3 Aufbau und Funktionsweise von smart labels

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Intelligentes
Papier
Christian Schmidt
physikalische Technik & Informationsverarbeitung
Übersicht
1 Begriffsdefinition
2 Das EAN-Codierungsverfahren
3 smart labels
3.1 Aufbau und Funktionsweise
3.2 Anwendungen
4 Probleme & Risiken
4.1 physikalische Problem
4.2 ethische Probleme
5 Quellen
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intelligentes Papier - Begriffsdefinition
1 Begriffsdefinition
Intelligentes Papier:
• auch smart label genannt
• Bezeichnung für RFID (Radio Frequency Identification) - Folien
• Folien dünn wie Papier und ähnlich verarbeitbar  intelligentes Papier
EAN:
•
European Authorisation Code
• 13 – oder 8stellige Produktkennziffer für Handelsartikel
EPC:
•
Electronic Produktion Code
• „Nachfolger“ des EAN-Codes
• weltweite eindeutige Nummer für Objekte
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intelligentes Papier – EAN-Codierung
2 Das EAN-Codierungsverfahren
•
1974 in Europa eingeführt  Erleichterung des Warenverkehrs
•
1977 European Article Association gegründet  98 Mitgliedsstaaten
•
maschinenlesbarer Strichcode = Barcode
•
derzeit 13 - oder 8-stellig
•
8-stellig speziell für kleine und lokale Produkte
Anwendung:
•
Lebensmittel
•
Bücher (ISBN)
•
Software (Microsoft:UPC)
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EAN-Code für eine 1,5 l Flasche
Coca Cola Vanille
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intelligentes Papier – EAN-Codierung
2 das EAN - Codierungsverfahren
•
EAN-8, EAN-13 und UPC-A (amerik.) haben selbe Strichcodierung
•
2 helle und 2 dunkle Striche bilden eine Ziffer
•
4 unterschiedliche Strichstärken (dünn, 2x, 3x und 4x so breit)
•
4 Linien einer Ziffer insgesamt 7x so breit wie dünne Linie
•
C1/C3: Start/Endmarker
•
C2: Barcodemitte
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intelligentes Papier – EAN-Codierung
2 das EAN-Codierungsverfahren
Bedeutung der einzelnen Ziffern bei EAN13:
•
3 Ziffern: Ländercode des Staates (Deutschland: 400-440)
•
4 Ziffern: Hersteller
•
5 Ziffern: Artikelbezeichnung
•
letzte Ziffer: Prüfziffer
Prüfziffer berechnet sich:
•
Ziffern 1-12 werden von rechts nach links abwechselnd mit 1 und 3 multipliziert und dann addiert
•
Prüfziffer ergänzt dann Summe zu Vielfachen von 10
Bsp: 4003994155486 (Kellogs)
8*3+4*1+5*3+5*1+1*3+4*1+9*3+9*1+3*3+0*1+0*3+4*1 = 104
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110 -104 = 6
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intelligentes Papier – smart label
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intelligentes Papier – smart labels
3 Aufbau und Funktionsweise von smart labels
•
Haftetikett mit integriertem Transponder (Transmit and response)
Unterscheidung in aktive, semipassive und passive Transponder
aktiv:
• eigene Energieversorgung zur Datenspeicherung/transfer (meist Batterie)
semipassiv:
• Transponder besitzt eigene Energievesorgung
• bei Datentransfer: Energie aus elektrischem Feld
der Schreib/Leseeinheit
passiv:
• Energie wird aus elektromagn. Feld der
Lese/Schreibeinheit bezogen
•
in RFID: nur passive Transponder (Platzgründe)
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intelligentes Papier – smart labels
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• 300 – 400 µm dick  wie Papier bedruckbar
• je nach Typ festprogrammiert oder programmierbar
• Datenmenge: 1024 Bit
• Reichweite: 120cm – 100m
smart labels bestehen aus:
• Sende/Empfangsantenne
• Steuerlogik
• Datenspeicher
• (Energiespeicher)
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• smart label kommt in Reichweite von Sende/Leseeinheit
• Energiespeicher wird aufgeladen
• Transponder sendet Daten
(Sendefrequenz: 13,56 MHz)
• erhält gegebenenfalls neue Daten
Vorteile gegenüber Barcode:
• Datenaustausch ohne Sichtverbindung
• gleichzeitiger Datenaustausch mit mehreren smart labels
• höhere Leserate als Barcode-Verfahren
• durch Einbettung in Materialien: umweltresistent  Einsatz unter Extrembedingungen
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Anwendungen:
• Diebstahlsicherung
• Produkt Authentifikation
• intelligente Sensoren
• intelligente Textilien
• „Das letzte Buch“
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Diebstahlsicherung
• Ware mit Diebstahlsicherung (EAS) versehen
• besteht aus seriellem Schwingkreis (8,2 MHz Resonanz)
• Sicherung kommt in elektrisches Feld der Alarmanlage  Alarm
• Kunde bezahlt  Schwingkreis wird verstimmt  kein Alarm beim Passieren
• 2 Zustände (An/Aus): 1Bit Speicherkapazität
• einfach zu realisieren
• einfach zu umgehen
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Produkt Authentifikation
Ziel:
• mehr Herstellungskontrolle
• leichtere, umfangreichere Warenrückverfolgung
• automatisches Auslesen von Produktkennziffern
Verwendung von RFIDs und EPC
EPC:
• jedes Objekt weltweit hat eine eindeutige Identifikationsnummer
• verkaufte oder verlorene/gestohle Objekte können direkt zugeordnet werden
• EPC kann als primary key für Datenbanken dienen
• Herstellergarantien und MHD genauer bestimmbar
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Produkt Authentifikation
• automatische Informationssammlung in komplexeren Ausmaßen
• Wegbereiter für neue Nummerierungsstandards
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Produkt Authentifikation
• Waren werden registriert, sobald sie im Warenkorb liegen
• beim Verlassen des Marktes wird Rechnung automatisch erstellt und online abgebucht
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Produkt Authentifikation
Vergleich EAN – EPC
• EAN billig, weit verbreitet, einfach herzustellen
• großer Nachteil: muss sichtbar auf glatter Oberfläche aufgebracht werden
• EPC eindeutig, fehlerfrei, umfangreiche Datenspeicherung
• großer Nachteil: Datenschutz
• Kombination aus beidem möglich
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intelligente Sensoren
• Mikrochips in Sensoren können physikalische
Eigenschaften messen (z.B. Temp, Feuchte, Druck)
• bei kritischen Veränderung kann Personal oder
Zentrale informiert werden
Anwendungsbeispiele:
• MHD von Milchflaschen sind abgelaufen Meldung
• Ware kann direkt und schnell detektiert und
ausgetauscht werden
• Backpapier teilt Backofen genaue Zeit für Pizza mit
• Kühlschrank erkennt, welche Ware abgelaufen ist und bestellt neue
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3 Aufbau und Funktionsweise von smart labels
intelligente Textilien
• Integration von smart labels in Textilien
• genaue Lokalisation von Personen (bei Unfällen)
• einfaches Abrufen von Wander/ Stadt/ Landkarten
• militärische Anwendung: Koordination und sofortige
Befehlsübermittlung  hohe Flexibilität
• bei Verlust  Ermittlung des Besitzers
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3 Aufbau und Funktionsweise von smart labels
„Das letzte Buch“
• Entwicklungsprojekt am MIT, Massachusetts
• physikalisch vorhandenes Buch mit 100 Folien als Seiten
• Menü über alle verfügbaren Bücher im Buchrand
• Leser stellt Buch in Ladestation  wählt Buchtitel öffnet Buch und liest
• spezielle Tinte (electronic ink) ändert schwarz/weiß-Zustand bei elektrischem Feld
• Problem:
• Dimensionierung der Displays auf Buchformat
• Gewichtreduzierung
• Kostenreduzierung
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3 Aufbau und Funktionsweise von smart labels
„Das letzte Buch“
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intelligentes Papier – Probleme & Risiken
4 Probleme und Risiken
4.1 physikalische Probleme
• Nah – Fern – Problem
• Empfänger muss Signal bei bekannter Bandbreite auch aus Umgebung heraus erkennen
• große, unbekannte Signale können das Signal abblocken/überlagern
• gewolltes Signal weit weg  Receiver wird überlagert Signal geblockt
• Filter helfen nur, wenn überlagerndes Signal nicht in gewollter Bandbreite liegt
• Reparatur von smart labels in Gegenständen schwierig (z.B. Gepäck)  Kosten
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intelligentes Papier – Probleme & Risiken
4 Probleme und Risiken
4.2 ethische Probleme
• Datenschutz
• wichtige Problemsituationen:
• unerlaubtes Auslesen von Besitz
• Tracken von Personen
• Langfristige Verantwortung von Objekten
• Ausübung von Verhaltenskontrolle
• gesetzliche Regelung erforderlich
• smart labels müssen nach Kauf des Objektes zerstört werden
 Vorteile dadurch teilweise aufgehoben
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intelligentes Papier – Quellen
5 Quellen
• www.wikipedia.de  Überblick über die Thematik, EAN-Codierung
• www.avesodisplays.com  Hersteller von smart labels, Anwendungen
• www.dimagemaker.com  Elektronische Tinte, the last book
• Einführung in die RFID-Technologie, Matthias Lampe  Aufbau und Funktionsweise von RFIDs
• Radio Frequenzy Integated Circuit Design, John Rogers,Calvin Plett  Probleme & Risiken
• Fraunhofer Institut IWMH, Dr. Petzold  Fotos von RFIDs
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intelligentes Papier – Probleme & Risiken
Vielen Dank für die
Aufmerksamkeit
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