Kinderunfallzahlen nicht tatenlos hinnehmen

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Kinderunfallzahlen nicht tatenlos hinnehmen
Gefordert sind Eltern, Kraftfahrer und Verkehrsplaner
Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 104 Kinder unter 15 Jahren an den
Folgen eines Verkehrsunfalls ums Leben. Das ist ein Anstieg gegenüber 2009
um 16 Prozent. Zum Vergleich: An den Folgen einer Infektion durch das EHECVirus, das monatelang ganz Deutschland in Atem hielt, starben 53 Menschen.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert alle Verkehrsteilnehmer auf,
die Kinderunfallzahlen nicht tatenlos hinzunehmen.
Insgesamt kamen auf deutschen Straßen 28.629 Kinder im Pkw, als Radfahrer
und als Fußgänger zu Schaden. Als Pkw-Mitfahrer sind mehr Kinder tödlich
verunglückt (49) als mit dem Fahrrad (20) und als Fußgänger (28) zusammen.
Für Eltern und alle Personen, die Jungen und Mädchen in ihren Autos
befördern, gilt: Kinder müssen immer, auch auf kurzen Wegen, in geeigneten
Kindersitzen gesichert werden. Darüber hinaus spielt die Wahl der
Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Wer sein Tempo je nach
Straßenverkehrsverhältnissen angemessen wählt, eher ein wenig zu niedrig als
zu hoch, hat einen wichtigen Schritt in Richtung Sicherheit getan.
Der zweite Schritt ist, das Auto auch einmal stehen zu lassen. Bei
gemeinsamen Fußwegen, beispielsweise zum Kindergarten oder zur Schule,
lernen die Kinder, sich auch als Fußgänger sicher im Straßenverkehr zu
bewegen. Aus der Perspektive des Mitfahrers im Auto lernen sie dies nicht. Der
positive Nebeneffekt: Wenn weniger Kinder mit Autos zur Schule oder zum
Kindergarten gebracht werden, ist dort auch weniger Verkehr und die Gefahr für
die zu Fuß gehenden Kinder nimmt ab.
Neben der Vorbereitung der Kinder auf den Straßenverkehr und der Sicherung
im Auto bittet der DVR alle Autofahrerinnen und Autofahrer, auf Kinder im
Straßenverkehr besonders Rücksicht zu nehmen. Verkehrsplaner werden
aufgerufen, die Anforderungen für zu Fuß gehende und Rad fahrende Kinder zu
reduzieren, beispielsweise durch dichtere Radwegenetze und sichere
Bushaltestellen. Auch eine Ausweitung der Geschwindigkeitskontrollen dient
der Sicherheit der Jüngsten.
BU:
Eltern, Autofahrer und Verkehrsplaner sind aufgerufen, gestiegene
Kinderunfallzahlen nicht tatenlos hinzunehmen.
Foto: DVR
Ansprechpartner:
Sven Rademacher
Referent Presse/Chefredakteur DVR-report
Referat Kommunikation
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
German Road Safety Council
Auguststraße 29
53229 Bonn
Telefon: +49 (0)228 4 00 01-72
Telefax: +49 (0)228 4 00 01-67
eMail [email protected]
Web: http://www.dvr.de
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