Tintenfisch

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Tintenfisch - Blaublütige Chamäleons der Tiefsee
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Einleitung
 Kopffüßer, gemeinhin Tintenfische genannt, sind eine Klasse von Meeresbewohnern
die eine Reihe von erstaunlichen Eigenschaften besitzen. So gehen diese
vielarmigen, riesigen Tiere mit einem eigenen Düsenantrieb jagen, können nach
belieben ihre Farbe ändern und die Struktur ihrer Umgebung annehmen.
 Außerdem gibt es einige Arten die im Dunklen Leuchten können
Steckbrief
 Was ist ein Tintenfisch? Tintenfische sind Weichtiere und gehören zu den
Kopffüßlern
 Ökosystem: Küstengewässern, in Seegraswiesen und in der Tiefsee
 Klimazone: tropische und gemäßigte
 Tintenfische leben zwischen Felsen im flachen Wasser oder auch in Löchern von
Felsen. Sie errichten sich aber auch Behausungen aus aufgeschichteten Steinen.
 Nahrung: Muscheln, Schnecken, Krebse und Fische
 Feinde: Menschen, Thunfisch, Muränen, Sägebarsch, dem Zahnwal, und anderen
Walarten
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Verschiedene Arten
 Es gibt mehr als 700 verschiedene Arten
Stamm:
Klasse:
Ordnung:
Bezeichnung
Weichtiere
Kopffüßer
Nautilus/ Perlboot
Kalmar
Sepia
Tintenschnecken
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Merkmale
besitzen noch Schale; keine
Saugnäpfe; spuckt keine Tinte;
Vierkiemer
10 Arme; lebt meist in Tiefsee;
spuckt Tinte; Zweikiemer
8 Arme; Saugnäpfe; spuckt Tinte;
Zweikiemer
8 Arme; Zweikiemer;
spuckt Tinte;
Beispiele
Nautilius
macromphalus
Pfeilkalmar,
Anglerkalmar
Gewöhnlicher
Tintenfisch
Riesenkrake,
Papierboot
Besonderheiten
4.1 Verhaltensmerkmale
 3 Herzen
Rahel Korell
Tabea Kretschmer
Seite 1
07.03.2005
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blaues Blut haben
Einzelgänger
Dämmerungsaktiv
Fortpflanzung: 3. Arm an der rechten Seite  Begattungsarm (Hektokotylus)
Ende keine Saugnäpfe  Diese schiebt das Männchen bei der Paarung in die
Mantelhöhle des Weibchens  Samenpaket wird übertragen
Bei einigen Arten kann sich der Arm sogar ablößen und selbstständig das Weibchen
begatten
Beim Papierboot ist das Gesamte Männchen fast vöölig Geschlechts- und
Begattungstier. Sein Körper erreicht höchsten 1,5 cm Länge, sein Hektokotylus
jedoch 3 cm; das Weibchen übertrifft die Größe des Männchens um mehr als das
Zehnfache
Tinte: Bei Angriffen stoßen Tintenfische eine dunkle, blauschwarze Tintenwolke
aus. Sie Zerfließt nicht im Wasser und nimmt etwa die Form und Größe vom
Tintenfisch an. Der Tintenfisch wechselt derzeit seine Farbe, er wird z. Bsp. blass.
Das hat zur Folge, dass der Feind zuerst die Tintenwolke angreift und nicht den
blassen Tintenfisch, welcher sich sowieso in Sicherheit gebracht hat
Allerdings wissen die wenigsten, dass einige Tintenfisch Arten keine dunkle Tinte,
sondern eine Leuchtwolke ausstößt, die ebenfalls dem Zweck der Täuschung dient.
Zusätzlich besitzen sie eine Art Düsenantrieb der durch plötzliche Kontraktionen
der Mantelmuskulartur, die Hauptsächlich für die Ventilation der Atemkammer da
sind, entsteht, bei der das Tier anhand dieser enormer Kraft vorwärts davon schießt
 besonders gut geeignet für die Jagd
Tarnung ( Überleitung zum nächsten Punkt) Die bodenwohnenden Tintenfische
tarnen sich auf erstaunliche Weise. Ihre Haut nimmt die Farbe und die Form der
Umgebung an. So können sie vorbeikommender Beute erfolgreich auflauern und
sind selber vor Feinden sicher.
Die Haut kann auch Werbung um ein Weibchen signalisieren. Farben und Muster
auf der Haut dienen bei den Tintenfischen auch zur Kommunikation. Weiss ist
beispielsweise die Farbe für Angst oder Wut. Ein Zebramuster dient bei Sepien
dazu, einen Rivalen zu bedrohen, bei Kraken dagegen signalisiert es
Paarungsbereitschaft.
4.2 Bauliche Anpassungen
 Tarnung: haben alle (bis auf Nautilus) schützende Schale verloren  besonders
Schutzlos gegenüber Feinden
 Das Geheimnis liegt in der Haut: Tausende Farbzellen
 Farben werden von unten nach oben im dunkler: je nach Spezies Gelb,
Orange, Rosa, Rot, Rraun, Violett und Schwarz
 An jede Farbzelle greifen fünf kleine Muskeln  sind sie entspannt  kugelt
sich die Farbzelle zusammen  sehr kleine Oberfläche  praktisch nicht zu
sehen
 Angespannt  flachgezogen  Farbfleck
 Zusätzlich haben sie Spiegelzellen  reflektieren Umgebung  Bild perfekt
 können auch Oberflächenstruktur verändern Darin gelegene Muskeln
machen es möglich, das sie mal glatt, mal runzlig, mal gebeult und mal
stachelig wird
Rahel Korell
Tabea Kretschmer
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 Augen:
 Liegen erhöht auf beiden Kopfseiten
 Hochentwickelter Bau  wie beim Menschen
 besteht aus: Hornhaut, Regenbogenhaut, Linse und Netzhaut
 querliegende Pupille  passt sich Lichtverhältnissen an
 auf kurze wie auch längere Distanz sehr gut sehen
 kann Farben unterscheiden
 Schnabel:
 sogenannte Papageienschnabel sitzt in der Mundöffnung
 besteht aus Ober- und Unterkiefer
 aus hornartigem Stoff aufgebaut
 können damit Krabbenpanzer knacken
 Saugnäpfe:
 sitzen in zwei Reifen auf jedem Arm
 besteht aus einem festen Muskelring
 sowie einem Muskelstrang der mit der Basis des Rings verbunden ist
 beim Festsaugen wird der Muskelring auf einen Gegenstand gedrückt und
dann der Muskelstrang angezogen  Unterdruck  so starke Verbindung zw.
den beiden, dass eher der Arm abreist, als dass sich die Saugnäpfe lösen
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Aktuell
 Kalmare futtern den Fischern die Beute weg
Seit zwei Wochen aber tummeln sich die großen Jäger bei Tageslicht vor der Küste:
Zunächst wurden mehr als 200 vor der Insel Chiloé gesichtet, später kamen weitere an
anderen Orten entlang der chilenischen Südküste zum Vorschein. Das Nachsehen haben vor
allem die örtlichen Fischer: Die räuberischen Kalmare futtern Hecht, Sardine und Sardelle,
und das mit großem Appetit. Die Kopffüßer sind fein raus, denn sie gelten zwar in manchen
Weltgegenden als Delikatesse, stehen aber nicht auf der Speisekarte der Chilenen.
Meeresbiologen standen angesichts der Kalmar-Invasion zunächst vor einem Rätsel.
Klarheit brachten erst Bilder aus 800 Kilometern Höhe: Der Esa-Satellit Envisat stellte mit
Hilfe seines Radiometers, das Schwankungen der Wassertemperatur auf drei Zehntel Grad
genau messen kann, eine seltene Wandlung der Strömungsverhältnisse vor der
südchilenischen Küste fest. "Das Auftauchen der Kalmare hängt damit zusammen", erklärt
Christina Rodriguez-Benito vom Ozeanographie-Unternehmen Mariscope Chilena.
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Quellen
 Internet:
 http://www.physiologus.de/tintenfisch.htm
 www.quarks.de/tintenfisch/
 www.pfaffenwinkel.de/schulen/grundschule.burggen/tintenfi...
 Bücher:
 LEBENDIGE WILDNIS
Rahel Korell
Tabea Kretschmer
Seite 3
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 Tiere der Meere und Ozeane
Verlag Das Beste GbmH, Stuttgart 1992
 Großer Atlas der Meere
Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH
Deutsche Ausgabe 2000, Köln
 Wunderwelt des Meeres
Deutschsprachige Ausgabe:
1996 Verlag das Beste GmbH, Stuttgart
 Microsoft Encarta Enzyklopädie 2002
Rahel Korell
Tabea Kretschmer
Seite 4
07.03.2005
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