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Hintergrundwissen
20. Oktober 2010
Influenza – die „echte Grippe“
München. Viele Menschen leiden in den kalten Monaten eines Jahres mindestens einmal an
einer Erkältung. Handelt es sich jedoch um eine Influenza, also eine echte Grippe, kann es
gefährlich werden. Schwere Komplikationen, wie eine Lungenentzündung, können auftreten und
im Ernstfall sogar tödlich enden. Wie aber erkennt man, ob es sich nur um eine Erkältung oder
doch um eine ernst zu nehmende Grippe handelt? Was sind die Ursachen einer Influenza und
wie kann sie behandelt werden? Die Experten von TÜV SÜD beantworten diese Fragen und
erklären, für wen eine Grippe-Impfung empfehlenswert ist.
Grippaler Infekt oder echte Grippe?
Bei einem grippalen Infekt, auch Erkältung genannt, treten die Beschwerden meist langsam und
schrittweise auf. Dabei kommt es zu Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen und
manchmal zu leichtem Fieber. Nach ungefähr drei Tagen ist der Höhepunkt der Beschwerden erreicht
und nach etwa einer Woche ist die Erkrankung in den meisten Fällen überwunden. Ein Arztbesuch ist
bei einem grippalen Infekt nicht zwingend nötig. Körperliche Schonung, Wärme und viel trinken sind im
Regelfall ausreichende Behandlungsmethoden.
Eine Grippe tritt dagegen plötzlich auf. Innerhalb weniger Stunden stellt sich ein starkes
Krankheitsgefühl ein. Typische Symptome sind plötzliches hohes Fieber ab 38,5° Celsius, trockener
Reizhusten sowie starke Kopf-, und Gliederschmerzen. Zusätzlich können Schweißausbrüche,
Halsschmerzen und Schwäche auftreten. Die Symptome klingen in der Regel nach sieben Tagen ab,
ein Schwächegefühl und Appetitlosigkeit bleiben jedoch manchmal länger bestehen. Die Infektion mit
Influenza-Viren schwächt den Körper, wodurch Bakterien leichter in den Körper eindringen und zu
weiteren Krankheiten führen können. Aber auch die Grippeviren selbst können Organe wie die Lunge
befallen. Zu den gefürchteten Komplikationen gehören Lungen-, Herzmuskel- und
Gehirnhautentzündung. Vor allem bei Kindern, älteren Menschen mit Vorerkrankung und
immunschwachen Personen sind diese Komplikationen bedrohlich. Daher wird Risikogruppen
grundsätzlich empfohlen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Bei Verdacht auf eine GrippeErkrankung sollte man daher sofort einen Arzt aufsuchen.
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Grippe-Viren
Die Grippe ist eine hoch ansteckende Infektion, die durch so genannte Influenza-Viren ausgelöst wird.
Die Viren dringen über die Schleimhaut des Mundes, der Atemwege und der Augen in den Körper ein.
Es gibt drei verschiedene Typen von Influenza-Viren: Influenza A-, B- und C-Viren. Für den Menschen
sind nur Influenza A- und B-Viren relevant. Auch Tiere, wie Schweine und Vögel, können von Influenza
A-Viren befallen werden, Influenza B-Viren treten dagegen praktisch nur beim Menschen auf. Leben
Menschen und Tiere auf engem Raum miteinander, können sich Influenza-Viren, die hauptsächlich
Tiere befallen und solche, an denen vor allem Menschen erkranken, vermischen und neue Subtypen
bilden. Diese Subtypen sind häufig die Auslöser von gefährlichen Grippe-Pandemien. Beispiele dafür
sind die Vogel- und Schweinegrippe-Erreger.
Übertragen werden Influenza-Viren hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Beim Husten, Niesen,
Sprechen und Atmen werden von infizierten Personen so genannte Exspirationströpfchen ausgestoßen.
Menschen in unmittelbarer Umgebung atmen diese in der Luft schwebenden Viren ein und stecken sich
dadurch an. Aber auch durch direkten oder indirekten Handkontakt, also zum Beispiel durch
Händeschütteln, über Haltegriffe, Türklinken und Telefonhörer kann das Virus übertragen werden. Auf
diesen glatten Oberflächen überleben Grippe-Viren bis zu zwei Tage. Um eine Infektion zu verhindern,
sollten Räume mindestens drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten gelüftet werden. Weitere
Möglichkeiten, eine Ansteckung zu vermeiden, sind eine rechtzeitige Grippe-Impfung sowie
regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Jedoch kann keine vorbeugende Maßnahme einen
hundertprozentigen Schutz bieten.
Übrigens: Auf Geldscheinen bleibt das Influenza-Virus bis zu siebzehn Tage infektiös. Ob über
Geldscheine jedoch auch wirklich vermehrte Ansteckungen zustande kommen, ist allerdings unklar.
Quelle: Die Welt Online
Grippe-Therapie
Wird durch eine ärztliche Untersuchung bestätigt, dass eine Grippe-Infektion vorliegt, kann diese mit
speziellen antiviralen Medikamenten behandelt werden. Durch diese Medikamente kann die Schwere
der Erkrankung reduziert sowie die Dauer der Krankheit verkürzt werden, während das Risiko für
Komplikationen sinkt. Es ist allerdings wichtig, antivirale Medikamente so früh wie möglich zu
verabreichen.
Neben dieser antiviralen Therapie ist eine symptomatische Therapie möglich. So können die
unangenehmen Symptome einer Grippe, wie Fieber, Schüttelfrost oder Labilität des Herz-
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Kreislaufsystems gemildert werden. Bestimmte Schmerzmittel wirken gegen Kopf- und
Gliederschmerzen und senken das Fieber. Nasensprays oder -tropfen lassen die Nasenschleimhaut
abschwellen und erleichtern das Atmen.
Auch der Patient selbst kann seine Genesung durch Ruhe und Meidung körperlicher und psychischer
Anstrengung unterstützen. So kann der Körper seine ganze Kraft darauf verwenden, Viren und
eventuelle Bakterien zu bekämpfen. Bei Fieber sollte man genügend trinken, da durch das Schwitzen
viel Flüssigkeit verloren geht. Ideal sind heiße Früchte- und Kräutertees, da sie zusätzlich Beschwerden
einer Rachenentzündung lindern können. Inhalationen wirken oft wohltuend und befreien die Nase.
Außerdem sollte neben Alkohol und Zigaretten auf alles verzichtet werden, was den Körper zusätzlich
belastet.
Grippe-Impfung
Die beste Methode einer Influenza vorzubeugen, ist die Grippe-Impfung. Der optimale Zeitraum dafür ist
zwischen September und November. Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis genügend
Antikörper produziert wurden, um den Körper gegen eine Influenza-Infektion zu schützen. Da sich die
Viren immer wieder verändern, muss die Impfung jedes Jahr mit einem neuen Impfstoff aufgefrischt
werden. Es gibt einige Risikogruppen, denen eine Immunisierung besonders empfohlen wird. Dazu
gehören Personen ab 60 Jahren, Patienten, die an einer Immunschwäche leiden, Menschen mit
bestimmten chronischen Erkrankungen, Menschen, die in einem Pflegeheim leben sowie Personen, die
viel Kontakt mit anderen Menschen haben wie Ärzte, Polizisten und Pflegepersonal. Bei diesen
Personengruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Impfung.
Eine Impfung sollte zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn man an einer akuten
behandlungsbedürftigen Erkrankung wie einer hoch fieberhaften Infektion leidet. Grundsätzlich
bespricht der impfende Arzt mit dem Patienten, ob und wann die Impfung geeignet ist. Dies gilt
besonders bei eventuellen Allergien gegen Impfstoffbestandteile wie Hühnereiweiß.
Übrigens: Die saisonale Influenza-Impfung für 2010/2011 schützt auch gegen die sogenannte
Schweinegrippe.
Quelle: Robert Koch Institut
Betriebliches Gesundheitsmanagement – Investition in die Zukunft
Ständig wachsende Anforderungen stellen hohe Ansprüche an die Mitarbeiter eines Unternehmens.
Von ihnen wird Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung und Flexibilität erwartet.
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Diese Faktoren können, wenn sie überbeansprucht werden, oft die Gesundheit eines Einzelnen
beeinträchtigen, sei es physisch oder psychisch. Viele Unternehmen investieren deshalb in ein
Betriebliches Gesundheitsmanagement, um das Wohlbefinden ihrer Beschäftigten zu erhöhen und
somit die Produktivität zu stärken. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer entsteht dadurch eine „win-winSituation“. Was für den einen ein positives Image als Arbeitgeber mit sich bringt, bedeutet für den
anderen eine verbesserte Lebensqualität.
TÜV SÜD Life Service betreut die Mitarbeiter von knapp 10.000 Unternehmen in Deutschland beim
Arbeits- und Gesundheitsschutz und entwickelt individuelle Lösungen zum Umgang mit Stress, zur
Förderung der Arbeitsmotivation, bei Suchtgefährdung sowie Über- oder Unterforderung. Das Ziel ist
stets, Bedingungen am Arbeitsplatz zu schaffen, die die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter
schützen, so dass Kosten durch Arbeitsunfälle, einseitige Belastungen und Krankheiten verringert
werden. Das Kompetenz-Team von TÜV SÜD, bestehend aus mehr als 400 Psychologen, Ärzten und
weiteren Fachkräften, berät und unterstützt Unternehmen bei der Implementierung eines ganzheitlichen
Betrieblichen Gesundheitsmanagements, basierend auf fünf miteinander verbundenen
Handlungsfeldern (Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliche Gesundheitsförderung,
Unternehmensführung, Personalmanagement, interne Unternehmenskommunikation). Unternehmen
können somit ihre Risiken minimieren, Kosten senken sowie wettbewerbsfähig und wirtschaftlich
erfolgreich sein.
Weitere Informationen für Medien zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es im
Internet unter www.tuev-sued.de/presse/BGM.
Presse-Kontakt:
Bettina Tillmanns
TÜV SÜD AG
Unternehmenskommunikation - ZERTIFIZIERUNG
Westendstraße 199, 80686 München
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+49 (0) 89 / 57 91 – 29 35
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bettina.tillmanns@tuev-sued.de
www.tuev-sued.de/presse
i Die TÜV SÜD Life Service GmbH ist ein Unternehmen der TÜV SÜD Gruppe mit rund 470 Mitarbeitern an 100
Standorten. Diese bieten umfassende Beratung und Betreuung auf allen Gebieten der Arbeitsmedizin, -sicherheit und
Arbeitspsychologie an. Darüber hinaus sorgen Verkehrspsychologen und -mediziner für mehr Verkehrssicherheit und führen
u.a. Medizinisch-Psychologische Untersuchungen durch.
TÜV SÜD ist ein international führender Dienstleistungskonzern mit den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE,
MOBILITÄT und ZERTIFIZIERUNG. Rund 15.000 Mitarbeiter sind an über 600 Standorten weltweit präsent. Die
interdisziplinären Spezialistenteams sorgen für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Als Prozesspartner
stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden.
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