Ad-Hoc-Datenfilter zur Datenselektion in PS-Explore NC

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Ad-hoc-Datenfilter zur Datenselektion in PS-Explore NC
Inhalt
I . Ein einfaches Anwendungsbeispiel zum Ad-hoc-Datenfilter
II. Datenfilter speichern und wieder verwenden
III. Die Basismöglichkeiten zur Änderung von Datenfilterformularen
IV. Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter
Filtermodus einschalten
Filterverzeichnis
Filter löschen
Filterformular erzeugen
Filteransicht „Register“
Filterbezeichnung
Filterprotokoll
V. Maßgeschneiderte Filterformulare für professionelle Anwendungen
Unterschiede von PS-Explore-NC-Filterformularen zu anderen Programmen
Die Bedienerfunktionalität von Datenfilterformularen
Die Designfunktionalität von Datenfilterformularen
horizontale Ausrichtung
Vergleichsoperation „kurz“
ODER-Verknüpfung
UND-Verknüpfungen
Feld löschen
Allgemeine Editieroptionen
Filter einfügen
Beschriftung einfügen
Rahmen einfügen
Kommentarfeld anlegen/ändern
Hintergrundfarbe
Schriftart
Positionierungsmodus
Größe ändern
Beispiel für die Nutzung der erweiterten Designfunktionen
VI. Die Verknüpfung mehrerer Datenfilterformulare
VII. Die Übernahme von Datenfilterformularen in andere Datenbanken
VIII. Anwendung von Datenfiltern in Makros
Der Makrobefehl „lade_filterdatei“
Der Makrobefehl „filter_ausschalten“
Der Makrobefehl „filter_verbinden“
Der Makrobefehl „filterprotokoll“
IX. Schlussbemerkung
Ad-hoc-Datenfilter zur Datenselektion in PS-Explore NC
Mit der aktuellen Version von PS-Explore NC (Stand 25.09.2003) steht eine völlig neue und
hinsichtlich Bedienungskomfort und Effizienz sensationelle Datenselektionstechnik zur
Verfügung, die es dem Anwender erlaubt wahrhaft in Windeseile über beliebige Kriterien
Daten einer Datensammlung zu selektieren. Dabei können sowohl individuelle
Suchstrategien benutzt werden als auch fest einstellbare Suchabläufe.
Somit ist die Möglichkeit gegeben in der Praxis gerade anfallende Datenselektionen ad hoc
und schrittweise auszuführen, aber auch einfache wie komplexe Abfragen auf einen
Datenbestand festzulegen, die jederzeit wiederholt werden können. Es können Formulare
mit Abfragebedingungen zur Selektion ohne jegliche Programmierkenntnisse in wenigen
Minuten vom Anwender aufgebaut und zum Einsatz gebracht werden. Diese
Selektionsformulare binden sich automatisch in die PS-Explore-NC-Oberfläche ein, so dass
diese bei erneuten Selektionen direkt per Mausklick zur Verfügung stehen.
Bei der Entwicklung des neuen Verfahrens wurde äußerste Sorgfalt auf eine sofortige
Einsetzbarkeit in der Praxis ohne Notwendigkeit der Einarbeitung des Anwenders gelegt.
Hierin ist auch der Unterschied der neuen Möglichkeiten zur Datenselektion gegenüber der
bisherigen programmiersprachlichen Abfrage in der PS-Explore-NC-Makroprogrammierung.
zu sehen. Gleichwohl ist es natürlich möglich einmal durchgeführte Ad-hocDatenfiltrierungen in Makros jederzeit wieder zu verwenden.
I . Ein einfaches Anwendungsbeispiel zum Ad-hoc-Datenfilter
Nach Programmstart findet man die Basisfunktionen der Ad-hoc-Datenfiltertechnik in der
Befehlsleiste im Kopf des Eröffnungsbildschirmes sowie in der Bilddoppelleiste der
Registerkarte „Arbeitsblatt“:
Für
die
eigentliche
Ad-hoc-Anwendung,
d.h.
das
schnelle
und
anwendungsfreundliche Filtern von Daten, benötigt man im Prinzip nur das in der
Bilddoppelleiste gezeigte links befindliche hellblaue Filter-Symbol. Wir wollen hier
zunächst
nur
mittels
der
damit
verbundenen
Funktion
ein
paar
Datenselektionsschritte vollziehen. Alle anderen angezeigten Funktionen werden
später in entsprechendem Kontext näher erörtert.
Zunächst wird eine Datenbank auf die übliche Weise in das PS-Explore-NCArbeitsblatt geladen und mit Klick auf das hellblaue Filtersymbol der sog. Filtermodus
eingeschaltet. Es erscheint ein kleines Formular mit dem Titel „Ad-hoc-Datenfilter“:
Zu beachten ist, dass das blaue Filtersymbol nun „versenkt“ dargestellt bleibt. Dies
zeigt an, dass der Filtermodus aktiv ist. Klickt man nach mehreren Filter- und evtl.
zwischengeschalteten Analyseschritten das Filtersymbol erneut an, wird das Symbol
wieder „normal“ dargestellt und der Datenbestand wird wieder so hergestellt, wie er
vor Aktivierung des Filtermodus war. Alle durch Filtern oder auch manuelles Löschen
aus dem Arbeitsblatt entfernten Daten, stehen somit sofort wieder zur Verfügung.
Das Ad-hoc-Datenfilterformular zeigt drei Schaltflächen und drei Eingabefelder an,
mittels derer ein Filter eingestellt wird. Unter einem Filter versteht man hierbei die zu
einer Spalte des Arbeitblattes formulierte Selektionsbedingung.
Das erste Eingabefeld dient der Festlegung der Selektionsspalte. Mit Klick auf den
schwarzen Abwärtspfeil des Feldes kann man eine Liste aller Felder der Datenbank
bzw. aller Spalten des Arbeitsblattes öffnen. Hier lässt sich dann auch die
gewünschte Spalte für den ersten Selektionsschritt auswählen. Ebenso kann man
aber auch im Arbeitsblatt selbst zu der entsprechenden Spalte mit den bekannten
bequemen Mitteln des Arbeitsblattes hinnavigieren.
Dies ist speziell dann vorteilhaft, wenn man vor einer Filtrierung der Daten, sich diese
z.B. mit den grafischen (etwa MOLAP) oder statistischen (etwa „Zellenstatistik“)
Mitteln von PS-Explore NC erst noch einmal genauer anschauen möchte, um das
entsprechende Merkmal auf seine Eignung für die Selektion zu untersuchen.
Im nachstehenden Beispiel wurde im Ad-hoc-Datenfilterformular das Merkmal
Ursprungsbaujahr eingestellt. Sofort wird automatisch die Spalte „Ursprungsbaujahr“
angesprungen. In der dritten Zeile des Datenfilterformulars wird ist der
Vergleichswert für die Selektion einzustellen. Hierzu kann man in der Auswahlspalte
selbst den gewünschten Wert anklicken, der dann selbsttätig vom Formular
übernommen und angezeigt wird. Ebenso können Sie aber auch einen Wert im
Formular eingeben und das Programm springt dann automatisch abwärts suchend in
die Zeile, in der ausgehend von der aktuellen Cursorposition der eingegebene Wert
gefunden wird:
Da das Filterformular ständig aktiv bleibt, aber die anderen Funktionen von PSExplore NC nicht blockiert, kann man nun z.B. die Funktion „Zellenstatistik“ (grünes
Symbol mit Aufschrift „E=mc²“) anklicken und sich einen Überblick über die
Statistiken zum Merkmal Ursprungsbaujahr anzeigen lassen. So erhält man etwa
Auskunft über Minimum, Maximum, Mittelwert, Quartile und Streuung des Merkmal
und über evtl. vorhandene Ausreißer (grafische Anzeige im Fuß des Formulars
(Boxplot)).
Natürlich ist dies nur eine von vielen Möglichkeiten, die PS-Explore per Mausklick
bietet und die man an dieser Stelle nutzen kann, jedoch nicht nutzen muss, wenn
man nur an einer schnellen und zielgerechten Datenselektion interessiert ist.
Um genau diese nun weiterzuführen, müssen wir im Datenfilterformular noch das
zweite Eingabefeld (von oben gesehen) einstellen:
In diesem Feld ist die logische Vergleichsoperation einzustellen. Wählen wir hier
„größer gleich“ aus, dann werden, da wir als Vergleichswert „2001“ gewählt haben,
alle Zeilen des Arbeitsblattes selektiert, die in der Spalte Ursprungsbaujahr Werte
gleich 2001 oder größer 2001 enthalten.
Es wäre nun noch möglich eine Oder-Bedingung anzugeben. Dies geschieht durch
Anklicken der Schaltfläche „ODER-Verknüpfung aktivieren“. Hiernach erscheinen
zwei zusätzliche Eingabefelder mittels derer man die Vergleichsoperation und den
entsprechenden Wert angeben kann:
Wählte man hier etwa „kleiner gleich“ 1900, so
würden außer den
Ursprungsbaujahren ab 2001 auch alle Baujahre ab 1900 zurückliegend selektiert. In
unserem Beispiel, wird diese Oder-Bedingung jedoch nicht benutzt.
Vielmehr klicken wir auf die unten links im Formular angezeigte Schaltfläche „filtern“.
Der Selektionsprozess läuft nun an, was man daran erkennt, dass unter den
Schaltflächen „filtern“ und „speichern“ kurz ein sog. Fortschrittsbalken eingeblendet
wird, der das Voranschreiten des Selektionsprozesses anzeigt. Falls man nicht
etliche zig-tausend Datensätze hat, wird man diese Anzeige kaum wahrnehmen.
Das Ergebnis der Selektion, dass nur noch Datensätze mit Ursprungsbaujahr ab
2001 im Arbeitsblatt enthalten sind, lässt sich nun etwa sehr einfach mittels der
MOLAP-Prozedur überprüfen. Hierzu klicken wir auf das entsprechende Symbol, wie
in der nachstehenden Grafik markiert oder führen in der Spalte Ursprungsbaujahr
einen Doppelklick aus:
Es öffnet sich das Eingangsformular der MOLAP-Prozedur von PS-Explore NC, das
einen sofortigen Überblick über die Häufigkeiten in
den nach dem Filtern
verbliebenen Klassen von Spalte Ursprungsbaujahr in Form eines Balkendiagramms
gibt.
Nun können wir das nächste Merkmal zur Selektion auswählen. Dies könnte z.B. die
Spalte Gebäudetyp sein. Wir klicken auf eine beliebige Zelle in der betreffenden
Spalte, wobei wir gleich auf einen Wert klicken können, der mit in die Auswahl der
Gebäudetypen einbezogen werden soll.
In der nachstehenden Abbildung sieht man, dass im Fenster der Ad-hocDatenselektion sofort auf das neue Merkmal eingestellt wird. Die Darstellung im
Fenster ändert sich jedoch etwas, da das Auswahlkriterium „Gebäudetyp“ nicht wie
das zuvor benutzte Merkmal „Ursprungsbaujahr“ quantitativ, sondern qualitativ ist.
Man erhält nun statt des einzeiligen dritten Eingabefeldes für einen numerischen
Wert eine Liste mit allen für „Gebäudetyp“ definierten Klassen. Vor jeder Klasse der
Liste befindet sich ein Kästchen, auf welches man zur Auswahl und Einbeziehung
der Klasse in die Selektion mit der Maus klicken kann. Es wird dann als Hinweis auf
die Einbeziehung des Merkmals ein Häkchen vor die Klassenbezeichnung gesetzt.
Da wir die Einstellung auf die Spalte Gebäudetyp nicht mittels des ersten Feldes zur
Spaltenauswahl im Datenfilterformular vorgenommen, sondern direkt in die Spalte
Gebäudetyp geklickt haben, wird in der Liste der auswählbaren Klassen ein Häkchen
vor die angewählte Klasse mit der Kodierung 19 (Mehr.fam.haus) gesetzt.
Man kann nun in der Liste der Gebäudeklassen eine beliebige Auswahl treffen. Als
logische Vergleichsoperatoren sind hierbei einstellbar „entspricht“ (gleich) oder
„entspricht nicht“ (ungleich), so dass man je nachdem ob nun die „Positiv-„ oder
„Negativliste“ mehr Klassen umfasst ggf. etwas Zeit sparen kann. Wenn man mit der
Maus in die Klassenliste zeigt, erscheint nach kurzer Zeit ein Hinweis, welche
Klassen bisher ausgewählt wurden:
Dies dient speziell bei längeren Listen mit vielen Klassen der besseren Übersicht.
Nach Auswahl der Zwei-, Drei- und Mehrfamilienhäuser klicken wir wieder auf die
Schaltfläche „filtern“. Es erfolgt der Filterprozess und wir können uns nun ebenfalls
über Hinweisanzeigen über den aktuellen Stand der Selektion informieren:
Gehen wir mit dem Mauszeiger auf das erste oder zweite Auswahlfeld des Ad-hocDatenfilterformulars, so erhalten wir einen Kurzhinweis auf die Anzahl der noch im
Selektionsbestand befindlichen Datensätze und der bislang durchgeführten
Selektionsschritte.
Fahren wir mit dem Mauszeiger auf „filtern“ oder „speichern“, erscheint ein Hinweis
auf die bisher benutzten Filter. Jede Filterbedingung wird dabei in einer Zeile
ausgewiesen. Die einzelnen Bedingungen sind UND-verknüpft. Falls ODERVerknüpfungen für numerische Merkmale benutzt werden, erfolgt deren Anzeige in
einer Zeile. Bei Klassenmerkmalen entspricht die Auswahl mehrer Klassen der Liste
einer ODER-Verknüpfung. In unserem Beispiel heißt das, dass alle Gebäudetypen
im Selektionsbestand verblieben sind, die entweder die Eigenschaft
„Zweifamilienhaus“ oder aber „Dreifamilienhaus“ oder „Mehrfamilienhaus“ besitzen.
Die Auswahl kann auch global über ein Pop-Up-Menu (rechte Maustaste)
vorgenommen werden. Die Prozentangaben in Klammern geben die nach jeder
Selektion verbleibende Anzahl von Datensätzen an.
Wir schreiten mit unserer Selektion fort, indem wir im Ad-hoc-Datenfilter die Spalte
„Vertragsdatum“ einstellen und als Datum den 01.01.2002. Als Vergleichsoperation
wählen wir „größer gleich“ um sodann auf Schaltfläche „filtern“ zu klicken. Es
verbleiben 46 Datensätze im Bestand.
Durch aufsteigende Sortierung der Spalte Vertragsdatum (siehe Abb.) können wir
uns von der Richtigkeit der Selektion überzeugen. Tatsächlich liegt keine der
verbliebenen Datumsangaben vor dem 01.01.2002:
Falls wir den Mauszeiger nach Anklicken von „filtern“ nicht von dieser Schaltfläche
weggezogen haben, erscheint wieder ein Hinweis zum bisherigen Filterprozess.
Erwähnt sei noch, dass bei Datumsfeldern statt der manuellen Eingabe des Datums
in der dritten Zeile des Ad-hoc-Filterformulars, mit Klick auf den rechts sichtbaren
Abwärtspfeil der Eingabezeile auch ein Kalender geöffnet werden kann, in dem man
dann das Datum per Mausklick einstellt:
Nachdem wir nun jeweils eine numerische (Ursprungsbaujahr), eine qualitative
(Gebäudetyp) und eine Datumsspalte (Vertragsdatum) benutzt haben, wollen wir
nun noch eine Zeichenkettenspalte mit in die Selektion einbeziehen. Hierzu wird die
Spalte „Straße“ eingestellt. Neben den sonst üblichen logischen Operatoren gibt es
hier zusätzlich die Optionen „enthält“, die wir auch auswählen, und „enthält nicht“:
Nach dem Filtern verbleiben jetzt noch 3 Datensätze in unserer Selektion.
Natürlich ist es möglich die einzelnen Auswahlschritte auch wieder rückwärts zu
durchlaufen. Links und rechts der Schaltflächen „filtern“ und „speichern“ befindet sich
jeweils ein Pfeilsymbol (in der Abb. mit rotem Kreis markiert). Mit dem Linkspfeil geht
man jeweils einen Auswahlschritt zurück, mit dem Rechtspfeil geht man wieder
vorwärts und durchschreitet bereits durchlaufene Filterschritte:
Klickt man nun z.B. zweimal auf den Linkspfeil, so werden die Daten wieder im
Arbeitsblatt bereitgestellt, die nach dem 2. der bisher insgesamt 4 Auswahlschritte
vorlagen.
Man identifiziert die aktuelle Auswahlstufe leicht, indem man mit dem Mauszeiger auf
die Schaltflächen „filtern“ oder „speichern“ zeigt ohne diese anzuklicken. Es erscheint
dann nach einem kurzen Augenblick der Hinweis:
Die aktuelle Position erkennen Sie an dem Rechtspfeil
-> links von dem
betreffenden Feldnamen (hier Gebäudetyp). Klicken wir jetzt einmal auf den
Rechtspfeil neben der Schaltfläche „speichern“ so wird die Selektion der Ebene 3
(Gebäudetyp) wiederhergestellt und dementsprechend steht der Pfeil vor dem
Feldnamen „Vertragsdatum“:
Nun können wir uns etwa entscheiden, die nachfolgenden Auswahlschritte zu
verwerfen und von der Ebene „Vertragsdatum“ aus neue Selektionen zu treffen.
Wählen wir hier z.B. Feld „Gemarkung“ aus und spezifizieren als Kriterium die
Gemarkung „Boele“, so erhalten wir als Hinweisanzeige:
Die Selektion auf „Straße“ wurde also entfernt und auf 4. Ebene steht nun das Feld
„Gemarkung“.
Beim Rückwärtsschreiten können wir maximal bis Ebene 1 zurückgehen; im Beispiel
entspricht dies Feld „Gebäudeart“. Falls wir versuchen noch weiter rückwärts zu
gehen, erscheint die Meldung:
Falls wir den Zustand vor Beginn des Filterprozesses herstellen wollen, klicken wir
daher wie gewohnt auf das hellblaue Filtersymbol in der Bilddoppelleiste des
Arbeitsblattes.
Gehen wir per Rechtspfeil bis auf die letzte bereits getroffene Auswahlebene, dann
erscheint die Meldung:
Jetzt können wir weiterfiltern, indem wir wie bisher ein Feld auswählen und über
Schaltfläche „filtern“ die Selektion weitertreiben.
Hinweis: Drückt man beim Klicken auf die Pfeilsymbole die Shift-Taste, wird statt
einer direkt 2 Positionen vor oder zurückgesprungen. Bei Drücken von Strg wird 3,
bei Alt wird 4 Positionen gesprungen.
Bevor wir nun die Filtrierung rückgängig machen und wieder den ursprünglichen
Datenbestand anzeigen lassen, wenden wir uns noch der Schaltfläche „speichern“
unten rechts im Datenfilterformular zu.
II. Datenfilter speichern und wieder verwenden
Wir klicken auf die Schaltfläche „speichern“ und es öffnet sich eine Dialogbox zur
Einstellung der Speicheroptionen:
Wir geben nun im Feld „Dateiname“ der Dialogbox den Namen „Beispielfilter“ ein und
klicken auf Schaltfläche „Speichern“.
Sofort erscheint links vom Arbeitsblatt eine neue Bildleiste, in der sich zunächst nur
ein Filterssymbol befindet. Fährt man mit dem Mauszeiger auf dieses Symbol,
erscheint ein Kurzhinweis, der den Namen des Filters enthält den wir soeben
abgespeichert hatten.
Somit ist nicht nur der Filterprozess erfolgreich abgeschlossen, sondern wir haben
den Filter zur Wiederverwendung gesichert und dieser wurde ohne unser Zutun dann
gleich „mundgerecht“ in die PS-Explore-NC-Anwenderoberfläche eingebunden.
Unsere 3 im Arbeitsblatt verbliebenen Datensätze eignen sich nun kaum zu einer
statistischen Auswertung, die wir hier anschließen könnten. Stattdessen stellen wir
den ursprünglichen Datenbestand wieder her, indem wir auf das im Augenblick noch
versenkt dargestellte hellblaue Symbol links in der Bilddoppelleiste des Arbeitsblattes
klicken.
Jetzt wollen wir uns den gespeicherten Filter zur Wiederverwendung und ggf.
Änderung wieder anzeigen lassen. Hierzu klicken wir auf das neu entstandene grüne
Filtersymbol und es öffnet sich unser zuvor interaktiv im Selektionsablauf
automatisch mitprotokollierter Filter:
Der Filter wird als eigenes Formular dargestellt und enthält zahlreiche
Zusatzfunktionen zur Redefinition und Erweiterung von Filterbedingungen als auch
eine Vielzahl von Optionen zur individuellen Gestaltung der Formulare.
Was wir jetzt als Filterbeispiel vor uns sehen, kann jederzeit beliebig modifiziert und
an neue Gegebenheiten angepasst werden. Dabei sind keine hochtrabenden
Kenntnisse der Datenverarbeitung notwendig, vielmehr kann wirklich jeder
Anwender, der etwas mit Windows vertraut ist, intuitiv mit dem Programmmodul
umgehen und sofort in die praktische Anwendung einsteigen.
Unser Filterbeispiel könnten wir nun sofort wieder einsetzen, um den vorher
schrittweise durchgeführten Selektionsvorgang zu wiederholen. Zu diesem Zwecke
brauchen wir nur auf die Schaltfläche „OK“ zu klicken. Das Formular schließt sich
dann und der Selektionsprozess wird durchgeführt. Während des Prozesses
erscheint die Windows-Sanduhr und das Arbeitsblatt wird bis zur Fertigstellung der
Selektion ausgeblendet.
III. Die Basismöglichkeiten zur Änderung von Datenfilterformularen
Die einzelnen Filterbedingungen sind jeweils in eigenen Gruppen untergebracht, die
umrahmt sind und im Kopf den Namen der Spalte enthalten, in der ein Filter aktiviert
wurde. Im weiteren Verlauf dieses Abschnittes werden alle verfügbaren Optionen
erläutert. Die Funktionalität, die hier verfügbar ist muss nicht voll ausgereizt werden,
sondern dient dem erhöhten Benutzerkomfort.
Falls man keinen weiteren Aufwand betreiben will, kann man einen einmal aus dem
Programmautomatismus resultierenden Filter so lassen wie er ist und immer wieder
verwenden. Die ansonsten wahrscheinlich häufigste und sehr simple Änderung wird
dabei sicherlich die sein, dass man die logischen Bedingungen eines Filterformulars
neuen Gegebenheiten entsprechend reformuliert.
So kann es etwa sein, dass wir nicht mehr die Ursprungsbaujahre ab 2001
betrachten wollen, sondern ab 1990. Hierzu klicken wir einfach in die zweite Zeile der
Logikbox „Ursprungsbaujahr“ und ändern 2001 in 1990. Wenn wir diesen Filter sofort
zur Anwendung bringen wollen, klicken wir danach einfach unten links auf die
Schaltfläche „OK“:
Wir erhalten dann den Hinweis, dass die Filterdefinition geändert wurde und müssen
nun noch angeben, ob wir diesen Filter anstelle des ursprünglichen verwenden
wollen, hierzu klicken wir in der Hinweisbox auf „OK“, oder ob wir den Filter zunächst
unter einem anderen Namen ablegen möchten. In diesem Fall klicken wir auf „Ja“
und es erscheint ein Formular zu Abspeichern des Filters:
Wir geben dem Filter den Namen NeuesBeispiel und klicken auf „Speichern“.
Es erscheint wieder unser Filterformular und links wurde automatisch das neue
entsprechende Symbol für den gerade definierten Filter eingebunden und angezeigt.
Wenn wir den Filter direkt ausführen möchten klicken wir auf „OK“, falls wir wieder ins
Arbeitsblatt zurück möchten klicken wir auf „Abbruch“.
Eine letzte noch gebräuchliche Änderung wäre die Größenanpassung des
Filterformulars. Hier kann man wie unter Windows üblich mit der Maus an die Ränder
und Ecken des Formulars gehen und mit gedrückter linker Maustaste eine beliebige
Größe einstellen. Sofern man das Formular noch nicht an individuelle
Gegebenheiten mittels erweiterter Editierfunktionen angepasst hat, positionieren sich
die Logikboxen automatisch optimal gemäß der entsprechenden Größe des
Formulars. Sind bereits erweiterte Editierfunktionen benutzt worden, wird dieser
Automatismus sinnvollerweise gesperrt, damit die anwenderdefinierten Positionen
der
Formularelemente
erhalten
bleiben.
Dazu
einige
Beispiel
für
Größenanpassungen unseres kleinen Beispielformulars:
Hier wurden die Elemente durch horizontales Verbreitern und vertikales Stauchen in
eine Reihe gebracht. Wenn man jetzt auf die Schaltfläche „speichern“ klickt und das
Formular unter dem alten Namen überschreibt sieht das Formular beim nächsten
Aufruf wieder genauso aus.
Im den nächsten Beispielen sieht man schließlich noch die „senkrechte“ Variante,
dann die die „quadratische“ Version und letztlich eine „Minimalismusversion“, bei der
dann die einzelnen Logikboxen durch Verschieben des horizontalen Laufbalkens zu
erreichen sind:
IV. Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter
Neben den eigentlichen Filterfunktionen zur Abfrage auf einen Datenbestand gibt es
in PS-Explore NC eine Reihe von übergeordneten Funktionen zur Verwaltung von
Datenfiltern und Datenfilterformularen. Diese Funktionen findet man in der
Hauptbefehlsleiste von PS-Explore NC und im Pop-Up-Menü der Registerkarte
„Arbeitsblatt“. In der Befehlsleiste klickt man auf die Option „Datenfilter“ und klappt
damit ein Menü auf, dass folgende Funktionen anbietet:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Filtermodus einschalten (Aktivierung des Filtermodus),
Filterverzeichnis (Heimatverzeichnis für Filterformulare festlegen/ändern),
Filter löschen (nicht benötigte Filter entfernen),
Filterformular erzeugen (Komplett neues Filterformular anlegen),
Filteransicht „Register“ (Filter als „Reiter“ von Registerkarten anzeigen),
Filterbezeichnung (den Namen eines Filters ändern),
Filterprotokoll (Protokoll zu durchgeführter Filtrierung erzeugen).
Neben der Aktivierung dieser Funktionen über die Befehlsleiste im Kopf des
Programms ist es ebenso möglich diese Funktionen bei geöffnetem Arbeitsblatt auch
gleich über das Pop-Up-Menü des Arbeitsblattes durch Drücken der rechten
Maustaste anzuwählen. Im Pop-Up-Menü findet man auch die Zuordnung der
Funktionen zu deren Kurzanwahl (Short-Cuts) per Funktionstasten.
Die Anwahl der Filterverwaltungsfunktionen über die Befehlsleiste finden Sie wie in
nachstehender Abbildung gezeigt:
Bei Drücken der rechten Maustaste im Arbeitsblatt erscheint das Pop-Up-Menü und
man findet die Filterverwaltungsfunktionen als erste Zeile des Menüs:
Über welchen Weg man die Funktionen anwählt bleibt dem Anwender überlassen.
Filtermodus einschalten
Die Funktion „Filtermodus einschalten“ ist mit der Aktivierung des Filtermodus über
das hellblaue Filtersymbol der Bilddoppelleiste des Arbeitsblattes identisch:
Filterverzeichnis
Mittels der Funktion „Filterverzeichnis“ legen Sie das Verzeichnis fest, in welchem
Sie von Ihnen definierte Filterformulare aufbewahren möchten. Nach
Programminstallation ist dies standardmäßig das Verzeichnis „..\common files\filter“
unterhalb des Installationsverzeichnisses von PS-Explore NC, also etwa:
C:\Programme\VGSPS\PS-Explore_NC\common files\Filter
Wenn Sie die Option „Filterverzeichnis“ anwählen, erscheint über dem Arbeitsblatt
eine Darstellung der Pfade auf die Sie zugreifen können. Genauso wie im WindowsExplorer können Sie hier den gewünschten Pfad für Ihre Filterformulare anwählen
und von der Standardkonfiguration abweichend ändern.
Sie bestätigen nach Wahl des neuen Verzeichnisses einfach mit der Enter-Taste. Die
Darstellung des Verzeichnisbaums wird dann geschlossen und ab sofort gilt die neue
Pfadeinstellung für Ihre Filterformulare.
In vorstehender Abbildung sehen Sie in der Mitte eine blaue Markierung. Wenn Sie
hier den Mauszeiger positionieren und die linke Maustaste bei Erscheinen des dort
gezeigten Cursor-Symbols drücken, können Sie die Größe des Fensters ggf. durch
Abwärtsziehen des Cursors vergrößern.
Der Ort für das Filterverzeichnis kann nach verschiedenen Gesichtspunkten gewählt
werden. Im Mehrplatzbetrieb von PS-Explore wird man vielleicht ein gemeinsames
Verzeichnis für die Filterformulare auf einem Laufwerk des Netzwerkservers wählen.
Andererseits kann man auch ein privates Verzeichnis auf einem lokalen Laufwerk
definieren, wo der jeweilige Anwender seine Filter „unter Ausschluss der
Öffentlichkeit“ ablegt. Im Prinzip ist es natürlich möglich beliebig viele
Filterverzeichnisse anzulegen und diese über die oben beschriebene Funktion
jeweils anzusteuern. Die Einstellung des zuletzt angewählten Verzeichnisses bleibt
dabei sitzungsübergreifend erhalten.
Filter löschen
Mit der Funktion „Filter löschen“ entfernen Sie nicht mehr benötigte Filter. Wenn Sie
diesen Punkt anwählen, erscheint ein Dateidialog. Sie klicken dann eine bestimmte
Datei, bzw. deren Namen, in der angezeigten Liste an, so dass dieser farblich
markiert erscheint. Sodann klicken Sie auf die Schaltfläche „Öffnen“ unten rechts im
Dialogfenster. Sie können auch mehrere Dateien löschen, indem Sie diese vor Klick
auf „Öffnen“ gemeinsam markieren:
Die Funktion „Filter löschen“ kann auch aufgerufen werden, ohne dass zuvor ein
Arbeitsblatt geöffnet wurde. Ist ein Arbeitsblatt geöffnet und man löscht einen Filter,
der zurzeit auch im Arbeitsblatt als Symbol oder „Reiter“ angezeigt wird,
verschwindet dieser automatisch aus der Anzeige, braucht also nicht irgendwie noch
durch zusätzliche Handgriffe entfernt werden.
Filterformular erzeugen
In Abschnitt II. wurde bereits gezeigt, wie ein Filterformular interaktiv während des
Filterprozesses protokolliert und später abgespeichert und erneut benutzt wird.
Es ist hierüber hinaus auch möglich unabhängig von einem interaktiven Filterprozess
Filterformulare zu erzeugen, weiter auszubauen und zu gestalten.
Die Erzeugung eines leeren Filterformulares, das Sie dann weiter ausgestalten
können, geschieht über Anwahl des Menüpunktes „Filterformular erzeugen“:
Es muss hierbei das Arbeitsblatt geladen sein, mit welchem dann das Formular
später benutzt werden soll. (Sie können übrigens auch bereits bestehende Formulare
an andere Arbeitsblätter adaptieren; siehe unten.)
Es öffnet sich die Eingabeaufforderung „Filterformular erzeugen“. Sie geben hier den
Namen des Formulars ein, mit dem Sie dieses später in der Anwendung ansprechen
und anzeigen lassen wollen. Dann klicken Sie auf Schaltfläche „OK“.
Sofort erscheit ein leeres Formular, das in der Kopfzeile den zuvor gewählten Namen
anzeigt. Im Fuß des Formulars befinden sich die Schaltflächen „OK, „speichern“ und
„Abbruch“.
Mit „OK“ starten Sie den im Formular eingestellten Filterprozess. Die Schaltfläche ist
bei einem Leerformular deaktiviert, da noch keine Filterbedingungen vorhanden sind.
Mit der Schaltfläche „speichern“ sichern sie sich das Formular in eine Datei. Sie
können auch ein leeres Formular speichern, wenn Sie es erst später mit Inhalt füllen
wollen.
Die Schaltfläche „Abbruch“ erlaubt es Ihnen, das Formular ohne den Filterprozess
angestoßen zu haben, zu verlassen. Falls das Formular noch nicht bearbeitet wurde
und Sie brechen dieses ab, erscheint die Abfrage:
Wenn Sie hier mit „Ja“ bestätigen, wird das Formular sofort automatisch in die PSExplore NC/Autopilot-Oberfläche eingebunden und erscheint als Filtersymbol oder
Reiter.
Das hier erzeugte Leerformular sieht wie folgt aus:
Über die Funktionen, mit welchen Sie Ihre Leerformulare dann mit Inhalt füllen und
editieren, wird weiter unten in einem eigenen Abschnitt berichtet.
Filteransicht „Register“
Die für ein Arbeitsblatt definierten Filter können direkt vom Arbeitsblatt aus
aufgerufen werden. Standardmäßig werden die Filter links des Arbeitsblattes als
Filtersymbole angezeigt:
Sie können die Filter aber ebenso gut in Form von Reitern in Registerkartenoptik
anzeigen lassen. Die Reiter werden dann unmittelbar über dem Arbeitsblatt
eingeblendet. Durch Anklicken eines Reiters wird dann das jeweilige Filterformular
geöffnet:
Die Reiterbeschriftungen entsprechen den bei der Erzeugung festgelegten Namen
der Filterformulare. Generell werden die Beschriftungen alphabetisch sortiert auf den
Reitern angezeigt. Wie man eine beliebige nicht-alphabetische Listung der Namen
erreicht wird u.a. im nachfolgenden Abschnitt beschrieben.
Filterbezeichnung
Unter dem Punkt „Filterbezeichnung“ kann eine Umbenennung der
Filterbezeichnungen, wie Sie etwa auf den Reitern benutzt werden, als auch der
Dateinamen der Filterformulare vorgenommen werden.
Wird der Punkt Filterbezeichnung angewählt, erscheinen nacheinander drei
Dialogboxen. Zunächst die Dialogbox für die Auswahl der umzubenennenden
Filterformulardatei („Filterbezeichnung ändern“):
In der vorstehenden Abbildung sind die betroffenen Zusammenhänge
gekennzeichnet. Über den Menüpunkt „Datenfilter“ wird die Option
„Filterbezeichnung“ aktiviert. In der sich dann öffnenden Dialogbox werden die
Namen, der im aktuellen Filterverzeichnis liegenden Filterformulardateien angezeigt.
Über den Aufruf der einzelnen Dateien in Windows-Manier erhält man Zugriff auf die
Änderungsmöglichkeit für die Namen der Filterformulare auf den Reitern oberhalb
des Arbeitsblattes.
Im vorliegenden Beispiel entsprechen die Namen der Formulardateien mit Ausnahme
der Dateiextension „.flt“ den Bezeichnungen auf den Reitern ( also etwa:
„Filterbeispiel.flt  „Filterbeispiel“).
Dies muss jedoch nicht so sein, sondern ergibt sich vielmehr zunächst aus der vom
Programm standardmäßig vorgenommenen Vorgehensweise.
Wählen wir in der angezeigten Dateidialogbox die Formulardatei „Filterbeispiel.flt“
aus, indem wir diese durch Anklicken markieren und dann unten rechts in der Box
auf „Öffnen“ klicken, dann erscheint die Eingabeaufforderung:
Es wird der alte Filterdateiname in einer Eingabezeile dargestellt. Man kann hier den
Namen der Datei ändern und dann auf Schaltfläche „OK“ klicken, oder man belässt
es bei dem alten Namen und klickt direkt auf „OK“.
Nach Klick auf „OK“ erscheint dann die Eingabeaufforderung für die Änderung der
Filterbezeichnung selbst:
Als DATEINAME für das Filterformular ändern wir „Filterbeispiel.flt“ um in „Altes
Filterbeispiel.flt“. Als ANZEIGENAME für das Filterformular wählen wir spaßeshalber
„Mein Name ist Bond“.
Nach Bestätigung über Schaltfläche „OK“ befinden wir uns wieder im Arbeitsblatt und
in der Reihe der Reiter oberhalb des Arbeitsblattes steht anstelle von „Filterbeispiel“
die Bezeichnung „Mein Name ist Bond“:
Die Filterdatei selbst wird jetzt unter Windows mit dem Namen „Altes Filterbeispiel.flt“
geführt, wie man in der nachstehenden Abbildung aus dem Windows Explorer sieht:
Die Listung der Filterbezeichnungen auf den Reitern erfolgt standardmäßig
alphabetisch. Es ist aber mittels eines einfachen Mechanismus möglich die
Reihenfolge der Listung in beliebiger Form zu ändern.
Die Dateinamen der Filterformulare können mit einer vorangestellten Folgenummer,
die durch einen Unterstrich vom eigentlichen Dateinamen getrennt ist, versehen
werden. Die Änderung der Dateinamen kann wahlweise unter Windows mit dem
Explorer erfolgen oder besser mittels der hier beschriebenen Funktion
„Filterbezeichnung“.
Angenommen wir wollen die Reihenfolge der Listung umdrehen. Dann wandeln wir
die Dateinamen wie folgt:
Altes Filterbeispiel.flt  03_ Altes Filterbeispiel.flt
Ganz neues Filterformular  02_ Ganz neues Filterformular.flt
Neues Beispiel.flt  01_ Neues Beispiel.flt
Für „Altes Filterbeispiel.flt“ wäre die Folge der Schritte wie nachstehend beschrieben:
1. Auswahl der Datei „Altes Filterbeispiel.flt“:
2. Umbenennen von „Altes Filterbeispiel.flt“  „03_Altes Filterbeispiel.flt“:
3. Einfache Bestätigung der angezeigten Bezeichnung über „OK“:
In gleicher Weise werden die beiden anderen Dateien nummeriert. Nach der letzten
Änderung sieht die Reihenfolge der Reiter wie nachstehend aus:
Filterprotokoll
Die während eines Filterprozesses vorgenommenen Selektionen sollten auch später
noch exakt nachvollziehbar sein. Es ist daher möglich, sowohl im interaktiven
Filtermodus als auch bei Benutzung von Datenfilterformularen ein entsprechendes
Protokoll erstellen zu lassen.
Die entsprechende Verwaltungsfunktion hierfür ist die Option „Filterprotokoll“. Je
nachdem, ob die Filterprotokolle aus dem schrittweisen interaktiven Prozess oder als
Ergebnis eines Datenfilterformularprozesses generiert wurden, sehen diese leicht
verschieden aus.
Generiert werden die Protokolle, wenn die Filteroption „Filterprotokoll“ ein Häkchen
im Menü der Hauptbefehlsleiste ausweist:
Ein im interaktiven schrittweisen Modus entstandenes Protokoll sieht z.B. wie folgt
aus:
Filtrierung zu Datenbank "C:\Kaufpreissammlung\KPS.SSD".
Anzahl der Datensätze vor Filtrierung: 2191.
Es sind noch 56 (2,5559%) Datensätze im Selektionsbestand.
Insgesamt wurden 3 Selektionsschritte ausgeführt.
Benutzte Filter:
Gemarkung = [Berchum, Eppenhausen] (12,049%)
Erwerber_ = [natürliche Person] (10,954%)
Gesamtkaufpreis >= 250000 (2,5559%)
Selektion fertiggestellt am: 25.10.2003 11:53:26
Filterprotokolle werden jeweils nach Beendigung eines Filterprozesses in der
Registerkarte „Ergebnisse/Reports“ abgelegt.
In Abschnitt I wurde bereits darauf hingewiesen, dass Sie im interaktiven
schrittweisen Filtermodus über die Windows-Hinweise Informationen über den Status
des Filterprozesses erhalten, wenn Sie den Mauszeiger auf die Schaltflächen „OK“
oder „speichern“ bewegen.
Mit den in den Kapitel I. bis IV. beschriebenen Möglichkeiten ist das grundlegende
Arbeiten mit PS-Explore-Ad-hoc-Datenfiltern und -Filterformularen abgeschlossen.
Mit den bis hierher vermittelten Informationen ist der Anwender nun bereits in der
Lage, spielend einfach Filter für Datenselektionen zu benutzen und sogar
Filterformulare für wiederholte Anwendungen aufzubewahren, zu ändern und in Form
bequem zu bedienenden Formulare bereitzustellen.
Wir werden uns nun im nachfolgenden Kapitel damit beschäftigen, wie wir
sozusagen als zusätzlichen Luxus, maßgeschneiderte Formulare erhalten.
V. Maßgeschneiderte Filterformulare für professionelle Anwendungen
Das „Maßschneidern“ von Filterformularen ist in PS-Explore NC sehr einfach
durchzuführen und verlangt allenfalls wenige intuitive bei jedem nur gelegentlichen
Windows-Anwender vorhandene Kenntnisse.
In Kapitel IV. wurde unter dem Punkt „Filterformular erzeugen“ bereits die
Generierung eines Leerformulars beschrieben. Um Ihnen zu zeigen, wie fertige
Filterformulare aussehen können, und wie diese gemeinsam als konkrete
Anwendung aussehen und funktionieren, wurden bereits verschiedene
Filterformulare auf unser hier benutztes Datenbankbeispiel „KPS“ aufsetzend
generiert und verfeinert.
Wir werden zunächst diese fertigen Formulare hinsichtlich ihrer Funktionalität
erläutern, um danach in einem weiteren Abschnitt dieses Kapitels den konkreten
Entwurf eines elaborierten Formulars zu besprechen. Zuvor wird noch in einem
vorgeschalteten Abschnitt auf die Unterschiede zwischen PS-Explore-NCFilterformularen und
denen anderer eher branchenspezifisch zu nennenden
Programmen eingegangen.
Die Datenbankbasis entstammt einer Kaufpreissammlung, die in Deutschland von
jedem so genannten „Gutachterausschuss für Grundstückwerte“, gemäß
Baugesetztbuch zu führen ist. Trotz der Ausrichtung an einem sehr konkreten
Anwendungsbeispiel dürften auch PS-Explore-NC-Anwender aus anderen Branchen,
wie etwa der Markt- und Sozialforschung, der Industrie, der Wissenschaft und
anderen Bereichen anhand dieses Beispiels die Funktion und die Vielseitigkeit des
PS-Explore-NC-Moduls für Ad-hoc-Datenfilter leicht nachvollziehen können.
Unterschiede von PS-Explore-NC-Filterformularen zu anderen Programmen
Um zunächst zu demonstrieren, wie vielseitig und flexibel die Filtertechnologie in PSExplore NC ist, haben wir uns beim Aufbau der Formulare an Speziallösungen, die
auf dem Softwaremarkt für Gutachterausschüsse verfügbar sind, orientiert. Dabei
wurde gezeigt, dass sich solche branchenspezifischen Speziallösungen mit
Leichtigkeit 1:1 funktional nachvollziehen und dann schrittweise mit PS-Explore NC
verbessern lassen. Teilweise ist die Verbesserung dabei schon automatisch durch
das Mehr an Möglichkeiten und die systemimmanente Funktionalität von PS-Explore
NC gegeben.
Wir haben zur o.g. Datenbank KPS (Kaufpreissammlung) vier Filterformulare
entworfen, die nachstehend abgebildet sind:
1.
2.
3.
4.
freie Selektion von „Vertrags- und Grundstücksdaten“,
Kaufpreisauskunft zu „bebaute Grundstücke“,
Kaufpreisauskunft zu „Wohnungseigentum“,
Kaufpreisauskunft zu „Erbaugrundstück“.
Nach Definition der Formulare sind diese automatisch im Arbeitsblatt vorhanden und
unmittelbar per Mausklick aufrufbar (rote Markierung):
Klicken wir auf den Reiter „Vertrags- und Grundstücksdaten“ so erscheint sofort das
entsprechende Formular:
Dieses Formular kann mit den im übernächsten Folgeabschnitt noch beschriebenen
Möglichkeiten jederzeit geändert und angepasst werden. Es ist sogar möglich, dieses
Formular auf andere Datenbanken, die in PS-Explore übernommen wurden (z.B. per
ODBC etwa aus Oracle-, Access- oder Interbase-Datenbanken oder aus Excel- und
einfachen Textdateien), aufzusetzen.
Um die Unterschiede in der Funktionalität von PS-Explore-NC-Filterformularen zu
horizontalen Branchenlösungen im Bereich Gutachterausschüsse zu demonstrieren
sei nachstehend eine Fremdlösung zum Vergleich wiedergegeben:
Für den auf Flexibilität und zukünftig eintretende Änderungsnotwendigkeiten (etwa
aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften oder inhaltlich geänderter Akzente des
Endnutzers) bedachten Anwender liegen die Unterschiede neben der zunächst
etwas anderen Optik der Formulare in der leichten Änderbarkeit der PS-ExploreFormulare gegenüber der „festverdrahteter“ Lösungen eines Spezialprogrammes wie
vorstehend abgebildet. An diesem Formular ändern Sie als Endanwender nichts
mehr. Hier gilt also die Vorherrschaft des Prinzips „Vogel friss oder stirb!“. Wie wir
sehen werden, ändern Sie im Gegensatz hierzu in PS-Explore eine Datenfiltermaske
mit wenigen Mausklicks innerhalb einer Minute.
In PS-Explore-NC-Filterformularen ist es auch nicht zwingend nötig, sich mit
Begriffen wie „logischer Operator“, „Tastatursymbol | für „ODER“
und
„Tastatursymbol \ für NICHT“ vertraut zu machen. Stattdessen sind ODERVerknüpfungen vor dem Benutzer durch eine übersichtliche Listauswahl, die man nur
anzuklicken braucht, verborgen.
Die in einer Listbox getroffene Auswahl wird mittels eines Hinweises sofort
eingeblendet, wenn der Anwender mit dem Mauszeiger die Box berührt. Hat man in
einer Listbox sehr viele Kategorien aufzulisten, kann man deren Größe entsprechend
hochsetzen. Wer Platz sparen will, kann die Anzeige aber notfalls auch einzeilig
machen. Das automatisch sich öffnende Hinweisfeld sagt ihm dann, was in der Box
ausgewählt wurde.
Nachstehend im Ausschnitt ein Vergleich:
Hinsichtlich des Umgangs mit Vergleichsoperatoren ist PS-Explore NC in den
Datenfiltermasken ebenfalls gut verständlich. Natürlich kann man um Platz zu sparen
statt umgangssprachlicher Formulierungen auch die üblichen Vergleichsoperatoren
in Form von „<“, „>“ etc. einblenden, jedoch werden standardmäßig leicht
verständliche Floskeln wie „entspricht“ oder „enthält“ benutzt:
Nicht nur im Vergleich mit spezifischen Branchenlösungen schneidet PS-Explore
hinsichtlich des Aspektes „komfortable Datenselektion“ allerbestens ab. Klassische
Tabellenkalkulationsprogramme, wie etwa Excel, bieten auch nicht gerade den heute
möglichen Benutzerkomfort. Datenfiltrierung ist in Excel zwar möglich, jedoch sind
die sich selbstgenerierenden Datenmasken auf 32 Felder beschränkt, die Optik einer
Maske ist nicht modifizierbar und die Formulierung von Suchkriterien ist im Vergleich
eher „kryptogen“. Aufklappbare Listfelder oder Listboxen sucht man bei einer solchen
Anwendung vergebens:
Die Bedienerfunktionalität von Datenfilterformularen
Datenfilterformulare in PS-Explore NC enthalten im wesentlichen zwei
Funktionsbereiche, jene des Aufbaus, Designs und der Änderung von Formularen
und jene der Nutzung und praktischen Anwendung im täglichen Gebrauch.
Wir wenden uns in diesem Abschnitt zunächst dem zweiten Punkt, der Nutzung, zu,
um hieraus jedem Anwender auch die Motivation zur Beschäftigung mit den
Designmöglichkeiten zu vermitteln.
Betrachten wir einmal die Datenfiltermaske „bebaute Grundstücke“. Hier wurden die
für bebaute Grundstücke relevanten Felder bzw. deren Logikboxen eingefügt und
durch einfaches Drag und Drop (siehe nächsten Abschnitt) auf dem Formular
positioniert, und es wurde die Größe der Boxen festgelegt. Schon ist das Formular im
Prinzip fertig und kann sofort praktisch genutzt werden.
Der mit PS-Explore nicht vertraute Anwender wird fragen, woher der das Formular
erzeugende Generator denn eigentlich weiß, ob ein Feld z.B. ein Textfeld, ein
numerisches Feld, ein Datumsfeld oder ein Listfeld mit bestimmten Kategorien ist.
Diese Informationen bezieht der Formulargenerator aus dem so genannten Data
Dictionary der PS-Explore-NC-Datenbank. Ist eine PS-Explore-NC-Datenbank
ordnungsgemäß angelegt worden, ergeben sich daher alle hier benötigten Dinge
ganz von selbst:
Das hier abgebildete Formular erhält bei Generierung eine Standardvorbelegung
aller Logikboxen, die so gehalten ist, dass zunächst eine Abfrage für im Normalfall
jeden Datensatz zutrifft, also jeder Datensatz ausgewählt würde, wenn man auf die
Schaltfläche „OK“ klickte.
Dies ist insofern vernünftig, als der umgekehrte Fall stets als Ergebnis ein leeres
Arbeitsblatt ergäbe, womit man ja nur wenig anfangen könnte.
Der Anwender kann dann per Mausklick seine Selektionskriterien feineinstellen und
für den zukünftigen Gebrauch als Datenfiltermaske über Schaltfläche „speicher“ in
die Anwendung der aktuellen Datenbank einbinden.
Listboxen müssen, damit ihre Einbeziehung in eine Abfrage stets zutrifft (wahr wird),
vor allen Kategorien ein Häkchen haben. Um für ein Formular eine eigene
Vorauswahl für den späteren Standardaufruf festzulegen, braucht man nur jene
Häkchen entfernen, die Bedingungen definieren würden, die nicht erwünscht oder
inhaltlich unzweckmäßig sind. Listboxen überhaupt keine Häkchen vor den
Auswahlmöglichkeiten besitzen, werden stets rot dargestellt. Dies dient als
Warnfunktion, damit kein Formular entsteht, das in jedem Fall 0 Datensätze
auswählt.
Mittels der rechten Maustaste kann man ein auf die jeweilige Box bezogenes PopUp-Menü aufrufen, das zusätzlich Möglichkeiten für die Manipulation einer Box
enthält:
Um das in der obigen Abbildung gezeigte Menü zu aktivieren fährt man mit dem
Mauszeiger in die Nähe des oberen Randes der Box und drückt die rechte
Maustaste. Bei Listboxen sind im wesentlichen die ersten drei Optionen des Pop-UpMenüs von Bedeutung:
1. alles Markieren,
2. Markierungen umkehren,
3. Feld „…“ löschen.
Die Optionen „horizontale Ausrichtung“, „Vergleichoperation „Kurz““ und „ODERVerknüpfung“ spielen bei Listboxen keine Rolle und werden bei anderen Logikboxen
für ein erweitertes Design benutzt, das im Nachfolgeabschnitt beschrieben wird.
Der Punkt bzw. die Verzweigung zu den allgemeinen Editieroptionen wird ebenfalls
im Nachfolgekapitel beschrieben und ist hier nicht von Belang.
Mit „alles Markieren“ können sämtliche Kategorien einer Listbox mit einem Häkchen
versehen und damit ausgewählt werden. Dies ist besonders bei sehr vielen
Kategorien nützlich. „Markierungen umkehren“ nimmt die Häkchen vor allen
entsprechenden Kategorien weg und setzt Sie stattdessen vor die Kategorien ohne
Häkchen. Mit der Option „Feld „…“ löschen“ kann ein Listfeld oder eine Logikbox aus
dem Formular gänzlich entfernt werden.
Alle numerischen, Text- und Datumsfelder werden in Filterformularen als Logikboxen
dargestellt. Diese bestehen aus einem Rahmen mit einer Beschriftungszeile (dem
Namen des jeweiligen Feldes der Datenbank) und zwei Eingabe bzw. Auswahlzeilen.
Die erste Zeile bietet die Auswahlmöglichkeiten für den vorzunehmenden Vergleich
an, also etwa „entspricht“ oder „enthält“, die zweite Zeile bietet eine
Eingabemöglichkeit für das Vergleichkriterium an. Das Pop-Up-Menü dieser Felder
entspricht dem Pop-Up-Menü von Listboxen, jedoch sind hier die Optionen für die
Ausrichtung,
die Darstellung der Vergleichsoperationen (Kurz (logisch), lang
(Klartext)) und die ODER-Verknüpfung aktiviert:
Bei Datums- und bei numerischen Feldern (hier etwa „Vertragsdatum“ bzw.
„Bruttogrundfläche“) sind die angebotenen Vergleichsoperationen:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
entspricht (=),
entspricht nicht (<>),
ist kleiner (<),
ist kleiner oder gleich (<=),
ist größer (>),
ist größer oder gleich (>=).
Bei Textfeldern (Zeichenketten) kommen zusätzlich noch die Operationen
7. enthält,
8. enthält nicht
hinzu.
Während zu den Logikboxen der Datum- und der numerischen Felder nichts weiteres
zu erwähnen ist, gelten für Textfelder noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten, die
sich aus der Verwendung des Jokersymbol * ergeben.
Wie man in obiger Abbildung sieht, enthalten die Eingabezeilen der Logikboxen initial
zunächst alle einen Stern. Dies entspricht der Setzung aller Häkchen bei den
Listboxen. Es werden also alle Aussagen wahr, egal was für ein Wert für ein Feld
eines Datensatzes vorliegt.
Bei Textfeldern kann man den Joker * mehrfach auch im Suchtext selbst benutzen.
Also könnte man etwa einstellen „Straße entspricht *hagen*“ und erhielte dann alle
Straßen die die Zeichenkette „hagen“ enthalten:
Natürlich hätte man hier auch die Vergleichsoperation „enthält“ benutzen können.
Anders ist es jedoch, wenn man alle Straßen sucht, die die Zeichenkette „hagen“ am
Anfang und nur am Anfang enthalten:
„Straße entspricht hagen*“
Hier erhalten wir nachstehendes Ergebnis, das uns sogleich auch den Nutzen der
Jokerfunktion vor Augen führt. Hätten wir nämlich keinen Joker zur Verfügung, so
wäre bei Suche nach „Hagener Straße“ der Datensatz mit der abgekürzten
Schreibweise „Hagener Str.“ nicht ins Netz gegangen:
Entsprechend suchen wir mit
„Straße entspricht *hagen“
alle Straßen, die am Ende die Zeichenkette „hagen“ enthalten:
Natürlich lassen sich Joker in einem Suchargument auch mehrfach und innerhalb
desselben verwenden:
„Straße entspricht A*hagen*St*“
In diesem Fall müssten alle Fälle gelistet werden, die in Straße mit „A“ beginnen, die
Zeichenkette „hagen“ enthalten, ebenso die Zeichenkette “st“ und deren Ende
beliebig ist. Dies ist im Falle unserer Datenbank nur die „Altenhagener Straße“:
Die Designfunktionalität von Datenfilterformularen
PS-Explore-NC-Datenfiltermasken können in sehr flexibler Weise an die
Erfordernisse einer Applikation angepasst werden. Im folgenden Abschnitt
konzentrieren wir uns auf genau diese Möglichkeiten. Dabei werden wir eine
Datenfiltermaske über die Option „Datenfilter/Filterformular erzeugen“ aus der
Hauptbefehlsleiste des PS-Explore/Autopiloten heraus generieren und schrittweise
aufbauen.
Schauen wir uns zunächst einmal die Datenfiltermaske „Wohnungseigentum“ an:
Diese Maske wurde bereits mittels der Designmöglichkeiten der Filterformulare
editiert, jedoch wären vielleicht noch zusätzliche gestaltende Elemente wie Rahmen
um thematisch zusammengehörige Logikelemente des Formulars ebenso
wünschenswert, wie zusätzliche Beschriftungen, Kommentarfelder und evtl. noch
verschiedene Schriftarten. Vielleicht möchte man ja auch die Logikboxen anders
aufbauen, so dass diese nicht zweizeilig sind, sondern Operatorauswahl und
Argument in einer Zeile dargestellt werden. Schließlich will man möglicherweise auch
die umgangssprachlichen Texte für logische Vergleiche ersetzen durch die übliche
logische Symbolik (<, >, = etc.).
Ein Beispiel, in welchem zusätzliche Designmöglichkeiten genutzt wurden, finden wir
im Datenfilterformular „Erbbaugrundstück“:
Mittels der „allgemeinen Editieroptionen“ eines Datenfilterformulars wurden hier
gegenüber dem Standardlayout noch zusätzlich genutzt:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Beschriftungen einfügen,
Rahmen einfügen,
Hintergrundfarbe,
Schriftart,
Größe ändern,
Positionierungsmodus.
In den Logikboxen (Bildschirmelemente, die einen Vergleichsoperator enthalten)
wurden zusätzlich noch folgende Optionen benutzt:
1. horizontale Ausrichtung,
2. Vergleichsoperation „kurz“.
Nachstehend werden die einzelnen Designmöglichkeiten beschrieben und am
Beispiel „Erbbaugrundstück“ erörtert.
horizontale Ausrichtung
Eine Logikbox enthält im Normalfall zwei Einstellelemente, die logische
Vergleichsoperation und den Vergleichswert, also den Wert hinsichtlich dessen die
Werte in dem Merkmal bezogen auf jeden einzelnen Datensatz gemäß der
Vergleichsoperation abgeglichen werden sollen. Im Fall, dass man zusätzlich noch
die ODER-Verknüpfung als Option benutzt, werden zwei weitere Felder in der
Logikbox dargestellt.
Man kann Vergleichsoperator und Vergleichswert jeweils in einer Zeile darstellen
lassen (horizontal) oder aber untereinander. Ist „horizontale Ausrichtung“ eingestellt,
dann befindet sich im zugeordneten Pop-Up-Menü ein Häkchen vor dieser Option:
Die Breite für die Auswahlmöglichkeit des logischen Operators richtet sich bei der
horizontalen Darstellung automatisch nach dem Operator mit den meisten Zeichen.
Die Breite des Eingabefeldes kann über die allgemeine Editieroption „Größe ändern“
beliebig eingestellt werden.
Wird die horizontale Ausrichtung ausgeschaltet, verbreitert sich die logische
Komponente der Box auf die Weite des Eingabefeldes für den Vergleichswert. Der
Anwender kann ggf. die Gesamtbreite der Box nach belieben modifizieren.
Vergleichsoperation „kurz“
Die logischen Operatoren einer Logikbox können in Klartext oder „kurz“ in logischer
Notation dargestellt werden. In Darstellung als Klartext sind möglich:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
entspricht,
entspricht nicht,
kleiner,
kleiner oder gleich,
größer,
größer oder gleich,
enthält,
enthält nicht.
Entsprechend lautet die Kurzform:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
=
<>
<
<=
>
>=
e
–e
Voreinstellung ist die Darstellung des Klartextes. Im Pop-Up-Menü erscheint ein
Häkchen, wenn die Kurzform gewählt wurde.
Die Optionen „enthält“ und „enthält nicht“ erscheinen nur bei Logikboxen von
Zeichenkettenfeldern wie hier der „Straße“.
ODER-Verknüpfung
Der übliche Fall einer ODER-Verknüpfung ist der, dass aus einem Klassenmerkmal
wie etwa Gemarkung oder Gebäudetyp Alternativen ausgewählt werden sollen. Also
etwa alle Datensätze zu Gebäuden auf die zutrifft, dass sie entweder in die Klasse
Einfamilienhaus fallen oder aber in die Klasse Zweifamilienhaus oder in die Klasse
Mehrfamilienhaus. Hier braucht der Anwender nur in der entsprechenden Listbox die
interessierenden Klassen „ankreuzen“. Die ODER-Verknüpfung ist hiermit
automatisch festgelegt.
Bei allen Logikboxen kann eine ODER-Verknüpfung über das Pop-Up-Menü
eingestellt werden. ODER-Verknüpfungen dürften weniger bei numerischen als
vielmehr bei Zeichenkettenfeldern von Interesse sein. Dabei sei darauf verwiesen,
dass mittels des weiter oben bereits erläuterten Jokerzeichens ebenfalls ODERVerknüpfungen realisierbar sind.
In der Eingabezeile für die zweite ODER-Bedingung ist es zusätzlich möglich mit
Hilfe des ODER-Symbols „|“ weitere ODER-Verknüpfungen zu definieren:
UND-Verknüpfungen
UND-Verknüpfungen sind in den Datenfilterformularen implizit definiert. Jede Logikund Listbox stellt eine Bedingung dar. Alle in den Boxen definierten Bedingungen
sind durch UND miteinander verknüpft, d.h. ein Datensatz wird nur dann ausgewählt,
wenn alle Bedingungen des Formulars zutreffen.
Natürlich lässt sich eine Logikbox mehrfach in ein Datenfilterformular einfügen, so
dass man z.B. im Falle eines numerischen Feldes leicht ein Intervall definieren kann:
Feld löschen
Die Entfernung eines nicht mehr benötigten Feldes bzw. dessen Logikbox aus einem
Datenfilterformular wird über die Option „Feld „…“ löschen“ veranlasst:
Hierzu klickt man zunächst auf die zu löschende Box und klickt sodann, mit dem
Mauszeiger auf der Box, die rechte Maustaste. Es öffnet sich das zugeordnete PopUp-Menü und in dessen dritter Zeile erscheint die Löschoption mit namentlicher
Bezugnahme auf das jeweilige Feld.
Allgemeine Editieroptionen
Die allgemeinen Editieroptionen betreffen zumeist Optionen, die nicht eine einzelne
Box des Formulars zu ändern erlauben, sondern das Datenfilterformular als Ganzes.
Diese Optionen werden per Klick mit rechter Maustaste auf eine beliebige Stelle des
Formulars ebenfalls als Pop-Up-Menü aktiviert:
Falls man in eine Logikbox klickt, sind diese Optionen über den Menüpunkt
„allgemeine Editieroptionen“ anzusteuern.
Filter einfügen
Mittels der Option „Filter einfügen“ können Sie verschiedene Felder der Datenbank
bzw. des geladenen Arbeitsblattes in ein Datenfilterformular einfügen. Nach
Aktivierung der Option wird eine Liste der verfügbaren Felder im Kopf des Formulars
eingeblendet:
Im Fuß des Formulars erscheint gleichzeitig eine neue Schaltfläche mit der Aufschrift
einfügen.
Fährt man mit dem Mauszeiger auf die Linie zwischen Feldliste und
Datenfilterbereich, so wandelt sich der Zeiger in ein neues Symbol. Wird dieses
Symbol angezeigt, kann man bei gedrückter Maustaste die beiden Formularbereiche
jeweils vergrößern bzw. verkleinern.
Mit Klicken der rechten Maustaste, während der Mauszeiger sich über der Feldliste
befindet, öffnet man ein Pop-Up-Menü, das zwei Optionen zur Markierung der Felder
anbietet. „Alles markieren“ setzt ein Häkchen vor alle Feldnamen, „Markierungen
umkehren“ negiert die bestehende Auswahl.
Nach Klick auf die Schaltfläche „einfügen“ werden die den Feldern der Liste
entsprechenden Logikboxen unter bzw. nebeneinander in das Datenfilterformular
eingefügt.
In nachfolgendem Beispiel wurden nach Generierung eines leeren Formulars (siehe
IV.) unter „Filter einfügen“ zunächst 23 Felder ausgewählt (mit Häkchen versehen):
Im nächsten Schritt wurde dann auf „einfügen“ geklickt und die Logikboxen für die
ausgewählten Felder erscheinen auf dem Formular. Die Feldliste wird automatisch
geschlossen und die Schaltfläche „einfügen“ wird wieder ausgeblendet.
Die List- bzw. Logikboxen der ausgewählten Felder sind zunächst alphabetisch
geordnet und können dann im weiter unten beschriebenen Positionierungsmodus an
die Stellen geschoben werden, an denen diese sich im endgültigen Formular
befinden sollen.
Beschriftung einfügen
Neben den eigentlichen logischen Elementen eines Datenfilterformulars können in
ein Formular auch beliebig viele Beschriftungselemente eingefügt werden. Wählt
man im Pop-Up-Menü für allgemeine Editieroptionen den Punkt „Beschriftung
einfügen“, so erscheint in der linken oberen Ecke des Formulars ein
Beschriftungsfeld mit Rahmen. Das eingefügte Beschriftungsfeld enthält zunächst als
Vorbelegung den Text „--- Beschriftung ---„.:
Direkt nach der Einfügung befindet sich ein Beschriftungsfeld im „Drag-and-Drop“Modus. Fährt man mit dem Mauszeiger auf das Feld und drückt die linke Maustaste,
dann wandelt sich das Zeigersymbol vom Pfeil in das Zeichen für Drag-and-Drop
(Pfeil mit Schriftseite unten rechts). Nun lässt sich das Beschriftungsfeld an eine
beliebige Stelle des Datenfilterformulars ziehen:
Nach Loslassen der Maustaste ist das Beschriftungsfeld nur noch nach Wechsel in
den Positionierungsmodus verschiebbar, damit es im normalen Anwendungsfall nicht
versehentlich verschoben werden kann.
Klickt man das Feld mit der rechten Maustaste an, erscheint ein kontextabhängiges
Pop-Up-Menü mit Optionen zum Löschen und Gestalten des Feldes:
„Beschriftung löschen“ entfernt das Feld unmittelbar aus dem Formular. Mit der
Option „Rahmen ein/aus“ kann die Umrandung des Beschriftungsfeldes ein- und
ausgeblendet werden.
Mittels der Option „Schriftart“ wird ein Dialog zur Änderung der Schriftart, der Größe
des Stils und der Farbe geöffnet:
Der Umfang des Beschriftungsfeldes passt sich automatisch an die Wahl der Schrift
an.
Zur Eingabe und Änderung der Beschriftung wird ein Doppelklick auf das
Beschriftungsfeld ausgeführt. Es öffnet sich ein Feld zur Editierung des
Beschriftungstextes:
Die Beschriftung wird ins Formular übernommen, wenn man auf das x-Symbol oben
rechts im Editierfenster klickt.
Rahmen einfügen
Um einzelne thematisch voneinander zu trennende Auswahlbereiche eines
Datenfilterformulars optisch voneinander abgrenzen zu können, ist es möglich über
die Option „Rahmen einfügen“ Umrandungen ins Formular einzustellen, die im
Editiermodus „Größe ändern“ dann noch entsprechend an die zu umrandenden Listund Logikboxen anpassbar sind:
Nach dem Einfügen sind Rahmen, wie Beschriftungsfelder, zunächst im Drag-andDrop-Modus, d.h. sie können direkt an eine beliebige Stelle des Formulars gezogen
werden.
Klickt man, während sich der Mauszeiger über der vom Rahmen umgrenzten Fläche
befindet mit der rechten Maustaste, dann erscheint dasselbe Pop-Up-Menü wie bei
den List- und Logikboxen, allerdings in der dritten Zeile mit der Option „Rahmen
löschen“, mit deren Wahl Sie einen Rahmen wieder aus dem Datenfilterformular
entfernen:
Kommentarfeld anlegen/ändern
Die Option „Kommentarfeld anlegen/ändern“ erlaubt es im Kopf des
Datenfilterformulars einen beliebigen ggf. auch längeren mehrzeiligen Text
einzugeben, für gewöhnlich um Erläuterungen zum Datenfilterformular anzuzeigen:
Ist das Feld einmal angelegt und wurde ein Text eingegeben, so wird dieser Text
stets nach dem Öffnen des Formulars angezeigt. Er ist dann schreibgeschützt und
kann nur im Editiermodus (Häkchen vor der Option im Pop-Up-Menü), geändert
werden. Die Höhe des Kommentarfeldes kann geändert werden, indem man mit dem
Mauszeiger auf die Trennlinie zwischen Kommentarfeld und Datenfilterformular geht.
Es erscheint dann das „Splittersymbol“ und man kann bei gedrückter rechter
Maustaste die Änderung vornehmen, die bei erneutem Aufruf des Formulars erhalten
bleibt:
Der Text wird auch im Arbeitsblatt angezeigt, wenn nicht die Darstellung der
aktivierbaren Formulare als „Reiter“, sondern als Symbole links des Arbeitsblattes
eingestellt ist.
Hintergrundfarbe
Die Hintergrundfarbe eines Datenfilterformulars kann über die gleichnamige Option
des Pop-Up-Menüs „allgemeine Editieroptionen“ geändert werden:
Mittels des Formulars „Farben“ können auch eigene Farbkompositionen eingestellt
werden. Nach Auswahl der Farbe klickt man auf Schaltfläche „OK“ und das
Datenfilterformular erscheint mit der neuen Hintergrundfarbe:
Schriftart
Mittels der Option „Schriftart“ des Pop-Up-Menüs „allgemeine Editieroptionen“
wählen Sie für alle Elemente des Datenfilterformulars eine Basisschrift abweichend
von der anfänglichen Standardeinstellung:
Das Formular „Schriftart“ entspricht dem allgemeinen Windows-Standard. Nach
Einstellung der gewünschten Optionen klickt man auf „OK“ und die Schrift wird in das
Datenfilterformular übernommen:
Positionierungsmodus
Schaltet man im Pop-Up-Menü „allgemeine Editieroptionen“ den dort einstellbaren
„Positionierungsmodus ein, wird der Hintergrund des Datenfilterformulars in Form
eines roten Rasters (Gitterlinien) dargestellt:
Fährt man mit dem Mauszeiger auf ein beliebiges Element des Datenfilterformulars
und drückt die linke Maustaste erscheint der Mauszeiger als Symbol für „Drag-andDrop“. Man kann nun mit gedrückter Maustaste das Element an eine beliebige
Position verschieben:
Größe ändern
Aktiviert man über das Pop-Up-Menü die Option „Größe ändern“, kann man alle
Elemente des Datenfilterformulars an den Ecken oder Rändern auseinander ziehen
oder stauchen. Fährt man mit dem Mauszeiger an die entsprechenden Stellen eines
Elementes, so wandelt sich das Mauszeigersymbol in ein Pfeilsymbol so wie in
nachstehender Abbildung gezeigt:
Bei gedrückter linker Maustaste lässt sich dann die Größe des Elementes nach
Wunsch ändern.
Beispiel für die Nutzung der erweiterten Designfunktionen
Nachstehend findet man ein Beispiel, welches unter Nutzung der individuellen
Designfunktionen erstellt wurde. Selbst ein Anwender, der nur wenig Erfahrung im
Umgang mit Windows-Applikationen hat, kann eine Datenfiltermaske wie die hier
abgebildete Maske „Erbbaugrundstück“ in weniger als einer Stunde spielend
aufbauen. Hat man einmal etwas mehr Übung im Umgang mit diesem
Programmmodul erweist sich der Aufbau selbst umfangreicher Datenfiltermasken
sehr schnell als „Kinderspiel“:
VI. Die Verknüpfung mehrerer Datenfilterformulare
PS-Expore-NC-Datenfilterformulare können so zielgerichtet aufgebaut werden, dass
es im Normalfall ausreicht, zur Datenselektion tatsächlich nur ein bestimmtes
Datenfilterformular aufzurufen, um die gewünschten Datensätze zu selektieren. Es
sind aber auch Anwendungsfälle denkbar, in denen man mehrere zumeist „kleinere“
Filter miteinander verknüpfen will. Dies kann z.B. dann sein, wenn man zwischen
dem Aufruf mehrerer Filter eine Ad-hoc-Analyse durchführen will, um zu sehen, ob im
aktuellen Selektionsschritt tatsächlich die gewünschten Datensätze in dem Umfang
und mit den Eigenschaften enthalten sind, wie diese laut Zielvorgabe benötigt
werden.
Versucht man nach Verarbeitung der Daten über ein Datenfilterformular einen
weiteren Filter zu aktivieren, erhält man zunächst einen Hinweis, dass bereits ein
Filter aktiv ist:
Klicken Sie dann einfach auf das in der vorstehenden Abbildung gekennzeichnete
rote Filtersymbol. Das Symbol wird daraufhin versenkt dargestellt, und es ist nun
möglich, beliebig viele weitere Filter zu aktivieren:
Je mehr Filter aktiviert werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass nach einer
Selektion keine Datensätze mehr im Arbeitsblatt verbleiben. Bevor eine solche
Konstellation eintritt, stoppt das Programm den Filterprozess und gibt eine Meldung
aus, aus der auch hervorgeht, an welcher Stelle und bei welcher Bedingung die
Filtrierung angehalten wurde. Auf diese Weise ist es evtl. auch möglich
Fehleinstellungen von Filtern bzw. Filterformularen zu identifizieren und neue
sinnvollere Einstellungen zu wählen:
VII. Die Übernahme von Datenfilterformularen in andere Datenbanken
Datenfilterformulare beziehen sich stets auf eine bestimmte namentlich
identifizierbare Datenbank. Eventuell will man bestimmte Datenfilter an andere
Datenbanken anpassen oder Filter an andere Anwender weitergeben, die ähnliche
Fragestellungen bearbeiten wollen, jedoch teilweise andere Felder oder Feldnamen
in ihrer Datenbank definiert haben.
In einem solchen Fall wäre es vorteilhaft, Datenfilter in andere Datenbanken
importieren zu können. Dies ist möglich über das dritte Filtersymbol rechts der beiden
bereits bisher besprochenen Symbole:
Mittels des „Fragezeichen“-Symbols kann man sich die Filterdateien eines
Verzeichnisses auflisten lassen und aktivieren. Wählt man dabei ein Formular aus,
dass der gerade im Arbeitsblatt befindlichen Datenbank entspricht, dann wird dieses
Datenfilterformular in gleicher Weise sofort gestartet bzw. auf dem Bildschirm
angezeigt, wie dies bei Anwahl des betreffenden Formulars über die
Datenfilterbildleiste links des Arbeitsblattes oder die Reiter oberhalb des
Arbeitsblattes geschieht.
Wählt man hingegen ein Datenfilterformular, welches nicht 100-prozentig auf eine
geladene Datenbank passt, dann erhält man eine Hinweismeldung, dass das
gewählte Formular nicht zur aktiven Datenbank gehört:
Entscheidet man sich, dass Datenfilterformular nicht zu übernehmen, wird ein
Leerformular mit der Bezeichnung des Datenfilterformulars geöffnet, das man
ursprünglich laden wollte.
Man kann nun ein völlig neues Formular entwerfen und dieses dann abspeichern
oder das Leerformular zunächst abspeichern, um es später weiter auszubauen.
Unabhängig davon, ob man sich für den Entwurf eines völlig neuen Formulars
entscheidet oder ein Formular übernimmt, im Augenblick des Speichern eines
Formulars wird dieses dann schon sofort ins Arbeitsblatt eingebunden und angezeigt:
Entscheidet man sich für die Übernahme eines Filters, dann erhält man eine
Meldung über die nicht zum Formular passenden Felder und den Hinweis, wie viele
Felder und welche Felder aus der Vorgabe entfernt werden mussten:
Hiernach wird das angepasste Datenfilterformular angezeigt und man kann dann
manuell alle weiteren oben beschriebenen Operationen zum Maßschneidern des
Formulars anwenden.
Hinweis: das hier beschriebene Fragezeichen-Symbol des Arbeitsblattes kann
natürlich auch benutzt werden, um ein zum Arbeitsblatt passendes
Datenfilterformular einfach nur zu starten.
VIII. Anwendung von Datenfiltern in Makros
Die in den voranstehenden Abschnitten beschriebenen Anwendungen und
Funktionen von Datenfilterformularen bezogen sich ausschließlich auf direkte
interaktive Anwendungen, die sofort von jedem Anwender ohne große
Systemkenntnisse durchgeführt werden können.
Viele Anwendergruppen arbeiten jedoch nicht ausschließlich mit den vorgegebenen
Funktionselementen und Modulen des PS-Explore-NC-Systems, sondern entwickeln
in PS-Explore NC mit dessen so genannter Makrosprache eigene auf die in deren
Organisationen
vorliegenden
speziellen
Aufgaben
zugeschnittene
Programmelemente, die verschiedene Funktionen des Programmsystems in einem
Befehl oder einem zugeordneten Mausklick als Makro zusammenfassen.
Um die geniale Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Datenfilterformularen auch in
Makros nutzen zu können, bietet PS-Explore NC hierzu entsprechende Befehle an.
Dabei seien Programmbefehlphobiker darauf hingewiesen, dass diese Befehle nicht
benutzt werden müssen, um die volle Funktionalität von PS-Explore-NC-Datenfiltern
genießen zu können, sondern lediglich derjenigen Anwendergruppe, die sich mit der
Entwicklung von Makros zur Automatisierung von Datenverarbeitungsabläufen
beschäftigen, die Entwicklungsarbeit erleichtern soll.
Der Makrobefehl „lade_filterdatei“
In der Registerkarte „Makroanwendungen“ findet man in der Programmierhilfe zu den
Makrobefehlen den Befehl „lade_filterdatei“:
Die Syntax des Befehls lautet:
lade_filterdatei [laufwerk:\pfad\]dateiname.[flt] [/direkt]
Ein Datenfilter kann mittels dieses Befehls referenziert werden und man kann
veranlassen, dass dieser entweder sofort im Hintergrund ausgeführt wird oder aber
zunächst als Formular auf dem Bildschirm angezeigt wird.
Die sofortige Ausführung des Befehls käme vom Effekt her der Benutzung der
Befehle „rechne“ mit einem logischen Ausdruck und dem darauf folgenden
Kommando „filter_arbeitsblatt“ gleich. Der Aufbau der logischen Ausdrücke für den
rechne-Befehl ist jedoch letztlich aufwendiger als der interaktive Aufbau eines Adhoc-Datenfilters.
Die direkte Ausführung ohne Anzeige des zugehörigen Datenfilterformulars wird
mittels der Option „/direkt“ veranlasst.
Ohne die Angabe der Option „/direkt“ wird das Makro bei erreichen des Befehls
angehalten und der Anwender kann nun im entsprechenden Datenfilterformular noch
zusätzliche Angaben oder Änderungen zur Selektion seiner Datensätze vornehmen.
In der Beschreibung zur Befehlssyntax sieht man, dass die Angabe des
Dateinamens ohne Dateierweiterung .flt und ohne Laufwerk- und Pfadangabe
erfolgen kann. In diesem Fall erwartet das Programmsystem, dass die Filterdatei im
konfigurierten
Filterverzeichnis
abgespeichert
ist
(siehe
Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter, 2. Filterverzeichnis).
Abschnitt
IV.
Liegt die Filterdatei in einem anderen Verzeichnis, so empfiehlt sich die Angabe des
exakten Verzeichnisses. Man kann das Makro dabei flexibel halten, indem man statt
des konkreten Verzeichnisses eine $stemp-Variable benutzt und dieser am Beginn
des Makros den tatsächlichen Pfad namentlich zuweist.
Nachfolgend die entsprechenden Beispiele:
In dem vorstehenden Beispiel wird mit dem „Minimakro“
lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück
beenden
der Datenfilter „Erbbaugrundstück“ aufgerufen und angezeigt. Hierbei
Voraussetzung, dass die Datenbank bereits ins Arbeitsblatt geladen wurde.
ist
Befindet sich noch keine Datenbank im Arbeitsblatt, muss zuvor der Befehl zum
Laden ins Arbeitsblatt ausgeführt werden. Das Makro sieht dann wie folgt aus:
lade_arbeitsblatt kps
lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück
beenden
Startet man dieses Makro direkt nach dem Start von PS-Explore NC, dann wird
zunächst automatisch der Datenbestand geladen und anschließend das
Filterformular angezeigt.
Eine dritte Variante des Makros bestünde in der Nutzung der Option „/direkt“. In
diesem Fall würde die Datenbank geladen und der Filterprozess unmittelbar
angestoßen:
lade_arbeitsblatt kps
lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück /direkt
beenden
Wechselt man nach diesem Makro in die Registerkarte „Arbeitsblatt“, dann ergibt sich
folgendes Bild:
Das Makro wird also ohne Unterbrechung ausgeführt und die gefilterten Daten
werden im Arbeitsblatt angezeigt.
Eine vierte Variante des Makros könnte nun noch sein:
ztemp4 = "c:\kaufpreissammlung\filter\04_Erbbaugrundstück"
%
%
lade_arbeitsblatt kps
lade_filterdatei $ztemp4 /direkt
%
%
beenden
Hier wird am Anfang des Makros der globalen Variable ztemp4 das Laufwerk, der
Pfad und der Name der Filterdatei zugewiesen. Im lade_filterdatei-Befehl wird dann
nur noch die globale Variable mit $ztemp4 referenziert.
Die Prozentzeichen sollen hierbei andeuten, das zwischen den Befehlen im
wirklichen Anwendungsfall meist noch zwischenverarbeitende Befehle stehen
werden.
Dadurch, dass mit $ztemp4 ein Platzhalter im Makro vergeben wurde, ist eine evtl.
später einmal anfallende Änderung der Pfadangaben übersichtlicher. Insbesondere
gilt dies dann, wenn in einem Makro mehrfach Bezug auf denselben Pfad genommen
wird.
Um die durchgeführten Filterprozesse später auch eindeutig zuordnen zu können
wird nach Ausführung des Makrobefehls „lade_filterdatei“ ein Protokoll nach
Registerkarte „Ergebnisse/Reports“ geschrieben:
Ad-hoc-Filter "C:\Kaufpreissammlung\Filter\04_Erbbaugrundstück.flt"
angewandt auf Datenbank "C:\Kaufpreissammlung\KPS.SSD".
Ausführungszeitpunkt: 22.10.2003 18:20:40
Anzahl der Datensätze vor Filtrierung: 2191.
Bauweise entspricht Einzelhäuser ODER Doppelhäuser ODER Reihenhäuser ODER
offene Bauweise ODER geschlossene Bauweise ODER Zellenbauweise ODER
Atriumbebauung ODER Terrassenbebauung (verbleibende Datensätze: 2191).
Eigentumsart entspricht Erbbaugrundstück ODER Erbbaurecht ODER
Wohnungserbbaurecht ODER Teilerbbaurecht (verbleibende Datensätze: 208).
Erbbaubedingungen entspricht ohne besondere Bedingugen ODER nur Heimfallregelung
ODER Begünstigte Bedingungen für Erbbauberechtigten ODER Begünstigte Bedingungen
für Erbbaurechtsgeber (verbleibende Datensätze: 7).
Erwerber_ entspricht natürliche Person ODER ausländische natürl.Pers. ODER Architekt
ODER Landwirt ODER Student ODER Arbeiter ODER Angestellter ODER Beamter
ODER Selbständiger ODER Rentner (verbleibende Datensätze: 6).
Rechte1 entspricht nicht untersucht ODER nichts festgestellt ODER Erbbaurecht
(verbleibende Datensätze: 5).
Vertragsdatum größer 01.01.1900 (verbleibende Datensätze: 4).
ArtBezahlung1 entspricht Barzahlung ODER Erbbauzins (verbleibende Datensätze: 4).
Selektion fertiggestellt am: 22.10.2003 18:20:44
Anzahl der Datensätze nach Filtrierung: 4 (0,183%)
Der Makrobefehl „filter_ausschalten“
Hat man in einem Makro z.B. eine Datenanalyse nach vorheriger Datenfiltrierung
über den Befehl „lade_filterdatei“ durchgeführt, will man vielleicht weitere Filter auf
den ursprünglichen Datenbestand anwenden.
Für diesen Fall ist der Befehl „filter_ausschalten“ vorgesehen, der die
vorangegangenen Filter wieder rückgängig macht. Man kann nun einen neuen
Datenfilter aufrufen und weitere Analyseschritte durchführen lassen.
Der Makrobefehl „filter_verbinden“
Wie die Verknüpfung mehrerer Filter im interaktiven Programmbetrieb vorgenommen
wird, wurde bereits in Abschnitt VI (Die Verknüpfung mehrerer Datenfilterformulare)
beschrieben. Als Makropendant gibt es hierzu einen entsprechenden Befehl:
filter_verbinden <ein, aus>
Beispiel:
lade_arbeitsblatt kps
lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück /direkt
%
filter_verbinden ein
lade_filterdatei 01_Vertrags- und Grundstücksdaten /direkt
%
filter_verbinden aus
beenden
In diesem Beispielfall wird zunächst der Filter „Erbbaugrundstück“ ausgeführt.
Danach könnten in der Praxis noch einige weitere Datenverarbeitungsschritte folgen,
bevor dann der nächste Filter „Vertrags- und Grundstücksdaten“ den nächsten
Selektionsschritt ausführt.
Würde hier der Befehl „filter_verbinden ein“ nicht benutzt, wäre das Makro beendet
worden.
Wird keine Verbindung von Datenfiltern mehr benötigt, schaltet man diesen
Betriebsmodus mit dem Befehl „filter_verbinden aus“ wieder ab.
Der Makrobefehl „filterprotokoll“
Ebenso
wie
im
interaktiven
Programmbetrieb
(siehe
Abschnitt
IV.
Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter) ist es auch per Makrobefehl möglich,
ein Protokoll zu den durchgeführten Filtrierungen generieren zu lassen, das dann
nach Registerkarte „Ergebnisse/Report“ gestellt wird:
filterprotokoll <ein, aus>
Beispiel:
lade_arbeitsblatt kps
filterprotokoll ein
lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück /direkt
filterprotokoll aus
%
filter_verbinden ein
lade_filterdatei 01_Vertrags- und Grundstücksdaten /direkt
%
filter_verbinden aus
beenden
Im Beispiel wird das Filterprotokoll für den Filterprozess „04_Erbbaugrundstück“ einund sofort danach wieder ausgeschaltet. Ein Protokoll zu „01_Vertrags- und
Grundstücksdaten“ wird deshalb nicht erstellt.
IX. Schlussbemerkung
Mit der Ad-hoc-Datenfiltertechnologie von PS-Explore NC steht Anwendern aller
Branchen ein extrem mächtiges und gleichzeitig auch verblüffend einfach zu
bedienendes Selektions- und Analysewerkzeug zur Verfügung.
Sowohl der gelegentliche Nutzer, dessen Anspruch es einzig ist, schnell, effizient
und ohne Handbuchstudium gezielt genau beschreibbare Daten aus einem
Datenbestand abzurufen, als auch der Anwendungsentwickler, der für andere
einfach zu bedienende Applikationen erstellen muss, kann aus diesem Modul großen
Nutzen ziehen. Dabei steht insbesondere die Zeitersparnis im Vordergrund, die
durch die intuitive Bedienerführung und die vielen im Hintergrund aktiven
Automatismen möglich wird.
Als besonderer Pluspunkt muss auch hervorgehoben werden, dass die Ad-hocDatenfiltertechnik von PS-Explore NC es tatsächlich erlaubt, andere festverdrahtete
Programmlösungen, wie sie für spezielle Branchen angeboten werden, im
Handumdrehen nachzubilden und dazu noch zu verbessern, ohne dass dabei etwas
von der auch in anderen Programmmodulen von PS-Explore NC so hervorragenden
Flexibilität der Anwendung verloren geht.
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