2. Modalwörter

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Gramatika současné němčiny III
Přednáška 2 hodiny
Seminář 2 hodiny
ZS
Doležal
Prüfung
1) regelmäßige und aktive Teilnahme
2) theoretische und praktische Beherrschung der behandelten Themen
mündlich sowie schriftlich
3) mündliche Referate; Diskussionen
4) Konspekte - Grundlage für die Prüfung
Diese Veranstaltung knüpft an die Behandlung der ARTIKELWÖRTER im vorigen
Semester an. Im Mittelpunkt werden Fragen stehen wie unter welchen Bedingungen der
bestimmte oder der unbestimmte oder der Nullartikel stehen muss, wann man frei
zwischen verschiedenen Artikelwörtern wählen darf, welche Konsequenzen die
Entscheidung für diesen oder jenen Artikel hat. Solche Fragen wird der Kurs zu
beantworten und an Beispielen zu verdeutlichen versuchen. Anschließend wird die Wortart
ADJEKTIV behandelt, vor allem die Entwicklungstendenzen bei dessen Gebrauch sowie
Gemeinsamkeiten und Unterschiede von ADJEKTIV, ADVERB, MODALWORT und
PARTIKEL.
1) Funktionen der Artikel
2) Grammatische und semantische Funktion der Artikel
3) Kommunikativ-pragmatische und stilistische Funktion der Artikel
4) Unika und Artikelgebrauch
5) Generalisierungen und Artikelgebrauch
6) Zum Gebrauch des uA
7) Zum Gebrauch des NA
8) Adjektiv vs. Adverb, Modalwort und Partikel
9) Deklination der Adjektive
10) Syntaktische Funktionen der Adjektive
11) Modalwörter
12) Modalwörter und deren Konkurrenzformen
13) Partikeln
Literatur:
Helbig, G. (1988) Lexikon deutscher Partikeln. Leipzig.
Helbig, G./Helbig, A. (1990) Lexikon deutscher Modalwörter. Leipzig.
Helbig, G./Buscha, J. (1991) Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Leipzig.
Engel, U. (1988) Deutsche Grammatik. Heidelberg.
DUDEN (1998) Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. Mannheim.
Grimm, H.-J. (1987) Lexikon zum Artikelgebrauch. Leipzig.
Fleischer, W. (1967) Zur Funktion des Artikels in der deutschen Sprache der Gegenwart.
In: Germanistika Wratislaviensia X
Admoni, W. (1970) Der deutsche Sprachbau. München
D1
Beschreiben Sie in den folgenden Beispielsätzen bzw. Beispielen den Artikelgebrauch. Beachten Sie jeweils die
miteinander konkurrierenden Artikelformen und das Kontraktionsverhalten.
I. Maß- und Mengenbezeichnungen
1) Dieser Kleiderstoff kostet 20 Euro der/das Meter.
2) DIESER STOFF KOSTET 20 EURO PRO/JE METER.
3) Der Fahrpreis beträgt 5 Euro je angefangenen/-er Kilometer.
4) DER FAHRPREIS BETRÄGT 5 EURO PRO ANGEFANGENEN KILOMETER.
5) Er besucht sie dreimal den Monat.
6) Sie sind 100 Kilometer die Stunde gefahren.
7) Im Stadion sollen um (die) 100 000 Zuschauer gewesen sein.
8) Der nächste Ort ist an (die) 20 Kilometer entfernt.
9) Das Auto erreicht eine Geschwindigkeit von um die 150 km/h.
10) Der Fluss hat an dieser Stelle eine Breite von 200 Metern.
11) DIE BREITE DES FLUSSES AN DIESER STELLE BETRÄGT 200 METER.
12) Der Fluss hat an dieser Stelle die beachtliche Breite von 200 Metern.
13) Er hat einen Gewinn von 2 Millionen Euro erzielt.
14) Bei dem Brand ist ein Schaden von einer Million Euro entstanden.
15) Der Garten bringt ihm einen Nutzen von 50 000 Euro pro Jahr.
16) Auch die/eine Entfernung von 200 Kilometern ist für ihn kein Problem.
Der Berg erreicht eine/die Höhe von 8 000 Metern.
17) Eine Fuhre Heu; eine Ladung Zement; eine Rolle Tapete; ein Teller Suppe; ein Haufen
Abfall; eine Menge Gemüse
18) Eine Herde Rinder; eine Schachtel Reißzwecken; ein Schwarm Bienen
19) Eine Tasse Kaffee; 2 Kilo Gemüse
20) Ein Kilo Äpfel; 2 Kilo Birnen
II. Feier und Festtage
1) der Muttertag der Heilige Abend, der Karfreitag, das Weihnachtsfest, das Neujahrsfest, die
Osterfeiertage
2) Weihnachten steht vor der Tür. Er feiert Neujahr zu Hause.
Silvester hat er bei seiner Freundin verbracht.
3) Sie wird ein schönes Weihnachten haben.
4) Letzten Ostern war er im Ausland. Nächste Ostern bleibt er zu Hause.
Nächstes Jahr Ostern / zu Ostern / an Ostern verbringt er zu Hause.
5) Nach den Weihnachten kommt sie wieder.
Diese Weihnachten verbringt sie in Übersee.
6) Gesegnete / Frohe / Fröhliche Weihnachten!
III. Astronomische und geographische Begriffe
1) der Mars, die Venus, die Gezeiten
2) Die Erde dreht sich um die Sonne.
3) Kannst du auch eine Sonne malen?
Die Pflanze braucht viel Sonne.
4) der Harz, die Hohe Tatra, das Erzgebirge, die Pyrenäen
5) der Brocken, die Schneekoppe, das Matterhorn
6) der Pazifik, das Mittelmeer, die Nordsee, der Ärmelkanal, die Bucht von Neapel, der
Bosporus
7) der Bodensee, der Baikal, der Laggo Maggiore
8) der Inn, die Elbe, der Amazonas, die Wolga, die Themse; ABER: der Paranà
9) die Schweiz, die Ukraine, die Mongolei, (der) Libanon, die USA, die Niederlande
10) Diese Erzeugnisse werden auch in die / nach den USA exportiert.
11) das Fürstentum Liechtenstein, die Republik Österreich, der Vatikanstaat
12) Griechenland, das Saarland; die Pfalz, das Rheinland, Rheinland-Pfalz;
Frankreich, das Frankreich Ludwigs XIV.
13) der Balkan, der Darß, der Ferne Osten, die Krim, die Riviera, das Elsass, das Pandschab, das
Engadin, Thüringen, Alaska, das nördliche Sibirien; im Elsass
14) Korsika, Rügen, die Kanaren, die Kurilen, die Insel Kreta
15) Afrika, Australien, die Arktis, die Antarktis
Der Ural trennt Europa von Asien.
16) Wien, Genf, Rom
Er interessiert sich für das Rom Michelangelos.
Der Schriftsteller zeigt uns ein ganz anderes Rom.
Salzburg wird das Rom des Nordens genannt.
Er führt uns in das mittelalterliche Prag.
Monte Carlo war am Wochenende ein/das Mekka der Motorsportfreunde.
IV. Bezeichnungen von Jahreszeiten, Monaten, Wochentagen und
Tageszeiten
1) Der Frühling beginnt im März.
Bald kommt der Frühling.
2) Bald wird Frühling.
Jetzt ist es schon Winter / Dezember.
Bald wird Abend.
3) Heute haben wir Mittwoch.
Jetzt haben wir schon Frühling/Mai/Morgen.
In diesem Jahr hatten wir einen warmen Frühling.
4) Sie war voriges Jahr / vorigen Sommer / vorigen Monat / vorige Woche / vorigen Dienstag
in der Schweiz.
5) Der Kurs beginnt im Sommer / im Juli / am Dienstag.
Der Kurs dauert bis zum Ende dieses Monats.
ABER: Der Kurs beginnt erst Dienstag. Der Kurs dauert bis Ende Juli.
6) Das Rennen wird spät am Nachmittag / zu Mittag / gegen Abend gestartet.
7) Ab Mai / Ab Dienstag gilt der neue Fahrplan.
8) Seit Anfang Mai / Seit Mitte Mai / Seit Ende Mai wohnt er in Prag.
9) Der Fahrplan gilt bis Freitag / bis zum Freitag.
10) Seit Montag / Seit Mai wohnt er in Prag.
ABER: Seit vorigem / Seit dem vorigen Montag wohnt er in Prag.
Seit (dem) 1. Mai wohnt er in Prag.
11) nach (dem) Abschluss des Studiums; zu gleicher Zeit / zur gleichen Zeit; zu gegebener Zeit /
zur gegebenen Zeit
V. Zu relativen Unika
i.
Bezeichnungen von Körperteilen
Sie schüttelt den Kopf.
Sie schüttelt das hübsche Köpfchen / ihr hübsches Köpfchen.
Sie hat Grütze im Kopf.
Anke hat sich einen Arm / den rechten Arm / am Arm verletzt.
Er konnte seinen Arm bewegen.
5) Sie kämmt sich die Haare.
6) Sie hat lange Haare / kalte Hände.
7) Sie hat einen süßen Mund.
8) Er blickte ihr in die vergissmeinnichtblauen Augen.
9) Er fuchtelte mit seinen schenkeldicken Armen.
10) Er fasste das mit bloßen Händen an.
11) Es wird noch von Hand hergestellt.
ABER: Er schreibt das mit der Hand.
12) Er weiß das aus erster Hand.
13) Was beabsichtigte der Bursche mit dem kurzen Haar zu tun?
Ein Mann mit störrischen Haaren und einem offenen sonnengebräunten Gesicht.
Ein Seemann mit verwittertem Gesicht.
14) Nun gilt es Haut und Haar.
Die Hitze drang ihm durch Mark und Bein.
Er hat ihn auf Herz und Nieren geprüft.
Das war ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen.
Sie leben auf großem Fuß.
Hand aufs Herz!
1)
2)
3)
4)
ii.
Weitere Bezeichnungen in einer Teil-Ganzes-Beziehung
1) Der Einband des Buches ist stark beschädigt.
das Laub des Baumes; das Zeug im Schrank
2) Die Regierung Frankreichs hat ihren Sitz in Paris.
die Küste Italiens; das Parlament dieses Landes
3) Das war der Hauptgedanke seines Vortrages.
der Inhalt dieses Buches
VI. Zum Gebrauch des bestimmten Artikels
1) die Chinesische Mauer; Sie waren in/im Schloss Hluboká; die UNO
2) Wer hat die Mona Lisa gemalt? Heute wird (der) Egmont gespielt.
Dort wird ein Faust aufgeführt, wie man ihn noch nie gesehen hat.
3) die Seetüchtigkeit der „Nautilus“ / der „Pfeil“ oder des „Pfeils“
4) der „Vindobona“, der „Saxonia“
5) der Erlöser, der Weihnachtsmann, der Teufel
Gott, Jesus Christus, Buddha, Mohammed
6) das Christentum, der Judaismus, der Buddhismus, der Islam; im Buddhismus
7) die Menschheit, die Intelligenz, die Christenheit, das Judentum; zur Intelligenz
8) das Mittelalter, die Gotik, die Renaissance, das/der Barock
9) die Völkerschlacht bei Leipzig, das Alte Testament
10) die Astronomie, die Relativitätstheorie
Sie studiert Linguistik.
11) Das Deutsche hat eine einfachere Grammatik als das Tschechische.
Deutsch / Das Deutsche gehört zu den germanischen Sprachen.
Er unterrichtet Deutsch.
Goethes Deutsch unterscheidet sich in mancher Hinsicht vom heutigen Deutsch.
Er spricht ein schönes Italienisch.
12) Er verspricht ihr das Blaue vom Himmel herunter.
Er hat ins Schwarze getroffen.
Sie ist in Blau gekommen.
Das Kleid war von einem leuchtenden Blau.
Das Grün der Wiesen verriet reichlichen Regen.
13) (Das) Lernen macht ihm Spaß.
Konsequentes Lernen tut Wunder. Das konsequente Lernen tut Wunder.
(Die) Geduld ist eine große Kraft.
Sie hat Geduld. Sie hat (eine) große Geduld.
Er trat immer für (die) Gerechtigkeit ein.
Es ist / Es herrscht Frieden.
Er braucht Ruhe. Er bedarf der Ruhe.
VII. Zur generalisierenden Funktion der Artikel
i.
Effektiv-distributive Generalisierungen
Die Fichte ist ein Nadelbaum.
Eine Fichte ist ein Nadelbaum.
Jede Fichte ist ein Nadelbaum.
(Das) Eisen ist ein Metall.
(Die) Liebe ist die größte Kraft.
ii.
Typisierende Generalisierungen
Der Wal ist das größte Säugetier der Erde.
Der DUDEN ist ein zuverlässiges Nachschlagewerk.
Salzburg wird das Rom des Nordens genannt.
Dem Brasilianer liegt der Fußball im Blut.
iii.
Partielle Typisierungen in nichtgeneralisierenden Äußerungen
Anke kommt nächstes Jahr in die Schule.
Die Woche über arbeitet er in Prag, am Wochenende fährt er gern aufs Land.
Sie ist nicht mit dem Bus, sondern mit dem Taxi gekommen.
Die Hose darf man nicht in der Waschmaschine waschen.
Sie hat das im Radio gehört.
Nachmittags geht er immer zum Training.
Er streicht eben gern den Chef heraus.
iv.
Exemplarische Generalisierungen
Ein Mann verzagt nicht!
Eine Frau fährt besser Auto als ein Mann.
Einem Italiener liegt die Musik im Blut.
Auf eine dumme Frage gehört eine dumme Antwort.
v.
Partiell-exemplarische Äußerungen (nichtgeneralisierende Äußerungen)
Das Mädchen ist schön wie eine Rose.
Für ein Kind ist das eine gute Leistung.
Er dichtet wie ein Goethe.
VIII. Zu Klassifizierungen
1) Die Nelke ist eine Blume. Dieses Wort ist ein Adverb. Er ist noch ein Kind. Dieses Bild ist
ein Rembrandt.
ABER: Das ist die Mona Lisa.
2) Er ist (ein) Ungar. Er ist Lehrer. Er ist ein Priester. Er ist der Übersetzer. Er ist Christ, sie ist
Moslemin.
Er ist Linkshänder. Er ist Nichtraucher.
2. TEXTANALYSEN
D3-D9
Setzen Sie sich an den unterstrichenen Stellen in den folgenden Texten mit der Problematik der
Neutralisationserscheinungen auseinander.
D3
Bernsteinzimmer: Rentner fordert Mosaik zurück
Wert wird auf bis zu 6,8 Millionen Mark geschätzt.
AP Berlin/Bremen – Der Bremer Rentner Hans A. alias „Mister X“ will die Hoffnung auf
Millionen nicht aufgeben: Der 62jährige wurde als Besitzer des vor eineinhalb Wochen
beschlagnahmten Bernsteinzimmer-Mosaiks enttarnt, wie die Staatsanwaltschaft Berlin am
Wochenende bestätigte. „Das Mosaik gehört mir, damit kann ich machen, was ich will, die
Staatsanwälte müssen es wieder herausrücken“, sagte er dem „Spiegel“. Der Wert des Mosaiks
beträgt nach Expertenangaben bis zu 6,8 Millionen Mark. Der Rentner hatte auf dem grauen
Kunstmarkt einen Betrag von gut 4 Millionen Mark gefordert.
Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Rentners seien einige Beweismittel
sichergestellt worden, sagte eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft. Der Rentner betonte
im „Spiegel“, dass sein Vater rechtmäßiger Eigentümer des Mosaiks gewesen sei: „Mein Vater hat
das bestimmt nicht geklaut, der war Geschäftsmann, der hat garantiert einem anderen Soldaten
einen Hundertmarkschein dafür gegeben und es regulär gekauft.“
Auf die Spur des Rentners war die Polizei laut „Spiegel“ durch einen Nachbarn
gekommen. Dieser habe das Mosaik auf Zeitungsfotos wiedererkannt. Das Bild habe früher bei
dem Rentner gehangen. Auch der Bremer Notar Kaiser hatte berichtet, sein zunächst
geheimgehaltener Mandant habe das Steinmosaik über sein Sofa gehängt, nachdem er es nach
dem Tod des Vaters auf dem elterlichen Dachboden gefunden habe.
D4
Festnahme von Mafia-Boss Aglieri
Die zwei Monate lang geplante Aktion, die zur Festnahme von Aglieri führte, wurde zuletzt noch
durch den „Pentito“ (Reuigen) Mafiaboss Giovanni Brusca, der seit 1996 im Gefängnis sitzt,
ausgelöst. Er gab den entscheidenden Hinweis. Nach Zeitungsberichten , die allerdings von der
Justizbehörde bisher nicht bestätigt wurden, hat Brusca bereits seine „Belohnung“ für diesen
Verrat erhalten; seine schwere Kerkerhaft soll bereits in eine normale Gefängnishaft
umgewandelt worden sein.
Aglieri wird vorgeworfen, den Mord an dem christdemokratischen Europaabgeordneten
Salvo Lima im Februar 1992 organisiert zu haben. Außerdem soll er an den verheerenden
Sprengstoffanschlägen gegen die Mafiajäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino im Mai und
Juni 1992 beteiligt gewesen sein. Aglieri war in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haftstrafe
wegen des Mordes an dem Richter Scopellitti und zu zwölf Jahren Gefängnis für seine
Mitgliedschaft in einer mafiosen Organisation und Verwicklung in Drogenhandel verurteilt
worden.
Aglieri wird in seinen Kreisen wegen seines gespreizten Benehmens „o signoriun“ (das
Herrchen) genannt. Er gilt als ausgesprochen intelligent und gebildet. Er schloss sein Abitur im
Priesterseminar von Monreale ab. Bei der Durchsuchung seiner Unterkunft in Bagheria fanden
die Polizisten Bücher von Edith Stein und Kierkegaard. Auch einen kleinen Hausaltar hatte er
sich in seinem Haus errichtet der dem Ortsheiligen Michele Arcagelo, dem Schutzpatron der
Polizei, geweiht war. Zudem hatte er eine Sammlung von 100 Heiligenbildchen. Um den Hals
trug er bei seiner Verhaftung eine Goldkette mit Kruzifix. Nach Zeitungsberichten betete Pitro
Aglieri zwei Stunden stehend in der Zelle. Und bei der richterlichen Vernehmung soll er gesagt
haben: „Ich bereue vor Gott, doch nicht vor den Menschen.“
D5
Maskierte Gangster überfallen Spielkasino
dpa Dortmund – Bei einem Überfall auf das Spielkasino in Hohensyburg bei Dortmund haben
schwerbewaffnete Gangster in der Nacht zum Sonntag mehr als 450 000 Mark erbeutet. Nach
Angaben der Polizei waren die drei Männer mit Sturmhauben maskiert und mit
Maschinenpistolen bewaffnet. Sie stürmten in das Kasino, bedrohten Gäste und Personal mit
Waffen und raubten die Hauptkasse aus. Es wurde niemand verletzt. Allerdings mussten zwei
Kasinobesucher mit einem Schock ärztlich behandelt werden. Nach dem Überfall flüchtete das
Trio zu Fuß. Zunächst gab es keine Hinweise auf die Gangster, die bei dem Raub jedoch eine
Gaspistole verloren. Auch sollen sie mit ausländischem Akzent gesprochen haben. Das
Spielkasino liegt auf einer bewaldeten Höhe oberhalb der Ruhr und ist nur von einer Seite
zugänglich. Der gläserne Palast ist seit Jahren das einträglichste Kasino in Nordrhein-Westfalen.
D6
Rätselhafte Explosion im Kurort
dpa Prag – Bei der Explosion eines bisher unbekannten Sprengstoffs sind am Sonntag
Nachmittag in der Eingangshalle des Prießnitz-Sanatoriums im Kurort Jesenik (Freiwaldau) in
Nordmähren mehrere Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der örtlichen Polizei
ließ sich die Zahl der Toten zunächst nicht feststellen. Aus dem örtlichen Krankenhaus wurde
bekannt, dass 20 Verletzte versorgt werden mussten. Nach der Explosion ging ein Teil des
Gebäudes in Flammen auf. Die rätselhafte Explosion ereignete sich am Tag der offenen Tür des
Jeseniker Rettungsdiensts.
D7
Verletzte nach Explosion
Bei der Detonation eines Sprengsatzes in einem Einkaufszentrum in der philippinischen
Hauptstadt Manila sind nach Polizeiangaben etwa 30 Personen verletzt worden. Die Ursache der
Explosion ist noch unbekannt. Ein philippinischer Radiosender berichtet, die Explosion habe
sich während eines Überfalls auf einen Juwelierladen ereignet.
D8
Pilot bei Absturz getötet
Der Pilot einer zweimotorigen Privatmaschine ist bei dem Absturz neben einer Autobahn nahe
Nürnberg getötet worden. Das zweimotorige Propellerflugzeug war nach dem Abheben von der
Startbahn „wie ein Stein vom Himmel gefallen“ und in ein Waldstück gestürzt, berichteten
Augenzeugen.
D9
Hubschrauber abgestürzt
Beim Absturz eines Hubschraubers in Wahrendahl im niedersächsischen Kreis Hameln-Pyrmont
sind am Samstagnachmittag sechs der sieben Insassen verletzt worden. Der 34 Jahre alte Pilot
erlitt schwere Verletzungen, teilte die Polizei mit. Die Ursache des Absturzes ist bislang unklar.
3. LÜCKENTEXTE
Ergänzen Sie in den folgenden Übungen die fehlenden Artikelformen und achten Sie auf die Rektion. Begründen
Sie in jedem Fall Ihre Entscheidung.
D10
Vulkan-Ausbruch
Bei ___ heftig__ Explosion auf ___ Gipfel ___ Vulkans ___ italienisch__ Insel Stromboli sind in
___ Nacht zu ___ Sonntag vier deutsche Touristen verletzt worden. Sie erlitten ___ leicht__
Verbrennungen. ___ zwei weiter__ Deutsch__, die zunächst als vermisst galten, wurden an ___
früh__ Morgen unverletzt geborgen. Beide Gruppen wollten auf ___ Gipfel ___ Vulkans
übernachten und erlebten, wie ___ 920 Meter hoh__ Gigant ___ Lava spuckt. ___ Übernachtung
auf ___ Gipfel gilt neben ___ Stränden aus ___ pechschwarz__ fein__ Lavasand als ___
besonder__ Attraktion ___ Äolisch__ Insel.
Wie ___ Zivilschutz mitteilte, wurde ___ Explosion kurz vor ___ Mitternacht registriert.
Zwölf Sekunden lang spuckte ___ Vulkan ___ glühend__ Lava und Steine. ___ Vulkan ist seit
2000 Jahren ununterbrochen tätig. Seine Eruptionen dienten ___ Seefahrern ___ Altertums als
___ natürlich__ Leuchtfeuer.
D11
Der nette Junge aus der Nachbarschaft
Sieht man Karsten Speck, ___ jung__ Entertainer aus ___ ehemalig__ DDR, muss man
irgendwie immer an ___ nett__ Jungen aus ___ Nachbarschaft, ___ perfekt__ Schwiegersohn,
denken. ___ begabt__ Schauspieler, 30, hat so etwas ___ Normal__. Und dazu ___ reichlich__
Portion ___ Talent. Das bewies er erstmals ___ inzwischen geeint__ Nation ___ Mitte ___
Januar, als er ___ TV-Dauerbrenner „___ Kessel Buntes“ als ___ groß__ SamstagabendUnterhaltung präsentierte. ___ von ___ Konzept her zwar eher betulich__ Show, die aber durch
___ frisch-frech__ Moderator bestens aufgepeppt wurde. Schon wird Karsten Speck als ___
„Showmaster ___ Zukunft“ gehandelt, schon hat sich sein Fan-Kreis über ___ Nacht
vervielfacht. Über ___ – häufig angestellten – Vergleich mit Thomas Gottschalk lächelt Speck
allerdings nur kühl: Ihm schwebt keineswegs vor, in dessen ___ Fußstapfen zu treten. Er will viel
mehr als „nur ___ Moderation“ machen. Dafür hat er trainiert. Zu ___ Beispiel ___ Jonglieren.
Wie gut er das beherrscht, zeigt er in ___ nächst__ „Kessel Buntes“: an ___ Samstag, ___ 16.
März, um 20.15 Uhr in ___ ARD.
D12
Die Nachfolgerin Brigitte Bardots
Als ___ Nachfolgerin ___ Brigitte Bardots wurde – wie viele andere vor und nach ihr – ___
Wahl-Pariserin Valérie Kaprisky ___ Anfang ___ 80er__ Jahre gehandelt. Weil sie in ihren
Filmen „Aphrodite“, „Atemlos“ (mit ___ Richard Gere) und „Die öffentliche Frau“ so viel ___
Haut zeigte. Zu viel, wie sie vor ___ drei Jahren befand – und spurlos von ___ Filmszene
verschwand. ___ Auszieh-Mädchen werden meist nicht lange vermisst – ___ Kaprisky geriet in
___ Vergessenheit. „Ich habe von meinen Filmgagen leben können und mir in ___ Ruhe
überlegt, was aus mir werden soll“, sagt ___ heute 28jährige. ___ Klarheit brachte ___
polnisch__ Regisseurin Vera Belmont, die ___ Film über ___ Leben ___ groß__ tschechisch__
Schriftstellers Franz Kafka drehen wird. Sie sieht ___ „neue“ Kaprisky als ___ ernsthaft__
Schauspielerin und bot Valérie ___ Rolle ___ Milena an, ___ Muse ___ Dichters, die ___ 1944 in
___ KZ Ravensbrück um ___ Leben kam. ___ Schauspielerin griff sofort zu.
D13
Istanbul und seine Brücken
___ Verkehr in ___ Istanbul über ___ Bosporus platzt aus ___ allen Nähten. Trotz ___ zwei__
groß__ Brücken ist ___ stundenlang__ Warten keine Seltenheit, um von ___ Orient nach ___
Europa zu kommen.
Natürlich erinnert er sich an jenen Tag, als „wir zu ___ Fuß über ___ Bosporus nach ___
Europa gekommen sind“. Es war ___ 29. Oktober 1973 gegen ___ Mittag, als Aytac Eruz neben
___ damalig__ Staatspräsident__ Fahri Korutürk und ___ Gouverneur von ___ Istanbul an ___
Spitze von ___ Fahrgästen stand, die gleich über jene Brücke schreiten sollten, „von der ___
Jahrtausende geträumt hatten“.
Seit jeher träumten ___ Menschen davon, ___ Europa und ___ Kleinasien durch ___
Brücken zu verbinden – über ___ Bosporus, jene 30 Kilometer lange und 700 bis 3000 Meter
breite Wasserstraße zwischen ___ Schwarz__ und ___ Marmara-Meer. Und an ___ Plänen dafür
fehlte es seit ___ Jahrhunderten nicht. Doch erst an ___ 29. Oktober 1973, nach ___ gut
dreijährig__ Bauzeit und genau ___ 50 Jahre nach ___ Tag, an dem Kemal Mustafa Atatürk ___
modern__ Türkei ausrief und ihr ___ „Weg nach ___ Europa“ wies, entstand ___ Brücke, die
seither als ___ Wahrzeichen ___ Istanbul__ gilt und nach Atatürk benannt ist.
___ Tag ___ Einweihung: „___ Sonnentag“ mit ___ Himmel, blau und unendlich, von
keiner Wolke getrübt, ___ Ereignis angemessen, erinnert sich ___ Diplomingenieur Eruz. ___
500 000 Landsleute aus ___ allen 67 Provinzen ___ Türkei waren zu ___ Volksfest erschienen,
„unter ihnen ___ groß__ Schar ___ ehemalig__ Mitkämpfer von Atatürk“. Sie hielten ___
metallbeschlagen__ Gewehre in ___ Händen oder trugen sie stolz über ___ Schulter. Gewandet
in ___ Uniformen aus ___ zwanzig__ Jahren, mit Patronengurten um ___ Hüften und ___
dunkeln Pelzkappen auf ___ Kopf, standen sie mit ihren farbenprächtigen Fahnen an ___
asiatisch__ Stadtteil Beylerbeyi geduldig bereit, um ___ Bosporus ___ Richtung europäisch__
Stadtteil Ortaköy zu queren. Und während sich auf ___ Anhöhen rings um ___ Istanbul ___
Schaulustig__ derart dicht zusammenrotteten, dass nichts als ___ wogend__ Menschenmenge zu
sehen war, vollzog sich ___ traditionell__ islamisch__ Ritual.
Zu ___ Einweihung ___ Brücke wurden ___ zwei Hammel geopfert, indem ___ zwei
Männer ihnen ___ Kehlen aufschlitzten. Durch ___ Opfergaben hatte schon ___ Perserkönig
Dareius ___ Groß__ 514 vor ___ Christus an ___ gleich__ Stätte ___ Götter gnädig zu stimmen
versucht, als er ___ Pontonbrücke bauen ließ, über die sein Heer nach ___ Europa drängte. Nun,
1973, sollte ___ uralt__ Ritual einem ___ modernst__ Bauwerke ___ Welt ___ Gunst ___
Himmels verschaffen. Und als ___ Blut ___ Hammel auf ___ Asphalt tropfte, durchschnitt ___
Staatspräsident Korutürk ___ rotweiß__ Band. ___ 40 000 freudetrunken__ Menschen drängten
gleichzeitig von ___ Asien nach ___ Europa. ___ Konstruktion, an der ___ Diplomingenieur
Eruz mitgetan hatte, begann unter ihrer ersten Belastungsprobe zu schwanken, ___
Straßenleuchten bewegten sich. Vorsichtshalber wurde ___ Brücke untersucht. ___ Ergebnis:
allen Belastungen gewachsen.
___ Ende ___ Juli 1970 wurde mit ___ Bau ___ Brücke begonnen, um ___ hoffnungslos
überlastet__ Fährverkehr zu entlasten. Mehr noch: Man wollte ___ altertümlich__,
pechschwarz__ Rauchwolken ausstoßend__ Bosporus-Fähren abwracken, die in ___
Zickzackkurs über ___ geschichtsträchtig__ Wasserstraße von ___ asiatisch__ Üsküdar zu ___
europäisch__ Eminönü pendelten. „Obwohl bereits morgens um sieben schon alle ___ fünf
Minuten ___ Fähren verkehrten, waren zwei Stunden ___ Wartezeit keine Seltenheit“, erinnert
sich Eruz. Und weil ___ Istanbul in ___ erdbebengefährdet__ Zone liegt, fiel ___ Wahl bei ___
Konstruktionsprinzip auf ___ Hängebrücke, deren ___ Hauptpfeiler auf ___ Festland gründen.
„Wegen ___ Ausmaße ___ Schiffsverkehrs, ___ damit verbunden__ Kollisionsgefahr,
___ Wassertiefe und ___ Strömung“, erläutert Eruz, „kam ___ Mehrspannbrücke nicht in ___
Frage“. Da ___ Brücke infolge ___ möglich__ Erdbeben gegen ___ stark__ Erschütterungen
gesichert werden musste, wurden rund 110 000 Tonnen ___ Beton auf ___ beiden Seiten als ___
Verankerung in ___ Felsboden gegossen. „___ Betonblöcke“, sagt ___ Diplomingenieur, „halten
___ Zug von 15 400 Tonnen je ___ Kabel aus“.
Mit ___ 1560 Meter__ ist ___ Atatürk-Brücke ___ längst__ Hängebrücke ___ Europas
und ___ viertlängst__ ___ Welt und zugleich ___ wichtig__ Teilstück ___ 22 Kilometer lang__,
halbringförmig__ Autobahn, die ___ Istanbul umgibt.
Doch ___ erhofft__ Verkehrsentlastung hat ___ technisch__ Meisterwerk, dessen ___
sechs Fahrspuren mit Fußgänger- und Radwegen sich wie ___ fein__ stählern__ Band über ___
Bosporus wölbt, kaum gebracht. Denn während 1973 rund 15 000 Autos täglich ___ Brücke
passierten, waren es 1986 bereits 150 000 Autos, derzeit, sagt ___ Diplomingenieur Eruz, sind es
300 000 Autos. Inzwischen ist ___ Atatürk-Brücke hoffnungslos überlastet. An ___ Auffahrten
stauen sich ___ Pkws und ___ Lkws in ___ Spitzenzeiten kilometerweit. In ___ Schneckentempo
überqueren sie ___ Bosporus in ___ 65 Meter__ Höhe. ___ Katzensprung von ___ Okzident in
___ Orient oder umgekehrt dauert nicht selten eine Stunde. Kein Wunder also, dass 1983 ___
zweit__ Brücke gebaut wurde, dass ___ antik__ Fähren, gottlob, noch immer von ___ Kontinent
zu ___ Kontinent verkehren und dass jetzt sogar erwogen wird, ___ dritt__ Brücke zu
installieren. Zu ___ zusätzlich__ Entlastung ___ stetig wachsend__ Verkehrs ___ 15-MillionenMetropole Istanbul soll sogar an ___ Bau ___ unterirdisch__ Autotunnels gedacht sein. Täglich
passiert ___ Diplomingenieur Aytac Eruz ___ Atatürk-Brücke auf ___ Weg von ___ asiatisch__
Stadtteil, wo er wohnt, in ___ europäisch__ Stadtteil Galata, wo er arbeitet. Eigentlich müsste er
___ zweit__ Brücke benutzen, die ___ innerstädtisch__ Verkehr ___ Istanbul__ aufnehmen soll,
während ___ Atatürk-Brücke mittlerweile zu ___ Bewältigung ___ Fernverkehrs zwischen ___
Europa und ___ Nah__ Osten dient. „Aber ___ beide__ Brücken sind gleich überlastet – dann
nehme ich aus ___ Verbundenheit zu ___ Atatürk-Brücke doch lieber diese“. Sicherlich würde
sich Aytac Eruz auch mit ___ Bau ___ dritt__ oder gar viert__ Brücke anfreunden können,
obwohl bei jedem neuen Brückenschlag ___ Stück ___ alt__ Istanbul auf ___ Strecke bleibt,
wenn ___ Zufahrtsstraßen in ___ Hügellandschaft beiderseits ___ Bospor__ schneiden.
Andererseits würde ___ Istanbul in ___ Verkehrschaos ersticken.
„Egal“, sagt ___ Diplomingenieur, „___ Gefühl von ___ Stolz und ___ Freude, das ich
bei ___ erst__ Brücke verspürte, werde ich bei keinem ___ nachfolgend__ Projekte auch nur
annähernd wieder empfinden“.
D14
16 Touristen sahen das Ungeheuer von Loch Ness
Es wird ___ Sommer – und „Nessi“ taucht auf. In ___ sagenumwoben__ schottisch__ Loch
Ness wurde wieder ___ mysteriös__ Objekt beobachtet, das nach ___ Ansicht ___ Augenzeugen
nur ___ Monster gewesen sein kann. ___ sechzehn Personen sagten, sie hätten an ___
Donnerstag gesehen, wie dicht unter ___ Wasseroberfläche etwas ___ See mit ___ groß__
Geschwindigkeit durchpflügte, bevor es nach ___ etwa fünf Minuten verschwunden sei. Es habe
___ schäumend__ Kielwasser hinterlassen, wie ___ Kreuzer. An ___ zwei Millionen ___
Touristen besuchen jedes Jahr ___ 40 Kilometer lang__ See, um den sich seit ___ 15. Jh. ___
Sage von ___ Existenz „Nessis“ rankt.
D15
Schmerzkontrolle und Selbstheilung – ein schöpferischer Akt
Jack Schwarz, ___ groß__, sehnig__ Mann mit ___ silberweiß__ Bart steht wie ___ ruhend__
Pol in ___ Mitte ___ Kreis__ von ___ Menschen, die ihn wie gebannt beobachten.
Gedankenverloren starrt er auf ___ mehr als zehn Zentimeter lang__ Nadel, die so in seinen
Arm gestoßen wird, dass sie auf ___ ander__ Seite wieder herausfährt. Nach ihrer Entfernung
zeigt sich weder ___ Blut, noch ist ___ Einstichstelle sichtbar. Dann drückt einer ___
Umstehend__ ___ groß__ Mann ___ rotglühend__ Ende ___ Zigarette in ___ Fleisch. Er
schreit nicht, er zuckt nicht einmal zusammen. Es ist so, als ob gar nichts geschehen wäre, denn
auf seiner Haut bildet sich keine Blase, die ___ Vorfall bezeugen könnte. Jack Schwarz wird hier
nicht gefoltert, doch er entdeckte als ___ holländisch__ Widerstandskämpfer in ___
Folterkammern ___ Nazis seine erstaunliche Fähigkeit, ___ Schmerz zu kontrollieren und mit
___ Kraft ___ Bewusstseins ___ körperlich__ Wunden zu heilen.
___ zahlreich__ Wissenschaftler und namhaft__ Forschungsinstitute haben jack Schwarz
getestet, darunter ___ Langley-Porter-Institut für ___ Neuropsychiatrie ___ medizinisch__
Fakultät ___ Universität of California, ___ Max-Planck-Insitut in ___ München und vor allem
die Menninger Foundation in Topeka, Kansas. In Topeka untersuchte ___ Forscherpaar ___ Dr.
Elmer und Alice Green mit ___ „gefühllos__“ Geräten ___ Phänomen ___ Schmerzkontrolle.
___ Greens brachen mit ___ traditionell__ Vorurteil, dass jeder, der behauptete, seine
autonomen Körperfunktionen kontrollieren zu können, ___ Schwindler sein müsse und ___
wissenschaftlich__ Untersuchung daher nicht wert sei.
___ Greens stellten fest, dass Schwarz und ___ ander__ diese Fähigkeit tatsächlich
besaßen. „Jack Schwarz ist auf ___ Gebiet ___ willkürlich__ Körperkontrolle einer ___ größt__
Talente ___ Landes, und wahrscheinlich ist er einmalig auf ___ ganz__ Welt“, meint Elmer
Green. Schwarz und ___ ander__ Personen, die von ___ Greens untersucht wurden, können
ihren Kreislauf steuern, ___ Herzschlag verändern, ___ Temperatur in ___ verschieden__
Körperteilen erhöhen oder senken, ___ Schmerz ausschalten, ___ Blutverlust hemmen und ___
Heilungsprozess drastisch beschleunigen. Swami Rama, einer ___ Versuchspersonen, konnte
sogar ___ klein__ Geschwulst an seiner Hand hervorbringen und dann wieder verschwinden
lassen.
Jack Schwarz erklärt, dass er bei seinem ständigen Bemühen um ___ Erschließung ___
Reserven ___ menschlich__ Geistes auch ___ Reihe ___ ander__ Fähigkeiten erworben habe. So
lernte er, ___ wechselnd__ Ströme von ___ Bioenergie, ___ Aura ___ Körpers, zu sehen und
von ihr auf ___ Gesundheitszustand ___ Menschen zu schließen. ___ Ärzte der Menninger
Foundation und ___ ander__ Institute stellten fest, dass seine Auradiagnosen mit ___
Untersuchungsergebnissen ___ konventionellen Medizin übereinstimmten und sogar ___ Dinge
bemerkte, die von ___ Ärzten übersehen wurden. Seit ___ fünf Jahren erteilt Schwarz ___
praktischen Unterricht für ___ Ärzte zu ___ Ausbildung von ___ Schmerzkontrolle und ___
ander__ ungenutzt__ Fähigkeiten. Er ist ___ Berater der Menninger Foundation und ___
Vorsitzend__ der Aletheia Foundation in Grant Pass, Oregon. Seit ___ länger__ Zeit trägt er sich
mit ___ Plan, ___ pädagogisch__ und therapeutisch__ Zentrum zu errichten zu ___ Förderung
___ „physisch__, psychisch__ und spirituell__ Gesundheit“ und zu ___ Verwirklichung ___
ganz__ menschlich__ Potenzials. Seine Organisation verfügt jetzt über ___ sechzig Hektar ___
Wald und ist in ___ Begriff, ___ Plan in ___ Tat umzusetzen. ___ Mitte ___ Mai ___ nächst__
Jahres soll ___ holistisch__ Ambulanz eröffnet werden, in der Schwarz mit ___ verschieden__
Fachleuten zusammenarbeiten will.
Außer ___ Schwarz gibt es in ___ USA noch ___ ander__ Mann, dessen ___ Fähigkeit
___ Schmerzkontrolle ___ Aufsehen erregte. Vernon E. Craig, ___ mittelgroß__, etwas
untersetzt__ Mann stammt aus ___ Bermudas und ist von ___ Beruf ___ Käsefabrikant. In
seiner Freizeit verwandelt er sich in ___ Oriental__ „Komar“ mit ___ Turban und ___
Pluderhosen und spaziert mit ___ bloß__ Füßen über ___ meterlang__ Bahn ___ glühend__
Kohlen. ___ Weltrekord stellte er auf, als er über ___ acht Meter lang__ Bahn von ___ Kohlen
mit ___ Temperatur von ___ 800 Grad Celsius lief.
D16
Selbstbewusste Norweger
An ___ Selbstbewusstsein hat es ___ Norwegern noch nie gemangelt. Da wird auf ___ ganz__
Welt ___ Walfang angeprangert – aber ___ Norweger fangen weiter ___ Wale und tragen sogar
___ T-Shirts mit ___ Aufdruck: „___ intelligent__ Menschen essen ___ intelligent__ Tiere“.
Zweimal ist ___ Norwegen aufgefordert worden, ___ Mitglied ___ EU zu werden – zweimal hat
___ Norwegen dankend abgelehnt...
D17
Romanzen
___ Personal ___ US-Botschaft in ___ Moskau ist von ___ Außenministerium in ___
Washington wieder an ___ „Kurz__ Leine“ genommen worden und muss jede Romanze mit ___
Russin bereits bei ___ Beginn melden. ___ Sprecher ___ US-Botschaft in ___ Moskau bestätigte
gestern ___ Zeitungsbericht ___ Londoner__ „Times“, dass es ___ neu__ Instruktionen für jede
persönliche Liaison gebe. ___ Zentrale in ___ Washington habe an ___ entsprechend__
Bestimmungen erinnert und zugleich ___ Klarstellungen getroffen. ___ Sprecher verneinte aber
zugleich ___ Berichte, dass nach ___ bestimmt__ Vorfall „___ Schrauben angezogen“ worden
seien.
„Es gibt keinen Skandal, der sich da unter ___ Bettdecke zusammenbraut“, sagte ___
Sprecher Richard Hoagland. Jeder Beschäftigte müsse seinen Sicherheitsoffizier so rasch wie
möglich nach ___ Beginn ___ intim__ Beziehung in ___ Russland in ___ Kenntnis setzen. ___
Lockerung ___ noch zu ___ Zeiten ___ Kalt__ Krieges bestehend__ Bestimmungen ist erst ein
Jahr alt. Denn ___ Zeiten, da ___ Diplomaten nach ___ Anbandeln von ___ KGB erpresst
werden konnten, sind in ___ Russland ___ Boris Jelzin__ vorbei, ___ sprichwörtlich__
„Liebesfallen“ ___ inzwischen aufgelöst__ KGB ___ Geschichte. Hoagland wollte nicht sagen,
ob ___ geheimdienstlich__ Bedrohung ___ Russland__ für ___ USA „gewaltig“ sei, wie es ___
„Times“ berichtet hatte. Doch er verwies darauf, dass allgemein bekannt sei, dass auch unter ___
Freunden ___ Spionage und Gegenspionage nicht verschwunden seien. Eine der letzten „cas
célèbre“, die ___ US-Botschaft in ___ Moskau betraf, liegt schon etwas zurück. In ___
achtziger__ Jahren hatte ___ Marinesoldat von ___ Wachpersonal ___ Botschaft ___ Romanze
mit ___ russisch__ Übersetzerin. Er wurde ___ Spionage für ___ Sowjetunion für schuldig
befunden und 1987 zu ___ 25 Jahren ___ Haft verurteilt. Als ___ Konsequenz war damals ___
gesamt__ Wachpersonal nach ___ Washington zurückgerufen und ___ Verhaltensregeln
verschärft worden.
D18
Paulchen ist auf Rosen gebettet
Seit ___ Beginn ___ Fotografie werden ___ nackt__ Babys auf ___ Bärenfelle gelegt und dort
abgelichtet. Doch für ___ sechs Monate alt__ Paul fanden seine Eltern in ___ Botanisch__
Garten von ___ Wilhelmshaven ___ sehr ungewöhnlich__ Untergrund: Sie legten ihn auf ___
Riesenseerose. ___ Pflanze mit ___ königlich__ Namen „Victoria Amazonia“, die ursprünglich
in ___ Amazonas wächst, hat ___ Durchmesser von 1,7 Meter__ und hält ___ klein__, neun
Kilogramm schwer__ Nackedei problemlos über ___ Wasser. In ___ Natur können ___
Seerosen sogar ___ Durchmesser von 2,5 Meter__ erreichen. ___ klein__ Paul findet seine
ungewöhnliche Lage gar nicht beängstigend. Fröhlich hebt er ___ Kopf, lacht er in ___ Kamera
und freut sich über ___ ungeteilt__ Aufmerksamkeit ___ Zuschauer.
D20
Sri Lanka schaltet Klimaanlagen ab
Zu ___ Anwendung ___ drohend__ Zusammenbruchs ___ Stromversorgung in ___ Sri Lanka
hat ___ Regierung in ___ Colombo gestern landesweit ___ Abschaltung aller Klimaanlagen
angeordnet. Wegen ___ seit ___ November ___ vergangen__ Jahres anhaltend__ Trockenheit
sind ___ Wasserreservoirs in ___ Sri Lanka leer. Zudem werden sich laut ___ Vorhersagen ___
diesjährige__ Monsun-Regenfälle verzögern. Bereits an ___ vergangen__ Freitag waren ___
Uhren in ___ Land um eine Stunde vorgestellt worden, damit ___ Tageslicht voll ausgenutzt
werden kann.
D21
Bürgerkrieg in Zaire
___ Rebellen in ___ Zaire und ___ Vertreter ___ Regierung haben sich „in ___ Prinzip“ auf ___
Waffenruhe und ___ Verhandlungen über ___ Beendigung ___ seit ___ letzt__ Herbst
andauernd__ Kämpfe geeinigt. In ___ zairisch__ Hauptstadt Kinshasa wurde ___ Vereinbarung
an ___ Freitag mit ___ Erleichterung aufgenommen. ___ Beginn ___ Waffenruhe und ___
Datum für ___ Auftakt ___ Gespräche sollen erst nach ___ Rückkehr ___ Delegationen von
___ OAU-Sondergipfel in Lomé (Togo) zu ___ gleich__ Zeit in Lomé, Kinshasa und Goma, ___
Hochburg ___ Rebellen, sowie in ___ Hauptquartieren von ___ Vereint__ Nationen und ___
Organisation Afrikanischer Einheit (OAU) bekannt gegeben werden. ___ Beteiligung an ___
Regierung lehnen ___ Aufständischen unter ___ Rebellenchef Kabila kategorisch ab.
D22
Zu guter Letzt
___ englisch__ Metallarbeiter S. Walters brach in ___ Garten in ___ veregssen__
Brunnenschacht ein. Doch ___ Brite mit ___ Taillenweite von ___ 140 Zentimeter__ hatte ___
Glück in ___ Unglück. Er fiel nicht in ___ Tiefe, sondern blieb an ___ Brunnenrand hängen.
Nach seiner Rettung meinte der Nichtschwimmer Steve Walters zufrieden: „Wenn ich nicht
etwa ___ hundert Krüge ___ Bier pro ___ Woche trinken würde, wäre ich unweigerlich in ___
Brunnen gefallen und ertrunken.“
2. MODALWÖRTER
2.1 ZUR FUNKTION DER MODALWÖRTER
Bestimmen Sie im folgenden Text die Modalwörter und deren Funktion.
A15
Alkohol am Steuer
Herr und Frau Reck fahren am Freitag Nachmittag ins Bauernhaus, diesmal etwas früher, um den Ferienstauzu
vermeiden...
FRAU RECK: Fahr doch langsamer, da bildet sich schon wieder ein Stau.
HERR RECK: Da hätten wir ruhig später fahren können.
FRAU RECK: Gleich nachdem ich aus der Stadt gekommen bin, hätten wir besser losfahren sollen!
Leider habe ich auf dich gehört.
HERR RECK: Das ist anscheinend nicht der übliche Ferienstau. Siehst du den Rettungswagen?
Dort wird wahrscheinlich ein Verkehrsunfall passiert sein.
FRAU RECK: Komm, fragen wir doch mal, was da los ist.
EIN FAHRER: Das wird wenigstens eine Stunde dauern. In der Kurve dort ist angeblich ein
Mercedes mit einem Lkw zusammengestoßen.
HERR RECK: Na ja, selbstverständlich ein Lkw, was sonst! Die Laster sollten endlich von der
Straße verschwinden. Es gibt kaum einen Unfall, ohne dass da ein Lkw verwickelt wäre.
EIN ANDERER FAHRER: Der Laster war offenbar gar nicht schuld an dem Zusammenstoß. Der
Mercedes-Fahrer hat nämlich leichtsinnigerweise in der Kurve einen Fiat überholt, und schon
war das Unglück perfekt. Erstaunlicherweise ist niemand was passiert. Der Mercedes-Fahrer
spricht jetzt dort mit den Polizisten.
HERR RECK: Der Mann taumelt doch! Das gibt es ja nicht! Der Mann ist ja sichtlich betrunken.
FRAU RECK: Möglicherweise ist er gar nicht betrunken, er kann vielleicht eine Gehirnerschütterung erlitten haben.
HERR RECK: Eine Erschütterung werden jetzt bestimmt gleich die Polizisten erleiden bei dem
Alkotest. Hast du es gesehen? Das darf doch nicht wahr sein! Der Mann hat komischerweise statt
eines starken Pustens nur noch ein schwaches Hauchen zustande gebracht.
FRAU RECK: Komisch ist das schon, aber nur scheinbar, in Wirklichkeit ist es sehr beunruhigend. Solche Leute haben immer ein Mordsglück, und die Leidtragenden sind ungerechterweise nur die verantwortungsvollen Fahrer.
HERR RECK: Der Junge wird sich jetzt zweifellos für eine längere Zeit von seinem Führerschein
verabschieden müssen.
FRAU RECK: Der gehört ihm für immer abgenommen. Und man will jetzt solche Leute
unverständlicherweise sogar mit ein paar Bierchen fahren lassen.
HERR RECK: Hoffentlich wird es nie dazu kommen.
FRAU RECK: Wenn es wirklich mal so weit gehen sollte, verkaufen wir lieber unseren Wagen,
denn dann wird jede Autofahrt gewiss zu einem lebensgefährlichen Unternehmen...
2.2 SUBSTITUIERBARKEIT DER MODALWÖRTER
A16
Prüfen Sie, welche von den angebotenen Möglichkeiten mit den im folgenden Text fett gedruckten und mit
arabischen Zahlen gekennzeichneten Modalitätsformen konkurrieren.
„Dann hilf uns doch, die Großen zu kriegen...“
„Dann hilf uns doch, die Großen zu kriegen...“ Prozess gegen
zwei Polizeibeamte wegen Strafvereitelung im Amt. Sie sollen
/1/ einen Informanten mit Heroin belohnt haben.
Der Schimanski vom „Tatort“ hätte bei dieser Art von
Ermittlungen sicher /2/ keine Probleme bekommen. Für die
1/ a) anscheinend
b) angeblich
c) scheinbar
d) vermeintlich
2/ a) bestimmt
b) ganz sicher
c) gewiss
d) zweifellos
beiden Polizeiobermeister Andreas H. und Detlef W. endete ein
unkonventionell anmutender Einsatz auf der Anklagebank einer
Moabiter Strafkammer. Ob sie tatsächlich zu Straftätern wurden,
scheint
zweifelhaft
/3/.
Doch
koscher
war
ihre
3/ a) Sind sie aber tatsächlich Straftäter
geworden?
b) Wollen sie tatsächlich Straftäter
geworden sein?
c) Sollten sie aber tatsächlich zu
Straftätern geworden sein?
Vorgehensweise mit Sicherheit /4/ ebenfalls nicht. Das
versuchen die beiden suspendierten Beamten dem Gericht auch
gar nicht weiszumachen. Vielleicht /5/ waren sie am 2.
November 1995 etwas übermotiviert; vielleicht sahen sie in
dieser Taktik aber die einzige Chance, an die Wurzel des
4/ a) Doch koscher wird ihre Vorgehensweise ebenfalls nicht gewesen sein.
b) sicherlich
c) Doch koscher kann ihre Vorgehensweise ebenfalls nicht gewesen sein.
d) ganz sicher
e) zweifellos
Drogenhandels zumindest ein Stück näher heranzukommen.
Beide waren an jenem Tag als Zivilstreife unterwegs. Am
Kreuzberger
Mariannenplatz
sahen
sie
drei
südländisch
aussehende Männer, die miteinander verhandelten. „Sie trugen
die typische Szenenkleidung“, sagte der 38jährige Detlef W. Ein
5/ a) Sie dürften am 2.11.1995 etwas
übermotiviert gewesen sein
b) Sie konnten am 2.11.1995 etwas
übermotiviert
sein.
c) Sie könnten am 2.11.1995 etwas
übermotiviert gewesen sein.
Verdacht, der sich wenige Minuten später bei einer Nachfrage
über Funk auch bestätigte. Alle drei Männer, es handelte sich um
Türken, waren im Polizeicomputer wegen Verstößen gegen das
Betäubungsmittelgesetz erfasst. Rauschgift wollen Detlef W. und
sein zwölf Jahre jüngerer Kollege Andreas H. bei der Kontrolle
jedoch nicht gefunden haben. Und sie planten schon,
unverrichteterdinge abzuziehen, als einer der Männer – der
spätere Zeuge Newzat B. – auf sie einzureden begann: „Warum
kümmert ihr euch immer nur um die Kleinen, und die Großen
lasst ihr laufen!“ „Dann hilf uns doch, die Großen zu kriegen“,
soll Polizist Detlef W. geantwortet haben. So sei es hin- und
hergegangen, bis sich Newzat B. tatsächlich /6/ bereit erklärte,
einen Dealer in eine Falle zu locken. „Dieser Mann“, soll
6/ a) zweifellos
b) unzweifelhaft
c) wirklich
Newzat B. als Motiv für seine Handlangerdienste angegeben
haben, „hat versucht, mir die Freundin auszuspannen, während
ich in Untersuchungshaft saß.“ Kurz darauf stellte sich bei einer
Überprüfung im Revier heraus, dass gegen den Dealer schon seit
anderthalb Jahren ein Haftbefehl lief. „Das hat uns natürlich
/7/ bestärkt“, sagt Andreas H., „diesen Mann unbedingt zu
fassen.“ Tatsächlich war es dann noch am gleichen Tag gegen 19
7/ a) ja doch
b) selbstverständlich
c) freilich
Uhr vor einer Kreuzberger Gaststätte zu einem Treffen
gekommen. Newzat B. hatte den Dealer von einer Telefonzelle
aus über Funk angerufen und von einem Kunden gesprochen,
der für 2000 Mark Heroin kaufen will. Es war eine gelungene
Aktion. Nach Aussagen der beiden Beamten /8/ wurden nicht
nur bei dem Dealer, sondern auch bei seinem Begleiter
unerlaubte
Mengen
anschließenden
Rauschgift
Durchsuchung
gefunden.
der
Wohnung
Bei
eines
einer
der
Festgenommenen – er wurde inzwischen zu sieben Jahren Haft
verurteilt – entdeckten sie wenig später weitere 1,7 Kilogramm
Heroin-Gemisch.
Die
beiden
Beamten
waren
Newzat
B.
für
seine
Zusammenarbeit natürlich dankbar. Während der Verhaftungsaktion hatten sie ihm zur Tarnung Handschellen angelegt.
8/ a) Die beiden Beamten wollen nicht nur
bei dem Dealer, sondern auch bei
seinem Begleiter unerlaubte Mengen
Rauschgift gefunden haben.
b) Die beiden Beamten sollen nicht nur
bei dem Dealer, sondern auch bei
seinem Begleiter unerlaubte Mengen
Rauschgift gefunden haben.
c) Nicht nur bei dem Dealer, sondern auch
bei seinem Begleiter sollen unerlaubte
Mengen Rauschgift gefunden worden
sein.
Anschließend setzten sie ihn ein paar Querstraßen weiter ab –
schrieben aber ins Protokoll, ein Täter habe fliehen können.
Auch das zum Schutze des Informanten, wie sie vor Gericht
glaubhaft vorbringen. Das Ausfüllen von Protokollen scheint
von ihnen ohnehin nicht sehr ernst genommen worden zu sein.
Im Detail gab es einige Abweichungen. „Wir hatten an diesem
Tag 22 Stunden Dienst hinter uns“, versucht Detlef W. die
Schlamperei zu erklären. Vermutlich /9/ wären diese
Unstimmigkeiten nie ans Tageslicht gekommen, hätte es nicht
drei Wochen später erneut eine Verhaftung gegeben: Newzat B.
war von zwei anderen Zivilfahndern mit 7,2 Gramm Heroin in
9/ a) Vielleicht könnten diese
Unstimmigkeiten nie ans Tageslicht
gekommen sein,
b) Diese Unstimmigkeiten hätten nie ans
Tageslicht kommen können,
c) Womöglich wären diese
Unstimmigkeiten nie ans Tageslicht
gekommen,
der Tasche erwischt worden. Auf dem Revier bat er, „Detlef und
Andy“ zu holen; seine Freunde bei der Polizei, die ihm jetzt
sicher /10/ helfen würden. Ein Irrtum. Detlef und Andy kamen
nicht. „Ich hatte mit dem Mann nach dieser Aktion nichts mehr
zu schaffen“, sagte Detlef W. „Ich habe ihm auch kurz vor
seiner Verhaftung bei einer Kontrolle am Oranienplatz deutlich
10/ a) vielleicht
b) sichtlich
c) mit Sicherheit
d) bestimmt
e) gewiss
gesagt, dass er jetzt keine Sonderrechte hat.“ Das Gericht wird
/11/ nun werten müssen, ob Newzat B.’s Reaktion Rache war
oder ob es sich bei seiner Aussage tatsächlich um die Wahrheit
handelt: Er sagte bei polizeilichen Vernehmungen aus, die
beiden Beamten hätten schon bei der Begegnung auf dem
11/ a) Das Gericht wird nun wohl werten
müssen,
b) Das Gericht muss nun werten,
c) Das Gericht muss nun wohl werten,
Kreuzberger Mariannenplatz Rauschgift bei seinen türkischen
Landsleuten gefunden. Dennoch hätten sie die beiden laufen
lassen. Ihm wiederum – der doch gar kein Rauschgift dabeihatte!
– sollen /12/ sie angedroht haben: entweder Festnahme oder
Kooperation beim Fang eines Dealers. Nur darum habe er sich
als Lockvogel zur Verfügung gestellt. Als Belohnung für die
erfolgreiche Aktion hätten ihm die Beamten anschließend eine
Tüte mit 15 bis 20 Gramm Heroin zugesteckt. Und der Rest
davon seien just jene 7,2 Gramm Heroin, die bei ihm drei
Wochen später gefunden wurden.
12/ a) Ihm wiederum – ... – wollen sie
angedroht haben:
b) Er wiederum – ... – will angedroht
bekommen haben:
c) Ihm wiederum – ... – soll angedroht
worden sein:
A17
Untersuchen Sie im folgenden Text die Modalverben und Modalwörter im Hinblick auf deren Substituierbarkeit.
Es hat wieder mal geregnet...
Anke: Wo ist Uwe?
Ralf: Er ist sicher (bestimmt, gewiss) trainieren gegangen. (Er müsste trainieren gegangen sein. Er
hatte den Trainingsanzug an.)
Anke: Da ist er wieder nass geworden. Denn es hat geregnet, die Straße ist nass.
Ralf: Ich glaube, dass es nicht geregnet haben muss. Ebenso kann es wie gestern ein
Sprengwagen gewesen sein.
Anke: Wie kann es ein Sprengwagen gewesen sein? Schau dir doch das Dach dort drüben an! Es
ist nass. Also muss es geregnet haben. (Also hat es bestimmt / gewiss / ganz sicher / mit
Sicherheit / zweifellos geregnet.)
Ralf: Du hast wieder mal recht. Es hat wirklich geregnet.
A18
Prüfen Sie die Ersetzbarkeit der Modalverben in den folgenden Sätzen durch deren Konkurrenzformen:
(1) Es muss nicht geregnet haben.
(2) Es kann nicht geregnet haben.
A19
Vergleichen Sie die Antworten von Bernd in der jeweiligen Situation und erklären Sie, wodurch sich diese
unterscheiden. Übersetzen Sie die Sätze ins Deutsche.
(1)
Elke: Asi pršelo.
Bernd: Podívej, střecha tamhle na druhé straně je mokrá, takže určitě pršelo. Na koupání můžeme
zapomenout.
(2)
Geli: Asi pršelo.
Bernd: Muselo pršet, vždyť střecha tamhle na druhé straně je mokrá. Nevidíš?
3. PARTIKELN
3.1 ZUR FUNKTION DER PARTIKELN
Bestimmen Sie die Funktionen der Partikeln in den folgenden Texten
A20
Welche von den angebotenen Partikeln können in der jeweiligen Lücke eingesetzt werden? Begründen Sie Ihre
Wahl.
Nicht mehr im 17. Jahrhundert
Das Thema des Monats aus Heft 4 („Gehören Frauen nur in die Küche?“) hat eine mittlere
Lawine ausgelöst. Zum Teil zum Schmunzeln, sehr viel zum Nachdenken. Leider können wir nur
eine Mini-Auswahl der Kommentare abdrucken...
Nicht mehr im 17. Jahrhundert
Ich finde es beschissen, wenn gesagt wird: „Mädchen lange Haare, Röcke
und ab in die Küche“. Wo leben wir denn? Doch nicht im 17. Jahrhundert,
oder? Ich z.B. bekomme eine 4 in Betragen und alle Verwandten rümpfen
gleich die Nase. Na ja, mein Cousin darf schon in Betragen eine 4 stehen
haben, aber Anne doch nicht. Was soll der Quatsch? Wir leben in der
Gleichberechtigung! Warum sollten Mädchen /1/ ________ Röcke und
Kleider tragen, wo Jeans doch viel bequemer sind? Ich finde, der Kerl hat
doch echt einen an der Klatsche! Jeder Mensch, ob männlich oder weiblich,
hat verdammt nochmal das Recht, so rumzulaufen, wie es ihm gefällt. Und
1/ a) denn
b) schon
c) doch
d) auch
wieso sollten sich Mädchen nicht prügeln, wenn ihnen schon danach ist?
Diese Unverschämtheit mit der Frau als schwächeres Glied wird ihm
hoffentlich seine spätere Ehefrau austreiben, die ihm dann auch gleich das
Kochen,
Aufräumen
und
Putzen
beibringen
kann,
wo
sie
/2/_________________ dabei ist, eine Sache richtig zu stellen. Ich stimme
2/ a) doch schon mal
mit Mias Schwester überein, dass dieser Typ ein bisschen viel Scheiße
b) denn schon mal
c) schon mal
quatscht!
Anne, Berlin
Putzen und Kochen ist Frauensache
Also zu dem Thema, das Ihr in Bravo 4 angesprochen habt, muss ich nun
doch einmal meine Meinung loswerden. Wie kommt Ihr eigentlich dazu, die
Meinung des Jungen als „überholtes Frauenbild“ hinzustellen? Ich finde,
Gott hat es bei jeder Tierart so eingerichtet, dass ein Geschlecht dominiert.
Bei den Menschen ist es /3/__________ der Mann. Daran sollte
/4/___________ nichts gewaltsam geändert werden. Was für eine
Horrorvision, eines Tages Frauen all das machen zu sehen, was Männer
machen. Die Frau ist eben zum Kinderkriegen und Aufziehen sowie zum
Kochen, Waschen und Putzen geschaffen. Die richtigen Arbeiten macht
/5/____________ der Mann. Der Junge hat ganz recht, wenn er fragt,
warum er sonst heiratet. Auch finde ich es blöd, Mädchen mit kurzen
Haaren rumlaufen zu sehen. Sollen wir Jungs uns /6/__________ lange
3/ a) nun einmal
b) halt
c) einfach
d) ja
e) eben
4/ a) aber
b) auch
c) ja schließlich
d) bloß
e) ja
5/ a) erst
b) ja schließlich
c) auch
Haare wachsen lassen, um noch von den Mädchen unterschieden werden zu
können?
Ignaz, Chemnitz
A21
Übersetzen Sie den folgenden Satz ins Tschechische.
Wie lässt er sich interpretieren?
Wann kann die Gradpartikel in Distanzstellung stehen?
Auch Heike ist gekommen.
A22
Welche Entsprechungen hat die tschechische Partikel „ani“ im folgenden Satz:
Ani Ralf nepřišel.
Welche Implikationen markieren die deutschen Partikeln?
6/ a) wohl
b) etwa
c) vielleicht
3.2 ANTWORTPARTIKELN
A23
Beschreiben Sie anhand der folgenden Beispiele die Besonderheiten der Antwortpartikeln und einiger Bestätigungs-,
Einschränkungs- und Verstärkungsausdrücke.
ANTWORT
FRAGE / AUSSAGE
(BEJAHUNG 
VERNEINUNG)
1/ echte Frage ohne Negation Ja. / Doch. /
Nein.
War es gut?
2/ echte Frage mit
Negationspartikel
Das ist richtig.
1. Wirst du mich begleiten? – Ja/ Jawohl/ Ja doch/
Natürlich/ Selbstverständlich/ Freilich/ Nein.
2. Gefällt es dir? – Ja, doch, schon.
3. Ist es in Urlaub anders? – Ja, schon, doch.
4. Hast du jetzt Unterstützung in ihm? – Ja, doch,
das muss man sagen.
5. Alles in Ordnung? – Doch, alles bestens.
6. Bist du glücklich? – Doch.
7. Habt ihr sie wiedererkannt? – Doch.
8. Glaubst du noch an so was wie große Liebe? –
Doch, ja, klar.
9. Bist du stolz auf die Sachen, die du trägst? –
Manchmal schon.
10. Magst du Tatoos? – Eigentlich ja, aber...
11. Sind betrunkene Frauen ekliger als betrunkene
Männer? – Für mich schon.
12. Fühlst du dich mit drei Kindern überfordert? –
Manchmal ja.
13. Musst du hingehen? – Ja, genau / Ja, eben.
14. Kann ich irgend etwas für dich tun? – Doch.
15. War es gut? – Ja doch!
16. War es hart? – Nicht doch!
17. Gefällt dir das Buch? – Aber ja doch! / Aber
natürlich!
Nein. / Doch.
1. Hast du es ihr nicht erzählt? – Doch, aber nicht
alles.
2. Geht es dir nicht gut? – Doch, ja.
3. Hast du keine Angst? – Doch, schon.
4. Hast du da niemanden erkannt? – Nein. Doch, ja.
5. Hast du ihm nichts gesagt? – Doch, doch, gesagt
habe ich es ihm schon, aber...
6. Ist er nicht dem Druck gewachsen? – Nein, ich
glaube nicht, dass er nicht dem Druck gewachsen
ist.
Ja. / Doch. /
Schon. / Nein.
1. Er hat sein Bestes gegeben. – Ja. / Jawohl. / Ja
doch. / Natürlich. / Selbstverständlich. / Freilich.
2. Sie ist nett. – Schon. / Eben. / Genau. / Ganz
richtig. / Doch.
Geht es dir nicht gut?
3/ Aussagesatz ohne
Negation
BEISPIELSÄTZE
$3. Ich fand seinen Antrag ziemlich mutig. – Ja,
doch.
4/ Aussagesatz mit
Negationspartikel
Nein. / Schon. /
Doch.
1. Du hast mir noch keine Antwort gegeben. –
Nein. / Genau. / Eben. / Schon. / Doch.
2. Er ist noch nicht gekommen. – Er ist ja / doch /
wohl / schon gekommen.
Nein. / Doch. /
?Schon. / ?ja.
1. Kannst du in mich reingucken? – Ja, doch,
schon.
2. Interessiert dich das überhaupt? – Doch,
natürlich.
Nein. / Doch. /
?Schon. / ?Ja.
1. Du bist doch nicht dick? – Doch, schon.
2. Du gehst doch nicht etwa hin? – Nein.
3. Aber gesetzlich sind wir nicht zur Zahlung
verpflichtet? – Ganz richtig. (Tatort Umwelt, 83)
Ja. / Doch. /
Schon. / Nein.
1. Ist das nicht herrlich? – Ja, großartig. Doch
großartig.
2. Findest du den Film nicht toll? – Schon (, aber
etwas zu lang). / ?Wohl, aber...
3. Haben Sie jetzt keinen Unterricht? – Ja, schon,
aber...
Ja. / Doch. /
Schon. / Nein.
1. Und du hast es ihr (doch) gesagt? – Ja, doch.
2. Sie sprechen doch Italienisch? – Ja, doch. Doch.
3. Du wirst sie doch begleiten? – Nicht doch! / Von
wegen! / Eben/Genau (vgl. Helbig 1988, 124) /
?Schon.
4. Aber Sie haben doch Einfluss als beherrschende
Figur dieser Szene? – Natürlich.
Sie ist nicht müde.
5/ rhetorische Frage ohne
Negationspartikel
Kannst du in mich reingucken?
(= Du kannst doch nicht in mich
reingucken? Vgl. 6)
6/ rhetorische Frage mit
Negationspartikel
Du gehst doch nicht etwa hin?
(= Gehst du etwa hin? Vgl. 5)
7/ rhetorische Frage mit
Negationswort
Ist das nicht herrlich?
(= Das ist (doch) herrlich? Vgl. 8)
8/ rhetorische Frage ohne
Negationswort
Sie sprechen (doch) Deutsch?
(= Sprechen Sie nicht Deutsch?
Vgl.7)
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