Checkliste "Attraktives Ehrenamt"

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Checkliste „Attraktives Ehrenamt“
Nachfolgend sind ein paar Möglichkeiten und Beispiele aufgeführt, wie
Samaritervereine die ehrenamtliche Mitarbeit attraktiv und spannend gestalten
können.
Das positive Image
Umschreibung
„....ein lässiger Verein!“
Das Image, welches ein Samariterverein in der
Öffentlichkeit und im eigenen Umfeld geniesst, hat
hohen Einfluss auf die Gewinnung ehrenamtlicher
Funktionäre. Bekanntheitsgrad, gesellschaftliche
Verankerung, Erfolge, Kameradschaft usw. sind
wichtige Faktoren für die Zusage.
Fragen Sie sich einmal, wie der Verein nach aussen
wirkt. Wagen Sie es, diese Frage in Ihrem Freundesund Bekanntenkreis zu stellen.
Fragen Sie sich, wie Sie als Verein von aussen
wahrgenommen werden möchten. Was können Sie
tun, um das gewünschte Image zu bekommen bzw. zu
erhalten?
„......hier kann ich etwas
bewirken!“
Die Vereinsstrukturen sind einfach und überschaubar
zu gestalten. Die Ehrenamtlichen sollen für die
Ausübung ihrer Aufgaben bzw. Funktionen über die
nötigen Kompetenzen verfügen. Vor allem aber sollen
sie mitreden und mitgestalten können.
„.....jeder kennt seine
Aufgabe!“
Pflichtenhefte für alle Funktionen schaffen Klarheit und
beugen Konflikten und Doppelspurigkeiten vor. Einem
Interessenten bieten sie Einblick in das
Aufgabengebiet; er oder sie lernt die Erwartungen an
die entsprechende Funktion kennen.
„.....ich hatte eine coole
Einführung!“
Der Einführung eines ehrenamtlichen Vorstands- oder
Kadermitgliedes in seine neue Funktion ist grösste
Beachtung zu schenken. Die persönliche Aufnahme im
Team vermittelt das Gefühl, willkommen zu sein. Die
Hilfeleistungen bei der Einarbeitung, entweder durch
eine Begleitperson oder durch den Vorgänger, wirken
sich langfristig positiv aus.
Erfolgreiche Vereinsführung – ein Werkzeugkoffer
Personelles
Neue Vorstands- und
Kadermitglieder finden
Checkliste „Attraktives
Ehrenamt“
Aug. 10
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„.....mit administrativem
Kram haben wir nichts
zu tun!“
Administrative Arbeiten sind bei den Ehrenamtlichen
am wenigsten beliebt. Einfache, transparente, auf das
Minimum reduzierte administrative Abläufe erleichtern
die Arbeit. Bewährt haben sich die Einführung einer
effizienten EDV-Unterstützung (z.B. im Bereich
Mitgliederverwaltung, Inkasso, Zahlungsverkehr).
Denkbar ist auch die Entlastung durch die
Teilentschädigung gewisser Aufgaben.
„.....wir machen das
Präsidium zu Zweit!“
Die Möglichkeit, eine ehrenamtliche Funktion mit einer
anderen Person zu teilen, mindert das Problem der
zeitlichen Belastung und Stellvertretung und fördert
zusätzlich den Teamgeist. Dabei darf jedoch nicht
vergessen werden, die Verantwortlichkeiten genau zu
klären und eine Ansprechperson zu definieren.
„......meine Familie macht
immer mit als Figuranten!“
Die Einbindung des persönlichen Umfeldes eines
Ehrenamtlichen wirkt sich positiv auf sein Engagement
aus (Verständnis, Unterstützung, ev. selber
mitmachen).
„......ich darf die
Samariterübungen
am Arbeitsplatz
vorbereiten!“
Arbeitgeber sind vermehrt wieder bereit, ihre
Angestellten bei einer sinnvollen ehrenamtlichen
Funktion zu unterstützen, z.B. durch zeitliche
Freistellung, Unterstützung in der Administration usw..
Der Vereinsvorstand ist gefordert, den Arbeitgebern
die positiven Aspekte und den Nutzen der
Samariterarbeit aufzuzeigen. Letztlich profitieren alle:
Zufriedene, engagierte und motivierte Ehrenamtliche
sind langfristig die besseren und leistungsfähigeren
Angestellten!
„.....dieses T-Shirt habe ich
vom Verein bekommen!“
Überlegen Sie sich attraktive Angebote für Ihre
Vorstands- und Kadermitglieder. Was können / wollen
Sie diesen zur Verfügung stellen? Ein Beispiel:
Kleidung oder Erste-Hilfe-Material, das auch im
privaten Umfeld genutzt werden kann.
„.....ich freue mich immer
auf die Weiterbildung!“
Die regelmässige Aus- und Weiterbildung aller
Vorstands- und Kadermitglieder gehört mit zu den
Aufgaben eines Samaritervereins. Dabei sollen sowohl
Samariter spezifische als auch allgemeine Bereiche
der Vereinsführung abgedeckt werden. Der SSB und
die Kantonalverbände bieten attraktive Aus- und
Weiterbildungen an.
Erfolgreiche Vereinsführung – ein Werkzeugkoffer
Personelles
Neue Vorstands- und
Kadermitglieder finden
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Aug. 10
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„.....klar bekommen wir
unsere Spesen
entschädigt!“
Die Entschädigung der üblichen Spesen ist heute
selbstverständlich und wird in einem Spesenreglement
verbindlich festgehalten. Die Auszahlung der Spesen
sollte nach Abgabe einer Spesenabrechnung sofort
erfolgen.
„.....du bekommst pro
Samariterkurs eine
Entschädigung!“
Samaritervereine bezahlen für bestimmte Aufgaben
Entschädigungen. Dabei handelt es sich nicht um
Entlöhnungen im üblichen Sinne, sondern um eine
minimale finanzielle Abgeltung des zeitlichen
Engagements.
„.....Sozialzeitausweis und
Zeugnisse sind bei uns
selbstverständlich!“
Die ehrenamtliche Tätigkeit soll ähnlich wie im
Berufsleben durch ein Zeugnis gewürdigt werden.
Besonders für jüngere Menschen kann bei
Stellenbewerbungen das Vorweisen eines Zeugnisses
für ehrenamtliche Tätigkeit und die Dokumentation
derselben im Sozialzeitausweis nützlich sein. Damit
können beispielsweise Führungserfahrung und
Sozialkompetenz nachgewiesen werden.
Auf der Homepage des SSB ist das Thema
Sozialzeitausweis ausführlich dokumentiert. Neben
Anweisungen zum Ausfüllen können bearbeitbare
Mustervorlagen für die Dokumentation von Einsätzen,
Aus- und Weiterbildungen sowie Zeugnisse herunter
geladen und bearbeitet werden.
„.....auf unseren GrillPlausch mit Postenlauf
freut sich jeweils die ganze
Familie!“
Die Organisation und Durchführung regelmässiger
Vereinsanlässe mit entsprechender Würdigung der
Verdienste von Ehrenamtlichen und Freiwilligen ist
förderlich für das gute Klima und wirkt motivierend.
Damit wird auch die Wertschätzung und der Dank für
Sonderleistungen ausgedrückt.
„.....unser Kantonalverband Die Samaritervereine dürfen sich nicht scheuen, bei
unterstützt uns sehr!“
Nachbarvereinen, dem Kantonalverband oder dem
SSB Unterstützung anzufordern.
(Bearbeitet nach der gleichnamigen Checkliste zu diesem Thema von Swiss Olympic Association)
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