Kompositionsgeometrie in Renaissance-Gemälden

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Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Maler und Malerinnen überlassen nicht viel dem Zufall.
Sie machen sich Gedanken über den Aufbau ihrer Bilder.
Sie machen sich Gedanken über formale und farbliche Elemente.
Das nennt man Komposition.
In der Renaissance arbeiteten viele Künstler nach exakten Geometrien,
die formalen Gestaltungsansätze waren sehr mathematisch .
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Folgende Formen und Formeln kommen Ihnen sicher bekannt vor.
Können Sie sie zuordnen?
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Folgendes sind formale Elemente der Komposition.
Diese sind für die folgende Aufgabe zentral.
Goldener Schnitt
Geometrische Formenelemente (Dreiecke, Kreis...)
Proportionen
Perspektiven
Linien
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Goldener Schnitt
Erinnern Sie sich an die Formel des Goldenen Schnitts?
Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnitts,
wenn sich die grössere zur kleineren Strecke verhält wie die
Summe aus beiden zur grösseren.
a ist im Verhältnis zu b gleich, wie ab zu a.
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Folgendes sind wichtige formale Elemente der Komposition.
Quadrat
Rechteck
Dreieck
Kreis
Trapez /
Polygone
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Geometrische Formen und deren Beziehungen zueinander sind in
vielen Gemälden der Renaissance als Grundlagen für den Bildaufbau
genutzt worden.
Das folgende Beispiel von Albrecht Dürer, Das jüngste Gericht, zeigt
Ihnen, was unter dem geometrischen Bildaufbau zu verstehen ist.
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Die Mittelhorizontale,
Mittelsenkrechte und vor allem die
Diagonalen trennen klar Himmel
und Hölle. Zusammen zeigen sie
uns den Bildmittelpunkt.
Die Kreiseinteilung zeigt, dass die
Verlängerungen der Köpfe der
beiden knienden Bittsteller durch
die Brosche des Mantels verläuft.
Das verbindet die Figuren
miteinander.
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Die beiden betenden Figuren und Gott
sind ebenfalls in einem Dreieck
angeordnet.
Die beiden Posaunen unterstreichen
das Dreieck noch!
Betrachten wir nun einmal den Winkel
des Armes mit der rechten segnenden
Hand!
Lösung: Er entspricht der Diagonalen
von oben links nach unten rechts
(Diagonale 1).
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Finden Sie noch andere Winkel, die
demjenigen der Diagonalen 1
entsprechen?
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Wie steht es nun um den Goldenen Schnitt?
Waren die Renaissancekünstler wirklich so
harmoniebedürftig, so müssten doch
etliche Verhältnisse im Goldenen Schnitt
anzutreffen sein.
Verlassen Sie sich auf Ihr Bildgefühl und
versuchen Sie, die geometrischen
Beziehungen zu finden!
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Lösung zum Goldenen Schnitt
Linker oberer Bildrand – rechte segnende
Hand (Fingerspitzen) – Kehlkopf Gottes
Rechte segnende Hand – linker Ellenbogen –
linke Hand
Bildmitte: Die Distanz zwischen den beiden
knienden Personen wird durch das fallende
gewand Gottes und die sich aufbäumende
Wolke im Goldenen Schnitt geteilt.
Das Biest unten rechts ist im Goldenen
Schnitt unterteilt: Das Auge befindet sich
am Schnittpunkt.
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Am Stich von Albrecht Dürer wurden einige geometrische
Beziehungen zueinander aufgezeigt.
Sie haben gesehen, wie die geometrische Komposition
funktioniert.
Sie erhalten nun eine zweite PowerPoint-Präsentation.
Da finden Sie eine Bildauswahl sowie Formen und Hilfsmittel
um geometrische Kompositionselemente zu erkennen und zu
kennzeichnen.
Kompositionsgeometrie in
Renaissance-Gemälden
Ziel der Aufgabe:
Sie als Schülerin, als Schüler betrachten ein Bild und sind in der Lage,
geometrische Formen und ihre Einflüsse auf die Komposition des
Gemäldes zu erkennen.
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