Zur Didaktik der moralischen Wahrnehmung

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Zur Didaktik der moralischen Wahrnehmung
Christoph Rehmann-Sutter
Persönliche Notizen von Wolfgang@Pfalzgraf.ch
Einstieg Ethik für Naturwissenschafter:
Rückgang des Morteratschgletscher 1911 bis 2001
Ein Prozess ist sichtbar,
Klimawandel,
Soziale Prozesse seit 1911,
Emissionen von CO2,
Wir können die Prozesse beschreiben.
Aber was fehlt da noch.
Einstieg für Biologen:
Das Diegtertal von 1955 / 1995, eine überwuchernde Siedlung mit Strasse,
Obstbäume, Feldergrösse, Prozesse in der Gesellschaft, der Biodiversivität,
aber etwas fehlt, wenn wir die Prozesse so beschreiben.
Etwas, das nur da ist, wenn wir ethische / moralische Wahrnehmung dazu nehmen.
Aber was ist das?
Wenn wir Prozesse beschreiben, beschreiben wir aus einer deskriptiven Perspektive.
Man könnte auch sagen, dass nicht die Normen fehlen, sondern viel eher und viel
stärker eine Reflexion, was lief eigentlich bei diesen Prozessen ab,
was hat sich verändert in der Gesellschaft von der Vorstellung ein gutes Mitglied der
Gesellschaft zu sein. Werte, Tugenden, aber auch das Verständnis der Moralischen
Probleme kann sich gewandelt haben.
Wir gehen nicht deskriptiv daran, sondern versuchen die Prozesse zu durchschauen.
Wir sind Mitglieder dieser Prozesse, aber wir können Sie auch beeinflussen, wir
können selber bestimmen, was wir als guten eigenen Beitrag halten.
Vielleicht müssten wir noch ein bisschen weiter gehen.
Zusammenstellen was wir haben:
Normativ oder hermeneutisch.
Wenn wir verstehen wollen, was sich am Rollenverständnis geändert hat, dann
können wir fragen,
wo sind die Opfer,
die Verletzten dieser Entwicklung,
andere Menschen, Lebewesen, Natur
die wir anerkennen oder Zerstören können.
Wir können eine anerkennende Beziehung zum Anderen, als Verletzbar, als Anderes
wahrnehmen.
Moralisches Denken ist ein Anerkennen des Anderen.
Eine ganze Gesellschaft, die das Andere anerkennt.
68618179
Wolfgang Pfalzgraf
14. Mai 16
Wenn wir die Anerkennung ausüben, dann zeigt sich die Moralisch als ethische.
Als Möglichkeit, andere Lösungen, mit einem anderen Horizont, einem das andere
anerkennende Lösung zu suchen.
Als ich angefragt wurde für diesen Kongress überlegte ich als erstes:
Wo ist eine Verbindung zwischen Moralischer Wahrnehmung und ...
Sie ist selber eine Didaktik des guten Lebens.
Meine These ist:
Von der Art und Weise wie wir Ethik lehren hängt ab, welche Denkweise wir in der
Ethik favorisieren. Didaktik in der Ethik ist nicht ein Mittel zum Zweck, sondern
selber ein Raum, in dem Sie sich realisiert.
Ich gehe davon aus, dass noch nicht fest steht, was mit Ethik gemeint ist.
Man kann vermitteln, was grosse Denker über Ethik geschrieben haben.
Aber ich habe als Student in der Philosophie darunter gelitten, dass damit auch schon
genug war.
Ich vermute, dass Schüler wie Studierende damit nicht zufrieden sind,
dass damit ihre Bedürfnisse nicht befriedigt sind.
Ethik ist nicht nur ein Konzept, sondern Ethik ist eine Ausübung von einer Praxis,
was man miteinander tut. Ethik ist eine Praxis der Wahrnehmung, der Reflexion, der
Kommunikation. Zwischen Menschen die zusammen leben,die sich gut engagieren
wollen, nicht wissen wollen, was man muss, was man darf, sondern selber
herausfinden was sie selber wollen.
Das Ethische
(Eine Zusammenfassung der Geschichte auf einem Slide)
Das Ethische im Zentrum. Die Ethik kann auf vier Wegen darauf zugehen:

Die Freiheit
Letztlich geht es darum, zu klären, was es heisst, Frei / frei von Zwängen,
selbstbestimmt zu sein.

Das Glück:
Worauf es letztlich doch ankommt: Wie kann man die Praxis so gestalten, dass sie
allen zum Wohl gereicht.

Die Tugend (Aristoteles, Thomas von Aquin)
Was ist eine gute Mutter, in guter Weise Mensch zu sein.
tugendhaft ist heute nicht mehr sehr attraktiv.
Jeder Mensch muss seine Tugenden selber definieren oder die Kirche fragen.

Die Beziehung
Die moralische Wahrnehmung ist ein Akt der Anerkennung des Anderen.
Beziehungen mögen besser sein als keine Beziehung, aber was macht eine
Beziehung gut?
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Wolfgang Pfalzgraf
14. Mai 16
Es gibt unterdrückende, selbstausbeuterische Beziehungen.
Die Beziehungsethik hat eine Lange Tradition, z. B. im Judentum, die
Feministische Ethik hat Beziehungen ins Zentrum gestellt.
Verschiedene Perspektiven:

individualethisch

deskriptiv

hermeneutisch

sprach-analytisch

sozialethisch

normaitv

phänomenologische

kommunikative
Alle vier Begriffe brauchen wir, und sie schliessen sich auch nicht gegenseiteig aus.
Es sind wie 4 Scheinwerfer, die verschiedene Gebiete beleuchten.
Verschiedene Strömungen haben versucht, einen dieser Begriffe als Fundament
darzustellen. (Das kann nicht gelingen.)
Bioethik: Principles of Biomedical Ethics (Bauchamp)

Respekt for Autonomy

Nonmaleficience (nicht-schaden)

Beneficience (Wohl-tun)

Justice
Dies Art von Prinzipien können helfen, im Dunkeln etwas klarer zu sehen. Aber sie
lösen die Aufgaben nicht. Sie helfen die Aufgaben zu stellen.
6 Principles of environmental / biotechnical bioethics

Diversität

Precaution

Respect for autonomy

Sustainability

Justice

Care / Love (Fürsorge, Liebe)
Diese Prinzipien lösen die Probleme nicht.
Stilled Lives / Helen Chadwick / Künstlerin
Stillgestelltes Leben
Problematik des Schutzes der Menschlichen Embryonen.
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Wolfgang Pfalzgraf
14. Mai 16
In der deutschen Diskussion stehen die Prinzipien der Menschenwürde im Zentrum,
Die Sicht auf der einzelnen Zelle, die sich zu einem Menschen entwickeln kann.
Helen Chadwick hat eingelegte Embrionen unter dem Mikroskop betrachtet. (Mit
einem speziellen Verfahren zur Zustimmung der Eltern für den Gebrauch von
Embryonen für die Kunst)
Wenn wir diese Bilder betrachten, dann sind wir fast in der Naturwissenschaftlichen
Sichtweise,
Bilderanordnung wie Edelsteine an einer Kette, ein blindes Auge in der Mitte,
Embryonen und Löwenzahn,
Was sehne wir eigentlich? Stillgestelltes Leben, im Mikroskop, das nicht mehr
wachsen kann.
Das Dilemma Schutz des Lebens und Nutzen der Forschung
Dimensionen des Ethischen und Schlüsselkompetenzen
Dimension
Kompetenzen
Aktivität
Verantwortung
Wahrnehmung
kognitiv
Normen
Begründung
rational
Diskurs
Kommunikation
prozedural
Persönliche Notizen von Wolfgang@Pfalzgraf.ch
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Wolfgang Pfalzgraf
14. Mai 16
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