Human- und Säugergenetik

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Human- und Säugetiergenetik
Koordinator
Prof. Dr. Wolfgang Wurst
LS für Entwicklungsgenetik (Prof. Wurst) LS für Genetik (Prof. Gierl)
Ingolstädter Landstraße 1 Am Hochanger 4
85758 München-Neuherberg 8535 Freising
Tel. 0 89 – 3187 4110 0 8161 – 71-5641
Fax 0 89 – 3187 3099 0 8161 – 71 – 5636
[email protected]
Typ: M / O, Major / Minor
Inhalte und Qualifikationsziele des Moduls
Ziele
Ziel dieses Moduls ist es, die neuesten Erkenntnisse der Entwicklungsgenetik, Humangenetik,
Neurogenetik und Reproduktionsbiologie an Modellorganismen darzustellen und mithilfe praktischer
Beispiele zu erproben. Schwerpunkte liegen in der Genfunktionsanalyse und der Charakterisierung
der genetischen Netzwerke, die den verschiedenen Entwicklungsstadien eines Organismus – von
der frühen Embryonalentwicklung an – zugrunde liegen. Ferner werden die genetischen Grundlagen
neurologischer und psychiatrischer Krankheiten präsentiert.
Aufbau
V, S 19 Credits; P 43 Credits
V Humangenetik
Dozent: Graw
2 SWS im WS/SS – 3 Credits
Im Rahmen dieser Vorlesung werden folgende Themenkreise angesprochen:
Chromosomenstrukturen und Chromosomenanomalien; Variabilität und Konstanz des menschlichen
Genoms; Methoden der Humangenetik; autosomale und rezessive Erkrankungen;
geschlechtsgebundene Erkrankungen (einschließlich Inaktivierung des X-Chromosoms);
Populationsgenetik und komplexe Erkrankungen; Gene und Krebs; hämatologische Erkrankungen;
angeborene Stoffwechselstörungen; neurologische Erkrankungen und Verhaltensgenetik sowie
Genetik der Augenerkrankungen. Dabei wird der Stoff an verschiedenen Krankheitsbildern jeweils
beispielhaft dargestellt.
V Entwicklungsgenetik der Tiere I
Dozenten: Hrabé de Angelis, Wurst
2 SWS im WS/SS – 3 Credits
Gegenstand dieser Vorlesung ist das vergleichende Studium der frühen Embryonalentwicklung von
Vertebraten und Invertebraten mit besonderem Schwerpunkt auf der Entwicklung der Vertebraten.
Zunächst werden die frühen Entwicklungsereignisse von der Befruchtung bis hin zur Implantation
diskutiert. Daran anschließend werden die Differenzierungsvorgänge in die drei Keimblätter
(Ektoderm, Endoderm und Mesoderm) sowie die sich daraus entwickelnden Organe beschrieben.
Die frühen Differenzierungsvorgänge werden teilweise durch die Bildung von Organisationszentren
und deren Einfluss auf die Musterbildung bestimmt. Die Wirkungsweise von Organisationszentren
und der durch diese Zentren gebildeten molekularen Netzwerke wird exemplarisch am
Spemann-’Organizer’ diskutiert. Darauf aufbauend werden die Musterbildungsprozesse dargestellt,
die im Embryo den allgemeinen Bauplan mit Einteilung in vorne, hinten, oben, unten, links und
rechts festlegen.
V Entwicklungsgenetik der Tiere II
Dozenten: Hrabé de Angelis, Wurst
2 SWS im WS/SS – 3 Credits
In dieser Vorlesung werden die grundlegenden Prinzipien der Morphogenese und Organogenese
präsentiert: das Mesoderm und die sich daraus entwickelnden Muskeln und das Skelett; das
Ektoderm und die Entwicklung des Nervensystems und der Haut; das Endoderm und die
Entwicklung von Darm, Lunge, Nieren und Pankreas. Darüber hinaus werden die sensorischen
Systeme Auge, Ohr und Nase vorgestellt. Im Anschluss daran werden die Grundlagen des
biologischen Alterns anhand von altersabhängigen Krankheiten beschrieben. Abschließend werden
ethische Aspekte der modernen Reproduktionsbiologie diskutiert.
V Neurogenetik
Dozenten: Hrabé de Angelis, Wurst
2 SWS im WS/SS – 3 Credits
Im Rahmen dieser Vorlesung werden die frühe neuronale Musterbildung, die neuronale
Differenzierung, Zell-Zell-Interaktionen sowie die Funktion von Neuropeptiden und
Neurotransmittern während der Embryonalentwicklung und im adulten Tier dargestellt. Einen
weiteren Schwerpunkt bildet die Verhaltensbiologie.
V Molekulare Genetik
Dozenten: Gierl, Torres-Ruiz
2 SWS im WS/SS – 3 Credits
s. entsprechendes Modul Prof. Gierl
S Seminar für Fortgeschrittene (Journal Club)
Dozenten: Gierl, Graw, Hrabé de Angelis, Wurst
2 SWS im WS/SS – 2 Credits
Hier werden die neuesten Publikationen aus den Gebieten der Entwicklungsbiologie, Genetik und
Genomik von den Student/innen vorgestellt und diskutiert.
S Seminar für Fortgeschrittene (Progress Report)
Dozenten: Graw, Hrabé de Angelis, Wurst
2 SWS im WS/SS – 2 Credits
Hier werden die neuesten Ergebnisse aus den Instituten für Entwicklungsgenetik und
Experimentelle Genetik dargestellt und kritisch diskutiert.
P Großpraktikum Humangenetik
Dozenten: Graw, Hrabé de Angelis, Wurst
10 SWS im WS/SS– 10 Credits
Im Großpraktikum Humangenetik werden die Student/innen an bestimmten Forschungsprojekten in
die praktische Arbeit der Molekularbiologie mit Schwerpunkt Augengenetik eingeführt.
P Großpraktikum Entwicklungsgenetik
Dozenten: Hrabé de Angelis, Wurst
10 SWS im WS/SS– 10 Credits
Das Studium der Biologie an der Technischen Universität München
17 von 76 20.07.2005 12:24
Im Großpraktikum Entwicklungsgenetik werden die Student/innen an bestimmten
Forschungsprojekten in die praktische Arbeit der Molekularbiologie mit Schwerpunkt
Entwicklungsgenetik (Organogenese, Morphogenese) eingeführt.
P Großpraktikum Säugetiergenetik
Dozenten: Hrabé de Angelis, Wurst
10 SWS im WS/SS– 10 Credits
Im Großpraktikum Säugetiergenetik werden die Student/innen an bestimmten Forschungsprojekten
in die praktische Arbeit der Molekularbiologie mit Schwerpunkt Mausphänotypisierung eingeführt.
P Großpraktikum Neurogenetik
Dozenten: Hrabé de Angelis, Wurst
10 SWS im WS/SS– 10 Credits
Im Großpraktikum Neurogenetik werden die Student/innen an bestimmten Forschungsprojekten in
die praktische Arbeit der Molekularbiologie mit Schwerpunkt neuronale Musterbildung, neuronale
Differenzierung und Verhaltensgenetik eingeführt.
P Praktikum Reproduktionsbiologie
Dozenten: Hrabé de Angelis, Schmidt, Wurst
2 SWS im WS/SS – 3 Credits
Im Praktikum Reproduktionsbiologie werden grundlegende Techniken der Generierung transgener
Nagetiere praktisch dargestellt und erlernt.
Voraussetzungen
Kapazitäten
Seminare: je 20 Student/innen
Großpraktika: je 12 Student/innen
Praktikum Reproduktionsbiologie: 10 Student/innen
Weitere Angaben:
Entwicklungsbiologie der Tiere I und II wird auch von der Entwicklungsbiologie angeboten.
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