Mit besonderem Dank an Dr. Lučka Kajfež Bogataj, Mitglied des

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Wissenschaft für die Erde, zur Erhaltung des Gleichgewichts
Katar ist der Gastgeber der jährlichen UN-Klimakonferenz. Die Außenminister der Grünen Gruppe, die
Länder aus verschiedenen Ecken der Welt zusammenführt, möchten die Bedeutung der Wissenschaft
als wesentliche Grundlage für die internationale Zusammenarbeit bei der Bewältigung der
verheerenden Folgen des Klimawandels und der Veränderungen der Umwelt im Allgemeinen
hervorheben.
Durch menschliches Handeln ist Umweltverschmutzung von einem lokalen Problem zu einer globalen
Bedrohung geworden. Der Planet Erde ist zwar begrenzt, jedoch haben mittlerweile anthropogene
Belastungen auf seine Systeme einen Stand erreicht, wo große Umweltveränderungen
möglicherweise nicht mehr vermieden werden können.
Das Problem des Klimawandels ist im Grunde ein Energieproblem. Im Hinblick auf
Treibhausgasemissionen werden gesetzte Ziele nicht rechtzeitig erreicht. Wir können täglich sehen
und fühlen wie der Klimawandel zu Veränderungen in der Häufigkeit, Intensität, räumlichen
Ausdehnung, Dauer und Timing extremer Wetter- und Klimaereignisse führt. Gleichzeitig bewirkt der
Klimawandel einen zwar graduellen, jedoch erheblichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur
sowie des Meeresspiegels, was uns langfristig beeinflussen wird.
Wirtschaftsschäden aufgrund wetter- und klimabedingter Katastrophen haben zugenommen.
Wissenschaftler aus dem Wirtschaftsbereich behandeln die globale Erwärmung als ein strategisches
Thema zur Förderung der grünen Wirtschaft und von Geschäftsstrategien für Investitionen in neue
Technologien und Ansätze zur Eindämmung des Klimawandels. Grünes Wachstum wird zu einem
wichtigen Instrument, um künftiges Wirtschaftswachstum zu generieren und Arbeitsplätze zu schaffen.
Es schafft starke Anreize für das Unternehmertum, saubere grüne Forschung, Entwicklung, TestBedding und bietet Ökosystemleistungen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit. Gesellschaften
und Volkswirtschaften haben sich nicht entsprechend angepasst; letztlich wird der Klimawandel das
Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen.
Innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, die sich mit dem Klimawandel auseinandersetzt,
nimmt der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) einen besonderen und
bedeutenden Platz ein. Er fungiert als Bindeglied zwischen Klimaforschung und der öffentlichen
Politik. Der Sektor der Wissenschaft im Bezug auf den Klimawandel und seine Auswirkungen haben
deutlich zugenommen. Durch klare Kommunikation kann das wissenschaftliche Verständnis die
Entscheidungsfindung erleichtern, welche den Klimawandel prognostiziert, sich darauf vorbereitet und
darauf reagiert.
Die Botschaft wissenschaftlicher Kreise ist, dass die Auswirkungen des regionalen Klimawandels auf
die natürliche und menschliche Umwelt bereits zu spüren sind. Um einen Einblick zu verschaffen, hat
der Vierte IPCC-Sachstandsbericht fünf „Gründe zur Sorge“ angeführt: 1) eine Erhöhung der globalen
Durchschnittstemperatur um 2°C im Vergleich zum Stand von 1990 würde schädliche Auswirkungen
auf mehrere einzigartige und bedrohte Ökosysteme haben, insbesondere Korallenriffe und
Küstenregionen; 2) die Häufigkeit und das Ausmaß der vielen extremen klimabezogenen Ereignisse
wird zunehmen; 3) die Entwicklungsländer werden anfälliger für den Klimawandel sein; 4) die meisten
Menschen der Welt werden negativ von zunehmenden Marktsegmentauswirkungen betroffen sein;
und 5) eine rapide Erwärmung über 3°C würde große Besonderheiten im Klimasystem auslösen, wie
z.B. der Zusammenbruch der thermohalinen Zirkulation, Abschmelzen des Westantarktischen
Eisschilds, sowie Klima-Biosphäre-Kohlenstoffzyklus Rückkopplungen.
Genau wie die Entwicklungsländer und die entwickelten Länder unterschiedlich vom Klimawandel
betroffen sind, gilt es, sich auch dessen bewusst zu sein, dass Frauen und Männer aufgrund
politischer, sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten unterschiedlich betroffen sind. Eine wirksame
Antwort auf den Klimawandel erfordert eine integrierte Geschlechterperspektive, wobei Männer und
Frauen in die Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse einzubinden sind.
Angesichts des hohen Anteils der Weltbevölkerung, die bereits vom Klimawandel betroffen ist, müssen
politische Entscheidungen unbedingt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Das ist genau
der Grund dafür, dass unsere Länder darauf bedacht sind, unter gleichzeitiger Berücksichtigung
wissenschaftlicher Erkenntnisse, Ansätze zur sauberen Energie zu fördern. Kap Verde engagiert sich
weiterhin für witterungsgeführte Windkraft und Sonnenenergie. Costa Rica hat einseitig an die
internationale Gemeinschaft sein Engagement erklärt Netto-Treibhausgasemissionen zu reduzieren,
um bis 2012 Klimaneutralität zu erreichen. Island hat bereits eine umfassende Transformation des
Energiesektors zu erneuerbaren Energien erreicht, und engagiert sich zusammen mit der
Weltbankgruppe für die Nutzung geothermischer Energie in Afrika. Singapur, ein bezüglich alternativer
Energie benachteiligter Stadtstaat, bemüht sich um Energiemanagement für große
Energieverbraucher in der Industrie, mit dem Ziel, bis 2030 80% seiner Gebäude mit grüner Energie
zu versorgen. Die besten Praktiken des „Slowenien reduziert CO2“ Projekts haben bestätigt, dass die
Handlungen eines jeden von uns zur Verwirklichung unserer gemeinsamen Ziele beitragen.
Im Bewusstsein der großen Dringlichkeit des Problems möchten wir an alle appellieren, das mächtige
Werkzeug der wissenschaftlichen Erkenntnisse besser zu nutzen und sich aktiv an der Suche nach
gemeinsamen Lösungen zu beteiligen.
Die Grüne Gruppe ist eine informelle Gruppe der Außenminister von Island, Costa Rica, Singapur,
Slowenien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kap Verde. Die Gruppe bemüht sich um die
Stärkung des Bewusstseins, dass Umweltthemen Teil der außenpolitischen Agenda sind. Die
Zusammenarbeit konzentriert sich besonders auf Klimawandel, erneuerbare Energien, nachhaltige
Entwicklung und nachhaltige Wasserwirtschaft.
Mit besonderem Dank an Dr. Lučka Kajfež Bogataj, Mitglied des IPCC, Professorin an der
Biotechnischen Fakultät der Universität Ljubljana, Slowenien, für ihren wissenschaftlichen Beitrag zu
diesem Artikel.
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