegt bei
4 Milligramm (mg) pro Kilogramm (kg) Körpergewicht einmal täglich. Diese Dosis wird über einen
Zeitraum von rund 30 Minuten direkt in Ihren Blutstrom (in eine Vene) verabreicht.
Wenn Ihre Nierenfunktion beeinträchtigt ist, muss die Dosis möglicherweise auf 4 mg/kg einmal alle
zwei Tage vermindert werden. Falls Sie dialysepflichtig sind und die nächste Daptomycin-Dosis an
einem Dialysetag fällig ist, sollte die Dosis normalerweise nach der Dialysesitzung verabreicht
werden.
Ein Behandlungszyklus dauert in der Regel 7 bis 14 Tage. Über die Dauer Ihrer Behandlung
entscheidet der Arzt.
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4.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann CUBICIN Nebenwirkungen haben.
- Wenn es bei Ihnen zu unklaren Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschwäche
kommt, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Muskelprobleme können in seltenen Fällen
schwerwiegend sein, einschließlich Muskelabbau, der zu Nierenschädigung führen kann.
- Informieren Sie Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder Ihren Apotheker, wenn es bei Ihnen während
der Behandlung mit CUBICIN zu Kribbeln, Taubheitsgefühl, Brennen, erhöhter Empfindlichkeit,
Schwäche, insbesondere in Fingern oder Zehen, oder zu ungewohnten körperlichen Empfindungen
kommt. Derartige Symptome erfordern gegebenenfalls eine besondere Untersuchung.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei mehr als 1 von 100 mit CUBICIN behandelten Patienten
berichtet wurden, sind: Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen, Pilzinfektionen wie zum
Beispiel Soor, Ausschlag, Schmerzen, Juckreiz oder Rötung an der Infusionsstelle. Unter Behandlung
mit Daptomycin kann sich anlässlich von Blutuntersuchungen herausstellen, dass Blutwerte von
Leberenzymen oder eines im Muskel vorkommenden Enzyms (CPK) erhöht sind.
Gelegentliche Nebenwirkungen, die bei mehr als 1 von 1000, jedoch weniger als 1 von 100 mit
CUBICIN behandelten Patienten berichtet wurden, sind:
Harnwegsinfektion, erhöhte Anzahl an kleinen Blutbestandteilen, so genannten Blutplättchen, was zu
einer gesteigerten Blutgerinnungsneigung führen kann, verminderte Anzahl roter Blutkörperchen
(Anämie), verminderter Appetit, erhöhter Blutzucker, Schwindel, Angst, Schlafprobleme, Kribbeln
oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen, Geschmacksstörung, Veränderung des Herzrhythmus,
Gesichtsrötung, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Verstopfung, Bauchschmerzen,
Verdauungsstörungen, Entzündung der Zunge, Gelbfärbung von Haut und Augen, Entzündung mit
Schwellung der Haut oder des Unterhautgewebes, Juckreiz, allergische Hautreaktion, d.h. Nesselsucht,
Muskelschmerzen oder Muskelschwäche, Gelenkschmerzen, Entzündung und Reizung der Scheide,
allgemeine Schmerzen oder Schwäche, Fieber, Müdigkeit, mengenmäßige Veränderung der Blutsalze,
Veränderung von Enzym- oder Eiweißwerten im Blut, die auf Nieren-, Leber- oder Muskelprobleme
hindeuten kann.
Sehr seltene Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 von 10.000 mit CUBICIN behandelten Patienten
berichtet wurden, sind:
Schwerwiegende Muskelprobleme (siehe unten), erhöhte Werte bestimmter weißer Blutkörperchen,
allergische Reaktionen, darunter Probleme mit der Atmung, Ausschläge mit Bläschenbildung, die
manchmal Mund und Genitalien befallen, Schwellung im Bereich des Halses und Blutdruckabfall mit
Bewusstlosigkeit, plötzliche lebensbedrohliche allergische Reaktion. Während der Infusion von
Daptomycin wurde außerdem über Hitzewallungen mit Schwindel, Ohnmacht und metallischem
Geschmack im Mund berichtet.
Sehr selten ist es zu Fällen mit Muskelschmerzen (bei erhöhten CPK-Werten) in Verbindung mit
einem Anstieg weiterer Enzymwerte gekommen, die mit Muskelschädigung in Zusammenhang stehen
können. Diese Veränderungen bildeten sich jedoch nach Beendigung der Behandlung wieder zurück.
Ebenfalls sehr selten traten Fälle mit Infusionsreaktionen auf, die unterschiedliche Kombinationen der
folgenden Beschwerden umfassten: schneller Herzschlag, pfeifende Atmung, Fieber oder erhöhte
Temperatur, Frösteln oder Zittern, Hitzewallungen, Schwindel, Ohnmacht und metallischer
Geschmack.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen
bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt
5.
WIE IST CUBICIN AUFZUBEWAHREN?
Bewahren Sie Ihr Arzneimittel bis zur Anwendung für Kinder unzugänglich auf.
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Sie müssen Ihr Arzneimittel im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C) und dürfen es nach Ablauf des
Verfalldatums („verwendbar bis“) nicht mehr verwenden. Nachdem aus dem Pulver eine Lösung
zubereitet und diese für den Gebrauch verdünnt wurde, wird Ihnen die Lösung normalerweise
praktisch sofort verabreicht, wenngleich die Lösung gelegentlich über 12-24 Stunden aufbewahrt
werden kann.
6.
WEITERE INFORMATIONEN
Die Bezeichnung Ihres Arzneimittels lautet CUBICIN, 500 mg Pulver für ein Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung.
- Der Wirkstoff ist Daptomycin.
- Der sonstige Bestandteil ist Natriumhydroxid.
CUBICIN steht in einer Durchstechflasche aus Glas mit 500 Milligramm (mg) Daptomycin-Pulver zur
Verfügung. Vor der Anwendung wird das CUBICIN-Pulver mit steriler Kochsalzlösung oder sterilem
Wasser gemischt, so dass eine Lösung entsteht. Diese Lösung wird langsam über einen
Kunststoffschlauch in Ihrer Vene in den Blutstrom verabreicht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Chiron Corporation Ltd, Symphony House, 7 Cowley Business Park, High Street, Cowley, Uxbridge,
UB8 2AD, Vereinigtes Königreich.
Tel: +44 (0)208 580 4000
Fax: +44 (0)208 580 4097
E-Mail: [email protected]
Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem
pharmazeutischen Unternehmer in Verbindung.
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt am {MM/JJJJ}.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen
Arzneimittel-Agentur (EMEA) http://www.emea.eu.int/ verfügbar.
<---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Wichtig: Vor der Verschreibung bitte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels beachten.
Hinweise zur Anwendung und Handhabung
500-mg-Gebinde: Eine Konzentration von 50 mg/ml wird durch Rekonstitution mit 10 ml
Natriumchloridlösung (0,9%) zur intravenösen Infusion erreicht.
Durchstechflaschen zu 500 mg/Durchstechflasche können auch mit sterilem Wasser für
Injektionszwecke rekonstituiert werden. Daptomycin ist mit glucosehaltigen Lösungen weder
physikalisch noch chemisch kompatibel.
Lyophilisiertes CUBICIN sollte mittels aseptischer Technik rekonstituiert werden. Den Schnappdeckel
aus Polypropylen entfernen, um den zentralen Bereich des Gummistopfens freizulegen. 10 ml
Natriumchloridlösung 9 mg/ml zur Injektion oder Wasser für Injektionszwecke langsam durch die
Mitte des Gummistopfens in die Durchstechflasche injizieren und dabei die Nadel gegen die Wand der
Durchstechflasche richten. Die Durchstechflasche dabei nach dem Rotationsprinzip sanft drehen, um
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eine vollständige Benetzung des Produkts sicherzustellen. Anschließend 10 Minuten stehen lassen.
Zum Schluss die Durchstechflasche wenige Minuten mit kreisenden Bewegungen sanft
schwenken/wirbeln, bis sich eine klare rekonstituierte Lösung ergibt. Starkes Schütteln/heftige
Bewegungen vermeiden, um einer Schaumbildung des Produkts vorzubeugen. Die Rekonstitution ist
normalerweise innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen.
Die rekonstituierte Lösung ist vor der Anwendung sorgfältig in Augenschein zu nehmen um zu prüfen,
dass das Produkt vollständig in Lösung gegangen ist und keinerlei Partikel vorhanden sind.
Die Farbe von rekonstituierten CUBICIN-Lösungen kann von blassgelb bis hellbraun reichen.
Die rekonstituierte Lösung ist daraufhin mit Natriumchloridlösung zur intravenösen Infusion weiter zu
verdünnen (typisches Volumen 50 ml) und über einen Zeitraum von 30 Minuten zu infundieren.
Für rekonstituierte Lösungen in der Durchstechflasche wurde eine chemische und physikalische
Anwendungsstabilität über eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C bzw. bis zu 48 Stunden bei
Aufbewahrung im Kühlschrank (2 bis 8°C) nachgewiesen. Die kombinierte Verweildauer (in
Durchstechflasche und Infusionsbeutel) bei 25°C sollte 12 Stunden nicht überschreiten (24 Stunden
bei Aufbewahrung im Kühlschrank).
Die Stabilität der verdünnten Lösung im Infusionsbeutel ist für eine Dauer von 12 Stunden bei 25°C
bzw. 24 Stunden bei Aufbewahrung im Kühlschrank bei 2 bis 8°C belegt.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Geschieht dies nicht, liegt
die Aufbewahrungsdauer der gebrauchsfertigen Lösung in der Verantwortung des Anwenders und
sollte normalerweise 24 Stunden bei 2 bis 8°C nicht überschreiten, es sei denn, die
Rekonstitution/Verdünnung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen
stattgefunden.
CUBICIN ist mit glucosehaltigen Lösungen weder physikalisch noch chemisch kompatibel.
Folgende Substanzen haben sich bei Zugabe zu CUBICIN-haltigen Infusionslösungen als kompatibel
erwiesen: Aztreonam, Ceftazidim, Ceftriaxon, Gentamicin, Fluconazol, Levofloxacin, Dopamin,
Heparin und Lidocain.
Dieses Arzneimittel darf außer mit den oben genannten nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt
werden.
Durchstechflaschen mit Daptomycin sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt. In der
Durchstechflasche verbleibende Reste sind zu verwerfen.
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