ÜBEREINSTIMMUNG VON SCHULD UND STRAFE IM ISLAM Mumasalat Allgemeine Grundsätze Traditionelle Quellen zum Strafrecht 1. 2. 3. 4. Kuran Sunna Fikh-Bücher Bücher über das öffentliche Recht. Die wichtigsten sind: Mawardi (+ 450/1058), Ahkamu’s-sultanijja Kadi Abu Ja ‘la (+ 458/1066), Ahkamu’s-sultanijja Ibn Tajmijja (+ 728/1327), Siyasatu’sch-schar’ijja Moderne Quellen zum Strafrecht Abdulkadir Udah, et-Taschriu‘-dschinaijjil-Islami Abu Zahra, el-Ukuba wa el-Dscharima Muhammed Salim Awwa, fi-Usulu’n-nizami’l-Islami Abdulaziz Amir, et-Ta’zir fi’sch-schariati’l-Islamijja Ahmad Fathi Bahnasi el-Dscharaim fi’l-fıkhi’l-Islami el-Kisas fi’l-Fikhi’l-Islami el-Hudud fi’l-Islam el-Ukuba fi’l-fikh’i’l-Islam Sabri Erturhan, İslam Ceza Hukuku Etrafındaki Tartışmalar Definition von Schuld Ein Verbot Allahs übertreten oder ein Gebot Allahs nicht einhalten Konsequenz: weltliche Strafen und Strafen im Jenseits Definition von Dschaza (Strafe) Das Wort kommt ursprünglich aus dem Arabischen Bedeutet Vergeltung von guten oder schlechten Taten. wird im Kuran für weltliche Strafen und Strafen des Jenseits in 109 Versen 117 Mal benutzt. 46 Mal positiv Sie werden mit der Vergebung durch ihren Herrn belohnt und erlangen Paradiesgärten, unterhalb derer Flüsse fließen. Darin werden sie ewig bleiben. Wie hoch ist der Lohn, den die erlangen, die gute Werke verrichten! (3:136) 3:144, 145; 5:85; 6:84; 9:121; 10:4; 12:22, 88; 16:31, 96, 97; 18:88; 20: 76; 23:111; 24:38; 25:15, 75; 28:14, 25; 29:7; 30:45; 32:17; 33:24; 34:4, 37; 37:80, 105, 110, 121, 131; 39:34, 35; 46:14; 53:31; 54:14,35; 55:60; 56:24; 76:9, 12, 22; 77:44; 78:36; 92:19; 98:8 Definition von Dschaza (Strafe) 59 Mal negativ Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen. (2:191) 2:85; 3:87; 4:93, 123; 5:29, 33, 38, 95; 6:93, 120, 138, 139, 146, 157, 160; 7:40, 41, 147, 152, 180; 9:26, 82, 95; 10:13, 27, 52; 12:25, 74, 75; 14:51; 17:63, 98; 18:106; 20:127; 21:29; 27:90; 28:84; 34:17, 34; 35:36; 36:54; 37: 39; 40:40; 41:27, 28; 42:40; 46:20, 25; 52:16; 59:17; 66:7; 78:26 Definition von Dschaza (Strafe) 12 Mal neutral Und du wirst jede Nation auf Knien sehen. Jede Nation wird zu ihrem Buch gerufen werden: "Heute sollt ihr für das, was ihr getan habt, belohnt werden." (45:28) 2: 48, 123; 9:29; 20:15; 31:33; 40:17; 45:14, 22; 53:41. D.h. Dschaza ist, sei es positiv oder negativ, eine Vergeltung für die Tat. Für Strafe wird im Arabischen eher das Wort „Ukuba“ verwendet Bedeutet: nachfolgen, verfolgen, die Ferse vom Fuß, das Ende von etwas, die Hinterseite Im islamischen Strafrecht wird “el-fikhu’l-dschinai” oder “ettaschriu‘l-dschinai“ benutzt. Definition von Dschaza (Strafe) Die Strafe ist eine Sanktion, die je nach Deliktsart, der Art der Tatbegehung, der Schwere der Schuld und den Motiven des Täters bestimmt wird und zur Entschädigung der materiellen und immateriellen Rechte des Opfers und der Gesellschaft dem Täter verhängt wird. Verse über die Strafen Allgemeine Grundsätze Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht. (42:40) Beispiele nach Rechtsgütern Und wahrlich, Wir haben für die Menschen in diesem Quran allerlei abgewandelte Beispiele angeführt; aber die meisten Menschen wollen nichts anderes als ungläubig zu sein. (17:89) Leben (Bsp.: Totschlag) Vermögen (Bsp.: Diebstahl) Nachkommenschaft/Ehre (Unzucht (Bsp.: Zina)) Würde (Bsp.: Kazf (Verleumdung wegen Unzucht)) Verstand (Bsp.: Chamr) Öffentliche Sicherheit (Bsp.: Hiraba (Terror)) Eigenschaften der Strafe im Kuran 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. keine Strafe ohne Gesetz Bestimmtheitsgebot Rückwirkungsverbot Individuelle Verantwortung für seine Tat, keine Kollektivhaftung Gleichheitsgrundsatz Verhältnismäßigkeit Universalität 1. keine Strafe ohne Gesetz Regel: Alles was nicht Haram ist, ist Halal! Warum solltet ihr denn nicht von dem essen, worüber Allahs Name ausgesprochen wurde, wo Er euch bereits erklärt hat, was Er euch verboten hat - das ausgenommen, wozu ihr gezwungen werdet? Und gewiss, viele führen mit ihren Gelüsten durch Mangel an Wissen zum Irrweg. Wahrlich, dein Herr kennt die Übertreter am besten. (6:119) Und (verwehrt sind euch) verheiratete Frauen außer denen, die ihr von Rechts wegen besitzt. Dies ist Allahs Vorschrift für euch. Und erlaubt ist euch außer diesem, dass ihr mit eurem Geld Frauen begehrt, zur Ehe und nicht zur Hurerei. Und gebt denen, die ihr genossen habt, ihre Brautgabe. Dies ist eine Vorschrift; doch soll es keine Sünde sein, wenn ihr über die Vorschrift hinaus miteinander eine Übereinkunft trefft. Seht, Allah ist Allwissend und Allweise. (4:24) 1. keine Strafe ohne Gesetz Fast möchte sie bersten vor Wut. Sooft eine Schar hineingeworfen wird, werden ihre Wächter sie fragen: "Ist denn kein Warner zu euch gekommen?“ Sie werden sagen: "Doch, sicherlich, es kam ein Warner zu uns, aber wir leugneten es und sagten: "Allah hat nichts herabgesandt; ihr befindet euch bloß in einem großen Irrtum." (67:8-9) Wer den rechten Weg befolgt, der befolgt ihn nur zu seinem eigenen Heil; und wer irregeht, der geht allein zu seinem eignen Schaden irre. Und keine lasttragende Seele soll die Last einer anderen tragen. Und Wir bestrafen nie, ohne zuvor einen Gesandten geschickt zu haben. (17:15) Und dein Herr würde nie die Städte zerstören, ohne zuvor in ihrer Mitte einen Gesandten erweckt zu haben, der ihnen Unsere Verse verliest; noch zerstörten Wir die Städte, ohne dass ihre Bewohner (zuvor) gefrevelt hätten. (28:59) 1. keine Strafe ohne Gesetz Und wahrlich, Wir hatten ihnen ein Buch gebracht, das Wir mit Wissen darlegten als Richtschnur und Barmherzigkeit für die Leute, die gläubig sind. (7:52) Wahrlich, diejenigen, die sich Allah und Seinem Gesandten widersetzen, werden gewiss erniedrigt werden, eben wie die vor ihnen erniedrigt wurden; und wahrlich, Wir haben bereits deutliche Zeichen herniedergesandt. Und den Ungläubigen wird eine schmähliche Strafe zuteil sein. (58:5) 2. Bestimmtheitsgebot Und Wir sprachen: "O Adam, verweile du und deine Gattin im Garten und esset uneingeschränkt von seinen Früchten, wo immer ihr wollt! Kommt jedoch diesem Baum nicht nahe, sonst würdet ihr zu den Ungerechten gehören." Doch Satan ließ sie dort straucheln und brachte sie aus dem Zustand heraus, in dem sie waren. Da sprachen Wir: "Geht (vom Paradies) hinunter! Der eine von euch sei des anderen Feind. Und ihr sollt auf der Erde Wohnstätten und Versorgung auf beschränkte Dauer haben." (2:35-36) Siehe auch 7:19; 20:115, 117, 121 3. Rückwirkungsverbot Nach Tabuk wartet Rasulullah bis Allah ein Urteil über Kab b. Malik und zwei weitere Sahabas, die unentschuldigt nicht in den Krieg mitgezogen waren, hinabsendet. Da jedoch eine Strafe bis zu dem Zeitpunkt nicht vorgeschrieben war wird ihnen verziehen. Und auch den Dreien (wandte Er Sich wieder gnädig zu), die zurückgeblieben waren, bis die Erde ihnen in ihrer Weite zu eng wurde und ihre Seelen ihnen zugeschnürt wurden, und sie wussten, dass es keine Rettung vor Allah gibt, es sei denn die Zuflucht bei Ihm. Da kehrte Er Sich ihnen mit Erbarmen zu, auf dass sie sich bekehren mögen. Wahrlich, Allah ist der Gnädige, der Barmherzige. (9:118) O ihr, die ihr glaubt! Tötet kein Wild, während ihr pilgert. Und (wenn) einer von euch ein Tier vorsätzlich tötet, so ist die Ersatzleistung (dafür) ein gleiches Maß vom Vieh, wie das, was er getötet (hat), nach dem Spruch von zwei Redlichen unter euch, und das soll dann als Opfertier zu der Kaba gebracht werden; oder die Sühne sei die Speisung von Armen oder dementsprechendes Fasten, damit er die bösen Folgen seiner Tat koste. Allah vergibt das Vergangene; den aber, der es wieder tut, wird Allah der Vergeltung aussetzen. Und Allah ist Allmächtig und Herr der Vergeltung. (5:95) 3. Rückwirkungsverbot Und heiratet keine Frauen, die eure Väter geheiratet hatten, es sei denn, es geschah bereits zuvor. Wahrlich, es ist eine Schande und ein Abscheu und ein übler Weg. Verboten sind euch (zur Heirat) eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Vaterschwestern und Mutterschwestern, eure Brudertöchter und Schwestertöchter, eure Nährmütter, die euch gestillt haben, und eure Milchschwestern und die Mütter eurer Frauen und eure Stieftöchter, die in eurem Schutze sind, von euren Frauen, mit denen ihr (die eheliche Beziehung) vollzogen habt. Habt ihr dies jedoch noch nicht mit ihnen vollzogen, so ist es keine Sünde. Ferner die Ehefrauen eurer Söhne aus eurer Abstammung, und ihr sollt nicht zwei Schwestern zusammen haben, es sei denn (, es ist) bereits geschehen. Seht, Allah ist Allverzeihend und Barmherzig. (4:22-23) 4. Individuelle Verantwortung für seine Tat, keine Kollektivhaftung Sprich: "Sollte ich einen anderen Herrn als Allah suchen, wo Er doch der Herr aller Dinge ist?" Und keine Seele wirkt, es sei denn gegen sich selbst, und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen. Zu eurem Herrn werdet ihr dann heimkehren, und Er wird euch über all das belehren, worüber ihr uneins waret." (6:164) (Geschrieben steht,) dass keine lasttragende (Seele) die Last einer anderen tragen soll , und dass dem Menschen nichts anderes zuteil wird als das, wonach er strebt. (53:38-39) Wer den rechten Weg befolgt, der befolgt ihn nur zu seinem eigenen Heil; und wer irregeht, der geht allein zu seinem eignen Schaden irre. Und keine lasttragende Seele soll die Last einer anderen tragen. Und Wir bestrafen nie, ohne zuvor einen Gesandten geschickt zu haben. (17:15) 4. Individuelle Verantwortung für seine Tat, keine Kollektivhaftung Und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen; und wenn eine schwerbeladene um ihrer Last willen ruft, soll nichts davon getragen werden, und handelte es sich auch um einen Verwandten. Du kannst die allein warnen, die ihren Herrn im geheimen fürchten und das Gebet verrichten. Und wer sich reinigt, der reinigt sich nur zu seinem eigenen Vorteil; und zu Allah ist die Heimkehr. (35:18) Wenn ihr undankbar seid, so ist Allah auf keinen von euch angewiesen. Und Er findet nicht Wohlgefallen am Unglauben Seiner Diener; doch wenn ihr aber dankbar seid, so gefällt Ihm das an euch. Und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen. Danach werdet ihr zu eurem Herrn heimkehren; und Er wird euch verkünden, was ihr zu tun pflegtet. Wahrlich, Er weiß wohl, was in den Herzen ist. (39:7) Er sagte: "Allah behüte, dass wir einen anderen nehmen sollten als den, bei dem wir unsere Sachen gefunden haben; wir wären sonst wahrlich ungerecht." (12:79) 5. Gleichheitsgrundsatz O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig. (49:13) Allah befiehlt euch, die anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben; und wenn ihr zwischen Menschen richtet, nach Gerechtigkeit zu richten. Wahrlich, billig ist, wozu Allah euch ermahnt. Allah ist Allhörend, Allsehend. (4:58) O ihr, die ihr glaubt, seid auf der Hut bei der Wahrnehmung der Gerechtigkeit und seid Zeugen für Allah, auch dann, wenn es gegen euch selbst oder gegen Eltern und Verwandte geht. Ob der eine reich oder arm ist, so ist Allah beiden näher; darum folgt nicht der persönlichen Neigung, auf dass ihr gerecht handeln könnt. Und wenn ihr aber (die Wahrheit) verdreht oder euch von (der Wahrheit) abwendet, so ist Allah eures Tuns kundig. (4:135) 5. Gleichheitsgrundsatz O ihr, die ihr glaubt! Setzt euch für Allah ein und seid Zeugen der Gerechtigkeit. Und der Hass gegen eine Gruppe soll euch nicht (dazu) verleiten, anders als gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist der Gottesfurcht näher. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist eures Tuns kundig. (5:8) Und kommt dem Besitz der Waise nicht nahe, es sei denn zu ihrem Besten, bis sie ihre Volljährigkeit erreicht hat. Und gebt volles Maß und Gewicht in Billigkeit. Wir fordern von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Und wenn ihr eine Aussage macht, so übt Gerechtigkeit, auch wenn es einen nahen Verwandten (betrifft); und haltet den Bund Allahs ein. Das ist es, was Er euch gebietet, auf dass ihr ermahnt sein möget." (6:152) 5. Gleichheitsgrundsatz Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen. (16:90) The people of Quraish worried about the lady from Bani Makhzum who had committed theft. They asked, "Who will intercede for her with Allah's Messenger“? Some said, "No one dare to do so except Usama bin Zaid the beloved one to Allah's Messenger. When Usama spoke about that to Allah's Apostle Allah's Messenger said, (to him), "Do you try to intercede for somebody in a case connected with Allah's Prescribed Punishments?" Then he got up and delivered a sermon saying, "What destroyed the nations preceding you, was that if a noble amongst them stole, they would forgive him, and if a poor person amongst them stole, they would inflict Allah's Legal punishment on him. By Allah, if Fatima, the daughter of Muhammad stole, I would cut off her hand."(Buhari, Fazail-i Ashabin-Nebiyy, 18, Enbiya, 54, Hudud, 12; Muslim, Hudud, 8-9; Ebu Dawud, Hudud 4; Tirmizi, Hudud 6) 6. Verhältnismäßigkeit Das ist die den Untaten der Leugner entsprechende Vergeltung. (78:26) Faktoren der Strafzumessung 1. 2. 3. 4. 5. Rechtsgutverletzung Schwere der Schuld Die Person des Täters Motive des Täters Die Art und Weise der Begehung 1. Rechtsgutverletzung Höchstpersönliche Rechte Güter der Rechtsgemeinschaft Allahs Rechte 2. Schwere der Schuld Bsp.: bei Diebstahl geringwertiger Sachen wird die Hand nicht abgeschlagen. Und sie werden sagen: "Unser Herr, wir gehorchten unseren Häuptern und unseren Großen, und sie führten uns irre (und) vom Weg ab." Unser Herr, gib ihnen die zweifache Strafe und verfluche sie mit einem gewaltigen Fluch." (33:67-68) Er wird sprechen: "Tretet ein in das Feuer zu den Scharen der Dschinn und der Menschen, die vor euch dahingingen." Sooft eine Schar eintritt, wird sie ihre Schwesterschar verfluchen, bis endlich, wenn sie alle nacheinander darin angekommen sind, die letzten zu den ersten sagen werden: "Unser Herr, diese da haben uns irregeführt, so gib ihnen die Pein des Feuers mehrfach." Er wird sprechen: "Jeder hat (sie) mehrfach, allein ihr wisset es nicht." (7:38) Diejenigen, welche die große Lüge vorbrachten, bilden eine Gruppe von euch. Glaubt nicht, dies sei übel für euch; im Gegenteil, es gereicht euch zum Guten. Jedem von ihnen soll die Sünde, die er begangen hat (, vergolten werden); und der von ihnen, der den Hauptanteil daran verschuldete, soll eine schwere Strafe erleiden. (24:11) 3. Die Person des Täters Enterbung des Mörders Zina einer Sklavin Und wer von euch nicht vermögend genug ist, um gläubige Frauen zu heiraten, der heirate von dem Besitz eurer rechten Hand unter euren gläubigen Mägden; und Allah kennt euren Glauben sehr wohl. Ihr seid einer vom anderen. Darum heiratet sie mit Erlaubnis ihrer Familien und gebt ihnen ihre Brautgabe nach Billigkeit, wenn sie keusch sind, weder Unzucht treiben noch insgeheim Liebhaber nehmen. Und wenn sie, nachdem sie verheiratet sind, der Unzucht schuldig werden, dann sollen sie die Hälfte der Strafe erleiden, die für freie Frauen vorgeschrieben ist. Diese (Erleichterung) ist für diejenigen von euch (vorgesehen), die fürchten, in Bedrängnis zu kommen. Dass ihr Geduld übt, ist besser für euch; und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. (4:25) O Frauen des Propheten! Wenn eine von euch eine offenkundige Schändlichkeit begeht, so wird ihr die Strafe verdoppelt. Und das ist für Allah ein leichtes. (33:30) Anführer einer Bande Diejenigen, welche die große Lüge vorbrachten, bilden eine Gruppe von euch. Glaubt nicht, dies sei übel für euch; im Gegenteil, es gereicht euch zum Guten. Jedem von ihnen soll die Sünde, die er begangen hat (, vergolten werden); und der von ihnen, der den Hauptanteil daran verschuldete, soll eine schwere Strafe erleiden. (24:11) Definition von Mumasalat (Übereinstimmung von Schuld und Strafe) Ziel ist es Schuld und Strafe einander gegenüberzustellen und die angemessenste Strafe zu finden. Dabei wird bei der Strafzumessung nicht nur die Schwere der Schuld berücksichtigt, sondern auch die Rechtsgutverletzung, die Person des Täters, die Absicht des Täters, die Art der Tatbegehung und ähnliche Kriterien. Für jedes einzelne Delikt, sogar für ein einziges Delikt, können mehrere Strafen vorgesehen werden. Übereinstimmung von Schuld und Strafe bzgl. des Maßes der Form finanziell körperlich immateriell des Ziels des Täters Maß Allah sandte das Buch und das Maß hinab, um Gerechtigkeit walten zu lassen Allah ist es, der die Schrift mit der Wahrheit herabgesandt hat, und (der auch) die Waage (herabgesandt hat, damit für Recht und Gerechtigkeit gesorgt werde). Wer weiß, vielleicht steht die Stunde (des Gerichts) nahe bevor? (42:17) Wir haben doch (im Lauf der Zeit) unsere Gesandten mit den klaren Beweisen (zu den Menschen) geschickt und die Schrift und die Waage mit ihnen herabkommen lassen, damit die Menschen für Gerechtigkeit sorgen würden. Und wir haben das Eisen herabkommen lassen, das (wenn es zu Waffen verarbeitet ist) viel Gewalt in sich birgt, für die Menschen aber auch (in mancher Hinsicht) von Nutzen ist. Auch wollte Allah (auf diese Weise) feststellen, wer ihm und seinen Gesandten im geheimen hilft. Allah ist stark und mächtig. (57:25) Maß = Waage Waage Ihr sollt mit dem Hab und Gut der Waise äußerst gewissenhaft umgehen, bis es volljährig ist. Ihr sollt so korrekt und gerecht messen und wiegen wie menschenmöglich; Wir erlegen keinem Menschen etwas auf, was er nicht einhalten kann; wenn ihr etwas sagt, sei es ein Zeugnis oder ein Urteil, müsst ihr bei der Wahrheit bleiben, auch wenn es einen Verwandten betrifft; die Verträge, die ihr im Namen Gottes schließt, müsst ihr einhalten. Diese Gebote und Verbote schreibt Gott euch vor, und ihr sollt über ihren tiefen Sinn nachdenken. (6:152) Den Himmel erschuf Er hoch und stellte die Waage der Gerechtigkeit auf, damit ihr die Waage der Gerechtigkeit nicht überschreitet. Bei allem sollt ihr gerecht, genau auf Gewicht und Maß achten und nichts vermindern. (55:7-9) Siehe auch 7:85; 11:84-85; 55:9 Grundsätze im Kuran Folgende Verse behandeln im Kuran die Schuld und die Strafe zusammen und stellen deren allgemeine Grundsätze auf. Es ist weder nach euren Wünschen noch nach den Wünschen der Leute der Schrift. Wer Böses tut, dem wird es vergolten werden; und er wird für sich außer Allah weder Freund noch Helfer finden. (4:123) Grundsätze im Kuran Für diejenigen aber, die böse Taten begangen haben, ist eine Strafe in gleichem Ausmaße (wie dem der bösen Taten) bereitet. Schmach wird sie bedecken; keinen Schutz werden sie vor Allah haben, (und es soll so sein,) als ob ihre Gesichter mit Fetzen einer finsteren Nacht bedeckt wären. Sie sind die Bewohner des Feuers; darin werden sie auf ewig bleiben. (10:27) Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht. (42:40) Grundsätze im Kuran Wer Böses tut, dem soll nur mit Gleichem vergolten werden; wer aber Gutes tut - sei es Mann oder Frau und dabei gläubig ist -, diese werden ins Paradies eintreten; darin werden sie mit Unterhalt versorgt werden, ohne dass darüber Rechnung geführt wird. (40:40) Dem, der eine gute Tat vollbringt, soll (sie) zehnfach vergolten werden; derjenige aber, der eine böse Tat verübt, soll nur das Gleiche als Lohn empfangen; und sie sollen kein Unrecht erleiden. (6:160) Grundsätze im Kuran Wer Gutes vollbringt, soll Besseres als das erhalten; wer jedoch eine böse Tat vollbringt jene, die böse Werke tun, sollen nur gemäß dem belohnt werden, was sie getan haben. (28:84) Und die Gesichter derjenigen, die Schlechtes vollbringen, sollen ins Feuer gestürzt werden: "Seid ihr für das belohnt worden, was ihr getan habt?" (27:90) Grundsätze im Kuran Und wenn ihr bestraft, dann bestraft in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr es aber geduldig ertragen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen; (16:126) Das (soll so sein). Und dem, der Vergeltung in dem Maße übt, in dem ihm Unrecht zugefügt worden ist, und dann (wiederum) Unrecht erleidet -, dem wird Allah sicherlich zum Sieg verhelfen. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Allverzeihend. (22:60) Grundsätze im Kuran aus 5:95 O ihr, die ihr glaubt! -> Straffähigkeit Tötet kein Wild, während ihr pilgert. -> keine Strafe ohne Gesetz, objektiver Tatbestand Und (wenn) einer von euch ein Tier vorsätzlich tötet, -> subjektiver Tatbestand so ist die Ersatzleistung (dafür) ein gleiches Maß vom Vieh, wie das, was er getötet (hat), nach dem Spruch von zwei Redlichen unter euch, und das soll dann als Opfertier zu der Kaba gebracht werden; -> nur Strafen, die im Gesetz vorgehen sind oder die Sühne sei die Speisung von Armen oder dementsprechendes Fasten, -> alternative Bestrafungen damit er die bösen Folgen seiner Tat koste. -> Übereinstimmung von Schuld und Strafe, Abschreckungsfunktion Allah vergibt das Vergangene; -> Rückwirkungsverbot den aber, der es wieder tut, wird Allah der Vergeltung aussetzen. Und Allah ist Allmächtig und Herr der Vergeltung. (5:95) -> Wiederholungstaten 42:40 Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht. (42:40) 1. als Vergeltung für eine Schuld 2. eine Strafe 3. der Schuld übereinstimmend (Misl) 42:40 - Sajjatin bedeutet „Schlechtes“, Schuld und auch Strafe zugleich. Das Schlechte soll mit Schlechtem vergolten werden Die Strafe muss genauso schlecht sein wie die Schuld, denn wenn sie weniger oder gar nicht schlecht ist, dann kann nicht mehr die Rede von Vergeltung sein. Das Wort kommt in unbestimmter Form vor, d.h. Strafen können vielfältig sein. 42:40 - Misluha bedeutet der Schuld entsprechend, der Schuld angemessen, der Schuld ähnlich, der Schuld gleich, d.h. für jede Schuld gibt es eine entsprechende Strafe Misl ist etwas das gleich ist wie das andere und ihn ersetzen kann Der Schöpfer der Himmel und der Erde - Er hat aus euch selbst Gattinnen für euch gemacht und Paare aus den Tieren. Dadurch vermehrt Er euch. Es gibt nichts Seinesgleichen; und Er ist der Allhörende, der Allsehende. (42:11) nichts ist gleich wie Allah, heißt nichts kann ihn ersetzen 42:40 - Misluha Diejenigen, die Zinsen verschlingen, sollen nicht anders dastehen als wie einer, der vom Satan erfasst und zum Wahnsinn getrieben wird. Dies (soll so sein,) weil sie sagen: "Handel ist dasselbe wie Zinsnehmen." Doch Allah hat den Handel erlaubt und das Zinsnehmen verboten. Und wenn zu jemandem eine Ermahnung von seinem Herrn kommt und er dann aufhört - dem soll verbleiben, was bereits geschehen ist. Und seine Sache ist bei Allah. Wer es aber von neuem tut - die werden Bewohner des Feuers sein, darin werden sie ewig bleiben. (2:275) Zinsen können Handel nicht ersetzen Sprich: "Wenn sich auch die Menschen und die Dschinn vereinigten, um etwas Gleiches wie diesen Quran hervorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden." (17:88) kein Buch kann den Kuran ersetzen 42:40 - Misluha All diese Beispiele zeigen, auch wenn sie Gemeinsamkeiten haben, bei Misl geht es darum, dass es ihm so ähnlich ist, dass er ihn ersetzen kann. Lediglich Gemeinsamkeiten reichen nicht aus. Aus diesem Grund gibt es im Islam, im Gegensatz zu anderen Rechtssystemen, vielfältige Strafen, weil die Schuld ebenso vielfältig ist. Und auch bei der Begehung eines einzigen Deliktes können mehrere Strafen angewandt werden z.B. Verleumdung -> auspeitschen + Zeugnisverbot + Bezeichnung als Fasiq Zina -> in der Öffentlichkeit + auspeitschen+ Eheverbot mit keuschen Menschen Sunna Die Sunna Rasulullahs sieht entweder die Umsetzung der Gebote im Kuran vor oder das Produzieren von kurankonformen Lösungen für Delikte, für die im Kuran keine Strafen explizit erwähnt werden z.B. Alkoholkonsum Absicht: Lustempfinden, Sorgen vergessen, sich betäuben Strafe: Schmerzempfinden (auspeitschen), wachrütteln z.B. Diebstahl, das Tatbestandsvoraussetzungen des Sarika nicht erfüllt Absicht: eigene Bereicherung, Minderung des Vermögens des Opfers Strafe: Vermögensverlust des Opfers ausgleichen + Minderung des Vermögens des Täters in gleichem Maße Eigenschaften von Mumasalat schuldabhängig Und kein Prophet darf (etwas von der Beute) unterschlagen. Und wer (etwas) unterschlägt, soll das, was er unterschlagen hat, (zu seiner eigenen Belastung) am Tag der Auferstehung bringen. Alsdann wird jeder Seele nach ihrem Verdienst vergolten werden, und es soll ihnen kein Unrecht geschehen. (3:161) Wer Böses tut, dem soll nur mit Gleichem vergolten werden; wer aber Gutes tut - sei es Mann oder Frau und dabei gläubig ist -, diese werden ins Paradies eintreten; darin werden sie mit Unterhalt versorgt werden, ohne dass darüber Rechnung geführt wird. (40:40) Eigenschaften von Mumasalat abschreckende Funktion Strafbestimmungsrecht wird eingeschränkt Der Staat darf nicht willkürlich eine Strafe festsetzen. Der Täter bestimmt je nach seiner Tatbegehung selber seine Strafe Und denen, die Juden sind, haben Wir zuvor schon all das verboten, was Wir dir mitteilen. Und nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht. (16:118) Nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie selbst taten (sich) Unrecht. (43:76) Täter-Opfer Ausgleich Bsp.: Kisas in Dijja umwandeln Rechtsstaatlichkeit Sanktionsarten 1. 2. 3. Vielfältig so wie Allahs Strafen So erfassten Wir einen jeden in seiner Sünde; es waren unter ihnen welche, gegen die Wir einen Sandsturm schickten, und welche, die der Schrei ereilte, und welche, unter denen Wir die Erde versinken ließen, und welche, die Wir ertränkten. Und nicht Allah wollte ihnen Unrecht tun, sondern sie taten sich selbst Unrecht. (29:40) Die Strafe fällt je nach der Schuld aus Gleiche Strafe Gegensätzliche Strafe Ähnliche Strafe 1. Gleiche Strafe Bsp. Kisas, Die ihren Glauben als einen Zeitvertreib und ein Spiel nahmen und die das irdische Leben betörte. An diesem Tage nun werden Wir sie vergessen, wie sie die Begegnung an diesem ihren Tage vergaßen und wie sie Unsere Zeichen zu leugnen pflegten. (7:51) Diejenigen, die da jene Gläubigen schelten, die freiwillig Almosen geben, wie auch jene, die nichts (zu geben) finden als ihre eigene Leistung, und sie deswegen verhöhnen, denen wird Allah ihren Hohn vergelten, und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. (9:79) Und er baute also das Schiff; sooft die Vornehmen seines Volkes an ihm vorübergingen, verspotteten sie ihn. Er sagte: "Verspottet ihr uns, so werden auch wir euch verspotten, gerade so, wie ihr spottet." (11:38) 1. Gleiche Strafe Wahrlich, Pharao betrug sich hochmütig im Land und machte dessen Bewohner zu Parteien. Eine Gruppe davon pflegte er zu unterdrücken, indem er ihre Söhne erschlug und ihre Frauen leben ließ. Wahrlich, er war einer der Unheilstifter! Und Wir wollten denen, die im Lande als schwach erachtet worden waren, Huld erweisen und sie zu Führern machen und zu Erben einsetzen und ihnen die Oberhand im Lande geben und Pharao und Haman und ihren Heerscharen durch sie (die Schwachen) das zeigen, was sie befürchteten. (28:4-6) Da beschloss er, sie aus dem Lande zu vertreiben; doch Wir ertränkten ihn und diejenigen, die mit ihm waren, allesamt. Und Wir sprachen nach ihm zu den Kindern Israels: "Wohnt in dem Lande; und wenn die Zeit des Jenseits kommt, dann werden Wir euch als eine gesammelte Schar herbeibringen." (17:103-104) Und in der Tat hätten sie dich fast aus dem Lande verscheucht, indem sie dich daraus vertreiben wollten; dann aber wären sie nach dir nur eine kurze Zeitspanne (dort) geblieben. In dieser Weise verfuhren (Wir) mit Unseren Gesandten, die Wir vor dir schickten; und du wirst keine Änderung in Unserem Verfahren finden. (17:7677) 2. Gegensätzliche Strafe Das Wort „Sajjiatin=Schlechtes“ beinhaltet, dass die Strafe nicht nur gleich (Misl) sein kann, sondern auch das Gegenteil sein kann. Wie z.B. bei Alkoholkonsum und Zina, die Absicht ist Lustempfinden. Dies mit gleichem zu strafen wäre eine Belohnung für den Täter. Damit die Strafe etwas „Schlechtes-Sajjiatin“ für ihn ist, wird in diesen Fällen das Gegenteil und zwar Schmerzen zugefügt. Und Allah gibt das Gleichnis von einer Stadt: Sie genoss Sicherheit und Frieden und wurde reichlich aus allen Orten versorgt; doch sie leugnete die Wohltaten Allahs. Darum ließ Allah sie eine umfassende Not des Hungers und der Furcht kosten für das, was sie (ihre Bewohner) zu tun pflegten. (16:112) Wahrlich, diejenigen, die sich Allah und Seinem Gesandten widersetzen, werden gewiss erniedrigt werden, eben wie die vor ihnen erniedrigt wurden; und wahrlich, Wir haben bereits deutliche Zeichen herniedergesandt. Und den Ungläubigen wird eine schmähliche Strafe zuteil sein. (58:5) 2. Gegensätzliche Strafe Wahrlich, Korah gehörte zum Volke Moses, und doch unterdrückte er es. Und wir gaben ihm so viel Schätze, dass ihre Schlüssel sicher eine Bürde für eine Schar von Starken gewesen wären. Da sagte sein Volk zu ihm: "Freue dich nicht; denn Allah liebt diejenigen nicht, die frohlocken. Sondern suche in dem, was Allah dir gegeben hat, die Wohnstatt des Jenseits; und vergiss deinen Teil an der Welt nicht; und tue Gutes, wie Allah dir Gutes getan hat; und begehre kein Unheil auf Erden; denn Allah liebt die Unheilstifter nicht.“ Er sagte: "Es (die Schätze) wurde mir nur um des Wissens willen, das ich besitze, gegeben." Wusste er denn nicht, dass Allah vor ihm schon Geschlechter vernichtet hatte, die noch gewaltigere Macht und größeren Reichtum als er besaßen? Und die Schuldigen werden nicht nach ihren Sünden befragt." So ging er denn in seinem Schmuck hinaus zu seinem Volk. Jene nun, die nach dem Leben in dieser Welt begierig waren, sagten: 2. Gegensätzliche Strafe "O wenn wir doch das gleiche besäßen wie das, was Korah gegeben wurde! Er hat wahrlich großes Glück." Die aber, denen Wissen zuteil geworden war, sagten: "Wehe euch, Allahs Lohn ist besser für den, der glaubt und gute Werke tut; und keiner wird ihn erlangen außer den Geduldigen." Dann ließen Wir ihn von der Erde verschlingen, und (auch) sein Haus; und er hatte keine Schar, die ihm gegen Allah helfen konnte, noch konnte er sich (selbst) retten. Und jene, die sich noch tags zuvor an seine Stelle gewünscht hatten, sagten: "Ah sieh! Es ist wahrlich Allah, Der denen von Seinen Dienern die Mittel zum Unterhalt erweitert und beschränkt, denen Er will. Wäre uns Allah nicht Gnädig gewesen, hätte Er uns (von der Erde) verschlingen lassen. Ah sieh! Die Ungläubigen haben nie Erfolg." (28:76-82) 3. Ähnliche Strafe Die ähnliche Bestrafung kommt zum Zuge wenn gleiche und gegensätzliche Bestrafung nicht möglich ist. Z.B. kann man bei Verleumdung nicht gleich bestrafen in dem man den Täter ebenfalls verleumdet. Auch die gegensätzliche Strafe, den Täter „als keusch loben“ würde keine Vergeltung darstellen. In diesen Fällen kommt die ähnliche Strafe zum Zuge. Da der Täter seine Anschuldigung nicht beweisen kann, wird er die Strafe für die Zina tragen. Von den 100 Peitschenhieben, die die Strafe für Zina darstellt, werden 20 abgezogen, da der Täter zu seiner Aussage steht. Somit muss er die restlichen 80 Peitschenhiebe, d.h. 20 Peitschenhiebe pro Zeuge, die er nicht aufbringen konnte erdulden. Durch die Verleumdung wäre der Ruf des Opfers geschädigt worden, so soll auch der Ruf des Täters geschädigt werden, indem er als Fasiq bezeichnet wird. Aufgrund der Verleumdung hat er sich auch als unglaubwürdig erwiesen, so dass er lebenslang sein Recht als Zeuge verwirkt. 3. Ähnliche Strafe Ein Unzüchtiger darf nur eine Unzüchtige oder eine Götzendienerin heiraten, und eine Unzüchtige darf nur einen Unzüchtigen oder einen Götzendiener heiraten; den Gläubigen aber ist das verwehrt. (24:3) Ist Mumasalat universell? Allah erwähnt im Kuran die Geschichten der früheren Völker und auch ihre Strafen. Anhand von einigen Beispielen, soll aufgezeigt werden, dass das Mumasalat universell ist. Sunnatullah Allahs unveränderbare Gesetze, Prinzipien. Universelle-soziale Gesetze Allahs, deren Bestimmung und Anwendung er selbst übernommen hat (Sie sind) in Hochmut auf Erden und böse im Planen. Doch der böse Plan fängt nur seine Urheber ein. Erwarten sie denn etwas anderes als das Vorgehen gegenüber den Früheren? Aber in Allahs Vorgehen wirst du nie eine Änderung finden; und in Allahs Verfahren wirst du nie einen Wechsel finden. (35:43) Ist Mumasalat universell? Und in der Tat hätten sie dich fast aus dem Lande verscheucht, indem sie dich daraus vertreiben wollten; dann aber wären sie nach dir nur eine kurze Zeitspanne (dort) geblieben. In dieser Weise verfuhren (Wir) mit Unseren Gesandten, die Wir vor dir schickten; und du wirst keine Änderung in Unserem Verfahren finden. (17:76-77) Wer den rechten Weg befolgt, der befolgt ihn nur zu seinem eigenen Heil; und wer irregeht, der geht allein zu seinem eignen Schaden irre. Und keine lasttragende Seele soll die Last einer anderen tragen. Und Wir bestrafen nie, ohne zuvor einen Gesandten geschickt zu haben. (17:15) Aber ihr Glaube - als sie Unsere Strafe sahen - konnte ihnen nichts mehr nützen. Dies ist Allahs Gebot, das stets gegenüber Seinen Dienern befolgt worden ist. Und so gingen die Ungläubigen zugrunde. (40:85) Ist Mumasalat universell? Wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und die, welche Gerüchte in der Stadt verbreiten, nicht (von ihrem Tun) ablassen, dann werden Wir dich sicher gegen sie anspornen, dann werden sie nur noch für kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein. Verflucht seien sie! Wo immer sie gefunden werden, sollen sie ergriffen und rücksichtslos hingerichtet werden. So geschah der Wille Allahs im Falle derer, die vordem hingingen; und du wirst in Allahs Willen nie einen Wandel finden. (33:60-62) Der Prophet soll keine Bedenken haben wegen der Befehle Gottes, die ihn betreffen. Das ist Gottes Vorgehen bei den früheren Propheten. Was Gott befiehlt ist eine endgültige Entscheidung. (33:38) Sie glauben nicht an die Offenbarung. Gott belangt sie gemäß Seinem Gesetz, wie Er die früheren Völker belangte. (15:13) Ist Mumasalat universell? Sprich zu denen, die ungläubig sind, dass ihnen das Vergangene verziehen wird, wenn sie (von ihrem Unglauben) absehen; kehren sie aber (zum Unglauben) zurück, dann wahrlich, ist das Beispiel der Früheren schon dagewesen. (8:38) Und nichts hinderte die Menschen daran zu glauben, als die Rechtleitung zu ihnen kam, und ihren Herrn um Verzeihung zu bitten, (es sei) denn, (sie warteten) bis das beispiel(hafte Schicksal) der Früheren über sie käme oder (ihnen) die Strafe offen vor Augen gehalten würde. (18:55) Und wenn die Ungläubigen euch bekämpft hätten, hätten sie (euch) gewiss den Rücken gekehrt; dann hätten sie weder Beschützer noch Helfer finden können. Derart ist Allahs Vorgehen, wie es zuvor gewesen ist; und nie wirst du in Allahs Vorgehen einen Wandel finden. (48:2223) Ist Mumasalat universell? Mizan Gleichgewicht, das Maß von etwas kennen Universelle Naturgesetze Allahs, die er in die Natur des Menschen und in die Natur gesetzt hat und deren Bestimmung und Anwendung er dem Menschen aufgetragen hat. Die Strafen Allahs richten sich an die Schwächen der Natur des Menschen. Diese ändert sich nicht. Es geht um die Erziehung und Befriedigung des Menschen. Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf dass die Menschen Gerechtigkeit üben mögen. Und Wir schufen das Eisen, worin (Kraft zu) gewaltigem Krieg wie auch zu (vielerlei) Nutzen für die Menschheit ist, damit Allah die bezeichne, die Ihm und Seinem Gesandten, wenngleich ungesehen, beistehen. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Erhaben. (57:25) Allah ist es, der die Schrift mit der Wahrheit herabgesandt hat, und (der auch) die Waage (herabgesandt hat, damit für Recht und Gerechtigkeit gesorgt werde). Wer weiß, vielleicht steht die Stunde (des Gerichts) nahe bevor? (42:17) Ziel: Kist = Gerechtigkeit Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand von Adam und Hawwa Schuld 1. 2. Vertrag mit Allah gebrochen und Allahs Verbot übertreten Absicht: unsterblich werden und eine Herrschaft besitzen, die niemals enden wird Jedoch Satan flüsterte ihm Böses ein; er sagte: "O Adam, soll ich dich zum Baume der Ewigkeit führen und zu einem Königreich, das nimmer vergeht?" (20:120) Strafe Verbannung aus der Dschanna 1. ein Exilleben auf der Erde nur für kurze Zeit 2. Da sprachen Wir: "Geht (vom Paradies) hinunter! Der eine von euch sei des anderen Feind. Und ihr sollt auf der Erde Wohnstätten und Versorgung auf beschränkte Dauer haben." (2:36) Da sprach Er: "Geht alle hinab. Der eine ist der Feind des anderen. Auf der Erde habt ihr bis zum bestimmten Zeitpunkt eine Bleibe und Genuss. Er sprach: "Dort sollt ihr leben und sterben, und von dort werdet ihr zum Jüngsten Tag geholt werden." 7:24-25) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand von Yusuf & seinen Brüdern Brüder schmieden einen Plan um Yusuf loszuwerden Schicke ihn morgen mit uns, damit er sich vergnüge und spiele, und wir wollen gut auf ihn aufpassen. (12:12). Yusuf schmiedet auch einen Plan und nimmt ihnen Benjamin weg Als er sie dann mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, steckte er den Trinkbecher (des Königs) in die Satteltaschen seines Bruders. Dann gab ein Ausrufer bekannt: "O ihr Kamelführer, ihr seid wahrhaftig Diebe." Sie sagten, indem sie sich zu ihnen wandten: "Was vermisst ihr?" Jene sagten: "Wir vermissen den Maßbecher des Königs, und wer ihn wiederbringt, soll eine Kamellast erhalten, ich bürge dafür." Sie sagten: "Bei Allah, ihr wisset doch, dass wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe." Sie sagten: "Was soll dann die Strafe dafür sein, wenn ihr Lügner seid?" Sie sagten: "Die Strafe dafür sei: Der, in dessen Satteltaschen er (der Becher) gefunden wird, soll selbst das Entgelt dafür sein. So belohnen wir die Übeltäter." Da begann er ihre Säcke vor dem Sack seines Bruders (zu durchsuchen); dann zog er ihn aus dem Sack seines Bruders hervor. So richteten Wir es für Yusuf ein; er hätte seinen Bruder nach dem Gesetz des Königs nicht aufhalten können; es sei denn, Allah hätte es so gewollt. Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen; und über jedem, der Wissen hat, ist der Eine, Der noch mehr weiß. (12:70-76) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand von Yusuf & seinen Brüdern Sie versprechen ihrem Vater ihn zu beschützen, meinen es aber nicht aufrichtig. Er sagte: "Es macht mich traurig, wenn ihr ihn mit fortnehmt, und ich fürchte, der Wolf könnte ihn fressen, wenn ihr nicht auf ihn achtgebt." Sie sagten: "Wenn ihn der Wolf frisst, obgleich wir zu mehreren sind, dann werden wir wahrlich die Verlierenden sein.“ (12:13-14) Obwohl sie ihrem Vater aufrichtig versprochen hatten ihn zu beschützen, können sie ihr Versprechen nicht halten. Er sagte: "Ich werde ihn nicht mit euch schicken, ehe ihr mir nicht ein festes Versprechen im Namen Allahs gebt, dass ihr ihn mir sicher wiederbringt, es sei denn, dass euch selbst die Rückkehr abgeschnitten wird." Als sie ihm ihr festes Versprechen gegeben hatten, sagte er: "Allah wacht über das, was wir sagen.“ (12:66) Sie sagten: "O Aziz, er hat einen greisen Vater, so nimm einen von uns statt seiner an; denn wir sehen, du gehörst zu denen, die Gutes tun." Er sagte: "Allah behüte, dass wir einen anderen nehmen sollten als den, bei dem wir unsere Sachen gefunden haben; wir wären sonst wahrlich ungerecht." Als sie die Hoffnung, ihn umzustimmen, aufgegeben hatten, gingen sie zu vertraulicher Beratung abseits. Es sagte ihr Ältester: "Wisset ihr nicht, dass euer Vater von euch ein festes Versprechen im Namen Allahs entgegengenommen hat und dass ihr zuvor in eurer Pflicht gegen Yusuf gefehlt habt? Ich will darum das Land nicht eher verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allah für mich entscheidet; und Er ist der beste Richter." (12:78-80) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand von Yusuf & seinen Brüdern Sie wollen, dass Yusuf versklavt wird Es sagte einer von ihnen: "Tötet Yusuf nicht; wenn ihr aber vorhabt, etwas zu unternehmen, dann werft ihn in die Tiefe eines Brunnens; möge jemand von den Reisenden ihn herausziehen." (12:10). Yusuf wird Wazir Und so verliehen Wir Yusuf Macht im Lande; er weilte darin, wo immer es ihm gefiel. Wir gewähren Unsere Gnade, wem Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. (12:56) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand von Yusuf & seinen Brüdern Sie bringen ihrem Vater Yusufs blutiges Hemd Und sie hatten falsches Blut auf sein Hemd gebracht. Er sagte: "Nein, ihr habt das geplant. Doch schön geduldig sein. Und Allah sei um Hilfe wider das gebeten, was ihr beschreibt." (12:18) Sie bringen ihrem Vater Yusufs Hemd als Zeichen dafür, dass er am Leben ist und machen ihren Fehler wieder gut. "Nehmt dies mein Hemd und legt es auf das Gesicht meines Vaters; dann kann er (wieder) sehen. Und bringt eure Familien allesamt zu mir." Als die Karawane aufgebrochen war, sagte ihr Vater: "Wahrlich, ich spüre den Geruch Yusufs, auch wenn ihr mich für schwachsinnig haltet." (12:93-94) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand der Bestrafung der Juden Juden wurden aufgrund ihrer Übertretungen mit Essensvorschriften bestraft, weil sie Zinsen nahmen und das Vermögen anderer zu Unrecht aufzehrten. Und der Sünde der Juden wegen haben Wir ihnen gute Dinge verboten, die ihnen erlaubt waren, wie auch, weil sie viele Hindernisse in Allahs Weg legten und weil sie Zins nahmen, obgleich es ihnen untersagt war, und weil sie das Gut der Leute widerrechtlich aufzehrten. Und Wir haben den Ungläubigen unter ihnen eine schmerzliche Strafe bereitet. (4:160,161) Und den Juden haben Wir alles Getier untersagt, das Krallen hat; und von den Rindern und vom Kleinvieh haben Wir ihnen das Fett verboten, ausgenommen das, was an ihrem Rücken sitzt oder in den Eingeweiden oder mit den Knochen verwachsen ist. Damit haben Wir ihnen ihre Auflehnung vergolten. Und siehe, Wir sind Wahrhaftig. (6:146) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand von Yunus as Yunus flieht und wird im Bauch des Fisches gefangen gehalten Und (gedenke) Thu-n-Nuns als er im Zorn wegging und meinte, dass Wir keine Macht über ihn hätten. Doch dann rief er in der dichten Finsternis: "Es ist kein Gott außer Dir. Gepriesen seist Du! Ich bin wahrlich einer der Ungerechten gewesen." (21:87) Da floh er zu dem beladenen Schiff und loste und verlor dabei. Und der große Fisch verschlang ihn, während er (Jonas, sich selbst) tadelte. (37:140-142) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand der Bestrafung von Luts Volk „Ihr gebt euch in (eurer) Sinnenlust wahrhaftig mit Männern statt mit Frauen ab. Nein, ihr seid ein ausschweifendes Volk." Da war die Antwort seines Volkes keine andere als die: "Treibt sie aus eurer Stadt hinaus; denn sie sind Leute, die sich reinsprechen wollen." Sodann erretteten Wir ihn und die Seinen, mit Ausnahme seiner Frau; denn sie gehörte zu denen, die zurückblieben Und Wir ließen einen gewaltigen Regen auf sie niedergehen. Nun siehe, wie das Ende der Verbrecher war! (7:81-84) Als nun Unser Befehl eintraf, da kehrten Wir in dieser (Stadt) das Oberste zuunterst und ließen auch brennende Steine niedergehen, die wie Regentropfen aufeinander folgten. (11:82) Und Wir ließen einen Regen auf sie niederregnen; und schlimm war der Regen für die Gewarnten. (26:173) Bsp. für die Universalität von Mumasalat anhand der Bestrafung von Salihs Volk Dann schnitten sie der Kamelstute die Sehnen durch und trotzten dem Befehl ihres Herrn und sagten: "O Salih, bring uns das her, was du uns (an Drohung) versprichst, wenn du einer der Gesandten bist." Da erfasste sie das Beben; und am Morgen lagen sie in ihren Wohnungen auf dem Boden hingestreckt. (7:77-78) Dann erfasste sie das Beben; und am Morgen lagen sie in ihren Wohnungen auf dem Boden hingestreckt. (7:91) Mumasalat gilt auch für die Strafen im Jenseits Und die Bewohner des Feuers rufen den Bewohnern des Paradieses zu: "Gießt etwas Wasser über uns aus oder etwas von dem, was Allah euch gegeben hat." Sie sagen: "Wahrlich, Allah hat beides den Ungläubigen verwehrt, die ihre Religion als Zerstreuung betrachteten und ihr Spiel mit ihr trieben und vom irdischen Leben betört waren. An diesem Tage nun vergessen Wir sie, wie sie die Begegnung an diesem ihrem Tage vergaßen und wie sie Unsere Zeichen zu leugnen pflegten." (7:50-51) Verflucht sind die Leute des Grabens, des Feuers, mit seinem Brennstoff. Wie sie daran saßen! Und sie werden das bezeugen, was sie den Gläubigen angetan haben. (85:4-7) Diejenigen, die die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen heimsuchen und es dann nicht bereuen - für sie ist die Strafe der Dschahannam, und für sie ist die Strafe des Brennens (bestimmt). (85:10) Mumasalat gilt auch für die Strafen im Jenseits Und kein Prophet darf (etwas von der Beute) unterschlagen. Und wer (etwas) unterschlägt, soll das, was er unterschlagen hat, (zu seiner eigenen Belastung) am Tag der Auferstehung bringen. Alsdann wird jeder Seele nach ihrem Verdienst vergolten werden, und es soll ihnen kein Unrecht geschehen. (3:161) Und dem, der sich jedoch von Meiner Ermahnung abkehrt, wird ein Leben in Drangsal beschieden sein, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihn blind vor Uns führen." Er wird sagen: "Mein Herr, warum hast Du mich blind (vor Dich) geführt, obwohl ich (zuvor) sehen konnte?" Er wird sprechen: "Es sind ja Unsere Zeichen zu dir gekommen, und du hast sie missachtet also wirst heute nun du missachtet sein!" (20:124-126) Mumasalat gilt auch für die Strafen im Jenseits Und der, den Allah leitet, ist der Rechtgeleitete; die aber, die Er zu Irrenden erklärt - für die wirst du keine Helfer finden, außer Ihm. Und Wir werden sie am Tage der Auferstehung versammeln, (und sie werden) auf ihren Angesichtern (liegen), blind, stumm und taub. Ihre Herberge wird Dschahannam sein; jedes mal, wenn es (das Feuer) nachlässt, werden Wir die Flamme noch stärker anfachen. (17:97) Ihre Blicke werden niedergeschlagen sein, (und) Schande wird sie bedecken; denn sie waren (vergebens) aufgefordert worden, sich anbetend niederzuwerfen, damals als sie (noch) wohlbehalten waren. (68:43) Ihre Augen werden niedergeschlagen sein; Schmach wird sie bedecken. Das ist der Tag, der ihnen angedroht wird. (70:44) Ziele der Strafen im Kuran Eine Gesellschaft in der Straftaten nicht begangen werden ist utopisch. Die Schuld ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Sie begann mit Adam und Hawwa. Messenger of Allah said, "Were you not to commit sins, Allah would create people who would commit sins and ask for forgiveness and He would forgive them". (Muslim, “Tawba”, 9, 11; Tirmizi, “Sifatu’lDschannah”, 2, “Deawat”, 98; Ahmad b. Hanbal, I, 289, II, 305, 309, V, 414 ) Ziele der Strafen in der Dunja Welche Gründe führen den Täter zur Straftat? Die Straftat darf für den Täter nicht vorteilhaft sein, so dass er von der Begehung ablässt und die Rate der Straftaten in der Gesellschaft sinken In der Dunja Vergeltung So kostete sie die bösen Folgen ihres Betragens, und am Ende ihres Betragens stand ein Verlust. (65:9) Ist nicht die Geschichte von denen, die zuvor ungläubig waren, zu euch gekommen? So kosteten sie die bösen Folgen ihres Betragens, und ihnen wird eine qualvolle Strafe zuteil sein. (64:5) Sie ähneln den Ungläubigen, die es kurz vor ihnen gab. Diese haben im Diesseits die Folgen ihres Unglaubens erlitten, und auf sie wartet eine qualvolle Strafe im Jenseits. (59:15) Ziele der Strafen in der Dunja O ihr, die ihr glaubt! Tötet kein Wild, während ihr pilgert. Und (wenn) einer von euch ein Tier vorsätzlich tötet, so ist die Ersatzleistung (dafür) ein gleiches Maß vom Vieh, wie das, was er getötet (hat), nach dem Spruch von zwei Redlichen unter euch, und das soll dann als Opfertier zu der Kaba gebracht werden; oder die Sühne sei die Speisung von Armen oder dementsprechendes Fasten, damit er die bösen Folgen seiner Tat koste. Allah vergibt das Vergangene; den aber, der es wieder tut, wird Allah der Vergeltung aussetzen. Und Allah ist Allmächtig und Herr der Vergeltung. (5:95) Bewahrung vor größerer Strafe Und wahrlich, Wir werden sie vor der größeren Strafe von der diesseitigen Strafe kosten lassen, damit sie sich vielleicht doch noch bekehren. (32:21) Ziele der Strafen in der Dunja Darum sandten Wir gegen sie einen eiskalten Wind mehrere unheilvolle Tage hindurch, auf dass Wir sie die Strafe der Schmach in diesem Leben kosten ließen. Und die Strafe des Jenseits wird gewiss noch schmählicher sein, und es wird ihnen nicht geholfen werden. (41:16) Tawba und Rehabilitation Unheil ist auf dem Festland und auf dem Meer sichtbar geworden um dessentwillen, was die Hände der Menschen gewirkt haben, auf dass Er sie die (Früchte) so mancher ihrer Handlungen kosten lasse, damit sie sich besännen. (30:41) Und Wir zeigten ihnen kein Zeichen, das nicht größer als das vorherige gewesen wäre, und Wir erfassten sie mit der Strafe, auf dass sie sich bekehren mögen. (43:48) Und Wir haben bereits Städte rings um euch zerstört; und Wir haben die Zeichen abgewandelt, damit sie sich bekehren mögen. (46:27) Ziele der Strafen in der Dunja Wir schickten schon vor dir (Gesandte) zu den Völkern, dann suchten Wir sie mit Not und Drangsal heim, auf dass sie (Mich) anflehen mögen. (6:42) Lehre für Nachfolgende = Nakaal Bedeutet etwas, das für andere eine Lehre ist, etwas, das man fürchtet zu tun, etwas, das einen schwächt, die Kraft raubt, hindern, strafen Und Wir machten dies zu einem warnenden Beispiel für alle Zeiten und zu einer Lehre für die Gottesfürchtigen. (2:66) Und frage sie nach der Stadt, die am Meer lag, und (danach,) wie sie den Sabbat entweihten, wie ihre Fische scharenweise an ihrem Sabbattage zu ihnen kamen. Doch an dem Tage, da sie den Sabbat nicht feierten, da kamen sie nicht zu ihnen. So prüften Wir sie, weil sie gefrevelt hatten. (7:163) Ziele der Strafen in der Dunja Dem Dieb und der Diebin schneidet ihr die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen haben, und als abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist Allmächtig, Allweise. (5:38) Alsdann machten Wir sie zum Vergangenen und zu einem Beispiel für die Späteren. (43:56) Da erfasste ihn Allah zur Strafe für jene und diese Welt. (79:25) Ermahnung für die sich bewahren Ziele der Strafen in der Ahira Und Wir werden Waagen der Gerechtigkeit für den Tag der Auferstehung aufstellen, so dass keine Seele in irgendeiner Weise Unrecht erleiden wird. Und wäre es das Gewicht eines Senfkorns, Wir würden es hervorbringen. Und Wir genügen als Rechner. (21:47) Ziele der Strafen für den Täter Maßvoll Allah weiß, was jedes weibliche Wesen trägt, und wann der Mutterschoß abnimmt und wann er zunimmt. Und bei Ihm geschehen alle Dinge nach Maß. (13:8) Wir haben jedoch ein jegliches Ding nach (rechtem) Maß geschaffen. (54:49) Der heilige Monat ist für den heiligen Monat, und für die geschützten Dinge ist Wiedervergeltung (bestimmt). Wer nun gegen euch gewalttätig handelt, gegen den handelt in gleichem Maße gewalttätig, wie er gegen euch gewalttätig war, und fürchtet Allah und wisset, dass Allah mit den Gottesfürchtigen ist. (2:194) Dem, der eine gute Tat vollbringt, soll (sie) zehnfach vergolten werden; derjenige aber, der eine böse Tat verübt, soll nur das Gleiche als Lohn empfangen; und sie sollen kein Unrecht erleiden. (6:160) Ziele der Strafen für den Täter Wer Böses tut, dem soll nur mit Gleichem vergolten werden; wer aber Gutes tut - sei es Mann oder Frau und dabei gläubig ist -, diese werden ins Paradies eintreten; darin werden sie mit Unterhalt versorgt werden, ohne dass darüber Rechnung geführt wird. (40:40) Und wenn ihr bestraft, dann bestraft in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr es aber geduldig ertragen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen; (16:126) Das (soll so sein). Und dem, der Vergeltung in dem Maße übt, in dem ihm Unrecht zugefügt worden ist, und dann (wiederum) Unrecht erleidet -, dem wird Allah sicherlich zum Sieg verhelfen. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Allverzeihend. (22:60) Und die Gesichter derjenigen, die Schlechtes vollbringen, sollen ins Feuer gestürzt werden: "Seid ihr für das belohnt worden, was ihr getan habt?" (27:90) Ziele der Strafen für den Täter Wer Gutes vollbringt, soll Besseres als das erhalten; wer jedoch eine böse Tat vollbringt - jene, die böse Werke tun, sollen nur gemäß dem belohnt werden, was sie getan haben. (28:84) Für diejenigen aber, die böse Taten begangen haben, ist eine Strafe in gleichem Ausmaße (wie dem der bösen Taten) bereitet. Schmach wird sie bedecken; keinen Schutz werden sie vor Allah haben, (und es soll so sein,) als ob ihre Gesichter mit Fetzen einer finsteren Nacht bedeckt wären. Sie sind die Bewohner des Feuers; darin werden sie auf ewig bleiben. (10:27) Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht. (42:40) Es ist weder nach euren Wünschen noch nach den Wünschen der Leute der Schrift. Wer Böses tut, dem wird es vergolten werden; und er wird für sich außer Allah weder Freund noch Helfer finden. (4:123) Ziele der Strafen für den Täter Täter soll die Konsequenzen tragen für das Unrecht, das er angerichtet hat Der Täter soll in dem Maße, in dem er etwas verbrochen hat, bestraft werden (Misl) Rehabilitation Islah kommt von Salah und bedeutet etwas in Ordnung bringen, verbessern und ist eine Eigenschaft der Muminun. Islah ist das Gegenteil von Fasad, das eine Eigenschaft der Fasiqun und Munafiqun ist. Ziele der Strafen für das Opfer Entschädigung für aufgetretenen Schaden O Ihr Gläubigen! Bringt euch nicht untereinander in betrügerischer Weise um euer Vermögen! Anders ist es, wenn es sich um ein Geschäft handelt, das ihr in gegenseitigem Übereinkommen abschließt. Und tötet euch nicht (gegenseitig)! Allah verfährt barmherzig mit euch. (4:29) “The hand that takes is responsible for what it has taken until it returns it.” (Tirmizi, Buyu’ 39; Ebu Dawud, Buyu’ 39.; Ibn Madscha, Sadakat 5.) a woman used to borrow jewelry during the time of the Messenger of Allah. She borrowed some jewelry, collected it and kept it. The Messenger of Allah said: "Let this woman repent and give back what she has," several times, but she did not do that, so he ordered that her hand be cut off. (Nesai, Kat’u-s Sarık, 5.; Ebu Dawud, Hudud 15; Ibn Madscha, Hudud 28.) Ziele der Strafen für das Opfer Geldstrafe Anspornen zum vergeben des Täters Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein Übel gleichen Ausmaßes sein; dessen Lohn aber, der vergibt und Besserung bewirkt, ruht sicher bei Allah. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht. (42:40) Und wenn ihr bestraft, dann bestraft in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr es aber geduldig ertragen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen; (16:126) Gewissen befriedigen Im modernen Recht: 1. Geldstrafe 2. Freiheitsstrafe Im islamischen Recht: Ta'zir Im Kur'an: Vergeltung mit Misl Ziele der Strafen für die Gesellschaft Nakaal (allg. Abschreckung) Dem Dieb und der Diebin schneidet ihr die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen haben, und als abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist Allmächtig, Allweise. (5:38) Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. (5:33) Gewissen der Gesellschaft befriedigen mit Misl Strafe Frieden und Ordnung wahren Vordergründiges Ziel der Strafe bzgl. der Parteien Wenn Individuum das Ziel des Angriffs war Opfer befriedigen Wenn Gesellschaft Ziel des Angriffs war Nakaal (allg. Abschreckungsfunktion) Wenn Allah Ziel des Angriffs war Täter vor noch größerer Strafe wahren Hauptziel der Strafen im Islam Hauptziel der Strafe ist nicht die Abschreckung, da der Islam rät zu vergeben. Abschreckung ist lediglich eine Folge von schuldangemessener Bestrafung. Die Zufriedenstellung der Menschen und die Herstellung von Frieden und Ordnung ist das Hauptziel. Rechte Höchstpersönliche Rechte: Güter der Rechtsgemeinschaft Rechte der Gesellschaft, die gemeinschaftlich genutzt werden. Gesundheit, Gerechtigkeit, Wasser, Baurecht u.Ä.. Allahs Rechte Eigentlich gebühren alle Rechte Allah. Doch es gibt welche, die ausschließlich ihm zustehen bzw. der Gesellschaft gebühren, so dass einzig Allah st darüber verfügen kann Ibadat Steuern wie z.B. Sadaka-i fıtr, Haradsch, Dschizja Strafen wie z.B. als Hudud bezeichneter Diebstahl, Zina, Enterbung des Mörders usw. Kaffara: bei Eidbruch, fahrlässiger Tötung, Zihar u.Ä. müssen fasten, Arme speisen und kleiden, Sklaven befreien usw. Rechte aus der Sache selbst oder direkte Rechte: Ganima und Humus aus Metallen (1/5 gebührt dem Staat) Rechte Gemischte Rechte Rechte, wo Allahs Recht überwiegt: Die psychische und körperliche Gesundheit des Menschen, sein Recht seine Freiheit und sein Vermögen zu schützen. Auch wenn auf den ersten Blick, der Mensch davon Nutzen hat, so hat die Gesellschaft von ihrem Schutz einen größeren Nutzen. Daher wird Selbstmord und sein Vermögen unzurechnungsfähig verbrauchen verhindert. Rechte, Bsp.: wo das Recht des Menschen schwerer wiegt Kisas kann vergeben und in eine Dijja verwandeln werden. Amnestie bei Verletzung höchstpersönlicher Rechte Und wenn ihr bestraft, dann bestraft in dem Maße, wie euch Unrecht zugefügt wurde; wollt ihr es aber geduldig ertragen, dann ist das wahrlich das Beste für die Geduldigen; (16:126) O ihr, die ihr glaubt! Es ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weibliche für das Weibliche. Doch wenn jemandem von seinem Bruder etwas vergeben wird, so soll der Vollzug auf geziemende Art und die Leistung ihm gegenüber auf wohltätige Weise geschehen. Dies ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit. Wer nun von jetzt an (die Gesetze) übertritt, dem wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. (2:178) Amnestie bei Verletzung der Güter der Rechtsgemeinschaft Peitscht die Unzüchtige und den Unzüchtigen gegebenenfalls jeweils mit hundert Peitschenhieben aus; und lasset euch angesichts dieser Vorschrift Allahs nicht von Mitleid mit den beiden ergreifen, wenn ihr an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Und eine Anzahl der Gläubigen soll ihrer Pein beiwohnen. (24:2) Amnestie bei Verletzung der Rechte Allahs Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiss den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend. (2:256) Und sie werden nicht ablassen, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie dazu imstande sind. Wer sich aber von euch von seinem Glauben abbringen lässt und als Ungläubiger stirbt - das sind diejenigen, deren Taten wertlos sein werden in dieser Welt und im Jenseits. Sie werden die Bewohner des Feuers sein, und darin werden sie ewig verweilen. (2:217) Er (Moses) sagte: "Geh denn hin! Du sollst dein ganzes Leben lang sagen müssen: "Berührt (mich) nicht"; und dann ist da ein Zeitpunkt für dich, dem du nicht entgehen wirst. So schaue nun auf deinen "Gott", dessen ergebener Anbeter du geworden bist. Wir werden ihn ganz gewiss verbrennen und ihn darauf ins Meer streuen." (20:97) Einteilung des Islamischen Rechts Ibadat Muamalat Ukubat Hudud Kisas Tazir Kategorisierung der Strafen I. II. III. IV. V. Nach der Schuld Nach dem Ermessensspielraum des Richters Nach dem Vollstreckungsbereich Nach ihrer Beziehung untereinander In der Fiqh-Literatur I. Kategorisierung der Strafen nach der Schuld 1. 2. 3. Kisas Hudud Tazir I.1. Kisas-Strafen Kisas bedeutet der Spur folgen oder schneiden 5 Straftaten vorsätzliche Tötung (amden katl), ähnlich wie vorsätzliche Tötung (şibh-i amd ile katl), fahrlässige Tötung (hataen katl), vorsätzliche Körperverletzung fahrlässige Körperverletzung Da sie von dem Opfer oder seinen Verwandten mit oder ohne Entschädigung vergeben werden können, werden sie von den Hadd-Strafen getrennt Kisas ist ein Recht des Menschen und eine von Allah festgesetzte Strafe Vorgesehen Strafen sind: Kisas, Dijja, Kaffarat, Enterbung bzw. Verwirkung des Rechts am Testament I.1. Kisas-Strafen: Dijja Bei Amnestie kann Kisas in eine Dijja (Blutgeld) umgewandelt werden, im Falle von Totschlag Schwere Körperverletzung Körperverletzung Bei fahrlässiger Begehung gibt es ebenfalls die Möglichkeit der Dijja Das Blutgeld wird entweder dem Opfer oder seinen Erben ausgezahlt I.1. Kisas-Strafen: Kaffara Kaffara bei Verletzung von gewissen religiösen Pflichten, entweder finanziell oder körperlich fasten, Sadaka, Sklaven befreien, 5 Taten: Schwur brechen, während der Hadsch im Zustand des Ihrams sich rasieren, Zihar, das fasten brechen und fahrlässig jemanden töten I.2. Hadd-Strafen Hadd bedeutet zwei Dinge von einander trennen damit sie sich nicht vermischen, ein Hindernis -> hindert die Begehung von Straftaten Kommt 14 mal im Kuran vor, 13 mal für Allah (12 mal als Huddullah), 1 mal für Wahy Strafen des Kurans und der Sunna, die nachdem sie dem Gericht vorliegen nicht mehr zurückgenommen werden können Hadd ist ein Recht Allahs. Menschen können es nicht vergeben. Daher ist Kisas kein Hadd und ist Fard, eine festgesetzte Strafe, die weder erhöht noch verringert werden kann. I.2. Hadd-Strafen Nur 6 Strafen sind Hadd Zina (Unzucht), Kazf (Verleumdung wegen Unzucht), Chamr (Gebrauch von berauschenden Mitteln), Diebstahl, Hiraba (Terror) und Bagy (Auflehnung) Wenn die Straftat mehrmals begangen wurde, wird nur einmal bestraft Sklaven bekommen nur die Hälfte der Strafe Nach dem Hadd wird dennoch das Totengebet verrichtet I.3. Tazir-Strafen Ta’zir bedeutet hindern, verbieten, erziehen, tadeln, brutal schlagen, respektieren, helfen Strafen, die im Kuran und der Sunna nicht ausführlich erläutert werden und im Ermessen der zuständigen Behörden liegen Tazir-Strafen können von Regierung zu Regierung geändert werden. Das was früher erlaubt war kann verboten werden und anders herum. Bei Hadd etc. geht das nicht I.3. Tazir-Strafen in der Fiqh Literatur 1-Mudscharrad i’lam (ausrufen), 2-I’lam bil-dschalb (Ermahnung von Angesicht zu Angesicht), 3. Predigt und Nasiha (Ratschlag), 4-streng ansehen, den Raum verlassen, 9-Exil (Nafy und Tagrib), 10-Zur Schaustellung, 11-Drohen mit Bestrafung, 12-Absetzung als Beamter, 13-an Ohren ziehen, 14-Schlagen (Darb), 15-Todesstrafe (Katl), 5- tadeln (Takdir und Tawbih), 6-Freiheitsstrafe, 7-lebenslange Freiheitsstrafe, 8-unbestimmte Freiheitsstrafe (Gayrı muayyen hapis) 16-Haus niederreißen (Hadm-i Bait), 17- Geldstrafe II. Kategorisierung der Strafen nach dem Ermessensspielraum des Richters Kein Ermessensspielraum Hadd und Kisas Ermessen des Richters Tazir-Strafen III. Kategorisierung der Strafen nach dem Vollstreckungsbereich 1. Körperliche Strafen 2. 3. Freiheitsstrafen & Exil Psychische Strafe 4. Tadeln, drohen, bloßstellen Geldstrafen 5. Kisas, erhängen, Hand/Fuß abschlagen, Dschalda (auspeitschen), Freiheitsstrafe Dijja , Kafara, Musadara, Entschädigung Rechtsverwirkung Zeugenschaft, Erbschaft Beurteilung von Freiheitsstrafen laut Kuran Keine Schuldangemessenheit der Strafe unvereinbar mit der Würde des Menschen Befriedigt nicht das Gewissen Nicht ökonomisch, zu kostspielig Strafsystemvorschlag Straffonds Barzahlung (aus dem Vermögen Täters) Verschuldung in den Fonds Einnahmequellen des Fonds Täter zahlt Misl Strafe Ausgaben des Fonds Einnahmequellen des Fonds Scheinexport Unterschlagung Raub Diebstahl Untreue Bestechung Steuerhinterziehung Betrug Finanzielle Manipulation Schwarzmarkt Wucher Flüchtlingsschmuggel OrganhandelGewebehandelMenschenhandel Betrügerischer Bankrott Illegale Preisabsprache bei der öffentlichen Ausschreibung, Leistungserschleichung, Geldfälschung Raubkopie Ausgaben des Fonds Dijja bei fahrlässiger Tötung Dijja bei Vergebung von vorsätzlicher Tötung Dijja bei Delikte gegen die körperliche Unversehrheit Ausgaben an Diebstahlsopfer IV. Kategorisierung der Strafen nach ihrer Beziehung untereinander 1. 2. 3. 4. Hauptstrafe Falls Tatbestandsvoraussetzungen nicht erfüllt werden tritt die Ersatzstrafe ein z.B. Kisas verwandelt sich in Dijja Ergänzende Strafen Dafür muss kein weiteres Urteil ergehen z.B. Enterbung des Mörders Vervollständigende Strafen Dafür muss ein gesondertes Urteil ergehen. z.B. Die abgetrennte Hand des Diebes wird ihm um den Hals gebunden V. Kategorisierung in der Fikh-Literatur Kitabu‘l-Dschinajat Kisas Kitabu‘l-Hudud Unzucht (Zina), Verleumdung wegen Unzucht (Kazf), Diebstahl (Sarika), Terror (Hiraba), Apostasie (Irtidad), Gebrauch von berauschenden Mitteln Tazir-Strafen In manchen Quellen werden Gebrauch von berauschenden Mitteln und Apostasie in unterschiedlichen Kapiteln behandelt, da manche der Ansicht sind, dass diese Strafen nicht unter die Hadd-Strafen fallen Die einzelnen Delikte I. Vorsätzlicher Totschlag II. Unzucht (Zina) III. Verleumdung wegen Zina (Kazf) IV. Diebstahl (Sarika) V. Delikte, die den öffentlichen Frieden gefährden (Hiraba) VI. Gebrauch von berauschenden Mitteln VII. Apostasie (Irtidad) I. Vorsätzlicher Totschlag Strafe: Kisas Kisas linguistisch: die schlechten Folgen vernichten, kürzen, die Spuren verwischen, eine Sache (einer anderen Sache) angleichen (=hier die Strafe dem Verbrechen angleichen) Kisas Strafe ist dispositiv, da die nahen Verwandten des Ermordeten dem Täter mit oder ohne eine Entschädigung vergeben können. So wie der Mörder dem Opfer Angst gemacht hat, so können nun die Verwandten ihm Angst einjagen. Da es unter staatlicher Aufsicht geschieht können die Verwandten nicht aus Rache das Maß überschreiten Naskh = Reformierung Die Thora sah als Strafe für Mord entweder Wiedervergeltung (Kisas) oder Vergebung vor 5:45. Wir hatten ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr und Zahn um Zahn; und für Verwundungen gerechte Vergeltung. Wer aber darauf verzichtet, dem soll das eine Sühne sein; und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind die Ungerechten. Die Strafe der Thora wird vom Kuran in 2:178 reformiert Kuran führt die Option der Dijja (Blutgeld/Geldstrafe) ein Daher sagt Allah st in 2:178: „Dies ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit.“ Naskh mit besserem 2:106. „Wenn Wir eine Aya aufheben oder der Vergessenheit anheimfallen lassen, so bringen Wir eine bessere als sie oder eine gleichwertige hervor. Weißt du denn nicht, dass Allah Macht über alle Dinge hat?“ Kisas gabs in der Thora auch bei Körperverletzungen Diese Form des Kisas sieht der Islam nicht vor Regel: Du sollst nicht töten! 17:33. Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn zu Recht. Und wer da ungerechterweise getötet wird dessen Erben haben Wir gewiss Ermächtigung (zur Vergeltung) gegeben; doch soll er im Töten nicht maßlos sein; denn er findet (Unsere) Hilfe. Alles Leben Männer & Frauen Freie Menschen & Sklaven Rasulullah: Wenn einer von euch seinen Sklaven tötet wird er dafür hingerichtet Muslime & Nichtmuslime Todesurteil wird unter der Aufsicht des Staates von den Erben selber vollstreckt, nicht vom Staat (Henker ist ein Erbe des Ermordeten) Genugtuung verhindert Blutrache Ausnahme: 2:178. O ihr, die ihr glaubt! Es ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weibliche für das Weibliche. Doch wenn jemandem von seinem Bruder etwas vergeben wird, so soll der Vollzug auf geziemende Art und die Leistung ihm gegenüber auf wohltätige Weise geschehen. Dies ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit. Wer nun von jetzt an (die Gesetze) übertritt, dem wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. Nur die Erben haben das Recht anzuklagen (Islam kennt keine Staatsanwaltschaft) Den Erben des Ermordeten stehen 2 Optionen zur Verfügung Kisas (Wiedervergeltung) oder Dijja (Blutgeld/Geldstrafe) Alle Erben werden versammelt. Der Richter fragt die Erben zwei mal, ob sie sich mit Blutgeld zufrieden geben?. Wenn auch nur einer verzeiht, verwandelt sich die Todesstrafe in eine Geldstrafe. Die Geldstrafe wird an die Erben ausgezahlt (nicht an die Staatskasse) Mit dem Wort Bruder in dem Vers können sowohl der Mörder, als auch die Erben des Ermordeten gemeint sein. Damit versucht Allah st die Parteien daran zu erinnern, dass sie untereinander auch Geschwister sind. Nicht nur der Ermordete ist der Bruder der Erben gewesen, sondern auch der Mörder ist im Islam der Bruder der Erben. Daher sollen sie ihrem Bruder vergeben. Kisas = gerechte Vergeltung „der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weibliche für das Weibliche“ Nicht wörtlich, sondern restriktiv zu verstehen Elliptische Ausdrucksweise des Kurans (idschaz) Wenn ein freier Mann das Verbrechen begangen hat, muss der freie bestraft werden; wenn ein Sklave das Verbrechen begangen hat, muss der Sklave bestraft werden… usw. (siehe Asad, 2:178, Fußnote 147, S. 6970) Todesstrafe dient der Prävention 2:179. Es liegt Leben für euch in der Vergeltung, o ihr Verständigen, dass ihr Sicherheit genießen möget. Sicherheit genießen = Taqwa = sich vor allem was einem Schaden oder stören könnte schützen (Isfahani „Müfredat“ Band 1, S. 896) Fahrlässige Tötung 4:92. Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet: dann soll er einen gläubigen Sklaven befreien und Blutgeld an seine Erben zahlen, es sei denn, sie erlassen es aus Mildtätigkeit. War er (der Getötete) aber von einem Volk, das euer Feind ist, und ist er (der Getötete) gläubig: dann soll er einen gläubigen Sklaven befreien; war er aber von einem Volk, mit dem ihr ein Bündnis habt: dann soll er Blutgeld an seine Erben zahlen und einen gläubigen Sklaven befreien. Wer (das) nicht kann: dann (soll er) zwei Monate hintereinander fasten – (dies ist) eine Vergebung von Allah. Und Allah ist Allwissend, Allweise. Fahrlässige Tötung Strafe -> einen Sklaven freilassen Sklave wie ein Toter Aus der Gesellschaft wurde Einer weniger, nun soll ein Neuer hinzugefügt werden Blutgeld an Familie zahlen Familie und Kollegen zahlen Kollegen tragen Mitschuld, weil sie es nicht verhindert haben II. Unzucht (Zina) Schadet der Institution Familie, Volk wird unmoralisch, Vermischung der Abstammung, Verringerung der Nachkommenschaft. Daher ist es ein Delikt, das die Gesellschaft direkt angreift Schutz der Nachkommenschaft Absicht: Lust empfinden Strafe: 100 Peitschenhiebe, Dscha-la-da: der Haut Schmerzen zufügen Da Keuschheit eine Bedingung für die Ehe ist 4:24-25; 5:5, verwirkt der Zani sein Recht und darf nicht mehr mit keuschen Menschen heiraten 24:3; Scheidung bei Verheirateten Weil man es öffentlich begangen hat, wird die Bestrafung auch Öffentlichkeit vollzogen. Bzw. weil es die Gesellschaft angreift, wird bei der Vergeltung auch ein Teil der Gesellschaft zugegen sein. 1997 in Frankreich ¾ aller Sexualstraftäter wiederholen innerhalb von 3 Jahren die Tat; Freiheitsstrafen zeigen keine Wirkung Radschm (Steinigung) Strafe in der Thora: Steinigung: 5. Mose - Kapitel 22 22 Wenn jemand gefunden wird, der bei einem Weibe schläft, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und das Weib, bei dem er geschlafen hat; und sollst das Böse von Israel tun. 23 Wenn eine Dirne jemand verlobt ist, und ein Mann kriegt sie in der Stadt und schläft bei ihr, 24 so sollt ihr sie alle beide zu der Stadt Tor ausführen und sollt sie steinigen, dass sie sterben; die Dirne darum, dass sie nicht geschrieben hat, da sie doch in der Stadt war; den Mann darum, dass er seines Nächsten Weib geschändet hat; und sollst das Böse von dir tun. Juden haben nur Arme steinigen lassen. Reiche angesehene Menschen wurden nicht gesteinigt. Nach Protest der jüdischen Bevölkerung haben sie für alle eine neue Strafe eingeführt. Sie haben die Gesichter der Unzüchtigen geschwärzt, sie verkehrt auf einen Esel gesetzt und in der Stadt herumgeführt. (Muslim, Ibn Madscha) Rasulullah wendet Strafe der Thora für Juden an Eines Tages kommen Juden zu Rasulullah und sagen das 2 von ihnen Zina begangen hätten und bitten Rasulullah ein Urteil zu fällen. (Muslim, Ibn Madscha) 5:41. O du Gesandter, es sollen dich nicht jene betrüben, die hastig dem Unglauben verfallen, die mit dem Munde sagen: "Wir glauben", jedoch im Herzen nicht glauben. Und unter den Juden sind solche, die auf jede Lüge hören; sie hören auf andere, die noch nicht zu dir gekommen sind. Sie rücken die Worte von ihren richtigen Stellen ab und sagen: "Wenn euch dies (, was wir gutheißen wollen,) vorgebracht wird, so nehmt es an, doch wenn es euch nicht vorgebracht wird, dann seid auf der Hut!" Und wen Allah in Versuchung führen will, dem wirst du mit keiner Macht gegen Allah helfen können. Das sind die, deren Herzen Allah nicht reinigen wollte; für sie ist in dieser Welt Schande, und im Jenseits wird ihnen eine große Strafe zuteil sein. 42. Sie sind notorische Lauscher hinsichtlich der Falschheit, Verschlinger von Unerlaubtem. Wenn sie nun zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Und wenn du dich von ihnen abwendest, so können sie dir keinerlei Schaden zufügen; richtest du aber, so richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit. Wahrlich, Allah liebt die Gerechten. 43. Wie aber wollen sie dich zum Richter berufen, während sie doch die Thora in ihrem Besitz haben, worin Allahs Richtspruch ist? Hierauf, und trotz alledem, kehren sie (Ihm) den Rücken; und sie sind nicht als Gläubige zu bezeichnen. Rasulullah fragt welche Strafe die Thora vorsieht. Sie erklären die Strafe mit dem Esel. Ein Jude widerspricht und sagt das Steinigung vorgesehen ist. Daraufhin werden die Unzüchtigen gesteinigt (Muslim, Ibn Madscha) Rasulullah wendet Strafe der Thora für Muslime an 42:13. Er hat euch als Religion verordnet, was er (seinerzeit) dem Noah anbefohlen hat, und was wir (nunmehr) dir (als Offenbarung) eingegeben, und was wir (vor dir) dem Abraham, Moses und Jesus anempfohlen haben (mit der Aufforderung): "Haltet die (Vorschriften der) Religion und teilt euch nicht (in verschiedene Gruppen)!" Den Heiden kommt es (allerdings) schwer an, wozu du sie rufst. (Aber) Allah erwählt dazu, wen er will, und führt dazu (auf den rechten Weg), wer sich ihm (bußfertig) zuwendet. 6:84. Abraham schenkten Wir Isaak und Jakob. Beide haben Wir rechtgeleitet. Lange davor leiteten Wir Noah recht. Von seinen Nachkommen haben Wir David, Salomo, Hiob, Joseph, Moses und Aaron rechtgeleitet. Wie Wir sie belohnt haben, belohnen Wir alle, die das Gute tun. 85. Rechtgeleitet haben Wir auch Zacharias, Johannes, Jesus und Elias. Sie alle gehören zu den Rechtschaffenen. 86. Rechtgeleitet haben wir Ismael, Elisa, Jonas und Lot. Wir haben sie allen Menschen vorgezogen. 87. Rechtgeleitet haben Wir einige ihrer Väter, Nachkommen und Brüder. Wir haben sie auserwählt und zum geraden Weg geleitet. 88. Das ist Gottes Rechtleitung, die Er, wem Er will unter Seinen Dienern, gewährt. Wenn diese Auserwählten Gott andere Gottheiten beigesellt hätten, hätten sie ihre guten Werke zunichte gemacht. 89. Das sind diejenigen, denen Wir das Buch, die Urteilskraft und das Prophetentum gewährt haben. Wenn die Widersacher, die mit dir streiten, es leugnen, so haben Wir Leute damit betraut, die es nicht im geringsten leugnen. 90. Das sind jene, die Allah rechtgeleitet hat. Nimm ihre Rechtleitung zum Vorbild! Sprich: "Ich verlange von euch dafür keinen Lohn. Es ist ja nichts anderes als eine Ermahnung für die Welten." Rasulullah lässt die Strafe der Thora auch für Muslime anwenden (Buhari, Muslim) bis der Kuran eine neue Strafe einführt (24:2 = Naskh mit etwas besserem (2:106)). Naskh: Ersetzung durch Bessere 2:106. Wenn Wir eine Aya aufheben oder der Vergessenheit anheimfallen lassen, so bringen Wir eine bessere als sie oder eine gleichwertige hervor. Weißt du denn nicht, daß Allah Macht über alle Dinge hat? für mehr Info: siehe PPP zu „Naskh – Reformierung“ besserer Naskh: Radschm wird umgewandelt in Auspeitschen 24:2. Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, versetzt jedem hundert Peitschenhiebe! Ihr sollt kein Mitleid mit ihnen haben, geht es doch um die Religion Gottes, wenn ihr an Gott und den Jüngsten Tag glaubt. Eine Gruppe von Gläubigen soll beim Strafvollzug zugegen sein. Rasulullah sagt: 4 Zeugen (+ Ankläger) müssen es gesehen haben wie wenn sie gesehen hätten wie ein Ring auf einen Finger gesteckt wird. (z.B. Schwangerschaft einer Unverheirateten gilt nicht als Beweis) Dschalda sind Peitschenhiebe, die nur die oberste Hautschicht verletzen dürfen, nicht die Muskeln unter der Haut (Ragib el Isfahani, Band I, S. 254-255) Lian (Verfluchungsschwur) 24:6. Und (was) jene (betrifft), die ihren Gattinnen (Ehebruch) vorwerfen und keine Zeugen (dafür) außer sich selber haben von solchen Leuten soll die Aussage des Mannes allein (genügen), wenn er viermal bei Allah schwört, daß er die Wahrheit rede; Das ist ein Indiz dafür das in Vers 2 (auch) Verheiratete gemeint sind 7. und (sein) fünfter (Eid) soll sein, dass der Fluch Allahs auf ihm lasten möge, falls er ein Lügner sei. 8. Von ihr aber soll die Strafe abgewendet werden, wenn sie viermal den Schwur bei Allah leistet, dass er ein Lügner sei. 9. Und (ihr) fünfter (Eid) soll sein, dass Allahs Zorn auf ihr lasten möge, falls er die Wahrheit rede. Strafe verdoppeln/halbieren 33:30. O Frauen des Propheten! Wenn eine von euch eine offenkundige Schändlichkeit begeht, so wird ihr die Strafe verdoppelt. Und das ist für Allah ein leichtes. Radschm kann man nicht verdoppeln aber man kann 100 Peitschenhiebe in 200 umwandeln 4:25. Und wer von euch nicht vermögend genug ist, um gläubige Frauen zu heiraten, der heirate von dem Besitz eurer rechten Hand unter euren gläubigen Mägden; und Allah kennt euren Glauben sehr wohl. Ihr seid einer vom anderen. Darum heiratet sie mit Erlaubnis ihrer Familien und gebt ihnen ihre Brautgabe nach Billigkeit, wenn sie keusch sind, weder Unzucht treiben noch insgeheim Liebhaber nehmen. Und wenn sie, nachdem sie verheiratet sind, der Unzucht schuldig werden, dann sollen sie die Hälfte der Strafe erleiden, die für freie Frauen vorgeschrieben ist. Radschm kann man nicht halbieren aber man kann 100 Peitschenhieben in 50 umwandeln Homosexualität 4:15. Und wenn einige eurer Frauen eine Hurerei begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg gibt. Freiheitsstrafe bis sie Tawba machen 16. Und wenn zwei von euch (Männern) es begehen, dann fügt ihnen Übel zu. Wenn sie (aber) umkehren und sich bessern, dann lasset ab von ihnen; denn Allah ist Gnädig und Barmherzig. Übel (Atha) kann sowohl physisch als auch psychisch sein (Ragib el-Isfahani Band 1, S. 57) Beispiele im Kuran für Übel (Atha) 2:264. O ihr Gläubigen! Macht Eure Spenden nicht durch Kränkungen und schmerzende Äußerungen wieder zunichte! Das wäre wie einer, der sein Geld nur ausgibt, um von anderen gesehen zu werden und nicht an Gott und den Jüngsten Tag glaubt. Dieser Mensch ist mit einer glatten, mit fruchtbarer Erde bedeckten Steinschicht zu vergleichen. Ein starker Regenguss spült die fruchtbare Erde weg und hinterlässt nur das nackte felsige Gestein. Sie haben nichts von dem, was sie leisten. Gott leitet die Ungläubigen nicht zum rechten Weg. 2:222. Und sie befragen dich über die Menstruation. Sprich: "Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen während der Menstruation fern und kommt ihnen nicht nahe, bis sie rein sind; und wenn sie rein sind, dann geht zu ihnen, wie Allah es euch geboten hat. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die sich (Ihm) reuevoll zuwenden und die sich reinigen." Beispiele im Kuran für Übel (Atha) 61:5. Und da sagte Moses zu seinem Volk: "O mein Volk, warum kränkt ihr mich, wo ihr doch wisset, dass ich Allahs Gesandter bei euch bin?" Als sie dann (vom Glauben) abschweiften, da ließ Allah ihre Herzen abschweifen. Und Allah leitet kein frevelhaftes Volk. 9:61. Und unter ihnen sind jene, die den Propheten kränken und sagen: "Er hört (auf alles)." Sprich: "Er hört für euch nur auf das Gute: Er glaubt an Allah und vertraut den Gläubigen und erweist denen unter euch Barmherzigkeit, die gläubig sind." Und denen, die den Gesandten Allahs kränken, wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. 33:69. O ihr, die ihr glaubt! Seid nicht wie jene, die Moses kränkten; Allah jedoch bewies seine Unschuld in der Sache, die sie (gegen ihn) vorbrachten. Und er war ehrenwert vor Allah. 6:34. Vor dir wurden bereits Gesandte der Lüge geziehen; sie ertrugen geduldig die Bezichtigungen und die Belästigung, bis Unsere Hilfe zu ihnen kam. Gottes Worte, die Seine Hilfe verheißen, sind unabänderlich. Dir ist über die Gesandten vor dir berichtet worden, und du weißt, wie es ihnen erging. III. Verleumdung wegen Zina (Kazf) Kazf bedeutet: etwas mit Kraft wegwerfen, schleudern Da der Täter seine Anschuldigung nicht beweisen kann, wird er die Strafe für die Zina tragen. Von den 100 Peitschenhieben, die die Strafe für Zina ist, werden 20 abgezogen, da der Täter zu seiner Aussage steht. Somit muss er die restlichen 80 Peitschenhiebe, d.h. 20 Peitschenhiebe pro Zeuge den er nicht aufbringen konnte erdulden. Durch die Verleumdung wäre der Ruf des Opfers geschädigt worden, so soll auch der Ruf des Täters geschädigt werden, indem er als Fasiq bezeichnet wird Rechtsverwirkung: sein Zeugnis wird lebenslang nicht anerkannt Weiteres Bsp. für Verleumdung z.B. wegen Unterschlagung oder Bestechung i.H.v. 1000 Euro: Täter kann es nicht mit 4 Zeugen beweisen, dann fällt sein Anteil weg und er muss 800 Euro zahlen und bekommt die Bezeichnung Fasiq + Rechtsverwirkung als Zeuge IV. Diebstahl (Sarika) Definition: Die Wegnahmen einer fremden Sache unter Bewahrung Dem Dieb und der Diebin schneidet ihr die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen haben, und als abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist Allmächtig, Allweise. (5:38) Die Zahirija, Hasan el Basri und die Khawaridsch gehen von dem Wortlaut des Verses aus und sagen es muss nicht unter Verwahrung gewesen sein und muss keinen Mindestwert haben. In den Hammurabi Gesetzen gilt diese Strafe auch Das Opfer muss einen Klageantrag stellen und der Täter muss erwischt werden bevor er Tawba macht. IV. Diebstahl - Tatbestandsvoraussetzungen Als er sie dann mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, steckte er den Trinkbecher (des Königs) in die Satteltaschen seines Bruders. Dann gab ein Ausrufer bekannt: "O ihr Kamelführer, ihr seid wahrhaftig Diebe." Sie sagten, indem sie sich zu ihnen wandten: "Was vermisst ihr?" Jene sagten: "Wir vermissen den Maßbecher des Königs, und wer ihn wiederbringt, soll eine Kamellast erhalten, ich bürge dafür." Sie sagten: "Bei Allah, ihr wisset doch, dass wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe." Sie sagten: "Was soll dann die Strafe dafür sein, wenn ihr Lügner seid?" Sie sagten: "Die Strafe dafür sei: Der, in dessen Satteltaschen er (der Becher) gefunden wird, soll selbst das Entgelt dafür sein. So belohnen wir die Übeltäter." Da begann er ihre Säcke vor dem Sack seines Bruders (zu durchsuchen); dann zog er ihn aus dem Sack seines Bruders hervor. So richteten Wir es für Yusuf ein; er hätte seinen Bruder nach dem Gesetz des Königs nicht aufhalten können; es sei denn, Allah hätte es so gewollt. Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen; und über jedem, der Wissen hat, ist der Eine, Der noch mehr weiß. (12:70-76) IV. Diebstahl - Tatbestandsvoraussetzungen Maßbecher -> Sache, Wert Vermissen -> Wegnahme einer geschützten Sache des Königs -> Fremdheit in dem Sack seines Bruders -> Aneignung IV. Diebstahl – Fremdheit der Sache Bei Zweifel an Fremdheit der Sache fällt Strafe weg Wenn Sache Verwandten, Arbeitgeber, der Schatzkammer gehört, oder Täter Miteigentum an der Sache hat oder wenn Opfer tot ist, da der Tote kein Eigentumsrecht mehr hat IV. Diebstahl - Eigentumsrecht Bei Untreue, Unterschlagung, Betrug, Plünderei (Nuhba), Taschendiebstahl (Ihtilas) u.Ä. wird nicht die Hand abgeschlagen, weil hier nur ein Angriff auf die Sache, nicht das Eigentumsrecht vorliegt. Ziel des Täters ist die Sache, nicht das Eigentumsrecht und Verfügungsrecht. IV. Diebstahl - Hand abschlagen Eigentumsrecht wird verletzt, daher wird dem Täter die Hand als Symbol für das Eigentum abgeschlagen In der Sure Yusuf ist die Strafe versklaven, somit besitzt der Sklave kein Eigentumsrecht mehr. Die Hand ist ein Symbol für das Eigentumsrecht Man schlägt nicht die Hand ab, weil man die Tat damit begangen hat, sonst müsste man bei Zina die Geschlechtsorgane abtrennen. Das Wort Hand abschlagen kann im Kuran auch nur symbolisch gemeint sein wie in der Sure Yusuf Symbolisch in 2:27, 166; 3:127; 6:45, 94; 7:72, 160, 163, 168; 7:8; 9:110, 121; 10:27; 11:81; 12:31, 50; 13:4, 25; 69:46 Wortwörtlich in 5:33, 38; 7:124; 20:71; 26:49 Hand wortwörtlich in: 2:79; 4:43; 5:6, 28, 33, 38, 94; 6:7; 7:195 Hand symbolisch in: 2:95, 195, 255; 3:182; 4:62, 77, 91; 5:11, 64; 6:93; 9:29; 48:10; 111:1 IV. Kein Diebstahl Wenn der Täter sich stellt, dann entfällt die Strafe des Hand Abschlagens und er bekommt nur eine Misl Strafe oder wenn Tatbestandsvoraussetzungen von Sarika nicht erfüllt sind gibt es nur eine Misl Strafe D.h. er muss es doppelt bezahlen = die Sache zurückgeben + ein Gleiches als Strafe Rasulullah sagte, wenn einer ein Kamel versteckt, dann muss er das Kamel zurückgeben und zusätzlich ein Gleiches. In der Thora gilt auch diese Strafe. Rasulullah wandte daher die alte Scharia an (2. Buch Mose, 22/4; 2. Buch Mose, 22/7; 2. Buch Mose, 22/9) V. Delikte, die den öffentlichen Frieden gefährden (Hiraba) Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. (5:33) Fasad bedeutet die Ruhe und den Frieden stören, von der Gerechtigkeit abweichen. Gegenteil von „Salah“. Wird als Krieg gegen Allah und Rasulullah bezeichnet D.h. Krieg gegen das System und die Normen Allahs, den Frieden, den Allah und Rasulullah herstellen wollten V. Delikte, die den öffentlichen Frieden gefährden (Hiraba) Nach Imam Malik darf der Richter eins dieser Strafen selber entscheiden. Sie lesen das Wort „aw“ als Option Nach der zweiten Ansicht (Hanafi, Schafii, Hambali, Imamija) je nach Schwere der Tat fällt die Strafe aus. Wenn der Täter tötet, dann Todesstrafe, wenn er stiehlt, dann Hand abschlagen, dem Volk Angst und Schrecken einjagen, dann Exil. Diese Ansicht liest das „aw“ als „d.h.“ (Erläuterung) Die Todesstrafe kann nicht von den Verwandten vergeben werden, da die Gesellschaft Ziel des Angriffs war Mit der Hand wird auch der Fuß angeschlagen, da nicht nur das Eigentumsrecht angegriffen wurde, sondern auch der Frieden in der Gesellschaft Ins Exil schicken kann auch in einer Freiheitsstrafe umgesetzt werden, da Ziel ihn wo anders hinschicken, wo er der Gesellschaft keine Angst macht, ist V. Delikte, die den öffentlichen Frieden gefährden (Hiraba) Wollen sich Auflehnen gegen Allah, enden als Erniedrigte Anführer wird erhängt Diejenigen, welche die große Lüge vorbrachten, bilden eine Gruppe von euch. Glaubt nicht, dies sei übel für euch; im Gegenteil, es gereicht euch zum Guten. Jedem von ihnen soll die Sünde, die er begangen hat (, vergolten werden); und der von ihnen, der den Hauptanteil daran verschuldete, soll eine schwere Strafe erleiden. (24:11) Er (Pharao) sagte: "Glaubt ihr an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er muß wohl euer Meister sein, der euch die Zauberei lehrte. Wahrhaftig, ich will euch darum die Hände und Füße wechselweise abhauen (lassen), und wahrhaftig, ich will euch an den Stämmen der Palmen kreuzigen (lassen); dann werdet ihr bestimmt erfahren, wer von uns strenger und nachhaltiger im Strafen ist." (20:71) V. Delikte, die den öffentlichen Frieden gefährden (Hiraba) Wahrlich, ich werde wechselweise eure Hände und Füße abhauen. Dann werde ich euch alle kreuzigen." (7:124) Er (Pharao) sagte: "Glaubt ihr an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist sicher euer Meister, der euch die Zauberei gelehrt hat. Aber bald sollt ihr es erfahren. Wahrhaftig, ich werde euch die Hände und Füße wechselweise abhauen (lassen), und wahrhaftig, ich will euch alle kreuzigen (lassen)." (26:49) Im Gegensatz zu den anderen Delikte, die einzelne Personen als Ziel haben und vom Kuran als „Zulm“ bezeichnet werden, zielt dieses Delikt, das der Kuran als „Fesad“ deklariert auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Zulm bedeutet etwas an einem anderen Platz und in einem anderen Rang benutzen als es sein sollte. VI. Gebrauch von berauschenden Mitteln Im Kuran keine Strafe Abu Bakr 40 Schläge Umar 80 Schläge Hanefi, Maliki und Hanbeli 80 sind Hadd Schafi, Zahiri und Zaidija erste 40 sind Hadd, zweite 40 sind Tazir Absicht = Lust, Betäubung Strafe = Schmerz, wachrütteln VII. Apostasie (Irtidad) Religionsfreiheit Fiqh-Schulen sehen fälschlicherweise eine Todesstrafe vor Hanafiten sagen, eine bestimmte Zeit zur Tawba geben ist Mustahab, die anderen sagen ist wadschib Kuran Bezeichnung ihn als Murtad und sieht den Fluch Allahs als Strafe vor (Immaterielle Tat wird mit einer immateriellen Strafe vergolten) Er verliert seinen Status als Muslim und seine Rechte als Muslim. Wenn er nach der Apostasie die Muslime bekämpft, Krieg gegen sie führt, dann wird er im Krieg umgebracht werden. Möglicherweise meinen das die Hadithe. Todesstrafe in der Thora 5. Mose 13 1. Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davon tun. 2. Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt 3. und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: Lass uns andern Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen, 4. so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder Träumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt. 5. Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen. 6. Der Prophet aber oder der Träumer soll sterben, weil er euch gelehrt hat abzufallen von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus Ägyptenland geführt und dich aus der Knechtschaft erlöst hat, und weil er dich von dem Wege abbringen wollte, auf dem du wandeln sollst, wie der HERR, dein Gott, geboten hat –, auf dass du das Böse aus deiner Mitte wegtust. … Todesstrafe in der Thora … 7. Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter, 8. von den Göttern der Völker, die um euch her sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis ans andere, 9. so willige nicht ein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen, 10. sondern sollst ihn zum Tode bringen. Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks. 11. Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen wollen von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt hat, 12. auf dass ganz Israel aufhorche und sich fürchte und man nicht mehr solch Böses tue unter euch. … Todesstrafe in der Thora … 13. Wenn du von irgendeiner Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, sagen hörst: 14. Es sind etliche heillose Leute aufgetreten aus deiner Mitte und haben die Bürger ihrer Stadt verführt und gesagt: Lasst uns hingehen und andern Göttern dienen, die ihr nicht kennt, 15. so sollst du gründlich suchen, forschen und fragen. Und wenn sich findet, dass es gewiss ist, dass solch ein Gräuel unter euch geschehen ist, 16. so sollst du die Bürger dieser Stadt erschlagen mit der Schärfe des Schwerts und an ihr den Bann vollstrecken, an allem, was darin ist, auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe des Schwerts. 17. Und alles, was in ihr erbeutet wird, sollst du sammeln mitten auf dem Marktplatz und mit Feuer verbrennen die Stadt und alle ihre Beute als ein Ganzopfer für den HERRN, deinen Gott, dass sie in Trümmern liege für immer und nie wieder aufgebaut werde. 18. Und lass nichts von dem, was dem Bann verfallen ist, an deiner Hand kleben, auf dass der HERR von seinem grimmigen Zorn abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen Vätern geschworen hat, 19. wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und alle seine Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes. Kuran berichtet von der Todesstrafe der Thora 18:74. So zogen sie weiter, bis sie einen Jüngling trafen, den er erschlug. Er (Moses) sagte: "Hast du einen unschuldigen Menschen erschlagen, ohne dass (er) einen anderen (erschlagen hätte)? Wahrlich, du hast etwas Verabscheuliches getan!" 18:80. Und was den Jüngling anbelangt, so waren seine Eltern Gläubige, und wir fürchteten, er könnte Schmach durch Widersetzlichkeit und Unglauben über sie bringen. 5:32. Deswegen schrieben wir den Kindern Israels vor, daß jeder, der einen Menschen tötet - es sei denn als Vergeltung für Mord oder Unheilstiftung auf Erden - gleichsam die ganze Menschheit tötet; und wer einem, den der Tod bedroht, zum Leben verhilft, der hat gleichsam der gesamten Menschheit zum Leben verholfen. Wir haben ihnen unsere Gesandten mit den klaren Darlegungen geschickt, und viele unter ihnen haben trotzdem Maßloses auf Erden begangen. Unheilstiftung = fasad = etw. das nicht mehr funktionsfähig ist, seine Natur verändert hat, Maßlosigkeit Gegenteil von fasad ist „salah“ = etwas gerade biegen, erziehen (zum Ursprung zurückführen) Naskh: Ersetzung durch Bessere 2:106. Wenn Wir eine Aya aufheben oder der Vergessenheit anheimfallen lassen, so bringen Wir eine bessere als sie oder eine gleichwertige hervor. Weißt du denn nicht, daß Allah Macht über alle Dinge hat? für mehr Info: siehe PPP zu „Naskh – Reformierung“ Regel: Kein Zwang im Glauben Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiss den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend. (2:256) Zwang würde nur dazu führen das Heuchler (Munafiq) entstehen Beispiele aus der Sira Mukatil b. Sulaiman berichtet (Tod 150/767) das 12 Abtrünnige von Medina nach Mekka gegangen sind. Später bereut einer von ihnen Haris b. Suwaid. Er fragt seinen Bruder Dschulas: “Frag Rasulullah, darf ich tawba machen oder soll ich von Mekka nach Scham?“ Daraufhin wird 3:86-91 hinabgesandt Laut dem Vertrag von Hudaibijja: durften Medinenser nach Mekka gehen aber Mekkaner mussten ausgeliefert werden Strafe für Apostasie im Islam: Fluch Allahs 3:85. Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein. 86. Wie soll Allah ein Volk leiten, das ungläubig wurde nach seinem Glauben und nachdem es bezeugt hatte, daß der Gesandte wahrhaftig sei, und nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen gekommen waren? Und Allah leitet die Ungerechten nicht. 87. Ihre Strafe, die sie sich zugezogen haben, wird der Fluch Gottes, Seiner Engel und aller Menschen sein. 88. Ewig bleiben sie darin; ihnen wird die Strafe nicht erleichtert und ihnen wird kein Aufschub gewährt; 89. außer denen, die danach umkehren und gute Werke verrichten. Denn siehe, Allah ist Allverzeihend und Barmherzig. 90. Siehe, wer nach seinem Glauben ungläubig wird und immer mehr dem Unglauben verfällt - dessen Reue wird nicht angenommen, und dies sind die Irrenden. 91. Wahrlich, jene, die ungläubig sind und im Unglauben sterben - niemals wird von ihnen eine Erde voll Gold angenommen werden, auch wenn sie sich damit loskaufen wollten. Diese haben eine schmerzhafte Strafe, und sie werden keine Helfer haben. Es heißt „im Unglauben sterben“ nicht „im Unglauben getötet/hingerichtet werden“ Beispiele aus dem Kuran für Fluch Allahs Fluch Allahs ist eine Strafe im Islam die für mehrere Taten Anwendung findet Und (was) jene (betrifft), die ihren Gattinnen (Ehebruch) vorwerfen und keine Zeugen (dafür) außer sich selber haben - von solchen Leuten soll die Aussage des Mannes allein (genügen), wenn er viermal bei Allah schwört, dass er die Wahrheit rede; und (sein) fünfter (Eid) soll sein, dass der Fluch Allahs auf ihm lasten möge, falls er ein Lügner sei. Von ihr aber soll die Strafe abgewendet werden, wenn sie viermal den Schwur bei Allah leistet, dass er ein Lügner sei. Und (ihr) fünfter (Eid) soll sein, dass Allahs Zorn auf ihr lasten möge, falls er die Wahrheit rede. (24:6-9) Beispiele aus dem Kuran für Fluch Allahs 2:159. Diejenigen, die verbergen, was Wir von den klaren Beweisen und der Rechtleitung herabsandten, nachdem Wir es den Menschen im Buch erklärt hatten, diese verflucht Allah, und diese verfluchen auch die Fluchenden; 160. außer denjenigen, die sich reuevoll zuwenden, sich bessern und klarstellen. Denen wende Ich Meine Gnade wieder zu; denn Ich bin der gnädig Sich-wiederZuwendende, der Barmherzige. 5:78. Verflucht wurden die Ungläubigen von den Kindern Israels durch die Zunge Davids und Jesus, des Sohnes der Maria. Dies, weil sie ungehorsam waren und (gegen die Gebote) verstießen. Beispiele aus dem Kuran für Fluch Allahs 11:18. Und wer ist ungerechter als der, der eine Lüge gegen Allah erdichtet? Diese werden ihrem Herrn vorgeführt werden, und die Zeugen werden sagen: "Das sind die, die gegen ihren Herrn logen." Hört! Wahrlich, der Fluch Allahs lastet auf den Ungerechten, 19. die vom Wege Allahs abhalten und ihn zu krümmen suchen. Und diese sind es, die nicht an das Jenseits glauben; 20. sie vermögen nimmermehr im Lande zu siegen, noch haben sie irgendeinen Beschützer vor Allah. Verdoppelt soll ihnen die Strafe werden! Sie konnten weder hören, noch konnten sie sehen. Fluch bedeutet von dem festgelegten Weg verstoßen, ausgewiesen, entfernt werden. In der Dunja von der Rahma und Hilfe Allahs abgeschnitten sein, in der Ahira Allahs Strafe auf sich ziehen Apostasie ist bereits Strafe genug für ihn O ihr Gläubigen! Wer von seinem Glauben abkommt, schadet nur sich selbst. Gott wird andere Menschen bringen, die Er liebt und die Ihn lieben, die bescheiden gegenüber den Gläubigen, unverzagt gegenüber den Ungläubigen sind, die für Gottes Sache kämpfen und keine Rücksicht auf den Tadel nehmen, der ihnen gemacht werden könnte. Das ist Gottes Gnade, die Er gewährt, wem Er will. Gottes Gnade und Wissen sind unendlich. (5:54) Taten werden in beiden Welten wertlos Sie befragen dich über das Kämpfen im heiligen Monat. Sprich: "Das Kämpfen in ihm ist schwerwiegend. Doch das Abbringen vom Weg Allahs und nicht an Ihn zu glauben und (den Zutritt) zur heiligen Moschee (zu verwehren) und deren Bewohner daraus zu vertreiben, ist schwerwiegender vor Allah. Und die Verführung ist schwerwiegender als Töten." Und sie werden nicht ablassen, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie dazu imstande sind. Wer sich aber von euch von seinem Glauben abbringen läßt und als Ungläubiger stirbt - das sind diejenigen, deren Taten wertlos sein werden in dieser Welt und im Jenseits. Sie werden die Bewohner des Feuers sein, und darin werden sie ewig verweilen." (2:217) Fazit Apostasie Allah st thematisiert Apostasie in mehreren Versen, erwähnt Nebensächlichkeiten wie das der Abtrünnige dadurch nur sich selbst schadet, seine Taten wertlos sein werden, der Fluch Allahs, der Engel und der Menschen auf ihm lasten werden. Wenn es eine Todesstrafe gäbe dann müsste Allah st das vorrangig in den Versen erwähnen und festhalten. Die Todesstrafe der Thora wurde vom Kuran durch eine bessere ersetzt. Die Strafe für Apostasie im Islam ist der Fluch Allahs mit der Möglichkeit der Tawba. Quellenangabe Kur‘an ve Sünnet Isiginda Suc – Ceza Uygunlugu (Mümaselet) Dr. Suat Erdogan Susem Ders Notlari Dr. Suat Erdogan Yrd. Doç. Dr. Adem Yildirim