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Presse
Press
Leichte Verpackungen mit hoher Funktionalität
bleiben sehr gefragt
Maximaler Produktschutz bei minimalem Materialeinsatz, Auslösen von
Kaufimpulsen
durch
Dekoration,
dazu
Ressourceneffizienz
in
Herstellung, Lagerung und Transport – die Anforderungen sind sehr
vielfältig. Die K 2016 wird Innovationen in Gestaltung, Produktion und
Anwendung für die verschiedensten Packmittel und Herstellverfahren
zeigen. Die Trends in der Verpackung und ein kleiner Ausblick auf
Highlights unter den konkreten Präsentationen auf der Messe.
„Die Verpackung von morgen ist zielgruppenspezifisch, convenienceorientiert und intelligent.“ So stand es schon vor fünf Jahren im
Verpackungsbranchenreport der IG Metall und IG Bergbau, Chemie, Energie.
Daran wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Denn in ihrem
jüngsten Bericht „The Future of Global Packaging to 2020“ beschreibt die
britische Smithers Pira, Leatherhead, wiederverschließbare ConvenienceVerpackungen, verlängerte Haltbarkeiten, einfach zu öffnende Verpackungen
und On-The-Go-Verpackungen weiterhin als die wichtigen Trendthemen
einer insgesamt weiter wachsenden Branche. Bis 2020 soll der Weltmarkt laut
Smithers Pira von 839 Mrd. USD im Jahr 2015 durchschnittlich um 3,5 % auf
998 Mrd. USD anwachsen. Die Dynamik im Verpackungsmarkt werde vor
allem von Asien, aber auch von West- und Osteuropa befeuert, wobei
Wachstumstreiber unter anderem die fortschreitende Urbanisierung und das
Thema Nachhaltigkeit seien.
Verpackungen werden in fast allen Branchen benötigt, sie dienen in der Regel
dem Produktschutz und erleichtern Lagerung und Transport, können aber
auch am Point of Sale für eine Differenzierung sorgen und somit ein
Verkaufsargument darstellen. Stetig wurden in der Vergangenheit die
Verpackungslösungen den Marktforderungen und Kundenbedürfnissen
angepasst. Beispiele hierfür sind glasklare, einzigartige Flaschen für
Haushalts-, Körper- und Haarpflegeprodukte, hochwertige und brillante
Kunststoff-Flakons für Parfüms, spezielle tiefgezogene Trays zur Aufnahme
von Elektronikartikeln, die vor elektrostatischer Entladung schützen und per
Roboter bestückt werden können, sowie faltbare Transportboxen oder
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Stretchfolien, die für die Ladungssicherung im Lkw sorgen, um nur einige zu
nennen.
Besonders große Aufmerksamkeit und Marktbedeutung innerhalb der
Verpackungsbranche genießt die Lebensmittelbranche. Denn allein in
europäischen Ländern verderben immer noch rund 60 % der Lebensmittel,
was durch sinnvolle Verpackungen deutlich reduziert werden könnte. Zumal
laut einer Veröffentlichung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung
(GVM) Produktschutz auch immer Klimaschutz ist, was wiederum ein
gesellschaftspolitisch relevantes Thema ist. In der Regel ist der CO2-Ausstoß
zur Erzeugung eines neuen Lebensmittels, weil das erste aufgrund eines
mangelhaften Produktschutzes verdarb, deutlich größer als der CO2-Ausstoß
zur Erzeugung einer geeigneten Verpackung, die das Verderben verhindert.
Die Verpackungsbranche boomt weiter – und mit ihr die Anforderungen,
Möglichkeiten und innovativen Lösungen. Das breit gefächerte Spektrum
lässt sich in einem Einzelbeitrag nicht erschöpfend abhandeln, weshalb im
Folgenden ohne Anspruch auf Vollständigkeit einige Themen und Beispiele
angesprochen werden.
Ein
Thema,
das
immer
wieder
im
Zusammenhang
mit
Kunststoffverpackungen genannt wird, ist die Gesundheit, wobei auch hier
wiederum viele verschiedene Aspekte betrachtet werden. Selbstverständlich
dient jede Schutzverpackung der Gesundheit des Konsumenten, indem sie
das Lebensmittel vor jeglichen äußeren Einflüssen bewahrt. Gerade in der
Getränkebranche geht der Trend dahin, gesundheitsfördernde Zusatzstoffe
in Getränke zu geben, die einen besonderen Schutz benötigen. Ein Beispiel
hierfür sind Obstsäfte mit hohen Vitamingehalten oder Sport- und
Fitnessdrinks mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln. Um solche
Getränke in Flaschen lange frisch zu halten, bietet sich die PlasmaxTechnologie der KHS Plasmax GmbH aus Hamburg an. In einem
Niederdruck-Plasmaverfahren lagert sich reines Siliziumoxid, also Glas, in
einer etwa 50 nm dicken Schicht auf der Innenseite einer PET-Flasche ab.
Das Getränk ist somit länger haltbar, vor Außeneinflüssen sowie Vitamine und
Zusatzstoffe
vor
dem
Entweichen
geschützt.
Im
Gegensatz
zum
Konkurrenzprodukt Multi-Layer-Flasche ist die Plasmax-Technologie zwar
etwas aufwändiger, die Materialkosten pro Flasche mit rund 1 Cent pro
Flasche jedoch günstiger. Hauptvorteil des Plasmax-Verfahrens ist die
Rezyklierbarkeit der Flasche, die zu 100 % gegeben ist.
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Ein anderer Trend in der Getränkebranche geht zu gesunden Getränken mit
stückigen Anteilen, beispielsweise Wasser mit Aloe-Vera-Stückchen oder
Milch- und Joghurtgetränken mit Fruchtstücken. Hierfür sind nicht nur die
passenden Flaschengeometrien gefragt, sondern auch Abfülltechnologien,
die feste Partikel sauber und präzise dosieren können. Maschinenbauer wie
die Krones AG in Neutraubling haben sich darauf eingestellt und bieten mit
Dosaflex spezielle Dosiersysteme für stückige Füllgüter bis zu einer Größe
von 3x3x3 mm mit einer Dosiergenauigkeit von ±0,3 % an. Apropos Milchund Joghurtgetränke: Hier ist ein klarer Trend zu einem immer größeren
Angebot zu beobachten. Da gerade Milchgetränke aber nur eine begrenzte
Haltbarkeit haben, präsentiert Holland Colors NV aus Apeldoorn/Niederlande
auf der K 2016 ihr neues Feststoff-Additiv Holcomer III, welches die
Herstellung
von
PET-Monolayer-Verpackungslösungen
für
UHT-Milch
ermöglicht, da es einen 100 %-igen Schutz vor UV-Strahlen und bis zu 99 %
Schutz vor sichtbarem Licht bringt. Klarer Vorteil dieser Lösung ist der
Monolayer-Aufbau, der besser zu rezyklieren ist als eine Multi-Layer-Lösung.
Lightweighting als Dauerbrenner-Thema
Besonders bedeutsam bleibt das Gewicht jeder Verpackungslösung. Hier ist
in den letzten Jahren sehr viel passiert. Die Ideen und Einsparpotenziale sind
vielfältig. Der Verzicht auf Umverpackungen, flexible anstelle halbstarrer oder
starrer Verpackungen, neue Designs und die Reduktion der Wanddicken. So
sind die Verpackungen im Zeitraum von 1991 bis 2013 insgesamt um 25 %
leichter geworden. Allein im Jahr 2013 konnten durch Gewichtsreduktionen
weltweit 1 Mio. t Kunststoffe eingespart werden – trotz gestiegener Ansprüche
in Punkto Funktionalität. Um noch einmal das Beispiel PET-Flasche
heranzuziehen: Es wurden nicht nur die Wanddicken reduziert, sondern auch
das Boden-Design optimiert. Allein das neue Gewinde-Design spart rund 2 g
Kunststoff pro Flasche ein. Zur Optimierung des Flaschenbodens entwickelte
die türkische Creative Packaging Solutions Ltd. aus Balcova-Izmir das MintTec-Verfahren, bei dem ein Stößel nach der Ausformung der Preform in
dieselbe einfährt – und zwar ohne den Hals zu berühren – und den Boden
wunschgemäß ausformt.
Recyclingfähiges Design von Anfang an
Die beispielhaft für Getränke genannten Trends gelten ebenso in nahezu
allen übrigen Bereichen der Lebensmittelbranche. Gewichtsreduktion ist das
immer erstgenannte Thema. Dies liegt natürlich daran, dass mit der
Gewichtsreduktion eine Material- und damit eine Kostenersparnis verbunden
ist. Das allein ist aber nicht der Grund. Immer vordergründiger, da sowohl von
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der Gesetzgebung als auch vom Konsumenten mehr und mehr gefordert, ist
die Ressourcenschonung. Eng damit verbunden wiederum sind die
Recyclingmöglichkeiten von Verpackungen. In Deutschland werden heute
schon fast alle Haushaltsverpackungen verwertet, davon mit 56 % mehr als
die Hälfte werkstofflich. Vor rund 20 Jahren waren es nur 3 %. Bei PETFlaschen sieht die Quote deutlich besser aus, hier werden 98 % werkstofflich
aufbereitet und in den Stoffkreislauf zurückgeführt, so dass heute jede
Flasche schon zu rund 25 % aus Regranulaten besteht.
Die Verwertungsquoten für die Verpackungsabfälle könnten sogar noch
verbessert werden, wenn Verpackungen von Anfang recyclingfähig designt
würden. Dr. Michael Scriba, Geschäftsführer der mtm plastics GmbH aus
Niedergebra, kennt als Polyolefin-Aufbereiter die Problemstellen sehr genau.
Seiner Meinung nach sollten möglichst „reine“ Kunststoffe verwendet werden,
keine Papier-Kunststoff-Verbunde, nicht zu stark pigmentierte oder mit Kreide
gefüllte Polyolefine. Zudem sollte PET eher für Flaschen denn für
Tiefziehschalen eingesetzt werden, um nur einige Voraussetzungen für eine
bessere werkstoffliche Rezyklierfähigkeit von Verpackungen zu nennen.
Folien werden seit Jahren dünner und funktionaler
Mit über 40 % stellen Folien die häufigsten Kunststoffverpackungen dar,
wobei sie vornehmlich für Lebensmittel, aber beispielsweise auch als
Luftpolster- oder Stretchfolie zum Schutz von Gütern zum Einsatz kommen.
Ganz klar geht der Trend bei Folienprodukten ebenfalls zu immer dünneren
und immer funktionaleren Lösungen. Funktionalität kann durch eine
entsprechende Additivierung erreicht werden, meist jedoch wird sie durch
Mehrschichtigkeit erzeugt. So hat sich die Nachfrage nach immer mehr
Schichten bis hin zu sogenannten Nano-Schicht-Aufbauten aus 33 Schichten
und noch mehr immer weiter gesteigert. Heute sind 3- und 5-Schicht-Folien
Standardprodukte, nicht zuletzt auch, um kostengünstigere Materialien in die
Mittelschicht fahren zu können.
Barrierefolien sind in der Regel 7- und mehrschichtig aufgebaut. Die
Hosokawa Alpine AG aus Augsburg wird in diesem Jahr auf der K 2016 eine
11-Schicht-Blasfolienanlage für Hochbarrierefolien präsentieren, die zudem
besonders kompakt aufgebaut ist. Vorteil der mehrschichtigen Folien ist dank
Funktionsschichten in der Regel eine Dickenreduktion im Vergleich zu MonoProdukten. Die Schichtdicke lässt sich bei gleicher Funktionalität aber auch
durch Verstrecken senken. Speziell dafür wird die Reifenhäuser Blown Film,
Troisdorf, auf der Messe die Evolution Ultra Stretch-Einheit zeigen, die direkt
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auf dem Blasturm installiert wird. Dank der Reckeinheit lassen sich
Pressverpackungsfolien für Windeln mit 50 statt 70 µm oder SilageStrechfolien bei gleichem Eigenschaftsspektrum mit 19 statt 25 µm und somit
in 30 % geringeren Dicken herstellen.
Effizienz ist beim Spritzgießen ein Kernthema
Bei der Herstellung spritzgegossener Packmittel gehören die Themen
Dickenreduktion und Materialeinsparungen genauso zu den Kernthemen wie
Zykluszeitoptimierungen und Effizienzsteigerungen. Ganz deutlich wird dies
auf der diesjährigen K, wenn beispielsweise die Schweizer Netstal Maschinen
AG aus Näfels eine Hochleistungsspritzgießmaschine mit elektrischer
Schließeinheit vorstellt, die pro Stunde über 43.000 Runddeckel mit einem
Teilegewicht von 7 g herstellt. Schon lange gehört In-mould-Labeling (IML) zu
den bekannten Dekorationsverfahren für Spritzgussartikel. Die Sumitomo
(SHI) Demag Plastics Machinery GmbH aus Schwaig zeigt mit ihrer El-Exis
SP 200 die wohl schnellste Maschine zur Herstellung dekorierter Becher, die
eine Zykluszeit von unter 2 s erreicht.
Ein Verfahren, mit dem sich spritzgegossene Verpackungsartikel noch
dünner und leichter machen lassen, ist die Spritzprägetechnik, die sich
zunehmend in der Branche etabliert. Vom konventionellen Spritzgießen
unterscheidet
sich dieser
Prozess dadurch, dass die
Schwindung
kompensiert wird, ohne in der Nachdruckphase zusätzliches Material
einzuspritzen. Beim sogenannten ICM-Verfahren wird stattdessen ein
Prägeprozess genutzt, also ein werkzeugseitiger Verdrängungsvorgang. So
lassen sich Materialeinsparungen von bis zu 20 % erzielen. Netstal wird auf
der Messe eine Margarineverpackung aus PP herstellen, die lediglich noch
10,7 g wiegt.
Branche beweist große Innovationskraft
Wie bereits erwähnt, lassen sich gar nicht alle Trends und Neuigkeiten in
einem Beitrag erfassen, trotzdem seien hier noch ein paar genannt:

Nicht vernachlässigen darf man das zunehmende Interesse an der
Herstellung
von
Lebensmittelverpackungen
aus
biologisch
abbaubaren Kunststoffen, hier kommen immer wieder neue Produkte
auf den Markt.

Direct
Printing
ist
ein
Verfahren,
mit
welchem
sich
Kunststoffverpackungen und auch Deckel ohne Sleeve oder Etikett
direkt bedrucken lassen. Im Digital-Druckverfahren lässt sich quasi
auf Knopfdruck das Druckbild verändern und direkt aufbringen –
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deshalb wird in diesem Zusammenhang die Individualisierung
großgeschrieben. Jeder Artikel könnte einen eigenen Druck erhalten.

Auf der K 2016 werden mehrere Spritzgießmaschinenbauer eine
Anwendung zum Spritzblasformen zeigen, eine Technologie, mit der
ein spritzgegossener Preform in einem Mehrstationenwerkzeug direkt
aufgeblasen und auf Wunsch sogar überspritzt werden kann. Damit
lassen sich besonders attraktive Verpackungslösungen herstellen.

Auch für spritzgegossene und tiefgezogene Verpackungsartikel gibt
es mit dem ibt-Verfahren der Cavonic GmbH aus Engen eine
Möglichkeit,
eine
glasartige
Schicht
im
Niederdruckplasma
aufzutragen und so die Haltbarkeit für Lebensmittel wie beispielsweise
Fruchtaufstriche, Babynahrung oder Molkereiprodukte auch in
glasklaren Monoschalen zu verbessern.

Tiefgezogene IML-Schalen lassen sich mit der entsprechenden
Maschinentechnik kosteneffizienter herstellen als spritzgegossene.
So bietet die Illig Maschinenbau GmbH & Co. KG aus Heilbronn
Thermoformanlagen an, die leichtere Schalen schneller herstellen
können und damit Produktionskosten von 43,80 EUR pro 1.000 Stück
verursachen,
während
die
gleichen
Schalen
auf
im
IML-
Spritzgießverfahren 51,60 EUR kosten würden.
Somit wird die K 2016 im Oktober den an Packmitteln Interessierten ebenso
viele Neuheiten bieten wie ein halbes Jahr später die interpack 2017 der
abpackenden Wirtschaft.
Bildunterschriften:
1: Individuelle Prints, die sich quasi per Knopfdruck erstellen lassen, gehören
zu den Dekorationstrends in der Branche (Foto: KHS)
2: Tiefgezogene IML-Schalen haben Vorteile gegenüber spritzgegossenen:
sie lassen sich schneller und dünner herstellen und sind damit günstiger
(Foto: Illig)
3: Dank Spritzprägeprozess wiegt der im IML-Verfahren produzierte Becher
nur 10,7 g, er wird live auf der K produziert (Foto: Netstal)
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September 2016
Informationen zur K 2016 unter:
www.k-online.com
Facebook: https://www.facebook.com/K.Tradefair?fref=ts
Twitter: https://twitter.com/K_tradefair
Kontakt:
Pressereferat K 2016
Eva Rugenstein/Desislava Angelova/Sabrina Giewald
Tel.: +49-211-4560 240 / Fax.: +49-211-4560 8548
E-Mail: [email protected]
[email protected]/ [email protected]
Bei Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar!
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