Schrittweise Anleitung zur grafischen Darstellung von Netzwerken mit Microsoft Visio Enterprise 2000 Von Judy Lemke Einführung Microsoft® Visio® 2000 - ein ganz normales Flussdiagrammpaket, oder? Falsch. IT-Profis können mit Microsoft Visio Enterprise 2000 geplante oder vorhandene Systemarchitekturen visualisieren, um den Entwurf, die Dokumentation und die Entwicklung Ihrer IT-Systeme zu rationalisieren. Verwenden Sie die Enterprise Edition, um mithilfe der SNMP-basierten AutoDiscovery-Technologie automatisch Netzwerkgeräte in Schicht 2 (Sicherungsschicht), Schicht 3 (Vermittlungsschicht) sowie Frame-Relay-Netzwerkumgebungen zu registrieren. Erstellen Sie dann mithilfe der herstellerspezifischen Microsoft Visio Network EquipmentShapes automatisch ein Netzwerkdiagramm. Sie müssen nichts zeichnen - Enterprise Edition übernimmt dies für Sie. Microsoft Visio 2000-Produkte enthalten Lösungen - eine Reihe von Vorlagen, Schablonen und Assistenten, die die gesamte Arbeit für Sie erledigen. Die Vorlage enthält Stile und Seiteneinstellungen für Ihren Diagrammtyp. Die Schablonen enthalten alle Shapes. Die Assistenten automatisieren komplexe Aufgaben. Die AutoDiscovery und Layout-Lösung bietet beispielsweise eine Vorlage, Schablonen mit Netzwerk-Shapes und Assistenten sowie den Discovery-Assistenten, der alle Geräte im Netzwerk registriert und die Informationen in einer Datenbank speichert. Microsoft Visio 2000 verleiht Ihnen die Flexibilität zum Erstellen eines Diagramms, das so einfach oder komplex ist, wie es Ihr Netzwerk erfordert. Möchten Sie ein großes Diagramm erstellen, das alle Geräte im gesamten Netzwerk, ihre Konnektivität und ihre Beziehungen darstellt? Soll das Diagramm nur die an Switches angeschlossenen Geräte darstellen? Oder möchten Sie mehrere kleinere Diagramme, die einen Drilldown in Ihr Netzwerk ausführen, miteinander verknüpfen und im Firmenintranet veröffentlichen? Über wie viele BackboneNetzwerke verfügt Ihr Unternehmen? Möchten Sie ein getrenntes Diagramm für jede geografische Region erstellen? Oder möchten Sie ein Anschlussdiagramm erstellen, das die Verbindungen zwischen Switches, Routern und anderen Netzwerkgeräten darstellt? Außerdem KÖNNEN Sie auch großartig aussehende Flussdiagramme erstellen. Übersicht In diesem Artikel wird erläutert, wie mithilfe der AutoDiscovery und Layout-Lösung ein Netzwerkdiagramm mit mehreren durch Hyperlinks verknüpften Seiten erstellt wird, die einen Drilldown zum Anzeigen detaillierter Informationen über ausgewählte Netzwerkgeräte ausführen. Zudem enthält der Artikel Informationen zum Aktualisieren des Diagramms nach dem Vornehmen von Netzwerkänderungen, zur Berichterstellung im Netzwerk und zum Speichern des Diagramms im HTML-Dateiformat, damit das Diagramm im Firmenintranet veröffentlicht werden kann. Der erste Schritt bei der grafischen Darstellung Ihres Netzwerks besteht in der Registrierung des Netzwerks. Dazu öffnen Sie die Vorlage AutoDiscovery und Layout und führen den Discovery-Assistenten zum Erstellen einer Datenbank aus, in der Informationen zu Ihrem Netzwerk gespeichert werden. Anschließend können Sie mithilfe der Symbolleiste AutoDiscovery und Layout Ihre Zeichnung erstellen oder mit dem Feature Automatisches Layout die Datenbank lesen und das Diagramm automatisch anlegen. Nach dem Anlegen des Diagramms können Sie einen Bericht zu den Daten in Ihrer Netzwerkdatenbank ausführen. Schließlich können Sie das Diagramm gemeinsam mit anderen Personen nutzen, indem Sie das Diagramm drucken oder im HTML-Dateiformat speichern und anschließend im Firmenintranet veröffentlichen. Schritt 1: Registrieren der Geräte im Netzwerk Mithilfe der vom Discovery-Assistenten verwendeten AutoDiscovery-Technologie wird das Netzwerk durchsucht und eine Datenbank der im Netzwerk gefundenen Schicht-2- und Schicht-3-Geräte erstellt. Auch Informationen zu den einzelnen Geräten werden gesammelt und in die Datenbank eingefügt, z. B. der Netzwerkname, die IP-Adresse, das Betriebssystem und der Hersteller des Geräts sowie der vom Gerät verwendete SNMPCommunity-String und Informationen zur Schnittstelle. Sie können die Discovery-Funktion so anpasssen, dass nur spezielle Netzwerke oder Geräte oder alle Geräte in beliebig vielen Netzwerken registriert werden. Wie lange dauert die Discovery-Funktion? Kein Netzwerk ist wie das andere. Daher kann nur schwer angegeben werden, wie lange es dauert, das Netzwerk zu registrieren. Der Vorgang kann für ein kleines Netzwerk nur wenige Minuten, für ein großes Netzwerk jedoch bis zu mehreren Stunden dauern. Beispielsweise könnte es 12 Stunden dauern, ein Netzwerk mit 200 Routern zu registrieren. Die folgenden Faktoren können Ihnen beim Optimieren des Prozesses helfen: Berücksichtigen Sie die Anzahl der Geräte, nach denen der DiscoveryAssistent suchen muss. Beim Auswählen der Optionen im Discovery-Assistenten sollten Sie bedenken, dass der Abschluss der Registrierung mit zunehmender Anzahl der ausgewählten Optionen (wie den zu registrierenden Gerätetypen und der Anzahl der Netzwerke) umso länger dauert. Überprüfen Sie die Timeout- und Wiederholungseinstellungen. Sie können festlegen, wie lange das Discovery-Modul vor dem Timeout warten soll, wenn ein Gerät nicht auf einen Ping oder eine SNMP-Anforderung reagiert, und wie oft die Anforderung wiederholt werden soll. Wenn Sie beispielsweise über mehrere Geräte verfügen, die nicht auf SNMP-Anforderungen reagieren, sollten Sie den Wert im SNMP-Timeoutfeld verringern. Berücksichtigen Sie Verbindungsgeschwindigkeiten. Wenn Sie z. B. über eine WAN-Verbindung mit einer Remoteabteilung verbunden sind, verläuft der Paketaustausch langsamer. Möglicherweise möchten Sie die Geräte in RemoteTeilnetzen vom zu registrierenden Netzwerk ausschließen. Sie können auch die Anzahl der SNMP-Wiederholungsversuche und -Timeouts erhöhen. So öffnen Sie die Vorlage AutoDiscovery und Layout: 1. Starten Sie Microsoft Visio 2000. Klicken Sie im Dialogfeld Willkommen bei Microsoft Visio auf OK. Anmerkung Wenn Sie bereits Microsoft Visio 2000 ausführen, klicken Sie auf Datei, zeigen Sie dann auf Neu, dann auf Netzwerkdiagramm, und klicken Sie dann auf AutoDiscovery und Layout. 2. Klicken Sie im Dialogfeld Zeichnungstyp auswählen auf Netzwerkdiagramm. 3. Doppelklicken Sie im Dialogfeld Zeichnungstyp auf AutoDiscovery und Layout. Die Vorlage AutoDiscovery und Layout sowie die Schablonen werden geöffnet, und das Menü AutoDiscovery mit der zugehörigen Symbolleiste AutoDiscovery und Layout wird angezeigt. Das Menü und die Symbolleiste sind nur verfügbar, wenn Sie diese Vorlage oder ein mit dieser Vorlage erstelltes Diagramm öffnen. So registrieren Sie Ihre Netzwerkgeräte: 1. Klicken Sie auf AutoDiscovery, zeigen Sie auf Discovery, und klicken Sie dann auf Discovery, um die Arbeit mit dem Discovery-Assistenten zu beginnen. Sie können auch in der Symbolleiste AutoDiscovery und Layout auf Discovery klicken. 2. Beantworten Sie die Fragen auf den Bildschirmen des Assistenten. Je nach Wahl werden verschiedene Bildschirme angezeigt. Sie können das zu durchsuchende Netzwerk, die zu registrierenden und auszuschließenden Gerätetypen und die Art der Suche festlegen, die der Assistent durchführt. Sie können beispielsweise festlegen, ob die AutoDiscovery-Technologie SNMP bzw. Ping verwendet oder ARP-Caches zum Registrieren von Geräten durchsucht. Zudem können Sie festlegen, wo die Discovery-Funktion nach Netzwerkgeräten sucht, indem Sie auswählen, dass entweder das gesamte Unternehmensnetzwerk, bestimmte Netzwerke oder IP-Adressen oder ein Bereich von IP-Adressen durchsucht werden soll. Abbildung 1.1: Geben Sie im Bildschirm Discovery-Typ (Discovery Type) an, ob der DiscoveryAssistent nur Router und SNMP-Geräte registrieren soll. Wenn Bereits registrierte Geräte übergehen (Ignore Previously Discovered Devices) ausgewählt ist, wird der Discovery-Assistent schneller ausgeführt; Änderungen an diesen Geräten werden jedoch ebenfalls nicht registriert. Legen Sie auf dem Bildschirm SNMP-Informationen eingeben SNMPInformationen wie Timeout-Einstellungen fest. Die Timeout-Einstellungen teilen dem Discovery-Assistenten mit, wie lange er vor einem erneuten Versuch oder einem Timeout (Beenden der Suche) auf die Reaktion des Geräts auf einen Ping oder eine SNMP-Anforderung warten soll. Ein Ping oder eine SNMP-Anforderung an ein bestimmtes Gerät erfolgt beim Versuch, Informationen zum entsprechenden Gerät zu registrieren. Wenn viele Geräte in Ihrem Netzwerk nicht auf SNMP-Anforderungen reagieren, sollten Sie die Zeit im SNMP-Timeoutfeld verringern, damit der DiscoveryAssistent schneller zu einem anderen Gerät wechseln kann. Sie sollten auch die SNMP-Communities hinzufügen, die Sie in Ihrem Netzwerk verwenden möchten, und die am häufigsten verwendete Community an den Anfang der Liste CommunityStrings setzen. Legen Sie auf dem Bildschirm Discovery von Geräten, die keine Router die Methode zum Registrieren von Geräten fest, bei denen es sich nicht um Router handelt. Bei Auswahl von Nicht registrierte Geräte pingen dauert die DiscoveryFunktion u. U. länger, da das Suchmodul versucht, nicht vorhandene Geräte zu pingen. Die zur Kontaktaufnahme mit jedem nicht registrierten Gerät erforderliche Zeit entspricht der Anzahl der Wiederholungsversuche multipliziert mit dem TimeoutWert. Abbildung 1.2: Nach Abschluss des letzten Assistentenbildschirmes wird der Discovery-MonitoringBildschirm (Discovery Monitor) geöffnet, um den Status der Netzwerkregistrierung anzuzeigen. Nach dem Beenden des Discovery-Assistenten wird die Meldung "Discovery ist abgeschlossen" angezeigt und die AutoDiscovery-Datenbank erstellt. Schritt 2: Anlegen des Netzwerkdiagramms Nach der Registrierung Ihres Netzwerks können Sie Ihre Zeichnung mithilfe der Schaltflächen in der Symbolleiste AutoDiscovery und Layout anlegen oder mit dem Feature Automatisches Layout auf einfache Weise per Hyperlink verknüpfte Netzwerkdiagramme erstellen, die bei einem Drilldown in das Netzwerk mehrere verschiedene Bereiche anzeigen. Das Feature Automatisches Layout liest die vom Discovery-Assistenten erstellte Netzwerk-Datenbank und legt dann die Zeichnungen an. Obwohl das Feature Automatisches Layout alle Aufgaben für Sie übernimmt, verleiht Ihnen die Symbolleiste AutoDiscovery und Layout eine größere Flexibilität beim Erstellen Ihrer Netzwerkdiagramme. So erstellen Sie ein Netzwerkdiagramm mit der Symbolleiste AutoDiscovery und Layout: 1. Klicken Sie auf Datei, klicken Sie auf Seite einrichten, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Zeichenblattgröße, um das Seitenformat für Ihr Netzwerkdiagramm festzulegen. 2. Klicken Sie in der Symbolleiste AutoDiscovery und Layout auf Netzwerke hinzufügen. 3. Wählen Sie im Dialogfeld Netzwerke hinzufügen ein Netzwerk aus, und klicken Sie dann auf OK. In der Regel beginnen Sie mit dem Hinzufügen Ihres Backbone-Netzwerks zum Diagramm. Ein das Netzwerk darstellendes Shape wird automatisch zum Diagramm hinzugefügt. 4. Zum Verbinden von Netzwerkgeräten wie Routern mit dem Netzwerk klicken Sie im Diagramm mit der rechten Maustaste auf das Netzwerk. Klicken Sie dann im Kontextmenü auf Geräte verbinden. 5. Wählen Sie im Dialogfeld Geräte verbinden diejenigen mit dem Netzwerk verbundenen Geräte aus, die im Diagramm enthalten sein sollen. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Verbindungen Schnittstellen-IP-Adressen zuweisen, um die IP-Adresse von Verbindungen zwischen zwei Geräten im Diagramm anzuzeigen. Sie können weitere Netzwerke und Geräte zu Ihrem Diagramm hinzufügen. Sie können auch eine per Hyperlink verknüpfte Seite zu diesem Netzwerkdiagramm hinzufügen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf ein Netzwerk oder Gerät klicken und anschließend im Kontextmenü auf Zeichenblatt mit Hyperlink erstellen klicken. So erstellen Sie ein per Hyperlink verknüpftes Diagramm mit dem Feature Automatisches Layout: 1. Klicken Sie auf AutoDiscovery, und klicken Sie dann auf Automatisches Layout. 2. Wählen Sie auf der Registerkarte Allgemein den Startpunkt für Ihr Netzwerkdiagramm aus, und legen Sie die Anzahl der enthaltenen Routerhops fest. Je höher die Anzahl, desto größer das Diagramm, da jedes Gerät auf einer getrennten Seite gespeichert wird. Sie können jederzeit auf Berechnen klicken, um festzustellen, wie viele per Hyperlink verknüpfte Seiten das Diagramm enthält. Verringern Sie zum Reduzieren der Seitenanzahl die Anzahl der verwendeten Hops. Abbildung 2.1: Das Feature Automatisches Layout (AutoLayout) erstellt das Diagramm auf der Grundlage der Geräte und Netzwerke, die mit dem auf diesem Bildschirm festgelegten Startpunkt verbunden sind. Wenn Sie planen, das Diagramm im Web zu veröffentlichen, wählen Sie Zeichenblattgröße an HTML-Anzeige anpassen (Adjust page size for HTML display) aus, um sicherzustellen, dass das Diagramm ordnungsgemäß angezeigt wird. 3. Legen Sie auf der Registerkarte Gerätetypen fest, welche Gerätetypen als Hyperlinks verwendet werden und ob Netzwerkobjekte nach ihrem Namen oder nach Gerätezähler aufgeführt werden. Abbildung 2.2: Wenn Sie alle mit einem Netzwerk verbundenen Arbeitsstationen nach ihrem Namen aufführen möchten, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Name. Um die Gesamtzahl der mit einem Netzwerk verbundenen Arbeitsstationen anzuzeigen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Gerätezähler (Device Counter). Die Listen werden neben dem Netzwerk abgelegt, mit dem das Gerät verbunden ist. 4. Legen Sie auf der Registerkarte Netzwerktypen (Network Types) fest, welche Netzwerktypen das Diagramm enthalten soll. Abbildung 2.3: Sie können nur die gewünschten Netzwerktypen festlegen. 5. Klicken Sie auf OK. Das Statusfenster zur Anzeige des Dokuments wird geöffnet, um den Status des Layouts anzuzeigen. So navigieren Sie zwischen durch Hyperlinks verknüpften Seiten: Klicken Sie in der Ansicht Ganzes Zeichenblatt mit der rechten Maustaste auf das durch einen Hyperlink verknüpfte Objekt. Wählen Sie dann im Kontextmenü den Namen der Seite aus, mit der das Objekt verknüpft ist. Zum Festlegen des Doppelklickverhaltens bei der Ansicht Ganzes Zeichenblatt klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das durch einen Hyperlink verknüpfte Objekt. Zeigen Sie auf Format, und klicken Sie dann im Kontextmenü auf Verhalten. Legen Sie auf der Registerkarte Doppelklicken die Seite fest, die im Feld Gehe zu Zeichenblatt geöffnet werden soll. Wenn Sie auf das Objekt doppelklicken, wird die angegebene Seite angezeigt. Klicken Sie in der Ansicht Ganzer Bildschirm auf das durch einen Hyperlink verknüpfte Objekt, um die Seite anzuzeigen, mit der das Objekt verknüpft ist. Anmerkung Sie können auch Listen wie Geräte-, Gerätezähler- und Schnittstellenlisten zu Netzwerkdiagrammen hinzufügen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Netzwerkgerät klicken, das zu einer Liste hinzugefügt werden soll, und anschließend im Kontextmenü auf den Listentyp klicken, der erstellt werden soll. Schritt 3: Aktualisieren des Netzwerkdiagramms Wenn Sie Änderungen am Netzwerk vorgenommen haben, können Sie diese Änderungen mithilfe des Befehls Guided Update anzeigen und in das Diagramm einbauen. Führen Sie zunächst erneut den Discovery-Assistenten aus, um die Netzwerkdatenbank zu aktualisieren, und zeigen Sie dann mithilfe des Befehls Guided Update eine Liste der Komponenten im Netzwerk an, die seit der letzten Netzwerkregistrierung hinzugefügt, geändert oder gelöscht wurden. Das Fenster Guided Update zeigt die folgenden Änderungen in einer Strukturansicht an: Netzwerkänderungen Zeigt Geräte an, die zum Netzwerk hinzugefügt oder gelöscht wurden. Geräteänderungen Zeigt neue oder gelöschte Schnittstellen an. Neue Objekte Zeigt neue Netzwerkobjekte an. Konnektivitätsänderungen Zeigt neue oder gelöschte Datenverknüpfungsverbindungen an. So aktualisieren Sie das Netzwerkdiagramm: 1. Klicken Sie in der Symbolleiste AutoDiscovery und Layout auf Guided Update. 2. Erweitern Sie den gewünschten Änderungstyp: Netzwerkänderungen, Geräteänderungen, Neue Objekte oder KonnektivitätsÄnderungen. 3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Änderung, und wählen Sie dann im Kontextmenü Details aus. Ein Dialogfeld mit den relevanten Änderungen für das ausgewählte Gerät wird angezeigt. Wenn Sie beispielsweise mit der rechten Maustaste auf ein neues Gerät unter einem bestimmten Netzwerk in der Liste der Netzwerkänderungen klicken und anschließend Details wählen, werden im Fenster Details die zum Netzwerk hinzugefügten Geräte angezeigt. Mithilfe der für den ausgewählten Eintrag angezeigten verfügbaren Aktionen werden Sie über die möglichen nächsten Schritte informiert. 4. Zum Übernehmen einer Änderung wählen Sie die Schaltfläche für die durchzuführende Aktion aus und drücken dann die EINGABETASTE. Nach der Anzeige des entsprechenden Dialogfeldes können Sie das Diagramm mit der Änderung aktualisieren. Im Falle mehrerer Änderungen können Sie beliebig viele Änderungen implementieren. Die Aktion bleibt möglicherweise auf dem Diagramm, wenn Sie nur einen Teil der verfügbaren Änderungen durchführen. Wenn beispielsweise mehrere Geräte zu einem Netzwerk und nur einige davon zum Diagramm hinzugefügt wurden, bleibt die Aktion auf der Seite, da weitere Geräte zur Seite hinzugefügt werden können. Zum Entfernen der Aktion aus der Zeichnung deaktivieren Sie das Element im Fenster Guided Update. Wenn Sie nicht alle Änderungen gleichzeitig implementieren möchten, können Sie die Liste speichern, später öffnen und weitere Änderungen übernehmen. Wenn Sie die Liste nicht speichern, wird sie bei der nächsten Auswahl von Guided Update überschrieben, unabhängig davon, ob die Discovery-Funktion erneut ausgeführt wird. So speichern Sie eine Liste der Netzwerkänderungen: Klicken Sie auf AutoDiscovery, zeigen Sie auf Guided Update, und klicken Sie dann auf Speichern unter. So öffnen Sie eine Liste der Netzwerkänderungen: Klicken Sie auf AutoDiscovery, zeigen Sie auf Guided Update, klicken Sie auf Öffnen und navigieren Sie dann im Dialogfeld Öffnen zur Datei. Anmerkung Sie können auch den Anzeigeort des Fensters Guided Update ändern, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Fenster klicken und anschließend die Option Automatisch verbergen, Verankerung lösen oder Fenster verankern auswählen. Schritt 4: Generieren eines Netzwerkberichts Sie können schnell Berichte zum Status Ihres Netzwerks erstellen, indem Sie Netzwerkdaten aus der Datenbank extrahieren. Sie können beispielsweise IP-Adressen inventarisieren, Frame-Relay-Daten zusammenfassen und Änderungen an der Netzwerktopologie nachverfolgen. Berichte werden als Microsoft Visio-Zeichnungsdateien (VSD-Dateien) generiert und können somit auf einfache Weise mit dem Netzwerkdiagramm im Web veröffentlicht werden. So generieren Sie einen Bericht zu einem Gerät in einem Netzwerkdiagramm: 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Gerät, zu dem ein Bericht erstellt werden soll, und wählen Sie dann im Kontextmenü die Option Bericht erstellen aus. 2. Wählen Sie im Feld Berichtsvorlage eine Berichtsvorlage aus dem Listenfeld aus. 3. Wählen Sie die Ausgabeoptionen für den Bericht. 4. Klicken Sie auf OK. Anmerkung Sie können auch mehrere Berichte erstellen, auswählen, zu welchen Geräten Berichte erstellt werden sollen, und vor der Berichterstellung Beschreibungen der einzelnen Berichtsvorlagen anzeigen, indem Sie auf AutoDiscovery klicken, dann auf Netzwerkbericht zeigen und anschließend auf Netzwerkbericht-Assistent klicken. Schritt 5: Gemeinsame Nutzung von Netzwerkdiagramm und Berichten mit anderen Personen Schließlich können Sie das Netzwerkdiagramm und die Berichte gemeinsam mit anderen Mitarbeitern Ihres Unternehmens nutzen, indem Sie die Datei im HTML-Dateiformat speichern und im Firmenintranet veröffentlichen. Wenn die Zeichnung mehrere Seiten enthält, erstellt Microsoft Visio eine HTML-Seite für jede Zeichnungsseite sowie Navigationsschaltflächen, die die einzelnen Seiten verbinden. Auch die Verbindungen zwischen den Geräten in Ihrem Diagramm bleiben in den HTML-Dateien erhalten. So speichern Sie ein Diagramm im HTML-Dateiformat: 1. Klicken Sie auf Datei, und klicken Sie dann auf Speichern unter. 2. Geben Sie einen Namen für die HTML-Datei mit der Erweiterung HTM ein, z. B. ParisIE.htm. 3. Wählen Sie als Dateityp HTML-Dateien (*.htm, *.html) aus. 4. Wählen Sie den Speicherort der Datei aus, und klicken Sie dann auf Speichern. 5. Wählen Sie im Dialogfeld Als HTML speichern das Grafikformat und die Zeichenblätter aus, die die HTML-Datei enthalten soll. Berücksichtigen Sie den Browser, der zum Anzeigen der Zeichnung verwendet werden soll. 6. Klicken Sie auf Filter-Einstellungen, um die Bildgröße der gespeicherten Zeichnung auf dem Bildschirm zu steuern oder spezielle Optionen für das Grafikformat auszuwählen, und klicken Sie dann zweimal auf OK. 7. Wenn Sie zum Anzeigen der HTML-Seiten aufgefordert werden, klicken Sie auf Ja, um den Webbrowser zu öffnen und die erste HTML-Seite anzuzeigen. Weitere Informationen zu Microsoft Visio-Produkten Weitere Informationen zu Microsoft Visio 2000 Enterprise Edition finden Sie unter folgender Webadresse: http://www.microsoft.com/germany/office/visio/enterprise.htm bzw. http://www.microsoft.com/office/visio/editions.htm (englischsprachig) Judy Lemke ist technische Redakteurin und Kursleiterin und verfügt über eine siebenjährige Erfahrung mit Microsoft Visio-Produkten.