Pruefungsvorbereitung_Umweltschutz

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Förderverein e.V. der Gottlieb-Daimler-Schule  Sindelfingen
Prüfungsvorbereitungen
FRAGEN und LÖSUNGSVORSCHLÄGE
zum Kurs Industriemeister Metall (IMME)
THEMEN
I.
Allgemeine Umweltbelastungen
II a Arbeitsspezifische Umweltbelastungen
II b Lärm
III Umweltmanagementsysteme
1. Gesunde Böden, natürliche Luftzusammensetzung und saubere Gewässer sind
Voraussetzung für alles Leben. Zunehmende Umweltbelastungen bedrohen die Erde.
a) Welcher Art sind die aktuellsten überregionalen Belastungen?
b) Erläutern Sie in diesem Zusammenhang das Prinzip "des Sustainable Development"
erklären ? (mit Skizze)
a)
b)
-
Treibhausgase, Ozonloch, Bodenozonbildung,
Sustainable Development bedeutet
Nachhaltige Entwicklung
Entnahme soviel wie nachwachsen kann (z.B. Forstwirtschaft)
State steady level = stabiler Zustand ist erreicht
Grafik zeigt an vielleicht 3 Beispielen (Luft, Boden, Wasser) bezogen auf die BRD, das
Bodenverschmutzung ansteigt, Luft ebenso leicht und bei den Gewässern SD erreicht wurde.
Weitere Betrachtungsbereiche sind Landwirtschaft, Verkehr, Industrie etc.
2. Nennen Sie 4 Bereiche/Gesichtspunkte, unter denen der Begriff Umwelt betrachtet
werden kann mit je einem Beispiel!
physiologisch -> Art der Wahrnehmungsfähigkeit
Zivilisationsumwelt -> gestalteter Lebensraum
biologische, biotisch, abiotisch ->Faktoren die Lebensraum eines Wesens bestimmen
soziale-> soziales Umfeld des Menschen
räumliche , geographische Umgebung wie Region, Gebäude -> 80 % leben in Städten
technische , künstliche, vom Menschen geschaffen -> technische Verkehrssysteme
3. Ökosysteme sind natürliche Systeme, die aus einer Lebensgemeinschaft verschiedener
Organismen (Biozönose) und dem zugehörigen Lebensraum (Biotop) bestehen. Nennen Sie
die Kennzeichen ökologischer Systeme mit je einem Beispiel!
Komplexität: -> Vielfalt von biotischen und abiotischen Beziehungen untereinander -> 500000 Pflanzen 5
Mio. Tierarten
Stabilität: -> Neigung von Ökosystemen gegen Veränderungen Widerstand zu leisten und sich auf ein
Gleichgewicht hin zu stabilisieren -> Störung z.B. durch Gifte (Arten sterben aus)
Dynamik: -> Beziehungen der Systemelemente unterliegen einem steten Wandel -> Elchbestand
Entwicklung (evolution): -> natürliche Auslese dadurch Veränderung der Zusammensetzung der
ökologischen systeme -> Entwicklung des homo sapiens
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Themenkreis: Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
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Zielorientierung: -> Systemerhaltung durch Steuerung der Wechselbeziehungen und der Ressourcennutzung
-> Regel zur Arterhaltung
4. Von Bedeutung für das Überleben ist die Erhaltung von natürlichen
Kreislaufsystemen. Skizzieren Sie einen Energiekreislauf, benennen Sie die einzelnen
Elemente und beschreiben Sie die den Ablauf einer Konsumentenkette sowie den von
Destruenten!
-Skizze siehe Script
-Maisanbau, Verfütterung an Tiere und Fleischgewinnung, Nahrung für Menschen
-Bioabfälle, Kompostierung, Humus, Mineralienabgabe, Nähstoff für Pflanzen
5. Mit dem Energiefluß durch die Erdoberfläche ist auch ein Kreislauf verschiedener
Stoffe verbunden. Nennen Sie die 4 wichtigsten Stoffe des Stoffkreislaufs, deren
spezielle Aufgaben und wo wir diese Stoffe vorwiegend antreffen!
Wasser: lebenswichtiger Stoff aller Lebewesen -> Ozeane,
Kohlenstoff: Bestandteil aller Organismen, Energielieferant für Planzen; -> Atmosphäre,
Oberflächengewässer, Vegetation,
Stickstoff: Bestandteil von Aminosäuren und Proteinen, Pflanzen nehmen Nitrate auf und
legen sie in Proteinen ab, Menschen/Tiere scheiden Harnsäure ab. Höhere Pflanzen nehmen
Nitrate auf und legen sie mittels biochemischer Prozesse in Proteinen fest.
-> im Boden zu Nitraten und Nitriten umgewandelt; Luft als Stickstoff, im Boden als Nitrate
Sauerstoff: Sauerstoff ist an den Kohlenstoffkreislauf gebunden. Photosynthese setzt
Sauerstoff frei, Destruent veratmet diesen wieder; ->in der Luft
6. Erläutern Sie die Begriffe Emission, Transmission, Immission mit je einem Beispiel
und nennen Sie beispielhaft 3 Regelwerke, in denen Grenzwerte vorgegeben werden.
Emission (Quelle) -> Schornstein
Transmission (Verteilung/Transport) -> Wind
Immisssion (Empfänger) -> Mensch, Tier, Pflanze
TA-Luft (Grenzwerte für Luftschadstoffe)
MIK - Grenzwerte Tabellen
MAK - Grenzwerte Tabellen
-> Werte, die 8h , 5Tage, ein ganzes Arbeitsleben aufgenommen werden, den normalen gesunden Menschen
nicht nachhaltig nicht schädigen
7. Immer wieder werden wir mit dem Begriff "Smog" konfrontiert. Welche 2 Smog-Arten
kennen Sie? Beschreiben Sie für die beiden Arten den prinzipiellen Vorgang (Skizzen)
die Einflußfaktoren, die Art der Entstehung, die Gefahren sowie Maßnahmen zu deren
Reduzierung!
Los-Angeles-Smog (Sommersmog, Photochemischer Smog)
Smog entsteht durch Schwebstoffe
Ozon ist aggressives Photooxidant und Leitsubstanz
Entstehung: intensive Sonneneinstrahlung, hohes Verkehrsaufkommen, NOx, VOC´s
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Reaktionskette No2 + Sonne
Gefahren: Schleimhaut- + Augenreizungen, Kopfschmerzen, Vegetation, Materialversprödung
Maßnahmen: Reduzierung der Emissionen (Fahr-, Betriebsverbote), Reduzierung der Leitsubstanzen (NOx,
Ruß, Benzol) durch Verordnungen, Reduzierung der Vorläufersubstanzen um möglichst etwa 80 %
London-Smog (Wintersmog, saurer Smog)
Einflußfaktoren: SO2, Schwebstaub, Kfz und Hausbrand, austauscharme Wetterlage, geringe
Luftgeschwindigkeit, längere Dauer des Zustandes
Gefahren: Atemwegserkrankungen
Maßnahmen: schwefelarme Brennstoffe, Rauchgasreinigung, Verkehrsberuhigung
8. Der Treibhauseffekt gefährdet global schon heute und vor allem in der nächsten
Zukunft unser Leben auf der Erde. Beschreiben Sie dieses Problem (Skizze), deren
Ursachen, die Spurengase und deren Herkunft, die möglichen negativen globalen Folgen
und nennen Sie Maßnahmen zur Reduzierung.
Ursachen: zuätzliche Spurengase, Differenz kurz zu langewelligen (infrarot) Strahlen -> Erde heizt
sich auf.
Spurengase: CO2, FCKW, Methan, Lachgas, Ozon
Herkunft: CKW, FCKW -> Kühlmittel, Schäummittel, Reinigungsmittel, Lösemittel
Negative Folgen: Erwärmung, Anstieg der Weltmeere, Landwirtschaft, Klimazonen verschieben sich
Maßnahmen: Verzicht/Reduktion der FCKW, Schutz der großen Waldgebiete, Reduzierung der Emissionen aus
Verkehr, Industrie, Haushalt
9. Der zunehmende Treibhauseffekt kann erhebliche negative Auswirkungen haben.
Benennen und beschreiben Sie 5 mögliche Auswirkungen, die hypothetisch durch den
Treibhauseffekt angenommen werden!
-Verschieben der mitteleuropäischen Hochwälder um 100 km /°C
-Gefährdung der Ernährungsquellen
-Anstieg von Artenverlusten
-Landverlust und Versalzung der Grundwässer
-Abnahme der Widerstandskräfte von Wald und Pflanzen
-günstige Folgen für Island und Tundren der GUS Staaten
10. Bereits Mitte 1970 wurden die negativen Wirkungen der FCKW diskutiert. Ende 1979
wurde die Ausdünnung der Ozonschicht meßtechnisch nachgewiesen. Beschreiben Sie,
a) die Lage der Ozonschicht in der Atmosphäre,
b) den Aufbau von FCKW,
c) 4 Herkunftsbereiche von FCKW,
d) deren Wirkmechanismus in der Atmosphäre,
e) den Vorgang des Ozonabbaus sowie
f) Maßnahmen zur Verminderung des Ozonabbaus.
a) Lage: 30-60 km in der Stratosphäre
b) Aufbau: fluorierte, chlorierte Abkömmlinge der ersten beiden Kohlenwasserstoffe Methan und Ethan.
Voll und teilhalogeniert
c) Herkunft: Treibgas, Aufschäummittel, Kältemittel, Lösemittel
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Themenkreis: Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
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d) Wirkmechanismen: FCKW, langlebig, bauen sich nur in oberen Schichten ab, O3 -> O.+O2
e) Vorgang: UV-BStrahlung spaltet Cl-Radikale ab -> Radikale bauen O3 zu O2 ab -> unterhalb -70°C
keine Methanbremse mehr, dadurch weitere Anstieg der OH-Radikalen -> Sonne, Erzeugung weiter
Spaltprodukte aufgrund vermehrter UV-B-Stahlung
f) Maßnahmen: Ersatzstoffe für FCKW, oder teilhalogenierte Stoffe
11. Die tropischen Regenwälder werden zunehmend zerstört.
a) Nennen Sie 4 Ursachen,
b) 4 Folgen dieser massiven Eingriffe und
c) 4 Maßnahmen, die der Zerstörung der Urwälder entgegenwirken können?
a) Brandrodung, Erosionen, kurze Reichtum, Keine Forstwirtschaft
b) Artensterben, COs-Anstieg, Klimaveränderungen
c) Forstwirtschaft, Verzicht/Ersatz von Tropenhölzern, Einkommenssubstitution, Verbote
-Verzicht auf Tropenhölzer
-Ersatzwirtschaftszweige regional fördern
-Planmäßiger Abbau und Aufbau
-internationale Regelungen
-Ausfuhrverbote
12. Der Mensch greift heute stärker in die Natur als früher.
a) Welches sind die 2 Hauptursachen,
b) beschreiben Sie 5 Verhaltensweisen des Menschen, die verstärkt zu Eingriffen in
die Natur führen sowie
c) 3 Hinweise zur Abhilfe?
a)-Bevölkerungswachstum, veränderte Verhaltensweisen
b)-zunehmender Energieverbrauch
-Wasser
-Ernährung auf andere Art und Weise
-Produktion neuer und mehr Güter
-Wohnen
-Mobilität erhöht sich laufend
-Freizeit
c) Antworten zu Verhalten des Einzelnen und der Gemeinschaft
13. Erläutern Sie den Unterschied zwischen
a) Primär-, Sekundär- und Nutzenergie mit je einem Beispiel und
b) Nennen Sie je 2 Beispiel für Primärrohstoffe, regenerierbare Energien,
Sekundärenergie und Nutzenergie und
c) beschreiben Sie anhand eines Beispiels. wie die Umwandlungsverluste gesenkt werden
können!
a) Energieinhalt der Primärrohstoffe, Energie nach Aufbereitung, Von Verbrauchern nutzbare Energie
b)Fossil: Torf, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Ölschiefer, Ölsand
Mineralisch: Uran
Regenerierbar: Sonne, Wasser, Wind, Dung, Biomasse, Gezeiten, Erdwärme
Sekundär: El Strom, Heizdampf, Heizwasser, Erdölprodukte, brennbare Gase, Briketts, Kohle
Nutzenergie: Heizwärme, Prozeßwärme, Strahlung, mechanische und elektrische Energie
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c) Kraftwerk: Kraft-Wärmekopplung, Wärmedämmung in den Haushalten
14. Gutes Trinkwasser wird trotz reichlichem Vorhandensein in Deutschland immer
knapper und teurer. a)Welche Wassermenge verbraucht jeder Bundesbürger jährlich,
b)auf welche Bereiche im Haushalt verteilt sich der Verbrauch und
c) nennen Sie 5 Möglichkeiten aus dem Haushalt, wie der Wasserverbrauch gesenkt
werden kann!
a) ca. 135 l/Tag*E
b) WC=65, Trinken und kochen=6, Wäsche=35, Raumreinigung=7, Geschirr=8, Köreperpflege=50
c) Spartasten, Sparwäschegang, Regenwasser für Garten,
15. Nennen Sie mindestens 5 typische Auswirkungen jeder industriellen Produktion bzw.
Stoffumwandlung auf die Umwelt!
-Abfall, -Luft, -Lärm, -Abwasser, -Boden, -Ressourcen
16. Massiv ansteigende Verkehrsdichten sind Ausdruck "moderner mobiler
Gesellschaften".
a) Welche 5 schädlichen Auswirkungen hat der motorisierte Individualverkehr auf
unsere Umwelt?
b) Welche Luftschadstoffe werden von Verkehrssystemen emittiert und
c) bei welchen Schadstoffen hat der Verkehr den größten Anteil an dem gesamten
Schadstoffeintrag?
d) Durch welche 3 persönliche und 3 technische Maßnahmen lassen sich die schädlichen
Auswirkungen des Automobils verringern?
e) Nennen Sie 4 Ansätze, wie nach Ihrer Ansicht die Mobilität/Verkehr umgestaltet
werden müßte?
a) Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Flächenversiegelung, Energieverbrauch, Unfälle/gesundheitliche
Schäden,
b) Stickstoffdioxide , Kohlenmonoxide -> Kohlenstoffdioxide, organische flüchtige Kohlenwasserstoffe
(KW),
c) Stickstoffdioxide, KW
d) Fahrgemeinschaften, Fahrradfahren in der Stadt, öffentliche Verkehrsmittel
Katalysatoren, verbrauchsarme Motoren, leichtere Fahrzeuge etc.
e) Besser verzahnte öffentliche Verkehrsmittel, Preise senken für ÖPNV, Entwicklung von
Brennstoffzellenantrieben mit der Nutzung von Wasserstoff, praktische Prüfungen zum
verbrauchsarmen Fahren bereits als Bestandteil der Führerscheinprüfung
17. Freizeit ist in unserer stressgeplagten Zeit eines der wertvollsten Güter
geworden.
a) Welche 3 Gründe sind für das veränderte, verstärkte Freizeitverhalten in den
letzten Jahren verantwortlich?
b) Welche 5 negativen Folgen kann Freizeitsport haben?
c) Welche 5 negativen Folgen kann Massentourismus im Ausland haben?
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Themenkreis: Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
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d) Beschreiben Sie 5 Möglichkeiten, wie Freizeit in unserer Gesellschaft gestaltet
und organisiert werden könnte, so daß die negativen Folgen für Mensch und Natur
verringert würden?
a) -zunehmender Stress am Arbeitsplatz und daraus der Wunsch nach intensiver Nutzung der Freizeit
durch z.B. Extremreisen oder Extremsport
- höheres Einkommen
-fallende Flugpreise
b) -Lärm beim Autorennen
-Bodenerosion in den Skigebieten
-Tiere und Ökotope werden durch Mountainbiker gestört
-etc. eigene Beispiele und Überlegungen
c) -extreme Wasserknappheit
-Ursprüngliche Kulturen verlieren sich zunehmend
-Abfallberge und Verschandelung des "Hinterlandes"
-Extreme Zunahme von ansteckenden Krankheiten
d) - mehr Urlaub vor unserer Haustüre
- ÖPNV nutzen
- nicht in geschützte und sensible Landschaften eindringen
- unterwegs sich auf jeweils geltende "Kultur" vorbereiten und sich darauf einstellen
- weniger schädigende Sportarten betreiben
18. Durch vielfältige Aktivitäten menschlichen Handelns und durch Abgabe von
Schadstoffe stört und zerstört der Mensch den Naturhaushalt und Ökosysteme.
a) Von welchen 3 Faktoren menschlichen Handelns hängt die Tiefe des Eingriffs des
Menschen in die Natur ab?
b) Was ist unter biogenen und anthropogenen Schadstoffen zu verstehen? (Nennen Sie je
ein Beispiel)
c) Welche 3 Luftschadstoffgruppen (mit je einem Beispiel) kennen Sie?
d) Welche 5 Gewässerschadstoffgruppen werden unterschieden (mit je einem Beispiel)!
e) Nennen und beschreiben Sie 3 Arten von Bodenbelastungen!
f) Nennen und beschreiben Sie 5 Arten von Wasserbelastungen!
a)
b)
c)
d)
Anzahl der Menschen, Verhaltensweisen, Industrielles Wachstum
Biogen = von der Natur ausgehend , anthropogen = vom Menschen ausgehend
Anorganisch gasförmig (Schwefeldioxid), organisch flüchtig (Benzol), partikelförmige (Russ)
Leicht abbaubar (Fäkalien), schwer abbaubare (Pestitide), Salze (Bergbausalze), Schwermetalle (Blei),
Nährstoffe (Nitrat)
e) Erosion, Verdichtung, Versalzung, Versiegelung, Versteppung
f) Durch Industrie, Energieerzeugung (Kühlwasser), Haushalte (Fäkalien), Landwirtschaft, Eutrophierung
19. Was kann der Einzelne selbst tun, um die Belastungen bei Wasser, Abfall, Lärm,
Luft, Energie zu verringern (je 2 Beispiele)?
-
Duschen, Spartasten
Vermeidung, Trennung, Wiederverwendung
Fenster Schließen, Schutzwände, Kapselungen
Kat fahren, moderne Heizkessel, Dämmung
Öffentliche Verkehrsmittel, Dämmung
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20 . Umweltschutz läßt sich nur verwirklichen, wenn der Gesetzgeber und die verantwortlichen
Politiker Regeln und Leitlinien aufstellen, die für alle verbindlich sind. Diese sind in den
Prinzipien des Umweltrechts formuliert.
a) Beschreiben Sie knapp die wesentlichen Inhalte von 3 dieser Prinzipien
b) Erläutern Sie jeweils die spezielle Problematik bei der Umsetzung der von Ihnen
beschriebenen Prinzipien.
a)
Vorsorgeprinzip: Grundlegende Zielsetzung der Vorsorge ist es, die Entstehung von Umweltbeeinträchtigungen
von vorneherein zu vermeiden. (Vermeidungsprinzip)
Hierzu gehört
1. die Gefahrenabwehr, wobei der Staat schützend eingreift, wenn menschliches Handeln erkennbar dazu
geeignet ist, Schäden für Mensch und Umwelt herbeizuführen (z. B. Smogverordnung)
2. die Risikovorsorge, die darauf abzielt, durch vorausschauendes Handeln bereits dem Entstehen möglicher
Umweltbeeinträchtigungen vorzubeugen (z.B. Gentechnik)
3. die Zukunftsvorsorge, die darauf abzielt, durch vorausschauendes Handeln die Zukunft aktiv so zu gestalten,
daß die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben. (z.B. Verkehrspolitik, sowie Stichwort "Sustainable
Development" = nachhaltiger Umweltschutz)
Verursacherprinzip: Dieses bestimmt, wem einzelne Umweltbeeinträchtigungen zuzurechnen sind und wer für
ihre Verminderung bzw. Beseitigung die Kosten zu tragen hat. Dieses Prinzip gilt in Marktwirtschaften als
effektivstes Instrument
Aufgabe des Verursacherprinzips ist die Externalisierung (Verlagerung auf andere Personen) zu verhindern, die
Umweltkosten zur ermitteln und diese dem Verursacher zuzurechnen (Internalisierung)
Umsetzung bisher z.B. bei Abwasserabgabe (direkt), Mineralösteuer (wird indirekt verwendet)
Kooperationsprinzip: ist ein politisches Verfahrensprinzip, das darauf gerichtet ist, zwischen staatlichen Stellen
und gesellschaftlichen Gruppen Einvernehmen über umweltpolitische Ziele herzustellen. Die Ziele sind:
1. Beteiligung der Betroffenen zur Hilfestellung der politischen Entscheidungsträger zur sachgerechten Umsetzung
von Maßnahmen (Bürgerinitiativen, Wirtschaftsverbände etc.)
2. Sachverstand verschiedener Organisationen und Fachleute nutzbar machen ((TÜV, VDE etc.)
3. Das Umweltbewußtsein der Bürger soll so geschärft werden
Gemeinlastenprinzip: hierbei sollen in bestimmten Fällen und Situationen nicht die Verursacher die Kosten
umweltpolitischer Maßnahmen tragen, sondern die Gesellschaft. Dieses Prinzip kommt in folgenden zwei Formen
zur Anwendung:
1. Allgemeines Gemeinlastenprinzip: öffentliche Hand übernimmt die Kosten nur, wenn Verursacher nicht mehr
festgestellt werden kann oder bei akuten Notfällen. Dieses Prinzip kommt noch am häufigsten zur Anwendung
(z.B. Sonderabfälle werden illegal entsorgt)
2. Nutznießer- oder Geschädigtenprinzip: Die Nutznießer einer Maßnahme entrichten eine Abgabe. (z.B.
Wasserpfennig, Tschernobyl-Fonds)
b)
zu Verursacherprinzip
-Deatailkenntnisse fehlen
-Verursacher können nicht direkt ausgemacht werden (Immissionen)
-bei mehreren bekannten Verursachern fällt die Verteilung schwer
-Schädigung durch einen Schadstoff kann vilefältiger Art sein
-Verantwortliche für Altlasten sind oft nicht mehr erreichbar
-Wettbewerbsnachteile können entstehen
-Schadstoffe kennen keine Landesgrenzen
etc.
zu Vorsorgeprinzip
-Bei der Zulassung von neuen Anlagen und Technologien sind selten alle Risiken für die Zukunft zu erkennen
-Neue zukunftsweisende Techniken könnten verhindert werden
-Es muß ein Restrisiko von allen Bürgern mitgetragen werden
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etc.
zu Kooperationsprinzip
-Anwendung des Kooperationsprinzips beinhaltet die Gefahr, daß Bestrebungen zur Harmonisierung
unterschiedlicher Interessen Kompromisse hervorbringen, die zu Lasten der Umwelt gehen.
-Dauer z.B. eines Genehmigungsverfahrens kann sehr groß sein und somit zu kostspielig werden
etc.
zu Gemeinlastenprinzip
-Schäden werden von der Allgemeinheit bzw. den Bürgern, bezahlt
-Wirtschaftlich starke Interessengruppen nehmen Einfluß und verlagern die Kosten z.B., der Entsorgung
(Kunststoffe, Altautos etc.) auf die Allgemeinheit
-Dieses Prinzip fördert nicht unbedingt das Verantwortliche sorgsam mit der Umwelt umgehen
etc.
21. Zur Umsetzung des Umweltrechts wird der unbestimmte Rechtsbegriff „Stand der
Technik“. Dieser findet Niederschlag in den Technischen Anleitungen z.B. TA-Luft.
a) Erläutern Sie den wesentlichen Inhalt des Begriffes „Stand der Technik“
b) Welche Probleme können bei der Umsetzung des Standes der Technik in
die Praxis entstehen?
a) -Stand der Technik ist Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Einrichtungen und Betriebsweisen
-Die praktische Eignung der Maßnahme muß gesichert erscheinen
-Es sind vergleichbare Verfahren heranzuziehen, die mit Erfolg im Betrieb erprobt worden sind
b) - Der technologische Wandel schreitet ständig voran. Anlagen, Einrichtungen und Betriebsweisen sind immer
neuen Produkten uns Anforderungen anzupassen.
- Zur Umsetzung von Umweltrechtsvorschriften z.B. zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen oder zur
Luftreinhaltung dürfen die Behörden nur technische Maßstäbe verlangen, die auch realisiert werden können.
-Das technisch Mögliche bestimmen jedoch die Unternehmen. Die Behörden sind praktisch gezwungen, sich
den Stand der Technik laufend neu zu erarbeiten und in Vorschriften umzusetzen. Verzögerungen sind dabei
unvermeidlich.
-Es kann auch geschehen, daß eine Behörde zu viel aber auch zu wenig verlangt.
-Die Fixierung des SdT erfordert oft Jahre und kann beim Veröffentlichen bereits z.T. veraltet sein.
22. Das deutsche Umweltrecht hat sich schrittweise nach den Anforderungen zum Schutz der
Umweltelemente entwickelt. Es ist demnach sehr komplex. Laufend wird es aktualisiert
oder neue Rechtsvorschriften kommen hinzu.
a) Nennen Sie 3 wichtige Umweltrechtsgesetze und beschreiben Sie deren jeweiligen
prinzipiellen Ziele oder Grundsätze.
b) Erklären Sie den hierarchischen Aufbau,also die Art der angewandten Rechtsvorschriften der
im deutschen Umweltrecht
c) Durch welche Gruppen der europäischen Rechtsvorschriften wird das deutsche Umweltrecht
zunehmend beeuinflußt und Europa umweltrechtlich harmonisiert? .
a)
Wasserhaushaltsgesetz (WHG); Gewässer sind als Bestandteil der Natur so zu bewirtschaften, Daß sie dem Wohl
der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen einzelner dienen und das jede vermeidbare
Beeinträchtigung vermieden wird
Jedermann wird durch das Gesetz verpflichtet, bei Maßnahmen mit Einwirkungen auf ein Gewässer die
erforderliche Sorgfalt anzuwenden, nachteilige Veränderungen zu verhindern, gebotene Sparsamkeit zu
berücksichtigen
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz: (Krw-/AbfG) Abfälle sind in erster Linie zu vermeiden und erst in zweiter
Linie stofflich zu verwerten oder zur Gewinnung von Energie zu nutzen. Abfälle sind nicht zu vermischen. Die nicht
verwertbaren Abfälle sind ordnungsgemäß zu entsorgen
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Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG): Menschen, Tiere und Pflanzen, Böden, das Wasser, die Atmosphäre
und Kulturgüter und sonstige Sachgüter sind vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen, wenn es sich um
genehmigungsbedürftige Anlagen handelt
Schädliche Umwelteinwirkungen sind Immissionen, die nach Art, Ausmaß und Dauer erhebliche Belästigungen
bewirken; dies kann sein Luftverunreinigungen, Erschütterungen, Lärm, Strahlen.
b)
GG (Verfassung) -> Einzelgesetz (z.B. Krw-/AbfG) -> Verordnung (z.B. AltautoVO) -> Verwaltungsvorschrift (z.B.
TA-Abfall) -> Satzung (Abfallsatzung des Landkreises)
c)
EU-Verordnungen (wie Audit-VO) müssen direkt in nationales Recht umgesetzt werden, EU-Richtlinien (wie einige
Gewässerschutz-Richtlinien) sollen eine Richtung und Rahmen vorgeben, in dem die rechtlichen Inhalte
umzusetzen sind
23. Zur Umsetzung der betrieblichen Aufgaben im Umweltschutz sind Betriebsbeauftragte
zu bestellen, wenn bestimmte Rechtsgrundlagen dies verlangen.
a) Welche 4 grundsätzlichen Funktionen haben Umweltbeauftragte zu erfüllen
b) Welche Beauftragten werden zu dem sog. „Umweltbeauftragten“ zusammengefasst?
c) Beschreiben Sie die wesentlichen Kenntnisse, die ein Immissionsschutzbeauftragter
gemäß „Anhang II, Teil A: Fachkunde besitzen muß.
a)
-Kontrollfunktion wie Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, Durchführung von Messungen und Kontrollgängen,
Beseitigung von festgestellten Mängeln
-Informationsfunktion wie Aufklärung der Betriebsangehörigen bezogen auf den Umweltschutz
-Initiativfunktion wie Hinweise geben auf die Entwicklung und Einführung umweltfreundlicher Verfahren und
Erzeugnisse
-Berichtspflicht mindestens einmal im Jahr muß der Betreiber eien Bericht erhalten
b)
-Gewässerschutzbeauftragter
-Immissionsschutzbeauftragter
-Betriebsbeauftragter für Abfall- und Kreislaufwirtschaft
c)
Kenntnisse in:
-Anlagen- und Verfahrenstechnik unter Berücksichtigung des Standes der Technik
-Überwachung und Begrenzung von Emissionen
-Verfahren zur Ermittlung und Bewertung von Immissionen
-Umwelterhebliche Eigenschaften von Erzeugnissen einschließlich Verfahren zur Wiedergewinnung und
Wiederverwertung
-Chemische und physikalische Eigenschaften von Schadstoffen
-Vermeidung sowie ordnungsgemäße und schadlose Verwertung von Reststoffen oder deren Beseitigung als Abfall
-Energieeinsparung
-Nutzung entstehender Wärme
-Vorschriften des Umweltrechts, insbesondere Immissionsschutzrecht
-Stellungnahmen zu Investitionsentscheidungen
24. Umweltmanagement wird zunehmend als Zukunftschance in den Unternehmen begriffen
und deshalb eingeführt oder ausgebaut.
a) Beschreiben Sie, welche äußeren/externen Einflüsse und Akteure beim betrieblichen
Umweltmanagement zu berücksichtigen sind
b) Welchen Nutzen kann ein betriebliches Umweltmanagement einem Betrieb bringen?
c) Beschreiben Sie knapp, was unter einer Ökobilanz zu verstehen ist.
d) Welches sind die charakteristischen Merkmale eines EU-Öko-Audits?
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a)
-Umweltbewußte Kunden
-Versicherungen und die Finanzwirtschaft
-Branchenrichtlinien
-Verbände
-Gesetzbeger und Behörden
-Umweltbewußte Angehörige und Freunde von Mitarbeitern
-Umweltbewußte Konkurrenz
-Bürgerinitiativen
etc.
b)
Wettbewerbsfähigkeit
-Imagegewinn und Schaffung von Publizität
-Langzeitsicherung des Unternehmens
-Transparenz der Entscheidungen
-Erschließung neuer Zukunftsmärkte
Kostenminimierung
-Erkennen von Einsparpotentialen (Energie, Wärme, Stoffe)
-Senkung der Entsorgungskosten
-Niedrigere Versicherungsprämien
Risikominderung
-Rechtssicherheit
-Dokumentation
-Vermeidung von Schäden und Unfällen
-Minimierung des Produkthaftungsrisikos
-Erkennen von Schwachstellen
Verbesserung der Organisation
-Umweltschutz mit System (nach Eu-Öko-Audit-VO)
-Umsetzung des Öko-Controlling
-Förderung des Umweltbewußtseins auf allen Ebenen
-Motivation der Mitarbeiter
c)
-Ökobilanzen können als Betriebs-, Prozeß- oder als Produktbilanz erstellt werden
-Inputströme (Umlaufgüter, Anlagen, Boden, Gebäude, Wasser, Luft, Energie) werden Outputströmen (Produkte,
Abgänge, Abfälle, Abwasser, Abluft, Energieabgabe) gegenübergestellt.
-Das Ergebnis soll in einer Kennzahl einmünden (kg Abfall/t Produkt etc) und somit Ökobilanzen verschiedener
Betriebe vergleichbar zu machen.
-Wichtig ist die genaue Festlegung der Betrachtungsgrenzen.
-Offenheit und Nachvollziehbarkeit ist unverzichtbar
-Ökobilanzen sind Stoffstrom-Management-Instrumente
d)
-Audits sind freiwillige standortbezogene Umwelt-Management-Überprüfungen
-Ziel ist die umfassende Erfassung und Darstellung aller betrieblichen Umweltaktivitäten
-Der auditierte Standort eines Unternehmens erhält nach Validierung durch einen externen zugelassenen
Umweltüberprüfer ein Zertifikat, wenn alle Anforderungen der VO erfüllt sind.
-Es erfolgt ein Eintrag durch die IHK und die Aufnahme und Veröffentlichung in das EU-Amtsblatt
-Audits gehen weit über den auf die Umweltmedien (Wasser, Boden, Luft) bezogene Betrachtung hinaus
-Es wird vor allem darauf Wert gelegt, das ein Unternehmen eine funktionierende Umweltorganisation aufbaut oder
ausbaut
-Überprüft wird das bestehen und funktionieren der Umweltpolitik, Umweltprogramm, Umweltbericht
-spätestens nach 3 Jahren ist eine erneute Umwltüberprüfung erforderlich
-damit wird auch der betriebliche Umweltschutz einem laufend sich verbessernden Prozeß unterzogen
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25. Erläutern Sie den Unterschied zwischen Abfall und Reststoff!
Abfall ist der Produktionssrest oder der Stoff/Produkt aus Haushalten, deren sich der
Abfallbesitzer entledigen will.
Reststoffe unterliegen zunächst nicht dem Abfallbegriff des AbfG. Weil diese verwertet werden sollen, gelten sie
als Wirtschaftsgut. Da jedoch verhindert werden soll, das z.B. Sonderabfälle als betriebliche Reststoffe der
notwendigen Überwachung (Begleitscheine) entzogen werden sollen, hat der Gesetzgeber nach § 41 Krw-/AbfG
Verordnungen erlassen wie VO zur Bestimmung von überwachungsbedürftigen Abfällen und VO zur Bestimmung
von besonders überwachungsbedürftigen Abfällen (Sonderabfälle).
26. Beschreiben Sie Maßnahmen zur Verminderung der Umweltbelastung, die durch den
Einsatz von KSS entstehen!
-Kühlschmierstoffe sparsam verwenden
-Werkzeugmaschinen mit kleineren Behältern versehen
-KSS-Dämpfe und Nebel auffangen und der Wiederverwendung zuführen
-KSS-Sprüh-und Tropfenauffangvorrichtungen verwenden
-Trockene Bearbeitung durch neuartige Werkzeuge und Werkstoffe einführen
-zentrale KSS-Versorgungsanlagen mehreren Einzelanlagen vorziehen
-optimale KSS-Badpflege
27. Nennen Sie Gesichtspunkte, die beim Entsorgen von Altöl zu beachten sind?
-Sortenrein sammeln nach Abfallschlüssel
-nicht vermischen mit anderen Chemikalien
-Überprüfen, ob Chlor oder andere Chemikalien (vor allem Halogene) im Öl sind (prüfbar durch z.B. Flammentest > grüne Flamme)
-darf nur in zugelassenen Transportbehältern, als Gefahrgut gekennzeichnet, transportiert werden
Entsorgungspapiere müssen korrekt und vollständig erstellt und auch aufbewahrt werden
-Aus Sammelgefäßen darf kein Öl in den Untergrund entweichen
28. Wie erfolgt die Entsorgung von Sonderabfällen?
-Sortenrein sammeln und sortieren
-zugelassenen Transportbehälter verwenden
-Behälter müssen korrekt beschriftet werden (Bezeichnung, Abfallschlüssel, Gefahrgutsysmbol, Adresse des
Empfängers, Absender)
-Antrag auf Entsorgung muß bei zuständiger Behörde gestellt werden
-Transport nur durch zugelassene Tranporteure
-Begleitpapiere vollständig und richtig ausfüllen
-Kontrolle und Überwachung des Transportpersonals durch den Ablieferer
-korrekte Verladung muß überwacht werden
-gesicherte Lagerung bis zum Abtransport muß sichergestellt sein
-Überwachung der Rückmeldung, daß korrekt deponiert oder vernichtet wurde
-Begleitscheine der Lieferungen müssen jährlich der Kontroll- und Überwachungsbehörde vorgelegt werden
29. Was versteht man unter Recycling?
-Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen durch gezielte Getrennthaltung der Zielrohstoffe (Metall, Glas,
Lösemittel, KSS etc.)
-Aus den Reststoffen (Wertstoffen) eines verbrauchten Produktes wieder ein gleichartiges, gleiches oder anderes
Produkt herzustellen = Sekundärrohstoff
-> Glasschrott neue Glaskörper
-> Metallschrott neue Metalle (Alu, Stähle, Kupfer etc.)
30. Welche Gründe sprechen für das Recycling?
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-Ressourcenschonung
-Verringerung der zu entsorgenden Abfallmengen
-> Schonung der knappen Deponieräume
-> möglicherweise Kosteneinsparung bei den betrieblichen Entsorgungskosten
-Energieeinsparung zur Erzeugung des Wertstoffes (z.B. Aluminium)
31. Nennen Sie einige Industriezweige, die eine besondere Bedeutung für das Recycling
haben!
-Automobilbau (>80 Massen %)
-Stahlindustrie (> 90 %)
-Glas-, Papier-, Metalldosen
etc.
32. In welcher Weise kann das betriebsinterne und das externe Recycling unterschieden
werden?
Betriebsinternes Recycling erfolgt durch Aufbereitung in betriebseigenen Anlagen und nachfolgende
Wiederverwertung in der eigentlichen Produktionsanlage. Z.B Gußschrott (Angüsse, Steiger) oder Altsande werden
wieder eingesetzt.
Betriebsexternes Recycling bereitet den Reststoff/Wertstoff in einer Zentralanlage wirtschaftlicher auf . Dieser gibt
die Wertsoffe dem Betrieb zurück (gegen Kosten) oder verkauft das Sekundärprodukt auf dem Markt (z.B.
Glasabfälle, Metallstäube, KSS etc.)
33. Welche Deponiearten lassen sich unterscheiden?
-Hausmülldeponien
-Baureststoffdeponien
-Sonderabfalldeponien
-Untertagebaudeponien
34. Nennen Sie gefährliche Umweltbelastungen, die in einem metallverarbeitenden Betrieb
anfallen können!
-Stäube, -Lösungsmitteldämpfe, -Ölnebel, -Schweißrauch, -Metalldämpfe, -Abgase von Verbrennungsmotoren, Abwässer, -Lärm, -Sonderabfälle, -Altlasten
35. Erläutern Sie die Umweltschutzbereiche Luftreinhaltung, Lärmschutz, Gewässerschutz und
Abfallentsorgung am Beispiel einiger typischer Umweltbelastungen und deren Wirkungen!
-
Verkehrsbelastungen am Bsp. PKW und LKW (Strassenverkehr) oder
Baumaschinen etc. durchspielen
36. Beschreiben Sie je 2 Minderungsmaßnahmen und deren Wirkungweisen zu den einzelnen
Umweltschutzbereiche!
Ableiten aus Aufgabe 36
37. Welche Rangfolge ist bei den Schutzmaßnahmen einzuhalten?
-gefährliche Gase, Dämpfe und Schwebstoffe sollen nicht freigesetzt werden
-Hautkontakt mit gefährlichen Stoffen ist zu vermeiden
-Lüftungsmaßnahmen
-Fortentwicklung der Sicherheitstechnik nach dem Stand der Technik
-MAK und BAT - Grenzwerte sind zu unterschreiten
-Schutzausrüstungen sind zur Verfügung zu stellen
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38. In welcher Art ist die Betriebsanweisung (nach § 20) zu erstellen und zu veröffentlichen?
-sie ist arbeitsbereichs- und stoffbezogen zu erstellen
-Hinweis auf Stoffe und dessen Gefahren für Mensch und Umwelt
-Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln, erste Hilfe
-auf sachgerechte Entsorgung der Abfälle ist hinzuweisen
-Sprache der Beschäftigten benutzen
-besondere Hinweise für gebärfähige Arbeitnehmerinnen
-Unterweisung vor der Beschäftigung und danach jährlich (mündlich)
-Unterweisung ist schriftlich festzuhalten und zu protokollieren
-Unterwiesener unterschreibt das Protokoll ->(-Nachweis ist 2 Jahre aufzubewahren)
39. Wann dürfen Jugendliche in Verbindung mit gefährlichen Arbeitsstoffen beschäftigt
werden?
-Mindestalter von 16 Jahren
weiter gilt nach § 22 des Jugendarbeitsschutzgesetzes:
-wenn dies zur Erreichen des Ausbildungszieles dient
-wenn dies unter Aufsicht eines Fachkundigen geschieht
-wenn sicherheitstechnische Betreuung durch Fachkraft für Arbeitssicherheit vorhanden
-wenn betriebsärztliche Beterung durch Facharzt vorhanden
40. Was ist bei der Lagerung von gefährlichen Stoffen insbesondere zu beachten?
-Gefahstoffe sind so zu lagern, daß sie die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht gefährden
-es sind geeignete Maßnahmen und zumutbare Vorkehrungen zu treffen, um den Mißbrauch oder einen
Fehlgebrauch zu verhindern
-Gefahren müssen erkennbar gemacht werden (Hinweisschilder)
-sie dürfen nicht in Behältern aufbewahrt werden, in denen Lebensmittel gelagert werden
-sie müssen übersichtlich geordnet und weg von Lebensmitteln und Arzneien gelagert werden
-zu Lager oder Behälter darf nur Fachpersonal Zugang haben
41. Erklären Sie die Begriffe MAK, MIK, BAT,TRK!
MAK = Maximale Arbeitsplatz Konzentration
-höchste Konzentration eines Stoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeistplatz
-nach gegenwärtigem Stand der Kenntnis im allgemeinen die Gesundheit eines Beschäftigten nicht gefährdet
-in der Regel bei 8 stündiger Einwirkung/Tag und 40 h/Woche
MIK= Maximale Immissions-Konzentration
-Ist die Konzentration, die ein Schadstoff am Meßort/Eintrittsort maximal, haben darf
-Toxikologen/Ärzte gehen davon aus, das diese Aufnahme auf Dauer keine gesundheitlichen Schäden verursacht
-Werteermittlung beruht auf dem Immissionsschutzrecht (Technische Anleitung Luft; TA-Luft)
-weitere Grenzwerte werden in VDI-Richtlinien aufgeführt
-bezieht sich auf die maximal zulässige Konzentration eines gefährdenden Stoffes am Einwirkpunkt
BAT = Biologischer Arbeitsstoff-Toleranzwert (siehe auch Fotokopien)
-beim Menschen höchstzulässige Quantität eines Arbeitsstoffes, die nach dem Stand der wissenschaftlichen
Kenntnis im allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten auch dann nicht beeinträchtigt, wenn sie durch
Einflüsse des Arbeitsplatzes regelmäßig erreicht werden
TRK = Technische Richt-Konzentration (siehe auch Fotokopien)
-diejenige Konzentration eines gefährlichen, speziell krebserzeugenden oder erbgutverändernden
Gefahrstoffes (Gas, Dampf, Schwebstoffe) in der Luft, die als Anhalt für die zu treffenden Schutzmaßnahmen und
die meßtechnische Überwachung am Arbeitsplatz heranzuziehen ist.
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42. Gemäß Kreislaufwirtschaft und intergriertem Ansatz ist mit Produkten
umweltverträglich in der Herstellung, in der Gebrauchs- und der Entsorgungsphase
umzugehen.
a) Beschreiben Sie für jede der 3 Phasen einige Kriterien, die sich zur Beurteilung der
Umweltverträglichkeit eignen.
b) Machen Sie dies an einem einfachen Produkt deutlich.
a)
 Produktions- und Erstellungsphase: Einsatz umweltfreundlicher, wenig energieintensiver und reichlich
vorhandener Rohstoffe, Langlebigkeit, emissionsarm
 Verkaufs- und Gebrauchsphase: umweltverträgliche und wiederverwendbare Verpackung,
Gesundheitsunschädlichkeit, geringe Emissionen, energiesparend, lärmarm, wartungs- und reparaturfreundlich
 Entsorgungsphase: geringes Abfallvolumen, gut zerlegbar, deponierbar, verbrennbar bzw. energetisch
verwertbar
B.) Waschmaschine, Stuhl, Möbel
43. Industrielle Fertigung ist ohne Gefährdung der Umwelt nicht möglich, da jeder
Stoffumsatz Reste bzw. unerwünschte Nebeneffekte und Umweltbelastungen mit sich bringt.
a) In welchen Fertigungsabschnitten der Metallindustrie besteht diese Gefahr besonders
b) Welche Stoffe sind dabei unerwünscht
c) Erklären Sie an einem Beispiel, wie sie diesen Fertigungsabschnitt weniger umweltschädlich
gestalten können
a) Produktion
b) Gefahrenstoffe und gefährliche Stoffe oder Reaktionsprodukte mit unerwünschten Eigenschaften
c) Bereits in der Planung die Folgen der Produktion bedenken, ggf. Produkt und Produktion darauf einstellen
durch den Einsatz umweltverträglicher Stoffe und Hilfsstoffe, Information der Mitarbeiter bzgl. Umgang mit den
Stoffe und Verfahren, saubere Stofftrennung als Vorausssetzung zur Verwertung beachten
44. Welche Gefahren bergen insbesondere Asbest und FCKW?
-
Asbest kann zu starken Belastungen der Atemwege und zu Lungenkrebs führen, ist ansonsten kein
Schadstoffe
FCKW, insbesondere der Chloranteil wirkt in hohen Schichen der Atmosphäre wie ein Katalysator bezüglich
des Ozonabbaus in der Ozonschicht. Dadurch können die harten Strahlen der Sonne ungehinderter auf Leben
auf der Erde treffen und dieses nachhaltig zerstören.
45. Lärm ist sowohl in der industriellen Fertigung aber zunehmend im Freizeitbereich die
Ursache für Erkrankungen mit hohen volkswirtschaftlichen Folgekosten.
a)
b)
c)
d)
e)
Wie wird Lärm definiert?
Auf welche Arten breitet sich der Schall aus?
Welche Lärmquellen kennen Sie im industriellen und im Freizeitbereich?
Beschreiben Sie für Ihre Beispiele von oben Massnahmen zur Verringerung.
Unterscheiden Sie planerische, primäre, sekundäre und passive Massnahmen mit
Beispielen
f) Unterscheiden und erklären Sie Dämmung und Dämpfung
a) -Lärm ist störender, belästigender oder gar gefährlicher Schall. Lärm ist kein physikalischer sondern ein ganz
subjektiver Begriff
b) Direktschall, Körperschall, Luftschall, gebeugter Schall, Longitudinalschall
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c) - Hämmer, Pressen, Maschinen, Turbinen, Förderanlagen etc.
-Musik des Nachbarn, Rasenmähen, Party nach 22:00Uhr etc.
d) und e)
-planerische, Materilien, Stoffkombinationen, Trennung der Bauteile etc.
-primärer auch konstruktiver (direkt an der Quelle zur Vermeidung des Lärms),
-sekundäre (Dämmung, Dämpfung, greifen in den Übertragungsweg des Schalls ein)
-persönlich (Ohrschutz)
f ) Dämmung = Ausbreitung wird unterbunden
Dämpfung = Absorption bzw. Umwandlung der Schallenergie in andere Energieformen (Wärme)
46. Umweltmanagement ist unerläßlicher Bestandteil eines umfassenden Total Quality
Management (TQM).
a) Welche Ziele verfolgt ein betriebliches Umweltmanagementsystem?
b) Welche 2 Systeme kennen Sie und wodurch unterscheiden diese sich?
c) Was ist unter einem Öko-Audit zu verstehen?
d) Welche Instrumente zur Realisierung von UMS kennen Sie?
e) Erklären Sie knapp eine Ökobilanz.
f) welche Ökobilanzarten können zur Anwendung kommen und wofür jeweils?
g) Welche "Gesichtspunkte" Umweltbereiche müssen in einem UMS betrachet werden?
h) Was versteht man unter "guten Managementpraktiken", so wie nach EU-VO gefordert
werden
i) Sie müssen als Umweltmanagementbeauftragter ein UMS einführen. Wie gehen Sie vor
(knapp Ihre Schritte)
k) Welche Aufgaben kann ein Umweltmangementbeauftragter im Betrieb wahrnehmen?
a) -Aufbau einer Umweltorganisation zur laufenden Verbesserung des Umweltschutzes
-Transparenz der Umweltbemühungen und Erfolge für Öffentlichkeit / Kunde
-Standardisierung der Anforderungen an Betriebe europaweit / weltweit
-Verbesserung der Umwelt insgesamt hin zu "Sustainable Development"
b) -ISO - 14000 - Reihe
-EU-Öko-Audit-Verordnung (EAMAS)
c) Umwelt-Betriebsprüfung
d) Checklisten
Ökobilanzen
ABC-Analyse
e) Input - Output Bilanz
Stoff- und Energiestrombezogene Sichtweise ohne Kosten
f) Standorts-, Betriebs-, Prozess-, Produktbilanzen
g) Siehe Script III Seite 18 Anhang I C " zu behandelnde Gesichtspunkte"
h) Siehe Script III Seite 18 Anhang I D " Gute Managementpraktiken"
j) => gilt für Vorgehen nach EU-Öko-Audit-VO
-Festlegung und Entscheidung der Geschäftsleitung
-Verantwortungen zuordnen
-Planung der 1. Umweltprüfung, Umfang, Anlagen, Rechtsvorschriften
-Checklisten erstellen
-alle Betroffenen informieren
-Durchführung des Audits (Umweltprüfung)
-Auswertung und Bewertung
-Umweltpolitik und Ziele aufschreiben (Umweltpolitik)
-Organisationshandbuch schreiben (Dokumentation)
-Massnahmen zur Verbesserung beschreiben (Umweltprogramm)
-Öffentlichkeitsorientierte Beschreibung anfertigen (Umweltbericht)
-Umweltgutachter (Validierung
-IHK vorlegen (Zertifizierung)
-Eintrag in das EU-Amtsblatt
-Umsetzung der Massnahmen
! nach 3 Jahren erneute Rezertifizierung (Umweltüberprüfung)
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k) -Kontrolle, -Verbesserung, -Aktualisierung, -Kommunikation nach innen und aussen, -berichten
etc.
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