Pressemitteilung

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PRESSEKONFERENZ:
2. Dezember 2005
Europäische Akademie für Wissenschaft und Künste, Universitätsklinik für Herzchirurgie
Salzburg, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum:
1. Internationaler Kongreß “Cardiac Surgery in
the 3rd Millennium - Biological Solutions“
Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
Prof. Dr. Dr. h. c. Reiner Körfer
Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des
Herz- und Diabeteszentrum NRW
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Dr. h.c. Felix Unger
Vorstand der Universitätsklinik für Herzchirurgie der PMU,
Salzburger Landeskliniken, St.-Johanns-Spital
PD Dr. med. Nils Reiss
Oberarzt in der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie
Herz- und Diabeteszentrum NRW
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
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1. Internationaler Kongreß
“Cardiac Surgery in the 3rd Millennium
- Biological Solutions“
Salzburg. Unter der Schirmherrschaft der Europäische
Akademie für Wissenschaft und Künste veranstalten die
Universitätsklinik für Herzchirurgie Salzburg und das Herz- und
Diabeteszentrum NRW, Universitätsklinik der Ruhr-Universität
Bochum, ihren ersten gemeinsamen internationalen Kongreß
vom 30. November – 2. Dezember 2005 in Salzburg. Rund 200
Mediziner, Wissenschaftler und Techniker aus aller Welt
diskutieren über den aktuellen Forschungsstand in der
Herzchirurgie.
In diesem Jahr steht die Tagung unter dem Motto: „Biologische
Lösungen in der Herzchirurgie“, die am Mittwoch von den
Tagungspräsidenten Prof. Dr. Reiner Körfer, Ärztlicher Direktor des
Herz- und Diabeteszentrums NRW, und Prof. Dr. Felix Unger,
Universitätsklinik für Herzchirurgie Salzburg, feierlich eröffnet wurde.
Prof. Dr. Unger erklärt: „Aufgabe moderner Herzchirurgie ist es, der
Natur in der Behandlung so nahe als möglich heranzukommen.“
„Prof. Dr. Unger und ich kennen uns bereits seit den Anfängen der
Herzchirurgie. Da unsere Kliniken gemeinsame Arbeitsschwerpunkte haben und wir an einem internationalen wissenschaftlichen
Austausch interessiert sind, haben wir diesen Kongreß in Salzburg –
im Herzens Europas - ins Leben gerufen“, ist Prof. Dr. Reiner Körfer
überzeugt.
Der Kongress fokussiert auf eine der medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Herzkreislauferkrankungen.
Operative und interventionelle Behandlungsstrategien, bewährte und
neue operative Entwicklungen und Techniken sollen kritisch
hinterfragt und miteinander verglichen werden. Hauptpunkte sind die
Rekonstruktion
insuffizienter
Mitralund
Aortenklappen,
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Herztransplantationen sowie die Behandlung von schweren angeborenen Herzfehlern bei Säuglingen und Kleinkinder. Neue
Methoden in der klinischen Therapie der Herzinsuffizienz, beispielsweise der Einsatz von adulten und embryonalen Stammzellen
kommen zur Sprache.
„Ausschlaggebend für diesen neuen Kongressschwerpunkt ist, dass
während der letzten Jahrzehnte ein enormer Fortschritt im Bereich
der biologischen Techniken und Verfahren in der Chirurgie gemacht
werden konnten. Von der Herzklappenrekonstruktion bis hin zur
Herztransplantation, von der Stammzellforschung bis hin zum Tissue
Engineering - es geht um Verfahren, die den Patienten zur
Besserung
verhelfen
ohne
Implantationen
von
künstlichen
Materialien“, so PD Dr. Nils Reiss, Kongresssekretär und Oberarzt in
der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des Herz- und
Diabeteszentrums NRW.
Klappenrekonstruktionen haben Vorteile für die Patienten
Ein
wichtiger
Vorteil
klappenerhaltender
Operationen
ohne
Verwendung künstlicher Materialien ist, dass dem Patienten die
lebenslange
blutverdünnende
Therapie
erspart
bleibt.
Die
sogenannte Antikoagulation müssen Patienten mit künstlichen
Klappen
durchführen,
um
die
Gefahr
der
Gerinselbildung
vorzubeugen. Um schwerwiegende Nebenwirkungen wie Blutungen
zu vermeiden, ist das konsequente und sorgfältige medikamentöse
Selbstmanagement erforderlich, das für Patienten mit biologischen
Klappen oder mit einem rekonstruktiven Verfahren nicht notwendig
ist.
Gute Lebensqualität- und dauer auch nach der zweiten
Herztransplantation
Auch in der Transplantationsmedizin halten die Wissenschaftler neue
Ergebnisse bereit: beispielsweise zur Therapie mit der neuen
Generation der Immunsuppression, dem Medikament „Everolismus“
und zur Langzeitbeobachtung von Patienten mit Retransplantationen.
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Transplantierte Patienten mit Atherosklerose der Koronarien können
ein zweites Mal mit guten Ergebnissen transplantiert werden. Ihre 5Jahres-Überlebensrate
liegt
ähnlich
hoch
wie
bei
der
Ersttransplantation,
bei
rund
70%.
Ebenso
wird
die
Xenotransplantation als Alternative zur Herztransplantation kritisch
beleuchtet und über die Schwierigkeiten der Herztransplantationen
bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern berichtet.
Stammzelltherapie in der Diskussion
Den Abschluß der Tagung bildet die Sitzung zur Stammzelltherapie
am Freitag. Wissenschaftler und Mediziner forschen seit einigen
Jahren an embryonalen Stammzellen, die zukünftig für Transplantationstherapien zum Einsatz kommen sollen. Stammzellen, so
hoffen die Wissenschaftler, sollen neues Muskelgewebe im
insuffizienten Herzen bilden und so zu einer Steigerung der
Herzleistung führen. Doch die Forschung steht noch ganz am
Anfang. Diskutiert wird u.a. die europaweite, randomisierte
Doppelblindstudie Magic. Die Multicenterstudie untersucht Patienten,
denen Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen, im
Zellkulturlabor vermehrt und anschließend ins geschädigte Herz
appliziert wurden. Daneben werden auch die Ergebnisse der
Differenzierung von embryonalen Stammzellen in Herzmuskelzellen
vorgestellt und von ersten therapeutischen Erfolgen in Tiermodellen
berichtet.
Im Rahmen des Kongresses findet eine umfangreiche
Industrieausstellung statt, die neuste medizintechnische Produkte
und deren Entwicklungen zeigen.
Rückfragen an:
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Mag. Mick Weinberger
Anja Brandt M. A.
Leiterin PR und Klinikmarketing, Pressesprecherin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gemeinnützige Salzburger Landesklinik
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Betriebsgesellschaft mbH
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Tel: +43 (0) 662 4482 –1007
Georgstraße 11, D-32545 Bad Oeynhausen
Mobil: +43 (0) 699 1707 1007
Telefon (0 57 31) 97-19 55, Fax (0 57 31) 97-20 28
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