Bewährte Methoden für Offlineadressbücher

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Bewährte Methoden für
Offlineadressbücher
Microsoft Corporation
Veröffentlicht: 01.11.06
Autor: Exchange Server-Dokumentationsteam
Kurzdarstellung
Das vorliegende Handbuch enthält Empfehlungen sowie bewährte Methoden für die
Bereitstellung und Verwaltung von Offlineadressbüchern mit Microsoft Exchange Server 2003
und Microsoft Office Outlook 2003.
Kommentare? Senden Sie Ihr Feedback an folgende Adresse: [email protected].
Contents
Bewährte Methoden für Offlineadressbücher ........................................................................... 7
Einführung in "Bewährte Methoden für Offlineadressbücher" .................................................. 7
Voraussetzungen in diesem Handbuch ................................................................................. 7
Für wen ist dieses Handbuch gedacht? ................................................................................ 8
Terminologie .......................................................................................................................... 8
Technische Übersicht über Offlineadressbücher ...................................................................... 9
Generierung von Offlineadressbüchern ................................................................................. 9
Active Directory-Attribute ..................................................................................................... 11
Anzeigen der Offlineadressbuch-Systemordner im Exchange-System-Manager .................. 12
Verfahren ............................................................................................................................. 12
Weitere Informationen ......................................................................................................... 13
Verbesserungen der Offlineadressbücher .............................................................................. 13
Verbesserungen in Exchange Server 2003 ......................................................................... 13
Verbesserungen in Exchange Server 2003 SP1 ................................................................. 14
Verbesserungen in Outlook 2003 SP1 ................................................................................ 19
Verbesserungen in Exchange Server 2003 SP2 und Outlook 2003 SP2 ........................... 20
Bereitstellungsszenarien für Outlook 2003 ............................................................................. 23
Allgemeine Empfehlungen für das Aktualisieren von Exchange Server- bzw. OutlookVersionen ......................................................................................................................... 24
Aktualisieren von Exchange Server 5.5 ............................................................................... 24
Aktualisieren auf Exchange Server 2003 SP2 und Office Outlook 2003 SP2..................... 26
Standortkonsolidierung ........................................................................................................ 30
Zusammenführen von Verzeichnisdiensten ........................................................................ 32
Bereitstellen von Offlineadressbüchern ............................................................................... 32
Angeben der Versionen des zu generierenden Offlineadressbuchs ................................... 33
Verschieben eines Offlineadressbuchs in Exchange Server 5.5 ............................................ 34
Verfahren ............................................................................................................................. 34
Erstellen von Offlineadressbuch-Dateien auf einem Bereitstellungscomputer ....................... 34
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 34
Verfahren ............................................................................................................................. 35
Kopieren der Offlineadressbuch-Dateien von einem Testcomputer auf ausgewählte OutlookComputer ............................................................................................................................. 36
Verfahren ............................................................................................................................. 36
Bereitstellen der Sequenznummer für auf dem Testcomputer erstellte OfflineadressbuchDaten ................................................................................................................................... 37
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 37
Verfahren ............................................................................................................................. 37
Vorgehensweise beim Angeben der Versionen des zu generierenden Offlineadressbuchs .. 38
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 38
Verfahren ............................................................................................................................. 39
Weitere Informationen ......................................................................................................... 40
Verwenden von Offlineadressbüchern .................................................................................... 40
Auswirkungen der Downloads von Offlineadressbüchern auf das Netzwerk ...................... 40
Hinweise zu Offlineadressbüchern ...................................................................................... 41
Ändern der Ein-Achtel-Regel .................................................................................................. 55
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 55
Verfahren ............................................................................................................................. 55
Konfigurieren der Zertifikatsfilterung für Offlineadressbücher ................................................ 56
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 56
Verfahren ............................................................................................................................. 57
Vorgehensweise beim Generieren einer vollständigen Downloaddatei des
Offlineadressbuchs, wenn keine Differenzdatei generiert werden kann ............................. 57
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 58
Verfahren ............................................................................................................................. 58
Weitere Informationen ......................................................................................................... 59
Vorgehensweise beim Verwalten der Größen von Offlineadressbuch-Dateien ..................... 59
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 59
Verfahren ............................................................................................................................. 61
Weitere Informationen ......................................................................................................... 61
Konfigurieren von Clients für die Verwendung von Offlineadressbüchern ............................. 62
Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus ........................................................................... 62
Outlook 2003 im Onlinemodus ............................................................................................ 63
Outlook 2003 im Offlinemodus ............................................................................................ 63
Steuern des Downloadverhaltens von Offlineadressbüchern in Outlook im ExchangeCachemodus ........................................................................................................................ 64
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 64
Verfahren ............................................................................................................................. 64
Herunterladen der Option "Alle Details" für das Offlineadressbuch........................................ 65
Verfahren ............................................................................................................................. 65
Problembehandlung bei Offlineadressbüchern ....................................................................... 66
Vollständiger Download des Offlineadressbuchs ................................................................ 66
Offlineadressbuch-Sequenznummer ................................................................................... 70
Serverseitiger Adresslistenname ......................................................................................... 70
Anzeigen der Namen von Offlineadresslisten ......................................................................... 71
Verfahren ............................................................................................................................. 72
Bewährte Methoden für Offlineadressbücher – Ressourcen .................................................. 72
Microsoft Knowledge Base-Artikel ....................................................................................... 72
Handbücher für Exchange Server 2003 .............................................................................. 73
Technische Artikel ............................................................................................................... 74
Webcasts ............................................................................................................................. 74
Websites .............................................................................................................................. 74
Copyright ................................................................................................................................. 74
7
Bewährte Methoden für
Offlineadressbücher
Dieses Handbuch enthält Empfehlungen und bewährte Methoden für die Bereitstellung und
Verwaltung von Offlineadressbüchern mit Microsoft® Exchange Server 2003 und Microsoft
Office Outlook® 2003. Sowohl für die Bereitstellung eines neuen Exchange Server 2003Messagingsystems als auch für die Aktualisierung einer früheren Exchange-Version bietet
dieses Handbuch Ihnen bewährte Methoden, darunter auch Empfehlungen zur Optimierung
der Verwendung des Offlineadressbuchs in verschiedenen Szenarien. Weiterhin stellt dieses
Handbuch Ihnen Informationen zur Problembehandlung bei den gebräuchlichsten Problemen
bereit, die bei der Verwendung von Offlineadressbüchern entstehen könnten.
Hinweis:
Laden Sie das Handbuch Bewährte Methoden für Offlineadressbücher herunter, um
das Dokument zu drucken oder offline zu lesen.
Einführung in "Bewährte Methoden für
Offlineadressbücher"
Das vorliegende Handbuch enthält Empfehlungen sowie bewährte Methoden für das
Bereitstellen und Verwalten von Offlineadressbüchern mit Microsoft® Exchange Server 2003
und Microsoft Office Outlook® 2003. Sowohl für die Bereitstellung eines neuen Exchange
Server 2003-Messagingsystems als auch für die Aktualisierung einer früheren ExchangeVersion bietet dieses Handbuch Ihnen bewährte Methoden, darunter auch Empfehlungen zur
Optimierung der Verwendung des Offlineadressbuchs in verschiedenen Szenarien. Darüber
hinaus werden häufig auftretende Probleme beschrieben, die bei der Verwendung von
Offlineadressbüchern auftreten können.
Voraussetzungen in diesem Handbuch
In diesem Handbuch wird von folgenden Voraussetzungen ausgegangen:

Das Handbuch basiert auf Exchange Server 2003 mit Service Pack 2 (SP2). Exchange
Server 2003 SP2 beinhaltet Erweiterungen, die das Verhalten von Offlineadressbüchern
verbessern.

Das Handbuch basiert ebenfalls auf Outlook 2003 mit SP2. Outlook 2003 SP2 beinhaltet
ebenfalls Erweiterungen für Offlineadressbücher. Weitere Informationen zu Outlook 2003
SP2 finden Sie auf der Microsoft Office Online-Website.
8
Hinweis:
Sowohl in Exchange Server 2003 SP2 als auch in Outlook 2003 SP2 wird das
Offlineadressbuch, Version 4, (OAB v4) eingeführt. Dieses Handbuch unterstützt
Sie beim Bereitstellen und Verwalten von Offlineadressbüchern, auch wenn Sie
weder Exchange Server 2003 SP2 noch Outlook 2003 SP2 verwenden. Die
Verbesserungen an Offlineadressbüchern, die im OAB v4 eingeführt werden,
können Sie jedoch nicht nutzen. Ausführliche Informationen zu den
Verbesserungen der Offlineadressbücher, die seit den ursprünglichen Versionen
von Exchange Server 2003 und Outlook 2003 hinzugefügt wurden, finden Sie
unter Verbesserungen der Offlineadressbücher.

Das vorliegende Handbuch enthält zahlreiche Details, die Ihnen ein besseres
Verständnis des OAB v4 vermitteln und Sie bei dessen Bereitstellung und Verwendung
unterstützen. Zusätzliche Informationen zum Offlineadressbuch v4 finden Sie unter OAB
Version 4 in Exchange Server 2003 Service Pack 2 und How Outlook 2003 SP2 and
Exchange Server 2003 SP2 OAB Version 4 Work Together. Eine Liste der Ressourcen,
auf die in diesem Handbuch verwiesen wird, sowie weitere Ressourcen, die Sie beim
Verwalten von Offlineadressbüchern unterstützen können, finden Sie unter Bewährte
Methoden für Offlineadressbücher – Ressourcen.
Für wen ist dieses Handbuch gedacht?
Obwohl nahezu jeder Benutzer mit einem technischen Hintergrund von der Lektüre dieses
Handbuchs profitieren kann, ist es so ausgelegt, dass besonders folgende Benutzergruppen
maximalen Nutzen daraus ziehen können:

IT-Experten Personen, die sich auf die Problembehandlung bei Schwierigkeiten
spezialisiert haben, mit denen Endbenutzer in ihrer Messagingumgebung konfrontiert
werden.

Architekten von Messagingsystemen Personen, die für die Planung und
Ausarbeitung allgemeiner Geschäftsstrategien und -lösungen zuständig sind.

Exchange Server- und Outlook-Administratoren Personen, die für die Installation,
Wartung und Administration der Anwendungen Exchange Server und Outlook in einem
Unternehmen zuständig sind.
Terminologie
Machen Sie sich mit den folgenden Begriffen vertraut, bevor Sie weiterlesen.
Offlineadressbuch Bei einem Offlineadressbuch handelt es sich um einen Container, in
dem eine Zusammenstellung von Offlineadresslisten gespeichert wird. Administratoren
konfigurieren verfügbare Offlineadressbücher, und Outlook-Benutzer können auswählen,
welche Offlineadresslisten sie herunterladen möchten.
9
Offlineadressliste Bei einer Offlineadressliste handelt es sich um eine Gruppe von
Adresslisten in Dateien, die auf einem Offlineadresslisten-Server erstellt und gespeichert
werden. Offline arbeitende Benutzer können eine Verbindung zu einem Exchange ServerComputer herstellen und Adresslisten herunterladen, wenn sie Informationen zu anderen
Benutzern in der Organisation benötigen. Beim Erstellen eines Offlineadressbuchs werden
die angegebenen Adresslisten in eine gesonderte Gruppe von Dateien konvertiert und in
einem Öffentlichen Ordner gespeichert. Wenn Benutzer das Offlineadressbuch
herunterladen, wird diese Datendatei als Informationsquelle verwendet. Offlineadressbücher
enthalten normalerweise mindestens eine Adressliste, die die Globale Adressliste (GAL)
darstellt. Offline arbeitende Benutzer können diese Globale Adressliste mit MAPI-E-MailClients (Messaging Application Programming Interface) verwenden.
Weitere Informationen zu anderen auf Exchange-bezogenen Begriffen finden Sie in
Exchange Server 2003 Glossary.
Technische Übersicht über
Offlineadressbücher
Dieses Thema gibt eine kurzen technische Übersicht über Offlineadressbücher. Es wird die
Generierung von Offlineadressbüchern beschrieben und erläutert, wo OfflineadressbuchObjekte im Active Directory®-Verzeichnisdienst gespeichert werden.
Generierung von Offlineadressbüchern
Microsoft® Office Outlook® 2003 verwendet das Offlineadressbuch zum Bereitstellen des
Offlinezugriffs auf Verzeichnisinformationen aus der Globalen Adressliste (GAL) sowie
anderen Adresslisten. Exchange generiert jede Nacht neue Offlineadressbuch-Dateien und
legt sie in einem speziellen Öffentlichen Ordner ab, einem Systemordner, damit Outlook sie
herunterladen kann. Die Offlineadressbuch-Dateien werden vor dem Hinzufügen zu den
Offlineadressbuch-Systemordnern komprimiert, sodass der Download nach Outlook minimal
ist. Plangemäß überprüft Outlook diese Systemordner regelmäßig auf neue
Offlineadressbuch-Dateien und lädt die erforderlichen Dateien herunter.
Outlook 2003 enthält viele neue Features und Erweiterungen für das Offlineadressbuch.
Durch die Verwendung des Offlineadressbuchs braucht Outlook keine Verbindung mit Active
Directory herzustellen, um allgemeine Vorgänge, z. B. das Auflösen von Empfängernamen,
das Durchsuchen von Adresslisten oder das Abrufen von Adressdetails, durchzuführen. Die
zur Verfügung stehenden Funktionen sind begrenzt, aber sie ähneln der GAL (oder anderen
Adresslisten) beim Arbeiten im Netzwerk.
Viele Komponenten von Exchange Server arbeiten mit Active Directory, um
Offlineadressbücher zu generieren und zu verwalten. Unabhängig davon, ob ein
10
Offlineadressbuch automatisch beim Exchange-Setup oder manuell vom Administrator durch
den Exchange-System-Manager erstellt wurde, arbeiten Exchange Server und Active
Directory bei der Verwaltung des Offlineadressbuchs zusammen und synchronisieren es in
Hinblick auf Änderungen, die möglicherweise im Verzeichnis vorgenommen wurden.
Systemordner können im Exchange-System-Manager angezeigt werden und ermöglichen
dem Administrator die Anzeige der Dateien, die das Offlineadressbuch bildend. Die folgende
Abbildung zeigt die Offlineadressbuch-Systemordner im Exchange-System-Manager.
Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Anzeigen der Offlineadressbuch-Systemordner
im Exchange-System-Manager.
Nachfolgend werden alle bei der Generierung und Verwaltung von Offlineadressbüchern
verwendeten Exchange Server- und Active Directory-Komponenten beschrieben:

Microsoft Exchange-Systemaufsicht Zuständig für die Generierung des
Offlineadressbuchs. Die Systemaufsicht ruft Oabgen.dll auf, eine MAPI-Anwendung, die
als OABGen bezeichnet wird und Active Directory ausliest. Auf einem Server, auf dem
Exchange Server 2003 SP2 ausgeführt wird, legt OABGen bei der ersten Erstellung
eines Offlineadressbuchs die Ordner OAB Version 2, OAB Version 3a und OAB
Version 4 an. Sie können die Versionen der zu generierenden Offlineadressbücher
angeben. Einzelheiten hierzu finden Sie unter Vorgehensweise beim Angeben der
Versionen des zu generierenden Offlineadressbuchs.
11
Hinweis:
Auf einem Server, auf dem Exchange Server 2003 SP1 ausgeführt wird, legt
OABGen bei der ersten Erstellung eines Offlineadressbuchs die Ordner OAB
Version 2 und OAB Version 3a an.

Bei jeder Ausführung von OABGen werden folgende Aufgaben durchgeführt:

Erstellung der Dateien für alle Offlineadressbuch-Versionen.

Komprimierung der Dateien.

Erstellung von Bereitstellungen in den Systemordnern für jede Version des zu
generierenden Offlineadressbuchs. Die Offlineadressbuch-Dateien werden als
Anlagen für die Bereitstellungen in den Ordnern gespeichert.

Erstellung von inkrementellen Offlineadressbuch-Dateien, die tägliche Änderungen
enthalten. Standardmäßig generiert Exchange Server 2003 jeden Morgen um 5:00
Uhr eine inkrementelle Offlineadressbuch-Datei.

Microsoft Exchange–Informationsspeicherdienst Zuständig für die Speicherung von
Offlineadressbuch-Systemordnern, die direkt unter OFFLINEADRESSBUCH aufgelistet
sind. Bei jeder Erstellung eines neuen Offlineadressbuchs werden die entsprechenden
Offlineadressbuch-Systemordner einschließlich der Container, z. B.
"EX:/o=<Organisationsname>/ou=<Administrative Gruppe> und
/o=<Organisationsname>/cn=addrlists/cn=oabs/cn=<Name der Offlineadressliste>",
während der nächtlichen Onlinewartung erstellt.

Verzeichnisserver Active Directory-Server werden bei der Generierung von
Offlineadressbüchern verwendet. Die Konfigurationsdaten für das Offlineadressbuch
werden in der Konfigurationsnamenskontext-Partition von Active Directory gespeichert
und somit allen Domänencontrollern zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden die
Informationen zu den Globalen Adresslisten im globalen Katalogserver gespeichert.

Empfängeraktualisierungsdienst Bei der Generierung eines Offlineadressbuchs wird
im Gegensatz zu den Adresslisten kein Empfängeraktualisierungsdienst benötigt. Der
Systemaufsichtsdienst ruft den Empfängeraktualisierungsdienst auf, der wiederum die
Adresslistenmitgliedschaft für Empfänger verwaltet. Bei leerer Adressliste schlägt die
Generierung des Offlineadressbuchs fehl.
Active Directory-Attribute
Ein ordnungsgemäß konfiguriertes Active Directory ist für die korrekte Generierung eines
Offlineadressbuchs unter Exchange Server 2003 erforderlich. Zusätzlich zu den Adresslisten
und den Objekten, die diese Listen bilden, besitzt das Offlineadressbuch seine eigenen
Verzeichnisattribute. Probleme mit Active Directory können zu Problemen mit dem
Offlineadressbuch führen. So können beispielsweise Unterbrechungen oder das
12
Fehlschlagen der Active Directory-Replikation dazu führen, dass neu hinzugefügte
Verzeichnisobjekte im Offlineadressbuch nicht angezeigt werden.
Offlineadressbuch-Informationen werden an zwei Orten gespeichert. Der Inhalt des
Offlineadressbuchs wird in der Nicht-IMP-Unterstruktur der Öffentlichen Ordner-Hierarchie
gespeichert, und die Offlineadressbuch-Objekte werden im Konfigurationsnamenskontext in
Active Directory (unter "CN=Offline Address Lists,CN=Address Lists
Container,CN=<Organisationsname>,CN=Microsoft
Exchange,CN=Services,CN=Configuration,DC=<Domänenname>,DC=<Domänennamenerw
eiterung>") gespeichert. Offlineadressbücher besitzen wie alle Verzeichnisobjekte zahlreiche
Attribute zum Steuern von Verhalten und anderen Elementen.
Anzeigen der OfflineadressbuchSystemordner im Exchange-SystemManager
Systemordner können im Exchange-System-Manager angezeigt werden und ermöglichen
dem Administrator die Anzeige der Dateien, die das Offlineadressbuch bildend.
Verfahren
So zeigen Sie Offlineadressbuch-Systemordner im Exchange-System-Manager an
1. Öffnen Sie den Exchange-System-Manager.
2. Unter dem Objekt Organisation erweitern Sie Ordner. Wenn Ordner unter dem
Objekt Organisation nicht angezeigt wird, weist das auf die Anzeige von
Administrative Gruppen im Exchange-System-Manager hin. Erweitern Sie in
diesem Fall Administrative Gruppen, dann Administrative Gruppe und dann
Ordner.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Öffentliche Ordner, und wählen Sie
Systemordner anzeigen aus.
4. Erweitern Sie Öffentliche Ordner, dann OFFLINEADRESSBUCH.
5. Wählen Sie den entsprechenden Offlineadressbuch-Ordner aus, und erweitern Sie
ihn. Der Offlineadressbuch-Ordner heißt standardmäßig beispielsweise "/o=<Name
der Exchange-Organisation>/cn=addrlists/cn=oabs/cn=Default Offline Address List".
6. Wählen Sie den entsprechenden Versionsordner des Offlineadressbuchs aus, und
klicken Sie auf die Registerkarte Inhalt.
13
Weitere Informationen
Informationen zu standardmäßig erstellten Offlineadressbüchern finden Sie unter
"Generierung von Offlineadressbüchern" in Technische Übersicht über Offlineadressbücher.
Verbesserungen der Offlineadressbücher
In diesem Thema werden die aktuellen Verbesserungen beschrieben, die an
Offlineadressbüchern vorgenommen wurden. Sowohl in Microsoft® Exchange Server 2003
als auch in Microsoft Office Outlook® 2003 wurde das Offlineadressbuch v3(a) mit
erweiterten Funktionen eingeführt. Darüber hinaus enthielten sowohl Service Pack 1 (SP1)
für Exchange Server 2003 als auch Service Pack 1 (SP1) für Outlook 2003 zusätzliche
Erweiterungen für das Offlineadressbuch. Schließlich wird sowohl in Exchange Server 2003
SP2 als auch in Outlook 2003 SP2 das Offlineadressbuch, Version 4, (OAB v4) eingeführt.
Das Offlineadressbuch v4 umfasst neben erheblichen Leistungsverbesserungen im Vergleich
zu früheren Versionen weitere Verbesserungen.
Hinweis:
Um die Änderungen im OAB v4 verwenden zu können, muss auf Ihren
Offlineadressbuch-Servern Exchange Server 2003 SP2 oder höher ausgeführt
werden. Ferner ist auf Ihren Outlook-Clients Outlook 2003 SP2 oder höher im
Unicode-Format erforderlich. Informationen zu Outlook 2003 SP2 finden Sie auf der
Microsoft Office Online-Website.
Verbesserungen in Exchange Server 2003
In Exchange Server 2003 wird das neue Offlineadressbuch-Format Offlineadressbuch v3(a)
eingeführt. Das Offlineadressbuch v3(a) wird in dem Systemordner OAB Version 3a
gespeichert. Das Offlineadressbuch v3(a) fügt Unterstützung für das Speichern eines
Offlineadressbuchs im Unicode-Format hinzu. In früheren Versionen des Offlineadressbuchs
werden Daten im ANSI-Format (American National Standards Institute) gespeichert.
Im Exchange-System-Manager wird der neue Systemordner nach dem Ordner OAB Version
2 aufgeführt. Der Ordner OAB Version 2 enthält eine Gruppe von Offlineadressbüchern im
ANSI-Zeichensatzformat, die von Outlook 2003 bis Outlook 97 verwendet werden. Jedes
Nachrichtenobjekt in dem Ordner stellt eine Generierung des Offlineadressbuchs dar (erfolgt
in der Regel täglich). Ein Nachrichtenobjekt enthält mehrere hochkomprimierte Dateien.
Diese Daten enthalten die Offlineadressbuch-Daten. Darüber hinaus werden Änderungen
gegenüber der vorherigen Generierung in der Datei Changes.oab erstellt, sodass Outlook
nur die seit dem letzten Download aufgetretenen Änderungen herunterladen muss.
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Der Ordner OAB Version 3a enthält eine Gruppe von Offlineadressbüchern im UnicodeFormat. Diese Offlineadressbücher werden von Outlook 2003 verwendet. Bei Ihrer
Anmeldung bei Outlook 2003 überprüft Outlook 2003, ob dieser Ordner vorhanden ist, und
verwendet die Unicode-Dateien, sofern diese verfügbar sind. Es ist sinnvoll, dass Outlook
2003 nicht die älteren ANSI-Dateien im untergeordneten Ordner von OAB Version 2,
sondern die Unicode-Dateien verwendet.
Verbesserungen in Exchange Server 2003 SP1
Exchange Server 2003 SP1 bietet Exchange-Administratoren zusätzliche Kontrolle: Sie sind
in der Lage, die Anzahl der gleichzeitigen vollständigen Downloads von Offlineadressbüchern
zu begrenzen, die auf den einzelnen Servern für Öffentliche Ordner stattfinden können. In
Service Pack 1 wurde ebenfalls die Überwachung von Offlineadressbüchern erweitert,
wodurch eine neue Protokollfunktion für auftretende Fehler und Ausnahme bereitgestellt wird.
Downloadeinschränkung bei Offlineadressbüchern
In Exchange Server 2003 wird jede Anfrage für den vollständigen Download eines
Offlineadressbuchs sofort verarbeitet. Wenn z. B. ein Öffentlicher Ordner, der von 10.000
Benutzern verwendet wird, in einer Stunde 1.000 Anfragen erhält, und das Offlineadressbuch
5 MB groß ist, überträgt der Server 5 GB Daten. Je nach Geschwindigkeit der
Netzwerkverbindungen und verfügbarer Bandbreite kann diese große Datenmenge das
Netzwerk möglicherweise für einen längeren Zeitraum überlasten.
Um die Überlastung des Netzwerkadapters eines Exchange-Servers oder des betreffenden
Netzwerks zu verhindern, stellt Exchange Server 2003 mit SP1 einen
Einschränkungsmechanismus bereit, mit dem Administratoren durch Festlegung eines
Bandbreiten-Schwellenwerts die Netzwerkbandbreite begrenzen können, die von Downloads
der Offlineadressbücher verwendet wird.
Standardmäßig ist dieses Einschränkungsfeature deaktiviert. Sie können es aktivieren, indem
Sie der Registrierung auf allen Servern für Öffentliche Ordner, auf denen sich Systemordner
von Offlineadressbüchern befinden, den folgenden Eintrag hinzufügen:
HKLM\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\ParametersSystem
Type: DWORD
Value: OAB Bandwidth Threshold (KBps)
Value Data: bandwidth threshold setting (Range: 0 to 4194304 (decimal))
Anhand ihres Namens ist ersichtlich, dass die Einstellung des Bandbreiten-Schwellenwerts in
Kilobytes pro Sekunde (KB/s) angegeben ist und mit einem Dezimalwert konfiguriert werden
sollte. Wenn für den Registrierungswert beispielsweise der Dezimalwert 5.000 festgelegt
wird, wird der Server für Öffentliche Ordner so konfiguriert, dass 5.000 KB/s als BandbreitenSchwellenwert für Downloads von Offlineadressbüchern verwendet werden. Dies entspricht
15
ungefähr 40.960 Kilobits pro Sekunde (KBit/s) oder 40,96 Megabits pro Sekunde (MBit/s).
Nach dem Hinzufügen und Konfigurieren der Einstellung erkennt Exchange den
Registrierungseintrag dynamisch und erzwingt die Bandbreitenbegrenzung, ohne dass der
Microsoft Exchange-Informationsspeicherdienst neu gestartet werden muss.
Bei jeder Downloadanfrage für ein Offlineadressbuch werden die Administratorrechte des
Requestors auf dem Exchange-Server überprüft. Wenn der für die Anfrage verwendete
Sicherheitskontext dem des lokalen Administrators auf dem Exchange Server-Computer
entspricht, wird davon ausgegangen, dass eine interne Funktion den Download anfordert. In
diesem Fall darf der Requestor mit einem vollständigen Download fortfahren. Die an den
Administratorclient übertragenen Bytes werden jedoch noch als Bestandteil der
durchschnittlichen Byteanzahl des vollständigen Downloads eines Offlineadressbuch
berechnet. Verfügt der Requestor nicht über Administratorrechte, wird die durchschnittliche
Byteanzahl des vollständigen Downloads eines Offlineadressbuchs während der letzten zehn
Sekunden ermittelt. Liegt dieser Wert unter dem konfigurierten Schwellenwert, wird ein
vollständiger Download ermöglicht.
Hinweis:
Wenn der oben beschriebene Registrierungsschlüssel auf 0 gesetzt wird, kann
höchstens jeweils ein Client ohne Administratorrechte ein vollständiges
Offlineadressbuch herunterladen (in Zehn-Sekunden-Intervallen).
Bei Festlegung des Bandbreiten-Schwellenwerts für den Offlineadressbuch-Download sollten
Sie die Schwellenwerte auf den einzelnen Servern mit Werten konfigurieren, die weder zu
einer Überlastung des Netzwerkadapters des Exchange-Servers noch des Netzwerks führen.
Wenn noch keine Leistungsdaten des Netzwerks und der Exchange-Server gesammelt und
analysiert wurden, sollte dies vor der Konfiguration des Registrierungseintrags erfolgen.
Ferner wird die Überwachung der folgenden Leistungsobjekte von Offlineadressbüchern
empfohlen:

MSExchangeIS | OAB: Vollständige Downloads Bytes/Sek. Dieses Leistungsobjekt
kann überwacht werden, wenn das Netzwerk durch Offlineadressbuch-Downloads
überlastet ist. Anhand dieser Informationen können Sie die Bandbreite feststellen, die die
einzelnen Server für Öffentliche Ordner in dieser Situation verwenden. Nachdem Sie die
verwendete Bandbreite ermittelt haben, sollten Sie den Bandbreiten-Schwellenwert auf
60 % dieses Werts setzen.

MSExchangeIS | OAB: Versuchte vollständige Downloads blockiert Anhand dieses
Leistungsobjekts können Sie die Anzahl der versuchten vollständigen Downloads
ermitteln, die aufgrund einer Überschreitung des Bandbreiten-Schwellenwerts blockiert
wurden. Dieser Indikator wird für jeden blockierten Versuch um eins erhöht.
Vor dem Implementieren der Downloadeinschränkung für Offlineadressbücher ist Folgendes
zu beachten:
16

Durch dieses Feature wird die Gesamtanzahl der heruntergeladenen Bytes nicht
verringert.

Durch dieses Feature werden die vollständigen Downloads von Offlineadressbüchern für
den gesamten Server eingeschränkt. Administratoren von Exchange-Servern mit
mehrfach vernetzten Netzwerken müssen dies beachten, wenn sie dieses Feature
verwenden möchten, da die Einschränkung für Clients in beiden Netzwerksegmenten gilt.

Aufgrund der Bandbreitenbegrenzung, die von vollständigen OfflineadressbuchDownloads verwendet wird, benötigen Clients möglicherweise länger, um aktualisierte
vollständige Offlineadressbücher herunterzuladen. Aus diesem Grund sollte dieses
Feature nur von Kunden verwendet werden, die ihre Netzwerke vor Überlastung
schützen müssen. Ferner sollte ein möglichst hoher Schwellenwert festgelegt werden.

Um zum Standardverhalten zurückzukehren, löschen Sie den Registrierungswert.
Wenn ein Outlook-Client nach Anwendung dieser Registrierungseinstellung versucht, ein
vollständiges Offlineadressbuch herunterzuladen, bestimmt der Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner die durchschnittliche Byteanzahl eines vollständigen Offlineadressbuchs,
die während der vorherigen zehn Sekunden heruntergeladen wurde. Einer dieser beiden
Fälle tritt ein:

Wenn der Wert unter dem konfigurierten Schwellenwert liegt, kann der Client den
vollständigen Download fortsetzen.

Liegt der Wert über dem konfigurierten Schwellenwert, kann der Client den vollständigen
Download des Offlineadressbuchs nicht fortsetzen, das Leistungsobjekt wird um eins
erhöht, und der Outlook-Client meldet folgenden Fehler im OutlookSynchronisierungsordner: "Microsoft Exchange Server meldete den folgenden Fehler
(0x8004010B): Der Vorgang kann nicht ausgeführt werden, da der Microsoft Exchange
Server-Computer zurzeit ausgelastet ist. Versuchen Sie es später erneut." Anschließend
versucht der Outlook-Client erneut, das vollständige Offlineadressbuch herunterzuladen.
Dies geschieht einmal pro Stunde, bis der Download erfolgreich durchgeführt wird.
Einzelheiten zur Konfiguration dieser Einstellung finden Sie im Microsoft Knowledge BaseArtikel 867623 mit Informationen zum Einschränken vollständiger Downloads von
Offlineadressbüchern zur Begrenzung der Auswirkungen auf ein LAN in Exchange Server
2003.
Keine Übereinstimmungen bei SMTP-Adressen
Vor Service Pack 1 für Exchange Server 2003 konnten unternehmensweite vollständige
Downloads von Offlineadressbüchern aufgrund nicht übereinstimmender SMTP-Adressen
(Simple Mail Transfer Protocol) durchgeführt werden. Bei einem SMTP-Adressproblem wird
eine differenzielle Aktualisierungsdatei erstellt. Outlook kann die Aktualisierung jedoch nicht
ordnungsgemäß analysieren.
17
Alle E-Mail-aktivierten Objekte (Postfach, Kontakt und Verteilergruppe) in Ihrer Organisation
müssen über das Attribut mail und das Attribut proxyAddresses verfügen. Das Attribut
proxyAddresses muss einen primären SMTP-Proxy enthalten, dessen Alias mit dem des
Attributs mail übereinstimmt. Wenn das Attribut mail beispielsweise [email protected]
lautet, muss SMTP:[email protected] im Attribut proxyAddresses enthalten sein. Ein
gültiger primärer SMTP-Proxy muss im Format SMTP:<alias>@<domäne.com> (nicht
"smtp:"), wobei alias den E-Mail-Alias des Benutzers und domäne.com den Domänennamen
des Unternehmens darstellt.
Hinweis:
Ein primärer SMTP-Proxy beginnt mit "SMTP:" (alles Großbuchstaben), zusätzliche
SMTP-Proxys beginnen mit "smtp:" (alles Kleinbuchstaben).
Ferner ist bei SMTP-Adressen Folgendes zu beachten:

Ein RDN (Relative Distinguished Name) im SMTP-Format (der Teil, hinter dem das @Zeichen steht) darf maximal 63 Zeichen enthalten.

Der Alias und der Domänenname dürfen nicht mit einem der folgenden Zeichen
beginnen: Leerzeichen, !"#$%&`()*+,-./, nicht druckbare Zeichen. Domänennamen
beginnen normalerweise mit einem Buchstaben oder einer Zahl, die falsche Eingabe
eines Leerzeichens am Anfang ist ein häufiger Fehler.

Das SMTP-Problem im Hinblick auf Offlineadressbuch-Downloads betrifft nur die
differenziellen Aktualisierungen. Der Eintrag des Benutzers im Active Directory®Verzeichnisdienst muss geändert werden, um in der differenziellen Aktualisierungsdatei
angezeigt zu werden. Es besteht die Möglichkeit, dass der Eintrag in der differenziellen
Aktualisierung angezeigt wird (als ob eine Änderung vorgenommen worden wäre), wenn
in der Organisation ein anderer Benutzer existiert, der dasselbe displayName-Attribut in
Active Directory aufweist.
In Exchange Server 2003 mit SP1 muss bei nicht übereinstimmenden SMTP-Adressen nicht
mehr das vollständige Offlineadressbuch heruntergeladen werden, da die Benutzer mit den
nicht übereinstimmenden Adresse dem Offlineadressbuch nicht hinzugefügt werden. Wenn
ein solcher Benutzer erkannt wird, wird stattdessen das folgende Ereignis im
Anwendungsereignisprotokoll des Offlineadressbuch-Servers generiert.
Ereignisquelle:
MSExchangeSA
Ereignis-ID:
9325
Ereignistyp:
Fehler
Beschreibung:
Der Benutzereintrag %1 in Adressliste %2
wurde übersprungen, weil die SMTP-Adresse
%3 ungültig ist.
18
Um festzustellen, ob ein Benutzer einem Offlineadressbuch hinzugefügt wird, führt OABGen
mehrere Überprüfungstasks durch. Hierdurch wird festgestellt, ob die SMTP-Proxyadressen
der einzelnen Benutzer korrekt sind bzw. ob sie keine Übereinstimmungen aufweisen oder
ungültig sind. Tritt bei einer der Überprüfungstasks ein Fehler auf, wird der Benutzer dem
Offlineadressbuch nicht hinzugefügt, und der frühere Ereignisprotokolleintrag wird
protokolliert.
Erweiterungen der Überwachung von Offlineadressbüchern
Als bewährte Methode wird die regelmäßige Überwachung der Downloads von
Offlineadressbüchern empfohlen. Dies beinhaltet eine regelmäßige Überprüfung der
Ereignisprotokolleinträge von Offlineadressbüchern. Vor Exchange Server 2003 mit SP1
haben Offlineadressbücher in der Regel erfolgreiche Informationsereignisse aufgezeichnet.
Fehlgeschlagene Ereignisse und interne Ausnahmen wurden nicht protokolliert, wodurch in
einigen Fällen Schwierigkeiten bei der Problembehandlung von Offlineadressbüchern
entstanden. Exchange Server 2003 SP1 beinhaltet mehrere Änderungen, die die
Zweckmäßigkeit der Ereignisprotokollierung des Offlineadressbuchs erhöhen. Beispiel:

Exchange protokolliert alle Fehler bei der Generierung des Offlineadressbuchs, auch
wenn die Diagnoseprotokollierung deaktiviert ist.

Exchange protokolliert Ereignisse für Bedingungen, die den vollständigen Download
eines Offlineadressbuchs erzwingen.

Exchange protokolliert Ausnahmen, die durch API-Pogramme wie das Dateisystem, das
Verzeichnis, den Öffentlichen Ordner, den Arbeitsspeicher, Vorlagen oder Ausnahmen
bei der Vorlagengenerierung an das Subsystem des Offlineadressbuchs zurückgegeben
werden sowie hinzugefügte oder entfernte übergeordnete DNs (Distinguished Names),
die vollständige Downloads eines Offlineadressbuchs erzwingen.

Exchange protokolliert Fehlercodes, die aus API-Programmen in der
Abschnittsbeschreibung des Ereignisses zurückgegeben werden.

Exchange protokolliert häufige Fehler, beispielweise fehlende Replikate Öffentlicher
Ordner, fehlenden Speicherplatz und leere Adresslisten.

Exchange fügt jedem Ereignis zusätzliche Informationen hinzu, die angeben, in welcher
Offlineadressbuch-Zusammenstellung der Fehler aufgetreten ist und welche Adressliste
verarbeitet wurde.

Exchange zeichnet einige der weniger hilfreichen Ereignisse nicht mehr auf, die vor
Exchange Server 2003 Service Pack 1 protokolliert wurden.
Wenn Zeichen, die sich im Konfigurationsobjektnamen eines Offlineadressbuchs befinden,
der Microsoft Windows Server™ 2003-basierten Servercodeseite nicht zugeordnet werden
können, werden diese Zeichen bei Erfassung des Ereignisses durch ein Fragezeichen (?)
ersetzt. Dieses Verhalten kann bei Zeichen aus einer anderen Sprache auftreten, die nicht
mit der auf dem Exchange Server-Computer installierten Codeseite übereinstimmen.
19
Informationen zur Lösung dieses Problems finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel
842126 mit Informationen zu Erweiterungen für das Überwachen von Offlineadressbüchern in
Exchange Server 2003 Service Pack 1.
Verbesserungen in Outlook 2003
Outlook 2003 beinhaltet mehrere Erweiterungen von Offlineadressbüchern, darunter
Unterstützung für das Offlineadressbuch v3(a), für Unicode sowie aktualisierte
Gruppenrichtlinieneinstellungen, die dem Administrator die Steuerung des OfflineadressbuchVerhaltens ermöglichen.
Neues Unicode-Format
Die Verwendung von Outlook im Unicode-Modus ist insbesondere für Organisationen
vorteilhaft, in denen mehrere Sprachen zum Einsatz kommen, sowie für Benutzer, die große
Outlook-Dateien benötigen. Frühere Outlook-Versionen haben mehrsprachige UnicodeDaten im Text von E-Mail-Nachrichten unterstützt. Outlook-Daten, beispielsweise die
Empfänger- und Betreffzeilen von Nachrichten sowie die Eigenschaften ContactName und
BusinessTelephoneNumber von Kontaktobjekten, waren auf die in Ihrer Systemcodeseite
definierten Zeichen begrenzt. Outlook 2003 unterliegt dieser Einschränkung nicht mehr,
vorausgesetzt, Outlook wird im Unicode-Modus mit Exchange Server als Messagingserver
ausgeführt. Als bewährte Methode wird die Verwendung des Unicode-Modus wird empfohlen.
Der Unicode-Modus ist der Standardmodus, wenn dies in den Konfigurationen des
Benutzerprofils, des Exchange-Servers und den Administratoreinstellungen vorgesehen ist.
Wenn die Benutzer in Ihrer Organisation Unicode für Outlook verwenden sollen, kann
Outlook den Benutzern auf verschiedene Arten so bereitgestellt werden, dass diese es im
Unicode-Modus ausführen können. Eine Bereitstellungsoption besteht darin, die UnicodeVerwendung durch Einrichten einer Umgebung zu fördern, in der die Kriterien, die Outlook
hinsichtlich der Verwendung des Unicode-Modus prüft, für die meisten Benutzer erfüllt sind.
Sofern die Kriterien erfüllt sind, wird Unicode standardmäßig verwendet, es sei denn, Sie
legen Optionen zur Verwendung von ANSI fest. Eine weitere Möglichkeit besteht darin
festzulegen, dass Unicode für die Verwendung von Outlook erforderlich ist. Dies geschieht
durch Festlegen von Optionen, die automatisch neue Unicode-Benutzerdateien erstellen.
Wahlweise können Sie diese Ansätze auch kombinieren.
Verbesserungen in Outlook 2003 SP1
Outlook 2003 SP1 beinhaltet Erweiterungen, die Administratoren Informationen zu
vollständigen Downloads von Offlineadressbüchern bereitstellen, beispielsweise den
Startzeitpunkt der vollständigen Downloads. Durch die Protokollierung des
Offlineadressbuchs wird ebenfalls der Grund für den vollständigen Download angegeben.
Administratoren können so feststellen, ob der Download erwartet wurde oder er auf ein
20
bekanntes oder unbekanntes Problem entweder in Outlook oder Exchange Server
zurückzuführen ist.
Standardmäßig generiert Outlook 2003 immer ein Ereignis im Anwendungsereignisprotokoll,
wenn Outlook den vollständigen Download eines Offlineadressbuchs durchführt. Um
Downloads eines Offlineadressbuchs zu identifizieren, überprüfen Sie das
Anwendungsereignisprotokoll auf das folgende Ereignis.
Ereignisquelle:
Outlook
Ereignis-ID:
27
Ereignistyp:
Fehler, Warnung oder Information
Beschreibung:
Unterschiedlich, abhängig von dem Grund
des Ereignisses
Nachdem Sie das Ereignis identifiziert haben, das den vollständigen Download des
Offlineadressbuchs ausgelöst hat, können Sie anhand des Datenteils des
Informationsereignisses den Grund für den vollständigen Download feststellen. Weitere
Informationen hierzu finden Sie unter Problembehandlung bei Offlineadressbüchern.
Verbesserungen in Exchange Server 2003 SP2
und Outlook 2003 SP2
Sowohl in Exchange Server 2003 SP2 als auch in Outlook 2003 SP2 wird das
Offlineadressbuch, Version 4, (OAB v4) eingeführt. Das OAB v4 beinhaltet sämtliche im OAB
v3(a) eingeführten sowie zusätzliche Verbesserungen. Ein Großteil dieser Verbesserungen
tragen insbesondere dazu bei, die Auswirkungen der Benutzerdownloads von
Offlineadressbuch-Informationen auf das Netzwerk zu minimieren.
Hinweis:
Um die Erweiterungen im OAB v4 verwenden zu können, muss auf Ihren
Offlineadressbuch-Servern Exchange Server 2003 SP2 oder höher ausgeführt
werden. Ferner ist auf Ihren Outlook-Clients Outlook 2003 SP2 oder höher im
Unicode-Format erforderlich. Informationen zu Outlook 2003 SP2 finden Sie auf der
Microsoft Office Online-Website. Informationen zu neuen Verwaltungsfeatures in
Outlook 2003 SP2 finden Sie auf der Website Microsoft Office 2003 Editions
Resource Kit.
In den folgenden Abschnitten werden einige Verbesserung im OAB v4 beschrieben.
Zusätzliche Informationen zum OAB v4 finden Sie unter OAB Version 4 in Exchange Server
2003 Service Pack 2 und How Outlook 2003 SP2 and Exchange Server 2003 SP2 OAB
Version 4 Work Together.
21
Verbesserungen der vollständigen Downloads im OAB v4
Exchange Server 2003 hält die Offlineadressbuch-Dateien durch vollständige Downloads und
differenzielle Aktualisierungen auf dem neuesten Stand. Bei Outlook-Clients, die das OAB v4
verwenden, gibt es weniger Situationen, in denen ein E-Mail-Client ein vollständiges
Offlineadressbuch herunterlädt. Wenn Clients Änderungen an Offlineadressbüchern nicht
durch vollständige Adressbuchdownloads, sondern durch differenzielle Aktualisierungen
herunterladen, verbessert dies die Leistung von Netzwerk und Client. Die folgenden
Szenarien veranschaulichen einige Fälle, in denen vollständige Downloads von
Offlineadressbüchern bei Clients, die das OAB v4 verwenden, nicht mehr auftreten.

In vorherigen OAB-Versionen (v2 und v3a) führte das Entfernen oder Hinzufügen
übergeordneter DNs im Verzeichnis zum vollständigen Download einer Offlineadressliste.
Wenn Clients das OAB v4 verwenden, werden diese Änderungen durch differenzielle
Downloads durchgeführt.

In früheren OAB-Versionen (v2 und v3a) führte die Änderung des Werts
legacyExchangeDN stets zu einem vollständigen Download des Offlineadressbuchs.
Wenn Clients das OAB v4 verwenden, werden diese Änderungen durch differenzielle
Downloads durchgeführt.

In früheren OAB-Versionen (v2 und v3a) führte eine einzelne Änderung an den meisten
oder allen Eigenschaften des Client-Offlineadressbuchs (beispielsweise die Änderung
der Telefonnummer aller Mitarbeiter) immer zum Download des Offlineadressbuchs.
Wenn Clients das OAB v4 verwenden, werden diese Änderungen durch differenzielle
Downloads durchgeführt.
Weitere Informationen zu möglichen Auswirkungen vollständiger Downloads von
Offlineadressbüchern auf ein Netzwerk finden Sie unter Verwenden von
Offlineadressbüchern.
Generierung vollständiger Offlineadressbücher
In älteren Versionen als Exchange Server 2003 SP2 wird immer dann ein vollständiger
Download des Offlineadressbuchs erzwungen, wenn keine Differenzdatei generiert werden
kann. Auf Servern, auf denen Exchange Server 2003 SP2 oder eine höhere Version
ausgeführt wird, ist dies nicht immer der Fall. Insbesondere in einigen Situationen kann
Exchange Server möglicherweise keine Differenzdatei für einige Clients erstellen, auch wenn
der Offlineadressbuch-Server, auf dem Exchange Server 2003 SP2 ausgeführt wird,
feststellt, dass der Differenzdownload effizienter ist.
Wenn Exchange Server bei Outlook-Clients, die das OAB v2 oder v3a verwenden, feststellt,
dass ein Differenzdownload effizienter ist, und wenn auf einem Server mit Exchange Server
2003 SP2 keine Differenzdatei erstellt werden kann, erzwingt Exchange Server nicht
automatisch den Download des vollständigen Adressbuchs. Stattdessen protokolliert
Exchange standardmäßig das MSExchangeSA-Ereignis 9360, das angibt, dass keine
Differenzdatei erstellt werden konnte und dass keine vollständige Offlineadressbuch-Datei
22
erstellt wird. Zum Ändern dieser Standardeinstellung müssen Sie die Windows-Registrierung
wie in der Ereignisprotokollmeldung angegeben ändern.
Bei Clients, die das OAB v4 verwenden, behebt die Änderung des OfflineadressbuchFormats die Probleme, die die Generierung einer Differenzdatei durch den Server verhindert
haben. Der Server versucht den vollständigen Download eines Offlineadressbuchs nicht
dadurch zu erzwingen, dass keine Differenzdatei für Clients generiert wird, die das neue
Offlineadressbuch-Format verwenden. Dennoch führen Outlook-Clients, die das OAB v4 oder
eine höhere Version verwenden, möglicherweise einen vollständigen Download durch, wenn
die Differenzdateien größer sind als ein voreingestellter Teil der gesamten
Offlineadressbuch-Größe.
Weitere Informationen zu diesem Feature finden Sie unter "Generieren einer vollständigen
Downloaddatei des Offlineadressbuchs, wenn keine Differenzdatei generiert werden kann" in
Verwenden von Offlineadressbüchern.
Informationen zum Konfigurieren dieser Einstellung finden Sie unter Vorgehensweise beim
Generieren einer vollständigen Downloaddatei des Offlineadressbuchs, wenn keine
Differenzdatei generiert werden kann.
Größenverringerung von Offlineadressbuch-Downloads
Im OAB v4 wird die Größe der vollständigen Downloads von Offlineadressbüchern sowie der
differenziellen Downloads verringert. In den meisten Exchange Server-Umgebungen wird die
Größe der vollständigen Offlineadressbuch-Dateien schätzungsweise um 30 bis 40 Prozent
verringert. Die Leistung von Offlineadressbuch-Downloads wird hierdurch erheblich
verbessert. Diese Verbesserungen wurden durch die Einführung optimierter Mechanismen
für die Offlineadressbuch-Datei ermöglicht. Insbesondere erfolgt die Komprimierung beim
OAB v4 durch den neuen LZX-Algorithmus, der von Binpatch verwendet wird. Diese
Verbesserungen werden ebenfalls dadurch ermöglicht, dass die Downloaddateien von
Offlineadressbüchern keine Indizes mehr enthalten, die Clients mit verschiedenen
Gebietsschemaeinstellungen die ordnungsgemäße Anzeige des Offlineadressbuchs
ermöglichen.
Indizierung eines Offlineadressbuchs basiert auf den
Gebietsschemaeinstellungen des Clients
Beim OAB v4 verwendet der Client die auf dem Client konfigurierten
Gebietsschemaeinstellungen (Sprache und Land) für die Indizierung des Offlineadressbuchs.
Der Client generiert die gebietsschemaspezifischen Indizes unabhängig von den
Gebietsschemaeinstellungen auf dem Server. Die Verwendung clientbasierter
Gebietsschemaeinstellungen ermöglicht Benutzern auf demselben Server (mit verschiedenen
Gebietsschemaeinstellungen) die ordnungsgemäße Anzeige des Offlineadressbuchs, dessen
Sortierung auf der jeweiligen Gebietschemaeinstellung und nicht auf dem Server beruht.
23
Verbesserungen des Diagnoseprotokolls
Durch die Verbesserungen des Diagnoseprotokolls können beim Herunterladen von
Offlineadressbüchern möglicherweise auftretende Probleme leichter erkannt werden.
Insbesondere wurden Ereignisse hinzugefügt, die Sie beim Überwachen der folgenden
Probleme unterstützen.

Ein Warnereignis wird protokolliert, wenn mindestens ein Attribut wegen Überschreitung
der Größenbegrenzung aus dem Offlineadressbuch entfernt wird. Weitere Informationen
zu diesem Ereignis finden Sie unter "Verwalten der Größen von OfflineadressbuchDateien" in Verwenden von Offlineadressbüchern.

Ein Fehlerereignis wird protokolliert, wenn ein Fehler beim Erstellen des differenziellen
Downloads auftritt. Weitere Informationen zu diesem Ereignis finden Sie unter
"Generieren einer vollständigen Downloaddatei des Offlineadressbuchs, wenn keine
Differenzdatei generiert werden kann" in Verwenden von Offlineadressbüchern.
Möglichkeit zum Verwalten der Dateigrößen von
Offlineadressbüchern
Wenn Sie in Exchange Server 2003 eine Begrenzung der Größe bestimmter
Eigenschaftentypen konfigurieren, kann Exchange Server 2003 SP2 die Leistung von OAB
v4-Downloads weiter verbessern. Um diese Änderung vorzunehmen, geben Sie in der
Registrierung die maximale Größe in Bytes für einzelne Eigenschaftentypen an. Ereignisse
werden im Anwendungsprotokoll protokolliert, damit Sie die Änderungen an diesen
Einstellungen nachverfolgen können. Einzelheiten finden Sie unter Vorgehensweise beim
Verwalten der Größen von Offlineadressbuch-Dateien.
Erhöhter Schwellenwert für differenzielle Downloads
Bei Clients, die das OAB v4 verwenden, sind differenzielle Downloads des
Offlineadressbuchs zulässig, wenn die Größe der Differenzdatei nicht mehr als die Hälfte (50
Prozent) der Größe der vollständigen Offlineadresslisten-Datei beträgt. Die
Standardbegrenzung für Outlook-Clients, die das OAB v2 oder v3a verwenden, liegt noch bei
einem Achtel (12,5 Prozent).
Bereitstellungsszenarien für Outlook 2003
In diesem Thema werden eine Reihe bewährter Methoden für Offlineadressbücher erläutert,
die bei der Bereitstellung von Microsoft® Office Outlook® 2003 verwendet werden sollten.
Ferner enthält dieses Thema ebenfalls die bewährten Methoden für Offlineadressbücher, die
bei der Aktualisierung von Microsoft Exchange Server 5.5, der Durchführung von
24
Standortkonsolidierungen und Fusionen sowie bei der Bereitstellung von
Offlineadressbüchern gelten.
Allgemeine Empfehlungen für das Aktualisieren
von Exchange Server- bzw. Outlook-Versionen
Das gleichzeitige Aktualisieren von Exchange Server- und Outlook-Clients kann u. U. zu
einer erheblichen Überlastung des Netzwerks führen. Wenn Sie z. B. die ExchangeOrganisation auf das Offlineadressbuch, Version 4, (OAB v4) aktualisieren (d. h.
Aktualisieren der Offlineadressbuch-Server auf Exchange Server 2003 Service Pack 2 (SP2)
und der Clients auf Outlook 2003 SP2), kann dies zu erheblicher Netzwerkauslastung sowie
langen Wartezeiten führen, sofern die Aktualisierungen der Server und der Clients innerhalb
eines kurzen Zeitraums durchgeführt werden. Um die Überlastung des Netzwerks beim
Aktualisieren der Server und Clients möglichst gering zu halten, sollten folgende Punkte
beachtet werden:

Legen Sie den Schwellenwert für den Offlineadressbuch-Download in Exchange Server
entsprechend fest. Einzelheiten zur Konfiguration dieser Einstellung finden Sie im
Microsoft Knowledge Base-Artikel 867623 mit Informationen zum Einschränken
vollständiger Downloads von Offlineadressbüchern zur Begrenzung der Auswirkungen
auf ein LAN in Exchange Server 2003.

Führen Sie die Bereitstellung der Outlook-Clients schrittweise während eines längeren
Zeitraums durch. Wenn Sie alle Clients an demselben Tag aktualisieren, kann dies zu
Problemen durch Überlastung des Netzwerks führen.
Aktualisieren von Exchange Server 5.5
Beim Aktualisieren von Exchange Server 2003 auf Exchange Server 5.5 sind einige Faktoren
zu beachten. Aus der Perspektive von Outlook 2003 stellt der Active Directory®Verzeichnisdienst Daten bereit, die zuvor durch das Exchange Server 5.5-Verzeichnis für
Outlook bereit gestellt wurden. Zu diesen Daten gehören die Globale Adressliste (GAL),
Adressbuchansichten sowie Offlineadressbücher. Zwischen der Implementierung von
Offlineadressbüchern in Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 bestehen
erhebliche Unterschiede. Exchange Server 5.5 generiert anhand der
Empfängerinformationen im Exchange-Verzeichnis standortspezifische Offlineadressbücher
im ANSI-Format. Exchange Server 2003 generiert anhand von Active Directory-Objekten
organisationsspezifische Offlineadressbücher. Die Offlineadressbücher werden weder von
Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 aktualisiert, noch erfolgt eine
Synchronisierung.
Abhängig von der vorhandenen Exchange Server 5.5-Topologie müssen Sie während und
nach der Aktualisierung möglicherweise die folgenden Aufgaben durchführen:
25

Verschieben von Offlineadressbüchern auf einen anderen Exchange Server 5.5Computer des Standorts, bis der letzte für ungültig erklärt wird.

Neuerstellen von Outlook-Benutzerprofilen, um das Format der Offlineadressbücher von
ANSI in Unicode zu ändern.
Verschieben von Exchange Server 5.5-Offlineadressbüchern
Benutzer mit Postfächern auf einem Exchange Server 5.5-Computer können ausschließlich
Offlineadressbücher herunterladen, die von einem Exchange Server 5.5-Computer generiert
wurden. Solange Exchange Server 5.5-Computer an einem Standort bzw. in einer
administrativen Gruppe existieren, können Offlineadressbücher sich nicht auf einem
Exchange Server 2003-Computer befinden. Als bewährte Methode sollten die
Offlineadressbücher auf einen Exchange Server 5.5-Computer am Standort verschoben
werden, der planmäßig als letzter für ungültig erklärt wird.
Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Verschieben eines Offlineadressbuchs in
Exchange Server 5.5.
Standardmäßig nimmt der erste Server eines Exchange-Standorts die Rolle des
Offlineadressbuch-Servers ein, auf dem die Offlineadressbücher für alle MAPI-basierten
Clients gespeichert sind. Offlineadressbücher sollten auf einem Exchange Server 5.5Computer verbleiben, solange Benutzer in der Organisation noch Exchange Server 5.5
verwenden. Exchange verwaltet Offlineadressbücher in Systemordnern, bei denen es sich
um ausgeblendete Öffentliche Ordner handelt.
Erneutes Erstellen von Outlook-Benutzerprofilen
Nach dem Verschieben von Exchange Server 5.5-Postfächern auf einen Computer mit
Exchange Server 2003 bleiben die Offlineadressbuch-Dateien eines Benutzers im ANSIFormat, auch wenn der Exchange Server 2003-Computer ein Offlineadressbuch im UnicodeFormat erstellt hat. Wenn Sie das neue Unicode-Format verwenden möchten, können Sie
entweder die Outlook-Profile aller Benutzer manuell erstellen oder mit der Gruppenrichtlinie
des Office 2003 Resource Kits Gruppenrichtlinien konfigurieren und bereitstellen, die die
Downloads und das Format von Offlineadressbüchern steuern. Nach dem Erstellen eines
neuen Profils können Offlineadressbücher im Unicode-Format heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zum Erstellen eines neuen Outlook-Profils für Outlook 2003 finden Sie
im Microsoft Knowledge Base-Artikel 829918, "Erstellen eines neuen E-Mail-Profils in
Outlook 2003." Weitere Informationen zum Steuern des Offlineadressbuch-Formats mit dem
Office 2003 Resource Kit finden Sie unter Office 2003 Resource Kit.
26
Aktualisieren auf Exchange Server 2003 SP2
und Office Outlook 2003 SP2
Es ist nicht erforderlich, dass die Aktualisierung der Offlineadressbuch-Server auf Exchange
Server 2003 SP2 sowie die Aktualisierung der Outlook 2003-Clients auf Outlook 2003 SP2
gleichzeitig erfolgen. Ferner ist die Reihenfolge, in der Sie die Offlineadressbuch-Server und
die Outlook 2003 SP2-Clients aktualisieren, nicht von Bedeutung, sodass Sie Ihre
Bereitstellungen unabhängig davon planen können. Allgemeine Überlegungen zum
Aktualisieren von Offlineadressbuch-Versionen finden Sie unter "Allgemeine Empfehlungen
für das Aktualisieren von Exchange Server- bzw. Outlook-Versionen" weiter oben in diesem
Thema.
Kompatibilität von Exchange Server 2003- und Office Outlook
2003-Offlineadressbüchern
Die folgende Tabelle veranschaulicht die Kompatibilitätsmatrix für das OfflineadressbuchFeature in Exchange Server 2003 und Office Outlook 2003. Stellen Sie anhand dieser
Tabelle fest, welche Version des Offlineadressbuchs von einer bestimmten Outlook/Exchange Server-Kombination verwendet wird.
27
Konfiguration
Offlineadressbuc
Outlook-Modus
htyp
Standardmäßig
Weitere
bevorzugte
unterstützte
Offlineadressbuc
Offlineadressbuc
h-Version
h-Versionen
(höchste
Version)
Outlook 2003
SP2 und
Exchange
Server 2003
SP2
Alle Details
Unicode
OAB v4
OAB v3a, OAB
v2
Outlook 2003
SP2 und
Exchange
Server 2003
SP2
Alle Details
ANSI
OAB v2
Keine
Outlook 2003
SP2 und
Exchange
Server 2003
SP2
Keine Details
ANSI
OAB v2
Keine
Hinweis:
Das
OAB v4
stellt die
Option
Keine
Details
nicht
bereit.
Nur das
OAB v2
und
OAB
v3a
bieten
die
beiden
Downloa
doptione
n Keine
Details
und Alle
Details.
28
Konfiguration
Offlineadressbuc
Outlook-Modus
htyp
Standardmäßig
Weitere
bevorzugte
unterstützte
Offlineadressbuc
Offlineadressbuc
h-Version
h-Versionen
(höchste
Version)
Outlook 2003
SP2 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1
Alle Details
Unicode
OAB v3a
OAB v2
Outlook 2003
SP2 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1
Alle Details
ANSI
OAB v2
Keine
Outlook 2003
SP2 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1
Keine Details
Unicode
OAB v3a
OAB v2
Outlook 2003
SP2 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1
Keine Details
ANSI
OAB v2
Keine
Outlook 2003
SP2 und
Exchange 2000
Server oder
Exchange
Server 5.5
Alle Details
Unicode
OAB v2
Keine
Outlook 2003
SP2 und
Exchange 2000
Server oder
Exchange
Server 5.5
Alle Details
ANSI
OAB v2
Keine
29
Konfiguration
Offlineadressbuc
Outlook-Modus
htyp
Standardmäßig
Weitere
bevorzugte
unterstützte
Offlineadressbuc
Offlineadressbuc
h-Version
h-Versionen
(höchste
Version)
Outlook 2003
SP2 und
Exchange 2000
Server oder
Exchange
Server 5.5
Keine Details
Unicode
OAB v2
Keine
Outlook 2003
SP2 und
Exchange 2000
Server oder
Exchange
Server 5.5
Keine Details
ANSI
OAB v2
Keine
Outlook 2003
RTM/SP1 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1/SP2
Alle Details
Unicode
OAB v3a
OAB v2
Outlook 2003
RTM/SP1 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1/SP2
Alle Details
ANSI
OAB v2
Keine
Outlook 2003
RTM/SP1 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1/SP2
Keine Details
Unicode
OAB v3a
OAB v2
Outlook 2003
RTM/SP1 und
Exchange
Server 2003
RTM/SP1/SP2
Keine Details
ANSI
OAB v2
Keine
30
Konfiguration
Offlineadressbuc
Outlook-Modus
htyp
Standardmäßig
Weitere
bevorzugte
unterstützte
Offlineadressbuc
Offlineadressbuc
h-Version
h-Versionen
(höchste
Version)
Outlook 2002
oder frühere
Versionen von
Outlook und
Exchange
Server 2003
SP2
Alle Details
ANSI
OAB v2
OAB v1
Outlook 2002
oder frühere
Versionen von
Outlook und
Exchange
Server 2003
SP2
Keine Details
ANSI
OAB v2
OAB v1
Standortkonsolidierung
Neben ihren zahlreichen Vorteilen bietet die Standortkonsolidierung den typischen
Nebeneffekt der größeren physischen Distanz zwischen Outlook-Clients und dem
Öffentlichen Ordner von Exchange Server, der das Offlineadressbuch enthält. Wie bereits
erwähnt, stellen die Größe des Offlineadressbuchs und ihre Auswirkung auf das Netzwerk
ein Problem für große Organisationen dar. Dies gilt insbesondere für die Organisationen, die
Exchange-Server in einem regionalen Rechenzentrum konsolidiert haben. Im täglichen
Betrieb laden normalerweise nicht viele Outlook-Clients das vollständige Offlineadressbuch
herunter. In bestimmten Situationen kann es jedoch vorkommen, dass eine erhöhte Anzahl
von Outlook-Clients das vollständige Offlineadressbuch herunterlädt. Da das Herunterladen
des vollständigen Offlineadressbuchs mit großem Aufwand verbunden ist, müssen Sie sich
mit diesen Situationen vertraut machen und sicherstellen, dass sie möglichst selten eintreten.
In einem Standortkonsolidierungsszenario kann der Aufwand durch Bereitstellen eines
Remoteservers verringert werden, auf dem nur das Offlineadressbuch gespeichert ist. Bei
diesem Server handelt es sich um einen normalen Exchange-Server für Öffentliche Ordner,
deren Inhalt ausschließlich aus dem lokalen Offlineadressbuch besteht. Da auf dem Server
nur das Offlineadressbuch gespeichert ist, muss er nicht gesichert werden. Ferner wirken
31
sich Ausfallzeiten des Servers nicht auf die Leistung von Outlook aus. Die einzige
Auswirkung des Serverausfalls besteht darin, dass Outlook kein aktualisiertes
Offlineadressbuch abrufen kann, bis das Serverproblem behoben ist.
Nach dem Einrichten des Servers müssen alle Outlook-Clients an diesen weitergeleitet
werden. Hierzu stehen die folgenden beiden Techniken zur Verfügung:

Konfigurieren Sie den Postfachspeicher zur Verwendung des jeweiligen
Offlineadressbuchs. In den meisten Konsolidierungsszenarien ist diese Methode nicht
durchführbar, da der Postfachspeicher in der Regel aus vielen Standorten konsolidierte
Postfächer enthält.

Konfigurieren Sie die einzelnen Postfächer für den jeweiligen OfflineadressbuchRemoteserver. Fügen Sie hierzu das Active Directory-Attribut msExchUseOAB in jedem
Active Directory-Konto für diese Postfächer hinzu, um auf das spezifische
Offlineadressbuch zu verweisen.
Der allgemeine Vorgang für das Einrichten eines Servers, auf dem nur das Offlineadressbuch
gespeichert ist, lautet wie folgt:
1. Installieren Sie Exchange auf einem Computer an einem Remotestandort, und bereiten
Sie den Server für das Offlineadressbuch vor. Lassen Sie die Postfachspeicher auf dem
Server für das Postfach der Systemaufsicht, fügen Sie dem Server jedoch keine
Postfächer hinzu. Ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ist ebenfalls
erforderlich und wird während der Einrichtung erstellt.
2. Mit dem Exchange-System-Manager erstellen Sie das Offlineadressbuch auf dem
Remoteserver:

Erstellen Sie ein neues Offlineadressbuch, und wählen Sie den Remoteserver als
Server für Offlineadresslisten aus.

Ermöglichen Sie dem Server das Erstellen der Offlineadressliste. Das
Offlineadressbuch wird nicht zu dem Zeitpunkt erstellt, zu dem Sie die Optionen
konfigurieren, sondern während der geplanten Wartungsperiode.

Wenn bereits Offlineadressbücher erstellt wurden, stellen Sie mit dem ExchangeSystem-Manager sicher, dass der Remoteserver der einzige Server ist, auf dem die
Öffentlichen Ordner mit dem Offlineadressbuch gespeichert sind. Möglicherweise
müssen Sie die Ordner manuell für Replikate auf dem Remoteserver konfigurieren.
3. Konfigurieren Sie Postfächer für die Verwendung des Remote-Offlineadressbuchs. Durch
Konfigurieren der Speichereigenschaften können Sie alle Postfächer in einem
bestimmten Speicher an das Remote-Offlineadressbuch weiterleiten. Ferner können Sie
mit der ADSI-Bearbeitung, LDIFDE oder einem Skript das Active Directory-Attribut
MSExchUseOAB für jedes Objekt festlegen, das an dieses spezifische
Offlineadressbuch weitergeleitet werden soll.
32
Hinweis:
Hierbei handelt es sich um einen Verzeichnislink, der auf den DN des Objekts
msExchOfflineAddressList festgelegt werden sollte.
Zusammenführen von Verzeichnisdiensten
Wenn mindestens zwei Unternehmen ihre Organisationen zusammenführen und
insbesondere ihre Active Directory-Dienste zusammenführen oder synchronisieren, wird die
Globale Adressliste in der Regel größer, was wiederum zu einer Vergrößerung der
Offlineadressbuch-Dateien führt. Bei der Zusammenführung großer Organisationen kann die
Größe des globalen Adressbuchs um 100 Prozent und mehr zunehmen. Je nachdem, wie
häufig Änderungen eingegeben, repliziert und in das Offlineadressbuch geschrieben werden,
und in Abhängigkeit von der Anzahl von Offlineadressbuch-Benutzern in der
zusammengeführten Organisation kann sich eine derartige Größenzunahme erheblich auf
das Netzwerk und die Server für Öffentliche Ordner auswirken, auf denen sich das
Offlineadressbuch befindet.
Um die möglichen Auswirkungen der erheblichen Größenzunahme von OfflineadressbuchDateien auf ein WAN (Wide Area Network) zu minimieren, stellen Sie, wie zuvor beschrieben,
einen dedizierten Server für das Offlineadressbuch bereit.
Bereitstellen von Offlineadressbüchern
Aufgrund der Bereitstellung von Offlineadressbuch-Dateien für Outlook-Clients können diese
im Exchange-Cachemodus ausgeführt werden, ohne dass Namen mit einem globalen
Katalogserver aufgelöst werden müssen.
Für die Bereitstellung von Offlineadressbuch-Dateien auf Clientcomputern stehen zwei
Möglichkeiten zur Auswahl:

Die Offlineadressbuch-Daten können Remoteclients manuell bereitgestellt werden.
Weitere Informationen zu diesem Ansatz finden Sie unter "Manuelles Bereitstellen von
Offlineadressbüchern" weiter unten in diesem Thema.

Die Bereitstellung der Daten kann mit Tools aus dem Office 2003 Resource Kit erfolgen.
Mit dem Assistenten für die benutzerdefinierte Installation und dem Office ProfilAssistenten aus dem Office 2003 Resource Kit können Sie Offlineadressbuch-Dateien
und erforderliche Registrierungsschlüssel während der Installation von Outlook
bereitstellen. Weitere Informationen zum Automatisieren der Bereitstellung von
Offlineadressbuch-Daten für Outlook-Clients finden Sie im Office 2003 Resource Kit.
33
Manuelles Bereitstellen von Offlineadressbüchern
Für das manuelle Bereitstellen von Offlineadressbüchern ist die Verwendung eines
Bereitstellungscomputers erforderlich. Nachdem die Offlineadressbuch-Dateien vom
Bereitstellungscomputer heruntergeladen wurden, werden diese Dateien und die
Offlineadressbuch-Registrierugnseinträge manuell auf mindestens einen Outlook 2003Computer kopiert. Der Kopiervorgang kann über das Netzwerk, mittels einer CD-ROM oder
einer anderen Dateiübertragungsmethode erfolgen. Mit den folgenden Verfahren können Sie
Offlineadressbücher manuell bereitstellen.
1. Erstellen von Offlineadressbuch-Dateien auf einem Bereitstellungscomputer
2. Kopieren der Offlineadressbuch-Dateien von einem Testcomputer auf ausgewählte
Outlook-Computer
3. Bereitstellen der Sequenznummer für auf dem Testcomputer erstellte OfflineadressbuchDaten
Wenn die Outlook-Clients differenzielle Downloads von Offlineadressbüchern durchführen
sollen, müssen Sie ebenfalls die Sequenznummer für die auf dem Testcomputer erstellten
Offlineadressbuch-Daten bereitstellen (beginnend mit der Bereitstellung von
Offlineadressbuch-Daten), bevor die Outlook-Clients, wie in Schritt 6 unter "So kopieren Sie
Offlineadressbuch-Dateien von einem Testcomputer auf ausgewählte Outlook-Computer"
beschrieben, gestartet werden.
Angeben der Versionen des zu generierenden
Offlineadressbuchs
Sie müssen Exchange Server 2003 nicht für die Generierung von Offlineadressbuch-Dateien
konfigurieren, die Sie nicht benötigen. Auf Servern mit Exchange Server 2003 SP2 und
höheren Versionen können Sie die Versionen des zu generierenden Offlineadressbuchs
angeben. Diese Angabe erfolgt durch Konfiguration des Attributs doOABVersion des
Offlineadresslisten-Objekts im Adresslistencontainer in Active Directory.
Hinweis:
Ob OAB v1-Dateien generiert werden sollen, kann ebenfalls durch Auswahl der
Option Exchange 4.0- und 5.0-Kompatibilität im System-Manager angegeben
werden. Einzelheiten zum Konfigurieren dieser Einstellung finden Sie unter
"Aktivieren der Unterstützung von Offlineadresslisten für Benutzer früherer
Exchange-Versionen" in der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003.
Standardmäßig werden auf Servern, auf denen Exchange Server 2003 SP2 ausgeführt wird,
OAB v2-, OAB v3a- und OAB v4-Dateien generiert. Auf Servern, auf denen Exchange Server
2003 SP1 ausgeführt wird, werden OAB v2- und OAB v3a-Dateien generiert.
34
Ausführliche Informationen zum Angeben der Versionen der zu generierenden
Offlineadressbuch-Dateien finden Sie unter Vorgehensweise beim Angeben der Versionen
des zu generierenden Offlineadressbuchs.
Informationen zu den Unterschieden zwischen dem OAB v2, v3a und v4 finden Sie unter
Verbesserungen der Offlineadressbücher.
Verschieben eines Offlineadressbuchs in
Exchange Server 5.5
Mit diesem Verfahren können Sie ein Offlineadressbuch in Microsoft Exchange Server 5.5
verschieben.
Verfahren
So verschieben Sie das Offlineadressbuch in Exchange Server 5.5
1. Öffnen Sie den Exchange-Administrator.
2. Wählen Sie den Konfigurationscontainer aus.
3. Öffnen Sie die Eigenschaften des DS-Standortkonfigurationsobjekts.
4. Klicken Sie auf die Registerkarte Offlineadressbuch, und geben Sie dann den
anderen Exchange-Server im Listenfeld Offlineadressbuch-Server an.
Erstellen von Offlineadressbuch-Dateien
auf einem Bereitstellungscomputer
Mit dem folgenden Verfahren können Sie Offlineadressbuch-Dateien auf einem
Bereitstellungscomputer erstellen.
Bevor Sie beginnen
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
35
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So erstellen Sie Offlineadressbuch-Dateien auf einem Bereitstellungscomputer
1. Ermitteln Sie einen Bereitstellungscomputer, der zum Herunterladen der in dieser
Bereitstellung verwendeten Offlineadressbuch-Dateien verwendet werden soll.
2. Löschen Sie bereits vorhandene Offlineadressbuch-Dateien, die sich möglicherweise
auf dem Bereitstellungscomputer befinden. Standardmäßig befinden sich diese
Dateien in den folgenden Ordnern: Dokumente und
Einstellungen\<Benutzername>\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Outlook.
3. Erstellen Sie auf dem Bereitstellungscomputer ein neues Outlook-Profil, das für den
Exchange-Cachemodus konfiguriert ist.
Hinweis:
Wenn Sie ANSI-Offlineadressbücher verwenden möchten, erstellen Sie vor
der Erstellung des neuen Outlook-Profils zunächst den Registrierungswert
PreferANSI auf dem Bereitstellungscomputer.
4. Starten Sie Outlook mit diesem neuen Profil, und warten Sie, bis die
Offlineadressbuch-Dateien automatisch vom Exchange Server-Computer
heruntergeladen wurden. Nach einem erfolgreichen Download, der im
Ereignisprotokoll durch Ereignis 27 angegeben ist, beenden Sie Outlook.
5. In Windows-Explorer wechseln Sie zu folgendem Ordnerspeicherort: Dokumente
und Einstellungen\<Benutzername>\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Outlook.
6. Wenn Sie die Offlineadressbuch-Dateien für Outlook-Benutzer auf einer CD-ROM
bereitstellen möchten, prüfen Sie die Größe aller Offlineadressbuch-Dateien (OAB) in
diesem Ordner, um sicherzustellen, dass der Speicherplatz auf der CD ausreicht. Auf
einer CD können normalerweise zwischen 680 und 700 Megabyte (MB) Daten
gespeichert werden.
7. Kopieren Sie den folgenden Text in eine Textdatei, und speichern Sie sie als
IsDeployed.reg: Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Exchange\Exchange Provider]
“IsDeployed”=dword:00000001
8. Löschen Sie den Schlüssel IsDeployed aus der Registrierung des
Bereitstellungscomputers, und schließen Sie dann den Registrierungs-Editor.
36
Kopieren der Offlineadressbuch-Dateien
von einem Testcomputer auf ausgewählte
Outlook-Computer
Mit diesem Verfahren können Sie die Offlineadressbuch-Dateien von einem Testcomputer
auf ausgewählte Outlook-Computer kopieren.
Verfahren
So kopieren Sie Offlineadressbuch-Dateien von einem Testcomputer auf ausgewählte
Outlook-Computer
1. Melden Sie sich am Clientcomputer als berechtigter Benutzer an.
2. Kopieren Sie die Offlineadressbuch-Dateien (OAB) des Outlook 2003-Clients in den
folgenden Ordner: Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Outlook.
3. Importieren Sie die Datei IsDeployed.reg auf den Testcomputer.
4. Wenn Sie den Registrierungswert PreferANSI auf dem Bereitstellungscomputer
aktiviert haben, erstellen Sie denselben Wert auf dem Outlook 2003-Computer,
während Sie als berechtigter Outlook-Benutzer angemeldet sind.
5. Erstellen Sie ein neues Exchange-Cachemodusprofil für den berechtigten OutlookBenutzer, aber starten Sie Outlook auf dem Clientcomputer nicht.
6. (Optional) Wenn Sie automatische differenzielle oder vollständige Downloads des
Offlineadressbuchs auf den Outlook-Computern deaktivieren möchten, fügen Sie der
Registrierung auf den Outlook-Computern den Wert DownloadOAB hinzu.
Informationen zu diesem Wert finden Sie unter "Outlook 2003 im ExchangeCachemodus" in Konfigurieren von Clients für die Verwendung von
Offlineadressbüchern.
7. Starten Sie Outlook auf dem Clientcomputer.
37
Bereitstellen der Sequenznummer für auf
dem Testcomputer erstellte
Offlineadressbuch-Daten
Mit dem folgenden Verfahren können Sie die Sequenznummer für auf dem Testcomputer
erstellte Offlineadressbuch-Daten bereitstellen.
Bevor Sie beginnen
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So stellen Sie die Sequenznummer für auf dem Testcomputer erstellte
Offlineadressbuch-Daten bereit
1. Öffnen Sie auf dem Bereitstellungscomputer einen Registrierungs-Editor, z. B.
Regedit.exe oder Regedt32.exe.
2. Navigieren Sie zu folgendem Schlüssel:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows NT\ CurrentVersion\Windows
Messaging Subsystem\
Profiles\<Profilname>\13dbb0c8aa05101a9bb000aa002fc45a\0003667d. In diesem
Registrierungsschlüssel bezeichnet <Profilname> den Namen des von Ihnen auf dem
Bereitsstellungcomputer erstellten Outlook-Profils.
3. Überprüfen Sie den Wert für 0003667d.
4. Melden Sie sich am Outlook-Clientcomputer als berechtigter Benutzer an, und öffnen
Sie einen Registrierungs-Editor.
5. Navigieren Sie zu folgendem Schlüssel:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows NT\ CurrentVersion\Windows
Messaging Subsystem\
Profiles\<Profilname>\13dbb0c8aa05101a9bb000aa002fc45a.
6. Doppelklicken Sie im rechten Bereich auf den Wert 0003667d.
7. Ändern Sie den Inhalt so, dass er mit dem Wert auf dem Bereitstellungscomputer
38
übereinstimmt.
Vorgehensweise beim Angeben der
Versionen des zu generierenden
Offlineadressbuchs
In diesem Thema wird die Vorgehensweise beim Angeben der Versionen des zu
generierenden Offlineadressbuchs erläutert. Diese Angabe erfolgt durch Konfiguration des
Attributs doOABVersion des Offlineadresslisten-Objekts im Adresslistencontainer in Active
Directory. Standardmäßig werden Offlineadressbuch-Dateien der Versionen 2, 3a und 4 auf
Servern generiert, auf denen Microsoft® Exchange Server 2003 SP2 ausgeführt wird. Auf
Servern, auf denen Exchange Server 2003 SP1 ausgeführt wird, werden OfflineadressbuchDateien der Versionen 2 und 3a generiert.
Bevor Sie beginnen
Sie müssen den Wert mithilfe eines Tools wie z. B. dem ADSI-Bearbeitungs-Snap-In (Active
Directory Service Interfaces), dem LDP-Tool (ldp.exe) oder einem anderen LDAP-Client
(Lightweight Directory Access Protocol) der Version 3 bearbeiten.
Hinweis:
Ob OAB v1-Dateien generiert werden sollen, kann ebenfalls durch Auswahl der
Option Exchange 4.0- und 5.0-Kompatibilität im System-Manager angegeben
werden. Einzelheiten zum Konfigurieren dieser Einstellung finden Sie unter
"Aktivieren der Unterstützung von Offlineadresslisten für Benutzer früherer
Exchange-Versionen" in der Onlinehilfe zu Exchange Server 2003.
Vorsicht:
Eine fehlerhafte Änderung der Attribute von Active Directory-Objekten durch
Verwendung der ADSI-Bearbeitung, des LDP-Tools oder eines anderen LDAP-Client
der Version 3 kann zu schwerwiegenden Problemen führen. Diese Probleme können
eine Neuinstallation von Microsoft Windows Server™ 2003, Exchange Server 2003
oder beiden Anwendungen erforderlich machen. Die Bearbeitung der Attribute von
Active Directory-Objekten erfolgt auf eigene Gefahr.
39
Verfahren
So geben Sie die Versionen des zu generierenden Offlineadressbuchs an
1. Verwenden Sie einen Active Directory-Editor, z. B. die ADSI-Bearbeitung, um in
Active Directory zum Objekt CN=Offline Address Lists zu wechseln.
Sie finden das Offlineadresslisten-Objekt unter:
CN=Configuration, CN=Services, CN=Microsoft Exchange,
CN=<Organisationsname>, CN=Address Lists Container, CN=Offline Address Lists
2. Öffnen Sie unter CN=Offline Address Lists die Eigenschaften des
Offlineadresslisten-Objekts, für das Sie die Versionen des zu generierenden
Offlineadressbuchs angeben möchten. Um z. B. mithilfe der ADSI-Bearbeitung die
Versionen des zu generierenden Offlineadressbuchs für die StandardOfflineadressliste anzugeben, doppelklicken Sie auf CN=Default Offline Address
List.
3. Bearbeiten Sie den Wert für das Attribut doOABVersion, um die zu generierenden
Offlineadressbücher anzugeben. Um z. B. den Wert für doAOBVersion der
Standard-Offlineadressliste mithilfe der ADSI-Bearbeitung zu ändern, wählen Sie
doOABVersion in CN=Default Offline Address List Properties aus und klicken
dann auf Bearbeiten.
In der folgenden finden Sie den entsprechenden Wert für Ihre Organisation.
Dezimal
Binär
Generierte Versionen
0
0000
2, 3a und 4
6
0110
4
2
0010
3a und 4
1
0001
1, 2, 3a und 4
Weitere Informationen zur Verwendung des LDP-Tools finden Sie im Microsoft Knowledge
Base-Artikel 260745, "XADM: Using the LDP Utility to Modify Active Directory Object
Attributes."
Weitere Informationen zur Verwendung der ADSI-Bearbeitung finden Sie im Thema
"Adsiedit.msc: ADSI-Bearbeitung“ in der Onlinehilfe zu Windows Server.
40
Weitere Informationen
Informationen zu Aspekten bei der Bereitstellung finden Sie unter "Angeben der Versionen
des zu generierenden Offlineadressbuchs" in Bereitstellungsszenarien für Outlook 2003.
Informationen zum Anzeigen der Versionen von zu generierenden Offlineadresslisten finden
Sie unter Anzeigen der Offlineadressbuch-Systemordner im Exchange-System-Manager.
Informationen zu den Unterschieden zwischen dem OAB v2, v3a und v4 finden Sie unter
Verbesserungen der Offlineadressbücher.
Verwenden von Offlineadressbüchern
In diesem Thema werden verschiedene bewährte Methode für die Verwendung von
Offlineadressbüchern erläutert. Es werden die möglichen Auswirkungen des vollständigen
Downloads von Offlineadressbüchern auf ein Netzwerk sowie die bei der Verwendung von
Offlineadressbüchern zu berücksichtigenden Faktoren beschrieben. Darüber hinaus werden
die Bedingungen erläutert, die zu unternehmensweiten vollständigen Downloads des
Offlineadressbuchs führen können.
Auswirkungen der Downloads von
Offlineadressbüchern auf das Netzwerk
Da es mehrere Situationen gibt, die zu einer großen Anzahl vollständiger Downloads von
Offlineadressbüchern führen können, sollten Sie sich mit den Auswirkungen dieser
umfangreichen Downloads auf die Netzwerkbandbreite vertraut machen. Ein ExchangeServer kann problemlos viele Downloadanfragen für Offlineadressbücher verarbeiten. Wenn
viele Downloads vollständiger Offlineadressbücher über eine langsame Verbindung
durchgeführt werden, führt dies u. U. zur Auslastung des Netzwerks. (Die gesamte
verfügbare Bandbreite wird verwendet.) In diesem Fall treten erhebliche Auswirkungen auf:

Anwendungen, die das WAN (Wide Area Network) verwenden müssen, arbeiten
langsam, da sie darauf warten, dass ihre Netzwerkanfragen über die ausgelastete WANVerbindung übermittelt werden.

Der tatsächliche Datenverkehr im WAN nimmt zu, da einzelne Netzwerkanfragen das
Zeitlimit überschreiten, wodurch zusätzliche Anfragen vorgenommen werden.
Die Auslastung des Netzwerks führt zu einer längeren Wartezeit. Dies gilt nicht nur für den
Zeitraum, den die einzelnen Clients für das Herunterladen des Offlineadressbuchs benötigen,
sondern auch für die Gesamtdauer des Downloadvorgangs. Normalerweise bedeutet dies,
dass die Datenrate für alle Clients verringert ist. Wenn die Wartezeit jedoch zu lang ist, wird
das Zeitlimit der RPC-Pakete (Remote Procedure Call) überschritten, wodurch zusätzliche
RPC-Anfragen für dieselben abzurufenden Daten vorgenommen werden. Darüber hinaus
41
löscht Outlook heruntergeladene Daten und führt den gesamten Download erneut durch,
wenn ein Benutzer Microsoft® Outlook® verwendet und der Download abgebrochen wird
oder fehlschlägt. Daraufhin werden weitere Daten angefordert, wodurch die Gesamtdauer
eines Großteils der Offlineadressbuch-Downloads gesteigert wird.
Wenn Outlook ein Offlineadressbuch vom Exchange-Server herunterlädt, erfolgt dieser
Download durch eine Reihe von RPC-Paketen. Jedes Paket wird empfangen und bestätigt.
Anschließend wird das nächste Paket gesendet. Auf Grundlage der Wartezeit zwischen
Outlook und Exchange ist die Geschwindigkeit, mit der ein einzelner Outlook-Client die
einzelnen Pakete empfangen und bestätigen kann, begrenzt. Aufgrund dieser Verzögerung
wird eine Netzwerkverbindung nicht durch einen einzelnen Outlook-Client ausgelastet. Wenn
jedoch weitere Outlook-Clients den Download des Offlineadressbuchs starten, kann die
kombinierte Downloadrate aller Clients die Verbindung auslasten. Die Verbindung bleibt
ausgelastet, bis die vollständigen Adressbücher heruntergeladen wurden.
Die Beziehung ist linear: Je länger die Wartezeit zwischen dem Outlook-Client und dem
Exchange-Server, desto weniger Pakete werden empfangen. Weniger Clients können
Offlineadressbücher herunterladen, bevor eine langsame Verbindung ausgelastet ist. Der
Umkehrschluss trifft ebenfalls zu. Bei geringer Wartezeit sind mehr Clients erforderlich, um
eine langsame Verbindung auszulasten. Die Anzahl von Outlook-Clients, die ein
Offlineadressbuch gleichzeitig ohne Auslastung des WAN herunterladen können, nimmt mit
sinkender Netzwerkwartezeit oder zunehmender Netzwerkbandbreite zu.
Hinweise zu Offlineadressbüchern
Bei Verwendung eines einzelnen Offlineadressbuchs sowie mehrerer Offlineadressbücher
sollten diesbezüglich verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Hierzu gehören u. a.:

Die Größe der einzelnen Offlineadressbücher in der Organisation.

Die Anzahl der Downloads von Offlineadressbüchern.

Die Anzahl und Häufigkeit der Änderungen an übergeordneten DNs (Distinguished
Name).

Nicht übereinstimmende SMTP-Adressen (Simple Mail Transfer Protocol).

Die Gesamtanzahl der am Verzeichnis vorgenommenen Änderungen.

Weitere Bedingungen, die den vollständigen Download eines Offlineadressbuchs
auslösen.
Adressbuchgröße
In einigen Organisationen ist das Offlineadressbuch eine kleine Datei, die gelegentlich von
Remotebenutzern heruntergeladen wird. Für diese Organisationen stellt der Download des
Offlineadressbuchs kein Problem dar. Bei einigen großen Organisationen mit großen
42
Verzeichnissen oder Organisationen, die Microsoft Office Outlook 2003 im ExchangeCachemodus bereitgestellt haben, kann dies jedoch der Fall sein, insbesondere, wenn die
Organisationen Exchange-Server in einem regionalen Rechenzentrum konsolidiert haben.
Die Größe von Offlineadressbüchern kann zwischen einigen Megabyte und einigen hundert
Megabyte variieren. Folgende Faktoren können sich auf die Größe des Offlineadressbuchs
auswirken:

Die Verwendung von Zertifikaten in einem Unternehmen. Je mehr PKI-Zertifikate (Public
Key Infrastructure), desto größer das Offlineadressbuch. PKI-Zertifikate sind zwischen 1
und 3 Kilobytes (KB) groß. Sie machen den Großteil eines Offlineadressbuchs aus.

Die Anzahl der E-Mail-Empfänger im Active Directory®-Verzeichnisdienst.

Die Anzahl der Verteilergruppen in Active Directory.

Die Informationen, die ein Unternehmen Active Directory für jedes postfach- oder E-Mailaktivierte Objekt hinzufügt. In einigen Organisationen werden z. B. die
Adresseigenschaften für alle Benutzer angegeben, in anderen nicht. Informationen zu
den Adressattributen, die standardmäßig im Offlineadressbuch gespeichert werden,
finden Sie unter "User Attributes Stored in Offline Address Book Files" in Working with
Exchange Server 2003 Stores.
Als ungefährer Anhaltspunkt gilt, dass die Größe eines vollständigen Offlineadressbuchs
etwa 1 MB pro 1.000 Benutzer beträgt. Wenn ein Offlineadressbuch Benutzerzertifikate
enthält, kommen ungefähr 1 bis 3 KB pro Zertifikat hinzu.
Hinweis:
In den meisten Exchange-Umgebungen sind die vollständigen OfflineadressbuchDateien nach dem Aktualisieren der Offlineadressbuch-Server auf Exchange Server
2003 SP2 und der Outlook-Clients auf Outlook 2003 SP2 voraussichtlich um 30 bis
40 Prozent kleiner. Weitere Informationen zu Verbesserungen, die an Exchange
Server 2003 SP2 und Outlook 2003 SP2 vorgenommen wurden, finden Sie unter
"Verbesserungen in Exchange Server 2003 SP2 und Outlook 2003 SP2" in
Verbesserungen der Offlineadressbücher.
Die Größe eines Offlineadressbuchs und die verfügbare Netzwerkbandbreite stehen in
direkter Beziehung zu dem Zeitraum, den alle Outlook-Clients für den Download des
Offlineadressbuchs benötigen.
Hinweis:
Die Adressbuchgröße bezieht sich auf die Größe der komprimierten
Offlineadressbuch-Dateien auf dem Exchange-Server, nicht auf die unkomprimierte
Größe der Offlineadressbuch-Dateien auf dem Outlook-Client.
Um die Dauer der Offlineadressbuch-Downloads festzustellen, müssen Sie zunächst die
Größe des vollständigen Offlineadressbuchs ermitteln. Hierzu können Sie den ExchangeSystem-Manager verwenden. Klicken Sie im Exchange-System-Manager mit der rechten
43
Maustaste auf Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend auf Systemordner
anzeigen. Die Systemordner werden einschließlich der Offlineadressbuch-Ordner angezeigt.
Nach dem Erweitern der Offlineadressbuch-Ordner wird der Ordner OAB Version 3a
angezeigt. Klicken Sie auf der rechten Seite auf die Registerkarte Inhalt, um den Inhalt
dieses Ordners anzuzeigen. Die Änderungen der letzten 30 Tage werden angezeigt. Das
große Objekt mit mehreren Anlagen ist das vollständige Offlineadressbuch. Die Größe kann
durch Addieren der Anlagengrößen ermittelt werden.
Wenn viele Outlook-Clients gleichzeitig das vollständige Adressbuch herunterladen, kann die
vollständige Durchführung sämtlicher Downloads einen erheblichen Zeitraum in Anspruch
nehmen. Ist beispielsweise ein Offlineadressbuch in einer Organisation 10 MB groß und
befinden sich an einem Remotestandort 50 Outlook-Clients, entspricht dies einem
Datendownload von 500 MB. Bei Verwendung der vollen Bandbreite einer Verbindung mit
256 Kilobits pro Sekunde (KBit/s) (ohne Wartezeit), würde die Übertragung von 500 MB etwa
4,5 Stunden dauern.
Hinweis:
Der Wert von 4,5 Stunden wurde berechnet, indem die 500 MB durch 32 Kilobytes
pro Sekunde (KB/s) (32 KB/s = 256 KBit/s). Bei dieser Berechnung wurden weder die
Netzwerkwartezeit noch der zusätzliche RPC-Datenverkehr noch weitere
Verwendungen der Netzwerkverbindung berücksichtigt.
Dass Outlook MAPI und RPC zum Herunterladen von Offlineadressbüchern verwenden,
bedeutet ferner eine geringe zusätzliche Verarbeitungslast für den Gesamtdownload. Durch
die Wartezeit zwischen Outlook und dem Exchange Server-Computer wird der Anteil der
Gesamtbandbreite begrenzt, der für alle zu übertragenden Daten verwendet werden kann.
Möglicherweise benötigt nicht jeder Client den gesamten Zeitraum, die Gesamtheit der
Netzwerkclients nimmt jedoch die Gesamtdauer des Offlineadressbuch-Downloads in
Anspruch.
Verwalten der Größen von Offlineadressbuch-Dateien
Im OAB v4 begrenzt Exchange Server die Größe von ein- und mehrwertigen Attributen, um
die Aufnahme ungewöhnlich großer Datensätze in das Offlineadressbuch zu verhindern. Auf
Offlineadressbuch-Servern mit Microsoft Exchange Server 2003 Service Pack 2 (SP2)
können Sie Exchange Server für die Begrenzung der Größe spezifischer Eigenschaftentypen
innerhalb von Offlineadressbuch-Downloaddateien konfigurieren.
Hinweis:
Diese Einstellungen gelten nur für das OAB v4-Format, das von Exchange Server
2003 SP2 generiert und von Microsoft Office Outlook 2003 SP2 und höheren
Versionen verwendet wird. Vorherige Offlineadressbuch-Versionen, die von älteren
Outlook-Clients verwendet werden, sind nicht betroffen.
44
Exchange Server protokolliert Ereignisse im Anwendungsprotokoll, damit Sie die
Größenbegrenzung eines Werts auf Grundlage der konfigurierten Einstellungen
nachverfolgen können. Insbesondere wenn die Diagnoseprotkollierungsstufe für das Objekt
Services/MSExchangeSA auf Keine gesetzt ist, protokolliert Exchange das
MSExchangeSA-Ereignis 9320, das die Begrenzung von Informationen im Offlineadressbuch
angibt. Das MSExchangeSA-Ereignis 9320 kann auf mehrere Ursachen zurückzuführen sein.
Informationen zur Problembehandlung des MSExchangeSA-Ereignisses 9320 finden Sie im
entsprechenden Ereignisartikel auf der Website für Exchange Server 2003-Ereignisse.
Wenn die Diagnosestufe für das Objekt Services/MSExchangeSA auf Mittel festgelegt ist,
wird das Ereignis 9359 protokolliert, das den Anzeigenamen und die MAPI-ID der begrenzten
Eigenschaft angibt.
In der folgenden Tabelle werden die vier Eigenschaftentypen aufgelistet, die begrenzt werden
können, sowie die Standardwerte und die darunter liegenden Werte, die in der Registrierung
konfiguriert werden können.
Name des
Beschreibung
Standardwert (Bytes)
Untergrenze (Bytes)
OAL V4 String Limit
Einwertige
textbasierte Active
DirectoryEigenschaften, z. B.
Anzeigename,
Telefonnummer und
Büro.
3400
32
OAL V4 Binary Limit
Einwertige Active
DirectoryEigenschaften im
Binärformat, z. B.
userCert.
32768
1024
OAL V4 String Multi
Value Limit
Mehrwertige
textbasierte Active
DirectoryEigenschaften, z. B.
E-Mail-Adressen
sowie Telefon
geschäftlich und
Telefon privat.
65536
512
Registrierungsschlüss
els
45
Name des
Beschreibung
Standardwert (Bytes)
Untergrenze (Bytes)
Mehrwertige Active
DirectoryEigenschaften im
Binärformat, z. B.
userSMIMEcertificat
e und
userCertificate.
65536
2048
Registrierungsschlüss
els
OAL V4 Binary Multi
Value Limit
Für den ordnungsgemäßen Betrieb von Exchange Server und Outlook werden bei einer
bestimmten Gruppe von Attributen weder Eigenschaften abgeschnitten noch Größen
begrenzt. Diese lauten wie folgt:

PR_EMAIL_ADDRESS (LegacyExchangeDN)

PR_EMS_AB_HOME_MDB (Home-MDB)
Einzelheiten zum Konfigurieren von Exchange Server-Registrierungseinstellungen für die
Größenbegrenzung bei bestimmten Eigenschaftentypen in OfflineadressbuchDownloaddateien finden Sie unter Vorgehensweise beim Verwalten der Größen von
Offlineadressbuch-Dateien.
Änderungen an übergeordneten DNs (Distinguished Name)
Bei einem übergeordneten DN handelt es sich um einen Teil eines DN (in x.500-Syntax), in
dem der endgültige RDN (Relative Distinguished Name) nicht enthalten ist. In dem Beispiel
"/o=org/ou=site/cn=Recipients/cn=bob" ist "/o=org/ou=site/cn=Recipients" der übergeordnete
DN und "/cn=bob" der RDN. Die Tabelle der übergeordneten DNs ist die Gruppe aller
übergeordneten DNs im Verzeichnis. Diese Namen stammen aus den beiden Attributen
legacyExchangeDN und proxyAddresses, beginnend mit "x500:" oder "X500:".
Die x.500-Adressen werden nur eingeschlossen, wenn sie mit "/o=orgname" beginnen
("orgname" ist der tatsächliche Name der lokalen Exchange Server-Organisation) und auf
dem Server, auf dem das Offlineadressbuch generiert wird, Exchange Server 2003 SP1
ausgeführt wird. Die x.500-Adressen der aus einer anderen Organisation migrierten Benutzer
werden nicht eingeschlossen. Bei Outlook 2003-Clients, die das OAB v4 verwenden, wird
das Offlineadressbuch nach Änderungen an übergeordneten DNs durch differenzielle
Downloads aktualisiert. Bei Outlook-Clients, die das OAB v3a oder eine ältere Version
verwenden, wird ein vollständiger Download erzwungen, wenn in der Gruppe gefundener
DNs Änderungen auftreten.
Jede der folgenden Aktionen kann dazu führen, dass Outlook statt eines inkrementellen oder
differenziellen Downloads den vollständigen Download eines Offlineadressbuchs durchführt:
46

Manuelles Ändern eines -Attributs zum Erstellen eines übergeordneten DN, der noch
nicht vorhanden war. Beispiel:

Im einheitlichen Modus: Ändern eines -Attributs mit einem Active Directory-Editor, z.
B. der ADSI-Bearbeitung, nachdem ein Postfach zwischen administrativen Gruppen
verschoben wurde.

Ordnungsgemäßes Ändern eines -Attributs, wenn der vorherige DN aber nicht als
x.500-Adresse hinzugefügt wird. In diesem Fall wird der vorherige übergeordnete DN
nicht mehr im Verzeichnis angezeigt, sofern es sich um das einzige Objekt mit
diesem übergeordneten DN handelt.

Bei Exchange Server 5.5 und Verwendung von ADC (Active Directory Connector):
Erstellen eines neuen Containers in Exchange Server 5.5 und Einfügen eines Objekts in
den Container bzw. Löschen des letzten Objekts aus einem Exchange Server 5.5Container.

Bei Verwendung von Exchange Server 5.5 und ADC: Erstellen und E-Mail-Aktivieren
eines Objekts in einem neuen Active Directory-Container, sofern für ADC die Replikation
der Containerhierarchie nach Exchange Server 5.5 festgelegt ist (Standardeinstellung für
ADC-Tools). ADC erstellt den neuen Container in Exchange Server 5.5 und repliziert den
neuen Exchange Server 5.5-DN als -Attribut des Active Directory-Objekts zurück. Auf
diese Weise können durch Änderungen in der Active Directory-Hierarchie
möglicherweise neue übergeordnete DNs hinzugefügt werden.

Hinzufügen einer administrativen Gruppe. Das erste E-Mail-aktivierte Objekt (Postfach,
Kontakt oder Verteilergruppe), das in dieser administrativen Gruppe erstellt wurde, führt
zur Anzeige eines neuen übergeordneten DN im Verzeichnis.

Löschen des letzten Objekts mit bei einem bestimmten übergeordneten DN in seinem oder -Attribut. Beispielsweise wird drei Jahre nach dem Konsolidieren und Löschen eines
Standorts das letzte Postfach gelöscht, das ehemals zu diesem Standort gehörte. Der
x.500-Platzhalter wurde entfernt, wodurch der Inhalt der Tabelle mit übergeordneten DNs
geändert wird.

Hinzufügen, Entfernen oder Ändern einer x.500-Proxyadresse. Diese Änderungen
können mit dem Tool Active Directory-Benutzer und -Computer vorgenommen werden.
Wenn die x.500-Adresse sich in der lokalen Organisation befindet, die
Organisationseinheit (/ou=<Standortname>) und die Container (/cn=Recipients/cn=<EMail-Spitzname>) jedoch neu sind oder falsch eingegeben wurden, wird ein
übergeordneter DN zur Tabelle hinzugefügt bzw. aus dieser gelöscht.

Beim Migrieren von Benutzern aus einer gesonderten Gesamtstruktur (z. B. bei einer
Unternehmensfusion oder aus einer gesonderten E-Mail-Gesamtstruktur) erzwingt das
Hinzufügen des alten -Attributs als x.500-Proxy einen vollständigen Download des
Offlineadressbuchs, wenn "/o=<Organisationsname>" übereinstimmt und ein neuer
übergeordneter DN erstellt wird.
47
Einige Aktionen, die Sie vornehmen können, wirken sich auch die übergeordneten DNs aus,
führen jedoch nicht zu einem vollständigen Download des Offlineadressbuchs durch Outlook.
Diese lauten wie folgt:

Durchführen von Postfachverschiebungen bei Standortkonsolidierungen in einer
Umgebung im gemischten Modus Der alte übergeordnete DN wird im Attribut
proxyAddresses gespeichert, und es werden keine neuen übergeordneten DNs erstellt.

Erstellen eines E-Mail-aktivierten Objekts mit Active Directory-Benutzer und Computer Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 verwenden immer
denselben übergeordneten DN (Container "/o=<Organisation>/ou=<administrative
Gruppe>/cn=Recipients"), da die -Attributhierarchie dem Benutzer nicht mehr angezeigt
wird. Wenn in einer Exchange-Organisation im gemischten Modus das neu erstellte
Objekt in einem neuen Container enthalten ist und die Verbindungsvereinbarung in
Active Directory Connector für die Replikation der Hierarchie konfiguriert ist, kann ein
vollständiger Download des Offlineadressbuchs eintreten.

Löschen einer administrativen Gruppe Postfächer müssen vor dem Löschen aus der
administrativen Gruppe entfernt werden. Das Löschen der administrativen Gruppe wirkt
sich weder auf die x.500-Adressen vorhandener E-Mail-aktivierter Objekte noch auf das
Attribut legacyExchangeDN von E-Mail-Empfängern aus.
Ändern des legacyExchangeDN-Werts
Das Ändern des -Attributs eines Benutzers ist ein einschneidender Schritt, der unter anderem
die Neuerstellung des Outlook-Benutzerprofils erfordert. Für Benutzer im ExchangeCachemodus ist diese Aktion gleichbedeutend mit der Neusynchronisierung der
Offlinespeicherdatei (OST-Datei) und dem erneuten Download ihres Offlineadressbuchs. Es
gibt jedoch stichhaltige Gründe für die Änderung eines -Attributs. Wenn Sie z. B. Zertifikate
für die Verwendung mit digital signierten Nachrichten mittels des
Schlüsselverwaltungsdiensts bereitstellen und ein Benutzer zwischen Standorten verschoben
wird, müssen Sie das Attribut legacyExchangeDN des Benutzers ändern.
Schlüsselverwaltungsdienst-Server werden pro Standort bereitgestellt, und Benutzer müssen
über den ordnungsgemäßen übergeordneten DN verfügen, der den Standort angibt, von dem
sie das Zertifikat erhalten.
Änderungen am Attribut legacyExchangeDN müssen sorgfältig überprüft werden, um
typografische Fehler wie die folgenden zu vermeiden:

Hinzufügen oder Löschen vorangestellter oder nachfolgender Leerzeichen. Wenn ein
Eintrag aufgrund einer vorherigen Änderung ein vorangestelltes oder nachfolgendes
Leerzeichen enthält, sollte dieses beibehalten werden.

Sicherstellen, dass das Attribut keinen Doppelpunkt (:) enthält. Ein häufiger Fehler tritt
beim Kopieren eines legacyExchangeDN-Attributs aus LDP.exe auf, da LDP.exe den
Attributnamen durch einen Doppelpunkt und ein Leerzeichen ": " vom Wert trennt:
48
.legacyExchangeDN:/o=<Organisationsname>/ou=<Name der administrativen
Gruppe>/cn=Recipients/cn=<E-Mail-Spitzname>

Rechtschreibfehler in einem der Containernamen, insbesondere "Recipients".

Die Werte des Attributs legacyExchangeDN dürfen kein vorangestelltes Semikolon
enthalten. Einige Tools, z. B. LDP.exe, verwenden das Semikolon zum Trennen von
Werten in einem mehrwertigen Attribut.

Das Attribut proxyAddresses ist ein mehrwertiges Attribut. LDP.exe zeigt Werte von
mehrwertigen Attributwerten als durch Semikolon getrennte Zeichenfolgen an. Dies gilt
jedoch nur für die Anzeige. Geben Sie keine durch Semikolons getrennten
Proxyadressen in den Active Directory-Editor ein.

Der Wert des Attributs legacyExchangeDN beginnt nicht mit folgenden Zeichen:
"/o=" oder "/O="
Wenn Sie ein ungültiges -Attribut entdecken, müssen Sie sorgfältig feststellen, welche
Korrekturmaßnahme angebracht ist. Für Outlook 2003-Clients, die das OAB v3a oder eine
ältere Version verwenden, werden durch Änderungen an den -Attributen vollständige
Downloads des Offlineadressbuchs ausgelöst. Der Wechsel von einem ungültigen
übergeordneten DN zu einem anderen ungültigen übergeordneten DN führt zu einem
Download. Outlook-Clients, die das OAB v4 verwenden, können das Offlineadressbuch
jedoch durch differenzielle Downloads aktualisieren, nachdem Änderungen an -Attributen
vorgenommen wurden.
Einträge mit ungültigen -Attributen wirken sich möglicherweise nicht nachteilig auf Ihre
Umgebung aus, die falsche Korrektur eines Eintrags kann jedoch zu Problemen führen.
Gesamtanzahl der Verzeichnisänderungen
Unternehmensweite vollständige Downloads des Offlineadressbuchs sind auf zu viele
Änderungen im Verzeichnis an Attributen zurückzuführen, die vom Offlineadressbuch
gespeichert werden. Standardmäßig vergleicht Outlook die Gesamtgröße der komprimierten
Changes.oab-Dateien auf dem Server, die für das Aktualisieren des ClientOfflineadressbuchs erforderlich sind, mit der Gesamtgröße aller komprimierten vollständigen
Offlineadressbuch-Dateien auf dem Server.
Outlook-Clients mit OAB v2 und v3a
Wenn die Größe der Changes.oab-Dateien mindestens ein Achtel der Größe der
vollständigen Offlineadressbuch-Dateien beträgt, leitet Outlook auf Outlook-Clients, die das
OAB v2 und v3a verwenden, den vollständigen Download eines Offlineadressbuchs ein.
Wenn beispielsweise die aktuelle Outlook-Clientsequenz des Offlineadressbuchs 4 und die
Serversequenz des Offlineadressbuchs 10 lautet, ruft Outlook zuerst die Gesamtgröße der
komprimierten Changes.oab-Dateien auf dem Server ab, die die Sequenz 10 erreichen
49
müssen. Anschließend ruft Outlook die Gesamtgröße aller komprimierten vollständigen
Adressbuchdateien auf dem Server ab, einschließlich der Vorlagen. Wenn die Changes.oabDateien größer sind als ein Achtel der vollständigen Offlineadressbuch-Dateien, lädt Outlook
statt der inkrementellen Dateien das vollständige Offlineadressbuch herunter.
Einige kleine Änderungen an Empfängerattributen führen dazu, dass alle Informationen zu
einem Empfänger in die Datei Changes.oab eingeschlossen werden. Im Folgenden werden
einige Beispiele für diese Änderungen aufgeführt:

Aktualisieren von Telefonnummern mit einer neuen Vorwahl für eine große Gruppe von
Empfängern

Hinzufügen einer zusätzlichen Proxyadresse für eine große Gruppe von Empfängern
Auch wenn für die Hälfte der Empfänger jeweils nur einige Bytes geändert werden, kann
daher eine Changes.oab-Datei erstellt werden, die größer als ein Achtel des vollständigen
Adressbuchs ist.
Ausführliche Anweisungen zum Ändern der Ein-Achtel-Regel finden Sie unter Ändern der
Ein-Achtel-Regel.
Outlook-Clients mit OAB v4
Wenn die Changes.oab-Dateien mindestens halb so groß sind wie die vollständigen
Offlineadressbuch-Dateien, leitet Outlook auf Outlook-Clients, die das OAB v4 verwenden,
den vollständigen Download eines Offlineadressbuchs ein. Weitere Informationen zu
Verbesserungen, die im OAB v4 vorgenommen wurden, finden Sie unter "Verbesserungen in
Exchange Server 2003 SP2 und Outlook 2003 SP2" in Verbesserungen der
Offlineadressbücher.
Weitere Informationen zu den in Offlineadressbüchern enthaltenen Attributen finden Sie unter
"Setting up Servers to Support Offline Address Books" in Working with Exchange Server
2003 Stores (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=47595).
Weitere zu einem vollständigen Download führende
Bedingungen
Neben den zuvor beschriebenen Bedingungen existieren weitere Umstände, unter denen
Outlook einen vollständigen Download des Adressbuchs durchführt. Hierzu zählen folgende
Situationen:

Auf dem Clientcomputer befindet sich kein Offlineadressbuch. Diese Bedingung tritt
möglicherweise ein, wenn Outlook keine erste vollständige Synchronisierung
durchgeführt hat.

Auf dem Server fehlt eine Differenzdatei. Outlook kann die aktuelle Version ohne diese
Datei nicht aktualisieren. Dieses Verhalten kann auftreten, wenn eine der folgenden
Bedingungen zutrifft:
50

Sie haben Outlook seit über 30 Tagen nicht mehr gestartet, um sich bei Ihrem
Exchange-Postfach anzumelden. In der Serverrichtlinie sind für Differenzdateien nur
30 Tage vorgesehen.

Auf dem Server ist ein Fehler aufgetreten, weshalb für einen Tag keine Differenzdatei
generiert wurde.

Die Versionen von Server und Client stimmen nicht überein. Es gibt eine aktuellere
Version des Offlineadressbuchs auf dem Server. Beispiel: Version 4 (UnicodeOfflineadressbuch) steht jetzt zur Verfügung, und Sie haben zuvor ein Offlineadressbuch
der Version 3a heruntergeladen.

Änderungen konnten nicht auf das Offlineadressbuch angewendet werden.
Beispielsweise können die Differenzdateien auf dem Server beschädigt sein. Eine
Beschädigung kann auftreten, wenn der Server während der Generierung der
Differenzdateien ausfällt.

Mindestens eine Offlineadressbuch-Datei fehlt auf dem Clientcomputer. Beispielsweise
kann ein Benutzer eine der Offlineadressbuch-Dateien auf seinem Computer
versehentlich löschen.

Ein vorheriger Download ist fehlgeschlagen, und Outlook muss von neuem beginnen.

Sie laden das vollständige Offlineadressbuch manuell herunter.

Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, der die einzige Kopie des
Offlineadressbuchs enthält, ist nicht aufzufinden und wird durch eine neue Datenbank
und ein neues Offlineadressbuch ersetzt. Um diese Situation zu verhindern, sollten Sie
die Offlineadressbuch-Ordner auf mindestens zwei Server für Öffentliche Ordner
replizieren (den ursprünglichen Server und einen Replikatserver).

Wenn Outlook 2003 erstmals im Exchange-Cachemodus bereitgestellt wird, lädt die
Anwendung das vollständige Offlineadressbuch herunter. Wenn Sie erstmals eine große
Anzahl von Outlook-Clients mittels des Exchange-Cachemodus bereitstellen, führt dies
zu einem umfangreichen Download des vollständigen Offlineadressbuchs, da jede neue
Outlook 2003-Installation ein neues Offlineadressbuch herunterlädt.

Der Öffentliche Ordner, den Outlook für das Offlineadressbuch verwendet, basiert auf
dem Attribut msExchUseOAB des Privaten Informationsspeichers. Wenn ein Postfach
auf einen anderen Server mit einem anderen Offlineadressbuch verschoben wird, lädt
Outlook ein neues Offlineadressbuch herunter. Wenn eine große Anzahl von Postfächern
zwischen Postfachspeichern verschoben wird und der Zielspeicher für die Verwendung
einer anderen Offlineadressliste konfiguriert ist, führt dies zum vollständigen Download
des Offlineadressbuchs für diese Postfächer.

Wenn ein Postfach von einem Exchange Server 5.5-Server auf einen Exchange Server
2003-Server verschoben wird, leitet der Exchange Server 2003-Server Outlook an eine
neuere Unicode-Version des Offlineadressbuchs weiter. Outlook lädt für alle Postfächer,
die von einem Exchange Server 5.5-Server auf einen Exchange Server 2003-Server
51
verschoben wurden, ein neues Offlineadressbuch herunter. Wenn eine große Anzahl von
Postfächern aus Exchange Server 5.5 nach Exchange Server 2003 verschoben werden,
löst dies viele vollständige Downloads von Offlineadressbüchern für diese Postfächer
aus.

Verfügt ein Benutzer über mehrere MAPI-Profile auf demselben Outlook-Clientcomputer
und wechselt er zwischen den beiden Profilen, die beide den Exchange-Cachemodus
verwenden, finden mehrere vollständige Downloads derselben OfflineadressbuchDateien statt. Outlook unterstützt nur ein Offlineadressbuch pro Benutzerkonto auf einem
Computer. Wenn Sie über mehrere Profile verfügen, kann nur ein Profil das
Offlineadressbuch herunterladen. Wenn Sie mindestens zwei Profile verwenden müssen,
die den Exchange-Cachemodus verwenden, müssen Sie eines der Profile so
konfigurieren, dass es das Offlineadressbuch nicht herunterlädt.
Minimieren der Auswirkungen von Offlineadressbuch-Downloads auf
das Netzwerk
Wenn die Auswirkungen vollständiger Offlineadressbuch-Downloads über eine WANVerbindung auf das Netzwerk in Ihrer Organisation minimiert werden müssen, stehen Ihnen
einige bewährte Methoden zur Verfügung, die mit Exchange Server 2003 SP1 eingesetzt
werden können.

Begrenzen Sie den Umfang vollständiger Offlineadressbuch-Downloads. Die erste
Möglichkeit besteht darin, den Umfang vollständiger Downloads von
Offlineadressbüchern soweit wie möglich zu begrenzen. Im vorherigen Abschnitt werden
die Bedingungen aufgeführt, unter denen Outlook vollständige Adressbücher
herunterlädt. Hierzu zählen das Verschieben von Postfächern, umfangreiche Änderungen
im Verzeichnis oder Änderungen an der Tabelle der übergeordneten DNs. Eine bewährte
Methode besteht darin, diese Bedingungen zu überprüfen und festzustellen, wie die
Fälle, die zu vollständigen Downloads von Offlineadressbüchern führen, eingegrenzt
werden können.
Wenn viele Outlook-Clients das vollständige Offlineadressbuch an einem bestimmten
Tag herunterladen, kann dies insbesondere bei langsamen Verbindungen zu einer hohen
Auslastung der Bandbreite führen. Obwohl die Datei mit täglichen Änderungen
normalerweise klein ist, kann das vollständige Offlineadressbuch recht groß sein, da es
standardmäßig die gesamte Globale Adressliste (GAL) enthält. Ferner nimmt die
Auswirkung auf die verwendete Bandbreite mit der Anzahl von Outlook-Clients, die
Offlineadressbücher herunterladen, zu, da jeder einzelne Outlook-Client ein
Offlineadressbuch herunterlädt. Angenommen, das vollständige Offlineadressbuch einer
Organisation ist 10 Megabytes (MB) groß und 20 Outlook-Clients an einem
Remotestandort laden an demselben Tag das vollständige Adressbuch herunter. 200 MB
Daten werden am Remotestandort über das WAN heruntergeladen.

Filtern Sie Zertifikate, um die Größe des Offlineadressbuchs zu begrenzen. In
Exchange Server 2003 kann der Offlineadressbuch-Dienst von Exchange (OABGen)
52
nicht benötigte Attribute filtern. Hierzu gehören auch zusätzliche Zertifikate, die von
Outlook nicht verwendet werden. Bei Zertifikaten handelt es sich um das größte einzelne
Attribut, das im Offlineadressbuch gespeichert wird. Durch das Filtern nicht benötigter
Zertifikate kann die Größe des Offlineadressbuchs um 35 bis 50 Prozent verringert
werden.
Es gibt drei verschiedene Zertifikatsattribute in Active Directory. Nur wenige dieser
Zertifikate werden jedoch für die Verschlüsselung und als Signatur von E-MailNachrichten verwendet. Nicht von Outlook verwendete Zertifikate, z. B. für das
verschlüsselnde Dateisystem (Encrypting File System, EFS) und die 802.1xAuthentifizierung verwendete Zertifikate, werden aus dem Offlineadressbuch
herausgefiltert. Dies gilt ebenfalls für abgelaufene Zertifikate.
Die Zertifikatsfilterung ist in Exchange Server 2003 SP1 standardmäßig aktiviert. Für die
Verwendung dieses Features ist keine weitere Aktion erforderlich. Sie können das
Verhalten der Filterung ggf. durch Bearbeiten der Registrierung auf dem ExchangeServer steuern.
Ausführliche Anweisungen finden Sie unter Konfigurieren der Zertifikatsfilterung für
Offlineadressbücher.

Ziehen Sie die Verwendung der Offlineadressbuch-Version "Keine Details" in
Erwägung. Hierbei handelt es sich um eine Option für Outlook-Remoteclients, die
diesen eine Minimalversion des Offlineadressbuchs bereitstellt. Diese OfflineadressbuchVersion ist klein und enthält lediglich den Anzeigenamen, die primäre SMTP-Adresse,
den Bürostandort, den Nachnamen und den E-Mail-Spitznamen.

Vorteile Die Offlineadressbuch-Version Keine Details ist klein, sodass der
Downloadaufwand begrenzt ist.

Einschränkungen Jedes Mal, wenn Outlook Detailinformationen zu einer Adresse
abruft, fordert Outlook die Details direkt bei Active Directory an. Beim Offlinezugriff
sind die Informationen begrenzt, sodass diese Option für Benutzer tragbarer
Computer, die hauptsächlich offline sind, nicht geeignet ist.
Hinweis:
Das OAB v4 stellt den Modus Keine Details nicht bereit. Die Verwendung
der Option Keine Details hat daher keine Auswirkungen auf Clients, die das
OAB v4 verwenden.

Ziehen Sie den Einsatz eines Offlineadressbuch-Remoteservers für OutlookClients in Erwägung, auf dem sich ausschließlich das Offlineadressbuch befindet.
Ein Exchange-Server für Öffentlich Ordner kann an einem Remotestandort installiert
werden, um als Host für ein Offlineadressbuch zu dienen. Alle Remoteclients an diesem
Remotestandort laden das Offlineadressbuch von einem lokalen Exchange-Server für
Öffentliche Ordner herunter.
53

Vorteile Downloads des vollständigen Offlineadressbuchs wirken sich nicht auf das
WAN aus. Es ist kein ganzer Postfachserver erforderlich, sodass Postfachserver
noch an einem zentralen Standort konsolidiert werden können.

Einschränkungen Am Remotestandort ist ein zusätzlicher Server erforderlich.

Begrenzen Sie die Anzahl von Benutzern, die über eine Remoteverbindung auf
Exchange zugreifen. Die Auswirkungen des Downloads eines vollständigen
Adressbuchs stehen direkt in Beziehung zur Anzahl der Benutzer, die das
Offlineadressbuch herunterladen. Ihre Organisation muss analysieren, wie viele OutlookRemoteclients in einem WAN unterstützt werden können, bevor die Auswirkungen des
Downloads eines vollständigen Adressbuchs zu hoch sind, und die Anzahl der
Remoteclients ggf. begrenzen.

Implementieren Sie eine Einschränkung für Offlineadressbücher. Sie können die
Überlastung des Netzwerkadapters eines Exchange-Servers oder des betreffenden
Netzwerks verhindern, indem Sie den in Exchange Server 2003 SP1 eingeführten
Einschränkungsmechanismus verwenden. Dieses Feature ermöglicht Administratoren
das Begrenzen der von Offlineadressbuch-Downloads verwendeten Netzwerkbandbreite
durch Festlegen eines Bandbreiten-Schwellenwerts.
Standardmäßig ist dieses Einschränkungsfeature deaktiviert. Sie können es aktivieren,
indem Sie den Registrierungseintrag auf allen Servern für Öffentliche Ordner hinzufügen,
die als Host für Offlineadressbuch-Systemordner dienen. Weitere Informationen finden
Sie unter "Downloadeinschränkung bei Offlineadressbüchern" in Verbesserungen der
Offlineadressbücher.
Generieren einer vollständigen Downloaddatei des Offlineadressbuchs,
wenn keine Differenzdatei generiert werden kann
Bei Verwendung von Exchange Server 2003 SP2 kann Exchange Server mitunter keine
Differenzdatei für Clients generieren, die nicht das OAB v4 verwenden, obwohl Exchange
Server feststellt, dass ein Differenzdownload effizienter ist. In älteren Exchange ServerVersionen als Exchange Server 2003 SP2 wird in diesem Fall immer der vollständige
Download des Offlineadressbuchs erzwungen.
Hinweis:
Nur Outlook 2003-Clients, auf denen Outlook 2003 SP2 im Unicode-Format
ausgeführt wird, verwenden das OAB v4. Informationen zu den unterschiedlichen
Offlineadressbuch-Versionen und den jeweils verwendeten Client- und
Serverversionen finden Sie unter "Kompatibilität von Exchange Server 2003- und
Office Outlook 2003-Offlineadressbüchern" in Bereitstellungsszenarien für Outlook
2003.
Unter den folgenden Bedingungen erzwingt Exchange Server den vollständigen Download
eines Offlineadressbuchs nicht automatisch:
54

Outlook-Clients verwenden nicht das OAB v4.

Der Offlineadressbuch-Server, auf dem Exchange Server 2003 SP2 ausgeführt wird,
stellt fest, dass ein Differenzdownload effizienter ist.

Eine Differenzdatei kann auf einem Server, auf dem Exchange Server 2003 SP2
ausgeführt wird, nicht generiert werden.
Stattdessen protokolliert Exchange Server standardmäßig das MSExchangeSA-Ereignis
9360, das angibt, dass keine Differenzdatei erstellt werden konnte und dass keine
vollständige Offlineadressbuch-Datei erstellt wird. Mit der Beschreibung im Ereignis wird
angegeben, welche Änderungen in dem für das Problem verantwortlichen Verzeichnis
vorgenommen wurden. In diesem Fall erhalten die Benutzer erst dann OfflineadressbuchAktualisierungen, wenn das Problem behoben wurde. Im Folgenden erhalten Sie ein Beispiel
für das MSExchangeSA-Ereignis 9360:
Ereignistyp:
Fehler
Ereignisquelle:
MSExchangeSA
Ereigniskategorie:
OAL-Generator
Ereignis-ID:
9360
Beschreibung:
OALGen hat beim Generieren der
Changes.oab-Datei für differenzielle
Downloads von Version 2 und 3 der
Adressliste '\Globale Adressliste' festgestellt.
Die Offlineadressliste wurde nicht aktualisiert,
sodass Clients die aktuellen Änderungen
nicht herunterladen können. Prüfen Sie
andere Protokolleinträge, um die
Fehlerursache zu ermitteln.
Wenn die Ursache des Problems beabsichtigt war oder nicht behoben werden kann, können
Sie die Registrierung so bearbeiten, dass die Bereitstellung einer vollständigen
Offlineadressliste durch OALGen erzwungen wird. Nach dem Erstellen der Liste sollte der
Registrierungsschlüssel entfernt werden, um weitere vollständige Downloads zu verhindern.
Wenn Sie feststellen, dass die im Verzeichnis vorgenommene Änderung beabsichtigt war,
können Sie das Standardverhalten des Offlineadressbuch-Servers ändern, sodass
vollständige Offlineadressbuch-Downloads generiert werden, wenn kein Differenzdownload
generiert werden kann.
Einzelheiten hierzu finden Sie unter Vorgehensweise beim Generieren einer vollständigen
Downloaddatei des Offlineadressbuchs, wenn keine Differenzdatei generiert werden kann.
55
Im OAB v4 wurden die Probleme behoben, die die Generierung einer Differenzdatei durch
den Server verhindert haben (sofern es von Outlook-Clients verwendet wird, auf denen
Outlook 2003 SP2 im Unicode-Format ausgeführt wird).
Weitere Informationen zu Leistungsverbesserungen von Offlineadressbüchern in Exchange
Server 2003 SP2 und Outlook 2003 SP2 finden Sie unter "Verbesserungen in Exchange
Server 2003 SP2 und Outlook 2003 SP2" in Verbesserungen der Offlineadressbücher.
Ändern der Ein-Achtel-Regel
Der Offlineadressbuch-Server leitet für Microsoft® Office Outlook®-Clients, die das
Offlineadressbuch, Version 2 und Version 3a, (OAB v2 und OAB v3a) verwenden, einen
vollständigen Download des Offlineadressbuchs ein, wenn die Größe der Changes.oabDateien größer oder gleich einem Achtel der vollständigen Offlineadressbuch-Dateien ist. Mit
dem folgenden Verfahren können Sie die Ein-Achtel-Regel ändern.
Hinweis:
Diese Einstellung wird nicht auf Outlook-Clients angewendet, die das OAB v4
verwenden. Der Offlineadressbuch-Server generiert für Clients, die das OAB v4
verwenden, nur dann einen vollständigen Download des Offlineadressbuchs, wenn
die Changes.oab-Dateien mindestens halb so groß wie die vollständigen
Offlineadressbuch-Dateien sind.
Bevor Sie beginnen
Informationen zum Berechnen der Gesamtanzahl aller Verzeichnisänderungen durch
Microsoft Exchange Server 2003 finden Sie unter "Gesamtanzahl der
Verzeichnisänderungen" in Verwenden von Offlineadressbüchern.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So ändern Sie die Ein Achtel-Regel
1. Öffnen Sie auf dem Outlook-Clientcomputer einen Registrierungs-Editor, z. B.
Regedit.exe oder Regedt32.exe.
56
2. Navigieren Sie zu folgendem Schlüssel:
HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Exchange\Exchange Provider
3. Erstellen Sie den Eintrag OAB Dif Divisor, wenn dieser im rechten Bereich nicht
vorhanden ist. Klicken Sie hierzu im linken Bereich mit der rechten Maustaste auf
den Unterschlüssel Exchange Provider, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann
auf DWORD-Wert. Geben Sie OAB Dif Divisor ein, und drücken Sie die
EINGABETASTE.
4. Doppelklicken Sie auf OAB Dif Divisor. Geben Sie im Dialogfeld DWORD-Wert
bearbeiten den Wert X (dezimal) im Feld Wert ein, und klicken Sie dann auf OK.
Diese Beispieleinstellung erlaubt Outlook das Herunterladen von differenziellen
Offlineadressbuch-Dateien, deren Größe bis zu einem X-tel des vollständigen
Offlineadressbuchs beträgt. Wenn Sie beispielsweise den Wert 4 eingeben, lädt
Outlook Offlineadressbücher mit einer Größe von bis zu einem Viertel des
vollständigen Offlineadressbuchs herunter.
Hinweis:
Wenn der Registrierungswert OAB Dif Divisor auf 0 (Null) gesetzt ist,
verwendet Outlook 16, sodass keine Division durch 0 erfolgt.
5. Schließen Sie den Registrierungs-Editor, und starten Sie den Outlook-Client neu,
damit die Änderung wirksam wird.
Konfigurieren der Zertifikatsfilterung für
Offlineadressbücher
Mit dem folgenden Verfahren können Sie die Zertifikatsfilterung für Offlineadressbücher
konfigurieren.
Bevor Sie beginnen
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
57
Verfahren
So konfigurieren Sie die Zertifikatsfilterung für Offlineadressbücher
1. Öffnen Sie auf dem Exchange Server-Computer einen Registrierungs-Editor, z. B.
Regedit.exe oder Regedt32.exe.
2. Navigieren Sie zu folgendem Schlüssel:
HKLM\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeSA\Parameters.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Parameter, und wählen Sie Neu |
DWORD-Wert aus. Benennen Sie den DWORD-Wert OAL Invalid Cert Behavior.
4. Doppelklicken Sie im rechten Bereich auf OAL Invalid Cert Behavior, und geben
Sie den gewünschten Wert ein:

0 – filtert abgelaufene und ungültige Zertifikate (Standardeinstellung)

1 – filtert nur abgelaufene Zertifikate

2 – filtert das Attribut UserCertificate nicht
5. Schließen Sie den Registrierungs-Editor, und starten Sie den Microsoft ExchangeSystemaufsichtsdienst neu, damit die Änderung wirksam wird.
Vorgehensweise beim Generieren einer
vollständigen Downloaddatei des
Offlineadressbuchs, wenn keine
Differenzdatei generiert werden kann
Obwohl Microsoft® Exchange Server 2003 feststellt, dass ein Differenzdownload effizienter
ist, kann Exchange Server möglicherweise in einigen Fällen keine Differenzdatei für Clients
generieren, die das Offlineadressbuch, Version 4, (OAB v4) nicht verwenden. Sie können das
Standardverhalten des Offlineadressbuch-Servers so ändern, dass vollständige Downloads
des Offlineadressbuchs generiert werden, wenn der Differenzdownload nicht generiert
werden kann.
Hinweis:
Nur Microsoft Office Outlook® 2003-Clients, auf denen Outlook 2003 Service Pack 2
(SP2) im Unicode-Format ausgeführt wird, verwenden OAB v4 (das von Exchange
Server 2003 SP2 generierte Offlineadressbuch-Format). Dieses Format behebt die
Probleme, die den Server an der Generierung einer Differenzdatei hindern.
58
Informationen zu den unterschiedlichen Offlineadressbuch-Versionen und den
jeweils verwendeten Client- und Serverversionen finden Sie unter "Kompatibilität von
Exchange Server 2003- und Office Outlook 2003-Offlineadressbüchern" in
Bereitstellungsszenarien für Outlook 2003.
Bevor Sie beginnen
Bedenken Sie vor dem Durchführen dieses Verfahrens, dass Netzwerkverkehr und
Serverlast bei einem organisationsweiten vollständigen Download des Offlineadressbuchs
erhöht werden. Informationen zum Minimieren der Auswirkungen von OfflineadressbuchDownloads auf Ihr Netzwerk finden Sie unter "Minimieren der Auswirkungen von
Offlineadressbuch-Downloads auf das Netzwerk" in Verwenden von Offlineadressbüchern.
Wichtig:
Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Vergewissern
Sie sich vor dem Bearbeiten der Registrierung, dass Sie bei auftretenden Problemen
mit der Wiederherstellung der Registrierung vertraut sind. Informationen zum
Wiederherstellen der Registrierung finden Sie im Hilfethema „Wiederherstellen der
Registrierung“ in der Datei oder der Datei .
Verfahren
So generieren Sie die vollständige Downloaddatei eines Offlineadressbuchs, wenn
keine Differenzdatei generiert werden kann
1. Starten Sie auf dem Exchange-Server Regedit.exe.
2. Öffnen Sie den folgenden Registrierungsschlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeSA\Parameters
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Parameters, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie
dann auf DWORD-Wert.
4. Geben Sie als neuen Wertnamen OAL post full if diff fails ein.
5. Doppelklicken Sie auf OAL post full if diff fails. Geben Sie unter Wert den Wert 1 ein. Klicken
Sie auf OK.
6. Schließen Sie den Registrierungs-Editor.
Lesen Sie vor dem Bearbeiten der Registrierung den Microsoft Knowledge Base-Artikel
256986, "Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung", um Informationen zum
Bearbeiten der Registrierung zu erhalten.
59
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu Situationen, in denen ein vollständigen Offlineadressbuch generiert
wird, finden Sie unter "Generieren einer vollständigen Downloaddatei des
Offlineadressbuchs, wenn keine Differenzdatei generiert werden kann" in Verwenden von
Offlineadressbüchern.
Weitere Informationen zu Verbesserungen in OAB v4 finden Sie unter "Verbesserungen in
Exchange Server 2003 SP3 und Outlook 2003 SP2" in Verbesserungen der
Offlineadressbücher.
Vorgehensweise beim Verwalten der
Größen von Offlineadressbuch-Dateien
Im Offlineadressbuch, Version 4, (OAB v4) begrenzt Microsoft® Exchange Server 2003 die
Größe von ein- und mehrwertigen Attributen, um zu vermeiden, dass ungewöhnlich große
Datensätze in das Offlineadressbuch eingeschlossen werden. Auf OfflineadressbuchServern, auf denen Microsoft Exchange Server 2003 Service Pack 2 (SP2) ausgeführt wird,
können Sie Exchange Server so konfigurieren, dass die Größe bestimmter
Eigenschaftentypen innerhalb der Downloaddateien von Offlinadressbüchern begrenzt wird.
Hinweis:
Diese Einstellungen gelten nur für von Exchange Server 2003 SP2 generierte und
von Microsoft Office Outlook® 2003 SP2 und höheren Versionen verwendete OAB
v4-Dateien. Vorherige Versionen des Offlineadressbuchs, die von älteren OutlookClients verwendet werden, sind nicht betroffen.
Bevor Sie beginnen
Wenn im Ereignisprotokoll die Einträge für das MSExchangeSA-Ereignis 9320 und das
MSExchangeSA-Ereignis 9359 angezeigt werden, sollten Sie eine Größenbegrenzung
bestimmter Eigenschaftentypen in Erwägung ziehen. In der folgenden Tabelle werden die
vier Eigenschaftentypen aufgelistet, die begrenzt werden können, sowie die in der
Registrierung konfigurierbaren Standardwerte und darunter liegenden Werte.
60
Name des
Beschreibung
Standardwert (Bytes)
Untergrenze (Bytes)
OAL V4 String Limit
Einwertige
textbasierte Active
DirectoryEigenschaften, z. B.
Anzeigename,
Telefonnummer und
Büro.
3400
32
OAL V4 Binary Limit
Einwertige Active
DirectoryEigenschaften im
Binärformat, z. B.
userCert.
32768
1024
OAL V4 String Multi
Value Limit
Mehrwertige
textbasierte Active
DirectoryEigenschaften, z. B.
E-Mail-Adressen
sowie Telefon
geschäftlich und
Telefon privat.
65536
512
OAL V4 Binary Multi
Value Limit
Mehrwertige Active
DirectoryEigenschaften im
Binärformat, z. B.
userSMIMEcertificat
e und
userCertificate.
65536
2048
Registrierungsschlüss
els
Ist der Registrierungsschlüssel für einen bestimmten Wert nicht vorhanden, wird der
Standardwert verwendet. Wird der Registrierungsschlüssel auf einen Wert unter der
Untergrenze gesetzt, wird automatisch der Wert für die Untergrenze verwendet.
Hinweis:
Um die ordnungsgemäße Ausführung von Exchange Server und Outlook zu
gewährleisten, können einige Attribute in ihrer Größe nicht begrenzt werden.
Weitere Informationen zu diesem Feature finden Sie unter "Verwalten der Größen von
Offlineadressbuch-Dateien" in Verwenden von Offlineadressbüchern.
61
Wichtig:
Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Vergewissern
Sie sich vor dem Bearbeiten der Registrierung, dass Sie bei auftretenden Problemen
mit der Wiederherstellung der Registrierung vertraut sind. Informationen zum
Wiederherstellen der Registrierung finden Sie im Hilfethema "Wiederherstellen der
Registrierung" in der Datei oder der Datei .
Verfahren
So verwalten Sie die Größe von Offlineadressbuch-Dateien
1. Starten Sie auf dem Exchange-Server Regedit.exe.
2. Öffnen Sie den folgenden Registrierungsschlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeSA\Parameters
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Parameters, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie
dann auf DWORD-Wert.
4. Geben Sie den Namen des Werts, den Sie konfigurieren möchten, als neuen Wertnamen ein.
5. Doppelklicken Sie auf den im letzten Schritt erstellten Wertnamen. Geben Sie unter Wert einen
entsprechenden Wert für die maximale Attributgröße in Bytes ein.
6. Klicken Sie auf OK.
7. Schließen Sie den Registrierungs-Editor.
Lesen Sie vor dem Bearbeiten der Registrierung den Microsoft Knowledge Base-Artikel
256986, "Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung", um Informationen zum
Bearbeiten der Registrierung zu erhalten.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Minimieren der Auswirkungen von Offlineadressbuch-Downloads
auf Ihr Netzwerk finden Sie unter "Minimieren der Auswirkungen von OfflineadressbuchDownloads auf das Netzwerk" in Verwenden von Offlineadressbüchern.
Weitere Informationen zum Konfigurieren der Dateigrößeneinstellung von
Offlineadressbüchern finden Sie unter "Verwalten der Größen von OfflineadressbuchDateien" in Verwenden von Offlineadressbüchern.
62
Konfigurieren von Clients für die
Verwendung von Offlineadressbüchern
In diesem Thema wird beschrieben, wie Microsoft® Office Outlook®-Clients für eine optimale
Verwendung von Offlineadressbüchern konfiguriert werden. Dabei wird auf Outlook 2003 im
Exchange-Cachemodus, Outlook 2003 im Onlinemodus und Outlook 2003 im Offlinemodus
eingegangen.
Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus
Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus synchronisiert das Offlineadressbuch eines
Benutzers alle 24 Stunden mit den Aktualisierungen der Kopie des OfflineadressbuchSystemordners auf dem Exchange-Server. Sie können die Häufigkeit der Downloads von
Offlineadressbuch-Aktualisierungen durch die Benutzer steuern, indem Sie die Häufigkeit der
von Ihnen vorgenommenen Verzeichnisänderungen begrenzen, die sich auf die
Offlineadressbuch-Kopie des Exchange-Servers auswirken. Werden bei der Überprüfung von
Outlook keine zu synchronisierenden neuen Daten gefunden, wird das Offlineadressbuch des
Benutzers nicht aktualisiert.
Sie können die Downloads des Offlineadressbuchs im Exchange-Cachemodus steuern,
indem Sie dem Outlook-Clientcomputer einen Registrierungswert hinzufügen.
Ausführliche Anweisungen hierzu finden Sie unter Steuern des Downloadverhaltens von
Offlineadressbüchern in Outlook im Exchange-Cachemodus.
Bereitstellen von Unicode-Offlineadressbüchern
Wenn Sie beabsichtigen, Outlook 2003 mit Exchange-Cachemodus bereitzustellen, sollten
Sie zunächst die Optionen zum Migrieren der Benutzer in den Unicode-Modus konfigurieren
und bereitstellen. Der Exchange-Cachemodus synchronisiert die Offlinedateien der Benutzer
mit den Daten des Exchange-Servers. Wenn Sie Benutzern Unicode-Optionen bereitstellen,
ist möglicherweise auch die Synchronisierung der Offlinedateien erforderlich.
Outlook-Dateien werden beispielsweise mit Exchange Server in den folgenden UnicodeBereitstellungsszenarien synchronisiert:

Wenn Sie ein neues Outlook-Offlineprofil bereitstellen, um z. B. aktuelle Offlinebenutzer
in den Unicode-Modus zu verschieben, synchronisiert Outlook die Offlinedateien nach
dem Erstellen neuer Benutzerdateien als Teil des neuen Profils.

Wenn Outlook-Benutzer auf einen Exchange Server 2003-Computer mit einem UnicodeOfflineadressbuch verschoben werden, wird das neue Offlineadressbuch
heruntergeladen.
63
Eine bewährte Methode in vergleichbaren Szenarien besteht darin, den ExchangeCachemodus erst nach Abschluss der Bereitstellung von Unicode-Optionen für Ihre
Organisation bereitzustellen. Weitere Information zur vollen Unicode-Unterstützung in
Outlook 2003 finden Sie unter "Unicode Enhancements in Outlook 2003." Weitere
Informationen zur Verwendung von Unicode-Optionen mit Outlook 2003 finden Sie unter
"Configuring Unicode Options for Outlook 2003".
Outlook 2003 im Onlinemodus
Wenn ein Outlook-Client für den Onlinemodus konfiguriert wird, verwendet er niemals ein
Offlineadressbuch. Stattdessen kommuniziert er direkt mit Exchange und dem Active
Directory®-Verzeichnisdienst, um die zum Auflösen der Namen und dem Senden der
Nachrichten benötigten Benutzer- und Adressdaten abzurufen.
Outlook 2003 im Offlinemodus
Wenn Sie ein E-Mail-Konto in Exchange Server verwenden, können Sie im Offlinemodus mit
der lokalen Kopie Ihrer Informationen weiterarbeiten. Bei der Verwendung eines E-MailKontos in Exchange Server wird die Verwendung des Exchange-Cachemodus anstelle des
Offlinemodus empfohlen. Bei der Verwendung von Outlook im Exchange-Cachemodus wird
ein bekanntes Problem mit digital signierten E-Mail-Nachrichten vermieden, das beim
Arbeiten im Offlinemodus auftreten kann. Bei dem Versuch, eine signierte E-Mail-Nachricht
zu beantworten oder eine neu signierte E-Mail-Nachricht in Outlook 2003 im Offlinemodus zu
senden, wird möglicherweise folgende Fehlermeldung angezeigt: "Diese Nachricht kann nicht
signiert oder verschlüsselt werden, da das Zertifikat ungültig ist." Dieses Problem tritt auf,
weil die Option Alle Details für das Offlineadressbuch nicht auf den Offlinecomputer
heruntergeladen wurde. Wenn die Option Keine Details für die OfflineadressbuchEigenschaften ausgewählt wurde, können keine verschlüsselten E-Mail-Nachrichten mit dem
Feature Remotemail gesendet werden.
Beim Herunterladen des Offlineadressbuchs ist standardmäßig die Option Alle Details für
Offlineadressbücher ausgewählt. Wenn Sie offline arbeiten und verschlüsselte E-MailNachrichten senden, muss die Option Alle Details für Offlineadressbücher verwendet
werden, damit Outlook 2003 Zertifikate oder digitale Signaturen auffinden kann. Um dieses
Problem zu umgehen, laden Sie die Option Alle Details für das Offlineadressbuch herunter.
Ausführliche Anweisungen hierzu finden Sie unter Herunterladen der Option "Alle Details" für
das Offlineadressbuch.
64
Steuern des Downloadverhaltens von
Offlineadressbüchern in Outlook im
Exchange-Cachemodus
Mit dem folgenden Verfahren können Sie einen neuen Registrierungsschlüssel erstellen, um
das Downloadverhalten von Offlineadressbüchern in Outlook im Exchange-Cachemodus zu
steuern.
Bevor Sie beginnen
Im folgenden Verfahren wird ein neuer Registrierungsschlüssel erstellt und konfiguriert.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So steuern Sie das Downloadverhalten von Offlineadressbüchern in Outlook im
Exchange-Cachemodus
1. Öffnen Sie auf dem Outlook-Clientcomputer einen Registrierungs-Editor, z. B.
Regedit.exe oder Regedt32.exe.
2. Navigieren Sie zu folgendem Schlüssel:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Office\11.0\Outlook
3. Zeigen Sie im Menü Bearbeiten auf Neu, und klicken Sie dann auf Schlüssel.
4. Geben Sie Cachemodus ein.
5. Zeigen Sie im Menü Bearbeiten auf Neu, und klicken Sie dann auf DWORD-Wert.
6. Geben Sie DownloadOAB ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.
7. Doppelklicken Sie auf DownloadOAB. Geben Sie im Dialogfeld DWORD-Wert
bearbeiten einen der folgenden Werte im Feld Wert ein, und klicken Sie dann auf
OK.

0 – Das Offlineadressbuch wird nicht automatisch heruntergeladen.

1 – Das Offlineadressbuch verwendet den Downloadmodus Elemente
vollständig downloaden. Dies ist die Standardeinstellung.
65

2 – Laden Sie das Offlineadressbuch in einem beliebigen Downloadmodus
herunter, eine differenzielle Aktualisierung jedoch im Downloadmodus Nur
Kopfzeile.

3 – Laden Sie das Offlineadressbuch und eine differenzielle Aktualisierung
immer in einem der folgenden Downloadmodi herunter: Kopfzeilen zuerst
downloaden, Elemente vollständig downloaden und Kopfzeilen
downloaden.
8. Schließen Sie den Registrierungs-Editor, und starten Sie den Outlook-Client neu,
damit die Änderung wirksam wird.
Herunterladen der Option "Alle Details" für
das Offlineadressbuch
Mit dem folgenden Verfahren können Sie die Option Alle Details für das Offlineadressbuch
herunterladen.
Verfahren
So laden Sie die Option "Alle Details" für das Offlineadressbuch herunter
1. Starten Sie Outlook 2003.
2. Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen.
3. Klicken Sie auf Mail-Setup und anschließend auf Senden/Empfangen.
4. Überprüfen Sie unter Gruppenname, ob die Option Alle Konten ausgewählt ist, und
klicken Sie dann auf Bearbeiten.
5. Aktivieren Sie im Fenster Übermittlungseinstellungen das Kontrollkästchen
Offlineadressbuch downloaden.
6. Klicken Sie auf Adressbucheinstellungen.
7. Aktivieren Sie im Fenster Offlineadressbuch das Kontrollkästchen Alle Details.
8. Klicken Sie auf OK, erneut auf OK, auf Schließen und anschließend auf OK.
66
Problembehandlung bei
Offlineadressbüchern
In diesem Thema werden bewährte Methoden für die Problembehandlung hinsichtlich des
Downloads von Offlineadressbüchern erläutert. Es enthält detaillierte Informationen darüber,
wie Ereignisprotokolleinträge durch Untersuchen der Fehlercodes und OfflineadressbuchSequenznummern und durch Abgleichen der Adresslistennamen auf dem Exchange-Server
und dem Outlook-Client entschlüsselt werden.
Vollständiger Download des Offlineadressbuchs
Bei jedem vollständigen Download eines Offlineadressbuchs generieren Microsoft® Office
Outlook® 2003 Service Pack 1 (SP1) und Outlook 2003 SP2 ein Ereignis im
Anwendungsereignisprotokoll. Wenn ein solcher Download aus einem beliebigen Grund
fehlschlägt, protokolliert Outlook Ereignis-ID 27 mit dem Fehlerereignistyp sowie einer
Beschreibung, die Informationen zur Fehlerursache enthält. In diesem Fall enthält das
protokollierte Ereignis auch einen Ergebnisfehlercode, der Ihnen bei der Problemsuche
behilflich sein kann.
Das folgende Beispiel veranschaulicht den hexadezimalen Datenteil eines
Ereignisprotokolleintrags, der erstellt wird, wenn ein Benutzer Outlook 2003 erstmals im
Exchange-Cachemodus startet.
0000:
0008:
0010:
0018:
0020:
0028:
0030:
0038:
0040:
0048:
0050:
0058:
0060:
0068:
0070:
0078:
0080:
0088:
0090:
0098:
00a0:
00a8:
00b0:
00b8:
00c0:
01
00
75
00
e9
ba
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
5c
62
41
65
4c
00
35
00
00
00
00
fd
12
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
35
00
00
00
00
00
c4
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
47
61
64
73
69
00
61
00
00
00
00
00
01
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
38
00
75
00
00
02
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
6c
6c
64
73
73
65
2d
00
00
00
00
a3
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
38
62
00
00
00
00
48
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
6f
20
72
20
74
31
64
00
00
00
00
9b
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
00
30
38
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67
00c8:
00d0:
00d8:
00e0:
00e8:
00f0:
00f8:
0100:
38
37
61
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33
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35
2d
31
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2d
34
64
31
34
37
34
38
62
62
34
35
33
2d
35
31
64
2d
33
36
34
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31
30
38
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37
39
62
34
35
35
38
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33
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37
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8-bd88-4
34b-9717
-d437ab4
51569
In jedem Offlineadressbuch-Ereignisprotokolleintrag enthält das erste Datenbyte den
hexadezimalen Fehlercode. Der Fehlercode gibt die Ursache des vollständigen Downloads
an. Im vorherigen Beispiel ist das erste Datenbyte in folgender Zeile enthalten:
0000: 01 00 00 00 00 00 00 00
........
In diesem Beispiel ist 01 das erste Byte. Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der
Fehlercodes.
Fehlercodes in Offlineadressbüchern
Fehlercode
Beschreibung
1
Es befinden sich keine OfflineadressbuchDateien auf dem Computer, oder es konnten
keine Offlineadressbuch-Dateien geöffnet
werden.
2
Sie haben einen vollständigen Download
manuell erzwungen.
3
Der Offlineadressbuch-Name konnte auf dem
Client nicht ermittelt werden. Dieses
Verhalten tritt bei Erstellung eines neuen
Profils ein.
4
Die Offlineadressbuch-GUID konnte auf dem
Client nicht ermittelt werden.
5
Der Offlineadressbuch-Name konnte auf dem
Server nicht gefunden werden. Der Start oder
die erfolgreiche Ausführung eines
vollständigen Downloads wird nicht erwartet,
aber protokolliert.
6
Die Offlineadressbuch-GUID konnte auf dem
Server nicht gefunden werden. Der Start oder
die erfolgreiche Ausführung eines
vollständigen Downloads wird nicht erwartet,
aber protokolliert.
68
Fehlercode
Beschreibung
7
Die Offlineadressbuch-Namen des Servers
und des Clients stimmen nicht überein.
8
Server- und Client-GUID stimmen nicht
überein. Diese Verhalten kann auftreten,
wenn der Server ein neues
Offlineadressbuch mit gleichem Namen
generieren musste und die alten
Offlineadressbuch-Dateien gelöscht hat. Es
kann ebenfalls auftreten, wenn der OutlookClient zwischen verschiedenen
Gesamtstrukturen des Active Directory®
Verzeichnisdiensts verschoben wird.
9
Die Sequenznummer des Clients ist höher
als die des Servers.
0a (10)
Sie haben detaillierte Informationen im
Offlineadressbuch angefordert, aber es
existieren keine entsprechenden
Offlineadressbuch-Dateien auf dem Client.
Dieses Verhalten kann auftreten, wenn Sie
einen Download des Offlineadressbuchs
manuell erzwingen und dann das
Kontrollkästchen Änderungen seit der
letzten Übermittlung downloaden
deaktivieren.
0b (11)
Mindestens eine inkrementelle
Offlineadressbuch-Datei konnte auf dem
Server nicht gefunden werden.
0c (12)
Die gesamten inkrementellen Dateien, die
heruntergeladen werden sollen, dürfen nicht
größer als ein Achtel der vollständigen
Offlineadressbuch-Datei sein.
0d (13)
Sie haben den Registrierungsschlüssel Allow
SRS Full OAB Download auf 1 gesetzt und
die Übermittlungseinstellung so festgelegt,
dass immer ein vollständiger Download
durchgeführt wird.
69
Fehlercode
Beschreibung
0e (14)
Auf Ihrem System ist das Gebietsschema des
Offlineadressbuchs nicht installiert, und Sie
haben einen vollständigen Download manuell
durchgeführt. In der Regel aktualisiert
Outlook das Adressbuch entweder einmal im
Monat oder beim manuellen Download.
Outlook verwendet diese Methoden zur
Adressbuchaktualisierung, um zu vermeiden,
dass jeden Tag ein vollständiger Download
veranlasst wird.
0f (15)
Die inkrementelle Datei konnte aus einem
beliebigen Grund nicht auf die
Offlineadressbuch-Datei angewendet
werden.
Zusätzlich zum Ergebnisfehlercode können Sie den Anwendungsereignisprotokoll-Daten
auch folgende Informationen entnehmen:

Die Offlineadressbuch-Sequenznummer.

Den serverseitigen Adresslistennamen, mit dem die Offlineadressliste aufgefüllt wird.

Die GUID für den vollständigen Download der Offlineadressbuch-Datei.
Die nachfolgende Tabelle enthält Beispiele möglicher Beschreibungen für die folgenden
Ereignisse.
Beispielbeschreibungen für das Outlook 2003-Ereignisprotokoll
Beschreibungsfelds des
Bedeutung
Ereignisprotokolleintrags
"OAB ModDif failed. (Details record in event
data)." oder "OAB (Offline Address Book)
files are invalid. Replaced with stub. (Last
errors in event data)."
Gibt an, dass Outlook keinen inkrementellen
Offlineadressbuch-Download durchführen
konnte. In diesem Fall versucht Outlook,
einen vollständigen OfflineadressbuchDownload durchzuführen.
"Starting OAB Download"
Gibt den Start eines vollständigen
Offlineadressbuch-Downloads sowie die
Ursache des Downloads an.
"OAB Download Succeeded"
Gibt an, dass ein vollständiger
Offlineadressbuch-Download erfolgreich
abgeschlossen wurde.
70
Offlineadressbuch-Sequenznummer
Sowohl Outlook als auch Exchange Server verwenden die OfflineadressbuchSequenznummer, um die nach Outlook herunterzuladenden Offlineadressbuch-Dateien
festzulegen. Abhängig von der Sequenznummer auf dem Client und der Gesamtgröße der
Differenzdateien wird entweder ein differenzieller oder ein vollständiger Download des
Offlineadressbuchs durchgeführt. Sie können die Sequenznummern durch Untersuchen des
Datenteils des protokollierten Ereignisses überprüfen.
Der Offlineadressbuch-Fehlercode wird in der ersten Zeile der Ereignisdaten (Offset 0001)
dargestellt. Die Offlineadressbuch-Sequenznummern für den Client und den Server werden
in der zweiten Zeile der Ereignisprotokolldaten (Offset 0008) dargestellt. Es folgt ein Beispiel
für diese Daten:
0000: 09 00 00 00 00 00 00 00
0008: 9b 00 00 00 9a 00 00 00
........
........
In diesem Beispiel lautet der Adressbuch-Fehlercode 09 oder einfacher 9. Wie bereits in der
ersten Tabelle in diesem Thema dargestellt, gibt der Fehlercode an, dass die
Sequenznummer des Clients höher ist als die des Servers. Die Sequenznummer des Clients
ist in den ersten vier Bytes enthalten (in diesem Beispiel 9b), die Sequenznummer des
Servers in den zweiten vier Bytes (in diesem Beispiel 9a).
Serverseitiger Adresslistenname
In einem Szenario, in dem das Offlineadressbuch des Clients und die OfflineadresslistenNamen eines Exchange Server-Computers nicht übereinstimmen oder fehlen, wird ein
vollständiger Offlineadressbuch-Download durchgeführt. In diesem Fall werden die
Ergebnisfehlercodes 3, 5 oder 7 generiert. Sie können den Offlineadressbuch-Namen (und
Offlineadresslisten-Namen) feststellen, indem Sie den Datenteil des protokollierten
Ereignisses untersuchen.
Der Listenname, der vom Exchange-Server für das Auffüllen der Offlineadressliste auf dem
Server verwendet wird, wird ab Zeile 19 der Ereignisdaten (Offset 0090) dargestellt. Der
Name der von Outlook verwendeten Liste wird ab Zeile 24 der Ereignisdaten (Offset 00b8)
dargestellt. Es folgt ein Beispiel für diese Daten:
0090:
0098:
00a0:
00a8:
00b0:
00b8:
00c0:
00c8:
00d0:
5c
62
41
65
4c
00
6f
20
72
00
00
00
00
00
00
00
00
00
47
61
64
73
69
5c
62
41
65
00
00
00
00
00
00
00
00
00
6c
6c
64
73
73
47
61
64
73
00
00
00
00
00
00
00
00
00
6f
20
72
20
74
6c
6c
64
73
00
00
00
00
00
00
00
00
00
\.G.l.o.
b.a.l. .
A.d.d.r.
e.s.s. .
L.i.s.t.
.\.G.l.
o.b.a.l.
.A.d.d.
r.e.s.s.
71
00d8: 20 00 4c 00 69 00 73 00
00e0: 74 00 00 00 38 62 32 61
.L.i.s.
t...e810
In diesem Beispiel wird die standardmäßige Globale Adressliste (GAL) für die
Offlineadressliste verwendet. Unter Anzeigen der Namen von Offlineadresslisten können Sie
sich vergewissern, dass es sich um die richtige Adressliste handelt.
Offlineadressbuch-GUID
Zusätzlich zur Verwendung übereinstimmender Adresslistennamen verwenden sowohl
Exchange als auch Outlook eine übereinstimmende GUID, um die Synchronisierung
sicherzustellen. In einem Szenario, in dem die GUID des Outlook-Offlineadressbuchs nicht
mit der vom Exchange Server-Computer verwendeten GUID übereinstimmt, wird ein
vollständiger Offlineadressbuch-Download durchgeführt. Die generierten
Ergebnisfehlercodes für das Offlineadressbuch lauten 4, 6 oder 8. Sie können die
Offlineadressbuch-GUID durch Untersuchen der Ereignisdaten überprüfen.
Die von Exchange Server verwendete GUID beginnt bei Offset 00b8. Die von Outlook
verwendete GUID beginnt bei Offset 00e0. Es folgt ein Beispiel für diese Daten:
00b8:
00c0:
00c8:
00d0:
00d8:
00e0:
00e8:
00f0:
00f8:
0100:
00
35
38
37
61
00
38
33
2d
35
00
35
2d
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62
65
2d
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00
61
34
37
34
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62
62
34
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00
38
33
2d
35
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64
2d
33
36
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2d
34
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30
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62
62
34
35
35
38
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00
31
64
2d
33
36
35
2d
31
62
30
38
39
37
39
61
34
37
34
....e810
55a8-bd8
8-434b-9
717-d437
ab451569
.e81055a
8-bd88-4
34b-9717
-d437ab4
51569
Wenn die GUIDs des Outlook-Offlineadressbuchs und des Exchange Server-Computers
nicht übereinstimmen, müssen Sie die vorhandenen Offlineadressbuch-Dateien löschen und
einen vollständigen Offlineadressbuch-Download durchführen. Alternativ können Sie die
Dateien bereitstellen. Informationen zum Bereitstellen von Dateien finden Sie unter
"Bereitstellen von Offlineadressbüchern" in Bereitstellungsszenarien für Outlook 2003.
Anzeigen der Namen von
Offlineadresslisten
Mit dem folgenden Verfahren können Sie den Namen einer Offlineadressliste anzeigen.
72
Verfahren
So zeigen sie den Namen einer Offlineadressliste an
1. Öffnen Sie den Exchange-System-Manager.
2. Suchen Sie den Namen der Offlineadressliste für Ihren Postfachspeicher auf der
Registerkarte Allgemein im Dialogfeld Eigenschaften für den Speicher.
3. Erweitern Sie den Container Offlineadresslisten, und klicken Sie dann mit der
rechten Maustaste auf Offlineadressliste, um die Eigenschaften anzuzeigen.
4. Auf der Registerkarte Allgemein werden unter Adresslisten die Adresslisten
aufgeführt.
Wenn der Name der Offlineadressliste nicht mit dem Namen einer unter
Adresslisten aufgeführten Adressliste übereinstimmt, müssen Sie die vorhandenen
Offlineadressbuch-Dateien löschen und einen vollständigen OfflineadressbuchDownload durchführen. Alternativ können Sie die Dateien bereitstellen. Informationen
zum Bereitstellen von Dateien finden Sie unter "Bereitstellen von
Offlineadressbüchern" in Bereitstellungsszenarien für Outlook 2003.
Bewährte Methoden für
Offlineadressbücher – Ressourcen
Dieser Abschnitt enthält Informationen zu den in diesem Handbuch erwähnten Ressourcen.
Zusätzlich werden weitere interessante Ressourcen bereitgestellt.
Microsoft Knowledge Base-Artikel

829918, "Erstellen eines neuen E-Mail-Profils in Outlook 2003"

842126, "Informationen zu Erweiterungen für das Überwachen von Offlineadressbüchern
in Exchange Server 2003 Service Pack 1"

249256, "SO WIRD'S GEMACHT: Problembehebung bei standortinternen
Replikationsfehlern"

272314, "XADM: Vorbereiten einer Organisation im gemischten Modus für die
Konvertierung in den einheitlichen Modus"

273364, "XADM: Erstellen oder Neuerstellen der Standard-Offlineadressliste nicht
möglich"
73

275171, "XADM: Zurücksetzen von Systemordnern auf einem Exchange 2000 Server"

286328, "Offlineadressbuch fehlt und kann nicht in Microsoft Exchange generiert werden"

307917, "Informationen zur Vorgehensweise beim Entfernen des ersten Computers mit
Exchange 2000 Server vom Standort"

311742, "Informationen zur Problembehandlung bei der Exchange 2000Offlineadressliste"

321708, "SO WIRD'S GEMACHT: Das Netzwerkdiagnosetool (Netdiag.exe) in Windows
2000 verwenden"

817377, "Informationen zur fehlerhaften Funktion der Offlineadressbuch-Replikation nach
dem Aktualisieren auf Exchange Server 2003"

822931, "Entfernen des ersten Exchange Server 2003-Computers aus der
administrativen Gruppe"

823580, "Informationen zur Vorgehensweise beim Konfigurieren des OfflineadressbuchDownloads bei der Verwendung von Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus"

839826, "Informationen zur hohen Netzwerkauslastung beim gleichzeitigen Download
des Offlineadressbuchs aus Exchange 2003 durch Outlook-Clients"

841273, "Verwalten des Offlineadressbuchs in Outlook 2003"

867623, "Informationen zum Einschränken vollständiger Downloads von
Offlineadressbüchern zur Begrenzung der Auswirkungen auf ein LAN in Exchange
Server 2003"

820838, "OL2000: Informationen zu E-Mail-Nachrichten, die vom Benutzer offline erstellt
wurden, und an den falschen Empfänger gesendet werden"

232767, "OL2000: Integritätsprüfung für Client-Offlineadressbuch"

831124, "Informationen zur Vorgehensweise beim Erzwingen der Auflösung von
Proxyadressen und benutzerdefinierten Eigenschaften im Exchange-Cachemodus in
Outlook 2003

872930, "Bereitstellen der OAB- und OST-Dateien für die Verwendung mit Outlook 2003
im Exchange-Cachemodus"

883556, "Informationen zum Ausfall von Outlook 2003 bei einer inkrementellen
Offlineadressbuch-Aktualisierung"

843483, "Informationen zur Beschreibung der Offlineadressbuch-Protokollierung in
Outlook 2003 Service Pack 1"
Handbücher für Exchange Server 2003

Working with Exchange Server 2003 Stores
74
Technische Artikel

Unicode Enhancements in Outlook 2003

Configuring Unicode Options for Outlook 2003

Enabling a Superior Client Experience with Outlook 2003

OAB Version 4 in Exchange Server 2003 Service Pack 2

How Outlook 2003 SP2 and Exchange Server 2003 SP2 OAB Version 4 Work Together
Webcasts

Informationen zur Verwendung von Microsoft Exchange-Offlineadressbüchern mit
Microsoft Outlook

Informationen zur Vorgehensweise bei der Behandlung von OfflineadressbuchProblemen in Microsoft Exchange Server
Websites

Office 2003 Resource Kit

Microsoft Office Online

Microsoft Office Update

Exchange Server 2003 Technical Documentation Library

Downloads for Exchange Server 2003

Exchange Server TechCenter

Exchange Server Community
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