Kapitel 05 Elektrostatische Beschleuniger

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Kapitel 05
Elektrostatische Beschleuniger
5.1 Röntgenanlagen
ƒ Beschleuniger?
ƒ Bauteile:
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
evakuierten Glaskolben
zwei Elektroden, der Kathode und der Anode
Kathode ist der Ort der Elektronenerzeugung und Emission
Anode = Target
ƒ Funktion:
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
Erzeugung der Elektronen
Beschleunigung der Elektronen in einem elektrischen Feld
Abbremsung der Elektronen in einem geeigneten Material
Bremsstrahlung und charakteristische Strahlung (abhängig
vom Anodenmaterial).
Kapitel 05: Elektrostatische Beschleuniger
KP/MB
Kapitel 05: Elektrostatische Beschleuniger
KP/MB
Anwendung von
Röntgenstrahlung
ƒ Radiographie Æ Schattenbildverfahren:
ƒ medizinischen Diagnostik
ƒ Werkstoffprüfung (z. B. Schweißnahtprüfung)
ƒ Röntgenfluoreszenzanlayse (RFA) Æ
Emissionsspektrometrie
ƒ wichtiges industrielles Verfahren zur Elementen-Analyse
ƒ Röntgendiffraktometrie Æ Interferenzerscheinungen
von Röntgenstrahlung, die an regelmäßig
angeordneten Atomen im Kristallgitter (kohärent)
gestreut wird
ƒ zur Kristallstrukturanalyse oder zur Identifikation von
kristallinen Phasen
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KP/MB
Drehanodenröhre
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
Kapitel 05: Elektrostatische Beschleuniger
Wolfram-Rheniumlegierungen
Tellerdurchmesser max: 20 cm
Öl-gekühlt
Spannung zw. Anode und Kathode:
25-150 kV
Elektronen mit Energie bis 150 keV
beschleunigt
Drehzahl: 5.000 – 10.000 U/min
Röntgenbremsstrahlung
Ausnahme: Mammographie mit KαMolybdän + Filterung
KP/MB
5.2 Kaskadengenerator
ƒ 1919 Motivation: Kernreaktionen im Labor hervorrufen zu
können Æ Teilchen auf hohe Energien beschleunigt
(MeV Bereich)
ƒ Æ Benötigt Generatoren für hohe elektrische Spannungen
ƒ 1929/31: Bandgenerator van de Graaff
ƒ 1932: Cockroft und Walton mit dem von Greinacher
vorgeschlagenen Kaskadengenerator (Cockroft-WaltonGenerator, 800 kV Gleichspannung)
ƒ Æ Beschleunigung von Protonen, erste künstliche
Kernumwandlung
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KP/MB
Kaskade
ƒ Bezeichnung: Hochspannungsgenerator
mehrfach aufgestockte Schaltungen aus
Transformatoren, Gleichrichtern (Dioden)
und Kondensatoren werden benutzt
ƒ Die entstehende Gleichspannung ist ein
Vielfaches der Sekundärspannung des
Transformators und der
Gleichrichtersperrspannung, jede Stufe
(Kondensator) werden nur mit einem
Bruchteil der Gesamtspannung belastet
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KP/MB
5.2.1 Unbelastete Kaskade, Funktion
einer Kaskade (nach Villard 1901)
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
Der Transformator T mit einer
Sekundärspannung des Scheitelwerts u
erzeugt am Punkt a ein zwischen –u und +u
wechselndes Potential.
Der Kondensator C1 wird über die Diode V1
einmal auf die Spannung u aufgeladen und
kann sich dann nicht wieder entladen; das
Potential am Punkt c erscheint also gegenüber
a um den Betrag u angehoben und wechselt
zwischen den Werten 0 und 2u.
Über V2 wird C2 auf die Spannung 2u
aufgeladen, der Punkt d liegt also auf dem
konstanten Potential 2u.
Die zwischen c und d liegende, zwischen 0 und
2u wechselnde Spannung dient nun zur
Versorgung der nächsten Stufe: C3 lädt sich
auf die Spannung 2u auf; und im Punkt e
erscheint ein zwischen 2u und 4u
wechselndes, im Punkt f ein konstantes
Potential 4u.
Folglich entsteht am Punkt h das Potential 6u.
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(6u)
h
V6
g
C6
(4u;6u)
C5
V5
(4u)
e
f
(2u;4u)
V4
C4
C3
V3
(2u)
d
(0;2u)
c
V2
C1
C2
V1
(0)
b
a
T
Transformator
Glättungssäule
(-u;+u)
Schubsäule
KP/MB
ƒ Ist also n die Stufenanzahl, wird die (unbelastete und
verlustfreie) Kaskade eine Gleichspannung von U0 = 2nu
erzeugen. Man sieht, dass alle Dioden auf die
Sperrspannung 2u, der Eingangskondensator auf die
Spannung u und alle übrigen Kondensatoren auf die
Spannung 2u zu dimensionieren sind
ƒ Umdrehen aller Dioden Æ Änderung der Polarität der
Hochspannung
ƒ Dioden leiten nur, wenn die Anode positiver als die
Kathode ist: nur dann, wenn die Kaskade mit einem
Verbraucherstrom belastet wird.
ƒ Der Strom durch die Dioden ist keineswegs sinusförmig,
sondern fließt nur während eines kleinen Bruchteils
einer Halbperiode der Eingangswechselspannung
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KP/MB
5.2.2 Die belastete Kaskade Welligkeit und Spannungsabfall
ƒ Wird von der
Hochspannungselektrode h
ein Nutzstrom i entnommen,
so fließt in einer Periode die
Ladung
i
Q = i⋅τ =
(6u)
V6
(4u;6u)
C5
V5
(4u)
e
f
(2u;4u)
V4
C4
C3
V3
(2u)
d
(0;2u)
c
V2
C1
C2
V1
(0)
b
a
T
Transformator
Glättungssäule
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g
C6
f
(f ... eingespeiste Frequenz)
ab. An den Kondensatoren
der Glättungssäule entsteht
daher ein Spannungsabfall
h
(-u;+u)
Schubsäule
KP/MB
Gesamtwelligkeit
ƒ Durch die periodischen Umladungen entsteht an
jedem Kondensator der Glättungssäule eine
Welligkeit, die gleich der im betreffenden Kondensator
gewechselten Ladungsmenge dividiert durch seine
Kapazität ist.
ƒ Falls alle Schub- und Glättungskondensatoren die
gleiche Kapazität C besitzen, ergibt sich durch
Summation für diesen Spannungsabfall durch
Umladung:
i ⎛2 3 3 2 1 ⎞
ΔV0 =
.⎜ n + n + n ⎟
fC ⎝ 3
4
12 ⎠
ƒ Möglichkeiten die Gesamtwelligkeit und den
Spannungsabfall zu verringern:
ƒ Verwendung von Kondensatoren hoher Kapazitäten
ƒ Wahl einer hohen Speisefrequenz
ƒ Aufbau mit geringer Stufenanzahl
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5.2.3 Symmetrische Kaskade
ƒ Heilpern 1955
ƒ Wesentliche Verringerung der Welligkeit
ƒ zwei Schubsäulen und
ƒ einer Glättungssäule.
ƒ Spannungsabfall wird gegenüber der klassischen
Schaltung um einen Faktor 4 kleiner.
links: Symmetrische
Kaskade nach Heilpern;
rechts: Symmetrische
Kaskade nach Walker und
Peter (verbessert)
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KP/MB
5.3 Van de Graaff-Generatoren
ƒ Robert J. Van de Graaff 1930: Bandgenerator zur
Erzeugung von Hochspannung (5,1 MV )
ƒ Einem Elektron kann so auf einmal eine Energie von
5,1 MeV zugeführt werden.
ƒ Mechanische Ladungstransport über ein Band aus
vulkanisiertem Textilgewebe
ƒ Elektrische Ladung wird mit Hilfe von spitzen
Elektroden in Form einer Koronaentladung auf das
Band gesprüht und zur Hochspannungselektrode
transportiert
ƒ Hohe Spannung entsteht durch die Aufladung der
elektrostatisch günstig geformten
Q
Hochspannungselektrode:
U=
C
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KP/MB
Robert van de Graaff
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KP/MB
Van de Graaff-Generatoren
+
Isolierte Metallkugel
+
+
ƒ Für eine Kugel mit
Radius r erhält
man die Kapazität
+
+
+
+
C = 4πεε 0 r
+
+
für r = 1 m ergibt
sich C = 111 pF.
Aufbringen der
Ladungen
Kapitel 05: Elektrostatische Beschleuniger
+
+
+
+
+
+
+
+
Band aus Isolationam aterial
KP/MB
„Moderner“ Van de GraaffBandgenerator
ƒ Aufladung durch Influenz (Separation
freier Elektronen in Leiter in äusserem
E-Feld)
ƒ Kette aus Metallkugeln („Pelletron“)
oder aus Metallstreifen („Laddertron“)
in einem elektrischen Feld aufgeladen.
ƒ Influenzierte Ladung ist proportional zur
elektrischen Feldstärke Æ Steuerung
durch Variation der Elektrodenspannung
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KP/MB
5.3.1 Der Van de Graaff –
Beschleuniger
ƒ Bestandteile: Bandgenerator und
Beschleunigungsrohr
ƒ Gütefaktor: hohe Spannungsfestigkeit
ƒ Daher: rund geformte hochpolierte Elektroden mit
großen Radien notwendig
ƒ Æ Unebenheiten und Schmutzpartikel auf der
Oberfläche können zu Gasentladungen führen.
ƒ Drucktank (bis zu 20 bar): Hochspannungsgenerator
+ Beschleunigungsrohr + Schutzgas
(Schwefelhexafluorid (SF6) oder (80 % N2 + 20 %
CO2))
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KP/MB
Generator
Kapitel 05: Elektrostatische Beschleuniger
In Van de Graaff generators, electric
charge is transported to the highvoltage terminal on a rapidly moving
belt of insulating material driven by a
pulley mounted on the grounded end of
the structure; a second pulley is
enclosed within the large, spherical
high- voltage terminal, as shown at left.
The belt is charged by a comb of sharp
needles with the points close to the
belt a short distance from the place at
which it moves clear of the grounded
pulley. The comb is connected to a
power supply that raises its potential to
a few tens of kilovolts. The gas near
the needle points is ionized by the
intense electric field, and in the
resulting corona discharge the ions are
driven to the surface of the belt. The
motion of the belt carries the charge
into the high-voltage terminal and
transfers it to another comb of needles,
from which it passes to the outer
surface of the terminal. A carefully
designed Van de Graaff generator
insulated by pressurized gas can be
charged to a potential of about 20
megavolts. An ion source within the
terminal then produces positive
particles that are accelerated as they
move downward to ground potential
through an evacuated tube.
KP/MB
Messung und Stabilisierung der
Terminalspannung (bis 20MV)
ƒ Stabilität der Spannung abhängig von der Konstanz
der elektrischen Ladung Q am HV Terminal (Q=CU).
ƒ Ladungsverluste (Strahlstrom, Spannungsteiler und
Koronaentladungsstrom) muss kompensiert werden
ƒ Grob Einstellung der auf das Band aufgesprühte
Ladung
ƒ Feine Spannungsstabilisierung durch eine geregelte
Koronaentladung zwischen Terminal und Erde.
ƒ Messsignal Æ Regelkreis das Signal des
sogenannten Generating Voltmeters (= Feldmühle).
(auf Erdpotential). Es registriert die zur
U
Hochspannung proportionale Feldstärke
E =
ro
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KP/MB
Generating Voltmeter
ƒ Auf einer rotierenden Elektrode wird durch Influenz
eine periodische Aufladung Q erzeugt. Die
resultierende Wechselspannung dient letztendlich als
Messsignal für die Hochspannung U. Die relative
Genauigkeit des Generating Voltmeters liegt bei
2 x 10-4 – 5 x 10-4
ƒ Die Langzeitstabilität hängt von der Konstanz der
Geometrie ab
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KP/MB
ATI
FNAL
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KP/MB
Äquipotentialringen
ƒ Um eine möglichst hohe Spannungsfestigkeit zu
erreichen, sollte der Spannungsabfall, d.h. die
elektrische Feldstärke im Inneren des
Beschleunigungsrohres möglichst gleichmäßig sein
ƒ Spannungsabfall wird auf viele
Beschleunigungselektroden verteilt, die mit den
äußeren Äquipotentialringen leitend verbunden sind
ƒ Æ Widerstandskette Æ gleichmäßiger
Spannungsabfall zwischen den Elektroden
ƒ Æelektrische Feld im Inneren des
Beschleunigerrohres ist dadurch näherungsweise
homogen
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KP/MB
Elektroden
ƒ Elektroden runde, hochglanzpolierte Oberflächen
ƒ Æ möglichst keine Funkenentladungen
ƒ Um ein gutes Hochvakuum mit Drücken von weniger als
1x10-6 mbar zu erhalten, sind die Innendurchmesser der
Elektroden relativ groß (~15 cm)
ƒ Æ Strömungswiderstand klein
ƒ Æ hohen Leitwert für das Abpumpen der Restgase
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KP/MB
Sekundärelektronen
ƒ Entstehen durch die Ionisierung des Restgases
ƒ Sekundärelektronen werden in entgegengesetzter Richtung zum
positiven Ionenstrahl beschleunigt
ƒ Nebeneffekte:
ƒ Erhöhung des gesamten elektrischen Stromes Æ erhöhte Belastung
des Bandgenerators.
ƒ erzeugen eine sehr intensive und harte Röntgenstrahlung beim
Aufprall (MV-Spannungen)
ƒ Restgasionisation wird erhöht und die Spannungsfestigkeit
verringert
ƒ Alternative: Einbau von kleinen Permanentmagneten, welche die
bei der Entstehung noch sehr niederenergetischen
Sekundärelektronen ablenken (2000 mal leichter als Protonen).
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KP/MB
5.3.2 Tandem-Beschleuniger
ƒ Warum Tandem? Æ doppelte Energie des HV-Terminals
(Hochspannung)
ƒ Ionenquelle (positive Ionen) Æ benötigt wird neg. Ion.
ƒ durchlaufen eines „electron adding“ - Kanal, worin jedem
positiv geladenen Ion 2 Elektronen hinzufügt werden
ƒ einfach negativ geladenes Ion wird zum positiven HVTerminal hin beschleunigt
ƒ Æ „gas stripping“ – Kanal, neutrales Gas steift den Ionen
die Elektronen ab, sodass positive Ionen in Richtung
Target beschleunigt werden können
ƒ Die Ionen am Target weisen die doppelte Energie
bezüglich der korrespondierenden Anfangsspannung auf
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KP/MB
Tandem, oft auch
"Tandem-Van-de-Graaff-Generator"
Isolatoren
Drucktank
Ladungsgürtel
Elektron Adding Kanal
++++-------------
Ionenquelle
ƒ
ƒ
--+++++
Gas Strip Kanal
HV Terminal (positiv)
+++++++++
Target
Targetenergien: 12 – 20 MeV
wobei die Ionenquelle und das Target am selben Potential (Ground)
gehalten werden können
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KP/MB
Stripper Elemente
ƒ He- Ionen: kinetische Energie ~ 750 keV am 1. positiven
Terminal
ƒ Hochenergetische Ionen können Elektronen „verlieren“, wenn sie
mit neutralen Gasen oder dünnen Folien wechselwirken.
ƒ Gas Zellen arbeiten im allgemeinen effizienter (Vermeidung von
großen Reparaturarbeiten, Folienwechsel, etc.)
ƒ Gaszellen bestehen aus konzentrischen Zylindern, ~0,3 m
Länge, an deren Enden kleine Eintrittsöffnungen für den Strahl
vorhanden sind
ƒ Vakuumpumpen am äußeren Zylinder
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KP/MB
Yale University, Tadem, 21 MV
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KP/MB
Two-Stage Tandem Accelerators
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
In most constant-voltage accelerators, Van de Graaff generators are the source
of high voltage, and most of the electrostatic proton accelerators still in use are
two-stage tandem accelerators.
These devices provide a beam with twice the energy that could be achieved by
one application of the high voltage. Figure at left is a diagram of a tandem
accelerator.
An ion source yields a beam of protons, which are accelerated to a low energy by
an auxiliary high-voltage supply. This beam passes through a region containing a
gas at low pressure, where some of the protons are converted to negative
hydrogen ions by the addition of two electrons.
As the mixture of charged particles moves through a magnetic field, those with
negative charge are deflected into the accelerator tube, and those with positive
charge are deflected away. The beam of negative ions is then accelerated toward
the positive high-voltage terminal.
In this terminal, the particles pass through a thin carbon foil that strips off the two
electrons, changing many of the negative ions back into positive ions (protons).
These, now repelled by the positive terminal, are further accelerated through the
second part of the tube. At the output end of the accelerator, the protons are
magnetically separated, as before, from other particles in the beam and directed
to the target.
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KP/MB
Massenspektroskopie TU-München
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Institut für Isotopenforschung und Kernphysik
VERA - Vienna Environmental Research
Accelerator
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KP/MB
Daresbury / United Kingdom
(42 m, bis 20 MV)
größter Tandem der Welt
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KP/MB
5.3.3 Rotormaschine (SAMES)
ƒ Beim Van-de-Graaff-Generator begrenzt das
Band eine allgemein industrielle Anwendung
(Stromergiebigkeit ist begrenzt, endlich lange
Lebensdauer)
ƒ Geometrische Form des Bandes ist nicht
optimal, (Æ Schwingen und Flattern)
ƒ Lösung: rotierende Trommel Æ keine
Schwingungen
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KP/MB
Rotormaschine (SAMES)
Austritts-Ionisator
-
----
++++
++
+
+
--
--
+++- - ---+
--
--
--
---
- -+ +
+++
+
+
+
Pressgas (Wasserstoff)
Hochspannungsklemme
---
Ladungs-Ionisator
+
++
isolierender zylindrischer Rotor
+++----
}Stator
++
--
+
metallener Induktor
Glaszylinder
Spannungsregler
Erreger (+30 kV)
Werbung 1962
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KP/MB
5.4 Beschleuniger und
Isolierkerntransformator
ƒ „insulating core transformator" = ICT =
Hochspannungsgenerator Æ zur Speisung von
Beschleunigern
ƒ = Dreiphasentransformator mit vielen
Sekundärwindungen, die voneinander isoliert sind
ƒ Die in jeder Wicklung erzeugte Wechselspannung
wird sofort in einer Spannungsverdopplerschaltung
gleichgerichtet und 30 kV Gleichspannung liefert
ƒ Die Einheiten sind aufeinander gestockt und
hintereinander geschalten, sodass bei
n Sekundärwindungen eine Hochspannung von n x
30 kV entsteht
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KP/MB
Hochspannungselektrode
Isolation
Magnetkernsegmente
Sekundärwicklungen
Primärwicklungen
Joch
(nur 2 Phasen gezeichnet) Gleichrichtereinheit
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KP/MB
ƒ Isolationsproblem Æ Transformatorkerne in Scheiben
geschnitten
ƒ Der zu jeder Sekundärwicklung gehörende Teil liegt
auf dem Potential dieser Einheit und ist vom
nächstfolgenden durch eine dünne Plastikschicht
isoliert
ƒ Drei solcher Säulen stehen erdseitig (Erdpotential)
symmetrisch auf einem Verbindungsjoch, in dessen
Nähe die Primärwicklungen angebracht sind. Oben
verbindet sie das zweite Joch, das auf
Hochspannungspotential liegt und eine
Elektrodenhaube trägt
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KP/MB
ICT - Hochspannungsgenerator
ƒ Verschiedene Größen z.B.:
ƒ 100 kV, 1 A (100 kW)
ƒ 1 MV, 10 mA (10 kW)
ƒ Æ Elektronenbeschleuniger erreichen z.B. bei 500 kV
Strahlströme von 20 mA
ƒ Bei Anlagen mit mehr als 1 MV
Beschleunigungsspannung liegen Beschleuniger und
ICT jeweils in Druckgastanks, die miteinander
verbunden sind
ƒ 3 MeV-Elektronenbeschleuniger liefern 20 mA
Strahlstrom = Leistung von 60 kW
ƒ Die Vorteile des ICT-Generators liegen in seinem
hohen Nutzstrom und in seinem einfachen Aufbau
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KP/MB
5.6 Neutronengeneratoren
ƒ Kleine kompakte Beschleuniger (Vgl. Röntgenröhre)
ƒ Protonen und Deuteronen: Energie 100 - 400 keV
ƒ Anwendung: Materialuntersuchungen und in der
Neutronen- und Plasmaphysik Æmeist dienen sie
aber als Neutronengeneratoren
ƒ Reaktion T(d,n)4He Æ Maximum ihres
Wirkungsquerschnittes bei einer Deuteronenenergie
von 110 keV
ƒ Schießt man Deuteronen dieser Energie auf ein
Metalltarget, in dessen Oberfläche Tritium eingebaut
ist, Æ große Ausbeute von Neutronen hoher Energie
(rund 14 MeV) und geringer Energiebreite (etwa 2 %)
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KP/MB
Neutronenröhre nach O.
Reifenschweiler
Gasspeicher
Ionenquelle
Ölgekühlte Glaswand
S N
0-4 V
-125kV
+1-4 kV
Beschleunigungs
-elektrode
Kapitel 05: Elektrostatische Beschleuniger
Target
KP/MB
Neutronengenerator in kompakter
Bauform
Neutrons are also freed in fusion reactions.
Commercial "neutron tubes," only a few inches
long, are miniature, low-energy accelerators that
produce neutrons by hitting a metal target with
deuterium or tritium ions. The fusion reaction
occurs between the deuterium in the beam and
deuterium or tritium in the target (D-D or D-T
reactions).
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KP/MB
Anwendungen
ƒ Neutronen Spektroskopie
ƒ Homeland security: detection of explosives and
fissile material in cargo or luggage
ƒ Land mine detection
ƒ Structural evaluation, such as examining the
integrity of oil tanker walls and tanks
ƒ Boron neutron capture therapy (BNCT)
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KP/MB
Aufbau Rhodotron
Gun
Kapitel 05: Elektrostatische Beschleuniger
KP/MB
Rhodotron = griechisch „Rose“
ƒ Elektronen-Gun
ƒ Elektrische Feld so angeordnet ist, dass die Elektronen zur
Zentralachse beider Zylinder beschleunigt werden (Wechselfeld
zwischen innerem und äußerem Zylinder)
ƒ Am inneren Zylinder können die beschleunigten Elektronen durch
Öffnungen in der Zylinderwand durchtreten
ƒ Feldänderung Æ Beschleunigung der Elektronen zu den äußeren
Kavitäten hin
ƒ Umlenkmagneten Æ Elektronen wieder in die Zylinderstruktur
zurückgeführt und in Richtung Zylinderachse beschleunigt
ƒ Elektronen: Energie ~ 10 MeV Æ ~ 10-12 Durchgänge
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KP/MB
Verwendung Rhodotron
ƒ Sterilisation von
Medizinprodukten
ƒ Entkeimung von
Lebensmittelverpackungen,
Kosmetik- und
Hygieneprodukten
ƒ Behandlung von Kunststoffen
zur Verbesserung der
technologischen Eigenschaften
ƒ Behandlung von Halbleitern
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KP/MB
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