Tierärztliche Hochschule Hannover Molekulargenetische

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Tierärztliche Hochschule Hannover
Molekulargenetische Untersuchungen caniner Mammatumoren
und ihrer zirkulierenden Nukleinsäuren
INAUGURAL-DISSERTATION
Zur Erlangung des Grades einer Doktorin
der Veterinärmedizin
-Doctor medicinae veterinariae( Dr. med. vet. )
vorgelegt von
Silvia Hennecke
Uslar
Hannover 2015
Wissenschaftliche Betreuung:
Univ.-Prof. Dr. F.-J. Kaup, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen
Univ.-Prof. Dr. Dr. B. Brenig, Tierärztliches Institut, Georg-August-Universität, Göttingen
1. Gutachter: Univ.-Prof. Dr. Franz-Josef Kaup
2. Gutachter: Univ.-Prof. Dr. Dr. Ottmar Distl
Tag der mündlichen Prüfung: 18.11.2015
Meinen Eltern und Marcel
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung .................................................................................................................... 1
2
Publikationen............................................................................................................... 5
2.1 Genome aberrations in canine mammary tumors and their detection
in cell-free plasma DNA. ...................................................................................... 7
2.2 Prevalence of the Prefoldin Subunit 5 Gene deletion in canine
mammary tumors. ............................................................................................... 23
3
Diskussion ................................................................................................................. 33
4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 41
5
Summary ................................................................................................................... 43
6
Literaturverzeichnis ................................................................................................... 45
7
Danksagung ............................................................................................................... 58
Einleitung
1 Einleitung
Tumore
sind
beim
Hund
eine
der
wichtigsten
Erkrankungen
und
eine
der
Haupttodesursachen. Beim weiblichen Hund sind Mammatumore mit 40% die häufigste
neoplastische Erkrankung. Die Inzidenz von Mammatumoren liegt bei ca. 200/100.000
Hunden pro Jahr und kann durch eine Kastration vor oder nach der ersten Läufigkeit
signifikant gesenkt werden (DORN et al. 1968; DOBSON et al. 2002; SLEECKX et al.
2011). Am häufigsten tritt die Erkrankung im Alter von 8-10 Jahren auf. Beim Hund sind
bestimmte Rassen, z.B. Pudel, Cocker Spaniel, Englischer Springer Spaniel, Deutscher
Schäferhund und Dackel, prädispositioniert. Mammatumore sind in 50 % der Fälle maligne
und treten häufig in mehreren Komplexen gleichzeitig auf. Nach dem klinischen Bild und
durch eine zytologische Untersuchung sind diese nur sehr schwierig in ihrer Dignität zu
unterschieden. Die genaue Diagnose erfolgt nach der Mastektomie und einer darauffolgenden
histopatholgischen Klassifikation. Der überwiegende Anteil der Mammatumore ist
epithelialen Ursprungs, wie einfache Adenome bzw. einfache Karzinome, diese entsprechen
histologisch dem humanen Brustkrebs. In 20% der Fälle gibt es beim Hund zusätzlich eine
myoepitheliale Komponente (komplexes Adenom oder Karzinom), die in der Humanmedizin
nur sehr selten auftritt. Nur 5% der Tumore entwickeln sich aus dem mesenchymalen
Gewebeanteil des Gesäuges wie z.B. Fibroadenome, Fibrosarkome, Osteosarkome und andere
Sarkome. Häufig kommt zu dem mesenchymalen Anteil noch eine epitheliale
Gewebekomponente hinzu, sodass benigne Mischtumore bzw. Karzinosarkome entstehen
(SLEECKX et al. 2011). Hunde, denen bereits ein maligner Gesäugetumor oder eine
Hyperplasie der Milchleiste chirurgisch entfernt wurde, weisen ein erhöhtes Risiko auf einen
weiteren malignen Tumor zu entwickeln. Es wird vermutet, das gutartige Tumoren der
Mamma als eine Krebsvorstufe angesehen werden können, die dann in eine bösartige
Transformation übergehen (SORENMO et al. 2009).
Zwischen Tumorerkrankungen bei Menschen und Hunden sind viele Übereinstimmungen
beschrieben. Diese beinhalten das Ansprechen auf die Therapie, die Inzidenz verschiedener
Tumorarten, sowie den gleichen Lebensraum und die persönlichen Risikofaktoren und eine
vergleichbare medizinische Versorgung (PAOLONI u. KHANNA 2008; ROWELL et al.
2011). Dies gilt insbesondere für die Mammatumoren des Hundes, da sie hier wie auch beim
1
Einleitung
Brustkrebs Menschen spontan auftreten und nicht wie bei Mäusen induziert werden. Auch die
Inzidenz, die beim Menschen etwa bei 125/100.000 im Jahr liegt, ist vergleichbar. Ebenso
teilen beide Spezies die gleichen Risikofaktoren wie z.B. das Alter, genetische Prädisposition,
Übergewicht in jungen Jahren und hormonelle Einflüsse. Der Altersdurchschnitt liegt beim
Menschen bei 50-58 Jahren und entspricht etwa dem des Hundes (8-10 Jahren). Auch sind bei
beiden Spezies die gleichen Hormone und ihre Rezeptoren wie Östrogen, Progesteron und
Wachstumshormone an der Bildung von Tumoren beteiligt. Beim Brustkrebs tragen Frauen,
die eine Mutation des BRCA1 oder BRCA2 aufweisen, ein erhöhtes Risiko zu erkranken, auch
beim Hund wird eine Beteiligung dieser Gene vermutet (QUEIROGA et al. 2011; SLEECKX
et al. 2011). Das Hundegenom weist, im Gegensatz zum Mäusegenom, mehr
Übereinstimmungen mit dem menschlichen Genom auf, z.B. sind die telomerischen Regionen
und deren Biologie ähnlich denen des Menschen. Daher eignet sich der Hund besser, um die
Tumorbiologie, die Entstehung von Tumoren und deren Therapie zu studieren. Durch eine
kürzere Lebenserwartung und einen schnelleren Krankheitsverlauf sind Hunde gut geeignet,
um neue Therapien zu entwickeln (NASIR et al. 2001; KHANNA et al. 2006; ROWELL et
al. 2011). Besonders Gesäugetumoren des Hundes werden oft als Model für den Brustkrebs
des Menschen heran gezogen. Das steigende Wissen über die molekularen Unterschiede und
Übereinstimmungen unterstützen daher die Verwendung von Gesäugetumoren in der
Brustkrebsforschung (KLOPFLEISCH et al. 2011; QUEIROGA et al. 2011; LIU et al. 2014).
Ein genetisches Kennzeichen von Tumorerkrankungen ist das Auftreten von genomischen
strukturellen Aberrationen der Chromsomen, die Veränderungen der Kopienanzahl, sog.
copy-number imbalances (CNI), und Umlagerungen mit neutraler Kopienanzahl mit
einschließen. In der Humanmedizin wurden wiederkehrende chromosomale Aberrationen
identifiziert, die mit bestimmten Tumorarten, z.B. Lungen- und Speiseröhrenkrebs, assoziiert
werden konnten (BEROUKHIM et al. 2010). Durch den komplexen caninen Karyotyp (76
Autosomen) sind zytogenetische Studien komplizierter, daher profitieren genomische
Analysen caniner neoplastischer Erkrankungen von der Entwicklung der Array-basierten
komparativen genomischen Hybridisierung, sog. microarray-based comparative genomic
hybridization (aCGH) (THOMAS et al. 2007; MULLER et al. 2012). Mit Hilfe dieses
Verfahrens wurden Kopienanzahlunterschiede in der Keimbahn von unterschiedlichen
Hunderassen entdeckt (NICHOLAS et al. 2011). Beispielsweise wurden in einer kürzlich
2
Einleitung
erschienenen aCGH-Studie signifikante Überlappungen in Regionen mit CNIs zwischen
caninem und humanem Darmkrebs beschrieben (TANG et al. 2010). Für die Untersuchung
chromosomaler
Instabilität
in
humanen
Tumoren
wird
verstärkt
die
Hochdurchsatzsequenzierung (next generation sequencing, NGS) angewandt (SCHWEIGER
et al. 2011). Durch die Analyse von sog. paired-end mapping (PEM) Signaturen, die man
beim NGS erhält, ergibt sich die Möglichkeit alle Aberrationen, inklusive Kopienanzahl
neutraler Umlagerungen, mit ihrer genauen Position zu bestimmen. In der Humanmedizin
wurden bereits mehrere tausend Brustkrebsgenome sequenziert, während in der Tiermedizin
Tumore nur sehr selten mit NGS untersucht wurden (NAYLOR et al. 2005; CURTIS et al.
2012; STEPHENS et al. 2012).
Zellfreie Nukleinsäuren (cfNA) im Blutplasma des Menschen wurden erstmals 1948 von
Mandel und Métais beschrieben (MANDEL u. MÈTAIS 1948). Sie werden u.a. durch
Apoptose und Nekrose frei und können in allen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden.
Im Verlauf von Tumorerkrankungen geben die entarteten Zellen Nukleinsäuren ins Blut ab,
wo diese frei zirkulieren. Im Jahre 1994 wurde eine Punktmutationen im Kirsten rat sarcoma
viral oncogene homolog (KRAS) im Blut von Krebspatienten detektiert, die im Blut von
gesunden Kontrollpersonen nicht gefunden wurde. Somit konnte man mit Hilfe der cfNA
zwischen gesunden und kranken Individuen unterscheiden. Seitdem werden cfNA bezüglich
der
Erkennung
und
Überwachung
von
Krebserkrankungen
umfassend
untersucht
(SORENSON et al. 1994; VASIOUKHIN et al. 1994; SCHWARZENBACH et al. 2011). In
cfNAs wurden nahezu alle Erscheinungsformen, von tumorassoziierten genetischen und
epigenetischen Variabilitäten, untersucht. Dies schließt alle Punktmutationen, Veränderungen
von
Mikrosatelliten,
repetitiven
Elementen
und
DNA-Methylierungen
mit
ein
(SCHWARZENBACH et al. 2011). Es wurde gezeigt, dass sich tumorspezifische
chromosomale
Bruchpunkte,
segmentale
Kopienanzahlunterschiede
und
quantitative
Unterschiede der repetitiven Elemente in den cfNAs der Patienten nachweisen lassen (BECK
et al. 2010; LEARY et al. 2010; MCBRIDE et al. 2010). Zellfreie Nukleinsäuren bieten sich
als flüssige Biopsie an, die es erlauben, anhand einer Blutprobe einen Tumor hinsichtlich
seiner Malignität zu analysieren. Kürzlich veröffentlichte Studien zeigen, dass mit Hilfe von
Hochdurchsatztechnologien (SNP-Microarrays und NGS) ein vergleichbares Bild des
Tumorgenoms auch aus der cfDNA erhalten wird (CHAN et al. 2012; SHAW et al. 2012).
3
Einleitung
In den letzten Jahren lag der Fokus bei der Erforschung von Gesäugetumoren des Hundes
primär auf Genen, die auch in der Humanmedizin etabliert sind. Um ein besseres Verständnis
über die molekularen Prozesse, die zu einer neoplastischen Transformation der Gesäugezellen
führen, zu gewinnen, ist jedoch ein breiteres Spektrum an zu überprüfenden Genen
erforderlich. Zu den potentiellen Kandidatengenen gehört u.v.a. das Predfoldin Subunit 5
Gene (PFDN5), das im proximalen Breich des caninen Chromosoms 27 (CFA27) liegt.
PFDN5 liegt auf CFA27 liegt im Bereich von 1.906.133 bis 1.909.613bp (Broad CanFam
3.1). Das kodierte Protein ist Teil des Prefoldin Komplexes, das als Chaperon fungiert und in
die posttranslationale Faltung von höherwertigen Proteinen, wie Aktin und Mikrotubuli,
involviert ist. Darüber hinaus können Prefoldin und seine Untereinheiten im Nukleus
lokalisiert werden und wirken dort als transkriptionale Regulatoren, indem sie an die DNA
oder
Transkriptionsfaktoren
binden
(MILLAN-ZAMBRANO
u.
CHAVEZ
2014).
Insbesondere ist PFDN5 dafür bekannt, den Transkriptionsfaktor c-Myc zu unterdrücken
(MORI et al. 1998). Dadurch besitzt PFDN5 das Potential, als Tumorsuppressorgen zu
fungieren. Fujioka und Mitarbeiter fanden einen Aminosäureaustausch (A157R), der zum
Verlust der c-Myc Transkriptionsunterdrückungsaktivität führt. Dieser ist beim Menschen in
50-60% der Leukämie- bzw. Lymphomzellen und in mehr als 75% bei Zungenkrebs zu finden
(FUJIOKA et al. 2001). Zusätzlich wurde eine alternative tumorspezifische Spleißvariante bei
Schilddrüsen- und Kopf-Hals-Tumoren entdeckt. Eine Spleißvariante wird durch eine
Retention des zweiten Introns gebildet, die dann ein frühzeitiges Stopkodon erzeugt. Eine
weitere Spleißisoform führt zu einer 101bp langen Insertion. Beide Varianten werden in
Tumoren im Vergleich zu gesundem und gutartigem Gewebe stärker exprimiert (REIS et al.
2005; GUIMARAES et al. 2006). Beim humanem Brustkrebs ist PFDN5 eines von 102
Genen, die eine unterschiedliche Expression im Tumor im Vergleich zu gesundem Gewebe
aufweisen, davon zeigen 69% der analysierten Tumoren eine reduzierte Expression von
PFDN5 (SCHUMMER et al. 2010).
Ziel der vorliegenden Untersuchungen war es, einen breiten Überblick über die genomischen
Aberrationen in caninen Mammakarzinomen zu erhalten und davon ausgehend mögliche
Kandidatengene näher zu untersuchen.
4
Publikationen
2 Publikationen
Die Ergebnisse zu den Untersuchungen caniner Mammatumoren und ihrer zirkulierenden
Nukleinsäuren wurden in zwei bereits veröffentlichten Publikationen dargestellt.
Die erste Arbeit mit dem Titel
Beck J., Hennecke S., Bornemann-Kolatzki K., Urnovitz H.B., Neumann S., Ströbel P.,
Kaup F.-J., Brenig B., Schütz E.:
Genome aberrations in canine mammary carcinomas and their detection in cell-Free plasma
DNA.
PLoS ONE. 2013; 8(9): e75485. doi:10.1371/journal.pone.0075485
wurde im Wesentlichen von der Erstautorin Julia Beck und Eckhard Schütz geplant, während
die Durchführung der molekulargenetischen Untersuchungen und die Datenauswertungen
durch Silvia Hennecke erfolgten. Die übrigen Koautoren unterstützten mit ihren jeweiligen
Expertisen die wissenschaftlichen Auswertungen.
In diesen Untersuchungen wurde die DNA von fünf malignen Tumoren, die zugehörige
Leukozyten DNA und ihre zirkulierenden Nukleinsäuren ausgewertet. Dabei zeigte sich ein
heterogenes Muster der genomischen Aberrationen wie chromosomale Aneuploidien (n=2),
kleinere Deletionen (n=1) und interchromosomale Fusionen (n=1). Bei einem Tumor wurde
keine der genannten Aberrationen festgestellt werden. Durch Sequenzierung konnte eine
Deletion am proximalen Ende des Chromosoms 27 detektiert werden. In diesem Bereich liegt
das Prefoldin-Untereinheit 5-Gen (PFDN5), das Ausgangspunkt weiterer Untersuchungen
darstellte.
Diese Ergebnisse wurden in der zweiten Arbeit
Hennecke S., Beck J., Bornemann-Kolatzki K., Neumann S., Murua Escobar H., Nolte I.,
Hammer S. C., Hewicker-Trautwein M., Junginger J., Kaup F.-J., Brenig B., Schütz E.:
Prevalence of the Prefoldin Subunit 5 Gene Deletion in canine mammary tumors.
PLoS ONE. 2015; 10(7):e0131280. doi:101371/journal.pone.0131280
5
Publikationen
veröffentlicht. Die (PFDN5) Deletion wurde bei 24% der malignen (n=102) und 9% der
benignen (n=40) Mammatumoren festgestellt, während sie in nicht-malignen Geweben nicht
nachweisbar war. Bei den Tieren mit malignen Tumoren wurde weiterhin ein erhöhter Ki-67
Wert als Zeichen einer verstärkten Proliferation ermittelt. Die zweite Arbeit zeigt, dass auf
molekulargenetischer Ebene PFDN5 ein potentieller neuer Tumormarker ist.
Beide Arbeiten sind im Folgenden als PDF Dokumente aufgeführt.
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Publikationen
2.1 Genome Aberrations in canine mammary carcinomas and their detection in
cell-free plasma DNA
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Publikationen
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Publikationen
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Publikationen
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Publikationen
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Publikationen
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2.2
Publikationen
Prevalence of the prefoldin subunit 5 gene deletion in canine mammary tumors
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Publikationen
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Publikationen
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Diskussion
3 Diskussion
Die in beiden Publikationen dargestellten Ergebnisse bauen aufeinander auf. Während in der
ersten Publikation mit der Sequenzierung von Mammakarzinomen und zirkulierenden
Nukleinsäuren grundsätzlich genomsiche Aberrationen festgestellt wurden, konzentrierte sich
die zweite Studie auf ein dabei ermitteltes Kandidatengen (PFDN5), das an einer größeren
Fallzahl untersucht wurde. Die nachfolgende Diskussion baut daher dieser Chronologie auf.
Sequenzierung von fünf Mammakarzinomen
Die “mate-pair” Sequenzierung von fünf Karzinomen der caninen Gesäugeleiste zeigte ein
heterogenes Muster der genomischen Aberrationen. Gerade die drei tubulopapillären
Karzinome (T35, T47, T52) zeigten keine offensichtlichen Übereinstimmungen in den CNI
Mustern. Als aktivierende Eigenschaft der Tumorentwicklung werden Mutationen und
genomische Instabilität betrachtet (HANAHAN u. WEINBERG 2011). Diese manifestiert
sich in unterschiedlichen strukturellen Formen, welche zuerst bei humanem Dickdarmkrebs
und später auch in anderen Krebsarten beschrieben wurden (GEIGL et al. 2008; MARTIN et
al. 2012). Das häufigste Erscheinungsbild ist die chromosomale Instabilität, die sich in eine
Aneuploidie ganzer Chromosomen oder einzelner Chromosomenabschnitte unterteilen lässt.
Diese resultieren in fehlerhafter Trennung der Chromosomen während der Mitose, während
segmentale Aneuploidien, die auch strukturelle Rearrangements oder Aberrationen genannt
werden, durch Strangbrüche entstehen (GEIGL et al. 2008).
Zwei der analysierten Tumorgenome (T30 und T49) zeigten auf der subchromosomalen
Ebene eine Vielzahl an strukturellen Aberrationen. Im Tumor T47 trat eine chromosomale
Instabilität auf, die mehrere gesamte Chromosomen betraf (CFA2, 3, 5, 11, 18, 19, 21, 27, 29,
30, 33, 37, 38). Diese Hypoploidien sind sehr häufig bei Tumoren der Gesäugeleiste des
Hundes. Im Gegensatz dazu treten diese bei humanem Brustkrebs sehr selten auf. Hier
kommen eher Amplifikationen von HSA1q, 11q, 8q und 16p vor (HELLMEN et al. 1988;
RUTTEMAN et al. 1988; HICKS et al. 2006; KWEI et al. 2010).
Im Genom des Tumors T49 wurden hoch komplexe interchromosomale Neuanordnungen
nachgewiesen, die nur auf wenige Chromosomen (CFA11, 16, 18, 20, 27, 29, 35) beschränkt
waren. Diese deuten auf eine Chromothripsis hin, ein erst kürzlich entdecktes Phänomen, das
33
Diskussion
ein einmaliges chromosomenzerstörendes Ereignis beschreibt und in 2-3% der Fälle bei
humanen Krebsformen vorkommt (STEPHENS et al. 2011; LIU et al. 2012; MAHER u.
WILSON 2012). Die betroffenen caninen Chromosomen CFA27 und CFA35 sind syntänisch
zu den humanen Chromosomen HSA12 beziehungsweise HSA6. Während HSA6 häufig in
komplexe Amplifikationsmuster bei Brustkrebs involviert zu sein scheint, kommen
Aberrationen von HSA12 seltener vor (HICKS et al. 2006).
Eine weitere Form von genomischen Aberrationen in Tumorgenomen sind Genfusionen. Die
Verschmelzung von SOX5 und ANO2 (beide auf Chromosom CFA27 lokalisiert) in T49 war
die einzige detektierte Fusion in unserer Studie. Allerdings wurde diese noch nicht bei
humanen Tumorarten beschrieben und scheint keine funktionelle Relevanz aufzuweisen.
Vielmehr ist diese Fusion, wie viele andere Genaberrationen im Krebsgenom, ein
Zufallsprodukt, das durch die große genomische Instabilität auftritt. Im Gegensatz zu caninen
Tumoren sind beim Menschen bereits Genfusionen in vielen Tumorarten bekannt, z.B.
TMPRRS2-ERG Fusion bei Prostatakrebs und FGF Fusionen bei Prostata und Brustkrebs.
Genfusionen können die Ursache für Tumoren sein und als diagnostisches, prognostisches
und therapeutisches Hilfsmittel dienen (MITELMAN et al. 2007; WU et al. 2010; YU et al.
2010).
Die höchste Anzahl von Rearrangements und Aneuploidien wurde im Genom von T30
erfasst. Dieses Muster von CIN war hinweisend für einen mutierten Phänotyp. Das heißt, dass
die chromosomale Instabilität in Tumorzellen in einer Kaskade von Genmutationen entsteht,
welche die genetische Stabilität einer Zelle aufrechterhalten (LOEB et al. 2003; LIU et al.
2012). Eine andere Theorie besagt, dass eine chromosomale Aneuploidie die Ursache für eine
strukturelle Neuordnung ist. Entsprechend dieser Hypothese führt ein unausgeglichener
Karyotyp zu einer unbeständigen Expression von mehreren Tausend Genen und beeinträchtigt
auch die DNA Reparaturmechanismen, welche dann zu strukturellen Neuanordnungen und
Mutationen führen (FABARIUS et al. 2003). Diese Mutationen in Genen, wie p53, oder die
frühe Entstehung von Aneuploidien werden als primärer Grund für die Bildung von Tumoren
diskutiert, aber wahrscheinlich ist keines dieser eng verbundenen Phänomene die alleinige
Ursache für alle Krebsarten (BOERKAMP et al. 2012).
34
Diskussion
Nach der Sequenzierung wurden im Tumorgewebe von T52 nur wenige chromosomale
Bruchpunkte detektiert. Mit der „depth of coverage“ Analyse zeigte sich eine flache
Amplitude von Amplifikationen und Deletionen. Der Anteil des bruchpunktspezifischen
Amplikons betrug, in Bezug auf das Referenzamplikon, 21%. Diese Tatsache, zusammen mit
der relativ niedrigen Anzahl von erzeugten Sequenzen in der Probe dieses Tieres, macht eine
Analyse der chromosomalen Instabilität für diesen Tumor nicht möglich. Ebenso konnte für
T35 keine eindeutige CNI detektiert werden. Beim Brustkrebs des Menschen wurde bei
einigen Tumoren ebenfalls ein „flaches“ Profil beschrieben (HICKS et al. 2006). Jedoch kann
dies auch durch eine hohe Prozentzahl an nicht-neoplastischen Zellen in der Probe resultieren.
Das Muster der chromosomalen Instabilität, das in Gesäugetumoren des Hundes detektiert
wurde, ist ähnlich den Arten von Neuanordnungen, die von Hicks und Kollegen bei humanem
Brustkrebs beschrieben wurden (HICKS et al. 2006). Mit den hauptsächlich vollständige
Chromosomen betreffenden Alterationen erinnert T47 an den „einfachen“ Typ. Während T30
dem komplexen Typ I oder „sawtooth“ Muster gleicht, bei dem viele schmale Segmente der
Chromosomen von Duplikationen und Deletionen mit normaler Kopienanzahl betroffen sind.
T49 entspricht dem komplexen Typ II oder „firestorm“ Muster, das ein gehäuftes Auftreten
von schmalen Amplifikationen auf einem Chromosom zeigt. Es konnte keine Relation
zwischen dem genomischen Muster und dem Tumorgrad nachgewiesen werden (HICKS et al.
2006). Weitere Untersuchungen sind notwendig, um zu zeigen, ob eine bestimmte
Untergruppe von caninen Tumoren vorhanden ist, die weder eine große Amplifikation noch
Deletion zeigen.
Zusammenfassend sind die genomischen Aberrationen in den fünf Tumorgenomen heterogen
und weisen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zum Brustkrebs des Menschen
auf. Basierend auf vorherigen Vergleichen zwischen caninen und humanen CNIs, kann eine
absolute Übereinstimmung der betroffenen genomischen Regionen nicht angenommen
werden. Einige wiederkehrende CNI sind speziesspezifisch, weil sie ihren Ursprung in
evolutionären instabilen hypervariablen Regionen haben, wie sie z.B. auf dem menschlichen
Chromosom 8p23.1 vorkommen (TANG et al. 2010).
35
Diskussion
Untersuchung der zirkulierenden Nukleinsäuren
Zusätzlich zur Analyse der Tumorgenome wurde die cfDNA der Tiere untersucht. Die cfDNA
und die Tumorgenome von zwei Tieren (T49 und T47) wurde „paired-end“ sequenziert und
die Unterschiede der Kopienanzahl in den Proben mit Hilfe der Z-Wert Analyse ausgewertet.
Es wurde eine gute Übereinstimmung zwischen den Tumoren und der dazugehörigen cfDNA
in Regionen mit hoher Amplifikation erzielt. Im Vergleich dazu war die Übereinstimmung bei
Deletionen deutlich schlechter. Wie Chan und Kollegen für Krebspatienten in der
Humanmedizin zeigen konnten, hängt die Nachweisbarkeit von tumorassoziierten CNIs in
cfDNA vom Anteil der Tumor-DNA im Plasma und von der Sequenziertiefe ab (CHAN et al.
2012). Ebenso konnte hier gezeigt werden, dass die quantitativen Unterschiede der
Kopienanzahl in der cfDNA ihren Ursprung in den gleichen Kopienanzahlunterschieden der
Tumorzellen haben. Ein, für die Bruchpunkte spezifisches, PCR-Assay konnte nur bei vier
Tumoren (T30, T47, T49, T52) entwickelt werden, da T35 keine geeigneten Bruchpunkte
aufwies. Das Auftreten von tumorspezifischen chromosomalen Bruchpunkten im Plasma des
Hundes wurde in dieser Studie somit erstmals quantitativ bestimmt. Der Anteil der cfDNA im
Plasma variierte zwischen den Tieren und lag im Bereich zwischen 1% bis 24%.
Die Amplifikation von Fusionspunkten aus cfDNA ist als leistungsfähiges Verfahren zur
Überwachung von Tumorrezidiven bekannt (LEARY et al. 2010; MCBRIDE et al. 2010). In
der vorliegenden Studie wurde bewiesen, dass man mit diesem Verfahren bisher nicht
identifizierte Metastasen und Tumoren nachweisen kann. So konnte die Persistenz von
Tumormarkern im Plasma einer Hündin noch Monate nach der Mastektomie nachgewiesen
werden. Die cfDNA Analyse wies die tumorspezifischen Fusionspunkte nach, die zu diesem
Zeitpunkt nach erfolgreicher Mastektomie nicht mehr detektierbar hätte sein dürfen. Eine im
Anschluss durchgeführte computertomographische Untersuchung der Hündin ergab eine
bisher nicht entdeckte Metastase in der Lunge, die verantwortlich für die Ergebnisse der
molekulargenetischen Analyse war. Allerdings konnten für die anderen Tiere der Studie keine
Blutproben nach der Mastektomie gewonnen werden. Dennoch bestätigt diese Studie die
Eignung von cfDNA als Tumormarker.
Die Amplifikation von chromosomalen Bruchpunkten ist somit eine hochspezifische
Methode, da man davon ausgeht, dass diese Bruchpunkte nicht von gesunden Körperzellen
36
Diskussion
amplifiziert werden, sodass der Nachweis einer Amplifikation direkt an die Anwesenheit von
Tumorzellen gebunden ist. Leary und Kollegen konnten ähnliche Ergebnisse bei humanem
Darmkrebs und Brustkrebs erzielen (LEARY et al. 2010).
Die aufwändige und teure Untersuchung der individuellen chromosomalen Bruchpunkte und
die erforderliche Sequenzierung des Tumorgenoms stellen erhebliche Nachteile dieser
Methode dar. Ebenso kann das Auftreten von multiplen Tumoren, mit unterschiedlicher
Dignität und verschiedenen Aberrationsmustern, die Nutzbarkeit beim Hund einschränken.
Zudem wird ein Monitoring von Tumorrezidiven bei Hunden mit Gesäugetumoren
normalerweise nicht durchgeführt. Die hier angewandte Technologie bietet eine Grundlage
für weitere Untersuchungen der Eignung von cfDNA als Biomarker für das Ansprechen auf
Medikamente, zur Diagnostik und Überwachung des Krankheitsverlaufs.
Deletion des PFDN5 Gens
Das Chromosom CFA27 war in zwei der sequenzierten Tumorgenome komplett und in zwei
weiteren Tumoren teilweise deletiert. Eine wiederkehrende Deletion des proximalen Endes
des Chromosoms 27 konnte mit Hilfe der ddPCR bestätigt und in 10 von 20 Tumoren
nachgewiesen werden. Die Suche nach tumorassoziierten Genen ergab PFDN5 als
Kandidatengen in dieser Region. PFDN5, oder auch als c-Myc Modulator MM1 bekannt, ist
als Tumorsuppressorgen beschrieben, das die Expression des c-Myc Onkogenproduktes
unterdrückt (HAGIO et al. 2006).
Die Überprüfung von Genen, die bei Brustkrebs häufig von Amplifikationen oder Deletionen
betroffen sind, ergab nur in einigen Tumoren eine Überstimmung (BECK et al. 2013).
Daraufhin wurde die Deletion von PFDN5 an einer größeren Probenanzahl überprüft.
PFDN5 ein neuer Tumormarker
Der zweite Teil der vorliegenden Dissertation konnte bestätigten, das die somatische Deletion
von PFDN5 in malignen Gesäugetumoren des Hundes vorkommt und einen neuen
potentiellen Tumormarker darstellt (HENNECKE et al. 2015). Weiterhin unterstützt das
Auftreten der Deletion in 24% der analysierten malignen Tumoren die Annahme, dass
PFDN5 ein potentielles „Tumor Driver“ Gen darstellt. Das bedeutet, dass das Gen bei
somatischer Veränderung zum Auftreten von Tumorerkrankungen führt (HABER u.
37
Diskussion
SETTLEMAN 2007; STRATTON et al. 2009). Es wird angenommen, dass unterschiedliche
Mutationen erforderlich sind, um zur Tumorentstehung zu führen. Die genaue Anzahl kann
lediglich geschätzt werden, da sie in bestimmten Tumorarten unterschiedlich auftreten. Es
wird allgemein angenommen, dass „Cancer Driver“ Gene ab einer bestimmten
Entwicklungsstufe der Tumoren verändert sind (STRATTON et al. 2009). Zum Beispiel
wurde eine Amplifikation des c-Myc Onkogens in 15,7% der Brustkrebsfälle nachgewiesen
(XU et al. 2010). Da PFDN5 bei Menschen in unterschiedlichen Tumorarten detektiert wurde,
ist es von Interesse, ob diese Deletion auch beim Hund in verschiedenen Tumoren
nachweisbar oder spezifisch für Mammatumoren ist. Z.B. wurde die Deletion in einem
Osteosarkom der Mamma gefunden und es wäre von Bedeutung, ob sie auch in primären
Knochentumoren zu finden ist.
In dieser Studie konnte die Deletion des caninen PFDN5 mit 67% am häufigsten in der
Gruppe der soliden Karzinome festgestellt werden. In komplexen Karzinomen zeigte sich
diese in 26% der Fälle und in 10% der analysierten einfachen Karzinome (HENNECKE et al.
2015). Eine aktuelle Studie postuliert, dass diese Unterschiede auf verschiedene kanzerogene
Mechanismen hindeuten, die zu unterschiedlichen Karzinomtypen führen (LIU et al. 2014).
In Tumoren mit hohem Anteil benigner Tumorzellen und geringem Anteil mit
karzinomatösen/sarkomatösen Tumorzellen wurde die Deletion nur in einer sehr geringen
Prozentzahl nachgewiesen. Dies ist am wahrscheinlichsten auf einen Verdünnungseffekt
zurückzuführen, da sehr häufig eine niedrige Anzahl maligner Zellen gleichzeitig in einem
größeren Areal mit benignen Anteilen vorkommt. In diesen Tumoren liegt der karzinomatöse
Anteil als Zentrum von bösartig erscheinenden Zellen oder als deutliche Knötchen von
bösartigen Zellen innerhalb eines ansonsten komplexen Adenoms vor (MISDORP et al.
1999). Der prozentuale Anteil maligner zu benignen Zellen lässt sich sehr schwer schätzen.
Der Verdünnungseffekt der DNA bösartiger Zellen mit nicht tumorös veränderten Zellen
wurde bestätigt, indem die Deletion in drei von sechs Fällen bei Stanzproben maligner
Bereiche nachgewiesen werden konnte, obwohl sie zuvor in dem homogenisierten
Gesamtmaterial (benigne und maligne Bereiche) nicht nachweisbar war. Um die Anwesenheit
der Deletion noch genauer zu bestimmen, sind weitere Analysen, z.B. aus Formalin-fixiertem
und Paraffin-eingebettetem Material, erforderlich.
38
Diskussion
Interessanterweise wurde die Deletion auch in einigen gutartigen Gesäugetumoren gefunden,
obwohl diese zum Zeitpunkt der Mastektomie keine histopathologischen Hinweise auf
Malignität aufwiesen. Diese drei Fälle stammten von komplexen Adenomen und benignen
Mischtumoren. In einer kürzlich erschienen Studie für die Humanmedizin wird bestätigt, dass
eine histopathologische Klassifizierung sehr schwierig ist, da eine beträchtliche falschnegativ-Rate auftrat (ELMORE et al. 2015). Des Weiteren können fokale Unterschiede
zwischen den für die histopathologischen und molekularbiologischen Untersuchungen
genommen Bereichen nicht ganz ausgeschlossen werden. Auf der anderen Seite werden
benigne Gesäugetumoren auch als präkanzeröse Läsionen angesehen und tragen ein erhöhtes
Risiko sich zu bösartigen Läsionen zu entwickeln (SORENMO et al. 2009). In diesem
Zusammenhang kann angenommen werden, dass eine Deletion des c-MYC Repressor Gens
PFDN5 einen Risikofaktor für eine Präkanzerose darstellt. In Progestin-induzierten
Hyperplasien der caninen Mamma wurde eine verringerte Expression dieses Gens gefunden
(RAO et al. 2009), jedoch konnte die PFDN5 Deletion hier in keiner der Hyperplasien
detektiert werden.
Die PFDN5 Deletion konnte in der cfDNA der Tiere nicht nachgewiesen werden, da nur ein
geringer Anteil der cfDNA aus Tumormaterial stammte. Ab einem gewissen Bereich kann die
Deletion durch die Verdünnung mit Gewebe mit normaler Kopienanzahl nicht mehr detektiert
werden (LO et al. 2001), obwohl mit der ddPCR ein präzise Methode zur Verfügung steht.
Bei tumorspezifischen Assays kommt dieses Phänomen nicht zum Tragen, da hier
Bruchpunkte detektiert werden, die in normalen Körperzellen nicht vorliegen und die somit in
geringsten Konzentrationen nachzuweisen sind.
Ein weiterer Hinweis für die Rolle von PFDN5 als Tumorsuppressorgen ist die in dieser
Studie ermittelte Assoziation zwischen der Deletion auf CFA27 und einem erhöhten Ki-67
Wert (BECK et al. 2013). Ki-67 ist ein nicht-Histon-Protein, welches nur in proliferierenden
Zellen exprimiert wird. So kann die Wachstumsfraktion einer Zellpopulation und auch die
Zellproliferation in Mammatumoren des Menschen und des Hundes bestimmt werden
(GERDES et al. 1991; QUEIROGA et al. 2011). In der Humanmedizin wird, im Gegensatz
zur Veterinärmedizin, der Ki-67 Wert für Brustkrebs routinemäßig bestimmt. Seit für Ki-67
signifikante Unterschiede zwischen gutartigen und bösartigen Gesäugetumoren beschrieben
39
Diskussion
wurden, dient eine erhöhte Zellproliferation als Indikator für Malignität. Weiterhin werden
erhöhte
Ki-67
Werte
mit
erhöhtem
Tumorgrad,
erhöhter
Tumorgröße,
Lymphknotenbeteiligung und Metastasierung assoziiert. Bei Hündinnen, die einen Tumor mit
hohem Ki-67 Wert zeigen, ist die Überlebenszeit signifikant erniedrigt (KLOPFLEISCH et al.
2011). Obwohl ein signifikanter Unterschied der Ki-67 Werte zwischen gutartigen und
bösartigen Tumoren in unserem Probenset festgestellt wurde, scheint durch die große
Überlappung ein genereller Nutzen als prognostischer Marker beeinträchtigt. Ebenso sind die
Ki-67 Werte in den bösartigen Tumoren, welche die Deletion aufweisen, signifikant höher im
Vergleich zur Gruppe ohne Deletion, obwohl beide Gruppen stark überlappen (HENNECKE
et al. 2015) Es gab keine Angaben zur Überlebenszeit oder zu Tumorrezidiven bei den
Patienten. Daher kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob sich der Ki-67 Wert in
Verbindung mit der Deletion oder die Deletion alleine als prognostischer Marker eignet.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das häufige Auftreten der Deletion in
Gesäugetumoren ausschließlich mit der Position von PFDN5 zusammenhängt, weil dieses in
der Nähe des Zentromers lokalisiert ist. Zentrale Fusionen, die das Ergebnis von umgekehrten
Translokationen sind, kommen in Tumorzellen häufiger vor. Es wird angenommen, dass sie
zufällig und in größerer Häufigkeit zu einem späten Zeitpunkt der Tumorprogression
auftreten (HAHN 2002). Umgekehrte Translokationen führen häufig zu großen Deletionen im
Bereich der Bruchpunkte (HOWARTH et al. 2011). Daher kann es möglich sein, dass die
wiederkehrende Deletion von PFDN5 in Gesäugetumoren des Hundes mehr ihrer Position
und weniger ihrer Funktion während der Krebsentstehung zu zuschreiben ist. Dennoch macht
der Umstand, dass eine derartige somatische telomerische Deletion nicht auf anderen
Chromosomen gefunden wurde und dass die PFDN5 Deletion in wesentlicher Häufigkeit in
malignen Mammatumoren auftrat, eine funktionelle Rolle dieses Gens sehr wahrscheinlich.
Die funktionelle Rolle sollte jedoch durch Expressionsstudien oder Proteinanalysen noch
untermauert werden. Diese Arbeit dient daher nur als Grundlage für weitere Untersuchungen.
40
Zusammenfassung
4 Zusammenfassung
Silvia Hennecke (2015)
Molekulargenetische Untersuchungen caniner Mammatumoren und ihrer zirkulierenden Nukleinsäuren
Mammatumore sind die häufigsten Neoplasien beim weiblichen Hund. Im Rahmen dieser
Dissertation sollten chromosomale Aberrationen sowohl im Tumorgenom als auch in den
zirkulierenden Nukleinsäuren an Mammatumoren erkrankter Hunde nachgewiesen und
miteinander verglichen werden. In der ersten Publikation (Beck J., Hennecke S., et al.:
Genome aberrations in canine mammary carcinomas and their detection in cell-free plasma
DNA. PLoS ONE. 2013; 8(9): e75485) wurde die DNA von fünf malignen Tumoren, die
zugehörige Leukozyten-DNA und ihre zirkulierenden Nukleinsäuren isoliert und mit
Hochdurchsatz-Sequenzierung untersucht.
Die Sequenzierungsdaten der Tumoren zeigten ein sehr heterogenes Muster der genomischen
Aberrationen. Zwei Tumore zeigten chromosomale Aneuploidien und ein Tumor zeigte
kleinere Deletionen. In einem weiteren Tumor konnten interchromosomale Fusionen
nachgewiesen werden, wohingegen ein Tumor keine der genannten Aberrationen aufwies.
In den zirkulierenden Nukleinsäuren konnten diese unterschiedlichen Aberrationen der
Tumor-DNA mittels Sequenzierung ebenfalls detektiert werden. Die Abweichungen zum
Tumor sind jedoch deutlich geringer, da es zu einer Verdünnung der Nukleinsäuren der
apoptotischen Tumorzellen durch normale Körperzellen im Blut kommt. Für vier der
Tumoren wurde ein tumor- und aberrationsspezifisches digitales PCR-Assay entwickelt,
womit der tumorspezifische Anteil in den zirkulierenden Nukleinsäuren nachgewiesen wurde.
Zwischen den Tieren variierte dieser Anteil sowohl zwischen den Tumoren als auch den
zirkulierenden Nukleinsäuren grundlegend. Bei einem Tier konnte die tumorspezifische
Nukleinsäure noch 83 und 89 Wochen nach der Mastektomie detektiert werden. Daraufhin
wurde mit Hilfe einer Computertomographie eine Lungenmetastase bei diesem Tier
nachgewiesen.
In vier von fünf Tumoren konnte durch Sequenzierung eine Deletion am proximalen Ende des
Chromosoms 27 detektiert werden, wohingegen der überwiegende Anteil der Aberrationen
41
Zusammenfassung
nur in zwei Tumoren auftrat. In diesem Bereich des Chromosoms 27 liegt das PrefoldinUntereinheit 5-Gen (PFDN5). Das kodierte Protein ist Teil des Prefoldin-Komplexes und
beim Menschen ist insbesondere PFDN5 dafür bekannt, den c-Myc Transkriptionsfaktor zu
unterdrücken. Dadurch besitzt es das Potential, als Tumor-suppressorgen zu fungieren und
kann aufgrund dessen mit hoher Wahrscheinlichkeit als Kandidatengen angesehen werden.
Die oben beschriebene Deletion wurde mittels Droplet Digitaler PCR in 10 von 20 malignen
Mammatumoren bestätigt. Innerhalb dieser Gruppe wurde bei Tumoren mit der Deletion ein
signifikant erhöhter Ki-67 Wert ermittelt. Darauf aufbauend wurde in der zweiten Publikation
(Hennecke S., et al.: Prevalence of the Prefoldin Subunit 5 Gene Deletion in canine
mammary tumors. PLoS ONE. 2015; 10(7):e0131280. doi:101371) die PFDN5 Deletion an
einer größeren Probandenanzahl untersucht. Es wurden 102 maligne und 40 benigne
Mammatumoren und 11 Mammageweben ohne histopathologischen Befund auf des Auftreten
der Deletion getestet.
Die PFDN5 Deletion wurde in 24% der malignen, aber nur in 9% der benignen
Mammatumore detektiert. In den nicht-malignen Geweben war sie nicht nachweisbar.
Innerhalb der malignen Tumore trat die Deletion in den verschiedenen Untergruppen
unterschiedlich
häufig
auf.
Zusätzlich
zur
Deletion
konnten
bei
den
malignen
Mammatumoren erhöhte Ki-67 Werte als Zeichen einer erhöhten Proliferationsrate festgestellt
werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei den untersuchten malignen Mammatumoren
strukturelle Genomaberrationen nachgewiesen wurden, so dass deren Korrelat im Plasma als
Tumorbiomarker anwendbar erscheint. Dies gilt besonders für das Auftreten der Deletion des
PFDN5 Gens, das einen potentiellen neuen Tumormarker auf molekulargenetischer Ebene
darstellen könnte.
42
Summary
5 Summary
Silvia Hennecke (2015)
Molecular Analysis of canine mammary tumors and their circulating nuleic acids
Mammary tumors represent the most frequent cancers in female dogs. As part of this thesis
the chromosomal aberrations in the tumor genome and in the cell-free DNA from dogs with
mammary tumors were detected and compared with each other. For the first publication (Beck
J., Hennecke S., et al.: Genome aberrations in canine mammary carcinomas and their
detection in cell-free plasma DNA. PLoS ONE. 2013; 8(9): e75485) the DNA of five
malignant tumors, the corresponding white blood cell DNA and their cell-free DNA were
extracted and massive parallel sequencing was performed.
The sequencing data of the tumors revealed heterogeneous patterns of genomic aberrations.
Chromosomal aneuploidies were found in two tumors and frequent smaller deletions were
found in one tumor. Another tumor showed interchromosomal fusions, whereas one tumor
was devoid of any of these anomalies.
After sequencing these different aberrations of tumor DNA were also detected in cell-free
DNA. However, the deviations are much lower compared to the tumor, because the cell-free
DNA from apoptotic tumorcells was diluted by cell-free DNA from normal cells. A tumorand aberration-specific digital PCR assay was designed for four of these tumors, to detect the
tumor-specific part of the cell-free DNA. Amongst the dogs the content of tumor-specific
rearrangements differed between the tumors and the cell-free DNA. In one of the animals the
tumor-specific cell-free DNA was detected 83 and 89 weeks after mastectomy, a subsequent
tomographic examination of the animal revealed a metastatic lesion in the lung.
In summary in malignant mammary tumors structural aberrations were detected and their
correlation in cell-free DNA in the plasma supports the use as a cancer biomarker.
In four out of five tumors the sequencing revealed a deletion of the proximal end of canine
chromosome 27, whereas the majority of the aberrations occurred in one or two tumors. The
proximal part of canine chromosome 27 harbors the prefoldin subunit 5 gene (PFDN5)
encoding a protein that is a part of the so-called prefoldin complex. In particular PFDN5 in
humans is known to repress the c-MYC transcription factor. Thus it is a potential candidate
43
Summary
tumor suppressor gene. By using droplet digital PCR deletion of the PFDN5 was confirmed in
10 out of 20 malignant tumors. In these tumors the Ki-67 scores were significantly higher in
the presence of the deletion. Based on these findings in the second publication (Hennecke S.,
et al.: Prevalence of the Prefoldin Subunit 5 Gene Deletion in canine mammary tumors. PLoS
ONE. 2015; 10(7):e0131280. doi:101371) the PFDN5 deletion were validated in 102
malignant and 40 benign canine mammary tumors and in 11 mammary tissues without
histopathological findings.
The PFDN5 deletion was detected in 24% of the malignant and only in 9% of the benign
tumors and was not detectable in normal mammary tissue. The occurrence of the deletion
differed in the subgroups of the malignant tumors. Thus presence of the PFDN5 gene deletion
in malignant mammary tumor was confirmed and potentially represents a new tumor
biomarker.
In tumors with the deletion the higher Ki-67 scores were confirmed as well. The association
of a higher Ki-67 score and PFDN5 deletion is indicative for an increased proliferation rate,
therefore a relation to tumor aggressiveness can be assumed.
In conclusion in the investigated malignant mammary tumors structural genomic aberrations
were detected, so that their correlate in the plasma appears applicable as a tumor biomarker.
This is especially true for the occurrence of the PFDN5 deletion and it represent a potential
new tumor marker on the molecular genetic level.
44
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Danksagung
7 Danksagung
Danken möchte ich Prof. Dr. Dr. Bertram Brenig für die Überlassung des interessanten
Themas und seine jahrelange fachliche Unterstützung.
Bei Prof Dr. Franz-Josef Kaup bedanke ich mich für die gute Zusammenarbeit und die
schnellen sowie gründlichen Korrekturen.
Ein besonders herzlicher Dank gilt Prof. Dr. Ekkehard Schütz und Dr. Julia Beck, die mich
die ganzen Jahre unterstützt haben und ohne die dieses Projekt niemals möglich gewesen
wäre. Danke für die hervorragende Betreuung, dafür dass ich mit euch zusammenarbeiten
durfte und ihr mir so viel beigebracht habt.
Natürlich auch ein Dankeschön dem restlichen Chronix-Team, insbesondere Sarah Bierau und
Stefan Balzer, für ihre super Zusammenarbeit und die schönen Zeit im Labor. Vielen Dank
auch an Kirsten Bornemann-Kolatzki für die hilfreichen Gespräche.
Bei dem gesamten Team der Kleintierklinik Göttingen, Prof. Dr. Stefan Neumann,
Dr. Andrea Gessler, Dr. Uta Brandenburg, Dr. Almuth Chilla, Dr. Meike Frenz, Dr. Melanie
Haas und allen Mitarbeitern möchte ich mich für die Hilfe bei der Probenbeschaffung und ihr
immer offenes Ohr bei Fragen auch an den Wochenenden bedanken.
Natürlich danke ich auch Claudia Floren und Isabel Wiedemann für ihre unzähligen
Hilfestellungen in jedem Stadium der Arbeit und den fortwährenden Zuspruch.
Bedanken möchte ich mich auch bei allen Kollegen und Kolleginnen des Tierärztlichen
Instituts, besonders bei Melanie Scharfenstein und Sabrina Pach, die stets hilfsbereit waren.
Danke für die schöne Zeit!
Vielen Dank an meine Eltern, die mich während meines gesamten Werdeganges unterstützt
haben. Meiner Schwester Sonja ohne die ich das Studium nicht überstanden hätte. Und
natürlich meinen Schatz Marcel, der nun seit dem Abi alles mit mir zusammen
durchgestanden hat und immer an meiner Seite war. Ihr seid die Besten.
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