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Sicherheit
Sicherheitsprofil von SUBOXONE®
• Günstiges Sicherheitsprofil bis zu 24 mg/Tag ohne Beigebrauch von
z. B. Benzodiazepinen oder Alkohol („Ceiling-Effekt“)
• Hoher first-pass Effekt, geringes Intoxikationsrisiko
• Minimales kardiotoxisches Potential
• Antagonismus am -Rezeptor: Keine dysphorische und sedierende
Wirkung, antidepressiver Effekt
• Keine Hepatotoxizität in therapeutischer Dosierung
• Geringeres Abhängigkeitspotential im Vergleich zu Vollagonisten
Sicherheitsprofil von SUBOXONE®
• Minimale Auswirkungen auf
Hypothalamus-Hypophysen-Gonadenachse
• Geringe Beeinträchtigung der kognitiven und
psychomotorischen Fähigkeiten (Fahrtauglichkeit, etc.)
• Minimale Beeinflussung des Immunsystems
• Geringes Risiko für Histaminfreisetzung
• Vergleichsweise geringes Wechselwirkungspotential
(z. B. bei HCV-Therapie, HAART, etc.)
Ceiling-Effekt
SUBOXONE® bietet Ihnen eine große therapeuthische Breite
Ceiling-Effekt
Im Vergleich zu reinen Agonisten glockenförmiger Verlauf der
Atemdepression mit ansteigender Dosierung im Tiermodell
Doxey et al. Brit J Pharmacology 1982; 75: 118.
Ceiling-Effekt
Nach Buprenorphingaben (bis 32 mg/Tag) keine klinisch relevante,
interventionspflichtige Atemdepression bei Nicht-Opioidabhängigen
Walsh et al. Clin Pharmacol Ther. 1994; 55 (5): 569 – 0.
Ceiling-Effekt
Geringe Atemdepression unter Buprenorphin
[versus Fentanyl bei Opiat-naiven Probanden (Niedrigdosisbereich)]
Dahan et al. Br J Anaesth. 2005; 94 (6): 825 – 34.
Sicherheit geringes Mortalitätsrisiko unter Buprenorphin
Frankreich
• Buprenorphin kein Betäubungsmittel
• Substitution mit Methadon erfolgt im Gegensatz zur Substitution mit
Buprenorphin nur im Rahmen eines strengen Therapiesettings
• Kumulierte opioid-bedingte Todesfälle während 5-jähriger
Beobachtungsphase unter SUBUTEX® 10-fach geringer als unter
Methadon (Zeitraum von 1994 bis 1998)
Auriacombe et al. JAMA. 2001; 285 (1): 45.
Sicherheit geringes Mortalitätsrisiko unter Buprenorphin
Auriacombe et al. JAMA. 2001; 285 (1): 45.
Kardiotoxizität Agonisten
• Dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls und Auftreten von
Synkopen bei µ-Opioidrezeptorvollagonisten, z.B. Levacetylmethadol, Methadon oder Heroin
• Hohes Risiko für polymorphe ventrikuläre Tachykardien
(Torsade de Pointes)
• QT-Verlängerungen sind Surrogat-Marker für erhöhtes
Torsade de Pointes Risiko
• Potentielle Triggerung durch Substanzen, die QTc-Interval
verlängern können
Ehret et al. Expert Opin Drug Saf. 2007; 6 (3): 289 – 303.
Kardiotoxizität Agonisten
• Hauptmechanismus für Medikamenten-induzierte
Torsade de Pointes: Blockade des kardialen K+-Stroms
(Öffnung der Kanäle unter Buprenorphin)
• Erhöhtes Risiko einer QT-Verlängerung durch Methadon bei:
• Hohen Methadondosierungen
• CYP3A4-Inhibitoren
• Hypokaliämie
• Leberversagen
• Weitere Begleitmedikation mit Potential für QTcIntervallverlängerung
• Vorbestehende Herzerkrankung
• Engmaschige Kontrolle der Therapie notwendig
Ehret et al. Expert Opin Drug Saf. 2007; 6 (3): 289 – 303.
Kardiotoxizität
Kasuistik
• Torsade de Pointes bei 42 jährigem Mann mit langer
Heroinabhängigkeit
• Substitution mit 450 mg/Tag Methadon + 300 mg/Tag Fluoxamin
(CYP450-Inhibitor) mit stetiger Erhöhung der Methadondosis in
vergangenen 12 Monaten
• Innerhalb 6 Tage Umstellung auf SUBOXONE® bis 32 mg/Tag
• Keine klinisch auffällige QTc-Verlängerung im akuten
Setting und Follow up
Krantz et al. Pharmacotherapy 2005; 25 (4): 611 – 4.
Kardiotoxizität
Studie
• 450 opioidabhängige Patienten unter Methadon- oder
Buprenorphin-Substitution
• 1,2-fach höheres Risiko für Synkopen bei
Methadondosen > 50 mg/Tag
• Unter Buprenorphin keine Verlängerung des QT-Intervalls
• Bei Ansteigen von QT und QTc auf > 0,500 s: Empfehlung der
Autoren zum Abbruch der Methadon-Behandlung
Fanoe et al. Heart 2007; 93 (9): 1051 – 5.
Kardiotoxizität HIV-Therapie
HIV-positive Patienten sind häufig Gegebenheiten ausgesetzt, die mit
erhöhtem Risiko für QT-Verlängerungen einhergehen:
• HIV-assoziierte dilatative Kardiomyopathie
• Koronare arterielle Erkrankungen als Folge der HAART
• Nicht korrigierte Elektrolytstörungen
Timmermann et al. MMW 2004.
Kardiotoxizität HIV-Therapie
Prospektive, open-label Studie
• Keine QTc-Verlängerung bei HIV-negativen Patienten unter SUBOXONE®
(16 bis 20 mg/Tag) ohne HAART
• Mit SUBOXONE® und HAART (Efavirenz, Nelfinavir, Delaviridin, Ritonavir,
Lopinavir/Ritonavir) statistische, jedoch nicht klinisch signifikante Steigerung im
QT-Intervall (p = 0,005)
• Größte QT-Veränderungen unter SUBOXONE® in Kombination
mit Delaviridin (NNRTI) oder Ritonavir (PI)
Baker et al. Ann Pharmacother 2006; 40 (3): 392 – 6.
-Antagonismus
• Keine Auslösung einer Sedierung oder Dysphorie durch
Buprenorphin am -Rezeptor
• Minimale euphorisierende Wirkung (Erhöhung Serotonin- und
Dopamin-Konzentration)
• „antidepressiver“ Effekt
• fehlende Dysphorie
• fehlende Sedierung
• „klarer“ Kopf / Normalität
Emrich et al. Ann NY Acad Sci 1982; 398: 108 – 112.
Bodkin et al. J Clinical Psychopharmacology 1994; 15: 49 – 57.
Bentele. Suchtmed 2002; 4(3): 222 – 223.
Law et al. Acta Neuropsychiatrica 2004; 16: 246 – 74.
-Antagonismus
SUBUTEX®- und SUBOXONE®-Patienten zeichnen sich aufgrund
der fehlenden sedierenden Wirkung von Buprenorphin durch eine
bessere Vigilanz aus, was sich in Aussagen von Patienten äußert wie:
 „nicht mehr zugedröhnt“
 „im Kopf geht es mir besser“, etc.
Bentele. Suchtmedizin. 2002; 4 (3): 222 – 223.
Brack. Suchtmedizin. 2004; 6: 241 – 8.
Pirastu et al. Drug Alcohol Depend. 2006 Jun 28; 83 (2): 163 – 8.
Antidepressive Wirkung
Studie:
• Untersuchung an 40 Opioidabhängigen
• Erhebung der depressiven Symptomatik mittels (BDI) und
Short Depression Scale (SDS)
• Rückgang der depressiven Symptomatik unter Buprenorphin
(p < 0,05 und p < 0,03)
• Reduktion des SDS-Scores im Mittel um 3,5 Punkte
Kosten et al. J Subst Abuse Treat. 1990; 7 (1): 51 – 4.
Antidepressive Wirkung
Kosten et al. J Subst Abuse Treat. 1990; 7 (1): 51 – 4.
Antidepressive Wirkung
In der Substitutionstherapie Opioidabhängiger ist
Buprenorphin alleine genauso antidepressiv wirksam
wie
Methadon plus trizyklische Antidepressiva
Kosten et al. J Subst Abuse Treat. 1990; 7 (1): 51 – 4.
Antidepressive Wirkung
Studie
Studie:
• Untersuchung an 10 Patienten mit therapierefraktärer, unipolarer,
nicht-psychotischer Major Depression
• Nonresponder auf mindestens 2 unterschiedliche klassische
Antidepressiva (trizyklische AD, MAO-Inhibitoren, SSRI, etc.)
• Rückgang der Symptome der therapierefraktären Depression
ermittelt durch Hamilton-Skala
(HAM-D, Hamilton Rating Scale for Depression)
• Patienten zeigten nach der Behandlung mit Buprenorphin sowohl in
subjektiven als auch objektiven Messungen klinische Verbesserungen
der Depression
Bodkin et al. J Clin Psychopharmacol. 1995; 15 (1): 49 – 57.
Antidepressive Wirkung
• Schneller und effektiver antidepressiver Effekt von Buprenorphin
• Therapieoption für depressive Patienten unter Methadon/
Levomethadon-Substitution
• Besserung der depressiven Symptomatik kann folgende
Auswirkungen zeigen:
• direkter Einfluss auf psychosoziale Einstellung des Patienten
• Einfluss auf das Suizid-Risiko
• Einfluss auf den Beigebrauch weiterer psychoaktiver Substanzen
Toleranzentwicklung
Toleranzentwicklung
Wirkung der Opioide
verstärkter Kalium-Ausstrom,
verminderter Calcium-Einstrom

Hyperpolarisation des Neurons

verminderte Impulsbildung

Beeinflussung der Neurotransmitterausschüttung
Negus and Woods 1995 Wiley-Liss, Inc.
Nutt et al. Res Clin Forums 1997; 19: 9 – 15.
Zaki et al. J Pharmacol Experiment Therapeut 2000; 292 (3): 1127 – 34.
Freye. Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther. 2003; 39: 527 – 37.
Toleranzentwicklung
Vorteile der niedrigen intrinsischen Aktivität von Buprenorphin
• geringe euphorisierende Wirkung
• keine „Down“-Regulation der Rezeptoren sondern „Up“-Regulation
• weniger Einfluss auf das Neurotransmittersystem
• einfachere Entgiftung
Toleranzentwicklung
Heroin/Methadon/Levomethadon
SUBOXONE®
Abnahme der Anzahl und Dichte von
Opioidrezeptoren (Down-Regulation)
Zunahme der Anzahl und Dichte von
Opioidrezeptoren (Up-Regulation)


Toleranzentwicklung
Abnahme der Wirkung
Höhere Sensibilität auf Opioide durch
die Zunahme an Rezeptoren

Keine Toleranzentwicklung
Toleranzentwicklung
Heroin/Methadon/Levomethadon
SUBOXONE®
Dosissteigerung im Laufe der Zeit
evtl. notwendig, um gleichbleibende
Wirkung zu erhalten
Keine Dosissteigerung
notwendig


Schwierigere Entgiftung
durch stärkere Entzugssymptome
Angenehmere Entgiftung durch
mildere Entzugssymptome

Keine Toleranzentwicklung
Zaki et al. J Pharmacol Experiment Therapeut 2000; 292 (3): 1127 – 34.
Toleranzentwicklung
SUBOXONE®
Vorteil der geringen intrinsischen Aktivität:
• geringe euphorisierende Wirkung
• keine Down-Regulation
• geringer Einfluss auf das Neurotransmittersystem
Mod. nach Tretter, Suchtmedizin, Schattauer 2000.
Neurochemisches Gleichgewicht
Neurochemisches Gleichgewicht
Das „neurochemische Mobile“ unter akutem
Einfluss von Opioiden. Hemmung des
noradrenergen Systems; stärkeres funktionelles
Gewicht des dopaminergen Systems.
Mod. nach Tretter, Suchtmedizin, Schattauer 2000.
Unter chronischem Einfluss von Opioiden.
Anpassung des neurochemischen Mobiles mit
Entstehung eines pathologischen Gleichgewichtes.
Das noradrenerge und GABA-erge System
werden kompensatorisch stärker aktiv. Stärkere
Beeinträchtigung durch Methadon versus
Buprenorphin.
Anhängigkeitspotential
• Höhere Sensibilität der Opioidrezeptoren unter der Behandlung
mit Buprenorphin
• Möglicher Zusammenhang mit Zunahme der Rezeptorendichte
unter Buprenorphin nach Langzeitgabe von Opioiden
• FDA und U.S. Drug Enforcement Administration (DEA) erfassten
Buprenorphin in Substanzkategorie Schedule III mit niedrigerem
psychischen und physischen Abhängigkeitsrisiko als die Opioide
Morphin, Oxycodon, Fentanyl oder Methadon (Schedule II) mit
größerem Risiko für eine Abhängigkeit.
Zaki et al. J Pharmacol Experiment Therapeut 2000; 292 (3): 1127 – 34.
Freye. Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther. 2003; 39: 527 – 37.
Entzugssymptomatik nach abruptem Absetzen
Kosten et al. N Engl J Med 2003; 348 (18): 1786 – 95.
Entzugssymptomatik
Unterschiede im Clinical Opioide Withdrawal Scale am Tag 1;
Unruhe [p = 0,003], erweiterte Pupillen [p = 0,11]
Steinmann et al. Psychiatrische Praxis. 2007; 34: 103 – 5.
Entzugssymptomatik
Messung des Opioidentzugssyndroms während der Detoxifikation von Buprenorphin oder Methadon.
Das Opioidentzugssyndrom wurde täglich mittels dem SOWS-Score (Short Opioide Withdrawal Scale)
gemessen. Gezeigt sind die täglichen SOWS-Scores für die letzten beiden Tage in der Stabilisierung
und 21 Tage nach dem Start der Detoxifikation.
Reed et al. J Clin Psychopharmacol. 2007; 27 (2): 188 – 92.
Entgiftung/Detoxifikation mit Buprenorphin
Prof. David Nutt, Psychopharmacology Unit, University of Bristol, Vortrag Hamburg 19.04.2005
Entgiftung/Detoxifikation mit Buprenorphin
• Milder ausgeprägte Entzugssymptome im Vergleich zu
Methadon oder Heroin
• Nach abruptem Absetzen von Buprenorphin tritt ein mildes
bis moderates Entzugssyndrom auf
• Start der subjektiven Entzugssymptome:
• innerhalb 3 Tage
• erreichen nach 3 bis 5 Tagen den Höhepunkt
• verschwinden nach ca. 10 bis 14 Tagen
Kosten et al. N Engl J Med 2003; 348 (18): 1786 – 95.
Johnson et al. Drug Alcohol Depend. 2003; 70: 59 – 77.
Kosten et al. Research Monograph 1992; 121: 101 – 119.
Fudala et al. Clin Pharmacol Ther. 1990; 47 (4): 525 – 34.
Eliminationshalbwertzeit von Buprenorphin
„Depoteffekt“ durch hohe Gewebeverteilung, Ausscheidung mit
entero-hepatischem Kreislauf ("self-tapering" Effekt) und träger Rezeptorkinetik
Law et al. Acta Neuropsychiatrica 2004; 16: 246 – 274.
Walsh et al. Clin Pharmacol Ther. 1994 May ;55 (5): 569 – 80.
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