Nur für Männer!

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Nur für Männer!
Informationen rund um die Prostata
Sehr geehrter Leser,
die Prostata – auch „Vorsteherdrüse“ genannt – ist ein kleines, leichtes
Organ: etwa kastaniengroß und bei einem 20-jährigen Mann ca. 20 Gramm
schwer. „Mann“ nimmt sie nicht besonders zur Kenntnis, solange sie
keine Beschwerden bereitet. Ab dem 40. Lebensjahr ist dies aber häufig
der Fall, denn jetzt beginnt die Prostata wieder zu wachsen. Der Mediziner
spricht hier von einer „Benignen Prostatahyperplasie“, einer gutartigen
Prostatavergrößerung.
Folge einer Prostatavergrößerung sind Beschwerden bei der Blasenentleerung, die sehr belastend werden können. Doch darüber spricht „Mann“
in der Regel nicht. Der Besuch beim Urologen wird immer wieder aufgeschoben – sei es aus Scham oder Angst. Und die Beschwerden werden
quälender ...
Wir möchten Ihnen in dieser Broschüre das doch recht „unbekannte“
Organ Prostata näher vorstellen, Sie über die gutartige Prostatavergrößerung informieren und Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Ein solcher Ratgeber kann und will natürlich nicht das Gespräch mit dem
Arzt ersetzen – in diesem Sinne möchten wir Ihnen Mut machen, sich bei
Fragen und Ängsten rund um Ihre Prostatagesundheit vertrauensvoll an
einen Urologen zu wenden. Auch ohne Beschwerden sollten Sie unbedingt
zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung gehen, damit mögliche Veränderungen
Ihrer Prostata erkannt werden, bevor Sie sie spüren.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und alles Gute!
Ihr TAD Patientenservice
Das lesen Sie in dieser Broschüre
Die kleine „große Unbekannte“ 5
Aufbau und Funktion der Prostata
Wenn die Prostata wächst 8
Die Symptome einer BPH
Keine Angst vorm Urologen! 11
Untersuchungsmethoden
Bewährte Hilfen für die Prostata 14
Die Behandlung der BPH
Gesund leben 17
Tipps für eine „prostatafreundliche“ Lebensweise
Weitere Informationen finden Sie hier
19
Was ist eigentlich …
20
Kleines urologisches Wörterbuch
Von Mann zu Mann
Jede Nacht musste ich
aufstehen …
Mein Name ist Peter. Ich bin 53 Jahre alt. Vor einem halben Jahr wurde
bei mir eine gutartige Prostatavergrößerung festgestellt – oder wie die
Mediziner sagen: eine Benigne Prostatahyperplasie.
Zum Urologen bin ich erst gegangen, als meine Frau mir keine Ruhe
mehr ließ. Sie bekam ja immer mit, dass ich jede Nacht mehrmals
aufstehen musste, um zur Toilette zu gehen. Zunächst dachte ich,
den nächtlichen Harndrang müsste ich als Begleiterscheinung des
Älterwerdens hinnehmen. Aber dann kamen Probleme beim Wasserlassen hinzu, und ich begann, mir Sorgen zu machen. Doch trotzdem
habe ich den Besuch beim Arzt lange hinausgezögert. Sie wissen
bestimmt, was ich meine …
Die Diagnose „Prostatavergrößerung“ hat mich zuerst beunruhigt.
Ich stellte dem Urologen viele Fragen, die er alle geduldig beantwortete.
Und dabei musste ich feststellen, dass ich eigentlich nur wenig über
meine Prostata gewusst habe.
Die kleine „große Unbekannte“
Aufbau und Funktion der Prostata
Die Prostata gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen. In Größe
und Form mit einer Kastanie vergleichbar, liegt sie unter der Harnblase,
direkt vor dem Blasenausgang. Sie umschließt ringförmig die Harnröhre,
in die hier auch die Samenleiter münden.
Die Prostata besteht aus einer Vielzahl von Drüsen mit Ausführungsgängen in die Harnröhre. Neben dem Drüsengewebe finden sich mikroskopisch Muskelfasern und Bindegewebe: Die Drüsen sind von einer
Kapsel aus Bindegewebe umgeben und von einem Muskel umschlossen.
In der Prostata wird ein Sekret produziert, das einen wesentlichen
Teil der Samenflüssigkeit (Sperma) ausmacht. Beim Samenerguss
(Ejakulation) wird das Sekret von der Muskulatur durch die Ausführungs-
gänge in die Harnröhre gepresst. Hier vermischt sich das Sekret mit den
Samenfäden (Spermien).
Das Prostatasekret ist leicht sauer (pH-Wert 6,4), dünnflüssig und
trübe und gibt dem Sperma den charakteristischen Geruch. Es dient
den Samenfäden als Transportmittel und ist somit für die Befruchtung
der Eizelle unbedingt erforderlich.
Einerseits verschließt die Muskulatur der Prostata im Zusammenspiel
mit der Blasenmuskulatur beim Wasserlassen Samenwege und
Drüsengänge, wodurch sie vor dem Eindringen von Urin geschützt
werden. Andererseits sorgt sie dafür, dass die Blase beim Samenerguss
zur Harnröhre hin versperrt wird und der Samenflüssigkeit nur die
Abflussrichtung nach außen offen bleibt.
Die Funktion der Prostata wird über das Hormon Testosteron reguliert.
Es gibt verschiedene Erkrankungen der Prostata, wie z. B. die Prostataentzündung (Prostatitis) oder den Prostatakrebs. Die häufigste
Erkrankung ist die Benigne Prostatahyperplasie (abgekürzt: BPH).
Bei den 60- bis 80-Jährigen sind 75 % der Männer betroffen.
Eine BPH kann die
trem
Lebensqualität ex
beeinträchtigen.
Von Mann zu Mann
Wäre ich nur zur Vorsorgeuntersuchung gegangen ...
Mein Urologe hat mir erklärt, dass die BPH in Stadien unterteilt wird,
abhängig von der Größe der Prostata und den daraus resultierenden
Beschwerden. Bei mir stellte er das zweite Stadium fest:
Durch die gewachsene Prostata wird meine Harnröhre zusammengedrückt. Deshalb ist mein Harnstrahl schwächer geworden, und es
dauert viel länger, bis ich mit dem Toilettengang fertig bin.
Es war genau die richtige Entscheidung, einen Urologen aufzusuchen.
Dort erfuhr ich auch, dass ein jährlicher Prostatacheck für Männer ab
45 absolut notwendig ist. Eine BPH kann dabei schon im Frühstadium
entdeckt werden. Und natürlich kann auch eine bösartige Veränderung
frühzeitig erkannt und behandelt werden. Deshalb mein Tipp: Gehen
Sie unbedingt regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung!
Wenn die Prostata wächst
Die Symptome einer BPH
Unter einer Benignen Prostatahyperplasie versteht man eine gutartige
Vermehrung des Prostatagewebes. Das Wachstum beginnt dabei im
Zentrum der Prostata – dort, wo sie von der Harnröhre durchzogen
wird. Als Ursache gelten in erster Linie hormonelle Veränderungen, auch
bestimmte Proteine scheinen an der Entstehung einer BPH mitzuwirken.
Infolge der Prostatavergrößerung wird die Harnröhre immer mehr eingeengt. Man unterscheidet verschiedene Stadien der BPH:
Stadium 1
Die Prostata ist vergrößert, was jedoch noch keine Beschwerden verursachen muss. Eine BPH in diesem Stadium kann nur bei der Vorsorgeuntersuchung erkannt werden, daher sind regelmäßige Besuche beim
Urologen unerlässlich. Das Fortschreiten des Wachstums kann so
überwacht werden, und der Arzt kann rechtzeitig mit therapeutischen
Maßnahmen beginnen.
Stadium 2
Im zweiten Stadium verspüren Betroffene die ersten Symptome:
• häufiger Harndrang (besonders nachts)
• die Blasenentleerung beginnt verzögert
• der Harnstrahl wird schwächer
• Nachtröpfeln nach dem Wasserlassen
Der Urologe wird nun mit einer medikamentösen Therapie beginnen,
die die Beschwerden lindert.
Stadium 3
Die Symptome sind jetzt ausgeprägt. Die Blasenentleerung ist oft unvollständig, was zur Folge hat, dass Restharn in der Blase bleibt. In diesem
Restharn fühlen sich Krankheitserreger besonders wohl. Sie können
sich in den unteren Harnwegen festsetzen, sich schnell vermehren und
ausbreiten und zu einer Harnwegsentzündung führen. Dadurch kann es
zu weiteren Beschwerden kommen, wie z. B. Brennen und Schmerzen
beim Wasserlassen.
Gesunde Prostata
Gutartige Prostatavergrößerung
Stadium 4
Durch die vergrößerte Prostata wird die Harnröhre so stark eingeengt,
dass immer mehr Restharn in der Blase bleibt. Die Muskulatur der
Blase wird entsprechend stark beansprucht und schließlich überdehnt
– bis sie versagt. Es bildet sich eine so genannte Überlaufblase, der
Harnabgang erfolgt jetzt nur noch tropfenweise und unkontrolliert.
Durch einen Rückstau von Restharn bis in die Nieren kann eine schwere
Nierenschädigung hervorgerufen werden. Es kann auch eine Harnsperre
(Harnverhalt) auftreten – dann muss der Urologe die Harnblase mithilfe
eines Katheters unverzüglich entleeren. In diesem Stadium wird eine
Operation empfohlen.
Von Mann zu Mann
Die Untersuchung habe ich mir
schlimmer vorgestellt!
Zunächst habe ich ausführlich meine Beschwerden geschildert. Im
Anschluss führte der Urologe eine Tastuntersuchung bei mir durch.
Das war zwar ein wenig unangenehm, aber völlig schmerzlos. Einen
Verdacht auf einen Tumor konnte er dabei fast schon ausschließen,
aber um ganz sicher zu gehen, führte er noch einen PSA-Test und eine
Ultraschalluntersuchung durch, die mich sehr beruhigten: Es gab keinen
Hinweis auf eine Krebserkrankung.
Der Urologe erzählte mir übrigens, dass nur ca. ein Drittel der Männer
mit BPH zum Arzt geht. Können Sie sich das vorstellen? Die übrigen
zwei Drittel leiden oft jahrelang und gehen wegen des permanenten
Harndrangs nicht mehr unter Menschen. Dabei könnte ihnen ganz
einfach geholfen werden.
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Keine Angst vorm Urologen!
Untersuchungsmethoden
Auf Ihre Mithilfe kann der Urologe bei der Diagnose kaum verzichten:
Die Schilderung der Symptome liefert ihm bereits erste Hinweise.
Die Untersuchungen, die er im Anschluss durchführen wird, geben
dem Arzt alle Informationen, die für eine gezielte, wirksame Behandlung
wichtig sind.
Die Tastuntersuchung
Die Prostata kann durch eine Tastuntersuchung am Enddarm leicht
ertastet werden. Der Urologe erhält hierbei erste Hinweise auf Größe
und Festigkeit der Prostata – wichtige Anhaltspunkte für eine mögliche Erkrankung. Die Tastuntersuchung dauert nur kurz und ist völlig
schmerzlos.
Die Ultraschalluntersuchung
Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung werden die Größe der Prostata
und der Zustand von Blase und Niere genau bestimmt. Diese Untersuchung kann auf zwei Arten durchgeführt werden: entweder über die
Bauchdecke oder durch eine Sonde, die über den Enddarm eingeführt
wird. Der Urologe wird seine Vorgehensweise mit dem Patienten genau
absprechen.
hmerzlos!
Einfach, schnell, sc
11
Die Harnflussmessung (Uroflowmetrie)
Hier wird die Urinmenge pro Sekunde bei einer vollständigen Blasenentleerung ermittelt.
Die Urinuntersuchung
Der Urin selbst gibt Aufschluss über Entzündungen oder bösartige
Geschwülste. Deshalb werden immer auch Urinproben untersucht.
Die Blutuntersuchung / PSA-Test
Routinemäßig wird auch das Blut untersucht. Besonders aufschlussreich
für den Urologen ist die Bestimmung des so genannten prostataspezifischen Antigens PSA, das in der krebskranken Prostata vermehrt gebildet
wird. Dieser Blutwert kann aber auch bei Entzündungen der Prostata
und bei BPH erhöht sein. Entsprechend werden erhöhte Werte immer
weiter abgeklärt.
uchungen
Nur wenige Unters
agnose!
für eine sichere Di
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Von Mann zu Mann
Mit einer Kapsel pro Tag bin
ich nahezu beschwerdefrei.
Natürlich sah ich mich nach der Diagnose schon auf dem OP-Tisch
liegen. Der Urologe beruhigte mich jedoch und verschrieb mir ein
Arzneimittel, das er als Therapie der 1. Wahl bezeichnete. Seitdem
nehme ich einmal täglich eine Kapsel ein – mit großer Wirkung: Ich
habe kaum noch Beschwerden.
Endlich konnten wir auch wieder ein unbeschwertes Eheleben
führen, denn offen gestanden: Die Lust an der Sexualität war in
den letzten Monaten durch meine Prostataprobleme auf der Strecke
geblieben.
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Bewährte Hilfen für die Prostata
Die Behandlung der BPH
Der Urologe hat verschiedene Möglichkeiten, eine gutartige Prostatavergrößerung zu behandeln. Welche Methode die geeignete ist,
hängt vom Schweregrad der Erkrankung bzw. von den individuellen
Beschwerden des Patienten ab. In den ersten Stadien ist in der Regel
eine medikamentöse Behandlung erfolgreich.
Die medikamentöse Therapie
In der medikamentösen Therapie stehen dem Urologen sowohl pflanzliche als auch chemische Wirkstoffe zur Verfügung. Bei leichten
Beschwerden kann er bewährte pflanzliche Mittel einsetzen, so genannte
Phytopharmaka, wie z. B. Präparate mit Salbalfrucht- oder Brennnesselwurzelextrakt.
Bei den chemischen Wirkstoffen haben sich die so genannten
Alpha-1-Rezeptorenblocker als besonders sichere und schnell wirksame Methode bewährt, um die Beschwerden zu lindern. Sie wirken
direkt an der vergrößerten Prostata, indem sie für eine Entspannung
der glatten Muskulatur der Prostata und der Harnröhre sorgen. Die
Beschwerdefreiheit tritt in der Regel bereits nach 1-2 Wochen ein
und hält gleichermaßen an.
Ein häufig eingesetzter Wirkstoff aus der Gruppe der Alpha-1-Rezeptorenblocker ist das Tamsulosin. Die Einnahme von Tamsulosin bewirkt
eine Steigerung der Urinflussrate um bis zu 20-35 %, dadurch sinkt
das Restharnvolumen. Tamsulosin wirkt schnell, lang anhaltend und
ist ausgezeichnet verträglich. Es wird als so genannte Retardform
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eingenommen; d. h., der Patient nimmt nur einmal täglich eine Kapsel
ein, und der Wirkstoff wird kontinuierlich über den ganzen Tag im
Körper frei gesetzt. Bewährte Alpha-1-Rezeptorenblocker sind auch die
Wirkstoffe Alfuzosin, Doxazosin und Terazosin.
Ist das Prostatavolumen auf über 40 ml angestiegen, kommen so
genannte 5-alpha-Reduktasehemmer zum Einsatz. Finasterid
ist hier z. B. als Wirkstoff zu nennen. Es „verkleinert“ die Prostata
auf hormonellem Wege, indem es die Umwandlung von Testosteron
in Dihydrotestosteron verhindert, welches das Prostatawachstum
anregt. Das Volumen der Prostata kann so um bis zu 30 % abnehmen. Die Wirkung tritt allerdings langsamer ein als bei Alpha-1Rezeptorenblockern, in der Regel nach einigen Monaten.
Operative Maßnahmen
Sollten die Medikamente nicht ausreichend wirken oder die Symptome
stark ausgeprägt sein, wird der Urologe eine Operation empfehlen.
Ein Standardverfahren ist die so genannte Transurethrale Prostataresektion, kurz TUR-P genannt. Hierbei wird das vergrößerte Prostatagewebe über die Harnröhre abgetragen. Der Harnfluss ist dann wieder
ohne Beschwerden möglich.
Auch verschiedene neue Operationsmethoden mit dem Laser finden
immer öfter Anwendung.
ist
Die moderne BPH-Therapie
wirksam und sicher!
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Von Mann zu Mann
Selbst ist der Mann!
Der Urologe hat mir erklärt, dass ich selbst viel für meine Gesundheit
tun kann. Also haben meine Frau und ich ein Gesundheitsprogramm
entwickelt, von dem wir beide profitieren. Zunächst haben wir unsere
Ernährung umgestellt – ganz allmählich. Inzwischen verzichten wir
fast völlig auf tierische Fette. Außerdem sind wir jetzt viel aktiver als
früher und fahren mit dem Rad, gehen oft spazieren oder wandern.
Das tut richtig gut!
Und natürlich gehe ich jetzt einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung
– genau wie meine Frau. Es ist einfach ein gutes Gefühl, sich sicher
fühlen zu dürfen!
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Gesund leben
Tipps für eine „prostatafreundliche“ Lebensweise
Essen gut, (fast) alles gut!
Unsere Ernährung spielt für die Gesundheit eine große Rolle. Viele
Erkrankungen, wie z. B. Diabetes oder Bluthochdruck, lassen sich durch
eine gesunde Ernährung günstig beeinflussen. Auch für die Gesundheit
Ihrer Prostata können Sie etwas tun. Nachfolgend finden Sie einige
„prostatafreundliche“ Ernährungstipps:
• Ernähren Sie sich ballaststoffreich: frisches
Obst und Gemüse, Vollkornprodukte.
• Verzichten Sie auf tierische Fette, wählen Sie
stattdessen pflanzliche Fette mit ungesättigten
Fettsäuren, wie z. B. Oliven- oder Sojaöl.
Wählen Sie Margarine statt Butter.
• Sehr empfehlenswert: Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Tee,
Wein (in Maßen) und Getreideprodukte enthalten so genannte
Phytoöstrogene, die das Prostatawachstum hemmen.
• Verzichten Sie weitgehend auf Reizstoffe wie Pfeffer und
Paprikapulver.
• Trinken Sie ausreichend: 1-2 Liter Mineralwasser und Tee pro Tag.
Verzichten Sie auf sehr kalte Getränke und auf starken Kaffee.
Alkohol sollten Sie nur in geringen Mengen zu sich nehmen.
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Sport ist Mord?
Im Gegenteil! Bewegung und leichter Sport lindern bei einer BPH die
Beschwerden, indem sie die Prostatamuskulatur entspannen. Langes
Sitzen hingegen kann die Beschwerden verschlimmern.
Wer nicht vorbeugt, hat vielleicht das Nachsehen!
Hier sollten sich die Männer ein Beispiel an den Frauen nehmen!
Nicht einmal 20 % aller Männer nutzen die jährliche Vorsorgeuntersuchung, die die Krankenkassen zahlen. Dabei ist die Untersuchung
einfach und schmerzlos. Das Beste, was Sie also für Ihre Prostata tun
können, ist der regelmäßige Prostatacheck – auch dann, wenn Sie
keine Beschwerden verspüren.
Sobald Sie Veränderungen bemerken oder gar unter Beschwerden
leiden, wie z. B. starken Harndrang ohne Wasserlassen oder Brennen
beim Wasserlassen, sollten Sie umgehend Ihren Urologen aufsuchen.
Nicht vergessen:
1 x im Jahr zur
hung!
Vorsorgeuntersuc
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Weitere Informationen finden Sie hier
Sie wollen mehr über Prostataerkrankungen lesen? Sie möchten einen
Test machen, der Ihnen zeigt, wie es um Ihre Prostatagesundheit bestellt
ist? Sie wünschen Informationen zu bewährten pflanzlichen BPHPräparaten?
Besuchen Sie uns im Internet. Im Urologie-Bereich unter www.tad.de
bieten wir Ihnen genau die Informationen, die Sie wünschen. Schauen
Sie vorbei – wir freuen uns auf Sie!
Auch der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. und die Deutsche
Gesellschaft für Urologie e.V. bieten unter www.urologenportal.de zahlreiche nützliche Informationen und Services.
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Was ist eigentlich ...
Kleines urologisches Wörterbuch
A Adenom der Prostata: gutartige Geschwulst der Vorsteherdrüse; gleichbedeutend mit Prostatahyperplasie
Adenomektomie: Entfernung eines Adenoms, z. B. des Prostataadenoms
Adnexe: die inneren Genitalorgane, beim Mann die Prostata und die
Samenblase
Adnexitis: Entzündung der Prostata und der Samenwege
B Benigne Prostatahyperplasie (BPH): gutartige Prostatavergrößerung
Biopsie: Gewebeentnahme, mit der vor einer Operation entschieden
werden kann, ob eine gutartige oder eine bösartige Geschwulst vorliegt
Blasenspiegel: Instrument zur Besichtigung der Harnröhre, Prostata und
Blase mit einer elektrischen Lichtquelle
D Dihydrotestosteron: entsteht durch die Umwandlung des Hormons
Testosteron
Divertikel: Ausstülpung umschriebener Wandteile eines Hohlorgans,
z. B. in der Blase
E
Ejakulat: die Samenflüssigkeit (Sperma), die aus den Sekreten der
Prostata, der Samenblasen und den Samenzellen besteht
Endoskop: optisches Instrument zur Untersuchung von Körperhöhlen
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Endoskopie: Verfahren zur Besichtigung von Hohlorganen oder
Körperhöhlen, z. B. von Harnröhre, Blase, Harnleiter etc.
H Harnvergiftung: Vergiftung des Körpers als Folge einer ungenügenden
Harnausscheidung
Harnverhalt oder Harnsperre: plötzlicher „Verschluss“ der Blase, so
dass der Patient nicht mehr Wasser lassen kann; sehr schmerzhafter
Zustand, der z. B. durch das Legen eines Blasenkatheters behoben
werden muss.
Hormon: Körpereigener Wirkstoff, der von Drüsenzellen direkt ins Blut
abgegeben wird
I Inkontinenz: unwillkürlicher Abgang von Harn (Harninkontinenz) oder
Stuhl (Stuhlinkontinenz)
K Karzinom: bösartige (Krebs)geschwulst
Kastration: operative Entfernung oder Röntgenzerstörung der Hoden
bzw. der Eierstöcke
Katheter: röhrenförmiges Instrument, das zur Harnableitung durch die
Harnröhre in die Blase eingeführt wird
L Lymphknoten: Organe des Lymphgefäßsystems, die Bakterien oder
Geschwulstzellen auffangen können
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P Prostata: Vorsteherdrüse
Prostataabszess: Eiteransammlung in einer durch Gewebseinschmelzung entstandenen Höhle der Prostata
Prostatabiopsie: Untersuchung von Zellen bzw. Gewebe aus der
Prostata
Prostatakarzinom: Krebsgeschwulst der Prostata, meist von der
Prostatakapsel ausgehend
Prostatitis: Entzündung der Vorsteherdrüse
R Restharn: der nach Abschluss der Harnentleerung in der Blase zurückbleibende Urin
S Samenfäden: die in den Hoden gebildeten, beweglichen männlichen
Keimzellen, die mit der Samenflüssigkeit ausgestoßen werden und das
Ei befruchten
Samenleiter: dünne Hohlorgane mit kräftigem Muskelmantel, die den
Transport der Samenfäden vom Nebenhoden bis in die Prostata besorgen
Sekret: Drüsenflüssigkeit, die von den Drüsenzellen in die Drüsenhohlräume und Ausführungsgänge abgegeben wird und Enzyme enthält,
z. B. Samenflüssigkeit, Speichel etc.
Sonde: stab- oder schlauchförmiges Instrument zur Einführung in
Körperhöhlen
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T
Testosteron: in der Blutbahn zirkulierendes Hormon (Androgen), das
hauptsächlich im Hoden produziert wird
U Überlaufblase: mit Urin gefüllte Harnblase, die überläuft, aber nicht leer
laufen kann. Der Harnabfluss dauert nur gering an.
Urämie: Harnvergiftung. Anhäufung von Stoffen im Blut, die nicht durch
die Niere ausgeschieden werden können. Kann unbehandelt tödlich verlaufen.
Urethra: Harnröhre
Urethrographie: röntgenologische Kontrastmitteldarstellung der
Harnröhre
Urethroskopie: Spiegelung der Harnröhre
Uroflowmetrie: Bestimmung der Urinmenge pro Sekunde bei der
vollständigen Blasenentleerung
Urogenitalsystem: die Harn- und Geschlechtsorgane
Urographie: Röntgenkontrastdarstellung der Harnwege durch Einspritzung eines jodhaltigen Kontrastmittels ins Blut
Z Zystoskopie: Spiegelung der Harnblase
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