Der Gesegnete Mahatma, Der die Bücher „Der Ruf

Werbung
AGNI YOGA
1929
Copyright, 1997
Agni Yoga Society, Inc.
This book or any portion thereof
may not be reproduced in English
or in translation to any other language
without written permission from the publisher
Sixth Edition
The only English translation
of the original work authorized by the
World Headquarters of the Agni Yoga Society
319 West 107th Street, New York, N.Y. 10025
Printed in the United States of America
ZEICHEN DES AGNI YOGA
Der Gesegnete Mahatma, Der die Bücher „Der Ruf", „Erleuchtung" und „Das Neue Zeitalter Gemeinschaft" gab, hat viele Ratschläge und die Zeichen des Agni Yoga gegeben.
Diese praktischen Hinweise sind von uns zum Gebrauch derer gesammelt worden, die Wissen suchen.
Sanskrit und Senzar verleihen den Darlegungen einen besonderen Duft und finden nicht immer etwas
Gleichbedeutendes in anderen Sprachen.
Trotzdem wurde der Sinn der Ausdrücke genau aufrecht erhalten, und diejenigen, die am
gegenwärtigen Leben teilnehmen, werden diese weise Lehre, die aus der Erfahrung von Jahrhunderten
hervorgeht, aufmerksam lesen.
VORWORT
Yoga - als jene höchste Spanne mit kosmischen Errungenschaften, hat alle Zeitalter hindurch existiert;
jede Lehre enthält ihren eigenen Yoga, der auf die Evolutionsstufe anwendbar ist.
Yogas widersprechen einander nicht.
Wie die Zweige eines Baumes verbreiten sie ihren Schatten und erfrischen den Wanderer, der von der
Hitze erschöpft ist.
Wenn der Wanderer wieder zu Kräften gekommen ist, geht er weiter.
Er nahm nichts an, was ihm nicht zustand; noch ließ er sich von seinem Streben ablenken.
Er ergriff das offenbarte Wohlwollen aus dem Weltraum; er setzte die vorherbestimmten.
Kräfte frei.
Er meisterte sein einziges Besitztum.
Weist die Kräfte des Yoga nicht zurück, sondern laßt sie wie das Licht das Zwielicht unerkannter
Arbeit suchen.
Für die Zukunft erheben wir uns vom Schlaf.
Für die Zukunft erneuern wir unsere Gewänder.
Für die Zukunft erhalten wir uns.
Für die Zukunft streben wir in unseren Gedanken.
Für die Zukunft sammeln wir Kraft.
Zuerst werden wir die Ratschläge des Lebens anwenden.
Dann werden wir den Namen des Yoga der herannahenden Zeit verkünden.
Wir werden den Tritt des Elements des Feuers hören, aber wir werden bereits darauf vorbereitet sein,
die Wellenbewegungen der Flamme zu meistern.
Darum begrüßen wir den ältesten, den Raja Yoga.
Und wir bestätigen die Zukunft - den Agni Yoga.
AGNI YOGA
1. Sie werden fragen: „Kann die Zeit Maitreyas eine Epoche hervorrufen?" Antwortet: „Wenn die
Kreuzzüge eine vollständige Epoche schufen, dann ist die Epoche Maitreyas wahrhaftig tausendmal
bedeutungsvoller." In ein solches Bewußtsein sollte man eintreten.
2. Die Menschen haben keine klare Vorstellung von der Bedeutung von Gott und Bodhisattva.
Als wären sie blind, fragen sie: „Was ist das Licht?" Aber es fehlt, den Menschen sogar an Worten,
seine Eigenschaften zu beschreiben, obgleich sie täglich Licht wahrnehmen.
So sehr sind die Menschen auf der Hut vor dem Ungewöhnlichen, daß sie die Grenzen von Licht und
Dunkelheit verwechselt haben.
Für sie ist es am einfachsten, sich vorzustellen, daß sich Gottes Palast auf dem größten Stern befindet.
Sonst würde ihr Gott ohne Wohnsitz bleiben.
Ihr offensichtlicher Mangel an rechtem Gleichmaß zwingt sie, das Existierende herabzuwürdigen.
3. Häufig fragt Ihr Euch erstaunt, warum Ich eine Frage nicht beantworte.
Ihr müßt wissen, daß die Gedankenpfeile den Gegenstand der Antwort häufig streifen.
Stellt Euch einen Wanderer vor, der einen Abgrund auf einem Seil überquert.
Wäre es weise, anzufangen, ihn zu rufen? Der Ruf könnte sein Gleichgewicht stören.
Darum sollte man Namen weniger häufig aussprechen und sie für äußerste Notfälle reservieren.
Die Fähigkeit, individuelle Namen zu gebrauchen, ist notwendig.
Aber ihr Aussprechen sollte wie ein Hammerschlag im Weltraum sein.
4. Was einfache Worte für einfache Leute anbetrifft, so sollte man daran denken, daß einfache Leute
Meiner Dosen Medizin bedürfen.
Das identische Gesetz gilt - wie oben, so unten.
Darum sind einfache Leute die besten Verbreiter.
5. Die Erweiterung der Blutgefäße ist charakteristisch für die Bewußtseinsentwicklung, und dieser
Vorgang muß durch technische Mittel vor der Wirkung des Druckes der Sonne auf das Sonnengeflecht
geschützt werden.
Wir sollten nicht vergessen, wie die Priesterinnen des Altertums vor der Sonne beschirmt wurden.
Sie trugen Brustplatten aus Lithium, die mit Wachs überzogen waren, dessen Schmelzen die
Gefahrengrenze der Temperatur andeutete.
Außer dem Eintauchen der Hände in Wasser, ist das Eintauchen der Füße gestattet.
Kalte Bäder können ebenso schädlich sein wie die Sonnenstrahlen.
6. Man kann verschiedene Planeten im Mentalkörper besuchen.
Dies charakterisiert die zukünftige Stufe, in der das Bewußtsein nicht auf den einen Planeten begrenzt
sein wird.
Wie wir heutzutage von einem Weltteil zum anderen fliegen, so kann das gleiche Prinzip auf
interplanetarische Flüge angewandt werden.
Der Lehrer wünscht, daß Ihr Euch über jede Errungenschaft des Geistes freut.
Das Erkennen des Weges zwischen den Planeten ist nicht schwieriger, als das Wahrnehmen der
Grenze zwischen dem physischen und dem astralen Körper, nicht komplizierter, als an die Sterne zu
denken und ihnen entgegenzustreben.
Nur im Streben nach dem Interplanetaren können wir der Evolution der Menschheit gewiß sein.
7. Die Verdichtung des Astralkörpers ist an sich nicht wichtig, wenn man sie mit der bewußten Arbeit
des Mentalkörpers vergleicht.
Für seine Aufgaben auf diesem Planeten sollte der Mentalkörper nicht von seinem geschützten
Zustand befreit werden.
Doch interplanetarische Tätigkeit bedarf des höchsten Körpers.
Die Bestätigung neuer Strahlen wird es dem Menschen ermöglichen, das Bewußtsein in verschiedenen
ätherischen Schichten aufrecht zu erhalten.
Früher gestatteten nur gewisse Schichten der Atmosphäre die Bewahrung des Bewußtseins.
Doch auffangende gasförmige Strömungen waren ebenfalls möglich.
Die neuen Strahlen können diese Hemmungen durchdringen, indem sie 10 11 gleichsam Luftkanäle
schaffen und auf diese Weise die bewußte Tätigkeit erweitern.
8. Man kann erklären, warum die Lehrer des Wissens beim Verlassen der Erde so viel zu leiden
hatten.
Natürlich war dieses Leiden bewußt und freiwillig.
Wie der Wirt den Becher bis zum Rand füllt, so wünscht der Lehrer Seinem Bund dieses letzte
Zeichen aufzudrücken.
Die Vergiftung Buddhas bewahrte Ihn vor Vergötterung.
Das Leiden und die Auferstehung - oder die Auflösung der Materie - von Christus ermöglichten es
Ihm, die höchste irdische Errungenschaft zu erlangen.
Die Verleumdung der alten Welt ist belanglos.
Jede authentische Errungenschaft ist für den Kosmos erforderlich.
Das Hervorrufen einer Errungenschaft gleicht jedem Schöpfungsprozeß.
Wenn wir die Tiefgründigkeit der Form vergrößern, erschaffen wir einen zeitlosen Kristall.
Das Gefühl der Vollkommenheit hebt den Geist schöpferischer Offenbarungen empor.
Da Christus ein Realist war, wünschte Er, daß dem Phänomen der Auflösung eine Errungenschaft in
vollem Bewußtsein vorausgehen sollte.
Man kann die zweifachen Aspekte der Errungenschaft illustrieren.
Es gibt eine überirdische und eine irdische Errungenschaft.
Als ein Beispiel überirdischen Strebens kann man ein so erhabenes Hinübergehen wie das des großen
P.
hervorheben.
Laßt uns Errungenschaften nicht abwägen, weil das Verständnis für die Evolution individuell und
freiwillig ist.
9. Jeder, der imstande ist, menschliche Auren zu beobachten, kann Zeuge eines lebhaften Spieles der
Lichtausstrahlungen sein.
Auf dem Prinzip dieses kosmischen Ausströmens ist der Plan vernünftiger Handlung begründet.
Jedes Anzeichen von Atrophie steht mit den Werken der Dunkelheit in Beziehung.
Wo Lichtwellen sind, wo ein Wechselspiel lebenskräftiger Funken vorhanden ist, dort ist Unser
Strahl.
Meine Lehre kann die Wellen des erprobten Akasha enthüllen.
Heißt die Freude der Funken willkommen.
Dies ist keine Abänderung, sondern eine Verstärkung der Aufgabe.
Nur durch das Auslegen Unseres Willens könnt Ihr Euch nähern.
Mein Wunsch ist, die Schönheit des Geistes zu bewahren.
Jede Bewegung kann in eine Errungenschaft des Geistes umgewandelt werden.
10.
Wenn er allein ist, Besitz verschmäht, wenn er nicht bekümmert ist und sein Schicksal nicht beklagt nur dann triumphiert der Wagemutige.
So werden Wir die Übersetzung Unseres alten Buches der Kühnheit beginnen.
Wenn ein Kind mit einem Kätzchen spielt, freut sich seine Mutter über seinen Mut, nicht willens zu
bemerken, daß das Kätzchen noch blind ist.
Wenn ein Jüngling mit der Seele seines Kameraden spielt, staunen die Zuschauer über seinen
Wagemut, ohne die Fesseln der unglücklichen Seele zu beachten.
Wenn ein Mensch eine Versammlung von Richtern tadelt, bewundern die Zeugen seinen Mut und
erkennen nicht, daß die Kühnheit seiner Drohung mit dem Geklingel von Gold erkauft ist.
Wenn ein betagter Mensch sich damit tröstet, den Tod zu verhöhnen, sind seine Freunde entzückt,
ohne zu beachten, daß Furcht die Maske des Spottes gebildet hat.
Kühnheit wird gewöhnlich nicht von den Menschen beachtet, weil sie in ihrem Wesen ungewöhnlich
ist.
Was ungewöhnlich ist, ist ein Schock für das Herz.
Wo bist du also, der du überwunden hast? Wo bist du, der du den Schrecken in einen Sprung dem
Licht entgegen verwandelt hast? Höre, du, der du wagst! In der Hefe der Nacht werde Ich Mich dir nähern
und deine Sandalen segnen.
Ich werde dein Kopfkissen mit Lichtfunken bestreuen.
Denn der Schlaf des Kühnen ist wie das Zerschmelzen der Laute, wenn die sieben Saiten in
Geheimnis gebadet sind.
Der Schlaf des Kühnen ist wie die Stille vor dem Wirbelwind, wenn selbst die zartesten Grashalme
bewegungslos sind.
Läßt das Brüllen des Löwen die Welt erzittern? Nein.
Kühnheit wird hervorgerufen, und der königliche Lotos des Geistes entfaltet sich.
Brüder, wir wollen uns im Freudensaal versammeln! Die Blume hat sich geöffnet; angetrieben ist das
große Rad.
Unsere Freude fließt in die niederen Welten hinab und steigt zu den Brüdern im Überirdischen empor.
Wir singen der Kühnheit unser bestes Lied.
11. Das Gezwitscher der Vögel hat den Augenblick der Ruhe gestört.
Warum sind die Vögel in der frühen Morgenstunde derart angespannt in ihrem Streben? Sie wagen denn sie belauschen die Lobpreisung des Wagemuts.
Doch niemand hat sie darüber in Kenntnis gesetzt, daß ihr übliches Piepsen ihren Wagemut nicht
verherrlichen würde.
Die Dunkelheit kreischt, sie wirkt betäubend in ihrer Gewöhnlichkeit.
Die Dunkelheit kann der Kühnheit des Lichtes nicht widerstehen.
Wenn die Waage des Herrschers in guter Ordnung ist, werden wir früh erwachen, um unser
Verbringen des Gestern abzuwägen.
Wir werden das auswählen, was am kühnsten ist, damit diese Samen die Waagschale senken können.
Wir werden den Kummer der alten Welt hinzufügen, denn seine Last ist uns nützlich.
Fügt den Spott der Unwissenheit hinzu - jedes von ihnen macht die Schale der Wahrheit schwerer.
Sollten wir Drohungen und Beleidigungen finden, laßt uns nicht vergessen, sie der gefüllten Schale
hinzuzufügen.
Warum das Zittern der Waage? Womit ist die beschuldigende Schale gefüllt? Welche elenden,
schmutzigen Lumpen haben die Schale der Verurteilung gefüllt? Wie das verwelkte Laub vom vorigen
Winter sind die üblichen Flüche, die Schlacken von Gestern aufgehäuft.
Der Sieg ist Euer, Ihr kühnen Taten! Denn das mächtig Beflügelte hat die Anschuldigungen
überwogen.
Herr, gewähre mir, die täuschenden Lumpen des Herkömmlichen in die Flamme zu werfen.
Ich werde nicht irren, wenn ich erkenne, daß beflügelte Kühnheit Deinen Segen hat.
Im heiligen Schmelzofen werde ich die Flügel Alayas schmieden.
Unbekannt sind mir Klagen, Grausamkeit oder irgendetwas, was meine neuen Flügel beschweren
könnte.
Neu soll mein Lied sein!
12. Weit hat sich das Lob der Kühnheit verbreitet.
Die Geringsten unter den Jüngern haben sich dem Pfad des Suchens zugewandt und sich Uns genähert
und gebeten, ihr Streben zu beurteilen.
Jeder brachte seine Träume...
„Ich werde alle weltlichen Tempel zerstören, denn Wahrheit bedarf keiner Mauern...
Ich werde alle Wüsten bewässern...
Ich werde alle Gefängnisse öffnen...
Ich werde alle Schwerter vernichten...
Ich werde alle Wege bahnen...
Ich werde alle Tränen trocknen...
Ich werde alle Länder durchwandern...
Ich werde das Buch der Menschheit mit einer Inschrift versehen..." Doch der Geringste unter ihnen
wandte sich den leuchtenden Sternen zu und sagte: „Gegrüßet seid Ihr, Brüder!" Und bei diesem Gruß des
Wagemutes verschwand sein Ego.
Laßt den Pfad des Weltalls in diesem Wagemut der Begrüßung anerkannt werden.
13. Das Buch des Thomas a Kempis „Die Nachfolge Christi" ist seit langem im Osten gewürdigt
worden, nicht nur auf Grund seines Inhalts, sondern auch wegen der Bedeutung seines Titels.
Inmitten der mittelalterlichen Vergötterung Christi erschallte die Stimme von Thomas a Kempis als
Protest.
Hinter den Mauern eines katholischen Klosters hervor ertönte eine Stimme, um das Ebenbild des
Großen Lehrers zu klären.
Gerade das Wort „Nachfolge" enthält eine lebenswichtige Tat.
Die Formel - Nachfolge Christi - ist eine Errungenschaft der Kühnheit, die dem bewußten Geist
innewohnt, der die ganze Verantwortung der Schöpfung auf sich nimmt.
Wahrlich, der bewußte Schüler wagt es, sich dem Lehrer in Nachfolge zu nähern.
Ein solches Beispiel brachte Licht in die verstaubte Dunkelheit, und hinter den Mauern des Ortes der
Zurückgezogenheit gab es den Antrieb, nach schöpferischem Wagemut zu streben.
Dem unterwürfigen mittelalterlichen Bewußtsein gemäß wäre es passend gewesen zu sagen: „Die
Anbetung Christi." Aber der sich emporschwingende Geist wagte es, einen Ruf zur Nachfolge zu
verkünden.
Jeder Schritt des gesegneten Wagemutes muß als ein Meilenstein im Fortschritt der Menschheit
gehegt werden.
Wir schenken einigen klösterlichen Äußerungen keine Aufmerksamkeit.
Thomas brauchte nicht auf den Scheiterhaufen zu steigen.
Es war seine Aufgabe, nicht die verbotene, sondern die herausfordernde Formel zu verkünden.
Es gibt zwei Formen der Wahrheit.
Die eine muß durch die Flamme des Scheiterhaufens genährt werden.
Die andere fordert unbeschränkte Verbreitung.
Es ist schwer zu sagen, welche Methode schmerzlicher für ihren Urheber ist.
Zuweilen ist es leichter, die Wirkung des Scheiterhaufens zu betäuben, als die Entstellung der
verbreiteten Lehre zu erleben.
In jedem Falle ist die Kühnheit, die die Dunkelheit durchdringt, gesegnet.
14. Die Welt hat ihre Glücklichkeit verloren, weil Glückseligkeit im Geist ist.
Diejenigen, welche sich vom Geist abgewandt haben, müssen Unglück erdulden, denn wie können sie
sonst zurückkehren? Hierin liegt die Bedeutung großer Ereignisse.
Glück durch Lügen und Mord zu suchen! Man kann sich freuen, daß Verderbtheit die Evolution
beschleunigt.
Verbrechen entfachen das Feuer der erloschenen Welt.
15. Das Gift, das durch Gereiztheit erzeugt wird, wird „Imperil" genannt - eine beachtenswerte
Gefahr.
Dieses Gift, ein ganz wesentliches, wird an den Wänden der Nervenkanäle niedergeschlagen und auf
diese Weise über den ganzen Organismus verbreitet.
Wenn die moderne Wissenschaft versuchen würde, die Nervenkanäle unvoreingenommen zu
untersuchen, und den astralen Strömen Beachtung schenkte, würde sie einer seltsamen Zersetzung astraler
Substanz während ihres Durchgangs durch die Nervenkanäle begegnen - dies ist die Reaktion auf Imperil.
Nur Ruhe kann dem Nervensystem helfen, den gefährlichen Feind zu überwinden, der die
verschiedenartigsten Entzündungen und schmerzhafte Zusammenziehung des Organismus hervor- rufen
kann.
Wer an Imperil leidet, muß wiederholen: „Wie schön ist alles!" Und er wird Recht haben, denn der
Strom der Evolution ist rationell, mit anderen Worten, schön.
Je subtiler das Nervensystem ist, desto schmerzhafter ist der Niederschlag von Imperil.
Dieses gleiche Gift kann durch Hinzufügung eines Elements zur Auflösung der Materie beitragen.
16. Ohne großes Verdienst sind diejenigen, welche die Schwalbe nicht vom Geier unterscheiden
können.
Aber worin besteht das Verdienst jener, die glauben, sie könnten durch das Rupfen des Adlers eine
lahme Ente aus ihm machen? Hütet Euch vor Heuchlern, besonders vor denen, die in Habgier versunken
sind - jenen Verschmitzten, die das Gebräu des Geistes bereiten.
Die Offenbarung der Unverletzbarkeit der Gesetze der Welt glänzt wie ein Schwert.
Darum gibt es keinen Ort, wo der Heuchler sein Haupt hinlegen kann.
Somit ist der Lehrer, der seine Assimilation der Bündnisse der Lehre nicht vollendete, wie ein Esel
unter einer Last Korn.
Ebenso ist der Fischer, der seine Körbe für nicht gefangene Fische vorbereitet, wie ein Fuchs neben
dem Hühnerstall.
17. Eine Verletzung der Lehre wirkt wie ein Bumerang und trifft den Verletzenden.
Die Luft wimmelt von Pfeilen.
Trockne deinen Schweiß nach dem Angriff des Feindes.
Zur Stunde des Angriffs werde Ich über ewige Dinge reden.
Wir wollen uns freuen, weil sich die Möglichkeiten vervielfältigen.
Ich bemerke, wie jedes feindliche Herz einen nützlichen Samen hegt.
18. Astrochemie ermöglicht die Feststellung der besten Wirkungen auf bestimmte Organismen.
Astrologie ist nichts anderes als Formeln der Astrochemie.
Ein Mensch, der ein Haus betritt, das von Nikotin durchdrungen ist, wird giftige Teilchen mit sich
forttragen.
In ähnlicher Weise wird ein Mensch, wenn er die direkte Wirkung astrochemischer Strahlen erst
einmal an sich erlebt hat, stets auf eine gewisse Mischung reagieren.
Es ist leicht, in Erfahrung zu bringen, wann man an einen wünschenswerten Menschen herantreten
sollte.
Die sogenannten Sonnenflecken verstärken chemische Wirkungen.
Die Menschen reden immer wieder über die Unruhe der Welt während der Sonnenfleckenperioden,
und sogar eine schwache Erkenntnis zwingt den Menschen zu richtigen Schlußfolgerungen.
Aber wenn wir uns an die auffallenden chemischen Reaktionen erinnern, dann ist es nicht schwer, die
Sättigung des Weltraumes durch die wirksamsten Verbindungen, Oxyde, Metalloide zu verstehen.
Kann man die evolutionäre Kraft der Materie leichtfertig ableugnen, wenn sich Strahlen von
unermeßlicher Intensität aus dem unerschöpflichen Reservoir über unseren Kopf ergießen? Besonders
empfindsame Organismen können bezeugen, daß die Strahlen der Himmelskörper während der Periode, in
der die Sonnenflecken ihren Höhepunkt erreichen, wegen ihrer Substanz unerträglich für sie werden.
Auch während des Falles großer Meteore kann man ein Zittern des Nervensystems fühlen.
Bis jetzt ist es den Menschen nicht gelungen, ihren Platz in diesem gewaltigen Laboratorium zu
erkennen.
Nur diese einzige Erkenntnis hätte den menschlichen Organismus bewaffnet, und statt beunruhigender
Beobachtungen des Zitterns des Seismographen hätte sie die Forschung in die Unbegrenzten Höhen
gelenkt - die ebenso stofflich sind, wie die Mahlzeit des morgigen Tages, ebenso majestätisch, wie die
unzähligen Sterne.
19. Von allen schöpferischen Energien bleibt der Gedanke die höchste.
Was mag der Kristall dieser Energie sein? Einige mögen glauben, daß genaues Wissen die Krone des
Gedanken ist; doch es ist noch besser zu sagen, daß die Legende den Gedanken krönen wird.
In der Legende wird das Gefühl für schöpferische Energie ausgedrückt.
Und in einer kurzen Formel werden die Hoffnung und die Errungenschaft definiert.
Es ist falsch zu glauben, daß die Legende dem phantastischen Altertum angehört.
Der unvoreingenommene Verstand wird die Legende entdecken, die alle Tage des Universums
hindurch gesponnen wurde.
Jede Errungenschaft der Menschen, jeder Führer, jede Entdeckung, jede Katastrophe oder
Überschwemmung ist in einer beflügelten Legende verhüllt.
Darum sollten wir die Legenden der Wahrheit nicht gering schätzen, sondern die Worte der
Wirklichkeit mit scharfem Blick erkennen und sie hegen.
In die Legende ist der Wille der Menschen gekleidet, und wir können keine einzige Legende anführen,
die falsch war.
Das geistige Streben einer mächtigen Arbeitsgemeinschaft prägt ein Bild von wahrer Bedeutung ein.
Die äußere Form des Symbols demonstriert das Weltzeichen, denn die Weltsprache ist für die
Evolution unvermeidlich.
Die Sucher nach einer Universalsprache haben recht.
Die Schöpfer der Weltlegende handeln richtig.
Dreimal recht haben die Träger der Errungenschaft!
20.
Man muß sich das Neue als von unaufschiebbarer Nützlichkeit vorstellen.
Jede Abstraktion, die nicht anwendbar ist, ist unangebracht.
Wir sind der Luftschlösser überdrüssig.
Sogar die fernen Welten müssen als konkret betrachtet werden.
Solche Meisterschaft, wie die über ein Stück Eis oder über die chemische Hitze der Sonne, muß in das
Bewußtsein eintreten, ebenso wie auch die Bedeutung der winzigsten Erzeugnisse der Materie.
Die Verzögerung geistiger Erkenntnis läßt sich durch eine gleichgültige Beachtung der
Naturerscheinungen erklären.
Wenn der Mensch des Beobachtungsvermögens verlustig geht, verliert er auch die Fähigkeit der
Synthese.
Die Abschaffung des Gebrauchs der Münze wird die Menschheit aus den Krallen befreien, die die
Vision schädigen.
Es gibt Augenblicke der Evolution, in denen die Mauern, die für das Anhäufen herkömmlicher
Zeichen errichtet wurden, zu Hindernissen werden.
Die Zeit ist gekommen für die Emanzipation des Wissens in persönlicher Verantwortung für seine
Anwendung.
Ein freier Geist hat das Vorrecht, nach neuen Anordnungen von ungewöhnlichen Verbindungen zu
suchen.
Diese bis jetzt unentdeckten Fäden werden zu den erhabeneren Schichten der Materie fuhren.
Wenn man das ängstliche, begrenzte Spiel erblickt, kann man zum Mischen der Zeichen für bessere
Verbindungen raten.
Erfreut Euch an dem Großen Spiel der Mutter der Welt!
21. Euer Gespräch über die Verleumdung, die in der Weltgeschichte aufgezeichnet ist, ist richtig.
Verleumdung dient als Brennstoff für den Scheiterhaufen der Errungenschaft.
Verleumdung stört nur zeitgenössische, herkömmliche Handlungen, aber in der Perspektive der
Weltgeschichte wird die Flamme der Verleumdung höchst vielfarbig; und ohne Verleumdung hätte die
dankbare Menschheit die lebenswichtigsten Offenbarungen begraben.
Tactica adversa sorgen dafür, daß die menschlichen Glocken nicht zum Schweigen gebracht werden.
Die Sphärenmusik bedarf der Begleitung, aber jene, die vor Neid vergehen, bilden sich ein, daß ihr
Gebrüll die Atmosphäre verdichtet, so daß die Symphonien der Ewigkeit nicht zur Erde hindurchdringen
können.
Aber eine gute Hausfrau macht Gebrauch von abgelegten Sachen.
Laßt also die Fackeln der Verleumdung den Pfad der unerschütterlichen Errungenschaft erleuchten.
Wenn die Menschen Unsere Boten Scharlatane nennen, bezeugen sie deren Ungewöhnlichkeit.
Grob sind die Liebkosungen der niederen Tiere, und die Grobheit der Überreste der dahinscheidenden
Rasse hat sogar das finstere Mittelalter übertroffen.
Es handelt sich nicht so sehr um Niedrigkeit, als um Grobheit der Empfangsfähigkeit, welche die
Masse der Menschheit zu untauglichem Material macht.
Gerade Grobheit gibt Anlaß zu Leichtfertigkeit und ihrer Folge - Verrat.
Darum wollen wir Verleumdungen als die Fackeln der Wilden bezeichnen.
Aber während des nächtlichen Hinübergehens ist jedes Feuer nützlich!
22. Kein Urteil ist falscher als das, welches auf einer scheinbaren Handlung begründet ist.
Wenn die Menschen das augenscheinliche Ergebnis betrachten, verlieren sie den Faden der
Wirklichkeit.
Gewöhnlich nennen die Menschen eine Lehre, die zu einer Quelle der Wirklichkeit führt,
Träumereien.
Das Leben hält nicht an den Keimen der ursprünglichen Idee fest, sondern offenbart ganz
offensichtlich Zersetzung.
Daher kann man gänzlich in Zersetzung versunken sein und den Nutzen der Vorstellungsfähigkeit
leicht übersehen.
Der Prozeß schöpferischer Vorstellung ist wohlweislich verborgen; sonst würden die Elemente die
Samen der Möglichkeiten zerstört haben.
Trägheit ist eine wesentliche Eigenschaft der Elemente, und um ihnen evolutionäre Energie
einzuimpfen, ist jener Zug des Geistes erforderlich, der Gedanken enthalten kann.
Der Gedanke erscheint also als Entsprechung der Elemente.
Wenn man von der Notwendigkeit spricht, den Gedankenapparat zu stärken, so bedeutet dies eine
Warnung vor den zügellosen Angriffen der Elemente.
Die vorgeschriebenen Perioden der planetarischen Existenz sind Angriffen der Elemente unterworfen.
Der einzige Widerstand gegen sie ist das beharrliche Streben der Menschen nach einer Erneuerung des
Lebens.
Diese Fruchtbarkeit der Gedanken wird Konzentration auf die Lehre gestatten und die Wolken des
nicht begriffenen Chaos spalten wie ein vernichtendes Schwert.
Gedanken widerstehen den Elementen; sonst würde das Gleichgewicht so sehr gestört werden, daß es
kosmische Erscheinungen zur Folge haben würde.
Wäre ein Jahr der Hungersnot, der Dürre, der Krankheiten nicht die Folge der Entartung des Denkens?
Die Gedanken eines einzigen Menschen können nicht den Elementen Widerstand leisten.
Das Bewußtsein, das in der neuen Richtung strebt, kann noch keine bewußten Gedanken formulieren.
Nur Erkenntnis und Verantwortung können den Gedanken Durchschlagskraft einimpfen.
Sonst wird Spannung ohne Erkenntnis vorhanden sein, wie Segel, die sich in der Furie des
Wirbelwindes straffen.
Wir beobachten eine große Spannung, sowohl in den magnetischen Wellen als auch in den
chemischen Strahlen.
Die menschlichen Gedanken haben sich gebogen wie eine ungehärtete Klinge.
Chaos gärt in den Tiefen des Bewußtseins.
Kann man durchhalten? Der Begriff Unseres Leuchtfeuers beginnt in die denkenden Menschen
einzudringen, weil allmählich nichts weiter im Gewirr des Chaos verbleibt.
Wie schmerzlich ist es für den empfindungsfähigen Geist! Wie beobachten Wir die Wogen der
beispiellosen Dunkelheit! Das Herz kann nur eine begrenzte Menge dieses Giftes der Elemente fassen.
23. Was hat die Gifte den irdischen Sphären entgegengetrieben? Das Auftreten der Zerrüttung der
Elemente bringt ein mächtiges giftiges Gas hervor.
Gewöhnlich wird dieses Gas mit Leichtigkeit im Weltraum assimiliert, aber die chemischen Strahlen
der Sonne treiben die gasartigen Wellen in die Schichten nahe des Planeten.
Eine gefährliche Reaktion entsteht, aber diejenigen, welche vorher gewarnt wurden, können das Gift
überwinden.
Gereiztheit und ihre Folge, Imperil, verbinden sich leicht mit dem Gift des Weltraumes, das
„Aeroperil" genannt wird.
Die Gesetze sind in allen Dingen die gleichen.
Der Lehrer trägt zuweilen eine Maske.gegen das Gas.
Natürlich ist die Wirkung des Giftes nicht immer dieselbe.
Doch empfindliche Apparate reagieren darauf.
Kälte verringert die Wirkung der Gase beträchtlich.
24. Es ist möglich, daß einige nicht zustimmen werden, Prophezeiung anzunehmen, und sagen
werden: „Ich kann allem beipflichten, mit Ausnahme von Prophezeiungen." Antwort: „Dann laßt uns
dieses Wort vergessen.
Die Verordnungen der Unsichtbaren Regierung werden bedeutungsvoller für Euch sein.
Euer modernes Herz zieht moderne Ausdrücke vor.
Wir bestehen nicht auf Worten.
Für Uns ist es wesentlicher, daß Ihr die Wirkungen dieser Verordnungen erlebt, daß Euer Gehirn sich
daran erinnert, daß eine solche Unsichtbare Internationale Regierung existiert.
Euch berührt das Wort Prophezeiung als zu unwissenschaftlich in Euren Wörterbüchern, doch
sklavische Gewohnheit wird Euch zur Hilfe kommen, die genaue, Bedeutung der Verordnung zu
klassifizieren.
Und der Ausweg des Verschwörers wird Euch helfen, die Existenz einer Unsichtbaren Regierung
anzunehmen.
Außerdem wird das Zusammenfallen von Tatsache und Wirkung Euren Respekt hervorrufen.
„Wir betreiben keine Haarspaltereien mit einem Ausdruck, sondern bringen eine nützliche Handlung
zum Abschluß.
Es ist an der Zeit, biblische Ausdrücke durch genaues Verständnis zu ersetzen.
Ein Talisman in der Tasche hat keinen großen Wert für die Regierung.
Hingabe tut not, die durch bewußte Handlung erprobt ist.
Ihr gedachtet, Uns auf dem Gebiet der Terminologie zu besiegen, doch Ihr habt eine Verordnung
hervorgerufen, und Wir bitten Euch, ihre Resultate zu beachten.
Hütet Eure Worte und Gedanken.
Wir schätzen den Heldenmut der Kühnheit; aber die List der Mittelmäßigkeit wird von der Regierung
verachtet."
25. Bei jedem chemischen Experiment kommt ein Augenblick der günstigen Reaktion, nach dem die
Auflösung der Substanz beginnt - dies ist der Augenblick des schöpferischen Erfolges.
Daher sollte man nicht aus dem Niedergang Roms auf das Mißgeschick des Numa Pompilius
schließen.
Es handelt sich einfach darum, daß die Essenz ihre Elektronen verloren hat.
So wird es stets bei allen evolutionären Handlungen sein.
Die Menschen verstehen gewöhnlich den Augenblick des Erfolges nicht.
Sie glauben, daß der Bau unaufhörlich emporsteigen sollte, über alle Gesetze des Auf baus hinaus.
Es ist unrichtig zu glauben, daß das vergangene Experiment Meines Freundes hätte erfolglos sein
können.
Die Stufen eines neuen Bewußtseins sind fest gelegt.
Ebenso ist auch der Pfad, den Wir jetzt verfolgen, erfolgreich angelegt.
Dort, wo die Massen nur Scharlatane wahrnehmen, nähert Euch aufmerksam.
Denkt daran, daß Buddha und Christus mit diesem Titel beehrt wurden.
26. Ihr fragt oft, wie man die angedeutete Freude mit dem unerfreulichen Herantreten an Menschen
vereinbaren kann.
Wahrlich, jeder Lehrer freut sich über die grenzenlose Schönheit der fernen Welten und leidet unter
der verkümmerten Dummheit verkörperter Zweifüßler.
Kann man ihnen den Schlüssel zu jenen fernen Welten geben? Jenseits dieser steinernen Last der
Dummheit müssen sie noch durch den giftigen Schleim des Zweifels und den Schrecken des Eigendünkels
hindurchgehen.
Dann wird ein großer Holzklotz auf ihr Genick fallen, und während sie die Treppe hinunterfallen,
werden diese Schnecken davon träumen, sich wenigstens an die unterste Stufe anzuklammern.
Aus diesem schwankenden menschlichen Geist könnte man lehrreiches Kinderspielzeug verfertigen.
Wahrlich, Schnecken haften fester an ihrem eigenen Haus.
Außerdem fangen Schnecken keine sinnlosen Kriege an.
27. Heimatlosigkeit ist ein notwendiges Kennzeichen des Lehrers.
Der Lehrer hat eine Wohnstätte, aber kein Heim.
Der Lehrer nimmt am Leben teil, aber zeigt keine Herkömmlichkeiten.
Der Lehrer verschönert ein Gespräch, aber verlängert es nicht.
Er bemitleidet, aber wehklagt nicht.
Der Lehrer verteidigt, aber gestikuliert nicht.
Der Lehrer bestätigt, aber Er ist nicht verwirrt.
Er warnt, aber zögert nicht.
Wenn es nottut, vernichtet Er, aber Er verwundet niemals.
Er ist dankbar, aber vergißt nicht.
Er beurteilt die Motive, aber zeigt keine Schwäche.
Vorsichtig schützt Er, aber Er unterdrückt nicht.
Er fürchtet Sich nicht, aber Er ist nicht leichtsinnig.
Und so achtet den Lehrer hoch, Der für das Wachsen des Geistes offenbart wird.
Bewußt muß der Geist genährt werden.
28. Hatha Yoga kann nicht als eine unabhängige Form angesehen werden.
Das Wachsen des Geistes wandelt ihn in Raja Yoga um.
Es ist unmöglich, irgendjemand zu nennen, der das Ziel durch Hatha Yoga erreicht hat.
Außerdem können die Fertigkeiten, die durch Hatha Yoga erlangt worden sind, sogar in der
Astralebene Schaden anrichten, weil der Astralkörper besonders betont wird.
Die Fakire können sich an die Astralebene anpassen und unwissentlich den Aufstieg der Gedanken
schwächen.
Sogar ein bewegungsloser Mensch, der meditiert, kann Höheres erreichen, denn der Gedanke ist der
Raja von allem, was existiert.
Schönheit wird durch den Gedankenblitz geboren.
Wahrlich, ein entflammter Bhakti kann mit einem Gedanken neue Welten entzünden.
Und die Stufe eines Jnana wird nur das Lächeln eines Raja-Bhakti sein.
Darum sind Hatha und Jnana allein nicht hinreichend.
Welcher Weise der Weisheit möchte nicht der Herr der Liebe sein?
29. Bestätigt Unsere Lehre als Euren Zufluchtsort.
Laßt den Atem der Erneuerung Euer ganzes Wesen erfüllen.
Die Bedeutung der Gemeinschaft ist in der alleinigen Vorstellung von der Weltentwicklung enthalten.
Selbst die Austeilung der niedrigen, materiellen Wohltaten wird sich aus dem Verständnis für die
höchste Bestätigung ergeben.
Unwichtig sind die Gedanken betreffs der niedrigsten, materiellen Wohltaten.
Man sollte auch die Gedanken über Quantität hinauswerfen und nur nach Qualität streben.
Über das Verdienst der Qualität und die Unwürdigkeit des Zweifels muß man unaufhörlich reden.
30.
Nachdem einer Unserer Mitarbeiter ein längeres chemisches Experiment vollendet hatte, das eine
schwere Verantwortung auferlegte, rief ein Kind aus: „Wie schön er mit den Gläsern spielt!" Wenn wir
einen Menschen sehen, der einen Berg besteigt, würde uns der Gedanke kommen, daß er zum Lehrer eilt?
Wenn wir einen Holzhacker beobachten, wissen wir, welche Stufe des Hauses er verstärken wird? Wenn
wir einer Frau begegnen, die Wasser trägt, wissen wir wessen Durst sie löschen wird? Wenn wir eine
verriegelte Tür sehen, können wir wissen, wer zuerst hindurchgehen wird? Wenn wir einen plötzlichen
Donnerschlag, hören, wissen wir, wohin der Blitzstrahl fuhr? Doch die Menschen sind sicher, daß jemand,
der sich niederbeugt, einen Stein aufnimmt, um zu morden.
Sie wissen, daß derjenige, welcher rittlings auf seinem Pferd sitzt, mit einer Verleumdung eilt.
Sie wissen, daß jener, der laut ruft, eine Lüge ausspricht.
Sie wissen, daß derjenige, welcher seine Hand bietet, vor Verrat brennt.
Sie nehmen an, daß jede Maßnahme ihrem eigenen Denken gemäß getroffen wird.
Ihr Armen! Wer hat Euch den Fluch des Ichs verliehen? Wo fandet Ihr das Vorurteil Eurer
Entscheidung? An welcher Kreuzung hörtet Ihr die Ausrufer der Verleumdung? Die einfache Begrüßung
scheint Euch eine Verurteilung zu sein.
Ihr hofft, daß die Berge den Drohungen der Verleumder standhalten und die Meere nicht vor Verrat
austrocknen werden.
Die Schlange des Wissens ist noch nicht geschmiedet!
31. Es ist nötig, zwischen Entrüstung des Geistes und Gereiztheit zu unterscheiden.
Das Feuer der Gereiztheit muß in zwei Arten eingeteilt werden.
Wenn Gereiztheit einen unpersönlichen, kosmischen Charakter hat, kann ihr Gift durch einen Strom
von Prana beseitigt werden.
Wenn jedoch Eingebildetheit oder Selbstbedauern die Gereiztheit verstärken, dann werden sich die
Ablagerungen des Giftes auf die Zentren niederschlagen.
Dann besteht keine Möglichkeit, es zu vertreiben; man kann es nur durch kosmisches
Wahrnehmungsvermögen abtragen.
Die Qualität des Denkens muß als ein Heilmittel erkannt werden.
Die Qualität der Dankbarkeit ist gleichfalls die feinste Reinigung des Organismus.
Wer den Samen gefunden und die Fürsorge des Senders erkannt hat, kann Dankbarkeit in den
Weltraum übertragen.
Groß ist die Heilkraft des Aussendens von Dankbarkeit.
Man muß alles Abstrakte in die Wirklichkeit umwandeln.
32. Die Internationale Regierung hat nie ihre Existenz abgeleugnet.
Sie hat sich nicht in Manifesten proklamiert, sondern in Taten, die in der offiziellen Weltgeschichte
sogar überliefert sind.
Man kann sowohl Fälle aus der französischen und russischen Revolution anführen als auch aus der
Geschichte der anglorussischen und angloindischen Beziehungen, wo eine unabhängige äußere Hand den
Lauf der Ereignisse änderte.
Die Regierung hat die Existenz ihrer Gesandten in verschiedenen Ländern nicht verheimlicht.
Natürlich verbargen sie sich selbst niemals, in Übereinstimmung mit der Würde der Internationalen
Regierung.
Im Gegenteil, sie zeigten sich öffentlich, besuchten verschiedene Regierungen und waren vielen
bekannt.
Die Literatur bewahrt ihre Namen und schmückt sie mit den Vorstellungen ihrer Zeitgenossen.
Nicht geheime Organisationen - vor denen sich die Regierungen so sehr fürchten - sondern
tatsächliche Persönlichkeiten werden auf Anordnung der Unsichtbaren Internationalen Regierung hin
ausgesandt.
Schädlich für internationale Aufgaben ist jede Verübung von Betrug.
Doch die Einigkeit von Völkern, die Wertschätzung schöpferischer Arbeit, das Wachsen des
Bewußtseins, werden von der Internationalen Regierung als unaufschiebbare Maßnahmen bestätigt.
Und wenn man die Maßnahmen dieser Regierung verfolgt, wird man sie nicht der Untätigkeit
beschuldigen.
Die Tatsache der Existenz dieser Regierung unter verschiedenen Namen ist wiederholt in das
Bewußtsein der Menschheit eingedrungen.
Jede Nation wird nur einmal gewarnt.
Gesandte werden nur einmal in jedem Jahrhundert ausgeschickt - dies ist das Gesetz der Arhats.
Die Handlungen der Unsichtbaren Regierung entsprechen der Weltevolution.
Daher bilden exakte mathematische Gesetze die Voraussetzung für ihre Entscheidungen.
Kein persönlicher Wunsch kommt in Frage, sondern es handelt sich um die unveränderlichen Gesetze
der Materie.
Ich wünsche nicht - Ich weiß! Und daher ist eine Entscheidung selbst inmitten der stürmischen
Strömung immer noch unwandelbar.
Man kann den Berg von Norden oder von Süden her besteigen, doch der Aufstieg selbst bleibt
unverändert.
33. Die Phänomene, an denen Ihr teilgenommen habt, forderten Ruhe.
Außerdem mag man die Notwendigkeit für eine gewisse Spannung bemerkt haben.
Dieser Umstand führte eine Energieansammlung herbei, die mit derjenigen verglichen werden könnte,
die in einem Hydranten wirkt.
Darum wäre es richtiger zu sagen, daß eine gesättigte Ruhe für die Offenbarung von Phänomenen
erforderlich ist.
34. Das Streben ist während des Wachsens des Bewußtseins genau im Zentrum des Sonnengeflechts
konzentriert.
Sollte das Streben seine zuständigen Grenzen überschreiten, dann ist der sogenannte feurige Tod
unvermeidlich.
Ein unkultiviertes Bewußtsein kann die Wirkungen des Strebens ertragen, aber der weitere Aufstieg
verlangt, daß der Schatz vorübergehend in ein geschütztes Schatzkästchen gelegt wird.
Jeder Gedanke präzipitiert seine Ablagerungen auf die Wände der Kanäle des Nervensystems.
Je vollkommener das Streben, desto phosphorhaltiger sind die Sedimente.
Dann ist der einzige hinreichend geschützte Ort für diesen Brennstoff das Sonnengeflecht, das die
Ablagerungen allmählich von den Hilfskanälen aufsaugt.
Zuweilen kann solche Aufsaugung so stark sein, daß sie sternförmige schmerzhafte Empfindungen
verursacht.
Dann muß der Lehrer einen kühlenden Strahl anwenden, der dazu beiträgt, die Sedimente von den
Extremitäten zum Zentrum hin zu ziehen.
Dies alles ist ein Prozeß des Wachsens des Bewußtseins.
Über dreijährige Stufen kann man das Schärfen der Aufnahmefähigkeit verfolgen.
Dieses Stadium fordert die Erhaltung des Schatzkästchens für die nächste glückliche Verausgabung.
Laßt uns das Gesetz des Lebens hüten, das die Leiter der Schönheit und der Glücklichkeit
entlangführt.
35. Wenn man über die Nützlichkeit eines Menschen spricht, so bedeutet das nicht, daß man ihn als
eine Säule der Lehre bezeichnen sollte.
Man muß die Dinge notgedrungen so nehmen, wie sie in Wirklichkeit sind, weil Übertreibung ihrer
Natur nach der Unterschätzung gleichkommt.
Man darf niemanden gewaltsam in den Himmel ziehen.
Zur festgesetzten Stunde kann der Blinde wieder sehen.
Es ist nützlich, auf den Maßstab der Lebensordnung hinzuweisen, damit der Niedrigste die Logik
technischer Anwendungen erkennen und überflüssigen Unrat vermeiden kann.
Aber es ist nicht nötig, die Menschen gewaltsam zu waschen.
Beachtet die Nützlichkeit jedes Boten und legt die Last eines Kameles nicht auf einen Esel.
36. Jede Bewegung des Bewußtseins muß zum Strom der Evolution gelenkt werden.
Jede Lebensstufe muß als untrennbar von Vollkommenheit betrachtet werden.
Eine erstarrte Form mag geeignet für Vervielfältigung sein, aber die Flut sendet niemals eine gleiche
Welle.
Schlaf oder Wachsamkeit, Arbeit oder Ruhe, Bewegung oder Bewegungslosigkeit führen uns alle in
gleicher Weise der Erfüllung des Lebensplanes entgegen.
„Es ist wie gefallenes Laub", sagen die Ängstlichen.
„Es ist wie Samen für die Aussaat", sagen die Weisen.
„Es ist wie Lichtpfeile", sagen die Wagemutigen.
Wer von dem Geräusch des reißenden Stromes in Schrecken versetzt wird, ist noch nicht im Geist
geboren.
Wer auf der Woge schwebt, kann an die fernen Welten denken.
37. Antwortet, wenn Ihr die Fähigkeit zur Aufnahme Eurer Antwort erblickt.
Häufig setzt ein Fragender Eure Antwort nicht voraus.
Dann ist es nötig, einen passenden Akkord zu entdecken, ehe man den Gedanken in eine neue
Richtung sendet.
Es ist falsch zu glauben, daß ein Strom, der den Gedanken abschneidet, weniger gefährlich ist als ein
Messer, das eine Arterie durchschneidet.
Wir dürfen den Gedanken eines Menschen nicht unterbrechen, sondern müssen durch das Nähren des
Nervensystems das neue Lebensblut einflößen.
Jedes beantwortende Wort sollte kein Nagel zu einem Sarg sein, sondern der Strahl des Arztes.
Eine aufgeschobene Antwort kann in Gestalt von Ratschlägen kommen.
38. Wer sich der Zusammenarbeit nähern möchte, sollte Verständnis zeigen.
Sagt dem Arzt: „Man kann bei der Anwendung von Moschus, Baldrian und Zedernteer Findigkeit
zeigen.
Man kann Beobachtungsfähigkeit zur Schau tragen, wenn man den Fluß des Lebens beschreibt.
Man kann Standhaftigkeit zeigen, wenn man ohne Zweifel und ohne Vorurteile zum Lehrer strebt."
Durch die Beweise des Lebens kann man die Qualität von Errungenschaften demonstrieren.
Und Wir werden jeden Grad von Errungenschaft wertschätzen.
Jede Stunde kann ihre neue, unabdingbare Möglichkeit bringen.
Offensichtliches Vorrecht kann durch offensichtliche Offenbarung erlangt werden derart gesetzmäßig
sind die Errungenschaften festgelegt.
39. Es ist falsch zu glauben, daß es leicht ist, auf Erden etwas zu verlieren.
Es ist sogar noch schwerer, zu finden.
Die Definition eines Verlustes setzt etwas Erworbenes voraus.
Alles, was erworben ist, wird hinter demjenigen herschleppen, der es erworben hat.
Zuweilen ist es unmöglich, materielle und abstrakte Besitztümer loszuwerden.
Darum raten Wir, Besitztümer mit vollem Verantwortungsbewußtsein anzunehmen.
Hieraus geht die erhabene Qualität von Gegenständen und Gedanken hervor.
Zerlumpte Überreste hinter sich herzuschleppen, ist beschwerlich.
Wie sollte man sich von den Geschwüren der Gedanken der Feigheit und des Verrats befreien? Man
kann die Aura nicht mit Zedernteer heilen.
Man muß die Geschwüre mit der Flamme des Schocks ausbrennen und den Mut finden, den Schmerz
zu ertragen.
Aber wie soll Mut aus Feigheit entstehen? Schrecken rüttelt den Feigling auf, aber für Uns ist
Schrecken gänzlich unzulässig.
Ihr, die Ihr Erwerbungen anhäuft, - erwägt ihre Qualität.
40.
Der Blinde träumt von Belohnung.
Doch wenn er sehen könnte, dann würde er erstaunt sein zu erkennen, daß alles Selbstvergeltung ist.
Wenn ein Mensch in seinem Bewußtsein emporsteigt, bewegt er sich voller Freude, und der Gedanke
an Belohnung würde ihn zu Knechtschaft verurteilen.
Tatsächlich gibt es viele Sklaven.
Dies sind gerade diejenigen, welche die sklavische Unterwürfigkeit ihres Geistes unter einer eisigen
Undurchdringlichkeit und einer scheinbaren Entsagung dessen, was sie nicht besitzen, verbergen möchten.
Jeder, der entlohnt wird, ist bereits ein Sklave.
Nur durch ein freies Bewußtsein, dem es an Eigendünkel und Selbstverachtung mangelt, kann die
Evolution aufgebaut werden.
Der Hammer des Geistes ist die würdigste Waffe der Errungenschaft.
41. Die Brücken, welche die Stufen des sich erweiternden Bewußtseins überspannen, existieren
jenseits der Tagesereignisse.
Es ist falsch, irgendwelche äußeren Konstellationen abzuwarten; die Arbeit der Schlange des
Sonnengeflechts fließt unabhängig.
Nur eine besondere Reaktion auf die atmosphärischen Zustände begleitet diese innere Arbeit.
Die Dichte der umgebenden Atmosphäre kompliziert die Arbeit des Nervensystems.
Darum ist Ruhe als heilende Bedingung erforderlich.
42. Man sollte drei Gruppen von Medizin unterscheiden - Lebensspender, Erhalter und
Wiederhersteller.
Überlassen wir die vierte Gruppe - die Zerstörer - unseren Feinden.
Wir wollen uns zunächst den Lebensspendern zuwenden, weil sie in erster Linie auf das
Nervensystem einwirken.
Die Nervenzentren und die Sekretionen der Drüsen deuten die zukünftige Tendenz der Medizin an.
Durch diese Bereiche wird die Menschheit die feinste Energie entdecken, die wir der Vereinfachung
halber noch Geist nennen.
Die Entdeckung der Ausstrahlungen dieser Energie wird den nächsten Schritt in der Entwicklung der
Kultur darstellen.
Die Metallisierung in der Kultivierung von Pflanzen wird nützliche Sekretionen der Wurzeln ergeben.
Darum ist es notwendig, die Aufmerksamkeit wieder einmal dem Pflanzenreich zuzuwenden.
Überdies beobachtet die Nährwerte von Gemüse und Getreide, Ihr werdet sehr erstaunt sein.
Der Mangel an Urteilskraft in der Wahl der Ernährung des Menschen ist erstaunlich.
Ich spreche über die Qualität.
43. Der Schüler darf nicht gequält werden, noch darf der Lehrer ein Tyrann sein.
Es wird jedoch in Übereinstimmung mit Handlungen eine Erkenntnis der Hierarchie verlangt, und der
freie Wille muß mit der Annahme des Lehrers in Einklang gebracht werden.
Die schwache Intelligenz ist gewöhnlich verwirrt.
Natürlich widersprechen die Bedingungen und Begrenzungen der Bedeutung der Freiheit in ihrem
üblichen Sinn.
Aber durch Kultur und Verwirklichung der Zieltauglichkeit wird der große Begriff Lehrer gebildet.
Die Bedeutung des Begriffs Lehrer zu erfassen, wird das Durchschreiten der ersten Pforten der
Evolution darstellen.
Man sollte keine überirdischen vorgefaßten Meinungen in den Begriff Lehrer hineinbringen.
Er sollte Derjenige sein, Der die besten Ratschläge im Leben gibt.
Dieser praktische Sinn wird Wissen, Schöpfung und Unbegrenztheit umfassen.
44. Sagt nicht: „Ich kann mich nicht erinnern." Sagt: „Ich habe es nicht beobachtet." Verurteilt nicht
das Gedächtnis, sondern werft rasch einen Blick zurück auf das schwache Beobachtungsvermögen.
Die Menschen fallen eher die Treppe hinunter, als auf die Stufen zu achten.
Sagt nicht: „Ich weiß es nicht." Sagt: „Ich habe es noch nicht gelernt." Weder Alter noch Gesundheit,
noch die Lebensumstände rechtfertigen das trübe „Ich weiß es nicht".
Kühnheit im Leben ist von Lerneifer erfüllt.
Sagt nicht: „Ich habe mich entschieden." Sagt: „Dies scheint zieltauglich zu sein." Es ist leicht, die
Zieltauglichkeit zu vergrößern, aber seine Entscheidung zu ändern, ist unwürdig.
Vor allem ruft nicht beharrlich Unglücklichkeit hervor, wie es gewöhnlich geschieht.
45. Man sollte den Menschen in entscheidender Weise sagen, daß die Neue Welt ins Dasein
gekommen ist.
Die Menschen sind nicht bereit, ihren Platz in den Aufgaben der Schöpfung zu übernehmen.
Es ist falsch zu glauben, daß widerrechtliche Besitzergreifung mit dem Auftrag der Neuen Welt
verbunden werden soll.
Ob es sich nun um die Eroberung von Ländern handelt oder um eine spezielle Menschenklasse, dies
gehört einem aussterbenden Denken an.
Im Evolutionsprozeß kann man nur den Aufstieg des Bewußtseins in Betracht ziehen, der auf der
Freiheit der Möglichkeiten begründet ist.
In den Evolutionsperioden der Menschheit kann man das Erscheinen von Epochen der
Bewußtseinsverstärkung beobachten.
Laßt uns nicht verschweigen, daß gerade jetzt ein Buch von Entdeckungen und vom Licht des
Wagemutes vor der Menschheit aufgeschlagen worden ist.
Diese gereifte Frucht der dornigen, mühseligen Arbeit der Arbeitsgemeinschaft ist bereit, vor Samen
zu bersten.
Kann man diese Frucht mit einem Schwert spalten, oder durch Schrecken oder kriechende Feigheit
zerquetschen, oder kann man sie sich durch verräterische List aneignen? Nein, nur die Einheit des
Bewußtseins und die Auslegungen des Wissens werden der Menschheit die Gabe einer neuen Rasse
verleihen.
Der Antrieb dazu wird nicht durch kosmische Offenbarungen aufgebracht, sondern durch den
Gedankenstrom.
Wir werden das festgesetzte Datum nicht verpassen, wenn die Gedankenblitze die Lösung für die Welt
liefern können.
Wir schlagen der Menschheit vor, nicht nur zu denken, sondern auch den astrochemischen Augenblick
des Planeten zu erkennen, wenn Gedanken die Atmosphäre als ein chemischer Bestandteil verstärken.
Auf jeden Fall werden die Gedanken über die Stirnen der Skeptiker hinweggleiten, bis die Bedeutung
von den Ausstrahlungen der Gedanken erkannt wird.
Aber der Augenblick wartet nicht!
46. An gewissen Symptomen kann man die emporsteigenden und verfallenden Nationen erkennen.
Die Nation, die vor ihrem Aufstieg steht, träumt von einem Helden.
Doch für die altersschwache Nation erscheint die Idee von einem Helden ermüdend und zwecklos.
Obgleich diese Nation mit Gold überschüttet und ihre Eingebildetheit noch leidenschaftlich sein mag,
so wird Errungenschaft doch untauglich für sie sein.
Der Eifer wahren Wagemutes ist aus den Mauern der Stadt der Vernunft fortgegangen.
Jeder erinnert sich an die Kinder, die das Heim auf der Suche nach Glück verließen; und die Märchen
aller Zeiten gewähren diesen Kindern Glücklichkeit.
47. Die Menschen sind nicht abgeneigt, von Veränderungen in den grundlegenden Funktionen des
Organismus zu träumen.
Das Prinzip der embryonalen Konzeption, die Zersetzung der Materie, die Imponderabilien der
Körper, bewußt hervorgerufene Materialisation und andere physische Neuerungen werden sogar in
kirchlichen Schriften besprochen.
Es könnte den Anschein haben, daß der Horizont der Möglichkeiten sich von frühester Kindheit an
erweitert und im Laboratorium der exakten Wissenschaften bekräftigt werden sollte.
Aber gerade hier stellt die Unvollkommenheit der Rasse ein Hindernis in den Weg.
Der kühne Forscher, der sich der exakten Wissenschaft weiht, wird ein gewöhnlicher Erdenbürger und
beginnt, die Sitten seines Großvaters nachzuahmen.
Wir sahen, wie sich die rote Flamme der Empörung in den Rauch des Herdes verwandelte.
Wir zählten die Banner des Lichts, die neu genäht wurden, um Stufen des Vorurteils zu bilden.
Wir wurden dessen gewahr, daß erhabene Gebäude als Basare benützt wurden.
Ängstliche Unwissenheit hat ihre Netze gewoben und vor allem gefürchtet, sich von den sumpfigen,
mit verwesten Knochen bedeckten Küsten abzustoßen.
Das Studium der Evolution zeigt, daß die menschliche Ängstlichkeit vor dem Rassenwechsel stärker
wird.
Aber das Datum naht, und diejenigen, welche nicht schwimmen gelernt haben, müssen ihr gerüttelt
Maß an Salzwasser schlucken.
Laßt uns die Sprünge der Wagemutigen beobachten.
48. Es ist nötig, die Pilger eilends darauf vorzubereiten, die Lehre zu verstehen.
Die einfachste Handlung, die der Vervollkommnung im Leben dient, wird ihnen helfen, den
ungewöhnlichen Weg zu verfolgen.
Zweckmäßigkeit wird sie dazu bewegen, nach Schönheit zu suchen.
Das Leben selbst wird die Anforderungen der Zieltauglichkeit offenbaren.
Eine einfache Erklärung kann Vertrauen zu ihrer Erfüllung schenken.
Je leichter, desto schneller, je nützlicher, desto besser werden sie sich nähern.
Der Wagemut des ungebundenen Menschen ist nicht abstrakt.
Der Mut des Vogels, der über das Meer fliegt, bietet ein Beispiel für die Menschheit, obgleich
niemand die Schwalbe für einen Helden hält.
Trotzdem lüftet Eure Speicher und Eure Mauern.
49. Sie werden fragen: „ Wer gab Euch das Recht zu wagen?" Sagt: „Wir wagen nach dem Recht der
Evolution.
Das Recht der Evolution ist unserem Herzen in Flammen eingeprägt.
Uns kann die Wahrheit von der Unabänderlichkeit des Aufstiegs nicht verweigert werden.
Inmitten der Massen und in der Einsamkeit kennen wir unser unabdingbares Recht.
Wir können bestätigen, daß nur der Blinde die Richtung der Evolution nicht wahrnehmen kann.
Wenn jedoch die Tür des Wissens deutlich gekennzeichnet ist, ist es nicht schwer, aus der Dunkelheit
hinauszustreben." Wagemut! Sollte man ihn als eine beispiellose Errungenschaft verstehen? Soll Kühnheit
nicht die tägliche Mahlzeit und das Gewand jedes Gedankens sein? Werden die Gefängnismauern nicht
durchsichtig werden? Und wird nicht das Siegel der geheimen Pergamentrolle für den Wagemutigen
schmelzen? Wenn Wir zu Wagemut raten, bieten Wir den einfachsten Weg an.
Das Herz kennt die Wahrheit dieses Weges.
Gegenwärtig kann man auf keinen anderen hinweisen.
Offenbart Wagemut!
50.
Wann werden die Menschen die Bedeutung von Gedanken und Worten verstehen? Noch immer
schreiben die Menschen dem Verschütten eines Sackes wertloser Samen größere Bedeutung zu als dem
Erguß zerstörender Worte.
Jedes Nagetier kann die Samen auflesen, aber selbst ein Arhat darf die Folgen von Gedanken und
Worten nicht aufheben.
Wenn die Menschen eine Seereise antreten, nehmen sie nur ausgewählte Sachen mit; aber sie sind
nicht bereit, den Sinn und die Folgen in ihrer Sprache zu erkennen.
Wir drohen nicht, aber Rauch kann sich im Busen zeigen.
51. Es ist richtig, sich daran zu erinnern, daß Arbeit bei Uns nur eine einzige Richtung hat - diejenige
der rechten Entsprechung und der Zieltauglichkeit.
Der Verräter des Pfades ist einfach dieser Eigenschaften beraubt, und sein Schicksal ist das eines
Kätzchens auf See.
52. Das Wort Reue existiert nicht im Senzar-Wörterbuch.
Es ist durch einen Ausdruck ersetzt, der Euch bekannt ist - intelligente Zusammenarbeit.
Erwägt die erforderliche Heuchelei in der Definition der Reue.
Es ist am einfachsten, den Menschen das Wesen der Reue an einem Beispiel in der Medizin zu zeigen.
Durch die Entstellung von Gedanken verwundet der Mensch seinen Bruder; doch weder Worte noch
Gedanken können die Wunde heilen.
Durch beharrliches Bemühen wird man das zerrissene Gewebe heilen müssen.
Für die Wiederher- Stellung von Zieltauglichkeit muß man eine weise Zusammenarbeit zeigen.
Die Folge einer Tat kann nur durch eine Tat geheilt werden.
Keine aus Worten bestehenden Erklärungen, keine Eide sind von Bedeutung.
Wer seine Torheit erkannt hat, kann sie durch ein gesundes Urteil ausgleichen.
Durch vernünftige Zusammenarbeit kann man die Torheit ableiten.
Einem reuigen Sünder für eine Gebühr Absolution zu erteilen - ist es nicht das abscheulichste
Verbrechen? Ist diese Bestechung der Gottheit nicht schlimmer als die anfänglichen Formen des
Fetischismus? Licht muß von allen Seiten auf dieses erschreckende Problem geworfen werden.
Sonst wird das menschliche Linnen sehr schmutzig bleiben.
53. Man muß sich auch wieder dem Schlangengift des Zweifels zuwenden.
Es gibt zwei Arten des Zweifels: Die eine rollt sich in ihrem Lager auf, im Dunkeln, unbewegt lieh
und stachlig.
Die andere kriecht, gleitet und windet sich beständig.
Die erste Art ist gewöhnlich die Eigenschaft der Jugend; die zweite die des hohen Alters.
Die Grundlage ist nicht so sehr Furcht als die Täuschung in der Natur des Menschen.
Die Menschen fügen diese Eigenschaften ihren augenblicklichen Urteilen hinzu, wobei sie sich ihre
eigenen früheren Täuschungen ins Gedächtnis zurückrufen.
Obgleich der Mensch sich nicht der Selbstprüfung hingibt, urteilt er doch durch sich selbst.
Versucht, den Zweifel beim Schwanz zu packen.
Bindet Eure Füße nicht mit solchen getüpfelten Riemen.
Wahrlich, es ist leichter eine Schlange in Eurem Busen zu ertragen, als durch die Boa constrictor des
Zweifels erwürgt zu werden.
54. Eilt, das Bewußtsein der Neuen Welt zu offenbaren.
Sagt Euch los von Euren Erinnerungen.
Kann der Wagenlenker, der vorwärtsfährt, beständig zurückblicken?
55. Wahrlich, teilt die Welt weder in Nord und Süd ein noch in Ost und West.
Doch überall unterscheidet zwischen der alten Welt und der Neuen.
Die alte Welt findet in allen Teilen der Erde Zuflucht.
Auch die Neue Welt wird überall geboren, über alle Grenzen und Umstände hinaus.
Die alte Welt und die Neue Welt unterscheiden sich durch ihr Bewußtsein, aber nicht durch äußere
Zeichen.
Alter und Umstände sind bedeutungslos.
Rote Banner werden oft von Händen der alten Welt emporgehoben, die voller Vorurteile sind.
Oft schlägt ein Herz in der Einsamkeit, erfüllt von den Blitzen der Neuen Welt.
Unausweichlich vor unseren Augen, teilt sich die Welt.
Unerfahren, aber voller Wagemut, wächst das neue Bewußtsein.
Trotz ihrer Erfahrung ermatten die alten Gedanken.
Es ist keine Macht vorhanden, die den Ozean der Neuen Welt eindämmen könnte.
Wir bedauern die zwecklose Energieverschwendung des sterbenden Bewußtseins.
Wir lächeln dem Wagemut derer zu, die das Recht erkennen, neue Errungenschaften zu entwickeln.
Jeder Fehler, der um der Neuen Welt willen begangen wird, wird zu einer Blume der Tapferkeit.
Jede Bemühung, die alte Welt geschickt vor Vergessenheit zu bewahren, bleibt ein Skelett des
Schreckens.
Die alte Welt wies die Mutter der Welt zurück, aber die Neue Welt fängt an, Ihren strahlenden
Schleier wahrzunehmen.
56. Es ist angemessen, die Gefahr der aufs äußerste angespannten Wellen in den niederen Schichten
unserer Atmosphäre zu erkennen.
Ein einseitiges Bewußtsein kann eine beispiellose Katastrophe bewirken.
Der Zusammenstoß von Schall- und Lichtwellen kann ernstliche Gehirnstörungen hervorrufen.
Wohin kann man sein Bewußtsein lenken? Wahrhaftig, zur Wirklichkeit der Unbegrenztheit.
Es bedeutet, daß es an der Zeit ist, von den groben Schichten der Materie zur Erforschung der
subtilsten Energie überzugehen.
57. Laßt uns die Legende vom Gral ins Gedächtnis zurückrufen.
Titurel, der sich der Lehre weihte, erhielt die Macht des Lichtes.
Sein Nachfolger, der in Dunkelheit versunken war, blutete aus einer nicht heilenden Wunde.
Zur Erinnerung an würdigere Tage wurden die Überreste Titurels vor aller Augen enthüllt; die Worte
des großen Verstorbenen wurden wiederholt.
Trotzdem erlosch der Kelch der Wahrheit.
Die Ankunft eines neuen Helden war nötig, um den Kelch der Wahrheit von Titurels unwürdigem
Nachfolger wiederzugewinnen.
Und dann wurde das Feuer der Welt wieder entzündet.
Diese Legende ist im Westen sehr gut bekannt, aber sie wurde ursprünglich im Osten ersonnen.
Entspricht sie nicht einem gewissen zeitgenössischen Fall?
58. Man kann Helden Tribut zollen, aber jede Stunde bringt ihr eigenes Urteil.
Die Erosion an einer Felsschicht enthüllt neue Goldadern.
Reißt den Tempel eines anderen nicht nieder, wenn Ihr nicht sofort einen neuen Tempel am gleichen
Ort errichten könnt.
Der Platz des Tempels darf nicht leer stehen.
Um die Eigenschaften Gottes auszudrücken, hat die Menschheit viele Ausdrücke erfunden.
Jeder Begriff verlängert den Faden des Wissens.
Im Osten gibt es keine Pforten, auf denen der Name der Höchsten Vorstellung nicht eingraviert
werden darf.
Wahrhaftig, man kann die Gebiete des Ostens nicht ohne Wissen betreten.
Wir sollten nicht vergessen, daß der Osten seine Gebote auf den Steinen eingemeißelt hat.
59. Die Länge der Lehre steht in umgekehrtem Verhältnis zum Ausmaß des Bewußtseins.
Je weiter das Bewußtsein, desto kürzer die Formel.
Für die Nahestehenden genügt ein Wort oder sogar ein Buchstabe.
Der erste Befehl ist wie Donner - der letzte erfolgt schweigend!
60.
Wie großartig ist das Spiel der Mutter der Welt! Sie winkt Ihre Kinder aus fernen Bereichen heran.
„Eilt, Kinder! Ich wünsche euch zu lehren.
Ich habe scharfe Augen und aufmerksame Ohren für euch bereit.
Laßt euch auf Meinem Gewand nieder.
Lernen wir, uns emporzuschwingen!"
61. Ihr denkt richtig über die mannigfaltigen Reaktionen der menschlichen Ausstrahlungen auf ihre
Umgebung.Ein überzeugendes Beispiel ist in der Wirkung eines Menschenwesens auf Tiere und Pflanzen
zu finden. Gebt einem Menschen ein Her oder eine Pflanze, und Ihr könnt die Veränderung in ihrem
Zustand bemerken, der die Charakterlage des Menschen offenbart, der ein Zerstörer der Lebensenergie ist.
Wie ein Vampir kann ein Reiter ein Pferd erschöpfen, oder der Jäger einen Hund, oder der Gärtner
eine Pflanze. Sucht die Ursache hierfür in den Ausstrahlungen des Menschen.
Beobachtet und zeichnet die Geschichte der Geisteskrankheit auf.
Die Wurzeln von dem, was physisch sichtbar ist, sind in weit zurückliegenden Ansammlungen
verborgen.
Ich rate, Menschen mit ungesunden Ausstrahlungen gegenüber kalt zu sein.
Die Behandlung mit Kälte wird sie schneller stärken.
Haltet diese kühle Therapie nicht für Grausamkeit, denn Wir gebieten Euch, allen, die anklopfen, die
Tür feinfühlig zu öffnen.
62. Lernt, daß Ihr nur das in die Astralebene hinüberbringt, was Ihr erworben habt.
Unwissenheit bleibt so wie sie ist.
Man kann nur das erhalten, was man zu wünschen gelernt hat.
Es ist fast unmöglich, dort einen neuen Horizont des Bewußtseins zu erlangen.
Darum sammelt einen Bewußtseinsvorrat an, damit Ihr nicht in einem schäbigen Gewand zu wandeln
braucht.
63..
Wenn Ihr Wiederholungen in der Lehre bemerkt, so bedeutet es, daß Ihr neue Einzelheiten finden
könnt, oder daß ein Befehl, der noch nicht völlig im Leben angewandt wird, betont werden muß.
Man sollte daran denken, daß die Nützlichkeit der Anwendung von Prana auch einer ganzen
Arbeitsgemeinschaft zugute kommen kann.
Prana kann nicht nur für eigenen Gebrauch angewandt werden, man kann auch einen Teil seines
Vorrats vermittels der psychischen Energie auf andere übertragen.
In alten Zeiten wurde ein kranker Körper von gesunden Körpern umgeben, um ihn zu kräftigen.
Aber eine solche Blutsaugerei sollte nicht einmal angedeutet werden.
Von ganz anderer Bedeutung ist bewußte Übertragung, freiwillig und wohlwollend, nicht nur auf
einen einzigen Menschen, sondern sogar auf mehrere gleichzeitig, wenn man es versteht, die
Übertragungen einsichtsvoll zuzumessen.
Ein wichtiges Ergebnis wird bewirkt, wenn materielle Wohltat durch psychische Energie übertragen
wird.
Wägbare Substanz wird durch unwägbare Energie übertragen.
Dies ist keine Suggestion, sondern eine konkrete Sendung.
64. Unsere Brüder können Ihr persönliches Erscheinen mit verhülltem Antlitz machen.
Wenn das Gesicht verschleiert ist, dürft Ihr davon überzeugt sein, daß diese Persönlichkeit sich auf ein
längeres Experiment konzentriert, das die Fixierung des Auges erforderlich macht.
Wenn die Gestalt einer Frau ein verhülltes Antlitz hat, so bezieht sich diese Offenbarung auf die
Mutter der Welt.
65. Wenn ein sehr einfacher Mensch Euch fragen sollte, was der Zweck der Lehre ist, sagt: „Daß du
glücklich leben mögest!" Er soll nicht von zu komplizierten Überlegungen erdrückt werden.
Sein ganzes Wesen sollte von der Erkenntnis erfüllt sein, daß sich die ganze Lehre mit der
Verbesserung seines Lebens befaßt.
Das Verständnis für die Verantwortung mag später kommen.
Zuerst verkündet die Freude und die Verbesserung des Lebens.
66. Kann man den Menschen die Wahrheit der Evolution der Welten offenbaren, wenn sogar ihr
tägliches Brot ungewiß ist? Man muß selbst eine Anspielung auf Abstraktion vermeiden.
67. Wie kann man Hingabe erwecken? Durch Zielbereitschaft.
Wie sollte man die Qualität verbessern? Durch Ehrerbietung vor Meisterschaft.
Wie kann man Schöpfung hervorrufen? Durch das Verlangen nach Schönheit.
68. Laßt ein Kind seine Vorstellung von dem Neuen Land beschreiben.
Auf diese Weise kann man die Erkenntnis des Unsichtbaren verfolgen.
Erweckt in dem Kind den Impuls, seinen Traum zu verwirklichen.
Es ist die beste Aufgabe für Kinder.
Später laßt es ein gewöhnliches Stück Granit beschreiben.
Dies wird seine Findigkeit auf die Probe stellen.
Vielleicht wird der Stein ihm eine Vorstellung von den Bollwerken der fernen Welten geben.
Aus dem Gewöhnlichen kann man die Funken der Schönheit hervorrufen.
69. Viele Male werdet Ihr die übliche Formel hören: „Ich bin fortgegangen und wieder
zurückgekehrt".
Hierauf versteht zu antworten: „Wie viele Möglichkeiten sind Dir dadurch, daß Du Dich aus dem
Staube gemacht hast, verloren gegangen!" Man kann die Unmenge der Verluste der Menschheit dadurch,
daß sich die Persönlichkeiten davonmachen, nicht berechnen.
Der Mensch geht aus Eingebildetheit fort und kehrt aus Eigenliebe zurück.
Diese großen inneren Tätigkeiten erinnern an das Qualmen eines Dochtes.
Die Geschicklichkeit, die wahre Ursache dieses Hin- und Herwanderns zu verbergen, könnte dazu
dienen, den Fußboden zu bohnern.
Doch Blasen auf den Fußsohlen können schmerzhaftes Aufstechen erfordern.
Fragt jeden, der fortgeht: „Was hast du übelgenommen?"
70.
Man sollte ein einseitiges Bewußtsein von einer einseitigen Energie unterscheiden.
Zuweilen wendet der Lehrer eine einseitige Energie an, um die Tätigkeit des Geistes in einer
bestimmten Richtung anzuregen.
Man darf hieraus nicht schließen, daß das Bewußtsein des Lehrers einseitig ist.
Seid imstande, das Bewußtsein zu verbergen, wenn es nötig ist, einen schnellen Pfeil abzuschießen.
Nur die Unwissenden versuchen, die dürren Zweige der Pomphaftigkeit auf den Fensterbrettern
auszubreiten.
Derjenige, dessen Haus von Wissen erfüllt ist, fürchtet sich nicht, einen Weg für einen speziellen
Gedanken zu bahnen.
Gleichmäßiges Säen liefert eine reiche Ernte, doch ergebnisreicher sind Kombinationen von heilenden
Samenkörnern.
Sie werden Explosionen des Geistes hervorbringen.
71. Es ist richtig, die magnetischen Strömungen als Kanäle zwischen den Planeten zu betrachten.
Das Studium des zwischenweltlichen Verkehrs muß sich durch die Kanäle der magnetischen Wellen
bewegen.
Doch wahrhaftig, das geistige Bewußtsein darf nicht vergessen werden.
72. Habt Ihr endgültig gelernt, Euch über Hindernisse zu freuen? Können Wir dessen gewiß sein, daß
das scheinbare Hindernis Eure Findigkeit verzehnfachen wird? Können Wir Euch als siegende Kämpfer
bezeichnen? Können Wir Euch den Pfeil der Hilfe senden und uns darauf verlassen, daß Ihr ihn im Fluge
auffangt? Können Wir das Wort der Neuen Welt im Einklang mit Euch verkünden? Können Wir glauben,
daß Ihr Eure abgetragenen Gewänder um der Schönheit der Schöpfung willen verbrannt habt? Kann die
Mutter der Welt Euch die Überwachung des Gewebes des Lichtes anvertrauen? Kann der „Löwe" Euch zu
Hilfe eilen? Kann das Licht Euren Weg erleuchten? Der Sieg klopft an.
Und schließlich, versteht Ihr es, die gegebene Lehre auf Euch selbst anzuwenden? Können Wir Euch
das Tragen der gegebenen Zeichen anvertrauen? Können Wir den Strahl der Vervollkommnung absenden?
Können Wir für Eure Wachsamkeit bürgen? Können Wir aus Eurer Selbsterkenntnis einen Wall errichten?
Können Wir Uns über die Standhaftigkeit Eures Pfades freuen? Kann die Mutter der Welt Euch die
Gerechten nennen? Könnte der „Löwe" zum Hüter Eurer Wohnstätte werden? Kann das Licht die neuen
Stufen überfluten? Riegelt Euer Portal auf!
73. Ihr wißt, daß der Astralkörper in einer Höhe von elftausend Fuß (3600 m) eine besondere Qualität
erlangt.
Jede Höhe hat gleichfalls eine besondere Bedeutung für jeden Körper.
Ihr mögt beobachtet haben, daß der Mensch auf einer Höhe von siebentausend Fuß (2300 m) die
Menge seiner Nahrung vermindern kann, und dieses Bedürfnis wird allmählich geringer, bis sich in einer
Höhe von sechzehntausend Fuß (5300 m) ein beträchtlicher Unterschied zeigt.
In einer Höhe von über neuntausend Fuß (3000 m) rate Ich vom Gebrauch von Wein, Kaffee, Pfeffer
und anderen Gewürzen ab.
In einer Höhe von über siebzehntausend Fuß (5600 m) ist sogar von starkem Tee abzuraten.
Mit dem Abnehmen des Bedürfnisses für Nahrung besteht eine parallele Verminderung des
Bedürfnisses für Schlaf; man kann nicht mehr als sechs Stunden in Betracht ziehen, und bei
zwanzigtausend Fuß (6500 m) sind nicht mehr als vier Stunden erforderlich.
Man kann also verstehen, daß man in großen Höhen fast ohne Schlaf auskommen kann, und die Frage
der Nahrung erfordert andersartige Erwägungen.
Es ist unmöglich, Baldrian, wie angedeutet, mit Gewürzen zu nehmen.
Bestimmt ist es in beträchtlichen Höhen schädlich, die gleiche Menge Nahrung zu verzehren wie im
Flachland.
Die Berge sind bedeutungsvoll, da sie den Menschen von den niedrigen Bedingungen der Erde
befreien.
Auf den Höhen kann man fühlen, daß man aus den üblichen irdischen Erfordernissen herausgetreten
ist.
Wenn sogar eine Höhe von elftausend Fuß (3600 m) für den Astralkörper bedeutungsvoll ist, dann
heben jede weiteren tausend Fuß (328 m) den physischen Körper bestimmt in einen besonderen Zustand
empor.
Es würde ein nicht wieder gutzumachender Irrtum sein zu versuchen, die Bedingungen auf den
Bergen unseren Gewohnheiten auf Erden anzupassen.
Denkt daran und wendet es an.
74. Jede äußere Umhüllung entstellt die Wirklichkeit.
Man kann sich bemühen wachsam zu sein, um den Grad einer falschen Wahrnehmung herabzusetzen.
Jede Augenscheinlichkeit, jede Erwägung, jeder Gedanke, projiziert seine entstellte Farbe.
75. Wir sind für jede Art geistigen Inzests bereit.
Die Menschen speichern gern unvereinbare Elemente auf.
Sie verbinden Vater-Feuer mit Tochter-Wasser; und Erde- Mutter mit Luft-Sohn.
Wenn die Nachkommenschaft zu Asche verbrennt, beunruhigen sie sich nicht darüber, sondern
wälzen die Verantwortung dafür auf den Himmlischen Vater ab.
Es ist unmöglich, sich an die Leichtfertigkeit menschlicher Auslegungen zu gewöhnen.
Nur das geistige Bewußtsein kann andeuten, welche Elemente nicht vereinbar sind.
Die Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Ausstrahlungen, sondern auch durch die Essenz
der Elemente.
Die Essenz bleibt unversehrt.
Gerade im Zusammenhang mit den Elementen werden die besten Verbindungen hergestellt.
76. Eilt, eilt zum Verständnis für den Lehrer! Laßt uns Ihn mit der Mauer der Hingabe umgeben und
uns dadurch selbst in eine Feste einschließen.
Nach Eurem Umherirren werdet Ihr verstehen, daß dort, wo der Lehrer ist, Erfolg sichergestellt ist.
Wo eine Niederlage erlitten wird, ist Verrat.
Wo wir zu Fall gebracht werden, haben wir die Inschrift der Zieltauglichkeit entstellt, zerrissen und
vertilgt.
Bei der Niederlage wandten wir uns ab von dem erprobten Pfeil der Hilfe.
Können wir behaupten, daß wir in der Stunde der Gefahr den Namen des Lehrers aussprechen
werden? Können wir Zeugnis für den Namen des Lehrers ablegen? Können wir die Begeisterung der
Dankbarkeit gegenüber dem Lehrer entdecken? Oder erwägen wir zuweilen, warum die Lehre unseren
Gewohnheiten so dürftig angepaßt wird? Warum unsere Untätigkeit durch die Lehre gestört wird? Warum
die Selbstrechtfertigung des Schlafes aufgerüttelt wird? Dankbarkeit und Hingabe gedeihen freudig in
Unserer Gemeinschaft.
Wenn Unsere Telegraphie die Nachricht bringt, daß ein Mitarbeiter etwas im Namen der Lehre
geopfert hat, zwingt Uns dies, seine Mitarbeit zurückzuweisen.
Unsere Mitarbeiter können einbeziehen und geben.
Wenn Ihr Unsere Lehre übermitteln wollt, schreit nicht auf dem Marktplatz, sondern bietet denen, die
sich nähern, ein Lächeln.
Und der Ankömmling wird die Lehre annehmen.
Doch derjenige, welcher umgarnt wird, wird an seinen Ketten nagen.
Wir erwarten Freude und nehmen nur die wunderbare Blume der Hingabe an.
Laßt uns eilen, den Lehrer zu verstehen! Bezeugt Erfolg, bezeugt Freude, bezeugt Verständnis für
Handlungen.
Verwerft die Gedanken der alten Welt.
Ich werde nicht müde, dies zu wiederholen.
77. Ihr wißt, daß die Mitglieder und Mitarbeiter der Internationalen Regierung ihren Verordnungen
gehorchen müssen.
Zum letzten Mal wollen wir uns M.
zuwenden und auf die geschichtlichen Folgen Unseres Ultimatums zurückblicken.
Diese uralte Tradition, die Menschheit in jedem wiederkehrenden Jahrhundert durch Vorhersagen zu
warnen, wird in vollem Wohlwollen ausgeführt; hierin liegt ihre grundlegende Bedingung.
Sonst würde die Rolle des Gesandten nicht aufrichtig und überzeugend sein.
St. Germain sprach in guter Absicht mit L.
In ähnlicher Weise wandte M.
sich an V, und A.L.M.
übermittelte Unsere Verordnung richtig.
Ich lobe alle diejenigen, welche Unseren Gesandten mit ihren übereinstimmenden Gedanken
behilflich waren.
Wenn man dem Kämpfer sagt, daß dieser Berg Uns gehört, nimmt er dieses Dekret an.
Sonst geht die Bedeutung der Regierung verloren.
St. Germain wurde nach seinem Auftrag krank infolge der undisziplinierten Gedanken eines seiner
Mitarbeiter.
Hütet Euch davor, mit undisziplinierten Gedanken Schaden anzurichten.
Denkt nur auf neue Art und Weise.
Stellt Euch Probleme, die konkrete Lösungen von Lebensfragen fordern.
Haltet jenen Tag für verloren, an dem Ihr nicht über die Neue Welt nachgedacht habt.
Hindert Euren Atem nicht durch Kosmogonie, wenn Ihr die Gipfel der Erde ersteigt.
78. Es war unmöglich, die Aufmerksamkeit von der Zersetzung der granitenen Zelle abzulenken.
Wenn sie den Vergleichspunkt mit der wirbellosen Zelle erreicht, ist das Pulsieren fast identisch.
79. Wen sollen wir den Mutigsten nennen? Vielleicht den winzigsten Schmetterling, der denselben
atmosphärischen Bedingungen ausgesetzt ist wie ein Löwe.
Beobachtet die Wirkungen der Lehre auf die einfachen Leute.
Oft ertragen sie den Orkan der Erleuchtung besser als die bekannten Größen.
80.
Wenn man das Vorhandensein von Gedanken in einem Stein bestätigen kann, was für ein klarer
Regenbogen von Gedanken erfüllt dann den Weltraum! Man muß mit der bewußten Erkenntnis vertraut
werden, daß Gedanken alles Existierende durchdringen.
Gewiß, diese Erscheinung, wägbar und nicht abstrakt, wird weiterhin als Energie definiert, bewahrt
jedoch die innere Kraft der bewußten Evolution.
Bis vor kurzem hielt man die Empfindungsfähigkeit von Pflanzen auf den Instinkt begrenzt, aber nach
näherer Forschung schreibt man diesen Instinkt nun dem Bereich der Gedanken zu.
Man muß also nach oben und nach unten hin beobachten.
Die menschliche Kreatur zeigt den üblichen Irrtum, sich selbst das ausschließliche Recht zum Denken
anzumaßen.
Durch die primitivsten Beispiele kann man zeigen, wie das menschliche Denken nach Alter,
Umständen und Nationalität eingestuft wird.
Besonders erstaunlich ist es zu finden, wie schwach das Beginnen des Denkens im
Durchschnittsmenschen ist; doch das Aussenden wortloser Gedanken in den Weltraum wird den Geist
emporheben.
Ihr wißt, daß ein Radio nach einer geringen Umarbeitung Gedanken aus dem Weltraum empfangen
kann.
Und Gedanken können als lebendige Substanz sowohl einander nähren als auch wachsen.
Erwägt die Offenbarung von Gedanken.
Erkennt ihre Weite und freut Euch über das Laboratorium von Gedanken, das alle Quellen von der
Mineralzelle bis hinauf zum Unbegrenzten miteinander verbindet.
Die magnetische Welle, der elektrische Funke und der Gedanke - diese drei Wanderer begrüßen das
eine Streben in das Unbegrenzte.
81. Kann der Gedanke donnern? Die Theorie des Echos deutet an, daß sich der Gedanke ebenso wie
der Ton in magnetischen Wellen ausbreitet.
Und der Ausdruck „der Donner des Gedankens" wird keine Hyperbel sein.
Genau, das Wesen der Gedanken muß erforscht werden.
Ist es beispielsweise möglich, daß Gedanken einer gewissen Qualität und Intensität das Leben der
Pflanzen beeinflussen können? Wie reagieren Tiere auf gewisse Gedanken? Und schließlich, wie fühlt
sich der Herr Mensch inmitten von Gedanken? Wie wirken Gedanken auf chemische Verbindungen?
Wäre es nicht gut, Gedanken mit Lackmuspapier zu prüfen? Könnten Gedanken nicht mit tödlichem Gift
oder mit Musik wetteifern? Ganz allgemein müssen Gedanken als ein lebendiger Faktor der Existenz
erforscht werden.
Auf diese Weise wird es möglich sein, eine Brücke von der Psychotechnik zur Dynamik und sogar bis
zur Astrochemie zu bauen.
Auf diese Weise sollte die Ökonomie des Weltraums verstanden werden.
82. Kann man einem blinden Steuermann trauen? Kann man glauben, daß die Fetzen von veralteten
Gedanken für die Neue Welt verwertet werden können? Man muß verstehen, daß die Gabe der Neuen
Welt zu offenen Pforten gebracht werden wird.
Wahrlich, die Neue Welt wünscht ein schönes Gewand zu verleihen.
Nahe dich, Menschheit, und empfange das Gewebe, das durch die Arbeit der Mutter der Welt
verfertigt worden ist!
83. Nach und nach verbreiten die Samenkörner der Lehre.
Laßt sie das Wesen unmerklich durchfluten.
Die Predigt gehört der Vergangenheit an - das Leben bleibt.
Feuert das Bewußtsein Eures Bruders mit einer unwahrnehmbaren Berührung an, die ihm als sein
tägliches Brot gebracht wird.
Enthüllt seinen Zorn und bringt ihn mit Zielbereitschaft zum Schweigen.
Bestätigt ihn in der Freude erkannter Einbeziehung.
Hütet Euch davor, ihm Wunder zu offenbaren.
Legt ihm die rechte Entsprechung dessen klar, was in die Unbegrenztheit übergeht.
Hebt den einzelnen Feiertag auf, um den ewigen Festtag einzuführen.
„Mein Feiertag wird der Eure sein.
Mein Pfad wird Eure Errungenschaft sein.
Meine Freigebigkeit wird Euer Erbe sein.
Ihr werdet es nicht wahrnehmen, aber Ihr werdet erstaunt über Eure Umwandlung sein.
Ich bedarf keines Dankes, aber Dankbarkeit wird Eure Nahrung sein; denn höherstehend als die
Flammen anderer Opfergaben ist das Feuer der Dankbarkeit." „Lehrer, ich verstehe und erinnere mich
unauslöschbar." Die offenbarte Nachfolge von Lehrern strahlt wie eine Kette interplanetarischer Perlen.
Fügt auch Eure Perle hinzu!
84. Ich glaube, daß jeder Unsere Bücher lesen kann.
Ich sehe niemand unter denen, die sich Uns nähern, der sich fürchten mag.
Stellt verschiedene Experimente über Furcht an.
Nehmt abscheuliche Masken und lächelt, wenn das Herz zittert.
Doch wo ist das Vertrauen zum Lehrer? Wo ist die Erkenntnis der Macht? Man kann Unsere Leute
beim ersten Ruf erkennen.
Wie ein Reh werden die Unsrigen eilen.
Ich kenne keine schreckliche Maske, die sie wegjagen wird.
Wir brauchen keine Beispiele von Riesen oder Helden zu nehmen.
Ich erinnere Mich an einen Hinduknaben, der den Lehrer fand.
Wir fragten ihn: „Ist es möglich, daß sich die Sonne für dich verdunkeln würde, wenn du sie ohne den
Lehrer sähest?" Der Knabe lächelte: „Die Sonne würde die Sonne bleiben, aber im Beisein des Lehrers
würden mir zwölf Sonnen scheinen." Indiens Sonne der Weisheit wird scheinen, weil am Ufer eines
Flusses ein Knabe sitzt, der den Lehrer kennt.
Es gibt Leiter der Elektrizität.
Es gibt auch solche, die das Wissen vereinheitlichen.
Wenn ein Barbar einen Angriff auf den Lehrer machen will, sagt ihm, wie die Menschheit die
Zerstörer von Bücherschätzen bezeichnet.
85. Können Unsere Leute ihre Lieben bei sich haben? Natürlich können sie das.
Diese Nächsten werden das Gefühl für Verantwortung, Besorgtheit und Findigkeit vertiefen.
86. Man Sollte wissen, daß der Zustand der offenen Zentren die Fähigkeit verleiht, die
Unvollkommenheit der Umgebung auszurotten.
Er bringt nicht nur die Entwicklung der Empfindungsfähigkeit mit sich, sondern fördert auch das
Hergeben unserer eigenen Kräfte zur Verbesserung unserer Umgebung.
So kann man beobachten, daß die verausgabten Kräfte sozusagen vom Weltraum absorbiert werden,
und dieser Grad im Öffnen der Zentren wird „Lampe der Wüste" genannt.
Später folgt der Grad des „Löwen der Wüste".
87. Man muß zwischen absoluter Hingabe und bedingter Hingabe unterscheiden.
Meistens zeigen die Menschen absolute Hingabe, während sie etwas empfangen, aber jede
Erwiderung ist von verschiedenen Bedingungen begleitet.
Es ist ihnen recht zu empfangen, doch ihr Bewußtsein legt Hindernisse in den Weg, und sie erdreisten
sich, ein wenig Schimmel zurückzugeben! Dagegen sollte man daran denken, daß das Maß der Hingabe
das Maß beim Empfangen ist.
Glaube muß einem exakten Wissen entsprechen.
Jede Bedingung, die dem Glauben gestellt wird, hat eine Bedingung zur Folge.
Doch niemand möchte ein bedingter Schüler genannt werden.
Eine solche Benennung erregt Ärgernis.
Das Gesetz wirkt gleich unter jeder Bedingung.
Aber das Gesetz ist nicht beleidigt, es handelt in rechtem Gleichmaß.
Seid versichert, daß Hingabe eine rechte Entsprechung erfährt.
88. Kosmogonie sollte erhebende Gedanken hervorrufen.
Während ein unerwachtes Volk sich vorstellt, daß sein Gott am Rande einer unbedeutenden Kugel
sitzt, schaut der höhere Geist in die Unbegrenztheit und kleidet sich in die Freude unbegrenzten Wissens.
Würdigt die Unbegrenztheit nicht herab.
89. Die Harmonie von Ausstrahlungen besteht nicht nur in Eintönigkeit.
So zeigt die purpurne Aura keine Abneigung gegen die grüne, und die rosafarbige kann die blaue
hervorheben.
In solchen Komplementärfarben sind Ströme von besonderer Intensität enthalten.
Es ist sogar wünschenswert, die Farben zu verbinden, als Bürgschaft für den zukünftigen Regenbogen.
So mannigfaltig ist die Abstufung in den Schwingungen der leuchtenden Farben, daß es unmöglich ist,
sie auf der dürftigen Skala der Erde genau wiederzugeben.
Es ist ebenfalls unmöglich, die Symphonie der Sphären in die Tonleiter der Erdentöne einzubegreifen.
Euer Lila und Purpur stimmen nicht mit Unserem himmlischen Purpur überein.
90.
Eine einfache Erklärung des Wissens wird alle Widersprüche ausschließen.
Man kann nicht denken, ohne das Wissen zu verehren.
Der Lehrer empfiehlt, daß Wissen den Grund zur Stärkung des Bewußtseins legen sollte.
Weist auf die Tatsache hin, daß Wissen den Pfad zu der Einen Lehre bahnen kann.
Ist es möglich, daß die Menschheit nicht begreifen kann, daß Wissen von der Einen Quelle ausgeht?
Darum ist die Trennungslinie zwischen Wissen und Unwissenheit die Scheidelinie zwischen Licht und
Dunkelheit.
Wir können mit Leichtigkeit die Thora durch die Hymnen der Veden ersetzen, und die Bündnisse
Buddhas mit den Worten Christi verschmelzen, denn Wir erkennen, keine Unterschiede zwischen Lehren,
die aus der Einen Quelle hervorgehen.
91. Die Wahrnehmung der Begrenztheit des Universums, verbunden mit der Erkenntnis des
unbegrenzten Prinzips des Weltraums, gehört zu jenen Fragen, die der Schüler selbst lösen muß.
Dies wird „Summa summarum" genannt.
Um die Erkenntnis dieser Vorstellungen des Weltraums zu fördern, werden Meilensteine gelegt.
Aber die Formel muß unabhängig verkündet werden.
Die Formel entspricht dem Grad des „Löwen der Wüste".
Sie demonstriert das Sich-Losreißen von der Erde und von irdischen Besitztümern.
Um die verschiedenen Sphären zu verstehen, ist die Vergegenwärtigung dieser Formel erforderlich.
Insofern als das Unbegrenzte allein keine konkreten Lösungen liefern wird, wird das Begrenzte allein
dazu neigen, die Vorstellung herabzusetzen.
Nur die Wechselbeziehung dieser Antipoden wird die richtige Lösung des kosmogonischen Problems
liefern.
Man kann daher Berechnungen des Begrenzten anstellen, ohne die Großartigkeit des Kosmos
herabzuwürdigen.
Ihr habt eine richtige Lösung gefunden, die das weitere Verständnis für die Bildung der Welten ganz
konkret macht.
Lebhaft strahlt die Offenbarung der astralen Mechanik.
92. Beachtet die Stunden großer Offenbarungen.
Die Veden verschmelzen bereits mit der Tripitaka und der Kabbala.
Die Worte Buddhas und die Bündnisse Christi zerstören Unwissenheit.
Beobachtet aufmerksam die Zunahme des Wissens in verschiedenen Teilen der Welt.
Die Bestätigenden und die Ableugnenden wandeln in der einen Richtung.
Die Zeit ist unwiederholbar, wie ein Tor in das Vorherbestimmte.
Tot sind diejenigen, denen die angesetzte Stunde nur eine gewöhnliche zu sein scheint.
93. Hört nicht auf den Lehrer, der eine Gebühr für seine Lehre fordert.
Die Lehre kann nicht gekauft oder aufgezwungen werden.
Wahrlich, jeder einzelne kann Zutritt zu der Lehre erlangen, wenn er seine Hingabe in der Tat
bezeugt.
Am wenigsten führt das Wort und am meisten die Tat zur Gemeinschaft des Wissens.
Wenn ein Kind nach dieser Gemeinschaft strebt, wird es dort nicht Arbeit finden? Gleichfalls, wird
jeder, der die Satzungen der Gemeinschaft mit vollem Bewußtsein annimmt, die Türen verriegelt finden?
Kann man ein Beispiel anführen, wo ein reines Bewußtsein ohne Antwort blieb? Die Satzungen der
Gemeinschaft des Wissens sind genau umrissen.
Keine List wird sie abschwächen.
Wanderer, bezahle deine Schuld.
Wandle ununterbrochen.
94. Einige mögen nicht imstande sein, die Existenz der Gleichheit mit der Hierarchie in Einklang zu
bringen.
Gleichheit ist in der inneren Kraft des Geistes enthalten.
Die Hierarchie enthält die Unersetzbarkeit erprobter An- Sammlungen.
Darum ist es gerechtfertigt zu sagen, daß eine Gesamtheit des Wissens die Pforte zur Hierarchie sein
wird.
Beachtet den Ausdruck „Gesamtheit", denn ein Spezialgebiet könnte den Wirkungskreis des
Hierarchen nicht definieren.
Dadurch, daß Ihr Wissen erwägt, gelangt zu einer lebendigen Vorstellung des Lehrers.
Wahrlich, Ehrerbietung für den Lehrer ist das Universalheilmittel sogar für körperliche Leiden.
("Eine größere Schwierigkeit besteht während des Zustandes der offenen Zentren, wenn jeder
Atemzug der alten Welt Ansteckung mit sich bringt und nur die Brise der wahren Evolution die
Gesundheit wiederherstellen kann.
Bekleidet Euch darum nicht mit der alten Welt und zieht die Jungen zur Freude der Neuen Welt an.
In allem ist freudige, unnachgiebige Zielbereitschaft.
95. Zu Ihm, dem großen Erleuchteten, kam ein Schüler und bat um ein Wunder: „Nach dem Wunder
werde ich Glauben haben." Der Lehrer lächelte traurig und offenbarte ihm ein großes Wunder.
„Nun", rief der Schüler, „bin ich bereit, unter Deiner Führung durch die Stufen der Lehre zu gehen."
Aber der Lehrer sagte, indem Er zur Tür wies: „Geh, Ich brauche Dich nicht mehr!"
96. Ich staune über die alte Welt.
Das Erscheinen der Sonnenflecken wird eine unerwartete Verwirrung hervor- rufen.
Die alte Welt flattert mit ihren letzten Flügeln, und die offenen Zentren empören sich.
Für jeden Fortschritt der Zentren ist eine Art Epidermis erforderlich, deren Wachsen Schmerzen
verursacht.
Es wird der reinen Luft schwer, den Stickstoff des Lebens zu absorbieren.
97. Deutet an, daß alle Schlafmittel auf dem Weg zur Lehre unerwünscht sind.
Schlaflose Wachsamkeit wird den Menschen näher zu Uns bringen.
98. Äußert ein reines Gebet in einer Handlung der Hingabe.
Wißt mit jedem folgenden Tag die Bestätigung der Lehre zu erkennen.
Möge es Euch gelingen, weder den Tag noch die Stunde zu verlieren.
Versteht es, Euch als Schöpfer einer ganzen Welt der Tat zu betrachten.
Wißt, wie Ihr die Kräfte für jede Offenbarung anwenden solltet.
Erkennt, wie die Lehre jedem Gedanken eingeimpft werden muß.
Versteht es, Eure Kräfte wie auf einem Schlachtfeld anzuordnen.
Seid damit vertraut, Dankbarkeit als Vereinigung von Freude und Schönheit zu betrachten.
Endet würdig, denn das Ende ist das Feuer der Errungenschaft.
Die Lehre zu kennen und nicht anzuwenden, ist ein abscheulicher Verrat.
Schmähung der Lehre ist schlimmer als der Tod des Geistes, weil sich der Mensch durch diese Tat
von der Mitarbeit trennt und zum Saturn verurteilt.
99. Ich werde darauf hinweisen, wie man die Kraft an der Schneide Meines Schwertes schärfen kann.
Die Offenbarung des Lehrers kann die Menschen erleuchten, wenn der Weg durch Wissen bestätigt
wird.
Der Drache ist mächtig, und stachelig sind seine Windungen.
100.
Das Schicksal, das zu Uns führt, muß jede Stunde gestählt werden.
Die Entwürdigung der rechten Entsprechung ist wie Erdrosselung.
Wer Errungenschaft, aufschiebt, gleicht einem Ertrunkenen.
101. Ich wohne dem Experiment der Übertragung menschlicher Kraft aus der Ferne bei.
Man kann jeden Gegenstand herbeirufen.
Man kann den Türriegel zurückschieben, indem man die Gedankenenergie auf die entsprechende
Energie des Gegenstandes lenkt.
Das Experiment ist seit langem bekannt.
Aber man sollte daran denken, daß die Gedankenenergie nach der Einführung einer allgemeinen
Zusammenarbeit alle Schichten der Existenz vereinigen wird.
Nicht mit einem Hammer, sondern durch das Durchbohren der Gegenstände mit Gedanken werden
wir vereinigen.
„Weisheit in allem", erinnert sich der Hindu.
„Zusammenarbeit in allem", soll das Zeitalter des Maitreya begleiten.
Nicht durch Befehl, nicht durch Harmonie, sondern durch den Gedankenblitz werden die Mitarbeiter
vereinigt.
Die Offenkundigkeit der Zusammenarbeit der verschiedenen Schichten der Materie ist charakteristisch
für die Neue Welt.
Jedes Zeitalter hat seinen eigenen Ruf.
Die Gedankenkraft wird das herausfordernde Prinzip der Neuen Welt sein.
Versucht, das Leben der sogenannten leblosen Gegenstände zu beobachten.
Beobachtet Eure Wirkung auf sie.
Wer sich mit Gegenständen unterhält, ist nicht immer ein Gegenstand des Spottes.
Das Versinken in Gedanken dient sozusagen der Schöpfung einer ganzen Atmosphäre.
Eine Säule strömender Gedanken durchdringt auch die Weiten der fernen Welten.
Betrachtet Gedanken als einen wirklichen Lebensfaktor.
Daraus wird die strenge Kontrolle über den Gedankenfluß kommen.
102. Erwägt jede Annäherung an Uns.
Werdet unersetzbar.
Nachts deckt Euch mit Unserem Namen.
Tagsüber gürtet Euch in die Rüstung der Hingabe.
103. Betrachtet die Beziehung zwischen Lehrer und Jünger.
Der Lehrer gibt Hinweise innerhalb der erlaubten Grenzen.
Er hebt den Jünger empor und reinigt ihn von den abgelegten Gewohnheiten.
Er warnt ihn vor aller Art Verrat, Aberglauben und Heuchelei.
Er prüft den Jünger offen und insgeheim.
Der Lehrer öffnet die Pforten zur nächsten Stufe mit den Worten: „Freue Dich, Bruder" .
Er kann sie auch mit den Worten schließen: „Lebewohl, Vorübergehender".
Der Jünger wählt seinen eigenen Lehrer.
Er verehrt Ihn als eins der Höchsten Wesen.
Er vertraut Ihm und bringt Ihm seine besten Gedanken.
Er hält den Namen des Lehrers hoch und schreibt Ihn auf das Schwert seines Wortes.
Er zeigt Fleiß bei der Arbeit und Anpassungsfähigkeit bei der Errungenschaft.
Er begegnet Kummer und Leid, als wären sie das Morgenlicht, und lenkt seine Hoffnung nach dem
Schloß der nächsten Pforten.
Freunde, wenn Ihr Euch Uns nähern möchtet, wählt einen Lehrer auf Erden und vertraut Ihm Eure
Führung an.
Er wird Euch zur rechten Zeit sagen, wann der Schlüssel in den Pforten umgedreht werden kann.
Jeder sollte einen Lehrer auf Erden haben.
104. Seid ermutigt im Gedanken an Meinen Wunsch, Euch den geeignetsten Pfad zu geben.
Bedenkt, wie dringend notwendig es ist, Meinen Wunsch zu fördern.
Laßt nichts Überlebtes Euer Streben hindern.
Denkt daran, daß ein strauchelndes Pferd die ganze Karawane aufhält.
Darum sagt: „Wandelt überzeugter, sonst hängt Euer Schicksal an einem Speer." Verbergt nicht, wie
die Annäherung zu Uns in der Schwebe hängt.
Laßt uns das Gebet an Shambhala verkünden: Du, der Du mich zum Pfad der Arbeit berufen hast,
nimm meine Fähigkeit und mein Verlangen an.
Nimm meine Arbeit an, o Herr, denn bei Tage und bei Nacht erblickst Du mich.
Offenbare Deine Hand, o Herr, denn groß ist die Dunkelheit, ich folge Dir! Ihr könnt wandern, als ob
Ihr den Berg der Freude erstiegt.
Verlockend sind die Möglichkeiten des Kampfes für die Erneuerung des Bewußtseins der Menschheit.
Der Lehrer freut sich über Eure Entschlossenheit.
105. Es gibt vier Arten von Jüngern.
Einige befolgen die Hinweise des Lehrers und steigen in gesetzmäßiger Ordnung empor.
Andere übertreiben das Befolgen der Hinweise hinter dem Rücken des Lehrers und fügen sich
dadurch Schaden zu.
Andere ergreifen die Gelegenheit zu schwatzen, wenn der Lehrer abwesend ist, und zerstören dadurch
ihren Weg.
Noch andere verurteilen den Lehrer insgeheim und verraten Ihn.
Furchtbar ist das Geschick der letzteren.
Möge sich die Erkenntnis vom Verstehen des Lehrers bestätigen.
106. Wer sich gegen grobe und zweideutige Ausdrücke empört, hat recht, denn sie entspringen der
Unwissenheit.
Die Sprache muß schön, klar und von tiefer Bedeutung sein.
107. Die Grade der Errungenschaft sind: Beunruhigt, erkundigend, klopfend, hörend, sich erinnernd,
übertragend, Schwertträger, mächtig, Lampe der Wüste, Löwe der Wüste, Mitarbeiter der schöpferischen
Prinzipien, Schöpfer.
Jeder Grad hat drei Unterteilungen; die Reihenfolge muß allmählich durchschritten werden.
Wer strebt, erreicht das Ziel schnell, aber der Deserteur verwirft sich selbst.
108. Wer ist der Verräter? Der Verleumder; derjenige, der stillschweigt; wer sich etwas unrechtmäßig
aneignet; der Heuchler; derjenige, der alles in Abrede stellt und den Untergang der Lehre erwartet.
109. Freund, das Herz weiß! Darum prüfe Deine Freunde, damit Du keinem Vorübergehenden
Eingang in Dein Herz gewährst.
Der Lehrer ist Dein engster Freund.
Vervielfältige Seine Last nicht.
110.
Der Grad des „Löwen der Wüste" läßt insbesondere die Erfüllung von Gedanken zu.
Darum muß man außerordentlich vorsichtig sein.
Der Grad des „Löwen der Wüste" läßt keine Beleidigung zu.
Wer könnte beleidigen? Das große Herz kann alle einschließen.
Freude ist leicht zu erlangen, wenn Ihr jeden Augenblick Hingabe für Uns fühlt.
Befriedigung ist den Jüngern erreichbar, die die Wolken wertschätzen und erkennen, daß die Sonne
ohne die Wolken versengen würde.
Der Lehrer kann dort wirken, wo Seine Hand nicht gebunden ist.
111. Der Lehrer liebt Kämpfe und weiß, wie sie die Energie des Kosmos vervielfältigen.
Zusammen mit Euch steht der Lehrer oberhalb des Abgrunds.
Wer wird sich dann vor den großen Bestien fürchten? Auf ein Federbett zu treten und nach Flöhen zu
suchen, ist nicht verlockend.
Aber das Schwert Salomons fest in der Hand zu halten, und der Befehl Maitreyas, verleihen dem
Menschen das Morgenlicht.
Die Vergegenwärtigung des beispiellosen Kampfes erschallt wie eine frohlockende Trompete.
Wir dürfen keine Meinungsverschiedenheiten haben, wenn in Unserem Licht Errungenschaft ist und
in Eurem eine Niederlage.
Haltet den Toren von nichtssagenden Entscheidungen zurück.
In kraftlosen Entscheidungen ist ein tödliches Gift verborgen.
112. Ich erkenne die Schwierigkeit des Hungrigen, der das Kochen des Haferbreis erwartet, aber es ist
nötig zu warten, bis die Mikroben umgekommen sind.
Während der Weltraum gedrängt voll ist, laßt uns in die fernen Welten schauen.
Wir wollen uns als ihre Teilhaber fühlen.
Die Verbindungen mit ihnen machen die Verdichtung des astralen oder subtilen Körpers zugänglicher.
Nun können die Töne der fernen Welten bald aufgefangen werden.
Der Kontakt des Stromes der fernen Welten mit dem physischen Körper wird erst in der
bevorstehenden Zukunft möglich.
113. Wahrhaftig, das menschliche Verlangen formuliert die Gesetzestafel des Bündnisses.
Was der schlummernde Geist wünscht, erhält der erwachte.
Die Flut wird den Schaum unbeständiger Gedanken forttragen.
Die Besorgnis über Weltprobleme ist das beste Stählen des Schwertes.
Wer der Strömung erliegt, wird seinen Strom nicht wiederfinden.
So kann man den Weltkampf annehmen.
Wer sein Gesicht nicht in der Flut der Strömung waschen will, wird wie ein Stein auf dem Weg
liegen.
Man kann wenigen das heilige Mysterium mitteilen.
Ihre Zahl ist gering, doch der Weltraum selbst schenkt ihnen Gehör; denn ein menschlicher Hochofen
wird den Weltgedanken schmelzen.
Laßt die Menschen die Gedanken hüten!
114. Das Karma der Tat kann nicht durch Untätigkeit ausgelöscht werden.
Wer einen Scheiterhaufen errichtet hat, um die Wahrheit zu verbrennen, wird sich bücken und jedes
Stück Kohle herausholen müssen.
Der Befehl der Gerechtigkeit verbrennt nicht, noch glüht er.
Er leuchtet auf, unerwartet, und verzehrt die hindernden Bollwerke.
Der Erfolg Kosmischer Bauwerke entspricht der Erfüllung menschlicher Hoffnung nicht.
Der menschliche Verstand ist wie ein Anfänger beim Unterricht, der versucht, einer Antwort
auszuweichen, indem er süßliche Worte spricht.
Doch wie wollt Ihr hinübergehen? Nur durch die Vergegenwältigung der Nähe der kosmischen
Bauwerke.
Wo sind die Richter und wo die für schuldig Erklärten? Deutet die Sphärenmusik den Sieg der
menschlichen Anmaßung an? Oder begrüßt sie die Auferstehung vergessener Wahrheit? Prophezeiung
erinnert an die Verurteilung und Reinigung einer heiligen Stadt.
115. Oft werden Wir gefragt, warum Wir Uns nicht beeilen, einen schädlichen Menschen zu
vernichten.
Die Antwort kann erklärt werden, besonders, da Ihr selbst eine ebenso wirksame Waffe besitzt.
Ich werde das Beispiel eines Arztes nehmen.
Nicht selten ist der Arzt bereit, einen Knoten erkrankter Nerven abzutrennen, aber die mögliche
Rückwirkung auf ein sympathisches Zentrum hält sein Skalpell zurück.
Kein Wesen steht isoliert da.
Zahllos sind die Schichten des karmischen Gewebes, das die verschiedenartigsten Wesen miteinander
verbindet.
In der Flut des karmischen Stromes kann man Ströme von den Unwürdigsten bis zu den Würdigen hin
verfolgen.
Darum muß derjenige, der einen Schlag ausführen will, erst die Kanäle, die die Strömungen des
Karmas vereinigen, anästhesieren.
Sonst kann die individuelle Vernichtung, obgleich sie verdient ist, dem Ganzen Schaden zufügen.
Daher muß man sehr vorsichtig in der Anwendung von Vernichtung sein.
116. Die geringste Unaufrichtigkeit in der Hingabe und in der Annahme der Grundlagen der
Erneuerung kann besonders den Gesundheitszustand schädlich beeinflussen.
Eine solche Unaufrichtigkeit kann tief in den Spalten des Bewußtseins nisten.
Bösartig ist die Ansteckung der Unaufrichtigkeit und wirkt auf die benachbarten Ausströmungen ein.
Wenn die Menschen den Schaden erkennen könnten, den sie sich selbst und anderen durch
halbwegige Entscheidungen zufügen! Sie können das Bewußtsein spalten und den Tod herbeiführen.
Wie es oft geschieht, beginnt eine Krankheit unbemerkt, und später wird eine mit Todesgefahr
verbundene Operation unvermeidlich.
Ebenso ist der menschliche Niedergang das Ergebnis des Bisses der kleinsten Schlange der
Unaufrichtigkeit.
Man muß warnen, darf jedoch nicht zwingen.
Man kann ein Roß, das über den Abgrund springt, nicht anhalten.
117. Warum können Flammen aus den Rußsohlen sprühen? Das Streben gleicht dem Feuer und kann
ebenso wenig zurückgehalten werden wie der Wirbelwind.
Das inbrünstige Erfassen Unserer Verordnungen beschwingt den Menschen mit Feuer.
So feurig umgeben zu sein, wirkt wie eine Mauer, hinter ihr beobachtet Ihr den Kampf unversehrt in
wachsamer Bereitschaft, Euren Pfeil abzuschießen.
Erwiesene Kämpfer, was für ein ungezügelter Strom, nie wiederholbar, und den Augen der Welt
verborgen, wütet um Euer Lager! Was hat Euch dazu getrieben, Euer Schwert geschärft zu halten und
Euren Schild geduldig emporzuheben? Ihr werdet sagen: „Wir kennen die vorherbestimmten Daten der
Erde, und nichts kann unseren Blick trüben.
Der Hüter der Daten hat uns die Übereinstimmung von Kräften und Entscheidungen anvertraut.
Und Geduld hat sich in Unabänderlichkeit verwandelt.
Gestern zitterten wir vor Erwartung, aber heute freuen wir uns über die Hitze des Kampfes, im
Bewußtsein, daß der vorherbestimmte Kampf zum Sieg führen wird." „Herr der Sieben Tore, führe uns,
die wir durch die Mitternacht hindurchgegangen sind, der Sonne entgegen.
Dir gehören unsere Pfeile, o Herr, Ohne Deinen Befehl werden wir die Stadt der Ruhe nicht betreten.
Weder eine Stunde noch ein Tag noch ein Jahr wird unseren Weg hemmen; Denn Du, der Schnellste,
hältst die Zügel unserer Pferde: Denn auch Du bist diesen Weg gegangen und gabst Deine Geduld als
Bürgschaft.
Sage uns, Hüter, aus welcher Quelle fließt der Strom der Geduld?" „Aus dem Bergwerk des
Vertrauens." Wer weiß, wo der Bote sein Roß wechselt?
118. Oft hören Wir selbstzufriedene Ausrufe: „Ich bin bereits umgewandelt! Ich habe das Ziel schon
erreicht!" Schwankendes „Ich", hast du dich wirklich geprüft? Wenn du das Ziel erreicht hast - wohl und
gut! Aber hat sich nicht die Umgebung verändert? Und maßest du dir nicht die Errungenschaft eines
anderen an? Doch wo ist der Eifer, und rufst du nicht eine Krankheit des Geistes hervor? Es ist falsch zu
glauben, daß Unsere Mitteilungen keine Wirkungen haben.
Im Gegenteil, jede Anordnung bringt den Wirbelwind des Schutzes oder Verurteilung mit sich.
Kann es anders sein, wenn jede Selbstzufriedenheit ihre schädliche Ansteckung birgt, und jede
Begrenzung auf Kosten des Nachbarn aufrecht erhalten wird? Darum ist jeder unaufmerksam gehörte
Befehl wie ein Pfeil im Herzen.
Jedes Fortschleichen ist wie eine erwürgende Kette.
Ihr wißt, daß alles im Weltraum zurückgehalten wird.
Wer würde bereit sein, den Nagel seiner eigenen Verurteilung einzuschlagen? Doch Wir eilen, das
Karma zu beenden, um das dahineilende Schiff von unnötigen Tauen zu befreien.
Zum vorherbestimmten Zeitpunkt spitzt die Ohren, um jedes Wort des Lehrers zu verstehen.
119. Jede Bezeugung von Ehrerbietung für den Lehrer zeigt Verständnis für die Lehre.
Jeder Beweis der Ehrerbietung für den Arbeitsplatz des Lehrers wird Einsicht und Hingabe zeigen.
Doch diese Höflichkeitsbezeugungen können nicht zugeflüstert werden.
Diese Zeichen müssen im eigenen Bewußtsein blühen.
Der Lehrer wird nicht sagen: „Erweise Mir Ehrerbietung!"
120.
Kann das sogenannte Wunder erwartet werden? Die erste Bedingung eines Phänomens ist natürlich
das Unerwartete desselben.
Schon die Substanz des menschlichen Bewußtseins macht Phänomene schwer faßbar.
Das Durchschnittsbewußtsein ruft ein Hindernis hervor, weil es sich widersprechende Bedingungen
voraussetzt.
Der Adept des Wissens kann nur bitten: „Liebe Menschenwesen, verwirrt nicht mit erwartungsvollem
Geschrei, wenn das Reagenzglas mit universaler Essenz bereits eine gute Verbindung hervorruft.
Kann man erwarten, daß sich das Schiff nach rechts wendet, wenn Unsere Hand das Steuer nach links
lenkt?" Nur das klare Bewußtsein der Unfehlbarkeit kann Mitarbeiter am Weltprozeß sein.
Wenn ein Zimmer dem Auge leer erscheint, können wir bestätigen, daß es wirklich leer ist? Laßt die
Trugbilder der Unwissenheit den Horizont nicht begrenzen.
121. Ich bestätige, und Ihr solltet verstehen, daß das, was heute unmöglich erscheint, morgen
durchführbar sein kann.
Der Lehrer offenbart auch Macht, um die Schönheit Eurer Errungenschaft zu sichern.
Das Mißgeschick der Menschen liegt an ihrem Mangel an Verständnis für Verkörperungen und die
Verwicklung der Bedingungen für Errungenschaft.
Einsamkeit ist der beste Freund der Errungenschaft, aber zuweilen sind Zeugen nötig, und dann sind
die Karmagesetze besonders kompliziert.
Der Lehrer kann auf den offenen Weg der Tat hinweisen.
Der Lehrer kann bis zu einem gewissen Grad beschützen, aber der Tanz der Gespenster wird seine
Runde fortsetzen.
Man sollte den Gedanken bestätigen, wie man sich den Dämonen verständnisvoll nähern kann.
Wenn Ihr einen Lastträger seht, befaßt Ihr Euch nicht sehr mit seiner Psychologie.
Gleichfalls, wenn Ihr einem verurteilten Menschen begegnet, diskutiert Ihr nicht Kosmogonie mit
ihm.
Man muß die Schätze auf Erden oft abstauben.
Und selbst auf dem Weg gibt es nicht wenige Dämonen.
Wir können Uns an eine Reihe von Begegnungen mit abscheulichen Ebenbildern in Unseren früheren
Leben erinnern.
Die Elemente nehmen engen Anteil an der irdischen Errungenschaft.
Die, Elemente stehen Wache für beide Seiten.
Wenn das Feuer mit der Erde kämpft, können gewisse natürliche Phänomene beobachtet werden.
Man kann vorzeitige Offenbarungen erwarten.
Die Erde ist der Hüter der alten Denkweise, aber das Feuer ist der Ausbruch der Evolution.
Was für einen beispiellosen Kampf führen Wir im Aufflammen der Elemente! Die Unzerstörbarkeit
der Ursubstanz gibt dem Kampf Beständigkeit, und gleichfalls verleiht das Wissen um die
Unaufhörlichkeit der Existenz Flügel der Errungenschaft.
Sagt: „Schwestern und Brüder, man kann unaufhörlich arbeiten; und Flügel wachsen in der Unruhe
der Tage und Nächte." Und den Ungläubigen sagt: „Ihr werdet Euch warm fühlen, und in der Erkenntnis
des Lehrers werdet Ihr in Süße gehüllt sein.
Aber werft keine Steine auf den Pfad." Im Kampf der Elemente ist jedes veraltete Bewußtsein wie
eine Mauer gegen das Licht.
Sagt: „Bringt das Gewand nicht in Verwirrung."
122. Daß eine Situation unlösbar ist, bilden sich nur diejenigen ein, die sich auf Menschen verlassen
statt auf die Gedankenkraft.
Kummer über die Zustände der Menschen fließt wie das leichte Kräuseln eines Flusses; aber die
Bilder der Wahrheit, die Ihr Ideen nennt, beherrschen das Karma der Welt.
Man kann darüber staunen, wie die Bilder der Wahrheit im Weltraum kämpfen.
Während die Masse des Volkes in der Raserei der Unwissenheit und des Verrates verwest, weben die
Gedanken der Wahrheit ihre himmlischen Nester, die für die wahre Evolution viel dringender notwendig
sind als die Anbetung von ganzen Nationen.
Ihr versteht die Arbeit der Wirklichkeit und die Arbeit der Maya.
Die Wirklichkeit ist der Gedanke des Weltraumes, aber Maya ist die Aufmerksamkeit der Menschen.
Denkt daran, daß jeder von Uns über den niedrigen Zustand jener Verkörperten bekümmert sein
könnte; doch dies steht in keiner Beziehung zum Plan der Evolution, weil Gedanken schöpferisch wirksam
sind.
Das Wachsen oder die Auflösung eines einzigen Körpers, zusammen mit den Bildern der Wahrheit,
bietet die Möglichkeit für den Flug in neue Sphären.
Jeder Lehrer des Lebens konnte seine Macht nur auf den Ebenbildern der Wahrheit gründen; und er
erschuf die Zukunft durch Gedanken und nicht durch das Bewußtsein der Massen.
Laßt die Asche vergangener Feuer die Vision trüben, doch die Feuer der neuen Bilder glühen in der
Unbegrenztheit.
Wenn wir die Grenzen von Nationen und Staaten überwunden haben, ist es uns nicht ganz gleich,
welcher Planet durch welträumliche Gedanken gefördert wird? Es ist wichtig, daß er mit der
Verwirklichung des Allgemeinwohls erfüllt wird.
Dann wird der Strom der Menschen das Auge, das auf die unvermeidliche Evolution gerichtet ist,
nicht ablenken.
Die Ehrerbietung für die Wohnstätte des Lehrers ist weder Ehrerbietung für den Erdboden noch für
die anerkannten Bräuche eines Tempels, sondern sie ist das Entzünden der Gerechtigkeit im Weltraum.
Die Zustände der Menschheit haben Uns oft ermüdet, aber Wir haben auch nicht einen einzigen
evolutionären Gedanken bedauert.
Diese Gedanken gedeihen wie ein verzauberter chemischer Garten; und ebenso magisch unsichtbar
sind die Arbeiter in diesem Garten.
Versteht nur, wie Ihr über das Allgemeinwohl nachdenken solltet, und Wir werden stets bei Euch sein.
Laßt uns mit einer Legende enden: „Laßt uns die Sterne betrachten.
Es wurde uns gesagt, daß das Gefäß der Weisheit aus Tushita ausgegossen wurde, und daß die
Tropfen des wunderbaren Trankes im Weltraum zu glühen begannen.
Aber der Lehrer sagte: “So glühen die Spitzen der Gedankenpfeile, weil die Gedanken die leuchtende
Substanz durchdringen und Welten erschaffen.'" Schöpferische Gedanken hören nicht auf, den Weltraum
mit den Blumen des Lichtes zu zieren!
123. Salomon sagte: „ Ich werde dich an den Scheideweg stellen und dich stumm und unbeweglich
machen.
Vor dir werden die Zeichen der Ereignisse vorübergehen.
So sollst du deine menschliche Neugierde in Schranken halten, und so sollst du in den
vorherbestimmten Gezeitenstrom blicken.
Denn außerhalb des Menschlichen wird der Gedanke der Welt geboren." Gebt also auf den Fluß der
Ereignisse acht, als ob Ihr von der Turmspitze aus Schafherden zähltet.
124. Wenn ein Jünger seinen Lehrer verwirkt, muß er den Ring, den er von Ihm erhielt, zurückgeben.
Man braucht dies nicht für ein seltenes Ereignis zu halten.
Die Quelle des Karmas der Besessenheit oder die Schwäche des Geistes kann leicht eine Schranke
zwischen dem Jünger und seinem Lehrer errichten.
Die Selbstverbesserung des Verbannten kann ihn wieder zum gleichen Punkt seines unterbrochenen
Pfades bringen.
Der Jünger muß die dringende Notwendigkeit für Eile verstehen und sich an die Arbeit machen.
125. So nähert sich der Jünger dem Lehrer - offen, bereit, die alten Fetzen der Welt mit
Geringschätzung zu betrachten, nach dem neuen Bewußtsein zu streben; er ist wissensdurstig, furchtlos,
wahrheitsliebend, hingebungsvoll, äußerst wachsam, fleißig; er kennt Zielbereitschaft und ist
empfindungsfähig.
Er hat den Pfad des Vertrauens gefunden.
Maya führt ihn nicht mehr in Versuchung.
Mara versetzt ihn nicht in Schrecken.
In der liefe der Erde findet er den Stein aus den fernen Welten.
Das Leben wird bereichert.
Die Fähigkeiten werden gestärkt.
Überflüssige Worte werden ausgelöscht.
„Lehrer, es ist mir gelungen, den Stichen der Hitze und dem Schrecken der Kälte zu widerstehen.
Meine Körperkraft hat mich verlassen, doch mein Ohr ist offen.
Und der Lichtkörper ist bereit, bei Deinem Ruf zu zittern.
Und meine Arme sind willig, die schwersten Steine für den Tempel zu tragen.
Drei Namen sind mir bekannt.
Vertraut ist mir der Name von Ihr, Die Ihr Antlitz Verhüllte.
Meine Kraft ist vergrößert." So soll der Jünger zum Lehrer sprechen.
126. Die Mißgeschicke der Menschheit entstehen durch die Unfähigkeit, zwischen den Fäden des
Guten und den Fäden des Bösen zu unterscheiden.
Der Mensch bezieht die Zeichen zuerst auf seine eigene Zukunft.
Er denkt vorwiegend durch sich selbst und setzt der Welt seine eigenen Schranken.
Kann man mit einem solchen Maßstab wahre Vorstellungen haben? Die hauptsächlichen und
abscheulichsten Folgen einer solchen Begrenzung sind, daß vieles, was ehrenwert und nützlich ist, neben
das Schädliche gestellt wird.
Zahllos sind die Beispiele, wo ein Hinweis, der für die Zukunft gegeben wurde, auf die
augenblickliche Stunde angewandt wird und die für ihn ausersehene Nützlichkeit verliert.
Zuweilen kann das Schicksal ganzer Nationen in einer einfachen Formel enthalten sein.
Aber ein Mensch möchte persönlich das verschlingen, was für eine ganze Arbeitsgemeinschaft
bestimmt ist.
Und die vorbereitete Formel wird zerbröckelt wie die Skulptur unter einer groben Hand.
Diese Grobheit individueller Begrenzung ist der schädlichste beitragende Faktor in der Zerstörung
wertvoller Gelegenheiten.
Die Lichtfäden der fernen Welten werden zum Ausbessern gebraucht, während die voneinander
abhängigen Faktoren der Weltprobleme selten verbunden werden.
Darum tretet mit Beben und allumfassend an die Weltaufgaben heran.
Durch die bei Erdumwälzungen entstandenen Spalten hindurch spürt das Beben der Erde.
Doch gerade durch diese Felsen ersteigt die Sphäre des Weltverständnisses.
Wehe dem, der die Samen der Welt in seinem eigenen Garten ausgestreut hat.
Doch Freude wird jenem zuteil, der einen Samen des Verständnisses für das Allgemeinwohl
beisteuerte.
Dies ist der Befehl für diejenigen, die an die Weltaufgaben herantreten.
127. Energie und Wille sind die Herrscher des Karmas.
Wer dem Selbst entsagt, wer für das Allgemeinwohl strebt, wer hingebungsvoll im Kampf ist, freudig
bei der Arbeit, erlangt augenblicklich die Erleuchtung des Arhats, die ihn zum Herrn seines Karmas
macht.
Die Vergegenwärtigung der Erleuchtung kann als direktes Wissen bezeichnet werden.
Dieses direkte Wissen kann den Menschen allerdings verlassen, oder es mag nie erscheinen.
Diese Sternschnuppen des Geistes wandern im Weltraum umher und tragen die günstigen
Gelegenheiten der unbewußten Menschheit hinweg.
Das Bewußtsein eines Arhats verleiht eine hervorragende Stellung, verlangt jedoch volle
Verantwortlichkeit.
Können viele die Freude der Verantwortung fühlen? In der Stunde der Verantwortung muß man den
Mut haben, sich als einen Arhat zu betrachten, der den Kampf ohne Hilfe führt und dem Angriff der
Elemente mit seinem Verständnis und Willen widersteht.
Für die Unwissenden erscheint die Begegnung mit den Elementen ein Märchen zu sein.
Doch Ihr wißt bereits, wie oft die Elemente in das tatsächliche Leben der Menschen hineingezogen
werden.
Nicht selten hat die Lehre auf die Wirkung physischer Manifestationen auf den menschlichen
Organismus hingewiesen.
Energie wird eine harmonische Vereinigung zwischen den Elementen und der Spannung des
menschlichen Organismus hervorrufen.
Wille wird aus Erfahrung und einer Beachtung der Phänomene der Existenz geboren.
Auf diese Weise kann unüberwindliches Karma der menschlichen Einwirkung unterworfen werden.
128. Wir führen Gespräche über die Zukunft, bei denen gestattet ist, die umfassendsten Vorstellungen
vorzubringen und sie durch Tatsachen und Analogien zu stärken.
Ein solches Prognosespiel ist die beste Entspannung.
Es erweckt schlummernde Zentren und bringt neue Gedanken.
Unsere Lehre geht aus Erfahrung und Prognose hervor.
Darum gebt Euren Freunden den Rat, über die Zukunft nachzudenken.
Es ist zwecklos zu erwägen, ob der jetzige Augenblick erfolgreich oder erfolglos ist.
Nur durch das Projizieren von Tatsachen in die Zukunft bringen wir ihren Wert in Erfahrung.
So wird die Wirklichkeit der Zukunft geformt.
Wir sind Feinde grundloser Hirngespinste, doch Wir heißen jede zieltaugliche Prognose willkommen.
Wenn Elemente des Aufbaus festgestellt werden können, und wenn der Wille sie zusammenfügen
kann, dann kann man auf der Bestätigung des Planes bestehen.
Die Untauglichkeit oder die Schwäche des Bauwerks liegt in uns selbst.
Der Schrecken der Zerstörung beruht auf der mangelnden Wechselbeziehung zwischen der
Vergegenwärtigüng und der Vernunft.
Die Logik der Vernunft kann die Grundlagen unterminieren, während Vergegenwärtigung bereits
einen Sieg begrüßt.
Wenn der Sitz des Verständnisses für das Beweismaterial in Beziehung zur Wahrnehmung der
Wirklichkeit verstanden wird, dann wird die Entscheidung unveränderlich werden.
Denkt auf diese Weise an die Zukunft.
Darum errichtet die Mauern des Wissens inmitten der Wüste.
Ihr wißt, daß jeder Stein dieser Mauern absolut nützlich ist.
Der Grad dieses Absoluten wird die Angriffe der Feinde des Wissens zurückhalten.
Schätzt jede Stunde, in der Ihr die Zukunft aufbaut.
Die größeren Kräfte der Menschheit gehen aus Prognosen hervor.
Woher kommt Mut? Woher Streben? Woher Sieg?
129. Verrat muß vorausgesehen werden.
Jede Andeutung von Verrat muß aufgedeckt werden.
Wenn Furcht vielfarbig ist, wie viel mehr ist dies bei Verrat der Fall.
Laßt uns wachsam sein.
130.
Ihr werdet zu ihm sagen: „Es geziemt uns, selbst im größten Tumult und Aufruhr unsere Geistesruhe
zu bewahren." Er wird erwidern: „Deine Wahrheit ist nicht neu.
Warum soll ich die Ruhe meines Geistes anspannen, wenn mein Körper vor Spannung zittert?"
Antwortet ihm: „Dies ist das Gesetz der Vollkommenheit." Er wird antworten: „Auch dies ist nicht neu.
Wo liegt der Nutzen der Vollkommenheit?" Ihr werdet antworten: „Die Übung der Ruhe führt uns zur
Meisterschaft über die verschiedenen Körperzustände." Beim Wechsel des Körpers gerät ein Geist, der
keine Veredlung gesucht hat, in einen Zustand der Stumpfheit und wandert niedergedrückt über seine
nicht verwirklichten Erinnerungen umher.
Daraufhin tauchen ihn die unwürdigen Erinnerungen in einen Zustand ohne jeden Lichtblick.
Es ist notwendig, einen Zustand der Gleichgültigkeit zu vermeiden, während man den Körper
wechselt.
Vollkommenheit des Strebens wird Ruhe während des Übergangs von einem Körper zum anderen
gewähren.
Auf diese Weise wird die Qualität des Arhats erlangt, der den Fluß des Bewußtseins niemals
unterbricht und beständig der Zukunft entgegenstrebt.
Sagt Eurem Zuhörer, daß man das ewige Amrita der geistigen Vollkommenheit nur durch Erfahrung
vorbereiten kann.
Könnte jemand, der ein dringendes Experiment durchführt, einschlafen? Ebenso werden auch Wir,
wach im Bewußtsein, die Leben zu einem unzerbrechlichen Halsband vereinigen.
Einigen wird dieser Rat wie eine Abstraktion erscheinen, aber Wir kennen die ganze praktische
Wirklichkeit der Vervollkommnung.
Ebenso muß man auch eine andere Qualität des Arhats erkennen.
Man muß wissen, wie man unbemerkbar für die Augen anderer durch gewisse Lebensperioden
hindurchgehen kann.
Pfeile übermäßiger Aufmerksamkeit zerstören das schützende purpurne Netz.
Dieses Experiment kann bald auf einen Bildschirm projiziert werden.
Wir zögern nicht, das Auffassungsvermögen des Arhats, das bis vor kurzem nicht verstanden wurde,
neben das wissenschaftliche Experiment zu stellen.
Auf diese Weise kann man eine Brücke zu den fernen Welten schlagen und dort Leben entdecken, wo
man glaubt, daß so etwas wie Tod herrscht.
131. Das Zusammentreffen anderer Erscheinungen der subtilsten Energien mit physischen und
chemischen Phänomenen hat einen mächtigen, die Menschheit beeinflussenden Faktor zur Folge.
Wenn die chemische Eigenheit eines Strahles von einem fernen Planeten den menschlichen
Organismus bedrückt, dann liefern die sehr engen Verbindungen von Ausstrahlungen unserer Erde,
zusammen mit dem Einfluß unzähliger kosmischer Formationen, einen Hebel für das Streben der
Menschheit.
Gesetze menschlicher Verwirrungen können nicht in genauer Übereinstimmung mit einer logischen
Verteilung offenkundiger Elemente eingeführt werden.
Wie kann man daher ohne ein Studium aller umgebenden Vorgänge die Knoten des
Gedankenapparates entwirren? Irgendwo blitzten plötzlich rosafarbene Strahlen auf - und ein vorbereiteter
Aufstand einer ganzen Nation legte sich.
Irgendwo änderten sich die Gezeiten der Ozeane, und Veränderungen im Welthandel folgten.
Dies sind grobe, sichtbare Beispiele, aber wie viele äußerst subtile Ursachen und Wirkungen erfüllen
den Weltraum und durchfurchen die Schichten der Menschheit! Ihr, die Ihr das Schicksal der Nationen
entscheidet! Betretet die Laboratorien und klettert in die Sternwarten, und obwohl Ihr nicht sofort die
Analogie mit sozialen Problemen entdecken mögt, wird ein forschender Intellekt die Kompliziertheit des
Apparates der Wirklichkeit begreifen.
Er wird die Untrennbarkeit des Schicksals der menschlichen Evolution von den kosmischen
Vorgängen erkennen.
Darum wird wirklich vorurteilsfreies Wissen der sichere Führer in die Zukunft sein.
Wer die Wissenschaft der menschlichen Soziologie von den kosmischen Prozessen trennen will, wird
dabei seine eigenen Beine abschneiden und sich zum Leben eines Krüppels verurteilen.
132. Eingebildetheit und Mißtrauen sind abscheuliche Krankheiten.
Die erste führt Dummheit und Unwissenheit herbei.
Aus der zweiten gehen Lüge und Verrat hervor.
Man muß die Motive der Mitarbeiter mit scharfem Blick erkennen.
Der Schild schützt diejenigen, die durch die Aufrichtigkeit der Erleuchtung die Furchen der
Dunkelheit verhüllen können.
Nicht der glückliche Narr aus Volkssagen, sondern ein Kämpfer, wachsam, und voller Urteilskraft dies ist das Ebenbild für die heutige Zeit.
133. Ihr mögt fragen: „Wie viele Wissensbereiche kann man fassen, um die Sorge wegen Überlastung
zu vermeiden?" Natürlich würde eine Dreiheit von Wissensgebieten den Gedankenfluß nicht belasten.
Die Ethik der Grundlage des Seins, der Bereich früherer Existenzen und einige Beobachtungen über
die Elemente der sichtbaren Natur könnten eine unerschöpfliche Dreiheit zur Klärung der Vorstellungen
bilden.
134. Warum kann Unsere Gemeinschaft mit Leichtigkeit Gereiztheit vermeiden? Wir werden die
Qualität des Bewußtseins nicht zu hoch bewerten, aber trotzdem bleibt die Fülle der Arbeit als Grundlage.
In Arbeit und in der Nutzbarmachung von Prana liegt das Geheimnis der Möglichkeit von der
Einigkeit einer Gruppe.
Solche Zusammenarbeit ist möglich, und Unsere Anhänger dürfen nicht durch die verschiedenartigen
Charaktere der Mitarbeiter verwirrt sein.
Eine hinreichende Menge Arbeit und die Nutzung der Natur werden dem Nest der Arbeit den
richtigen Gesichtspunkt verleihen.
135. Man kann sich freuen, wenn die Daten großer Ereignisse herbeieilen.
Keine Zerstörung kann die Erkenntnis von der Wirklichkeit des Wachsens neuer kosmischer
Verbindungen hindern.
Solche Verbindungen müssen uns mit Freude erfüllen.
Wenn wir sie wahrnehmen, so bedeutet es, daß wir an ihnen teilhaben.
Und selbst eine begrenzte, jedoch bewußte Teilnahme am kosmischen Prozeß ist bereits ein großer
Sieg des Geistes.
Das Streben nach den fernen Welten ist die natürliche Neigung des menschlichen Geistes, der sich an
seine welträumlichen Erfahrungen erinnert.
Es ist notwendig, die Menschheit zum Pfad zu den fernen Welten zu lenken.
Diese Richtung kann uns über alles Gespött der Unwissenheit hinaus zur wahren Wirklichkeit
bringen.
Die Offenbarung der fernen Welten wird das Leben auf der planetarischen Kruste umwandeln.
Die nahe bevorstehende Wirklichkeit wird kleinliche Gedanken vertreiben.
136. -Oft vertrauen sich die Menschen einem feurigen Roß an, während eine unbemerkbare Mücke
das Tier in Wut versetzen kann.
Häufig versuchen die Menschen in einem brüchigen Paddelboot zu fahren, wenn jeder Stein Gefahr
bedeutet.
Oft sitzen die Menschen unter den Balken eines Hauses, das beim leichtesten Erdstoß einstürzen kann.
Natürlich ist all dies bekannt; trotzdem suchen die Menschen einer Gefahr auszuweichen, als ob
Gefahr nicht ein Begleiter der verkörperten Existenz wäre.
Die Menschen nennen es Glück, über einen Abgrund zu wandern, ohne es zu bemerken.
Doch wenn die Sehkraft genügend entwickelt ist, wird der Wanderer auf dem Lebenspfad jede
kosmische Unregelmäßigkeit bemerken.
Es wird durch die augenscheinliche Unerforschlichkeit des Pfades schmerzlich gefoltert werden.
Doch woher wird er den Mut und die Kraft erlangen, alle Klüfte der zerfallenden Feste zu
überqueren? Sicherlich nur aus der Erkenntnis der Beziehung dieser Stunde des Übergangs zu der
Zukunft, die unumgänglich erschaffen werden muß.
137. Die Menschen wünschen Gruppentätigkeit, die die Kräfte vervielfältigt, nicht zu verstehen.
Das Dodekaeder ist eines der vollkommensten Gebilde; eine so dynamische Zahl kann vielen
Angriffen widerstehen.
Eine Gruppe von zwölf Menschen, die systematisch vereinigt wird, kann wahrhaftig sogar kosmische
Ereignisse meistern.
Man muß auch verstehen, daß das Erweitern einer solchen Gruppe sie schwächen und die dynamische
Kraft ihres Aufbaus zerstören kann.
Daher könnt Ihr bemerken, daß Wir kleine Gruppen bilden.
Natürlich können verschiedene karmische Umstände etliche karmische Elemente anziehen.
Man kann sie nicht gewaltsam hinauswerfen, aber man kann sie schnell ausschließen.
Es ist Pflicht jedes entwickelten Teilnehmers der Gruppe zu erkennen, wer die ungebetenen Gäste
sind, und seine ganze Willenskraft anzuwenden, die alten Rechnungen des Lebens zu begleichen.
Zuweilen schließen sich unwürdige Elemente an einen würdigen Menschen an, sogar nicht einmal aus
bösen Beweggründen - es handelt sich um eine Art Überbelastung des Schiffes mit ungeeigneter Ladung.
Aber der Steuermann muß die Qualität der Ladung erkennen und die Unpassenden hinauswerfen.
Vor allem vermeidet Versprechen; diese Versprechen klammern sich an das Schiff wie Muscheln.
Erkennt die Verdienste des Würdigen, aber belastet ihn nicht mit Versprechen.
Eine vereinte Gruppe muß frei von gegenseitigen Versprechungen sein.
Die Erkenntnis des zukünftigen Bauwerks wird die einzige Grundlage für Beziehung sein.
Ich spreche nicht über Zauberkreise, sondern über die Wirkungen wahrer Gruppen.
138. Mit Recht lehnt Ihr Euch gegen das Säen des Schmutzes des Lebens auf.
Wirklich, Tiere handeln sauberer, weil ihre Vorstellung unbefleckt ist.
Furchtlos muß man die niederträchtige Gewohnheit ausmerzen, Sand in die Augen der Jugend zu
streuen.
139. Das Feuer des Brahmavidya ist nur in den Augen wahrnehmbar.
Das Wort enthält es nicht.
Die Schrift kann es nicht enthalten, denn seine Flamme ist innerhalb jenes Gedanken, der sich in der
physischen Hülle nicht ausdrücken läßt.
Nur der Spiegel des Auges sprüht die Funken der höchsten Gedanken aus.
Solche Augen erkennen die Funken der kosmischen Strahlen, die das grobe Sehvermögen einfach das
Licht der Sonne nennt.
Um den kosmischen Strahl mit dem bloßen Auge in die Funken des Fohat aufzuteilen, ist das Feuer
des Brahmavidya erforderlich.
Das menschliche Wort taugt nicht, die Natur des Brahmavidya auszudrücken.
Man kann es teilweise mit geistiger Sicht durchdringen, wenn man mit geschlossenen Augen in die
vernichtenden Strahlen blickt.
Doch das Zunehmen des Feuers des Brahmavidya wird die Wahrnehmung von jenen Bestandteilen
der Strahlen unbedeckt gestatten, die einem mechanischen Apparat nicht wahrnehmbar sind.
Diese Möglichkeit ist bereits mit dem Bereich der Verbindung mit den fernen Welten verwandt.
Sie blitzt ebenso unerwartet auf wie jede Erleuchtung des Bewußtseins.
Sie reagiert nicht auf erzwungene Entwicklung, erscheint jedoch im Augenblick der Entwicklung der
Empfindsamkeit des Organismus.
Der Lehrer kann diese Möglichkeit nicht erzwingen, aber Er freut sich, wenn dieses Sehvermögen von
der Dunkelheit zum Licht geführt wird.
Derselbe Prozeß erfolgt mit den Tönen der fernen Welten.
Zuerst erscheinen sie unleugbar in den Tiefen des Bewußtseins und werden dann unerwartet in das
offene, frohlockende Ohr getrieben.
Diejenigen, welche Erleuchtung nicht verstehen, werden nicht erfassen, wovon Ich spreche.
140.
Die abscheulichsten Menschen sind diejenigen, die nicht glauben können und die Macht des
Vertrauens nicht kennen - vorübergehende Schatten!
141. Wir verlassen Unsere Brüder nicht.
Wir wägen erfolgversprechende Möglichkeiten gegen Beweise ab.
Ein Sämann kann sein Feld wechseln, ohne seine Nützlichkeit zu verlieren.
Ebenso können auch Unsere Brüder ihr Arbeitsfeld wechseln, wenn sie wissen, wie Nahestehende
ihre schöpferische Arbeit und das Streben des Geistes wachsam beobachten.
Bei wahrer Zusammenarbeit muß jeder Bruder wissen, daß die besten Möglichkeiten für ihn gewählt
werden.
Diese Kenntnis muß in allen Schwierigkeiten seine geistige Nahrung sein.
Es ist die Verpflichtung der Gemeinschaft.
Kann der Verkörperte von sich wissen, wann er etwas begann oder vollendete? Es ist unmöglich, im
physischen Körper alles über sich selbst zu wissen.
Viele Leben weben einen einzigen Bewußtseinsstreifen, und man sollte es den getreuen Brüdern
erlauben, die Stunde zu verkünden, in der der Lotos sich öffnen wird.
Sie können über die nötige Zieltauglichkeit entscheiden, und in diesem Willen und in der Tiefe des
Vertrauens liegt der Sieg über das Karma.
142. Laßt uns ein Beispiel aus der Tierwelt nehmen.
Wenn sich die Organismen, die von ein und demselben Blut genährt wurden, trennen, ruft der
Vorgang stets ein Gefühl der Unvollkommenheit hervor.
Die kleinen, blindgeborenen Herjungen wenden sich den Naturkräften so unbewußt zu, daß nur
Erbarmen sie beachtet.
Doch die Zeit vergeht, und sie werden eine mächtige Rotte.
Zwar kämpfen sie untereinander, aber den Feind greifen sie gemeinsam an.
Eine neue Kraft ist hervorgerufen worden, trotz der Unbedeutendheit des Anfangs.
Laßt uns das Beispiel eines Bauwerkes nehmen.
Um das neue Haus zu bauen, wird das alte Gebäude niedergerissen.
Jeder Stein, jeder Balken, der aus den alten Schlupfwinkeln genommen wird, empört sich über die
Ungerechtigkeit der Handlung.
Doch die Zerstückelung hat stattgefunden, und neue Energie ist aufgeflammt.
Kali, die Zerstörerin, ist zur Mutter, zur Schöpferin geworden.
Aus den Bruchstücken wird ein neuer Bau errichtet.
Neue Energie durchflutet den Weltraum.
Mit so einfachen Beispielen sollte man sich an die Notwendigkeit der Erneuerung von Energie
erinnern.
Wenn Wir von einer Erscheinungsform hören, die tausend Jahre lang unverändert existieren will,
werden Wir in erster Linie die statische Qualität der Energiespirale, die eine solche Erfindung umgibt,
bedauern.
Darum wird Uns große Tätigkeit stets Freude bereiten.
Wir nennen Zerstörung Schöpfung, wenn sie das Bewußtsein der Zukunft enthält.
Das Hervorrufen eines Energiestromes ist der Anfang des Verständnisses für kosmische Ströme.
Denkt darum an die Offenbarung von Bewegung, sowohl in Gedanken als auch in Handlungen.
Alle haben über das Kommen des Neuen Zeitalters gehört.
Kann das Neue in Untätigkeit erscheinen? Man sollte lieber ein neugeborenes blindes Hündchen
willkommen heißen, als einen alten, nachplappernden Papageien.
Vergleicht die Ströme der Lehren des Lebens, die der Menschheit gegeben worden sind.
Jeder enthüllt neue Tore des Wissens, ohne die vorhergehenden zu beeinträchtigen.
Die Lebenstätigkeit wird jeder gegebenen Lehre eingeprägt.
Darum sollte man sie nicht studieren, um sich mit ihr vertraut zu machen, sondern um sie auf das
Leben anzuwenden.
Nur auf diese Weise könnt Ihr den Energiestrom hervorrufen.
143. Wir wissen von der Bildung ganzer Weltreiche durch die Sicherung der Beweglichkeit eines
Planes.
Diejenigen, welche die Feste belagerten, zogen sich vorübergehend zur Verstärkung zurück.
Und danach wurde ihr Lager eine drohende Festung, deren bloßer Anblick die anscheinend
unerreichbare Feste in Schrecken versetzte.
Mit unvernünftiger Anwendung einseitiger Energie würde die ganze Armee zerstört worden sein, aber
die Einführung eines neuen Aktionsstromes brachte eine neue Feste hervor.
Die Schöpfung des Bollwerks des Wissens bedeutet Sieg.
144. Ein Gefäß, ganz mit Geist erfüllt! So nennen Wir jene Menschen, die auf Grund der Erfahrung in
früheren Leben und der Entscheidung, das Ziel zu erreichen, ihr Bewußtsein erweitern und dadurch in das
Verständnis der Grundlagen der Evolution eindringen. Wenn diese Definition jemandem
unwissenschaftlich erscheinen mag, sagt: „Könnte man einen großen Arbeiter auf geistigem Gebiet eine
Leidener Flasche nennen?" Wahrlich, so wird die äußere Energie angesammelt, und zur rechten Zeit
erfolgt eine Entladung. Schwer ist der Druck, wenn das Potential bereit und die Zeit noch nicht gekommen
ist. Es ist schwierig, weil der empfindliche Apparat besonders gefährliche Elementarteilchen der primären
Energie assimiliert.
Wie bekannt, dringt die primäre Energie selbst - die Materia Matrix - infolge des Wirbelns der
infizierten niedrigen Schichten nicht in die irdische Sphäre ein. Doch das sogenannte Fohat, das die
Granulation der primären Energie darstellt, kann die irdische Oberfläche in Gestalt von Funken erreichen
und sogar von manchen Augen wahrgenommen werden, wenn ein Sonnenstrahl den chemischen
planetarischen Strahl kreuzt und die Funken der chemischen Zusammensetzung des Strahles entsprechend
färbt.
Außer von Fohat wird die irdische Oberfläche durch den Ausfluß von leuchtender Materie, Materia
Lucida, erreicht. Gewissen Augen wird sie als leuchtende Ströme und Flecke im Weltraum wahrnehmbar
sein. Diese chemischen Erscheinungen mögen als eine Eigentümlichkeit der Augen oder sogar als
fehlerhaftes Sehvermögen angesehen werden. Doch Wissen wird die tiefe Bedeutung offenbaren, die sie
für den Organismus haben.
Einerseits sind die Wirkungen wahrgenommener Funken von Fohat und die Ströme von Materia
Lucida wohlwollend, da sie den Geist mit dem Bewußtsein von der Notwendigkeit der Evolution erfüllen.
Andererseits brennen sie und drohen Entzündung der Zentren an, da sie Teile des feurigen Elementes sind.
Die Offenbarungen des feurigen Elementes können mit der gespanntesten Farbe der Elektrizität verglichen
werden, aber die Lichtskala der Elektrizität ist begrenzt, während die Mannigfaltigkeit der chemischen
Lichtfunken von Fohat alle Vorstellungen übertrifft. Die Lichttypen des Fohat sind wie kostbare Kristalle.
Durch das Nähren der psychischen Energie bahnt Fohat den Weg zu den fernen Welten. Materia Lucida
dagegen webt das Stärken des Bewußtseins. Das eine stärkt, die andere treibt den Menschen auf den
unendlichen Kampfplatz der Vervollkommnung. Dies sind die wundervollen Gaben des großen Aum!
145. Zuerst wurden Euch die grob materiellen Gesetze gezeigt. Ihr nahmt teil an Levitation und an
Experimenten mit Materialisation und der Übertragung von Gegenständen.
Dies wurde nicht wegen der Attraktion durchgeführt, sondern um nüchterne Kenntnisse zu
übermitteln. Danach wurde Euch die Astralwelt gezeigt, aber nicht, um in sie zu versinken. Durch
Bewußtseinserweiterung wurde es Euch möglich, mit den Auren und Ebenbildern von Inkarnationen
bekannt zu werden. Als wir mit der semimateriellen Welt fertig waren, traten wir an das kosmische
Hellsehen und Hellhören heran. Durch den Gebrauch der geöffneten Zentren der Schwester Ur. konnten
Strahlen verschiedener Art und die Struktur der feinsten Substanzen gezeigt werden. So näherten wir uns
der Wahrnehmung der fernen Welten, die dem Element des Feuers nahe und darum gefährlich ist. Daher
war das Kälteverfahren erforderlich. Die Ergebnisse waren glänzend. Ohne dem Organismus spezifische
Schocks zu versetzen, gelang es, die Körnung von Fohat zu demonstrieren, mit anderen Worten, das
sogenannte prismatische Sehvermögen zu erlangen.
Warum ist es wichtig, die Offenbarung von Fohat zu spüren? Die Granulation dieser feinsten Energie
ist in der Grundlage kosmischen Gerinnens festgelegt. Es bedeutet, daß gerade Fohat der Vater sein wird,
der den Impuls zur Bildung neuer Körper im Weltraum gibt. Wer das Wissen der fernen Welten erlangt,
wird die Stärke und die Schönheit der Kristalle von Fohat fühlen. Dies ist ein schwieriges Experiment,
und Wir freuen Uns, weil der physische Körper die feinsten Energien selten assimiliert.
146. Jede falsche Anschuldigung, Verdächtigung und Bestätigung belastet den Sender sofort. Es ist
töricht zu hoffen, daß die Folgen einer Lüge vermieden oder verborgen werden können. Gerade diese
Folgen wurzeln sich als Versprechen in ein Karma ein, das unvermeidlich ausgelebt werden muß.
147. Man sollte den Unterschied zwischen Erwartung und Streben genau verstehen. Erwartung wird
stets eine Stunde der Bewegungslosigkeit mit sich bringen. Aber mit Streben ist immer ein Flug in die
Zukunft verbunden. Ein solcher Unterschied kann nur von dem verstanden werden, den das Dahingleiten
seines gegenwärtigen Lebens nicht befriedigt, und der an das unaufhörliche Fließen der Existenzen auf
anderen Planeten denkt.
148. Laßt uns den Gegensatz zwischen der Weisheit der Erde und jener der fernen Welten betrachten.
Wenn der Geist lange Zeit nach der Vollkommenheit der fernen Welten gestrebt hat, wird das Leben auf
Erden nur das Sammeln von Bruchstücken bedeuten.
Alle Experimente in den Bereichen der subtilsten Energien können in den Stunden vor sich gehen,
wenn Ihr Euch leicht von der Erde losreißt. Dies stellt sozusagen ein unbezähmbares Streben nach der
Weisheit der fernen Welten dar. Jede Empfindung der Erde erscheint wie Nichts im Vergleich mit diesem
Flug ins Unbegrenzte.
Doch zuweilen müssen wir die Säulen irdischer Weisheit stärken. Wir freuen uns über die Weisheit
der fernen Welten, sollten jedoch die Weisheit der Erde nicht vergessen.
149. Heute hörtet Ihr die Sphärenmusik, jenen Rhythmus, der die Vergegenwärtigung der Evolution
stärkt.
Tatsächlich bildet nicht das Motiv, sondern der Rhythmus das Wesen der Sphärenmusik. Es ist
wirklich der Grad der Reinheit der Töne, der die interplanetarische Leitung bestimmt. Diese Töne sind in
vielen fernen Welten hörbar, aber auf Erden kann man sie nur auf großen Höhen hören, und man muß ein
musikalisches Ohr besitzen: Aber das Ohr, das die Sphärenmusik vernommen hat, muß vor Wind
geschützt werden.
150.
Jeder, der auch nur ein einziges Mal seine Arbeit für Unsere Arbeit bedauert hat, errichtet eine
unüberschreitbare Schranke zwischen sich und Uns.
151. Bestimmt muß die Frage des Brennmaterials in Asien anders gehandhabt werden.
Mineralbrennstoffe müssen auf vernünftige Weise nutzbar gemacht werden, und es ist auch notwendig,
Baumschulen einzuführen.
Aber Zyansäure hat seit Jahrhunderten das Gehirn Asiens vergiftet. Sogar auf den Höhen sind
Ablagerungen von Brennstoffen vorhanden. Da die Menschen ihren Verstand verloren haben, sind sie
Faulpelze geworden.
Ich bürge überall dort für Gesundheit, wo Prana bewußt geschützt wird. Die Offenbarung der
Evolution sollte untrennbar mit der Verbesserung des Lebens der Menschen verbunden sein.
Das Knurren von Hunden kann der Symphonie Rhythmus verleihen. Die Stille des Friedhofs ist
häufig entsetzlicher als das Pfeifen des Windes.
152. Je vollkommener der Geist, desto unfehlbarer erkennt er das tiefe Leiden des irdischen Lebens.
Und doch spreche Ich Selbst immer wieder über Freude. Solche Freude liegt in der Vergegenwärtigung
der fernen Welten.
Laßt uns ein einfaches Beispiel nehmen. Durch die Dunkelheit der Nacht eilt Euer Wagen heimwärts.
Der strömende Regen sollte Euch bedrücken, doch stattdessen jubelt Euer Geist. Warum? Ihr erkennt, daß
Euer Heim nahe ist, und daß selbst die Dunkelheit Euch nicht daran hindert, diejenigen wahrzunehmen,
die Eurem Herzen nahe stehen.
Wie belanglos ist das Elend des irdischen Lebens, wenn die fernen Welten uns zur Wirklichkeit
geworden sind! Beeilt Euch, den Pfad zu den fernen Welten zu erkennen.
Nur dieses Erweitern des Verständnisses des Lebens wird Eurem Geist die Grundlage des Pfades der
Freude gewähren.
Worüber sollte man sich sonst freuen? Über die Unvermeidlichkeit der Wiedergeburt? Doch wenn die
Vision der Zukunft fehlt, sind Wiedergeburten nur sinnlose Bruchstücke einer Seite aus dem Buch des
Lebens.
Wahrhaftig, das tierische Urteilen bedarf keiner Wahrnehmung der Zukunft, aber gerade der Wille des
Wissens zwingt den Menschen dazu, den Wechsel der Leben zu verstehen. Mit solchem Denken erhält der
Mensch das Recht zur Freude, und durch Streben kann er an Zusammenarbeit mit fernen Welten
herantreten. Nicht durch Astronomie, sondern im täglichen Leben wird der Mensch die Reichtümer des
Lebens vervielfältigen und die Angemessenheit vieler täglicher Ereignisse erkennen.
153. Jeder, der die Grundlagen der Evolution erkannt hat, hat die Verantwortung, sein Wissen einer
gewissen Anzahl von Menschen zu übermitteln. Hierbei ist der größere und der kleinere Verkünder dem
gleichen Gesetz unterworfen: Er muß sein Wissen weitergeben, ohne die Freiheit anderer zu verletzen.
Die Grundlagen der Evolution können nur freiwillig erkannt werden, und sie können nur durch das
Streben des Geistes, der sich empört, im Leben angewandt werden.
Das ganze Leben muß für die neue Richtung in der Evolution neu geregelt werden. Sie ist demjenigen
unerreichbar, der nicht bereit ist, der Erde diese Gabe im Geist zu bringen; dagegen hat diese Gabe
Bedeutung bei der Beendigung des irdischen Pfades. Von den ältesten Verordnungen der Vedanta an
kennen Wir dieses Prinzip der Befreiung. Doch vor der Wiedergeburt der Evolution ist es Unsere
Aufgabe, immer wieder über diese vorwärtstreibende Kraft zu sprechen.
154. Ihr habt oft Fragen über die Geister gestellt, die die Erde verlassen haben und nach den fernen
Welten gegangen sind. Aber als Ihr die fahle Färbung unseres Planeten wahrgenommen hattet, begrifft Ihr
die Zielstrebigkeit, dorthin überzugehen, wo die schöne Wirklichkeit existiert. Man muß seine
Verpflichtung gegenüber der Erde erfüllen, indem man auf die Grundlagen der Evolution aufmerksam
macht. Hierin wird die höchste Zusammenarbeit mit der Menschheit enthalten sein. Jedoch keine
Glaskuppel kann die Zweige des wachsenden Eichbaumes zurückhalten.
Alle sollten emporsteigen und zu den Höhen streben, die dazu fähig sind!
155. Man muß dem Mittelhirn Aufmerksamkeit schenken.
Gerade in seiner Entwicklung liegt die Errungenschaft der Yogaphilosophie im Leben. Die
angesammelten Lebenserfahrungen beweisen, in welchem Maße der Yoga des Lebens dem künstlichen
Aufstieg, getrennt von der Wirklichkeit, überlegen ist.
156. Der Rhythmus der Wahrheit ist wie ein unüberwindliches Bollwerk. Keine große Menge von
Worten, sondern ein rhythmischer Ton ist von entscheidender Bedeutung. Warum sollte man versuchen,
mit Worten zu siegen, wenn der Rhythmus blitzschnell die schädlichsten Dinge vertreiben kann? Was für
einen Zweck hat es, lange Briefe zu verfassen, wenn der Gedanke augenblicklich in das Bewußtsein
eindringt? Sicherlich, die Lehre über Gedanken und die Wirkung des Willens ist bereits von den
Menschen entstellt worden.
Sie haben sich bemüht, das Unvermögen des Willens und des Denkens durch mechanische Wirkung
auszugleichen.
Lächerlich sind all die künstlichen hypnotischen Erfindungen, um die Menschen in den Schlaf
einzulullen, einschließlich der Spielsachen von großer Brillanz. Selbst das Kreuzen der Augen ist nicht
nötig. Doch wer den wahren Yoga im Leben erkennt, weiß, daß der Blitz der Wahrheit einschlägt und neu
belebt.
Wenn Wir über die Notwendigkeit der Ehrlichkeit sprechen, fassen Wir keine unwürdigen Menschen
ins Auge.
Wir weisen auf die gerade Linie der vollkommenen Wahrheit hin, frei vom persönlichen Element.
Diese Möglichkeit kann durch direktes Wissen verwirklicht werden. Die angesammelte Erfahrung im
Kelchzentrum verleiht unbesiegbares Wissen. Das Kelchzentrum ist in der Nähe des Blutreservoirs, denn
Blut ist das, was unseren Weg auf Erden ermöglicht.
Die Wahrheit ist also keine relative Abstraktion, sie ist die Erkenntnis kosmischer Gesetze, die auf
direkter Erfahrung beruht. Darum kann Unser Rechnungsführer einen Irrtum in seinen Zahlen begehen,
ohne unehrlich zu sein, aber der erfolgreichste Heuchler wird die Fähigkeit der Wirksamkeit nicht
erlangen.
Es ist richtig, Einweihungen, Meditation und Konzentration als veraltete Begriffe zu betrachten; denn
diese Begriffe müssen in Handlungen ausgedrückt werden. Die ganze künstliche Magie muß vergessen
werden.
157. Die Umnachtung der Menschen nimmt zu. Die flammende Blume ist auf dem ganzen weiten
Planeten nicht sichtbar.
158. Die Menschen glauben gewöhnlich, daß sie durch viele Methoden Vollkommenheit erlangen
können. Diese Vielfältigkeit der Trugbilder schläfert den mittelmäßigen Verstand ein. Doch der
Menschheit stehen nur zwei Wege offen: Entweder die Vergegenwärtigung des Aum weise und inbrünstig
zu suchen, oder wie ein Holzklotz in einem Sarg zu liegen und es als selbstverständlich anzunehmen, daß
irgendjemand oder irgendetwas für das Geschick des Krämers im Geiste sorgen wird.
Das wahre Streben nach Realisierung der höchsten Möglichkeiten sollte den größeren Teil des
menschlichen Lebens in Anspruch nehmen, als wesentlichste und fesselndste Beschäftigung. Aber das
Licht des Wissens wird durch die traditionellen Dogmen der Religionen ersetzt; und der Mensch, der
Denker, betet die düstere Ecke an und hängt sich Amulette um den Hals, ohne auch nur das Symbol des
Bildnisses zu erfassen. Wiederholt dies für alle, die in der Dunkelheit der Tradition schlafen.
Es existieren keine Kompromisse; es gibt nur Streben oder die Erstarrung des Todes. Überdies ist
Streben mit der Freude kosmischer Vergegenwärtigungen erfüllt, und die Erstarrung des Todes ist voller
Schrecken.
Die Regierungen, die versuchen, armseliges Denken durch die Maske konventionellen Erfolges zu
verbergen, nehmen die Funktion der Totengräber auf sich. Daher ist es nötig, die junge Generation auf die
Ankunft des Yogas des Lebens aufmerksam zu machen.
Alle vorhergegangenen Yogas, die von den höchsten Quellen gegeben worden sind, nahmen eine
bestimmte Qualität des Lebens als Grundlage. Und jetzt, bei der Ankunft des Zeitalters des Maitreya, ist
ein Yoga erforder- lieh, der die Essenz des ganzen Lebens einbegreift, der allumfassend ist, der nichts
umgeht, wie die unentzündbaren Jünglinge in der biblischen Legende, die sich heroisch dem feurigen
Schmelzofen opferten und dadurch Macht erlangten.
Ihr könnt Mir einen Namen für den Yoga des Lebens vorschlagen. Aber der genaueste Name wird
Agni Yoga sein. Gerade das Element des Feuers gibt diesem Yoga der Selbstaufopferung seinen Namen.
Während in anderen Yogas die Gefahren durch Übung vermindert werden, nehmen sie im Yoga des
Feuers zu. Denn Feuer, als alles verbindendes Element, offenbart sich überall und läßt dadurch die
Wahrnehmung der subtilsten Energie zu.
Das Feuer wird nicht vom Leben hinwegführen; es wird als vertrauenswürdiger Führer in die fernen
Welten wirken.
Denn was durchflutet den unermeßlichen Weltraum? Laßt uns also lächelnd über das feurige Leben
nachsinnen.
159. Warum wird der Yoga feurig genannt? Die Augenscheinlichkeit von Macht bereichert das
tatkräftige Leben und löscht jede oberflächliche Erscheinung aus. Das Ausbrechen des Feuers ruft die
Leuchtkraft der Materie hervor.
Genau genommen, wo Feuer ist, dort ist das Zeugnis fortschreitender Vollkommenheit.
Uns sind Beispiele bekannt, wo die Aura in einem Zustand der Spannung das Feuer des Weltraumes
hervorrief und begann, sich in eine außergewöhnliche Lichtausstrahlung einzuhüllen. Auf diese Weise
ereignet sich der physische Kontakt des Menschen mit der feinsten Energie.
Und Wir schätzen es besonders, wenn man die höchsten Energien in den mittleren Schichten der
Atmosphäre spüren und fühlen kann, wie die ungewöhnlichen Möglichkeiten auf den Menschen
niedersteigen.
Die Höhlen der Dunkelheit erfordern eine mächtige Desinfektion. Nur Feuer wird diese ekelhaften
Ausdünstungen durchdringen. Und wenn man mit Euch über die Gefahr des Elementes Feuer spricht,
antwortet, daß Gefahr die Krone der Errungenschaft ist.
160.
Können wir den Kampf auf einen einzigen Sieg beschränken? Scheinbares Unglück west an den
Wurzeln.
Erfolg gleicht vielfarbigen Blütenblättern. Aber zapft die Wurzeln an, denn in ihnen ist der Lebenssaft
der Kraft. Ich schlage vor, Kraft als Präzipitat des Experiments zu betrachten.
Wir sind wieder im Garten des Lebens, wo Erfahrung Errungenschaft sichert.
161. Laßt uns sehen, worin die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Agni Yoga und den
vorhergehenden Yogas liegen. Karma Yoga hat viel Ähnlichkeit mit ihm, wenn er sich mit den Elementen
der Erde befaßt.
Aber wenn Agni Yoga die Wege zur Vergegenwärtigung der fernen Welten meistert, dann wird der
Unterschied sichtbar. Raja Yoga, Jnana Yoga, Bhakti Yoga sind alle von der sie umgebenden Realität
abgesondert, und aus diesem Grunde können sie nicht in die Evolution der Zukunft eintreten. Natürlich
sollte ein Agni Yogi auch ein Jnana und ein Bhakti sein, und die Entwicklung der Kräfte seines Geistes
macht ihn zum Raja Yogi. Wie schön ist die Möglichkeit, für die Aufgaben der zukünftigen Evolution
empfänglich zu sein, ohne die vergangenen Eroberungen des Geistes zu verwerfen! Man sollte sich keiner
Neuerung rühmen, denn nur die Verbindung von Elementen erneuert die Möglichkeiten.
162. Jede Gefahr bringt auch einen Gewinn. Das Kehlzentrum bewirkt Synthese. So wird das Schwert
im Feuer gestählt. Gewiß ist jede Flamme eine Gefahr, aber die Subtilität der empfänglichen Form wird
durch Feuer bestätigt.
Darum ist Agni Yoga auf der Offenbarung des Feuers, des Lebensspenders und des Schöpfers des
Willens erschaffen.
163. Wer schwimmen möchte, muß furchtlos ins Wasser tauchen. Und wer sich entschieden hat, Agni
Yoga zu meistern, muß sein ganzes Leben durch ihn umwandeln. Warum glauben die Menschen, daß sie
dem Yoga einen Teil einer müßigen Stunde gewähren und während der übrigen Zeit in unreinen
Gedanken verharren können? Wahrlich, alle Handlungen müssen mit dem reinigenden, feurigen Streben
erfüllt sein.
Erinnert Euch daran, wie Ich die Erlangung des Agni Yoga mit Euch begann. Bringt Eure Jünger
ebenfalls in den Bereich der Beherrschung des Feurigen Yogas. Wie Bildhauer fangt damit an, die
verschiedenen Oberflächen des Rohmaterials zu betasten. Plötzlich und beständig schlägt dann Funken
des Lebensfeuers aus der Oberfläche des Chaos. Ebenso furchtlos, wie das Spiel der Großen Mutter in den
spiralförmigen Kurven der Energie des Fohats Macht sammelt, gebt den Menschen ein vollständiges,
wenn auch unerwartetes Verständnis für die Vereinigung allen Lebens in der Vergegenwärtigung des
Unbegrenzten. Seid nicht besorgt über Depressionen und Flüge des Geistes. Diese mögen nur die Kurven
der Spiralbewegung sein. Schlimmer sind beständige Gleichgültigkeit und Eingebildetheit.
Laßt Agni Yoga den Weg durch ein Flammenmuster zeigen, das das Abbild der ewigen Vorstellung
von kosmischen Formationen offenbart. Dieser am meisten vereinigende Yoga verpflichtet dazu, das
ganze Leben in Übereinstimmung mit einer äußerlich nicht wahrnehmbaren Disziplin aufzubauen. Wenn
diese unersetzbare Disziplin nicht als eine Fessel angesehen, sondern in die Freude der Verantwortung
umgewandelt wird, können wir die ersten Pforten als offen betrachten. Wenn die Zusammenarbeit mit den
fernen Welten erkannt wird, öffnen sich die zweiten Pforten. Und wenn die Grundlagen der Evolution
verstanden werden, dann werden die Riegel von den dritten Pforten fallen. Und wenn schließlich die
Überlegenheit des verdichteten Astralkörpers erkannt wird, dann werden die Schlösser der vierten Pforten
aufgeriegelt werden. Parallel mit diesem Aufstieg werden die Zentren der Feuer des Wissens entzündet,
und inmitten der Blitze der subtilsten Energie entfaltet sich das direkte Wissen. Hegt also das Feuer des
Wissens und hütet die zunehmende Macht.
164. Die Menschen reden viel über die Hilfe, die von Unserer Wohnstätte ausgehen sollte. Laßt uns
die Fähigkeit der Menschen analysieren, diese Hilfe anzunehmen.
Jeder Mensch, der von Beistand träumt, hat bereits selbstsüchtig die Richtung und das Ausmaß
desselben bestimmt. Kann ein Elefant in einem niedrigen Keller Platz finden? Aber der Hilfesuchende
erwägt weder den Umfang noch die Angemessenheit der Hilfe. Lilien sollten zur Winterszeit blühen, und
in der Wüste muß eine Quelle hervorsprudeln; sonst ist das Verdienst des Lehrers gering. „Doch, Schöpfer
der Wüste und Herr der Kälte, du riefst deinen eigenen Durst hervor und zitterst vor der Kälte deines
eigenen Herzens. Meine Quelle blieb jenseits der Grenze deiner Vision, und du wandtest dich nicht um,
um Meine Blumen zu betrachten. Du bedecktest deinen Weg mit einer Kruste der Selbstsucht und fandest
nur Zeit, deine gepflegten Fußsohlen vor den Dornen zu schützen, die du selbst gepflanzt hast. Meine
Hilfe flüchtete wie ein aufgescheuchter Vogel. Mein Bote eilte zurück, und der weiße Lobnor bellt
trauervoll. Meine Hilfe ist zurückgewiesen."
Doch der Wanderer fährt weiter stumpfsinnig fort um Hilfe zu bitten und lenkt seine Aufmerksamkeit
auf die Stätte seiner zukünftigen Vernichtung. Darum raten Wir stets zu Wachsamkeit, Beweglichkeit,
Unvoreingenommenheit. Sonst kann man nicht mit der Wirklichkeit Schritt halten.
165. Der Pfad der Askese ist nicht der Unsrige. Man muß dem Leben die Blumen der Erfahrung
opfern. Überdies, wer würde für sich selbst das leichte Problem einer ruhigen Existenz wählen? Wer
würde die Rolle des Zuschauers bei einem Kampf auf sich nehmen? Von nun an gibt es keine Zuschauer,
nur Schlummernde, denn das Feuer ist an der Schwelle.
166. Jeder hat sich irgendeiner Art Yoga angeschlossen, selbst wenn auch nur in einem elementaren
Stadium oder in einer entstellten Form. Die Menschen können nach den Elementen eingestuft werden,
man kann sie auch nach Yogas einteilen. Oft findet Ihr in einem Frömmler die Entstellung des Bhakti
Yoga; in einem unerträglichen Athleten Hatha Yoga; in einem fanatischen Eiferer Raja Yoga; und in
einem Heuchler Jnana Yoga. Aber was übertrifft den Beitrag des wahren Yoga, der das irdische
Bewußtsein mit dem kosmischen Puls verbindet? Kann man sich etwas vorstellen, was das grundlegende
Streben des verkörperten Geistes ersetzen könnte? Etwas, was das astrale Verständnis durchtränken
könnte; etwas, was die Existenz der Menschheit rechtfertigen könnte? Doch das Studium des Agni Yoga
bringt den Menschen den fernen Welten näher.
Ihr mögt Mich fragen, was für physische Übungen im Agni Yoga nützlich sind? Ich rate zu kurzem
Pranayama am Morgen, nicht länger als fünf Minuten. Man sollte sich des Fleisches enthalten, abgesehen
von geräuchertem Fleisch. Gemüse, Obst, Milch und Getreideerzeugnisse sind stets annehmbar. Auch
jeder Wein ist untersagt, ausgenommen als Heilmittel. Opium ist der Feind des Agni Yogas. Die Wolken
am Himmel drücken den Agni Yogi nieder. Ich rate, das Schuhzeug mit Gummi zu isolieren und am
Morgen zu wandern und Rauch zu vermeiden. Mit Heldenmut müssen die verschiedenen Nachrichten des
Lebens empfangen werden, da es sonst unmöglich ist zu entscheiden, wo das Gute und wo das Böse ist.
Wer den wahren Yoga ins Leben überträgt, erfüllt seine große Aufgabe. Vor uns liegt also die Grundlage
des Agni Yoga.
167. Einige mögen fragen: „Wird es denen, die die Wahrheit bringen, leicht?" Natürlich ist der Pfad
für jeden Ubermittler schwer. Sein feuriger Pfad kann niemals erleichtert werden. Es ist, als hätte sich ein
Gewölbe auf das Haupt des Wahrheitsträgers gesenkt und die Gehirnzentren niedergedrückt; Nur
bewußter Kampf führt den angestrengten Arbeiter in den geistigen Bereich zur Erfüllung seiner Aufgabe.
Der Nebel des Zornes wird hinter ihm herziehen, weil er den Planeten aus seiner Isolierung befreit.
Kann man den Menschen furchtlos nennen, der sich selbst für furchtlos erklärt, oder kann man
denjenigen gelehrt nennen, der verkündet, daß er Wissen erlangt hat? .Wahrlich, jeder, der der
Errungenschaft würdig ist, offenbart seine Werke, ohne sie für gut oder schlecht zu erklären, führt sie aber
so aus, wie er muß. So wird der Weg für die Vollendung der Inkarnation gelegt. Wird derjenige, welcher
seinen Weg beendet hat, ihn beschwerlich nennen? Der Anblick vom Ende der Stufe erfüllt den Wanderer
mit Freude, weil er weiß, Wem er sich nähert.
168. Darf ein Mensch im eigenen Interesse auf- und absteigen? Wahrhaftig, kein Wesen kann
handeln, ohne seine Umgebung zu beeinflussen. Es wirbelt nicht nur bei jeder Handlung die
verschiedenen Schichten der Atmosphäre auf, sondern schleppt buchstäblich seine Nächsten mit. Daher
muß der Mensch seine Verantwortung gegenüber dem Universum erkennen. Ein Mensch, dessen
Verständnis zunimmt, erweist dadurch einem anderen wesentliche Hilfe. Ein Mensch ist niedergedrückt
und tötet dadurch vielleicht einen anderen. Jenseits des bewußten Denkens fließt die beständige
unbewußte Zusammenarbeit, die weite Kreise umfaßt, bedingt durch das Karmagesetz und die Aura.
Es ist nicht leicht zu entscheiden, wann man ein Mörder oder ein Wohltäter ist. Nur die Lichter des
Agni Yoga können die Arbeit unserer chaotischen Gedanken gerecht erleuchten. Doch hierfür muß man
sich dem Agni Yoga aufopfernd weihen; und wenige lieben die Gefahren der Selbstaufopferung. Darum
ist das Gesagte nur wenigen begreiflich. Aber man kann zahlreiche Beispiele anführen, wie ein Mensch,
der in Asien irrsinnig wurde, die Ursache des Ruins von einem Menschen in Europa war, oder wie ein
Mensch, der sich in Amerika im Geist erhob, einen anderen in Ägypten heilte. Daher ist das Aufblühen
wohltätiger Gedanken eine feurige Blume des Geistes.
169. Wie Feuer das allumfassende Prinzip ist, so durchdringt Agni Yoga das ganze Leben. Man kann
bemerken, wie das Bewußtsein allmählich geschärft wird, wie die wahren Werte der Umgebung zum
Vorschein kommen, wie die Unabänderlichkeit der Zusammenarbeit der Welten zunimmt. So ist das
Leben voller Anzeichen des höchsten Verständnisses. Wahrheit tritt als ein wirklicher Begriff ins Leben
ein.
Nicht nur die Gefahr der Feuer der Zentren, sondern auch das schmerzliche Feingefühl für
Ungerechtigkeit begleitet die mutigen Sucher des Agni Yoga. Doch was bedeuten diese Gefahren
angesichts der Vergegenwärtigung des wahren, befreienden Pfades? Man kann Agni Yoga mit dem
Morgenstern vergleichen, der das Nahen des Lichtes ankündigt.
170.
Während der Entwicklung der Zentren fühlt der Mensch unbegreifliche Symptome, die die
Wissenschaft in ihrer Unwissenheit den dazu in keinerlei Beziehung stehenden Leiden zuzuschreiben
pflegt. Darum ist die Zeit gekommen, das Buch über Beobachtungen hinsichtlich der Feuer des Lebens zu
schreiben. Ich rate, es nicht aufzuschieben, denn es ist notwendig, der Welt die Offenbarungen der
Wirklichkeit und der Einheit der Existenz zu erklären.
Neue Verbindungen von Begriffen treten unmerklich ins Leben ein. Diese Zeichen, die wenigen
sichtbar sind, bilden die Grundlagen des Lebens und durchdringen seinen ganzen Aufbau. Nur die Blinden
nehmen nicht wahr, wie das Leben voller neuer Vorstellungen ist. Darum sollten Wissenschaftler
aufgefordert werden, Licht auf das Beweismaterial zu werfen.
Arzt, versage nicht!
171. Ein Agni Yogi muß die Gewohnheiten aller Nationen aufgeben, obgleich er vorübergehend zu
einer von ihnen gehört. Der Agni Yogi lehnt Spezialisierung in seiner Arbeit ab, obgleich er
hervorragende Kenntnisse auf einem Gebiet besitzt und ein anderes beherrscht. Der Agni Yogi ersetzt
Blutsverwandtschaft durch geistige Verwandtschaft.
Der Schild eines Agni Yogi umfaßt seine Weihung zur Evolution der Welten und seine strenge
Ablehnung von Vorurteil.
172. Der Yogi muß seine Atmungsorgane rein erhalten.
Darum werden heiße Milch, Baldrian und Minze für ihn verordnet. Der Yogi muß seinen Magen und
die Gedärme rein erhalten, wofür Süßholz und Alexandriner Sennesblätter verschrieben werden. Der Yogi
muß seine Lunge rein erhalten, und hierfür wird ihm Aloe gegeben und auch Teer, verständig angewandt.
Der Yogi muß das alles durchdringende Soma rein erhalten, zu welchem Zweck er von Moschus
Gebrauch machen muß. Unter Reinheit wird auch die Vitalität der Drüsen verstanden.
173. Der Yogi ist keiner Heuchelei ergeben; der Yogi neigt nicht zu Geschwätz über diejenigen, die
der Bruderschaft angehören. Solcher Klatsch trägt die Folgen von Verrat. Der Yogi weiß, in welchem
Grade jeder seiner Gedanken gegen ihn selbst mächtig ist. Der Yogi ist wohlwollend gegenüber allen
Zeugnissen der Evolution.
Der Yogi erkennt das Böse des kosmischen Abfalls heroisch und vernichtet den Boden der
Unwahrheit.
174. Der Lehrer beobachtet den Fortschritt des Yogis.
Das Zeichen seines Fortschritts wird die Fähigkeit sein, die Stimme des Lehrers zu hören und
gleichzeitig das Gerechtigkeitsgefühl zu entwickeln.
175. Die Erklärungen des Yogis werden voller wahrer Teilhaftigkeit an der Evolution der Welten sein.
Doch eine Qualität charakterisiert den Yogi besonders - er kennt keinen Tod, denn das erwachte
Bewußtsein kennt keine Unterbrechung der Existenz. Daher unterbricht der Yogi seinen Dienst an der
Wahrheit keinen einzigen Augenblick.
So steigt derjenige, welcher Yoga erlangt, allmählich die Stufen der Welten empor. Und in
unaufhörlichem Wechsel sind seine Aufgabe und sein Dienst. Die Beibehaltung des Bewußtseins in seinen
verschiedenen Hüllen macht die Errungenschaft des Yogis lebenswichtig.
Bis jetzt hat Yoga sich nur selten und in besonderen Umständen offenbart, doch die Evolution des
Geistes verlangt, daß der Yoga ins Leben gebracht wird. Und hierauf müssen die Gedanken der jungen
Generation gelenkt werden. Wir brauchen weder Fanatismus noch Skeptizismus, aber jede gesunde
Umwandlung des Lebens wird beachtet und unterstützt werden.
176. Wenn wir Agni Yoga ins Leben einzuführen wünschen, müssen seine Offenbarungen in die
üblichsten Zeichen gekleidet werden. Fragt den Jünger, ob er die Unterstützung des Lehrers zu erhalten
wünscht. Möchte er geistige und materielle Hilfe empfangen? Bestimmt möchte er dies. Dann laßt uns den
Probepfad antreten.
Nützlich sind unerwartete Prüfungen der Kälte und des Hungers, zweckmäßig sind die plötzlichen
Prüfungen des Unglaubens, des Verrats, der Lüge und des Aberglaubens.
Beachtet, wie sich der schwache Geist unter dem Wind beugt, wie er nach Nahrung verlangt und wie
die Lippen die heiligsten Prinzipien verletzen. Doch hier geht er, arm, selbstaufopfernd, und lächelt über
Kälte und Hunger im Vertrauen auf die Macht der Kosmischen Prinzipien bei seinem Aufstieg; ewig jung,
ist er bereit, das Werk der Realisation zu unternehmen.
Wenn Ihr die Anwendung des Yoga auf das Leben fordert, dann werdet Ihr die wahren Lehrer sein.
177. Bestätigt die Gerechtigkeit der gänzlich neuen Lebensstruktur. Vernichtet besonders diejenigen,
welche die Schätze eines anderen fälschen.
178. Die gleiche unveränderliche Wahrheit wird der Menschheit in verschiedenen Gewändern
gegeben. Unfehlbar wird sie in weniger als einem Jahrhundert von den hastenden Massen entstellt. Darum
gehört die Reinigung der Wahrheit zu den Pflichten eines Yogis. Wenn das neu offenbarte Bild der
Wahrheit den hingebungsvollen Sucher anlächelt, kann Freude zu den fernen Welten eilen.
Der Weltraum verkündet, daß das Schicksal des Lebens gereinigt worden ist. Und die Gesichter der
Träger der Wahrheit lächeln. Selten ist ein solches Lächeln, aber Yoga kann es hervorbringen. Darum ist
die Übung des Yogas die Erleuchtung des Lebens.
179. In Erwartung des größten Kampfes müssen wir Befehle in Übereinstimmung mit dem
gewöhnlichen Plan geben. Es würde nicht richtig sein, daß ein Kampf den Lebensstrom unterbricht.
Kampf ist unser Schicksal und man muß ihn in den täglichen Plan einschließen.
180.
Ein Zauberer hüllt die gewöhnlichsten Handlungen in das Ungewöhnliche. Der Yogi bringt selbst die
ungewöhnlichste Erscheinung in die Grenzen des Gewöhnlichen, weil er die Zieltauglichkeit der Natur
kennt.
Ein Yogi ist weder alt noch jung. Nicht alt, denn er kennt den Pfad des allmählichen Aufstiegs. Nicht
jung, weil er die Ansammlung früherer Erfahrungen erkennt.
Ein Yogi kann unbemerkt durchs Leben schreiten. Ein Yogi lächelt über dumme Worte, aber er
vernichtet Unwissenheit.
„Ich bin der strenge Vernichter der Verleumdung der Wahrheit. Ich selbst übernehme die Reinigung
der alten Welt. Unerbittlich werde ich bei der Unterdrückung von leerem Geschwätz sein. Ich werde den
Mut aufbringen, mich der Wut des Bösen entgegenzustellen!" Dies verkündet der Yogi. Und in der Macht
dieser Verkündigung stählt er sein Schwert der Wahrheit.
Haltet es für Glück, in den Yoga einzutreten. Die Vergangenheit bietet demjenigen ihre besten
Früchte, der den Yoga beginnt, und die Zukunft wird ihm die Aussicht auf Tätigkeit eröffnen.
181. Wir lehrten Euch, den grundlegenden Gedanken zu erfassen, der Oberflächlichkeit von
Ausdrücken nicht zu erliegen. Wie Buddha die Entwicklung eines ganzen Themas aus einem einzigen
Wort lehrte, so erweitert das Verständnis Eurer Jünger, auf einem Wort oder Zeichen aufzubauen. Doch
vor allem, strebt danach, nicht zu wiederholen. Wenn der Empfänger des Geistes bereit ist, durchbohrt
jeder Gedanke wie ein Pfeil. Aber wenn eine Auflösung des Gewebes die Kanäle der Zentren bereits
verstopft hat, kann kein Yoga erreicht werden.
Bestimmt wird die Lehre des Yogas für jeden nützlich sein, selbst wenn er die geistigen
Offenbarungen nicht erlangen mag. Die äußeren Regeln des Yogas können in jedem Fall seine Gesundheit
unterstützen, sein Gedächtnis stärken und seine Gedanken reinigen.
Doch worin werden die Zeichen der Eroberung liegen, die den Geist erhebt? Zuerst werden die
inneren Feuer der Zentren entzündet werden. Dann wird die Stimme des unsichtbaren Lehrers ertönen.
Und schließlich wird die äußere Flamme, die das individuelle Bewußtsein anscheinend mit dem
Bewußtsein des Weltraumes verbindet, offenbar werden. Dann wird der Kontakt mit den wunderbaren,
gefährlichen, subtilsten Energien möglich sein - mit allem, was das Leben umwandelt und die Vorstellung
des Todes widerlegt.
Die Schwierigkeit des Kontaktes mit dem Ungewöhnlichen macht zuweilen besondere
Lebensumstände erforderlich.
Schlaf nimmt ab, und das Liegen auf dem Rücken wird schwer. Die Muskelspannung erschöpft die
Arbeit des Geistes, und jede Vergiftung der Aura verursacht Leiden. Natürlich können diese
verschiedenen Dinge vermieden werden, ohne den Strom aufzugeben, und das Licht des Yoga wird vom
Licht des Weltraumes umgeben sein.
Wo gibt es einen anderen Pfad zum Nirvana?
182. Ein weiteres Zeichen des Yogas ist, wenn man frei und tief auf den Höhen atmen kann. Dann ist
der Pfad zu den höchsten Schichten der Astralwelt erreichbar, vorausgesetzt, daß das Bewußtsein es
zuläßt.
Nur derjenige kann auf dem Weg zum Yoga sein, der sein Wissen leicht als geringfügig ansehen
kann; der sich selten an die Würden erinnert, die ihm von Menschen verliehen wurden; der nichts mit den
falschen Behauptungen der Religion zu tun gehabt hat; der seine irdische Abstammung nicht ehrt, obwohl
er sich an seine Verkörperungen erinnert; der alljährlich das Säen seines Gartens wiederholen kann und
über den Sturm lächelt, der seine früheren Bemühungen fort riß; der die Fähigkeit zur Verleumdung
verloren hat; der sein strebendes Suchen auf das unsichtbare Höchste gerichtet hat; der die Gesellschaft
aller Verräter an der Wahrheit zurückgewiesen hat; der sich mit reinen Gedanken umgeben hat, die eine
unbesiegbare Aura verleihen.
Wahrlich, Ich sage, der Agni Yogi muß seinen verdienten Platz auf Erden und droben erhalten, weil er
sich in das subtilste Element gehüllt hat. Und wenn der Feigling kriecht, umgürtet sich der Yogi mit seiner
feurigen Rüstung, denn er ist furchtlos.
Denkt an die feurige Taufe, das feurige Kreuz und an alle flammenden Kelche, die Ich Euch vor
langer Zeit offenbarte als Symbole des kommenden Yogas. Das Symbol des Feuers, zur Anwendung im
Leben, ist durch alle Lehren gegangen. Auf diese Weise hat sich die Offenbarung des Feuers genähert,
und Wasser ist durch Feuer ersetzt worden.
183. Ich weise Euch an, den Namen des Lehrers zu preisen, damit nichts Entwürdigendes diese Kette,
die die Welten vereinigt, berühren wird. Ich fordere Euch auf, denen Eure Hilfe zu erweisen, die
wiederholt anklopfen.
Ich betraue Euch damit, über das Ziel des Lebens auf Erden zu sprechen. Ich beauftrage Euch, alles
hinauszuwerfen, was Gemeinschaft mit Uns herabwürdigt. Ich betraue Euch damit, Unsere Existenz zu
bestätigen.
Das Verständnis für Unsere Lehre muß notwendigerweise die Leben derer umwandeln, die sie
annehmen. Sie muß Möglichkeiten bieten; warum sollte man sonst die Last auf sich nehmen?
184.Unter den Vorteilen, die Yoga bietet, ist die Möglichkeit des Verkehrs mit den Lehrern
einbegriffen. In dieser Hinsicht muß man zwei Arten von Strömen unterscheiden: den isolierten Strom und
den Strom des Weltraumes.
Der isolierte Strom bringt die Antwort eines erwählten Lehrers. Der Strom des Weltraumes gestattet
nicht nur Kontakt mit mehreren Lehrern, sondern verleiht auch die Möglichkeit, kosmisches Wissen zu
erlangen. Es ist notwendig, den Unterschied zwischen den beiden Strömen in der Kraftverausgabung zu
erkennen. Wie eine Lampe von verschiedenen Strömen beeinflußt wird, so versetzt die Strömung des
Weltraumes die Zentren in Schwingung. Wahrlich, Vorsicht ist nötig, um die Verbindungen so
verschiedenartiger Energien ins tägliche Leben zu bringen.
Ihr habt ein Beispiel des Unterschiedes zwischen zwei Strömungen und Ihr wißt, daß der individuelle
Strom die Gesundheit weniger beeinflußt. Für zukünftige Forschungsarbeit ist es wichtig zu wissen, mit
welchem der Ströme Ihr es zu tun habt. Viele Wissenschaftler werden nicht imstande sein, die Methode
des Studiums zu teilen.
Warum hat ein Gegenstand, der beobachtet wird, weniger spezielle Bedingungen nötig, während der
Geist eines anderen wie ein unsichtbarer Vogel umherflattert, so daß die normalen Mittel wirkungslos
abgeschüttelt werden? Diese Stufe des Yogas berührt jene Energien, die sich schwer auf das
zeitgenössische Leben anwenden lassen.
Zuweilen ist nach dem Kontakt mit einer ungewöhnlichen Art Energie für beträchtliche Zeit ein
Aufhören mit jenen Offenbarungen nötig, aber der eifrige Geist erlaubt seinen Zentren diese Ruhe nicht,
und dann mahnen Wir: „Vorsicht!" Agni Yoga tritt erst jetzt ins Leben ein, und diejenigen, welche sich
dem Einfluß dieser Kräfte geweiht haben, erfahren besondere Schwierigkeiten, als seien sie Menschen
einer anderen Rasse. Darum sagen Wir den Wissenschaftlern: „ Irrt Euch nicht in Euren
Schlußfolgerungen." Viele glauben, daß sie bereit seien, sich evolutionärer Errungenschaft zu weihen,
aber die Bedingungen sind äußerst schwierig, und wer kein großes Netz auswerfen kann, sollte sich lieber
nicht nähern.
185. Irgend einer der Jungen mag fragen: „Wie sollte man Agni Yoga verstehen?" Sagt: „Als
Wahrnehmung des allumfassenden Elements des Feuers, das den Samen des Geistes nährt, und die
Anwendung im Leben." Er wird fragen: „Wie kann ich an dieses Wissen herantreten?" „Reinige deine
Gedanken, und wenn du deine drei schlimmsten Fehler festgestellt hast, opfere sie, damit sie im feurigen
Streben verbrannt werden. Dann wähle einen Lehrer auf Erden, und während du die Lehre erfaßt, stärke
deinen Körper mit den vorgeschriebenen Medikamenten und mit Pranayama. Du wirst die Sterne des
Geistes erblicken; du wirst die reinigenden Flammen deiner Zentren sehen; du wirst die Stimme des
Unsichtbaren Lehrers hören, und du wirst jene subtilsten Erkenntnisse erlangen, die das Leben
umwandeln.
„Hilfe ist bereit für dich, der du eingetreten bist, und die Aufgabe wird gegeben. Du hast erkannt, daß
Freude eine besondere Weisheit ist. Du wirst nicht zum alten Gestade des Stromes zurückkehren. Du hast
die Kämpfe des Weltraumes wahrgenommen. Blindes Zeugnis existiert nicht mehr für dich. Du bist ein
Mitarbeiter und Bruder auf dem Wege zur Erreichung des Zieles."
186.Für einen Agni Yogi ist Zimmermannsarbeit, das Hufschmiedehandwerk und Wäscherei
schädlich. Man muß bereit sein, den Kämpfen des Weltraumes zu widerstehen.
Man muß auch verstehen, in welchem Grade das Feuer, das ins Leben gerufen ist, den Organismus
verfeinert.
Ich, der Hierarch, habe mit Recht angeordnet, daß die Errungenschaft, den neuen Yoga zu
übermitteln, allen anderen Aufgaben überlegen ist.
187. Wenn Agni Yoga ins Leben eingeführt werden soll, dürfen seine Träger nicht äußerlich vom
Leben abgesondert sein. Der Agni Yogi tritt unmerklich ins Leben ein.
Er bedarf keiner menschlichen unterscheidenden Merkmale.
Er beobachtet, aber er wird keine Beachtung dulden.
Der Strom des Weltraumes eliminiert die Pfeile der Aufmerksamkeit der Massen vollständig, weil die
Evolution nicht von den Massen bewirkt wird. Selbst der individuelle Strom fordert zuweilen Schutz vor
den begierigen zufälligen Pfeilen. Dies bedeutet nicht, daß selbst die geringste Entfremdung vom Leben
nötig ist. Man braucht nur die Zieltauglichkeit der umgebenden Dinge abzuschätzen.
Ein Yogi übersieht ein scheinbares Mißgeschick, weil er die Ursache und Wirkung des Vorfalls
erkennt. Die Menschen betrachten die Ergebnisse ununterbrochener, uralter Handlungen gewöhnlich als
zufällig. Ein Yogi erkennt dort wahre Möglichkeiten, wo die Menschen hochmütig vorübergehen. Seid
nicht erstaunt, wenn das Herz des Yogis auf den mitleiderregendsten Hund reagiert, in dem er die Keime
der Hingabe sieht, oder er wird plötzlich den ärmlichsten Knaben zum zukünftigen Mitarbeiter berufen.
Kaum nennen die Menschen einen Yogi hart und kalt, wenn er unerwarteterweise eine Handlung
wahrer Liebe und wirklichen Erbarmens verrichtet. Gewiß, der Zweck dieser Handlung mag von den
Zuschauern falsch beurteilt werden. Als Betrüger bezeichnet zu werden, ist für den Yogi ein Ehrentitel,
denn Evolution ist der Masse ein Gräuel. Wir sprechen von der Menschheit und von einzelnen, aber das
Her der Masse steht dem Erbauer nicht nahe.
188. Mit jedem Jahrhundert wird, den physischen Bedingungen der Welt entsprechend, eine spezielle
Art Yoga eingeführt. Man darf das Element der Erde dort nicht anwenden, wo das feurige Heilverfahren
erforderlich ist.
Noch wird Wasser oder Luft anstelle von Flügeln aus Feuer taugen. Wie eine unvermeidliche
Erdumwälzung, die Weltteile hinwegrafft, so unaufschiebbar ist der Yoga der Vergegenwärtigung der
feurigen Macht. Das Verständnis für Daten erscheint als Zeichen eines erleuchteten Bewußtseins.
189. Der Yogi hat wenige Besitztümer, aber unter ihnen sind keine unnötigen. Wenn ein Gegenstand
von allgemeiner Bedeutung ist, dann muß er, nachdem er gebraucht wurde, in die allgemeine
Schatzkammer zurückgebracht werden. Die alltäglichen Gebrauchsgegenstände können gelegentlich
vertrauenswürdigen Menschen übergeben werden, aber um das Vermischen von Auren zu vermeiden, ist
es besser, sie zu verbrennen.
Gewiß, es ist zuweilen nützlich, einen Gegenstand weiterzugeben, der von einer bestimmten Aura
durchdrungen ist.
Ein Yogi erkennt den grundlegenden Wert eines Gegenstandes und wird keine schlechten
Gegenstände um sich haben. Die Menschen verschwenden zuviel Zeit mit der Frage von Besitztümern.
Darum verlangt die Kultur des Geistes, daß die umgebenden Gegenstände von der besten Qualität sind. In
den Bauten der Zukunft muß man die Menschen davon befreien, ihren physischen Bedürfnissen
Aufmerksamkeit zu widmen. Die Grundlage des Gemeinschaftslebens setzt voraus, daß jedem mit
Vernunft begabten Mitarbeiter die Möglichkeiten für angemessene Behaglichkeit gegeben wird, was Kraft
und Arbeit spart.
Kann ein Yogi seine Zeit und seine Energie ungestraft vergeuden? Man muß daran denken, daß die
Verschwendung von Kraft und Zeit zuweilen dem Selbstmord gleichkommt.
In ähnlicher Weise wird das Entziffern der Zeichen der Wahrheit und das Unterlassen, sie auf das
Leben anzuwenden, als Unwissenheit betrachtet. Der Strahl der Realisation der Aufgaben der Evolution
wird die besten Schöpfungen durchdringen. Darum erwägt ernstlich die Qualität dessen, was Euch
offenbart worden ist.
190.
Auf dem Wege zu Uns vergeßt nicht, alles zu bringen, was Eurer Meinung nach wertvoll ist. Es ist
lehrreich, das Verständnis für Werte zu studieren. Oft befassen sich sogar Menschen, die etwas über den
Bereich des Geistes wissen, mit mittelmäßigen und häßlichen Gegenständen. Sie vergessen, daß häßliche
Dinge den Kräften der Dunkelheit dienen. Ein Yogi muß entschieden die Qualität von Gegenständen
verstehen.
191. Es ist verfrüht, sich mit dem Untergang des Planeten zu beschäftigen, wenn man seinen eigenen
Niedergang nicht erkannt hat. Man kann seine Wunden heilen und als Erbauer von Arbeit wandeln. Die
neuen täglichen Begriffe werden ein neues Verständnis für alle Kleinigkeiten des Lebens gestatten. Ein
Yogi fliegt nicht nach nebelhaften Regionen, sondern hält den Silberfaden des Kontaktes mit den fernen
Welten.
192. Ein Yogi wird von seinen Lehrern beständigen Prüfungen unterworfen. In ähnlicher Weise prüft
ein Yogi diejenigen, die sich ihm nähern.
Erklärt die Bedeutung der Prüfungen in bezug auf Kälte und Hunger und alle anderen Maßnahmen.
Ein unwissender Mensch wird sich verblüfft fragen, wie Empfindungen von Kälte und Hunger vertrieben
werden können.
Doch wer das innere Wesen der Dinge versteht, weiß, daß die Empfindungen nicht zu verschwinden
brauchen, daß vielmehr der Zustand des Geistes derartig sein kann, daß nichts ihn beunruhigen könnte.
Ein hungriger Mensch wird Mittel und Wege zur Sättigung finden, wenn sein Geist nicht einen tierischen
Zustand erreicht hat. Ein frierender Mensch kann sich wärmen, weil sein Geist versteht, warum er sich
festigen muß. Sonst werden nur tierische Gereiztheit, die Verdunkelung des Bewußtseins und Untergang
verbleiben.
Es ist richtig, hinzuzufügen, daß Anpassungsfähigkeit das beste Entkommen aus der Falle des Lebens
ist. Ein Yogi schätzt augenblicklich den Wert der Zieltauglichkeit ab. Wenn ihm ein Stück Fleisch
angeboten wird, um seine Yogaphilosophie bloß zustellen, würde er natürlich lieber das Fleisch essen, als
sein Geheimnis zu offenbaren. Die Wirkung des Fleisches kann leicht beseitigt werden, aber die Wirkung
des Geheimnisses in verräterischen Händen ist nicht wieder gutzumachen. Und zuweilen ist es notwendig,
einen vernichtenden Strahl zu projizieren, was nur selten statthaft ist.
Ich möchte Euch auch an die Bedeutung der schöpferischen Arbeit für Agni Yoga erinnern. Ihr wurdet
gebeten, zwei musikalische Kompositionen in gegensätzlichen Auslegungen zu analysieren, und der Geist
verstand, worin der Unterschied der Wirkung lag. Auf diese Weise wird das Bewußtsein bei der
Berührung der Wahrheit erhoben.
Noch eine Abstraktion wird für uns Wirklichkeit werden.
Und wie schön ist die Wahrnehmung beständiger Prüfung! Hierin liegt Bewegung. Kann ein Yogi des
Feuers der Trägheit erliegen? Ich sage dies nicht für Eure Ohren, sondern zur Anwendung.
193. Ein geschickter Bogenschütze wird selbst nach der Einführung von Schußwaffen für einen
geschickten Bogenschützen gehalten werden. Ebenso ist es mit Yogas.
Abgesehen von Hatha Yoga sind alle Yogas schön in ihrer Vollendung. Es würde nicht weise sein,
irgendeinen von ihnen herabzusetzen. Man darf nur über eine bessere Anwendung auf den
zeitgenössischen Evolutionsprozeß reden.
194. Ein Yogi sollte atmosphärische Zustände zwecks ihrer Anwendung auf Handlungen verstehen.
So kann selbst ein unwissender Beobachter deutlich erkennen, daß elektrische Wellen eine gewöhnliche
Art und Weise der Wirkung wesentlich verändern können. Selbst magnetische Stürme und die
Ablagerungen von Feuchtigkeit werden verschiedenartige psychische Resultate ergeben.
Magnetische Wirbelwinde und alle elektrischen Erscheinungen sind Unsere Freunde, aber
atmosphärische Niederschläge stören den Strom des Feuers. Wir benutzen eine mit Elektrizität geladene
Atmosphäre, um selbst einem unvorbereiteten Menschen die Zweckmäßigkeit von Begriffen zu
übermitteln, die er bisher nicht vermutet hat.
Der Augenblick des Austritts des Astralkörpers wird ebenfalls durch magnetische Wellen gefördert.
Darum bedarf ein Yogi der Empfindungsfähigkeit für alle nicht greifbaren Vorgänge der Natur. Hierfür
braucht der Yogi in erster Linie Kontakt mit Prana. Um diesen herbeizuführen, sollte das Fenster nicht
geschlossen werden, ausgenommen vielleicht, wenn die Feuchtigkeit sehr stark ist.
Nützlich sind lange Bäder oder warme Bäder, ohne plötzliche Bewegungen. Überhaupt stören
plötzliche Bewegungen die Bewegung der Aura, und Wir vermeiden sie.
Ein schneller Rhythmus unterbricht die Einheit mit der Atmosphäre nicht, aber krampfartige
Bewegungen verwunden die Aura wie Nadeln.
Viele Beobachtungen können den Aufbau der Zukunft erleichtern. Aber um dies zu bewirken, muß
man erkennen, daß sogar Mücken die atmosphärischen Bedingungen besser verstehen als die Menschen.
Doch die Menschen glauben, daß sie, da sie den Titel eines Königs der Natur haben, das Recht besitzen,
nichts zu wissen.
195. Das Bedecken der Feuer der Zentren mit Schichten von Soma ist zuweilen erforderlich; sonst
würde die Heftigkeit äußerer Umstände die Zentren entzünden.
Wieder kommen wir auf die Notwendigkeit für Gleichgewicht zu sprechen, die Unser Lehrer den
goldenen Mittelweg nennt und den wir als die Fülle des Verständnisses bezeichnen können.
196. Ihr wißt Bescheid über die schädliche Wirkung verschiedenen Brennmaterials. Darum sollte man
der Form von Kochherden Aufmerksamkeit schenken. Auf jeden Fall ist es am besten, nicht lang in der
Nähe eines Herdes zu bleiben, da wir wissen, was für Gäste von den Ausdünstungen von Nahrung,
besonders von blutigen Gerichten, angezogen werden. Darum ist es besser, kaltes geräuchertes Fleisch
und Geflügel zu haben.
Ebenso vorsichtig muß man die Reinheit der Luft im Schlafzimmer bewahren. Man sollte daran
denken, daß der physische Körper während der Abwesenheit des Astralkörpers ungeschützt bleibt, und
wenn die Luft vergiftet ist, ist das Erscheinen von Gästen unvermeidlich.
Minze ist das beste Desinfektionsmittel und hilft auch dem Astralkörper, denn der letztere verläßt den
physischen Körper häufiger als wir denken, obwohl für verschiedene Zwecke. Entweder wandert er ziellos
umher, nicht weit vom physischen Körper entfernt, oder er mag vieles erwerben, was nützlich ist. Es ist
die dringende Pflicht eines jeden, die besten Bedingungen für seinen Astralkörper herbeizuführen.
Man sollte auch dafür sorgen, daß kein schmutziges Wasser im Hause bleibt. Springbrunnen und
Aquarien im Hause sind gewöhnlich unerwünschte Brutstätten. Warum sollte man Fische und Vögel in
Gefängnissen quälen? Ich wünsche auch, daß Ihr einen Raum in absoluter Reinheit bewahrt, oder
wenigstens eine Ecke, die dem Lehrer geweiht ist. Man kann einen Lehnsessel in der Nähe des Fensters
behalten, auf dem niemand sitzen darf.
Laßt auch keine Neugierigen zu. Für diese sollte man sich ganz durchschnittlich verhalten, damit ihre
Unverschämtheit flüchtig über die Aura hinweggleitet. Dies alles sind Ratschläge zur Stärkung des Yoga.
197. Man sollte über Unsere Handlungen nachdenken und für ihre Gerechtigkeit einstehen. Die
geringste Falschheit des Denkens wird den Pfeil weit vom Ziel ablenken, und dann ist es besser, Yoga
nicht zu berühren.
Ein verdunkeltes Bewußtsein ist ein Erbe vom Herzustand. Wer braucht umwölkte Gedanken?
Niemand möchte eine ebenso unklare Antwort erhalten. Der Strom des Geistes muß gereinigt werden.
Aber Wir sind keine Schornsteinfeger, die die Kanäle des Geistes gewaltsam reinigen. Sagt, daß die
Möglichkeit, Hilfe zu übertragen, gegeben werden muß.
198. Ein Yogi hat keine Gewohnheiten, weil sie nichts weiter sind als der Verfall des Lebens. Für den
Yogi ist es natürlich, einen bestimmten Arbeitsplan zu haben. Es wird dem Yogi nicht schwer, die Bande
der Gewohnheiten zu zerreißen, weil eine angespannte Wachsamkeit ihm beständig ein neues Herantreten
an Umstände offenbart.
Aber Trägheit ist das Gerippe der Unwissenheit. Wie viele Königreiche sind an Trägheit zugrunde
gegangen!
199. Unsere Lehre ist nicht sicher in den Händen derer, die sie nicht auf das Leben anwenden. Sagt es
den Mitarbeitern in allen Ländern, damit sie Mittel und Wege finden, das Leben sofort durch die
Ratschläge des Yogas zu stärken. Es gibt zu viele, die reden, und zu wenige, die handeln. Ich sehe keine
Notwendigkeit für allgemeine Vorträge, aber persönliche Gespräche sind erforderlich.
Überdies ist es nicht nötig, die Schwierigkeiten und Vorteile zu verbergen. Bringt Yoga mit
Weltereignissen in Beziehung, weil man ein Lebenssystem einführen muß; ohne dieses werden soziale
Bewegungen in eine Maskerade der Bejahrten umgewandelt werden. Die strenge Disziplin der Freiheit
kann das Leben nur mit dem neuen Verständnis für die Wirklichkeit der psychischen Energie, die ins
tägliche Leben eintreten wird, neu aufbauen. Wiederholt, daß ein neues Verständnis für Anwendung im
Leben erforderlich ist.
200.
Eine Offenbarung mag nur für die wenigen nötig sein. Aber die Massen werden nichts von der
Umkehr des Schiffes wissen; und am Morgen fragen sie: „Wohin verschwand das Segel? Warum ist die
Küste so leer?" „Weil ihr das Laden der kostbaren Fracht nicht beachtet und den Wind der
Morgendämmerung verschlafen habt." Man kann nicht offen mit der Masse reden, weil sie beim Nahen
des Morgens noch immer die Stimmen der Nacht hört. Man kann die Hydra nur mit einem ungewohnten
Schlag erschlagen. Es ist Pflicht des Yogis, den unfehlbaren Schlag zu studieren.
Wer unaufhörlich nach dem höheren Wissen strebt, wird seine Wache standhaft halten. Wen kann
man sonst einen Kämpfer nennen? Wer ist der Pflüger? Wer ist der Führer? Ein Yogi sollte bei diesen drei
ehrenwerten Namen genannt werden. Aber die Zeit wird kommen, sein Saatfeld zu enthüllen. Wer kann
seine Ellen messen? Denn das Feld des Yogis ist der Weltraum. Wer kann seine eigenen Siege aufzählen,
wenn die Feuer in seinem Innern glühen? Wer kann diejenigen zählen, die durch ihn errettet worden sind,
wenn er sie führt, ohne auch nur nach ihrem Namen zu fragen?
201. Es ist ein falscher Eindruck vorhanden, daß ein Yogi unfehlbare Gesundheit im üblichen Sinne
besitzt.
Aber kann man ein empfindliches Instrument aus einem Holzklotz gestalten? Liegt der Wert der
Saiten der Vina nicht in ihrer Reaktion auf das feinste Tonintervall? Ebenso hallt der empfindliche
Apparat des Yogis wider. Wahrhaftig, nur Er kennt die unbeschreiblichen flüchtigen Schmerzen, die sein
Wesen umwandeln wie das Stimmen der Saiten der Vina.
Man kann verstehen, daß Wir keinen Mangel an Gefahr auf dem Yogapfad betonen werden. Wie kann
man Schmerzen vermeiden während der Erneuerung der Zentren? Das Feuer der Erkenntnis bleibt
brennend heiß.
Ihr wißt mittlerweile, daß das Gesagte keine abstrakte Symbologie ist. Die ganze gewöhnliche
Fachsprache für diese Schmerzen ist zwecklos, solange die Wissenschaft sich nicht beeilt, die Bedeutung
der psychischen Energie oder der Geistigkeit zu erkennen. Je weiter das Verständnis von der Gefahr des
Yogas entfernt ist, desto ferner ist der Mensch von der Einheit mit dem Höchsten Bewußtsein.
Hierfür sind die gelegentlichen Flüge des Bewußtseins wertlos. Was nottut, ist der unaufhörliche
Gesang des Fluges. Die Vina ertönt nicht immer, aber ihre Intonation ist stets harmonisch.
Diejenigen, die Yoga um robuster Gesundheit willen suchen, sollten lieber ein Glas Wein genießen
und erhabene Ideen besprechen, ohne sie auf das Leben anzuwenden. Denn die Gesundheit eines Yogis
flattert wie die Flügel eines sich aufschwingenden Adlers. Das Auge des Yogis ist scharfsichtig wie das
Auge des Adlers, das Euch bekannt ist. Die Ruhe des Yogis ist wie die Spannung einer Meereswoge.
202. Die Gesundheit des Yogis entspricht dem Stimmen der Vina. Man kann dasselbe über die Arbeit
des Yogis sagen. Zu Zeiten laut tönend, zu Zeiten schweigsam, in den Schleier der Zieltauglichkeit
gehüllt. Die Absicht des Yogis ist, den Weltraum mit einer nützlichen Bestätigung zu erfüllen und die
Energie dorthin zu lenken, wo die Wahrheit erniedrigt wird.
Kann man einen Yogi tadeln, wenn er plötzlich in Erscheinung tritt oder auf lange Zeit verschwindet?
Es ist an der Zeit, Anhänglichkeit an einen bestimmten Ort abzulegen. Nur Gedanken und Handlung
können die irdische Wohnstätte bestimmen. Darum wird Reisen stets untrennbar von Yoga sein. Wie kann
sonst die Empfindungsfähigkeit der Beweglichkeit geboren werden? Wo wird Unabhängigkeit gestählt?
Wo wird die Einsamkeit der Realisierung ausgearbeitet? Der Widerhall der Arbeit des Yogis erlangt seine
Ausbreitung vom Weltraum. Ein Yogi muß bekannt mit dem Weltraum und fähig sein, den Menschen das
Wort aus dem Weltraum zu bringen.
203. Diejenigen, welche den Yogi suchen, um gelehrt zu werden, werden nicht alle im gleichen Maße
verdienstlich sein. Ein Yogi muß verstehen, wer zufällig kommt; wer ejn Schüler werden mag; wer in
Zukunft ein lehrender Schüler werden und sich durch die Kommenden vervollkommnen wird. Es ist
schlimmer für diejenigen, welche sich dem Yoga zuwenden und dann versuchen, ins alte Leben
zurückzukehren. Wahrlich, es wird dem Astralkörper leichter, in die Klauen des physischen Körpers
zurückzukehren, als für denjenigen, welcher selbst ein Körnchen Wissen erlangt hat, in die Dunkelheit des
Vorurteils zurückzufallen.
Warnt jene, die etwas über Yoga wissen möchten. Wir können niemandem etwas vortäuschen.
204. Viele träumen vom Schild des Yogis, finden es jedoch lästig, ein Schwert zu schmieden. Aber
die Fähigkeit zuzuschlagen, wird nicht durch das Schwert eines anderen kommen.
205. „Erwache, Du Schläfer!" Die Menschen mögen diesen Ruf gern wiederholen. Es ist besonders
auffallend, wenn er von Schläfern wiederholt wird, die selbst weiterschlafen.
Sie schlafen jahrelang; sie schlafen ein ganzes Leben hindurch; manchmal schlafen sie plötzlich ein
und wiederholen schläfrig seltsame, unverständliche Worte.
Wir wollen nicht über den gelegentlich Vorübergehenden reden; aber sogar diejenigen, die bereits
verstehen, sind Anfällen von animalischem Schlaf unterworfen. Dann besteht die Aufgabe des Lehrers
darin, sie aufzurütteln, wenn es Not tut sogar durch einen Blitzschlag. Denn Schlaf kann leicht zu einer
Sucht werden.
Gesegnetes Indien! Du allein hast den Begriff von Lehrer und Jünger gehütet. Der Guru kann das
Schiff des Geistes Seines Jüngers lenken. Der Guru kann die Schlafsucht vertreiben. Der Guru kann den
ermatteten Geist aufrichten. Wehe dem, der es wagte, fälschlich auf jemanden als seinen Lehrer Anspruch
zu erheben, und der das Wort Lehrer leichtfertig ausspricht, während er sich selbst ehrt! Jener Geist, der
den Pfad des Aufstiegs verstanden hat, erblüht wahrhaftig, und wer in der Falschheit des Denkens
versinkt, versagt.
Man kann einen Hinduknaben fragen, ob er einen Guru haben möchte. Es bedarf keines Wortes als
Antwort, denn die Augen des Knaben werden Verlangen, Streben und Hingabe ausdrücken. Das Feuer
von Aryavarta wird in seinen Augen glühen. Der Strom der Rig-Vedas wird auf den Abhängen der Berge
fließen.
Wer kann die ganze Prozession der Lehrer mit Worten beschreiben? Entweder wird sie als eine
Schlange des Wissens erkannt, oder, wenn dies nicht der Fall ist, finden wir Dunkelheit, Schlaf,
Besessenheit. Es ist nicht nötig, andere in Furcht zu versetzen, aber man sollte allen, die an den Yoga
herangetreten sind, sagen: „Eure Stütze ist der Lehrer. Euer Schild ist Hingabe zum Lehrer; Euer
Niedergang ist Gleichgültigkeit und Doppelzüngigkeit des Denkens." Wer Freunde und Feinde des
Lehrers in gleicher Weise anlächelt, ist unwürdig. Wer den Lehrer nicht verrät, auch nicht durch
Zurückhaltung dort, wo Worte am Platz sind, kann die Schwellenstufe betreten.
206. Ihr habt die Zeichen des Yogas auf den Höhen erhalten. Ihr wurdet davon überzeugt, daß weder
die Kälte noch die Höhe Eure Gesundheit schädigte. "Wie kann dann derjenige, welcher die Kälte nicht
überwunden hat, das höchste Zittern ertragen? Wie kann man die fernen Welten ins Auge fassen, wenn
man sich sogar vor den Höhen der Erde fürchtet? Wie kann man sich für einen befreiten Geist halten,
wenn das vorübergehende Hungergefühl nicht überwunden worden ist? Ein überladener Magen ist das
Zeichen für den Stillstand des Aufstiegs.
Das Untertauchen in das irdische Leben tut bis zu einem gewissen Grade not. Aber Yoga gewährt
tatsächlich außer dem kosmischen Bewußtsein viele Vorteile. Yoga gewährleistet einen welträumlichen
Strom und Unsere •Hilfe bei allen nützlichen Handlungen. Das Wissen um die Zusammenarbeit bietet die
einzig wahre Annäherung. Es ist umso wichtiger, den Yoga in seiner praktischen Anwendung zu
verstehen, um Uns die Möglichkeit zu bieten, auf praktische Art und Weise zu reagieren.
207. Amrita besteht aus den Niederschlägen der feinsten Energien. Wie sollen wir dann die Sättigung
des Strebens des Yogis mit allen bereits erwähnten Eigenschaften nennen? Jedes Streben des Yogis ist von
einer wertvollen Verbindung von Energien durchdrungen. Laßt uns diese Verbindung den Diskus des
Strebens nennen.
Die Bestrebungen des Yogis steigen präzise wie ein lichttragender Diskus empor. Der Yogi verrichtet
keine nebensächlichen Handlungen; sonst könnte er mit einem Menschen verglichen werden, der
unbeabsichtigt einen Berggipfel bestiegen hat und erstaunt um sich blickt. Doch der Yogi handelt, und die
Handlung selbst wird in Schönheit umgewandelt.
In ähnlicher Weise lernen die Jünger eines Yogis vom ersten Augenblick des Verstehens an zu
handeln. Es ist besonders erforderlich, daß der Schüler sich in Abwesenheit des Lehrers beherrscht. Oft
legt die Kurzsichtigkeit der Schüler zu solchen Zeiten eine außergewöhnliche Freiheit an den Tag, weil
der Begriff des Lehrers nicht erkannt und dadurch der Weg zu Amrita versperrt ist.
208. Die Gesetze der Energie, die im Menschen durch die Realisation von Agni Yoga erweckt worden
sind, wirken positiv und unfehlbar. Niemand, der an den Yoga herangetreten ist, kann leugnen, daß sein
Leben sich grundsätzlich geändert hat. Gewiß, entweder hat sich das Leben sehr erweitert, oder es wurde
besonders wirkungslos, abhängig von den Qualitäten des Geistes.
Wir sagen zu jedem: „Nimm den vollen Kelch des Amrita an." Aber freie Wahl bleibt jedem
überlassen.
209. Seid vorsichtig mit einem gestimmten Instrument.
Es ist wie eine Fackel in der Dunkelheit. Wenn Ihr es stört, schadet Ihr Euch selbst, denn sein
interplanetarischer Pfad ist unabänderlich. Und wie die Sonne leuchtet das Streben des Yogis. Der Weg ist
nicht leicht.
210.
Es heißt, daß ein Yogi keine Wünsche hat, aber andererseits ist er ganz von Streben erfüllt. Ein
Wunsch ist nicht aktiv, weil er Erwartung hervorruft, und Erwartung ist die Mutter der Unbeweglichkeit.
Doch Streben ist der Erzeuger von Bewegung und führt zum Aufstieg des Geistes. Es heißt, daß der Yogi
keine Liebe kennt, aber voller Erbarmen ist. Die Menschen kennen Liebe nur als fest geknüpfte Bande.
Doch Erbarmen kennt keine Grenzen, da es der Mitarbeiter der Wahrheit ist. Es heißt, daß ein Yogi mit
unerschöpflichen Kräften ausgestattet ist, doch wie ein Gärtner, der seine Arbeit liebt, kultiviert er die
Pflanzschule seines Gartens der günstigen Gelegenheiten.
211. Die Mutter der Druiden bewahrte das Wissen vor Verirrungen. Ebenso wird die Mutter des Agni
Yoga die Lehre vor Entstellung schützen. Das flammende Erfassen der Wahrheit ist schwer, aber
wachsamer Dienst läßt keinen Verrat zu. Das Sonnenschwert schwankt nicht in der Hand, noch beugt sich
das Knie der Unwahrheit. So muß die Lehre, die das Schmieden eines neuen Lebens enthält, verstanden
werden. Sie verkündet: „Ihr habt gehört; Ihr müßt verstehen, daß Ihr von diesem Augenblick an die
Verantwortung für jede Entstellung übernommen habt!"
212. Freut Euch! Freut Euch! Freut Euch! Denn der Yogi muß die Weisheit der Freude kennen. Das
Bündnis des Gesegneten ist, die Freude des Geistes zu schützen.
Wer die Gegenwart des Geistes fühlt, freut sich bereits, denn er kennt seine Grenzenlosigkeit.
213. Es ist äußerst schwer für einen Geist, der Möglichkeiten angesammelt hat, sich infolge äußerer
Umstände nicht ausdrücken zu können. Das Beispiel, das ihm am nächsten kommt, ist das eines
zugedeckten kochenden Kessels unter dem Antrieb des Feuers des Weltraums.
Dann muß man wechselnde kühlende Ströme anwenden.
Das Feuer des Weltraums, das sogar die Steine glühend heiß macht, hat eine lösbare Verbindung mit
den Kanälen der Zentren. Darum sagt der Lehrer sogar zu dem selbstaufopferndsten Yogi: „Vorsicht!"
214. Der Kristall der Materia Lucida kann nur selten in einer derartigen Großartigkeit gezeigt werden,
wie er Euch sichtbar war. Hierfür ist ein besonderes Zusammentreffen von magnetischen Strömen nötig.
Der Kristall scheint sozusagen von dem Stein angezogen zu werden.
Er schärft auch das Zentrum des dritten Auges und wird auch als Material des astralen Aufbaus auf
der höchsten Ebene offenbart. Er gehört zu den feinsten Energien und wird ein Bestandteil in der Formel
der Energie sein, die der Menschheit versprochen worden ist, wenn sie sie anzunehmen wünschen wird.
Dieses Licht kann bis zur Unbegrenztheit verstärkt werden, und es wird Erleuchtung schaffen, die keine
Verausgabung von irgendwelchem Material verlangt und jede beliebige Form annehmen kann. Dieses
Problem kann gelöst werden, aber der Wunsch der Menschheit ist nötig. Sonst kann man dem Strom der
feinsten Energie keinen Zutritt gewähren. Die Kräfte dieser Energien sind mit psychischer Energie
verbunden, daher wirkt jeder Mißbrauch zerstörend.
Man sollte sich daran erinnern, daß Materia Lucida nicht nur für Erleuchtung, sondern auch für
Heilung unersetzlich ist. Sie wird das beste Heilmittel sein, um die Nerven zu beruhigen, da sie eine
Brücke zwischen der psychischen Energie der Menschheit und der kosmischen Energie ermöglicht, deren
Reservoir unerschöpflich ist.
215. Ein aufgebrachter Mensch ist wie ein Stier. Doch wer nach Gerechtigkeit zielt, gleicht einem
erleuchteten Geist. Wann werden die Menschen die Herrlichkeit verstehen, so wie die Höchsten Wesen zu
werden? Bis jetzt bringt sie dieser Gedanke sogar aus der Fassung.
216. Aus diesem Grunde ist es gerade jetzt wichtig, die Aufmerksamkeit auf Agni Yoga zu lenken. In
jedem Jahrhundert ist die psychische Energie nachdrücklich in der Menschheit erweckt worden; aber
gewöhnlich wird diese wohlwollende Verordnung nicht von den Zweifüßlern angenommen.
Laßt uns ein Beispiel nehmen. Zu Anfang des vorigen Jahrhunderts erschien eine Hochflut der
Romantik, jedoch ohne ein Verständnis ihres Wesens, oder genau genommen, ohne Heldentum. In der
Mitte des gleichen Jahrhunderts kleidete sich die Welt in einen negativen Materialismus, der jedoch die
wahren Eigenschaften der Materie nicht studierte. Das Ende des Jahrhunderts verfiel gänzlich dem
Rückgang, während eine Neueinschätzung von Werten vorausbestimmt worden war. Der Anfang des
jetzigen Jahrhunderts wurde durch die Zeichen des Krieges und nationaler Umwälzungen gekennzeichnet,
während die psychische Energie auf die Eroberung anderer Welten hinwies. Auf diese Weise wurden die
vorherbestimmten Werte eigenmächtig falsch angewandt. In der Mitte unseres Jahrhunderts werden die
Zeichen verschiedener nicht assimilierter Energien aufleuchten, und wieder werden die Menschen in
falschen Richtungen herumirren.
Und darum ist es an der Zeit, den Menschen mit offenen Augen die Zeichen des wahren Pfades zu
geben.
Gebt ihnen Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen, erinnert Euch jedoch daran, wie kurz die Periode
ist.
217. Wenn Ihr Jünger wählt, seid nicht übereilig. Weist den Herannahenden drei Prüfungen zu, damit
sie sich unvermutet enthüllen können. Laßt die erste Aufgabe die Bestätigung des Allgemeinwohles sein,
die zweite die Verteidigung des Namens des Lehrers; laßt die dritte unabhängiges Handeln beweisen.
Wenn jemand während der Aufgabe zu drohen beginnt - weist ihn zurück. Wenn jemand insgeheim murrt
- weist ihn zurück. Wenn jemand niedergedrückt wird, - weist ihn zurück. Ich spreche nicht über Verräter.
Durch Erfüllung der Aufgabe werdet Ihr die Fähigkeit der Prüflinge erproben. Willensfreiheit wohnt in
allen, und der Planet selbst ist in der Macht des menschlichen Geistes.
218. Wenn wir über die subtilsten Energien sprechen, sollten wir die Symptome ihrer Offenbarung
kennen. Die Bezeichnung „die subtilsten" deutet an, daß die Qualität ihrer Wirkung sich von den
gewöhnlichen Offenbarungen unterscheiden wird. Die mächtigste Energie ist die am wenigsten fühlbare.
Gerade das Bewußtsein beherrscht die Kraft der universalen Energie. Die absorbierende Hirnsubstanz
wird vom Bewußtsein des Weltraumes erfüllt.
Man kann diesen Vorgang nicht demonstrieren; er ist unermeßlich. So scheint ein Rad mit einer
gewissen Rotation bewegungslos zu sein, und nur die Bewegung der umgebenden Atmosphäre zeigt den
Grad der Spannung an. Ebenso ist es mit den Prozessen der feinsten Energien: Ihre Offenbarung kann nur
aus großen Entfernungen beobachtet werden. Farblose Zyansäure ist dem Auge unentdeckbar. Und kaum
beginnt die Energie des Bewußtseins ihre eindrucksvolle Tätigkeit, als sich auch schon ihre Wirkungen
auf den umgebenden Wellen des Weltraumes kundtun. Ebenfalls blendet die leuchtende Materie in ihren
anfänglichen Offenbarungen, doch ihre feinsten Schwingungen sind kaum wahrnehmbar.
Das gleiche Gesetz ist in anderen Vorgängen offenbar.
Laßt uns ein Beispiel von den Reaktionen der Menschen nehmen. Eine Ansprache wird gehalten, und
die Masse ist überzeugt, obgleich ihre spätere Reaktion scheinbar unbegreiflich ist. Doch man kann nicht
bestätigen, daß der ursprüngliche Ansporn der überzeugendste Faktor war.
Es ist durchaus möglich, daß der Grad des Bewußtseins sich geändert hatte und Donner durch
Schweigen ersetzt wurde. Aber die Macht des Schweigens ist bereits besprochen worden. Auf diese Weise
werden gänzlich begreifliche, aber unsichtbare Umstände formuliert. Die Menschen bemerken sie in
ihrem Endzustand, aber ein Yogi sieht den ganzen subtilsten Bildungsprozeß voraus. Für einen Yogi
bedeutet das Sprichwort: „Nichts ist zufällig!" den Regenbogen der Reaktionen. Die Formbildungen sind
in vielen Farben geschichtet, und es ist wertvoll, sich daran zu erinnern. Wie bei chemischen
Errungenschaften bemühen wir uns auch bei psychischen, Einförmigkeit des Vorgangs zu vermeiden. Jede
erwartete Einförmigkeit schneidet eine große Anzahl von Möglichkeiten ab. Jede anscheinende
Überraschung ruft ein neues Muster in der Reaktion auf die subtilsten Energien hervor. Wie können wir
der Evolution nützlich sein, wenn wir den Unterschied von Reaktionen nicht verstehen?
219. Wie kann man einen Agni Yogi nennen? Bestimmt einen Verteidiger der Wahrheit. Die
Erkenntnis der Wahrheit ist für den Yogi ebenso natürlich wie Licht für das Feuer. Unbeschreiblich ist das
Wachsen der Empfindungsfähigkeit, doch sie verstärkt sowohl die fünf bekannten Sinne als auch die
sieben Sinne, die mit dem Astralkörper in Beziehung stehen, der nur selten in der irdischen Hülle als
Resonator widerhallen kann. Man sollte also aufmerksam auf die Gefühle eines Agni Yogi hören. In ihnen
liegt Wahrheit, wie in der Flamme des Lichtes.
220.
Agni Yoga ist nicht nur eine fortschreitende Entwicklung menschlicher Möglichkeiten; er sollte auch
die Verbindung mit den kosmischen Energien ermöglichen, die unseren Planeten in einer vorbestimmten
Periode erreichen. Diese Tatsache muß mit Sicherheit verstanden werden. Sonst wird sich eine scheinbar
ununterbrochene Reihe von Krankheiten verbreiten, und ihre Heilung mit äußerlichen Maßnahmen wird
die schrecklichsten Folgen mit sich bringen.
Wie kann man von dieser Offenbarung der Feuer geheilt werden? Sie können nur als eine nützliche,
psychisch wirkende Kraft nutzbar gemacht werden. Wie kann man Schmerzen im Rückgrat heilen, wenn
sie mit dem Erwachen der Kundalini in Beziehung stehen? Der Wissende wird es nur willkommen heißen
und mit dem Einreiben von Minze unterstützen. Wie können wir dem Brennen des dritten Auges ein Ende
machen, wenn es zu funktionieren beginnt? Ist es nicht vernünftiger, die Entwicklung zu ermöglichen und
es vor der Sonne zu schützen? Vor langer Zeit flochten die Menschen ihr Haar zu einem Knoten auf dem
Scheitel, um diesen Kanal zu schützen.
Kann man das Funktionieren des Sonnengeflechts aufhalten, wenn es zu rotieren beginnt? Jede
Gewalttätigkeit an der Sonnenschlange kann in einer Gehirnverletzung gipfein. Ebenso gefährlich ist eine
Unterbrechung des Funktionierens des Kelchzentrums. Natürlich hemmt Opiumvergiftung die Bewegung
der Zentren, aber dann würde Enthauptung einfacher sein! Man muß erkennen, was für eine Verwirrung
durch diese unerklärlichen Bewegungen der Zentren hervorgerufen wird, wenn wir nicht durch den Kanal
der psychischen Energie an sie herantreten. Seltsamerweise kann das ganze Studium der physischen
Spuren des Imperils das Verständnis für die Präzipitationen der psychischen Energie erzwingen. Man
kann die Spuren des Imperils in jedem beliebigen Nervenkanal beobachten. Aber man kann bemerken,
daß sich um die Körnchen dieses Giftes herum eine Art Substanz sammelt, die diese giftige Schlange
absorbiert. Der Niederschlag der psychischen Energie wird entdeckt werden, weil jede Energie ihren
physikalischen Kristall besitzt.
Wer die Kristalle von Fohat und Materia Lucida gesehen hat, weiß, wie sichtbar sogar die Kristalle
der subtilsten Energien sind. Das Verbinden der Energien der physischen Ebene mit der unsichtbaren
Sättigung des Weltraumes wird die wahre Richtung des Studiums sein. Der Weg des Metaphysikers hat
keine Idaren Resultate erzielt. Der Alchimist ruht in einem Sarg. Aber die Chemie wird die greifbare
Realität offenbaren, wenn sie dem wahren Verständnis der psychischen Energie und des alles bindenden
Feuers begegnen wird.
Ich halte es für nötig, Möglichkeiten zu bieten, aber die Willensfreiheit darf nicht verletzt werden.
Wer es wünscht, wird verstehen! Gebt nie eine allerschöpfende Formel. Erlaubt dem freien Willen Raum.
221. Das Präzipitat des Imperils ist Euch gezeigt worden.
Gerade dieses Gift macht dem Menschen so viele Sorgen. Vergeßt nicht, daß nicht einmal die gröbste
Unwissenheit einem Tropfen Imperil gleichkommt. Denn Imperil ist kein persönliches Erzeugnis; wenn es
verdunstet, durchdringt es den Weltraum, für dessen Reinheit wir alle verantwortlich sind.
222. Der freie Wille begünstigt zahlreiche Widersprüche.
Der eine wandelt ihn in Zügellosigkeit um; ein anderer in Unverantwortlichkeit; ein dritter in den
Wahnsinn der Eingebildetheit. Nur wer die Disziplin des Geistes durchgemacht hat, kann erkennen, wie
ernst die Wirklichkeit der Freiheit sein kann. Der Untergang der Freiheit kann das Fest der Unwissenheit
genannt werden. Die Menschen können sich nicht mit der Hierarchie des Wissens abfinden, noch können
sie die Strenge des Willens achten. Aber ist irgendein Yoga möglich, wo keine Verantwortlichkeit des
Willens vorhanden ist? Jeder Yogi wehrt sozusagen Schwerter über seinem Herzen ab - so verantwortlich
ist er für jeden Willensakt. Die Folgen, die sich aus dem Willen eines Yogis ergeben, können
unbeschreiblich ernst sein, aber er weiß, warum er sie erwählt hat. So kann man sich den Yogi als einen
unermüdlichen Kämpfer vorstellen.
Wer einen starken Willen besitzt - den laßt eintreten!
223. Krallen erschrecken Euch nicht; Brüllen flößt Euch keine Furcht ein; Tiere wedeln mit dem
Schwanz und stehen bereit, Euch zu dienen. Genau auf diese Weise verwandelt der Yogapfad Gefahren in
feurige Blüten.
Wenn Ich Euch rate, irdische Ansammlungen zu hüten, meine Ich nur die Rüstung geistiger Stärke.
Wir verurteilen Verschwendung. Jede Ansammlung ist ein Schritt der Freiheit entgegen. Wo sollen wir die
Grenzen erlaubter Erwerbungen setzen? Durch direktes Wissen und Erfahrung wird der Lehrer alles
gutheißen, was statthaft ist. Ein Yogi kann alles tun. Doch nicht alles ist dem Yogi gestattet.
Wo sind also die Grenzen der Beschränkung? Verantwortlichkeit durch geistigen Besitz. Nur dieser
Besitz ist eines Yogis würdig. Das übrige ist nichts weiter als die Waffen des Kämpfers, die nach dem
Kampf seinem Befehlshaber zurückgegeben werden. Hier kann es kein Zögern geben.
„Herr, nimm meine Waffen an, das schlagende Schwert, und den Schild der Verteidigung. Wie schwer
ist mein Helm, der im Kampf leichter war als eine Feder! Meine Sandalen beschweren meine Schritte, und
meine Armbinden sind wie Ketten um meine Handgelenke." Sein Befehlshaber würde antworten: „Jeder
Kampf hat seine eigene Rüstung. Lege deine nutzlosen Waffen ab.
Sie werden demjenigen gegeben werden, der dem Zustand deines Geistes folgt. Jeder Kampf hat seine
geeigneten Waffen. Das Schwert ist bereits zu kurz für dich; darum gebe ich dir den Speer des Lichtes und
die weit fliegenden Pfeile." Wer seinen Feind auf Schwertes Länge gesehen hat, versteht es, den
Siegespfeil abzuschießen. Doch viele Kämpfer kennen die Tauglichkeit der Waffen nicht, und daher fallen
sie vor dem Hieb des Feindes. Demjenigen, der dem Hieb des Feindes durch Unvorsichtigkeit erliegt,
gebührt keine Ehre. Diese Kampfregel ist für jeden Yogi nötig.
224. Der subtile Körper des Yogis besucht, wenn er befreit ist, verschiedene Ebenen der Existenz.
Flüge in den Weltraum und das Tauchen in die Tiefe des Planeten sind in gleicherweise erreichbar. Das
Studium der Umwälzungen des Planeten ermöglicht ein Verständnis für die Schichtungen des Lebens.
Man kann beobachten, wie Tiere, die in einem mineralischen Strom gefangen wurden, versteinerten. Man
kann durch die unterirdischen Kanäle hindurchgehen und beachten, in welchem Grade die Grundlagen
unseres Planeten zerfressen sind. Auf diese Weise gewöhnt sich der Geist des Yogis an die Beschaffenheit
der Körper des Altertums, und nichts erscheint ihm unveränderlich und vollständig. Eine solche
Erkenntnis ist für den Fortschritt des Geistes notwendig. Solch Streben nach Vollkommenheit wird durch
die Vergegenwärtigung der Unvollkommenheit kommen.
225. Es ist falsch zu glauben, daß das Emporheben des Bewußtseins durch übernatürliche Verzückung
vollbracht werden kann. Wie unten, so oben. Überall ist Arbeit und Erfahrung. Das Bewußtsein nährt das
Wachsen des subtilen Körpers. Es gibt keine noch so geringe Empfindung, die das Gewebe für den
subtilen Körper nicht erschaffen könnte. Gerade dieser Umstand wird gewöhnlich von den Menschen
vernachlässigt. Sie glauben, daß sie eine Reihe von Meinen Hausarbeiten durch eine große Tat ersetzen
können. Aber worin besteht das Große und worin das Kleine? Daher werden alle Handlungen des Yogis
stets mit verfeinerten Beweggründen ausgeführt.
Man kann in jeder Handlung eines Yogis Beobachtungsvermögen und Genauigkeit erkennen. Es sind
weder Vorurteile noch zwecklose Gewohnheiten vorhanden. Er schreitet wie ein Löwe und zertritt keine
Pflanzen, die der Beachtung unwürdig sind. Aber er schlägt unverzüglich zu. Darum muß man die
Tragweite jeder seiner Handlungen bewerten.
Man darf nicht erwarten, daß man morgen einen neuen Garten pflanzen kann; nur sofort und ohne
Aufschub kann man die Pflanzstätte des Bewußtseins stärken. Der Gärtner untersucht jede neue Wurzel,
die er in seinem Garten findet. Für den Yogi wird jeder Bewußtseinsfaden ein Faden der fernen Welten
sein.
226. Ein Yogi wird bei seiner Arbeit mit einem Steinmetz oder einem Goldschmied verglichen, der
die feinste Arbeit verfertigt. Ein Yogi ist tatsächlich wie ein Schmied; nur der Schmied kann mit der
leisesten Berührung ein kompliziertes Muster ausführen. Ebenso kann auch ein Yogi die unsichtbaren
Umstände des menschlichen Vorhabens durchschauen. Er strebt nach dem, was gewöhnlich unsichtbar ist
und lernt, die wahren Ursachen der Ereignisse zu entdecken. Der Yogi besitzt die Erfahrung der
Wachsamkeit.
Kann ein Yogi das Leben gänzlich verlassen? Er ist der Vollkommenheit so nahe, daß er die
gewöhnliche interplanetarische Erfahrung nicht lange ertragen kann. Yogi U., der Euch bekannt ist,
erschuf aus diesem Grunde eine spezielle interplanetarische Existenz für sich. Sie wurde nützlich für die
Menschheit und in die Grundlagen der Erforschung der Verdichtung des feinen Körpers einbegriffen.
Ich führe dieses Beispiel als Beweis an, daß überall persönliche, bewußte Arbeit erforderlich ist.
Die Offenbarung von Verderbtheit in der subtilen Welt hindert die Menschheit, unaufhörlich der
Vollkommenheit entgegenzuschreiten. Aber die subtile Welt ist durch die irdische Welt verdorben
worden; darum muß die Heilung von der irdischen Welt aus beginnen. Aus diesem Grunde besteht das
Studium des Yogas nicht nur in Selbstvervollkommnung, sondern auch in der Verbesserung der subtilen
Welt. Der Yogi, der seinen Körperzustand bewußt wechselt, erreicht die Spannung der Arbeit des Geistes.
Er verkürzt nicht nur die Erholung zwischen Inkarnationen, sondern projiziert auch seine Gedanken sofort
auf nützliche Handlungen. Auf diese Weise vereint er durch unaufhörliche Arbeit die isolierten Welten
und bestätigt die Vergegenwärtigung von allem, was existiert.
227. Jede kosmische Errungenschaft enthält die Möglichkeit der Gefahr durch Unvorsichtigkeit.
Wenn die Menschen neue Energien meistern können, dann wird die Gefahr der Besessenheit für die
Geistesschwachen zunehmen.
Man sollte das Problem der Besessenheit wissenschaftlich betrachten. Zwei Phasen ihrer Existenz sind
vorhanden.
Erstens - die Fortsetzung des Lebens in verschiedenen Zuständen. Zweitens - der Einfluß des Willens
eines Wesens auf ein anderes. So können Wesen, die in den subtilen Körpern verschiedenen Grades
existieren, ihre Gedanken denen aufdrücken, die auf der Erde verkörpert sind. Die unerkannte Energie
kann die Einheit der Welten fördern. Aber wenn sie das Höchste vereint, eröffnet sie auch den Pfad für
das Niedrigste. Außerdem wißt Ihr bereits, in welchem Grade die niedrigen Geister versuchen, sich an
irdische Ausstrahlungen anzuhängen. Darum sollte man die Menschen warnend auf die Standhaftigkeit
des Willens hinweisen, denn Besessenheit ist einer der unzulässigsten Zustände. Nur das
Dazwischentreten eines dritten Willens, der fest und rein ist, kann diese Gesetzlosigkeit beenden, die
Menschen ohne Rücksicht auf Alter oder Stellung in Mitleidenschaft zieht.
Es ist Pflicht des Arztes zu beobachten, ob die Kranken Symptome dieses fremden Willens zeigen.
Wenn der Arzt selbst rein genug ist und sich nicht fürchtet, den ungebetenen Gast zu sich zu rufen, kann
er die Wirkung des Willens anwenden. Doch selbst das Fortgehen des Geistes, der von dem Kranken
Besitz ergriffen hat, ist nicht hinreichend für Heilung; denn tausend Tage lang ist die Gefahr eines
Rückfalls nicht ausgeschlossen, und der Leidende muß seine Gedanken scharf beobachten. Man sollte die
Ärzte warnen.
Zahllos ist die Anzahl derer, die Menschen mit den niedrigsten Gedanken zu beeinflussen wünschen.
Aber, um den Menschen zu retten, genügt es, Macht zu besitzen und den Rhythmus des Befehls zu finden.
Die Pflicht des Yogis besteht in der Vertreibung schädlicher Einflüsse.
228. Die offenen Zentren liefern einen evolutionären, kosmischen Kanal, und Medien sind die Boote
ohne Steuer. Die ganze Menschheit muß durch evolutionäre Kanäle zur Vollkommenheit schreiten. Aber
die geschlossenen Zentren treiben sie weit zurück. Offene Zentren sind das Kennzeichen einer rechten
Richtung, aber Mediumschaft deutet nur Gefahr an. Ein Medium ist bloß das Gasthaus für entkörperte
Lügner.
229. Indem Wir Gebrauch vom Magnetismus der Höhen und den geöffneten Zentren der Schwester
Ur. machten, haben Wir die Kristalle von Fohat und Materia Lucida, die Sedimente des Imperils und die
Ausstrahlungen der psychischen Energie analysiert. Erwägt, daß die Ausstrahlungen der psychischen
Energie, wenn schon dem bloßen Auge sichtbar, auch greifbar sind. Alles, was materiell ist, kann
verdichtet werden. Dies bedeutet, daß lebenswichtige neue Kraft gesammelt, werden kann. Wir werden
also gerade durch die Methoden des experimentellen Laboratoriums an die Eroberung neuer Energie
herantreten.
Die Menschen können durch ihre natürlichen Ausstrahlungen einen Vorrat neuer Lebenskraft
ansammeln.
Das, was über den Weltraum zerstreut ist, kann unmittelbar angewandt werden. Aus diesem Grunde
ist die Bergstadt des Wissens nötig. Darum ist es erforderlich, der Entwicklung der psychischen Energie
Aufmerksamkeit zu schenken.
230.
Man muß die Fälle so genannter Doppelexistenz aufmerksam studieren. Im schlimmsten Falle ist es
eine Art von Besessenheit. Im besten Falle ist es ein Überrest von früheren Verkörperungen. Zuweilen
nähert sich der Geist seinen früheren Inkarnationen in solchem Grade, daß er sie noch einmal durchlebt.
Man muß diesen Zustand, der nicht in das Bewußtsein der jetzigen Inkarnation eintritt, sorgfältig
beobachten. Man sollte nicht mit Fragen belästigen. Aber auch hier kann der Yogi nützlich sein. Er kann
den Befehl erteilen, die Vergangenheit nicht zu berühren. Ihr bemerkt, daß Wir frühere Inkarnationen nur
in Fällen der Notwendigkeit berühren, um die Ausstrahlungen der Vergangenheit nicht aus Akasha
hervorzurufen.
231. Man darf die Menschen niemals in seinen eigenen Hof rufen. Sogar die Großen Lehrer füllten
den Kelch der Bekehrung bis zum Rande, weil sie fürchteten, daß die Lehre unüberliefert bleiben würde.
Aber jede Lehre wird zu einem bestimmten Zeitpunkt bekannt gemacht. Sie durchdringt den Weltraum
und sendet Ausstrahlungen aus, die unvermutete Wege durchströmen. Wir sehen, daß vieles, was
weitgehend begrüßt wurde, von der ersten Woge der Verwirrung überschwemmt wurde. Aber es ist
erstaunlich zu beobachten, wie die unsichtbare Aussaat wächst.
Häufig wurde ein ins Lächerliche gezogenes Buch fortgeworfen, damit ihm die gebührende
Aufmerksamkeit zuteil würde. Das Verbrennen von Büchern hat ebenfalls ihren Einfluß vermehrt. Man
sollte sich nicht vor Verfolgung fürchten, sondern vielmehr vor Anerkennung. Dies muß von neuem
gesagt werden, weil die Menschen von sklavischer Unterwürfigkeit gegenüber der Menge überwältigt sind
und die völlige Zwecklosigkeit der zufälligen Zusammenkunft nicht erkennen.
Das Wissen, wie die Worte der Lehre sparsam, aber weise übermittelt werden sollten, ist dem Yogi
eigen.
Allen alles zu geben, bedeutet eine Katastrophe über den Weltraum selbst heraufzubeschwören.
Wenige, aber feste Stämme sollten den zukünftigen Wald bilden. Doch kleine Sträucher verschlingen
einander und erzeugen boshafte Wesen. Aus allen Naturerscheinungen kann man die Art und Weise des
Wachsens höherer Organismen erforschen.
Wir nennen die Erzeugung und Verkörperung von Gedanken höhere Organismen. Bruchstücke von
Gedanken sind natürlich inkonsequent, aber unaufhörliches und genaues Denken kann eine Säule der
Lehre sein.
232. Wer wird nützliche Führung nicht zurückweisen? Derjenige, welcher alle Gedanken an eine
Behaglichkeit des Lebens hinter sich gelassen hat. Wem kann man Mittel zum Kampf geben? Dem, der
auf dem Schlachtfeld nicht fahnenflüchtig wird.
233. Man sollte nicht in der Ferne nach dem suchen, was in der Nähe ist. Welch ein nicht wieder
gutzumachender Schaden für die Menschheit ist durch das ausgiebige Erforschen der Magie entstanden!
Statt das Bewußtsein zu verbessern, wurden die Suchenden auf die Worte anderer begrenzt, sogar ohne
Verständnis für ihre Bedeutung und ihren Rhythmus.
Was sonst ist so schädlich für die Evolution wie die versteinerten Formeln der Magie? Die Astralwelt
ist von der physischen Welt vor allem durch die Wege der Magie getrennt worden. Natürlich ist
Besessenheit oft das Ergebnis von magischen Beschwörungen. Mediumschaft ist der Genosse der Magie.
Jene magischen Formeln, die öffentlich verkündet werden, sind die Resultate von Lügen. In ihnen ist
etwas verblieben, was für die aus Worten bestehenden Übertragungen reserviert werden sollte. Gewiß, ein
Yogi ist genau das Gegenteil eines Magiers. Ein Magier steht auf erstarrten Worten. Ein Yogi atmet
beständig den neuen Atem des Kosmos ein. Der eine ist betagt, wenn er geboren wird, der andere ist jung
durch alle Wechsel hindurch. Der eine versucht, mit den Worten eines anderen einen Schlag zu versetzen,
der andere vernichtet mit einem befreiten Gedanken.
Der eine verteidigt sich mit einem erbärmlichen Argument, der andere wird durch die Rüstung seines
Blickes geschützt. Yoga hat nichts gemein mit Magie.
234. Ihr habt gesehen, wie sich ein Bach in einen mächtigen reißenden Strom verwandelt, nachdem er
alle Wasserfälle und Stromschnellen in einen einzigen Strom gesammelt hat. Ebenso existiert für einen
Yogi keine Einteilung in gutes und böses Wissen. Er nimmt alle Arten von Wissen auf und findet
Anwendung für jedes.
Man sollte sich an die Umwandlung von allen Arten von Wissen gewöhnen. Welches Gebiet können
wir als unter unserer Würde betrachten? Wie können wir Vertrauen bewahren, wenn wir selbst benötigtes
Material zurückweisen?
235. Es ist mit Recht bemerkt worden, daß gewisse Schmerzen heilig genannt werden. Durch sie steigt
der Geist empor, und es gibt keine andere Möglichkeit. Wir wissen von keinem Fall, wo das Bewußtsein
ohne körperliche Schmerzen emporsteigen konnte. Man sollte verstehen, wie aufmerksam man jede
Erscheinung erwägen muß, wenn wir jede Stunde eine Übertragung der höheren Energien erwarten
können.
236. Welcher Glaube ist der beste? Welcher Zweifel ist der schlimmste? Der Glaube, der ohne Worte
bestätigt, ist der beste. Der flüchtige Zweifel ist der schlimmste. Nicht die nagende Schlange des Zweifels
ist am schrecklichsten, denn die Schlange kann mit einer einzigen Errungenschaft vernichtet werden.
Doch die Menge kleiner Würmer verlangt eine langwierige Heilung. Der stärkste Glaube wird weder
durch Gedanken noch durch Worte beunruhigt.
Es ist besser, Gift zu schlucken, als dauernd an Zweifel zu leiden. Wer mit Vertrauen gesegnet ist,
bedarf keiner Rüstung.
237. Zum Lehrer führt nur ein Weg - zu gehen, ohne zurückzublicken. Der Gedanke an Mißgeschick
ist bereits eine Niederlage. Wie ein Adler über dem Abgrund fliegt derjenige, welcher die Richtung seines
Fluges kennt. Ihr kennt die Magnetisierung der Umstände.
238. Es ist noch nie da gewesen, daß eine alte Aura aus früheren Verkörperungen keine Ermüdung
gebracht hätte, besonders wenn das Karma keine besonders liebenswerten Mitreisenden bringt. Aber wenn
jede Begegnung vorüber ist, folgt Erleichterung; es ist als sei das Besitztum eines anderen zurückgegeben
worden. Nicht weniger als die Hälfte aller irdischen Begegnungen finden auf Grund früherer
Inkarnationen statt. Man kann sich Korkfiguren vorstellen, die durch den Druck der höchsten elektrischen
Kraft zueinander hingezogen werden.
Eine weite Anwendung des Karmas ruft komplizierte Verbindungen hervor, eine scheinbar doppelte
und dreifache Beziehung. Aber es ist besser, zu zahlen als zu empfangen, denn jede Zahlung beendet die
Vergangenheit, während das Empfangen von neuem bindet.
239. Man muß sich an den Gedanken gewöhnen, daß nichts Nützliches verloren geht. Man muß sich
an die Vergegenwärtigung der zahlreichen umgebenden Gefahren gewöhnen. Man muß sich an die
Vorstellung von der Bürde des Wissens gewöhnen. Buddha ermahnte seinen Sohn, Freude zu bewahren,
denn dies ist auf Erden äußerst schwer. Es ist besser, die ganze Last des Wissens im Gedächtnis zu
behalten, als jenseits der Wirklichkeit zu bleiben.
240.
Man sollte alle Betrachtungen hinsichtlich des Todes prüfen. Wenn es keine Gedanken an Selbstmord
gäbe, wenn alle mit Arbeit in Anspruch genommen wären, würde dann ein längeres Leben in einem
einzigen Körper nötig sein? Es ist wirksamer, die Zeit in mehrere Experimente einzuteilen.
Energieerhaltung liegt der Welterschaffung zugrunde. In ein neues Haus einzutreten, das von Ozon
durchdrungen ist, bedeutet, Zutritt zu neuen Errungenschaften zu erlangen. Die Arbeit eines Yogis besteht
darin, die Furcht vor dem Tode zu beseitigen.
Man kann einen solchen Zustand der Begrenzung er- reichen, daß es zum Ereignis wird, in eine
benachbarte Stadt zu ziehen. Danach mag man sich furchten, seine Wohnstätte zu wechseln, und es wird
sogar Schwierigkeiten bereiten, sein Gewand zu wechseln. Träge Menschen fürchten den Tod über alles.
Sie fürchten sich, daran zu denken, und stellen sich den Augenblick des Hinübergehens als einen Zustand
der Endgültigkeit vor. Aber sogar die Haut, die unseren Körper bedeckt, wird erneuert, doch wir rufen
keine Totengräber herbei, um die abgestreifte Epidermis zu begraben. Warum also keinen Vergleich
zwischen dem Mikrokosmos und dem Makrokosmos anstellen, wobei man sich an alle Definitionen der
Unzerstörbarkeit des Geistes erinnert, von der die Bhagavad Gita spricht?
241. Kann sich ein Yogi ermüdet fühlen? Natürlich ist dies möglich; er kann sogar krank werden.
Aber er wird wissen, daß ein neuer Energievorrat gesammelt werden muß. Er wird verstehen, wo zuviel
Energie verausgabt wurde und wird ruhig Baldrian und Moschus nehmen.
Es ist eine Freude zu wissen, daß unser Apparat die Wiederherstellung von Energie braucht. Die
Ermüdung der Vergangenheit ist Freude für die Zukunft. Die neue Energieverstärkung ist stets ein
Fortschritt gegenüber der Vergangenheit. Das bedeutet, daß Ermüdung unser Freund ist. Weil die weise
Schlange dies weiß, wechselt sie ihre Haut; aber während die neue Haut wächst, beißt die Schlange nicht.
Die Schlange weiß, daß der Erfolg dieser Erneuerung von Ruhe abhängig ist. Darum wird der Mensch, der
die Ursache der Ermüdung kennt, sich weislich Ruhe verschreiben und gänzlich andere Zentren zur Arbeit
berufen.
242. Es ist schwer sich vorzustellen, daß nur wenige Menschen von dem Verlangen erfüllt sind, alles
zu geben, dem Weltraum etwas zu geben, den unsichtbaren Welten etwas zu geben, zum Wissen der
Fremden wirklich beizutragen.
Die Isolierung vom üblichen Leben gewährt neue Erkenntnisse.
Die Existenz im Weltraum ist nicht leicht. Für die Blinden errichtet er eine Mauer. Wenn der Weg
abseits von den Straßen der Großstadt liegt, kann das Herz dem Druck giftiger Substanzen widerstehen.
Sonst ist es unermeßlich schwer, das Irdische und das Ewige in Wechselbeziehung zu bringen.
243. Die ganze Wirklichkeit ist auf den Gesetzen des Weltraumes aufgebaut. Selbst der Anfang von
Krankheit und Genesung ist unerkennbar. Häufig kann der Augenblick des ersten Anfangs nur durch
beständige Beobachtung verstanden werden, weil jede gesetzliche Handlung der Ursprung zahlreicher
Begleiterscheinungen ist, deren Gesetze im Bereich der subtilsten Energien liegen.
244. „Denen im Grab gebe Ich Leben." Dies ist die deutlichste Bestätigung der Wiedergeburt und der
Kontinuität der Existenz.
245. Warum ist die Erde in einem Krankheitszustand? Weil die Strahlen der Planeten nicht durch die
vergiftete Aura hindurchdringen können. Zu was wird der Mensch degradiert, wenn er seinen Verkehr mit
dem höchsten Bewußtsein einstellt und in die niedrigste Unwissenheit versinkt? Vom Raj-Planeten zum
Mikrokosmos ist das Gesetz ein und dasselbe. Weil sie die Vergegenwärtigung der großen Welten
verloren haben, sind die Menschen vom Verständnis der Vollkommenheit abgeirrt. Die Welten sind für sie
ein irrer IVaum; und ihre Selbstvervollkommnung ist ein unnötiger und gefährlicher Zeitvertreib
geworden. Während sie für den täglichen Arbeitslohn schuften, hoffen die Menschen nur auf das Ende des
Weges.
Die Religionen haben die Menschen durch ihre Verurteilungen in Furcht versetzt und sie des
Wagemuts beraubt.
Ein Mensch, der der Staatsreligion blind erlegen ist, ist wie ein Esel, der eine unbekannte Last trägt.
Kann man eine Religion wie eine Polizeiverordnung annehmen? Kann man die Urteilssprüche von
Fremden, die dafür bezahlt werden, daß sie mit dem Himmel in Verbindung stehen, gutgläubig
annehmen? Die Bedeutung des Yogis in Angelegenheiten einer Staatsreligion ist sehr groß. Furchtlos,
prüfend, unermüdlich muß .der Yogi der Menschheit helfen, sich an das Gesetz der Einheit zu erinnern.
Wie ein vernichtendes Schwert blitzt der Gedanke des Yogis durch den Weltraum.
Bereit, die Art und Weise der Verbindung zu ändern, bereit zu Errungenschaft, bereit für die
Verurteilungen der Unwissenheit fordert der Yogi die Menschheit auf, die Ursache für wieder verkörperte
Existenzen zu erwägen.
Aus diesem Gedanken heraus wird sich die Qualität der Arbeit und des Verständnisses ändern. Wer
möchte nicht tapfer wagen, wenn er die den Menschen innewohnenden Möglichkeiten erwägt? Gehört die
Siegerkrone nicht dem, der die Menschheit Mut lehrt? Sonst werden die Köpfe der Menschen wie bei den
Schweinen weiterhin beim Abfall der Erde verharren.
246. Die jetzige Rasse hat viele entstellte Charakterzüge.
Die Menschen von heute wollen persönlich von allem überzeugt werden. Dies würde
bewunderungswürdig erscheinen, aber die Ergebnisse können gänzlich unerwartet sein. Überzeugt, kehren
die Menschen unberührt zu ihren Beschäftigungen zurück. Die erstaunlichste Tatsache hinterläßt keine
Spur in ihrem täglichen Leben. Man kann über Menschen staunen, die sich als Wissenschaftler betrachten
und die nützlichsten Erscheinungen übersehen.
Für sie bleibt jede Entdeckung innerhalb eines Jahrhunderts eine strittige Hypothese.
Woher kommt diese Trägheit des Denkens unserer Rasse? Ein solcher Sterbeprozeß begleitete das
Ende jeder Rasse. Dies ist eine Alterserscheinung, dies ist ein endgültiger Abschluß, dies ist Verwerfung
der Evolution.
Darum rate Ich beständig, daß Ihr Euch mit ein paar einzelnen befaßt, ungeachtet ihrer sozialen
Stellung.
Ebenso entstellt ist die Frage der Hilfe und der Qualität der Arbeit. Die Menschen wünschen nur
solche Hilfe, die ihrer Eingebildetheit entspricht, und die Vorübergehenden erwägen Qualität überhaupt
nicht. Laßt wenigstens ein paar Verantwortung übernehmen. Dann werden wir durch Verantwortung
Beweglichkeit des Denkens erreichen.
247. Ein Wechsel in der Ausdrucksweise ist Uns willkommen.
Durch einen solchen Wechsel wird die Herkömmlichkeit des Ausdrucks und vor allem der Bedeutung
vermieden. Die Jahrhunderte häufen Gewohnheiten an und bringen eine sie begleitende Versteinerung des
Denkens mit sich. Umsturz und Auflösung von Regierungen haben unerwartete Vorstellungen und neue
Worte zur Folge. Alte Ausdrücke werden abgenützt, und mit ihnen fallen veraltete Sitten ab. Besonders
gefährlich ist nicht der buchstäbliche Ausdruck, sondern seine Bedeutung.
Zum Beispiel sage Ich: „Umstände sammeln sich erfolgreich." Die Menschen fahren in ihrer
Gedankentendenz fort und folgern daraus, daß die Umstände günstig sind.
Aber die Bedeutung von Erfolg ist viel weiter als gut oder schlecht. Der Erfolg des Entwurfs hängt
nicht von einer Eintönigkeit von Farben ab, sondern vom Widerschein der Gegensätze.
Es wird den Menschen ebenso schwer, die Tatsache der Relativität von Gut und Böse anzunehmen.
Nur sein Gegenteil legt das eine oder das andere fest.
Die Vergegenwärtigung eines ungestümen Stromes von welträumlichen Körpern, der nicht
zurückzuhalten und ewig neu ist, würde den Menschen helfen, das vorwärts treibende Lebensprinzip zu
erkennen. Auf diese Weise würde jeder Augenblick des Lebens Beweglichkeit erlangen und die
Verbindungen mit der Vergangenheit und die Unvermeidlichkeit der Zukunft andeuten.
Der Geist, der in die Zukunft getrieben wird, wird sich nicht mit den Fetzen der Vergangenheit
belasten. Er verlangt den Ausdruck neu aufeinander prallender Begriffe.
Er zerstört die Wortschranken. Man kann eher eine erfolglose Bemühung verzeihen als den
verkümmerten, gewohnheitsmäßigen Gruß eines Großvaters. Durch Bewegung erweitern wir jenen
Horizont der Ideen, dem wir durch die Umstände der Geburt verbunden sind. Die Abstammung des
physischen Erbguts ist mit dem Erbe des Geistes fast unvereinbar. Daher wird die Veränderlichkeit
äußerer Formen die Bestrebungen des Geistes fördern.
Die Bündnisse aller Lehrer, die die vergängliche Bedeutung von Gegenständen betreffen, zielten auf
Bewegung; keine Askese, sondern die weise Nutzbarmachung von Dingen wurde angedeutet.
248. Die Fähigkeit, in die innere Bedeutung von Worten einzudringen, liegt in der Aufnahmefähigkeit
des inneren Zentrums, das nicht durch die Struktur der Sprache beeinflußt wird. Unterbreitet tausend
Menschen die einfachste Idee zur Diskussion, und Ihr werdet nur einen einzigen übereinstimmenden
Kommentar erhalten. Man sollte sich an das wahre Verstehen der Sprache gewöhnen.
Yoga wird dazu beitragen, dem wahren Verständnis von Gedanken näher zu kommen. Das Verstehen
verschiedener Sprachen hat seinen Ursprung in der Empfangsfähigkeit desselben Kehlzentrums.
Es ist wirkungsvoll, Kindern in der Schule Auszüge in Fremdsprachen vorzulesen und dabei zu
beobachten, wie eine fremde Sprache verstanden wird. Die Hand paßt sich leicht bekannten Gegenständen
an. Das Bewußtsein wird mühelos Laute verstehen, mit denen es in der Vergangenheit bekannt war. Wie
viele nützliche Beobachtungen könnten mit Leichtigkeit gemacht werden! Yoga lehrt beständig diese
freudige Wachsamkeit.
249. Man sollte Gegenstände wertschätzen, jedoch Überproduktion vermeiden. Das tadelnswerteste
Denken beginnt inmitten unnötiger Gegenstände. Wie Fallstricke erstrecken sich die fadenscheinigen
Gedanken über den Gebrauch und die Verbreitung von Gegenständen. Langwieriges Leiden wird durch
die Erzeugnisse eines verflossenen Zeitalters hervorgerufen. Die Erneuerung von Formen kann einen
unvermuteten Gedankenstrom hervorrufen.
Wenn wir uns mit Gegenständen befassen müssen, dann sollten wir sie nicht gleichgültig betrachten.
Die Qualität und Bedeutung der Gegenstände im täglichen Leben der Evolution muß in Erwägung
gezogen werden.
Wirklich, ein neues Haus hat angemessene neue Gegenstände nötig, doch es ist fast unmöglich, sie zu
finden.
Dies bedeutet, daß der menschliche Gedanke gelenkt werden sollte, nach neuen Entscheidungen zu
suchen.
Aber, um die Umgebung neu zu gestalten, sollte man sich darüber ldar werden, worauf das Leben
hinzielt. Kann man jedoch eine solche Verbesserung der Existenz in Betracht ziehen, solange die
Menschen glauben, daß sie wie Tiere durchs Leben gehen sollten, die weder Vergangenheit noch Zukunft
unterscheiden können? Stellt eine Frage über die Bedeutung des Lebens, und Ihr werdet die
verzweiflungsvollsten Antworten erhalten.
Wenn sogar der Weltraum laut Energie und Entscheidung verkündet, dann modelt die Masse ihre
alten Kaftane um.
Verträge haben die Menschheit in ihr jetziges Verderben gebracht; doch neue Verträge werden allein
auf der Grundlage dieser wertlosen Texte verfaßt. Neue Gewänder werden aus den untauglichen
Überresten hergestellt.
Es ist schrecklich zu erkennen, wie die Bewohner der Erde sich ihren eigenen Weg versperrt haben.
Nicht Gebet, sondern ernsthafte Arbeit tut not. Und dies muß wiederholt werden. Die Daten haben die
bevorstehenden Möglichkeiten nahe gerückt. Ist es möglich, daß die „Händler" es nicht bemerken? Ein
Yogi erscheint zur vorherbestimmten Stunde und weist auf das erreichbare Glück hin. Ein Yogi kann das
Leben aufbauen, weil er Werte kennt und eine recht Ausgeglichenheit versteht. Das Leben selbst bringt
die wesentliche Notwendigkeit eines Yogas an die Oberfläche.
Wie und wodurch sollten die Menschen sonst die wahre Richtung des Strebens bestimmen?
250.
Wenn die Tat zum festgesetzten Zeitpunkt unvermeidlich ist, dann sind alle Umstände günstig. Feuer
erleuchtet den Weg. Donner rüttelt den Menschen zur Stunde des Wachehaltens auf. Der Schauer wäscht
den Schlick des Pfades fort. Es gibt keine Gegenerscheinungen.
Unsere Strahlen wenden den Weg und überwölben ihn mit der Kuppel der Sicherheit. Wenn Wir vor
der Enge des unterirdischen Durchgangs warnen, tun Wir es zu Eurer Kenntnisnahme. Nur wenn eine
Änderung des Weges nützlich ist, bringen Wir Euch zum Halten und senden einen neuen Hinweis.
Manchmal ist es wünschenswerter, lieber den Berg zu umkreisen, als sich durch das Emporklettern an den
steilen zackigen Klippen zu übermüden.
Wir brauchen nichts abzuleugnen, denn das, was existiert, ist unanfechtbar, aber es muß angewandt
werden.
Dann kann es weder Kummer noch Trübsal geben, sondern nur höchste Anregung.
Wir kennen alle Gräser, die auf Unserer Wiese wachsen.
Wir kennen jede ihrer heilenden Eigenschaften, und darum nennen Wir sie nicht Unkraut. Jedes ist
schädlich, bevor es voll entwickelt ist; jedes ist heilkräftig im entscheidenden Augenblick.
251. Wovon sprechen Wir? Von der Qualität der Hingäbe und der Wachsamkeit. Hingabe unbezähmbar, allüberwindend, schöpferisch, ein Schmuck des Pfades.
Wachsamkeit - alldurchdringend, alles verstehend, unermüdlich, eine Stärkung der Aspiration. Gibt es
viele, die Hingabe und Wachsamkeit pflegen können? Wo wird der hingebungsvolle Blinde ankommen?
Darf man das Auge eines wachsamen Verräters schützen? Daher darf man dem Hingebungsvollen alle
Gräser anvertrauen. Man kann dem Wachsamen alle Blumen zeigen.
Aufs äußerste erniedrigt ist der Begriff der Hingabe.
Die Menschen zögern nicht lange, ihre Unzufriedenheit zu zeigen. Nicht lang ist Unsere Liste der
hingebungsvollen Anhänger. Hegt jeden Beweis der Hingabe. Aber Hingabe wird nur an einer schweren
Stunde ermessen.
Und Wachsamkeit wird allein im Schutz des Nebels gemessen.
Unser Schild ist nur das Verständnis für Hingabe.
Liebe, Bereitschaft, Besorgtheit - diese führen die Menschen an Stelle von Hingabe an. Aber diese
Bruchstücke der Hingabe sind wie ein Lächeln des Mitgefühls. Hingabe selbst ist begeistert wie ein
kampfbereiter Krieger. Sprecht oft über Hingabe und lobt Wachsamkeit. Die Menschen bedürfen der
Bestätigung.
252. Jede Illusion kann bis zum Punkt der Wirklichkeit gesteigert werden. Daher sollte man Illusionen
wie Leuchtkäfer betrachten. Wer wollte das auslöschen, was Licht bringt? Versteht es, die Dunkelheit der
Heuchelei zu vernichten, aber jedes Blumenblatt der Aufrichtigkeit soll weiterleben.
253. Das Schmücken der Zukunft mit allen Blüten der Inspiration ist das Licht der
Morgendämmerung. Das Schmücken der Vergangenheit ist wie ein Kranz zum Begräbnis. Wer die Macht
der Zukunft verteidigt, ist Unser Kämpfer. Sogar seine Macht wird durch den Schatz der Zukunft
verherrlicht werden. Wie die Stunde des Strebens einem Wirbelwind gleicht, so ähnelt die Umkehr der
Zersetzung. Die ganze Vergangenheit ist für den feurigen Yoga verbrannt worden.
254. Das Streben der Menschen entspricht den Eigenschaften der psychischen Energie wenig.
Gewisse Eigenschaften dieser Energie haben Spuren des Bewußtseins verloren. Es wird der Menschheit
äußerst schwer, die Unbegrenztheit der Energie und ihre Neigung zu unabhängiger Handlung zu erkennen.
Wir fühlen Energie im Zusammenhang mit physischen Handlungen mit Leichtigkeit, doch wir sind kaum
fähig, etwas viel Erstaunlicheres zu verstehen. Was als äußerst beachtenswert betrachtet werden kann, ist,
daß die psychische Energie auf große Entfernung wirken kann, als sei sie unabhängig. Wie eine
Kanonenkugel, aus der Kanone abgeschossen, ihre individuelle Wirkung hervorruft, so kann auch unsere
Energie gänzlich abgesonderte und dauerhafte Ergebnisse erzielen.
Natürlich hängt die Dauerhaftigkeit vom Energievorrat ab. Man kann bewußt Energie absenden, doch
es können auch unterbewußte Übertragungen vorkommen, wenn die Energie in eine gewöhnliche
Richtung gezielt wird. Wenn die Kanonenkugel der Energie in die Ferne getrieben worden ist, kann man
momentan die Erschöpfung der Energie fühlen. Doch wer mit diesem Faktor bekannt ist, wird sich nicht
beunruhigen. Im Gegenteil, er wird die Übertragungstätigkeit durch sein Bewußtsein unterstützen.
Ihr habt die Legende von den wirbelnden Wolken über dem Ort von besonderer Bedeutung gehört. Sie
haben ihren Ursprung in genau derselben Energieübertragung.
Die Energieübertragung kann so mächtig sein, daß sie physische Wirkungen hervorruft, weil die
Verschmelzung der Energie mit den Elementen höchst ungewöhnliche Verbindungen herbeiführt. Aber
während der Tätigkeitsperioden dieser isolierten Energie muß man eine gewisse Ermüdung erwarten und
sie als natürliche Folge der Erschöpfung der Schatzkammer annehmen.
Die abgesonderte Energie wirkt auf Umstände ein, die keine Verzögerung zulassen. Natürlich zieht
eine neue Struktur die nächsten Bewußtseine an. Als Helfer werden die Sendungen schnellstens abgesandt
und bringen Mut, Wachsamkeit und Findigkeit. Und oft vermutet weder der Empfänger noch der Sender,
was vorgefallen ist. Die Teilbarkeit des Geistes erlaubt die Absendung von Energie.
Die Energie wirkt durch diese Übertragung, und gleichzeitig fühlt sich der Sender von Ermüdung
übermannt.
Wie viele solche Sendungen eilen durch den Weltraum! Werden nicht einige von ihnen die Grundlage
neuer Planeten bilden?
255. Ihr stellt eine Lampe hin, und sofort schwärmen sehr viele Insekten aus der Dunkelheit um sie
herum. Ihr verkündet die psychische Energie, und sofort erscheinen verschiedene Umstände, Ideine und
große, fern und nah.
Die psychische Energie wird ein echter Magnet. Viele würden erstaunt sein zu erfahren, daß ein
Magnet aus Metall und dieser psychische Magnet von derselben Energie aktiviert werden. Diese
grundlegende Energie des Bewußtseins wird durch das Element des Feuers verbreitet und durchdringt
alles. Zuweilen ist sie nicht erkennbar, aber oft wird sie entweder kosmisch angetrieben, oder von einem
entwickelten Bewußtsein gesammelt. Und dann erfordert es keine scharfsinnige Beobachtung, um
augenscheinliche Ergebnisse festzustellen. Auf diese Weise kann man die entgegengesetzten Bereiche mit
der einen Quelle verbinden.
Wie kann man verständlich machen, daß unter der ungeheuren Zahl von universalen Energien einige
auf unvermutete Zentren einwirken und auf diese Weise die verschiedenen Naturreiche vereinigen? So
nähert sich ein Stein dem menschlichen Bewußtsein.
Natürlich vermeidet es die moderne Wissenschaft, die Substanz eines Magneten zu erklären.
Bewußtseinswellen, gleich den Gezeiten des Meeres, prägen die Bilder der Schöpfung im Weltraum ein.
Die magnetischen Ströme in den verschiedensten Substanzen werden wenig beobachtet.
Doch der Massengedanke der Menschheit ist bereits bekannt.
Wie eine Ansteckung von einer unsichtbaren Ursache verbreiten sich ähnliche Gedanken. Irgendeine
Kraft sammelt sie, lenkt sie, verstärkt sie. Diejenigen, welche einen Magneten über dem Scheitel des
Kopfes zur Vertiefung des Bewußtseins plazierten, waren mit Bruchstücken der Großen Lehre bekannt.
Durch das Sammeln der magnetischen Wellen aus verschiedenen Bereichen verstärkten sie ihren Vorrat
an psychischer Energie. Man kann tatsächlich mehrere Ströme vereinigen und eine Erneuerung des
Bewußtseins bewirken. Hierfür muß man in erster Linie lernen, vorurteilsfrei zu sein. Dies ist die erste
Bedingung für die Entwicklung des Bewußtseins.
256. Der Hüter der Sieben Pforten war betrübt: „Ich habe Menschen mit einem endlosen Strom von
Wundern besucht, aber sie nehmen sie nicht wahr. Ich schaffe neue Sterne, doch ihr Licht ändert die
menschlichen Gedanken nicht. Ich versenke ganze Länder in die Tiefen der Meere, doch das menschliche
Bewußtsein bleibt unbeweglich.
Ich errichte Berge und die Lehren der Wahrheit, aber die Menschen wenden nicht einmal den Kopf
auf den Ruf hin.
Ich sende Kriege und Pestilenz, doch selbst Schrecken treibt die Menschen nicht zum Denken. Ich
biete die Freude des Wissens an, doch die Menschen machen einen Haferbrei aus dem heiligen Fest. Ich
habe keine weiteren Zeichen, um die Menschheit von der Zerstörung zurückzuhalten." Zum Hüter sprach
der Erhabenste: „Wenn der Baumeister das Fundament des Gebäudes legt, verkündet er es allen, die an
dem Bau arbeiten? Der Geringste unter ihnen kennt die gegebenen Maße, aber nur den wenigen enthüllt er
den Zweck des Gebäudes. Diejenigen, welche die Steine früherer Fundamente ausgraben, werden kein
einziges neues Fundament verstehen. Aber der Baumeister sollte nicht betrübt sein, wenn unter seinen
Arbeitern keine Erkenntnis von der wahren Bedeutung seines Planes vorhanden ist. Er kann nur die Arbeit
angemessen verteilen." Was also das Bewußtsein der Menschen anbelangt, so werden wir wissen, daß
diejenigen, welche weder begreifen noch hören können, nur die niedrigste Arbeit erfüllen werden. Wer
verstanden hat, sollte so standhaft wie hunderttausend Weise sein. Und die Zeichen werden sich wie
Inschriften vor ihm entfalten.
257. Man mag gefragt werden, wie der Nutzen von Hindernissen zu verstehen ist, wenn die
psychische Energie wie ein Magnet alle Vorteile sammelt. Wahrhaftig, wenn ein großes Schiff seine
Geschwindigkeit erhöht, nimmt die Widerstandskraft der Wellen zu. Viele Hindernisse werden durch
unser Streben hervorgerufen. Derselbe Vorgang zieht unvermutete Teilchen des opponierenden Willens zu
uns heran. Wenn sie sehr stark sind, entwickelt sich unser Schlag demgemäß. Vor allem sollten die
Ströme, denen wir begegnen, stark sein, denn dann wird unsere Flamme hervorgerufen.
Haltet das Aufblitzen der Flamme für nützlich, aber eine Feuersbrunst für gefährlich. Mit dem
Aufblitzen der Flamme meine Ich, daß die Kristallform der Flamme des Zentrums erhalten bleibt, und die
Feuersbrunst bedeutet, daß das Zentrum in Flammen aufgeht.
Wenn von einem Menschen gesagt wird, daß er durch seine Umstände niedergedrückt ist, seid
versichert, daß er nicht in Flammen wandelte, und bei einer Begegnung wurde sein Bewußtsein verwirrt.
Zuweilen ist es schwer, den Augenblick der Verwirrung zu erkennen, aber sie vergiftet alle weiteren
Handlungen. Wenn jedoch der Schritt fest ist, sind die Gegenkräfte nützlich. Sie erzeugen Blitze, und der
Donner erschüttert die fernen Berge. Aus Nichtigkeit wird Nichtigkeit geboren. Wenn Ihr ihnen daher eine
glückliche Reise wünscht, bittet sie, Nichtigkeit zu vermeiden.
Die Zukunft wird durch die Blitze der Realisierung aufgebaut. Die Macht dieser Funken hängt von der
Gegenkraft ab. Daher bedeutet Erfolg nicht die Einschiffung zu einer Reise in einem Kübel über einen
stagnierenden Tümpel.
Wenn Wir sagen: „Schwimmt!", so bedeutet es, daß Ihr den Ozean erproben müßt. Die riesigen
Wellen werden Euch ermuntern. Ist das Kriterium für die Stärke nicht einfach das Wachsen der Kräfte?
Ihr tut das Unmögliche, wenn Ihr einen Abgrund überquert. Doch Ihr habt bereits Abgründe überschritten
und gelächelt. Ihr seht, Ich spreche nicht über Träume, sondern über das, was bereits erprobt ist, und
wofür Zeugen vorhanden sind.
Kühnheit ist nur die Kenntnis des Weges. Sonst würde jeder, der eine geschlossene Tür öffnet, bereits
ein Held sein. Was erwartet ihn hinter der Schwelle? Der Agni Yogi lächelt hierüber.
258. Wir wollen die Erkenntnis „durch menschliche Hände" bestätigen. Warum bestehen Wir auf der
Notwendigkeit der Handlung durch menschliche Hände? Es würde einfacher scheinen, den Möglichkeiten
der Menschheit mehrere subtile Energien hinzuzufügen. Doch wiederum liegt des Pudels Kern im
Bewußtsein. Solange die feinen Energien nicht erkannt werden, werden sie den Menschen nichts nützen.
Man mag verstehen, daß Energie, die nicht bewußt erkannt wird, sogar zerstörend wirken kann. Eine
unerkannte Energie kann wie ein zügelloses Element die ganze Umgebung zerstören. Denn Erkenntnis ist
fast Beherrschung, und sie ist bereits ein rechtes Gleichmaß.
Bis die Menschheit anfängt, die Substanz der Energie zu erkennen, ist es notwendig, auf der
Grundlage „durch menschliche Hände" zu bestehen.
Wir ziehen keine Möglichkeiten zurück, sondern Wir sorgen für einen Ausweg aus den gegenwärtigen
Umständen. Es ist an der Zeit, sich an das Unfaßbare zu gewöhnen, an die uns so nahe Kette
unbeschreiblicher Energien.
Wenn Salz auf dem Tisch steht, so bedeutet es nicht, daß wir es bereits probiert haben.
259. Yoga wird Licht auf viele Begriffe werfen. Kann man wunschlos bleiben, wenn selbst der Geist
sich seinem Verlangen gemäß verkörpert? Wünsche sind wie Funken der Bewegung. Was bedeutet es
also, daß ein Yogi von Wünschen befreit ist? Laßt uns die genaue Bedeutung der Worte nehmen: Ein Yogi
ist nicht von der Möglichkeit von Wünschen befreit, sondern von ihrer Last. Er fühlt sich frei, weil er kein
Sklave von Wünschen ist. Auf dem Pfad der Zieltauglichkeit gibt ein Yogi einsichtsvoll Wünsche auf im
Namen des Wesentlichsten. Diese Fähigkeit zum Wechsel ruft die Befreiung des Yogis hervor. Nichts
hindert seinen Fortschritt.
Gerade die trägen, totgeborenen Wünsche werden zu Ketten der Knechtschaft für die Menschheit.
Kein Wesen außer dem Menschen kettet sich mit unzerreißbaren Banden.
Entweder Unvorsichtigkeit oder ein widriges Karma verursacht die Seuche der Wünsche; und ein
Mensch verliert jegliche Anpassungsfähigkeit, statt Fortschritte zu machen.
Beachtet jene, die bei der Klagemauer stehen. Was hielt ihren Weg auf? Welche Kräfte lenkten sie ab
vom Nachdenken über die Welt und ihrem Verständnis für sie? Der kleinste, fast unerkennbare Wunsch
belastete sie und verschloß ihre Augen. Wie eintönig wurde ihre Welt! Verlangen erschöpfte ihre Energie
wie ein Schmarotzer.
Wünsche sind ein Wurm und Ketten. Wünsche sind Funken und Flügel. Der Befreite schwingt sich
zur Realisation empor. Der Gebundene jammert verzweifelt.
260.
Viele Begriffe im Leben sind unzerstörbar, aber sie müssen ihre wahre Bedeutung wiedergewinnen.
So verhält es sich mit dem Verständnis für Einsamkeit. Nirgends ist gesagt worden, daß ein Yogi physisch
allein sein muß, aber im Geist ist Einsamkeit unvermeidlich. Wenn er sich weiht, kristallisiert der Yogi
seine Individualität. Und je freigebiger er gibt, um so unberührter bleibt er.
Man sollte die wahren Wechselbeziehungen von Farbe und Ton untersuchen. Es gibt ein
Entwicklungsstadium der psychischen Energie, das leuchtend genannt wird, und ein Wesen beginnt auf
dieser Evolutionsstufe Licht auszustrahlen.
Dieser Widerschein des Lichtes ist der Grad der Annäherung an die Realisation der fernen Welten.
Beobachtet die grüne Farbe. Sie ist die Kenntnis vom Sein. Aus dem Weltraum werden auch andere
Kräfte gesammelt, die ebenso unerwartet sind. Und die Offenbarung der Lichtstrahlen ist wie eine Brücke
zum Feuer des Weltraumes.
Wer gibt, ist unzerstörbar wie die Flamme! Wer sich mit Licht erfüllt, strebt dem Licht entgegen!
261. Wer Wert auf das Leben legt, wird kein Held sein.
Wer sein Leben zwecklos wegwirft, wird kein Held sein.
Der Held trägt das Gefäß vorsichtig und ist bereit, es für den Weltaufbau zu opfern. Wieder dieselbe
ausgleichende Kraft. Ein Yogi wird dies begreifen. Er wird den Wert der Zurückhaltung verstehen und sie
mit Unersättlichkeit verbinden. Wirklich unersättlich in Errungenschaft ist der Held. Er hungert nach
Taten und ist zu jeder Stunde bereit, sich zurückzuhalten. Während er für den Geist handelt, reißt er sich
nicht von der Erde los. Ungläubig, niemals sich zurückziehend, wird er das Begonnene nicht aufgeben,
und er wird keine Tätigkeit zu persönlichem Vorteil aufnehmen.
Laßt uns dies erkennen, um zwischen unserer eigenen Befriedigung und dem Interesse am
Allgemeinwohl zu unterscheiden. Eng ist die Grenze zwischen selbstischer Genugtuung und der Arbeit für
die Weltevolution.
Nur ein großes Bewußtsein kann den inneren Beweggrund erkennen. Nur ein großes Bewußtsein wird
im Widerspruch stehende Beurteilungen übersehen.
Die Logik hat viele Worte vergiftet. Eine Entscheidung wird durch den Austausch von Worten
erlangt, nicht von ihrer Bedeutung her. Die Lehre kann unsere Augen öffnen, wenn sie in der Fülle des
Geistes angenommen wird.
Man kann die Lehre wie die Fliesen eines dekorativen Fußbodens überschreiten. Das Muster ist in der
Dunkelheit unsichtbar, man braucht Licht, um es zu erkennen. In der Dunkelheit erscheint das Muster
unwichtig, passend für einen leichtfertigen Tanz. Die Füße der Unwissenheit können die heiligsten
Symbole zertreten.
Nicht das Auge, sondern das Bewußtsein rät zur Vorsicht.
Würden wir die Arbeit des Lehrers irgendwie hindern? Die Freude der Entsagung im Namen des
Lehrers ist wie ein leuchtender Regenbogen geworden.
„Herr, nimm meine Besitztümer an, wenn Du sie irgendwie gebrauchen kannst."
262. Viel wird über Hindernisse gesprochen, aber sehr wenig Gebrauch wird von ihnen gemacht.
Verständnis für die Anwendung von Hindernissen wird der Arbeit Freude verleihen. Doch sobald ein
Hindernis erscheint, fangen die Menschen an, an ihre Gefühle zu denken und das zu vergessen, was zu
ihrem Nutzen geschaffen worden ist.
Die Menschen ziehen es vor, daß alles auf übliche Art, in althergebrachter Weise geschieht. Aber Wir
ziehen unerwartete Handlungen und ungewöhnliche Ergebnisse vor.
Die Menschen sind glücklich, wenn ihnen genau das gleiche wie den gewöhnlichen Leuten passiert,
aber Wir wünschen ihnen größeren Erfolg. Lehrt den wahren Schaden gegen die Nützlichkeit dessen, was
sich ereignet, abzuwägen. Es ist schwer, den Menschen Ströme von ungewöhnlichem Erfolg zu
übertragen, wenn sie die ungewöhnlichen Wege vermeiden. Wir alle kennen Menschen, die von Luxus
umgeben sind. Wenn sie nur wissen könnten, wessen sie dieser Luxus beraubt hat! Die Menschen
wünschen alle ihre üblichen Gewohnheiten fortzusetzen, wobei sie vergessen, daß die Gewohnheiten des
Körpers auch als Gewohnheiten des Geistes eingewurzelt werden. Der Geist wird schwach und fängt an,
sich vor kühnen Handlungen zu fürchten. Auf diese Weise werden die Menschen gewöhnlich, mit
denselben abgedroschenen Freuden und Leiden.
Laßt uns lernen, uns über Hindernisse zu freuen, im Bewußtsein, daß das willkommene Hindernis sich
in schnellen Erfolg umwandeln wird. Und dieser Erfolg wird wie ein Netz sein, übervoll mit seinem Fang.
Laßt uns also unser Auge in die Umgebung lenken und verstehen, vor welchen Gefahren wir geschützt
werden, nur durch die Hingabe zum Lehrer. Aber oft vertrauen wir dem Lehrer in großen Werken und
sind ungewiß bei den Ideinen.
Häufig beobachten wir die großen Hindernisse und übersehen am Horizont die sehr zahlreichen
Ideinen. Aber ein kleiner Skorpion sticht, wenn er nicht bemerkt wird, ebenso wie ein großer. Ein
Adlerauge tut not, nicht um den Berg zu erkennen, sondern das kleine Sandkorn.
263.Es ist eine Freude, daß Ihr die Bedeutung des Kampfes bereits versteht. Ganze Legionen sind in
den Kampf gezogen, aber sie wissen nicht, wann eine Ruhepause gewährt wird und wann Gefahr droht.
Vor Sonnenuntergang schwärmen die Mücken, doch welchen Zweck verfolgen sie? Man kann nicht
einmal unterscheiden, ob Freude oder Furcht vorhanden ist.
Der Wettkampf absorbiert alle Wesen, doch wenige verstehen die Bedeutung der Ereignisse. „Laßt
uns den Morgen erwarten", denken die Menschen. Aber ihr Morgen ereignet sich nach dem Mittag.
264. Dem Gesegneten wird das Folgende zugeschrieben: Einst besuchte der Gesegnete den Herrscher
von Rajagriha. Der Herrscher machte Ihn auf die peinliche Sauberkeit seines Empfangszimmers
aufmerksam.
Aber der Gesegnete sagte: „Zeige lieber die Sauberkeit deines Schlafzimmers, deines Bades und
deines Herdes.
Das Empfangszimmer wird durch viele Unwürdige verunreinigt, doch laß es dort tadellos sein, wo
dein Bewußtsein erschaffen wird." Und weiter sagte der Gesegnete: „Unterscheide zwischen denen, die
verstehen, und denen, die zustimmen.
Wer die Lehre versteht, wird nicht zögern, sie auf das Leben anzuwenden. Wer zustimmt, wird nicken
und die Lehre als beachtenswerte Weisheit preisen, aber diese Weisheit nicht auf das Leben anwenden.
Viele haben beigepflichtet, aber sie sind fruchtlos und ohne Schatten, wie ein verdorrter Wald. Nur Verfall
erwartet sie. Wenige verstehen, aber wie ein Schwamm saugen sie das kostbare Wissen auf und sind
bereit, die Schrecken der Welt mit der kostbaren Flüssigkeit zu reinigen.
Wer verstanden hat, kann nicht umhin, die Lehre anzuwenden, denn weil er Zieltauglichkeit erkennt,
nimmt er sie als eine Lösung des Lebens an. Verschwende nicht viel Zeit mit den Zustimmenden. Laß sie
erst einmal die Anwendung des ersten Rufes zeigen." So wird dem Gesegneten die zieltaugliche Haltung
Neulingen gegenüber zugeschrieben.
Es ziemt sich nicht, das Gefäß oft in einen leeren Brunnen zu tauchen. Der Säer trägt seine Saat nicht
zu einem kahlen Felsen. Wer beipflichtet, wird die Vorteile bereitwillig annehmen, aber er wird beim
ersten Hindernis entsetzt sein. Darum prüft durch Hindernisse.
265. Das Kennzeichen der feinen Energien ist ähnlich dem zartesten Gewebe. Doch nur derjenige darf
die feinsten Stoffe tragen, der ihren Wert kennt. Auf diese Weise erkennt den bereiten und entflammten
Geist. Wer die Gabe des Geistes nicht annimmt, verfällt. Aus Unwissenheit, doch auf ewig, zerstören sich
die Dunklen selbst.
266. Einsamkeit des Geistes bringt die Vorstellung zukünftiger Formen hervor.
Der Geist der Dunkelheit, der nachgrübelte, wie er die Menschheit auf Erden noch härter geißeln
könnte, dachte: „Laß sie ihre Sitten und Gewohnheiten bewahren. Nichts bindet die Menschheit so sehr
wie gewohnheitsmäßige Formen. Doch diese Methode eignet sich nur für die Massen. Viel gefährlicher ist
Einsamkeit. Dann wird das Bewußtsein erleuchtet und neue Formen werden erschaffen.
Man muß die Stunden der Einsamkeit begrenzen. Die Menschen dürfen nicht allein bleiben. Ich werde
sie mit einem Spiegelbild versorgen und sie sich an ihr Ebenbild gewöhnen lassen." Die Diener der
Dunkelheit brachten den Menschen einen Spiegel!
267. Jeder, der sich Uns naht, kann sich den Vorgang vergegenwärtigen, in einen anderen Zustand
hinüberzugehen.
Man kann ihn mit einem Menschen vergleichen, der reisen gelernt hat. Ein Unerfahrener fürchtet sich
sogar, den Landungssteg eines Schiffes zu überschreiten.
268. Das Leben eilt dahin wie ein Wasserfall. Doch nicht viele nehmen diese Bewegung wahr. Wie
ein Grab ist das Leben derer, die nach Ruhe streben. Was ist Ruhe? Dieser Begriff ist eine Erfindung der
Dunklen. Was für eine augenscheinliche Vorsicht offenbaren die Menschen, wenn sie von Ruhe sprechen!
Sie stellen sich Ruhe als Untätigkeit vor. Und Untätigkeit ist stets mit irdischer Freude verbunden. Doch
diese Freude der Faulheit ist nicht Unsere Freude. Wann ist die Natur untätig? Wir, als Teile derselben,
sind dem gleichen Gesetz unterworfen.
Man braucht nicht immer zu laufen. Aber man kann auch nicht immer einen eisernen Riegel vor sich
sehen.
Durch die Analogie mit dem Leben einer Pflanze sollte man das Beispiel von unaufhörlicher Tätigkeit
geben.
269. Ihr habt richtig bemerkt, daß Wir die Besprechung von bereits behandelten Gegenständen nicht
wiederholen.
Doch wenn man Unsere Gespräche verfolgt, kann man eine aufsteigende Spirale bemerken. Es könnte
nicht anders sein. Wenn auch nur einmal eine tiefer stehende Auslegung zugelassen würde, dann würde
sie einen Bruch in der Spirale verursachen. Dasselbe würde sich ergeben, wenn man bei den Darlegungen
eine große Strecke überspringen würde. Wieder würde ein Bruch entstehen. Aber man kann nicht
absichtlich alle Rettungsleinen durchschneiden. Dies ist bei jeder Offenbarung sichtbar. Es besteht nur die
Frage: „Kann das Bewußtsein beständig aufsteigen?" Natürlich, wenn wir zustimmen, Ruhe als die
Reinigung von Gedanken zu verstehen. Auf diese Weise werden wir den hauptsächlichsten Feind
vermeiden.
270.
Jeder hat seinen Feind. Die Wichtigkeit des Feindes entscheidet die Bedeutung des Menschen, ebenso
wie ein Schatten von der Größe des Gegenstandes abhängt.
Man sollte sich nicht besonders über die Feinde beunruhigen.
Auch sollte man sie nicht mit Geringschätzung betrachten.
Kein Mensch existiert ohne seinen Schatten.
Akbar, der Große genannt, betrachtete seine Feinde sorgfältig. Der Günstling unter seinen Ratgebern
führte die Liste von den Feinden. Akebar erkundigte sich oft: „Ist nicht ein würdiger Name auf der Liste
erschienen? Wenn ich einen würdigen Namen auf der Liste sehe, dann werde ich dem maskierten Freund
meine Grüße senden." Weiter sprach Alebar: „Ich freue mich, daß ich die heilige Lehre im Leben
anwenden konnte; daß es mir möglich war, den Menschen vom Überfluß zu geben, und daß ich durch den
Schatten großer Feinde ins Licht gebracht wurde." So sprach Akbar, der den Wert von Feinden kannte.
Nie wurde eine Lehre durch ihre Freunde emporgehoben.
Wenn ein Feind ein Schatten ist, dann ist Verleumdung der Trompetenstoß.
271. Das Bewußtsein assimiliert die Idee der Bewegung am besten durch angenommene Formen, das
heißt, durch Verbindungen von Symbolen. Man sollte das Symbol des Bewußtseins abschätzen. Natürlich
ist das Symbol eines Bootes viel besser als das eines modernen Dampfschiffes, weil die Unsicherheit eines
Bootes der Gefahr der Elemente besser entspricht. Selbst im Samen ist der Geist den Wirkungen der
Elemente unterworfen. Darum ist es gut, ein Freund des allverbindenden Feuers zu sein.
272. Der Lehrer setzt nie etwas herab. Man kann es klar ausdrücken, wenn die Tat sich ereignet hat.
273. Die Bedeutung der Erkenntnis der verschiedenen Wechselbeziehungen zwischen Lehrer und
Schüler ist gefunden worden. Genau, die Stufen des Herantretens an die Lehre sind verschieden, auf den
ersten Stufen ist so viel Anziehendes und auf den nächsten so viel Verantwortung.
In der Astralwelt wird bemerkt, daß diejenigen, welche ein durchschnittliches Verständnis besitzen,
nicht zum Gipfel streben. Das Durchschnittsverständnis spricht sie frei von Leiden, gibt ihnen jedoch
andererseits auch nicht die Pflicht zu selbstaufopfernder Arbeit. Dasselbe kann beim Wachstum des
Geistes bemerkt werden. Die ersten Rufe sind angenehm und wohlwollend, und der Rang des behüteten
Schützlings ist nicht verantwortungsvoll. Aber das Bewußtsein wächst, und der Geist wird spezieller
Aufträge würdig. Jeder Auftrag steht der alten weitliehen Logik feindlich gegenüber und ist daher
Schwierigkeiten und Gefahren ausgesetzt.
Wahrlich, wenige lernen es, sich über die Überwindung von Hindernissen zu freuen. Und viele sind
sogar bereit, sich nach dem früheren Durchschnittsbewußtsein zu sehnen.
Die Befehle werden kurz, und die Arbeit hängt von selbständiger Handlung ab.
Freunde werden selten, und Hindernisse türmen sich auf wie unzugängliche Berge, während die Siege
scheinbar unerkennbar sind. Die Wirkungen der subtilsten Energien sind nicht erkennbar. Die Schmerzen,
die mit Unterbrechungen auftreten, die sogenannten heiligen Schmerzen foltern den Menschen. Die
Teilbarkeit und die Übertragungen des Geistes sind unerklärlich. Doch erhaben über allem ist die
Erfüllung der Wünsche für das Allgemeinwohl.
Die geistige Zusammenarbeit nimmt zu, unbegrenzt durch den Weltraum. Durch das Wetteifern mit
den fernen Welten ändert sich die Beziehung zur Umgebung, und die Arbeit im Weltraum hört auf ein
leerer Schall zu sein Die zugewiesenen Aufträge werden zur Freude sie werden so, als seien sie die eigene
nicht übertragbare Arbeit. Es kann nicht anders sein. Natürlich, diese Freude zeigt sich nicht in den
Luftsprüngen einer Ziege. Die Abschätzung der Umgebung macht das Gesicht ernst, doch das Leben ist
umgewandelt, und von den Höhen aus beobachtet man die Windungen des Irdischen Drachens.
Furchtlosigkeit, die bereits beim ersten Ruf übertragen wurde, bringt den Menschen den neuen
Lichtwellen näher.
274. Der Hofhistoriker Akbars sagte einmal zum Herrscher: „Unter den Machthabern beobachte ich
ein unlösbares Problem. Gewisse Herrscher hielten sich unnahbar, fern von den Menschen. Sie wurden
entthront wegen ihrer Unzulänglichkeit. Andere nahmen am täglichen Leben teil. Die Menschen
gewöhnten sich an sie und entthronten sie wegen ihrer Alltäglichkeit." Akbar lächelte: „Das bedeutet, daß
ein Herrscher unsichtbar bleiben muß, während er an allen Handlungen teilnimmt und sie lenkt." So
sprach der weise Herrscher und sagte dadurch die Zukunft voraus.
Unsichtbar sichtbar!
275. Vedanta erklärt richtig, daß der Geist unversehrt bleibt. Der feurige Same des Geistes bleibt in
seiner ursprünglichen Konsistenz, weil der innere Kern der Elemente unveränderlich ist. Doch die
Ausstrahlung des Samens verändert sich, abhängig vom Wachsen des Bewußtseins.
Man kann daher verstehen, daß der Same des Geistes ein Bruchteil des elementaren Feuers ist. Und
die um ihn herum angesammelte Energie ist Bewußtsein. Dies bedeutet, daß Vedanta sich mit dem Samen
befaßte und der Buddhismus über die Vervollkommnung der Körper sprach. So vollständig stehen das
Bewegliche und das Unbewegliche miteinander in Wechselbeziehung.
Es ist ganz verständlich, daß Buddha, der die Menschheit der Evolution entgegenlenkte, auf das
Wesen der Beweglichkeit hinwies, während Vedanta die Grundlage erläuterte. Man kann einer Flamme
irgendeinen chemischen Bestandteil hinzufügen und dadurch ihre Farbe und Größe ändern, doch die
ursprüngliche Natur des Feuers wird unverändert bleiben. Ich sehe keinen grundlegenden Widerspruch
zwischen der Vedanta und dem Buddhismus.
276. Es ist richtig, daß in Indien das Wissen existiert, daß die subtilen Energien ins Leben eintreten
werden.
Man sollte auf ein wissenschaftliches Verständnis für die Offenbarungen vorbereitet sein. Dunkelheit
setzt die Qualität der Energien unermeßlich herab. Doch das offene Bewußtsein kann einen Teil der
Energien empfangen.
Die Wolken der Dunkelheit lassen die Strahlen der Sonne nicht durch, doch ein Teil des Lichtes und
der Hitze erreicht die Erde. Alle Lehren sind ohne Widerspruch. Die Art und Weise des gewöhnlichen
Experimentierens ist ungeeignet.
277. Mit Recht ist gesagt worden, daß die unsichtbaren Kräfte stärker sind als die sichtbaren. Die
Erkenntnis, daß die Nähe des Lehrers unwiderruflich ist, ist ebenfalls richtig.
Unbestreitbar wahr ist das Gefühl in Bezug auf die Ströme des Weltraums, die das ganze Leben
beeinflussen.
Ist es möglich, daß die Menschen die Verdichtung der Ströme seit dem Jahr des Irdischen Drachens
nicht bemerkt haben? Der Schwanz des Drachens ist wie ein Magnet, doch seine Hoffnungen sind
vergebens. Wenn man auf der Erde kriecht, kann man keine heilsame Energie erhalten. Gerade für dieses
Jahr ist das Zeichen des Drachens gesandt worden. Man sollte sich vor den Händen der Erdbewohner
hüten. Zehn Jahre lang kann man heimtückischen Verrat erwarten.
Das neue Zeitalter beginnt unter Donner und Blitz.
Was wird die Offenbarung des Sturmes hervorrufen? Die ungewohnte Erstarrung. Wie ermüdend
schleppt sich diese zehnjährige Zeitspanne hin, wenn die Ankunft der neuen Energien bereits vorbereitet
ist!
278. Häufig befindet sich der Lehrer in einer sehr schwierigen Beziehung zu seinem Schüler. Der
Schüler verspricht, alle Befehle des Lehrers zu befolgen, doch kaum ist ein Befehl empfangen, als auch
sofort Gründe gefunden werden, ihn zu ändern. Der Lehrer stößt auf eine ähnliche Schwierigkeit, wenn
Ihm Untätigkeit vorgeworfen wird. Stellt Euch die Lage eines Bogenschützens vor, wenn er schußbereit
ist und hinter ihm schreit jemand: „Warum schießt er nicht?" Kleine Kinder gehorchen der führenden
Hand, sogar ohne den Grund zu erkennen. Doch Erwachsene versuchen, der vorbereiteten Reaktion etwas
hinzuzufügen, was ihrer Stimmung entspricht. Man kann sie mit Menschen vergleichen, die, wenn das
Haus brennt, unersetzbare Manuskripte außer acht lassen, aber ihr geschätztes Bettzeug retten.
Woher kommt diese Nichtachtung des Befehls? Auch von Mißtrauen. Es ist unbegreiflich, wie
bereitwillig die Gaben des Lehrers angenommen und wie vernachlässigt Seine Befehle werden. Wie
viele vorbedachte Übertragungen sind aus Leichtsinn zurückgewiesen worden, wie
viele wirksame Handlungen unterbrochen! Mit einer Hand wird Ehrerbietung erwiesen. Und die
andere verstreut die Perlen über dem Abgrund, wobei die Tatsache vergessen wird, daß das Durchdringen
des Weltraumes mit persönlichen Sendungen eine Ansteckung des Weltraumes ist, und daß der erwählte
Führer mit Seiner Erfahrung den Schüler nicht demütigen wird. Wie hoch muß man daher
Zusammenarbeit mit festem Vertrauen bewerten! Wenn Ihr selbst Lehrer werdet, besteht auf der
sofortigen Ausführung eines Befehles. Gebt Befehle nicht häufig.
Sie können abgedroschen werden. Doch wenn die Arbeit es erforderlich macht, gebt einen kurzen
Befehl.
Macht bekannt, daß ein Befehl unwiderruflich ist. Man muß einfach mehr folgen und unabhängige
Arbeit mit Zusammenarbeit verbinden. Der entstellte Befehl ist wie ein Zug, der entgleist ist. Es ist besser,
keine Gaben anzunehmen, als die Welle zu unterbrechen.
279. Ihr habt die Legende über die aufsteigende Hitze vom Thron des Indra gehört. Sie hat ihren
Ursprung in einer psycho-physischen Offenbarung. Die Erscheinung einer besonderen Spannung der
psychischen Atmosphäre hat rein physische Rückwirkungen zur Folge. Die feurige Energie stößt auf
heftigen Widerstand, und das Gleichgewicht muß wieder hergestellt werden.
280.
Während der heftigen Angriffe seiner Feinde wurde Akbar gefragt, warum so viele Angriffe erfolgten.
Akbar erwiderte: „Gebt den Feinden auch einen Augenblick Beschäftigung."
281. Was bedeutet der Ausdruck: „Versessen auf Gott?" Warum wurden die Propheten des Altertums
Wahnsinnige genannt? Eben wegen des Feuers des direkten Wissens, das sie von allen anderen isolierte,
einer wertvollen Eigenschaft, die sie von der gewöhnlichen Gedankenrichtung trennte.
282. Die Menschen können Maßnahmen gegen die groben Erscheinungen der Elemente treffen. Aber
während der Periode derAnkunft der neuen Energien wird es notwendig sein, die Methoden der
Einwirkung auf sie zu verfeinern. Bis vor kurzem versteckten sich die Menschen vor dem Blitz unter
einem Baum oder liefen erschrocken davon. Aber jetzt haben sie praktische Methoden der Selbsterhaltung
gefunden. Natürlich wird dasselbe im Falle der subtilen Energien geschehen. Aber mit rechtzeitiger
Voraussicht dieser Tatsache kann man zahlreiche Verluste vermeiden.
Wie kann man die Aufmerksamkeit auf die neuen Energien lenken? Direktes Wissen wird zur
Erweckung eines scharfen Blickes beitragen. Bald werden die Menschen ihrem direkten Wissen gemäß
eingeteilt werden.
Man sollte die Menschen mit einem offenen Bewußtsein so fein wie möglich unterscheiden. Nicht
Erziehung, nicht Erfahrung, nicht Talent, sondern einfach das Feuer des direkten Wissens eröffnet den
direkten Weg nach Shambhala.
Gerade das Feuer des direkten Wissens weist auf die einzigartige Qualität der neuen Zeichen mitten
im täglichen Leben hin. Man kann voraussehen, daß Institute die Leben solcher empfindsamen Mitarbeiter
besonders sorgfältig behüten werden. Wie Meilensteine auf einem geraden Weg sind solche Bewußtseine.
Wissenschaftliche Beobachtungen werden vom Feuer des direkten Wissens gelenkt werden.
Nicht Asketen, nicht Fanatiker, nicht die Abergläubischen, sondern jene, die den Yoga des Feuers
kennen, sind die, welche das Steuerruder im Leben nicht aufgeben werden; wahrlich, ihr Opfer wird groß
sein. Sie werden beständig am Rande von Explosionen sein, obwohl sie ihre Existenz hätten ruhig
fortsetzen können. Aber Ruhe ist keine Eigenschaft des Feuers. Denn Feuer zerstört beständig, um etwas
Neues zu erschaffen. Solch feuriges Streben prüft die Empfindungen wie in einem Schmelztiegel.
Augenblicklich wird noch nicht ganz verstanden, warum Wir solche Vorsichtsmaßnahmen
hinsichtlich der Begegnung mit den neuen Möglichkeiten treffen. Aber bald werden die Menschen
wünschen, die beispiellosen Offenbarungen anzuwenden, die keine Erklärungen im Leben haben. Dann
wird sich jemand an die Zeichen des Agni Yoga erinnern.
283. Wenn Ihr Träumer genannt werdet, sagt: „Wir kennen nur Handlung." Wenn Ihr gefragt werdet,
wie Ihr die Lehre bestätigt, antwortet: „Nur durch Anwendung auf das Leben." Wenn Ihr herausgefordert
werdet, die Bündnisse zu verteidigen, sagt: „Man kann der Unwissenheit nicht antworten." Wenn jemand
den Lehrer verleumden wird, sagt: „Noch diese Nacht wirst du über deinen nicht wieder gutzumachenden
Irrtum nachdenken."
284. Die Bedeutung ist wichtig, nicht die Form. Unabhängige Handlung ist äußerst wichtig. In
ähnlicher Weise wird Kürze ein Zeichen des Fortschritts sein. Wenn wir an der Grenze von zwei Welten
leben, kennen wir die konvexe Eigenschaft eines Bildes. Wenn der Bote eine Botschaft überbringt, weiß
er mehr, als er mitteilt.
285. Wahrlich, viel Zeit wird von denen, die den Weg suchen, vertan. Doch dann können diejenigen,
welche den Weg kennen, ihre Kräfte zur Eroberung aufwenden.
Wir möchten, daß sie frohlockend gehen. Jeder ihrer Schritte ist Unsere Freude. Wir sind bereit, sie zu
stützen, damit sie nicht fallen.
Man muß schwierige Ströme durchleben; sogar das Schiff begegnet auf einer Fahrt den Hindernissen
der Elemente.
286. Im Leben sind diejenigen erfolgreich, die mit einem besonderen Unterscheidungsvermögen die
wesentliche Natur von materiellen Dingen und jene, die sich einer speziellen Entstellung der Dinge
anpassen, erkennen.
Der Unterschied besteht nur im Ergebnis. Diejenigen, welche das Wesen von Gegenständen erkannt
haben, hängen ihnen nicht an, doch die Entsteller werden zu ihren Sklaven. Wenn jemand nicht
erfolgreich ist, so bedeutet es, daß er in der Mitte der Waage geblieben ist, statt sich in die Waagschale zu
stellen.
Was ist das Kennzeichen des Verstehens oder der Entstellung der Dinge? Ob sich die
Lebensbedingungen geändert haben oder nicht. Wenn sich nichts geändert hat, dann hat keine
Gedankentätigkeit stattgefunden. Jene, die schwer von Begriff sind, können nicht erfolgreich sein.
Die Mehrzahl der Menschen wird durch Schwäche und Trägheit herabgezogen. Für sie bedeutet das
Leben eine Kette, während es eine Eroberung ist. Die Garantie für Erfolg liegt im Handeln.
287. Mahayana steht in ebenso enger Beziehung zu Hinayana wie der Buddhismus zum Vedanta.
Mahayana kennt das Wesen der Welt der Elemente und offenbart es.
Hinayana betont Ursachen und Wirkungen und lehrt, die wiederkehrenden Folgen der Ursachen zu
vermeiden. Die Lehre schlägt Funken aus dem Chaos der Elemente. Man kann diese Bilder studieren, aber
es ist ebenso richtig, sich auf Ursache und Wirkung zu konzentrieren. Wenn wir Buddha die Ursache
nennen würden, dann ist Maitreya die Folge.
288. Natürlich enthüllt eine Fata Morgana nicht die Wirklichkeit, doch sie ist an sich eine
Wirklichkeit. Darum ist es richtig, die Wirklichkeit von Maya zu verstehen und ihre ganze trügerische
Entstellung zu kennen.
Ihr, die Ihr den Weg kennt, findet das Feuer der Errungenschaft!
289. Der Gesegnete sprach über drei Lehrer. Der eine erhielt göttliche Gaben und gab die irdische
Arbeit auf.
Ein anderer erhielt die Gaben und verlor den Faden für das Verständnis des Lebens. Der dritte, der
Gaben erhielt, verließ die Erde nicht, weil er verstand, den Faden des Verständnisses zu binden. Seine
Nützlichkeit übertrifft die der anderen.
Das Zeichen des Lebens ist das Kreuz.
290.
Glichen die Helden aus alten Zeiten den zeitgenössischen Helden? Brauchten die Helden des
Altertums den Vorrat unerschöpflicher Begeisterung? Ihre Errungenschaften waren kurz, und eine einzige
Explosion des Feuers genügte, ihre Energie zu nähren. Heutzutage stellt die verlängerte Dauer der
Errungenschaft, verbunden mit der völligen Erschöpfung von Kräften in der irdischen Atmosphäre, eine
unermeßliche Anforderung an die Energie. Der schwerste Schlag, der strengste Ruf, blitzt aus einer
einzigen Explosion auf, doch Kontinuität und Wiederholung erfordern eine ganze Folge von Strömen.
Die Bedeutung eines Helden in der gegenwärtigen Zeit wird durch die Erkenntnis aufrechterhalten,
daß er von keiner Seite Zusammenarbeit erwarten kann. Wenn er erklärt: „Ich kann das Schlachtfeld nicht
im Stich lassen", absorbiert er neue Kraft. Wir sind bereit, den Strom für die Verstärkung der Kraft zu
liefern, der Festigkeit des Entschlusses gemäß, den Kampf nicht aufzugeben. Doch Wir wissen, wie
schwer es ist, Licht in die Dunkelheit zu bringen, weil dieses Licht von anderen gesehen wird, aber nicht
von dem, der es trägt. Außerdem können die Schlafenden das Licht nicht ertragen.
Beachtet im Allgemeinen diejenigen, welche keiner Dunkelheit bedürfen, um zu schlafen. Das Feuer
ihres Geistes zerstört die Dunkelheit. Durch ihre persönlichen Gewohnheiten erkennen Wir die Kämpfer.
Doch wenn ihr Auge im Dunkeln tappt, schaudernd angesichts der Dämmerung, sagen Wir. „Der
Weltraum schenkt euch Gehör." Der Säer zählt die ausgestreuten Samen nicht, da er der Sämann ist und
nicht der Schnitter. Doch wer geht freudiger an die Arbeit? Der Säer - nicht der gebeugte Schnitter.
Mit seiner rechten Hand streut der Säer seinen Samen weit aus. Der Wind fegt viele Samen hinweg,
aber der Säer singt, weil das Feld für ihn nicht leer ist. Er wird fortgehen und das Feld fruchtbar
zurücklassen. Es ist ihm gleich, welcher Schnitter seine Ernte einsammeln und wer neue Samen
aufspeichern wird. Die Aussaat wird dem vertrauenswürdigsten Arbeiter anvertraut. Groß ist das Feld,
doch die erfahrene Hand ermüdet nicht.
Es wird uns gesagt: „Bringt Helden hervor."
291. Es ist ganz richtig zu sagen, daß die Menschheit schaudern würde, wenn man die Zeit messen
könnte, die im Zorn verbracht wird.
Natürlich ist Ruhm nach menschlicher Auffassung lächerlich.
Wir können ihn nur als Schuh zum bequemen Gehen gestatten.
292. Die Demonstration äußerlicher Kräfte steht auf der niedrigsten Stufe. Ihr wißt, wie man in der
Luft schweben kann, doch wenn sich die ganze Menschheit ziellos in die Luft erheben würde, was für ein
Irrsinn würde folgen! Ihr wißt, wie Gegenstände ihr Gewicht verringern und erhöhen, doch im
gegenwärtigen Stadium der Menschheit ist diese Kondition nicht anwendbar. Die Bemühung um die
Wahrnehmung des Geistes muß erst bestätigt werden. Man kann Lösungen für viele Offenbarungen in der
Willenskraft finden.
293. Besonders schädlich sind die sich kreuzenden Ströme. Selbst wenn wir am Leben teilnehmen,
ziehen wir die Pfeile aus einer Richtung denen aus vielen zerstreuten Richtungen vor. Man kann die
Depression des Gemüts leicht verstehen, die verursacht wird, wenn einem Pfeile aus unbekannten
Richtungen über den Kopf fliegen.
Wenn man die Durchdringung des Weltraumes mit einem Namen nicht verhindern kann, ist es
besonders notwendig, auf die Gesundheit zu achten. Der Blutdruck erhöht sich, und die Spannung der
Zentren ruft Depression hervor. Ein einziger Feind von irgendwelcher Bedeutung ist besser als diese nicht
wahrnehmbaren Stöße. Der Lehrer muß diese Perioden besonders dann beobachten, wenn die Feuer
bereits gespannt sind. Aber diese Lebensexplosionen sind unvermeidlich. Jede positive, bewußte Tätigkeit
wird einen Gedankenwirbel hervorrufen. Doch wenn die geistige Entwicklung bereits groß ist, dann ist die
Nachwirkung der ungezügelten Wellen bedrückend.
Natürlich nehmen Menschen mit unentwickelten Zentren die Menge von Pfeilen nicht leicht wahr,
doch dies bedeutet nicht, daß man sie beneiden sollte. Wir sprechen über beständige Freude, doch Freude
ist eine besondere Weisheit.
294. Die Menschen lieben das Geheimnisvolle. Der Bereich des Studiums des Geistes würde sie zu
mancher verschlossenen Tür bringen. Warum vermeiden die Menschen alles, was ihnen unbekannt ist?
Weil sie in der Schule gelehrt werden: „Handelt wie alle und jeder." Lenkt den Geist in das Unbekannte!
Solch Streben wird neue Gedankenformen schaffen.
295. Die Lehre setzt nicht nur ein offenes Bewußtsein voraus, sondern auch den Wunsch, Schritte zu
unternehmen, sie durch Anwendung zu bestätigen. Es ist unmöglich zu glauben, daß ein Verstand, der
durch Herkömmlichkeiten verwirrt ist, die Lehre annehmen könnte. Feindlich gesinnte Menschen
übersehen die Nützlichkeit des Buches. Solche Menschen werden nicht gebraucht, selbst wenn sie
neugierig sein sollten.
Sie werden sagen: „Wie können zerstreute Samen gehandhabt werden?" Sie werden nicht einmal
zugeben, daß es über ihr eigenes System hinaus ein anderes geben könnte. Die Berechnung der Arbeit
wird auf eine einzige Art und Weise vorgenommen, aber Gedanken hängen sogar von äußeren
Lebensumständen ab. Vergleicht die Gedankentendenz in einer Stadt, einem Dorf, auf der Reise und im
Flug. Die Grundlagen und Methoden werden ganz verschiedenartig sein.
Nur wer mit der Lehre des Lebens in Berührung gekommen ist und die Notwendigkeit fühlt, seine
Existenz zu verschönern und neu zu erkennen, kann die Lehre des Agni Yoga verstehen und anwenden.
Die Wolken des Zweifels bedrücken denjenigen nicht, der nur eine Möglichkeit sucht, durch irgendeinen
Ausgang aus dem Labyrinth zu entkommen! Der Befehl der Notwendigkeit flößt dem Menschen
Findigkeit ein und hindert sein Urteil über ein nicht begriffenes System nicht. Wenn die Aufmerksamkeit
auf die unerklärbaren Schmerzen gelenkt wird, dann wird sich sogar das gefesselte Bewußtsein an Agni
Yoga erinnern.
Vor allem strebt nicht danach, diejenigen persönlich zu sehen, die die Lehre angenommen haben. Die
Wege der Notwendigkeit sind unerwartet. Und macht die Lehre nicht allzu zugänglich. Die Leichtigkeit
der Erwerbung ruft Geringschätzung hervor. Man kann Unwissenheit dulden, aber Geringschätzung ist
nicht statthaft. Bis zu einem gewissen Grade wird das Suchen nicht schaden.
296. Das Verlangen nach Wissen geht aus dem vergessenen Wissen der Vergangenheit hervor, ebenso
wie die Vorstellungskraft die Folge früherer Erfahrungen ist.
297. Welche Stunde wird die Menschen lehren, zwischen dem Großen und dem Kleinen zu
unterscheiden? Die Stunde der Zufriedenheit wandelt die Wirklichkeit um und entstellt sie. Die Stunde des
Zornes biegt die Klinge des Lebens. Die Stunde des Kummers macht demütig. Die Stunde der täglichen
Arbeit verdunkelt. Es wird einem nicht befreiten Bewußtsein schwer, Gegenstände im Dunkeln zu
erkennen. Wie kann man eine Zeit erwarten, wo Menschen die Macht der psychischen Energie erkennen
werden? Wie Irrsinnige spielen sie direkt am Rande der Explosion, und in ihrem Irrtum betrachten sie
ihren Planeten als den festesten Körper.
Man muß verstehen, daß die Menschen schmerzliche Beispiele zu vergessen suchen. Die
Zerstörungen ganzer Kontinente werden vorsichtig aus den alten Schriften eliminiert. Ebenso werden viele
Hinweise auf die Ereignisse verheimlicht, die das Schicksal der Welt entscheiden.
„Wir mögen uns nicht gern quälen", sagen die Hüter der Menschheit. Sie sind bereit, ihren Ruin und
ihre Niederlage vor sich selbst zu verbergen. Irdische Herrscher sagen: „Alles ist ruhig in unserem
Königreich." Eine statische Ruhe sichert ihnen erhabene Throne. Gewöhnlich bewundern sie den
Sonnenuntergang und verschlafen den Sonnenaufgang.
Aber die Unsichtbare Regierung sagt: „Es ist absurd, das zu verbergen, was existiert." Die Beispiele
der Vergangenheit werden Vorsicht lehren.
Sucht die Energie, die Eure Existenz ändert, wenn sie bewußt hervorgerufen wird. Möchtet Ihr nicht
rechtzeitig gewappnet sein? Die letzte Stunde kann die Menschheit lehren. Wir sind keine Propheten in
Schaffellen. Wie gewöhnliche Ärzte warnen Wir. „Es ist an der Zeit, eine Impfung durchzuführen." Aber
es gibt unbesonnene Prahler, die während der Pestilenz Feste feiern. Die Kirchhöfe verlieren ihre
Gemeindemitglieder nicht.
Wir sprechen um derentwillen, die am Leben bleiben können.
298. Wenn Ihr eine Arbeit beginnt, versteht es, Euch über ihren Anfang zu freuen. Gewöhnlich
wünschen die Menschen die Blumen und Früchte zu sehen. Aber wahre Untersucher freuen sich über den
ersten Sämling, denn dies ist die Regung des Lebens.
299. Wenn ein Lehrer sagen wird: „Ich habe zehntausend Schüler", fragt ihn: „Ist es möglich, daß
jedem Zutritt gewährt wird?" Quantität schließt Erfolg aus. Die Größe des Heeres war nie die Garantie für
Siege.
300.
Ich bestätige, daß der Weg des Agni Yoga ein Licht auf dem Weg ist. Es ist belanglos, wie die
Wanderer von diesem Segen Gebrauch machen. Der Weg wird ihnen angedeutet. Diejenigen, welche die
Zeichen des Feuers erkennen, werden kommen.
Auf diese Weise wünsche Ich diejenigen zu stärken, die die Tragweite der Lehre des Agni Yoga
erkannt haben.
Man sollte nicht auf die Stunde warten, in der der Strom die Massen dazu antreiben wird, Rettung zu
suchen. Dies wird das Erkennen der Geißel des Schreckens sein. Dies ist nicht wichtig, aber man muß
diejenigen erkennen, die durch ein freies Bewußtsein gelenkt werden. Derjenige kann einen Kampf
aufnehmen, dem der Zweck des Kampfes bekannt ist. Sklaven, die gewaltsam gezwungen werden, werden
nicht gebraucht. Ich halte es für richtig, lieber aufrichtiges Streben zu verteidigen, als nach den
Bruchstücken eines zerbrochenen Gefäßes zu suchen.
301. Wenn ein Kind in einer Tätigkeitssphäre erscheint, das sich aus einem speziellen Grund zu ihr
hingezogen fühlt, lächelt ihm zu und entwickelt in ihm das Bewußtsein, daß diese Tätigkeiten seine
Wohnstätte sind.
Kinder kommen zuweilen auf einen besonderen Ruf in dieses Leben. Gebt ihnen das, was durch ihre
Vergangen- heit vorbereitet wurde. Sehr saftig ist die Frucht, wenn die Wurzeln stark sind.
302. Man sollte bei Agni Yoga gewisse Vorsichtsmaßregeln treffen. Jenseits einer gewissen Stufe
kann man Rückenschmerzen bemerken. Dann sollte man sich nicht niederbeugen, weil die Energiesäule
wie Quecksilber in einem Thermometer emporsteigt. Darum ist eine gerade Haltung des Rückgrats ratsam.
In ähnlicher Weise ist Arbeit, die eine seitliche Haltung erfordert, wie Holzhacken, nicht anzuraten. Die
Flamme ist ihrer Struktur nach senkrecht. So wird sich jedes Feuer verhalten. Das Bestehen auf kleinen
Vorsichtsmaßregeln wird die Menschen nicht vom Leben absondern. Ganz unmerklich kann man ein
planmäßiges Verfahren, das unschädlich ist, ins Leben einführen.
303. Die Hände des Feindes sind stets bereit, die Werke, die Wir beschlossen haben, zu zerstören. Die
Ohren des Feindes sind gespitzt, um Verleumdungen zu hören, die nützlich für ihn sind. Es genügt nicht,
zu sagen: „Freut euch über den Feind." Man muß lernen, seine Gewohnheiten zu verstehen. Wie die
unbekannte Größe in einem Problem steht der Feind. Doch dieses Unbekannte steht in direktem Verhältnis
zu der bekannten Größe. Daher ist es möglich, für jeden entdeckten Feind eine Lösung zu finden.
Erwägt die Umstände Eurer Handlungen genau. Lernt es, Euch an die Umstände Eures direkten
Wissens zu erinnern. Wir werden wieder auf sie zurückkommen.
Alles Unbekannte bezeichnen wir als feindlich. Es muß aufgeklärt, überwunden und in das Bekannte
umgewandelt werden - genau gesagt, in das Erkannte. Während des Vorganges einer solchen Offenbarung
sollte man in erster Linie auf sich selbst Acht haben. Wenn sich der Jäger seiner Beute nähert, berechnet
er jede seiner Handlungen.
Ihr werdet wiederholt über die furchteinflößenden okkulten Geheimnisse hören, aber Ihr werdet
einfach, im Vertrauen auf Euch selbst, an sie herantreten. Wir betrachten die Kenntnis des eigenen Ranges
als Unsere erste Bedingung für den Kampf. Wir machen uns mit dem Unbekannten dadurch vertraut, daß
Wir uns ihm nähern.
Es ist zwecklos, vorher darüber zu sprechen - sogar seine Grenzlinien sind unbestimmt.
Wenn wir alles zu erforschen suchen, müssen wir uns über die Forschungsmethoden einigen. Wir
werden die Richtung des Vorgehens kennen, uns jedoch nicht durch die Definition des Feindes aufhalten
lassen. Laßt uns Voraussicht mit wirklichem Handeln verbinden. Jeder entdeckte Teil des Unbekannten
wird eine Eroberung bedeuten - ohne Erstaunen, ohne Schaudern und sogar ohne übermäßige
Begeisterung. Denn jede Stunde, selbst die untätigste, mag uns in die Nähe des Unbekannten bringen. Das
Große Unbekannte kann als Freund betrachtet werden, doch für den Forscher ist es nützlicher, es als Feind
anzusehen. Alle Zeichen des Unbekannten entsprechen dem Zeichen des Feindes genauer. Zu allererst
sprechen wir über Furchtlosigkeit. Doch diese ist einem Freund gegenüber nicht erforderlich. Auch die
Errungenschaft eines Sieges setzt einen Feind voraus.
Wenn Ich Euch auffordere, Sieger zu sein, sehe Ich einen Kampf voraus. Das Große Unbekannte lockt
einen zum Sieg, ebenso wie der Feind.
304. Die Lehre der Weisheit ist kein Leitfaden mit nummerierten Seiten. Die Lehre ist die
Lebensverordnung, die auf jede Notwendigkeit angewandt werden sollte. Wie der Blitz überall da
aufleuchtet, wo sich genügend Elektrizität aufgestaut hat, so eilt der Befehl dorthin, wo sich eine
Möglichkeit angesammelt hat.
Obschon die Lehre des Lebens die gemeinsame Einheit bestätigt, muß sie doch auf jede Individualität
eingehen.
Die Lehre bietet eine Lösung für die täglichen Probleme.
Manchmal scheint es, daß die Lehre zu früheren Themen zurückkehrt. Wenn Ihr diese Anordnungen
vergleicht, erkennt Ihr, daß sie ganz verschiedene Lebenserscheinungen berühren. Die äußeren Zeichen
sind nicht von Bedeutung.
Die Menschen können aus verschiedenen Gründen blaß werden oder erröten.
Laßt uns die hervorstechendsten Lebensumstände ganz allgemein voraussehen, die Einzelheiten
jedoch dem Fluß des Karmas überlassen. Man kann den Hauptstrom oft ändern, während die Einzelheiten
das Zeichen eines vorherbestimmten Karmas tragen werden. Solche Einzelheiten haben keine
entscheidende Bedeutung, obgleich sich die Menschen gewöhnlich gerade an diese erinnern und
dementsprechend urteilen. In ähnlicher Weise kann man von den Aufträgen und Experimenten keine
übereinstimmende Anwendung und keinen einheitlichen Fluß erwarten. Beweise sind wieder einmal
bedeutungslos.
Der Befehl sieht jede Möglichkeit voraus, obgleich Befehle ganz verschiedenartig in Erscheinung
treten. Die Gefahr liegt anderswo. Oft verliert ein Mensch, der eine Möglichkeit meistert, das Interesse
daran. Wie etwas Gewöhnliches trägt er die festliche Blume ins tägliche Leben.
Natürlich sind Blumen stets anziehend, aber es ist besser, das Leben in ein Fest des Geistes
umzuwandeln, als die Blumen mit alltäglichem Staub zu bestreuen.
Wieder treten wir an das Leben heran wie an den Kelch eines wundersamen Heilmittels. Das Gift der
Welt trinken, um mit voller Macht wiedergeboren zu werden! Dieses Symbol stammt aus alten Legenden.
Wir sehen es in Ägypten, in Griechenland; Shiva selbst erinnert daran; eine ganze Kette von Erlösern trägt
den Giftbecher und wandelt ihn in Amrita um.
Wenn Wir sagen: „Seid ungewöhnlich und beraubt Euch nicht des Kelches der Errungenschaft",
weisen Wir dadurch darauf hin, Euer Leben nicht zu verdunkeln und den Kelch nicht zu verschütten. Ich
bestätige, wie viel Euch gesandt worden ist. Jedes verstandene und angewandte Teilchen wird neues
Leben verleihen. Beobachtet also den Regen der Möglichkeiten und freut Euch über den Regenbogen.
305. Eine Treppe ist offenbart, mit dekorativen Stufen.
Aber warum ist die unterste Stufe so voller Verzierungen, während die Verzierungen höher hinauf
immer einfacher werden, bis man auf der letzten Stufe keine Verzierung mehr sieht? So verschlungen ist
das Muster, daß die ganze Oberfläche damit bedeckt ist. Vielleicht ist das Muster auf der obersten Stufe
unnötig. Wahrhaftig, Ich sehe oben keine Ausschmückung. Darum denkt einfach.
306. Der Atem der Mutter der Welt, die Riesen, die die Last tragen, und die Erlöser, die den Kelch
angenommen haben, - diese drei Ebenbilder wurden dicht bei dem einen Gesetz geboren. Die
Ansammlung von psychischer Energie des Weltraumes ruft in Teilen des Planeten Explosionen hervor.
Die Organismen, die sich dem Atem der Großen Mutter anpassen, hallen als Reaktion auf die Explosionen
der Körper des Weltraumes wider. Kann solch ein Beben als Vorteil angesehen werden? Es ist genau, als
ob man für die Ausführung einer herrlichen Schöpfung vollkommen abgestimmte Instrumente wählt.
Natürlich liegt der Druck der Ströme, wenn wenige derartige Instrumente vorhanden sind, auf diesen
wenigen. Obgleich es unnötig ist, es zu beweisen, ist es trotzdem besser, die Last der Welt aufzunehmen,
als vom tätigen Leben losgelöst zu sein.
Wenn Ich über Vorsicht spreche, bestätige Ich gleich- zeitig Furchtlosigkeit, die durch das gereifte
Bewußtsein gestärkt wird. Aber wenn einem der Mut fehlt, kann man nicht bauen. Ohne Schöpfung kann
man sich dem Kelch nicht nähern. Nur die Flamme über dem Kelch erleuchtet die Spitze des Bogens.
Darum sind die Erlöser für Um nicht hinter goldenen Meßgewändern verborgen.
307. Das feurige Heer wird oft so genannt, weil das Satya Yuga mit dem Element des Feuers beginnt.
Dann sammeln sich diejenigen, welche mit diesem durchdringenden Element erfüllt sind. Die Bewegung
und das Streben des Feuers liegen im Prinzip des Lichtes. Nichts kann Licht überholen, weil es mit den
Strömen des allgegenwärtigen Feuers genährt wird. Ich bestätige den Strom des Feuers als den reinsten
und schnellsten. Der ganze unoffenbarte Weltraum ist das Schiff des Feuers. Das alte Symbol der feurigen
Mauer bezieht sich auf das Feuer des Weltraumes. Im Osten weiß man von dem feurigen Heer, das vor
dem Neuen Zeitalter erscheint.
Erdumwälzungen entstehen infolge der mangelnden Wechselbeziehung zwischen dem Feuer und der
Flamme der Ablagerungen des Planeten. Diese planetarischen Gase, die vom Gift der Zersetzung
ausströmen, versetzen die zügellose Energie - Kamaduro - in Tätigkeit. Genau gesagt besteht keine
Wechselbeziehung zwischen der Natur des Körpers und dem Feuer. Die leuchtende Materie versucht, die
getrennten Urquellen in Einklang zu bringen, doch das, was wir Dunkelheit nennen, macht die Aufnahme
der leuchtenden Materie unwirksam. Dann erfolgt eine Erdumwälzung.
Das feurige Heer lebt, wenn das Feuer des Weltraums Sieg verkündet.
308. Jeder Verbrecher fürchtet sich dorthin zurückzukehren, wo das Verbrechen begangen wurde. Die
Menschen erkennen, daß ihr Verhalten in der Astralwelt nicht der Würde des Geistes entspricht. Darum ist
ihre Furcht vor den Pforten des Astralen voller Ehrfurcht. Sie versuchen sogar, den Gedanken an das
Hinübergehen nicht zuzulassen, in der Hoffnung, daß Unwissende auch nicht verantwortlich sind. Aber
wenn man Wissen besitzt, braucht man diese Übergänge nicht schwerer zu machen als den Aufstieg auf
den Sprossen einer Leiter. Alt ist das Symbol des direkten Aufstiegs. Was kann außer den Ansammlungen
des Bewußtseins diesen Aufstieg fördern? Genau das gleiche Feuer. Dieses Element wandelt den Weg um.
Das Feuer der Körper vereint sich mit dem Feuer des Weltraumes und wird von ihm gespeist. Die
Offenbarungen der psychischen Energie sind auf Feuer begründet. Alle Phänomene werden durch Feuer
hervorgerufen, und Feuer erleuchtet alle Eingänge.
Natürlich wird es dem Menschen des feurigen Elementes nicht leicht, im Körper zu leben. Doch wählt
gerade diese zu Mitarbeitern, weil in ihnen kein Verrat ist. Gefahr wird keine Verwirrung in ihnen
hervorrufen. Sie verstehen Pflicht, und die Offenbarung des Strebens steigt wie eine Flamme empor. Wem
wird es leichter, die Strahlen an den Schultern zu besitzen? Wem liegt die Schöpfung näher, wenn nicht
denen, die dem Feuer, dem Alldurchdringenden, angehören? Es wird den Menschen schwer, die Zeichen
dieses Elementes zu verstehen. Erde, Wasser, Luft - diese sind einleuchtend. Aber daß Feuer das Wasser
durchdringt, wird wie ein Scherz erscheinen. Man muß die Durchdringung des Feuers verstehen, sonst
wird man nicht die Feurigen Pforten durchschreiten.
309. Unter allen Offenbarungen legen Wir vor allem Wert auf den absoluten Zustand des Geistes.
Fehler sind bedeutungslos, wenn der Same des Feuers stärker wird.
Handlung ist wie das wehende Banner eines Kriegers. Wie eine Krone ist seine Entscheidung. Wie
eine Perle ist die Flamme seines Geistes.
Flammender Geist, du verbrennst Irrtum und durchdringst die Dunkelheit. Wir schätzen das Feuer des
Geistes über alles.
310.
Unwahrnehmbar sind die Grenzen des Wachsens des Bewußtseins. Natürlich existieren solche Stufen
zweifellos, aber ihre Grenzlinien sind gewunden. Es ist schwer, nach einer allgemeinen Definition zu
urteilen; besonders hinsichtlich der unteren Stufen muß das Urteil vorsichtig sein, um keine Verletzung
zuzufügen.
Wie kann man erreichen, daß sich alle derselben Richtung zuwenden? Doch wenn die Menschen in
verschiedene Richtungen blicken, mögen sie verschiedenartig sehen, ohne dem Allgemeinwohl Schaden
zuzufügen. Laßt sie verschiedene Seiten betrachten. Laßt sie alle Punkte des gestirnten Weltraumes
beobachten. Es ist dringend nötig, daß das Auge beobachten lernt. Laßt sie alle allgemeinen
Schatzkammern nutzbar machen, jedoch dabei das Allgemeinwohl im Auge haben. Gestattet den
Gebrauch aller Quellen, und wer mehr einbeziehen wird, wird umso größer sein. Die Offenbarung des
Brennens des Geistes ist so außerordentlich verschieden. Darum laßt uns lieber, obwohl wir irren mögen,
übertreiben, als die Möglichkeiten für Wohlfahrt verringern.
Wenn Ihr durch eine Wiese geht, reißt die Blumen nicht mutwillig ab. Wenn Ihr fortgeht, bedenkt, daß
selbst der ungeschickteste Mitarbeiter seinen Stein für den Bau opfern kann. Es ist nicht nötig
zurückzuweisen, bis die Grenze des Verrats überschritten ist. Urteilt nach diesem schwarzen Zeichen.
311. Unsere Mitarbeiter unterscheiden sich in ihrem Handeln von anderen durch ihr bewegliches
Streben und ihre weite Einbeziehung. Das kosmische Leben besteht aus Bewegungen der Anziehung und
Abstoßung, mit anderen Worten, aus rhythmischen Explosionen und Ansammlungen.
Die Tätigkeit Unserer Mitarbeiter läßt die Naturgesetze nicht außer Acht. Man kann beobachten, wie
Tätigkeit das Bewußtsein bereichert und sich nicht vor Zerstörung durch eine Explosion fürchtet. Eins ist
Uns unbekannt - Ruhe in Untätigkeit. Unsere Mitarbeiter legen, wie Wir selbst, die Grundlagen freigebig.
Die Aussaat ist nötig für Uns, und Wir wissen, daß die Samen nicht verloren gehen können, denn das,
was existiert, kann nicht zerstört werden. Wir haben kein großes Interesse an der Veränderlichkeit von
Formen, weil der Same nicht veränderlich ist. Ein solcher unveränderlicher Same liegt in jedem Wesen.
Sogar abstoßende Handlungen hindern Uns nicht, Uns an die Gleichheit der Essenz zu erinnern. Und
dieses Bewußtsein macht Uns duldsam.
Es ist Uns klar, daß Mißhelligkeit gewöhnlich nur die Folge einer fehlenden Wechselbeziehung des
Rhythmus ist. Natürlich hindert dieser Mangel an Wechselbeziehung die Einheit der psychischen Energie
ganzer Gruppen, während gerade die Gruppenenergie die Nutzbarmachung der Strahlen näher bringen
kann, ohne die Kräfte zu vernichten oder zu verbrennen. Blutsaugerei kann bis zu einem beträchtlichen
Grade auf mangelnde Wechselbeziehung des Rhythmus zurückgeführt werden. Die Folge ist Aufzehrung,
aber nicht Zusammenarbeit. Darum fühlt, wessen Wellen Euch keinen Schaden zufügen, selbst wenn sie
Euch äußerlich von einer Seele einer fremden Rasse zu sein scheinen.
Zwei Menschen, die sich am gleichen Tisch gegenübersitzen, können nicht antagonistisch sein, wenn
sie ein und demselben Lehrer angehören. Einbeziehung und Duldsamkeit sind eins. Nur Verrat ist
unerträglich.
312.Man muß zwischen Schwierigkeiten und Unfähigkeit unterscheiden. Schwierigkeiten hängen mit
dem höheren Pfad zusammen, aber Unfähigkeit macht sich durch einen Mangel an Scharfsinn geltend.
Man sollte wissen, daß es für die Flexibilität der Gesetze keine Grenze gibt. Man muß über die
Anwendbarkeit des Gesetzes auf den Durchschnitt sprechen, aber Ihr kennt die Grenzen der
Möglichkeiten. Sagt vielen, daß es unmöglich sein würde, häufige Wiedergeburten zu ertragen.
Nur unermüdliche Wanderer wagen viele Seereisen.
Darum lehre Ich, wie man im Geist ohne eine Wohnstätte fortdauern kann.
Weder die Subtilität der Lehre noch die Weisheit des Urteils hängt vom Alter ab.
313. Das Zufällige ist gewöhnlich dem Bewußtsein im voraus einverleibt worden. Und die Welten
werden durch das Zufällige gebildet, weil Schöpfung aus Zufälligem hervorgeht. Wir sind sowohl Hüter
der Gesetze als auch Bewunderer des Zufälligen, weil im Zufälligen Bewegung enthalten ist. Es ist ein
Irrtum, allen die äußersten Grenzen der Möglichkeiten nahe zulegen. Mit anderen Worten, man kann nicht
jedem Fundament ein schweres Dach aufladen.
314. Man muß wissen, daß die Daten für die verschiedenen Schichten der Materie verschieden sind.
Wenn ein Teil der Materie bereits verändert ist, so bedeutet es nicht, daß eine ganze Gruppe planetarischer
Körper zum gleichen Zeitpunkt verändert wurde. Genau gesagt, während Satya Yuga auf einzelnen
Planeten beginnt, wird es die ganze Gruppe von Körpern erst nach einer längeren Periode vereinigen. Die
Anzeichen werden auf verschiedenen Planetenkörpern beginnen. Man sollte seine Gedanken niemals auf
einen einzigen Planeten begrenzen.
315. Die Mutter der Welt hat angeordnet: „Winde, sammelt euch! Schneemassen, sammelt euch!
Vögel, haltet euch zurück! Tiere, tretet zurück! „Kein menschlicher Fuß soll seine Spuren auf Meinem
Gipfel hinterlassen. Die Unverschämtheit der Dunklen soll sich nicht hervortun! Das Licht des Mondes
soll nicht fortdauern! Doch die Sonnenstrahlen sollen den Gipfel berühren.
„Sonne, hüte Meinen Gipfel, denn wo sollte Ich sonst Meine Wache halten? Nie soll ein Her
emporsteigen, noch soll menschliche Macht den Sieg davontragen!" Sie Selbst, die Mutter allen Seins,
wird Ihre Wache mit einem feurigen Schild halten. Was leuchtet auf dem Gipfel? Warum haben die
Wirbelwinde eine glänzende Krone zusammengefegt? Sie, die Große Mutter, Sie allein bestieg den Gipfel.
Und niemand soll Ihr folgen.
316. Die Tatsache des Hauses auf Erden soll die Bedeutung des Feuers des Herzens nicht herabsetzen.
Versteht die Erschaffung irdischer Heime als Flamme des Frohlockens.
Die Mühen der Schöpfung sind wie Lampenlichter.
Einhundertundacht Feuer und ebenso viele Werke. Tausend Feuer und ebenso viele Werke. Doch
wenn die Feuer in die Dunkelheit gelenkt werden, dann werden die Augen des Menschen ausgebrannt
sein.
317. Auf dem höchsten Gipfel steht strahlend die Mutter der Welt. Sie kam hervor, um die Dunkelheit
zu vernichten. Warum sind die Feinde gefallen? Und wohin werden sie ihre Augen in Verzweiflung
wenden? Sie hat Sich in einen feurigen Mantel gehüllt und mit einer feurigen Mauer umgeben. Sie ist
unsere Zuflucht und Unser Streben.
318. Man darf sich keine Sorgen über die bellenden Hunde machen. Man muß seinen Stab haben und
sich daran erinnern, daß eine einzige Eisenspitze den bösartigsten Hund in Schrecken versetzen wird.
Verschwendet keine Energie an einen vorzeitigen Hieb. Aber droht mit der Eisenspitze! Es wird den
Menschen äußerst schwer, die Sättigung des Weltraumes zu verstehen. Sie geben die Sättigung des
Wassers und sogar der Erde zu. Sie besprechen die Metallisierung von Wurzeln. Aber der Weltraum ist
für sie keine lebendige Substanz. Daher erkennen die Menschen die Freude der Bewegung nicht, und das
Element des Feuers ist ihnen schrecklich.
319. Wohin sollte man seinen Mut lenken? Wohin den Willen? Wohin sollte man sich selbst wenden?
Zum gleichen Geist-Feuer. Wir werden Kraft finden, unser Wesen nicht zu erschöpfen, denn wir wandern,
um die Worte des Wissens zu sammeln.
Wir wollen uns an die bekannten Heiligen verschiedener Länder erinnern. Welche unterscheidenden
Merkmale charakterisieren sie? Demut oder Gehorsam gegen ihren Vorgesetzten, oder Schweigen, oder
Anbetung? Dies würde uns langweilig erscheinen. Aber wir sehen Krieger, Räuber, Verurteilter von
Königen, Erbauer und Eroberer der Massen. Am Feuer des Geistes wird die Erhabenheit erkannt. Gesetze,
von Menschen vorgeschrieben, werden das Feuer nicht löschen. Darum sollten wir vorsichtig mit den
Herannahenden sein. Wie Bruchstücke himmlischer Körper, den Diamanten bergend, zeigen jene, die aus
weiter Ferne nahen, für die Menschen unbegreifliche Zeichen.
In den Massen ist wenig Hoffnung; doch der Stein vom fernen Stern überbringt seine einzigartige
Botschaft.
Anziehung vervielfältigt die Kraft. Und die besondere Sprache des Feuers wird die Zeichen der
Zukunft einprägen.
Wieder laßt uns vorsichtig sein, denn das Feuer des Geistes ist unwägbar.
320.
Jedes Zeitalter hat seine eigenen Methoden. Sich auf alte Präzedenzfälle zu beziehen, kommt dem
Tragen der Stiefel des Großvaters gleich.
321. Beschwörungen und Formeln tragen natürlich dazu bei, den Rhythmus anzuziehen, doch das
Evolutionsgesetz sieht den direkten Kontakt des menschlichen Bewußtseins mit dem kosmischen voraus.
Statt des Rhythmus der Anrufungen sollte man den feurigen Samen des Geistes begreifen und schweigend
den Kontakt mit dem Feuer des Weltraumes herstellen.
322. Wer nur für sich selbst Wissen erlangt hat, ist nicht Unser Erbauer. Wenn die Gebäude dem
Zerbröckeln nahe sind, wer kann da ruhig sitzen bleiben? Wo selbst die fernste Katastrophe den
Organismus erzittern läßt, werden alle zu Maurern und legen die neuen Fundamente. Ich sage dies, weil
die unaufschiebbare Arbeit alle Kräfte aufruft.
323. Wie sollte man Agni Yoga beginnen? In erster Linie muß man die Gegenwart der psychischen
Energie erkennen. Dann ist es nötig zu verstehen, daß Feuer die Essenz des Geistes erschafft. Natürlich ist
es nützlich, sich des Fleisches zu enthalten. Gemüse ist ratsam, ausgenommen wenige, wie Spargel,
Sellerie und Knoblauch, die heilkräftig sind. Gleichfalls muß man Vorsichtsmaßregeln gegen die feurige
Krankheit treffen. Das erste Heilmittel in dieser Hinsicht wird die Erkenntnis der psychischen Energie und
die Herrschaft über sie sein. Doch zur äußerlichen Reinigung kann man die Essenz von „Moru"
anwenden, oder „Balu", wie es genannt wird. Wenn Ihr gebeten werdet, die genaue Formel zu geben,
deutet an, daß Moru als erstes Heilmittel im Waschwasser aufgelöst werden sollte. Man kann eine
wirksame Essenz aus dem Saft der Blätter und Wurzeln herstellen. Wenn die erste Formel verständnisvoll
angewandt wird, kann man die nächste geben. Dieselbe Pflanze kann auch innerlich mit Milch
eingenommen werden. Aber erst erforscht sie äußerlich.
Verschmäht auch nicht zu bestätigen, daß Baldrian ein mächtiger Beschützer inmitten der Flamme
sein kann. So einfach wie möglich denkt über psychische Energie nach, da die feinen Energien nicht im
Donner offenbart werden.
Sie durchdringen die entlegenen Schichten der Atmosphäre, und daher sind ihre Symptome besonders
subtil.
324. Ich muß raten, die Furcht vor der Zukunft zu vertreiben. Wenn ein Mensch eintritt, der durch
Furcht gebunden ist, ruft er nicht die Atmosphäre für Handlung hervor. Der Mensch wird gebraucht, der
nach Sieg strebt.
325. Wenn Ihr Agni Yoga weitergebt, verrichtet Ihr ein Werk von unsäglicher Bedeutung.
326. Jeder Bau hat seine äußeren Mauern und sein unsichtbares Fundament. Ohne Mauern kann man
nicht auskommen, doch Mauern werden nicht ohne Fundament stehen bleiben. In allem sind zwei Aspekte
der Offenbarung vorhanden: Der eine sind die Mauern, als Symbol des Lehrers, und der andere ist das
Fundament, als Offenbarung der Mutter der Welt. Welcher Aspekt ist wesentlicher? Erwägt!
327. Die Mauern und die Pfeiler des Fundaments sind in gleicher Weise notwendig für das Gebäude.
Wenn der Pfeiler der Grundlage von weitem nicht sichtbar ist, dann bleibt auch das Bild der Mutter der
Welt unsichtbar. Die Mauern nehmen die Angriffe des Sturmes auf sich. Unser Name wird großen
Mengen bekannt gegeben, doch Wir nehmen die Angriffe der feindlichen Ströme auf Uns.
Man mag Euch häufig fragen: „Worin liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Pfaden des
Dienstes? Sagt: „Es besteht weder ein Unterschied noch ein Vorteil. Zwei heilige Flüsse füllen den
Ozean." Sie werden auch fragen: „Wer gehört zu jedem Strom?" Natürlich macht das Wissen des Geistes
den Menschen seinem Geburtsstrahl gemäß einem gewissen Strom zugeneigt.
Man kann sich vorstellen, wie intensiv ein Leben durch die Strahlen der welträumlichen Körper
versorgt wird.
Unsere Anhänger sind sich der Strahlen tief bewußt, aber man sollte sich nicht vor dieser
Empfindungsfähigkeit fürchten. Die Menschen zittern, wenn sie in der Nähe ein Pochen hören. Wie kann
ein entwickelter Geist dann nicht auf ein fernes Erdbeben reagieren, wenn sogar eine Telegraphenstange
durch die übertragene Energie summt! Es ist an der Zeit, daß die Menschheit alle Eigenschaften würdigt,
die im Körper offenbart werden.
Wie sollen wir gegen die Wogen der Flamme kämpfen?
328. Es ist nützlich, über den Lehrer zu sprechen. Es ist nützlich, über die Lehre zu sprechen. Es ist
nützlich, über das Leben zu sprechen. Es ist weise, die Spirale der Bewegung zu verstehen, weil die
Anwendung der Energie den Strom aufwärts lenkt. Doch das Gesetz der Anziehung gleicht ihn aus. So
werden die Stufen zusammenge- fügt.
Sprecht dem Verständnis Eures Zuhörers gemäß. Unduldsamkeit ist ein unveränderliches Gewand.
329. Die Krankheit, die Neuritis genannt wird, steht in gewisser Beziehung zu Feuer. Auch vieles, was
dem Rheumatismus und nervösen Störungen zugeschrieben wird, sollte dem Feuer beigelegt werden. Man
kann diese Schmerzen leicht loswerden, wenn man die Stofflichkeit der psychischen Energie außer Frage
stellt. Wenn die Ablagerungen die Nervenkanäle verstopfen, darf man alle möglichen schmerzhaften
Entwicklungen erwarten. Wie Steine in den inneren Organen, so schädlich können die Kristalle der
psychischen Energie sein, wenn die Energie nicht nutzbar gemacht wird. Besonders gefährlich ist der
Konflikt der Kristalle der psychischen Energie mit den Ablagerungen des Imperils. Oft sind nervös
entwickelte Organismen kränklich. Darum ist die experimentelle Erforschung der psychischen Energie so
notwendig. Man nimmt das, was physischen Maßstäben unterworfen ist, leicht an.
330.
Beobachtet die Symptome unbegreiflicher Leiden.
Beobachtet, um welche Zentren herum die Symptome und Schmerzen erscheinen. Vielleicht
schmerzen die Schultern oder die Ellenbogen oder Knie. Möglicherweise erscheinen drei Zeichen in der
Nähe des Kelchzentrums oder ein Brennen wird im Kehlkopf gefühlt. Jedes derartige Symptom weist auf
die Tätigkeit des betreffenden Zentrums hin. Wie ein offenes Buch wird die Persönlichkeit eines
Menschen beschrieben. Über seinem Kopf brennt das unveränderliche Zeichen seines innersten Wesens.
Man kann es sogar bei einfacher Beobachtung lesen.
Aber die Menschen sind an augenfällige Reaktionen gewöhnt.
Sie erwarten betäubenden Donner und blendenden Blitz. Doch sie selbst verrichten die wichtigsten
Handlungen schweigend.
Wie ein mächtiger magnetischer Strom anscheinend nur von gewissen Körpern gefühlt wird, aber auf
alles einwirkt, so sind auch die durchdringendsten Energien unsichtbar. Doch vorläufig bitten Wir, daß
den augenfälligen Erscheinungen Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Wenn man den Charakter der Menschen mit den äußeren schmerzhaften Empfindungen vergleicht,
kann man zu wertvollen Schlußfolgerungen kommen. Wir sollten wissen, wie die Zentren auf die sie
umgebenden Organe einwirken. Warum wird Tuberkulose einer Erkältung oder der Bleichsucht
zugeschrieben, wenn die Zentren in der Nähe der Lunge gewisse charakteristische Merlanale des
Organismus andeuten? Warum werden die Schwellungen an Schultern und Ellbogen für Rheumatismus
gehalten, wenn die Schulterzentren eine Spannung zeigen? Es ist nicht Unsere Aufgabe, durch
vorbereitete Formeln Gewalt anzutun, sondern die Menschen mit der Zeit den Pfad des Stromes des
Universalgesetzes entlangzuführen.
331. Wie sollte man Mitarbeiter wählen? Nur auf Grund ihrer Unersetzbarkeit. Es ist richtig, einen
Menschen wertzuschätzen, wenn sein Platz nicht abgeschafft werden kann.
Ich kann jedem alles gewähren, was notwendig ist, aber Ich erwarte die Entwicklung der Erfahrung.
Bestätigt die Arbeit in der Praxis, denn die sieben Jahre der ersten Periode gehen zu Ende.
332. Worin besteht das Erbarmen der Bodhisattvas? Nicht im Zwingen des Willens. Unsichtbar und
geduldig lenken sie jede geeignete Kraft zum Guten. Es ist nicht schwer, sich dem Befehl der
Bodhisattvas entsprechend zu verhalten. Denn Sie sehen jede charakteristische Eigenschaft des Geistes
voraus.
Die Arbeit wird nur dann als Last empfunden, wenn die Kräfte falsch eingeteilt werden, doch wenn
eine rechte Entsprechung zwischen dem Befehl und seiner Ausführung aufrecht erhalten wird, dann kann
selbst eine komplizierte Arbeit nicht beschwerlich sein.
Äußerst schädlich wird der Glaube sein, daß alles gegeben wird und ohne Belohnung. Man kann die
ausgezeichnetsten Ergebnisse durch eine solche Erniedrigung vernichten. Laßt uns nicht vergessen, daß
man gehen kann, wenn man das Ziel kennt. Aber die Zahl der Steine zu zählen, auf die der kostbare Fuß
tritt, ist der Schritt einer Gans. Laßt uns bedenken, daß die Vögel ziellos fliegen, aber dann zählen sie
nicht jede flatternde Bewe- gung ihrer Flügel.
Kein einziger Lehrer glaubte, daß Seine Arbeit getan war und eine Belohnug verdiente. Dies ist die
Qualität der Selbstaufopferung der Bodhisattvas: Schöpfung bei der Arbeit aus jeder Bewegung der
unermüdlichen Hand, weil das Auge die Entfernung des Zieles erkennt. Derartig wird die Arbeit der
Bodhisattvas sein. Wie Feuer - allgegenwärtig, selbstaufopfernd und unerschöpflich im innersten Wesen.
333. Es ist äußerst wichtig, daß man über den Begriff Lehrer spricht. Man sollte die Aufeinanderfolge
der Lehrer anführen, von denen jeder der Jünger eines Höheren ist. Man muß sich an die Tatsache
gewöhnen, daß die ganze Lehre keine Widersprüche enthält. Man kann weit voneinander entfernte
Meilensteine finden, aber sie werden Zeichen auf dem gleichen Pfad sein.
Wenn jemand behauptet, daß Verkörperungen nur in Perioden von dreitausend Jahren stattfinden,
wird er ebenso Recht haben wie derjenige, welcher versichert, daß sie nur drei Monate voneinander
getrennt zu sein brauchen.
Das Glück der Wahrnehmung von Möglichkeiten ist das Glück der Zukunft. Die Offenbarung von
Möglichkeiten ohne Verletzung der Grundlagen des Gesetzes bedeutet, sich der Vollkommenheit zu
nähern.
Wenn in der zweiten Rasse ein weit entferntes Datum für Wiederverkörperung notwendig war, dann
verringert das Zusammenrücken der physischen und astralen Bedingungen in der sechsten Rasse die
Notwendigkeit für weit auseinander liegende Perioden.
Man muß sich auch an die Mischung von Rassentypen gewöhnen. Der dritten Rasse wird es kaum
gelungen sein, das Ziel zu erreichen, wenn die Samen der sechsten Rasse bereits im Weltraum erscheinen
werden.
Wer der Lehre des Feuers folgt, muß das Zugeständnis von der Vervollkommnung der Materie
verstehen. Die Welten des Körpers und des Lichtes sind substantiell vereinigt worden. Dies wird die
Andeutung von der Umwandlung des sogenannten Todes sein. Gerade das Gespenst des Todes schließt
die Pforten des Wissens.
Es ist zweckmäßig, in den Schulen die Unsterblichkeit zu lehren. Die Religion, die den Tod lehrt, wird
zugrunde gehen, ebenso wie alle diejenigen, welche zu sterben wünschen, weil der zukünftige Zustand in
unserem Bewußtsein vorhanden ist. Wer die innere Kraft des Feuers in seiner Unsichtbarkeit erkennt,
versteht die äußere Sichtbarkeit des nicht verkörperten Zustandes.
334. In der Frage der Weltenzonen muß man darauf hinweisen, daß die Welten einem bestimmten
System angehören oder intersolare Körper sein können. Aber der Zustand der Erde ist recht schmerzlich.
Die Erde ist krank.
335. Man sollte nicht glauben, daß die Arbeit nach irdischen Wohnungen bemessen wird. Wenn
Ramakrishnas Bett verbrennt, wird die Wahrheit seines Wortes dadurch herabgesetzt? Ist der Hirte sicher,
welches seiner Schafe die bessere Wolle geben wird? Ist sich der Gärtner sicher über die Menge Früchte,
die die kultivierten Bäume ergeben werden? Doch der Hirte sorgt für seine Herde. Und die Liebe des
Gärtners gehört seinem Garten.
336. Kein anderer Name wird so viele Angriffe hervorrufen wie der des Maitreya, weil er im
Zusammenhang mit der Zukunft steht. Vor allem fürchten sich die Menschen vor der Zukunft, und bei
ihrer Erwähnung werden sie gereizt.
Während Ihr nach der Zukunft strebt, seid kampfbereit.
Doch verheimlicht Euer Streben nicht, weil das Feuer aufwärts strebt und nur der Schritt des Strebens
unsere Verbindung stärken wird.
Die Lehre des Agni Yoga muß Euer Leben innerlich umwandeln. Doch äußerlich werden Euch weder
Hörner noch Schwanz, noch Flügel, noch hochtrabende Geringschätzung, noch Aberglaube, noch Bosheit
kennzeichnen.
Es ist notwendig, daß Ihr Euch nicht fürchtet, Eure Tätigkeit zu erweitern, weil dies der beste Weg
zum rechten Gleichmaß ist. Wenn man unter einem Baum sitzt, kann man mutmaßen, daß er der
Mittelpunkt der Welt ist.
Doch wenn wir die Substanz des Geistes über die ganze Welt verbreiten, werden wir alldurchdringend
wie Feuer.
337. Bewußtsein ist der Maßstab, Schönheit duldet keine Häßlichkeit. Eine Lüge darf nicht bemäntelt
werden.
Das Bewußtsein beurteilt den Beweggrund. Es gibt so viele Lebensphasen, daß das Bewußtsein der
Richter bleibt. Darum entwickelt das Bewußtsein.
Wenn wir uns durch tote Gesetze begrenzen, wäre es besser, uns zu einem Friedhof zu begeben.
Nichts Durchschnittliches wird das Feuer des Weltraumes hervorrufen. Das Opfer wird durch das
Bewußtsein gutgeheißen, doch wie genau muß der Meißel der Gerechtigkeit ziselieren. Und wie
spitzfindig kann die Erfindungskraft der Selbstrechtfertigung sein.
338. Stunden des Glücks. So nennen Wir jene Entwicklungsstufe des Bewußtseins, auf der die
Unsrigen die Gelegenheit haben, sich mit Uns in Unserer Wohnstätte zu vereinigen, ohne das Leben zu
verlassen. Doch warum hat keiner dieser Auserwählten sofort Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht?
Während die Entwicklung des Bewußtseins als Pforte zu Uns angedeutet wird, weist das gleiche
Bewußtsein darauf hin, daß man Unsere Werke in der Stunde der Not nicht im Stich lassen sollte.
Selbstentsagung geht vom Bewußtsein aus, und die Verteidigung Unseres Hauses glüht wie ein Stein der
Errettung. Die Entwicklung des Bewußtseins ermöglicht ein Verständnis für die Wechselbeziehung der
Gesetze des Lebens und gestattet Hilfe für die Bewußtseine seiner Mitarbeiter.
Doch Unsere Obhut besteht darin, daß Unsere Auserwählten sich sogar physisch nicht zu weit von
Unseren Bergen entfernen sollten.
Man sollte verstehen, daß nicht der Mangel an Hingabe Unsere Brüder vorübergehend von Unserem
Ort fernhält, im Gegenteil, gerade Hingabe treibt sie dazu, ihre Befriedigung und Freude aufzuschieben.
Man sollte sich daran erinnern, daß es unaussprechlich wenige entwickelte Bewußtseine gibt. Darum
hegt jedes Bewußtsein, selbst wenn es zahlreiche Mängel aufweist.
Eine rechte Entsprechung von Mängeln und Tugenden gehört dem aufsteigenden Bewußtsein an.
Denkt daran, Unsere Werke sind nicht immer in Bedrängnis.
Ein Sämann streut seine letzte Handvoll aus und folgt dem Ruf des Meisters: „Ich komme, Herr!
Kalagya!"
339. Die Menschen lieben Offenbarungen, die nicht ldeiner sind als ein Elefant, und einen Ton, der
nicht sanfter ist als Donner. Doch in der Stille wird die Handlung der feinen Energien verrichtet.
340.
Vor allem lernt, in Einsamkeit zu denken. Und erkennt die Verantwortung für Gedanken. Wirklich,
Gedanken machen die stärksten Mauern dem Boden gleich.
Zweifel, Gereiztheit und Selbstbedauern können bewußt vertrieben werden; Ich rate, sich zu
beobachten und daran zu denken, daß niemand außer dem Lehrer helfen wird.
Ich rate, den Lehrer als das einzige Bollwerk zu betrachten.
341. Wenn das Neue Zeitalter des Feuers angedeutet wird, so bedeutet es, daß es notwendig ist, dieses
Element zu meistern. Richtig gesagt, man muß die Lebenskraft des Feuers in sein Bewußtsein aufnehmen.
Aber vor langer Zeit habe Ich mit Euch über die notwendige Übung hierfür hinsichtlich der Aufnahme
von Gedanken in das Bewußtsein gesprochen. Kann man annehmen, daß die Lehre auf das Leben
angewandt wird, wenn sogar die Gedanken keinen neuen Antrieb erhalten? Dort, wo alles wie früher
geblieben ist, sucht nicht nach neuen Sämlingen.
Wo das Alte existiert, wird das Neue Feuer versengen, und das Leben wird seine neuen Segnungen
nicht empfangen.
Die Worte über Feuer sollten nicht als abstrakte Symbole betrachtet werden. Ich spreche über wirklich
existierendes Feuer. Nicht zum ersten Mal erfährt der Planet die Wirkung dieses Elementes. Während
jedem Rassenwechsel nähert sich das Feuer als reinigender Strom. Die Menschheit erinnert sich an die
Verwüstung, die durch die Verschmelzung des Feuers des Weltraumes mit seinem unterirdischen
Präzipitat verursacht wurde. Warum sollte die Zerstörung von Atlantis wiederholt werden, wenn man die
Wohltätigkeit des Elementes des Feuers hervorrufen kann? Doch um sich dem Feuer furchtlos zu nähern,
muß man lernen, darüber nachzudenken und es in das Bewußtsein aufzunehmen.
Wenn die Ausstrahlungen des menschlichen Körpers auf einen Schirm pro jiziert werden können,
werdet Ihr die Scheußlichkeit einer Doppelexistenz mit besonderer Klarheit erkennen, wenn das Gesicht
Wohlwollen zeigt, der Gedanke jedoch sein Messer wetzt.
Man muß lernen, die Lehre einfach anzunehmen und das Leben mit ihr zu durchdringen. Das Feuer
kann ein großer Segen sein.
342. Wenn man Materie zerlegt, muß man wissen, daß außer verschiedenen Bestandteilen stets zwei
Faktoren zu finden sind, denen keine Namen beigelegt werden. Der erste wird der Niederschlag der
psychischen Energie sein, der zweite die Substanz des Feuers. Solange der Kristall der psychischen
Energie nicht festgestellt worden ist, kann die Substanz des Feuers nicht erkannt werden.
Ebenso wie der Niederschlag der psychischen Energie durch Imperil gefunden werden kann, wird die
Substanz des Feuers durch Beobachtung der Spannung der psychischen Energie ermittelt werden.
Das Feuer des Weltraumes kann in seltenen Fällen mit bloßem Auge beobachtet werden, wenn es in
der Nähe der schützenden purpurnen Grenze verdichtet wird. Der Weltraum wird sozusagen mit kleinen
Flammenpfeilen erfüllt. Aber für diese Offenbarung ist eine feste Aura erforderlich, die nicht durch die
Nähe dieser verdichteten Flamme leiden wird.
Auf alten Bildnissen kann man einen Niederschlag von Feuer um die Auren herum erkennen. Aber
heute ist diese physische Offenbarung gänzlich vergessen. Ihr kennt die ganze Realität des Gesagten. Aber
die Wissenschaftler sollten sich nicht beklagen, wenn Wir ihnen vor der Entdeckung des Feuers
vorschlagen, den Kristall des Imperils zu entdecken. Außerdem haben sie ihn bereits fast ausfindig
gemacht. Es ist auch viel einfacher, sich mit dem Gift der Gereiztheit zu befassen, als die höhere
psychische Energie zu suchen.
343. Die Erscheinung von Feuer gehört zu den seltenen Offenbarungen, weil die Geschwindigkeit des
Feuers jenseits des Punktes des mit dem Auge Wahrnehmbaren liegt. Nur gelegentlich ist es dem Feuer
möglich, in der Nähe der Aura zu bleiben. Die Wellen des Feuers haben einen bestimmten Rhythmus. Ihr
seid bereits an die Tatsache gewöhnt, daß die Phänomene der Offenbarungen nicht vom Beweis äußerer
Umstände abhängig sind.
344. Bei Luftspiegelungen bemerkt Ihr die Lüge des Zeugnisses und die Wahrheit der Wirklichkeit.
Ich wiederhole, Ihr seht die Wirklichkeit; doch die äußere Erscheinung ist an einem Ort, den Ihr nicht
vermutet habt. Dieses Beispiel ist eins von vielen ähnlichen Phänomenen.
Oft wollen die Menschen die Wirklichkeit nicht betrachten, sondern bestehen auf ihren eigenen
Vorstellungen.
Die Menschen werden fragen, warum die Demonstrationen der feinen Energien so selten sind. Sagt
ihnen, daß sie unaufhörlich stattfinden, das Auge und das Ohr des Menschen sie jedoch nicht gern
erkennen mögen. Wenn das Auge sie erblickt, überzeugt sich ein Mensch, daß es ihm so geschienen hat.
Dies ist die Formel des Unbewußten.
Man sollte die Beobachtungsfähigkeit in den Schulen entwickeln. Gerade in den Schulen muß
Beobachtung bestätigt werden. Und das beste Verfahren ist in Stille und Dunkelheit.
345. Es ist nicht so leicht, denken zu lernen. Es ist schwer, die Spannung der Gedanken zu entwickeln,
doch es ist noch schwerer, eine hohe Qualität des Denkens zu erreichen. Oft wiederholt ein Mensch zu
sich selbst in Gedanken: „Ich will rein denken." Aber sein Wesen ist an egoistisches Denken gewöhnt.
Dann entsteht die am wenigsten wünschenswerte Gedankenform. Zwei Vögel, die aus verschiedenen
Nestern fliegen, können nicht zu einem einzigen vereinigt werden. Man muß das Denken üben, nicht
mental, sondern mit dem Feuer des Geistes, bis jede Duplizität des Denkens verschwindet. Der Gedanke
kann Macht besitzen, solange er gänzlich monolithisch ist.
Doch jede Spaltung beeinträchtigt nicht nur seine Kraft, sondern ist auch kosmisch schädlich, da er
eine Dissonanz in den Weltraum aussendet.
Man muß der Herrschaft über Gedanken eine gewisse Zeit zumessen. Aber es ist nützlich, sich selbst
gegenüber zu wiederholen, daß die Gedankensubstanz eine Einheit ist. Wir freuen uns über die
Vielfarbigkeit des Denkens, aber jeder Gedanke muß so rein sein wie ein Diamant.
346. Ich habe bereits mit Euch über die Teilbarkeit des Geistes gesprochen. Man braucht nicht
erstaunt zu sein, wenn sich ein entwickelter Geist freigebig offenbart, wenn auch aus großen
Entfernungen, wo er durch die Qualität der Geistigkeit der Anwesenden angezogen wird.
Man sollte nicht denken, daß eine solche Übertragung des Geistes stets unsichtbar sein wird. Wir
teilen Münzen aus, ohne die Prägung auf ihnen zu beachten, und wir bemerken sogar nicht immer, wem
wir sie geben. Einen wieviel höheren Grad der Freigebigkeit besitzt unser Geist, der, als feinste Energie,
der geeignetsten Anwendung entgegeneilt.
Laßt uns darum eine selbstaufopfernde Fülle des Geistes entwickeln.
347. Mühelos wiederholen die Menschen: „Unermüdliche Arbeit." Doch im Geist fürchten sie sich
davor. Man kann niemanden nennen, der sich ohne Bewußtseinserweiterung über endlose Arbeit freuen
kann. Nur Unsere Auserwählten werden verstehen, wie das Leben mit Arbeit verschmolzen wird und
dadurch Kraft zum Wachsen erlangt.
Man sollte verstehen, wie unerschöpflich Feuer ist, und ebenfalls die Energie, die durch Arbeit
erhalten wird.
Die Erfüllung des Agni Yoga fängt mit der Stunde der Realisierung der Arbeit an. Wolken beginnen
das Feuer auszulöschen, wenn die Macht der Energie nicht hinreichend ist. Die Spannung der Energie
kommt nicht vom Verstand, noch nimmt sie durch einen Befehl von außen zu. Sie wächst nur von innen
her. Doch nur ein freies Bewußtsein kann Arbeit als ein Fest des Geistes entwickeln.
Vermeidet es auch, Zwang auf einen anderen Willen auszuüben. Wie Feuer laßt Eure Rufe
entflammen und den Weltraum erfüllen. Doch die Absicht, diesen Feuern des Geistes zu folgen, muß von
jedem selbst gefaßt werden.
In ähnlicher Weise wird die Arbeit erkannt, die den Weltraum durchdringt. Ein Unwissender hält die
Kräfte des Weltraumes für außerhalb seiner königlichen Persönlichkeit.
Er hofft, daß sein ganzes Wesen mit seinem Körper zerstört wird. Aber der Kristall der Unwissenheit
ist unzerstörbar, solange das Wissen des Geistes sein tödliches Gewebe nicht auflöst.
Wenn die Menschen den Yoga des Feuers suchen, müssen sie Arbeit als Entzünder des Feuers
verstehen. Die Offenbarung einer wechselseitigen Wirkung von Energie nährt das Feuer, und über die
Kanäle des Feuers erreicht sie die Sphären der höchsten Welten.
Wir bezeichnen Agni Yoga als äußerst anwendbar auf das Leben, weil das Leben auf der
Wechselwirkung der Energien beruht.
348. Man kann verstehen, daß Fleisch nicht wünschenswert für den Organismus ist, nachdem man den
ganzen Schaden erkannt hat, wenn dem Organismus totes Gewebe zugeführt wird. Auf der Reise kann
man nur gewisse geräucherte Arten von Fleisch gestatten. Aber im allgemeinen rate Ich zur
Enthaltsamkeit. Es ist zweckmäßig, Äpfel auf dem Tisch zu haben. Das Einatmen der Essenz dieser
Früchte ist nützlich, bis sie verfaulen.
349. Der Lehrer wird nicht vergessen, jedes Zeichen der Hingabe anzunehmen. Hingabe und
Wachsamkeit schmieden die Vereinigung von Welten.
350.
Man kann die Offenbarung des Opfers als Erwerbung des Rechtes zum schnellsten Eintritt verstehen.
Beachtet, warum tiefes Einatmen für physische Offenbarungen notwendig ist. Liegt darin nicht eine
Beziehung zur Offenbarung der Energieübertragung, über die wir heute gesprochen haben? Gibt es unter
den physischen Offenbarungen irgendwelche übernatürlichen?
351. Ihr wißt, wie Wir die Astralwelt betrachten. Ihr wißt, in welchem Grade sich dieser Zustand im
Evolutionsprozeß ändern muß. Doch während wir auf die Unvollkommenheit der astralen Welt hinweisen,
können wir sie nicht verwerfen, weil nichts, was existiert, zurückgewiesen werden kann. Man darf also
das Wissen nicht nach persönlichen Wünschen aufbauen, sondern der absoluten Bedeutung entsprechend.
Die Menschen können nicht nur etwas über die Astralwelt wissen, sondern können sie auch den Grenzen
der Sichtbarkeit näher bringen.
Darum kann man Unser Experiment der Verdichtung des Astralen anführen.
Wenn Ihr über die sichtbaren Offenbarungen der astralen Welt gelesen habt, mögen sie Euch bis jetzt
ungewöhnlich erschienen sein. Doch hierbei zeigt Ihr Unvoll- kommenheit des Denkens, indem Ihr das
ableugnet, was untrennbar nahe ist. Es ist zweckmäßiger, den Gesichtspunkt anzuerkennen und ihn einer
Erwägung anheim zu stellen.
Wie können wir für die Verbesserung der Lebensbedingungen kämpfen, wenn wir sie nicht
beobachten? Ihr könnt denen, die sich an Euch wenden, mündlich übermitteln, wie die Verdichtung des
Astralen das Leben beeinflussen wird, und auch etwas über das Experiment der Wechsel der Örtlichkeit
und der verschiedenen Körper mitteilen. Man darf darauf hinweisen, daß ein auf chemischen Gesetzen
begründetes Experiment nicht übernatürlich genannt werden kann. Aber das Bewußtsein, das mit
jahrtausendealtem Staub bedeckt ist, kann natürlich die Wirklichkeit nicht sofort begreifen. Wenn Ich
daher über Geduld spreche, muß man sie als das Leben selbst verstehen. Wer würde einen Gast im Regen
abweisen? Aber der Angriff der Elemente ist nicht von langer Dauer, und man braucht nur die Zeit so
einsichtsvoll wie möglich auszunutzen. Außerdem ist es nötig zu verstehen, daß der welträumliche
Gedanke jetzt in Richtung auf die Vereinigung der Sphären hin angespannt ist, und daß der menschliche
Gedanke sich diesen Pfad der Bewußtseinserweiterung entlangbewegt.
352. Die Furcht vor astralen Offenbarungen beruht auf anderen Ursachen als Geistern. Es ist
erforderlich, die Kälte des Astralen als eine chemische Reaktion zu verstehen.
353. Wenn sie wegen Belohnung fragen, erzählt ihnen dieses Gleichnis: „Ein Mann gab viel Gold für
gute Werke. Aber er erwartete Belohnung. Einmal sandte ihm sein Lehrer einen Stein mit dem kurzen
Brief: „Nimm die Belohnung an, den Schatz vom fernen Stern.“
„Der Mann wurde ungehalten. Statt meines Goldes wird mir ein Stein gegeben! Was kümmert mich
der ferne Stern? „Und niedergeschlagen warf er den Stein in einen Bergstrom.
„Aber der Lehrer kam und sagte: „Wie hast Du den Schatz gefunden? In dem Stein war der kostbarste
Diamant enthalten, der über alle irdischen Edelsteine erhaben funkelte.“ In Verzweiflung eilte der Mann
zu dem Strom. Und der Strömung folgend, stieg er immer tiefer hinab.
„Aber das Kräuseln der Wellen verbarg den Schatz auf immer."
354. Wenn man sich von Furcht, Vorurteil und Heuchelei lossagt, kann man mit dem unsichtbaren
Leben verbunden werden. Man kann beobachten, wie Hellhören und Hellsehen ohne die drei Feinde
entwickelt werden.
355. Wer Agni Yoga studieren möchte, muß seine Aufmerksamkeit dem Pulsieren der Elemente
zuwenden, denn nach dem Gesetz, das dies beherrscht, werden verschiedene Elemente vereinigt. In dem
psycho-physikalischen Experiment, das gestern stattfand, konnte Euch gezeigt werden, daß der Rhythmus
der Energie ein Pulsschlag der Elemente war, woraufhin der Vorgang durch Schweigen unterbrochen
wurde, ebenso wie auf ein Pralaya ein Manvantara folgt. Natürlich wäre es absurd, die Wirksamkeit der
Elemente in allen mechanischen Prozessen Geistern zuzuschreiben. Aber selbstverständlich besteht eine
unbezweifelbare Verbindung zwischen gewissen Geistern und den Augenblicken des Energiezuflusses.
Es ist erstaunlich zu sehen, wie die nicht verkörperten Geister durch die Verwendung von Ektoplasma
aus dem Weltraum verdichtet werden können. Und diese offenbarten Körper können feine Eigenschaften
erhalten. Wahrhaftig, eine Verbindung zwischen zwei Welten.
Erwägt, daß das Ektoplasma gerade mit der Hilfe des feurigen Elements projiziert wird.
356. Nicht aus Neugier erforscht Ihr den Rhythmus des Pulses der Elemente. Alles Wissen ist
anwendbar. Man kann die Kenntnis des Lebensrhythmus wirkungsvoll anwenden.
Es ist seit langer Zeit beobachtet worden, wie wichtig Rhythmus ist. Aber der Rhythmus des Pulses
der Elemente ergibt besondere Resultate.
357. Mahavan und Chotavan sind die charakteristischsten Rhythmen des Feuers. Wenn man diese
Rhythmen besitzt, kann man sich dem Element des Feuers nähern.
Dies ist keine zwingende Invokation, sondern nur der bewußte Eintritt in die Sphäre, deren Bedeutung
Ihr für wesentlich erachtet.
Man muß Rhythmen verstehen, denn wie können wir sonst Wirkungen überzeugend machen? Sogar
der halbtote Sand kleidet sich in spezielle Muster als Reaktion auf Schwingung. In wieviel größerem
Maße wird der Mensch durch Rhythmus beeinflußt! Nicht Zauberei, sondern Wissen wird dem Menschen
den Weg zur Verklärung weisen; einem nicht aufschiebbaren Weg, denn hierzu wurde die Menschheit
während der Tage des Endes von Atlantis dringend aufgefordert.
Aber es ist nicht richtig zu glauben, daß, wenn der heutige Tag vorübergegangen ist, auch der morgige
vorübergehen wird. Zu jeder Stunde kann eine Verklärung der Neuen Welt stattfinden.
Erwägt, wie Ihr die Lehre leichter in Euer. Leben aufnehmen könnt. Die beschäftigtsten Menschen
können der Annäherung an die Lehre täglich eine Stunde widmen.
Wir können nicht glauben, daß kein Augenblick für das Wesentlichste, für das wir leben, vorhanden
ist. Täglich genießen wir eine Mahlzeit, und ohne diese halten wir den Tag für erbärmlich. Aber unser
Geist erhält ebenfalls Nahrung durch Gedanken, und ohne diese ist der Tag sogar verbrecherisch.
Laßt uns unsere Gedanken verherrlichen und uns an die Grundlage von Yoga als Brot und Milch
erinnern.
Zwang tut nicht Not, denn die Lehre kann dadurch anziehen, daß sie alles Hindernde zügelt.
358. Es ist richtig, Sauerstoff als den Adler der Schriften des Altertums zu verstehen. Auch dem
Phosphor, dem Schwefelzink und dem Platin begegnet man oft in den alten Verbindungen.
359. Besonders schwer ist es, den schnell fliegenden Vogel zu zwingen, langsam zu fliegen. Es gibt
kein größeres Opfer, als wenn das bereits erweiterte Bewußtsein sich der offenbarten Wirklichkeit weiht.
360.
Wenn die Menschen die psychische Energie erkennen werden, dann wird das Neue Zeitalter sich
bestätigen.
361. Es gibt zwei Arten von Logik: Die Logik des äußeren Gedankens, die man mit Lehrbüchern zu
bestätigen sucht, und die Logik der mentalen Synthesen, die die Funken der Rückschlüsse aus dem
welträumlichen Gedanken sammelt und verbindet. Diese Schlußfolgerungen scheinen dem Menschen ein
glücklicher Zufall zu sein, selbst wenn sich dieser Zufall ein ganzes Jahrhundert lang im Weltraum
entwickelt hat. Das erweiterte Bewußtsein liefert die beste Möglichkeit, die Gedankenknoten des
Weltraumes zu verstehen.
Natürlich werden vom Standpunkt der äußeren Logik stets Fehler im Prozeß der mentalen Logik
gefunden werden. Wie die Kreise der Spirale dem Beobachter eine einzige Windung zeigen und den
inneren Kreis verbergen, so geht die mentale Logik der Grenzlinie der nächsten Windung entsprechend
vorwärts, während die innere Grenze mit den Strömen des Kollektivs des Weltraumes verschmolzen
bleibt. Daher achten Wir auf Bewußtseinserweiterung, damit die Menschen sich jener Vereinigung mit den
Gedanken des Weltraumes nähern können.
Man muß dies ebenso einfach wie die lebenswichtige Bedeutung des Oxygens annehmen. So einfach
sollte die Idee der spiralförmigen Quelle des All-Existierenden und der schöpferischen Explosionen
erscheinen. Auf diese Weise wird der Atem des Kosmos als die aufsteigende Spirale erkannt werden.
Der reine Anfang - wir werden ihn Oxygen nennen - geht mit Hilfe von Materia Lucida aus dem nicht
offenbarten Weltraum hervor, und wenn er dem Auswurf des Lebens begegnet, setzt er eine Reihe von
Explosionen in Gang. Natürlich muß man verstehen, daß diese Explosionen ohne das Feuer des
Weltraums keinen Rhythmus besitzen. Anders gesagt, das Feuer wird ein Regulator des Pulses des
Kosmos.
Ihr könnt Euch freuen, wenn Ihr die Euch gegebenen Rhythmen anwendet. Natürlich ist ihre
Reihenfolge ziemlich individuell. Man kann dem jeweiligen Zustand des Organismus entsprechende
Ergebnisse erzielen. Man sollte die Übertragungen aus dem Weltraum in den offenen Kelch aufnehmen.
Dies ist die Bürgschaft der Synthese.
Gleichfalls muß man den inneren Rhythmus beobachten, weil das entwickelte Bewußtsein nicht ohne
Rhythmus bleibt.
Erfolgreich für den Rhythmus des Feuers ist die Verbindung von zwei Dodekaedern. Wenn die
Energie angesammelt sein wird, werde Ich sie demonstrieren, weil dieser fliegende Rhythmus für die
Annäherung an Agni Yoga nötig ist.
362. Wer ein Körnchen Wahrheit besitzt, wird als Okkultist bezeichnet. Wer sich gegen die
Grundlagen des Wissens auflehnt, wird ein Rationalist genannt. Mit solchen Voraussetzungen kann man
sich die Entstellung des irdischen Denkens vorstellen.
Es ist schlimm, wenn die Bedeutung des Lehrers nicht erkannt wird. Aber es ist noch schlimmer,
wenn man nach der Realisation dem Lehrer das auferlegt, was man selbst vollbringen muß. Daher sollte
man Ehrerbietung für den Lehrer mit der Anwendung der ganzen eigenen Kraft verbinden.
363. Die Menschen sind bereit, über Ebbe und Flut, über Licht- und Schallwellen, über magnetische
Ströme zu sprechen; aber psychische Energie bleibt vergessen, obgleich psychische Wellen viel stärker
sind als alle anderen Fäden des Weltraumes. Die Tatsache, daß die Wellen der psychischen Energie als
astrochemische Strahlen wirken, ist völlig wissenschaftlich. Man kann Bereiche der Wirkung und
Gegenwirkung in den weitesten Entfernungen beobachten. Nicht persönlicher Wille, auch nicht die
Wirklichkeit der Astralwelt, sondern die Ansammlung der Wellen des Weltraumes, als das Bewußtsein
des Kosmos, reagiert innerhalb aller sensiblen Empfänger. Man kann sich vorstellen, welche Macht über
die Welt hinwegfegt, wenn hinter ihr Legionen von Lächeln oder Schrecken geboren werden.
Warum messen wir den Druck der Atmosphäre, machen jedoch keinen Gebrauch von den Meßwerten,
obgleich er die Stimmungen der Menschen beeinflußt? Das Leben wird auf solchen Stimmungen
aufgebaut! Es sind genügend empfängliche Organismen vorhanden, doch statt weisen Gebrauch von ihnen
zu machen, werden solche Persönlichkeiten mit Geringschätzung oder Aberglauben umgeben.
Beklagenswerte Unwissenheit verhindert die Anwendung dieser Energien im Leben, die selbst ans Fenster
Hopfen. Es ist an der Zeit zu verstehen, woher vereinte Bestrebungen kommen, woher die Mehrzahl
Niedergang oder Aufschwung erhält.
Andere Rassen haben der Wirkung der psychischen Energie Beachtung geschenkt. Aber unsere
scheidende Rasse ist nicht gewillt, ihren Nachkommen dieses nützliche Erbe zu hinterlassen.
364. Wenn Ich nach Abschluß von sieben Jahren sagen werde: „Alles ist möglich", wird es verstanden
werden? Werden sie nicht als Antagonisten gegen die Wirklichkeit anstürmen? Gefährlich ist der tote
Buchstabe. Aber ist das Bewußtsein bereit, die äußersten Grenzen der Schöpfer- kraft zu verstehen?
365. Vor allem erschreckt niemanden mit der Lehre.
Wahrlich, in jedes Leben kann ein blühender Zweig gebracht werden. Wie das Morgenlicht sollte die
Lehre sein.
366. Warum sollte Unsere Vollmacht so beschränkt verstanden werden? Der Schatz sollte umso
weiser getragen und weiter als auf das gewöhnliche Leben angewandt werden. Das Suchen nach der
weiten Anwendung der Lehre wird der Hand Geschicklichkeit verleihen. Aber man kann ein vorbereitetes
Ergebnis leicht zunichte machen, denn die Stimme aus der Ferne ist wie ein Flüstern des Schilfrohres.
Man sollte keinen Einspruch erheben, wenn ein freier Wille sich auflehnt. Man kann es bedauern und
nochmals flüstern. Aber das Gesetz des freien Willens ist die Würde des Menschen.
Wenn Ich sage: „Zwingt nicht", so denke Ich gerade an das Gesetz des freien Willens. Wer würde
durch Willensanspannung einen Zweig biegen? Und würde der darauf erfolgende Schlag nicht schlimmer
sein als der erste? Seid darum fähig, Menschen zu rufen, ohne den Willen zu belästigen.
Selbstentsagung kann nicht eingegeben werden.
Selbstentsagung kann nicht befohlen werden. Wenn der Geist sich ohne Rücksicht auf sich; selbst
über andere grämt, so handelt er aus freien Stücken. Selbst eine Andeutung ist dort ungehörig, wo das
Opfer gepriesen wird.
Ist Teilung des Geistes möglich, wo Zwang auferlegt wird? Seht, wie eine bereite Flamme
aufleuchtet! Wird der Schmerz das abwenden, was bereits durch den Willen eines reinen Geistes gesandt
worden ist?367. Sogar Hunde können sich streiten; darum ahmt die Tiere nicht nach. Das Bewußtsein
verpflichtet den Menschen, die Folgen eines Streites zu erkennen. Die sinnlosen Worte steigen empor wie
schwarze Wirbelwinde.
Es ist gefährlich, den Weltraum zu beschmutzen. Es ist gefährlich, auf sich und seine Nächsten einen
Gegenschlag herab zu beschwören.
Es heißt, daß der Affe leicht beleidigt ist. Was geht es uns an? Der Panther ist sehr reizbar. Was geht
es uns an? Es heißt, daß das Huhn ohne Grund gluckt. Es heißt, daß der Geier seinen Ärger lange Zeit
hegt. Was geht es uns an? Ein Papagei wiederholt üble Nachrede. Was geht es uns an? Es heißt, daß eine
Ente ihre Nerven nicht beherrschen kann. Was geht es uns an? Wir sollten sie nicht nachahmen.
368. Weder Unzufriedenheit noch Gereiztheit, sondern das Gefühl der Glückseligkeit ist nötig, denn
es ist wahrhaftig Glückseligkeit, die Werke des Lehrers zu erschaffen.
369. Zum letzten Male werde Ich über Gereiztheit sprechen. Erkennt den Schaden, den sie anrichtet nicht nur persönlich, sondern auch für den Weltraum. Dieser Wurm, der durch ein Lächeln und
Höflichkeit verborgen wird, hört nicht auf, die Aura zu verzehren. Seine Schädlichkeit schleicht sich in
alle Werke hinein.
Um der Schöpfung willen, seid mit der Verurteilung von Gereiztheit durchdrungen. Wenn sie das Ohr
wie ein Blutklumpen verschließt, kann ein Mensch hören? Wenn das Auge umwölkt ist, kann der Mensch
sehen? Wenn der Vorhang auf das Bewußtsein fällt, wo ist dann Bereicherung? Aber man sollte das Feuer
wie einen Schatz hüten. Der Phosphor der Nerven wird wie ein Docht verzehrt; und ist die Lampe ohne
ihn tauglich? Man kann das ö l des Ozons hinzufügen, aber ohne Docht werden die Nerven das Feuer
nicht entzünden.
Das Symbol des Feuers erinnert an die heiligste Substanz, die mit so viel Mühe angesammelt, aber
augenblicklich vertilgt wird. Wie können wir bei den Photographien von physischen Emanationen
Ergebnisse erwarten, wenn wir anfangen, uns in die Dunkelheit zu versenken? Warnt die Freunde
unermüdlich.
370.
Sagt dem Pirol, dem Goldenen Vogel: „Wenn du zu dem hohen Turm fliegen willst, erinnere dich an
die Vergangenheit. Denke daran, wie du Schätze zerstört hast und danach zu den Schöpfungen des Geistes
strebtest, jedoch dann den Weg zu ihnen nicht finden konntest.
Doch das Streben schwindet nicht dahin; es wird in Leben umgewandelt. Du hast die Schätze des
Geistes. Wer also und wieviele haben den Pfad vor sich bereitet? Doch wer keinen Hindernissen begegnet,
muß den Weltraum umso mehr erobern. Flügel werden den Vögeln nur zum Fliegen gegeben." Erinnert
Euch daran.
371. Wenn Ihr die subtilen Energien studiert, werdet Ihr davon überzeugt, daß nicht nur die
Hauptgruppen der Offenbarungen genaueste Aufmerksamkeit verdienen, sondern auch die kleinen Fäden
der Spannung mächtige Ergebnisse erzielen. Es ist sogar notwendig, den greifbaren Niederschlägen und
Verbindungen den ersten Platz zuzuweisen.
Kürzlich wurde angefangen, mit dem Soma des Organismus zu experimentieren. Ebenfalls erinnerte
man sich kürzlich an das purpurne, schützende aurische Netz. Beide Erscheinungen stehen mit dem
Bereich des Feuers in Beziehung. Die erste stellt das Ergebnis der Arbeit des Phosphors dar. Die zweite
verleiht die Macht des Feuers, die von einer gesunden Ausstrahlung des Organismus aus dem Weltraum
angezogen wird. Man sollte also das Feuer des Körpers schützen, damit seine Wirkung mächtig sein kann.
Unsere Arzneien sind auf diese Feuer gerichtet.
Nicht die Muskeln, sondern die feurige Welle der Nerven verdient Aufmerksamkeit. Man muß sie
wiederherstellen und nähren.
Die Pflanze, die Ihr von den Bergen mitgebracht habt, wird verschiedene nützliche Experimente
ermöglichen.
Die gespannte Energie des Saftes nährt die Macht des Feuers. Aber man sollte auch ihre anderen
Anwendungsmöglichkeiten studieren. Die Wärme, die mit der Essenz der Blätter und dem öl der Rinde
verbunden ist, wird das beste Stärkungsmittel für das schützende aurische Netz ergeben.
Zwischen den beiden Urquellen des Lichtes und der Dunkelheit glüht das schützende aurische Netz
als Rüstung.
Wahrlich, diese Linie ist die Grenze zwischen Licht und Dunkelheit! Von einem anderen
Gesichtspunkt aus werden wir an den Goldenen Mittelweg des Bündnisses des Buddha herantreten. Diese
Linie trennt die Quellen.
Wie ein Blitz geht sie aus dem einen Prinzip der Einen Urquelle hervor. Als Schutz und als Brücke
vereint das Feuer die Gegensätze. Wie sehr sollten die Menschen die Macht der Vereinigung schätzen!
Wer sie besitzt, ist der Besieger der Dunkelheit.
Die Ärzte sollten die Bedeutung des Soma und des schützenden aurischen Netzes studieren.
372. Es ist nützlich, die interplanetarischen Kämpfe zu erkennen. Man kann den Zusammenstoß der
kranken und der gesunden Atmosphäre nicht anders nennen. Die gestern erwähnten Ströme schützen den
Planeten natürlich vor giftigen Ausstrahlungen. Das Bewußtsein lebendiger Wesen trägt außerordentlich
zu diesen traurigen Erscheinungen bei. Man kann sich die Gefahr dieser Ausstrahlungen nicht vorstellen.
Nur die Herrschaft über das Feuer des Weltraumes kann eine Entladung bewirken. Aber dieses Feuer
sollte ins Leben gerufen werden.
Es ist nicht genug, die Zeichen des Feuers in der Nähe des menschlichen Organismus zu beobachten.
Man sollte wahrnehmen, wie das Feuer das Bewußtsein beeinflußt.
Dieses persönliche Experiment wird die technische Methode ergeben, die nicht in einem toten
Buchstaben erlangt werden kann. Das Feuer nähert sich dem Leben häufiger als man denkt.
373. Beweglichkeit des Bewußtseins ist eine Qualität der höheren Welt. Man sollte verstehen, warum
königliche Verkörperungen mit denen von Schuhmachern ohne Erniedrigung abwechseln können. Es wird
dem Menschen schwer, sich die Beweglichkeit äußerer Formen auf Erden vorzustellen, weil sie sich kein
Bild von dem Aufstieg des Geistes machen. Beweglichkeit lehrt den Menschen, Gegenstände von
verschiedenen Standpunkten aus zu verstehen.
Und die Formel „Durch menschliche Hände und Füße" hört auf, eine Abstraktion zu sein.
So versteht auch die Unfehlbarkeit des allgemeinen Planes. Dementsprechend forscht auch und
besteht nicht auf einer einzigen Entscheidung. Wenn die Feinde einen Weg verschließen, verlieren sie
gerade durch diese Handlung einen anderen.
374. Wer der Lehre folgt, verliert die Untätigkeit, die die Menschen so lieben. Aber wer nicht folgt,
erhält den ganzen Schauer des Karmas. Urteilt, wer den wahren Pfad erwählt hat. Wenn Ihr der Lehre
folgt, könnt Ihr erfolglos sein? Die Lehre bringt die Verfeinerung des Bewußtseins ebenso wie
Glückseligkeit. Wo kann man also eine Kraft finden, die mit den Ergebnissen der Lehre vergleichbar ist?
Darum pflegt Unsere Bündnisse behutsam.
375. Worin besteht der Erfolg eines Yogis? Nicht in der Anziehung von Massen, nicht in der
Bekehrung von großen Mengen. Doch in der Nähe der Werke des Yogis kann man beginnen Nachahmung
zu bemerken, bewußt und unbewußt, freiwillig und unfreiwillig. Die Menschen fangen an, dasselbe zu
tun. Sogar Feinde verfolgen, während sie fluchen, den gleichen Weg. Es ist, als ob sich eine besondere
Atmosphäre um die Handlungen des Yogis angesammelt hätte. Dies ist ein wirklicher Erfolg, wenn weder
Geld noch große Massen, sondern das unsichtbare Feuer menschliche Herzen entzündet. Aber während sie
nachzuahmen wünschen, treten sie in die gleiche Atmosphäre ein und tragen Tropfen genau desselben
schöpferischen Taues mit sich fort. Der Erfolg kommt nicht nur von außen her. Er wird durch die
Wechselbeziehung menschlicher Hände mit den Gedanken des Weltraumes hervorgerufen.
Doch der Yogi wird der vorwiegende Kanal, der hauptsächliche Empfänger der Energien des
Weltraumes.
Darum ist der Yogi leuchtend wie ein evokatives Feuer. Er erbaut das, was aufgebaut werden sollte.
Er fügt die vorherbestimmten Steine zusammen. Und sogar Feinde wiederholen zitternd die Worte, die er
bringt. Der Yogi ist kein Prediger. Er erscheint selten; aber die ihm anvertrauten Werke gedeihen mit einer
besonderen Färbung. Andere erkennen den Erfolg dieser Werke nicht einmal an.
Denn ihr Schicksal ist, nicht aufzunehmen, sondern anzufeuern.
Wohin wird der Feuerfunke fliegen? Wäre es möglich, alle angezündeten Feuer und alle Wanderer zu
sehen, die vom Feuer eines Yogis gewärmt wurden? Das Feuer erleuchtet erfolgreich, weil es nicht um
seiner selbst willen brennt.
376. Wie betrachten Wir Erfolg? Wahrlich, die Werke sind erfolgreich, weil sowohl Freunde als auch
Feinde ihren Spuren folgen. Spürt den Berichten über Nachahmungen nach und sagt Euch: „Alles geht aus
unserem Feuer hervor." Die Fehler werden in den aufeinander folgenden Feuern ertränkt. Man kann kühn
schwimmen, wenn die Feuer der Wachttürme ausgesandt werden, wenn die Gefahren das Muster des
Schleiers der Mutter der Welt offenbaren.
Die Mutter der Welt fürchtet sich nicht vor dem Großen Spiel.
377. Wahrlich, wie eine Perle hütet die Lehre. Als Freude des Tages und Euer Bemühen um den
Aufstieg, hebt das Buch des Bündnisses empor. Erhebt die Lehre wie ein Schwert auf Wache. Kann
Nachlässigkeit um das Bündnis des Lebens herumkriechen? Womit können wir sonst unser Leben
umwandeln? Wo können wir sonst den Zugang zu dem Bereich des Geistes, der in uns lebt, finden? Laßt
uns die Tage zählen, die wir unwürdig verbracht haben und von Schrecken ergriffen werden. Laßt uns die
Stunden zählen, die wir der Lehre nicht gewidmet haben, und sie beweinen. Kann man die Stunde mit der
Lehre für einen Sack Gold verkaufen? Kann man sich mit dem Gewand der Unwissenheit zufrieden
geben, nachdem man einen Priestermantel der Schönheit erblickt hat, der mit den Blumen der Mutter der
Welt verziert ist? Wie können wir den Tag wie gewöhnlich verbringen, wenn Schätze den Weg entlang
gestreut sind? Man muß sich an die ungewöhnliche Offenbarung des Lebens gewöhnen.
Nur zu einem Magneten werden Metalle angezogen.
Ebenso sollte man dem Magneten des Geistes Nahrung geben. Ohne Nahrung wird der Geist nicht
sehen, wie viele Türen offen stehen.
Nach dem Gesetz des Austausches von Substanzen ist es notwendig, einen Strom des Empfangens
und Gebens hervorzurufen. Man sollte nicht glauben, daß das, was man einmal gelesen hat, bereits im
Bewußtsein ruht. Der Gärtner, der den Garten nur einmal besucht, ist nicht ehrenwert. Man muß die
Zeichen verstehen, aber zu diesem Zweck muß man sie sich zu eigen machen. Unser eigenes Buch liegt
nahebei, und herrlich ist das Verständnis für die Ehrerbietung, durch die das Leben umgewandelt wird.
Wir senden den Wunsch nach Ehrerbietung für die Lehre.
378. Es ist möglich gewesen, das Dodekaeder zu demonstrieren, aber dies ist nicht leicht. Laßt uns
alle Zeichen des Feuers und der psychischen Energie beobachten.
Auf diese Weise werden wir das Verständnis für die Ähnlichkeit dieser höchsten Begriffe bestätigen.
Und dadurch werden wir tastend die Anzeichen der subtilen Energien im täglichen Leben entdecken.
Es ist schrecklich, daß die besten Zeugnisse der Energien keine Aufmerksamkeit erregen. Man sollte
daran denken, daß viele Menschen häufig die erstaunlichsten Dinge gesehen und gehört haben, aber sie
haben sie inmitten des Abfalls begraben.
Was für Umgestaltungen sind für das menschliche Auge erforderlich? Wenn ein Mensch ein Feuer
sieht und fühlt, das sich selbst entzündet und nicht versengt, ist er davon überzeugt, daß es Elektrizität ist.
Wenn er die Schwingung einer Saite in der Luft hört, oder das Läuten einer Glocke ohne Glockenstuhl,
dann entscheidet er sich für ein vages Etwas über Schallwellen. Wenn er in seiner Nähe farbige Sterne
sieht, eilt er natürlich zum Augenarzt.
Wenn er im Weltraum Formbildungen erblickt, denkt er an meteorischen Staub. Wenn er Gegenstände
aus dem Weltraum erhält, vermutet er nur, daß sie von seinen Nachbarn stammen - seine
Vorstellungsfähigkeit wirkt nicht weiter. Doch fast nie schenkt er den Erscheinungen seines eigenen
Organismus Aufmerksamkeit. Aber gerade aus diesen kleinen Beobachtungen setzt sich die große
Erfahrung zusammen. Eine Schlußfolgerung sollte nicht durch einen Befehl eingegeben werden, sondern
durch die Kanäle der psychischen Energie fließen. Laßt uns sorgfältig beobachten.
379. Die Membranen und das Soma der Drüsen gestatten dem Feuer Zutritt, darum ist die
Empfindlichkeit der Drüsen nützlich.
380.
Es ist wahrhaftig gesagt worden, daß die erste Offenbarung im Donner kommt und die letzte in der
Stille.
Es ist unmöglich, die Stimme der Stille in sich aufzunehmen ohne die Offenbarung des Donners, so
viel schwerer und erschöpfender ist sie als Donner. Doch das Allexistierende ist in der Stille, und
unfehlbar erreichen wir die Stille nach dem Donner. Aber gibt es Dunkelheit für das Auge, das das Licht
erlangt hat? Und gibt es Stille für das Ohr, das die Geburt des Tones gehört hat? Wie könnte Materia
Matrix lautlos und lichtlos sein? Es ist bereits hinreichend bekannt, daß man einen fest verschlossenen
Behälter entweder dadurch öffnet, daß man ihn zerbricht oder daß man einen äußerst sanften Rhythmus
ertönen läßt. In ähnlicher Weise sollte man sich in allen anderen Bereichen der Materie daran gewöhnen,
keine Offenbarungen bei einem Elefantentritt zu erwarten, sondern sogar den Flug eines Schmetterlings zu
spüren. Dies ist nicht leicht zu erlernen, denn das Leben ist voller Hammerschläge. Subtile Energien
werden nicht für allgemeinen Gebrauch angenommen. Und je weiter die Menschheit geht, um so gröberen
Gebrauch macht sie von der Unterwerfung der niederen Kräfte.
Im Leben können wir die Schärfe des Verständnisses für subtile Energien verfeinern, denn in ihnen ist
die Zukunft.
381. Es ist besonders schwer, etwas zu bemerken, dem nicht die üblichen nervösen Reaktionen folgen.
Dies ist die Selbstbeherrschung des Yogis.
382. Der Strom des Lebens ruft einen beständigen Energiezufluß hervor. Wenn die aufnehmenden
Zentren offen sind, kann nichts einen neuen Zufluß hindern.
Weder Alter noch Krankheit, sondern Vorurteile schneiden die Fäden der Glücklichkeit ab.
Persönliche Gereiztheit ist die Tochter des Vorurteils. Man kann sich nicht von Reizbarkeit befreien, ohne
Vorurteil zu entwurzeln.
Beständiges Streben sollte dazu beitragen, Offenbarungen richtig zu beurteilen. Nicht Entsagung,
sondern eine Bewertung des Lebens tut not. Unsere Bürgschaft sollte wie ein Schwert die richtige Haltung
bewahren.
Die Bücher der Lehre sollten wieder durchgelesen werden, denn jeder Tag ermöglicht eine neue
Anwendung.
383.In den Errungenschaften der Zukunft muß der Koordinierung der Entwicklung des Geistes- und
des Körperzustandes besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Es wird dem Körper schwer, den
Geist einzuholen; Anfälle von Seelenqual finden statt, wenn der Geist zu den Höhen emporgehoben wird.
Noch ein weiterer Umstand ist von nicht geringerer Bedeutung, und aus diesem Grunde habe Ich Euch
gebeten, so weit wie möglich davon abzulassen, persönliche Namen auszusprechen. Menschen, die sich an
jemand in weiter Ferne wenden, erlegen der Persönlichkeit ein Gefühl der Last auf, wenn ihr Geist
hinreichend empfindungsfähig ist. Ihr habt bemerkt, wie die Yogis ihre Wohnstätte häufig wechseln und
es vermeiden, Namen auszusprechen.
Dies hat seinen Grund in einer Kenntnis der Wirkung, die im Weltraum durch Namen hervorgerufen
wird, wenn sie mit einer gewissen Kenntnis der Lehre gesandt werden.
Nur in dringenden Fällen sollte man seinen Willen auf lebende Wesen zur Anwendung bringen. Und
man muß verstehen, daß das Wachsen des Geistes auf den Körper einwirkt; durch das Überlasten des
Geistes verursachen wir eine körperliche Reaktion. Wer sich im Geist emporhebt, sollte auf der Hut sein;
aber in solchen Fällen zeigen die Menschen die geringste Urteilskraft. Sie sind bereit, ihn mit den
geringfügigsten Wünschen zu belasten, ohne sich über den Schaden, den ihre Leichtsinnigkeit anrichtet,
klar zu sein.
384.Es ist nötig zu lernen, die psychische Energie zu organisieren. Man kann leicht erkennen, wie
Kräfte, die nicht in Wechselbeziehung stehen, Ergebnisse hindern.
Und wenn gleichzeitig Ungeduld gezeigt wird, dann kann man der Resultate ganz und gar verlustig
gehen.
385. Der Gesegnete wies seine Jünger auf einen Fakir hin, der mit großem Geschick einen Ball warf.
Jedesmal traf er das Ziel, und zwei Knaben eilten, den Ball aufzuheben und ihn zurückzubringen. Der
Gesegnete sagte: „Dieser Mann hat Vollkommenheit erlangt, den Ball weiterzugeben; jeder Ball, den er
wirft, wird ihm sofort zurückgebracht.
Ebenso ist es mit jedem Geben, wenn es vollzogen ist. Darum lernt zu opfern, denn Kunst sollte in
jedem Opfer vorhanden sein." Der Gesegnete wies auch auf einen schweigenden Mann hin und sagte:
„Wer kann die Grenze des Schweigens bestimmen? Das richtige Wort ist schwer zu finden, aber noch
schwerer ist die Schönheit des Schweigens." So lehrte der Gesegnete das schweigende Opfer.
386.Psychische Energie erfordert Übung, und Ihr seht, wie schwer ihre Anwendung ist.
Es ist schwer, in Worten zu definieren, wo und in welchem Maße der Jünger die Kräfte des Lehrers
gebrauchen darf. Nur ein verfeinertes Verständnis wird die rechte Entsprechung geben. Es ist unmöglich,
die genauen Regeln der Beziehung zwischen dem Lehrer und dem Jünger zu definieren, aber das Leben
bringt die nötigen Formeln darüber, wie man auf dem einen Pfad gehen sollte.
387. Unter den Experimenten mit psychischer Energie gibt es ganz leicht durchführbare und nützliche.
Die Energie auf Menschenwesen und Tiere anzuwenden, grenzt an Gefahr, weil es nicht leicht ist, den
Rückschlag zu vermeiden. Wenn das Versuchsobjekt schwach ist, ist es schädlich, es der Gefahr
auszusetzen. Aber es bleibt eine dritte mögliche Gruppe: Besonders wirkungsvoll für Experimente sind
Pflanzen. Ein solches Experiment wird natürlich mehrere Monate dauern, aber es wird die besten
Ergebnisse für die Organisation der psychischen Energie ergeben.
Nehmt mehrere Pflanzen der gleichen Art und annähernd desselben Alters. Die Gattung hängt vom
persönlichen Geschmack ab. Stellt sie in dasselbe Zimmer und beobachtet sie persönlich, ohne
irgendwelche Bevorzugung zur Schau zu tragen. Nach zwei Monaten teilt die Pflanzen in drei Gruppen
ein und stellt sie in verschiedene Räume. Seid gleichgültig mit der ersten Gruppe, sendet der zweiten
Euren besten Willen und sendet der dritten den Willen der Vernichtung. Natürlich sollte man diese
Übertragungen aus geringer Entfernung vornehmen und den Rhythmus des Mahavan gebrauchen.
Es ist nützlich, diese Übertragungen sieben Tage lang abwechselnd zunehmend und abnehmend zu
machen.
Dreimal täglich genügt, bei Sonnenuntergang, mittags und am Morgen. Am Morgen können die
Pflanzen begossen werden, wobei Ihr dem Wasser eine Prise Soda beifügt.
Bei Sonnenuntergang sollten sie mit einer Baldrianlösung begossen werden. So kann man fortfahren,
wobei man nicht nur die Pflanzen untersucht, sondern auch sich selbst eine rhythmische Tätigkeit
auferlegt. Giftige Pflanzen sollten nicht für Experimente gebraucht werden, auch keine der Lilien- oder
Farnkrautfamilie. Auf diese Weise können die Ausstrahlungen der psychischen Energie verstärkt werden.
Später kann man natürlich die Wirkung der psychischen Energie auf Wasser und Luftströmungen mit
interessanten Ergebnissen demonstrieren. Doch dies erfordert das nächste Spannungsstadium. Man kann
also im täglichen Leben, ohne die Erde zu verlassen, viele nützliche Ergebnisse erzielen.
388.Steine sind nicht weniger nützlich als Pflanzen für Experimente mit psychischer Energie.
Rhythmus zwingt den Sand, verschiedene Muster anzunehmen. Psychische Energie kann Schwingungen
mit demselben Resultat hervorrufen.
Das alte Sprichwort, daß der Wille Berge versetzt, ist auf Schwingung begründet.
389. Natürlich ist Imperil der hauptsächliche Zerstörer der psychischen Energie. Aber man sollte auch
die drei Missetäter: Furcht, Zweifel und Selbstbedauern nicht vergessen.
Wenn das Messen von psychischer Energie mechanisch eingeführt wird, wird es lehrreich sein zu
sehen, wie diese Finsterlinge den Energiezufluß unterbrechen.
Dieser Energiezufluß wird von solchen Bemühungen unterstützt werden, wie man sie bei
Selbstentsagung und Errungenschaft findet. Diese abstrakten Begriffe werden Zeugnis ablegen für die
Anerkennung der Energie des Lebensprinzips, die meßbar ist, und die man sich vorstellen kann.
Ich bestätige, daß die durch den angeführten Rhythmus hervorgerufenen Feuer nicht nur verstärkt
werden können, sondern auch bei der Stärkung der psychischen Energie nützliche Dienste zu leisten
vermögen. Das Feuer des Weltraumes vernichtet die Verdunkelungen wie ein Schwert.
390.
Die Wirkung von Macht und Energie ist erfolgreich, wenn sie ein rechtes Gleichmaß der Spannung
zeigt.
Die Anerkennung der psychischen Energie als eine greifbare Substanz wird Anlaß zu einem neuen
Denken das ganze Leben hindurch geben.
391. Kürzlich sandte Ich Euch eine tibetische Münze, und sie wurde mitten auf den lisch unter ein
Notizbuch gelegt, damit sie leichter gefunden werden könnte. Aber niemand nahm das Buch auf. Am
Morgen legte das Mädchen die Münze an einen auffallenderen Platz, aber niemand bemerkte sie bis zum
Abend, wo sie nach einem weiteren Hinweis gefunden wurde. Dies ereignet sich oft mit den Wirkungen
des Karmas. Das Anerbieten wird gemacht, aber es muß angenommen werden. So viele Dinge sind jedoch
vor unseren Augen, daß die Gabe unbeachtet bleibt.
Die Resultate des Karmas sind zweierlei: Entweder sind sie mit einem Datum verbunden, oder sie
wurden von einer Persönlichkeit angezogen. Zuweilen kann das Karma mit festgelegtem Datum auf ein
persönliches übertragen werden, doch in keinem Fall sollte man je dem Lehrer die Schuld geben. Wie
kann man die Verwicklung aller umgebenden Umstände kennen! Zum Beispiel kann man Zukunftsbilder
im Karma beiderlei Art voraussehen; wenn jedoch äußere Umstände das Karma umhüllen, bedeutet es
nicht, daß sich das, was bereits im Weltraum geboren ist, auflösen wird. Es mag neue Formen annehmen,
ohne aufgehoben zu werden. Auch hier kann gut organisierte psychische Energie helfen, indem sie das
festgelegte Karma in der Nähe der Persönlichkeit behält.
392. Die Herrschaft über die Feuer ist mit vielen Gefahren verbunden. Es ist nicht leicht, seine inneren
Feuer zu erwecken, aber wenn man sie wahrnimmt, ist es schwer, die Eigenschaften des
alldurchdringenden Elements zu überwinden. Ein Wesen hallt, nachdem es die Feuer erkannt hat, auf den
Ruf der Flamme wider, es wird ein Feuer-Resonator. Das Erdbeben, das sich gestern ereignete, lieferte ein
Beispiel. Das Herz der Schwester Ur.
erlitt ein gefährliches Beben, denn Erdbeben sind das Resultat von Feuer. Genau, das ganze Wesen
wird durch die Begegnung mit Feuern einer anderen Qualität erschüttert.
Doch so wichtig ist die Offenbarung des Feuers als ein Schritt in der Evolution, daß Ich Euch rate, zur
Zeit der Unterwerfung dieses Elementes besondere Vorsicht zu üben. Dies stellt einen wesentlichen Teil
des Experiments des Verkehrs mit dem Kosmos dar.
Der Pfad des Feuers ist der Pfad der Errungenschaft.
Dieser Prozeß sollte gelassen, ohne Eile und Gereiztheit durchgeführt werden. Man kann als erwiesen
annehmen, daß Wir helfen werden, damit die äußeren Umstände nicht stören. Aber man sollte Zeichen des
Erfolgs nicht für Zeichen des Schreckens halten. Die Menschheit betrachtet das Fortwerfen von Abfall
gern als Vernichtung und den Anfang des Aufbaus als Unordnung. Darum seid vorsichtig und handelt
ohne Übereilung. Wir werden die Daten andeuten.
393. Es kann kein derartiges Hindernis geben, das nicht vom menschlichen Willen überwunden
werden kann. Ich sage dies weder als Trost, noch zur Entmutigung, sondern als etwas Unabänderliches.
Die Menschen haben ihren Willen längst geschärft; aber sie verstehen das notwendige
Bewußtseinsstadium nicht, das dem Willen volle Handlungsgewalt verleiht, wenn man sagen kann, daß
alles erlaubt ist.
Wem kann das ganze Besitztum anvertraut werden? Nur dem, der es weder entstellen noch
mißbrauchen wird.
Dem, dessen Bewußtsein stark ist. Dem, der die Lehre kennt. Wieviele rühmen sich ihrer Kenntnis der
Lehre und kennen sie nicht! Sie sind dessen überdrüssig, die bekannten Worte immer wieder zu lesen.
Wie der Falke vom Himmel sollte die Schärfe des Verständnisses mit feurigem Köder begrüßt
werden. Der Falke wurde angelockt und eilte gehorsam zur Hand herab. Ebenso wird das wahre
Verständnis zum Feuer des Bewußtseins herabsteigen. Man kann nicht ohne ein Licht durch die
Dunkelheit schreiten. Denkt, wie beispiellos dieser Ratschlag ist! Aber Ihr zündet Eure Feuer nicht an.
Ihr blickt Euch nicht einmal um, um zu sehen, wo die Quelle des Feuers ist. Verhöhnt Ihr nicht
diejenigen, welche das Feuer gefunden haben? Ihr wißt nicht einmal, daß man das Feuer nicht nur für sich
selbst, sondern für die Menschheit findet.
Doch denen, die das Feuer gefunden haben, sage Ich: „Alles ist gestattet!" Ihr wißt, wie man den
Abgrund überquert. Gefahr ist eine Freude für Euch. Zwischen den Worten der Lehre leuchten feurige
Zeichen, die das Unausgedrückte verkörpern, für Euch auf.
Von großem Wert ist es, daß Feuer keine Abstraktion, sondern dem Auge wahrnehmbar ist. Feuer ist
der Maßstab des All-Gestatteten. Feuer ist das Zeichen des allumfassenden Vertrauens.
394. Eifer ist die Verwirklichung einer Notwendigkeit.
Die Annahme der Hierarchie ist in ähnlicher Weise eine seltene Qualität.
Der Nebel der Menschheit ist groß, und das Denken mag auf unerwartetste Weise vorwärtsgetrieben
werden.
Darum wird es viel leichter sein, ein Mosaik aus einzelnen Stücken aufzubauen. Eine vollendete Linie
sollte nicht verlangt werden. Ihre Teile können in verschiedenen Stimmungen aufgebaut werden.
Man sollte nicht zwingen, man sollte nicht einmal überreden. Man darf nur eingeben und es mit dem
Zement des Gefühls unterstützen. Aber das Gefühl ist nicht immer in Flammen.
395. Jeder hat seine eigene Gabe. Aus Gegensätzen kann ein Bild von besonderer Bedeutung offenbart
werden.
396. Im Westen wird viel über Gedankenübertragung in die Ferne gesprochen, aber die Anwendung
dieser Handlung ist gänzlich unbekannt. Zum Beispiel werden, um sie zu beweisen, zwei Stationen
errichtet, die gleichzeitig arbeiten müssen, und die Meilen zwischen ihnen werden berechnet, als ob die
Gedankenkraft nach Meilen gemessen wird! Der wesentlichste Teil des Experiments wird übersehen,
nämlich die Wirkung der Gedanken.
Ihr wißt, daß Euch Meine Antwort zu verschiedenen Zeiten erreicht wegen des Einflusses
verschiedener magnetischer und atmosphärischer Umstände. Kann der Unterschied von ein paar Minuten
einen Einfluß auf die Wirkung des Gedanken haben? Doch westlicher Übereinkunft gemäß würde das
Experiment für erfolglos gehalten werden.
Die Reaktion der Gedanken wird vom Westen, der nur eine Aufzählung von Tatsachen sucht, absolut
ignoriert.
Aber wissenschaftliche Forschung wird die Gesetze der Verbreitung von Gedanken im
Zusammenhang mit dem Komplex physischer Umstände offenbaren.
Die Entwicklung des Denkens wird viele Entscheidungen erlauben, die von verschiedenen Wellen
abhängig sind. Man kann scheinbare Gedankensprünge bemerken, wie das Abprallen eines Steines, der
flach die Wellen entlang geworfen wird. Auf diese Weise erreicht der Gedanke unerwartete Orte. Diese
Verbreitung von Gedanken legt dem Denker Verantwortung auf.
Wenn wir gelernt haben werden, uns über die Größe der Verantwortung zu freuen, werden wir auch
die Bedeutung von Gedanken zu würdigen wissen und ihre Gesetze erforschen lernen. Viele empfindliche
Apparate werden es ermöglichen, die Folgen von Gedanken genau festzustellen.
So wird aus dem Chaos noch ein weiterer Schatz gewonnen werden.
397. Wenn die Menschheit Gedankenübertragung studiert, wird sie allen Begleiterscheinungen
Aufmerksamkeit schenken, sowohl den nützlichen als auch den negativen.
Das Verständnis für die Folgen von Gedanken wird sich über alle Begriffe verbreiten. Zuerst werden
die Menschen verstehen, wieviel Schaden sie einander zufügen, wenn sie sich gegenseitig ihrer Kräfte
berauben -und einander überlasten. Einer der Zwecke, das Leben als Einsiedler zu leben, war, sich zu
verbergen, um die psychische Energie zu schützen. Einer Unserer guten Mitarbeiter ließ sich für tot
erldären, damit die Menschen ihn aus den Augen verlieren sollten. Wie befreit sagte er: „Es scheint, daß
ich vergessen bin." Unter solchen Umständen kann man beobachten, wie Gedanken - abgesehen von den
unpersönlichen des Weltraumes - an einem vorüberfliegen. Aber unpersönliche Gedanken verursachen
gewöhnlich keinen Schaden. Ich sage nicht, daß man auf persönliche Gedanken verzichten sollte, aber
man sollte die ganze Verantwortung erkennen.
Eine äußere Bedingung für die Erziehung zur Verantwortlichkeit wird das einfache Leben für Kinder
sein. Eine Kenntnis des Wechseins der Körper wird ebenfalls behilflich sein. Aber konventionelle Politik
und Religion verhindern strikt eine solche Verantwortlichkeit.
Wenn Ihr vorurteilsfrei seid und alle umgebenden Umstände beobachtet, werdet Ihr zu dem Schluß
kommen, daß Unsere Methoden von der herkömmlichen Art und Weise abweichen müssen. Wenn es
notwendig ist, eine dringende Bitte um Feuer ins Leben zu rufen, dann kann dies nicht nach den Methoden
der traditionellen Staatskunst vollbracht werden. Dagegen wißt Ihr, daß wir das Leben nicht verunstalten,
wenn wir das Wort „übernatürlich" durch das Gewöhnliche ersetzen, sondern ihm Schönheit und
Unermeßlichkeit hinzufügen.
398. Die richtige Beziehung zwischen den Explosionen der Individualität und der Unfehlbarkeit des
Gesetzes bietet den goldenen Mittelweg, der in der Hefe jedes erweiterten Bewußtseins strahlt. Wieviele
notwendige Beobachtungen können selbst ohne hochentwickelte Ap- parate vorgenommen werden! Wird
der Vergleich zwischen atmosphärischen Umständen und dem Zustand der Menschheit nicht einen
Schlüssel für vernünftige Erwägungen von Herrschenden ergeben? Werden magnetische Stürme nicht die
Ungleichheiten der Sozialordnung andeuten? Sonnenflecken, der Vollmond, das Verschwinden von
Planetenkörpern und viele ähnliche mächtige Umstände beeinflussen die grundlegenden Funktionen
empfindsamer Organismen. Sogar Pflanzen und Tiere reagieren auf die kosmischen Offenbarungen. Ist es
möglich, daß der Mensch, der Herrscher, der Beachtung nicht wert ist? Sogar die Wirkungen von
Erdbeben und Meteoren werden nicht studiert. Ist es, abgesehen von einer Erforschung der Bildung von
Meteoren, nicht -wichtig, die Wirkungen der Erscheinung von Meteoren auf die psychische Energie der
Volksmassen zu beobachten? Beachtet den Einfluß von unterirdischen Gasen, deren es viel mehr gibt, als
gewöhnlich angenommen wird. Aber die Polizisten der Wissenschaft schenken nur den sehr groben und
augenscheinlichen Ereignissen Aufmerksamkeit, während äußerst wichtigen Wirkungen auf die Massen
keine Beachtung geschenkt wird.
Die Beobachtungen hinsichtlich der psychischen Energie der Menschheit sind wichtiger als das
Messen der Feuchtigkeit oder die Berechnung der Hitze. Die menschliche Macht verdient Beachtung.
399. Die Methoden Unserer Lehre werden gewöhnlich von zwei Seiten verurteilt. Die Anhänger des
Alten können 17ns Unsere Beachtung der zeitgenössischen westlichen Wissenschaft nicht verzeihen. Die
Verehrer des Westens können Uns Unsere Ehrerbietung für die Alte Weisheit nicht vergeben.
Die Sprache der Symbole ist vom Westen vergessen worden. Wenn der Westen über einen
himmlischen Drachen hört, lächelt er. Wenn Wir aber an die Serpent Solaris erinnern, dann vergeht das
Lächeln. Besonders wenn die Serpent Solaris sich in die Schlange des Sonnengeflechts umwandelt und
Erdichtung zu einer physiologischen Tatsache wird. Denn wenn die Schlange des Sonnengeflechts
erwacht, werden alle vier Bereiche des Himmels zugänglich werden. Der Symbolismus der Alten Weisheit
beruht auf dem Vergleich des Makrokosmos mit dem Mikrokosmos.
Darum sucht in den abstraktesten Bildern nach dem menschlichen Organismus und seinen
Möglichkeiten.
Im Westen begegnen Wir sehr vielen traditionellen Ausdrücken, aber Wir werden nicht von ihrer
Bedeutung abgelenkt. Man braucht nur die Vorurteile zu vertreiben.
Häufig hören Wir Beanstandungen über einen Mangel an Gültigkeit in Unserer Lehre. Gewöhnlich
beklagen sich jene Menschen, die die Lehre nicht anwenden. Kann eine Medizin, die versiegelt ist
Erleichterung geben? Außerdem können sich nicht viele einer Kenntnis der Lehre rühmen. Entweder
verstehen sie sie in ihrer veralteten Denkweise, oder sie lesen sie ab und zu in Abständen, ohne ihren Sinn
in Wechselbeziehung zu bringen. Man sollte die Lehre anwenden, ehe man sie verurteilt. Leichtfertigkeit
ist international.
400.
Warum kommt die Verteidigung der Lehre gewöhnlich ängstlich und verschämt? Natürlich, weil die
Probleme der Existenz die Menschheit nicht beunruhigen.
Die Fragen der Existenz dringen nicht ins tägliche Leben ein. Die Zeichen des Ungewöhnlichen treten
als Fehlschläge der Natur auf. Die Formen der Gesetze werden von Feigheit ersonnen. Der Fetisch oder
das Tabu stehen wie in alten Zeiten als die Hüter des Menschen. Die Lehre des Lebens ist nur in der
konventionellen Biologie zu finden, andernfalls wird sie vom Weihrauch der Tempel vernichtet.
Man sollte dem, was uns umgibt, endlich Aufmerksamkeit schenken, und besonders heute, wo feine
außergewöhnliche Anspannung des kosmischen Prozesses beobachtet werden kann. Die empfindlichen
Apparate unseres Organismus arbeiten mit der gleichen Spannung. Die Spannung der Atmosphäre
veranlaßt die Menschen, sich den kosmischen Kräften aufmerksam und aufrichtig zuzuwenden.
Es ist kein Grund zum Spott vorhanden, wenn man überhaupt nicht weiß, worüber geredet wird. Man
kann ebenso gut über die Formeln der höheren Mathematik lachen, weil sie uns nicht helfen, eine
Mahlzeit zu kochen.
Wir bedauern nicht, über solchen Binsenwahrheiten Zeit zu verlieren, denn alles ist nützlich, um die
Menschheit der psychischen Energie zuzuführen. Es ist lächerlich sich vorzustellen, daß der Mensch
überredet werden muß, von einer Macht Gebrauch zu machen, die er seit langer Zeit besessen hat. Dies ist
die Psychologie des Wilden, der sich vor allem fürchtet, was seinem Großvater unbekannt war. Dennoch,
der Gedanke des Weltraumes ist wirkungsvoll!
401. Die Lehre verfällt infolge seelenloser Wiederholung.
Daher muß die Qualität des Rhythmus verstanden werden. Natürlich liegen jedem Kristall Anziehung
und Pulsschlag zugrunde. Aber der Pulsschlag - oder Rhythmus - ist die Offenbarung des Lebensprinzips.
Darum kann der gegebene Rhythmus mehr oder weniger lebendig oder tot sein. Der lebendige Rhythmus,
der durch die Wirkung des Bewußtseins vergeistigt ist, wird eine Wechselbeziehung von subtilen
Energien bewirken. Aber der Rhythmus der Lippen ergibt einen toten Pulsschlag, der das weise
Schweigen stört und daher nur Schaden anrichtet.
Hütet Euch vor geistlosen Wiederholungen! Wahrlich, sie lösen die kostbarsten Perlen des Geistes
auf. Wenn seine Tätigkeit nur auf Furcht oder Habgier beruht, dann könnte sogar ein Skelett einen
zweckmäßigeren Rhythmus klopfen. In diesem Falle würde der Trommler der nützlichste Rhythmiker
sein. Könnte man die Offenbarungen von Feuern vom Klopfen des Schwanzes eines Hun- des erwarten,
der auf einen Knochen hofft? Denkt daran, wenn Ihr Euch mit den feinsten Energien befaßt, wenn Ihr
beabsichtigt, Euch zu nähern und das Zeichen des Feuers ins Leben zu rufen.
Als Ich Euch die Rhythmen des Feuers des Weltraumes gab, erwartete Ich bestimmt, daß Ihr ein
geistiges Bewußtsein anwenden und ohne niedrige Beweggründe streben würdet. Vor langer Zeit wurde
über die beiden Feuer gesprochen: Das schöpferische Feuer und das zerstörende.
Während das erste leuchtet und wärmt und erhebt, reduziert das zweite zu Asche und versengt. Aber
Ich lenkte Euch nur zum schöpferischen Feuer. Ihr habt an Euch selbst gesehen, wie die Annäherung zum
Feuer möglich ist, und sogar das Tageslicht hinderte Euch nicht, die Boten des Weltraumes zu sehen. Und
die Sterne wurden mit Zeichen umgeben. Man muß diese feurigen Zeichen hüten und die besten
Opfergaben des Bewußtseins sammeln lernen.
Weder ein Faustschlag noch Drohungen, sondern der lichtbeflügelte Aufstieg führt den Menschen zu
den Pforten.
Hütet Euch vor der Seelenlosigkeit des Alltags!
402. Noch ein weiterer Feind bedroht die Lehre - Mißtrauen. Es schneidet die notwendigsten und
zieltauglichsten Errungenschaften ab. Es ist erstaunlich zu sehen, wie unfähig die Menschen sind, sich
dem zu stellen, was ihnen neu ist! Ihre Selbstachtung ist so wirkungslos und ihre Vorstellungsfähigkeit so
armselig, daß die Menschen sich gewöhnlich fürchten zuzugeben, daß etwas ungewöhnlich ist. Es ist viel
leichter abzuleugnen als zu beobachten.
Seid vernichtet, alle, die ihr ableugnet! Ohne eure ärmlichen Gedanken wird die Sonne umso heller
scheinen, und die Feste des Wissens wird höher emporgehoben werden.
Wie widerwärtig ist es, das kleinliche, grauweiße Mißtrauen ohne ein Zeichen des Wagemutes zu
sehen! Mißtrauen nistet auf dem Abfall. Wir bestehen stets auf Wissen, das auf Experiment begründet ist.
Wir bestätigen, wie langsam sich die Mittel und Ergebnisse ansammeln.
Aber Wir geben nicht zu, daß ein vernünftiger Mensch die Möglichkeiten des Wissens fortwerfen
würde. Wie oft hat jemand die Erwerbung von Kenntnissen von materiellen Belohnungen abhängig
gemacht! Kleine Kinder unter sieben Jahren handeln ebenso.
Man kann zuweilen sehen, wie eine Persönlichkeit, die der Lehre nahe gekommen ist und wundervolle
Möglichkeiten erreicht hat, weiterhin von der Belohnung eines Bettlers träumt.
Laßt uns die Lehre als die größte Freude der Existenz bewahren!
403. Es ist notwendig, den Neulingen nicht zu sagen, daß die Lehre des Agni Yoga leicht ist.
Wahrhaftig, sie ist nicht leicht. Sie stellt viele Anforderungen und birgt Gefahr.
Niemand sollte durch die Idee honigsüßer Behaglichkeit langsamer Prozeß. Jede vorzeitige Hast
bedroht den Menschen mit einer Feuersbrunst. Eine sehr hohe Meisterschaft wird im Vergleich mit dem
nächsten Schritt gering sein.
Ihr wißt, wie schwer es ist, Fohat zu sehen, wie die sich anhäufenden Ergebnisse vieler Jahre für die
Sichtbarkeit dieser Energie erforderlich sind. Doch was wird ein schwacher Geist sagen, wenn er erfährt,
daß über Fohat hinaus Para-Fohat ist, der von Pan-Fohat gespeist wird? Diese Energien können nur das
starke Bewußtsein mit Freude und Liebe erfüllen.
Es gibt wenig vertrauenswürdige Erbauer, die mit Selbstverleugnung die Gedanken aus dem
Weltraum in den Kelch des Herzens, aufnehmen. Sie fürchten sich nicht, von den Feuern der fernen
Welten versengt zu werden. Sie sind nicht entrüstet über die Last, die Seelenqual der umgebenden
Unvollkommenheit zu tragen. Sie werden von den außergewöhnlich strahlenden Feuern des Weltraumes
aufgesucht und unterhalten sich mit den Funken des welträumlichen Bewußtseins, indem sie schweigend
Gedanken entzünden und Fragen beantworten.
Nicht ungewichtig ist der Dom des Segens, doch er ist der Eingang zur höchsten Wohnstätte.
In vielen Lehren des Altertums wird das Symbol des Auftrags zum Aufbau erwähnt. Es sollte
buchstäblich verstanden werden. In der Umgebung eines Agni Yogi werdet Ihr stets Bauwerke sehen.
Gerade die Schwierigkeit dieser Bauten wird ein Sprungbrett zur Besiegung der Unvollkommenheit sein.
Die Offenbarungen des Lichtes sind nicht leicht, aber das Feuer des Weltraumes erleuchtet die fernen
Welten.
Bringt keine Schwächlinge herbei, denn sie können nicht am Schatz festhalten. Traut lieber nur
wenigen. Sie werden bei der Entscheidung der richtigen Handlung bleiben. Sie werden die
Schwierigkeiten lieben und keine Verräter sein.
404.Im Westen sind viele Yogis, Taschenspieler, Lehrer, Hypnotiseure, Okkultisten erschienen, die
sich mit den Wirkungen des Willens befassen. Während sie ihr Geld auf kluge Weise vermehren, lehren
sie jeden für eine angemessene Gebühr, seine materiellen Umstände zu verbessern; wie man das Vertrauen
der Menschen gewinnt; wie man Einfluß in der Standesgesellschaft erlangt; wie man Geschäfte führt; wie
man zahlreiche Befehle diktiert; wie man aus dem Leben einen rosigen Garten macht. Weil sie den Willen
entwickeln, verfolgen einige dieser Lehrer anscheinend den rechten Pfad, aber sie deuten bei dieser
Wanderung kein Ziel an, und dadurch dienen sie nur dazu, die widerwärtigen Lebensumstände zu
verschlechtern.
Ist der mächtige Wille, der für die Zunahme veralteter Vorurteile arbeitet, nicht ein wahrer Schrecken?
Wie viel Energie wird für diese Neo-Okkultisten aufgewandt werden müssen, um den Schaden ihrer
geistigen Verderbtheit aufzuheben? Die Nachahmer des Hatha Yoga werden noch die am wenigsten
schädlichen sein.
In erster Linie wird die Lehre nicht verkauft, dies ist ein ganz altes Gesetz. Die Lehre gibt
Vollkommenheit als Ziel an; sonst würde sie einer Zukunft beraubt sein. Die Lehre beachtet keine
persönliche Behaglichkeit; sonst würde sie Egoismus sein; die Lehre sieht die Verschönerung der Existenz
voraus; sonst würde sie in Häßlichkeit versinken; die Lehre ist stets selbstverleugnend, denn sie weiß, was
dem Allgemeinwohl dient. Die Lehre erweist dem Wissen Ehrerbietung, sonst würde sie Dunkelheit sein.
Die Offenbarung der Lehre im Leben geht nicht durch fantastische Zeremonien vor sich, sondern auf der
Grundlage der Erfahrung. Ich erachte, daß die Art und Weise der Lehre jenseits der wertlosen Hülle
veralteter Formen ist.
Freude ist eine besondere Weisheit.
405. Wunder müssen vermieden werden, weil die Anwendung von psychischer Energie die höchste
Offenbarung des gereinigten Rationalismus sein wird.
406. Erwägt die Frage der Gefahr. So genannte Gefahr ist nichts weniger als Furcht hinsichtlich
unseres gegenwärtigen Zustands. Doch wenn wir wissen, daß jeder Zustand vom Bewußtsein
hervorgerufen wird, das unverletzlich ist, dann kann es keine physische Furcht geben.
Die Gefahr, vor der zu warnen so üblich ist, wird sich in Bewußtsein auflösen. Darum ist das Wachsen
des Bewußtseins die wesentlichste Grundlage für weiteren Fort- schritt. Statt Gefahren werden nur
Hindernisse verbleiben, aber diese werden nur als Mittel zur Energieentwicklung dienen. Wenn der Berg
vollkommen glatt ist, können wir den Gipfel nicht besteigen. Gesegnet sind die Steine, die unsere
Sandalen zerreißen, wenn wir emporsteigen! Auf diese Weise versichert Euch der Abwesenheit von
Gefahren.
Jeder Wechsel der Umstände wird eine Explosion im Bewußtsein sein. Aber aus Explosionen wird der
Pulsschlag des Kosmos gebildet.
Armselig ist das Bewußtsein, das keine Kontrolle über vorübergehende Umstände hat. Unser Schild
ist unangreifbar.
Jedes bißchen Furcht ist das Ziel für den Pfeil des Feindes. Aber nachdem wir diese schändlichen
Flecken abgewaschen haben, werden wir unbezwingbar werden, wie die Körper der fernen Welten. Die
Entwicklung des Agni Yoga wird zum Schild der Gedanken werden. Das alldurchdringende Feuer
verleiht, wenn es erkannt wird, äußerst reine Kraft und füllt die Quelle der Erneuerung.
407. Gebt Euch keinen trübseligen Gedanken hin. Solche Gedanken sind wie Rost auf dem Schwert
des Eroberers.
In der Nähe des Schmelzofens der Schöpfung des Lebens kann es kein Leid geben. Lest die Puranas in
ihrem toten Buchstaben, und dieses Buch der Weisheit wird wie ein Friedhof erscheinen. Doch wo Feuer
ist, dort wird kein Leid vorhanden sein.
Das Leben des Weltraumes beobachten, ist Wissen; es bedeutet, am Leben des Kosmos teilzunehmen.
Das menschliche Leben kann nicht von den Gesetzen der psychischen Energie losgerissen werden. Noch
widersinniger ist es, sein Bewußtsein zu unterdrücken. Es ist schwer, auch nur einen einzigen Tag lang
ohne Wasser zu bleiben. Es wird unserem Bewußtsein ebenfalls schwer, ohne Erleuchtung aus den fernen
Welten zu bleiben.
Ebenso wie an Nahrung oder Wasser kann man sich an Gedanken eines großen Lebens gewöhnen.
Die Lehre, die auf Erfahrung begründet ist, verleiht jedem Denker die Freude der Anwendung. Darum
laßt uns das nicht herabwürdigen, was unermeßlich groß und in der Nähe des Flusses unseres Bewußtseins
ist. Laßt uns das nicht auf vorherbestimmte Grenzen beschränken, was als Atem der Mutter der Welt
herabsteigt. Laßt uns sagen, wie freudig es ist, der Erneuerung ohne Furcht vor dem falschen Pfad zu
dienen. Indem wir mit dem Augenfälligsten und Greifbarsten beginnen und den unveränderlichen
Gesetzen folgen, laßt uns der Lehre des Lebens die größte Aufmerksamkeit schenken.
Weder ein Tag noch eine Stunde sollte vorübergehen, ohne an der Anwendung der Lehre
teilzunehmen. Hütet den Yoga als den Weg des Lichtes, weil Ihr wißt, wie freigebig die Funken seines
Strahlenglanzes sind! Wir werden die Bande nicht durchtrennen, sondern sie erhalten.
So wie die Sonne unermüdlich ist, wird Agni Yoga unauslöschbar sein!
408. Drei Mäuse näherten sich einem Einsiedler, angezogen von seiner Bewegungslosigkeit. Er redete
jede an: „Du lebst im Mehl. Obgleich es dich und deine ganze Familie mit genügend Nahrung versorgt,
bist du nicht besser geworden.
„Du hast deine Wohnung inmitten von Büchern gewählt und sehr viele von ihnen zernagt, doch du
bist nicht weiser geworden.
„Du lebst inmitten heiliger Gegenstände, doch du bist nicht emporgehoben worden.
„Wahrlich, ihr Mäuse, ihr könnt Menschen werden.
Wie die Menschen erniedrigt ihr die gegebenen Schätze." Drei Löwen kamen zu dem Einsiedler.
Er redete mit jedem: „Du hast soeben einen Wanderer getötet, der zu seiner Familie eilte.
„Du hast eine blinde Frau ihres einzigen Schafes beraubt.
„Du hast das Pferd eines wichtigen Boten umgebracht.
„Löwen, ihr könnt Menschen werden. Tragt eure furchterregenden Mähnen und beginnt einen Krieg.
Seid nicht erstaunt, wenn die Menschen grausamer erscheinen als ihr!" Drei Tauben kamen zu dem
Einsiedler geflogen.
Er sprach mit jeder: „Du hast Korn gepickt, das dir nicht gehörte, und hast es als dein eigenes
betrachtet.
„Du hast eine Heilpflanze gepickt und wirst als ein heiliger Vogel verehrt.
„Du hast in einem Tempel genistet, der dir nicht gehörte, und im Namen des Aberglaubens hast du
andere gezwungen, dich zu füttern.
„Wahrlich, ihr Tauben, es ist Zeit, daß ihr Menschen werdet. Aberglaube und Blindgläubigkeit
werden euch reichlich ernähren."
409. Der Lehrer ordnet an, daß Ihr, statt Laster zu verurteilen, Vergleiche mit den niedrigeren Wesen
anstellt, da dies den Einfältigen helfen kann. Wahrlich, viele Tiere fühlen die psychische Energie besser
als die Menschen.
Die Menschen rühmen sich ihrer Vernunft, aber warum gebietet die Vernunft ihren niederträchtigen
Taten nicht Einhalt?
410.
Es ist erforderlich, unerprobte Kreise einzubegreifen.
Es ist nicht weise, sich auf Hütten zu beschränken und Paläste zu vermeiden. Es wäre engstirnig, in
den Räumen eines Palastes zu bleiben und Hütten zu ignorieren. Begrenzt Euch nicht.
411. Jedes Blatt sichert die Wohlfahrt der Menschen.
Entzündet die Feuer unbegrenzten Wissens. Jeder Stein ist bereit, die Sicherheit der Menschen zu
bewahren.
Findet die Weisheit, mutig zu streben.
412. Ich schätze jede Eurer guten Stimmungen. Man kann aus guten Steinen aufbauen. Der Lehrer
freut Sich, wenn Er neue Umstände herbeiführen kann. Man braucht sich nur daran zu erinnern, daß ein
Anfang zuweilen verwirrt erscheint. Die Menschen machen wenig Unterschied zwischen den Zeichen des
Glücks und des Unglücks, des Erfolges und des Versagens, der Freude und des Leides.
413. Der Platz des Lehrers in der am meisten in Ehren gehaltenen Ecke ist kein Aberglaube. Dies ist
der Platz für Denjenigen, Der zum heiligen Abendmahl geladen ist. Er kann jeden Augenblick kommen,
und es sollte offenbar sein, daß Er erwartet wurde. Dieses beständige Zeichen der Erwartung und der
Bereitschaft ist wie ein Ruf durch das offene Fenster. Inmitten des Aufbaus und der Kämpfe laßt uns Zeit
für ein flüchtiges Lächeln finden.
Die Lehre wächst spiralförmig, wie alles, was existiert.
Gesegnet sollen diejenigen sein, welche das Aussetzen des spiralförmigen Feuers verstehen. Das
oberste Ende der Flamme wurde von den Menschen des Altertums als eine abgeflachte Spirale verstanden.
Dieses Element drückt den Anfang einer Bewegung mit besonderer Lebendigkeit aus. Könnt Ihr
bestätigen, daß Ihr Agni Yoga in die Praxis umsetzt, wenn Ihr nicht einmal das Beginnen des inneren
Feuers erkannt habt? Reines Streben wird das Auflodern des Feuers hervorrufen.
Man muß diese Anfänge und die sie begleitenden Umstände beobachten. Zu diesem Zweck sollte eine
wahre Beobachtungsfähigkeit entwickelt werden. Es ist nicht leicht, die Beobachtungsgabe zu erlangen.
Die Umstände, die diese Erscheinungen begleiten, sind äußerst individuell: Kälte oder Hitze, Ton oder
Schweigen, Licht oder Dunkelheit. Sogar solche Gegenpole rufen gleichartige Ergebnisse hervor.
Man wird eine große Zahl von Umständen beobachten müssen. Wenn die Menschen, die das
Entzünden der inneren Feuer erreicht haben, ihre Beobachtungen aufschreiben würden, dann würden sie
vielen Anfängern außerordentlich helfen. Die allgemeine Arbeit für die Menschheit erfordert in erster
Linie den Schutz der Individualität.
Und gerade in dem Augenblick, wo alle Methoden gefunden zu sein scheinen, erweist sich die
einfachste als die schnellste. Man kann staunen, was für unerwartete Einzelheiten zuweilen die Flamme
entzünden. Eine Bedingung, die unveränderlich ist, ist eine Empfindungsfähigkeit für Schocks und auch
die gerade Haltung des Rückgrats. Jedoch im Falle einer chronischen Rückgratverkrümmung kann
Moschus helfen. Die Absorbierung von Moschus wirkt auf den Phosphor ein, der den gestörten
Feuerstrom wiederherstellt.
414. Die Lehre des Agni Yoga verlangt beständige Inbrunst. Manchmal ist ein Ausruhen von
Offenbarungen nötig, doch die innere Flamme ist unauslöschlich. Das Symbol ihrer Unauslöschbarkeit
wird in vielen Lehren als Stufe zur Realisation angedeutet. Man sollte sich an die Offenbarung des
beständigen Feuers gewöhnen. Ein Hinweis von außen her wird kein wahrer Impuls sein. Wie ein
Freudenfeuer brennt unsere Flamme. Es ist unwürdig, sie zu hindern.
Das Entzünden der Feuer wird sehr viele Ideine Einzelheiten und verlockende Experimente
hervorrufen. Die Lehre kann die Richtung voraussehen, sollte aber nicht durch einen toten Ritus
behindern. Denkt daran, daß der Verfall der bedeutungsvollsten Mysterien begann, als die Riten
kompliziert und tot wurden. Die Lehre sollte ebenso frei leben wie das Feuer des Weltraumes.
415. Verfeinert, verfeinert die Mitarbeiter! Die größte.
Gefahr für menschliche Arbeit wird Stillstand sein. Ein weites Bewußtsein ist erforderlich, um den
Rhythmus der Tätigkeit aufrecht zu erhalten. Wenn die Stunde zum Handeln schlägt, geben sich die
Menschen gewöhnlich unwesentlichen Gedanken hin, und das Ergebnis ist, daß sie einen Pfeil, für einen
Spatzen passend, auf einen Tiger abschießen. Dies ist nicht nur ein Mangel an Zieltauglichkeit, sondern
das Aufgeben der Aufmerksamkeit. Steht ein Mensch, der sich der Fähigkeit der Aufmerksamkeit beraubt
hat, nicht niedriger als ein Tier? Wer geistig träge ist, wird kein Arhat sein. Der Lehrer spricht zuweilen
über die Notwendigkeit der Ruhe, aber es wird nie gesagt, daß Ruhe gleichbedeutend mit geistigem Tod
ist. Wer sich selbst solche Begrenzung setzt, kann weder hören noch sehen.
Es wird uns von unbeweglichen Arhats berichtet, aber diese Unbeweglichkeit ist nur äußerlich. Vielen
Menschen bereitet es Vergnügen, wenn sie ihre Trägheit gerechtfertigt sehen. Aber der Ruf zur Tat bringt
ihren Geisteszustand völlig in Verwirrung. Kann man es zulassen, daß sich solche Menschen dem Element
des Feuers nähern, das seiner ganzen Natur nach Wachsamkeit verlangt? Feuer ist ein Scherzo und eine
Fuge. Andante kann nur mit einem verlöschenden Kohlenfeuer verglichen werden.
Natürlich entsprechen verschiedenartige Flammenwogen verschiedenen Rhythmen, aber ein Agni
Yogi wird nie ein Faulpelz sein.
416. Jedes Zeitalter wählt seine entsprechende Lehre.
Zu einer solchen Stunde nehmen alle früheren Lehren ein ganz entstelltes Bild an. Die Menschheit
selbst sucht die verdrehtesten Entstellungen der Ehrerbietung für ihre Vorväter anzunehmen. Aber keine
Phase der Lehre schließt die vorhergehende aus. Dieser Tatsache wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt,
da die Priester jeder Lehre ihr Wohlergehen durch eine Ablehnung der vorherigen Lehre aufbauen. Aber
es ist leicht, die Kontinuität dessen zu beweisen, was die Menschen Religion nennen.
In dieser Unablässigkeit spürt man den einen Strom genau derselben Energie. Wenn wir sie
psychische Energie nennen, sprechen wir über dieselbe Sophia der hellenischen Welt oder über die
Sarasvati der Hindus. Der Heilige Geist der Christen offenbart Zeichen der psychischen Energie ebenso
wie der schöpferische Adonai von Israel, und Mitra, voll Sonnenkraft. Gewiß, niemand bezweifelt, daß
das Feuer des Zoroaster das Feuer des Weltraumes ist, das Ihr studiert.
Psychische Energie verbindet das Feuer mit Materia Matrix, und die Lehre des Agni Yoga ist nichts
anderes, als die Erklärung der zeitgenössischen Anwendung der Energie, deren Strom sich mit dem Satya
Yuga nähert. Dies ist kein Anregen schlummernder Möglichkeiten, sondern die Erleuchtung, die in dieser
Zeit fällig ist. Darum sage Ich, die Lehre kann nicht für Geld gegeben werden, noch kann sie aufgedrängt
werden, aber sie kündigt das Neue Zeitalter an. Man braucht ihr keine Beachtung zu schenken oder kann
sie ableugnen, aber ihre Ankündigung ist unvermeidlich.
Man kann diese Epoche entweder ihrem Verdienst gemäß verstehen oder auf eine entstellte Art und
Weise, aber ihr Herannahen ist nicht abzuleugnen. Man kann das, dessen Aufbau Jahrhunderte erforderte,
augenblicklich vernichten, aber aus Wahnsinn kann nur Wahnsinn geboren werden. Und sind jene, die
versuchen möchten, ohne Verstand zu existieren, nicht wahnsinnig? Und welcher Verstand wird nicht mit
psychischer Energie ge- nährt? Warum sollte man die Quelle in der Dunkelheit der Unbewußtheit suchen,
wenn es leicht ist, das unauslöschbare Feuer zu entzünden und sich mit vollem Bewußtsein zu
nähern?417. Die Lehre über die Erlöser findet in allem Anwendung, was existiert. Wirklich, ebenso wie es
möglich ist, durch einen Teraphim zu beeinflussen und sich zu nähern, kann man auch das Karma von
anderen bewußt auf sich nehmen. Während Meiner Experimente konntet Ihr beobachten, wie es Euch
gelang, die Schmerzen anderer zu übernehmen, wenn es das Gebiet der Nerven betraf. In gleicher Weise
kann man auch die Folgen des Karmas von anderen übernehmen. Schließlich kann man das kollektive
Karma auf sich nehmen, und somit wird der Begriff der Erlöser kein Aberglaube sein. Hierfür bedarf es
nur des Verständnisses von der Zieltauglichkeit der Annahme.
Karma ist die verwickelteste Erscheinung. Von der zufälligen Handlung bis zur Grundlage der Motive
ist alles mannigfaltig und vielfarbig. Man sollte ernstlich erwägen, wann es möglich und nützlich ist, in
das Karma anderer einzugreifen. Aber man kann voraussetzen, daß es Fälle von Selbstaufopferung und
zweckmäßigem Eingreifen in das Schicksal anderer gibt. Dem ersten gemäß, kann man die
Zieltauglichkeit des Eingreifens beurteilen. Feuer sind die besten Anzeiger für die Entscheidung, da in
ihnen das innere Bewußtsein mit dem Bewußtsein des Weltraumes verbunden ist. Und nichts verleiht eine
Vitalität, die den vielfarbigen Meilensteinen der Feuer gleichkommt, die das Verständnis für die
umgebenden Umstände begleiten.
Ihr seht, wie zwei abstrakte Begriffe - Erlöser und das Feuer des Weltraums - zur Wirklichkeit
werden!418. Die Lehre meidet das Leben nicht. Der Lehrer kommt nicht von außerhalb desselben. Um die
verschiedenen Qualitäten des Geistes der Mitarbeiter zu fördern, wenden Wir verschiedene Methoden an.
Es ist unmöglich, ein und dasselbe Heilmittel für alle Krankheiten anzuwenden.
Wir werden etwas offensichtlich Wertvolles nicht wegen eines Ausspruches zurückweisen.
419. Wir wissen über den Teraph Bescheid. Wir wissen, daß der Teraph astral oder materiell sein
kann. Die Astralwelt ist höher als die materielle, und der astrale Teraph ist höher als der materielle. Nur
hochentwickelte Wesen können einen astralen Teraph besitzen. Materielle Teraphim können jedem
bewußten Geist dienen. Der Teraph ist wie ein Ebenbild der Offenbarung selbst. Es wird einem
Steuermann leichter, das Verhalten des Schiffes zu beurteilen, wenn er das Modell desselben studiert.
Wenn die Menschen das Ebenbild betrachten, kommen sie scheinbar mit dem abwesenden Ding selbst in
Berührung. Sogar die niedrige Wahrsagerin verlangt zunächst ein Bild oder einen vertrauten Gegenstand.
Diese Gegenstände lenken wie ein Leuchtfeuer oder ein Meilenstein ihre psychische Energie und tragen
dazu bei, die Reaktion zu verstärken.
Bei dem materiellen Teraphim muß man für jede Gele- genheit ein spezielles Ebenbild haben. Aber
der astrale Teraphim hat das Vorrecht, ein einziger zu sein und der Notwendigkeit entsprechend
Erscheinungen anzunehmen.
Darum ist er im Zusammenhang mit der Erlangung des Bewußtseins wie ein Leuchtturm. Der astrale
Teraph ist ein Kristall der psychischen Energie, während der materielle ein Ergebnis materiellen Strebens
ist. Die hauptsächliche Handlung wird während der Erschaffung des Teraphim vollbracht, weil die
psychische Energie gerade dann äußerst angespannt ist. Während der astrale Teraph vorzuziehen ist, kann
man den Vorgang der Schöpfung eines materiellen erklären.
420.
Der materielle Teraph wird wie ein geformtes Ebenbild oder wie jeder andere Gegenstand angefertigt,
dem etwas beigefügt wird, was dem Menschen gehört, der der Beschwörung ausgesetzt wird. Oft wurde
nach dem Tode eines Menschen sein Teraph mit in das Grab gelegt, wie im alten Ägypten und in den
Grabmalen der Mayas und der Etrusker. Wenn die Begräbnisriten Verbrennung verlangten, folgte der
Teraph ebenfalls in das Feuer.
Im Tempel von Israel war ein allgemeiner Teraph für alle Zwecke, aber bei jeder Beschwörung wurde
etwas, was demjenigen gehörte, für den die Beschwörung stattfand, unter den Teraph gelegt. So war eine
große Zahl von Teraphim über verschiedene Länder verstreut, und jeder sammelte Schichten vieler
psychischer Übertragungen.
Es ist seltsam, auf diesen Schichten der psychischen Ener- sie die Lebenskraft dieser Energie zu
beobachten. Man kann tatsächlich erkennen, wie die Teraphim die Kraft Tausende von Jahren hindurch
bewahren; wie ein Same, der lebt und unsterbliche Macht offenbart.
Unter den Experimenten mit psychischer Energie ist das Experiment mit ihrer Unauflösbarkeit und
Unzerstorbarkeit sehr wichtig. Der Teraph bietet den besten Beweis, wenn man auch die Fähigkeit des
Hellsehens dabei anwenden kann. .
Für die Zukunft kann man das Experiment, einen harmlosen Teraph anzufertigen, gebrauchen und ihm
den Befehl langer Dauer hinzufügen. Der Teraph wird einem dazu ausersehenen Menschen oder
jemandem, der es aut sich nehmen will, eine Botschaft überbringen. Die beiden Umstände müssen
unterschiedlich behandelt werden.
Man sollte wissen, daß ebenso wie die Herstellung des Teraphs lange dauert, auch seine Wirkung
nicht augenblicklich ist. Die Lehre über die Teraphim und die einer Beschwörung unterzogenen
Gegenstände stammt aus der Vorzeit, als die Atlanter etwas über psychische Energie wußten. Wie kann
man einen Teraph erschaffen? Man muß einen Ort finden, an dem die psychische Energie des
Beschwörers den Weltraum hinreichend gesättigt und sich auf den Gegenständen niedergelassen hat. An
einem bestimmten Ort wird ein Bild beliebiger Art aus Wachs, Ton oder Kalk geformt. Nachdem man das
Bildnis hergestellt hat, sollte man es mit einem Silber-, Kristall- oder Glaskästchen oder einer ledernen
Hülle bedecken.
421. Bei den Beschwörungen wurden, wie Ihr wißt, Rezitative intoniert, Verbindungen von seltsamen
Worten, die zuweilen sinnlos waren. Jedoch nicht der Sinn, sondern der Rhythmus ist wichtig. Ebenso
besteht die Sphärenmusik nicht aus Melodien, sondern aus Rhythmen.
Wenn der entwickelte Geist den Klang der Sphären kennt, wird er die Macht des Rhythmus verstehen.
Während der Teraph gesättigt wird, sind also Wille und Rhythmus von Bedeutung. Es ist unwichtig, mit
welchen Worten dem Teraph der Auftrag anvertraut wird. Wichtig sind die Wechsel der Schichten, die
Aufrichtigkeit der direkten Übertragung und der Rhythmus, der dem Mahavan entsprechen kann. Nur ein
geringes Bewußtsein bedarf der festgelegten Befehle. Aber das entwickelte Bewußtsein kann gemäß dem
Fluß der psychischen Energie Worte improvisieren.
Es ist unnötig, sich an mechanische Worte zu binden.
Es ist besser, vom Rhythmus erfüllt zu sein, wenn jeder Muskel sich strebend mit den Nerven
verbindet. Als integriertes Ganzes schwingt ein Mensch, und die Macht des Befehls wird dadurch
geschichtet, daß man die Hände auf den Teraph legt. Man sollte mit gleichmäßigem Streben erfüllt sein,
wenn man einen Teraph erschafft. Man sollte den Teraph nicht seltener als dreimal täglich laden.
Um die Willenskraft besser zu schichten, poliert die Oberfläche des Teraphs nicht zu blank; es ist
besser, ihn mit einem Gewebe zu bedecken und das Verbrennen von harzartigen Essenzen anzuwenden.
Eukalyptus ist gut.
422. Vereinfachen oder erschweren? Sogar ein Kind wird das erstere vorziehen. Wenn man über
Beschwörungen, spricht, kann man den Weg der Erschwerung wählen und alle feinsten Schattierungen der
Bedeutung von Ton und Farbe sammeln, aber diese Art und Weise wird alt und unbeweglich sein. Die
Technik der Ansammlung von Ton und Farbe ist wunderbar. Doch wenn der komplizierteste
Mechanismus erfunden wird, wird sein Schöpfer nicht nach Möglichkeiten suchen, ihn zu vereinfachen?
Ebenso ist es bei der Anwendung von psychischer Energie. Die Mehrzahl hat sie vollständig vergessen;
die Minderheit hat ihren Gebrauch bis zum Punkt eines kalten Fanatismus gebracht. Aber das Feuer, das
der psychischen Energie zugrunde liegt, steht nicht in Beziehung zu Kälte.
Agni Yoga lenkt die Menschheit dem einfachsten Weg entgegen. Eine einzige Entzückung des Bhakti
läßt einen langsamen Jnani weit hinter sich zurück. Ebenso lenkt das Entzünden des Feuers dem richtigen
Ziel entgegen. Feuer verfeinert die Zentren und gewährt eine Empfindungsfähigkeit, welche die Richtung
erkennt. Die feinsten Gefäße werden mit Feuer geformt. Beim Gießen der besten Standbilder wird die alte
Gußform vernichtet. Und diese Bilder werden erhabener sein als diejenigen der alten Form.
Darum heißen Wir die Menschheit, einfach die Feuer des Strebens und der Errungenschaft zu
entzünden. Dieses Universalmittel beraubt niemand in irgendeiner Weise, und es kann durch Studium
entdeckt werden.
423. In welcher Beziehung steht Moschus, der physisch angesammelt wird, zu dem Phosphor des
Geistes? Moschus ist ebenfalls eine Präzipitation des Feuers, aber eine unbewußte. Doch sogar der
unbewußte Kristall des Feuers enthält den Schatz.
Wird das reine Feuer des Weltraumes nicht lebendige Verbindung mit den höheren Welten sein? Wird
sich diese einfache Frage nicht in einem unvoreingenommenen Bewußtsein erheben? Wenn wir den
Teraph jedoch als Urheber der Fällung von psychischer Energie bezeichnen, dann wird diese Vorstellung,
obwohl sie alt ist, leicht verständlich sein. Wir wollen uns also nicht fürchten, die Gaben der Pandora
hervorzuholen, und für den erleuchteten Wanderer mag ihre Bedeutung andersartig, erscheinen.
424. Das Maß des Erfolges wird der Grad der Notwendigkeit sein. Ihr könnt sicher sein, daß sie den
Abgrund nicht unnötigerweise überqueren wird. Je unvermeidlicher die Notwendigkeit ist, umso näher ist
die Stufe der Eroberung. Laßt die dringendste Notwendigkeit entstehen.
Das Maß des Verständnisses ist der Grad der Liebe.
Man kann den Zeilen buchstäblich beipflichten und doch tot bleiben, wenn das Wissen nicht von
Liebe gewärmt wird.
Wahrhaftig, wenn man lernt, die Ausstrahlungen der Gefühle einzuimpfen, wird man erkennen, daß
vor allem gerade Liebe das Feuer des Weltraumes anzieht. Er, Der sagte: „Liebet einander!" war ein
wahrer Yogi. Darum heißen Wir jedes Entzücken der Liebe und der Selbstaufopferung willkommen. Wie
ein Hebel die Räder in Bewegung setzt, so ruft Liebe die stärkste Reaktion hervor.
Verglichen mit dem Glanz der Liebe, wirft der stärkste Haß nur ein abscheuliches Zeichen zurück.
Denn Liebe ist die wahre Realität und der wirkliche Schatz.
Ich spreche nicht abstrakt über Liebe, sondern als Physiologe. Ich erachte, daß ebenso wie
Notwendigkeit die Triebkraft ist, Liebe Erleuchtung verleiht.
425. Woher kommt der Gebrauch und die Wirkung des Kundalinifeuers? Aus derselben Quelle - dem
Feuer der Liebe. Wir nennen die Quelle der Wahrheit die Offenbarung des Schirmes für die Rückstrahlung
der Substanz.
Wie freudig ist es, die Wellen des zunehmenden Feuers zu sehen! Es ist wie ein Zaubergarten.
Ich liebe es so sehr, wenn das Feuer der Liebe strahlt und man jedwede Hindernisse überwinden
kann!426. Die Menschheit hat ihre Gewänder oft unnötigerweise geändert. Sie hat sie übermäßig gekürzt
oder übertriebene Schleppen hinter sich hergezogen. Die Ärmel hingen bis zum Boden herab oder
verschwanden gänzlich.
Entweder war der obere Teil außergewöhnlich lang, oder der untere Teil war unermeßlich. Als ob es
darauf ankäme, in welchem Ärmelstil man seinen Nachbarn an der Kehle packt! Die Verkleidung war
vergeblich. Wir sollten uns auf den Boden der Wirklichkeit stellen. Laßt uns also daran denken, die
Begeisterung nicht zu unterdrücken, woher sie auch kommen mag. Laßt uns die Wahrheit nicht verbergen,
sondern Raum für jedes Entzücken finden. Wird Frohlocken große Maßnahmen hindern? Alles wird
seinen Platz finden. Auf Ekstase zu bauen, ist leichter und dauerhafter. Wie Liebe, so entzündet auch
Begeisterung die Feuer. Laßt uns alle diejenigen sammeln, die das innere Feuer hervorrufen, und laßt uns
daran denken, wie kostbar jeder Funke ist. Licht und Dunkelheit - laßt uns nichts vergessen, was vom
Licht erschaffen worden ist! Wir bieten Lebensspender aus dem Pflanzenreich an, aber laßt uns nicht alles
zurückweisen, was unbeachtet in uns enthalten ist.
427. Ebensowenig wie es den Menschen gelungen ist, ihren Kleiderstil zu ändern, gelang es ihnen,
Lebenskomfort zu erlangen. Der grundlegende Komfort verlangt eine Verbesserung der Umstände und
Vereinfachung der Einzelheiten des Lebens. Doch ganz im Gegenteil, die Menschen versuchen jede
Möglichkeit der Bewußtseinserweiterung zu erschweren und zurückzuweisen. Ohne Übertreibung, jedes
Wachsen des Bewußtseins wird für unzulässig gehalten. Familien zerrütten, Königreiche gehen zugrunde,
wenn sich die Bewußtseine offenbaren. Die Lehre des Lebens sucht ein Obdach für Waisen im Hinterhof,
während die Prozession des Todes auf den öffentlichen Plätzen lärmt.
Laßt sie nicht glauben, daß Wir veraltete Metaphern wiederholen. Sogar die beschränktesten
Menschen fürchten sich manchmal vor dem Phantom der Überproduktion von Gegenständen. Wenn man
das Leben mit der Anwendung alter Methoden fortsetzt, dann muß es naturgemäß zur Überproduktion
kommen. Nur zieltaugliche Vereinfachung kann dem Leben Würde verleihen und die natürlichen
Hilfsquellen sichern. Man kann nicht alle Ansammlungen kosmischer Bemühungen zerstören und
leichtsinnigerweise irgendeine unverdiente Energie erwarten! Man muß sich für jede neue Energie
vorbereiten. Jede Mutter denkt über ihr zukünftiges Kind nach. Es ist unmöglich, die Energie, die in uns
ist, nicht zu erwägen! Man muß über die unabdingliche Möglichkeit nachdenken.
428. Nach den Zeiten von Atlantis, in den alten Riten der Druiden, ging der oberste Priester, der den
Ritus ausführte, gegen die Sonne, während alle übrigen der Bewegung der Sonne entsprechend im Kreise
gingen.
Darin war das Symbol des geringen und des großen Wissens enthalten. Das geringe Wissen wird von
den gewöhnlichen Energien angezogen, aber das große Wissen, das mit dem Strom kosmischer Kräfte
zusammenarbeitet, bringt neue Energien aus dem Chaos hervor. So weise waren die Stufen des
menschlichen Aufstiegs in dem Sonnenkult markiert. Wie Ihr wißt, waren dies keine abstrakten Symbole,
sondern die Grundlagen wirklicher Handlung, weil die Zentren, die gegen die Sonne rotieren, eine
besonders feurige Energie übermitteln.
429. Es ist erstaunlich, wie die Menschen Dinge für sich selbst ohne Sinn und Verständnis vereiteln.
Es ist erstaunlich, wie die Menschen sich der vorherbestimmten Möglichkeiten berauben. Es ist
erstaunlich, wie die Menschen ihre angesammelten Grenzen verringern.
Wir sagen, daß es besser ist, falsch zu handeln, als untätig zu bleiben. Kühnheit beim Handeln enthält
bereits ihre eigene Rechtfertigung; durch ihr gewaltsames Drängen vervielfältigt sie die Energie. Ist es
möglich, den Atem des Feuers durch Untätigkeit zu entzünden? Wenn Wir auf die Notwendigkeit
hinweisen, mit Uns in Wechselbeziehung zu handeln, ziehen Wir Euch in die Spirale eines speziellen
Druckes hinein. Wahrlich, in dieser Spirale kann man nur emporsteigen; sie muß als der Dynamo der
kostbarsten Energie beschützt werden. Nicht aus dem Verlangen, die Menschen zu unterdrücken und
herabzusetzen, fordern Wir sie auf, mit Uns zu kommen, sondern aus dem Verlangen, sie durch nützliche
Handlungen zu stärken und emporzuheben.
Feuer, Feuer, steig herab auf diejenigen, welche deine Ströme aus dem Weltraum hervorholen! Für sie
ist das Firmament über ihnen mineralischer, als die Tiefen der Erde es sind. Für sie hat Luft die
Beschaffenheit des Steines, und der Stein ist ein durchsichtiger Leiter.
Ihr, die Ihr zu mir gehört, wandelt mit Uns durch die Wogen des Feuers; laßt Euch nicht von ihm
versengen und dienet dem Guten!
430.
Gerade vor den bedeutungsvollsten Ereignissen sind die Menschen besonders dazu geneigt, die
Möglichkeit der Zukunft abzuleugnen. Man könnte einen seltsamen geschichtlichen Überblick über
Vorläufer und die Anfänge von Ereignissen schreiben. Auf diese Weise kann man eine Gleichartigkeit in
der Gedankentendenz verfolgen im Zusammenhang mit den Wirbelstürmen der Verwirrungen.
In ähnlicher Weise verhöhnen die Blinden die Hinweise der Sehenden, und die weltlichen Weisen
intonieren die Unmöglichkeit einer Veränderung in der bestehenden Ordnung, nämlich, daß alles stabil
und unveränderlich ist, und daß jedes empfindsame Wesen einfach ein Lügner ist! Wenn man sie darauf
hinweist, daß das Gute nicht starr ist, werden sie zu Feinden. Aber es ist wertvoll, solche Feinde zu
erkennen.
431. Die Anerkennung der Hierarchie ist keine formale Disziplin, sondern eine bewußte
Zusammenarbeit. Wenn der Geist erst einmal erkennt, daß er in eine endlose Reihe von Dynamos
eingetreten ist, erhält er ein spezielles Recht, vorwärts zu gehen. Wie der Steuermann seinen Mitarbeitern
an den Rudern nicht zu gehorchen braucht, so dürfen die erwählten Führer nur dem Ruf des Lehrers
folgen. Man muß in jeder Hinsicht über Energiehandhabung nachdenken.
Unsere Führer haben Uns mit dem Rüstzeug betraut, um das Böse zu vernichten, und Wir vertrauen
den Auftrag der Reihe der Helfer an und betrauen sie mit der Weitergabe.
Das Festhalten an der Hierarchie ist die Förderung der Bewegung in die Unbegrenztheit. Es ist
unmöglich, die Gesetze der Materie abzuschaffen. Wie eine Pumpe und ein Brunnen eine auf
Gegenseitigkeit beruhende Handlung verrichten, kann auch die Kontur der Grenzen der beiden Welten
durch das allgegenwärtige Feuer erleuchtet werden.
Es ist falsch, Meine Worte als poetische Hymnen zu betrachten. Man muß sie als Ruf des Baumeisters
annehmen, Dem es nicht wichtig ist, der Höchste zu sein, Dem es aber von Bedeutung ist, den Auftrag der
Herren zu erfüllen.
Ur. sah das so genannte Rad des Buddha. Dies ist die Substanz des Teraphs der fernen Welten. Seine
Essenz ist in der Grundlage der Welt enthalten, die man ein Pistill nennen könnte. An seinen Enden sind
die Sphären der Polarität, die den beiden grundlegenden Gesetzen entsprechen.
Im Mittelpunkt befindet sich das Rad der psychischen Energie. Der Kreis des wirbelnden
Regenbogens ist die Offenbarung aller Stadien des welträumlichen Feuers. Dieses Wissen ist ein Schritt
zur Herrschaft über Feuer, und mit Hilfe der bildlichen Vorstellung dieser Beschreibung kann man die
Annäherung des Feuers hervorrufen und seine gefährliche Essenz in eine heilkräftige Wirkung
umwandeln. Der Kreis enthält die Swastika.
432. Der Lehrer kennt die beste Stunde. Besondere Kenntnis ist nötig, um das Karma nicht zu
verletzen; sie gewährt die Wahrnehmung des Flusses äußerer Strömungen.
Die Befehle müssen das Ziel wie Pfeile umgeben, ohne in das Zentrum des Kreises einzudringen, das
das Eigentum des Menschen ist. Der Nebel läßt sich erklären, nicht als Unwissenheit, sondern als
Schutzmaßnahme.
Wir möchten, daß Ihr erfolgreich seid, aber dies ist nur bei Zusammenarbeit möglich.
433. Man kann Handlungen durch das Sättigen des Weltraumes stärken. Man kann die Sendungen
durch den persönlichen Willen stärken; aber das erweiterte Bewußtsein wird diese Sendungen preisen und
sie mit dem Bewusstsein des Lehrers verbinden. Eine Qualität des erweiterten Bewußtseins ist, niemals
die Vergangenheit zu bereuen, weil jeder neue Augenblick weiter ist als die ganze Vergangenheit! Ein
solches Bewußtsein bedauert ebenfalls nicht die durchwanderten Orte, denn jeder neue Ort, der vom
Bewußtsein erleuchtet wird, ist schöner als die durchschrittenen. Die Wahrnehmung eines neuen, schönen
Gleichschaltungszustandes mit dem Wissen des Lehrers ist das Unterpfand der Schöpfung.
Kann es irgendetwas Schöneres geben, als den Weg zur Grundfeste, zum Bollwerk der Lehre des
Lebens? Der Stern lenkt. Wandelt standhaft!
434. In allen Lehren des Altertums heißt es: „Kehre dem Lehrer nicht den Rücken zu." Dieser Befehl
kann knechtisch oder ehrfurchtsvoll verstanden werden. Bewußte Ehrerbietung ist wie eine Blume des
Lichtes. Man kann sie nicht erzwingen; nur das erweiterte Bewußtsein wird die Erfahrung der
Aufrechterhaltung geistiger Werte gestatten. Wie kann man dem Blinden den ganzen steinigen Abhang
beschreiben? Wie kann man den Tauben mit einem Ruf warnen? Aber die Lebenserfahrung wird die
Bedeutung des Befehles zeigen: „Kehre dem Lehrer nicht den Rücken zu."
435. Die Freude liegt nicht in der Anordnung der Gegenstände, sondern darin, neue Verbindungen zu
finden.
Das feinfühlige Auge beachtet den Vorteil neuer Kombinationen. Darum ist es nicht falsch, wenn der
Beobachtende eine Belohnung erhält.
Die Offenbarung Unserer Strahlen hält die Menschenmassen energisch zurück. Aber wie klein ist die
Zahl der Menschen, die die Ungewöhnlichkeit der Umstände erkennen! Es ist lehrreich zu beobachten,
wie die Menschen alles bekämpfen, was ihnen ungewöhnlich erscheint. Wir besitzen bemerkenswerte
Berichte darüber, wie die Menschen alle ungewöhnlichen Zeichen zerstörten. Was für eine
aufopferungsvolle Vernichtung! Dagegen bedeuten die mit Vorbedacht gegebenen Zeichen die Errettung
der Menschheit.
Alle Anhänger der alten Verbindungen haben sogar äußerlich die gleiche übereinstimmende Natur sie sind wie die Sandmassen der Wüste!
436. Man kann viele Mitarbeiter nennen, aber man muß ihren Reichtum an Hingabe bemessen. Das
Streben zu Uns ist gewöhnlich mit der Erwartung einer Belohnung verbunden. Doch kann man eine
Belohnung zuerkennen, wenn Unsere Arbeit an sich schon eine Belohnung ist? Die Verstärkung der
Kräfte ist bereits ihr Wachsen.
Wachsamkeit ist das Licht der Erfahrung. Verfolgung ist die Entwicklung von Energie. Beachtet, wie
Umstände herbeigeführt werden, damit im Augenblick äußerster Not ungewöhnliche neue Umstände
auftreten können.
Die Unerfahrenen werden sie Zufallserscheinungen nennen, aber die Wissenden werden die Spirale
der Schöpfung erkennen.
437. Jeder neue Körperzustand ist wie ein neuer Ort, an dem wir uns noch nicht zurechtgefunden
haben.
Die Menschen glauben, daß es eine gefahrlose Zeit geben kann, doch selbst diejenigen, die in einem
Feld schlafen, können von einem Meteor am Kopf getroffen werden. Man sollte jede Gefahr der
verkörperten Existenz verstehen.
438. Der sogenannte Willensbefehl ist eine Sendung der psychischen Energie, die, da sie das Produkt
des Elements des Feuers ist, die schwächeren Ausstrahlungen durch eine feurige Einkreisung trifft. Dies
bedeutet, daß zur Stärkung der Aura nicht nur ein reines Bewußtsein erforderlich ist, sondern auch die
Annäherung des Feuers des Weltraumes.
Die Taube wurde als Symbol der Reinheit angesehen, die Schlange als Symbol der Weisheit und der
Löwe als Symbol des Feuers der Furchtlosigkeit. Gerade das Feuer des Weltraumes erfüllt die Menschen
mit offenbartem Mut, ohne Anhänglichkeit an einen vergänglichen Zustand.
Das Element des Feuers ist das zwingendste. Wo es erkannt wird, gehört Freude nicht der
Vergangenheit an.
Wer das alles durchdringende Feuer erkannt hat, wird leicht verstehen, daß Wir durch Feuer
miteinander in Verbindung treten.
Die Lehrer hatten niemals viele Schüler. Man kann sich an die geringfügige Zahl von sechzehn oder
zwölf oder sogar noch weniger erinnern. Es beweist, mit welchen Schwierigkeiten die Annäherung und
Assimilierung des Feuers des Weltraumes verbunden ist. Doch für das Durchdringen des Weltraumes ist
das Feuer unersetzbar.
Wer imstande ist, an psychische Energie zu denken, muß schon etwas über das Feuer des Weltraumes
wissen. Es wäre Wahnsinn anzunehmen, daß das Element des Feuers irgendwo außerhalb von uns ist, und
daß seine Realisation aus Faulheit aufgeschoben werden kann. Nein, das Feuer lodert um uns herum. Man
kann es zum Freund oder zum Feind haben.
439. Es wird nicht schwer sein, in der nahen Zukunft das Austreten des Astralkörpers in
gewohnheitsmäßigen Projektionen einzuführen. Man kann die verwirrten Projektionen des Astralkörpers,
die häufiger vorkommen als angenommen wird, leicht in ein System bringen. Die Lehre sieht die
Nutzbarmachung aller verfügbaren Kräfte voraus. Warum sollte man also nicht für die Nutzbarmachung
des subtilen Körpers im Leben Sorge tragen? Der Hinweis betreffs des subtilen Körpers ist sehr alt.
Gewöhnlich wird seine Tätigkeit gänzlich vom physischen Leben ausgeschlossen, aber sein Austritt findet
trotzdem statt. Dies bedeutet, daß er nur vom Bewußtsein und von Erfahrung abhängig ist. Natürlich sollte
man, wie bei psychischen Experimenten, nicht überstürzt eilen, wo zwei Naturen in Mitleidenschaft
gezogen werden. Viele Jahrtausende lang haben die Menschen diese beiden Naturen getrennt; darum
sollte ihre Harmonisierung zieltauglich bewerkstelligt werden. Im Leben selbst sollte ein
Verwandtschaftsverhältnis mit diesen beiden verschiedenen Zuständen vorausgesetzt werden. Wenn
beispielsweise der physische Körper unbeweglich ist, sollte er nicht berührt und das Schweigen sollte
nicht gestört werden.
Wenn der Blick nach innen gerichtet ist, sollte man kein Licht in die Nähe bringen, noch die
Temperatur ändern.
Diese Bedingungen sind durchaus nicht schwer bei gegenseitigem Übereinkommen. Der Mensch
selbst sollte erkennen, daß er den subtilen Körper mit dem täglichen physischen Leben vereinigt. Geduldig
wird er die Offenbarung des Astralkörpers beobachten. Er wird lange Zeit unabhängig vom Intellekt
handeln, aber dann wird er in die Harmonie des höheren Bewußtseins eintreten. Dies ist kein Experiment,
sondern die Wiederanziehung von Kräften, die vom Verstand fortgetrieben worden sind. Aber auch der
Intellekt muß die nächste Stufe emporsteigen.
Man kann sich also einfach den neuen Stufen der Existenz zuwenden.
Natürlich sind Betäubungsmittel und Fleisch der Harmonisierung der physischen und astralen Ebene
nicht dienlich. Sicherlich ist es unnötig zu sagen, daß jede Gewalttätigkeit unmöglich ist, da alle Schritte
zur Harmonisierung im rechten Gleichmaß vor sich gehen müssen.
440.
Ein schwerwiegendes Hindernis liegt in der Tatsache, daß die Menschen gewöhnlich nicht nur
Resultate verlangen, sondern auch selbst die anzuwendenden Methoden vorschreiben, während gerade die
Ausdrucksmittel individuell sein müssen. Die Methode, die dem einen am leichtesten fällt, ist für den
anderen die schwerste.
Aber sogar der Staatsapparat stützt sich auf die Einheitlichkeit der Ausführung, und daher kommen
die besten Kräfte um. Man sollte unnachgiebig Resultate fordern, aber ihre Verwirklichung' sollte dem
Ausführenden überlassen bleiben.
Man kann in der Geschichte der Menschheit ein paar kurze Perioden erkennen, in denen der Lauf der
Ereignisse eine Wendung zum Guten nahm. Man kann dessen gewiß sein, daß gerade dann eine
individuelle Handlungsweise angewandt wurde.
441. Zuweilen erscheint die Offenbarung von zwei Meeren vor den Augen erfahrener Seeleute. Ihr
Auge unterscheidet zwei Strömungen: Die eine schmückt die Oberfläche, ist aber bedeutungslos; die
andere ist auf der Oberfläche unsichtbar, stellt jedoch die Macht dar und bringt Sicherheit oder Verderben
mit sich.
Es ist schwer, dem Schaum der Ereignisse keine Aufmerksamkeit zu schenken und die grundlegenden
Strömungen wahrzunehmen. Es ist leichter, sich an den Naturerscheinungen zu üben. Wieviel Energie
wird erhalten, wenn wir die Phantome der Oberfläche vermeiden! Unsere Lehre treibt zum Erkennen der
allgemein bekannten Naturerscheinungen und betrachtet den Menschen als einen Teil derselben.
Ihr mögt bereits beobachtet haben, daß Unsere Hinweise sich auf die Tiefen der Ereignisse beziehen.
Ich spreche oft über Vertrauen, nicht weil Ich es in Zweifel ziehe, sonder weil das Augenscheinliche den
Menschen daran hindert, die inneren Ströme zu sehen. Jeder kann sich daran erinnern, daß er das
Nebensächliche mit der Hauptsache verwechselt hat und zu gänzlich willkürlichen Auffassungen
gekommen ist. Dasselbe kann man über das Element des Feuers sagen. Jemand mag engstirnig murmeln:
„Unsere Großväter lebten ohne Feuer und wurden als ehrenwerte Bürger zu Grabe getragen. Was habe ich
mit Feuer zu tun? Mein Koch soll sich damit befassen." Aber der Weise denkt: „Woher kommen die
unerklärlichen Epidemien, die Lunge, Kehle und Herz zerstören? Über alle augenscheinlichen Ursachen
hinaus ist etwas vorhanden, was die Ärzte nicht entdeckt haben. Nicht die Lebensumstände, sondern etwas
Äußerliches mäht die Massen nieder." Dieser Pfad aufmerksamer Beobachtung kann zu einer
unvoreingenommenen Schlußfolgerung führen.
442. Gewiß, die weiseste Handlungsweise ist, dann Nahrung zu sich zu nehmen, wenn der Körper
ihrer bedarf. Dann ist es genug, zweimal täglich zu essen. Doch angesichts der gegenwärtigen
Lebensumstände ist es schwer, diese Regel anzuwenden; darum kann man dem Magen zu genau
festgelegten Stunden Arbeit geben. Am schädlichsten ist das Verzehren von Nahrung ohne festgesetzte
Stunden und ohne daß ein Bedürfnis danach vorhanden ist. Ein geregeltes Leben ist nichts Anstößiges, da
man den Apparat, der durch Jahrtausende hindurch aufgebaut worden ist, sorgfältig hüten muß.
Es ist richtig anzunehmen, daß der Mensch sehr wenig Nahrung braucht, aber ihre Qualität muß
angemessen sein. Man sollte Säuren und künstliche Präparate vermeiden.
Ranzige Butter ist sogar noch schädlicher als vertrockneter Käse. Wir bezeugen, und Ihr solltet es
niederschreiben, daß es leicht ist, sich nicht mit Nahrung zu überladen.
443. Man wird Euch von Orten erzählen, in denen es viele Götter gibt. Ihr werdet über Örtlichkeiten
hören, an denen unterirdische Feuer brennen. Macht von dieser Auskunft Gebrauch.
Was kann das bedeuten, ein Sitz der Götter? Drückt dies nicht aus, daß es ein Ort ist, an dem
besondere Voraussetzungen für das Astrale sind? Wo die Feuerströme nahe sind, kann man lebensvolle
Offenbarungen des Astralen finden, welche die Vorstellungen der Menschen in Erstaunen setzen. Steht
das unterirdische Feuer nicht mit dem Feuer des Weltraumes in Beziehung?
444. Sind Schwierigkeiten nicht einer Totenstille vorzuziehen? Ist der Wirbelwind nicht das Ergebnis
von Bewegung? Die Lehre über die Beseitigung von Schwierigkeiten ist das Streben zum Guten.
445. Man muß die Erwähnung des Astralen auf die zukünftigen Experimente der Verdichtung des
Astralkörpers beziehen. Inmitten irdischer Umstände wird psychische Energie darin geübt, ins Bewußtsein
eine neue Art von Körper einzuführen. Diese Veränderungen werden aus unsichtbaren Assimilierungen
gebildet, die von wenigen offenbart werden.
Ich habe bereits auf das Experiment mit dem Astralkörper hingewiesen, das in der Evolution
stattfinden muß.
446. Um den Erfolg des Lebens in einem erweiterten Bewußtsein wahrzunehmen, muß man bereits
einen erprobten Geist besitzen. Die Menschen sind so daran gewöhnt, ihr Leben auf Gegenstände mit
weltlichem Endzweck zu stützen, daß selbst die Grundlagen des Existierenden nicht angenommen werden
können, solange der Mensch in seinen gewöhnlichen Umständen bleibt. Es bedeutet, daß die
Lebensbedingungen auf ungewöhnliche Art und Weise gestaltet werden müssen. Für dieses
Ungewöhnliche gibt es keine Regeln. Das Leben des Geistes bestimmt die täglichen Umstände. Das
Mißgeschick von Familien ist in der Tatsache begründet, daß das Leben des Geistes nicht in ihr tägliches
Dasein eindringt.
Das Leben kann verschönert und das Fließen des Geistes durch das Ertönenlassen von erhabeneren
Klängen emporgehoben werden. Doch es existiert eine gewisse Lebensweise, die zur Lagerstatt des
Viehes wird.
Weil die Menschen die Brücke zur höheren Welt verloren haben, schädigen sie nicht nur sich selbst,
sondern auch ihre Umgebung. Ihre Hunde haben viele schädliche Gewohnheiten, und ihre Tiere und ihre
Vögel und ihre Vegetation sind untauglich für die Evolution. Man muß dem Menschen klarmachen: „Sieh,
was du um dich herum hervorbringst!" Das tote oder lebendige Prinzip ist von der Umgebung unseres
ganzen Lebens abhängig.
447. Der Grad der psychischen Energie kann der Qualität, aber nicht der Stärke nach erkannt werden.
Gewöhnlieh besitzen Medien die niedrigste Qualität der Energie, da sie allen umgebenden Bedingungen
unterworfen ist, sogar den atmosphärischen, und die Lehrer sind sehr besorgt über diese Eigenschaft.
Dann kommt die lange Liste mit Teiloffenbarungen der psychischen Energie, ohne Synthese des
Geistes. Jemand mag sehen oder hören, ohne mit der Lehre zu verschmelzen Bestimmt ist die Art der für
die Evolution am meisten benötigten psychischen Energie die der Vermittler. Da sie
Empfindungsfähigkeit besitzen, bewahren sie stets die Synthese der Lehre. Diese Qualität der Synthese,
die durch jahrtausendelange Erfahrung angesammelt worden ist schützt sie vor dunklen Einflüssen.
Man kann sich für Medien interessieren, aber Vermittler müssen geachtet und geschätzt werden.
448.Im Dunkeln legt der Yogi einen starken Magneten oder einen Splitter eines Materials aus den
fernen Welten auf den Kopf eines Schülers und fragt: „Was fühlst du? « Gewöhnlich ist die erste Antwort
verneinend: „Ich fühle nichts." .
Der Yogi sagt: „Das ist nicht wahr. Es gibt keine so dürftige Wachsamkeit, daß der Mensch gefühllos
sein könnte." u Der Schüler besteht darauf: „Ich kann nichts fühlen.
„Es ist nicht wahr, du fürchtest dich nur, die Empfindung auszudrücken und zu sagen, was du siehst."
Nach langem Schweigen sagt der Schüler: „Vielleicht fühle ich Kälte und sehe etwas wie das Glitzern von
Sternen." Warum sagen die Menschen „scheinbar" oder „vielleicht" , wenn sie sehen und fühlen? Nur
durch entschiedene Bestätigung gedeiht die psychische Energie. Auf diese Weise kann man seine
Aufnahmefähigkeit steigern, weil über uns stets magnetische Ströme und das Strahlen von Zeichen, den
Blumen des Weltraumes, vorhanden sind.
449. Die Spannung ewiger Wachsamkeit, das Beben des Strebens heilsamer mühseliger Arbeit'
verlangen eine besondere Anpassungsfähigkeit des Organismus. Wir schätzen diese Wachsamkeit.
450.
Man kann eine Aufeinanderfolge von Wiedergeburten als eine Reihenfolge einzelner Leben
betrachten, aber es ist besser, die wechselnden Wiederverkörperungen als ein einziges Leben anzusehen.
Wahrhaftig, es gibt nur ein Leben; und von dem Augenblick an, in dem das menschliche Bewußtsein
beherrscht wird, hört das Leben mit all seinen Folgen nicht auf, und die umgebenden kosmischen Ströme
rufen in verschiedenen Lebensphasen gleichartige Empfindungen hervor. Dies ist einer der am stärksten
bindenden Lebensumstände, der die innewohnende Einheit des Anfangs beweist. Man kann die Zeiten
zwischen Wiederverkörperungen, dem Standpunkt entsprechend, einen Traum oder einen Tag nennen. In
der Vergangenheit war es vielleicht ein Traum, in der Zukunft wird es möglicherweise ein Tag sein. Dies
ist vom Erfolg der Evolution abhängig.
Man kann beobachten, wie nach vielen Jahrhunderten genau dieselbe Sinneswahrnehmung auf die
identische Schwingung hin erfolgt. Diese Beobachtungen sind nützlich, um die Unteilbarkeit des Lebens
verstehen zu lernen.
Wenn die Menschen die Unteilbarkeit des Lebens schneller verstehen könnten, würden sie sich
Zieltauglichkeit und Verantwortlichkeit aneignen.
In den ältesten Bündnissen werden der Tag und die Nacht des Brahma angedeutet - dies scheint
verschiedene Daseinszustände zu erldären. Aber nach Atlantis erschien eine unlogische Auffassung vom
Tod, und das irdische Leben begrenzt sich selbst in einem Schneckenhaus des Vorurteils. Erkenntnis
wurde durch Ableugnung ersetzt.
Der Tag und die Nacht des Brahma beginnen jedoch zwischen jedem Pulsschlag. Zuerst die
Zwischenpausen des Pulses; dann die Zwischenzeiten des Schlafes des Körpers; und später die Zeiten
zwischen dem physischen und dem subtilen Zustand; und so weiter bis zum Pulsschlag des Manvantara.
Der Mensch muß sein Bewußtsein umwandeln und sich selbst in die Kette der unzerstörbaren
Bewußtseine einbeziehen.
Der Pfad der Bewußtseinserweiterung ermöglicht die Stufe der Realisierung jeder Lebensstufe. Dies
ruft jene Ungewöhnlichkeit hervor, über die wir bereits gesprochen haben. Eine solche Ungewöhnlichkeit
ist nur die Wahrheit!
451. Ein französischer Edelmann sagte einmal zu St. Germain: „Ich kann den Unsinn, der um Sie
herum vor sich geht, nicht verstehen." St. Germain antwortete: „Es ist nicht schwer, meinen Unsinn zu
verstehen, wenn Sie ihm dieselbe Aufmerksamkeit widmen würden wie Ihrem eigenen, wenn Sie meine
Berichte mit derselben Aufmerksamkeit lesen würden wie die Liste der Tänzer am Hofe. Aber der Haken
ist, daß die Anordnung eines Menuettes Ihnen wichtiger ist als die Sicherheit der Erde." Genau in diesen
Worten ist auch das Unheil unserer Zeit enthalten. Wir haben unbegrenzte Zeit für alle möglichen
erniedrigenden Beschäftigungen, aber wir finden keine Stunde für das Allerwichtigste.
452. Ich spreche nicht beiläufig über die Erkenntnis des Dienstes. Gerade dieses Verständnis zerstört
die Atmosphäre des Alltäglichen und verleiht Harmonie für die Erfüllung der Aufgabe. Man kann Nerven
durch Disziplin heilen, aber die Verwirklichung des Dienstes ist die beste Disziplin.
Feuer verlangt Vorsicht. Man sollte diese Qualität entwickeln, und Dienst ist der Maßstab der
Wachsamkeit.
Ebenso wie die Blütenblätter einer Blume sich infolge einer ungeschickten Berührung schließen und
verwelken, schließt sich auch der geschützte Lotos, wenn eine heftige Bedrohung den Weltraum angreift.
Als besorgter Arbeiter beauftrage Ich die Mitarbeiter, den Schatz zu tragen.
453. Der Cherub wurde mit Flügeln dargestellt, aber ohne andere menschliche Gliedmaßen. Dies
könnte ein Symbol der außermenschlichen Evolution sein. Aber Buddha wurde bereits in einem
menschlichen Ebenbild dargestellt, mit Strahlen hinter den Schultern. Dem vollständigen menschlichen
Wesen wurde die Herrschaft über das Element hinzugefügt, und hierin liegt die Errungenschaft.
Aber die Menschen wissen die Errungenschaft durch die menschliche Substanz nicht zu würdigen.
Wenn sie die Vorstellung von Strahlen hinter den Schultern haben, fangen sie sofort an, die Bedeutung der
anderen Gliedmaßen zu zerstören. Somit wird die Karikatur eines Cherubs mit leblosen Würsten
hervorgerufen - eine gänzlich sinnlose Isolierung vom Leben. Darum fuhren Wir ein abhärtendes
Verfahren ein, zuerst die Wechsel des Unerwarteten, dann die Zerstörung des Gefühls für persönlichen
Besitz, und hinterher die Übergabe eines besonders gefährlichen Auftrages. Und nach diesen Reinigungen
lenken Wir den Menschen zur Erde, wo sich inmitten anscheinend gewöhnlicher Umstände die größte
Ungewöhnlichkeit ereignet.
Man kann sich die Qualität von Flügeln vorstellen, wenn sich der Körper in einer unvollkommenen
Umgebung befindet. Die Flügel schwingen in vollem Glanz durch die Angriffe der Menschen.
Als ein Paradiesvogel gefragt wurde, woher seine prächtigen Federn kämen, antwortete er: „Viele
vergiftete Pfeile prallten von mir ab, und das tödlichste Gift gab die beste Färbung." Laßt uns also den
Bogenschützen danken!
454. Man kann dort viele Ideine Phänomene bemerken, wo die Astralwelt nahe ist. Zuerst zerstörten
Wir den Zauber der Astralwelt, damit Maya nicht hindern würde, aber sobald ein richtiger Standpunkt
hergestellt worden ist, werden Wir der Astralwelt wieder Aufmerksamkeit widmen. Im Namen der
Evolution werden Wir den subtilen Körper ohne Widerwillen und ohne Entzückung erwägen.
Der physische Körper hat den astralen verschlungen, wie die dicke Borke die Epidermis und den
Lebenssaft eines Baumes verschlingt. Der physische Körper hat den astralen entstellt, aber wenn dem
astralen die Möglichkeit gegeben wird, stärker zu werden, wird er vom Körper seine rechtmäßigen
Bedingungen beanspruchen.
455. Wie ein Boot mit straffen Segeln im Sturm wird auch Unser Schiff vorwärts getrieben. Man kann
erkennen, wie jeder frühere Zustand einfacher war als der gegenwärtige. Dies bedeutet nicht, daß der
gegenwärtige schwer und schlecht ist; dies ist die Entwicklung von Tätigkeit. Wenn der Hinterhalt den
Feind erwartet, wird der Befehl gegeben: „Stille!" Nur ein Unwissender erhebt dann seine Stimme; aber
die Krieger beobachten Stillschweigen, da sie wissen, daß ein Ausruf ihre Vernichtung bedeutet.
Ich bestätige, daß die Lage glänzend sein mag, aber die Finesse des Meißeins krönt die Schöpfung.
Der Lehrer freut Sich über jede Bewegung in der rechten Richtung.
Kann sich das Gesagte auf jeden Schritt und Tritt beziehen? Nur Meilensteine darf Ich legen - dies ist
das Gesetz.
456. Schmerz ist eine organische Tatsache und kann nicht von selbst gestillt werden. Natürlich kann
Schmerz durch Betäubungsmittel oder Willenskraft gelindert werden.
Aber man kann die Schmerzen auf ein anderes bewußtes Wesen übertragen. Seit alters her bestand der
Brauch, daß eine Gruppe von Menschen Schmerzen übernahm, zum Beispiel in Ägypten während der
Krankheit eines Pharaos. Doch die volle Wirkung wurde nicht oft erreicht, weil nicht nur Harmonie,
sondern auch eine elementare Einheit der Gruppe erforderlich war.
457. Man kann bei Kindern seltsame und verstohlene Blicke bemerken, als ob sie etwas
Unerklärliches sehen.
Manchmal sprechen sie jedoch über ein Feuer, über Sterne und Funken. Natürlich halten die
Kinderpflegerinnen es für eine Krankheit oder für Unsinn, aber gerade solchen Kindern muß
Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wie bekannt ist, sehen jüngere Kinder leicht astrale Bilder, und
außerdem sehen die besonders empfindungsfähigen die Feuer des Weltraumes. Solche Organismen sollten
von frühest» Kindheit an sorgfältig beobachtet werden. Verlaßt Euch darauf, daß in ihnen die
Möglichkeiten für Agni Yoga liegen; und wenn sie in eine reine Umgebung gebracht werden, werden sie
mustergültige Möglichkeiten bieten. Vor allem sollte man sie nicht hindern oder in Furcht versetzen.
Wir haben genug über die Notwendigkeit für Agni Yoga gesprochen, und natürlich sollten
empfindungsfähige Organismen nicht für die Zuschauer, sondern für das Leben vorbereitet werden, als
Seher des vorherbestimmten Pfades.
Für die Mutter sind diese Beobachtungen nicht schwer; man braucht nur zu wissen, was und warum
man beobachtet.
Ich spreche nicht über schädliche Duldung ohne richtige Bewertung. Der Beobachter erwägt diese
Fähigkeiten unmerklich und läßt sozusagen beiläufig lenkende Eindrücke zurück. Man kann bemerken,
wie freudig sich die Augen eines Kindes öffnen, wenn seine Bewegungen und Ausrufe über das, was
heilig ist, sorgsam unterstützt werden. Spott ist der schlechteste Erzieher. Empfindungsfähigkeit ist der
Grad der Kultur. Man kann keine Agni Yogis machen, sondern nur den Pfad für sie öffnen, da die
kosmische Offenbarung kein Vorwärtstreiben zuläßt.
Doch wo die Feuerblume im Begriff ist aufzublühen, hindert nicht.
458. Gerissenheit und Findigkeit sind verschiedenartige Qualitäten. Gerissenheit ist Verteidigung,
Schlauheit, Versteinerung. Findigkeit ist die Zukunft, Bewegung, Hingabe.
Niemand tadelt Findigkeit. Wenn das Schiff seinem Bestimmungsort entgegeneilt, ist es nicht gleich,
ob es sich nach rechts oder nach links wendet? Wenn es gegen den Wind manövriert, wundert sich
niemand über die Zickzackwindungen seines komplizierten Kurses, da es die Hindernisse trotzdem
überwindet.
Die Offenbarung von Gerissenheit dagegen ruft Widerwillen hervor. Man kann erkennen, daß
Gerissenheit bedeutungslos ist, da sie nur die Gegenwart vertritt; sie ist ein Symbol des NichtExistierenden.
Man muß das Feuer der Findigkeit schätzen. Wenn wir nachprüfen, wenn das Feuer entzündet ist,
werden viel feinere Flammen den Mut und die Findigkeit begleiten.
459. Ich bestätige, daß die Freude an der Arbeit die beste Flamme des Geistes ist.
Die Offenbarung von Freude wird von Verstärkung der Arbeit der Zentren begleitet. Viele
Errungenschaften werden durch die Offenbarung von Freude vollbracht.
460.
Man muß die vorherbestimmte Stunde für die wirkliche Grundlage der Errungenschaft verstehen, da
sie oft mit Einzelheiten in Beziehung gebracht wird, und wenn man sie nicht sieht, vergißt man die
Grundlage. Und was sollen wir sichern - Einzelheiten oder die Grundlage? Man muß sich daran erinnern,
daß Einzelheiten oft die Grundlage vernichtet haben, weil die Menschen lieber in der Nähe von
Trugbildern bleiben möchten, als der Grundlage von universaler Bedeutung zu folgen.
461. Errungenschaft, Synthese und Scharfblick werden von der dreifarbigen Flamme offenbart.
Errungenschaft ist silberfarbig; Synthese ist grün; Wachsamkeit ist gelb. Diese Dreiheit wird durch
Ausbildung des Bewußtseins unter verschiedenen Lebensumständen erlangt.
Man kann diese Dreiheit als das Meistern der Bedingungen der Selbstaufopferung erklären.
462. Ein Teil des uralten Mysteriums wird „der Kelch der Errungenschaft" genannt.
Ein vierseitiger Kelch wurde mit dem Saft des Granatapfels gefüllt. Die innere Oberfläche des
Gefäßes war mit Silber bezogen, und das Äußere wurde aus rotem Kupfer angefertigt. Die Bestätigung der
Errungenschaft wurde durch das Emporheben des Kelches kundgetan. Dann wurden alle vier Seiten mit
dem Saft benetzt als Symbol der Bereitschaft, dem Allgemeinwohl immer und immer zu dienen.
463. Zufriedenheit wohnt nicht in Unserem Hause.
Wer von Uns könnte zufrieden sein? Das Ungestüm der Welterschaffung selbst beklagt sich über
Zufriedenheit.
Kann Abschluß Freude bereiten? Wir werden durch die Freude des Anfangs angetrieben. Dies ist
keine Abstraktion.
Der Anfang entspricht der Bewegung, und die Fortsetzungslinie wird von Trägheit hervorgerufen. Der
Schlag des Anfangs ist Unsere Glocke. Wenn Wir die Welt Unserer Anfänge berauben, wird der größere
Teil des Weltgewebes beschädigt werden.
Wer kann das Schicksal ändern? Wo ist der Widerstand? Nur in Gedanken. Die Menschen trauen den
Gedanken nicht genug. Der Wille der Menschen ist siebenmal verschlossen. Ein Mensch sagt: „Ich habe
meine ganze Willenskraft zusammengenommen." Doch trotzdem fürchtete er sich und zweifelte und haßte
und zögerte. Der Wille handelt nicht auf diese Art und Weise. Er kann den Pfeil nur dann senden, wenn
alle Lasten beseitigt sind.
Diese Qualität wurde Leidenschaftslosigkeit genannt, aber dies ist nicht richtig; es ist besser, sie als
Befreiung zu bezeichnen. Laßt uns das Beispiel eines Bogenschützen nehmen. Wenn er an den
verschiedenen Teilen des Pfeiles Gegenstände von verschiedenem Gewicht befestigt, wird der Flug des
Pfeiles nicht genauer sein. Wenn die Menschen lernen würden, ihre inneren Handlungen mit den
physischen Kundgebungen zu vergleichen, wurden sie ihr Bewußtsein außerordentlich bereichern.
464. Selbst wenn man versucht, den ganzen Willen zu konzentrieren, kann man das Feuer des
Weltraumes doch nicht hervorrufen. Diese Offenbarungen des Elementes unterliegen keinem Befehl,
sondern entwickeln sich durch Bewußtseinserweiterung. Wir nennen das Bewußtsein Unseren Garten, in
dem die Früchte der Arbeit wachsen.
Die Arbeit an der Bewußtseinserweiterung geht auf zwei Ebenen vor sich. Die Ebenen verschmelzen
nicht in den Offenbarungen des Lebens, ebenso wie ein unterirdischer Gang das Pflanzenreich nicht
berührt und wie ein Meteor nicht vom Wetter abhängig ist. Es wird den Menschen schwer, diese
Schichtungen von zwei Ebenen zu verstehen. Wachsamkeit des Bewußtseins ist erforderlich, doch nur
wenige besitzen sie. Jedes Phänomen des Feuers erfordert nicht nur gewisse physische Bedingungen,
sondern hängt auch vom Bewußtseinszustand ab. Das Unerwartete der Phänomene ist nicht so schwer zu
erklären: Es genügt, sein Bewußtsein vorurteilsfrei zu betrachten und die vorangegangenen physischen
Umstände zu erhaschen.
Man wird das Schließen der Ströme bemerken, das die Offenbarung hervorruft.
465. Ihr habt das Aufblühen des dritten Auges gesehen, aber es ist nicht leicht, den Glanz der
psychischen Energie wahrzunehmen. Wir verwerten die Spannung der Atmosphäre, um die Offenbarung
der Bestätigung des Bewußtseins zu fördern. Was in den Hefen des Bewußtseins existiert, sollte
hervorgerufen werden. Keine Schritte zur Ansammlung sind leicht. Man sollte die Entwicklung der
Eroberung der psychischen Energie nicht gewaltsam erzwingen. Der Kreis des dritten Auges ist schwer.
Diese Vereinigung mit dem Feuer des Weltraumes ist nicht weit von den Drüsen entfernt, die mit den
Strömen der Zentren erfüllt sind.
Drei Flammen, dann der Kelch der Errungenschaft, und das dritte Auge - dies ist ein Teil Unseres
Mysteriums.
Hinterher ist eine Ruhepause von wenigstens vier Tagen erforderlich.
466. Ich rate zu beachten, nach welchen Handlungen und Gedanken die Sterne und ihre Farbe und
Dimensionen offenbart werden - diese Zeichen sind wie der Segen der Welten. Das Feuer des Weltraumes
ist scheinbar metallisiert, und das Leben wird mit dem Glanz des Pranas der Wirklichkeit erfüllt. Man
braucht die Zeichen nur vorurteilsfrei zu beobachten und zu bemerken, aufweiche Gedanken sie sich
beziehen. Gewiß sind sie dem psychischen Auge gewöhnlich genug, aber man sollte nicht in
Gewöhnlichkeit versinken. Nur für die Schwachen ist die tägliche Arbeit an der Lehre lästig. Die Funken
des Kosmos sind unwiederholbar. Man kann ein ganzes Kapitel über die Beobachtungen dieser Sterne
geben.
467. „Und mit Seinem Stab löschte Er alle Zeichen auf dem Sand aus" - in dieser Bewegung liegt die
ganze Großmut des Lehrers, Sein ganzer Reichtum, das ganze Vergessen der Vergangenheit und das
Streben in die Zukunft. Aber, wie gesagt, die Menschen machen aus allem etwas Gewöhnliches. Nicht nur
die persönliche Handlung, nicht nur die des Staates, sondern sogar die geistige, sie können nicht mit voller
Begeisterung fortfahren.
Aber tägliche Arbeit, die im Namen des Lehrers geheiligt ist, wird weder gewöhnlich noch lästig sein.
Wenn wir vergessen, wofür wir arbeiten, wird Langeweile uns mit einem Grabtuch der Verwesung
bedecken, und alle Spaßmacher der Welt werden kein Lächeln hervorrufen.
Wie kann man sich an die tägliche Arbeit des Lehrers erinnern, wenn Seine Schöpfung im Weltraum
zerstreut ist und Wirbelwinde die Entwürfe hinwegfegen? Doch mit einem Lächeln mischt der Lehrer die
Zeichen, da Er nicht müde werden wird, die Funken der Errungenschaft auszustreuen.
468. Vielfarbige Funken verbinden uns mit dem welträumlichen Bewußtsein. Aber das Feuer des
Kosmos kann nicht in vollem Maße offenbart werden, da die menschliche Essenz dann zu Asche reduziert
werden würde - ausgenommen in dem Fall der Weihung des Menschen zum Feuer, wenn er in seiner
eigenen Essenz, durch alle Annäherungsstufen hindurch, dem Element entgegengeht.
Gleichfalls kann man beim Studium der Grundlagen des Lebens vielfarbige Zeichen der Grundlage
angeben, aber die vollständige Lehre darf nicht und kann nicht erläutert werden, ebenso wie das Leben
nicht in seiner Gesamtheit in den Seiten eines Buches enthalten sein kann, und die Lehre hat nicht die
Absicht, aufgezogene, mechanische Figuren hervorzubringen. Wahrlich, kein Lehrer hinterließ einen
vollständigen Kodex der Lehre.
Eine solche Vollständigkeit würde der Unbegrenztheit widersprechen und die gänzliche Begrenzung
der Anhänger voraussetzen.
Wir können die Richtung andeuten; Wir können zum Fliegen aufrufen; Wir können Arbeit bestätigen;
Wir können auf das Licht hinweisen; aber die Mittel und Wege sollten keine Sklaverei sein. Das erweiterte
Bewußtsein wird darauf hinweisen, wo das Karma unberührt bleiben sollte. Um die Unverletzbarkeit des
Karmas ist jeder besorgt, der die Grundlagen der Lehre übermittelt. Mit einer übermäßigen Last zu
beladen, ist unverzeihlich. Möglichkeiten zu übersehen, ist unwürdig.
Der Lehrer lenkt den Fluß des Bewußtseins. Der Schüler mag die Berührungen des Lehrers nicht
bemerken.
Jeder sollte also den Bereich der Lehre so betreten, wie er ins Leben tritt, ohne abzuweichen. Doch zu
diesem Zweck muß man die Lehre oft lesen, in verschiedenen Geisteszuständen. Es wird falsch sein, der
Lehre nur die Zeit der Ruhe oder der Erhebung zu widmen. Das alldurchdringende Feuer ist das beste
Symbol der Lehre.
469. Drei Jahrhunderte nach dem Fortgang des Gesegneten war Seine Lehre bereits mit religiösem
Streit erfüllt.
Weniger als ein Jahrhundert war vergangen, als das Christentum äußerste Unduldsamkeit offenbarte.
Die letzte Proklamation des Mohammed leitete Fanatismus ein. Religiöse Streitigkeiten haben den Sinn
der Lehre zerstört; darum rufen Wir nun zu besonderer Duldsamkeit auf und verwerfen Streitigkeiten.
Man könnte fragen, wie man die Lehre schützen sollte, ohne auf Angriffe einzugehen. Die beste
Verteidigung wird die Entwicklung von Tätigkeit in einer nichtfeindlichen Richtung sein. Man kann die
feindlichen Behauptungen durch die Schöpfung neuer Bollwerke zunichte machen.
Ihr wißt, daß Wir Feinde nicht vermeiden, aber man sollte keine Kraft an sie verschwenden.
470.
Alles, was durch das Brahmarandhrazentrum gehört und gesehen wird, verdient besonders feinfühlige
Aufmerksamkeit. Die Schicht von hoher psychischer Energie verbindet mit den Feuern des Weltraumes.
Man kann diese Feuer selten in großem Maße sehen. Wie das Himmelsgewölbe mit dem Glanz der fernen
Welten erfüllt ist, so funkeln die Feuer über dem Kopf. Dadurch wird die Qualität der psychischen
Energie verfeinert. Wir müssen uns über jede Verfeinerung der psychischen Energie freuen. In dieser
Verkörperung müssen wir die psychische Energie kristallisieren. Wenn wir in die Astralebene
hinübergehen, müssen wir nicht nur die Bewußtheit der Zukunft mitnehmen, sondern auch unser Streben
mit dem Kristall der psychischen Energie anfeuern. Sonst tauchen diejenigen, welche hinübergehen, im
Zwielicht der liegen gebliebenen Reste unter. Darum ist die Ansammlung von psychischer Energie
kostbar.
471. Gerade die Qualität der psychischen Energie ist von Bedeutung. Es ist richtig, zu vermuten, daß
das Potential der psychischen Energie sogar in niederen Organismen enthalten ist. Sie verleiht Instinkt,
aber kein Bewußtsein.
Sie entspricht den niederen Schichten der Atmosphäre und zirkuliert in ihnen. Sie berührt die Zentren
des unteren Teiles des Organismus. Darum muß man die psychische Energie zu meistern verstehen und
sie der Errungenschaft entgegen senden. Psychische Energie wird durch Gedanken verfeinert. Das Streben
nach den Höhen ist die beste Aufgabe für das Brahmarandhrazentrum.
Natürlich kann man sich nicht zwingen, hoch zu denken.
Diese Gedankenrichtung kommt nach langer Erfahrung ganz selbstverständlich. Es bedeutet, daß,
obwohl gerade die psychische Energie uns emporhebt, das durch sie hervorgerufene Bewußtsein aber die
Qualität der Energie verfeinert.
Die Große Schlange, die sich selbst wieder am Schwanz packt, vollendet den Kreis.
Die Offenbarung der Verfeinerung der Energie kann in den Ausstrahlungen des Menschen reflektiert
werden. Zu wissen, wie man diese Ausstrahlungen festigt, wird das Zeichen für den Sieg des Bewußtseins
sein.
472. Menschen, die keine Möglichkeiten sehen, geraten oft in Verzweiflung. Gewöhnlich vergessen
sie einen der hauptsächlichsten Verbündeten: sie vergessen den Fluß der Ereignisse. Wir sagen nicht, daß
man das Unbekannte untätig erwarten sollte, doch zuweilen offenbaren sich die erwarteten Möglichkeiten
nicht. Und manchmal sind sie überlebt und existieren überhaupt nicht.
473. Ebenso wie wir an das Wesen der Astralebene herantraten, laßt uns auch unsere Beziehungen zu
Rosenkreuzern, Freimaurern und anderen Organisationen herstellen, in denen das Allgemeinwohl
angestrebt wird.
Viele Mahatmas haben sich an ihnen beteiligt. Und wenn wir uns an die altruistischen ursprünglichen
Prinzipien dieser Organisationen erinnern, dürfen wir sie nicht in Abrede stellen. Wenn aufrichtige Motive
betroffen sind, müssen sich alle Arbeiter für das Allgemeinwohl vereinigen, besonders wenn der Geist
entwickelt ist und das Bewußtsein nicht schläft.
Warum sollten wir nur den Verurteilungen Gehör schenken? Nur auf den unteren Stufen werden
verurteilende Worte geäußert, sie sind dort nicht am Platz, wo der Same des Strebens in den Kelch fällt.
474. Die Bakterienzucht ist nur als Studium ihres Wesens zum Zweck ihrer Vernichtung nützlich.
Genau, man muß lernen, sie zu vernichten. Dieser Faktor schädigt die besten Sekretionen und kann als
Feind der psychischen Energie angesehen werden. Wie Rost die Räder anhält, so verdunkelt dieses
Abfallprodukt mechanischer Prozesse das direkte Wissen.
475. Die Lehre kann ihren eigenen Pfad verfolgen, ohne Zwang nötig zu haben. Man kann darauf
hinweisen, wie ungehemmt sich die Lehre verbreitet, wenn die Daten nahen.
476. Nicht selten dringt die Offenbarung der Astralwelt in die physische Ebene ein. Wie sinnlos
begegnen Wesen der physischen Ebene jeder Offenbarung, die nicht ihren Gesetzen unterworfen ist!
Gleichfalls wird jeder, der in die Astralwelt eintritt, ohne eine lebendige Vorstellung von ihr zu haben,
entsetzt sein.
477. Die Menschen haben das Verständnis für psychische Energie und für ihre Anwendung gänzlich
verloren.
Sie haben vergessen, daß jede Energie, die in Bewegung gesetzt wird, Trägheit hervorruft. Es ist fast
unmöglich, diese Trägheit aufzuhalten; daher verfolgt jede Offenbarung der psychischen Energie ihre
Tätigkeit nach den Grundsätzen der Trägheit zuweilen ganz dauerhaft. Man mag seinen Gedanken bereits
geändert haben, aber die Folge der letzten Projektion wird den Weltraum trotzdem durchdringen. Hierin
liegt nicht nur die Macht der psychischen Energie, sondern auch ihre Qualität, die besondere Sorgfalt
verdient. Nur durch das erleuchtete Bewußtsein kann man die psychische Energie so lenken, daß sie den
Pfad des Menschen nicht mit Projektionen der Vergangenheit hindert. Oft trübt ein zufälliger und
unpassender Gedanke lange Zeit die Oberfläche des Ozeans der Errungenschaft.
Ein Mensch hat seinen Gedanken längst vergessen, aber er fliegt noch immer vor ihm her und
erleuchtet oder verdunkelt seinen Pfad. Kleine Lichter haften an der Ausstrahlung des Strahles und
bereichern ihn. An Schmutz haften dunkle und staubige Teilchen und halten die Bewegung auf.
Wenn Wir sagen: „Fliegt mit Licht", oder „Sät keinen Schmutz", weisen wir warnend auf Handlungen
hin.
Alles, was über psychische Energie gesagt wird, betrifft jede Handlung. Nichts Abstraktes ist darin
enthalten, da psychische Energie überall in der Natur vorhanden ist und sich besonders im Menschen
ausdrückt. So sehr ein Mensch auch versuchen möchte, sie zu vergessen, erinnert sie ihn doch an sich
selbst, und es ist die Aufgabe der Erleuchtung, die Menschheit zu lehren, wie sie diesen Schatz
gebrauchen sollte.
Wenn die Zeit gekommen ist, über die physischen, sichtbaren Sedimente der psychischen Energie zu
sprechen, so bedeutet es, daß die Wirklichkeit in Erscheinung getreten ist. Es bedeutet, daß die Menschen
unverzüglich danach streben müssen, die psychische Energie zu meistern.
Das Feuer des Weltraumes und die psychische Energie stehen miteinander in Verbindung und stellen
die Grundlage der Evolution dar.
478. Wir teilen Bakterien in direkte und indirekte Zerstörer ein. Was vor kurzem gesagt wurde, betrifft
in erster Linie die erste Kategorie. Während des Verschmelzens des astralen Körpers mit dem physischen
sind die ersterwähnten schädlich.
479. L. ist besonders notwendig für die Sedimente der psychischen Energie, weil diese Kristalle in der
Substanz von L. geschützt werden können. Das Präparat von L.
kann auch die Nervenzentren dort bedecken, wo sich die psychische Energie niederläßt. Diese Platten
werden ein Universalheilmittel für die Menschheit sein. Ich habe vor langem über L. gesprochen.
480.
Die Salze von L. sind nicht nur für Gicht nützlich, sondern auch für alle möglichen regelwidrigen
Sedimente.
Die Alkalisierung des angesammelten Staubes reinigt den Weg für die psychische Energie. Es
existieren Quellen, die diese Energien enthalten. Man kann ihren Gebrauch zur innerlichen Einnahme
anraten.
Man mag bemerken, wie bestimmte Elemente zu erforderlichen Zeitpunkten ins Leben treten.
481. Wer sich nicht fürchtet, die Grundlagen der Lehre zum Zweck der Verfeinerung des Wissens zu
untersuchen, handelt bereits richtig. Wer sich nicht fürchtet, falsch verstanden zu werden, gehört zu Uns.
Wer sich nicht fürchtet, Flußbetten von großen Strömungen zu vereinigen, ist Unser Freund. Wer sich
nicht fürchtet, Licht zu sehen, hat das Auge des Adlers. Wer sich nicht fürchtet, in das Feuer einzutreten,
ist von feuriger Geburt. Wer sich nicht vor dem Unsichtbaren fürchtet, kann die Dunkelheit durchdringen.
Wer sich nicht fürchtet, die Welt zu umkreisen, wird zu den fernen Welten getrieben. Wer sich nicht
fürchtet, die Bündnisse der Weisheit zu kennen, wird zu Uns gehören.
Wir entsagten, und wir erhielten. Wir gaben fort, und wir empfingen. Wir wurden beraubt, und wir
wurden von Versuchung befreit. Wer weiß, wandelt wie ein Löwe der Wüste. Wer wird das Brüllen eines
Löwen erwidern? Nur ein furchtloser Löwe.
Wo sind die Bande? Wo sind die Ketten? Das Wissen der fernen Welten wird die Krone der
Errungenschaft schmieden.
482. Es ist richtig, eine Krankheit nicht nach innen zu treiben. Diese Wahrheit ist dem Arzt des
Körpers bekannt, und der Arzt des Geistes sollte mit ihr vertraut sein. Wie verborgener Verfall den ganzen
Körper schädigt, so hindert das, was der Geist nicht ausgelebt hat, das Wachsen des Bewußtseins.
Es ist nicht weise zu sagen: „ Rotte deinen Schmutz aus", denn es ist besser zu sagen: „ Laß
Wohlwollen dein Wesen erfüllen." Der Morgen wird die Nacht verdrängen.
483. Man muß die verschiedenen Offenbarungen der psychischen Energie einfach beobachten. Sie
mag ein Befreier oder ein Unterjocher sein, es kommt darauf an, wie sie gelenkt wird. Für ihre Lenkung
sind keine speziellen Formeln erforderlich; nur aufrichtiges Streben ist nötig.
Aber auch diese Aufrichtigkeit ist nicht leicht, weil die Menschen etwas ganz anderes unter
Aufrichtigkeit verstehen.
Sie rechtfertigen jedes Verbrechen mit Aufrichtigkeit.
Aber wo bleibt die Selbstaufopferung, die die Handlung reinigt? Das Böse steht im Zusammenhang
mit Heuchelei und der Persönlichkeit.
Man bedarf keiner Beschwörungen; das bloße Reinigen des Bewußtseins wird die psychische Energie
in die rechte Richtung treiben.
484. Die niedrigste aller Empfindungen ist diejenige der Zufriedenheit. Jedes Gefühl kann Folgen
hervorrufen, aber Zufriedenheit bedeutet Tod. Es ist nicht leicht, Unzufriedenheit als Wohltätigkeit
anzusehen, aber man kann sich zu dieser endlosen Errungenschaft ausbilden.
Wenn wir uns unsere höchste Errungenschaft vorstellen, wird sie trotzdem im Vergleich mit
Vollkommenheit häßlich sein. Unseren Bemühungen liegt in erster Linie Unzufriedenheit zugrunde, als
Quelle des Suchens. Aber für den Neuling wird die schwerste Frage, die er beantworten muß, sein:
„Bruder, kannst du die ewige Unzufriedenheit fassen?"
485. Einige Menschen werden Träger des Glücks genannt, andere, Träger des Unglücks. Viele
Beispiele und Beweise werden geboten. Laßt uns zugeben, daß so etwas existiert. Wir wollen es vom
psycho-physischen Standpunkt aus betrachten. Jenseits der Grenzen des Karmas gibt es etwas, was anzieht
oder abstößt. Durch eine Reihe von physikalischen Experimenten kann man beweisen, daß eine gewisse
Wechselbeziehung der Elemente der Verbindung die Bedeutung von Anziehung oder Abstoßung verleiht.
Je vollständiger die grundlegende Energie vertreten ist, desto positiver wird die Folge sein; und wenn
dieses Element Feuer sein sollte, dann werden die ergänzenden Elemente wie Motten zum Licht fliegen.
Es bedeutet, daß sogar Erfolg nach physikalischen Umständen bemessen wird, und es ist nützlich, seine
eigene Essenz zu kennen.
Wo ist die Grenze der Tätigkeit des Feuers? Stehen der Magnet und das Feuer nicht miteinander in
Beziehung? Was speist die Substanz des Magneten? Bis jetzt besitzen die Menschen keinen Apparat zum
Messen der Spannung des Feuers des Weltraumes. Aber es mag Metalle geben, die für feurige Wellen
empfänglich sind. Viele Reaktionen, die bis jetzt die subtilsten zu sein schienen, werden bald durch ihre
Primitivität Erstaunen erregen. Natürlich beachten die Menschen die augenscheinlicheren Elemente
zuallererst, aber bis jetzt haben sie noch nicht versucht, die all-durchdringende Energie zu verdichten.
Ratet Euren Freunden, in dieser Richtung zu denken.
Der Anfang dieser Forschung wurde vom primitiven Menschen mit zwei Stücken Holz gelegt. Aber
Energie ist bis jetzt weit davon entfernt, ausgenutzt zu werden. Feuer, als Licht, stärkt die menschliche
Substanz.
Das, was am wunderbarsten und empfindsamsten ist, wird im Feuer gestählt.
486. Die Menschen beobachten die Wirkung von Metallen auf die psychische Energie nicht, während
im Altertum große Empfindungsfähigkeit in dieser Hinsicht offenbart wurde. Außer dem Magneten
wurden einige Legierungen von sieben, acht und neun Metallen ausprobiert.
Wie Ihr wißt, wurden viele Ebenbilder aus Metalllegierungen hergestellt, und Anweisungen wurden
erteilt, sie mit den Händen zu berühren, damit beim Akt der Vergötterung eine wohlwollende Reaktion der
psychischen Energie erlangt werden konnte. Diese primitiven Formen werden nicht mehr gebraucht, aber
sie sind durch nichts Vernünftiges ersetzt worden. Astrochemie wird anerkannt, Radioaktivität und
Magnetismus fesseln die Aufmerksamkeit, aber dies alles wird nur auf den Körper bezogen. Das
Wesentlichste jedoch, die psychische Energie, wird vergessen! Beachtet, wie farbige Gläser auf den
psychischen Zustand einwirken. Metalle und ihre Verbindungen werden eine noch stärkere Wirkung
haben.
Man wird der psychischen Energie Aufmerksamkeit schenken müssen.
487. Jemand wird sagen: „Warum sollte man sich mit Agni Yoga und psychischer Energie befassen,
wenn wir drahtlose Verbindung und alle möglichen Erfindungen haben?" Aber die drahtlose Verbindung
überträgt nur Gedanken, während psychische Energie sie nicht nur augenblicklich überträgt, sondern der
Mensch sie auch sofort ausführt. Wir werden nicht irren, wenn Wir sagen, daß die halbe Welt die
vorgeschlagenen Befehle ausführt, und daß es für psychische Energie keine Entfernung gibt.
Wieder werden einige sagen: „Aber dann ist psychische Energie gefährlich für Regierungen." Wir
werden antworten: „Gewiß, alle nicht angewandten Energien sind gefährlich; aber sie existieren, und die
Zeit naht, sie bewußt im Leben anzuwenden. Alle haben einen Vorrat an psychischer Energie; wenn sie
jedoch nicht angewandt wird, wandelt sie sich in ein häßliches Sediment um, das Sklerose genannt wird,
während man sie weise anwenden könnte."
488. Wenn Euch ein Stück Stoff geschenkt wird, das für ein Gewand reicht, werdet Ihr aus der Hälfte
kein vollständiges Gewand anfertigen können. In ähnlicher Weise werdet Ihr, wenn Ihr nur den halben
Ratschlag annehmt, nicht das ganze Resultat erhalten. Die Menschen mögen gern einen Teil des Rates
herausholen, und hinterher beklagen sie sich, daß ihre Hoffnungen nicht erfüllt wurden.
Weiser Rat ist eine Medizin, deren Zusammensetzung man nicht ändern kann.
489. Ein bekannter Rishi saß schweigend, und sein Gesicht drückte Streben aus.
Er wurde gefragt, womit er sich in Gedanken beschäftigte.
Der Rishi antwortete: „Ich baue augenblicklich einen Tempel." „Und wo ist dein Tempel?" „Zwanzig
Tagesmärsche von hier, und die Bauleute sind in großer Not." „Du baust also sogar, wenn du untätig
bist?" Der Rishi lächelte: „Geht Tätigkeit nur mit den Händen und Füßen vor sich?"
490.
Es ist sehr wertvoll, wenn der Gedanke des Weltraumes zur Mitarbeit herangezogen werden kann wenn nicht nur Feuer sie begleitet, sondern auch die Sterne an Handlungen beteiligt sind. Auf einer Stufe
verstärken wir unseren Willen, und auf der nächsten kommen wir mit Feuern des Weltraumes in
Berührung, und der welträumliche Gedanke dient als Signalmast und Sprachrohr. In diesem Zustand
brauchen wir nicht viel Willenskraft zu verschwenden, da sich in unserer Nähe eine unerschöpfliche
Energiequelle befindet, die uns dient, wenn sie zugelassen wird.
Wenn der Funke Zeilen aus einem Manuskript streicht, die ausgelöscht werden sollten, und wenn er
dasjenige mit blauem, Licht unterstreicht, was Lob verdient, bedeutet es, daß wir einen mächtigen
Mitarbeiter erhalten haben.
Dieser Umstand kann nicht gewaltsam hervorgerufen werden, nur das Experiment bringt uns dem
welträumlichen Gedanken näher. Nach dem Feuer und dem welträumlichen Gedanken bewegen wir uns
also der Realisation der fernen Welten entgegen. Wir freuen Uns, wenn jemand den Ozean des
Weltraumes betritt.
491. Asbest, ein paar Arten von Glimmer, Mangan, Niederschläge von Soda werden überhaupt noch
nicht für das Leben nutzbar gemacht. Welche Krankheiten kann man auf Sodafeldern heilen? Was für
Präparate kann Asbest ergeben? Welche Umwandlungen bietet Glimmer? Über Mangan habe Ich bereits
gesprochen.
492. Agni Yoga nähert sich zur rechten Zeit. Wer hätte sonst sagen können, daß Influenza-Epidemien
durch psychische Energie geheilt werden müssen? Wer würde den neuen Formen von Geistes-, Gehirnund Schlafkrankheiten Beachtung schenken? Weder vor Lepra noch vor der alten Form der Pest oder
Cholera braucht man sich zu fürchten; für sie existieren Vorbeugungsmaßnahmen.
Aber man muß über die neuen Feinde nachdenken, die durch die Umstände des gegenwärtigen Lebens
hervorgerufen worden sind. Für sie kann man nicht die alten Maßnahmen anwenden, aber eine neue
Behandlungsweise wird durch Bewußtseinserweiterung gefunden werden.
Man kann innerhalb eines Zeitabschnittes von tausend Jahren die Krankheitswellen verfolgen, die
über die Erde fegten. Aus diesen Berichten kann man eine eigentümliche Aufzählung menschlichen
Versagens zusammenstellen, weil Krankheiten naturgemäß die negative Seite unserer Existenz zeigen.
Ich hoffe, daß wachsame Denker rechtzeitig hierüber nachdenken werden. Es ist zu spät, eine Pumpe
zu konstruieren, wenn das Haus in Flammen steht.
493. Man muß die Zukunft gründlich erkennen. Arbeit hört nicht mit den bereits vorherbestimmten
Werken auf, sondern geht endlos weiter.
Die Unbegrenztheit zu erreichen suchen, ist das schönste Streben.
494. Ich freue Mich, wenn Ihr versteht, daß Hindernisse Möglichkeiten sind.
Versagen ist Anerkennung der Dunklen. Wir müssen jede Bezeugung der Dunklen schützen. Sie sind
für das Wachsen der Werke nur von Nutzen! Wie Dünger die Erde fruchtbar macht, so verwest Dunkelheit
im Interesse der Blumen des Lichtes. Wie der einkreisende Regenbogen schützt, so macht die Dunkelheit
den Regenbogen offenbar.
495. Krebs ist die Plage der Menschheit und muß sich zwangsläufig verbreiten. Die hauptsächlichen
Maßnahmen gegen Krebs werden vorbeugend sein. Diejenigen, die kein Fleisch, keinen Wein, keinen
Tabak und keine Betäubungsmittel gebrauchen; die die psychische Energie rein erhalten; die von Zeit zu
Zeit eine Milchdiät anwenden;, die den Magen reinigen und das Wasser von L.
trinken, brauchen nicht an Krebs zu denken.
Am Anfang der Krankheit ist eine Operation möglich; aber sie hat keinen Sinn, wenn der Mensch
nach seiner Genesung zu seiner früheren Lebensweise zurückkehrt.
Natürlich kann außergewöhnliche Spannung die Geschwulst auflösen, aber was für einen Zweck hat
es, wenn die Ursache der Vergiftung nicht beseitigt wird? Das Leben muß gesünder gestaltet werden. Es
ist nicht weise, Kuren für Leichen zu erfinden! Aber man muß der Qualität des Lebens der Kranken
Aufmerksamkeit schenken.
Es ist üblich zu glauben, daß Krebs erblich ist. Natürlich muß man verstehen, daß ein vergifteter
Organismus einen ähnlichen gebären wird. Man sollte Kinder sofort schützen; unter ihnen sind nicht
wenige, die außergewöhnlich sind.
496. Sehr empfindungsfähige Apparate verstehen es, wenn die Saiten straff gespannt sind. Hierin liegt
wahre Zusammenarbeit. Wirklich, es gibt Augenblicke, wo der Schild der Welt glühend heiß ist und keine
lebendige Substanz danach greifen kann. Die Bestätigung der psychischen Energie wird andeuten, wann
es nötig ist, das Ende des Sturmes abzuwarten. Diese Fähigkeit kommt nicht plötzlich; darum sollten
empfindungsfähige und tüchtige Mitarbeiter stets geschätzt werden.
Wir freuen Uns, wenn Wir einen Menschen finden, der als „der volle Kelch" bezeichnet werden kann er ist vertrauenswürdig. Es gibt viele Beispiele, wo die Berufenen sogar nach vielen Zeichen wieder
umkehrten. Sie tauchten in Mittelmäßigkeit unter, sie verwesten lebendig und zogen sich in die
Dunkelheit zurück.
497. Erkennt, wie nützlich es ist, Unseren Rat zu befolgen, ohne sich zu beklagen, in der Erkenntnis,
daß die Ausstrahlungen des Sturmes die Zentren verstärken.
Doch unter dem Schirm der Dukkar werden wir durchhalten.
Der Lehrer hat viele Wachen.
498. Das Licht von Abidharma ist die Verbindung des Feuers der höheren Sphären mit der
Ausstrahlung des Bewußtseins. Wir zeigten durch ein Beispiel, welchen Schutz das Licht von Abidharma
gegen die vergifteten Ausstrahlungen der niederen irdischen Schichten gewährt.
Die dunkle Flamme der giftigen Gase wurde vom Licht von Abidharma zurückgezogen und
unschädlich gemacht; aber hierfür muß man das Feuer des Weltraumes und seine eigenen Ausstrahlungen
erkennen. Wahrlich, für brauchbare Resultate ist Realisation erforderlich. Die einfachste Wahrheit bedarf
der Wiederholung, sonst wird sie mit Abfall verkrustet.
499. Jede vernünftige Handlung ist eine unzerstörbare Erwerbung. Die Bestätigung der Lehre ist eine
unüberwindliche Rüstung. Erkenntnis ist das Meistern der Lichtfunken.
Der Weltraum enthält eine Ansammlung von Körpern. Zeit ist die Wahrnehmung von Strahlen. Wie
sich das Ausgedehnte in das nicht Wahrnehmbare verwandelt, so unsichtbar ist die Struktur des
Sauerstoffs - der Geburtsort der Macht des Feuers.
500.
Ihr mögt bemerken, daß eine telepathische Übertragung gewöhnlich schnell vergessen wird. Dies ist
in der Natur der Übertragung begründet, das besondere Zentrum berührt, die beim gewöhnlichen
Hörprozeß nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Man kann sich daran gewöhnen, diese Mitteilungen
im Gedächtnis zu behalten, aber ihre Technik wird trotzdem einzigartig bleiben.
Gleichfalls hängt das Senden von Mitteilungen nicht von äußerster Willensanspannung ab, sondern
von der Klarheit des Bewußtseins in Verbindung mit dem Licht von Abidharma. Daher hängt die
Offenbarung der Übertragung von der Reinheit des Bewußtseins und dem Sauerstoff ab, der vom Feuer
des Weltraumes angezogen wird.
Man sollte die chemische Differenzierung der menschlichen Emanationen beobachten. Aber
gewöhnliche Experimente mit Gedankensendungen sind zwecklos. Der Sender wiederholt mental: „Ich
sende", und der Empfänger verdunkelt sein Bewußtsein, weil er denkt: „Ich empfange." Während
Fernsendungen sollte man die Mitteilungen dem psychischen Zustand des Empfängers anpassen. Es ist
sogar noch besser, Ausdrücke zu gebrauchen, an die er gewöhnt ist, um eine ermüdende Reaktion zu
vermeiden.
501. In welchem Hause wird psychische Energie wachsen? Natürlich in dem Hause, das der Zukunft
entgegenstrebt.
Dies ist weder einfach noch leicht. Die Menschen sind zu stark mit der Gegenwart beschäftigt. Wenn
gegen Belohnung gesprochen wird, dann wird derjenige, der sich mit der Gegenwart befaßt, nicht einmal
die Vitalität dieser Bestimmung verstehen. Doch wer der Zukunft entgegenstrebt, wird die Bedingungen
einer Belohnung nicht einmal besprechen, und jede Belohnung wird für ihn nur das Schuhzeug für die
nächste Reise bedeuten. Dann sind die Leitfeuer entzündet, und die psychische Energie nimmt zu. Alles
wird durch Erfahrung entwickelt. Erfahrung wird durch das Eindringen in die Zukunft erlangt und
widersteht einem sinnlosen Dahinvegetieren.
Das höchste Experiment ist das Experiment an sich selbst. Es ist zentrifugal und zentripetal. Diese
einfachen Wahrheiten müssen wiederholt werden. Gerade in der Darbringung des eigenen Geistes um der
Menschheit willen sind das Opfer und die Errungenschaft enthalten.
Nicht zusammenhängende Gegensätze werden keinen Kreis bilden, und ohne Kreis ist kein
Rotationssystem möglich. Jede Spirale wird, von oben und von unten gesehen, wie ein Kreis erscheint,
aber jede Komplikation des Bildes wird verschwinden, wenn wir in die Zukunft streben.
Man sollte den Pfad der psychischen Energie nicht erschweren. Sie selbst wird dem empfindsamen
Ohr zuflüstern, wenn der Schlaf als etwas Unnötiges verkürzt werden muß; wenn die Nahrung als unnötig
herabgesetzt werden muß; wenn das Trinken als unnötig vermindert werden sollte. Jede Energie liefert
Nahrung, und die psychische Energie besonders.
Das zeitweilige Schwachwerden der Gliedmaßen sollte keine Besorgnis erregen. Die vergifteten
Ströme der Erde werden zuallererst auf die Gliedmaßen einwirken. Aber die natürliche Zunahme der
psychischen Energie kann das Vermögen des Körpers ersetzen und dazu beitragen, das Gleichgewicht
zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu finden.
502. Man kann voraussehen, daß einige psychische Experimente mit Pflanzen begonnen werden, die
jedoch ergebnislos sind. Man kann erwarten, daß jemand die Lehre wegen ungenauer Hinweise
beschuldigen wird, ohne an den Zustand seiner eigenen psychischen Energie zu denken.
Man darf keinen Mangel an Genauigkeit in Hinweisen vermuten, wenn Ich sage, daß psychische
Energie nicht nur gestärkt, sondern auch verfeinert werden sollte. Sie wird unter den Feuerwellen gestärkt
werden, wenn die Aura anfangen wird, infolge ihres gespannten Zustandes eine purpurne Farbe
anzunehmen. Sie wird beginnen, sich durch Wachsamkeit, Scharfsichtigkeit und Feinheit des Denkens zu
verfeinern. Wie kann man die Verfeinerung des Gedankenstromes genauer bezeichnen, wenn die Formeln
der Zukunft entzückt widerhallen? Wahrlich, sehr viele Menschen ignorieren diese Formeln und
vermeiden die schmerzhaften Wundmale, die durch das Streben des Geistes verursacht werden.
Wahrhaftig, die Wundmale bieten den besten Beweis für die Empfindungsfähigkeit. Keine groben,
auffallenden Offenbarungen, sondern Flügel kosmischer Gedanken fallen auf den Kopf mit der leichtesten
Berührung und rufen das Streben von Kundalini hervor. Diese Gedanken mögen flüchtig nicht
abzuschätzende Spuren hinterlassen, aber sie schärfen die Zentren wie Nadeln, die Elektrizität sammeln.
Sind unsere Zentren nicht wie Kiefernnadeln? Wer den Pfad der Verfeinerung der psychischen
Energie betreten hat, wird nicht über den Mangel an Genauigkeit der Hinweise sprechen.
503. Wohin kann man die Gedanken lenken? Wohin sollte man den Willen richten? Zum Weltraum,
von dem die belebende Energie kommt.
Laßt uns ihm entgegenstreben.
504. Der Vollmond begünstigt gewöhnlich telepatische Offenbarungen. Aber es gibt Umstände, die
diesen Zustand ändern. In erster Linie wird er durch gewisse Phasen der Sonnenflecken beeinflußt. Ihr
mögt bemerkt haben, daß telepatische Offenbarungen gemeinsam mit der chemischen Wirkung der
planetarischen Strahlen zunehmen, Sonnenflecken jedoch die verschiedenartigsten Seiten der Existenz
beeinflussen. Kälte, die die verheerendsten Extreme erreichen kann, Hitze von vulkanischen Ausbrüchen
und Erdbeben werden die Veränderungen der solaren Aura begleiten. Man muß sich hieran erinnern, weil
die Kälte zunehmen kann und Erdbeben stärker werden mögen. Eine vorübergehende Erscheinung kann
also endgültig werden.
505. Der Forscher des Yoga muß sich an eine Sache gewöhnen: An den unvermeidlichen Verdacht der
Menschen.
Man sollte ihnen diese Behandlung nicht zur Last legen. Wenn der Forscher ein Asket im allgemein
verstandenen Sinne wäre, würden sie sich leichter mit ihm abfinden.
Wenn er die Erscheinung eines Magiers hätte, würde er aus Furcht angenommen werden. Aber sein
Wesen kann nicht in einfachen Worten erklärt werden, und die Arbeit für die Evolution der Welt ist in
keinen angenommenen Satzungen zu finden. Wie werden sich die Menschen mit der Erneuerung ihres
Lebens abfinden? Vor dieser fürchten sie sich vor allem.
Glücklicherweise beunruhigt sich derjenige, welcher den Pfad des Agni Yoga betreten hat, nicht über
Verdacht.
Er arbeitet und widmet sich gänzlich der Sache der Evolution.
Er wandelt ohne Zweifel, denn er weiß, daß Befriedigung nicht sein Schicksal ist.
506. Außer kosmischen Umständen beeinflussen Gemütserregungen telepatische Offenbarungen.
Diese Unbeständigkeit, die wegen der persönlichen und umgebenden Umstände durchaus verständlich ist,
drängt sich in die Verbindungslinien ein. Gleichfalls verursacht übermäßiges Verlangen, sich der
Verbindung zu bemächtigen, ein Zittern in dem feurigen Leiter. Trotz alledem kann kein physikalischer
Apparat mit psychischer Energie verglichen werden. Die Wellen physischer Apparate können die
Atmosphäre in gewissen Schichten überfluten, was ohne die Anziehung der psychischen Energie eine
neue Katastrophe verursachen wird.
Wie können die Menschen nur annehmen, daß physikalische Wellen nicht auf ihr Wesen einwirken?
Unsichtbare und unhörbare Wellen wirken stärker als ohrenbetäubende Explosionen. Aber sehr viele
Gefahren werden verschwinden, wenn die unerschöpfliche Quelle der psychischen Energie erkannt wird.
Schon das bloße Prinzip der Realisation der psychischen Energie wird der Menschheit nicht leicht.
507. Das Töten der psychischen Energie ist ein Verbrechen, das der Unwissenheit gleichkommt. Die
Morde, die durch nicht organisierte psychische Energie begangen werden, sind ebenfalls zahllos. Man
sollte hierüber nachdenken! Die Tatsache, daß einige sie nicht wahrgenommen haben, bedeutet nicht, daß
sie nicht existiert.
508. Intellekt ist keine Weisheit. Direktes Wissen ist Weisheit. Intellekt ist Vernunft. Weisheit
entscheidet, denn diese Entscheidung reifte vor langer Zeit. Intellekt ist die Schwelle der Weisheit, und
wenn er geschärft wird, verschmilzt er mit der Sphäre der Synthese. Vernunft und ein Verstand, der auf
ein Spezialgebiet eingestellt ist, sind die Ecken des zukünftigen Hauses. Ein Mensch mit einem
spezialisierten Verstand kann eine glänzende Zukunft für sich bahnen, aber er wird sich wiederverkörpern,
bis sein Verstand seine enge Spezialisierung verliert. Wenn der Intellekt seine Spezialisierung verliert, ist
er bereits weise.
Jedes Spezialgebiet ist für die Bedingungen des irdischen Lebens bestimmt. Die Synthese des Geistes
eröffnet alle Sphären. Geistige Spannung sammelt welträumliche psychische Energie an. Geistige
Spannung kann in alle beliebigen Sphären der Astralebene führen.
509. Die Frage, wie psychische Energie sich ansammelt, ist berechtigt. Es geschieht in erster Linie
durch Bewußtsein oder durch Selbstaufopferung und Errungenschaft.
In allen Fällen bleibt psychische Energie unveräußerlich.
Wenn sie bewußt angesammelt wird, dann wird sie verfeinert werden; aber durch andere
Ansammlungen sind Fälle möglich, wo die Energie sich zu einem Keim ansammeln und die Bedingungen
für seine Offenbarung abwarten wird. In allen Offenbarungen der psychischen Energie kann man
irgendeine gute Tat des Instinktes in der Vergangenheit voraussetzen.
510.
Bewußtsein wird durch einen langsamen Prozeß angesammelt. Man kann durch ein einfaches
Experiment zeigen, wie dieser Richter unsere Handlungen umwandelt.
Man kann in einem weniger entwickelten Menschen einige Handlungen hervorrufen und beobachten,
wie er sie verrichtet. Wenn er dann durch Suggestion der Willenskraft des Bewußtseins beraubt und
gezwungen wird, dieselben Handlungen zu verrichten, wird der Vergleich erstaunlich sein.
511. Vor nicht langer Zeit wurden die Gedanken auf Phänomene der so genannten Offenbarungen von
Energie gelenkt. Aber jetzt kann man an die Erneuerung des Lebens und an Schritte in die Zukunft
denken. Man muß seinen ganzen Mut zusammennehmen, um das Wunderbare zu vergessen und diese
Vorstellung in die Wirklichkeit zu übertragen. Dies ist schwer, aber man muß die Begrenzung
herkömmlicher Vorstellungen überwinden.
Es ist ebenfalls schwer, nicht in das Gewöhnliche zu versinken, da die Bewegung der Evolution
entgegen, welche die Teile der Existenz verbindet, stets ungewöhnlich ist und keine Ähnlichkeit mit der
Vergangenheit finden wird.
Kann man das Leben inmitten des Hasses am Ende des Kali Yuga aufbauen? Doch die vollständige
Aufgabe der Zukunft des Satya Yuga muß bereits heute inmitten von Feindseligkeit und Zerstörung
ausgedrückt werden.
512. Bei jedem Experiment kann man die Gegenwirkung der niederen Materie bemerken. Durch
Reinigung und Ausstoß gelingt es, die schädlichen niederen Teüe zu beseitigen. Die menschliche Existenz
ist den universalen Gesetzen unterworfen. Stößt man nicht bei jeder fortschrittlichen Handlung auf den
dümmsten Widerstand? Wird man nicht gezwungen, Inkonsequenzen und Verfall durch die Anspannung
des Feuers zu zerstören? Wie bei einem Experiment im Laboratorium muß man alle toten Nebenprodukte
isolieren.
Wenn Ihr prüfen wollt, um herauszufinden, wer tur niedere Einflüsse empfänglich ist, schlägt bei
einer Versammlung ein gemeinnütziges Werk vor. Ihr könnt sicher sein, daß die, die protestieren, nicht
von toter Materie befreit sind. , Leichter sichtbar als die Schichtungen des Erdbodens sind die
Bezeugungen, die von Menschen über sich selbst offenbart werden. Wenn Ihr daher die Feurigen
auswählt, untersucht die Prüfungen, die sie Euch ohne Zogern darbieten werden. Auch nimmt der
offenbarte Prozeß während psychischer Reaktionen zu. In ähnlicher Weise vertieft ein Mensch den bereits
eingeschlagenen Weg. Es gibt wenige, die ihre Substanz verbergen können. Mit der Entwicklung des
Feuers kann man die Offenbarungen, denen man begegnet, unfehlbar beurteilen. Aus dem direkten
Wissen, auf das vor langer Zeit hingewiesen wurde, leuchtet das Feuer der Spannung der psychischen
Energie auf Was wird vor ihm verborgen sein?
513. Als Wir über die Internationale Regierung sprachen, waren viele verwirrt. Wenn sie erfahren, daß
diese die Regierung des Wissens ist, werden sie es verstehen?
514. Es ist schwer zu verstehen, wo aus reiner Verzweiflung gehandelt wird und wo ungestümes
Verlangen vorhanden ist. Die Flamme selbst wird gleichartig sein.
515. Wie kann das blaue Feuer in purpurnes umgewandelt werden? Die Spannung der psychischen
Energie wird rubinähnliche Pfeile aussenden, und ihr Anwachsen wird das Blau des Bewußtseins
durchdringen.
516. Uru und Svati sind in der Kosmogonie zu finden.
Die Zeichen des herannahenden Wassermanns und die Verbindung mit Saturn werden wiederholt.
Wieder einmal kann man sehen, wie die Kosmogonie der Atlanter den richtigen Pfad verfolgte. Nicht nur
die chemische Zusammensetzung der Strahlen wurde erkannt, sondern auch die tatsächliche
Zusammenarbeit der Himmelskörper.
Nach langem Umherirren wendet sich die Menschheit gerade wieder dieser Tatsache zu. Aber eine
weitere einfache Tatsache muß erkannt werden: Daß die Bevölkerung der Körper des Kosmos keine
irdischen Formen voraussetzt.
Die Menschen können sich nicht in anderen Erscheinungen vorstellen, aber welche Freuden müssen
aus der Erkenntnis der Zusammenarbeit hervorgehen! Man sollte an ganz gewöhnliche Umstände mit
Leichtigkeit herantreten.
517. Wenn man die Ansammlungen der psychischen Energie erforscht, kann man beobachten, daß die
Energie wie der Pulsschlag des Kosmos wirkt - Ebbe und Flut sammeln Kraft. Es ist nicht weise, nur die
hereinkommende Flut zu erwarten, denn wie könnte sich dann die Kraft ansammeln? Wie eine feine
Weberei wird das Gewebe der Zusammenarbeit erschaffen, das die Zentren durch den feurigen Faden
vereinigt. Wie eine komplizierte Strahlung des Universums glüht die psychische Energie vor Feuern.
Dies kann Atma genannt werden. Uru und Agni sind nötig, um das Svati des Bewußtseins
hervorzubringen.
Jemand wird sagen: „Wenn die Realisation der psychischen Energie zum Ende des Universums führt,
kann man diese komplizierte Energie nicht vermeiden? Es ist unmöglich, wirldich unmöglich, das zu
vermeiden, was sich uns aus eigenem Antrieb nähert.
518. Die Menschen verlieren viel, weil sie die Erfüllung nur durch ihre eigenen Methoden erwarten.
Wie werden sie über die fernen Welten denken? Man wird viele Listen und Tabellen ändern müssen.
519. Ihr bemerkt, daß Wir oft kurz und bündig sprechen und sogar wichtige Umstände kaum
erwähnen. Es bedeutet, daß man in der gegenwärtigen Stunde die Wellen des Weltraumes nicht
komplizieren darf. Diesem Umstand wird wenig Beachtung geschenkt, was nicht wieder gutzumachenden
Schaden anrichtet. Laßt uns also die Bedeutung des Kristalles der Gedanken respektieren.
520.
In den Mysterien Ägyptens gab es ein Verfahren, das „Das Schärfen des Schwertes" genannt wurde.
Der Neophyt wurde in äußerste Finsternis gestellt. Der Große Hohepriester nahte und enthüllte ihm einige
der Mysterien; und Licht erleuchtete den Hohenpriester. Dann versank alles wieder in Finsternis. Darauf
nahte der Priester, der als Versucher ausersehen worden war. Aus der Dunkelheit fragte die Stimme:
„Bruder, was hast du gesehen und gehört?" Der Prüfling antwortete: „Ich wurde durch die Gegenwart des
Großen Hohenpriesters geehrt." „Bruder, bist du davon überzeugt, daß es der Große Selbst war?" „Meine
Augen haben gesehen und meine Ohren haben gehört." „Aber das Bild könnte trügerisch und die Stimme
falsch sein." Dann wurde der Prüfling entweder verwirrt und wurde abgewiesen, oder er war mit
Festigkeit erfüllt und sprach: „Man kann die Augen und Ohren täuschen, aber nichts kann das Herz
irreführen. Ich sehe mit dem Herzen. Ich höre mit dem Herzen, und nichts Unreines wird das Herz
bewegen. Geschärft ist das mir anvertraute Schwert." Dann nahte der Große Hohepriester von neuem, und
indem er auf den mit einem roten Getränk gefüllten Kelch hinwies, sagte er: „Nimm und trinke aus
deinem Kelch; leere ihn, um das Mysterium auf dem Grund zu sehen." Auf dem Grund war das Bild eines
auf dem Rücken liegenden Mannes, umringt von einer zu einem Kreis aufgerollten Schlange, mit der
Inschrift: „Du selbst bist der Allgebende und Allempfangende." Dies verkündet die nämliche Lehre zu
allen Zeiten, aber die Dunkelheit der Unwissenheit veranlaßt den Menschen, ihre Bedeutung zu vergessen.
521. Die von Uns anvertrauten Aufgaben sind stets gefährlich, weil sie gegen einen äußerst mächtigen
Feind gerichtet sind. Es gibt keine Wahrheit, die höher ist als die Wahrheit. Laßt uns also nur den Kelch
annehmen und zum Ziel tragen.
Unter den Gegenständen aus dem Altertum kann man Symbole des Wissens finden.
Wanderer, bist du furchtlos?
522. Wir sahen, daß psychische Energie eine sehr enge Beziehung zu Feuer hat und eine
unveräußerliche Erwerbung darstellt und eine kumulative Eigenschaft besitzt. Es bedeutet, daß diese
Energie sich auf Gegenständen ansammeln kann, die eine Willensanspannung hervorrufen können. Eine
erfolgreiche Energieansammlung kann sogar eine Ausstrahlung der Gegenstände bewirken oder einen
suggerierten Gedanken übertragen. Hier haben wir die wissenschaftliche Erklärung für heilige
Gegenstände.
Es stimmt, daß man auf ihnen Ablagerungen von psychischer Energie findet, wenn törichte
Übertragungen die kostbaren Ansammlungen nicht vertilgt haben.
Menschen mit aufgespeicherter psychischer Energie sollten als Kulturgut des Staates betrachtet
werden. Nicht auf seine Millionen von Zweifüßlern sollte ein Land stolz sein, sondern auf seinen Vorrat
an psychischer Energie. Im Interesse dieses Vorrates an Energie kann man auf Tausende von
Unwissenden verzichten.
Wie ein Magnet zieht jede Spannung der psychischen Energie die Energiekeime an sich, die tief im
Inneren der Menschen verbreitet sind. Es bedeutet, daß jeder, der bewußte Energie besitzt, das
Allgemeinwohl in sich verkörpert.
Darum laßt uns jeden angesammelten Energievorrat sorgfältig in Betracht ziehen.
523. Natürlich kann man im Prozeß der Entwicklung von bewußter psychischer Energie einen Apparat
voraussehen, der diese Energie ansammelt, aber menschliche Energie muß unbedingt ihr Leiter sein.
Für die Experimente mit psychischer Energie sind Geduld und Gleichmäßigkeit der Ansammlungen
erforderlich.
Es ist schädlich, Energie ohne rechtes Gleichmaß auszusenden, denn Ungestüm kann die Oberfläche
ruhiger Schichten in Verwirrung bringen.
524. In einem alten Sprichwort heißt es: „Der Zaum des Satans ist stark." In einem anderen: „Wer das
Ebenbild des Satans gesehen hat, wird es nie vergessen." Die Menschen des Altertums vertraten die
Vorstellung von der Trägheit des menschlichen Bewußtseins. Unser hauptsächlicher Rat ist, eine
vernünftige Beweglichkeit einzuprägen.
Was für einen Schatz kann ein reines, furchtloses Bewußtsein der Menschheit geben! Aber
Gewohnheiten halten die Unerfahrenen wie Fesseln.
Man könnte einen Apparat liefern, der psychische Energie ansammelt, aber wer würde der Leiter sein?
Und wie viele wüßten die Anwendung dieser Energie im Leben zu würdigen?
525. Laßt uns heute über Arbeit reden. Die bewußte Entwicklung der psychischen Energie offenbart
die Sättigung der Arbeit. In kurzer Zeit kann man die Ergebnisse der Arbeit vieler Jahre offenbaren.
526. Es ist richtig zu denken, wie sehr die durch die Menschen offenbarte psychische Energie die
menschliche Würde emporheben wird. Schon das bloße Vorwärtstreiben von Gedanken in dieser Richtung
ist Wonne.
527. Jemand wird zu Euch kommen und seinen Wunsch ausdrücken, sich dem Agni Yoga
zuzuwenden.
Fragt ihn, was ihn zu dieser Entscheidung getrieben hat.
Er wird antworten: „Ich suche Beweise." Ihr werdet denken: „Er gehört nicht zu uns." Oder er wird
über sein trauriges Schicksal sprechen. Ihr werdet denken: „Er gehört nicht zu uns." Oder er wird über
seine Absicht sprechen, seine Feinde zu besiegen. Ihr werdet denken: „Er gehört nicht zu uns." Oder er
wird über sein Verlangen nach Reichtümern sprechen. Ihr werdet denken: „Er gehört nicht zu uns." Oder
er wird über irdische Vorrechte sprechen. Ihr werdet denken: „Er gehört nicht zu uns." Oder er wird über
sein Verlangen nach Ruhe sprechen.
Ihr werdet denken: „Er gehört nicht zu uns." Aber einer wird sagen: „Ich möchte mich
vervollkommnen." Fragt: „Was für eine Belohnung erwartest du?" Er wird sagen: „Den Zugang zur
Lehre." Ihr werdet Euch freuen, da sein Geist richtig angeklopft hat. Er kann anfangen, sich zu
beobachten. Er kann unbrauchbare Eigenschaften schmerzlos beseitigen. Er wird verstehen, daß kein
Leiden erforderlich ist, sondern Befreiung. Er wird verstehen, daß keine Offenbarung eines Wunders Not
tut, sondern direktes Wissen. Er wird verstehen, daß nicht intellektuelles Lernen wertvoll ist, sondern
Erkenntnis und Anwendung.
Frohlockend am ersten Tag, wird er am folgenden Tag nicht ermatten. Er wird wandeln wie ein
Elefant des Glückes und das Gestrüpp beiseite treten. Er wird Erfolg als das Lächeln der Sonne annehmen.
Er wird den Skorpion der Furcht vertreiben. Er wird die Gabe als das Licht auf dem Pfad annehmen. Er
wird die Wahrnehmung und Entwicklung der Feuer als einen anziehenden Magneten verstehen. Und er
wird begreifen, daß die Feuer wachsen wie die Pflanzen, unmerklich. Er wird verstehen, was
Errungenschaft bedeutet!
528. Wir vermeiden Wiederholung, aber zuweilen sind Wir gezwungen, auf ein früheres Thema
zurückzukommen.
Schenkt diesen Wiederholungen Aufmerksamkeit; sie werden entweder durch persönliche
Mißverständnisse veranlaßt oder durch kosmische Verwicklungen, die besondere Aufmerksamkeit
erfordern. So muß man die Haltung zur psychischen Energie wiederholen. Natürlich ist sie nicht
übertragbar, aber sie kann in einen schlummernden Zustand versetzt werden, und dann wird sie
kristallisieren, wird jedoch nicht wirksam sein. Man muß diesen Boden wieder mit dem Pflug
selbstaufopfernder Arbeit umbrechen. Gewiß, kein einziger ihrer Samen wird verloren gehen, aber man
muß diese Schichten erwecken; darum verurteilt die Lehre unbeweglichen Eigendünkel so sehr. Wahrlich,
es ist besser zu brennen als zu schlafen.
529. Wahrhaftig, seit langer Zeit ist über Gedankenkraft gesprochen worden, aber deswegen hat sich
die Essenz dieses Zustandes nicht geändert. Niemand beobachtet seine eigenen Gedanken, noch wünscht
jemand die Ursachen und Folgen von Gedanken zu beobachten. Was für bemerkenswerte Experimente
könnten jedoch unverzüglich mitten im täglichen Leben ausgeführt werden! Besondere Bedingungen sind
nicht nötig, nur Aufmerksamkeit und Beweglichkeit des Bewußtseins. Wenn man beispielsweise mit
telepathischer Verbindung experimentiert, kann man beobachten, welche äußeren und inneren Umstände
die Qualität dieser Mitteilungen beeinflussen.
Jeder der Zustände von Wachsamkeit oder Schläfrigkeit, von Gereiztheit oder Freude, von Müdigkeit
oder Streben, übt eine starke Reaktion auf die Qualität und Intensität der Botschaften aus. Außerdem
drückt der persönliche Charakter der Beteiligten seinen Stempel auf. Ist es nicht wichtig, diesen Tatsachen
aufmerksame Beachtung zu schenken? Es wird bemerkt, daß einige Eigenschaften der Teilnehmer sogar
nachteilige physische Folgen haben. Einige können überwunden werden, aber andere, häufig karmischer
Art, sind nicht wieder gutzumachen, es sei denn vielleicht durch eine spezielle Willensanspannung - doch
Willenskraft wird durch Gedanken erzeugt.
Ich rate, alle übertragenen telepathischen Mitteilungen zu beachten. Auf diese Weise kann man die
Beobachtungen in nützlicher Weise fortsetzen. Man muß sich die unmittelbare erste Empfindung merken,
ohne verschiedene Diskussionen.
530.
Man kann beobachten, wie äußere Einflüsse auf Botschaften einwirken. Man kann erkennen, wie
sogar die besten klimatischen Bedingungen zuweilen durch nicht dazugehörige ferne Rufe aufgehoben
werden. So schleppt der Bedrängte in einem fernen Lande beispielsweise eine Reihe von flehenden Bitten
hinter sich her und kann die Verbindung unterbrechen. Wenn man die Umstände beobachtet, kann man die
besten Bedingungen feststellen und sie vervollkommnen.
531. Selbst alle besten Erfindungen werden keine endgültige Lösung herbeiführen. Wenn ein
einfacher Blitz, oder eine magnetische Welle, oder ein Erdbeben, oder ein Wirbelwind sie stören kann, ist
es dann nicht besser, der Kultur der Gedanken Aufmerksamkeit zu schenken? Nach der Organisation der
psychischen Energie kann nichts ihre Wirkungen zunichte machen. Außerdem werden die
Gedankenwellen den Weltraum nicht überfluten.
Überdies wird die subtilste Energie nicht von den niedrigen Schichten abhängig sein.
Wie wunderbar ist es, das Streben der Gedanken zu beobachten, die Ursache ihrer Schöpfung, die
Verbindungen verschiedener Daten, die Nähe der Bewußtseine in verschiedenen Entwicklungsstadien und
den ewigen Wettstreit zwischen den höheren und den niederen Sphären.
Dies alles ruft eine unvergleichliche Existenz hervor.
Die Sphären der psychischen Energie durchdringen alle Hindernisse. Alle physischen und
mechanischen Offenbarungen sind wertlos im Vergleich mit der feinsten Energie, da die ganze Zukunft
auf den subtilsten Energien begründet ist, auf die Rückkehr der groben Materie in den Bereich des
Lichtes!
532. Wir vermeiden alles, was die Mechanik der Muskeln betrifft. Sogar die Muskeln müssen die
Projektion des Willens ausdrücken. Wir mögen automatisches Schreiben nicht gern, weil es stets den
Aufstieg des Bewußtseins hindert. Es läßt die Vervollkommnung der psychischen Energie nicht zu. Das
hauptsächliche Erfordernis wird noch immer direktes Wissen sein. Nach der Entwicklung des direkten
Wissens droht keine mit mechanischen Kommunikationsmitteln verbundene Gefahr.
Wir werden also allem Vorrang geben, was die Kultur der Gedanken fördert.
533. Die Mittel des automatischen Schreibens sind unvollkommen. Eine beständige Dualität wird
hervorgerufen.
Die Tätigkeit zieht das Zentrum über dem Handgelenk in Mitleidenschaft, aber auch das Bewußtsein
gebraucht das gleiche Zentrum, und dadurch werden zwei Kanäle miteinander kämpfen, und eine Feinheit
der Ausdrücke wird nicht erreicht.
534. Äußerst schädlich sind die so genannten unwillkürlichen Gedanken. Jeder bewußte Gedanke
enthält bereits eine gewisse Organisation, aber am allerschlimmsten sind die kleinen Vagabunden, die
sinnlos die Wege versperren.
535. Versucht, nach Belieben Teile Eurer eigenen Aura zu sehen. Ihr werdet es unmöglich finden,
weil außer Eurem Willen das Gesetz der psychischen Energie passende Umstände nötig hat. Solche
Bedingungen entstehen nicht aus freiem Antrieb; sie müssen auf Grund höherer Einflüsse angesammelt
werden. Aber auch der Weg zu höheren Einflüssen ist nicht leicht, da sie nur durch offene Pforten Zugang
finden. Jede Abweichung von der Verbindung mit den Herden der subtilsten Energien schließt die Pforten.
Außerdem muß man verstehen, was die Fruchtbarkeit dieser Verbindung beherrscht. Sie hängt nicht nur
vom Druck des Strebens ab, sondern auch von der sorgfältigen Erwägung der umgebenden Umstände.
Zuweilen ist eine Übergangszeit des Schweigens der beste Akkumulator. Das Bewußtsein verleiht,
dem Grad des direkten Wissens gemäß, das Verständnis dafür, welche Handlung der Notwendigkeit
entspricht.
Unter den eine Einheit bildenden Teilen entwickelter Auren ist es besonders schwer, die gesättigte
grüne Farbe und das edle Rubinrot zu sehen. Zwei Gegensätze sind Smaragdgrün und Rubinrot. Das erste
ist Synthese, und das zweite ist die Selbstaufopferung der Errungenschaft.
In umwölkten Offenbarungen können beide einander begegnen, aber sie rein zu sehen, ist ebenso
selten wie Synthese und Errungenschaft. Smaragdgrün kommt dem Kelch näher und Rubinrot dem Auge
des Brahmas.
536. Man muß psychische Energie planmäßig und eifrig entwickeln. Die Entwicklung der psychischen
Energie hängt sowohl von der Harmonie der Verbindungen als auch vom physischen Zustand ab.
537. Buttern und der Kreisel sind die Symbole für die schöpferische Spiralbewegung. Physische
Unbeweglichkeit ist keine Impotenz, und Schweigen ist nicht das Fehlenderstimme.
538. Wenn alle Bücher gelesen und die Worte studiert worden sind, bleibt noch übrig, das Erkannte
im Leben anzuwenden. Wenn Bücher immer wieder gelesen werden und den Worten Gehör geschenkt
wird, kann ihre Anwendung trotzdem außerhalb des Lebens bleiben, und keinerlei Zeichen werden das
Ändern der Gewohnheiten veranlassen. Aber man muß den Weg zur Beweglichkeit des Bewußtseins
finden. Das Herz kann die Schande einer unwürdigen Zeitverschwendung fühlen.
Wir möchten nicht hart sein. Wir ziehen es vor, die Freude der Errungenschaft zu sehen, aber die
Gewohnheit von Jahrhunderten verlangt, daß das Schwert bereitgehalten wird, da Furcht die Menschen
noch immer beherrscht.
Sieg über Furcht wird die Schwelle des neuen Bewußtseins sein.
539. Man muß den Zustand der Nervenzentren der Kinder studieren. Es ist bekannt, daß diese Zentren
außerordentlich individuell und ungleichartig entwickelt sind.
Man kann Kinder mit einem hoch entwickelten Zentrum finden, die eine kurze Handlung erzielen
können, die derjenigen der Erwachsenen gleichkommt.
Zuweilen offenbaren einige Zentren Kränklichkeit, was die Ärzte in Verlegenheit setzt, da sie das
Vorhandensein von Nervenzentren in einem Kind nicht zugeben, während man nach diesen
Krankheitszeichen und anderen ungewöhnlichen Erscheinungen die Substanz des Körpers und die Qualität
des Geistes beurteilen kann.
Wieviel Gutes könnte sich aus solchen Beobachtungen ergeben! Wieviele Möglichkeiten könnten
gesichert werden! Auf diese Weise könnte die Ansammlung von psychischer Energie richtig beginnen.
Für alte Geister, die viele Verkörperungen erlebt haben, wird die Zeit nach dem siebenten Lebensjahr
recht be- schwerlich sein, und als besonders schwierig wird sich diejenige nach dem vierzehnten
Lebensjahre erweisen.
Nach vierzehn Jahren ist die psychische Energie bereits in Tätigkeit gesetzt worden. Der Geist hat sich
schon von früheren Existenzen losgerissen, und die Last des neuen, unbekannten Pfades bedrückt. Die
angesammelten Werte sind beunruhigend verschwommen, und die Essenz strebt dorthin zurück, wo die
Möglichkeiten des Bewußtseins groß waren.
Die richtige Überwachung der Nervenzentren von Kindern ist für die Zukunft erforderlich. Es
existierte die nichtswürdige Meinung, daß der Geist einen neuen Körper nicht beherrschen kann, und daß
dies der Grund für die Absurditäten der Kinder ist. Doch ganz im Gegenteil, wenn die Zentren nicht
richtig arbeiten, wird das Sediment der psychischen Energie nicht erzeugt, und der Geist hat keine
Substanz, sich zu offenbaren.
Die Sorge für die Nervenzentren von Kindern kann als Gegenstand der Fürsorge für die zukünftige
Rasse betrachtet werden.
540.
Zwar haben die Menschen viele Energien berührt, doch in den meisten Fällen geschah es durch eine
einseitige Annäherung, und nur eine einzige ihrer Eigenschaften wurde erkannt. Aus dieser Begrenzung
können viele Gefahren entstehen. Zum Beispiel ist die allgemeine Elektrifizierung eine Wohltat der
Zivilisation, da die Menschen jedoch zu einseitig an sie herantraten, droht die dadurch hervorgerufene
künstliche Sättigung des Weltraumes Gefahr an. Man kann an Orten mit intensiven Ansammlungen von
Elektrizität sehr starke Entladungen erhalten.
Wenn man die Ursache verstärkt, werden die Wirkungen zunehmen. Auf diese Weise kann man statt
einer bloßen mächtigen Entladung eine Massenzerstörung haben.
Ebenfalls kann man sich die Überfüllung des Weltraumes mit Strömen und die unerwartetsten
Störungen im Leben vorstellen.
Natürlich könnt Ihr gewiß sein, daß Wir nicht gegen die Beherrschung und Anwendung von Energien
sprechen, aber es liegt Uns daran, warnend auf die Rechtzeitigkeit der Immunität hinsichtlich der
Herausforderung neuer Energien hinzuweisen. Alle Unsere Experimente deuten an, daß psychische
Energie stets bereit bereit sein wird, den Schock anderer Energien in eine nützliche Offenbarung
umzuwandeln. Wir haben gesehen, wie psychische Energie Impfungen ersetzte und
Entwicklungsmöglichkeiten von Krankheiten aufhob; sie wandelt auch alle Wirkungen der Energien in
Nützlichkeit um.
Verwechselt diese Bestätigung nicht mit der Lehre über den Willen, da Willenskraft nur eine der
Offenbarungen der psychischen Energie ist.
541. Habt Ihr je gehört, daß ein Yogi vom Blitz getötet wurde? Nein, im Gegenteil, wir haben über
das tödliche Auge eines Yogis gehört. Nicht nur der Willensbefehl, sondern auch die Vereinigung von
Energien verleiht die Kraft für dieses Phänomen. Hauptsächlich ist es erforderlich, einen Vorrat an
psychischer Energie zu haben, die wohlwollend ist.
542. Die so genannte vierte Dimension ist eine Eigenschaft der psychischen Energie. Die
Eigenschaften der psychischen Energie werden die Erweiterung aller Vorstellungen ermöglichen.
543. Ihr mögt Menschen begegnen, die die Lehre gänzlich ableugnen. Versucht nicht, sie zu
überreden.
Unsere Lehre ist keine kämpfende Lehre; sie ist hinweisend und ist eine Vorwarnung für diejenigen,
die bereit sind sich zu vervollkommnen. Viele werden eine Lieblingsseite für sich erwählen. An ihr
werden sie festhalten, aber nicht an der Lehre. Viele werden vorgeben, daß sie die Lehre achten und das
Buch während ihres Schlafes unter ihr Kopfkissen legen. Einige werden auch Liebe nur die Lehre zeigen,
werden jedoch keine einzige Gewohnheit aufgeben. Aber die Vorherbestimmten werden kommen!
544. Die Menschen im Altertum hatten ein Sprichwort: Laßt den Tiger nicht frei! Es erübrigt sich,
seinen Sinn zu erklären. Doch seine Bedeutung hat eine tiefe Bestätigung im Leben.
Laßt uns also den Tiger nicht freisetzen.
545. Man kann nahezu sicher sein, daß die Offenbarung des Neuen Zeitalters in einfache Seelen
eindringen wird. Laßt die Besten den ganzen Kampf der Streitfragen erdulden. Sie sollten den
Unbedeutenderen die einfachsten Formeln geben. Laßt sie auch dann noch Ruhe bewahren, wenn die
Flamme der Explosion bereits glüht.
Denkt an das offenbarte Beispiel, wo jemand vor einer Katastrophe versuchte, die Menschen aus der
Vergnügungsstätte herauszuführen. Sie weigerten sich nicht nur fort zugehen, sondern große Mengen
versuchten hineinzukommen.
Während Wir die Lehre vervielfachen, bitten Wir, daß Ihr nicht erstaunt seid, wenn nur wenige die
unvermeidliche Notwendigkeit ergründen werden. Das unbewußte Denken zeigt eine auffallende
Eigenschaft: Die Zukunft umgekehrt zu verstehen. Man fühlt, daß irgendetwas herannaht, aber das
perverse Bewußtsein sieht das Bild umgekehrt. Es ist nicht nötig, Beispiele von Menschen anzuführen, die
sich vor einem Unglück freuen, und vor einer Niederlage jubilieren.
Die Pflege des direkten Wissens fordert eifriges Streben; darum werden nur die Besten, die
Ungekünstelten, mit nüchterner Leichtigkeit verstehen. Aber das Durchschnittsbewußtsein erstickt in
Vorurteilen. Es sieht Phantome und versteht nicht, wo die Wirklichkeit ist. Es ist nicht so sehr durch
Betäubungsmittel berauscht als durch sein eigenes Denken. Das Aufdrängen von Ideen, die in der
Kindheit, mitten im normalen täglichen Leben, eingeimpft worden sind, töten die Versuche, vernünftig zu
denken.
Die Beispiele von absurdem Verhalten während Katastrophen sind alltäglich geworden, da die
Gedankentendenz den Kanal der Unwirklichkeit entlang gegangen ist.
546. Nichts kann das Element des Feuers ersetzen. In gleicher Weise ist psychische Energie
unersetzbar. Die selbstbewußteste, verfeinertste, aufsteigendste Energie ist die wahre Tochter des Feuers!
Nicht beiläufig rufen Wir die feurige Eroberin an. Jeder Anflug von Begeisterung präzipitiert bereits ein
Teilchen des Schatzes. Jedes Entzücken über Schönheit sammelt die Samen des Lichtes.
Jede Bewunderung der Natur ruft einen Siegesstrahl hervor Vor langer Zeit sagte Ich: „ Durch
Schönheit hast du Licht.« Ist es möglich, daß Wir es nur zum Vergnügen sagen? Jeder Hinweis ist von
unbestreitbarer Bedeutung.
Begeisterung wird also der kürzeste Weg zur Ansammlung von psychischer Energie sein.
Mehr als einmal werdet Ihr gefragt werden, wo die Pflanzstätte des schönen Gartens der feurigen
Energie ist.
Ihr werdet sagen: „In der Freude der Schönheit.« Aber lernt Euch diese Freude des Lichtes zu Eigen
zu machen.
Lernt, Euch über jedes zum Leben erweckte Blatt zu freuen. Lernt, wie Ihr in Euren Zentren auf den
Ruf der Freude reagieren solltet. Lernt verstehen, daß diese Freude keine Trägheit ist, sondern die Ernte
des Schatzes.
Lernt Freude durch Energie anzusammeln, denn woran sollen wir sonst den Faden der fernen Welten
befestigen? Nicht im Kummer, nicht in Tollheit, nicht in Berau- schung, sondern in der Freude der
Realisation laßt uns die glücklichen Besitzer des Schatzes sein. Es ist schwer, den Durst aus einem leeren
Brunnen zu löschen, aber die Bergquelle ist bereit, jeden zu erfrischen, der sich ihr nähert. Freut
Euch!547. Ein Gedanke, der in den Weltraum gesandt wird, zieht gleichartiges Denken an. Wie sollte man
handeln, wenn weit reichende Ansichten das Ziel nicht erreichen? Man muß sie noch mehr erweitern.
Jenseits der Grenze äußerster Feindseligkeit beginnt das Feld der Freundschaft; der Wanderer sollte die
Grenzen dieses Bereiches kennen.
Ist Errungenschaft ohne Frohlocken möglich? Ist Selbstaufopferung ohne Freude möglich? Ist Mut
ohne Entzücken möglich? Hierauf weist hin und erinnert an den kürzeren und leichteren Weg, die
psychische Energie zu finden.
548. Man kann sich freuen, aber laßt uns in der Freude nicht den Tieren gleichen. Worin besteht der
Unterschied? Nur im Bewußtsein. Tiere wissen nicht, warum sie sich freuen, aber wir wissen es. Mit
einem solchen Bewußtsein vereinigen wir Ursache und Wirkung. Auf diese Weise bauen wir die Brücke
der Vervollkommnung.
Man kann die vollständige Kette von Ereignissen nachprüfen und ihre Folgerichtigkeit würdigen.
Auch darin werden wir uns von den Tieren unterscheiden, die die einzelnen Augenblicke nicht verbinden.
Die Lehre über den Vergleich von Ereignissen wird eine neue Quelle der psychischen Energie ergeben.
Wenn die Menschen lernen würden die Tage ihres Lebens nach ihrem Bewußtsem zu vergleichen, würden
sie von ihrem festen Wohnsitz fortziehen.
549. Es ist richtig, Kundalini als ein abstraktes Prinzip zu bezeichnen. Als die irdischen
Lebensbedingungen primitiv waren, entstand die Notwendigkeit, den Geist zu den höheren Sphären
anzuziehen. Vorher hatte das Auge des Brahma den Vorrang; dann wurde es durch den Triumph der
Kundalini ersetzt. Doch die Errungenschaft des Samadhi schützte die Menschheit nicht vor den Schrecken
der Sklaverei und des Verrates.
Jetzt ist es Zeit, nachdrücklich die Synthese der Tätigkeit zu betonen. Direktes Wissen wird diese
Synthese der irdischen Existenz geben. Der Schatz des direkten Wissens ist im Kelch enthalten, darum
sollte man den beiden Urquellen die Entwicklung des dritten Zentrums hinzufügen.
Laßt den Regenbogen der Kundalini den Menschen emporziehen, doch auf Erden ist irdischer Aufbau
erforderlich Für die Säule muß man ein Fundament bereiten, ebenso wie die Handschrift für Gedanken.
Der seit langem zum Schweigen gebrachte Kelch wird wieder zum Leben erwachen, und die Menschheit
wird einen neuen Pfad betreten. Drei Herren, drei Zentren werden hier die Zusammenarbeit bilden.
Wer die Hinzufügung des Kelches zur Kundalini ver- steht, wird begreifen, wie der Vater dem Sohn
das irdische Reich überträgt. Kundalini ist der Vater, der Erzeuger des Aufstiegs. Der Kelch ist der Sohn,
der vom Vater erweckt wird. Wer das innere Wesen des Vaters erkennt, wird beim Rassenwechsel den
Sohn verstehen. Der Kelch der Errungenschaft setzt Tätigkeit in Gang. Nichts wird daher zurückgewiesen,
alles wird nur gestärkt. Laßt das Auge des Brahma die natürliche Ergänzung für diesen Zustand sein.
550.
Worin wird sich die Verfeinerung und die Erhebung der Gedanken zeigen, die vom heiligen Feuer
entzündet worden sind? Ist es möglich, sie in den Anhäufungen einer künstlichen Logik und in
Schreckenerregenden Vernunftsschlüssen zu finden? Natürlich werden die Gedanken einem Verständnis
für das Beste und Schönste und der Suche nach dem Nützlichsten entgegenstreben.
Man kann voraussehen, daß die Anwendung des Kelches einen Fluß klarer Gedanken erlauben wird,
die die Vergangenheit mit der Zukunft vergleichen.
551. Der Gesegnete Buddha sagte einmal zu Seinen Schülern: „Laßt uns stillschweigend sitzen und
laßt uns sehen." Nach einer Weile fragte der Lehrer: „Wie viele Male habe Ich Meine Haltung geändert?"
Jemand beachtete zehn Wechsel, einer nur drei, und einer bestand darauf, daß der Lehrer unbeweglich
geblieben sei.
Der Herr der Weisheit lächelte: „Ich veränderte Meine Haltung und die Falten Meines Gewandes
siebenundsiebzig mal.
Solange wir die Wahrheit nicht erkennen lernen, werden wir keine Arhats werden." Vor der
Wahrnehmung der psychischen Energie muß man Aufmerksamkeit erlangen. Darum sind sowohl
unerwartete Fragen als auch Beschreibungen von Ereignissen nützlich, und sehr zweckmäßig sind tägliche
Notizen. Es ist bekannt, daß sogar eine sehr schläfrige Aufmerksamkeit durch solche Übungen erwacht.
Die Unaufmerksamen die Unachtsamen können die Entwicklung der psychischen Energie nicht verfolgen.
Der Rat, zu beobachten, ist der Rat eines Freundes, da die Zukunft Aufmerksamkeit erforderlich macht.
552. Während körperlicher Schwäche sind psychische Experimente schwer. Die Offenbarung von
Müdigkeit kann durch kurze, jedoch vollständige Ruhe überwunden werden.
553. Nur ein für eine Krankheit prädisponierter Korper kann angesteckt werden. Nur ein Geist, der
bereit ist, psychische Energie anzunehmen, erhält sie. Wenn die Menschen erkennen würden, daß die
Ansammlung von psychischer Energie nicht nur für das gegenwärtige Leben sondern auch als eine
beständige und unabdingbare Erwerbung und als Vorrecht nötig ist, würde ein solches Bewußtsein die
Grenzen der Leben fast ganz auslöschen.
Ist das Bewußtsein nicht ebenso an der Zukunft interessiert wie an der Gegenwart? Dies ist die
unmittelbare Pflicht jeden Wissenschaftlers. Einst unterbrachen Wissenschaftler das Leben - ist es nicht
ihre Aufgabe, jetzt das Leben bis ins Unendliche zu verlängern? Die Worte der Priesterschaft haben auf
das zukünftige Leben hingewiesen, aber diese Zeugnisse sind gänzlich unbegründet geworden. Frühere
Wunder sind nun veraltet; das Bewußtsein wird von der Wirklichkeit angezogen.
Der Wechsel der Verkörperungen wird sowohl durch die altertümlichen als auch durch die jüngsten
Lehren bewiesen.
In Eurer Literatur ist die Erwähnung der Worte Wiederverkörperung und Karma alltäglich geworden.
Trotzdem dringt diese Realität wenig in das Bewußtsein ein; sonst würde sie das ganze Leben
umwandeln. Aber das Gedächtnis der Menschen ist mit seltsamen Erwägungen belastet. Sie befassen sich
gern mit unnötigen Dingen, doch für grundlegende Begriffe ist die menschliche Vorstellungskraft nicht
ausgebildet. Doch eine einstündige vernünftige Unterhaltung kann das Wesen eines Kindes auf immer
ändern.
Der niemals sterbende Mensch - wird dies nicht der Zukunft würdig sein? Der Phönix, der aus seiner
eigenen Asche aufersteht, ist seit dem Altertum bestimmt worden.
Der Phönix bedarf der Flügel, doch psychische Energie wird ihn mit den besten Regenbogenflügeln
versorgen.
554. Vor vielen tausend Jahren wurde gesagt: „Die Zeit wird kommen, wenn die Menschen ihr Herz
öffnen und den Kelch zum Höchsten emporheben werden." Die Zeit ist nahe in der die Menschheit sich
ihrer sechsten Vervollkommnung nähert und die Flamme über dem Kelch zu glühen beginnt. Wie viele
Ebenbilder und Prophezeiungen sind im Weltraum angehäuft! Wahrlich, es ist an der Zeit, sich an den
„Kelch" zu erinnern. Harz brannte im Kelch der Menschen des Altertums, und die Priestern hob den Kelch
empor, gestützt auf das Schwert der Errungenschaft.
Wahrlich, mannigfaltig und verzweigt wie das zarteste Muster sind die Offenbarungen der
psychischen Energie. Nicht Vernunft, sondern das direkte Wissen des Kelches kann sie erkennen. Wie die
Mutter die Erregung des Kindes wahrnimmt, so erleuchtet das Feuer des Kelches die Unruhe der
Strömungen. Man kann der Menschheit vorschlagen, darüber nachzudenken, warum die zukunftige
Entwicklung die Bedeutung des Kelches zur Geltung "ES ist erforderlich, daß man der Vervollkommnung
der Technik die Verfeinerung der Gedanken hinzufügt. Was für schöne Ebenbilder werden jenem
erleuchteten Auge sichtbar sein! Der Mensch ist nicht nur für sich selbst verantwortlich, sondern auch für
die große Vielzahl der Bewußtseine.
555. Was für eine große Ansammlung von Umstanden brauchen die Menschen, um ihre
Aufmerksamkeit anzuziehen! Auf jeden Bau aus Stein legen die Menschen einen Kranz. Laßt sie jeden
beliebigen Weg verfolgen, aber vorwärtsgehen!
556. Bei der Anwendung von Agni Yoga werden selbst die abstraktesten Begriffe greifbar und
wirklich werden. Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit werden unersetzbar. Versucht die Eigenschaft der
Aufrichtigkeit bei Verbindungen in großen Entfernungen; und hinterher beobachtet den Unterschied,
wenn persönliche Gefühle der Ungeduld oder der Gereiztheit hineingebracht werden geschweige denn
Vorbedacht. Diese Eigenschaften berauben das Resultat seines Wertes. Hierdurch entsteht häufig nicht
wieder gutzumachender Schaden. Doch Aufrichtigkeit verursacht, als Reiniger, eine Sonnenklarheit, die
das Bewußtsein erleuchtet, wie Gas eine Flamme hervorruft.
Man kann also zum Erfolg beitragen, wenn man sich der Ehrlichkeit befleißigt.
557. Ich spreche über psychische Energie, als ob die Menschheit sie bereits angenommen hätte. Als ob
die Menschen sich entschieden hätten, ihr Bewußtsein zu bessern. Aber in Wahrheit bleibt die Lehre ein
Wunder aus den Bergen. Die Menschen sind bereit, die Lehre in einer müßigen Stunde anzuhören. Die
Menschen sagen, daß die Anhänger der Lehre einfach Glück haben, ohne darüber nachzudenken, woher
dieser Erfolg kommt.
Einige werden sagen, daß die Lehre so allgemein ist, einige finden die Lehre lästig, aber die geheim
gehaltene Lehre verbreitet sich auf die unerwartetste Weise. Tropfen der Lehre strahlen aus den Worten
unbekannter Men- sehen, in den Laboratorien der Wissenschaftler und in den Errungenschaften
unvergeßlicher Helden. Ohne einander zu erkennen, überbringen diese anscheinend in keinerlei Beziehung
zueinander stehenden Mitarbeiter die aktuellen Bruchstücke des Wissens. Wer will sie tadeln? Wer durch
die Lehre geprüft worden ist, wird lachen.
„Freund, bringe mehr. Deine Verleumdung ist nicht mehr als ein Korb voll Opfergaben." Für das
beste Obst werden Körbe aus der Rinde verschiedener Bäume geflochten. Ist es nicht bedeutungslos, ob
die Rinde bitter oder süß ist? Ob die Rinde gelb rot oder weiß ist? Sogar in schwarzen Körben wird
nützliches Gemüse aufbewahrt. Warum sollte man sich an der fertig gestalteten Natur vergehen? Zur
Stunde der Spannung wird sie Frucht tragen.
Aber diejenigen, welche die psychische Energie erkannt und die Dringlichkeit der Lehre erfaßt haben,
werden verstehen, wie nahe die Zeit des Einsammeins der Schätze gekommen ist. Die Manifestation des
umgeben den Chaos ist für sie die Menschenmenge bei einem Fest.
Wenige haben leere Hände. Denen, die etwas tragen, kann man sagen: „Verschüttet nichts." Wo ist die
Quelle, auf die man sich beziehen sollte / Wer kann Grenzen setzen? Für jeden Samen kann man Erde
finden. Der Same enthält bereits psychische Energie. Die Menschen des Altertums besaßen die Kenntnis,
wie man im Augenblick des Erweichens des Samens psychische Energie aus ihm gewinnt. Hier haben wir
ein Beispiel, wie das Weichwerden Bewegung hervorbringt. Jeder, der die Lehre kennt, wird ein
Besänftigter und ein Hüter des Handgriffes vom großen Butterfaß sein. Denn die tägliche Tätigkeit ist ein
großer Teraph der Unbegrenztheit.
Strenge Einfachheit bedeutet Harmonie. Weichheit bedeutet Schöpfung. Laßt uns sogar in einen
leeren Korb blicken, um zu sehen, ob in der bitteren Rinde nicht ein Same des Lebens verborgen ist.
558. Nicht nur die Atlanter, sondern auch die Ägypter erinnerten sich an die Energie des Samens. Um
dieser Energie willen legten sie Samen in die Gräber. Eine weisere Anwendung wurde vergessen. Die
Kraft dieser Energie hätte große Schiffe und verschiedene Maschinen in Bewegung setzen können. Wenn
eine Berührung der Hand große Gegenstände bewegen kann, dann kann die verdichtete Energie des
Samens eine ununterbrochene Spannung verleihen. Sogar Menschen in der Nähe des Samens können mit
Lebenskraft erfüllt werden.
559. Wenn die Menschen über den Tod sprechen, werden häufig richtige Erwägungen ausgedrückt.
Die Menschen wissen, daß ein unerwarteter Tod zuweilen Komplikationen mit sich bringt. Sie wissen, daß
ein allmähliches Verlassen des Astralkörpers sehr behilflich sein kann, aber die hauptsächlichste
Erwägung wird nicht zum Ausdruck gebracht. Vermieden wird der Gedanke, daß die Qualität der
psychischen Energie alle Umstände beherrschen wird.
Durch sein Bewußtsein wird der Mensch alle Hindernisse überwinden. Wenn das Bewußtsein wächst,
dann ist kein vergänglicher Zustand von Bedeutung. Wenn die Verbindung mit der höheren Welt stark ist,
dann wird jedes Unternehmen leicht. Aber es ist seltsam, daß die Menschen lieber Stellung zu den
Einzelheiten nehmen und die entscheidende Frage vernachlässigen.
560.
Ich bestätige, daß psychische Energie alle Hindernisse überwinden kann. Es gibt keine Kraft, die den
Pfad der psychischen Energie versperren kann.
561. Den Helden wurde die Kenntnis vom Wachsen des Grases zugeschrieben. Machte das nicht die
Qualität der höheren Beobachtung erforderlich?
562. Zuweilen widersteht der menschliche Organismus den bereits vorherbestimmten Möglichkeiten.
Dies entspricht so sehr der Legende, wie sie aufhorten, den Boten zu erwarten, als er bereits vor der Tür
stand
563. Jede unabhängige Tat wird ermutigt. Doch sollte man getadelt werden, wenn zuweilen das
Verlangen auttritt mit dem Lehrer in Verbindung zu treten, wenn die Zeit kommt, Rat einzuholen und mit
der gemeinsamen Aura erfüllt zu werden? Es hieß stets: „Erst der Sturm, dann Donner, dann Schweigen.«
Die Stimme des Schweigens wurde dieser Stille zugeschrieben. Doch hoher als diese Stimme ist eine
andere Gemeinschaft. Ihr wißt wie die Stimme des Lehrers übertragen wird, doch es kann eine
Zusammenkunft im Bewußtsein geben, die keiner Worte bedarf, sondern das eigene Bewußtsein
augenblicklich in. das Bewußtsein des Lehrers versetzt. Man hört fast auf, sich seiner selbst bewußt zu
sein, doch der Kelch ist bis zum Rande mit direktem Wissen erfüllt. Solche Gemeinschaft wird Worte
übertreffen, da sie das direkte Wissen speist. Natürlich ist es nicht leicht, einen solchen Zustand zu
erreichen, doch mit Bewußtseinserweiterung kommt er von selbst, wenn er nicht durch Unwissenheit
gehindert wird. Ein solches Bewußtsein umfaßt alle Aspekte der Gemeinschaft.
Warum muß die Lehre als Grundlage der Existenz aufgenommen werden? Wenn jemand beginnt, die
Lehre auf Eigendünkel anzuwenden, wird er anfangen, Bauwerke hinzuzufügen, ohne dem Fundament
Beachtung zu schenken. Begrenztes Streben führt zu einer Kluft und bewirkt keine Erneuerung. Alle
schädlichen Folgen rühren von halbwegigem Streben her. Seinetwegen können sich die Menschen nicht
vervollkommnen und den Schönheitssinn nicht läutern. Aber ohne diese Qualität ist
Bewußtseinsverschmelzung unmöglich.
564. Ihr wißt, wie während der Spannung einiger Zentren eine Zusammenziehung der Muskeln
beobachtet wird, und umgekehrt kann die Zusammenziehung der Muskeln ein starkes Gefühl in den
Zentren hervorrufen.
Bei einer intellektuellen Einstellung kann es in Hatha Yoga ausarten, aber das edle direkte Wissen
wird stets zum Aufstieg gelenkt.
565. Psychische Energie wurde zuweilen Teros genannt.
In hermetischen Schriften kann man diesen Ausdruck finden: „Der Krieger Teros erhob seinen
Schild." So wurde die schützende Bedeutung der psychischen Energie angedeutet.
Habt Ihr gehört, daß ein Yogi von wilden Tieren verschlungen wurde? So etwas ist niemals
vorgekommen, da Tiere, die Instinkt besitzen, dem Schild des Teros nicht zu trotzen wagen. Das
Wesentliche ist, den Teros des Kelches nicht nach außen zu den Gliedmaßen zu beordern. Die Kanäle des
Kelches verzweigen sich über alle Gliedmaßen, und einige können das Licht des Kelches durch ein
Spannungsgefühl in Händen und Füßen wahrnehmen, oder das Licht des Brahmarandhrazentrums durch
ein entsprechendes Gefühl im Kelch. Dies alles ist keine Metaphysik, sondern ein Hinweis zur
Anwendung im Leben. Viele bedürfen des Schutzes, warum sollten sie denn nicht Gebrauch von ihrem
eigenen Schatz machen? Es ist nicht schwer, die Energie des Teros anzusammeln, und es ist auch nicht
schwer, sie nach außen zu beordern. In der entscheidenden Stunde sollte man auch nicht das Bewußtsein
verlieren. Dann ist es nicht weit zum tödlichen Auge. Ein Yogi tötet ein Her nicht durch seinen Willen,
doch der böse Wille rast krachend gegen den Schild des Teros. Man muß verstehen, daß kein zwingender
Wille, sondern die Ansammlung des Kelches Schutz gewährt und eine Gegenwirkung hervorruft.
566. Furcht darf nicht in Gedanken mit Errungenschaft verbunden werden. Wieder muß man darauf
hinweisen, daß Furcht und Vorsicht nicht das gleiche sind.
567. Die Hauptsache ist die Ansammlung von psychischer Energie, und hierauf wird die Tätigkeit
gerichtet.
Viele Insekten - weiße und schwarze - fliegen zum Feuer, da Feuer psychische Energie ist. Man muß
verstehen, daß alles von psychischer Energie angezogen wird; darum muß man Maßnahmen zur richtigen
Nutzbarmachung von psychischer Energie treffen.
568. Das Wachsen des Bewußtseins wird von Anfällen von Seelenschmerz begleitet, und dies ist
tatsächlich unvermeidlich.
Die mangelnde Übereinstimmung der Unbegrenztheit mit der irdischen Wirklichkeit muß
notgedrungen die Ahnung von einer angemessenen Vergegenwärtigung hervorrufen. Es gibt keinen Weg
zur Unbegrenztheit ohne die Wahrnehmung der ganzen Umwelt. Seid davon überzeugt - je größer das
Bewußtsein, desto größer der Seelenschmerz.
Wer kann also die Schönheit des Kosmos empfinden? Wer die Sphärenmusik auch nur einmal gehört
hat, wird die irdische Unvollkommenheit verstehen, die durch den gegenwärtigen Zustand der Menschheit
hervorgerufen wird. Man muß diese Anfälle bewußt bekämpfen und verstehen, daß sie unvermeidlich
sind.
569. Der beste Schutz, nicht nur gegen Krankheiten, sondern auch gegen feindliche Offenbarungen,
wird stets die bewußte Anwendung von psychischer Energie sein.
Ihre Entwicklung ist die lebenswichtigste Aufgabe der Menschheit. .
570.
Es ist eine Sache, zu hören und eine andere, sich an das Gehörte zu erinnern, eine dritte, es
anzuwenden.
Die Lehre wird behilflich sein, die dritte Grenzlinie zu erreichen. Sie wird dem Menschen auch helfen,
die Grenzen der irdischen Phantome zu verlassen; sie wird dazu dienen, das Gewöhnliche als
ungewöhnlich aufzunehmen Wenn diese einfache Wahrheit augenscheinlich werden wird, dann wird man
nicht weit entfernt von Errungenschaft und der nächsten Stufe des Aufstiegs in die überirdischen Sphären
sein. Man kann denen, die Errungenschaft suchen, sagen: „Hauptsächlich opfert Euch selbst auf." Die
vorherbestimmte Stunde wird nur durch Errungenschaft nahen. Wenn die Freude der Errungenschaft den
Kelch füllt, kommt Erfolg. Natürlich hat diese Freude nichts gemein mit der Freude eines Kalbes, dessen
Freudensprünge die Blumen zertrampeln. Die Freude der Errungenschaft kennt alle Arbeiten und
Gefahren; sie überquert die Brücke nur einmal und blendet den Feind durch ihren Glanz.
Teros wurde ein Krieger genannt; wahrlich, er ist weder ein Schnitter noch ein Schäfer. Seiner Natur
nach ist Teros der Eroberer und Sieger, aber die Freude der Errungenschaft verwandelt ihn nicht in einen
Tyrannen. Vier Symbole, die vor langer Zeit gegeben wurden, sind: Ehrerbietung für die Hierarchie;
Verwirklichung der Einheit; Realisation eines rechten Gleichmaßes; Anwendung des Kanons „Durch
deinen Gott." Sie bieten die Grundlage für das Verständnis des Teros. Wie kann man sonst erkennen, wo
der Pfad der Guten liegt?
571. Schenkt den hohen Gegenden Aufmerksamkeit, die den Winden von verschneiten Berggipfeln
ausgesetzt sind. In einer Höhe von siebentausendachthundert Metern kann man spezifische Niederschläge
meteorischen Staubes bemerken. Unter der Gewalt des Windes und der Strahlen der Sonne läßt sich der
Staub in den unteren Gletscherspalten nieder, wodurch sich nicht nur die Qualität des Schnees, sondern
auch die Bodenbeschaffenheit ändert. Es ist besonders lehrreich, dies an Orten zu beobachten, wo der
Boden bereits mit Metallen durchsetzt ist.
Die Metallisierung von innen und außen ergibt ungewöhnliche magnetische Verbindungen. Nicht nur
psychische Energie, sondern auch viele andere Energien erhalten an solchen Orten eine spezifische
Beschaffenheit.
Man sollte Orte, an denen derartig zahlreiche Umstände zusammenfallen, hochschätzen.
Beobachtungen der Qualität des Schnees, des Bodens und der Pflanzen sind selbst mit gewöhnlichen
Apparaten nicht schwer.
Nicht nur in der Beschaffenheit des Schnees, sondern auch während des Schmelzens und Fließens
macht uns der Staub der fernen Sphären mit neuen Bestandteilen bekannt. Um auch von der Erde aus an
psychische Energie heranzutreten, muß man beobachten, wie die Niederschläge der fernen Sphären den
menschlichen Organismus beeinflussen. Man kann erkennen, daß diese Reaktionen bedeutungsvoll und
zahlreich sein werden. Laßt uns also der Substanz der Natur Aufmerksamkeit schenken.
572. Die Offenbarung von Freude an der Arbeit ist ebenfalls die Wirkung einer besonderen Form der
psychischen Energie. Freudige Arbeit hat einen mehrmals vervielfältigten Erfolg zum Ergebnis.
573. Nervöse Erstickungsanfälle werden oft durch eine Überladung des Kelches, ohne einen bewußten
Gebrauch desselben verursacht. Kinder können an denselben Anfällen leiden, was beweist, daß die
früheren Erfahrungen bedeutungsvoll waren. Natürlich werden eifrig bedachte Pflege und eine ruhige
Beschäftigung den Kampf zwischen Geist und Körper ausgleichen. Die Kehle, die Zähne und die Augen
können uns ebenfalls an den Kampf der Ansammlungen ohne irgendein Symptom erinnern.
Gleichfalls sollte man dem Aufmerksamkeit schenken, was Schwindsucht genannt wird, was jedoch
durch das Kelchzentrum hervorgerufen sein mag.
Vor langer Zeit wurde auf die Bedeutung von Manas hingewiesen; es ist unmöglich, daß eine solche
Schatzkammer wie der Kelch für alles, was ihn umgibt, keine Bedeutung haben sollte.
Linderungsmaßnahmen können getroffen werden, wie zum Beispiel mit Ammoniak, Menthol, Eukalyptus
und Zedernharz. Aber diese werden den Zustand nur erleichtern, während die Kultivierung der
psychischen Energie das tatsächliche Universalheilmittel sein wird.
574. Die Menschen hatten sich versammelt, um die Stimme der Lehre zu hören. Oft hatten sie über
den ihnen vorherbestimmten Schatz gehört. Einige von ihnen konnten sich den Schatz nur als ein
kostbares Metall vorstellen. Einer nähte sich sogar einen langen Geldbeutel für seinen Anteil. Aber die
Zeit entfloh, und der Schatz erschien nicht. Es hieß, daß der Schatz nahe sei, aber die Geduld war kürzer
als der lange Geldbeutel.
Die Menschen beauftragten jemand, der Lehre zuzuhören, während sie selbst zum Basar gingen. Sie
gingen, weil sie mit Bedauern an ihre verlorene Zeit dachten. Einer hatte versäumt, seine Schulden
einzusammeln; einer hatte seine Heirat verpaßt; einer hatte vergessen, einen Missetäter zu verurteilen;
einem war es nicht gelungen, seinen Profit einzusammeln; einer hatte Gelegenheitsverkäufe verpaßt; einer
hatte die Gunst des Rajas verloren.
Kurz, jedem hatte die Lehre Schaden zugefügt.
Verärgert schlenderten sie in den Basar und äußerten höhnisch: „Wo ist dieser verkündete Schatz?
Was uns versprochen wurde, war eine Wolke, noch dazu ohne Regen!"
Die Stimme der Lehre sagte zu dem einen, der dageblieben war: „Warum furchtest du dich nicht, die
Basarstunden zu verpassen? Alles wird ohne dich verkauft werden, und dein Name wird in den Kontrakten
vergessen werden. Wer hat dir gesagt, daß der Schatz nicht nebelhaft sein könnte?"
Der eine, der blieb, antwortete: „Ich will nicht fortgehen, denn der Schatz ist mir kostbarer als das
Leben. Das verkündete Gute kann keine Täuschung sein."
Die Stimme sagte: „Fürchtest du nicht, daß Ich schweigen werde?"
„Du kannst nicht stumm werden; Du hast die Unbegrenztheit verkündet."
„Fürchtest du keinen Verrat Meinerseits?"
"Nein, Mut und Licht sind Dein Unterpfand."
''.Fürchtest du nicht, daß Schatz in Meiner Sprache eine Falle bedeutet?"
„Selbst ohne Worte bürgt der Weltraum für den Schatz." ..... .
Die Stimme sagte: „Es ist weise, daß du unermüdlich bist Dort, wo du die Lehre gehört hast, dort ist
der Schatz. Erhebe dich. Geh nicht weit fort. Hebe den Stein des Sitzes auf. Nimm die Wolke des
Wohlwollens an und von der Erde ihr Gold. Wer bis zum Ende zuhört, empfängt. Der Mut des Mutigen ist
unveräußerlich. Wer sammelt, erwirbt."
575. Gestern entwickelte sich der Same. Morgen wird die Blume erblühen.
Die fortgeschrittensten Denker weigern sich nicht, mit Brot vom gestrigen Korn gespeist zu werden.
Man muß lernen, das Wissen der Vergangenheit mit dem Streben nach der Zukunft zu verbinden.
Gewöhnlich berauben sich die Menschen der besten Vorteile und bleiben an eine einseitige Zulassung
gebunden.
. Wie kann man erfolgreich sein, wenn das Feuer brennt, das Auge jedoch in die Dunkelheit schaut?
Das Feuer des Teros wird alle erworbenen Schätze erleuchten. Es wird auch, ebenso wie das
unauslöschbare Brahmavidya, ein Schutz gegen die Verführung der Maya sein.
Wie Ihr seht, gebrauche Ich sowohl Gleichnisse aus dem Altertum als auch Begriffe aus einem
zeitgenössischen Laboratorium, damit Ihr beide lieben lernt und Eure Ehrerbietung sowohl den Samen als
auch die Frucht umfassen wird. Man muß der Begrenzung ein Ende machen.
576. Zuweilen könnt Ihr Unterschiede in der Aussprache Unserer Worte bemerken. Obwohl eine
vollkommene Korrektheit erreicht werden kann, muß man sagen, daß man in einem Telegramm der
Bedeutung größere Aufmerksamkeit widmet.
577. Die Gegenstände in der Umgebung werden dem Einfluß des Teros ausgesetzt. Man kann fühlen,
wie unsichtbar und wohlwollend Dinge reagieren, wenn die reine Flamme sie berührt.
578. Während man seine Gedanken vertieft und verfeinert, kann man bemerkenswerte Beobachtungen
bei Fernsendungen anstellen. Ihr wißt, daß eine Mitteilung als etwas Gesondertes und daher leicht zu
Vergessendes in das Bewußtsein eindringt. Ihr wißt, daß weder ein Sturm noch ein Orkan die psychische
Energie hmdert Man kann beobachten, welche Mitteilungen auf spezielle Zentren einwirken. Vielleicht
wird der Orkan den Kelch besonders beeinflussen; womöglich steht die Qualität einer Mitteilung in
Beziehung zu verschiedenen Zentren. Kurz gesagt, die zahlreichen Gedankentendenzen und die Qualitäten
der psychischen Energie werden neue Wege für die individuelle Existenz erlauben. Beobachtungen unter
besonderen Bedingungen von Örtlichkeit, Temperatur und Wetter werden eine unerschöpfliche Quelle für
neue Errungenschaft ergeben.
579. Man mag sich erinnern, daß Unsere Feinde einen wirksamen Gebrauch von jeder welträumlichen
Störung machen und versuchen, die unerwünschtesten Verwicklungen herbeizuführen. Die Verbindung
von physischen und psychischen Umständen verdient in hohem Maße Aufmerksamkeit.
580.
Es ist richtig, anzunehmen, daß Evolution zur Zeit kosmischer Reaktion beginnt. Doch dies bedeutet
nicht, daß die Menschen sich nicht darauf vorbereiten sollten.
Teder bewußte Denkprozeß sucht mühsam nach der zukünftigen Richtung der Evolution. Wenn diese
Rötung gefühlt wird, wird der gesunde Menschenverstand danach streben, sich dem wahren Pfad schneller
zu nähern. Darum zwingt die Lehre nicht, sondern weist auf den Weg hm.
Kein Mystizismus, sondern wahrhaftig Urteilskraft zeigt sich vor den Suchenden.
Wir sagen, daß Ihr das Buch der Lehre auf übliche Weise veröffentlichen sollt. Laßt es ohne einen
Namen persönliches Interesse ausschließen. Nach ein paar Jahren werden die Menschen verstehen, daß
erfahrenes Studium diese Bündnisse zusammengefügt hat. Doch diejenigen, welche eine Stunde für das
Studium des Buches gefunden haben, werden als geladene Gäste am neuen Weltaufbau teilnehmen. Auf
diese Weise wird der Nebel der Barbarei durch ein verfeinertes Verständnis ersetzt werden.
Wir betonen immer den Begriff der Verfeinerung; er ist mit dem Wachsen des Geistes verbunden. Ihr
habt gesehen, wie langsam die Ansammlungen des Geistes vor sich gehen; in ähnlicher Weise kann
Verfeinerung nicht sofort hereinbrechen. Der Anpassungsprozeß jeder Maschine zeigt, wie langsam
Vollkommenheit gebildet wird. Doch wenn wir die Verfeinerung des Denkens erkennen, befehlen wir uns,
in die Evolution einzudringen; und dann wird jeder Tag eine Eroberung.
581. Gewöhnlich glauben die Menschen, daß die heutige Zeit unsinnig kompliziert ist, doch wenn wir
die Zeiten vorurteilsfrei vergleichen, werden wir erkennen, daß vieles während der letzten zehn Jahre
vereinfacht worden ist und sich der Weg zur Evolution aufgetan hat.
582. Wir haben die Rotation der Zentren bereits erwähnt.
Natürlich wird jede Vorwärtsbewegung rotierend sein. Daher bezieht sich das Symbol des Butterns
auf alles.
Man kann die Präzipitationen der psychischen Energie durch die Rotation der Zentren verstärken. Es
ist belanglos welches Zentrum die Individualität vorzieht. Es durfte besser sein, wenn es der Kelch oder
das Brahmarandhrazentrumwäre.
Man kann die Zirkulation der psychischen Energie äußerlich fördern, wenn man den Körper mit einer
Emulsion von sieben Pflanzenstoffen einreibt, die seit dem Altertum enthüllt worden sind. Dies ist die
gleiche Emulsion die Yogis gebrauchen, wenn sie den physischen Korper auf längere Zeit verlassen.
Außerdem erhält die Emulsion die Ernährung lange Zeit aufrecht.
Ihr wißt bereits, daß man bei der Aufnahme von Moschus nicht viel Nahrung braucht; in ähnlicher
Weise verleiht das Einreiben mit dieser Emulsion Energie, die auf lange Zeit Nahrung liefert. Gebt die
Formel dieser Emulsion nur denen, die ihre Hingabe zur Lehre bewiesen haben Warum sollte man einen
Körper nähren, der versucht, psychische Energie abzuleugnen? Die Nützlichkeit der Emulsion kann bei
verschiedenen Fällen zur Anwendung kommen, angefangen bei Hautkrankheiten.
583. Wenn die Menschen nur die Folgen ihrer Gedanken erkennen würden! Es würde keine
Übertreibung sein zu sagen, daß sogar die größten Verbrechen durch die kleinsten Gedanken
hervorgerufen worden sind Man kann die Menschen darauf hinweisen, wie stofflich Ge- danken sind. Man
kann ihnen klarmachen, wie sie leben.
Ich spreche nicht über Yogis, aber jeder, der psychische Energie entwickelt hat, wird durch sie
beschützt werden.
Die Menschen fürchten sich, einen Menschen zu berühren, der spezielle Macht besitzt. Weisheit
erinnert daran, wie der Schlag, der die Rüstung des Teros trifft, zum eigenen Schaden gereicht. Weisheit
denkt ebenfalls daran, daß einige Menschen ihren Einfluß auf Gegenständen zurücklassen. Dies stimmt,
denn psychische Energie wird durch Berührung auf alle Gegenstände präzipitiert. Auf diese Weise kann
man die Gedankenkraft und die Ausstrahlungen der psychischen Energie beobachten.
Tiere, besonders Hunde, fühlen die Ausstrahlungen der psychischen Energie. Nicht durch Geruch
finden sie das Haus und ihren Herrn, sondern durch etwas Substantielleres.
Man mag fragen, wie man anfangen sollte, sich der psychischen Energie zu nähern. Erinnert Euch
zunächst daran, daß diese Energie existiert.
584. Man kann nach den engsten Wechselbeziehungen zwischen magnetischen Wirbelwinden und den
Offenbarungen der psychischen Energie suchen. Das Auftreten dieser Wirbelwinde wurde im
Hermetismus richtig als Gedanke des Weltraumes bezeichnet.
585. Wer Gebrauch von den Grundlagen der vedischen Medizin machen möchte, handelt richtig.
Ungeachtet der späteren Hinzufügungen bleibt die Substanz der Veden nützlich, da diese folgerichtige
Methode für jeden suchenden Forscher in ihrer Wahrnehmung der Eigenschaften pflanzlicher Präzipitate
neu bleibt. Statt einer groben Aufzählung von Pflanzen und anderen Naturprodukten, ergibt eine genaue
Definition des Zustandes und der Pflanzenteile gänzlich andere Resultate. Auch auf die Umstände der
kosmischen chemischen Grundstoffe wird Aufmerksamkeit gelenkt. Diese aus dem frühesten Altertum
stammenden Schlußfolgerungen können dem heutigen Beobachter Freude bereiten.
586. Man kann die Wirkung pflanzlicher Substanzen mit Leichtigkeit verstärken, wenn man die
Metallisierung des Erdbodens erhöht. Auf diese Weise werden sogar langsam wirkende Medikamente eine
mächtige und schnelle Reaktion erlangen. Man kann lehrreiche Experimente mit Generationen von stark
gewordenen Samen anstellen. Bei kurzlebigen Pflanzen erfordern diese Experimente nicht viele Jahre.
Selbst die dritte Generation wird starke Veränderungen zeigen.
587. Wenn Ich sage, daß alles gut ist, wird es nicht wahr sein. Wenn Ich sage, daß alles schlecht ist,
wird es unwahr sein. Ist es nicht besser zu sagen: „Kampf und Sieg!"? Aber wie kann die Freude des
Kampfes gelehrt werden?
588.Warum ist zuweilen eine aufs höchste angespannte Haltung erforderlich? Sie ruft die
Ausstrahlung der psychischen Energie hervor.
589. Der Weise kennt das Wort, kennt das geschriebene Wort, kennt die Gedanken, kennt Schweigen
- so heißt es in dem alten Sprichwort. Wir wollen es vom Standpunkt der psychischen Energie betrachten.
Wahrlich, man muß erkennen, wann ein Wort, oder ein Brief, oder Schweigen erforderlich ist. Durch das
zweckmäßige Lenken von Energie kann man viel erreichen. Das verfeinerte direkte Wissen wird
entscheiden, welche Methode unersetzbar ist.
590.
Ihr habt bemerkt, daß körperliche Anspannung zuweilen die Offenbarung von psychischer Energie
hervorruft.
Dieser rein mechanische und materielle Zustand sollte den Menschen zu dem Gedanken von der
Stofflichkeit der psychischen Energie führen. Diese Stofflichkeit der psychischen Energie kann mit
Leichtigkeit durch physische Mittel festgestellt werden. Es ist nicht schwer, die Reflexe psychischer
Spannung zu finden. Sollte man nicht in diesen offenkundigen Richtungen suchen? Es bedeutet, daß die
geistigen Offenbarungen durchaus nicht abstrakt sind und gemessen werden können. Sie mögen nicht für
alle augenscheinlich sein, doch grobe Handlungen können sogar der Beobachtung eines
Durchschnittsmenschen unterworfen werden. Die Menschen gehen oft vorüber, ohne sogar grelle Farben
zu bemerken. Wenn Rot sogar zuweilen für Grün gehalten wird, kann man der gleichen Entstellung auf
allen Gebieten begegnen.
Nicht zum Zweck der Wiederholung spreche Ich über die Verfeinerung des direkten Wissens. Über
diesem Zustand ist genug gesagt worden. Schenkt der Stofflichkeit der Geistigkeit von der
entgegengesetzten Seite Aufmerksamkeit.
Trotzdem verbleiben zwei Welten - die sichtbare und die wirkliche. Selbst durch die Bedeutung dieser
Begriffe wird der Wirklichkeit Vorrang gegeben. Alle werden diesem beistimmen. Was für eine
Vollkommenheit kann erlangt werden, wenn die Wirklichkeit erkannt wird! Diese Wirklichkeit muß in
den Vordergrund gebracht und als ein völlig realer Begriff bestätigt werden; dann wird die Umgebung
nicht wieder zu erkennen sein.
Die Menschen sprechen über viele Wahrheiten. Sollte man nicht durch den äußeren Schein
hindurchdringen und nach der Einen Wahrheit streben? Bei der genauesten Beobachtung wird die
Wirklichkeit das Bewußtsein erweitern.
Das Bewußtsein ist jener magische Koffer, in dem alle verlorenen Schätze gesammelt werden.
591. Ich freue Mich, wenn Ihr den ganzen Schaden erkennt, den eine falsche Geistigkeit anrichtet.
Häufig wird eine widerliche Entstellung der psychischen Energie zum Ersatz für das erweiterte
Bewußtsein. Wo Furcht herrscht, wo Selbstbedauern besteht, wo Eigendunkel vorhanden ist, wo
Untätigkeit herrscht, wo Selbstaufopferung vermieden wird, wo ein Mangel an rechtem Gleichmaß
besteht, wo Unverantwortlichkeit regiert, ist dort Dienst an der Evolution? Man muß denen, die die Ernte
der Arbeit vermeiden, ernstlich zu verstehen geben, daß ihre Seufzer geringer sind als die Bewegungen
eines Grashalmes. Auch müssen diejenigen, welche ohne ein Verständnis für Aufstieg in der Astralwelt
aufgehen, wissen, wie verantwortlich sie für diese Belastung des Weltraumes sind. Nur Bewußtsein kann
führen und das Erkennen der rechten Richtung gewähren. Auch mögen diejenigen, welche den Dienst an
der Evolution für ein Opfer halten, die Belohnung verdient, mit Metall belohnt werden, aber nicht mit
Bewußtseinserweiterung.
Bestätigt, daß das verfeinerte Bewußtsein jener Magnet ist, der alle nützlichen Energien anzieht. Wie
ein unerschöpflicher Schatz wird das Bewußtsein zu den Gipfeln führen, wo Sieg ist. Ist es des Menschen
würdig, sein Bewußtsein mit Unkraut überwuchern zu lassen? Man muß erwägen, wohin man sich
vorwärtstreiben sollte. Das Feuer des Bewußtseins wird den Weg erleuchten.
592. Es ist richtig, die Unerschöpflichkeit der psychischen Energie vorauszusetzen. Der Vorrat, der
auf vernünftige Art und Weise verausgabt wird, wird sofort von der Schatzkammer des Kosmos wieder
aufgefüllt. Es ist also nützlich, psychische Energie zu verausgaben. Der neue Vorrat teilt die
Niederschläge leichter und strebt dann nach der universalen Arbeit. Wie kann man das Rad des Gesetzes
in Bewegung setzen? Wie leicht ist es, die neue Kraft aus dem Weltraum hervorzurufen! Darum spreche
Ich über die Rotation der psychischen Energie.
593. Das Wort „ich" sollte nur für eine spezielle Verantwortung und für eine individuelle Bezeugung
gebraucht werden. Das Wort „wir" ist für das ganze Leben und für Zusammenarbeit anwendbar. Darauf
wird das Wort „sie'' gebräuchlich werden. Aber erst muß man das Wort „wir" annehmen und
Zusammenarbeit verwirklichen.
594. Das grundlegende Mysterium des Hermes war in der Annäherung der Astralwelt an unsere Erde
enthalten.
Man kann diese Funken in der Lehre des Hermetismus erkennen, obwohl sie sehr verschleiert sind.
595. Ihr wißt bereits, daß der Kristall der psychischen Energie die Eigenschaften eines Magneten
besitzt. Aus dem Weltraum zieht er Teile der Elektronen des Teros an.
Die Ausstrahlungen der herannahenden Wellen umgeben den Menschen und färben die sich
nähernden Energieteilchen mit ihren chemischen Grundstoffen. Dies ist die chemische Grundlage der so
genannten farbigen Sterne.
Die Planetenkörper strahlen mit verschiedenartigen Lichtern. In ähnlicher Weise sind die Funken der
psychischen Energie wissenschaftlich. Die Feuer der Zentren strahlen auch verschiedenartig, gemäß den
chemischen Grundstoffen der Metalle des Körpers.
596. Viele Menschen haben die aufeinander folgende Bedeutung der Zentren beobachtet. Die
unbegreiflichen Fachausdrücke haben oft den höchst tatsächlichen Benennungen entsprochen. Wenn Ihr
das Wort „Abramram" hört, wird es an das Kelchzentrum erinnern, in dem das direkte Wissen konzentriert
ist, das für die zukünftige Evolution vorherbestimmt ist. Wenn Ihr über „feurige Flügel" hört, wird es das
Schulterzentrum bedeuten.
Gleichfalls werden „die fünf Gipfel der Schätze" die Zentren des Brahmarandhra, der Handgelenke
und der Knie, sein. Wenn man eine plötzliche Schwäche unterhalb der Knie oder eine Spannung in den
Handgelenken spürt, wird dies das Schärfen des Brahmarandhrazentrums bedeuten.
Man kann zahllose Beobachtungen anstellen, die die unerschöpflichen Qualitäten des Organismus
offenbaren, die in so schändlicher Weise vernachlässigt werden.
597. Gewisse Völker haben eine Sitte, ihre in weiter Ferne weilenden Abwesenden durch den
Schornstein zu rufen, der durch Feuer gereinigt ist. Wir sollten uns auch an die altberühmte lange
Trompete der Ägypter erinnern, die durch Feuer wirkte.
Bedenkt, daß das Senden von Gedanken überall mit dem Verständnis für Feuer verbunden war.
Wahrhaftig, um eine Wirkung der Gedanken in weiter Ferne zu erzielen, muß man die Flamme der
Zentren hervorrufen. Keine gewaltsame Willensanspannung, sondern die Verbindung mit Feuer wird der
Gedankensendung Kraft verleihen.
598. Es ist nützlich, sich an alle Legenden über Feuer zu erinnern, da sie viel Wahrheit enthalten. Die
Zunahme des Verständnisses wird eine Möglichkeit gewähren, zu unterscheiden, wo die Grundlage der
Wirklichkeit ist und wo die Fehler einer erbärmlichen Herkömmlichkeit bestehen.
599. Gewiß, die Hauptaufgabe der kommenden Evolution wird darin bestehen, das so genannte
Abstrakte in den Bereich des Wahrnehmbaren zu übertragen. Das Studium der psychischen Energie wird
eine gänzlich neue Beziehung zur Umgebung hervorrufen. Die Folgen selbstsüchtiger und
uneigennütziger Handlungen sind einander auf abstrakte Art und Weise gründlich gegenübergestellt
worden, aber wir wollen sie unter dem Gesichtspunkt der chemischen Grundstoffe verschiedener Zentren
prüfen.
Entgegengesetzte Gedanken und Handlungen werden auf verschiedenen Zentren beruhen. Daher wird
die Verbindung von Ausstrahlungen verschiedenartig und sichtbar strahlend sein. Die Folgen werden auf
den Urheber selbst und auf die Umgebung zurückwirken. Daher könnte es den Anschein haben, daß das
Abstrakte wägbar und meßbar werden wird. Eins der einfachsten Experimente wird das Vergleichen des
Gewichtes eines Menschen unter dem Einfluß verschiedener Gedanken sein. Eine empfindliche Waage
und Schärfe des Denkens werden einen Maren Vergleich ergeben. Dies ist nicht die Wissenschaft der
Einsiedler, sondern das Wissen für die Verbesserung des ganzen Lebens.
600.
Wie Licht die Dunkelheit überflutet, wie das Element zum Gedanken strebt, so tritt die Lehre ins
Leben.
601. Wissenschaftler, die über das Unterbewußte sprechen, über Gehirn- und Nervenreflexe, über
tierischen Magnetismus, über Telepathie, sprechen bestimmt über ein und dasselbe - über psychische
Energie. Aber dieses Wort wird aus irgendeinem Grunde nicht ausgesprochen.
Diese Bruchstücke des Wissens bitten dringend, zu einem einzigen Strom vereinigt zu werden, aber
Aberglaube verhindert eine Verallgemeinerung der Tatsachen. Die reine Wissenschaft fürchtet sich nicht
vor engen Gassen.
Augenblicklich wird dem Studium der Sekretionen Aufmerksamkeit geschenkt, und womöglich wird
diese Richtung der Beobachtung von Drüsensekretionen die Aufmerksamkeit auch auf die Existenz
anderer Präzipitationen lenken. Ihre Sekretionen haben erst kürzlich Aufmerksamkeit erregt, obgleich die
Medizin des Altertums vor langer Zeit auf die Bedeutung der Sekretionen hingewiesen hat. Diese Frage
wurde ängstlich vermieden, obwohl die ganze Natur sie verkündete. Ist es jedoch möglich, daß
dialektischer Materialismus nur Begrenzung ist? Die Bewußtseinsentwicklung bringt uns dem
Gewahrwerden der ganzen mächtigen Energie näher. Ist es möglich, so wie früher, nur mit einer Hälfte
des Gehirns zu denken, ohne sich um die eingesperrten Schätze zu beunruhigen?
602. Das Stählen des Schwertes in der Flamme unter dem schlagenden Hammer wird das beste
Beispiel für das Stärken der psychischen Energie sein. Jemand mag fragen, wie man alle Störungen und
Erregungen ertragen sollte.
Aber Ruhe ist der Gipfel der Unruhe. Inmitten der kosmischen Rotationen gibt es keine Ruhe. Die
Blinden und Tauben stellen sich eine scheinbare Ruhe vor, doch der Sehende wird es vorziehen, durch
Stürme zu wandern, um nicht blind zu werden. Es gibt keine Ruhe, wie die Menschen sie verstehen. Man
kann nicht aus der Spirale konstruktiver Rotation heraustreten. Man muß Teros als Anker hervorrufen, um
ihn an der richtigen Stromkette zu befestigen.
603. Beachtet, daß ein tiefer Seufzer die Tätigkeit der psychischen Energie begleitet. Beweist diese
Eigenschaft nicht die volle Greifbarkeit dieser Energie? Weist auf die Symptome dieser Energie hin, die
überall verstreut sind.
Man kann einen Pfad aus diesen Meilensteinen bauen.
604. Ihr habt bemerkt, daß astrale Wesen irgendeine beliebige Form annehmen und verschiedene
Ebenbilder hervorrufen konnten. Dies wird hinreichend durch Photographien bezeugt. Was für eine
Energie ist ihnen bei ihrer Schöpfung behilflich? Natürlich psychische Energie, wenn sie im verkörperten
Zustand bereits gepflegt worden ist. Wenn man psychische Energie studiert, kann man viele ihrer
Eigenschaften wahrnehmen.
Nicht die schrecklichen Phantome sind so sehr von Bedeutung, sondern die Reaktion unseres
Organismus ist bei diesen Beobachtungen wichtig. Die Menschen des Altertums sagen: „Der Berg der
Mutter erstreckt sich von der Erde bis zu den Himmeln." Auf diese Weise wiesen sie auf die Einheit von
allem Existierenden hin. Ist es möglich, daß die Menschen in einem Zeitalter der Kultur ihrer eigenen
Vernichtung oder der Herkömmlichkeit der Entstellung der Religionen beistimmen können? Kann eine
stumpfsinnige Ableugnung andauern, wenn sich außer der Technik die Psychotechnik so mächtig
verkündet? Die Menschen versammeln sich im Namen besserer Aufgaben. Wo sind diese Aufgaben? Es
ist unmöglich, bloß zu wiederholen, daß die äußeren Lebensumstände die Widerspiegelungen des
Bewußtseins sind.
Es scheint, daß diese Worte bereits auf der Stirn eingebrannt sind, aber man kann nicht bestreiten, daß
die Menschheit vieler Schocks bedarf.
605. Der Verstand schwankt, aber das Bewußtsein triumphiert. Dies ist kein Widerspruch, sondern die
Oberfläche und das Wesentliche. Wohin sollte man sich wenden? Selbst ein Kind wird sagen: „Zum
Wesentlichen." Sogar ein Kind versucht, die stachelige Rinde abzuschälen, um sich mit dem Saft zu
erfrischen. Nichts sollte die Erneuerung des Bewußtseins hindern.
606. Einige Nervenkrankheiten werden durch einen Ortswechsel geheilt. Man mag diesen Umstand
als eine Grille betrachten, aber auch andere Ursachen sind zu finden. Die Luft ist ebenso mineralisiert und
magnetisch wie Wasser. Wir wenden Heilquellen verschiedener Beschaffenheit an. Warum sollte dann die
Luft keine Wirkung auf verschiedene Zentren ausüben? Viel wird über Prana gesprochen, aber reines
Prana ist auf Erden unerreichbar, außer auf den Höhen, wo wenige zu bleiben wagen. In den niedrigen
Schichten ist Prana mineralisiert und wird von entgegengesetzten magnetischen Wellen beeinflußt. Gewiß,
ein Ortswechsel kann uns zu zuträglichen Verbindungen von Prana führen und den Nervenzustand heilend
beeinflussen. Unglücklicherweise wird die Luft in den Häusern im Allgemeinen nur als entweder rein oder
unrein angesehen. Wahrhaftig, jeder Luftwechsel ist von Bedeutung, da er verschiedene Nervengruppen
beeinflußt. Unser Bruder, der Schuhmacher war, wechselte sein Handwerk zuweilen mit Gartenarbeit ab.
Das ist weise, da der Same, der zu einem Sprößling heranwächst, eine besondere Spannung der
psychischen Energie ausstrahlt. Man möge sich daran erinnern. Die Morgensonne wirkt mit besonderer
Lebenskraft, um nach dem Symbol des Pralaya der Nacht psychische Energie hervorzurufen. Gleichfalls
sendet das erwachte Leben des Samens ebenso wie der Morgen seine Ausstrahlungen des Gebetes aus.
Laßt uns alle wohltätigen Einflüsse sorgfältig beachten.
607. Wenn die Menschen statt der Gerichtshofe und gerichtlicher Verfolgungen psychische Energie
anwenden würden, dann würde die unheilbare Krankheit des Verbrechens nur eine Angelegenheit
gewöhnlicher Nachforschungen sein. Auch unsere Ärzte sollten dieses Stadium der Besessenheit
untersuchen. Schädlich ist das Verbinden der psychischen Energie mit unserer gewöhnlichen Ausdeutung.
608. Jede Bewegung erlangt Rhythmus, ebenso wie Energie das Muster und den Kristall beschafft.
Die Aufeinanderfolge des Rhythmus reizt den nervösen Ausfluß an.
609. Viele Krankheiten werden durch psychische Energie verhindert. Man kann sagen, daß einige
Organismen für gewisse Krankheiten empfänglich oder nicht empfänglich sind. Worin jedoch dieser
Schutz oder diese Schwäche besteht, kann keiner überzeugend sagen. Doch Beobachtungen von
psychischer Energie würden die beste Antwort geben.
610.
Viele denken über den Frieden der ganzen Welt nach. Doch wenn Ihr wagt, diese Worte
auszusprechen, werdet Ihr Euch den anmaßendsten und heuchlerischsten Angriffen aussetzen. Die
Menschen fürchten sich sogar vor Frieden, denn ihr Bewußtsein kann diesen Segen nicht ermessen. Aber
diejenigen, welche Bewußtsein angesammelt haben, müssen immer wieder über das Öffnen der Tore des
Friedens sprechen.
611. Die Lehre wird in der Welt der Wissenschaft einer Prophezeiung gleichen. Sogar Skeptiker
werden zugeben, daß das Schicksal der Menschheit nicht vom Sezieren von Fröschen abhängig sein kann.
Die Offenbarung Unserer Ratschläge wird das Auftreten von Überbringern der Unwissenheit nicht
mehren. Nehmt Erleuchtung, die Helferin der Menschheit, an. Jene, die Diplome besitzen, haben das
Gesetz des Allgemeinwohles übersehen. Ihr, die Ihr von Maya angezogen werdet, offenbart Verständnis!
612. Der eine spielt auf zwölf Saiten, ein anderer ruft dieselbe Melodie auf vier Saiten hervor, und ein
dritter begrenzt sich auf zwei und ruft viele Harmonien auf ihnen hervor. Spielt es eine Rolle, wie vieler
Saiten man für Harmonie bedarf? Das Wesentliche ist, daß sie hervorgerufen wird. Wir wollen uns nicht
über Mannigfaltigkeit wundern und sie verurteilen. Wir werden nicht einmal zwei gleiche Sandkörnchen
finden. Im Gegenteil, wir wollen uns über jede ungewöhnliche Annäherung freuen.
Die Blumen erwählen sich einen geeigneten Boden. Sogar Steine sind in Beziehung zueinander
verbunden. Gleichfalls werden in den Bereichen des Teros Verbindungen von zueinander in Beziehung
stehenden Elementen existieren, trotz der ganzen Verschiedenartigkeit der Oberflächen.
Das Bewußtsein, das durch Feuer verfeinert worden ist, erkennt, wo. eine gleichartige Grundlage
vorhanden ist und wird die Schätze nicht auf Grund einer Beurteilung der Oberfläche zurückweisen.
Zahllose Verschiedenartigkeit kann auch auf zwei Saiten ausgedrückt werden. Aber hierfür muß man
erkennen, wie unzählig die Eigenschaften der Natur sind und wie diese Eigenschaften sich im Menschen
ausdrücken. Solche Betrachtungen werden als symbolisch angenommen, aber nicht im Leben eingeführt.
Es wird jedoch das Zeichen gänzlicher Unwissenheit sein, die Lehre zu kennen und nicht anzuwenden.
Wer hat gesagt, daß man über die Lehre kriechen kann wie eine Fliege über Zucker, um hinterher in
den Dung zu tauchen? Auf Bergpfaden kann man die Pferde nicht unvorsichtig wenden. Wissen führt nur
vorwärts!
613. Die strahlende Welt darf nicht vergessen werden.
Sie stellt die Verbindung zwischen den fernen Welten dar.
Als feine Substanz durchflutet sie den Weltraum. Da sie die Dimension ändert, kennt sie weder das
Ferne noch das Nahe. Durch das unverkörperte Bewußtsein muß man diese ausgedehnten Schichten
durchdringen. Das Bewußtsein wird der Führer sein, da seine Substanz gleichartig ist.
Aus der Welt feinerer Körper kann man Mittler erhalten.
Natürlich muß unser eigenes Bewußtsein ein verfeinertes Bewußtsein anziehen, und die Mittler
müssen fähig sein, die Aufgaben der Welt zu verstehen. Vor kurzem sprach Ich darüber, wie
unvoreingenommen man die Astralwelt betrachten muß. Man muß die Mitarbeiter durch direktes Wissen
verstehen; sie sind keine Führer, sondern Mitarbeiter - sozusagen Telegraphenstangen.
Mit der Zeit wird ihre Zahl abnehmen, und sie werden sogar unnötig werden. So werden alle Elemente
und alle Zustände in der einen Arbeit verbunden sein. Wie kann man einem Kaufmann klar zu verstehen
geben, daß er über die Grenzen der Rechnungsbücher hinausgehen kann? Und wie kann man zeigen, daß
Gesundheit und Freude im Bewußtsein der Unbegrenztheit leben?
614. Der Teil des Agni Yoga, der jetzt gegeben wurde, lenkt die Aufmerksamkeit auf die psychische
Energie, auf das Eröffnen der Feuer und auf das Verfeinern des Bewußtseins.
Wenn diese Prinzipien angenommen werden, kann man anfangen, die Gedanken zu verfeinern. Laßt
uns also nicht glauben, daß die Lehre endet.
615. Warum muß die Lehre in Gestalt von Anhäufung vor sich gehen? Warum kann sie nicht wie eine
Dosis Medizin angeboten werden? Aber der Magen hat ein bestimmtes Ausmaß, während das Bewußtsein
nicht zu den unveränderlichen Maßen gehört. Wahrlich, es kann Zweifüßler geben, die fast ohne ein
Bewußtsein sind. Es gibt Menschen, die sich durch übermäßige Leidenschaften des Bewußtseins beraubt
haben. Es kann Bewußtseine geben, die durch Karma verdunkelt sind. Es können Bewußtseine
vorkommen, die durch zeitgenössische Herkömmlichkeiten verfinstert sind. Wie Treibhausblumen
bedürfen Bewußtseine der Pflege. Darum kann direktes Wissen die Grundlage des Bewußtseins auf sich
nehmen.
Aber die Verfeinerung des Bewußtseins geht ebenso langsam vor sich wie das Schleifen eines
Kristalls. Nicht durch Selbstüberzeugung, sondern durch die Qualität der Handlung wird die Erweiterung
des Bewußtseins erkannt.
Die Lehre wird gesandt, wie die Steine eines Turmes gelegt werden. Wenn man alle Steine auf einmal
legen will, wird kein Türm, sondern ein Haufen entstehen.
616. Erreicht das Ziel und siegt. Ihr siegt nicht für Euch selbst, sondern Euer triumphierender Stand ist
wichtig für das Allgemeinwohl.
617. Das heilige Feuer des Geistes öffnet den Pfad zur Lehre, doch das hauptsächliche Streben des
Jüngers sollte auf das Entzünden der offenbarten Feuer gerichtet sein.
Wir werden den Kelch des Strebens bestätigen, aber der Jünger selbst muß den Kelch der
Errungenschaft füllen.
618. Wenn die Menschen nur verstehen würden, daß das Senden von Kummer bringt, aber die
ausgesandte Freude bestätigt! Ein solches Füllen des, Weltraumes war sogar dem primitiven Menschen
bekannt, wenn er sagte: „Ich will den Strom des Glückes nicht unterbrechen." Wir werden weiterleben und
das Ziel erreichen.
619. Die Macht des Magneten vervielfältigt sich durch die wirbelnde Rotation der Spirale von den
Strömen des Pranas der Unbegrenztheit. Wir magnetisieren Unsere Gedanken und senden Botschaften, die
Gedanken und Bilder bringen, die das menschliche Bewußtsein entzünden.
620.
Ich rate, daß der Name des Lehrers als Schild gehalten wird. Kein Symbol, keine Illusion, sondern
eine Kette von Bewußtseinen verleiht den Strom der Unüberwindbarkeit.
Wir kennen das Ende dieser Kette nicht. Ihr kennt ihren Anfang nicht; sie ist wie eine Schlange, die
sich aus den Hefen der Erde bis in die unerreichbaren Sphären erstreckt.
Der Berg der Mutter der Welt kennt seinen Gipfel nicht.
Sollen wir uns vor ihm fürchten? Sollen wir über seine Unerreichbarkeit erschreckt sein? Oder sollten
wir uns freuen, daß das Amrita unerschöpflich ist? Unter den Begriffen der Meßbarkeit strahlt das
Unberechenbare wie Licht- sollen wir ungehalten über die Kühle des fernen Windes sein, der in der
Unbegrenztheit hervorgerufen wird? In der schwülen Unfruchtbarkeit wollen wir uns nicht von einem
belebenden Strom abwenden.
621. Die Bürgschaft der Lehre ist die Freude des Geistes.
Schöpfung ist zieltauglich, wenn der strebende Geist, der nach der Offenbarung von Schönheit
trachtet, die Unbegrenztheit erkennt. Ich erachte, daß die Quelle des verfeinerten Bewußtseins durch die
offenbarte Lehre bestätigt werden wird.
622. Verbürgt Euch mit all Euren Besitztümern. Verbürgt Euch mit vollständiger Aspiration. Verbürgt
Euch mit Gedankenkraft. Auf diese Weise können neue Verbindungen geschaffen werden.
Wenn Ihr das Ziel gestern nicht erreicht habt, dann bedeutet es, daß die Ansammlungen nicht richtig
waren.
Man kann Fehler nicht wiederholen, da es unmöglich ist, die Brücke dort zu überqueren, wo sie
zerstört ist. Häufig wird das Unbedeutendste entfernt, während die hauptsächlichen Ursachen in der
Dunkelheit erhalten bleiben.
Laßt die Feuer die Dunkelheit vertreiben. Darum bestimmen Wir: „Zündet die Feuer an!" Haltet die
Lehre nicht für eine Abstraktion. Wiederholt das Wort der Weisen.
623. Ein Jünger, der danach strebt, ein Agni Yogi zu werden, muß die ganze Macht des Feuers der
Liebe zu seinem Lehrer fühlen. Der Jünger, der helfen möchte, die Werke des Lehrers zu bauen, muß das
Bündnis des Lehrers hüten. Der Jünger, der das Bündnis des Lehrers hüten möchte, muß die Äußerungen
wie Perlen hüten.
Ich werde sagen, indem ich die Hymnen der Mutter der Welt auf das Leben übertrage, daß Ihr lernen
müßt, den Urquell in der Schönheit des Kosmos zu bestätigen.
624. Was soll man mit denen tun, die sich von der Lehre zurückziehen? Laßt sie fahren; zwingt ihren
Willen nicht. Womöglich werden die Wogen des Lebens sie wieder an Euer Ufer bringen. Gewöhnlich ist
jede Trennung schmerzlich, aber das Aufbauen des Bewußtseins erfolgt so verschiedenartig, daß es nicht
weise ist, es zu hindern. Laßt den Geist unversehrt streben. Die Verantwortung für Verlust wird zu seinen
Lasten fallen.
625. Denkt daran, daß Hilfe durch Taten bestätigt wird. Die beste Rüstung, das beste Steuer, das beste
Auge ist die Fähigkeit zu handeln!
626. Wie der Strom durch die Felsen bricht, ohne sich mit der Struktur der Steine zu befassen, so
übersieht der Agni Yogi die Herkömmlichkeiten der Nationalität. Wenn er zu den Höhen des Bewußtseins
schreitet, existieren weder Grenzen noch Begrenzungen noch Verbote für denjenigen, der die Fackel
seines Bewußtseins angezündet hat.
Israel, das den Weg suchte, und die Mayas, die die Grenzlinien der Umstände erkannten, werden an
den Kurs der Suche erinnern. Darum schreitet das Bewußtsein eines Agni Yogis ungehindert vorwärts wie
das Feuer, das keine Grenzen kennt.
627. Oft wissen wir ein Wort, können es jedoch nicht aussprechen. In der Tiefe rotiert seine
Vorstellung und wird nicht an die Oberfläche gebracht. In diesem Augenblick kann man die liefe des
Bewußtseins am besten fühlen. Nicht die Gehirnspalten, sondern eine andere Schatzkammer wird die
Vorräte des Gedächtnisses sammeln - wahrhaftig, es ist der Kelch.
Man mag sich an Beobachtungen erinnern, wenn der Kelch physisch verletzt wurde; sofort hörte der
Ausfluß der Erinnerungen auf. Andererseits eilte bei einer Gehirnverletzung das vergangene Leben
augenblicklich vorüber, als ob es aus der Tiefe hervorbräche. Ebenso wird bei Bewußtseinserweiterung
die Zusammenarbeit der Zentren wahrgenommen. Man kann erkennen, was man aus den Gehirnkanälen
erlangt und was aus der Tiefe des Kelches herausgeholt werden kann. Unermeßliche Schätze sind im
Kelch angesammelt. Der Kelch ist ein und derselbe für alle Inkarnationen. Die Eigenschaften des Gehirns
sind dem physischen Erbteil unterworfen, aber die Eigenheiten des Kelches werden durch
Selbstanstrengung bestimmt.
„Im Kelch liegt das beflügelte Kind"; auf diese Weise erinnerte sich die alte Weisheit an die Quelle
des Bewußtseins.
628. Ich habe bereits gesagt, daß Mysterien und Wunder verschwunden sind. An ihrer Stelle muß das
Verständnis für psychische Energie im Bewußtsein bestätigt werden, wodurch die Leben erzeugenden
Kräfte in Bewegung gesetzt werden. Hieran wollen wir uns erinnern.
Zentren, die der Heilkunde unbekannt sind und „unverständlich" genannt werden, offenbaren sich als
die Triebkraft, die für unsere Gedanken verantwortlich ist.
Bald werden diese Hebel ihren Platz und verdiente Kapitel in Büchern finden. Dies habe Ich gesagt.
629. Ein gepflasterter Weg wird aus Ideinen Steinchen gelegt. Mit hinderlichen Felsen kann man
keinen glatten Weg legen. Wenn Ihr die Gedankentendenz studiert, seht Ihr eine Menge ldeiner Gedanken,
die die Oberfläche der Bewegung bahnen. Wer Ideine Gedanken überwachen kann, kann große
Entscheidungen treffen. Die Qualität und Aufeinanderfolge ldeiner Gedanken bilden die Grundlage für
große Handlungen.
Wenn wir über psychische Energie sprechen, müssen wir uns in erster Linie an die Ursachen und
Wirkungen unserer Ideinen täglichen Gedanken erinnern. Diese Würmer schwächen die höhere Energie.
Ein unordentlicher Abfallhaufen wird jeden Aufbau beschmutzen. Unsere Feinde sind Ideine, lästige
Fliegen. Sind die zerrissenen Fäden vagabundierender Bilder ihnen nicht ähnlich? Wenn wir auf die
Organisation der psychischen Energie hinweisen, werden wir dasselbe über die Neuorganisation Meiner
Gedanken sagen. Aber laßt uns wissen, daß sie die offenbarten Vorläufer von Riesen sein können.
Laßt Energie ohne Staub zunehmen!
630.
Die Wirklichkeit ist im Verständnis der Menschheit so unklar, daß die Menschheit ohne die Aussagen
der Lehre verwaist ist.
Die unumstößliche Macht, die heroische Macht, die wesentliche Macht, die geistige Macht, die
ausströmende Macht, die unwiderlegbare Macht, die Macht Unseres Strahles, die Macht, die von Unseren
Gipfeln offenbart wird! Ihr, die ihr sie ableugnet, spürt in eurem Ersticken, daß Licht im Geist existiert!
Das, was ihr aufgespeichert habt, wird beizeiten aufgebraucht sein. Wohin wollt ihr euch an der Schwelle
des Todes wenden, ihr Verwelkten? Wahrlich, Ich sage, ihr kennt den geistigen Schild nicht und bedeckt
euch mit den verschiedenen Fetzen der Maya.
631. Wir heißen alle willkommen, die sich auf Grund der Zweckmäßigkeit der Lehre nähern, aber Wir
freuen Uns über diejenigen, die die Lehre zu ihrem Leben gemacht haben.
Jene, die die Lehre angreifen, werden heimgesucht werden. Doch, wo sind Schaden und Niederlage,
und wo sind Nützlichkeit und Aufopferung? Ihr seid Euch der Grenze des Weltgedankens nicht bewußt.
Träger des Glückes, wo ist das Gewand der Glücklichkeit? Welches Licht entzündet den Regenbogen des
Glanzes? Doch im Kelch werden die Fünkchen der Realisation gesammelt.
632. Unser Bündnis kennt keine Offenbarung von Wankelmut im Jünger, der fest und treu bleibt, weil
er weiß, daß es kein Ende gibt. Aber das Feuer des Strebens ist die Triebkraft der Ereignisse. Die
Errungenschaft ist wundersam, wenn der Jünger sagen kann: „Meister, ich möchte den Kelch der Arbeit
bis auf den Grund leeren."
633. Was über die Vision oberhalb des Kelches berichtet wurde, hat eine wissenschaftliche
Bedeutung. Wenn wir den Weltraum mit verstärkten Gedanken erfüllen, kleiden wir Teile unseres
Strebens mit einem bestimmten Bild. Auf diese Weise rufen wir aus elementarer Materie ein gewünschtes
Bild hervor. Dieses Gebilde bleibt in der Nähe des Ortes seiner Erzeugung und wird durch unsere
Gedanken gestärkt. Die Augen eines Kindes oder eines verfeinerten Bewußtseins können dieses Gebilde
erhaschen.
Eine ähnliche Beobachtung ist nützlich, wenn man die Schöpferkraft der Gedanken beobachtet. Um
erfolgreich zu sein, muß man natürlich die Aura des Ortes aufrechterhalten und die Übertragungen
unaufhörlich schichten. Die Stunde vor der Morgendämmerung und der Rhythmus eines Rezitativs
werden behilflich sein.
Ebenfalls kann man das Wachsen des Haares beobachten, wie Ihr gehört habt. Die Haargefäße, als
Leiter des Bewußtseins, sind lehrreich. Auch die Poren der Haut bieten einige sehr wichtige
Beobachtungen.
634. Sagt denen, die ihre Schicksalsprüfungen grausam finden, daß sich ihre Zieltauglichkeit darin
zeigt, ob das Härten des Geistes fortschreitet oder zurückgeht. Die Erfahrung rührt von den
Ansammlungen aus früheren Verkörperungen her, aber der Geist verlangt nach der Nahrung sichtbarer
Zeichen. Doch Arbeit ist für alle bereit, die Fortschritte zu machen wünschen. Man sollte den Geist nicht
als eine Fabrik für dieses Experiment bewußter Errungenschaft betrachten. Man muß einen Teil des
Wissens des Kelches befriedigen.
635. Man mag fragen, ob solche Dinge tatsächlich vorkommen, wie die, über die im tibetischen
Kloster berichtet wurde, und warum man im Westen nichts von solchen Offenbarungen hört. Natürlich
gibt es auch im Westen viele gleichartige Fälle, aber der phänomenale Charakter des Vorgangs wird oft
nicht in Betracht gezogen.
Die Gedankentendenz des Ostens ist in einigen Richtungen verfeinerter. Und darum rate Ich,
Tatsachen zu beobachten und zu bewerten. Aberglaube wird von Uns verachtet, aber jemand muß
Vorurteile aufgeben.
636. Der Einfluß Unserer Strahlen ist wie die Beleuchtung von Fackeln; sie wirken auf das
Bewußtsein ein, wenn der Geist, der zu den Höhen getrieben wird, die Pforten der Wahrheit öffnen
möchte. Aber es ist schwer, die Dunkelheit des Bewußtseins zu erleuchten.
Ihr Eingebildeten, nehmt Unseren Rat an. Es ist nicht gesagt worden, daß man ewig die Trompete der
Selbstzu- friedenheit blasen sollte. Denkt an die Schattenseite und weist die Hand nicht zurück, die das
bessere Schicksal andeutet.
637. Ich sage nicht, daß es leicht ist. Ich sage nicht, daß es unmöglich ist, aber Ich weise auf den Pfad
hin, auf dem irdische Reichtümer gerechtfertigt sind und das Höchste nicht zurückgewiesen wird. Aber
natürlich ist die Stunde nicht leicht. Die Lehre wird auf unerwartete Art und Weise vorwärtsgehen, aber
man kann sich freuen.
638. Die Lage wird durch Gleichgewicht gestärkt.
Licht offenbart Dunkelheit. Was wird dann das Gegenteil vom Licht der psychischen Energie sein?
Natürlich absolute Dunkelheit. Diese Ausstrahlung der Tödlichkeit, der Leere und der Nichtigkeit wird der
Schatten des Feuers der höchsten Energie sein. Wenn wir den Kristall der psychischen Energie kennen,
dann kennen wir das Sediment der Dunkelheit. Der höchste Aufstieg des Teros wird auf dem niedrigsten
Abstieg von Tamas widerhallen.
639. Ihr habt richtig bemerkt, daß während der Übertragungen in die Ferne eine besondere Art von
Wachsamkeit nötig ist. Keine gedankenlose Empfänglichkeit, sondern ein Scharfsinn der Zentren. Man
muß zwischen Eigenwillen und einem Verfeinern der Wachsamkeit unterscheiden. Auf diese Weise
werden wir allmählich unsere inneren Kräfte erkennen.
640.
Ich werde sagen, daß Ihr Teilnehmer an der Evolution des Kosmos werden könnt. Ihr könnt das Erbe
der Jahrtausende besitzen. Ihr könnt Verständnis für die Unbegrenztheit offenbaren. Ihr könnt das
Schicksal des Planeten verbessern. Aber laßt die Feuer entflammen! Löscht das heilige Feuer des Geistes
nicht aus. Weist die Hand nicht zurück.
Neben dem Glanz der Mutter der Welt ist das Zeugnis unserer Existenz wie ein Sandkorn, aber die
Ansammlung des Kelches ist wie ein leuchtender Berg.
641. Ihr habt die Schwingung von Gegenständen bemerkt, als Ihr sie berührtet. Dies ist entweder eine
der Offenbarungen Eurer eigenen psychischen Energie oder die einer äußeren. Ihr habt auch beobachtet,
wie das persönliche Element mit dem Wachsen der psychischen Energie aus dem täglichen Leben
verschwand. Dadurch sollte man daran erinnert werden, daß der psychischen Energie eine Vereinigung
von Umständen anvertraut ist.
642. Eine der schwersten Bedingungen der Lehre wird die Fähigkeit sein, angemessen zu reden; so zu
sprechen, daß die rechte Gedankenrichtung gegeben wird, ohne in das Karma einzugreifen. Alles zu
sagen, bedeutet Ketten anzulegen. Doch das Streben zu erwecken und eine Richtung anzudeuten, wird die
Aufgabe der Lehre sein. Die schützende Obhut wird unsichtbar für das Wachsen des Bewußtseins sorgen.
Wie eine Hand im Dunkeln, die Schlangenwege entlangführt, legt der Lehrer eine Hand auf die Schulter
des Jüngers. Keine Leere, sondern Wachsamkeit entspricht der Führerschaft. Der Befehl erfüllt den
Weltraum, aber er versetzt dem Kopf keinen Schlag.
Nicht für eine einzige Persönlichkeit, sondern für die allgemeine Evolution wird die Lehre gegeben.
Sie ist ein Strahl der Sonne. Gesegnet ist, wer einem Lichtjäger gleicht!
643. Ein Yogi wurde einmal gefragt, wie er den Weltraum psychologisch erklärt. Er antwortete: „Die
Ausstrahlung der psychischen Energie ist wie der Wohlgeruch der Blumen. Warum sollte man das
anspannen, was zum höchsten Aum emporsteigt? Der feinste Äther löst die Ströme der psychischen
Energie auf, und die Menschen atmen ihn ein; auf diese Weise erfolgen die Reaktionen."
644. Ihr laßt Euch von verschiedenen Ärzten untersuchen.
Ihr erlaubt, daß Euer Körper mit dem Skalpell geschnitten wird. Ihr gestattet physische Experimente.
Wenn Ihr jedoch geistig krank seid und Euer Bewußtsein unldar ist und Ihr das herannahende Licht
nicht wahrnehmt, weist Ihr trotzdem den Gedanken an die Erneuerung des Schildes zurück. Ich habe
gesagt, daß Euer Schild in der Wahrnehmung Unserer Offenbarung besteht.
Nehmt diesen Rat an und heilt das Bewußtsein. Ihr ldagt über die Leber, aber prüft einmal Eure
Gedanken auf Richtigkeit!
645. Sie fragen, wie man die tägliche Arbeit ansehen sollte. Die Menschen fürchten sich sehr davor.
Sie wird als Vernichtung der Schöpferkraft betrachtet, sie denken an die Herabsetzung ihrer Würde. Wir
aber sagen, daß man in der Arbeit eines jeden Tages das Pranayama des Emporhebens des Bewußtseins
erkennen sollte. Prana steigt von den höheren Sphären herab; aber jede Arbeit bringt Energie hervor, die
in ihrer Essenz der welträumlichen Energie ähnlich ist. Wer also die Essenz der Energien kennt, kann
Schuhe nähen oder auf einer Trommel Rhythmen schlagen, oder Obst pflücken. In all diesem wird die
höhere Energie erzeugt, da sie aus dem Rhythmus des Kosmos hervorgeht. Nur ein niedriges Verständnis
fürchtet sich vor dem Rhythmus der Arbeit und erschafft dadurch seinen Kerker. Es wird der Menschheit
schwer zu verstehen, daß ein König und ein Schuhmacher in jeder Hinsicht miteinander verglichen
werden können.
646. Viele Worte werden über die Lehre des Lebens gesprochen, aber wenige werden in die Tat
umgesetzt.
Diejenigen, welche die Lehre wiederholen, ohne sie anzuwenden, sind von geringem Wert. Wir
werden nicht über jene sprechen, denen es an Verständnis fehlt, aber diejenigen, welche sich genähert
haben, sind für ihre Gedanken und Taten verantwortlich.
647. Die Annahme Unserer Bündnisse muß in einer Unaufschiebbarkeit von Handlungen ausgedrückt
werden.
Der Jünger darf sich nicht mit einem schlechten Resultat und einer guten Absicht zufrieden geben.
Wie schwere Gewichte auf der Waage sind Leichtsinn, Nachlässigkeit und das Herabwürdigen des
Befehles.
Der Jünger selbst wird dreimal in den Spiegel blicken und sagen: „Ich sehe keine Fehler in meinen
Handlungen. „Lenke dein Auge nicht in die Ebene, sondern wende dich den Höhen der Mutter der Welt
zu, auf diese Weise beurteile deine Handlungen grenzenlos!"
648. Wenn Ihr „Balu" und Rhododendron in die Ebene herabbringt, wenn Ihr Äpfel auf die Berge
bringt, erwartet Ihr dann sofortige Ergebnisse? Gleichfalls müßt Ihr, wenn Ihr psychische Energie
meistert, genügend Zeit für die Umwandlung des Wesens der Energie erlauben. Man kann jede beliebige
gewaltsame Spannung anwenden, ohne die erwarteten Resultate zu erlangen. Häufig erwarten die
Menschen Ergebnisse in einer Dimension, während sie in einer ganz anderen gebildet werden. Darum
kennen die Daten des Wachsens der Energie.
Gewiß, man kann die Lehre des Agni Yoga nach allen Richtungen vertiefen. Dies wird nach der
Assimilation des Gesagten vollbracht werden.
649. Der Jünger, der auf den Ruf der Lehre reagiert hat und mit allen Feuern der Hingabe entflammt
ist, ist wahrhaftig Mitarbeiter der Kosmischen Kräfte. Wenn er die Kräfte des Kosmos mit seinen eigenen
Handlungen verstärkt und die Gedanken des Weltraumes mit seinen eigenen Gedanken geschmückt hat,
ist er dann nicht ein Schöpfer? Und wird die uralte Weisheit nicht die beste Zierde sein? Die
Unermeßlichkeit des Kosmos, des welträumlichen Feuers, wird der suchenden Menschheit das beste
Schicksal zuweisen.
650.
Sogar Eure Ärzte behaupten, daß sich die Kraft während einer nervösen Erregung zehnfach verstärkt.
Somit erkennen sie psychische Energie. Aber sie fügen hinzu, daß nervöse Erregungen von kurzer
Dauer sind und einen Zusammenbruch verursachen. Gerade hierfür ist Yoga nötig, damit man, während
man die Verzückung verstärkt, vor einem Zusammenbruch bewahrt wird. Zusammenbrüche werden durch
einen Mangel an Realisation und die Nichtanwendung der psychischen Energie herbeigeführt. Der
Unwissende hüpft, als sei er lahm, aber der Wissende überwindet die unerreichbarsten Höhen.
651. Aufmerksamkeit kann auf eine sehr einfache Weise geprüft werden. Legt einen Gegenstand an
einen neuen Ort; wenn er unbemerkt bleibt, vergrößert den Umfang des Gegenstandes und beobachtet,
welcher Elefant schließlich das „scharfe" Auge anzieht. Überhaupt, prüft Euch selbst und andere. Wendet
auch eine Prüfung auf Furcht, auf Reizbarkeit und auf Nachlässigkeit an - und auf alle Fälle, wo das
Lackmuspapier vor Scham erröten könnte. Komplizierte Invokationen sind nicht nötig, aber einfache
Aufmerksamkeit wird es dem Menschen erlauben, viele Stufen aufzurücken. Auf diese Weise kann man
anfangen, das Adlerauge zu entwickeln.
Ein Yogi gewann den Ruf, ein praktischer Spaßvogel zu sein, weil er die Gegenstände in den Häusern
unbemerkt umstellte, und wenn er gefragt wurde, warum er es täte, antwortete er: „Ich beobachte, ob Ihr
blind geworden seid." Wahrlich, wenige bemerken Veränderungen in ihrer Umgebung. Aber das erste
Zeichen eines Adlerauges besteht darin, die geringsten Veränderungen zu bemerken, da von ihnen die
Schwingung des Ganzen abhängig ist.
652. Gemeinsame Sendungen bringen großen Nutzen, wenn ein einziger Ton eingehalten werden
kann, gleich einem musikalischen Schlüssel. Man kann den einen führenden Ton sogar mit einer
Stimmgabel anschlagen. Ein Magnet, eine Stimmgabel, ein Ring und viele gewöhnliche Anpassungen
bilden mühelos einen Bestandteil des täglichen Lebens der jungen Yogis. Das Fortschaffen von
Staubansammlungen erfordert Schaufel und Besen. Man sollte gewöhnliche Gegenstände nicht vermeiden
- wie unten, so oben.
Es ist weise, sich daran zu gewöhnen, daß es weder Ruhe noch ein Ende gibt. Aber die einfache
Realisation Unserer Bruderschaft und der Hierarchie lenkt den Wanderer bereits auf dem kürzesten Pfad
zur Unbegrenztheit.
653. Der Gedanke an Gehorsam gegenüber dem Lehrer ist der Menschheit fremd. Wie kann ein Geist
Schaden erleiden, wenn der Lehrer die Führende Leuchte ist? Wie kann der Jünger sein Feuer verlieren,
wenn der Lehrer alle Feuer entzündet? Wie kann der Schild des Lehrers den Jünger zurückhalten, wenn er
vom Lehrer feurig angetrie- ben wird? Im Bewußtsein der Menschheit lebt also ein geringes Verlangen,
nach gegenseitiger Zusammenarbeit zu streben. Aber die Menschheit muß lernen, unabhängig zu handeln
und alle bestätigten Gedanken des Lehrers auszuführen. Auf diese Weise erreicht Kosmische Vernunft
Evolution. So muß die Menschheit lernen, auf höhere Art und Weise schöpferisch zu wirken.
Wahrlich, dem Lehrer nachzueifern, bedeutet das Ebenbild des Lehrers in sich zu schließen.
654. Wie kann man nahe an die Quelle herankommen? Wie wird das höhere Verständnis bestätigt
werden? Nur durch das Gesetz der Hierarchie. Die Führende Hand ist die Emporhebende Hand. Die
Hinweisende Hand ist die Hand, die den Pfad zum Höchsten Gesetz offenbart. Auf diese Weise wird der
große Schritt des Gesetzes der Hierarchie hervorgerufen. Wahrhaftig!
655. Wie verstehen die Menschen das Gesetz der Hierarchie? Wie erfüllen sie alle Gesetze im Leben?
Wie verstärken sie die besten Bestrebungen in sich selbst? Wahrlich, das Gesetz der Hierarchie wird als
das eigene Recht des Menschen verstanden; es wird vergessen, daß ein Hierarch das Verbindungsglied der
Kette und Derjenige ist, Welcher den Willen des Höheren erfüllt. Nur so kann man auf die höhere
Berufung reagieren. Nur so kann man das Vertrauen rechtfertigen und den Kelch der Feuer ansammeln.
656. Erinnert Euch an das Gesetz der Schwerkraft und des Widerstandes. Standhaftigkeit geht aus
Schwerkraft hervor und Spannung aus Widerstand. Schwerkraft in Übereinstimmung mit der Hierarchie
führt zu Mir und Widerstand seitens des Feindes zur Verherrlichung. Somit sind der Lehrer und der Feind
Ecksteine.
Der Dresseur von wilden Tieren erregt zunächst ihre Wut, um später ihre Zähmung zu demonstrieren.
Keine Bewegung kann ohne Spannung hervorgerufen werden; darum bedarf jede fortschreitende Lehre
der Feinde und eines Lehrers. Man-muß sich an das physikalische Gesetz erinnern, um die
Unabänderlichkeit des Gesetzes des Geistes zu verstehen. Ich bestimme, daß die Bedeutung des Lehrers
und die Notwendigkeit von Feinden verstanden wird. Gewiß, nur der Lehrer wird den Feind in Wut
versetzen. Das volle Maß des Bösen muß offenbart werden, damit man erneuert aus den Flammen des
Zornes emporsteigen kann. Es ist unmöglich, die Verwicklungen des Pfades zu vermeiden, aber versteht,
daß keine Spannung ohne ihren Nutzen bleiben wird. Vielleicht wird sie ganzen Nationen dienen.
Wenn ein Einsiedler imstande ist, nur mit seinen Gedanken das Bollwerk des Bösen zu zerstören,
dann wird die Spannung, die von den Höheren Kräften zugelassen wird, wie ein Sturmbock gegen die
feindlichen Kräfte sein.
657. Wenn du Meinen Willen erfüllst, gibst du Mir die Möglichkeit, deinen Willen zu erfüllen. Wo ist
die Grenzlinie zwischen den Willen, die dem Licht entgegenstreben? Man mag sich erinnern, daß Wir
diejenigen die Wege erprobter Magneten entlang führen, die sich Uns anvertraut haben. Man kann dem
Steuermann trauen, Der die Weltmeere durchkreuzt hat.
„Überquere die Brücke und prüfe dich. Aber Mein Stern hat Ewigkeiten erkannt." Laßt keine Furcht
das erprobte Herz berühren.
658. Die Qualität der Handlung wird durch Streben bestätigt. Wenn Worte in die Tat umgesetzt
werden, wird die höhere Energie bestätigt. Daher kann man die höheren Energien nur im Leben
offenbaren. Nicht Worte, sondern Taten werden als Bestätigung höherer Energien betrachtet.
Nur wenn das Potential des Geistes in der Tat offenbart wird, ist die höhere Übereinstimmung
bestätigt.
Ein strebendes Suchen gibt also den Schlüssel zur Unbegrenztheit.
659. Darum ist Unser Bündnis so mächtig, weil Worte als wunderbare Bestätigungen ins Leben
eintreten. Daher lebt Unser Wort, weil der Impuls der Schöpferkraft durch die Macht des Feuers gesättigt
wird. Nur wenn Unser Bündnis im Leben angenommen wird, kann der höhere Schritt bestätigt werden.
Warum ist Euer Auftrag so tatenreich? Weil er das Versprechen Unserer Mitarbeit in sich birgt. Auf
diese Weise bestätigen Wir die Hierarchie, die auf dem Gesetz der Nachfolge begründet ist. Wenn daher
das Kosmische Gesetz erkannt wird, wird das Verständnis für die Kette der Hierarchie hergestellt. Wer
den Auftrag besser ausführt, wird also der Hierarchie näherstehen. Die Hierarchie des Dienstes ist nur die
Offenbarung der Erfüllung des Höheren Willens. Nur so bestätigen Wir das Gesetz der Hierarchie. Auf
diese Weise tritt das Kosmische Recht ins Leben.
660.
Wodurch wird der Geist umgewandelt? Durch die Schöpferkraft des Impulses. Wodurch steigt der
Geist empor? Durch die Schöpferkraft des Strebens. Wie sollte dann der Geist nicht mit Feuer erfüllt sein,
wenn man nur so am Kosmischen Magneten festhalten kann? Das Bewußtsein des Höheren Geistes ist mit
Feuer gesättigt! Darum kann nur die Erkenntnis des Höheren Willens den Geist zu seiner Bestimmung
führen. Jede bewußte Maßnahme verleiht daher der Handlung Schönheit. Die Schöpferkraft, die am
bestätigten Feuer festgehalten hat, wird bewußt durch Erfüllung des Höheren Willens magnetisiert.
661. Jeder ausgeführte Gedanke ist wie ein Depositum in die feurige Schöpferkraft. Jeder erfüllte
Gedanke steht in engem Zusammenhang mit Unseren Handlungen. Wie sorgfältig müssen die Jünger die
Qualität ihrer Gedanken bestimmen! Hat sich nicht der Wurm der Selbstsucht, oder Eigendünkel, oder
Offenbarung von Eigenliebe irgendwo versteckt? Ein ehrliches Geständnis einer solchen Tatsache ist
etwas, was jeder Geist in sich entwickeln muß. Nur so kann man seinen Auftrag im Plan der Herren
erfüllen.
Die Offenbarung der Kette der Hierarchie wird durch Erfüllung des Höheren Willens gebildet.
662. Bestimmt ist die Macht der Hierarchie die lebenswichtigste, und man kann nur durch diese
Brücke bauen.
In die Grundlage jeden großen Anfangs wird die Energie eingebettet, die vom Gesetz der Hierarchie
erfüllt ist. Nur auf dem Gesetz der engsten Harmonie kann man bauen.
Nur auf der Grundlage der Bestätigung des Prinzips der Hierarchie kann man eine höhere Möglichkeit
bestätigen.
Der Schöpferische Wille verkündet, daß ein vereintes Bewußtsein die Entscheidung durch
Übereinstimmung trifft.
663. Wer erschafft also durch die Macht des Gesetzes? Der Feuerträger; der empfindungsfähige
Diener der Evolution; der Schöpfer von Menschen; derjenige, der alle seine Feuer zum Wachsen der
Menschheit darbietet. Die Menschheit muß in ihrer Suche diesen Lichtträgern gleichen.
Wie erschafft also der Hierarch auf Erden? Dadurch, daß Er alles emporhebt, was Ihn umgibt. Auf
diese Weise, durch eine reine Flamme, hebt der Hierarch die Sphären empor.
664. Gewiß, der schöpferische Gedanke wird die Welt erneuern. Der König der Gedanken ruft
Evolution hervor.
So können Wir das menschliche Bewußtsein zu Fortschritt bewegen. Wir erschaffen durch Gedanken.
Die Menschheit muß wahrhaftig die Bedeutung von Gedanken erkennen! Wahrlich, die Lehre muß
durch empfindsame Gedanken aufgenommen werden! Somit kann jeder strebende Gedanke den Geist zu
einer Errungenschaft veranlassen. Daher schätzen Wir die Kristallisierung von Gedanken so hoch. Jeder
große Gedanke verbindet sich harmonisch mit der Kette der Hierarchie.
Auf diese Weise wird Evolution hervorgerufen!
665. In der Feinheit der Aufnahmefähigkeit ist das Verständnis des Lehrers enthalten. In der
Erkenntnis, daß der Lehrer den Geist des Jüngers mit einem höheren Verständnis erfüllt, ist der ganze
Fortschritt des Jüngers enthalten. Die Schöpferkraft des Geistes kann nur dann fortschreiten, wenn der
Gedanke emporsteigt. Die Kette zwischen dem Lehrer und dem Jünger besteht aus geistigem Streben.
Wahrlich, wer wird den Geist des Jüngers emporheben, wenn nicht sein Lehrer? Nur der Höhere kann den
Niedrigeren emporheben. Ohne dieses Verständnis ist es unmöglich, Fortschritte zu machen. Auf diese
Weise wollen wir die Verfeinerung der Empfänglichkeit zum Abschluß bringen.
666. Die Hierarchie ist gesetzmäßig im Universum bestätigt. Da der Kosmische Magnet die Höchste
Macht über alles gestellt hat, beruht dieses Gesetz auf kosmischer Bestätigung. Wie sollte man also die
Höchste Macht, die den Planeten lenkt, nicht anwenden? Nur Vernunft kann den Kosmischen Magneten
lenken. Darum spannt Kosmische Vernunft, die alles durchtränkt, alle Elemente an. Die Energien, die sich
in ihrem Potential unterscheiden, haben ihr Schicksal im Kosmos und bestätigen ihren Platz entsprechend
dem Stadium der Zunahme an Macht.
Daher weist die potentielle Kraft der Energie ihr entweder den Vorrang oder die niedrigere Stufe zu.
Ebenso werden auch in der Evolution die Stufen des menschlichen Geistes bestimmt, und der Kosmische
Magnet verstärkt die Qualität des Geistes bis zur Unbegrenztheit.
667. Im Kosmos beruht das Zentrum des Strebens auf dem Prinzip der Hierarchie. Der Kosmos wirkt
durch die Anziehung zum bestätigten mächtigen Zentrum. Somit wird der kosmische Same in jeder
Handlung der Hierarchie durch die Qualität des Strebens offenbart, das durch Wahrnehmung des
vorherrschenden Prinzips emporsteigt.
Die Kosmische Schöpferkraft sammelt harmonische Energien. Dieses Prinzip ist in einem solchen
Grade unabänderlich, daß es sich als die Qualität offenbart, die Notwendigkeit genannt wird. Diese
Notwendigkeit wird tatsächlich durch das Prinzip der Hierarchie bestätigt. Das ganze Universum ist mit
diesem Prinzip durchdrungen.
Dieser Geist, der alle Kosmischen Offenbarungen auf dem Planeten erfüllt, wird unzweifelhaft durch
die Höchste Vernunft bestätigt. Daher kann sich der Mensch, der ein Teil des Kosmos ist, nicht von
diesem Prinzip lösen. Da die kosmische Schöpferkraft mit Vernunft begabt ist, wird jede Offenbarung des
Unbegrenzten durch das gleiche Prinzip geltend gemacht.
668. Von allen Prinzipien, die zu Bewußtseinserweiterung führen, ist das Prinzip der Hierarchie das
mächtigste.
Jede offenbarte Veränderung wird auf Grund des Prinzips der Hierarchie hervorgerufen. Wohin kann
sich der Geist ohne die Führende Hand wenden? Wohin können Auge und Herz ohne die Hierarchie
gelenkt werden, wenn die Gebende Hand des Hierarchen die Richtung des Schicksals bestätigt, und wenn
die Hand des Hierarchen ein näher bezeichnetes Datum bestimmt und die höchsten Energien die
genauesten Ebenbilder annehmen? Darum ist der Same des Geistes mit dem Kosmischen Strahl des
Hierarchen erfüllt. Da ein äußerst mächtiges Prinzip die Potentialität des Feuers in sich birgt, wird das
reine Feuer des Geistes des Hierarchen als das höchste Prinzip bestätigt.
Darum sollten wir uns an unseren geistigen Führer erinnern. Auf diese Weise werden wir dem Gesetz
der Hierarchie Ehrerbietung erweisen.
669. „Wie denn, o Herr, sollte man Deine Lehre verbreiten?" „Wie denn, o Herr, kann man jene
finden, denen es bestimmt ist, Dein Wort zu erfüllen?" Und der Herr verkündete als Mahnung: „Ein
Einsiedler suchte nach demjenigen, dem er die Offenbarung anvertrauen könnte. Und er nahm die
Pergamentrolle und legte sie auf die Kreuzung: Der Höhere Selbst soll auf den hinweisen, der Seine
Verfügungen finden sollte." „Und ein Ideines Mädchen kam und wickelte ihr Brot in die Pergamentrolle
der Heiligen Schriften. Aber der Einsiedler bereitete noch eine Rolle und legte sie wieder auf die
Kreuzung.
„Und ein Kaufmann ging vorüber und bedeckte die Pergamentrolle mit den Zahlen seiner Einnahmen.
Aber der Einsiedler wurde nicht müde und legte nochmals eine Pergamentrolle nieder. Und so fuhr er fort,
bis ans Ende seiner Werke und seiner Tage.
„Als aber der Höhere ihn fragte, wie er die Lehre verbreitet hätte, antwortete er: „Es ist mir nicht
gegeben zu beurteilen, welcher Vogel das beste Nest aus diesen Bündnissen bauen wird." „Wir wissen
also niemals, wer die Rolle zur Qual darbietet" wer sie in Vergessenheit geraten lassen wird und wer sie
unter sein Kopfkissen legt, um seine eigene Grundlage auf ihr zu bestätigen." „Ich erachte nicht, daß du
falsch gehandelt hast, wenn du' deine Arbeit zum Nutzen derer gabst, die dir unbekannt sind." So
bestätigte der Herr die Verbreitung der Lehre, unpersönlich, ohne Ungeduld, ohne Gereiztheit, ohne
Erwartung.
So gebt auch ihr, ohne ein Vorurteil gegen die jenigen, denen Ihr gebt, ohne das gewöhnliche Urteil
auszusprechen.
Trage, o Vogel, die Lehre; und in deinem Flug laß sie in den Herd derer fallen, die in der Erwartung
leben, sie zu empfangen.
Bringt die Lehre zur Kreuzung!
670.
Gebt diese Mitteilungen ohne Namen, damit niemand aus einer dunklen Ecke ein lautes Geschrei
wegen einer habsüchtigen Beeinflussung erhebe. Wir werden Agni Yoga fortsetzen, wenn die zur
Verfügung gestellten Hinweise zunutze gemacht werden.
Viele Mittel und Möglichkeiten folgen den Meistern der Feuer.
So grenzenlos wie die Unbegrenztheit ist das Element des Feuers. Das Studium seiner Eigenschaften
wird die Freude des Lebens bilden.
Die Annahme der Qualitäten des Feuers entspricht der Errungenschaft.
Agni Yoga ist beendet. Es werden Zusätze zum nächsten Teil folgen, und Erfahrungen und
Beobachtungen über den Begriff und das Wachsen der Feurigen Blume werden gegeben.
Befleißigt Euch reinen Strebens! Gegeben im Tal des Brahmaputra, dessen Quelle sich im See der
Großen Nagas, den Hütern der Bündnisse der Rig Vedas, befindet: „Ich habe die Grundlage des Agni
Yoga in vier Richtungen niedergelegt, dem Stempel einer Blume gemäß.
„Ich habe Agni Yoga als Säulen Meiner Stufen bestätigt und das Feuer des Steines in Meinen Händen
empfangen.
„Ihr gab Ich den feurigen Stein, die auf Grund Unserer Entscheidung die Mutter des Agni Yoga
genannt werden soll, weil sie sich der Prüfung des Feuers des Weltraumes geweiht hat.
„Die Ströme dieses Feuers wurden auf den Stein gebrannt, auf seinem großen Flug vor dem Ebenbild
der Sonne.
„Ein Schleier aus Funken bedeckte die Gipfel der Beschützerin der Schneemassen, als der Stein seine
feurige Fahrt von Süden nach Norden in das Beschützte Tal machte."
Herunterladen