Übertherapie vermeiden

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Übertherapie vermeiden
Inhalt
Brustkrebs: Chemotherapie ja oder nein?
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EndoPredict® für eine personalisierte Therapiestrategie
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Für wen eignet sich EndoPredict®? 4
Wie wurde EndoPredict® entwickelt? 5
Klinische Validierung an mehr als 1.700 Patientinnen 6
Antihormontherapie 7
Das Anwendungspotenzial von EndoPredict® auf einen Blick 8
Kontakt bei Fragen 9
Circa 72.000
Brustkrebsneuerkrankungen p.a.
ca. 20%
HER2/neu
ca. 15%
ER(negativ)
Chemo/Herceptin
Chemo
Stratifizierung nach Subtyp
durch Pathologie
Ca. 65%
ER +
(positiv)
EndoPredict ®
®
Brustkrebs: Chemotherapie ja oder nein?
Mit über 70.000 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen
in Deutschland. Doch dank intensiver Forschung und der Entwicklung neuer Therapien können
heute die meisten Patientinnen erfolgreich behandelt werden. Allerdings konnten die Fortschritte in
der Diagnostik nicht mit den Fortschritten in der Therapie der Krankheit mithalten. So konnte zwar
gezeigt werden, dass viele Frauen dank der neuen Therapien im Durchschnitt deutlich länger leben doch wie der Nutzen für die einzelne Patientin ist, blieb lange unklar.
Neben Operation und Bestrahlung stehen verschiedene sogenannte systemische Therapien zur
Verfügung. Diese wirken im gesamten Körper, denn auch bei frühem Brustkrebs ist es nicht ausgeschlossen, dass sich bereits einzelne Zellen vom Tumor gelöst haben und über Blut- und Lymphgefäße in den Organismus gelangt sind. Diese Zellen sollen mit den systemischen Therapien beseitigt
werden. Im Vordergrund steht dabei der Einsatz von Chemotherapie, Antihormonen und Antikörpern.
Entscheidend für die richtige Therapiestrategie sind molekulare Marker wie Hormonrezeptoren und
der Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2/neu. So können die Tumoren in drei für die Diagnose wichtige
Tumorsubgruppen unterteilt werden (siehe Abbildung oben).
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Monkey Business Images/Shutterstock.com
Nach den aktuellen klinischen Leitlinien werden hormonrezeptornegative (HR-) oder HER2/neupositive Tumoren meist mit einer Chemotherapie behandelt, denn diese beiden Tumorsubtypen
können mit dieser Therapie besonders effektiv bekämpft werden. Oftmals geringer ist der Nutzen
einer Chemotherapie bei Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem und HER2/neu-negativem
Brustkrebs. Zu dieser Gruppe gehören gut 65 Prozent der Patientinnen.
Die Mehrzahl dieser Patientinnen wäre mit einer nebenwirkungsärmeren anti-hormonellen Therapie
ausreichend behandelt, einige jedoch haben einen Vorteil von einer zusätzlichen Chemotherapie.
Da die klassischen Untersuchungsmethoden keine eindeutige Beurteilung erlauben, welche
Therapie die Richtige ist, wird ein großer Teil dieser Patientinnen sicherheitshalber mit
Chemotherapie behandelt. Viele Patientinnen werden so übertherapiert.
Erst seit kurzer Zeit sind detaillierte Analysen des Wachstumsverhaltens eines Tumors auf genetischer Ebene Bestandteil der anerkannten Leitlinien (z.B. AGO, St. Gallen). Die Tests liefern wertvolle
Zusatzinformationen, um die jeweils geeignete Therapie für eine Patientin auszuwählen. Der einzige
Test dieser Art, der an den Brustzentren in Deutschland durchgeführt werden kann, ist EndoPredict®.
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EndoPredict® für eine personalisierte Therapiestrategie
EndoPredict® ist ein Multigen-Test für Brustkrebspatientinnen. Mit dem Test kann eine Niedrigrisikogruppe identifiziert werden, die unter alleiniger antihormoneller Behandlung eine mehr als
95-prozentige Wahrscheinlichkeit für ein metastasefreies Überleben von mindestens zehn Jahren
erwarten kann.
Mit dem EndoPredict®-Test konnte erstmals gezeigt werden, dass er gegenüber den etablierten
Verfahren in signifikantem Maße zusätzliche Informationen bei der Fragestellung bietet, ob eine
antihormonelle Therapie für eine Patientin ausreicht.
Der Test wird entweder direkt in der Pathologie des Brustzentrums durchgeführt oder eine Tumorprobe wird an ein nahe gelegenes Institut versendet. Hierbei reicht eine Gewebeprobe des Tumors,
die nach einer Stanzbiopsie oder Operation standardmäßig vorliegt. Das Ergebnis kann im Idealfall
binnen acht Stunden vorliegen, die Kosten der medizinisch notwendigen ärztlichen Leistung werden in der Regel erstattet.
Für wen eignet sich EndoPredict®?
EndoPredict® kann für Patientinnen mit einem hormonrezeptorpositiven und HER2/neu-negativen
Tumor mit 0 bis 3 befallenen Lymphknoten zuverlässig die Wahrscheinlichkeit dafür voraussagen,
ob eine Patientin nur durch eine antihormonelle Therapie und ohne Chemotherapie dauerhaft von
ihrem Tumor geheilt werden kann.
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EP-Score
STC2
AZGP1
UBE2C
Zellteilung
assoziierte Gene
Hormonrezeptor
assoziierte Gene
IL65T
BIRC5
RBBP8
DHCR7
Low Risk
MGP
0
5
15
High Risk
Wie wurde EndoPredict® entwickelt?
Die Entwicklung des Tests geht ins Jahr 2005 zurück. Damals haben sechs verschiedene Institute
aus ganz Deutschland insgesamt 964 Tumorproben von hormonrezeptornegativen und HER2/neunegativen Patientinnen analysiert, um gemeinsame Auffälligkeiten der Tumorgene herauszufinden.
In der Studie wurde der Einfluss von über 20.000 Genen auf den Krankheitsverlauf bei Brustkrebs
untersucht. Am Ende wurden acht Gene als für den Krankheitsverlauf relevant identifiziert. Diese
Gene sind zum Beispiel eng verbunden mit dem hormonellen Ansprechen oder mit der Zellteilung.
Basierend auf dem Aktivitätslevel der Gene wird mithilfe einer mathematischen Formel der
EndoPredict®-Score (EP-Score) berechnet und auf einer Skala von 0 bis 15 angegeben. Werte bis
einschließlich fünf entsprechen dabei der Niedrigrisikogruppe, Werte über fünf sind der Hochrisikogruppe zuzuordnen.
EndoPredict® ist der einzige Test, der standardmäßig auch die wichtigen schon lange etablierten Prognosefaktoren Tumorgröße und Lymphknotenstatus berücksichtigt. Verrechnet mit dem EP-Score
ergibt sich der EPclin-Score. Für diesen konnte gezeigt werden, dass er alleine mehr Aussagekraft
bezüglich der Prognose einer Patientin hat als die Kombinationen aller üblicherweise verwendeten
Untersuchungsmethoden.
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1702 Patientinnen
in ABCSG 6 & 8
EndoPredict
®
Endokrine
Therapie
Endokrine
Therapie
83 Patientinnen
„high risk“
1.371 Patientinnen
„intermediate risk“
248 Patientinnen
„low risk“
+
44,5 % Metastasen
5,3 % Metastasen
Endokrine
Therapie
840 EPclin
„low risk“
4,5 % Metastasen
Endokrine
Therapie
+
531 EPclin
„high risk“
19,7 % Metastasen
Klinische Validierung an mehr als 1.700 Patientinnen
Nachdem die relevanten Gene in der Findungsstudie identifiziert und die Berechnungsformeln
entwickelt worden waren, wurde die Leistungsfähigkeit des Tests in zwei unabhängigen klinischen
Studien der Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) überprüft. Die Patientinnen aus den Studien waren alle mit alleiniger antihormoneller Therapie, ohne Chemotherapie,
behandelt worden.
Zunächst wurden die Patientinnen ausgeschlossen, die nach der deutschen S3-Leitlinie (2008)
bereits eindeutig ein niedriges oder hohes Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung hatten.
Übrig blieben 1.371 Patientinnen mit einem nach Leitlinie mittleren Risiko. Von diesen konnten mit
dem EndoPredict® 840 weitere mit einer exzellenten Prognose identifiziert werden.
Der EndoPredict® wurde ohne Kenntnis des weiteren Krankheitsverlaufes der Patientinnen in
Labors in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse wurden an die Universitätsmedizin Wien
geschickt und erst hier mit den tatsächlichen Krankheitsverläufen abgeglichen.
Bei den Studien stellte sich heraus, dass in der Patientinnengruppe, die laut EndoPredict® ein niedriges Rückfallrisiko haben sollte, nur 4,5 Prozent eine Metastasierung erlitten. Die Zuverlässigkeit
des Tests konnte somit erfolgreich nachgewiesen werden.
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Arzt
Entnahme einer
Gewebeprobe (Biopsie)
vor oder während der OP
Tumorkonferenz
Pathologisches Institut
Analyse der Gewebeprobe
mittels EndoPredict®-Test
Evidenzbasierte
Therapieentscheidung
Antihormontherapie
Endokrine
Therapie
Antihormontherapie /
Chemotherapie
Endokrine
Therapie
+
Antihormontherapie
Die Antihormontherapie ist seit über 30 Jahren Bestandteil der Brustkrebstherapie. In vielen Tumorzellen befinden sich sogenannte Hormonrezeptoren, Andockstellen für die Hormone Östrogen und
Progesteron. Wenn die Hormone zum passenden Rezeptor finden, wird ein Wachstumssignal an
die Zelle gesendet. Ziel der antihormonellen Therapie ist es, dass keine Hormone an die Rezeptoren
gelangen und die Zellen so „ausgehungert“ werden.
Bei einer Antihormontherapie mit Tamoxifen werden die Rezeptoren blockiert und die echten Östrogene können nicht mehr „andocken“.
Eine weitere Variante der Antihormontherapie kommt für Frauen nach den Wechseljahren infrage. Bei
diesen Patientinnen wird kein Östrogen mehr in den Eierstöcken produziert. Durch die Einnahme von
Aromatasehemmern wird zudem die körpereigene Produktion von Östrogen im Muskel- und Fettgewebe unterbunden. Somit kann kein Östrogen mehr auf die Tumorzellen wirken.
Viele Patientinnen sind mit einer alleinigen antihormonellen Behandlung ausreichend therapiert und
benötigen keine zusätzliche Chemotherapie.
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Das Anwendungspotenzial von EndoPredict® auf einen Blick
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eindeutige Prognoseeinschätzung
personalisierte Therapieentscheidung
unnötige Chemotherapie kann vermieden werden
kann in der Pathologie vor Ort durchgeführt werden
die Ergebnisse liegen kurzfristig vor
Ergebnisse werden durch die betreuenden Fachärzte vor dem
Hintergrund aller ärztlichen Untersuchungsergebnisse beurteilt
Zusatzinformationen zu etablierten Prognosefaktoren
Kosten werden in der Regel übernommen
Sie haben Fragen zu EndoPredict® ?
Hier erreichen Sie uns:
Telefon: 0221/ 669 561 66
E-Mail: [email protected]
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Impressum
Sividon Diagnostics GmbH
Nattermannallee 1
50829 Köln
Tel.: 0221/ 669 561 66
E-Mail: [email protected]
www.endopredict.com
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