Warum CO2 nicht das Problem ist (und was den

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MEINUNGEN
von Dr. Lars Schernikau
Präsident des HMS Bergbau Konzerns, Singapur und Deutschland
Warum CO2 nicht das Problem ist (und
was den Wetter- und Klimawandel
wirklich verursacht)
Zusammenfassung:
1. Bis zum heutigen Tag kann der
Mensch das globale Klima weder
verändern noch beeinflussen.
2. Eine Erhöhung oder Verringerung
der CO2-Mengen ist nicht für den
Klimawandel verantwortlich (der
Zusammenhang gilt eher umgekehrt).
3. Die derzeitige CO2-Konzentration in
der Atmosphäre von 0,04% ist eine
der niedrigsten in den vergangenen
600 Millionen Jahren.
4. Jedes Jahr werden Milliarden USDollar für die Verminderung des
CO2-Ausstoßes verschwendet, während diese Mittel dringend für die
Lösung wirklich drängender Probleme der Umwelt und der Menschheit benötigt würden (Verschmutzung der Luft, des Wassers und des
Bodens, Nahrungsmittel, Wasser,
Gesundheit, Bildung usw.).
Entgegen der landläufigen Meinung
machen sich die Experten in der Kohleindustrie mindestens genauso viel Sorgen um die Umwelt wie jeder andere
auch. Kohleexperten haben sogar häufig
ein besseres Verständnis dafür, welche
Auswirkungen das globale Verlangen
nach Energie und die Nutzung von Ressourcen, und insbesondere von Kohle,
auf die Umwelt haben. Umweltschutz
beginnt mit Bildung, aber Bildung sollte
keine falschen Fakten verbreiten, son-
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dern ihr Augenmerk auf die wirklich
drängenden Umweltfragen richten.
Unsere Kinder sollten lernen, was
Umweltschutz bedeutet und sich dabei auf Themen wie Müll und Umweltbewusstsein konzentrieren, anstatt sich in wissenschaftliche Diskussionen über CO2 und den sogenannten „vom Menschen verursachten globalen Klimawandel“ verwickeln zu lassen.
Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass ich mit der Veröffentlichung dieses Artikels über das kontrovers diskutierte Thema CO2 vermutlich bei einigen Leuten an
Glaubwürdigkeit verlieren werde.
Nach fast 15-järiger Tätigkeit in der
Kohleindustrie habe ich erst in 2015,
und somit viel zu spät, damit begonnen, mir und anderen Fragen über
den globalen Klimawandel, Kohlendioxid und die Einwirkung des Menschen auf die weltweiten Temperaturen zu stellen. Ich bin weder Meteorologe, Physiker noch Geologe, Biologe oder Chemiker. Ich bin vielmehr ein Experte aus der Kohleindustrie mit langjähriger Erfahrung in
Wirtschaft und Finanzen. Während
meiner Laufbahn sammelte ich Erfahrung in zahlreichen Branchen und
bitte Sie, bzw. fordere Sie dazu auf,
alle meine Ausführungen zu überprüfen. Mir ist klar, dass die meisten
Menschen meine Thesen nur allein
deshalb ablehnen werden, da ich aus
der Kohleindustrie komme und sie
glauben, dass ich unter deren Einfluss
stehe. Und damit haben diese Menschen Recht: mein Beruf, den ich sehr
liebe, hat einen großen Einfluss auf
mich. Aber lassen Sie mich folgendes
klarstellen: ich verdiene keinen Cent
daran, über dieses Thema zu sprechen;
wenn überhaupt, verliere ich damit
wahrscheinlich sogar Geld.
Ich bin mir bewusst, dass das Verlangen nach günstiger Energie (einschließlich der Verbrennung von Kohle) die Umwelt erheblich verschmutzt
und ein großes Problem darstellt. Diese
Verschmutzung, die in erster Linie die
Luft aber oft auch das Wasser und den
Boden betrifft, ist ein Thema, dem wir
uns stellen müssen und worauf wir uns
konzentrieren sollten. Ich bin zudem
ein Befürworter der Entwicklung zukunftsfähiger erneuerbarer Energielösungen. An dieser Stelle geht es mir
ausschließlich um die Fehleinschätzung, CO2 fälschlicherweise als “Umweltverschmutzung” zu brandmarken.
Bevor wir aber auf die Umwelt,
CO2 und die echten Probleme zu sprechen kommen, lassen Sie mich die
Dinge zunächst in eine historische Perspektive rücken.
1.
Die Evolution des Menschen – die richtige Perspektive
Wenn man sich darüber im Klaren
wird, dass es mehr als nur die drei
klassischen Raumdimensionen und die
Zeit gibt, dann scheint es, als ob wir
„wissenschaftlich betrachtet“ einige der
Grundprinzipien, die unsere Welt und
Umgebung regeln, nur oberflächlich erforscht haben. Mehr und mehr Physiker
weltweit, einschließlich zahlreicher Nobelpreisträger, gestehen ein, dass das
Universum in einem höherdimensionalen Raum existieren könnte (KaluzaKlein Theorie und Supergravitation). In
dem fortschrittlichsten Ansatz der Superstring-Theorie wird die Anzahl der
Dimensionen mit genau 10 vorhergesagt. Allen Interessierten rate ich, diesbezüglich die Abhandlungen von Stephen Hawkins oder Michio Kaku zu lesen, die diese Theorie und die Beweisführung für diese unglaubliche Aussage
sehr gut erläutern (Kaku 1994). Ich mache diese Ausführungen, da das Verlangen nach reichlich vorhandener Energie
auch durch das bessere Verständnis der
Physik und des höherdimensionalen
Raums gestillt werden kann.
Die menschliche Rasse existiert auf
diesem Planten vermutlich seit rund 2
Millionen Jahren. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen haben die
wissenschaftlichen Erkenntnisse exponentiell zugenommen. Umso mehr wir
wissen, umso schneller lernen wir Neues hinzu. Ein Beispiel hierfür ist, dass
die Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg mehr Wissen erlangt haben als in
den 2 Millionen Jahren zuvor. Die wissenschaftliche Entwicklung hat eine kritische Größe erreicht, wodurch dieses
exponentielle Wachstum zusätzlich an
Schlagkraft gewonnen hat. Man geht
davon aus, dass sich das kollektive Wissen der Wissenschaftler alle 10-20 Jahre
verdoppelt.
Nach Meinung von Kaku (1994)
sind wir auf dem Weg von einem sogenannten „Zivilisationstyp 0“ hin zu einem „Zivilisationstyp 1“. Dies würde
uns – in vielleicht 100 Jahren – die
Möglichkeit öffnen, das Wetter zu beherrschen und in der Folge hätte der
Mensch Zugang zu großen Mengen an
Energie (ein Hurrikan erzeugt so viel
Energie wie hunderte Wasserstoffbomben). Zu Klarstellung: Aktuell
befinden wir uns im Zivilisationstyp
0, in dem selbst der größte Computer
noch nicht einmal das Wetter vorhersagen kann und unsere Energieversorgung primär auf fossilen Brennstoffen und der Kernenergie basiert.
Zivilisationstyp 1 ist der nächste
Schritt in der Entwicklung, bei dem
der Mensch die Energieressourcen
des gesamten Planeten kontrollieren
wird. Eine solche Zivilisation wird in
der Lage sein, das Wetter zu beherrschen, Erdbeben zu vermeiden, Rohstoffe tief in die Erdkruste abzubauen und die Ozeane abzuernten; auch
wenn diese heute noch nach Science
Fiction klingt. Diese unausweichliche Entwicklung der Menschheit
führt zu etwas, was ich als die
„Nächste Energierevolution“ bezeichne.
In 100-200 Jahren wird sich niemand mehr Gedanken über Kohle
machen, genauso wenig wie über
sauberes Trinkwasser oder ausreichend Nahrung, da das wissenschaftliche Wissen bis dahin einen Stand
erreicht haben wird, durch das diese
Probleme endgültig gelöst sein werden. Die wesentliche Herausforderung wird darin bestehen, eine geschlossene soziale Einheit auf dem
Planeten aufzubauen, da Regierungen der einzelnen Staaten im klassischen Sinne diese Aufgabe nicht
mehr ausfüllen werden. Die gesellschaftliche Entwicklung wird zur
obersten Priorität und gleichzeitig
zum größten Risiko. Die beiden einzigen denkbaren Ereignisse, die die
Menschheit von der Weiterentwicklung abhalten könnten, sind (1) ein
Ereignis, das zum Aussterben der
Menschen führt, z.B. in Form eines
großen Meteoriteneinschlags und (2)
dass sich die Menschheit selbst zerstört. Was wir dabei nicht vergessen
sollten ist, dass der Planet Erde auf
jeden Fall überleben wird, sei es mit
oder ohne Menschen.
2.
Nahrung, Wasser und
Energie – die wichtigsten Themen von
heute
Heute sind es im Wesentlichen der
tägliche Kampf um Nahrung und
Trinkwasser und die Versorgung mit
Energie, die wir für unseren Lebensstandard und technologischen Fortschritte benötigen, die unsere Umwelt
beeinflussen und belasten. Die wichtigsten Faktoren dabei sind (1) Nahrung: Das Hauptproblem ist die Verschmutzung des Bodens, (2) Trinkwasser: Das Hauptproblem ist die Verschmutzung des Wassers und seine begrenzte Verfügbarkeit und (3) Energie:
Das Hauptproblem ist die Verschmutzung der Luft. Alle diese Umweltbelastungen gefährden die Pflanzen- und
Tierwelt.
Nahrungsmittel scheinen ausreichend vorhanden zu sein, aber das
Problem sind die Nahrungsverschwendung sowie die Verteilung an Orte, an
denen Nahrungsknappheit besteht. Die
Probleme werden noch größer, wenn
die weltweiten Ernten aufgrund von
Wetter, Naturkatastrophen oder
menschlichem Versagen unter den Erwartungen ausfallen. Die zunehmende
Produktion von Nahrungsmitteln erfordert zudem das entsprechende Anbauland, was aber angesichts des zunehmenden Platzbedarfs der Bevölkerung knapp wird. Viehzucht ist das
größte vom Menschen verursachte
Umweltproblem. So übersteigen die
aus der Viehzucht resultierenden CO2Emissionen die aus der Verbrennung
von Kohle um den Faktor 2 (Cowspiracy 2014 und Schaubild 4). 45% der
Landfläche der Erde dient der Viehzucht. Global betrachtet benötigen Kühe neunmal mehr Nahrung als alle
Menschen zusammen und trinken
sechsmal mehr Wasser. Entsprechend
sollten die Forschung und die Politik
endlich damit beginnen, sich auf die
Optimierung der Nahrungsmittelversorgung zu konzentrieren.
Wasser: Lediglich 2,5% des Wasservorkommens auf der Erde besteht
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aus Süßwasser und nur 0,3% des gesamten Süßwassers bzw. 0,007% aller Wasservorkommen befinden sich in Seen
und Flüssen. Süßwasser im Grundwasser repräsentiert 0,8% des gesamten
Wasservorkommens (USGS 2015).
Wasser ist heute ein knappes Gut und
wir können diese Knappheit in Ländern
wie Indien und anderen bevölkerungsreichen Entwicklungsländern beobachten. Dabei gibt es gute Gründe dafür,
warum die Erde auch der „Blaue Planet“ genannt wird. Auf lange Sicht werden wir in der Lage sein, das Meerwasser für uns besser nutzbar zu machen.
Die Energieerzeugung benötigt ebenfalls große Mengen Wasser. Im Übrigen
benötigt die Energieerzeugung aus Kohle weniger Wasser als die meisten anderen Stromerzeugungsarten.
Energie: Das Verlangen, unsere
Welt mit Energie zu versorgen, belastet
unsere Umwelt in erster Linie in der
Form von Luftverschmutzung: SOx,
NOx, Staubemissionen und Wasserverbrauch. Die These, dass vom Menschen
verursachte CO2-Emissionen Verschmutzung seien, weise ich zurück. Im
Gegenteil, sie ist für alle Lebensformen
notwendig. Der ausreichende Zugang zu
Energie wird auch zu einem ausreichenden Angebot an Nahrung führen, da
Nahrung (auch „hochwertige“ Nahrung)
mit Energie synthetisch „hergestellt“
werden kann. Sobald ausreichend Energie zur Verfügung steht, gibt es auch
ausreichend Wasser, da für das Recycling bzw. das Entsalzen von Wasser lediglich Energie notwendig ist. Große
Mengen Energie werden auch für die
weitere wissenschaftliche und technologische Entwicklung benötigt. In 2011,
vor 5 Jahren, verbrauchte das weltweite
Cloud Computing bereits mehr Energie
als ganz Deutschland (3% of des weltweiten Energieverbrauchs, etwa 680
TWh).
Schaubild 1: Globale Temperaturdaten (1978-2015)
Gründung des IPCC
Temperaturwechsel
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20 Jahre mit niedrigen Temperaturen
Fast 20 Jahre mit keiner zusätzlichen Erwärmung
Hinweis: Direkt von der Website
der Universität heruntergeladen,
September 2015
Die CO2-Konzentration hat von
1978 (330 ppm) bis 2015 (400 ppm)
kontinuierlich und ohne nennenswerte Unterbrechung zugenommen
Quelle: University of Alabama in
Huntsville
Schaubild 2: Während der Wärmeperiode im Mittelalter waren die
Temperaturen höher als heute
Temperaturanomalie in °C
Wärmeperiode im Mittelalter
Kleine Eiszeit
Hinweis: Laut des “Hockey
Stick” Diagramms von Dr. Mann
„verschwand“ die Wärmeperiode im
Mittelalter in den historischen Aufzeichnungen im IPCC Gutachten von
2001
(1)
Der Graph zeigt vom
IPCC gemeldete Temperaturanomalien in Nordeuropa, die später entfernt wurden
(2)
Der Graph zeigt die
2001 veröffentlichten Temperaturen
in der nördlichen Hemisphäre auf
Basis der Moberg Daten, bei denen
die Wärmeperiode im Mittelalter
nicht berücksichtigt wurde
Quelle: Schernikau Research;
IPCC 1990 Kapitel 7, Schaubild 7.1;
IPCC 2001 SYR Schaubild 2.3; s830
3.
Warum das vom Menschen verursachte CO2 kein Problem
darstellt
Die ersten Theorien über den
vom Menschen verursachten oder
anthropogenen globalen Klimawandel (AGW) kamen in den späten
1980er Jahren auf mit der Gründung
der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on
Climate Change – IPCC) in 1988
durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme – UNEP) und
die Weltorganisation für Meteorologie
(World Meteorological Organization –
WMO). In Schaubild 1 ist zu erkennen,
dass 1988 ein ungewöhnlich warmes
Jahr war. Dem von der UNO unterstützten IPCC gehören 195 Mitgliedsländer an und seine Daseinsberechtigung besteht darin, Beweise dafür zu
finden, dass vom Menschen verursachtes CO2 der Grund für den Klimawandel ist. Der britische Lobbyist Chrispin
Tickel, der zuvor ein Buch über die
Gefahren einer globalen Eiszeit veröffentlicht hatte, und der US-Amerikaner
Dr. James Hansen (Direktor des Goddard Institute for Space Studies) stellten die Behauptung auf, der warme
Sommer des Jahres 1998 sei das Ergebnis der CO2-Emissionen des Menschen. Das war die Geburtsstunde der
These des vom Menschen verursachten
globalen Klimawandels.
Das Wetter ändert sich seit Millionen von Jahren: Es ist unbestritten,
dass die Erde eine Reihe von Eiszeiten
und Wärmeperioden, sogenannten
Zwischeneiszeiten, erlebt hat. Die Forschung reicht ca. 500-600 Millionen
Jahre zurück und zeigt, dass es Zeiten
gab, in denen es sowohl deutlich wärmer aber auch deutlich kälter war als
heute. Aktuell leben wir in der „quartären Eiszeit“, die vor etwa 35 Millionen
Jahre begann und in der es abwechselnd warme und kalte Phasen gab
(Schaubild 3). In der jüngeren Vergangenheit seit der Wärmeperiode unter
den Römern (500 v. Chr. – 500 n.
Chr.) erlebte die Erde die Kältephase
des dunklen Mittelalters, die Wärmeperiode im Mittelalter und die Kleine
Eiszeit (1300 – 1850 n.Chr.), obgleich
das IPCC – vielleicht aus Versehen –
in ihren aktuellsten Berichten die
Wärmeperiode im Mittelalter entfernt
hat (Schaubild 2). Seit 1850 sind wir
auf dem Weg aus der Kleinen Eiszeit
heraus und entsprechend sind die
Temperaturen seitdem angestiegen.
Zufällig trifft dies zeitlich mit der industriellen Revolution und dem Beginn
des verstärkten Einsatzes fossiler
Brennstoffe zusammen. Um es klar zu
sagen, die Temperaturen wären auch
ohne den Menschen angestiegen (so wie
sie dies etliche Male zuvor in den vergangenen Jahrmillionen taten). Die
Wärmeperiode im Mittelalter von 900 –
1400 n.Chr. war wärmer als heute und
ermöglichte es den Wikingern, Grönland zu erobern und dort Ackerbau zu
betreiben. In 60% der Zeit während der
vergangenen 600 Millionen Jahre lag
die CO2-Konzentration in der Atmosphäre bei einem Wert von über 1.500
ppm (bzw. 0,15%). Heute liegt die CO2Konzentration bei etwa 400 ppm (bzw.
0,04%). Der höchste Wert der CO2Konzentration lag ca. 20-25 mal höher
als heute. Historisch betrachtet liegt die
CO2-Konzentration auf einem Rekordtief. Die Wissenschaft versteht noch
nicht die Gründe für die drastischen
Schwankungen der Temperaturen und
CO2-Werte, aber vom IPCC unterstützte
Wissenschaftler behaupten, sie könnten
auf Basis von unbedeutenden anthropogenen CO2-Emissionen künftige Temperaturen und das weltweite Klima vorhersagen.
Was ist CO2? Ohne CO2 gäbe es
keine Pflanzen auf der Erde, da Pflanzen CO2 zum Einatmen benötigen und
dann Sauerstoff „ausatmen“, den wir
Säugetiere zum Leben brauchen. Durch
den Einsatz von Photosynthese und mit
Hilfe der Energie der Sonne wandeln
Pflanzen Wasser und den in Kohlendioxid enthalten Kohlenstoff in Glukose
und Sauerstoff um. Heute besteht die
Atmosphäre der Erde zu rund 78% aus
Stickstoff N2, zu 21% aus Sauerstoff O2
sowie aus Wasserdampf und einer Vielzahl sogenannter Treibhausgase. Der
CO2-Gehalt liegt derzeit bei rund 400
ppm oder 0,04% gegenüber einem Wert
von vermutlich 0,03% vor einhundert
Jahren und von über 0,1% vor einigen
Millionen Jahren. Wissenschaftler nehmen an, dass die optimale CO2Konzentration für das Pflanzenwachs-
tum bei rund 0,15% (1.500 ppm)
liegt. Deshalb wird CO2 häufig auch
in Treibhäusern eingesetzt.
Schaubild 3: Weltweite CO2Konzentration in den vergangenen
600 Millionen Jahren
CO2 in der Atmosphäre in ppm
GEOCARB III
Annäherungen
Eiszeitintervalle
Kaltes Klima
Alter in Millionen Jahren
CO2-Konzentration im Verhältnis
zu heute (10 = 10x höhere CO2Konzentration als heute)
In 60% der Zeit über 1.500 ppm
Heute 400 ppm
(1)
Eiszeit in den Anden
und der Sahara; (2) Karoo Eiszeit;
(3) Aktuelle Eiszeit: Quartäre Eiszeit
Hinweis: Die rote und schwarze
Linie vergleichen die Vorhersagen
von Modellen (GEOCARB III Modell; Berner und Kothavala, 2001)
und die näherungsweise Rekonstruktion des CO2-Gehalts
Beide Kurven sind in Schritten
von jeweils 10 Millionen Jahren dargestellt; schattierte Flächen stellen
die Fehlerspanne der Modellvorhersagen dar
(B) zeigt die Intervalle von Eiszeiten (dunkelblau) bzw. Kälteperioden (hellblau)
Quelle: Beiner/Kothavala 2001
und Royer u.a.
Das IPCC behauptet, dass der
Anstieg der CO2-Konzentration im
vergangenen Jahrhundert ausschließlich vom Menschen verursacht wurde durch die Verbrennung fossiler
Brennstoffe. Darauf aufbauend
macht die Theorie des vom Menschen verursachten „anthropogenen“
globalen Klimawandels (AGW) geltend, dass die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen für die
Gewinnung von Energie der Hauptgrund für die Anstieg der gemessenen globalen Durchschnittstempera-
turen und des daraus resultierenden
Klimawandels seien. Dieser Behauptung widerspreche ich nachdrücklich.
Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre liegt bei rund 2.800 Mrd.t =
0,04% der Gesamtatmosphäre (Schaubild 5). Unser Planet stößt jedes Jahr
eine Gesamtmenge von geschätzten
1.200-1.900 Mrd.t Kohlendioxid aus
und absorbiert diese auch wieder. Von
diesem Wert ist nur ein Bruchteil von
57-64 Mrd.t (3-5%) vom Menschen
verursacht und nur 14 Mrd.t (rund 1%)
stammen aus der Verbrennung von
Kohle. Dagegen resultieren 27-32
Mrd.t CO2 (ca. 2%) aus der Viehzucht.
Das verbleibende Kohlendioxid wird
auf natürliche Weise von Ozeanen,
Mikroben, Insekten, Permafrost, Vulkanen, dem Ökosystem der Wälder
und Säugetieren freigesetzt (Schaubild
4). CO2 wird in Form von Kohlenstoff
in den Sedimenten des Meeres, dem
Wasser der Ozeane, im Boden, der
Vegetation und in organischen Substanzen gespeichert. Der gesamte Kohlenstoff, der nahe an der Erdoberfläche
gespeichert ist, entspricht dem
100.000-fachen des gesamten CO2Äquivalents in der Atmosphäre. Wissenschaftler kennen nicht die Gesamtmenge an CO2-Emissionen und Senken auf der Erde, aber die Annahme, dass es ein globales CO2Gleichgewicht gäbe, ist ein Trugschluss. Wie bereits dargestellt, sind
4% der jährlichen CO2-Emissionen
vom Menschen verursacht und erreichen eine Konzentration von 0,04% in
der Atmosphäre… Unter der Annahme
eines CO2-Gleichgewichts, von dem
ich nicht annehme, dass es existiert,
läge der Anteil des vom Menschen
verursachten CO2 in der Atmosphäre
bei 0,0016%. Es besteht kein Zweifel
daran, dass die Verbrennung fossiler
Brennstoffe CO2 in die Atmosphäre
freisetzt, aber der Anteil ist unbedeutend und sogar positiv für das Pflanzenwachstum. Während der Erdgeschichte ist die KohlendioxidKonzentration in der Atmosphäre geCOAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 99
stiegen und wieder gefallen – auch ohne
das Verbrennen fossile Brennstoffe
durch den Menschen.
Schaubild 4: Schätzung der natürlichen und der vom Menschen verursachten Kohlenstoffemissionen
Emission von CO2-Äquivalenten pro
Jahr in Mrd.t
Linke Spalte: Min. Mrd.t CO2 pro
Jahr
Rechte Spalte: Max. Mrd.t CO2 pro
Jahr
Ozeane, Mikroben, Insekten, Permafrost, Vulkane, Ökosystem der Wälder,
Säugetiere
93-95% natürlichen Ursprungs
(1.180 – 1.820 Mrd.t CO2)
Viehzucht, Kohle, Öl, Gas
3-5% vom Menschen verursacht (57
– 64 Mrd.t CO2)
2% vom Menschen verursacht für
die Energiegewinnung
Hinweis: Schätzungen für die jüngere Vergangenheit (exakte Angaben nur
für Kohle, Öl und Gas möglich); Werte
in CO2, nicht in Kohlenstoff, 1 kg C =
3,67 kg CO2
Quelle: Verschiedene Untersuchungen zusammengefasst von MuellerEIKE 2013
Schaubild 5: Der globale Kohlenstoffzyklus des IPCC in CO2Äquivalenten
vom Menschen verursachte CO2Emissionen für die Energiegewinnung
5,5% der Gesamtemissionen
Geschätzte globale Kohlenstoffspeicher und – flüsse in Mrd.t CO2Äquivalenten
Atmosphäre
2.800 Mrd.t CO2-Äquivalente = 760
Mrd.t Kohlenstoff = 0,04% der Gesamtatmosphäre
Kohle
Emission durch fossile Brennstoffe
Kohlevorkommen
Viehzucht
Veränderung der Landnutzung
Öl- und Gasvorkommen
100 COAL ASIA 17. AUGUST - 25. SEPTEMBER 2016
Terrestrische Vegetation
Boden und organische Substanzen
Pflanzenwachstum und –
verwesung
Gelöster organischer Kohlenstoff
Meeressedimente und Sedimentgestein
Strom von und zu Meeresorganismen im Zwischen- und Tiefenwasser
Oberflächenwasser
Zwischen- und Tiefenwasser
Strom von und zur Oberfläche
Oberflächensediment
Hinweise
Hinweis 1: Werte in Mrd.t oder
Gt CO2 (nicht Kohlenstoff, Umrechnung durch Autor), 1 kg C = 3,67 kg
CO2
Hinweis 2: Vom Menschen verursachte CO2-Emissionen basieren
auf Schätzungen von 2010 bis 2012,
alle anderen Angaben auf Schätzungen von 1989 bis 1998
Quelle: Schernikau Analysen basierend auf verschiedenen Forschungsarbeiten, vom Menschen
verursachte CO2-Emissionen von
IEA CO2 2014 und Cowspiracy
2015, andere Daten von IPCC AR4
und IPCC 2007 und IPCC Special
Report LU, LUC&F 2000
CO2 und Temperaturen – Ursache und Wirkung? Es lässt sich
nachweisen, dass der CO2-Gehalt in
der Atmosphäre mit steigenden
Temperaturen zunimmt und nicht
umgekehrt. Bei höheren Temperaturen können die Ozeane weniger CO2
speichern. Das lässt sich auch mit
dem gesunden Menschenverstand
erklären, da Teilchen sich bei höheren Temperaturen schneller bewegen. Kohlendioxid-Messungen auf
Hawaii und neue Satellitenaufnahmen (Schaubild 6) belegen, dass der
CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht
mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe sondern vielmehr mit der
Temperatur korreliert ist und im
Äquatorbereich tendenziell höher ist.
Es lässt sich zudem nachweisen, dass
bei höheren Windgeschwindigkeiten
die CO2-Werte nahe am Boden niedriger und bei wenig bzw. gar keinem
Wind entsprechend höher sind. Darüber hinaus verursacht das Phänomen
der urbanen Hitzeinseln höhere Temperaturen innerhalb und in der Nähe
von Städten.
Schaubild 6: Satellitenaufnahmen
der CO2-Konzentration
Durchschnittliche CO2Konzentration vom 1.Okt. – 11. Dez.
2014, von OCO-2
Quelle: Von NASA-Datenbank
heruntergeladen
Messungen: Temperaturen lassen
sich über einen Zeitraum von Jahrzehnten, Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden nicht exakt messen. Die
Atmosphäre erstreckt sich bis in eine
Höhe von 100 km und 71% der Erde
ist von Ozeanen bedeckt. Schwankungen der weltweiten Durchschnittstemperaturen können eigentlich gar nicht
gemessen werden. Obwohl sie dennoch
als absolut exakte Werte beziffert werden, stellen sie wissenschaftlich betrachtet bestenfalls eine grobe Annäherung dar. Wissenschaftler nutzen Annäherungen für Temperaturen, die von
den Medien dann als Fakten bezeichnet
werden. Die Messpunkte sind nicht
gleichmäßig über die Erde verteilt und
die Abkühlung der Antarktis wird einfach ignoriert. So erwärmt sich zum
Beispiel der Nordpol wenn sich der
Südpol abkühlt und umgekehrt. In der
Zeit von 1920 bis 1940 war der Nordpol wärmer als heute. „Die Abkühlung
auf dem antarktischen Festland, insbesondere die jahreszeitlichen Schwankungen der Abkühlung, stellt eine große Herausforderung für die Modelle
zur Messung von Veränderungen des
Klimas und des Ökosystems dar“, so
einer der Autoren des Berichts „Die
Abkühlung der Antarktis zwischen
1996 and 2000“ in der Zeitschrift Na-
ture. Ähnliche Messprobleme bestehen
bei der Ermittlung des weltweiten
durchschnittlichen CO2-Gehalts in der
Atmosphäre.
Klimamodelle: Prof. Salby, ein
früherer Wissenschaftler beim IPCC,
weist darauf hin, dass sämtliche der 44
aktuellen Klimamodelle gemäß IPCC
Standards nicht dazu in der Lage sind,
Temperaturen vorherzusagen. Nach der
Analyse aller Modelle stellte er fest,
dass die von den Modellen vorhergesagten und die tatsächlich gemessenen
Temperaturen nicht übereinstimmen.
Die von den Modellen prognostizierten
Temperaturen erwiesen sich als viel zu
hoch. Prof. Salby kam zudem zu dem
Ergebnis, dass statistischen Methoden
zufolge zwischen 1997 und 2014 keine
Erwärmung stattgefunden hat und die
gemessene CO2-Konzentration nicht mit
der Industrieproduktion in Übereinstimmung stand. Tatsächlich scheinen
die Temperaturen von der Sonnenaktivität beeinflusst zu sein (Schaubild 7 und
8; ebenso Soon 2005 und Plimer 2009).
Klimamodelle können keine historischen oder aktuellen Temperaturen oder
CO2-Werte vorhersagen. Ebenso wenig
können sie weder Eiszeiten noch Wärmeperioden erklären und sie können
auch nicht erklären, warum die Temperaturen seit 1997 nicht angestiegen sind.
Wenn Klimamodelle schon nicht dazu
in der Lage sind, die Vergangenheit zu
erklären, warum sollten wir uns dann
auf sie stützen um die Zukunft vorherzusagen?
Treibhauseffekt: Viele Wissenschaftler bezweifeln nicht nur, dass
Temperaturschwankungen und Klimawandel die Folge der von Menschen
verursachten CO2-Emissionen sind, sie
gehen sogar noch einen Schritt weiter.
Zahlreiche Abhandlung wurden veröffentlicht, die alle zu dem Ergebnis kamen, dass es den sogenannten Treibhauseffekt überhaupt nicht gibt (Gerlich/Tscheuschner 2009). Ein „Treibhauseffekt“ ist nur vorstellbar für Körper, die von einem kälteren Gas umgeben sind. Das Vakuum im Weltraum hat
jedoch keine Temperatur. Die Atmosphäre kühlt somit lediglich die
Oberfläche der Erde, sie erwärmt sie
aber nicht, da die wärmere Erdoberfläche von einer kälteren Atmosphäre umgeben ist. Ein Treibhauseffekt
widerspricht zudem der Thermodynamik. Es ist darüber hinaus wissenschaftlich nachgewiesen, dass die
Temperaturen auf der Erde vom
Luftdruck (bzw. das Gewicht der
Atmosphäre) und der Entfernung zur
Sonne bestimmen werden und nicht
vom CO2-Gehalt. Die von der Sonne
empfangene Energie wird durch atmosphärischen Druck verstärkt; ohne
eine Atmosphäre wäre die Temperatur auf der Erde 90,4 Kelvin niedriger (Volokin/ReLlez 2015). Um die
Temperaturen auf der Erde zu erklären bedarf es keiner Angabe zu
Treibhausgasen oder CO2-Werten!
Veränderungen im Luftdruck und die
Wolkendecke sind die Bestimmungsfaktoren für das lokale Wetter.
Was bewirkt also Veränderungen
der Temperaturen und des Klimas?
Die wesentliche Feststellung ist die,
dass der Mensch keinen Einfluss auf
Faktoren aus dem Weltall oder dem
Erdinneren hat, die sich auf die Biosphäre und damit auf unser Wetter
und Klima auswirken. Die Faktoren
aus dem Weltall (im Wesentlichen
durch die Sonne bedingt) und dem
Erdinneren sind nicht vorherzusagen,
sind aber der wesentliche Grund für
die von uns wahrgenommenen Veränderungen. Neben der Helligkeit
der Sonne sind die wichtigsten Einflussfaktoren auf unser Klima das
Zusammenspiel der Erdumlaufbahn
und der Sonnenaktivität, die Stärke
des interplanetaren Magnetfelds, die
Intensität der kosmischen Strahlung
und die Wolkendecke. Auch der
Luftdruck hat einen Einfluss auf die
Temperaturen auf dem Planeten.
Obwohl die Sonneneinstrahlung keine konstante Größe ist, behauptet das
IPCC, dass Schwankungen der Sonneneinstrahlung keinen wesentlichen
Beitrag zum Klimawandel haben und
tut ihre Bedeutung ab (Schaubild 7 und
8). Die Ursachen für Eiszeiten und
Wärmeperioden in den vergangenen
Millionen von Jahren sind leider sehr
komplex und beinhalten eine Vielzahl
von Faktoren wie z.B. die Kontinentalverschiebung, Änderungen in der Sonnenaktivität, Änderungen der Konzentration von Wasserdampf in der Atmosphäre, periodische Änderungen der
Erdumlaufbahn um die Sonne (sogenannte Milankovitch-Zyklen) und die
wenig erforschten Auswirkungen der
Umlaufbahn der Sonne innerhalb der
Milchstraße. Nach dem Energieerhaltungssatz geht Energie niemals verloren sondern wird lediglich umgewandelt. Wir können daher mit Sicherheit
davon ausgehen, dass die von uns
Menschen erzeugte und genutzte Energie irgendwo anders wieder landen
wird … in der Form von Wärme, die
Auswirkungen auf die Erde haben
kann, die Biosphäre erwärmt oder zurück in das Weltall abgegeben wird.
Aber all dies hat nichts mit CO2 zu tun.
Das lokale Wetter wird überwiegend von der (1) Wolkendecke beeinflusst. Wolken reflektieren rund 60%
der Sonneneinstrahlung. Eine Veränderung der Bewölkung der Erde um gerade einmal 1% würde die gesamte
Erwärmung im 20. Jahrhundert erklären. (2) Die überaus komplexen El
Niño und La Niña Phänomene haben
einen tiefgreifenden Effekt aus unser
Wetter, werden aber von den IPCC
Klimamodellen größtenteils ignoriert.
El Niño und La Niña sind seit mehr als
10.000 Jahren Ausprägungen des Erdklimas. (3) Wir Menschen selbst beeinflussen das lokale Wetter unter anderem durch die sogenannten urbanen
Hitzeinseln. Die Dichte an Straßen,
Beton, Gebäuden und Maschinen in
Städten mit mehr als 1.000 Einwohnern erhöht die Temperatur im Vergleich zu einer ländlichen Umgebung
um bis zu to 2 °C. (4) Vulkanausbrüche reichern die Atmosphäre mit CO2
an und häufig auch mit großen Mengen
COAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 101
Staub und Schwefelsäure, die die Sonneneinstrahlung reflektieren und so eine
schnelle Abkühlung verursachen. Vermutlich 90% aller Vulkane und Eruptionen befinden sich unterhalb des Meeresspiegels und sind nur wenig erforscht. Dementsprechend sind sie auch
nicht in Klimamodellen berücksichtigt.
Schaubild 7: Die Sonnenfleckenaktivität in den vergangenen 125 Jahren
korreliert mit den Temperaturen
Gesamtsonneneinstrahlung in W/m2
Temperaturanomalien
Sonne
CO2 in der Atmosphäre in ppm
Jahre
Anomalien der Jahresdurchschnittstemperaturen der Luft am Nordpol in °C
Hinweis: Die Zeitreihe der Anomalien der Jahresdurchschnittstemperaturen der Luft am Nordpol (gepunktete
Linie) korreliert mit der geschätzten Gesamtsonneneinstrahlung (durchgehende
schwarze Linie) und dem Mischverhältnis von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre (durchgehende blaue Linie)
im Zeitraum von 1875 bis 2000
Quelle: Schernikau Analyse basierend auf Soon 2005
4.
Die Medien, das Geld und
die heutige wissenschaftliche Gemeinschaft
Was sind nun die Gründe für das offensichtlich falsche Bild des von den
CO2-Emissionen des Menschen verursachten Klimawandels? Ich glaube nicht
an eine Verschwörung sondern eher an
eine unglückliche Verkettung von Ereignissen und Bedingungen rund um ein
äußerst komplexes Thema: unser Klima.
Ich bin davon überzeugt, dass die Gründung des IPCC in 1988 der Beginn eines großen Irrtums war. Die Welt ist an
einem Punkt angekommen, wo niemand
mehr Wert auf „konträre“ Meinungen
und Fakten legt. Dennoch haben viele
ursprünglich vom IPCC zugelassene
und das IPCC unterstützende Professoren in der Zwischenzeit Zweifel an der
102 COAL ASIA 17. AUGUST - 25. SEPTEMBER 2016
Schlussfolgerung angemeldet, dass
die CO2-Emissionen des Menschen
der Hauptgrund für die Veränderungen unseres Klimas seien. Aber das
scheint niemanden zu interessieren.
Das Medienphänomen und die vielen
Milliarden US-Dollar, die auf dem
Spiel stehen, machen es extrem
schwierig, die öffentliche Wahrnehmung zu verändern. Das erinnert
mich ein wenig an die Zeiten von
Kopernikus, Galileo und Keppler.
Die Geschichte der Unterstützung des Sierra Clubs in den USA
durch Bloomberg zeigt beispielhaft,
wie einfach es ist, mit Geld die öffentliche und politische Meinung zu
beeinflussen. Bloomberg investierte
„lediglich“ 100 Mio. US-Dollar, was
unmittelbar dazu führte, den Anteil
von Kohle am Energiemix in Nordamerika von über 50% auf weit unter
40% zu senken. Die Nutznießer des
Kampfes gegen die vom Menschen
verursachten CO2-Emissionen haben
heute ihre eigenen wirtschaftlichen
Interessen im Auge und stützen sich
dabei auf ausreichend wissenschaftliche Indizien, nicht aber auf Beweise. All das finanziert von uns Steuerzahlern und verteilt von Regierungen
und dem IPCC.
Die Liste derer, die die Theorie
des vom Menschen verursachten oder anthropogenen globalen Klimawandels anzweifeln, wächst jedes
Jahr weiter an. Professoren und Doktoren, Meteorologen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen weltweit haben damit begonnen, ihre
Meinung öffentlich auszusprechen.
Frühere IPCC Professoren sind an
die Öffentlichkeit gegangen und haben über das Mobbing als unbequeme “Non-Konformisten“ durch die
wissenschaftliche Gemeinschaft, und
schlimmer noch, durch die Politik,
berichtet.
Schaubild 8: Die Sonnenfleckenaktivität in den vergangenen 400
Jahren korreliert mit den Temperatu-
ren
400 Jahre Beobachtung der Sonnenflecken
Anzahl Sonnenflecken
Quelle: Diagramm von Robert A.
Rohde, Dr. der Physik der University
of California, Berkeley
Die Diskussion über den globalen
Klimawandel wird heute nicht von Wissenschaftlern sondern von Politikern geführt. Wie Einstein sagte, kann „keine
noch so große Zahl von Experimenten beweisen, dass ich recht habe, aber ein einziges Experiment kann beweisen, dass ich
unrecht habe“. Es gibt viele Experimente,
die die Theorie des vom Menschen verursachten Klimawandels unterstützen; es
gibt aber auch eine Vielzahl von Experimenten, die diese Theorie widerlegen. Entscheiden Sie selbst.
An dieser Stelle würde ich gerne eine
nicht belegbare und klare Aussage treffen:
Kein einziger Kandidat für den Nobelpreis
in den Fachrichtungen Physik, Chemie oder Geologie würde heute die Theorie des
vom Menschen verursachten Klimawandels unterstützen, wenn er oder sie zuvor 5
volle Arbeitstage damit verbracht hätte,
die physikalischen und geologischen Fakten und die existierenden Forschungsergebnisse zu studieren, die die Theorie des
Klimawandels unterstützen oder ablehnen,
und dabei seine Zeit gleichermaßen den
Pro und Kontra Argumenten widmen würde. Ich lade jeden hierzu ein.
5. Das aktuelle politische und regulatorische Umfeld in der Welt
Es ist Aufgabe der Regierungen und
der Weltgemeinschaft sich auf eine Politik
festzulegen und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Erzeugung und Nutzung von Energie und
Elektrizität regelt. Das berühmte Zieldreieck der Energiepolitik beschreibt die Ziele:
(1) Versorgungssicherheit, (2) Effizienz
und (3) Umweltschutz. Die Regulierung
von Monopolen gehört ebenfalls zu den
Aufgaben der Regierungen. Natürlich
kann keine einzelne Regierung allein die
Probleme des weltweiten Bevölkerungswachstums, Energiekrisen und Umweltverschmutzung lösen. Diese Probleme lassen sich nur bewältigen, wenn alle Länder
zur Lösung beitragen und zusammenarbeiten. Gleichzeitig sind es die Energieversorgungsunternehmen, die Hauptabnehmer
von Kohle, die eine Vielzahl von techno-
logischen und ökologisch sinnvollen
Veränderungen vorantreiben können.
Die großen multinationalen Energiekonzerne werden sich nicht ihrer wachsenden Verantwortung entziehen können, die Auswirkungen ihrer Entscheidung bei der Bestimmung des Energiemixes auf die Umwelt zu minimieren und die Entwicklung und den Einsatz moderner Technologien voranzutreiben. Ich hoffe, dass sie sich dabei
bewusst sind, dass nicht CO2 das Problem ist, sondern vielmehr die Verschmutzung der Luft, des Wassers und
des Bodens.
In der Folge des allgemeinen Konsens, dass der Klimawandel die Folge
der vom Menschen verursachte CO2Emissionen ist, hat sich die weltweite
Umweltpolitik über Jahrzehnte hinweg
fast ausschließlich auf Treibhausgase
konzentriert und dabei Milliarden von
US-Dollar und Millionen von Arbeitsstunden verschwendet. Ich habe belegt,
dass die Ziele des Kyoto-Protokolls gescheitert sind und die Verbrennung von
Kohle heute weniger effizient ist als
vor 10 Jahren (ich verweise auf mein
demnächst erscheinendes Buch). Die
Politik sollte endlich die echten Umweltprobleme angehen, die aus der
Energieerzeugung resultieren: Luftverschmutzung und Wasserverbrauch.
Ich behaupte, dass Europa die Region ist, die am meisten bei dem
Kampf gegen globale Klimaauswirkungen zu verlieren hat. Europas Verlust an Wettbewerbsfähigkeit hat alle
Erwartungen bei weitem übertroffen
und die volkswirtschaftlichen Kosten in
Form verlorener Kaufkraft sind enorm.
Die Hauptverlierer sind die Konsumenten und Steuerzahler in den wohlhabenden Ländern sowie die energiehungrige Bevölkerung in den Entwicklungsländern. Die Hauptgewinner sind
eine Reihe von Branchen, die an dem
Kampf gegen die vom Menschen verursachten CO2 -Emissionen verdienen
und dabei die von den Regierungen
ausgegebenen Steuergelder investieren
oder nutzen. (Schaubild 9). Aufgrund
der Schiefergasrevolution sind die USA –
vielleicht rein zufällig – einer der Hauptgewinner des Kampfes gegen die Kohle.
Die Wettbewerbsfähigkeit der USA hat in
dramatischer Weise zugenommen. BCGShale Gas 2014 schätzt, dass sich die
Energiekosten der US-Industrie als prozentualer Anteil ihrer Gesamtkosten fast
halbiert haben. Entsprechend wäre der
Effekt, der sich aus dem Wegfall der
Kohle ergeben würde, für die USA geringer als für Asien und Europa.
Schaubild 9: Gewinner und Verlierer
des globalen Kampfs gegen CO2
Gewinner
• Hauptsächlich die USA (nicht geplant, soweit ich das beurteilen kann)
• Subventionierte erneuerbare Industrien
• Die Automobilindustrie, die ständig
neue Modelle mit verbesserter CO2Effizienz auf den Markt bringen kann
• Banken, die Projekte zur CO2Einsparung finanzieren und Anleihen
emittieren
• Weite Teile der Forschungs- und
Beratungsindustrie
• Die Medien in Form von Werbeund Sponsoreneinnahmen für das Wiederholen der Botschaft
• Umweltorganisationen im Kampf
gegen die vom Menschen verursachten
CO2-Emissionen
Unbegründeter globaler Kampf gegen
das vom Menschen verursachte CO2
Verlierer
• Europa
• Die Wettbewerbsfähigkeit einbüßenden Entwicklungsländer
• Die weltweite Schwerindustrie
• Die weltweite Elektrizitätsbranche
• Die weltweite fossile Brennstoffindustrie inkl. dem Kohlebergbau
Der Hauptverlierer ist der SteuerzahCOAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 103
ler, in erster Linie in Europa, und die gesamte europäische Volkswirtschaft. Es
findet ein Transfer von Kaufkraft von den
„Verlierern“ hin zu den „Gewinnern“ statt.
Hauptverlierer sind Konsumenten und
Steuerzahler in den wohlhabenden Ländern sowie die energiehungrige Bevölkerung in den Entwicklungsländern.
Quelle: Schernikau Analyse
6. Wohin führt uns der Weg in der Zukunft?
Ich schreibe diesen Artikel in einer
Zeit, in der Kohle einen denkbar schlechten Ruf genießt. In den letzten 10 Jahren
hat sich in Europa und den USA ein massiver Widerstand gegenüber Kohle aufgebaut. Dieser Trend wurde von den Medien
aufgegriffen und es scheint, als ob er von
einer breiten öffentlichen Meinung unterstützt würde. Der Westen übt Druck auf
die asiatischen Länder aus, ihrem Beispiel
zu folgen und CO2-Emissionen zu bekämpfen, wodurch diese ihre Volkswirtschaften massiv belasten. Wenn Sie sich
die Zeit genommen haben, diesen Artikel
zu lesen, haben Sie hoffentlich genügend
Analysen, Daten und Informationen an die
Hand bekommen, um die Gründe für diese
negative Stimmungslage zumindest in
Frage zu stellen. Für weitergehende Informationen lade ich Sie ein, das Kapitel
über CO2 in meinem bald erscheinenden
neuen – bei Springer veröffentlichten Buch
– zu lesen. Vor allem aber sollten Sie sich
selbst Klarheit über das Thema verschaffen.
Heute existieren genau vier Wege um
den globalen Bedarf an Elektrizität zu decken: (1) Kohle, (2) Gas, (3) Kernenergie
und (4) erneuerbare Energien. Obwohl wir
uns alle bewusst sind, dass die erneuerbaren Energien rasant und schneller als anderen Energieträger wachsen, steht es für
Energieexperten ebenso außer Frage, dass
Kohle – bezogen auf das absolute Wachstum – alle anderen Energieträger weit hinter sich lassen wird. Ich gehe so weit zu
behaupten, dass sogar der relative Anteil
der Kohle zunehmen wird.
104 COAL ASIA 17. AUGUST - 25. SEPTEMBER 2016
Die erste Frage lautet: Was fangen
wir mit der Erkenntnis an, dass CO2
nicht der Grund für den Klimawandel
ist? Und die zweite Frage lautet: Wird
es zu einer Änderungen der negativen
Stimmungslage hinsichtlich Kohle
kommen? Die erste Frage kann ich nur
mit meiner Empfehlung beantworten,
Kohle als Energieträger zu akzeptieren
und alles daran zu setzen, die Technologien zu verbessern, um so den Abbau, den Transport und das Verbrennen
von Kohle so umweltschonend wie
möglich zu machen. Eine Reihe moderner Kraftwerke weltweit zeigt, dass
dies machbar ist. Die Antwort zu der
zweiten Frage ist eher philosophischer
Natur. Bezeichnen Sie mich ruhig als
einen Optimisten, aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich die wissenschaftliche Realität über die Gründe
des Klimawandels durchsetzen und
Allgemeinwissen wird. Ich bin auch
fest davon überzeugt, dass sich wirtschaftliches Denken und der gesunde
Menschenverstand durchsetzen werden. Dementsprechend gehe ich davon
aus, dass die gegen Kohle betriebene
regelrechte Hexenjagd zum Ende
kommen oder zumindest nachlassen
wird. Ich habe die optimistische und
vielleicht naive Sichtweise, dass die
Medien für Leute wie mich, die eine
abweichende Meinung über Energie
und Kohle haben, zu einem Sprachrohr
werden. Ich bin davon überzeigt, dass
die Medien vorurteilsfrei und respektvoll zuhören werden und sich dann ihre
eigene Meinung bilden werden.
Unsere Branche, die Kohlindustrie,
konnte sich bislang kein Gehör verschaffen. Unsere eigene Branche hat
sich der verbreiteten Ansicht untergeordnet und äußerst sich nicht zu den
Fakten bezüglich eines sinnvollen Umgangs mit Kohle. Unsere Branche hat
nicht die Ressourcen an Geld und Menschen wie die Gegner der fossilen
Brennstoffe. Auch ich muss mir Vorwürfe machen: Wie Sie sich erinnern,
habe ich bis Ende 2015 die verbreitete
Ansicht, dass der Klimawandel auf
vom Menschen verursachtes CO2 zu-
rückzuführen sei, nie in Zweifel gezogen.
Ich bin in einer Familie großgeworden,
die von Kohle geprägt war, habe selbst 15
Jahre lang in der Kohleindustrie gearbeitet und habe dennoch nicht die richtigen
Fragen gestellt. Heute habe ich eine andere Sicht auf die Dinge, aber dieser Sinneswandel hat eine lange Zeit in Anspruch genommen. Ich glaube, es ist daher notwendig, dass:
1)Die Vorstandsvorsitzenden und
Verantwortlichen der Kohleindustrie sich
die Zeit nehmen, die auch ich mir genommen habe, um die Fakten hinsichtlich
Energie, Kohle und CO2 genau zu studieren.
2)Die Vorstandsvorsitzenden und
Verantwortlichen der großen Energieversorger müssen das gleich tun und sich ihre eigene Meinung bilden.
3)Nur dann können wir den Medien
und der Welt ein klares Bild über Elektrizität, Kohle und die Umwelt vermitteln,
ohne irgendwelche Phrasen.
4)Nur dann können wir erwarten,
dass uns die Politik zuhört, ihre Meinung
ändert und damit aufhört, Steuergelder
für Dinge auszugeben, die keine positiven
Auswirkungen auf unsere Umwelt haben.
Das heißt, bevor wir irgendwelche
Änderungen der Wahrnehmung von außerhalb unserer Industrie erwarten können, müssen wir zunächst das Bewusstsein innerhalb der Kohlebranche schärfen.
Auf lange Sicht können wir angesichts der Weiterentwicklung unserer Zivilisation mit einer Neuen Energierevolution rechnen. Wissenschaftliche und
technologische Fortschritte werden zu einem Durchbruch in der Energieerzeugung
führen. Diese Revolution wird uns Zugang zu einer neuen Energiequelle verschaffen, die sich die Kraft der Sonne in
einer wirtschaftlichen und nachhaltigen
Weise zu nutzen machen wird; fossile
Brennstoffe werden ausgedient haben. Da
dies vermutlich noch mehr als 100 Jahre
dauern wird, werden wir bis dahin aber in
starkem Maße von fossilen Brennstoffen
abhängig sein. Selbst die konservativsten
Prognosen zeigen, dass 70% der bis 2014
zusätzlich benötigten Grenzmenge an
Energie durch fossile Brennstoffe gedeckt
werden wird. Angesichts des Anstiegs der
Weltbevölkerung und der Tatsache, dass
heute 3,5 Milliarden Menschen keinen oder nur unregelmäßigen Zugang zu Energie haben, benötigen in den nächsten 35
Jahren weitere fast 6 Milliarden Menschen
Zugang zu Energie. Kohle wird uns noch
über Jahrzehnte erhalten bleiben und bis
zum Beginn der Neuen Energierevolution
müssen wir weiter mit Kohle arbeiten und
in sie investieren. Das Wissen, dass der
Klimawandel nicht das Ergebnis des vom
Menschen verursachten CO2 ist, hat diese
Aufgabe einfacher gemacht.
surface air temperature record of the
past 130 years; August 2005
USGS (2015); US Geological Survey
Volokin, Den & ReLlez, Lark
(2015); Emergent Model for Predicting
the Average Surface Temperature of
Rocky Planets with Diverse Atmospheres; 10. August 2015
Lars Schernikau promovierte über
das Thema der wirtschaftlichen Bedingungen des weltweiten Kohlegeschäfts
und veröffentliche 2010 das Buch „Die
Renaissance der Kohle“. Dieser Artikel
wird in seinem neuen, demnächst erscheinenden Buch und in anderen Zeitschriften abgedruckt.
Quellennachweis
BCG-Shale Gas (2014); The Boston
Consulting Group; The Ongoing Rise of
Shale Gas); Oktober 2014, BCG-Shale
Gas 2014
Cowspiracy (2014); Der Film und die
Website – Cowspiracy
Gerlich, Gerhard and Tscheuschner,
Ralf (2009); Falsification Of The Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within
The Frame Of Physics; Januar 2009
IEA CO2 (2014), CO2 Emissions from
Fuel Combustion, Auflage von 2014, International Energy Agency Paris
Plimer 2009
Kaku, Michio (1994), Hyper-space A
scientific Odyssey Through Parallel Universes, Time Warps, and the Tenth Dimension
Mueller, Fred F. – EIKE (2013); Wer
hat Macht über das Klima – Who has
power over climate?; www.eike-klimaenergie.eu
Plimer, Ian (2009); Buch “heaven+earth – Global Warming: The Missing
Science”; Connor Court Publishing Australia; 2009
Soon, Willie W.-H (2005); Variable
solar irradiance as a plausible agent for
multi-decadal variations in the Arctic-wide
COAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 105
Figure 1: Global temperature data (1978-2015)
˚C 1,0
0,8
0,6
0,4
0,2
0,0
-0,2
-0,4
-0,6
Temperature shift
20 years cooler temperatures
Almost 20 years no additional warming
1978
1979
1980
1981
1982
1983
1984
1985
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
-0,8
-1,0
IPCC was founded
Note: Downloaded directly from University website, September 2015
CO2 concentration continuously increased from 330
ppm in 1978 until 400 ppm in 2015, without any
noteworthy interruption
Source: University of Alabama in Huntsville
106 COAL ASIA 17. AUGUST - 25. SEPTEMBER 2016
[MEINUNGEN
]
Figure 2: Medieval warm period was warmer than today
Temperature 1,0 anomaly in °C
Little Ice Age
Medieval Warm Period
IPCC 1990 Europe
0,5
(1)
0,0
IPCC 2001(2)
-0,5
-1,0
900
1000
1100
1200
1300
1400
1500
1600
1700
1800
1900
2000
Note: based on Dr Mann’s “Hockey Stick” graph, the medieval Warm Period “disappeared” from IPCC recorded history in their 2001
assessment report
(1) This graph shows temperature anomaly reported by earlier IPCC in Northern Europe, which was later taken out
(2) This graph shows the northern hemisphere temperature published as of 2001 using Moberg data, ignoring the Medieval
Warm Period
Source: Schernikau research; IPCC 1990 Chapter 7, figure 7.1; IPCC 2001 SYR figure 2.3; s830
Figure 3: Global CO2 concentration over past 600 million years
Atmospheric 8.000
4.000
40 CO2 concentration relative to today
35 (10 = 10x higher CO2
30 concentration than today)
25
20
3.000
15
2.000
10
Geocarb III
Proxies
Glacial intervals
Cool climate
A
CO2 in ppm 7.000
6.000
5.000
1.000
0
Glaciation
-1.000
(1)
B
(2)
(3)
>60% of time above
5 1.500 ppm
0 Today 400 ppm
-5
-400
-300
-200
-100
-0
Age in million years
(1) Andean-Saharan Ice Age; (2) Karoo Ice Age; (3) Our current ice age: Quarternary Ice Age
Note: Red and black line show comparison of model predictions (GEOCARB III model; Berner and Kothavala, 2001) and proxy reconstructions of CO2
10 million years-steps are used in both curves; shaded area represents range of error for model predictions
(B) shows Intervals of glacial (dark blue) or cool climates (light blue)
-600
-500
Source: Beiner/Kothavala 2001 and Royer et al.
Figure 5: IPCC’s Global Carbon Cycle in CO2-Equivalent
Energy Man-Made CO2 Emissions 5,5% of Total Emissions
Estimated global carbon reservoirs and luxes per year in billion tons of CO2-equivalent
32
(Coal: 14)
Fossil fuel
emissions
32
2
5,5
Change in
land use
Animal
agriculture
Atmosphere
2.800 Bt of CO2 equivalent = 760 Bt Carbon = 0,04% of total atmosphere
Plant growth
Flow from and to
220 225 and decay intermediate/deep
Terrestrial vegetation
water/marine organisms
1.800
330 340
Coal deposit
11.000
Oil and gas
Dissolved organic
Soils and organic
carbon
matter
2.600
7.300
Marine sediments and
Surface water
3.700
Flow from and
Intermediate & to surface
deep water
COAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 107
deposit
1.100
140.000-150.000 370 340
Surface sediment
550
Note: Note 1: Values are in billion tons or gigatons (Gt) of CO2 (not Carbon, conversion done by author), 1 kg C = 3,67 kg CO2
Note 2: man-made CO2 emissions based on estimates from 2010 to 2012, all other based on estimates from 1989 to
1998
sedimentary rocks
240.000.000-370.000.000
Source: Schernikau analysis based on various research, man-made CO2 emissions from IEA CO2 2014 and Cowspiracy 2015, and other numbers
from IPCC AR4 and IPCC 2007 and IPCC Special Report LU, LUC&F 2000
108 COAL ASIA 17. AUGUST - 25. SEPTEMBER 2016
[MEINUNGEN
]
Figure 4: Estimates of natural and man-made carbon emissions
CO2 equiv.
emissions per
year in Bt
800
Left column: Min Bt of CO2/year
Right column: Max Bt of CO2/year
480
370
330
40 70
40 55
30 55
25 32
14
11
7
Mammals
Animal
agriculture
Coal
Oil
Gas
110
Permafrost
Insects
Microbes
Oceans
70
Forest fire
220
Volcano
300
Note: Estimates for recent past (exact values only possible for coal, oil, gas); Values are in CO2, not Carbon, 1 kg C = 3,67 kg CO2
Source: Various research summarized by Mueller-EIKE 2013
COAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 109
Figure 6: Satellite images of CO2 concentration
Source: Downloaded from NASA database
COAL ASIA 17. AUGUST – 25. SEPTEMBER 2016
101
[MEINUNGEN ]
Figure 7: 125-year sunspot activity correlates with temperatures
Solar total 1.374
irradiance
in W/m2 1.373
2,2 Yearly
artic-wide
surface
374 1,4 temperature
anomalies
in ˚C
0,6
Temperature anomalies
Sun
1.372
1.371
1.370
-0,2
1.369
1.368
1.367
Atmospheric
CO2 in ppm
-1,0
288
-1,8
1940
1960
1980
2000
Years
Note: Annual-mean arctic-wide air temperature anomaly time series (dotted lines) correlated with the estimated total solar
irradiance (black solid line) and with the atmospheric carbon dioxide (CO2) mixing ratio (blue solid line) from 1875 to 2000
1880
1900
1920
Source: Schernikau analysis based on Soon 2005
10.1
Figure 8: 400 Year sunspot activity correlates with temperatures
400 years of sunspot observation
150
100
Modern
Maximum
Dalton
Minimum
Sunspot 250
number
200
Maunder
Minimum
50
0
1600
1650
1700
1750
1800
Years
Source: Graph by Robert A. Rohde, Physics PhD from the University of California, Berkeley
100 COAL ASIA 17. AUGUST - 25.SEPTEMBER 2016
1850
1900
1950
2000
Figure 9: The winners and losers of the global battle against CO2
Winners
• Primarily the US (unplanned, I believe)
• Renewable subsidized industry
Automotive industry that can continuously
market new models with better CO2 efficiencies
• Banks that issue bonds and finance CO2
mitigating projects
$
Losers
• Europe
• The developing world losing competitiveness
• Global heavy industry
• Global electricity sector
• Global fossil fuel industry incl. coal mining
• Vast research and consulting industry
• The media in form of advertising and
sponsoring for repeating the message
• Environmentalist organizations focused on
fighting man-made CO2 emissions
Source: Schernikau analysis
COAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 2016
103
[ OPINION ]
Lars Schernikau finished his PhD on the
economics of the global coal business and
published “The Renaissance of Steam Coal”
in 2010. This article will be reprinted in his
coming book and other magazines.
102 COAL ASIA AUGUST 17 - SEPTEMBER 25, 2016
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