Ad-hoc-Datenfilter zur Datenselektion in PS-Explore NC Inhalt I . Ein einfaches Anwendungsbeispiel zum Ad-hoc-Datenfilter II. Datenfilter speichern und wieder verwenden III. Die Basismöglichkeiten zur Änderung von Datenfilterformularen IV. Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter Filtermodus einschalten Filterverzeichnis Filter löschen Filterformular erzeugen Filteransicht „Register“ Filterbezeichnung Filterprotokoll V. Maßgeschneiderte Filterformulare für professionelle Anwendungen Unterschiede von PS-Explore-NC-Filterformularen zu anderen Programmen Die Bedienerfunktionalität von Datenfilterformularen Die Designfunktionalität von Datenfilterformularen horizontale Ausrichtung Vergleichsoperation „kurz“ ODER-Verknüpfung UND-Verknüpfungen Feld löschen Allgemeine Editieroptionen Filter einfügen Beschriftung einfügen Rahmen einfügen Kommentarfeld anlegen/ändern Hintergrundfarbe Schriftart Positionierungsmodus Größe ändern Beispiel für die Nutzung der erweiterten Designfunktionen VI. Die Verknüpfung mehrerer Datenfilterformulare VII. Die Übernahme von Datenfilterformularen in andere Datenbanken VIII. Anwendung von Datenfiltern in Makros Der Makrobefehl „lade_filterdatei“ Der Makrobefehl „filter_ausschalten“ Der Makrobefehl „filter_verbinden“ Der Makrobefehl „filterprotokoll“ IX. Schlussbemerkung Ad-hoc-Datenfilter zur Datenselektion in PS-Explore NC Mit der aktuellen Version von PS-Explore NC (Stand 25.09.2003) steht eine völlig neue und hinsichtlich Bedienungskomfort und Effizienz sensationelle Datenselektionstechnik zur Verfügung, die es dem Anwender erlaubt wahrhaft in Windeseile über beliebige Kriterien Daten einer Datensammlung zu selektieren. Dabei können sowohl individuelle Suchstrategien benutzt werden als auch fest einstellbare Suchabläufe. Somit ist die Möglichkeit gegeben in der Praxis gerade anfallende Datenselektionen ad hoc und schrittweise auszuführen, aber auch einfache wie komplexe Abfragen auf einen Datenbestand festzulegen, die jederzeit wiederholt werden können. Es können Formulare mit Abfragebedingungen zur Selektion ohne jegliche Programmierkenntnisse in wenigen Minuten vom Anwender aufgebaut und zum Einsatz gebracht werden. Diese Selektionsformulare binden sich automatisch in die PS-Explore-NC-Oberfläche ein, so dass diese bei erneuten Selektionen direkt per Mausklick zur Verfügung stehen. Bei der Entwicklung des neuen Verfahrens wurde äußerste Sorgfalt auf eine sofortige Einsetzbarkeit in der Praxis ohne Notwendigkeit der Einarbeitung des Anwenders gelegt. Hierin ist auch der Unterschied der neuen Möglichkeiten zur Datenselektion gegenüber der bisherigen programmiersprachlichen Abfrage in der PS-Explore-NC-Makroprogrammierung. zu sehen. Gleichwohl ist es natürlich möglich einmal durchgeführte Ad-hocDatenfiltrierungen in Makros jederzeit wieder zu verwenden. I . Ein einfaches Anwendungsbeispiel zum Ad-hoc-Datenfilter Nach Programmstart findet man die Basisfunktionen der Ad-hoc-Datenfiltertechnik in der Befehlsleiste im Kopf des Eröffnungsbildschirmes sowie in der Bilddoppelleiste der Registerkarte „Arbeitsblatt“: Für die eigentliche Ad-hoc-Anwendung, d.h. das schnelle und anwendungsfreundliche Filtern von Daten, benötigt man im Prinzip nur das in der Bilddoppelleiste gezeigte links befindliche hellblaue Filter-Symbol. Wir wollen hier zunächst nur mittels der damit verbundenen Funktion ein paar Datenselektionsschritte vollziehen. Alle anderen angezeigten Funktionen werden später in entsprechendem Kontext näher erörtert. Zunächst wird eine Datenbank auf die übliche Weise in das PS-Explore-NCArbeitsblatt geladen und mit Klick auf das hellblaue Filtersymbol der sog. Filtermodus eingeschaltet. Es erscheint ein kleines Formular mit dem Titel „Ad-hoc-Datenfilter“: Zu beachten ist, dass das blaue Filtersymbol nun „versenkt“ dargestellt bleibt. Dies zeigt an, dass der Filtermodus aktiv ist. Klickt man nach mehreren Filter- und evtl. zwischengeschalteten Analyseschritten das Filtersymbol erneut an, wird das Symbol wieder „normal“ dargestellt und der Datenbestand wird wieder so hergestellt, wie er vor Aktivierung des Filtermodus war. Alle durch Filtern oder auch manuelles Löschen aus dem Arbeitsblatt entfernten Daten, stehen somit sofort wieder zur Verfügung. Das Ad-hoc-Datenfilterformular zeigt drei Schaltflächen und drei Eingabefelder an, mittels derer ein Filter eingestellt wird. Unter einem Filter versteht man hierbei die zu einer Spalte des Arbeitblattes formulierte Selektionsbedingung. Das erste Eingabefeld dient der Festlegung der Selektionsspalte. Mit Klick auf den schwarzen Abwärtspfeil des Feldes kann man eine Liste aller Felder der Datenbank bzw. aller Spalten des Arbeitsblattes öffnen. Hier lässt sich dann auch die gewünschte Spalte für den ersten Selektionsschritt auswählen. Ebenso kann man aber auch im Arbeitsblatt selbst zu der entsprechenden Spalte mit den bekannten bequemen Mitteln des Arbeitsblattes hinnavigieren. Dies ist speziell dann vorteilhaft, wenn man vor einer Filtrierung der Daten, sich diese z.B. mit den grafischen (etwa MOLAP) oder statistischen (etwa „Zellenstatistik“) Mitteln von PS-Explore NC erst noch einmal genauer anschauen möchte, um das entsprechende Merkmal auf seine Eignung für die Selektion zu untersuchen. Im nachstehenden Beispiel wurde im Ad-hoc-Datenfilterformular das Merkmal Ursprungsbaujahr eingestellt. Sofort wird automatisch die Spalte „Ursprungsbaujahr“ angesprungen. In der dritten Zeile des Datenfilterformulars wird ist der Vergleichswert für die Selektion einzustellen. Hierzu kann man in der Auswahlspalte selbst den gewünschten Wert anklicken, der dann selbsttätig vom Formular übernommen und angezeigt wird. Ebenso können Sie aber auch einen Wert im Formular eingeben und das Programm springt dann automatisch abwärts suchend in die Zeile, in der ausgehend von der aktuellen Cursorposition der eingegebene Wert gefunden wird: Da das Filterformular ständig aktiv bleibt, aber die anderen Funktionen von PSExplore NC nicht blockiert, kann man nun z.B. die Funktion „Zellenstatistik“ (grünes Symbol mit Aufschrift „E=mc²“) anklicken und sich einen Überblick über die Statistiken zum Merkmal Ursprungsbaujahr anzeigen lassen. So erhält man etwa Auskunft über Minimum, Maximum, Mittelwert, Quartile und Streuung des Merkmal und über evtl. vorhandene Ausreißer (grafische Anzeige im Fuß des Formulars (Boxplot)). Natürlich ist dies nur eine von vielen Möglichkeiten, die PS-Explore per Mausklick bietet und die man an dieser Stelle nutzen kann, jedoch nicht nutzen muss, wenn man nur an einer schnellen und zielgerechten Datenselektion interessiert ist. Um genau diese nun weiterzuführen, müssen wir im Datenfilterformular noch das zweite Eingabefeld (von oben gesehen) einstellen: In diesem Feld ist die logische Vergleichsoperation einzustellen. Wählen wir hier „größer gleich“ aus, dann werden, da wir als Vergleichswert „2001“ gewählt haben, alle Zeilen des Arbeitsblattes selektiert, die in der Spalte Ursprungsbaujahr Werte gleich 2001 oder größer 2001 enthalten. Es wäre nun noch möglich eine Oder-Bedingung anzugeben. Dies geschieht durch Anklicken der Schaltfläche „ODER-Verknüpfung aktivieren“. Hiernach erscheinen zwei zusätzliche Eingabefelder mittels derer man die Vergleichsoperation und den entsprechenden Wert angeben kann: Wählte man hier etwa „kleiner gleich“ 1900, so würden außer den Ursprungsbaujahren ab 2001 auch alle Baujahre ab 1900 zurückliegend selektiert. In unserem Beispiel, wird diese Oder-Bedingung jedoch nicht benutzt. Vielmehr klicken wir auf die unten links im Formular angezeigte Schaltfläche „filtern“. Der Selektionsprozess läuft nun an, was man daran erkennt, dass unter den Schaltflächen „filtern“ und „speichern“ kurz ein sog. Fortschrittsbalken eingeblendet wird, der das Voranschreiten des Selektionsprozesses anzeigt. Falls man nicht etliche zig-tausend Datensätze hat, wird man diese Anzeige kaum wahrnehmen. Das Ergebnis der Selektion, dass nur noch Datensätze mit Ursprungsbaujahr ab 2001 im Arbeitsblatt enthalten sind, lässt sich nun etwa sehr einfach mittels der MOLAP-Prozedur überprüfen. Hierzu klicken wir auf das entsprechende Symbol, wie in der nachstehenden Grafik markiert oder führen in der Spalte Ursprungsbaujahr einen Doppelklick aus: Es öffnet sich das Eingangsformular der MOLAP-Prozedur von PS-Explore NC, das einen sofortigen Überblick über die Häufigkeiten in den nach dem Filtern verbliebenen Klassen von Spalte Ursprungsbaujahr in Form eines Balkendiagramms gibt. Nun können wir das nächste Merkmal zur Selektion auswählen. Dies könnte z.B. die Spalte Gebäudetyp sein. Wir klicken auf eine beliebige Zelle in der betreffenden Spalte, wobei wir gleich auf einen Wert klicken können, der mit in die Auswahl der Gebäudetypen einbezogen werden soll. In der nachstehenden Abbildung sieht man, dass im Fenster der Ad-hocDatenselektion sofort auf das neue Merkmal eingestellt wird. Die Darstellung im Fenster ändert sich jedoch etwas, da das Auswahlkriterium „Gebäudetyp“ nicht wie das zuvor benutzte Merkmal „Ursprungsbaujahr“ quantitativ, sondern qualitativ ist. Man erhält nun statt des einzeiligen dritten Eingabefeldes für einen numerischen Wert eine Liste mit allen für „Gebäudetyp“ definierten Klassen. Vor jeder Klasse der Liste befindet sich ein Kästchen, auf welches man zur Auswahl und Einbeziehung der Klasse in die Selektion mit der Maus klicken kann. Es wird dann als Hinweis auf die Einbeziehung des Merkmals ein Häkchen vor die Klassenbezeichnung gesetzt. Da wir die Einstellung auf die Spalte Gebäudetyp nicht mittels des ersten Feldes zur Spaltenauswahl im Datenfilterformular vorgenommen, sondern direkt in die Spalte Gebäudetyp geklickt haben, wird in der Liste der auswählbaren Klassen ein Häkchen vor die angewählte Klasse mit der Kodierung 19 (Mehr.fam.haus) gesetzt. Man kann nun in der Liste der Gebäudeklassen eine beliebige Auswahl treffen. Als logische Vergleichsoperatoren sind hierbei einstellbar „entspricht“ (gleich) oder „entspricht nicht“ (ungleich), so dass man je nachdem ob nun die „Positiv-„ oder „Negativliste“ mehr Klassen umfasst ggf. etwas Zeit sparen kann. Wenn man mit der Maus in die Klassenliste zeigt, erscheint nach kurzer Zeit ein Hinweis, welche Klassen bisher ausgewählt wurden: Dies dient speziell bei längeren Listen mit vielen Klassen der besseren Übersicht. Nach Auswahl der Zwei-, Drei- und Mehrfamilienhäuser klicken wir wieder auf die Schaltfläche „filtern“. Es erfolgt der Filterprozess und wir können uns nun ebenfalls über Hinweisanzeigen über den aktuellen Stand der Selektion informieren: Gehen wir mit dem Mauszeiger auf das erste oder zweite Auswahlfeld des Ad-hocDatenfilterformulars, so erhalten wir einen Kurzhinweis auf die Anzahl der noch im Selektionsbestand befindlichen Datensätze und der bislang durchgeführten Selektionsschritte. Fahren wir mit dem Mauszeiger auf „filtern“ oder „speichern“, erscheint ein Hinweis auf die bisher benutzten Filter. Jede Filterbedingung wird dabei in einer Zeile ausgewiesen. Die einzelnen Bedingungen sind UND-verknüpft. Falls ODERVerknüpfungen für numerische Merkmale benutzt werden, erfolgt deren Anzeige in einer Zeile. Bei Klassenmerkmalen entspricht die Auswahl mehrer Klassen der Liste einer ODER-Verknüpfung. In unserem Beispiel heißt das, dass alle Gebäudetypen im Selektionsbestand verblieben sind, die entweder die Eigenschaft „Zweifamilienhaus“ oder aber „Dreifamilienhaus“ oder „Mehrfamilienhaus“ besitzen. Die Auswahl kann auch global über ein Pop-Up-Menu (rechte Maustaste) vorgenommen werden. Die Prozentangaben in Klammern geben die nach jeder Selektion verbleibende Anzahl von Datensätzen an. Wir schreiten mit unserer Selektion fort, indem wir im Ad-hoc-Datenfilter die Spalte „Vertragsdatum“ einstellen und als Datum den 01.01.2002. Als Vergleichsoperation wählen wir „größer gleich“ um sodann auf Schaltfläche „filtern“ zu klicken. Es verbleiben 46 Datensätze im Bestand. Durch aufsteigende Sortierung der Spalte Vertragsdatum (siehe Abb.) können wir uns von der Richtigkeit der Selektion überzeugen. Tatsächlich liegt keine der verbliebenen Datumsangaben vor dem 01.01.2002: Falls wir den Mauszeiger nach Anklicken von „filtern“ nicht von dieser Schaltfläche weggezogen haben, erscheint wieder ein Hinweis zum bisherigen Filterprozess. Erwähnt sei noch, dass bei Datumsfeldern statt der manuellen Eingabe des Datums in der dritten Zeile des Ad-hoc-Filterformulars, mit Klick auf den rechts sichtbaren Abwärtspfeil der Eingabezeile auch ein Kalender geöffnet werden kann, in dem man dann das Datum per Mausklick einstellt: Nachdem wir nun jeweils eine numerische (Ursprungsbaujahr), eine qualitative (Gebäudetyp) und eine Datumsspalte (Vertragsdatum) benutzt haben, wollen wir nun noch eine Zeichenkettenspalte mit in die Selektion einbeziehen. Hierzu wird die Spalte „Straße“ eingestellt. Neben den sonst üblichen logischen Operatoren gibt es hier zusätzlich die Optionen „enthält“, die wir auch auswählen, und „enthält nicht“: Nach dem Filtern verbleiben jetzt noch 3 Datensätze in unserer Selektion. Natürlich ist es möglich die einzelnen Auswahlschritte auch wieder rückwärts zu durchlaufen. Links und rechts der Schaltflächen „filtern“ und „speichern“ befindet sich jeweils ein Pfeilsymbol (in der Abb. mit rotem Kreis markiert). Mit dem Linkspfeil geht man jeweils einen Auswahlschritt zurück, mit dem Rechtspfeil geht man wieder vorwärts und durchschreitet bereits durchlaufene Filterschritte: Klickt man nun z.B. zweimal auf den Linkspfeil, so werden die Daten wieder im Arbeitsblatt bereitgestellt, die nach dem 2. der bisher insgesamt 4 Auswahlschritte vorlagen. Man identifiziert die aktuelle Auswahlstufe leicht, indem man mit dem Mauszeiger auf die Schaltflächen „filtern“ oder „speichern“ zeigt ohne diese anzuklicken. Es erscheint dann nach einem kurzen Augenblick der Hinweis: Die aktuelle Position erkennen Sie an dem Rechtspfeil -> links von dem betreffenden Feldnamen (hier Gebäudetyp). Klicken wir jetzt einmal auf den Rechtspfeil neben der Schaltfläche „speichern“ so wird die Selektion der Ebene 3 (Gebäudetyp) wiederhergestellt und dementsprechend steht der Pfeil vor dem Feldnamen „Vertragsdatum“: Nun können wir uns etwa entscheiden, die nachfolgenden Auswahlschritte zu verwerfen und von der Ebene „Vertragsdatum“ aus neue Selektionen zu treffen. Wählen wir hier z.B. Feld „Gemarkung“ aus und spezifizieren als Kriterium die Gemarkung „Boele“, so erhalten wir als Hinweisanzeige: Die Selektion auf „Straße“ wurde also entfernt und auf 4. Ebene steht nun das Feld „Gemarkung“. Beim Rückwärtsschreiten können wir maximal bis Ebene 1 zurückgehen; im Beispiel entspricht dies Feld „Gebäudeart“. Falls wir versuchen noch weiter rückwärts zu gehen, erscheint die Meldung: Falls wir den Zustand vor Beginn des Filterprozesses herstellen wollen, klicken wir daher wie gewohnt auf das hellblaue Filtersymbol in der Bilddoppelleiste des Arbeitsblattes. Gehen wir per Rechtspfeil bis auf die letzte bereits getroffene Auswahlebene, dann erscheint die Meldung: Jetzt können wir weiterfiltern, indem wir wie bisher ein Feld auswählen und über Schaltfläche „filtern“ die Selektion weitertreiben. Hinweis: Drückt man beim Klicken auf die Pfeilsymbole die Shift-Taste, wird statt einer direkt 2 Positionen vor oder zurückgesprungen. Bei Drücken von Strg wird 3, bei Alt wird 4 Positionen gesprungen. Bevor wir nun die Filtrierung rückgängig machen und wieder den ursprünglichen Datenbestand anzeigen lassen, wenden wir uns noch der Schaltfläche „speichern“ unten rechts im Datenfilterformular zu. II. Datenfilter speichern und wieder verwenden Wir klicken auf die Schaltfläche „speichern“ und es öffnet sich eine Dialogbox zur Einstellung der Speicheroptionen: Wir geben nun im Feld „Dateiname“ der Dialogbox den Namen „Beispielfilter“ ein und klicken auf Schaltfläche „Speichern“. Sofort erscheint links vom Arbeitsblatt eine neue Bildleiste, in der sich zunächst nur ein Filterssymbol befindet. Fährt man mit dem Mauszeiger auf dieses Symbol, erscheint ein Kurzhinweis, der den Namen des Filters enthält den wir soeben abgespeichert hatten. Somit ist nicht nur der Filterprozess erfolgreich abgeschlossen, sondern wir haben den Filter zur Wiederverwendung gesichert und dieser wurde ohne unser Zutun dann gleich „mundgerecht“ in die PS-Explore-NC-Anwenderoberfläche eingebunden. Unsere 3 im Arbeitsblatt verbliebenen Datensätze eignen sich nun kaum zu einer statistischen Auswertung, die wir hier anschließen könnten. Stattdessen stellen wir den ursprünglichen Datenbestand wieder her, indem wir auf das im Augenblick noch versenkt dargestellte hellblaue Symbol links in der Bilddoppelleiste des Arbeitsblattes klicken. Jetzt wollen wir uns den gespeicherten Filter zur Wiederverwendung und ggf. Änderung wieder anzeigen lassen. Hierzu klicken wir auf das neu entstandene grüne Filtersymbol und es öffnet sich unser zuvor interaktiv im Selektionsablauf automatisch mitprotokollierter Filter: Der Filter wird als eigenes Formular dargestellt und enthält zahlreiche Zusatzfunktionen zur Redefinition und Erweiterung von Filterbedingungen als auch eine Vielzahl von Optionen zur individuellen Gestaltung der Formulare. Was wir jetzt als Filterbeispiel vor uns sehen, kann jederzeit beliebig modifiziert und an neue Gegebenheiten angepasst werden. Dabei sind keine hochtrabenden Kenntnisse der Datenverarbeitung notwendig, vielmehr kann wirklich jeder Anwender, der etwas mit Windows vertraut ist, intuitiv mit dem Programmmodul umgehen und sofort in die praktische Anwendung einsteigen. Unser Filterbeispiel könnten wir nun sofort wieder einsetzen, um den vorher schrittweise durchgeführten Selektionsvorgang zu wiederholen. Zu diesem Zwecke brauchen wir nur auf die Schaltfläche „OK“ zu klicken. Das Formular schließt sich dann und der Selektionsprozess wird durchgeführt. Während des Prozesses erscheint die Windows-Sanduhr und das Arbeitsblatt wird bis zur Fertigstellung der Selektion ausgeblendet. III. Die Basismöglichkeiten zur Änderung von Datenfilterformularen Die einzelnen Filterbedingungen sind jeweils in eigenen Gruppen untergebracht, die umrahmt sind und im Kopf den Namen der Spalte enthalten, in der ein Filter aktiviert wurde. Im weiteren Verlauf dieses Abschnittes werden alle verfügbaren Optionen erläutert. Die Funktionalität, die hier verfügbar ist muss nicht voll ausgereizt werden, sondern dient dem erhöhten Benutzerkomfort. Falls man keinen weiteren Aufwand betreiben will, kann man einen einmal aus dem Programmautomatismus resultierenden Filter so lassen wie er ist und immer wieder verwenden. Die ansonsten wahrscheinlich häufigste und sehr simple Änderung wird dabei sicherlich die sein, dass man die logischen Bedingungen eines Filterformulars neuen Gegebenheiten entsprechend reformuliert. So kann es etwa sein, dass wir nicht mehr die Ursprungsbaujahre ab 2001 betrachten wollen, sondern ab 1990. Hierzu klicken wir einfach in die zweite Zeile der Logikbox „Ursprungsbaujahr“ und ändern 2001 in 1990. Wenn wir diesen Filter sofort zur Anwendung bringen wollen, klicken wir danach einfach unten links auf die Schaltfläche „OK“: Wir erhalten dann den Hinweis, dass die Filterdefinition geändert wurde und müssen nun noch angeben, ob wir diesen Filter anstelle des ursprünglichen verwenden wollen, hierzu klicken wir in der Hinweisbox auf „OK“, oder ob wir den Filter zunächst unter einem anderen Namen ablegen möchten. In diesem Fall klicken wir auf „Ja“ und es erscheint ein Formular zu Abspeichern des Filters: Wir geben dem Filter den Namen NeuesBeispiel und klicken auf „Speichern“. Es erscheint wieder unser Filterformular und links wurde automatisch das neue entsprechende Symbol für den gerade definierten Filter eingebunden und angezeigt. Wenn wir den Filter direkt ausführen möchten klicken wir auf „OK“, falls wir wieder ins Arbeitsblatt zurück möchten klicken wir auf „Abbruch“. Eine letzte noch gebräuchliche Änderung wäre die Größenanpassung des Filterformulars. Hier kann man wie unter Windows üblich mit der Maus an die Ränder und Ecken des Formulars gehen und mit gedrückter linker Maustaste eine beliebige Größe einstellen. Sofern man das Formular noch nicht an individuelle Gegebenheiten mittels erweiterter Editierfunktionen angepasst hat, positionieren sich die Logikboxen automatisch optimal gemäß der entsprechenden Größe des Formulars. Sind bereits erweiterte Editierfunktionen benutzt worden, wird dieser Automatismus sinnvollerweise gesperrt, damit die anwenderdefinierten Positionen der Formularelemente erhalten bleiben. Dazu einige Beispiel für Größenanpassungen unseres kleinen Beispielformulars: Hier wurden die Elemente durch horizontales Verbreitern und vertikales Stauchen in eine Reihe gebracht. Wenn man jetzt auf die Schaltfläche „speichern“ klickt und das Formular unter dem alten Namen überschreibt sieht das Formular beim nächsten Aufruf wieder genauso aus. Im den nächsten Beispielen sieht man schließlich noch die „senkrechte“ Variante, dann die die „quadratische“ Version und letztlich eine „Minimalismusversion“, bei der dann die einzelnen Logikboxen durch Verschieben des horizontalen Laufbalkens zu erreichen sind: IV. Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter Neben den eigentlichen Filterfunktionen zur Abfrage auf einen Datenbestand gibt es in PS-Explore NC eine Reihe von übergeordneten Funktionen zur Verwaltung von Datenfiltern und Datenfilterformularen. Diese Funktionen findet man in der Hauptbefehlsleiste von PS-Explore NC und im Pop-Up-Menü der Registerkarte „Arbeitsblatt“. In der Befehlsleiste klickt man auf die Option „Datenfilter“ und klappt damit ein Menü auf, dass folgende Funktionen anbietet: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Filtermodus einschalten (Aktivierung des Filtermodus), Filterverzeichnis (Heimatverzeichnis für Filterformulare festlegen/ändern), Filter löschen (nicht benötigte Filter entfernen), Filterformular erzeugen (Komplett neues Filterformular anlegen), Filteransicht „Register“ (Filter als „Reiter“ von Registerkarten anzeigen), Filterbezeichnung (den Namen eines Filters ändern), Filterprotokoll (Protokoll zu durchgeführter Filtrierung erzeugen). Neben der Aktivierung dieser Funktionen über die Befehlsleiste im Kopf des Programms ist es ebenso möglich diese Funktionen bei geöffnetem Arbeitsblatt auch gleich über das Pop-Up-Menü des Arbeitsblattes durch Drücken der rechten Maustaste anzuwählen. Im Pop-Up-Menü findet man auch die Zuordnung der Funktionen zu deren Kurzanwahl (Short-Cuts) per Funktionstasten. Die Anwahl der Filterverwaltungsfunktionen über die Befehlsleiste finden Sie wie in nachstehender Abbildung gezeigt: Bei Drücken der rechten Maustaste im Arbeitsblatt erscheint das Pop-Up-Menü und man findet die Filterverwaltungsfunktionen als erste Zeile des Menüs: Über welchen Weg man die Funktionen anwählt bleibt dem Anwender überlassen. Filtermodus einschalten Die Funktion „Filtermodus einschalten“ ist mit der Aktivierung des Filtermodus über das hellblaue Filtersymbol der Bilddoppelleiste des Arbeitsblattes identisch: Filterverzeichnis Mittels der Funktion „Filterverzeichnis“ legen Sie das Verzeichnis fest, in welchem Sie von Ihnen definierte Filterformulare aufbewahren möchten. Nach Programminstallation ist dies standardmäßig das Verzeichnis „..\common files\filter“ unterhalb des Installationsverzeichnisses von PS-Explore NC, also etwa: C:\Programme\VGSPS\PS-Explore_NC\common files\Filter Wenn Sie die Option „Filterverzeichnis“ anwählen, erscheint über dem Arbeitsblatt eine Darstellung der Pfade auf die Sie zugreifen können. Genauso wie im WindowsExplorer können Sie hier den gewünschten Pfad für Ihre Filterformulare anwählen und von der Standardkonfiguration abweichend ändern. Sie bestätigen nach Wahl des neuen Verzeichnisses einfach mit der Enter-Taste. Die Darstellung des Verzeichnisbaums wird dann geschlossen und ab sofort gilt die neue Pfadeinstellung für Ihre Filterformulare. In vorstehender Abbildung sehen Sie in der Mitte eine blaue Markierung. Wenn Sie hier den Mauszeiger positionieren und die linke Maustaste bei Erscheinen des dort gezeigten Cursor-Symbols drücken, können Sie die Größe des Fensters ggf. durch Abwärtsziehen des Cursors vergrößern. Der Ort für das Filterverzeichnis kann nach verschiedenen Gesichtspunkten gewählt werden. Im Mehrplatzbetrieb von PS-Explore wird man vielleicht ein gemeinsames Verzeichnis für die Filterformulare auf einem Laufwerk des Netzwerkservers wählen. Andererseits kann man auch ein privates Verzeichnis auf einem lokalen Laufwerk definieren, wo der jeweilige Anwender seine Filter „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ ablegt. Im Prinzip ist es natürlich möglich beliebig viele Filterverzeichnisse anzulegen und diese über die oben beschriebene Funktion jeweils anzusteuern. Die Einstellung des zuletzt angewählten Verzeichnisses bleibt dabei sitzungsübergreifend erhalten. Filter löschen Mit der Funktion „Filter löschen“ entfernen Sie nicht mehr benötigte Filter. Wenn Sie diesen Punkt anwählen, erscheint ein Dateidialog. Sie klicken dann eine bestimmte Datei, bzw. deren Namen, in der angezeigten Liste an, so dass dieser farblich markiert erscheint. Sodann klicken Sie auf die Schaltfläche „Öffnen“ unten rechts im Dialogfenster. Sie können auch mehrere Dateien löschen, indem Sie diese vor Klick auf „Öffnen“ gemeinsam markieren: Die Funktion „Filter löschen“ kann auch aufgerufen werden, ohne dass zuvor ein Arbeitsblatt geöffnet wurde. Ist ein Arbeitsblatt geöffnet und man löscht einen Filter, der zurzeit auch im Arbeitsblatt als Symbol oder „Reiter“ angezeigt wird, verschwindet dieser automatisch aus der Anzeige, braucht also nicht irgendwie noch durch zusätzliche Handgriffe entfernt werden. Filterformular erzeugen In Abschnitt II. wurde bereits gezeigt, wie ein Filterformular interaktiv während des Filterprozesses protokolliert und später abgespeichert und erneut benutzt wird. Es ist hierüber hinaus auch möglich unabhängig von einem interaktiven Filterprozess Filterformulare zu erzeugen, weiter auszubauen und zu gestalten. Die Erzeugung eines leeren Filterformulares, das Sie dann weiter ausgestalten können, geschieht über Anwahl des Menüpunktes „Filterformular erzeugen“: Es muss hierbei das Arbeitsblatt geladen sein, mit welchem dann das Formular später benutzt werden soll. (Sie können übrigens auch bereits bestehende Formulare an andere Arbeitsblätter adaptieren; siehe unten.) Es öffnet sich die Eingabeaufforderung „Filterformular erzeugen“. Sie geben hier den Namen des Formulars ein, mit dem Sie dieses später in der Anwendung ansprechen und anzeigen lassen wollen. Dann klicken Sie auf Schaltfläche „OK“. Sofort erscheit ein leeres Formular, das in der Kopfzeile den zuvor gewählten Namen anzeigt. Im Fuß des Formulars befinden sich die Schaltflächen „OK, „speichern“ und „Abbruch“. Mit „OK“ starten Sie den im Formular eingestellten Filterprozess. Die Schaltfläche ist bei einem Leerformular deaktiviert, da noch keine Filterbedingungen vorhanden sind. Mit der Schaltfläche „speichern“ sichern sie sich das Formular in eine Datei. Sie können auch ein leeres Formular speichern, wenn Sie es erst später mit Inhalt füllen wollen. Die Schaltfläche „Abbruch“ erlaubt es Ihnen, das Formular ohne den Filterprozess angestoßen zu haben, zu verlassen. Falls das Formular noch nicht bearbeitet wurde und Sie brechen dieses ab, erscheint die Abfrage: Wenn Sie hier mit „Ja“ bestätigen, wird das Formular sofort automatisch in die PSExplore NC/Autopilot-Oberfläche eingebunden und erscheint als Filtersymbol oder Reiter. Das hier erzeugte Leerformular sieht wie folgt aus: Über die Funktionen, mit welchen Sie Ihre Leerformulare dann mit Inhalt füllen und editieren, wird weiter unten in einem eigenen Abschnitt berichtet. Filteransicht „Register“ Die für ein Arbeitsblatt definierten Filter können direkt vom Arbeitsblatt aus aufgerufen werden. Standardmäßig werden die Filter links des Arbeitsblattes als Filtersymbole angezeigt: Sie können die Filter aber ebenso gut in Form von Reitern in Registerkartenoptik anzeigen lassen. Die Reiter werden dann unmittelbar über dem Arbeitsblatt eingeblendet. Durch Anklicken eines Reiters wird dann das jeweilige Filterformular geöffnet: Die Reiterbeschriftungen entsprechen den bei der Erzeugung festgelegten Namen der Filterformulare. Generell werden die Beschriftungen alphabetisch sortiert auf den Reitern angezeigt. Wie man eine beliebige nicht-alphabetische Listung der Namen erreicht wird u.a. im nachfolgenden Abschnitt beschrieben. Filterbezeichnung Unter dem Punkt „Filterbezeichnung“ kann eine Umbenennung der Filterbezeichnungen, wie Sie etwa auf den Reitern benutzt werden, als auch der Dateinamen der Filterformulare vorgenommen werden. Wird der Punkt Filterbezeichnung angewählt, erscheinen nacheinander drei Dialogboxen. Zunächst die Dialogbox für die Auswahl der umzubenennenden Filterformulardatei („Filterbezeichnung ändern“): In der vorstehenden Abbildung sind die betroffenen Zusammenhänge gekennzeichnet. Über den Menüpunkt „Datenfilter“ wird die Option „Filterbezeichnung“ aktiviert. In der sich dann öffnenden Dialogbox werden die Namen, der im aktuellen Filterverzeichnis liegenden Filterformulardateien angezeigt. Über den Aufruf der einzelnen Dateien in Windows-Manier erhält man Zugriff auf die Änderungsmöglichkeit für die Namen der Filterformulare auf den Reitern oberhalb des Arbeitsblattes. Im vorliegenden Beispiel entsprechen die Namen der Formulardateien mit Ausnahme der Dateiextension „.flt“ den Bezeichnungen auf den Reitern ( also etwa: „Filterbeispiel.flt „Filterbeispiel“). Dies muss jedoch nicht so sein, sondern ergibt sich vielmehr zunächst aus der vom Programm standardmäßig vorgenommenen Vorgehensweise. Wählen wir in der angezeigten Dateidialogbox die Formulardatei „Filterbeispiel.flt“ aus, indem wir diese durch Anklicken markieren und dann unten rechts in der Box auf „Öffnen“ klicken, dann erscheint die Eingabeaufforderung: Es wird der alte Filterdateiname in einer Eingabezeile dargestellt. Man kann hier den Namen der Datei ändern und dann auf Schaltfläche „OK“ klicken, oder man belässt es bei dem alten Namen und klickt direkt auf „OK“. Nach Klick auf „OK“ erscheint dann die Eingabeaufforderung für die Änderung der Filterbezeichnung selbst: Als DATEINAME für das Filterformular ändern wir „Filterbeispiel.flt“ um in „Altes Filterbeispiel.flt“. Als ANZEIGENAME für das Filterformular wählen wir spaßeshalber „Mein Name ist Bond“. Nach Bestätigung über Schaltfläche „OK“ befinden wir uns wieder im Arbeitsblatt und in der Reihe der Reiter oberhalb des Arbeitsblattes steht anstelle von „Filterbeispiel“ die Bezeichnung „Mein Name ist Bond“: Die Filterdatei selbst wird jetzt unter Windows mit dem Namen „Altes Filterbeispiel.flt“ geführt, wie man in der nachstehenden Abbildung aus dem Windows Explorer sieht: Die Listung der Filterbezeichnungen auf den Reitern erfolgt standardmäßig alphabetisch. Es ist aber mittels eines einfachen Mechanismus möglich die Reihenfolge der Listung in beliebiger Form zu ändern. Die Dateinamen der Filterformulare können mit einer vorangestellten Folgenummer, die durch einen Unterstrich vom eigentlichen Dateinamen getrennt ist, versehen werden. Die Änderung der Dateinamen kann wahlweise unter Windows mit dem Explorer erfolgen oder besser mittels der hier beschriebenen Funktion „Filterbezeichnung“. Angenommen wir wollen die Reihenfolge der Listung umdrehen. Dann wandeln wir die Dateinamen wie folgt: Altes Filterbeispiel.flt 03_ Altes Filterbeispiel.flt Ganz neues Filterformular 02_ Ganz neues Filterformular.flt Neues Beispiel.flt 01_ Neues Beispiel.flt Für „Altes Filterbeispiel.flt“ wäre die Folge der Schritte wie nachstehend beschrieben: 1. Auswahl der Datei „Altes Filterbeispiel.flt“: 2. Umbenennen von „Altes Filterbeispiel.flt“ „03_Altes Filterbeispiel.flt“: 3. Einfache Bestätigung der angezeigten Bezeichnung über „OK“: In gleicher Weise werden die beiden anderen Dateien nummeriert. Nach der letzten Änderung sieht die Reihenfolge der Reiter wie nachstehend aus: Filterprotokoll Die während eines Filterprozesses vorgenommenen Selektionen sollten auch später noch exakt nachvollziehbar sein. Es ist daher möglich, sowohl im interaktiven Filtermodus als auch bei Benutzung von Datenfilterformularen ein entsprechendes Protokoll erstellen zu lassen. Die entsprechende Verwaltungsfunktion hierfür ist die Option „Filterprotokoll“. Je nachdem, ob die Filterprotokolle aus dem schrittweisen interaktiven Prozess oder als Ergebnis eines Datenfilterformularprozesses generiert wurden, sehen diese leicht verschieden aus. Generiert werden die Protokolle, wenn die Filteroption „Filterprotokoll“ ein Häkchen im Menü der Hauptbefehlsleiste ausweist: Ein im interaktiven schrittweisen Modus entstandenes Protokoll sieht z.B. wie folgt aus: Filtrierung zu Datenbank "C:\Kaufpreissammlung\KPS.SSD". Anzahl der Datensätze vor Filtrierung: 2191. Es sind noch 56 (2,5559%) Datensätze im Selektionsbestand. Insgesamt wurden 3 Selektionsschritte ausgeführt. Benutzte Filter: Gemarkung = [Berchum, Eppenhausen] (12,049%) Erwerber_ = [natürliche Person] (10,954%) Gesamtkaufpreis >= 250000 (2,5559%) Selektion fertiggestellt am: 25.10.2003 11:53:26 Filterprotokolle werden jeweils nach Beendigung eines Filterprozesses in der Registerkarte „Ergebnisse/Reports“ abgelegt. In Abschnitt I wurde bereits darauf hingewiesen, dass Sie im interaktiven schrittweisen Filtermodus über die Windows-Hinweise Informationen über den Status des Filterprozesses erhalten, wenn Sie den Mauszeiger auf die Schaltflächen „OK“ oder „speichern“ bewegen. Mit den in den Kapitel I. bis IV. beschriebenen Möglichkeiten ist das grundlegende Arbeiten mit PS-Explore-Ad-hoc-Datenfiltern und -Filterformularen abgeschlossen. Mit den bis hierher vermittelten Informationen ist der Anwender nun bereits in der Lage, spielend einfach Filter für Datenselektionen zu benutzen und sogar Filterformulare für wiederholte Anwendungen aufzubewahren, zu ändern und in Form bequem zu bedienenden Formulare bereitzustellen. Wir werden uns nun im nachfolgenden Kapitel damit beschäftigen, wie wir sozusagen als zusätzlichen Luxus, maßgeschneiderte Formulare erhalten. V. Maßgeschneiderte Filterformulare für professionelle Anwendungen Das „Maßschneidern“ von Filterformularen ist in PS-Explore NC sehr einfach durchzuführen und verlangt allenfalls wenige intuitive bei jedem nur gelegentlichen Windows-Anwender vorhandene Kenntnisse. In Kapitel IV. wurde unter dem Punkt „Filterformular erzeugen“ bereits die Generierung eines Leerformulars beschrieben. Um Ihnen zu zeigen, wie fertige Filterformulare aussehen können, und wie diese gemeinsam als konkrete Anwendung aussehen und funktionieren, wurden bereits verschiedene Filterformulare auf unser hier benutztes Datenbankbeispiel „KPS“ aufsetzend generiert und verfeinert. Wir werden zunächst diese fertigen Formulare hinsichtlich ihrer Funktionalität erläutern, um danach in einem weiteren Abschnitt dieses Kapitels den konkreten Entwurf eines elaborierten Formulars zu besprechen. Zuvor wird noch in einem vorgeschalteten Abschnitt auf die Unterschiede zwischen PS-Explore-NCFilterformularen und denen anderer eher branchenspezifisch zu nennenden Programmen eingegangen. Die Datenbankbasis entstammt einer Kaufpreissammlung, die in Deutschland von jedem so genannten „Gutachterausschuss für Grundstückwerte“, gemäß Baugesetztbuch zu führen ist. Trotz der Ausrichtung an einem sehr konkreten Anwendungsbeispiel dürften auch PS-Explore-NC-Anwender aus anderen Branchen, wie etwa der Markt- und Sozialforschung, der Industrie, der Wissenschaft und anderen Bereichen anhand dieses Beispiels die Funktion und die Vielseitigkeit des PS-Explore-NC-Moduls für Ad-hoc-Datenfilter leicht nachvollziehen können. Unterschiede von PS-Explore-NC-Filterformularen zu anderen Programmen Um zunächst zu demonstrieren, wie vielseitig und flexibel die Filtertechnologie in PSExplore NC ist, haben wir uns beim Aufbau der Formulare an Speziallösungen, die auf dem Softwaremarkt für Gutachterausschüsse verfügbar sind, orientiert. Dabei wurde gezeigt, dass sich solche branchenspezifischen Speziallösungen mit Leichtigkeit 1:1 funktional nachvollziehen und dann schrittweise mit PS-Explore NC verbessern lassen. Teilweise ist die Verbesserung dabei schon automatisch durch das Mehr an Möglichkeiten und die systemimmanente Funktionalität von PS-Explore NC gegeben. Wir haben zur o.g. Datenbank KPS (Kaufpreissammlung) vier Filterformulare entworfen, die nachstehend abgebildet sind: 1. 2. 3. 4. freie Selektion von „Vertrags- und Grundstücksdaten“, Kaufpreisauskunft zu „bebaute Grundstücke“, Kaufpreisauskunft zu „Wohnungseigentum“, Kaufpreisauskunft zu „Erbaugrundstück“. Nach Definition der Formulare sind diese automatisch im Arbeitsblatt vorhanden und unmittelbar per Mausklick aufrufbar (rote Markierung): Klicken wir auf den Reiter „Vertrags- und Grundstücksdaten“ so erscheint sofort das entsprechende Formular: Dieses Formular kann mit den im übernächsten Folgeabschnitt noch beschriebenen Möglichkeiten jederzeit geändert und angepasst werden. Es ist sogar möglich, dieses Formular auf andere Datenbanken, die in PS-Explore übernommen wurden (z.B. per ODBC etwa aus Oracle-, Access- oder Interbase-Datenbanken oder aus Excel- und einfachen Textdateien), aufzusetzen. Um die Unterschiede in der Funktionalität von PS-Explore-NC-Filterformularen zu horizontalen Branchenlösungen im Bereich Gutachterausschüsse zu demonstrieren sei nachstehend eine Fremdlösung zum Vergleich wiedergegeben: Für den auf Flexibilität und zukünftig eintretende Änderungsnotwendigkeiten (etwa aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften oder inhaltlich geänderter Akzente des Endnutzers) bedachten Anwender liegen die Unterschiede neben der zunächst etwas anderen Optik der Formulare in der leichten Änderbarkeit der PS-ExploreFormulare gegenüber der „festverdrahteter“ Lösungen eines Spezialprogrammes wie vorstehend abgebildet. An diesem Formular ändern Sie als Endanwender nichts mehr. Hier gilt also die Vorherrschaft des Prinzips „Vogel friss oder stirb!“. Wie wir sehen werden, ändern Sie im Gegensatz hierzu in PS-Explore eine Datenfiltermaske mit wenigen Mausklicks innerhalb einer Minute. In PS-Explore-NC-Filterformularen ist es auch nicht zwingend nötig, sich mit Begriffen wie „logischer Operator“, „Tastatursymbol | für „ODER“ und „Tastatursymbol \ für NICHT“ vertraut zu machen. Stattdessen sind ODERVerknüpfungen vor dem Benutzer durch eine übersichtliche Listauswahl, die man nur anzuklicken braucht, verborgen. Die in einer Listbox getroffene Auswahl wird mittels eines Hinweises sofort eingeblendet, wenn der Anwender mit dem Mauszeiger die Box berührt. Hat man in einer Listbox sehr viele Kategorien aufzulisten, kann man deren Größe entsprechend hochsetzen. Wer Platz sparen will, kann die Anzeige aber notfalls auch einzeilig machen. Das automatisch sich öffnende Hinweisfeld sagt ihm dann, was in der Box ausgewählt wurde. Nachstehend im Ausschnitt ein Vergleich: Hinsichtlich des Umgangs mit Vergleichsoperatoren ist PS-Explore NC in den Datenfiltermasken ebenfalls gut verständlich. Natürlich kann man um Platz zu sparen statt umgangssprachlicher Formulierungen auch die üblichen Vergleichsoperatoren in Form von „<“, „>“ etc. einblenden, jedoch werden standardmäßig leicht verständliche Floskeln wie „entspricht“ oder „enthält“ benutzt: Nicht nur im Vergleich mit spezifischen Branchenlösungen schneidet PS-Explore hinsichtlich des Aspektes „komfortable Datenselektion“ allerbestens ab. Klassische Tabellenkalkulationsprogramme, wie etwa Excel, bieten auch nicht gerade den heute möglichen Benutzerkomfort. Datenfiltrierung ist in Excel zwar möglich, jedoch sind die sich selbstgenerierenden Datenmasken auf 32 Felder beschränkt, die Optik einer Maske ist nicht modifizierbar und die Formulierung von Suchkriterien ist im Vergleich eher „kryptogen“. Aufklappbare Listfelder oder Listboxen sucht man bei einer solchen Anwendung vergebens: Die Bedienerfunktionalität von Datenfilterformularen Datenfilterformulare in PS-Explore NC enthalten im wesentlichen zwei Funktionsbereiche, jene des Aufbaus, Designs und der Änderung von Formularen und jene der Nutzung und praktischen Anwendung im täglichen Gebrauch. Wir wenden uns in diesem Abschnitt zunächst dem zweiten Punkt, der Nutzung, zu, um hieraus jedem Anwender auch die Motivation zur Beschäftigung mit den Designmöglichkeiten zu vermitteln. Betrachten wir einmal die Datenfiltermaske „bebaute Grundstücke“. Hier wurden die für bebaute Grundstücke relevanten Felder bzw. deren Logikboxen eingefügt und durch einfaches Drag und Drop (siehe nächsten Abschnitt) auf dem Formular positioniert, und es wurde die Größe der Boxen festgelegt. Schon ist das Formular im Prinzip fertig und kann sofort praktisch genutzt werden. Der mit PS-Explore nicht vertraute Anwender wird fragen, woher der das Formular erzeugende Generator denn eigentlich weiß, ob ein Feld z.B. ein Textfeld, ein numerisches Feld, ein Datumsfeld oder ein Listfeld mit bestimmten Kategorien ist. Diese Informationen bezieht der Formulargenerator aus dem so genannten Data Dictionary der PS-Explore-NC-Datenbank. Ist eine PS-Explore-NC-Datenbank ordnungsgemäß angelegt worden, ergeben sich daher alle hier benötigten Dinge ganz von selbst: Das hier abgebildete Formular erhält bei Generierung eine Standardvorbelegung aller Logikboxen, die so gehalten ist, dass zunächst eine Abfrage für im Normalfall jeden Datensatz zutrifft, also jeder Datensatz ausgewählt würde, wenn man auf die Schaltfläche „OK“ klickte. Dies ist insofern vernünftig, als der umgekehrte Fall stets als Ergebnis ein leeres Arbeitsblatt ergäbe, womit man ja nur wenig anfangen könnte. Der Anwender kann dann per Mausklick seine Selektionskriterien feineinstellen und für den zukünftigen Gebrauch als Datenfiltermaske über Schaltfläche „speicher“ in die Anwendung der aktuellen Datenbank einbinden. Listboxen müssen, damit ihre Einbeziehung in eine Abfrage stets zutrifft (wahr wird), vor allen Kategorien ein Häkchen haben. Um für ein Formular eine eigene Vorauswahl für den späteren Standardaufruf festzulegen, braucht man nur jene Häkchen entfernen, die Bedingungen definieren würden, die nicht erwünscht oder inhaltlich unzweckmäßig sind. Listboxen überhaupt keine Häkchen vor den Auswahlmöglichkeiten besitzen, werden stets rot dargestellt. Dies dient als Warnfunktion, damit kein Formular entsteht, das in jedem Fall 0 Datensätze auswählt. Mittels der rechten Maustaste kann man ein auf die jeweilige Box bezogenes PopUp-Menü aufrufen, das zusätzlich Möglichkeiten für die Manipulation einer Box enthält: Um das in der obigen Abbildung gezeigte Menü zu aktivieren fährt man mit dem Mauszeiger in die Nähe des oberen Randes der Box und drückt die rechte Maustaste. Bei Listboxen sind im wesentlichen die ersten drei Optionen des Pop-UpMenüs von Bedeutung: 1. alles Markieren, 2. Markierungen umkehren, 3. Feld „…“ löschen. Die Optionen „horizontale Ausrichtung“, „Vergleichoperation „Kurz““ und „ODERVerknüpfung“ spielen bei Listboxen keine Rolle und werden bei anderen Logikboxen für ein erweitertes Design benutzt, das im Nachfolgeabschnitt beschrieben wird. Der Punkt bzw. die Verzweigung zu den allgemeinen Editieroptionen wird ebenfalls im Nachfolgekapitel beschrieben und ist hier nicht von Belang. Mit „alles Markieren“ können sämtliche Kategorien einer Listbox mit einem Häkchen versehen und damit ausgewählt werden. Dies ist besonders bei sehr vielen Kategorien nützlich. „Markierungen umkehren“ nimmt die Häkchen vor allen entsprechenden Kategorien weg und setzt Sie stattdessen vor die Kategorien ohne Häkchen. Mit der Option „Feld „…“ löschen“ kann ein Listfeld oder eine Logikbox aus dem Formular gänzlich entfernt werden. Alle numerischen, Text- und Datumsfelder werden in Filterformularen als Logikboxen dargestellt. Diese bestehen aus einem Rahmen mit einer Beschriftungszeile (dem Namen des jeweiligen Feldes der Datenbank) und zwei Eingabe bzw. Auswahlzeilen. Die erste Zeile bietet die Auswahlmöglichkeiten für den vorzunehmenden Vergleich an, also etwa „entspricht“ oder „enthält“, die zweite Zeile bietet eine Eingabemöglichkeit für das Vergleichkriterium an. Das Pop-Up-Menü dieser Felder entspricht dem Pop-Up-Menü von Listboxen, jedoch sind hier die Optionen für die Ausrichtung, die Darstellung der Vergleichsoperationen (Kurz (logisch), lang (Klartext)) und die ODER-Verknüpfung aktiviert: Bei Datums- und bei numerischen Feldern (hier etwa „Vertragsdatum“ bzw. „Bruttogrundfläche“) sind die angebotenen Vergleichsoperationen: 1. 2. 3. 4. 5. 6. entspricht (=), entspricht nicht (<>), ist kleiner (<), ist kleiner oder gleich (<=), ist größer (>), ist größer oder gleich (>=). Bei Textfeldern (Zeichenketten) kommen zusätzlich noch die Operationen 7. enthält, 8. enthält nicht hinzu. Während zu den Logikboxen der Datum- und der numerischen Felder nichts weiteres zu erwähnen ist, gelten für Textfelder noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten, die sich aus der Verwendung des Jokersymbol * ergeben. Wie man in obiger Abbildung sieht, enthalten die Eingabezeilen der Logikboxen initial zunächst alle einen Stern. Dies entspricht der Setzung aller Häkchen bei den Listboxen. Es werden also alle Aussagen wahr, egal was für ein Wert für ein Feld eines Datensatzes vorliegt. Bei Textfeldern kann man den Joker * mehrfach auch im Suchtext selbst benutzen. Also könnte man etwa einstellen „Straße entspricht *hagen*“ und erhielte dann alle Straßen die die Zeichenkette „hagen“ enthalten: Natürlich hätte man hier auch die Vergleichsoperation „enthält“ benutzen können. Anders ist es jedoch, wenn man alle Straßen sucht, die die Zeichenkette „hagen“ am Anfang und nur am Anfang enthalten: „Straße entspricht hagen*“ Hier erhalten wir nachstehendes Ergebnis, das uns sogleich auch den Nutzen der Jokerfunktion vor Augen führt. Hätten wir nämlich keinen Joker zur Verfügung, so wäre bei Suche nach „Hagener Straße“ der Datensatz mit der abgekürzten Schreibweise „Hagener Str.“ nicht ins Netz gegangen: Entsprechend suchen wir mit „Straße entspricht *hagen“ alle Straßen, die am Ende die Zeichenkette „hagen“ enthalten: Natürlich lassen sich Joker in einem Suchargument auch mehrfach und innerhalb desselben verwenden: „Straße entspricht A*hagen*St*“ In diesem Fall müssten alle Fälle gelistet werden, die in Straße mit „A“ beginnen, die Zeichenkette „hagen“ enthalten, ebenso die Zeichenkette “st“ und deren Ende beliebig ist. Dies ist im Falle unserer Datenbank nur die „Altenhagener Straße“: Die Designfunktionalität von Datenfilterformularen PS-Explore-NC-Datenfiltermasken können in sehr flexibler Weise an die Erfordernisse einer Applikation angepasst werden. Im folgenden Abschnitt konzentrieren wir uns auf genau diese Möglichkeiten. Dabei werden wir eine Datenfiltermaske über die Option „Datenfilter/Filterformular erzeugen“ aus der Hauptbefehlsleiste des PS-Explore/Autopiloten heraus generieren und schrittweise aufbauen. Schauen wir uns zunächst einmal die Datenfiltermaske „Wohnungseigentum“ an: Diese Maske wurde bereits mittels der Designmöglichkeiten der Filterformulare editiert, jedoch wären vielleicht noch zusätzliche gestaltende Elemente wie Rahmen um thematisch zusammengehörige Logikelemente des Formulars ebenso wünschenswert, wie zusätzliche Beschriftungen, Kommentarfelder und evtl. noch verschiedene Schriftarten. Vielleicht möchte man ja auch die Logikboxen anders aufbauen, so dass diese nicht zweizeilig sind, sondern Operatorauswahl und Argument in einer Zeile dargestellt werden. Schließlich will man möglicherweise auch die umgangssprachlichen Texte für logische Vergleiche ersetzen durch die übliche logische Symbolik (<, >, = etc.). Ein Beispiel, in welchem zusätzliche Designmöglichkeiten genutzt wurden, finden wir im Datenfilterformular „Erbbaugrundstück“: Mittels der „allgemeinen Editieroptionen“ eines Datenfilterformulars wurden hier gegenüber dem Standardlayout noch zusätzlich genutzt: 1. 2. 3. 4. 5. 6. Beschriftungen einfügen, Rahmen einfügen, Hintergrundfarbe, Schriftart, Größe ändern, Positionierungsmodus. In den Logikboxen (Bildschirmelemente, die einen Vergleichsoperator enthalten) wurden zusätzlich noch folgende Optionen benutzt: 1. horizontale Ausrichtung, 2. Vergleichsoperation „kurz“. Nachstehend werden die einzelnen Designmöglichkeiten beschrieben und am Beispiel „Erbbaugrundstück“ erörtert. horizontale Ausrichtung Eine Logikbox enthält im Normalfall zwei Einstellelemente, die logische Vergleichsoperation und den Vergleichswert, also den Wert hinsichtlich dessen die Werte in dem Merkmal bezogen auf jeden einzelnen Datensatz gemäß der Vergleichsoperation abgeglichen werden sollen. Im Fall, dass man zusätzlich noch die ODER-Verknüpfung als Option benutzt, werden zwei weitere Felder in der Logikbox dargestellt. Man kann Vergleichsoperator und Vergleichswert jeweils in einer Zeile darstellen lassen (horizontal) oder aber untereinander. Ist „horizontale Ausrichtung“ eingestellt, dann befindet sich im zugeordneten Pop-Up-Menü ein Häkchen vor dieser Option: Die Breite für die Auswahlmöglichkeit des logischen Operators richtet sich bei der horizontalen Darstellung automatisch nach dem Operator mit den meisten Zeichen. Die Breite des Eingabefeldes kann über die allgemeine Editieroption „Größe ändern“ beliebig eingestellt werden. Wird die horizontale Ausrichtung ausgeschaltet, verbreitert sich die logische Komponente der Box auf die Weite des Eingabefeldes für den Vergleichswert. Der Anwender kann ggf. die Gesamtbreite der Box nach belieben modifizieren. Vergleichsoperation „kurz“ Die logischen Operatoren einer Logikbox können in Klartext oder „kurz“ in logischer Notation dargestellt werden. In Darstellung als Klartext sind möglich: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. entspricht, entspricht nicht, kleiner, kleiner oder gleich, größer, größer oder gleich, enthält, enthält nicht. Entsprechend lautet die Kurzform: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. = <> < <= > >= e –e Voreinstellung ist die Darstellung des Klartextes. Im Pop-Up-Menü erscheint ein Häkchen, wenn die Kurzform gewählt wurde. Die Optionen „enthält“ und „enthält nicht“ erscheinen nur bei Logikboxen von Zeichenkettenfeldern wie hier der „Straße“. ODER-Verknüpfung Der übliche Fall einer ODER-Verknüpfung ist der, dass aus einem Klassenmerkmal wie etwa Gemarkung oder Gebäudetyp Alternativen ausgewählt werden sollen. Also etwa alle Datensätze zu Gebäuden auf die zutrifft, dass sie entweder in die Klasse Einfamilienhaus fallen oder aber in die Klasse Zweifamilienhaus oder in die Klasse Mehrfamilienhaus. Hier braucht der Anwender nur in der entsprechenden Listbox die interessierenden Klassen „ankreuzen“. Die ODER-Verknüpfung ist hiermit automatisch festgelegt. Bei allen Logikboxen kann eine ODER-Verknüpfung über das Pop-Up-Menü eingestellt werden. ODER-Verknüpfungen dürften weniger bei numerischen als vielmehr bei Zeichenkettenfeldern von Interesse sein. Dabei sei darauf verwiesen, dass mittels des weiter oben bereits erläuterten Jokerzeichens ebenfalls ODERVerknüpfungen realisierbar sind. In der Eingabezeile für die zweite ODER-Bedingung ist es zusätzlich möglich mit Hilfe des ODER-Symbols „|“ weitere ODER-Verknüpfungen zu definieren: UND-Verknüpfungen UND-Verknüpfungen sind in den Datenfilterformularen implizit definiert. Jede Logikund Listbox stellt eine Bedingung dar. Alle in den Boxen definierten Bedingungen sind durch UND miteinander verknüpft, d.h. ein Datensatz wird nur dann ausgewählt, wenn alle Bedingungen des Formulars zutreffen. Natürlich lässt sich eine Logikbox mehrfach in ein Datenfilterformular einfügen, so dass man z.B. im Falle eines numerischen Feldes leicht ein Intervall definieren kann: Feld löschen Die Entfernung eines nicht mehr benötigten Feldes bzw. dessen Logikbox aus einem Datenfilterformular wird über die Option „Feld „…“ löschen“ veranlasst: Hierzu klickt man zunächst auf die zu löschende Box und klickt sodann, mit dem Mauszeiger auf der Box, die rechte Maustaste. Es öffnet sich das zugeordnete PopUp-Menü und in dessen dritter Zeile erscheint die Löschoption mit namentlicher Bezugnahme auf das jeweilige Feld. Allgemeine Editieroptionen Die allgemeinen Editieroptionen betreffen zumeist Optionen, die nicht eine einzelne Box des Formulars zu ändern erlauben, sondern das Datenfilterformular als Ganzes. Diese Optionen werden per Klick mit rechter Maustaste auf eine beliebige Stelle des Formulars ebenfalls als Pop-Up-Menü aktiviert: Falls man in eine Logikbox klickt, sind diese Optionen über den Menüpunkt „allgemeine Editieroptionen“ anzusteuern. Filter einfügen Mittels der Option „Filter einfügen“ können Sie verschiedene Felder der Datenbank bzw. des geladenen Arbeitsblattes in ein Datenfilterformular einfügen. Nach Aktivierung der Option wird eine Liste der verfügbaren Felder im Kopf des Formulars eingeblendet: Im Fuß des Formulars erscheint gleichzeitig eine neue Schaltfläche mit der Aufschrift einfügen. Fährt man mit dem Mauszeiger auf die Linie zwischen Feldliste und Datenfilterbereich, so wandelt sich der Zeiger in ein neues Symbol. Wird dieses Symbol angezeigt, kann man bei gedrückter Maustaste die beiden Formularbereiche jeweils vergrößern bzw. verkleinern. Mit Klicken der rechten Maustaste, während der Mauszeiger sich über der Feldliste befindet, öffnet man ein Pop-Up-Menü, das zwei Optionen zur Markierung der Felder anbietet. „Alles markieren“ setzt ein Häkchen vor alle Feldnamen, „Markierungen umkehren“ negiert die bestehende Auswahl. Nach Klick auf die Schaltfläche „einfügen“ werden die den Feldern der Liste entsprechenden Logikboxen unter bzw. nebeneinander in das Datenfilterformular eingefügt. In nachfolgendem Beispiel wurden nach Generierung eines leeren Formulars (siehe IV.) unter „Filter einfügen“ zunächst 23 Felder ausgewählt (mit Häkchen versehen): Im nächsten Schritt wurde dann auf „einfügen“ geklickt und die Logikboxen für die ausgewählten Felder erscheinen auf dem Formular. Die Feldliste wird automatisch geschlossen und die Schaltfläche „einfügen“ wird wieder ausgeblendet. Die List- bzw. Logikboxen der ausgewählten Felder sind zunächst alphabetisch geordnet und können dann im weiter unten beschriebenen Positionierungsmodus an die Stellen geschoben werden, an denen diese sich im endgültigen Formular befinden sollen. Beschriftung einfügen Neben den eigentlichen logischen Elementen eines Datenfilterformulars können in ein Formular auch beliebig viele Beschriftungselemente eingefügt werden. Wählt man im Pop-Up-Menü für allgemeine Editieroptionen den Punkt „Beschriftung einfügen“, so erscheint in der linken oberen Ecke des Formulars ein Beschriftungsfeld mit Rahmen. Das eingefügte Beschriftungsfeld enthält zunächst als Vorbelegung den Text „--- Beschriftung ---„.: Direkt nach der Einfügung befindet sich ein Beschriftungsfeld im „Drag-and-Drop“Modus. Fährt man mit dem Mauszeiger auf das Feld und drückt die linke Maustaste, dann wandelt sich das Zeigersymbol vom Pfeil in das Zeichen für Drag-and-Drop (Pfeil mit Schriftseite unten rechts). Nun lässt sich das Beschriftungsfeld an eine beliebige Stelle des Datenfilterformulars ziehen: Nach Loslassen der Maustaste ist das Beschriftungsfeld nur noch nach Wechsel in den Positionierungsmodus verschiebbar, damit es im normalen Anwendungsfall nicht versehentlich verschoben werden kann. Klickt man das Feld mit der rechten Maustaste an, erscheint ein kontextabhängiges Pop-Up-Menü mit Optionen zum Löschen und Gestalten des Feldes: „Beschriftung löschen“ entfernt das Feld unmittelbar aus dem Formular. Mit der Option „Rahmen ein/aus“ kann die Umrandung des Beschriftungsfeldes ein- und ausgeblendet werden. Mittels der Option „Schriftart“ wird ein Dialog zur Änderung der Schriftart, der Größe des Stils und der Farbe geöffnet: Der Umfang des Beschriftungsfeldes passt sich automatisch an die Wahl der Schrift an. Zur Eingabe und Änderung der Beschriftung wird ein Doppelklick auf das Beschriftungsfeld ausgeführt. Es öffnet sich ein Feld zur Editierung des Beschriftungstextes: Die Beschriftung wird ins Formular übernommen, wenn man auf das x-Symbol oben rechts im Editierfenster klickt. Rahmen einfügen Um einzelne thematisch voneinander zu trennende Auswahlbereiche eines Datenfilterformulars optisch voneinander abgrenzen zu können, ist es möglich über die Option „Rahmen einfügen“ Umrandungen ins Formular einzustellen, die im Editiermodus „Größe ändern“ dann noch entsprechend an die zu umrandenden Listund Logikboxen anpassbar sind: Nach dem Einfügen sind Rahmen, wie Beschriftungsfelder, zunächst im Drag-andDrop-Modus, d.h. sie können direkt an eine beliebige Stelle des Formulars gezogen werden. Klickt man, während sich der Mauszeiger über der vom Rahmen umgrenzten Fläche befindet mit der rechten Maustaste, dann erscheint dasselbe Pop-Up-Menü wie bei den List- und Logikboxen, allerdings in der dritten Zeile mit der Option „Rahmen löschen“, mit deren Wahl Sie einen Rahmen wieder aus dem Datenfilterformular entfernen: Kommentarfeld anlegen/ändern Die Option „Kommentarfeld anlegen/ändern“ erlaubt es im Kopf des Datenfilterformulars einen beliebigen ggf. auch längeren mehrzeiligen Text einzugeben, für gewöhnlich um Erläuterungen zum Datenfilterformular anzuzeigen: Ist das Feld einmal angelegt und wurde ein Text eingegeben, so wird dieser Text stets nach dem Öffnen des Formulars angezeigt. Er ist dann schreibgeschützt und kann nur im Editiermodus (Häkchen vor der Option im Pop-Up-Menü), geändert werden. Die Höhe des Kommentarfeldes kann geändert werden, indem man mit dem Mauszeiger auf die Trennlinie zwischen Kommentarfeld und Datenfilterformular geht. Es erscheint dann das „Splittersymbol“ und man kann bei gedrückter rechter Maustaste die Änderung vornehmen, die bei erneutem Aufruf des Formulars erhalten bleibt: Der Text wird auch im Arbeitsblatt angezeigt, wenn nicht die Darstellung der aktivierbaren Formulare als „Reiter“, sondern als Symbole links des Arbeitsblattes eingestellt ist. Hintergrundfarbe Die Hintergrundfarbe eines Datenfilterformulars kann über die gleichnamige Option des Pop-Up-Menüs „allgemeine Editieroptionen“ geändert werden: Mittels des Formulars „Farben“ können auch eigene Farbkompositionen eingestellt werden. Nach Auswahl der Farbe klickt man auf Schaltfläche „OK“ und das Datenfilterformular erscheint mit der neuen Hintergrundfarbe: Schriftart Mittels der Option „Schriftart“ des Pop-Up-Menüs „allgemeine Editieroptionen“ wählen Sie für alle Elemente des Datenfilterformulars eine Basisschrift abweichend von der anfänglichen Standardeinstellung: Das Formular „Schriftart“ entspricht dem allgemeinen Windows-Standard. Nach Einstellung der gewünschten Optionen klickt man auf „OK“ und die Schrift wird in das Datenfilterformular übernommen: Positionierungsmodus Schaltet man im Pop-Up-Menü „allgemeine Editieroptionen“ den dort einstellbaren „Positionierungsmodus ein, wird der Hintergrund des Datenfilterformulars in Form eines roten Rasters (Gitterlinien) dargestellt: Fährt man mit dem Mauszeiger auf ein beliebiges Element des Datenfilterformulars und drückt die linke Maustaste erscheint der Mauszeiger als Symbol für „Drag-andDrop“. Man kann nun mit gedrückter Maustaste das Element an eine beliebige Position verschieben: Größe ändern Aktiviert man über das Pop-Up-Menü die Option „Größe ändern“, kann man alle Elemente des Datenfilterformulars an den Ecken oder Rändern auseinander ziehen oder stauchen. Fährt man mit dem Mauszeiger an die entsprechenden Stellen eines Elementes, so wandelt sich das Mauszeigersymbol in ein Pfeilsymbol so wie in nachstehender Abbildung gezeigt: Bei gedrückter linker Maustaste lässt sich dann die Größe des Elementes nach Wunsch ändern. Beispiel für die Nutzung der erweiterten Designfunktionen Nachstehend findet man ein Beispiel, welches unter Nutzung der individuellen Designfunktionen erstellt wurde. Selbst ein Anwender, der nur wenig Erfahrung im Umgang mit Windows-Applikationen hat, kann eine Datenfiltermaske wie die hier abgebildete Maske „Erbbaugrundstück“ in weniger als einer Stunde spielend aufbauen. Hat man einmal etwas mehr Übung im Umgang mit diesem Programmmodul erweist sich der Aufbau selbst umfangreicher Datenfiltermasken sehr schnell als „Kinderspiel“: VI. Die Verknüpfung mehrerer Datenfilterformulare PS-Expore-NC-Datenfilterformulare können so zielgerichtet aufgebaut werden, dass es im Normalfall ausreicht, zur Datenselektion tatsächlich nur ein bestimmtes Datenfilterformular aufzurufen, um die gewünschten Datensätze zu selektieren. Es sind aber auch Anwendungsfälle denkbar, in denen man mehrere zumeist „kleinere“ Filter miteinander verknüpfen will. Dies kann z.B. dann sein, wenn man zwischen dem Aufruf mehrerer Filter eine Ad-hoc-Analyse durchführen will, um zu sehen, ob im aktuellen Selektionsschritt tatsächlich die gewünschten Datensätze in dem Umfang und mit den Eigenschaften enthalten sind, wie diese laut Zielvorgabe benötigt werden. Versucht man nach Verarbeitung der Daten über ein Datenfilterformular einen weiteren Filter zu aktivieren, erhält man zunächst einen Hinweis, dass bereits ein Filter aktiv ist: Klicken Sie dann einfach auf das in der vorstehenden Abbildung gekennzeichnete rote Filtersymbol. Das Symbol wird daraufhin versenkt dargestellt, und es ist nun möglich, beliebig viele weitere Filter zu aktivieren: Je mehr Filter aktiviert werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass nach einer Selektion keine Datensätze mehr im Arbeitsblatt verbleiben. Bevor eine solche Konstellation eintritt, stoppt das Programm den Filterprozess und gibt eine Meldung aus, aus der auch hervorgeht, an welcher Stelle und bei welcher Bedingung die Filtrierung angehalten wurde. Auf diese Weise ist es evtl. auch möglich Fehleinstellungen von Filtern bzw. Filterformularen zu identifizieren und neue sinnvollere Einstellungen zu wählen: VII. Die Übernahme von Datenfilterformularen in andere Datenbanken Datenfilterformulare beziehen sich stets auf eine bestimmte namentlich identifizierbare Datenbank. Eventuell will man bestimmte Datenfilter an andere Datenbanken anpassen oder Filter an andere Anwender weitergeben, die ähnliche Fragestellungen bearbeiten wollen, jedoch teilweise andere Felder oder Feldnamen in ihrer Datenbank definiert haben. In einem solchen Fall wäre es vorteilhaft, Datenfilter in andere Datenbanken importieren zu können. Dies ist möglich über das dritte Filtersymbol rechts der beiden bereits bisher besprochenen Symbole: Mittels des „Fragezeichen“-Symbols kann man sich die Filterdateien eines Verzeichnisses auflisten lassen und aktivieren. Wählt man dabei ein Formular aus, dass der gerade im Arbeitsblatt befindlichen Datenbank entspricht, dann wird dieses Datenfilterformular in gleicher Weise sofort gestartet bzw. auf dem Bildschirm angezeigt, wie dies bei Anwahl des betreffenden Formulars über die Datenfilterbildleiste links des Arbeitsblattes oder die Reiter oberhalb des Arbeitsblattes geschieht. Wählt man hingegen ein Datenfilterformular, welches nicht 100-prozentig auf eine geladene Datenbank passt, dann erhält man eine Hinweismeldung, dass das gewählte Formular nicht zur aktiven Datenbank gehört: Entscheidet man sich, dass Datenfilterformular nicht zu übernehmen, wird ein Leerformular mit der Bezeichnung des Datenfilterformulars geöffnet, das man ursprünglich laden wollte. Man kann nun ein völlig neues Formular entwerfen und dieses dann abspeichern oder das Leerformular zunächst abspeichern, um es später weiter auszubauen. Unabhängig davon, ob man sich für den Entwurf eines völlig neuen Formulars entscheidet oder ein Formular übernimmt, im Augenblick des Speichern eines Formulars wird dieses dann schon sofort ins Arbeitsblatt eingebunden und angezeigt: Entscheidet man sich für die Übernahme eines Filters, dann erhält man eine Meldung über die nicht zum Formular passenden Felder und den Hinweis, wie viele Felder und welche Felder aus der Vorgabe entfernt werden mussten: Hiernach wird das angepasste Datenfilterformular angezeigt und man kann dann manuell alle weiteren oben beschriebenen Operationen zum Maßschneidern des Formulars anwenden. Hinweis: das hier beschriebene Fragezeichen-Symbol des Arbeitsblattes kann natürlich auch benutzt werden, um ein zum Arbeitsblatt passendes Datenfilterformular einfach nur zu starten. VIII. Anwendung von Datenfiltern in Makros Die in den voranstehenden Abschnitten beschriebenen Anwendungen und Funktionen von Datenfilterformularen bezogen sich ausschließlich auf direkte interaktive Anwendungen, die sofort von jedem Anwender ohne große Systemkenntnisse durchgeführt werden können. Viele Anwendergruppen arbeiten jedoch nicht ausschließlich mit den vorgegebenen Funktionselementen und Modulen des PS-Explore-NC-Systems, sondern entwickeln in PS-Explore NC mit dessen so genannter Makrosprache eigene auf die in deren Organisationen vorliegenden speziellen Aufgaben zugeschnittene Programmelemente, die verschiedene Funktionen des Programmsystems in einem Befehl oder einem zugeordneten Mausklick als Makro zusammenfassen. Um die geniale Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Datenfilterformularen auch in Makros nutzen zu können, bietet PS-Explore NC hierzu entsprechende Befehle an. Dabei seien Programmbefehlphobiker darauf hingewiesen, dass diese Befehle nicht benutzt werden müssen, um die volle Funktionalität von PS-Explore-NC-Datenfiltern genießen zu können, sondern lediglich derjenigen Anwendergruppe, die sich mit der Entwicklung von Makros zur Automatisierung von Datenverarbeitungsabläufen beschäftigen, die Entwicklungsarbeit erleichtern soll. Der Makrobefehl „lade_filterdatei“ In der Registerkarte „Makroanwendungen“ findet man in der Programmierhilfe zu den Makrobefehlen den Befehl „lade_filterdatei“: Die Syntax des Befehls lautet: lade_filterdatei [laufwerk:\pfad\]dateiname.[flt] [/direkt] Ein Datenfilter kann mittels dieses Befehls referenziert werden und man kann veranlassen, dass dieser entweder sofort im Hintergrund ausgeführt wird oder aber zunächst als Formular auf dem Bildschirm angezeigt wird. Die sofortige Ausführung des Befehls käme vom Effekt her der Benutzung der Befehle „rechne“ mit einem logischen Ausdruck und dem darauf folgenden Kommando „filter_arbeitsblatt“ gleich. Der Aufbau der logischen Ausdrücke für den rechne-Befehl ist jedoch letztlich aufwendiger als der interaktive Aufbau eines Adhoc-Datenfilters. Die direkte Ausführung ohne Anzeige des zugehörigen Datenfilterformulars wird mittels der Option „/direkt“ veranlasst. Ohne die Angabe der Option „/direkt“ wird das Makro bei erreichen des Befehls angehalten und der Anwender kann nun im entsprechenden Datenfilterformular noch zusätzliche Angaben oder Änderungen zur Selektion seiner Datensätze vornehmen. In der Beschreibung zur Befehlssyntax sieht man, dass die Angabe des Dateinamens ohne Dateierweiterung .flt und ohne Laufwerk- und Pfadangabe erfolgen kann. In diesem Fall erwartet das Programmsystem, dass die Filterdatei im konfigurierten Filterverzeichnis abgespeichert ist (siehe Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter, 2. Filterverzeichnis). Abschnitt IV. Liegt die Filterdatei in einem anderen Verzeichnis, so empfiehlt sich die Angabe des exakten Verzeichnisses. Man kann das Makro dabei flexibel halten, indem man statt des konkreten Verzeichnisses eine $stemp-Variable benutzt und dieser am Beginn des Makros den tatsächlichen Pfad namentlich zuweist. Nachfolgend die entsprechenden Beispiele: In dem vorstehenden Beispiel wird mit dem „Minimakro“ lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück beenden der Datenfilter „Erbbaugrundstück“ aufgerufen und angezeigt. Hierbei Voraussetzung, dass die Datenbank bereits ins Arbeitsblatt geladen wurde. ist Befindet sich noch keine Datenbank im Arbeitsblatt, muss zuvor der Befehl zum Laden ins Arbeitsblatt ausgeführt werden. Das Makro sieht dann wie folgt aus: lade_arbeitsblatt kps lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück beenden Startet man dieses Makro direkt nach dem Start von PS-Explore NC, dann wird zunächst automatisch der Datenbestand geladen und anschließend das Filterformular angezeigt. Eine dritte Variante des Makros bestünde in der Nutzung der Option „/direkt“. In diesem Fall würde die Datenbank geladen und der Filterprozess unmittelbar angestoßen: lade_arbeitsblatt kps lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück /direkt beenden Wechselt man nach diesem Makro in die Registerkarte „Arbeitsblatt“, dann ergibt sich folgendes Bild: Das Makro wird also ohne Unterbrechung ausgeführt und die gefilterten Daten werden im Arbeitsblatt angezeigt. Eine vierte Variante des Makros könnte nun noch sein: ztemp4 = "c:\kaufpreissammlung\filter\04_Erbbaugrundstück" % % lade_arbeitsblatt kps lade_filterdatei $ztemp4 /direkt % % beenden Hier wird am Anfang des Makros der globalen Variable ztemp4 das Laufwerk, der Pfad und der Name der Filterdatei zugewiesen. Im lade_filterdatei-Befehl wird dann nur noch die globale Variable mit $ztemp4 referenziert. Die Prozentzeichen sollen hierbei andeuten, das zwischen den Befehlen im wirklichen Anwendungsfall meist noch zwischenverarbeitende Befehle stehen werden. Dadurch, dass mit $ztemp4 ein Platzhalter im Makro vergeben wurde, ist eine evtl. später einmal anfallende Änderung der Pfadangaben übersichtlicher. Insbesondere gilt dies dann, wenn in einem Makro mehrfach Bezug auf denselben Pfad genommen wird. Um die durchgeführten Filterprozesse später auch eindeutig zuordnen zu können wird nach Ausführung des Makrobefehls „lade_filterdatei“ ein Protokoll nach Registerkarte „Ergebnisse/Reports“ geschrieben: Ad-hoc-Filter "C:\Kaufpreissammlung\Filter\04_Erbbaugrundstück.flt" angewandt auf Datenbank "C:\Kaufpreissammlung\KPS.SSD". Ausführungszeitpunkt: 22.10.2003 18:20:40 Anzahl der Datensätze vor Filtrierung: 2191. Bauweise entspricht Einzelhäuser ODER Doppelhäuser ODER Reihenhäuser ODER offene Bauweise ODER geschlossene Bauweise ODER Zellenbauweise ODER Atriumbebauung ODER Terrassenbebauung (verbleibende Datensätze: 2191). Eigentumsart entspricht Erbbaugrundstück ODER Erbbaurecht ODER Wohnungserbbaurecht ODER Teilerbbaurecht (verbleibende Datensätze: 208). Erbbaubedingungen entspricht ohne besondere Bedingugen ODER nur Heimfallregelung ODER Begünstigte Bedingungen für Erbbauberechtigten ODER Begünstigte Bedingungen für Erbbaurechtsgeber (verbleibende Datensätze: 7). Erwerber_ entspricht natürliche Person ODER ausländische natürl.Pers. ODER Architekt ODER Landwirt ODER Student ODER Arbeiter ODER Angestellter ODER Beamter ODER Selbständiger ODER Rentner (verbleibende Datensätze: 6). Rechte1 entspricht nicht untersucht ODER nichts festgestellt ODER Erbbaurecht (verbleibende Datensätze: 5). Vertragsdatum größer 01.01.1900 (verbleibende Datensätze: 4). ArtBezahlung1 entspricht Barzahlung ODER Erbbauzins (verbleibende Datensätze: 4). Selektion fertiggestellt am: 22.10.2003 18:20:44 Anzahl der Datensätze nach Filtrierung: 4 (0,183%) Der Makrobefehl „filter_ausschalten“ Hat man in einem Makro z.B. eine Datenanalyse nach vorheriger Datenfiltrierung über den Befehl „lade_filterdatei“ durchgeführt, will man vielleicht weitere Filter auf den ursprünglichen Datenbestand anwenden. Für diesen Fall ist der Befehl „filter_ausschalten“ vorgesehen, der die vorangegangenen Filter wieder rückgängig macht. Man kann nun einen neuen Datenfilter aufrufen und weitere Analyseschritte durchführen lassen. Der Makrobefehl „filter_verbinden“ Wie die Verknüpfung mehrerer Filter im interaktiven Programmbetrieb vorgenommen wird, wurde bereits in Abschnitt VI (Die Verknüpfung mehrerer Datenfilterformulare) beschrieben. Als Makropendant gibt es hierzu einen entsprechenden Befehl: filter_verbinden <ein, aus> Beispiel: lade_arbeitsblatt kps lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück /direkt % filter_verbinden ein lade_filterdatei 01_Vertrags- und Grundstücksdaten /direkt % filter_verbinden aus beenden In diesem Beispielfall wird zunächst der Filter „Erbbaugrundstück“ ausgeführt. Danach könnten in der Praxis noch einige weitere Datenverarbeitungsschritte folgen, bevor dann der nächste Filter „Vertrags- und Grundstücksdaten“ den nächsten Selektionsschritt ausführt. Würde hier der Befehl „filter_verbinden ein“ nicht benutzt, wäre das Makro beendet worden. Wird keine Verbindung von Datenfiltern mehr benötigt, schaltet man diesen Betriebsmodus mit dem Befehl „filter_verbinden aus“ wieder ab. Der Makrobefehl „filterprotokoll“ Ebenso wie im interaktiven Programmbetrieb (siehe Abschnitt IV. Verwaltungsfunktionen für Ad-hoc-Datenfilter) ist es auch per Makrobefehl möglich, ein Protokoll zu den durchgeführten Filtrierungen generieren zu lassen, das dann nach Registerkarte „Ergebnisse/Report“ gestellt wird: filterprotokoll <ein, aus> Beispiel: lade_arbeitsblatt kps filterprotokoll ein lade_filterdatei 04_Erbbaugrundstück /direkt filterprotokoll aus % filter_verbinden ein lade_filterdatei 01_Vertrags- und Grundstücksdaten /direkt % filter_verbinden aus beenden Im Beispiel wird das Filterprotokoll für den Filterprozess „04_Erbbaugrundstück“ einund sofort danach wieder ausgeschaltet. Ein Protokoll zu „01_Vertrags- und Grundstücksdaten“ wird deshalb nicht erstellt. IX. Schlussbemerkung Mit der Ad-hoc-Datenfiltertechnologie von PS-Explore NC steht Anwendern aller Branchen ein extrem mächtiges und gleichzeitig auch verblüffend einfach zu bedienendes Selektions- und Analysewerkzeug zur Verfügung. Sowohl der gelegentliche Nutzer, dessen Anspruch es einzig ist, schnell, effizient und ohne Handbuchstudium gezielt genau beschreibbare Daten aus einem Datenbestand abzurufen, als auch der Anwendungsentwickler, der für andere einfach zu bedienende Applikationen erstellen muss, kann aus diesem Modul großen Nutzen ziehen. Dabei steht insbesondere die Zeitersparnis im Vordergrund, die durch die intuitive Bedienerführung und die vielen im Hintergrund aktiven Automatismen möglich wird. Als besonderer Pluspunkt muss auch hervorgehoben werden, dass die Ad-hocDatenfiltertechnik von PS-Explore NC es tatsächlich erlaubt, andere festverdrahtete Programmlösungen, wie sie für spezielle Branchen angeboten werden, im Handumdrehen nachzubilden und dazu noch zu verbessern, ohne dass dabei etwas von der auch in anderen Programmmodulen von PS-Explore NC so hervorragenden Flexibilität der Anwendung verloren geht.