der unterricht für kinder mit einer geistigen behinderung 6

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Inhaltsverzeichnis
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DIE RECHTE VON KINDERN MIT BEHINDERUNGEN
3
GRUNDSÄTZE FÜR DEN UNTERRICHT FÜR KINDER MIT EINER GEISTIGEN BEHINDERUNG
Ausgangslage
Ziele der Schulung von Kindern mit einer geistigen Behinderung
Didaktische Ansätze
Typische Merkmale des Lernverhaltens eines Kindes mit geistiger Behinderung
Methodische Grundsätze
3
3
4
4
4
5
DER UNTERRICHT FÜR KINDER MIT EINER GEISTIGEN BEHINDERUNG
6
1
SICH SELBER KENNEN UND SICH WOHLFÜHLEN
6
2
SCHULE UND UMGEBUNG KENNEN LERNEN UND SINNVOLL BENUTZEN
8
3
KOMMUNIKATION UND SICH ZURECHT FINDEN IN DER GEMEINSCHAFT
3.1 Kommunikation und Gemeinschaft
3.2 Sich in der Öffentlichkeit zurecht finden
10
11
14
4
WAHRNEHMUNGSFÖRDERUNG: GEZIELTE FÖRDERUNG DER SINNESREIZE
4.1 Die visuelle Wahrnehmungsförderung
4.2 Die auditive Wahrnehmungsförderung
15
16
17
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
2
4.3
4.4
4.5
5
Wahrnehmung des Riechens und Schmeckens (Olfaktorisch und gustatorisch)
Wahrnehmung über die Haut und über die Muskeln (taktil-kinästhetische Wahrnehmung)
Spiel
18
19
20
BEWEGUNGSFÖRDERUNG
21
5.1
5.2
20
22
Turnen
Rhythmik
6
MUSIK
26
7
ORIENTIERUNG IN DER NATUR
27
8
ORIENTIERUNG IN DER ZEIT
28
9
VERARBEITUNG VON MATERIALIEN UMGANG MIT WERKZEUGEN UND GERÄTEN
31
10
SACHKOMPETENZ
34
10.1 Lesen
10.2 Schreiben
10.3 Mathematik
34
35
36
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
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DIE RECHTE VON KINDERN MIT BEHINDERUNGEN
Die UN Behindertenrechtskonvention von 2006, welche auch die Ukraine unterschrieben hat, gibt für die Förderung von Kindern mit einer
Behinderung folgendes vor:
-alle geistig oder körperlich behinderte Kinder haben das Recht auf ein erfülltes und menschenwürdiges Leben unter Bedingungen, welche ihre
Würde wahren, ihre Selbständigkeit fördern und ihre aktive Teilnahme am Leben der Gemeinschaft erleichtern (Artikel 23 Absatz 1)
-das Kind mit einer Behinderung hat das Recht auf besondere Betreuung und Unterstützung. Kinder mit Behinderung sind besonders gefährdet
und ein leichtes Opfer von seelischer, körperlicher oder sexueller Art (Artikel 23 Absatz 2)
-es soll gewährleistet werden, dass Kinder mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen Kindern alle Rechte und Grundfreiheiten geniessen
können (Artikel 7)
-Inklusion von behinderten Kindern ist kein Privileg, sondern ein Recht. Die Schule soll sich an die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und
Schüler anpassen (Artikel 23 Absatz 1)
GRUNDSÄTZE FÜR DEN UNTERRICHT FÜR KINDER MIT EINER GEISTIGEN BEHINDERUNG
Ausgangslage
Das Kind mit einer geistigen Behinderung ist in der Regel in mehreren Bereichen beeinträchtigt. Dies drückt sich aus in der disharmonischen
Entwicklung im Bereich der Motorik, der Wahrnehmung, der Emotionalität, der Kommunikation und des Denkens. Die Entwicklung verläuft
meistens atypisch und ist bei jedem Kind anders. Das Kind mit einer geistigen Behinderung erlebt die Welt auf seiner Art. Es ordnet seine
Wahrnehmungen anders und gibt dazu seinen eigenen Sinn. Entsprechend finden die Verarbeitungsprozesse statt. Logik, Planung und Ordnung
sind eigenartig. Das Lerntempo ist reduziert, die Durchhaltefähigkeit ist begrenzt und die Gedächtnisleistungen sind eingeschränkt. Kinder mit
einer geistigen Behinderung spüren und verstehen manchmal mehr als dass sie im Stande sind motorisch, verbal oder nonverbal auszudrücken.
Auch stimmen ihre Ausdrucksformen nicht immer mit ihren Stimmungen überein. Sie brauchen eine ganzheitliche Förderung, mit Einbezug aller
Sinne
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
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Zieleder Schulung von Kindern mit einer geistigen Behinderung
-Selbstverwirklichung: Dem Kind eine Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit ermöglichen entsprechend seiner Bedürfnissen und
Fähigkeiten
-Selbständigkeit: Das Kind soll vor allem im Lebenspraktischen gefördert werden. Dies stärkt sein Selbstvertrauen und bedeutet auch eine
Entlastung für die Betreuung.
-soziale Integration: Das Kind mit einer geistigen Behinderung ist sein Leben lang angewiesen auf das Verständnis und die Unterstützung von
anderen. Eine optimale Integration in seinem sozialen Umfeld ist dazu die Voraussetzung
-soziale Mitverantwortung: Das Kind soll lernen Beziehungen aufzubauen und einen wohlwollenden und respektvollen Umgang mit Betreuenden
und Mitschülern zu pflegen
-Gruppenfähigkeit: Das Kind mit einer geistigen Behinderung soll lernen eigene Bedürfnisse weniger zu gewichten zur Wohl der Gruppe
Didaktische Ansätze
-die Lernziele und Lerninhalte liegen im Rahmen der Möglichkeiten des Kindes
-Ausgangslage ist was beim Kind vorhanden ist, nicht was fehlt. Es braucht eine individuelle Abklärung und eine entsprechende Förderplanung
-der Unterricht soll die Einheit von Kopf, Herz und Hand berücksichtigen also ganzheitlich und lebenspraktisch gestaltet werden
-weil die Entwicklung des Kindes mit einer geistigen Behinderung verzögert verläuft und das natürliche Erfahrungslernen eingeschränkt ist, hat die
basale Förderung eine zentrale Bedeutung beim schulischen Lernen
-Unterrichtsziele sind überwiegend handlungsorientiert und auf Alltagssituationen bezogen. Sie sind nicht produkt- sondern prozessorientiert
Typische Merkmale des Lernverhaltens eines Kindes mit geistiger Behinderung
-vitale Bedürfnisse sind vordergründig
-lernen geschieht vor allem in einer natürlichen Lernsituation
-das Verstehen ist situationsgebunden
-selbständige Aufgabenerfüllung ist beschränkt
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
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-rasche Überforderung bei mehreren Lernaufgaben
-das Lernen ist überwiegend handlungsbezogen
-das Lerntempo ist extrem eingeschränkt
-die Durchhaltefähigkeit im Lernprozess ist begrenzt
-die Gedächtnisleistungen sind eingeschränkt
-sprachliche Aufnahme- und Ausdrucksfähigkeit sind beschränkt
Methodische Grundsätze
-das Lernverhalten des Kindes wird individuell berücksichtigt und entsprechende Lernhilfen werden bereitgestellt
-das Lernen ist Lernen durch Erfahrung im konkreten Lebensalltag
-wesentliche Elemente werden aus der Lebenswirklichkeit über verschiedenen Sinneskanäle veranschaulicht und erklärt, erst so wird allmählich
abstrahierendes Lernen möglich
-die Sprachförderung findet statt durch das sinn- und bedeutungsvolle handeln. Wenn lautsprachliches Lernen nicht möglich ist, bietet die
Methode der unterstützten Kommunikation mit Gebärden, Symbolen, Signalen, Fotos und Zeichnungen ergänzende Möglichkeiten
-der Lernstoff soll Schritt für Schritt aufgebaut werden. Für die Motivation der Schüler ist es wichtig sich über jeden kleinen Erfolg freuen zu
können
-es braucht viel Wiederholung und Übung bis das Gelernte gespeichert und abrufbar ist. Ein Kind mit einer geistigen Behinderung hat
Wiederholung des Gelernten gern
-Kinder mit einer geistigen Behinderung sind beim Lernen angewiesen auf die persönliche Zuwendung der Lehrperson. Das Kind muss sich
akzeptiert fühlen in sein „So-Sein“. Lob und Belohnung sind ihm sehr wichtig
-im Unterricht mit Kindern mit einer geistigen Behinderung bleibt das Spiel ein wesentliches Element.
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DER UNTERRICHT FÜR KINDER MIT EINER GEISTIGEN BEHINDERUNG
(In den einzelnen Kapiteln wird für eine Standortbestimmung und Förderplanung auf die Angaben der Brochüre
„Förderplanung“ hingewiesen)
Kapitel 1
SICH SELBER KENNEN UND SICH WOHLFÜHLEN(Siehe Förderplanung 1.4, 1.5, S 9/10/11)
Lernziel
Sich in der Klasse wohl
fühlen
Eine Beziehung zur
Lehrperson und zu den
Mitschülern aufbauen
Kennen lernen des
eigenen Körpers
Didaktische Ansätze
Stufe
Gestaltung des Klassenzimmers mit
Alle Stufen
Wärme, Licht, Düfte, Farben, Musik,
freundliche Einrichtung, saisonbezogene
Naturelemente
Die Sprache dem Niveau des Kindes
Alle Stufen
anpassen.
Das Kind ernst nehmen in seinen aktuellen
Stimmungen und Bedürfnissen.
Unterricht und Material
Zu den Jahreszeiten passend,
dem Niveau des Kindes
entsprechend,
hygienisch und anregend.
Gemeinsames Morgenritual,
Stundenplan besprechen und
fragen nach dem
Wohlbefinden.
Situation und Einrichtung
Gemeinschaftsecke,
Entspannungsecke,
Spielecke,
Arbeitsplatz
Morgenkreis, täglich
- Körperbewusstsein üben
-Körperschema üben
Körperspiele,
Bewegungslieder, -verse,
Rhythmikübungen (Siehe auch
Kapitel 5.2)
Massage
Turnen
Wahrnehmungsmaterial wie
Spiegel, Tücher, Hängematte,
Rhythmikmaterial,
Unterrichtsmaterial zum
Thema „Mein Körper“
Morgenkreis, Klassenzimmer,
Turnhalle
ab Vorstufe
ab Vorstufe
- Sexualerziehung
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nach Bedarf
Mittel-/
Oberstufe
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Körperhygiene pflegen,
regelmässiges Hände
waschen, Zähne putzen
und WC-Gang
beherrschen
Sich selber an- und
abziehen
Sich am Tisch angepasst
verhalten, Nahrungsmittel
kennen
Ordnung und Sauberkeit
im persönlichen Bereich
- Im Alltag integrieren
- Abläufe mit Piktogrammen klären und
einüben
- regelmässig aufs WC schicken und
assistieren
- konsequent Hände waschen nach jedem
WC-Gang und vor dem Essen
-Kleider + Schuhe ausziehen und ordnen
-Kleider + Schuhe anziehen (vorne/
hinten, rechts/links Verschlüsse)
-Schuhe binden
-Kleider dem Wetter entsprechend
wählen
-Kleider wechseln, wenn schmutzig
Ab Vorstufe
Mit dem Wohnbereich
zusammenarbeiten.
Piktogrammen in den
Baderäumen und im WC
aufhängen
Beim Aufstehen, ins Bett gehen.
Vor jeder Mahlzeit und nach dem
Essen.
Beim WC-Gang
ab Vorstufe
Wohnbereich, Schlafzimmer,
Schul- und Turngarderobe.
-Umgangsformen beim Essen üben
-Umgang mit Besteck
-den Tisch decken
-eingiessen und angemessene Mengen
schöpfen
-unterschiedliche Nahrungsmittel
kennenlernen
-einfache Gerichte zubereiten
ab Vorstufe
Mit dem Personal des
Wohnbereichs
zusammenarbeiten: In der
alltäglichen Situation üben.
Abläufe mit Piktogrammen
üben.
Unterrichtsmaterial zum
Thema „An- und Abziehen“
Bilderbücher
-mit den Kindern im
Wohnbereich zusammen
essen.
-Regeln vereinbaren mit dem
Personal des Wohnbereichs.
-die Zwischenmalzeit in der
Schule zubereiten und
gemeinsam essen.
-Kinder einbeziehen beim
Tischen und Abräumen.
-Unterrichtsmaterial zum
Thema „Essen und Ernährung“
Kinderkochbücher mit bildlich
dargestellten Kochabläufen im
Unterricht integrieren.
-Ordnung am eigenen
Arbeitstisch
-Genussmittel, Drogen, Gift thematisieren
Unterrichtsmaterial und Spielsachen
werden mit Sorgfalt benutzt und nach
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Ab Oberstufe
ab Vorstufe
Esszimmer im Wohnbereich
Menuplan mit Piktogrammen
veranschaulichen
Regeln im Esszimmer aufhängen
Und konsequent einhalten
Schulzimmer
Esszimmer im Wohnbereich
Situativ im Kreisgespräch
Schulräume werden aufgeräumt
hinterlassen.
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und in der Gemeinschaft
einhalten.
Gebrauch aufgeräumt.
Die Kinder einbeziehen bei Putzarbeiten
Sortierübungen im Unterricht
Integrieren.
Sich selber oder andere
nicht in Gefahr bringen
-Gefahren mit unmittelbaren Folgen
kennenlernen (Gebrauch von Türen,
Finger einklemmen)
-Gefahren mit indirekten Folgen
kennenlernen (z.B. Umgang mit Feuer)
ab Vorstufe
-Ordnung im Klassenzimmer
und in anderen Räumen
einhalten
-Reinigungsarbeiten lernen
und über- nehmen
-Abfall entsorgen
-sinngemässes Ordnen von
Gegenständen üben
Vorfälle thematisieren
Reinigungsmaterial ist im
Schulzimmer anwesend.
Die Garderobe ist kindgerecht
eingerichtet.
Zuordnungsspiele stehen zur
Verfügung
Bilderbücher und
Unterrichtsmaterial zum
Thema: „Feuer“
Im Unterricht
in alltäglichen Situationen im
Innen- und Aussenbereich
Kapitel 2
SCHULE UND UMGEBUNG KENNEN LERNEN UND SINNVOLL BENUTZEN (Siehe Förderplanung 1.5.2, S 10)
Lernziele
Schulräume kennen lernen
und benutzen
Benutzung der Garderobe
kennen
Den Klassenraum in Ordnung
halten, mithelfen gestalten
und pflegen
Methodisches Vorgehen
Mit der Lehrperson das Schulhaus und
die nächste Umgebung schrittweise
erkunden
Mit dem Sinn und Zweck der
Garderobe vertraut werden und sie
möglichst selbständig benutzen. Eigene
Kleiderhaken, Schuhabstellplatz und
Handschuhfach erkennen und
benutzen.
-Verantwortung übernehmen beim
Umgang und Versorgen der
Spielsachen, Gebrauchsgegenstände,
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
Ab Vorstufe
Ab Vorstufe
Unterricht und Material
Spaziergänge, Botengänge, den
Schulweg alleine bewältigen
Situation und Räumlichkeiten
Schule und nahe Umgebung
Diese alltäglichen Handlungen
jeden Tag üben!
Einrichtung Garderobe
-Garderobehaken
-Platz zum Absitzen
-Schuhabstellplatz
-Handschuhfach
-Erkennungskleber
geräumiger Klassenraum
Garderobe/WC
Essraum
Regelmässig thematisieren und
kontrollieren
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Sich angepasst im Esszimmer
verhalten
Sich auf dem Spielplatz
orientieren können
Geräte und Einrichtung in der
Schule kennenlernen
Sich in der nächsten
Umgebung der Schule
zurechtfinden
Sachgerechte Umgang mit
Abfallbeseitigung kennen
und einhalten
Schulmöbel und Materialien.
-eine bestimmte Ordnung im
Klassenraum konsequent beibehalten
oder wieder herstellen, z.B. Ordnung
am Pult, Blätter einordnen,
Gebrauchsmaterial wieder versorgen
Platz im Esszimmer erkennen, auf
elementare Regeln am Tisch achten:
-gemeinsamer Anfang und Abschluss
der Mahlzeit
-während des Essens am Platz bleiben
-abwarten können, sich auf das Essen
konzentrieren
Grenzen des Spielplatzes bewusst
machen:
-schrittweise die Möglichkeiten ausprobieren
-einfache Regeln für die Benutzung von
Spielgeräten einhalten.
Schüler schrittweise mit den
technischen Einrichtungen der Schule
vertraut machen, z.B. Türe auf- und
zumachen, Licht an- und abschalten,
Wasserhähnen, WC-Spülungen
benutzen lernen.
Immer wieder Spaziergänge
unternehmen und die Kinder auf
bestimmte Orientierungspunkte
hinweisen.
Im Schulalltag die Schüler lernen
Abfälle zu trennen:
Kompost
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Gemeinschaftsraum
Werkraum
Turnsaal
ab Vorstufe
Anfangs- und Schlussritual beim
Essen einhalten. Dem Kind
entsprechende Sitzgelegenheit
und angepasstes Besteckund
Kleiderschutz zur Verfügung
stellen. Ev. Trip-Trapstühle
Esszimmer entsprechend
einrichten. Höhe des Tisches
etc. beachten.
Ab Vorstufe
-Spielplatzgeräte einführen, auf
Gefahren hinweisen
-Benutzung von
KleinkinderfahrzeugeneinführenTrottinett- und Velofahren üben.
Umzäunung des Spielplatzes
Spielgeräte
Fahrwege für Kinderfahrzeuge
Sandkasten
Ab Vorstufe
Schaltungen, Griffe, Hähnen
so wählen, dass sie möglichst
einfach zum Bedienen sind und
eine gewisse Robustheit und
Sicherheit gewährleisten. Die
motorischen Einschränkungen
der Schüler berücksichtigen.
Bei den Spaziergängen auf die
saisonbedingten Änderungen in
der Natur hinweisen.
Schule
Im Alltag integrieren,
entsprechende Abfallbehälter
zur Verfügung stellen.
Abfallbehälter im
Aussenbereich und Papierkörbe
im Innenbereich sind genügend
Ab Vorstufe
ab Mittelstufe
nahe Umgebung der Schule,
Wald, Wiese
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Organische Abfälle
kompostieren und Kompost
verwenden können
Interesse entwickelnfür
kulturelle Darbietungen
Papier
Zeitungen
Pet
Glas
Dosen
Müllabfuhr
chemische Produkte
Medikamente
Der Umgang mit Abfall ist ein
alltägliches Thema und zeigt den
Kreislauf der Natur auf
-an Morgeneinstimmungen und
Wochenabschlüssen die Schüler mit
verschiedenen Darbietungen (von
Mitschülern) vertraut machen
-selber an Theaterproduktionen
teilnehmen
-Musikvorführungen, Volkstanz,
Bewegen auf Musik in der Schule
erleben
-Puppentheater ...
-Bilderausstellung in der Schule.
-Schule mitgestalten
-Kindervorstellungen und
Ausstellungen mit der Schulgruppe
besuchen.
-Tanzkurse in der Schule durchführen
oder für die Jugendlichen vermitteln
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Die verschiedenen
Abfallcontainer kennenlernen.
Unterrichtsmaterial zum Thema
„Abfall“
Ab Unterstufe
Den Kinder den Umgang mit
organischem Abfall vertraut
Ab Mittelstufe machen.
Kompostprojekt im Schulalltag
durchführen.
Ab Vorstufe
Oberstufe
Puppentheater und Zubehör
Verkleidungskiste und
Theatermaterial
Musikanlage
Musikinstrumente
Dekorationsmaterial
platziert
Schulgarten,
Kompostiereinrichtung
Kompostkessel
Kompostgitter
Schulgarten
Klassenzimmer,
Aula
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Kapitel 3
KOMMUNIKATION UND SICH ZURECHT FINDEN IN DER GEMEINSCHAFT
3.1 Kommunikation und Gemeinschaft (Siehe Förderplanung 2.1, 2.2, 2.3, S 13/14)
Lernziele
Mimik und Gestik verstehen
Methodisches Vorgehen
Reagieren auf mimische u. gestische
Mitteilungen
Verschiedene Mimiken und Gestiken
erweitern, z. B. Rollenspiel, Theater,
Musik, Bilder, Fotos, Bewegung, Tanz,
Massage ...
Stufe
Alle Stufen
Kommunikation durch
Sprache verstehen und
einsetzen können
Sprache der Lehrpersonen:
Sprache und Stimme differenziert
einsetzen.
Spiele mit den Lauten: nachahmen,
Echospiele, Frage-Antwort Geräusche,
Tierlaute, Naturgeräusche:
hören, erkennen, benennen
Reime, Verse, Lieder
Mit der Sprache etwas bewirken:
Klare Äusserungen, Gefühle äussern,
Wünsche anbringen: immer wieder
Gefühle äussern lassen und auch
negative Gefühle zulassen. Gefühle
ausdrücken lassen auch im Malen, mit
Bewegung und Musik. Von andern
Menschen Äusserungen wahrnehmen,
deuten, reagieren: warten lernen,
Augenkontakt, auditive Wahrnehmung
Alle Stufen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Unterricht und Material
Rhythmik Material
Musikinstrumente
Bewegungsmaterial
Fotoapparat,
Verkleidungsutensilien,
Stereoanlage
Musikinstrumente
versch. Bücher, Bilderbücher
Liederbücher
div. Rhythmik Material
Malutensilien,
Musikinstrumente
Stereoanlage
Tonband mit Kopfhörer
Situation und Räumlichkeiten
Musikraum
Klassenzimmer
Klassenraum
Musikraum
12
Sich als eigenständige
Persönlichkeit erfahren und
das „ICH“ in der
Kommunikation anwenden
Sich logopädisch fördern
lassen
Sich im sozialen Umfeld
zurecht finden
Sich in der Gruppe
integrieren können.
Regeln kennen und
einhalten
In der Gruppe spielen
können
schulen.
Erst wenn das Kind sich als
Persönlichkeit erfährt und dass es mit
seinem eigenen Willen etwas bewirken
kann, ist echte Kommunikation möglich
Unterstufe
Für Kinder mit physisch bedingten
ab Vorstufe
Kommunikations- und Sprechproblemen
logopädische Einzelförderung zur
systematischen Sprachaufbau
ermöglichen
Umgang und Verhalten üben und
alle Stufen
Fehlverhalten ansprechen und im
Rollenspiel verbessern.
Gruppenerlebnisse schaffen:
-jeden Schultag mit einem Ritual und
eine Befindlichkeitsrunde im Kreis
anfangen
-Gruppenspiele einbauen
-etwas gemeinsam unternehmen
-Schulwocheneröffnung,
- Abschluss mit der ganzen
Schulgemeinschaft durchführen
-Geburtstagsfeste feiern
Hausordnung, Klassenordnung,
Ämtliplan, Anstandsregeln, Regeln zum
Zusammenspiel einüben und
konsequent durchführen
alle Stufen
Unterrichtssequenzen mit Freispiel
abwechseln
alle Stufen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
-Lektionen zum Thema „Ich bin
ich“
-dem Kind auf fordern selber
etwas zu entscheiden
- Ich-Sätze üben
div. didaktisches Material
Logopädie-Material
Logopädische Übungen im
Unterricht einbauen
Schule und Umgebung
div. Theatermaterial
Kasperlifiguren, Puppen
Gesellschaftsspiele
didaktisches Material
Bilderbücher
Rhythmik Material
Bilderbücher, Bücher
Didaktisches Material zu
ritualisierten Feiern
Klassenraum
Therapieraum
Klassenraum
Turnsaal
Alle Stufen
Mit Geschichten und
Bilderbüchern
veranschaulichen. Gespräche
darüber führen, im Rollenspiel
vertiefen
Rhythmik Material
Gesellschaftsspiele
Klassenzimmer
Alle Schulräumlichkeiten
Auf dem Pauseplatz
Klassenzimmer
Spielplatz
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Mit Konflikten umgehen
können
Negative und positive
Erfahrungen unterscheiden
können bei sich selber und
bei den andern
Ansprüche und Wünsche
äussern und vertreten
können
-eigene Grenzen erfahren lassen und
akzeptieren lernen
-Wege zur Konfliktbewältigung
aufzeigen
-lernen „STOPP“ zu sagen und zu
akzeptieren
-Gewalt bei Konflikten strikt untersagen
und Alternativen aufzeigen
- genügend Entspannung im Unterricht
einbauen
-Spannung und Entspannung erfahren
lassen damit die Schüler dafür
sensibilisiert sind.
-Den Schülern immer wieder Zeit lassen
Gefühle und Empfindungen
auszudrücken und ein gemeinsames
Gespräch ermöglichen
-sich durchsetzen und sich verteidigen
lernen
- das Selbstbewusstsein stärken
-lernen eigene Grenzen zu beachten
und Grenzen anderer zu respektieren
-lernen eigene Ansprüche
zurückzustellen
-negativ verstärkende Einflüsse immer
wieder auszuschalten versuchen
-Körperbewusstsein stärken,
-Selbstbewusstsein fördern
-auf Wünsche eingehen
-Durchsetzungswille fördern
-mit Grenzen und Möglichkeiten
umgehen lernen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
alle Stufen
Alle Stufen
alle Stufen
Spielgeräte
-Spannungen verarbeiten im
Gespräch, mit Bilderbüchern,
Geschichten, RhythmikMaterial, Musikinstrumenten.
Gestalten mit Ton, Knete,
Wolle.
Bewegungsgeräten
-Für die Lösung von
Konfliktsituationen immer
sofort Zeit einräumen.
-Einzelgespräche führen
-Krisensituationen mit
Kolleginnen besprechen und
gemeinsam Lösungsvorschläge
ausarbeiten.
Klassenzimmer
Musikraum
Turnsaal
Mal Raum
in Teamsitzungen
Viel
Klassenzimmer
Körpererfahrungsmöglichkeiten Turnsaal
im Unterricht einbauen:
Spielplatz
Körperspiele,
Gleichgewichtsübungen, Bälle,
Rhythmikmaterial
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Ansprüche von andern
abschätzen lernen und diese
auch zurückweisen können
-Gefühle und Empfindungen auf
verschiedene Arten ausdrücken lassen
-„NEIN“ -sagen lernen
alle Stufen
div. Bücher, Bilderbücher
Rhythmikmaterial
Spielgeräte
Klassenraum
Turnraum
Spielplatz
Methodisches Vorgehen
-Vor allem in der Realität anschauen
gehen und nachher im Unterricht
vertiefen und verarbeiten
-Begriffe zu den Themen vermitteln
-Spaziergang zum Dorf machen und auf
die Handwerke hinweisen: Schreinerei,
Käserei, Schmiede, Schlosserei,
Autogarage, Baufirma etc.
Geschäfte, Markt, Post, öffentliche
Verkehr, Polizei, Rathaus, Feuerwehr,
Museum etc.
Stufe
Ab Unterstufe
Unterricht und Material
Bilderbücher, Sachbücher,
Spielmaterial, Puzzles,
Unterrichtsmaterial,
Rollenspiele, Lieder,
Malen
Situation und Räumlichkeiten
Dorf
Klassenzimmer
Mittelstufe/
Oberstufe
Bilderbücher, Sachbücher,
Spielmaterial,
Unterrichtsmaterial,
Rollenspiele, Lieder
Bei Ausflüge den Kindern auf
die Einrichtungen aufmerksam
machen
Mit dem Schüler öffentliche Toiletten
benutzen.
Damen- und Herrentoilette
unterscheiden können.
Hygienemassnahmen kennen lernen.
Bezahlen der Toilettenbenutzung üben.
Auf Gefahren beim Benutzen der
öffentlichen Toilette hinweisen.
Arztbesuch
Spital
Samariterposten
Mittelstufe/
Oberstufe
Arztköfferchen
Erste Hilfekiste
Bilderbücher, Sachbücher,
Situativ in der Realität.
Thematisieren im Unterricht
3.2
Sich in der Öffentlichkeit zurechtfinden
Lernziele
Die wichtigsten Handwerke
und Berufe kennen
Die Funktionen von
öffentlichen Einrichtungen
kennen
Öffentliche Toiletten
benutzenkönnen
Einrichtungen der
Gesundheitsvorsorge kennen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
ab Vorstufe
15
Die wichtigsten Ausweise
kennen lernen
Zahnarzt
Dem Schüler die Sensibilität für das
Wohl seines Körpers vermitteln.
Wissen vermitteln über vorbeugende,
heilende, schmerzstillende, stärkende
und unterstützende Massnahmen.
In welchen Situationen braucht man
welche Ausweise.
Unterrichtsmaterial
Spielmaterial
Rollenspiele
ab Oberstufe
konkretes Anschauungsmaterial
Post/Bank/Gemeinde
Verwaltungsgebäude besuchen
Kapitel 4
WAHRNEHMUNGSFÖRDERUNG: GEZIELTE FÖRDERUNG DER SINNESREIZE
4.1 Die visuelle Wahrnehmungsförderung (Siehe Förderplanung 1.1.3, S 3)
Lernziele
Beherrschen der visuellen
motorischen Koordination
(Hand-Auge Koordination)
Methodisches Vorgehen
- in der Kommunikation den Partner in
die Augen schauen
-eine gezielte Ausrichtung der Augen
erlernen (Fixieren): Zuerst schauen,
dann handeln
-bei allen Übungen Umgebungsreizen
möglichst ausblenden: Nur das
Wesentliche ist im Vordergrund
-die Gegenstände auf einem neutralen
Tuch, Teppich hinlegen
-die Gegenstände auf einem neutralen
Hintergrund aufhängen: Weiss auf
Schwarz hat immer noch die
konzentrierteste Wirkung
-erlernen die Bewegungen zu
koordinieren, damit das Ziel, den
Gegenstand zu greifen oder irgend hin
zu führen, erreicht wird.
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
Vorstufe
Unterricht und Material
-das Kind lernen etwas länger
anzuschauen und benennen zu
lassen: Mit Lichtbildern im
dunklen Raum
-mit der Taschenlampe im
dunklen Raum
-Bilder zeigen und benennen
lassen, was darauf zu sehen ist
-Gegenstände beschreiben lassen
-Greifspiele, Bauen mit Klötzen,
Ballspiele, Gefässe abfüllen mit
Trockenbohnen, zeichnen,
schneiden, reissen, kleben,
schreiben
-Rhythmikübungen durchführen
Situation und Räumlichkeiten
Klassenzimmer
Turnsaal
Spielplatz
16
Beherrschen der FigurHintergrund-Wahrnehmung
(Die Aufmerksamkeit auf
bestimmte Gegenstände
richten)
Wahrnehmungskonstanz
beherrschen
Raumlage und räumliche
Beziehungen kennen
-erlernen das Wesentliche vom
Unwesentlichen zu unterscheiden
-Konzentration schulen: Wenig
anbieten und versorgen lassen bevor
etwas anders kommt
-erlernen durch erfahren:Viel mit
Material experimentieren lassen
Formen, auch wenn sie grösser, kleiner
oder eine andere Farbe haben, bleiben
die gleichen Formen: ein grosses
Dreieck, ein kleines Dreieck, ein blaues
Dreieck etc. bleibt ein Dreieck
Unterstufe
-eine Person ist Zentrum ihrer eigenen
Welt, alles andere ist vorn, hinten,
über, unten, rechts, links, seitlich
- Gegenstände, auch wenn sie anders
im Raum liegen, bleiben die gleichen
Gegenstände
ab Unterstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
-Sammelaufgaben: Nur Kastanien
auflesen, nur die blauen
Gegenstände sammeln, nur die
Gegenstände aus Holz sammeln
-Ballspiel: Nur ins Tor schiessen
-Turnen: Nur auf die Linie laufen
Spiele mit Form- und FarbeZuordnung
-verschiedene Farbtöne
aufzeigen: Alle Kinder mit einem
roten T-Shirt, mit blauen Hosen
etc.
-mit Körperspielen die
Raumpositionen üben
-beim An- und Abziehen die
Raumpositionen benennen
-Aufträge ausführen lassen: Lege
das Buch auf den Tisch, unter den
Klassenzimmer
Turnsaal
Spielplatz
Natur
Klassenzimmer
Turnsaal
Spielplatz
Natur
17
Stuhl etc.
-Perlen auffädeln, Muster legen,
Zuordnungsübungen
Visuelles Gedächtnis
4.2 Die auditive Wahrnehmungsförderung (Siehe Förderplanung 1.1.4, S 4)
Lernziele
Sich trotz auditivem
Reizüberfluss auf ein
bestimmtes Signal
konzentrieren können
Geräusche und Stimmen
zuordnen können
Geräusche nachahmen,
Sätze nachsprechen,
Verse und Lieder auswendig
Methodisches Vorgehen
-Als Lehrperson den Redefluss
vermeiden: In klaren, kurzen Sätzen
sprechen
-unnötige Geräuschkulisse vermeiden,
wenn das Kind zuhören sollte
-Musikanlage und Fernsehen nicht
ziellos laufen lassen
-Ruhe ist die wichtigste Voraussetzung
für das effiziente Lernen
-auch beim Zuhören dem Kind lernen,
das Wesentliche vom Unwesentlichen
zu unterscheiden
Viel spielerisch üben!
Stufe
ab Unterstufe
Unterricht und Material
-in der Natur Vögelstimmen
lauschen, Wasser im Bach, der
Wind in den Bäumen
-auditive Kreisspiele mit
Musikinstrumenten: Klatschen,
wenn du das Glöcklein hörst
-aufstehen, wenn die Lehrerin
spricht
-Beim Turnen still stehen, wenn
gepfiffen wird etc.
Ab Unterstufe
Viel singen, nachsprechen und Verse
auswendig lernen lassen
Ab Unterstufe
-Tierlaute dem Tier zu ordnen
können
-Was macht die Katze, die Kuh,
das Huhn?
-Kreisspiel: Augen zu, ein Kind
wird angetippt und sagt einen
Satz. Wer war das?
-Töne den Instrumenten
zuordnen können
-Rollenspiele: Mache wie eine
Katze etc.
-eine Aufforderung der
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Situation und Räumlichkeiten
Klassenzimmer
Turnsaal
Spielplatz
Natur
18
können (auditives
Gedächtnis)
Kann differenziert
wahrnehmen: Anfangs- oder
Endlauten erkennen und
eine Lautabfolge zu einem
Wort verschmelzen
Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, sind
die Bedingungen für das Lesen-lernen
erreicht. Es lohnt sich viel Zeit in die
Lesebedingungen zu investieren
Ab Unterstufe
Lehrperson wiederholen
-Verse und Lieder auswendig
lernen
Unterrichtsmaterial für den
Leseunterrichtsvorbereitung
4.3 Wahrnehmung des Riechens und Schmeckens (olfaktorisch und gustatorisch, Förderplanung 1.1.5, S4)
Lernziele
Kann angenehme und
unangenehme Gerüche und
Geschmacksempfindungen
unterscheiden
Methodisches Vorgehen
Dem Kind lernen, was geniessbar und
ungeniessbar ist. Etwas, was er nicht
kennt, soll er nicht einfach in den
Mund nehmen.
Stufe
Ab Unterstufe
Geruchs- und
Geschmacksrichtungen
unterscheiden können
Geruch: Feuer, Essen, Gewürze, Düfte
etc
Geschmack: Süss, sauer, salzig, bitter,
scharf etc.
Ab Unterstufe
4.4
Unterricht und Material
-Herbstthema:
Produkten aus der Natur in die
Kategorien „geniessbar“ und
„ungeniessbar“ zuordnen lassen.
-Was essen Menschen, was essen
Tiere?
-Zuordnungsübungen mit
Bildmaterial. Begriffsbildung
integrieren.
Ratespiele mit dem Blindtuch:
Was rieche ich, was schmecke
ich?
Situation und Räumlichkeiten
Natur
Klassenzimmer
Klassenzimmer
Wahrnehmung über die Haut und über die Muskeln (taktil-kinästhetische Wahrnehmung, 1.1.2, S 3)
Lernziele
Materialien nach ihrer
Beschaffenheit
unterscheiden können
Methodisches Vorgehen
Von „Greifen“ zu „Begreifen“:
Materialien nach verschiedenen
Eigenschaften erfahren lassen:
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
Ab Unterstufe
Unterricht und Material
-Viel spielen lassen mit
verschiedenen Materialien:
Naturprodukte, Holzformen,
Situation und Räumlichkeiten
Natur
Klassenzimmer
19
Grösse, Form, Temperatur, Festigkeit,
Widerstand, Gewicht
- Sprachförderungsübungen
integrieren: Erst wenn die
Eigenschaften einem Begriff
zugeordnet werden können, kann das
abstrakte Denken sich entwickeln.
Stoffe, etc: Von
-Zuordnungsübungen nach
Formen, gross-klein, warm-kalt,
rau-glatt, eckig-rund, weich-hart,
schwer-leicht
Berührungen am Körper
unterscheiden können
Das erste Lernen findet über den
Körper statt. Das Kind soll am eigenen
Körper unterscheiden können
zwischen angenehmen und
unangenehmen Berührungen, damit es
lernt, wie es mit seinen Mitschülern
umgehen muss.
Dem Kind lernen, dass es am Körper
Tabuzonen (Intimbereiche) hat, die
man noch bei sich, als auch bei
anderen in der Öffentlichkeit nicht
berührt.
Ab Unterstufe
Temperaturdifferenzen
unterscheiden können
Temperaturabstufungen
unterscheiden lassen und erfahren
lassen, wenn die Gefahrengrenze
erreicht ist.
Ab Unterstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
-verschiedene „Bäder“ (Fuss- und
Handbäder) anbieten: Wasser,
Bällelibad, Kirschensteinen,
Kieselsteine, Sand, Bohnen,
Haselnüsse, Bälle, Rundholzen
etc.
-Ganzkörperübungen: Liegen auf
einem Brett, auf einem Schafsfell,
auf Schaumgummi, auf einer
Matte, auf dem Linolboden
-Materialien erfahren am Körper:
Liegend einen Arm bedecken mit
Kirschensteinsäcklein, schwere
Decke, leichtes Leintuch etc.
-Körperteile massieren: Mit
einem Tennisball über den
Rücken, Ärmen, Beinen rollen,
Kneten mit den Händen, mit
einem Spielzeugauto über den
Körper fahren
Siehe oben: Durchführen mit
warmem oder kaltem Material
Turnsaal
Klassenzimmer
Turnsaal
Klassenzimmer
20
4.5 Spiel (Förderplanung 3.1, S 15)
Lernziele
Funktionsspiel:
Die Funktion von
alltäglichen Gegenstände
kennen und entsprechend
ins Spiel einbeziehen
Methodisches Vorgehen
Dem Kind viel Gelegenheit zum Spielen
bieten: Angefangen beim Spiel mit
dem eigenen Körper bis zum richtigen
Einsatz von Gegenständen beim
Spielen
Stufe
Ab Unterstufe
Symbolspiel:
Im Spiel die Bedeutung von
realen Situationen und
Gegenständen zum
Ausdruck bringen
Symbolspiele sind wichtig für die
Entwicklung des
Vorstellungsvermögens: Eine Vorstufe
des Abstrahierens, welches wiederum
eine unumgängliche Lernbedingung ist
Ab Unterstufe
Rollenspiel:
Im Spiel Handlungsabläufe
und Geschichten zum
Ausdruck bringen
Das Rollenspiel ist wie das Symbolspiel
eine wichtige Vorübung für das
Vorstellungs- und
Abstrahierungsvermögen
Ab Vorstufe
Konstruktionsspiel:
Mit Material ein Bauwerk
erstellen
Das Konstruktionsspiel übt
Materialkenntnis, Konzentration
Raumgestaltung, Grössenverhältnisse
und kreatives Denken
Ab Unterstufe
Regelspiele:
Regeln verschiedener Spiele
Regelspiele eignen sich um die
Konzentration, den Ausdauer,
Ab Unterstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Unterricht und Material
-eine anregende Spielecke
einrichten mit
Konstruktionsmaterial,
Spielzeugtelefon, -kochgeschirr, fahrzeugen, -büchern etc.
-beim frei Spielen das Kind selber
wählen lassen
-Anregen zu „Tun-als- ob“- Spiele:
Essen, Schlafen, Kochen, den
Hühnern füttern, Fussball spielen.
-Ein Kind macht vor, die anderen
raten
-dem Kind bekannte Personen
nachahmen lassen
-Tiere nachahmen
-Berufe ausbilden
-eine Geschichte erzählen und
nachher spielen lassen
-mit Gegenständen eine
Geschichte spielen
-Hütten bauen mit stecken und
Tüchern
-grosse und kleine Bauklötze,
Parkettteile, Cuboru, Steckspiele,
Schraubenspiel,
Kugelbahnelementen, Duplo und
Lego
Spiele wie Lotto, Memory,
Domino, Leiterlispiel etc.
Situation und Räumlichkeiten
Klassenzimmer
Spielplatz
Natur
Klassenzimmer
Spielplatz
Wald
Klassenzimmer
Klassenzimmer
21
kennen und einhalten
können
Regelbewusstsein und Zusammenspiel
zu üben
regelmässig im Unterricht
integrieren
Kapitel 5
BEWEGUNGSFÖRDERUNG
5.1 Turnen (Siehe Förderplanung 1.3.1, S 7)
Lernziele
Hauptziel:
Freude am Bewegen haben
und den Körper im Alltag so
geschickt wie möglich
einsetzen
Methodisches Vorgehen
Turnen ist eine Förderung der ganzen
Person:
-emotional: Erlebnisse schaffen,
Erfolge erleben lassen, Förderung des
Selbstbewusstseins und der
Selbstsicherheit
-sozial: Partnerübungen,
Mannschaftsport, Fairness
-kognitiv: Raum-, Richtungs-, und
Zeitorientierung, Körperkoordination
und Begriffsbildung
Körper- und Bewegungserfahrungen
sind von zentraler Bedeutung für eine
gesunde, harmonische Entwicklung
von Körper und Geist
Stufe
Ab Unterstufe
Unterricht und Material
-Im Unterricht immer wieder
Körperübungen einbauen:
Spannung und Entspannung
Situation und Räumlichkeiten
Klassenzimmer
Turnsaal
Spielplatz
Natur
Ab Unterstufe
Turnsaal
Klassenzimmer
Spielplatz
Natur
Koordination der
Bewegungen
Es braucht genügend Bewegungsreize
um die Bewegungskoordination und
Körperhaltung zu optimieren
Ab Unterstufe
Gleichgewicht
Für Informationen über
Lageveränderungen und
Ab Unterstufe
Laufen, Hüpfen, Springen,
Werfen, Klettern, sich ziehen
lassen, Gehen auf allen vieren,
Schubkarren spielen: Auf den
Händen sich fortbewegen indem
der Partner die Beine hält,
Handstand
-Schaukeln
-Klettern auf Sprossenwand,
Leitern, Bäumen
-Tanzen etc.
-im Stehen die Augen schliessen
und leicht nach links und rechts
Kräftigung des Körpers
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
22
Beschleunigungen unseres Körpers
sorgt vorwiegend der
Gleichgewichtsanalysator im Innenohr.
Durch regelmässiges Üben verfeinert
das Kind seine
Gleichgewichtswahrnehmung und
steigert sein Bewegungsrepertoire
Beweglichkeit
Freude am Bewegen
erhalten und selber dabei
kreativ sein
Durch Bewegung entdecken die Kinder
die Welt und lernen sich und andere
besser kennen
Ab Unterstufe
Gelenkigkeit
Gelenkigkeit ist Dehnfähigkeit,
Flexibilität und Biegsamkeit der
Gelenke. Diese ist abhängig von
körperlichen Faktoren, kann aber
optimiert werden durch regelmässiges
Üben
Ab Unterstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
pendeln, nach vorne und hinten
-über eine Linie laufen, einen Seil,
über den Langbank, über einen
horizontal liegenden, erhöhten
Langbank, über einen liegenden
Baumstamm
-wippen auf einem
selbstgemachte
Fusswippe(Rundholz mit Brett)
-Büchsen
laufen(Konservenbüchse mit
Schnur)
-auf Stelzen laufen
Laufen, Springen, Rollen, Werfen
Viele Übungen können
spielenderweise in der Natur
durchgeführt werden. Die
Lehrperson muss die Gelegenheit
dazu bieten, Material bereit
stellen und Ideen einbringen
Dehnübungen im Stehen, Sitzen
und im Liegen:
-sich strecken, sich klein machen
-sich breit machen , sich schmal
machen
-Beine strecken nach vorne,
hinten, seitlings etc.
-Arme strecken nach vorne,
seitlings nach hinten etc.
Einspannung immer abwechseln
mit Entspannung
Turnsaal
Spielplatz
Natur
Klassenzimmer
Turnsaal
23
5.2 Rhythmik
Lernziele
Hauptziel:
Rhythmik ist ein
ganzheitliches Angebot. Die
Kinder werden zum Handeln
angeregt über Erlebnisse in
der Bewegung, der Musik,
mit der Sprache und mit
diversem Material
Zu mehr Körperbewusstsein
gelangen
Methodisches Vorgehen
„Bewegung ist der zentrale
Ansatzpunkt für die Erlebnisgrundlage.
Bewegung ist nicht einfach bewegen,
sondern Urform des Denkens. Der
Mensch mit einer geistigen
Behinderung, der kaum oder nur
ansatzweise zur Abstraktion findet,
denkt zeitlebens mit dem Körper“
(Mimi Scheiblauer)
Spannung und Entspannung aufbauen,
Körperbefindlichkeit fördern und
taktile Übungen anbieten
Stufe
Ab Unterstufe
Ab vorstufe
Ab Mittelstufe
Koordination der
Bewegungen steuern
können
Nachahmen von Bewegungen und
Bewegungsabläufen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Ab Unterstufe
Unterricht und Material
Rhythmikübungen sollten jeden
Tag im Unterricht eingebaut
werden. Schwerpunkte:
-Bewegungsförderung
-Bedeutung der Musik
-Sensibilisierung der Sinne
-Orientierung
-Formerfassung
-Sozialerziehung
-Bewegung und Gegenbewegung:
Sich gross machen, sich klein
machen, sich schmal machen,
sich breit machen etc.
-Ein Kind liegt gekniet mit runden
Rücken am Boden, das andere
Kind zeichnet mit den Fingern
ihm etwas auf den Rücken. Das
gekniete Kind muss raten was
gezeichnet wurde
-Netzspiele: Kinder sitzen im
Kreis, einen Wollknäuel wird mit
einer Hand einander zugeworfen,
die andere Hand hebt den Faden.
Es entsteht ein Netzwerk. Durch
Ziehen kann man mit einander
Kontakt aufnehmen.
Material: Wollknäuel
-Einfache Bewegungsmuster
vormachen, das Kind macht nach
-Bewegungslieder und Verse
Situation und Räumlichkeiten
Klassenzimmer
Turnsaal
Spielplatz
Natur
Turnsaal
Klassenzimmer
Turnsaal
Klassenzimmer
24
Gleichgewicht finden und
behalten
Das Gleichgewicht ist die
Ausgangsposition für Körperhaltung,
Bewegungskoordination und die
Orientierung im Raum
Beweglichkeit
Geschicklichkeit
Ab Unterstufe
Ab Unterstufe
Wird in den verschiedenen
Unterrichtsangeboten geübt: Werfen,
fangen, tragen, greifen, tasten, legen,
bauen, reissen, schneiden, kneten,
balancieren
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Ab Unterstufe
-Tänze einstudieren
Gleichgewicht im Sitzen:
Kirschensteinsäcklein oder
andere Gegenstände auf dem
Kopf: Die Sitzposition so wählen,
dass nichts herunter fällt
-Im Laufen etwas auf dem Kopf
tragen
-etwas auf den Händen tragen
-auf einem Bein stehen
-über einen Seil laufen
-über einen Balken laufen
-balancieren
-durch unebenes Gelände
wandern
-Rutschbahn, Schaukel, Fahrrad,
Trampolin, Trottinett
-Unterricht immer wieder
abwechseln mit Körperübungen
-Sportunterricht
-Geräte ausprobieren auf dem
Spielplatz
-Frei spielen im Wald
-Ballspielen
Mannschaftsspiele
-hinauf werfen und fangen:
Chiffontücher, Ballone,
Kirschensteinsäcklein, Bälle,
-tragen: Den Stuhl in den Kreis
tragen, Material über einen
Distanz in Kisten legen,
Estafette mit verschiedenen
Materialien
Klassenzimmer
Turnsaal
Spielplatz
Natur
Klassenzimmer
Turnsaal
25
Bewegungsförderung mit
Musik
Musik spricht den ganzen Körper an
und ist ein Ansporn zur Bewegung.
Musik enthält Spannung und
Entspannung, welches sich auf die
Stimmung und die Körperspannung
überträgt.
Ab Unterstufe
-greifen und tasten: Mit Blindtuch
einen Gegenstand nehmen und
raten was es ist
-legen: Muster legen mit
Holzstäbchen, Naturmaterial etc.
-reissen: Zeitungspapier
zerreissen und mit der Technik
Papiermaché eine Maske machen
-Schneiden: Aus Zeitschriften
oder Werbungsmaterial Bilder
ausschneiden und eine Collage
kleben
Kneten: Aus Plastilin Formen
modellieren, Teig kneten und
Brötchen backen
-auf Musik bewegen
-schnell und langsam erfahren
-verschiedene Gangarten üben
-Bewegungslieder üben
-Tänze einüben
Klassenzimmer
Turnsaal
Musikraum
Kapitel 6
MUSIK(Siehe Förderplanung 3.2, S16)
Lernziele
Freude an der Musik
empfinden und sich
Methodisches Vorgehen
Das musikalische Empfinden schult
Gehör und Rhythmus, welche wichtige
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
Ab Unterstufe
Unterricht und Material
-viel singen und mit Instrumenten
begleiten
Situation und Räumlichkeiten
Klassenzimmer
Musikunterricht
26
musikalisch ausdrücken
können
Das Kind unterscheidet
Tonhöhen, Rhythmen und
Lautstärken
Lernbedingungen für das Lesen-lernen
sind: Auditive Differenzierung,
Rhythmisierung, auditives Gedächtnis,
Klangdifferenzierung
Wie differenzierter das Kind zuhören
kann, desto besser ist es vorbereitet
für den Leseunterricht
Einfache Melodien und
Lieder erkennen, singen und
nachspielen können
Sich spontan und nach
vorgegebenen Mustern
zurMusik bewegen können
Übungen für das musikalische
Gedächtnis ist Schulung für den
Leseunterricht
Anregung für die ganzheitliche
Koordination: Körper, Sinnen und
Kognition
Ab Unterstufe
Ab Unterstufe
Ab Unterstufe
-Freude an dem stimmlichen
Ausdruck vermitteln
-dem Kind die Möglichkeit bieten
Instrumente auszuprobieren
-hohe und tiefe Töne vormachen
und stimmlich nachahmen lassen
-Rhythmen nachklatschen lassen
-laut/leise stimmlich, mit
klatschen und Fussstampfen
üben
-obenstehendes mit
Instrumenten üben
zu den Unterrichtsthemen
geeignete Lieder suchen und
lernen
-immer wieder musikalische
Freiräume bieten um die
Bewegungskreativität zu fördern
-zu den Lieder Bewegungen
machen
-einfache Tänze einüben
Klassenzimmer
Musikunterricht
Klassenzimmer
Musikunterricht
Klassenzimmer
Musikunterricht
Turnsaal
Kapitel 7
ORIENTIERUNG IN DER NATUR (Siehe Förderplanung 3.6, S 19)
Lernziele
Methodisches Vorgehen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
Unterricht und Material
Situation und Räumlichkeiten
27
Der Kreislauf der Natur
kennen und erleben
-Das Thema Jahreszeiten im Unterricht
integrieren
-Kreislauf der Natur während den
Jahreszeiten betrachten und erklären
-Veränderungen an einem bestimmten
Baum in Schulnähe beobachten,
beschreiben und malen lassen
-in einem Topf im Schulzimmer Samen
keimen lassen und die Entwicklung der
Pflanzen beobachten
ab Unterstufe
Kreisgespräche, Beobachtungen,
Lieder, Musik, Sachbücher,
Unterrichtsmaterial zum Thema
“Die Jahreszeiten“
Malmaterial
Töpfe und Pflanzenerde
Die Nähe zur Natur
unmittelbarerfahren
Beobachtungen im Garten machen und
aufzeigen, wie man selber Einfluss aufs
Wachsen und Pflegen nehmen kann.
Erlernen Zuneigung und
Verantwortung für etwas zu
übernehmen. l
ab Unterstufe
-Samen in Töpfe pflanzen, Beete
Schulgarten
bereitmachen, säen, setzen,
Schulzimmer
giessen, pflegen, ernten.
-Der Kompostvorgang aufzeigen
und pflegen
Material:
Gartenwerkzeug/Geräteschuppen
Samen, Setzlinge, Giesskanne
Blumenzwiebeln, Balkonkistchen
Unterrichtsmaterial:
Sachbücher, Entwicklungsspiele
Gesellschaftsspiele, Puzzles
Das Wetter bewusst erfahren
Beim Morgenritual das Wetter
ab Vorstufe
thematisieren
Wetterbegriffe vermitteln:
Wind, Sturm, Gewitter ,Regen
Schnee, Hagel, Sonnenschein
bewölkt, bedeckt, neblig
-Wetterbeobachtungen machen
-sich dem Wetter entsprechend
kleiden
-bei allen Witterungen spazieren gehen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Thermometer
Wetterbeobachtungstabellen
Wetterbericht in der Zeitung
Wettersymbole
Unterrichtsmaterial zum Thema
„Das Wetter“
Gestaltung des Klassenzimmers
Klassenzimmer
Natur
Spielplatz
28
Wetterbeobachtungen den
Jahreszeiten zuordnen
können
Auswirkungen des Wetters
auf die Natur (Pflanzen,
Tiere, Menschen) kennen
Die Wettervorhersage
verstehen
Die Umwelt sauber halten,
schätzen und schützen
-während des Schulalltags die
Jahreszeiten und ihre Eigenheiten
erwähnen
-die Jahreszeiten als Thema behandeln
-Blumen giessen
-Vögel füttern
-Naturereignisse und ihre Folgen
thematisieren
Wettervorhersage lesen, anschauen,
zuhören, Symbole deuten können,
Begriffe verstehen lernen
ab Unterstufe
Klassenzimmer
ab Unterstufe
Bildmaterial
Bilderbücher
Unterrichtsmaterial zum Thema
Jahreszeiten, Fotoapparat
Giesskanne, Vogelhäuschen
ab Mittelstufe
Fotoapparat, Bilderbücher
Schulgarten
ab Mittelstufe
Zeitung, Radio
Fernseher
Sachbücher, Unterrichtsmaterial
Fotoapparat
Klassengespräche
Unterrichtsmaterial zum Thema
„Umweltschutz“
Wohnbereich, Klassenzimmer
-die Schüler immer wieder darauf
hinweisen, wie wichtig die natürliche
Umwelt für uns Menschen ist und
jeder seinen Beitrag zur Erhaltung
beitragen muss.
ab Mittelstufe
Unterricht und Material
Im Tagesritual einbauen
Unterrichtsmaterial zum Thema
„Die Zeit“
Symbolschilder
Bilderbücher
Puzzles
Lieder/Musikinstrumente
Gestaltungsmaterial
Kalender
Situation und Räumlichkeiten
Schulzimmer
Klassenzimmer
Klassenzimmer
Kapitel 8
ORIENTIERUNG IN DER ZEIT ((Siehe Förderplanung 3.6, S 19)
Lernziele
Sich den Zeitrhythmus
bewusst sein
Methodisches Vorgehen
-Tag und Nacht erfahren und Symbole
kennen: Sonne/Mond
-Die Begriffe „Morgen, Mittag, Abend
Tag, Woche, Monat, Jahreszeiten“ im
Unterricht immer wiederholen
-Die Uhrzeiten kennen lernen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
ab Vorstufe
ab Mittelstufe
29
Zeitbegriffe kennen lernen
Warten lernen
Zeitspanne ausfüllen
Die Zeit selber einteilen
Zeitbewusstsein haben
Jahreszeiten kennen und
erkennen können
Die Wochentage kennen
Die Monate benennen
Eigenes Geburtsdatum
kennen
Die Uhr kennen
schneller, langsamer, jetzt, nachher
früh, spät ..
warten bis alle im Kreis sind
warten bis es ruhig ist
warten auf das Mittagessen
warten bis die Lehrperson Zeit hat
ab Vorstufe
Musikinstrumente
ab Vorstufe
eine bestimmte Zeitspanne an einem
Auftrag bleiben
Verschiedene Aufträge müssen in einer
gewissen Zeitspanne fertig sein.
langsam aufbauen, Unterrichtsstunde,
Schulvormittag, Schultag, Wochen
Was kann man erledigen in einer
Minute, Stunde, an einem Tag ...
Lernen Wetter- und
Naturerscheinungen, sowie Feste und
Feiern den Jahreszeiten zu zuordnen.
ab Unterstufe
Der Stundenplan besprechen,
mit Symbolen gestalten und für
die Kinder zugänglich aufhängen.
Sichtbar machen, was schon war
und was noch kommt.
Time-timer einschalten
Besonderheiten von Tag mit den
Wochentag in Verbindung bringen:
am Montag turnen, am Donnerstag
singen
welche Monate gehören zu welchen
Jahreszeiten
welche Ereignisse in welchem Monat
Üben
Uhren hören und sehen
Stunden, Minuten, Sekunden ablesen
können ...
Zeigersteilungen deuten können
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Musikunterricht
Turnsaal
Schulzimmer
Schulzimmer
Ab Mittelstufe
Ab Mittelstufe Stoppuhr
Eierwecker
alle Stufen
Unterrichtsmaterial zum Thema
„Jahreszeiten“
Zuordnungsmaterial,
Lottos, Puzzles, Bilderbücher,
Lieder
Alle Stufen
Unterrichtsmaterial zum Thema
„Uhrzeiten“ Zuordnungsmaterial,
Lottos, Puzzles, Bilderbücher,
Lieder
Unterrichtsmaterial
Geburtstagsritualen integrieren
Alle Stufen
Klassenuhr
Schüleruhr
Unterrichtsuhr
Unterrichtsmaterial zum Uhr
Klassenzimmer
Turnsaal
30
Mit dem Kalender umgehen
können
Sich an Zeiten halten können
Fähigkeit Freizeit zu
gestalten:
Erholung/Entspannung
Sich der Vergangenheit
bewusst werden
jeden Tag das Datum benennen
Alle Stufen
Die Schule beginnt pünktlich.
Das Mittagessen ist um 12.00 Uhr.
Der Zahnarzttermin ist um 14.00 Uhr.
Im Unterricht Entspannungsmomente
einbauen und die Kinder Form der
Entspannung selber wählen lassen.
Ab Mittelstufe
Eigene Lebensgeschichte erfahren:
-Bébé, Kleinkind, Schule...
-letztes Jahr, dieses Jahr, nächstes Jahr
Interesse für die Vergangenheit
wecken, z.B. Dinosaurier, Steinzeit,
Mittelalter, Denkmäler, historische
Gebäude, Besuch des
Heimatsmuseums...
ab Unterstufe
Ab Vorstufe
lesen
Im Morgenritual integrieren,
eigener Abreisskalender
Spielecke, Entspannungsecke
einrichten, Spiele, Malutisilien,
Bewegungsmaterial zur
Verfügung stellen.
Fotomaterial, Fotoalbum,
Fotoapparat
Ich-Buch
Unterrichtsmaterial
Bilderbücher
Klassenzimmer
Klassenzimmer
Wohnbereich
Aussenbereich
Kapitel 8
VERARBEITUNG VON MATERIALIEN UMGANG MIT WERKZEUGEN UND GERÄTEN (Förderplanung 3.9, S 21)
Lernziele
Naturmaterialien
erkennen, benennen und
kreativ damit umgehen
können
Methodisches Vorgehen
Das erste Erleben soll mit
Naturmaterialen sein, welche uns die
Natur überall schenkt
-Basiserfahrungen sammeln: erleben,
erforschen, erspüren, erhören,
schauen, schmecken, riechen,
ausprobieren
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
ab Vorstufe
Unterricht und Material
-mit den Schülern in die Natur
gehen, Sand, Erde, Stein, Lehm
Wasser, Schnee, Eis, erfahren
lassen
-Material ins Klassenzimmer
bringen:Steine, Tannzapfen,
Eicheln, Kastanien, Haselnüsse
Situation und Räumlichkeiten
vor allem:
in der Natur
im Garten
auf dem Spielplatz
Bach, Wiese, Wald
Sandkasten
Klassenraum
31
Materialien verarbeiten
können
-mit allen 5 Sinnen Kenntnis zu den
elementaren Naturmaterialen
vermitteln.
-Eigenschaften der versch. Materialien
erleben lassen: hart/weich, starr/
formbar, kalt/warm, glatt/roh
Ein weiterer Schritt ist das Verarbeiten
von Grundmaterialien. Es geht hierbei
weniger um das Produkt als um das
sinnvolle und lustvolle Erfahren.
-verschiedene Technikenvermitteln:
reissen, falten, rollen, kleben,
schneiden, knüpfen.
etc.
-Sandkastenmaterial Schaufel,
Kessel etc. zur Verfügung stellen
ab Vorstufe
Aus Material ein Produkt
herstellen können
Einteilige Gegenstände herstellen:
z.B. schnitzen, einfaches weben,
modellieren
Ab Mittelstufe
Mit einfachen Werkzeugen
umgehen können
Den Umgang mit einfachen Geräten
und Werkzeugen erlernen.
Techniken erlernen
Ab Mittelstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Dem Schüler eine Fülle von
Materialmöglichkeiten anbieten
und so einen kreativen,
phantasievollen Umgang mit den
Techniken ermöglichen: Papier,
Karten, Watte, Schnur, Farben,
Leim, Ton, Holz, Nägel,
Schleifpapier, Knet- und
Kerzenwachs, Stoff, Garn, Bänder,
Wolle, einfaches Werkzeug:
Schere, Nadel, Hammer, Säge,
Zange, Bohrer, ev. Messer zum
Schnitzen, einfacher Webrahmen,
Einrichtung für Kerzenziehen,
Pinsel, Farben
Anregungen zur Gestaltung
vermitteln
-Masken
-Märchenfiguren
-Weihnachtsschmuck
-Osternester
-die Funktion und den Gebrauch
von Werkzeugen vermitteln
-einfache Werkarbeiten planen,
das Vorgehen schrittweise
aufzeigen
-den Arbeitsplatz der Möglichkeit
Klassenraum
Werkraum
Webraum
Malraum
Werkraum
Webraum
32
Material wählen und
verarbeiten
-Gute Kenntnisse der Materialien
ermöglicht gezieltes Einsetzen.
-eine gute Vorbereitung erleichtert
die Arbeit
-erlernen nach einem Plan zu arbeiten
ab Vorstufe
in
spielerischer
Weise
ab Unterstufe
ev. ab
Mittelstufe
auf ein
Produkt
hinarbeiten
Eigene Pläne entwerfen
Und die Arbeit von Anfang
bis zum Ende durchführen
-Der Schüler entwirft einen Plan für
ein Werkstück von Anfang bis zum
Ende (eigene Ideen, Vorstellungen
verwirklichen, umsetzen!)
-das Werkstück sollte den
Möglichkeiten des Schülers
angemessen sein
-Ausdauer lernen
-Vorstellungsvermögen schulen
-Ideen umsetzen können
ab Mittelstufe
Geräten + Werkzeugen
richtig einsetzen
Für die jeweilige Bearbeitung wird das
geeignete Werkzeug eingesetzt.
Das Kennenlernen und richtige
Handhaben ermöglichen dem Schüler
Freiraum für Kreativität und
ab Mittelstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
des einzelnen Schüler
entsprechend vorbereiten
-Einfache Werkarbeiten planen
Schmuck entwerfen (z.B.
Weihnachtsschmuck)
-einfache Kleider nähen
(+verkleiden)
-Räume gestalten (für
Jahreszeiten, Feste)
-weben, sticken, stricken, nähen
-alle Materialien wie schon
erwähnt
themabezogene Bücher
-ein ausgewogenes Angebot von
Material, Hilfsmittel und
Werkzeugen anbieten
-Möglichkeit einzel oder in
Gruppen zu arbeiten, die
Lehrperson ist Begleitperson
-alle Materialien schon erwähnt
-Hilfsmittel:
Lineal, Zirkel,
spezielle Werkzeuge für Feinarbeiten
-anregende Bücher und Bilder um
Ideen zu sammeln
-genügend grosse Arbeitsfläche
soll vorhanden sein
-div. Werkzeuge für
Holzbearbeitung
-für textiles Gestalten:
Nähmaschine, Webrahmen,
Webstuhl + nötiges Zubehör,
Klassenraum
Werkraum
Handarbeitsraum
Mal Raum
ganzes Schulhaus (Gestalten für
Jahreszeiten und Feste)
ev. Garten
Malraum
Handarbeitsraum
Werkraum
Besuch in Töpferei
Besuch in Schreinerei
Besuch in Nähatelier
33
Vorsichtsmassnahmen,
Sorgfalt/Disziplin einhalten
Ordnen, aufbewahren und
pflegen der Geräte und
Werkzeuge einhalten
Eigeninitiative.
Sorgfalt und Disziplin im Umgang mit
Geräten und Werkzeugen konsequent
verlangen.
Sicherheitsvorschriften konsequent
einhalten.
Der Schüler sollte vorgegebene AnOrdnungen für Geräte und Werkzeuge
kennen und einhalten oder
selbstgefundene, sinnvolle Ordnung
herstellen. Wir werden dem Schüler
zeigen, wie ein Werkzeug gepflegt
wird: z.B. einölen, waschen, bürsten ...
Sachgerechtes Lagern von Holz, Ton
usw.
Spinnrad, Karde
div. Werkzeuge für
-Steinbearbeitung und
-Metallbearbeitung
-Brennofen für Tonarbeiten
Oberstufe
Werkzeugkasten,
Werkzeugschrank,
Werkzeugbrett, Nähkasten,
Schrank für textiles Gestalten,
genügend Kartonschachteln,
Etiketten zum Material
beschriften + kennzeichnen
Kapitel 10
SACHKOMPETENZ: LESEN, SCHREIBEN, MATHEMATIK
10. 1 Lesen (siehe Förderplanung 3.3.1, 3.3.2, 3.3.3, S 16 und 17)
Lernziele
Personen, Gegenstände und
Handlungen auf Bilder
erkennen
Methodisches Vorgehen
Begriffsbildung mit Gegenständen und
Bildmaterial: Üben der passiven und
aktiven Sprache als Vorstufe für das
Lesen-lernen
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Stufe
Ab Unterstufe
Unterricht und Material
-Bilderbücher
-Bildmaterial von
Alltagsgegenständen
-Fotomaterial
-Naturmaterial
-Bildfolgen legen und
verbalisieren lassen
Situation und Räumlichkeiten
Klassenzimmer
34
Piktogrammen und
abstrakte Formen erkennen
und deuten
Vom konkreten Bild zu mehr
abstrakten Formen bis zur Buchstabe
sind wichtige Schritte vor dem
eigentlichen Leseunterricht
Ab Unterstufe
Signalwörter erkennen
Signalwörter werden ganzheitlich
erfasst. Damit die Schüler sie wieder
erkennt, sollten sie ein vertrauter
Begriff darstellen.
Erst wenn das Kind versteht, dass eine
Abfolge von graphischen Zeichen eine
Bedeutung hat, kann man langsam mit
dem Leseprozess anfangen.
Die „Globalmethode“, aus einem
Signalwort Buchstaben erkennen und
analysieren, ist für die meisten
Menschen mit einer Behinderung am
Einfachsten.
Es braucht viele auditive
Wahrnehmungsübungen, um das Kind
so weit zu bringen. Die Lesereife bei
Kindern mit einer geistigen
Behinderung ist meistens nicht vor
dem 10. Lebensjahr erreicht. Andere
erlernen erst im Erwachsenenalter das
Lesen
Ab Unterstufe
Vorgegebene Laute und
Buchstaben zu einem Wort
zusammenfügen
Ab Mittelstufe
10. 2 Schreiben (Siehe Förderplanung 3.41, 3.4.2, S 17/18)
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
-Gegenstände im Klassenzimmer
mit Piktogrammen bezeichnen
und dem Kind benennen lassen
-Handlungsabläufe mit
Piktogrammen bezeichnen und
dem Kind benennen und
ausführen lassen
Der eigene Name des Kindes
immer wieder anbieten:
-den Platz bezeichnen
-den Kleiderhaken in der
Garderobe
-die Zeichnungen
-Arbeitshefter etc.
Mit der Zeit kann man auch auf
die Namen der anderen Kinder
hinweisen
Klassenzimmer
Das Kind spielerisch in der
auditiven Wahrnehmung fördern.
Siehe oben
Klassenzimmer
Klassenzimmer
35
Lernziele
Einen Stift richtig halten
können
Methodisches Vorgehen
Die Vorstufe für das Schreiben ist das
Malen. Man bietet dem Kind zuerst
grobes Material bis zu den feinen
Farbstiften. Das Kind bestimmt
anfänglich seine Zeichnungen selber
Stufe
Ab Vorstufe
Formen reproduzieren
können
Das Kind bestimmt was es zeichnet
und benennt seine Produktionen
Ab Vorstufe
Graphomotorische Übungen
auf Vorlagen nachfahren
können
Die Bedingungen für das Schreiben
sind vielfältig:
-kontrollierte Schreib-(Körper-)haltung
-Stift richtig halten
-dossierte Muskeltonus und
Schreibdruck
-Schreibfluss bremsen, zielen und
führen
-einhalten von Begrenzungen beim
Ausmalen
Man soll das Kind frei üben lassen und
nicht auf vorgegebenen Linien- oder
karierten Vorlagen
Wenn die obenstehenden
Bedingungen erfüllt sind, wird das Kind
selber sein Interesse an Buchstaben
schreiben einbringen
Ab Vorstufe
Einfache Serien und Muster
zeichnen und fortsetzen
können
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Ab Mittelstufe
Unterricht und Material
-Malen im Sand: Sandkasten,
Sand auf Glasplatte
-Malen mit Fingerfarben
-Malen mit einem groben Pinsel
-Malen mit Wachsmalblöcken
-Malen mit Wachsmalkreiden
-Malen mit Farbstiften
Von Spuren bis einfachen
Grundformen wie Striche, Kreise
und Kreuze. Irgendwann wird es
Gegenstände erkennen wie ein
Haus, einen Berg einen Mensch
Unterrichtsmaterial für die
graphomotorischen Übungen
-Perlen reihen
-Muster legen
-Muster nachzeichnen
-vorgegebene Muster weiter
zeichnen
-selber Muster zeichnen und
ergänzen
Situation und Räumlichkeiten
Malraum
Klassenzimmer
Malraum
Klassenzimmer
Klassenzimmer
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Buchstaben abschreiben
können
Der eigene Name schreiben lernen
nach dem Prinzip vom Groben bis zum
Feinen
Ab Vorstufe
Freude am Schreiben haben
und selber lernen wollen
Ohne Interesse an Buchstaben wird
das Kind nicht zum Lesen und
Schreiben kommen
Ab Mittelstufe
Name gross auf einen Vorlage mit
dem Finger nachfahren lassen.
Nachher mit den oben erwähnten
Materialien
Die Namen der andere Kinder
abschreiben lassen
Malraum
Klassenzimmer
Klassenzimmer
10. 3 Mathematik (Siehe Förderplanung 3.5.1, 3.5.2, 3.5.3, S 18/19)
Lernziele
Mit Mengen
experimentieren können
Methodisches Vorgehen
Spielenderweise soll das Kind
Erfahrungen sammeln mit den
Begriffen: „viel“, „wenig“, „gleichviel“,
„mehr“, „weniger“ etc.
Stufe
Ab Unterstufe
Eigenschaften von
Gegensätze benennen
können und sie
entsprechend zuordnen
können
Das Kind kennt die Begriffe „vielwenig“, „gross-klein“, „dick-dünn“,
„lang-kurz“, „schwer-leicht“, „hochniedrig“
Ab Unterstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Unterricht und Material
-spielen im Sandkasten mit
Sandkastenmaterial
-spielen mit Wasser und
Behältern: einleeren, ausleeren,
umleeren
-spielen mit Bohnen, Kernen,
etc.und Behältern:einleeren,
ausleeren, umleeren
-mit konkretem Material spielen
lassen: Konstruktionsspiele
-mit dem Körper die Begriffe
erfahren lassen: „Mache dich
gross, mache dich klein“etc.
-die Begriffe im Unterricht üben
mit Spielfiguren: Der grosse
Elefant, der kleine Elefant etc.
-Zuordnungsübungen anbieten:
Situation und Räumlichkeiten
Spielplatz
Badewanne
Klassenzimmer
Spielplatz
Turnsaal
Klassenzimmer
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Eins zu eins Zuordnung
verstehen
Durch manipulieren, ordnen und
strukturieren mit Material kommt das
Kind zum Einsicht, dass eine Menge
gleich bleibt, unabhängig vom
äusserlichen Form oder Lage
An Unterstufe
Begriffe wie teilen, zufügen,
reduzieren, verdoppeln
verstehen
Durch hantieren mit Material kommt
des Kind langsam zum Zahlbegriffohne
dass es die mathematischen Symbolen
kennt.
Ab Unterstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
„Alle grosse links, alle kleine
rechts“
-Zuordnungsspiele mit
geometrischen Formen:
„Alle Dreiecke, alle Kreise“
-Zuordnungsaufgaben mit
mehreren Eigenschaften:
„Suche alle dicke, grosse
Dreiecke“
-Arbeitsblätter mit
Zuordnungsaufgaben: Alle Katzen
in einem Kreis, alle Kinder, alle
Bäume etc.
-Arbeitsblätter mit mehr
abstrakten Zuordnungsaufgaben:
Alle Dreiecke, alle Kreise etc.
-Kreissituation: Ein Kind verteilt
aus einem Behälter Gegenstände.
Die Kinder stellen den
Gegenstand vor sich hin. Jedes
Kind hat 1 Gegenstand (Eins zu
eins Zuordnung)
-Eins zu eins Zuordnung üben: 5
Spielzeugpferde zu 5 Behälter mit
Wasser etc.
-Arbeitsblätter mit Eins zu eins
Zuordnungsaufgaben: Ein Strich
ziehen zwischen ein Ross und ein
Reiter
Wie oben viel im Kreis üben:
Kinder teilen Gegenstände
gerecht auf: Feststellungen:
Weniger als vor der Verteilung,
Klassenzimmer
Klassenzimmer
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Reihen legen und die
Elemente nach Reihenfolge
benennen können
Das Kind lernt Begriffe wie „AnfangEnde“, „links-rechts“, „erste- letzte“,
„mittlere“ spielenderweise in dem es
viele Reihenfolge-Übungen macht
Ab Unterstufe
Bis 10 zählen und die Zahlen
lesen können
Zählen synchron mit zeigen auf
Gegenstände ist für viele Kinder
kompliziert und braucht viel Übung in
verschiedenen Situationen
Ab Mittelstufe
Das Zählen bis 10 flexibel
handhaben können
Das Kind soll viel üben in der
Zehnerreihe, weil das die Grundlage
für weitere Operationen ist
Ab Mittelstufe
Mengen eine Zahl zuordnen
können, Mengen bis 4 ohne
abzählen erkennen.
Es braucht ein Mengenbegriff bevor
das Kind mathematische Operationen
versteht
Ab Mittelstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
jedes Kind hat gleich viel, er hat
weniger etc.
-Eine angefangene Reihe nach
dem gleichen Muster ergänzen.
Fragen beantworten: „was
kommt am Anfang, „was in der
Mitte?“ etc (Perlen stecken,
Perlen reihen)
-Arbeitsblätter: Vorgegeben
Muster weiter zeichnen
- die Zahlenreihe langsam
aufbauen
-Verslein mit Zahlenreihen üben
-Zählen und in den Händen
klatschen
-Zählen und laufen
-Gegenstände hinlegen, das Kind
macht 1 Schritt pro Gegenstand
und zählt
-das Zählen mit Brettspielen üben
-die Kinder in der Klasse zählen
-Gegenstände zählen
-die Zahlen lesen können
-die Zahlen schreiben können
-Nachbarszahlen kennen
-Zurückzählen
-von einer beliebigen Zahl weiteroder zurückzählen können: 4,5,6
oder 9,8,7
-viel mit dem Würfel üben.
Hierbei sind die Zahlen schön
geordnet
Klassenzimmer
Klassenzimmer
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Die Begriffe „plus (+)“,
„minus (-)“ und „gleich (=)“
kennen
Diese Begriffe spielerisch vermitteln
Ab Mittelstufe
Operationen mit dem 10-erÜbergang durchführen
können
- mit Geld rechnen können
-die Uhrzeiten lesen können
-Messen und wegen können
Schwierigere Aufgaben sind erst
möglich, wenn die Operationen bis 10
verstanden sind
Wichtiger als das Lösen von
komplizierten mathematischen
Aufgaben, ist der Umgang mit Geld,
die Uhr kennen und mit Messlatte und
Waage umgehen können
Ab Mittelstufe
Unterrichtsprogramm für Vilshany/ Henny Graf/Parasolka/2015
Ab Mittelstufe
-nachher ungeordnete Mengen
benennen lassen
-bei grösseren Mengen abzählen
lassen und das Ergebnis
nachdrücklich wiederholen
Unterrichtsmaterial der ersten
Klasse für die langsam lernende
Kinder anpassen. Viel mit
Bildmaterial üben lassen.
Meistens ist das Material zu klein
gedruckt und muss man es mit
dem Kopierer vergrössern.
Bestehendes Unterrichtsmaterial
vereinfachen
Unterrichtsmaterial zu den
Themen:
-Geld
-Uhr
-Messen
-Wegen
Vor allem mit konkretem
Material experimentieren lassen.
Eine Uhr sollte unbedingt im
Klassenzimmer aufgehängt sein!
Klassenzimmer
Klassenzimmer
Klassenzimer
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