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Pädagogik Schwierige Kinder
Handballverband Niedersachsen – Lehrwesen -
Prüfen Sie mal selbst, ob
Sie die folgenden Ansprüche
von Kindern an einen "guten"
Übungsleiter" erfüllen!
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Als Übungsleiter kann ich Kinder in ihrer
spielerischen Entwicklung gezielt fördern!
Mir ist jedes Kind gleich wichtig. Alle Kinder
erhalten von mir in Training und Spiel die
gleiche Aufmerksamkeit und Förderung.
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Ich bin mir meiner fachlichen Verantwortung
für eine gute sportliche Grundausbildung der
mir anvertrauten Kinder jederzeit bewusst.
Ich bin daher "up to date" in der Sportart,
ich bilde mich ständig weiter und hole Rat bei
Trainerkollegen.
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Als Übungsleiter verfolge ich sportliche Zielsetzungen. Aber dahinter muss nicht alles zurückstehen.
Sport ist für mich wichtig. Ich möchte Kindern eine gesunde Einstellung m sportlicher
Leistung
vermitteln.
Trotzdem:
Sport
ist
nicht alles. Gute menschliche Beziehungen sind
wichtiger.
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Als Übungsleiter bin ich auch Freund und
Helfer der Kinder in allen Lebenslagen.
Ich bringe Geduld und Verständnis auch für
außersportliche Probleme der Kinder auf. Sie
suchen bei mir Rat, sie können mir ihre Probleme anvertrauen, ich höre ihnen zu und
helfe ihnen.
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Als verantwortlicher Übungsleiter von Kindergruppen lebe ich sportliche wie soziale
Werte vor.
Ich lege Wert auf meinen Körper, ich ver-
suche, fit zu bleiben. Ich halte mich bei
Genussmitteln zurück. Ich akzeptiere Niederlagen und trete in allen Belangen für
sportliche Fairness ein. Ich bin mir meiner
Vorbildfunktion bewusst.
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Als Übungsleiter kann ich Spaß und Freude
glaubhaft vermitteln.
Bei aller Gewissenhaftigkeit in der Vorbereitung und Durchführung von Spielen und
Trainingsstunden prüfe ich meine Inhalte und
mein Verhalten immer daraufhin, dass Kinder
auch Anlass zu Spaß und Freude haben. Ich
kann glaubhaft lachen, auch in „Stresssituationen“.
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Ich stehe für mein sportliches und außersportliches Konzept ein und vertrete es
konstruktiv und glaubhaft nach außen!
Sportliche und außersportliche Betreuung kann
ich begründen und auch gegen Kritik aus dem
Umfeld (Vereinsfunktionäre, Eltern etc.) verteidigen. Ich nehme Rat und Hilfen gerne an,
verwahre mich aber gegen Bevormundung und
kurzsichtige, ausschließlich auf sportliche Ziele hin orientierte Jugend-Vereinsarbeit.
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Mit abwechslungsreichen Spiel- und Übungsformen
Monotonie, Unterforderung und Konzentrations-
probleme vermeiden!
"Alte" Inhalte immer wieder "neu" verpacken:
Kinder lieben immer wieder neue Herausforderungen!
Der Neuigkeitswert von Spielen oder Geräten hat für
Kinder einen hohen Aufforderungscharakter!
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Die Kinder sollten genau wissen, was der
Trainer sich für die jeweilige Spielstunde
ausgedacht hat.
Ziele und Ablauf vor Beginn erläutern
einzelne Stundenabschnitte erklären
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Immer positiv erklären oder korrigieren, auch
wenn etwas falsch lief!
Loben heißt: Den Lernzuwachs verstärken!
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Kindern im Training Verantwortung übertragen!
Prinzip: Alle Kinder helfen sich gegenseitig!
Die Kinder sind mitverantwortlich für den
Geräteauf- und -abbau.
Die Kinder achten auf herumliegende Bälle!
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Wünsche der Kinder in die Gestaltung von
Spiel- und Übungsstunden mit einbeziehen
Trainergespräch vor Beginn der Spielstunde,
während der Trinkpause und am Ende der
Spielstunde
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Kindern im Training helfen –
statt sie bloßzustellen!
Gruppen nach Könnensstand einteilen!
Aufgabenstellung differenzieren: für Ungeübte und
Fortgeschrittene
Prinzip: fortgeschrittene Kinder als "Co-Trainer"
für Spielanfänger!
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Vor dem Spiel
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Fahrt zum Spielort gut vorbereiten
"Fahrplan" mit Eltern (Wer fährt wann?) über
eine längere Zeit im Voraus erstellen, damit
Familien sich abwechseln können.
Eine Seniorenmannschaft ihres Vereins
übernimmt die "Patenschaft" für die Minis.
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Eltern informieren
keine übertriebenen Ansprüche an die Kinder stellen
keine Kritik während des Spiels
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"Besprechung" vor dem Spiel
zeitlich kurz halten (natürlicher Bewegungsdrang)
pädagogisch, nicht taktisch ausrichten
Der Ausgang des Spiels steht nicht im Vordergrund.
Zuversicht und Freude ausstrahlen
Ziel: Was im Training geübt wurde, im Spiel anwenden.
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Kein systematisches Aufwärmen
Die Kinder "beschäftigen" sich mit dem Ball (Prellen,
Zuspielen, Werfen).
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Während des Spiels
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Beim Auswechseln das Rotationsprinzip
bevorzugen!
nicht nach Spielstand/Taktik auswechseln
Alle Spieler sollten möglichst gleiche Spielanteile
haben.
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Betreuung von der Bank
Vorbild bewusst sein!
Anfeuern, ermutigen, loben und helfen
Nicht kritisieren, sondern genau erklären, wie Kinder
etwas besser machen können.
Keine Kritik gegen den Spielleiter!
Ehrliche Freude zeigen, sich mit den Kindern freuen!
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Pädagogisch pfeifen!
je nach Leistungsstand mehr oder weniger großzügige
Regelauslegung
bei Fehlern immer erläutern, wie die Kinder etwas
besser machen können.
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In der Halbzeitpause
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Die Halbzeitpause gehört den Kindern!
Ausreichend Getränke anbieten.
Die Kinder sollen sich erholen.
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Die Konzentration der Kinder nicht überfordern
weniger Informationen, mehr motivieren
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Keine fehlerorientierte Kritik
Immer an das "Wir-Gefühl" appellieren
Beispiel: Alle Kinder bilden einen Kreis, fassen sich
an den Händen und rufen laut einen motivierenden Spruch!
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Praktische Tipps zu
typischen Alltagsproblemen
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Mit akzelerierten Spielern richtig umgehen!
In vielen Mannschaften befinden sich einzelne Spieler,
die, auch wegen ihrer Körpergröße, sehr viele Tore
werfen. Das ist eine schwierige Situation, mit der die
Mitspieler, der Übungsleiter, aber auch andere Vereinsmitglieder und die Eltern oft schwer umgehen können.
Fast wie selbstverständlich wird erwartet, dass dieser
Spieler eben für die zum Sieg nötigen Tore sorgt.
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Entsprechend verhalten sich die Mitspieler, die ihren
wurfgewaltigen Kameraden "suchen" und häufig anspielen.
Das kann für die Entwicklung sowohl der Mannschaft als
auch des betreffenden Spielers selbst sehr gefährlich
sein, es kann hemmen. Die Lösung: Den Fortgeschrittenen neue Aufgaben geben (z.B. Spielmacher-Funktion
statt Haupttorschütze).
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Niederlagen positiv bewerten
Wenn eine Mannschaft aus recht kleinwüchsigen Spielern besteht, die körperlich hoffnungslos unterlegen
sind, besteht die Gefahr, dass alle die Lust verlieren.
Was tun? Es gibt wohl kein Spiel, in dem trotz einer
hohen Niederlage nicht Situationen vorkommen, auf die
die Spieler mit Recht stolz sein können: das einzige
Tor, das besonders glanzvoll zustande kam, gute Abwehrleistungen, eine gute Torhütervorstellung. Weil
Kinder dazu neigen, ihre guten Taten zu betonen und
zu besprechen, sollte der Trainer dies fördern und
gute Leistungen - und seien es noch so wenige gewesen
- unabhängig vom Spielausgang herausstellen. Häufig
Spiele bestreiten, die knapp ausgehen.
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Integration neuer Spieler gut vorbereiten!
Wenn mitten im Jahr ein neuer Spieler zum Training
kommt, entsteht die Frage, wie er integriert werden
könnte. Es gibt zwei Möglichkeiten:
Erstens: Er hat bereits Spielerfahrung in einem
anderen Verein gesammelt, dann wird der "Neue" meist
freudig begrüßt.
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Zweitens: Er ist ein Anfänger. Dann ist er für die
Manschaft anfangs meist "uninteressant". Auf diese
Konstellation sollten Sie als Übungsleiter vorbereitet
sein. Sie dürfen z.B. nicht allzu neutral, schon gar nicht
abstoßend auf den neuen Spieler wirken.
Deshalb:
Neuen
Aufmerksamkeit
Spielern
schenken
mindestens
wie
den
die
alten.
gleiche
An
die
"erfahrenen" Kinder appellieren, sich um die Neuen zu
kümmern!
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Mit Kritik der Eltern sorgfältig umgehen!
Auf die Hilfe der Eltern können und dürfen wir nicht
verzichten. Da viele Kinder von Vater oder Mutter zum
Training und zum Spiel gefahren werden, bleibt es nicht
aus, dass die Erwachsenen dabei sind und sich dabei
natürlich besonders über ihr Kind freuen oder ärgern.
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Was also tun, wenn sie in das Spiel hineinrufen, ihr Kind
anfeuern oder verunsichern, wenn sie es bei einem
Torerfolg bejubeln oder bei einem Fehler tadeln? Mit
Geduld und Fingerspitzengefühl sollte erreichbar sein,
dass sich die Eltern Mäßigung auferlegen, dass aber
auch die Kinder nicht ständig zu den Eltern gucken, um
Lob oder Tadel von ihnen zu fordern. Reden Sie mit den
Eltern, schreiben Sie ihre Grundsätze für Training und
Spiel doch einmal in Form eines Elternbriefes auf.
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20 mögliche
Auffälligkeiten und der
Versuch gegenzusteuern
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1. Kinder ignorieren Anweisungen
2. Kinder sind gegenüber Übungsleiter
aggressiv
3. Kinder sind rücksichtslos
4. Kinder richten Aggression gegen sich selbst
5. Kinder sind untereinander aggressiv
6. Kinder haben Angst vor Misserfolgen
7. Kinder haben Angst vor zu hohen
Leistungsansprüchen der Erwachsenen
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8. Kinder haben Angst vor aggressiven Kindern
9. Kinder können ihre Stimmungen nicht
regulieren
10. Kinder können sich nicht entspannen
11. Kinder sind selten konzentriert
12. Kinder werden durch Überforderung lustlos
13. Kinder werden durch Unterforderung lustlos
14. Kinder werden durch den Übungsleiter
lustlos
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15. Kinder von anderen Kindern abgelehnt und
zurückgewiesen
16. Kinder gehen keine Kontakte zu anderen
Kindern ein
17. Kinder haben Angst vor einer zu hohen
Rivalitäts- und Konkurrenzbetonung
18. Kinder haben eine geringe Selbstkompetenz
19. Kinder werden durch unangemessene
Umstände im Übungsbetrieb unaufmerksam
20. Kinder werden durch das Gruppenklima lustlos
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1. Kinder ignorieren Anweisungen
Sie bleiben nicht an ihrem Platz und rennen durch
den Raum.
Oft haben Kinder nach einer längeren Phase an
einem Ort ein starkes Bewegungsbedürfnis und
können dieses nicht aufschieben. Möglicherweise
motiviert sie das Übungsangebot nicht oder ihnen
ist langweilig.
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Spiele zur Befriedigung des
Bewegungsbedürfnisses:
„Autospiel“
Die Kinder spielen Autos, die sich in verschiedenen
Geschwindigkeiten bewegen. Auf Zuruf „erster Gang!“,
„zweiter
Gang!“
etc.
erfolgt
eine
Anpassung
der
Geschwindigkeit.
Variation: verschiedene Fortbewegungsarten wie Hüpfen,
Hinken etc.
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„Kappe aufsetzen“
Ein Kind (mit Kappe) ist Fänger. Sobald es ein anderes
Kind mit der Kappe berührt, ist dieses der Fänger.
Variation: mehrere Fänger
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2. Kinder sind gegenüber
Übungsleiter aggressiv
Sie reagieren auf Zurechtweisungen mit lautem Schreien, Wutausbrüchen, die bisweilen durch Fußstampfen
unterstützt werden. Nicht selten provozieren sie.
Oft sind es Hilfeschreie, weil niemand sie emotional annimmt oder weil sie sich sozial vernachlässigt fühlen.
Vielleicht zeigen sie dadurch ihr großes Bedürfnis an
Zuneigung oder suchen nach den eigenen Grenzen.
Manchmal ist aber auch das Verhalten des Übungsleiters für die Aggressionen verantwortlich: Die Kinder
Bäumen sich auf.
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Spiele, bei denen der
Übungsleiter mitmacht:
„Akrobatische Kunststücke zeigen“
Gemeinsam einen Turm darstellen.
Variation: unterschiedliche Gruppengrößen
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"Macht die Plane voll"
Eine Plastikplane liegt auf dem Boden. Im Raum werden
Bierdeckel verteilt. Die Kinder bringen die Bierdeckel
einzeln auf die Plane. Der Übungsleiter hält die Plane
sauber.
Variation: Der Übungsleiter und mehrere Kinder halten
die Plane gemeinsam sauber.
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Spiele zur Förderung der Selbstsicherheit
durch Zeigen von Stärken
"Ich kann"
Kreisaufstellung. Ein Kind klatscht einen Rhythmus vor.
Die anderen machen dies nach.
Variation: stampfen, singen, verschiedene Geräusche
etc.
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3. Kinder sind rücksichtslos
Sie drängeln sich vor, nörgeln oder schreien, wenn sie
nicht beachtet werden oder nicht sofort an die Reihe
kommen. Sie setzen ihre Interessen auf Kosten anderer
durch.
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Vielleicht haben die Kinder bisher keine positiven Erfahrungen mit kooperativem Handeln gemacht. Oft ist
ihr Verhalten ein Indiz für ihren begrenzten Handlungsraum im Familienalltag, und ihre Rücksichtslosigkeit
eine Art Ausbrechen aus diesen Grenzen. Oft auch ist
es ein Zeichen für fehlendes Selbstbewusstsein oder
Versagensängste.
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Kooperative Spiele:
"Riesentasche"
Viele Kinder tragen gemeinsam ein Tuch/eine Plastik-
plane. Darauf werden Materialien getragen.
"Miteinander verbunden"
Fünf Kinder sind durch Bänder miteinander verbunden.
Die Gruppe bewegt sich durch den Raum.
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Regelspiele:
"Ortswechsel"
Alle Kinder bewegen ein Tuch. Kinder, die mit ihrem
Namen gerufen werden, wechseln ihren Ort, wenn das
Tuch hochgeführt wird.
Variation:
verschiedene
Ortswechsel;
verschiedene
Materialien
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Sensibilisierungsspiele:
"Augenschließen"
Paare bilden. Ein Kind schließt die Augen. Das andere
Kind führt es durch den Raum.
Variation: Führung durch Hand, Zuruf etc; auch um
Hindernisse gehen.
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4. Kinder richten Aggression
gegen sich selbst
Ein Kind zeigt Selbstaggression, schlägt sich vor den
Kopf "Ich Trottel", "wieder mal Mist gebaut".
Nicht selten sind diese Verhaltensweisen Kompensa-
tionshandlungen, um eigene Defizite auszugleichen. Es
sind meist Signale der Überforderung. Diese Kinder
suchen nach Anerkennung, in welcher Form auch immer.
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Kooperative Spiele, bei denen die Leistung aller Gruppenmitglieder gleich bedeutsam ist:
"Transportstaffel"
Gruppenweise
etwas
tragen
oder
balancieren
(z.B.
Schaumstoff teile). Variation: verschiedene Fortbewegungsarten wie Hüpfen, Laufen; unterschiedlicher Materialeinsatz; mit und ohne Hindernisse
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Spiele zur Förderung der Selbstsicherheit durch Zeigen von Stärken
"Ich kann"
Kreisaufstellung. Ein Kind klatscht einen Rhythmus vor.
Die anderen Kinder machen dies nach.
Variation: stampfen, singen, verschiedene Geräusche
machen etc.
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5. Kinder sind untereinander aggressiv
Sie schlagen, stoßen, treten oder bespucken sich. Sie
zerstören persönliche Gegenstände des anderen. Häufig
werden
schwächere
Kinder
auch
verspottet
verleumdet.
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oder
Auch diese Verhaltensweisen sind oft Kompensationshandlungen, um eigene Defizite auszugleichen.
Beispielsweise haben sie Angst, ihren Rangplatz in der
Gruppe zu verlieren, insbesondere, wenn der Übungs-
leiter das Konkurrenzverhalten provoziert.
Bei Jungen ist dies nicht selten ein erlerntes Verhalten
und auf die gesellschaftliche Rollenerwartung zurückzuführen.
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Spiele zur Förderung der
Kontaktfähigkeit
"Kutscher und Pferd"
Ein Kind spielt Kutscher, ein anderes das Pferd. Als
Zügel dienen ein Stück Absperrband oder zwei Stäbe.
Variation: Zweier-Gespanne; verschiedene Fortbewegungsarten wie Laufen, Hüpfen
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"Atomspiel"
Freies Laufen im Raum, auf Zuruf einer Zahl finden
sich entsprechend viele Kinder zusammen.
Variation: verschiedene Fortbewegungsarten
"Omnibus"
Acht Kinder stellen sich hintereinander und legen dem
Vordermann die Arme auf die Schulter. Sie fahren als
Omnibus durch den Raum.
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Spiele zur Förderung der
Reaktionsfähigkeit
"Rettungsinseln"
Es werden vier Plastikplanen ausgelegt, die nummeriert
werden oder Namen haben wie Norden, Osten etc.. Die
Kinder gehen umher. Bei dem Ruf "Land unter", "zwei"
bzw. "Norden" gehen alle Kinder schnell auf die entsprechende Plane (und sollten darauf auch Platz finden!).
Variation: verschiedene Rettungsinseln wie mehrere kleine
Kästen oder Matten; unterschiedliche Fortbewegungsarten.
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Spiele, bei denen kooperative Handlungen
zur Aggressionsminderung genutzt werden
"Haltet das Feld frei"
Zwei Felder, die durch ein Absperrband voneinander
getrennt sind. In jedem stehen gleich viele Kinder.
Jede Gruppe hat eine ausreichende Zahl von Bierdeckeln oder Bällen, die in das jeweils andere Feld
geworfen werden, um das eigene Feld "sauber" zu
halten.
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6. Kinder haben Angst vor
Misserfolgen
Sie sind unsicher, haben kein Selbstvertrauen bzw.
Selbstwertgefühl und blamieren sich ständig.
Vielleicht sind sie von den schulischen, meist kognitiven, Leistungsanforderungen überfordert und
entmutigt. Sie haben sich schon oft blamiert.
Manchmal haben Kinder Angst vor einer disharmonischen Atmosphäre, die nicht zulässt, dass Ängste
gezeigt werden dürfen oder über Ängste gesprochen
werden kann.
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Förderung von Stärken
in freien, ungelenkten Spielsituationen
(Die Ergebnisse müssen nicht gezeigt werden)
"Spielen mit Verpackungsmaterialien"
Es liegen verschiedene Materialien wie Joghurtbecher, Küchenrollen etc. bereit. Kinder "dürfen"
versuchen, damit zu spielen.
Variation: verschiedene Materialien; mit gewählten
Partnern üben
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Spiele zur Förderung gemeinsamen Handelns,
bei denen jede Leistung bedeutsam ist
"Spiele mit dem Schwungtuch"
Alle Kinder bewegen ein Schwungtuch.
Variation: mehrere Gruppen mit kleineren Tüchern,
Plastikplanen; Musikuntermalung; verschiedene Materialien (z.B. Bälle), die auf dem Tuch verteilt werden.
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7. Kinder haben Angst vor zu hohen
Leistungsansprüchen der
Erwachsenen
Es könnten Signale der Überforderung sein! Nicht
selten haben Kinder Angst vor der Körpersprache der
Übungsleiter, vor ihren oft lauten, diskriminierenden
Sprachäußerungen und ironischen Gebärden.
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Spiele, bei denen Übungsleiter mitspielen
"Spiegel"
Ein Kind und der Übungsleiter spielen zusammen. Das
Kind macht etwas vor und der Übungsleiter muss die
Haltungen und Bewegungen genau nachmachen.
Variation: mehrere Kinder spielen gleichzeitig mit dem
Übungsleiter "Gefühle erraten"
Ein Kind drückt ein Gefühl aus, das vom Übungsleiter
bzw. von den anderen Kindern erraten werden soll.
Variation: mehrere Kinder dürfen gemeinsam etwas
ausdrücken
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8. Kinder haben Angst vor
aggressiven Kindern
Sie haben Angst vor körperlichen und verbalen
Attacken aggressiver Kinder! Sie gehen anderen aus
dem Weg, sind scheu und stehen meist alleine
herum.
Meist haben sie Angst vor den Schmerzen, die
durch aggressives Verhalten anderer Kinder in der
Gruppe entstehen könnten.
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Förderung der Kontaktfähigkeit
(Handeln mit selbstgewählten Partnern in selbstbestimmten Kleingruppen; auf Wunsch mit dem "Aggressor")
"Partnertransport"
Partnerspiel, bei dem die Kinder etwas gemeinsam
tragen sollen, z.B. ein Schaumstoffteil mit dem Kopf.
Variation: verschiedene Materialien; Transportieren
mit verschiedenen Körperteilen; über/um Hindernisse
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"Tunnelball"
Fünf Kinder stehen mit gegrätschten Beinen hinter-
einander. Ein Ball wird von vorn nach hinten gerollt.
Ist der Ball hinten angekommen, läuft das letzte Kind
nach vorne und das Spiel beginnt neu.
Variation:
verschiedene
Staffelformen
mit
unter-
schiedlichen Aufgaben und vielseitigem Materialeinsatz
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9. Kinder können ihre Stimmungen
nicht regulieren
Ihre Stimmungen sind nicht ausgeglichen.
Sie zeigen ein Clown-Verhalten.
Vielleicht senden sie nach außen Signale, dass sie
emotional nicht angenommen werden. Häufig auch ein
Zeichen
fehlender
Bestätigung
(Lob)
durch
Übungsleiter.
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den
Spiele zum Aufbau stabiler Stimmungen
"Bewegungstheater"
Die Kinder spielen nach eigenen Wünschen verschiedene
Rollen wie eine "lustige"/"traurige" Person.
Variation: paar-/gruppenweise auftreten; Handlungen
auch
mit
unterschiedlicher
Bewegungsgeschwindigkeit
durchführen.
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10. Kinder können sich nicht entspannen
Sie haben einen stetigen Drang zu großräumigen Bewegungen; ihnen gelingen kaum feinmotorische Leistungen.
Sie kommen durch ihren stetigen Handlungsdrang kaum
zur Ruhe. Sie wollen auf jeden Reiz, meist ohne Kontrolle, antworten. Da ihnen häufig ein Handlungsplan
fehlt, kommt es schnell zu Misserfolgen. Außerdem
führt
wiederholtes,
aufgrund
mangelnder
aber
unkontrolliertes
Handeln
Bewegungsökonomisierung
Ausdauer meist zur Verkrampfung.
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und
Entspannungsspiele
"Luftmatratze"
Partnerweise: Ein Kind liegt auf dem Boden und stellt
eine luftleere Luftmatratze dar. Das andere Kind spielt
die Pumpe, die langsam die Matratze (das Kind)
aufpumpt.
Anschließend wird die Luftmatratzenspannung geprüft.
Dann wird die Luft (Körperspannung) wieder abgebaut,
bis das Kind (die Matratze) völlig entspannt auf dem
Boden liegt. Einige Sekunden so verweilen lassen!
Anschließend Partnerwechsel.
Variation: differenzierte Anspannung nur einzelner
Körperteile, z.B. nur Arme, Beine und Arme etc.; ggf.
auch mit Musikuntermalung
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11. Kinder sind selten konzentriert
Sie hören kaum zu, folgen dem Spiel/der Handlung
nicht lange und sind wenig ausdauernd.
Vielleicht ist die Reizüberflutung so groß, weil das
Übungsangebot zu umfangreich oder zu schwierig ist.
Manchmal ist das Angebot auch einfach nicht interessant genug. Nicht selten sind Jungen und Mädchen unkonzentriert, weil ihre Wahrnehmungsfähigkeiten nicht
entwicklungsgemäß
sind.
Dadurch
können
sie
schlecht zuhören.
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auch
Spiele zur Förderung u.a. der taktilen,
akustischen Wahrnehmung
"Formen erkennen"
Ein Kind zeichnet einem anderen Kind eine "Form" auf
den Rücken, z.B. einen Kreis, der erkannt werden soll.
Anschließend läuft das Kind einen Kreis. Dann Partner-
wechsel.
Variation: verschiedene Formen; diese sollen nicht nur
erraten, sondern auch mit diversen Materialien nachgelegt werden
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"Geräuschen folgen"
Partnerweise: Kinder verabreden ein Geräusch wie
Klatschen. Ein Kind schließt die Augen. Das andere
Kind setzt sich in Bewegung und klatscht nun in die
Hände; das Kind mit den geschlossenen Augen folgt
dem Geräusch.
Variation:
gruppenweise;
verschiedene
Geräusche-
Aufgaben
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12. Kinder werden
durch Überforderung lustlos
Sie spielen nicht mit, weichen Anforderungen aus. Sie
finden ständig Ausreden, um nicht mitmachen zu müssen.
Ihr Interesse ist gering.
Vielleicht sind ungeeignete Aufgabenstellungen, die über
dem Könnensstand der Kinder liegen, der Grund für ihre
Überforderung. Durch die erfahrenen Misserfolge sinkt
auch die Motivation für weitere Handlungen. Oder sie
werden durch Rivalitäts- und Konkurrenzsituationen, die
bei schwächeren Kindern schnell zu Bloßstellungen und
Blamagen führen, entmutigt.
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Spiele zur Förderung der Selbstsicherheit
durch Zeigen von Stärken
"Erfahrungsgarten"
Die Kinder wählen aus Materialien wie Ringen, Schaumstoffteilen, Stäben, kleinen Kartons etc. Gegenstände
aus, mit denen sie verschiedene Bewegungshandlungen
ausführen möchten. Beispielsweise ein Schaumstoff teil
auf zwei Stäben durch den Raum balancieren.
Variation: Partner- und gruppenweise; Materialwechsel;
verschiedene Fortbewegungsformen, auch über Hindernisse gehen, z.B. aus Kartons.
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"Hüpferlebnis"
Es werden verschiedene "Hüpfstationen" mit Absperrband und Klebeband aufgebaut, die jedem Kind einen
Erfolg garantieren. Jungen und Mädchen können sich
"ihre" Stationen aussuchen. Variation: Die Hüpfspiele
dürfen von den Kindern verändert werden; zusätzliche
Materialien einsetzen wie Bierdeckel, die in Hüpffelder
geworfen und erhüpft werden können; die Bewegungsaufgaben können auch gemeinsam mit selbstgewählten
Spielpartnern durchgeführt werden.
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13. Kinder werden durch
Unterforderung lustlos
Sie sind nicht engagiert genug bei der Sache und zeigen
nur eine geringe Leistungsbereitschaft. Sie haben kein
rechtes Interesse und hören schnell mit etwas auf.
Oft liegen die Übungen unter dem Könnensstand; sie bewerten die Aufgaben als zu leicht und engagieren sich
nur oberflächlich. Eventuell sehen sie wegen bestimmter
Vorgaben
keine
ausreichenden
Handlungsmöglichkeiten
für sich und hören schnell auf.
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Spiele zur Befriedigung des
Bewegungsbedürfnisses
"Feuer - Wasser - Blitz"
Die Kinder laufen umher. Ruft der Übungsleiter
"Feuer!" laufen sie sehr schnell in eine der vier
Ecken. Bei "Wasser!" klettern sie auf eine Bank
oder kleine Kästen und bei "Blitz!" hocken sie sich
auf den Boden.
Variation: verschiedene Fortbewegungsarten, z.B.
rückwärts laufen; andere Aufgaben.
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14. Kinder werden durch den
Übungsleiter lustlos
Sie werden wenig beachtet. Sie fühlen sich nicht
ernst genommen, ihr Interesse für Aktivitäten ist
dadurch gering und sie geben häufig schnell auf.
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Vielleicht haben die Kinder nicht in ausreichendem Maß
Lob und Anerkennung erfahren. Sie geben schnell auf,
weil sie sich überhaupt nicht wahrgenommen fühlen.
Manchmal
können
Übungsleiter
ohne
auch
rigorose
Spiel
räume
Vorschriften
für
Kinder
der
lustlos
machen. Ebenso die Körpersprache der Übungsleiter,
meist
mit
begleitendem,
hämischen
Grinsen
oder
lautem, diskriminierenden Bloßstellen, fördert schnell
die Lustlosigkeit bei Jungen und Mädchen.
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Förderung des gemeinsamen Tuns von
Trainer und Kindern
"Lustige Aufgaben"
Übungsleiter und ein Kind bilden ein Paar, das lustige Aufgaben bewältigen soll, wie gemeinsam einen
Luftballon nur mit dem Kopf oder Bauch durch den
Raum tragen.
Variation: Der Übungsleiter bildet mit mehreren
Kindern
eine
Kleingruppe;
Einsatz
verschiedener
Materialien.
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"Roboter"
Der Übungsleiter und ein Kind bilden ein Paar. Das Kind
ist ein Roboter, der von dem Übungsleiter in Gang gesetzt wird, wie den Rücken antippen = vorwärts gehen,
rechte Schulter antippen = Vierteldrehung nach rechts
usw…
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"Partnerspiel - Reagieren"
Der Übungsleiter wird von einem Kind, das einen Ball
rollt, im Abstand von zwei Metern verfolgt. Das
Kind sollte auf den Übungsleiter reagieren, wie: Der
Übungsleiter baut eine Brücke, Kind spielt den Ball
hindurch; der Übungsleiter bildet ein Tor, Kind
spielt den Ball hinein.
Variation: verschiedene Materialien verwenden; der
Übungsleiter spielt mit mehreren Kindern.
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15. Kinder werden von anderen Kindern
abgelehnt und zurückgewiesen
Sie werden von anderen Kindern nicht ernst genommen
und abgelehnt. Sie werden nicht beachtet und bei Gruppenwahlen zum Schluss gewählt.
Vielleicht werden sie aufgrund ihres Aussehens (zu dick,
ungepflegte Kleidung usw.) abgelehnt. Andere Erklärungen können sein, dass die abgelehnten Kinder zu
aggressiv oder aber zu ängstlich sind und daher in der
Gruppe nicht akzeptiert werden.
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Gruppen-Mitmachspiele
(ohne Berührung von anderen Kindern. Das kontaktarme
Kind ist in der Nähe des Übungsleiters)
"Klatschspiel"
Kinder stehen im Kreis. Ein Kind gibt einen Rhythmus
vor, die anderen Kinder nehmen ihn auf.
Variation: kleinere Gruppen; Rhythmen in Bewegung
umsetzen wie schnelles Klatschen = schnelles Gehen;
verschiedene Fortbewegungsformen; Klatsch-/Singspiele
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Gruppen-Mitmachspiele
(mit Berührung anderer Kinder. Das kontaktarme Kind ist in
der Nähe des Übungsleiters!)
"Reise mit dem Zug"
Kinder bilden verschiedene Züge; sie fassen sich dazu
auf die Schultern.
Variation: verschiedene Geschwindigkeiten;
über/um/durch Hindernisse wie Kästen, Bänke
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16. Kinder gehen keine Kontakte zu
anderen Kindern ein
Sie halten stets Distanz zu anderen Kindern und zum
Übungsleiter. Sie lassen sich nicht anfassen, scheuen
Körperkontakte. Oft ziehen sie sich zurück, stehen
abseits oder verstecken sich.
Vielleicht haben sie Ängste aufgrund ungünstiger
körperlicher
Erfahrungen
aus
ihrem
Familienleben
oder anderen Alltagssituationen.
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Spiele zum Aufbau taktiler Erfahrungen
ohne direkte Körperberührung
"Transportwagen"
Partnerweise (den Partner selbst wählen) Gegenstände
(z.B. ein Schaumstoffteil oder einen Ball) ohne Handbenutzung durch die Halle transportieren.
Variation:
verschiedene
Materialien,
auch
mehrere
gleichzeitig tragen; auch um bzw. über verschiedene
Hindernisse
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"Bierdeckel auflegen"
Ein Kind liegt entspannt auf einer Turnmatte. Das
andere Kind legt vorsichtig Bierdeckel auf verschiedene Körperteile.
Variation:
selbst
gewählte
Gruppen;
verschiedene
Materialien
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"Waschstraße"
Es wird eine Waschstraße aus kleinen Kästen oder Bänken gebaut. An der Waschstraße stehen die Kinder einer
Gruppe und übernehmen verschiedene Aufgaben wie
"Bürste" oder "Trockner". Am Ende der Waschstraße
steht immer der Übungsleiter!
Die Kinder der anderen Gruppe ziehen sich durch die
Waschstraße (über die Kästen oder Bänke hinweg). Anschließend Wechsel der Aufgaben.
Variation: Kinder können auch durch die Waschstraße
geschoben werden; unterschiedliche, wechselnde Funktionen in der Waschstraße
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17. Kinder haben Angst vor einer zu
hohen Rivalitäts- und Konkurrenzbetonung
Sie spielen nicht mit, laufen hin und her, ohne ins Spiel
einzugreifen. Sie sind verunsichert, entmutigt und ziehen
sich zurück.
Es sind meist Signale der Überforderung. Nicht selten
sind ihre Ursachen auf Rivalitäts- und Konkurrenzsituationen zurückzuführen, die durch ständige "Vergleichswettkämpfe" in der Gruppe entstanden sind.
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Konkurrenzarme Gruppenspiele
"Schatzsuche"
Der Übungsleiter versteckt gemeinsam mit einigen
Kindern "Schätze", zum Beispiel Bierdeckel.
Variation: Bei großen Gruppen versteckt evtl. ein Teil
der Gruppe Schätze, die die andere Teil-Gruppe
sucht, dann umgekehrt; interessant ist auch, zusätzlich "Spuren" zu legen, die zum "Schatz" führen.
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"Schlange"
Alle Kinder fassen sich an und bilden eine "Schlange", die
sich durch den Raum, auch um Hindernisse herum wie
kleine Kästen, Fahnenstangen etc., windet.
Variation: mehrere kleinere Gruppen mit selbstgewählten
Partnern; verschiedene Fortbewegungsformen wie Gehen,
Hüpfen, auch rückwärts
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18. Kinder haben eine geringe
Selbstkompetenz
Sie haben kein Selbstvertrauen, stehen meist abseits
oder verstecken sich. Einige Kinder ziehen sich zurück
und sind verunsichert. Einige handeln verkrampft und
geben schnell auf.
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Vermutlich sind Misserfolgserlebnisse eine Ursache für
dieses Verhalten. Die Kinder haben Angst vor Blama-
gen. Viele haben kein Selbstvertrauen. Weil ihnen meist
nichts gelingt, verkrampfen sie und geben schnell auf,
oder sie gehen vom Feld und machen nicht mit, weil sie
ihr Leistungsniveau als unzureichend einschätzen und
keine ihrem Könnensstand entsprechenden Angebote für
Entfaltungsmöglichkeiten finden. Die Isolation ist dann
nicht selten ein Signal für Minderwertigkeitsgefühle
aufgrund von Entmutigung.
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Spiele zur Förderung der Körpererfahrung
"Ballon-Spiel"
Alle Kinder nehmen eine entspannte Haltung ein, liegen
z.B. auf einer Turnmatte. Sie stellen sich vor, Ballons
zu sein, ganz ohne Luft, die erschlafft herumliegen.
Der Übungsleiter ist die "Luftpumpe" und pustet langsam verschiedene Körperteile symbolisch auf.
Variation: mehrere Kinder liegen in Kleingruppen mit
selbstgewählten Partnern zusammen und bilden einen
Riesenluftballon; andere Themen wählen wie eine "Eisfigur", die schmilzt, oder ein "Pudding", der geschüttelt
wird
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Spiele zur Förderung von
Stärken/Selbstvertrauen
"Jonglieren"
Jedes Kind zeigt mit Alltags- und Verpackungsmaterialien einfachste Jonglier-Kunststücke, beispielsweise, was man mit einer Küchenrolle alles machen
kann.
Variation: verschiedene Spiel- und Sportgeräte benutzen oder gleichzeitig mit mehreren Materialien
Jonglier-Kunststücke
zeigen;
auch
partner-
gruppenweise, aber mit selbstgewählten Partnern
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und
"Hüpferlebnis"
Es werden verschiedene "Hüpfstationen" mit Absperrband und Klebeband oder Seilchen aufgebaut, die jedem
Kind einen Erfolg garantieren! Die Kinder dürfen sich
"ihre" Stationen aussuchen.
Variation: Hüpfstationen und -spiele dürfen von den
Kindern
verändert
werden;
zusätzliche
Materialien
einsetzen wie Bierdeckel, die in Hüpffelder geworfen
und erhüpft werden sollen.
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19. Kinder werden durch unangemessene
Umständen im Übungsbetrieb
unaufmerksam
Sie verweigern häufig die Mitarbeit. Oder sie sind meist
übererregt und übereifrig und beenden Aufgaben vorschnell. Sie bleiben nicht lange bei einer Sache.
Vielleicht wird den Kindern das Übungsvorhaben nicht
einsichtig. Sie wissen nicht, um was es geht; sie finden
dadurch keine Orientierung und reagieren aus Unsicherheit unaufmerksam. Oder sie finden nicht die für sie
notwendige Übungsruhe, weil die Übungsgruppe viel zu
groß, der Lärmpegel zu hoch ist und damit die Ablenkungsreize zu groß sind.
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Spiele zur Befriedigung des
Bewegungsbedürfnisses
"Atomspiel"
Alle Kinder laufen durch den Raum. Der Übungsleiter
ruft eine Zahl z.B. „3“ und drei Kinder sollen sich
schnell einhaken.
Variation: verschiedene Fortbewegungsformen; Signale
erfolgen nur durch Zeigen, z. B. drei Finger
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Spiele zur Förderung der Entspannung,
z.B. Visualisieren
"Apfel"
Die Kinder liegen entspannt auf Matten. Die Augen sind
geschlossen. Der Übungsleiter sieht gedanklich einen
Apfel vor sich. "Schau dir den Apfel an, nimm alles von
ihm wahr, wie er sich anfühlt, welche Geräusche ent-
stehen, wenn du in den Apfel beißt.
Variation: andere Themen
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20. Kinder werden durch das
Gruppenklima lustlos
Sie weichen Anforderungen aus, machen nicht mit und
ziehen sich zurück.
Vielleicht werden sie von ihren Spielpartnern, beispielsweise aufgrund geringer Leistungen oder durch ihr Äußeres (zu dick), bloßgestellt. Daher haben sie keine Lust
mehr, etwas vorzuzeigen. Manche Kinder. ziehen sich
auch aus Interesselosigkeit zurück, wenn sich für sie in
keiner Kleingruppe ein Platz finden lässt, beispielsweise,
wenn sie von Spielpartnern nicht ernst genommen oder
sogar abgelehnt werden und bei Gruppenwahlen stets
zum Schluss gewählt werden.
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Spiele zur Förderung der Kooperation mit
Körperkontakt
"Miteinander verbunden"
Fünf Kinder, die miteinander durch Bänder verbunden
sind, bilden eine Gruppe, die sich vorwärts durch den
Raum bewegen soll.
Variation: Verschiedene Fortbewegungsarten; Wechsel
des ,Verbundenseins' (jetzt anfassen usw.)
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"Gemeinsames Aufstehen"
In Gruppen sitzen die Kinder Schulter an Schulter, mit
den Armen untergehakt und mit dem Gesicht nach
außen,
in
einem
Kreis.
Sie
sollen
"gemeinsam
aufstehen".
Variation: kleinere oder größere Gruppen bilden
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Konkurrenzarme Gruppenspiele
"Transportstaffel"
Gruppenweise tragen oder balancieren die Kinder
Materialien, wie Schaumstoff teile.
Variation:
verschiedene
Fortbewegungsarten
wie
Hüpfen, Laufen; unterschiedlicher Materialeinsatz;
mit und ohne Hindernisse
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