Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Halbjahr 11.1: RELIGION Unterrichtssequenz I: Religion als Deutung und Transzendierung menschlicher Erfahrungen Prozessbezogene Kompetenzen Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz – religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben • Situationen erfassen, in denen die letzte Frage nach dem Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens aufbrechen (1) • religiöse Spuren und Dimensionen in der Lebenswelt entdecken (2) • grundlegende religiöse Ausdrucksformen (Symbole, Riten, Mythen, Räume, Zeiten) wahrnehmen und in verschiedenen Kontexten wiedererkennen und einordnen (3) • ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern wie Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft als religiös bedeutsame Entscheidungssituationen erkennen (4) Deutungskompetenz – religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten •religiöse Sprachformen analysieren und als Ausdruck existenzieller Erfahrungen verstehen (Beispiele: Gebet, Lied, Segen, Credo, Mythos, Grußformeln, Symbole) (1) •religiöse Motive und Elemente in Texten, ästhetischkünstlerischen und medialen Ausdrucksformen identifizieren und ihre Bedeutung und Funktion erklären (Beispiele: biographische und literarische Texte, Bilder, Musik, Werbung, Filme) (2) •biblische Texte, die für den christlichen Glauben grundlegend sind, methodisch reflektiert auslegen (3) Inhaltsbezogene Kompetenzen Religion und Kultur - Was ist religiös? Die Schülerinnen und Schüler... • beschreiben Wirkung und Funktion von Symbolen und Ritualen • erörtern Möglichkeiten und Grenzen eines substanziellen und eines funktionalen Religionsbegriff* (2) Die Rede von Gott - Gott: Wer ist das? • erklären die Spannung zwischen der Rede von Gott und der Unverfügbarkeit Gottes* (2) • setzen sich mit der Auffassung auseinander, dass "Gott" das bezeichnet, woran die Menschen ihr Herz hängen und worauf sie sich bedingungslos verlassen (2) Gott in Beziehung - Was heißt es, an Gott zu glauben? • zeigen auf, wie sich Menschen als von Gott angesprochen erfahren und wie sich dies auf ihr Leben auswirkt (2) • setzen sich mit der Theodizee-Frage und der Erfahrung der Abwesenheit Gottes auseinander* (s.a. 11.1 I) (2) Unterrichtsinhalte Ich glaube – ich glaube nicht: Gotteserfahrungen und Erfahrungen der Abwesenheit Gottes in Biografien (1) Von der Steinzeit zu den Weltreligionen: Gotteserfahrungen in der Geschichte der Menschheit (z.B. Archaische Religionen/Naturreligionen, Ägyptische Religion, Das Neue des biblischen Glaubens (Mose, Propheten, Hiob), Mystik, Religion in der Moderne) (2) Begriffsklärungen: Religiöse Erfahrung, Religion, Gott (z.B.: von Hentig , Luther, Schleiermacher, Otto, James, Barth, Bultmann, Tillich, Jüngel, Moltmann, Berger) (3) Schillerschule Hannover •theologische Texte sachgemäß erschließen (4) •Glaubenszeugnisse in Beziehung zum eigenen Leben und zur gesellschaftlichen Wirklichkeit setzen und ihre Bedeutung aufweisen (5) Urteilskompetenz – in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen •Gemeinsamkeiten von Konfessionen und Religionen sowie deren Unterschiede erklären und kriteriengeleitet bewerten (3) Dialogkompetenz – am religiösen und ethischen Dialog argumentierend teilnehmen •die Perspektive eines anderen einnehmen und in Bezug zum eigenen Standpunkt setzen (1) •Gemeinsamkeiten von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sowie Unterschiede benennen und im Blick auf mögliche Dialogpartner kommunizieren (2) Gestaltungskompetenz – religiös bedeutsame Ausdrucks- und Gestaltungsformen verwenden •religiöse Symbole und Rituale der Alltagskultur kriterienbewusst (um-)gestalten (4) Kerncurriculum 11/12 Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Materialien, Methoden und Medien: zu 1- 4: Kliemann/Reinert: Thema: Gott/Materialien für den Unterricht in der Oberstufe + Lehrerband mit vielen Kopiervorlagen; diverse Zusatzmaterialien bei STL 1: Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S. 136-138; Koretzki/Tammeus: ElfZwölf Religion, S. 26-29;61-74; Esslinger /Rupp/Schott: Gottes verborgene Gegenwart (Oberstufe Religion 10), S. 1-2; 72-74; Perspektiven Religion, S. 54-57; 92-93; Kliemann: Glauben ist menschlich, S. 13-19; Karl Ernst Nipkow: Erwachsenwerden ohne Gott? Gotteserfahrung im Lebenslauf; Büttner/Dieterich, Die religiöse Entwicklung des Menschen; 2: Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S. 10-38; 162-174; Koretzki/Tammeus: ElfZwölf Religion, S.75-85; Esslinger /Rupp/Schott: Gottes verborgene Gegenwart (Oberstufe Religion 10), S.6-28; Perspektiven Religion, S.94-97; Kliemann: Glauben ist menschlich, S. 74-95; Halbfas: Das Welthaus (diverse Originaltexte zu Natur- und Weltreligionen) 3: von Hentig: Glaube, S. 25-37; Ward, Gott, S. 25-36; 189-190; Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S. 32f; Perspektiven Religion, S.74; Kubik, Was ist Religion? (Loccumer Pelikan 4/11), S.179-186 Biblische Basistexte Kompetenzbereich Gott: Ex 3,1-15 (Moses Berufung); Ex 20,2-4 (Präambel, Fremdgötter- und Bilderverbot); Hiob (Auswahl durch die Lehrkraft); Ps 22 (Leiden und Herrlichkeit des Gerechten) Kompetenzbereich Religion und Religionen: Ex 20,3-4 (Fremdgötter- und Bilderverbot) Verbindliche Grundbegriffe Kompetenzbereich Mensch: Reinkarnation Kompetenzbereich Gott: Atheismus, Bilderverbot, deus absconditus, JHWH, Theodizee, Kompetenzbereich Religion und Religionen: Monotheismus, Pluralismus, Ritual, Symbol Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Halbjahr 11.1: RELIGION Unterrichtssequenz II: Christlicher Glaube im Kontext der Religionsgeschichte Prozessbezogene Kompetenzen Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz – religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben • ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern wie Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft als religiös bedeutsame Entscheidungssituationen erkennen (4) Inhaltsbezogene Kompetenzen Jesus Christus als Grund des Glaubens - Was hat Jesus mit Gott zu tun? • zeigen die Bedeutung des jüdischen Hintergrundes Jesu für das christliche Gottesverständnis auf • erklären das Bekenntnis zu Jesus Christus als Ausdruck des spezifisch christlichen Gottesverständnisses* (2) Kreuz und Auferstehung - Für mich gestorben und Deutungskompetenz – religiös bedeutsame Sprache auferstanden? und Zeugnisse verstehen und deuten • setzen sich mit verschiedenen Deutungen des •biblische Texte, die für den christlichen Glauben Kreuzes(todes) Jesu auseinander (2) grundlegend sind, methodisch reflektiert auslegen (3) •theologische Texte sachgemäß erschließen (4) •Glaubenszeugnisse in Beziehung zum eigenen Leben und zur gesellschaftlichen Wirklichkeit setzen und ihre Bedeutung aufweisen (5) Urteilskompetenz – in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen •deskriptive und normative Aussagen unterscheiden (1) •Formen theologischer Argumentation vergleichen und bewerten (2) •Gemeinsamkeiten von Konfessionen und Religionen sowie deren Unterschiede erklären und kriteriengeleitet bewerten (3) Unterrichtsinhalte Überblick: Jesus von Montreal (oder ein anderer Jesusfilm) Der zeit- und religionsgeschichtliche Rahmen des Lebens Jesu Taufe – Verkündigung –Kreuz – Auferweckung Jesus in jüdischer und christlicher Sichtweise Gemeinschaft der Gläubigen: Vom Jüngerkreis zur Vielfalt der christlichen Kirchen (z.B.: Urgemeinde, apostolische Sukzession, Priestertum aller Gläubigen, Mormonen ...) Schillerschule Hannover Dialogkompetenz – am religiösen und ethischen Dialog argumentierend teilnehmen •die Perspektive eines anderen einnehmen und in Bezug zum eigenen Standpunkt setzen (1) •Gemeinsamkeiten von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sowie Unterschiede benennen und im Blick auf mögliche Dialogpartner kommunizieren (2) •sich aus der Perspektive des christlichen Glaubens mit anderen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen argumentativ auseinandersetzen (3) •Kriterien für eine konstruktive Begegnung, die von Verständigung, Respekt und Anerkennung von Differenz geprägt ist, in dialogischen Situationen berücksichtigen (4) Kerncurriculum 11/12 Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Materialien, Methoden und Medien Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S. 178-216; Koretzki/Tammeus: ElfZwölf Religion, S. 89-100; Mack/Volpert: Der Mann aus Nazareth – Jesus Christus (Oberstufe Religion7); Perspektiven Religion, S.99-144; Kliemann: Glauben ist menschlich, S.96-138; Theissen/Merz: Der historische Jesus Biblische Basistexte Kompetenzbereich Gott: Mt 6,5-15 (Vaterunser), Mk 15,20b-39 (Jesu Kreuzigung und Tod) Kompetenzbereich Jesus Christus: Mt 5,17-48 (Jesu Stellung zum Gesetz / Antithesen der Bergpredigt), Mk 10,17-27 (Der reiche Jüngling), Mk 14,1-16,8 (Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu), Lk 24,13-35 (Emmausjünger), 1. Kor 15 (Von der Auferstehung) Kompetenzbereich Kirche und Kirchen: Apg 2,37-47 (Die erste Gemeinde), 1. Kor 12,12-31 (Viele Glieder, ein Leib) Kompetenzbereich Religion und Religionen: Mt 6,24 (Gott und Mammon) Verbindliche Grundbegriffe Kompetenzbereich Jesus Christus: Apostolisches Glaubensbekenntnis, Auferweckung / Auferstehung, Entmythologisierung, Messias, Passion, präsentische / futurische Eschatologie, deus revelatus (4) Kompetenzbereich Kirche und Kirchen: Gemeinschaft der Glaubenden, Priestertum aller Gläubigen Anmerkung: kursiv gesetzte Inhaltskompetenzen: für das zweistündige Ergänzungsfach gesetzt in Klammern gesetzte Ziffer Zwei (2): für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählte Inhaltskompetenzen unterstrichene Biblische Basistexte: für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählt Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Halbjahr 11.2: RELIGION Unterrichtssequenz III: Christliche Anthropologie in Auseinandersetzung mit anderen Entwürfen vom Menschen Prozessbezogene Kompetenzen Inhaltsbezogene Kompetenzen Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz – religiös Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes - Wer bin bedeutsame Phänomene wahrnehmen ich? Die Schülerinnen und Schüler... und beschreiben • erläutern die biblische Auszeichnung des Menschen als • Situationen erfassen, in denen die letzte Frage nach dem Geschöpf und Ebenbild Gottes (2) Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens aufbrechen (1) • vergleichen das biblische Menschenbild mit anderen • religiöse Spuren und Dimensionen in der Lebenswelt anthropologischen Entwürfen (2) entdecken (2) Der Mensch als Sünder und Gerechtfertigter - Gnade vor • ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Recht? • setzen sich mit den Begriffen "Sünde" und "Vergebung" Handlungsfeldern wie Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft als religiös bedeutsame Entscheidungssituationen auseinander erkennen (4) • setzen das christliche Verständnis von "Erlösung" in Beziehung zu Reinkarnationsvorstellungen Deutungskompetenz – religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten Freiheit und Verantwortung - Was macht mich frei? •religiöse Motive und Elemente in Texten, ästhetisch• beschreiben das christliche Verständnis von Freiheit als künstlerischen und medialen Ausdrucksformen identifizieren Geschenk Gottes* (2) und ihre Bedeutung und Funktion erklären (Beispiele: • vergleichen das christliche mit einem nicht-christlichen biographische und literarische Texte, Bilder, Musik, Werbung, Freiheitsverständnis Filme) (2) •biblische Texte, die für den christlichen Glauben grundlegend Gott in Beziehung - Was heißt es, an Gott zu glauben? sind, methodisch reflektiert auslegen (3) • setzen sich mit der Theodizee-Frage und der Erfahrung der •theologische Texte sachgemäß erschließen (4) Abwesenheit Gottes auseinander Unterrichtsinhalte - Biblisches Schöpfungsverständnis: Schöpfungsauftrag, schöpferischer Mensch Mensch als Schöpfer, Mensch in Beziehung, Menschenwürde, ggf. biblisches vs. mythologisches (z.B. babylonisches) Schöpfungsverständnis, Vorwurf des Anthropozentrismus, trinitarisches Schöpfungsverständnis (Schöpfung im Geist, Sabbat als Krone der Schöpfung), Rolle des Menschen in der Schöpfung (Ebenbildlichkeit, Herrschaftsauftrag); - Menschenbilder in Philosophie, Humanwissenschaften, Wirtschaft und Kultur (in Auswahl: Amery, Bloch, Descartes, Hobbes, Marx, Pascal, Rousseau, Satre, Skinner, EiblEibesfeld u.a.); - Sündenverständnis: Sünde als Entfremdung von Gott, Erfahrungen der Entfremdung von sich selbst, dem Nächsten und der Schöpfung (ggf.: traditionelles vs. rekonstruiertes Sündenverständnis), Kreuz als Vergebungssymbol, 'Sünde' in der Werbung und populärer Kultur - Hoffnung über den Tod hinaus: christliche Erlösungsvorstellung, Reinkarnation im Hinduismus und/oder Buddhismus Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Urteilskompetenz – in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen Streit um die Wirklichkeit Gottes - Was hält der Kritik stand? •deskriptive und normative Aussagen unterscheiden (1) • nehmen zu einem klassischen religionskritischen Konzept •Gemeinsamkeiten von Konfessionen und Religionen sowie theologisch begründet Stellung deren Unterschiede erklären und kriteriengeleitet bewerten (3) •die Menschenwürde theologisch begründen und als Grundwert Wirken und Botschaft Jesu - Was mutet Jesus uns zu? in aktuellen ethischen Konflikten zur Geltung bringen (5) • erläutern die Botschaft Jesu vom Reich Gottes (2) •im Kontext der Pluralität einen eigenen Standpunkt zu religiösen und ethischen Fragen einnehmen und argumentativ • setzen sich mit Formen der Nachfolge Jesu auseinander vertreten (6) Kreuz und Auferstehung - Für mich gestorben und auferstanden? Dialogkompetenz – am religiösen und ethischen Dialog • stellen dar, dass nach christlichem Verständnis von argumentierend teilnehmen Auferstehung Gott dem Menschen über den Tod hinaus eine •Gemeinsamkeiten von religiösen und weltanschaulichen unverbrüchliche Beziehung zusagt Überzeugungen sowie Unterschiede benennen und im Blick auf mögliche Dialogpartner kommunizieren (2) •sich aus der Perspektive des christlichen Glaubens mit anderen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen argumentativ auseinandersetzen (3) Gestaltungskompetenz – religiös bedeutsame Ausdrucksund Gestaltungsformen verwenden •typische Sprachformen der Bibel theologisch reflektiert transformieren (1) •Aspekten des christlichen Glaubens in textbezogenen Formen Ausdruck verleihen (2) - Rechtfertigungslehre: Rechtfertigung bei Jesus und Paulus, Rechtfertigungs- und Freiheitsverständnis bei Paulus und Luther, verantwortliches Handeln als Folge geschenkter Freiheit, Freiheit vom Zwang der Selbstrechtfertigung - Freiheitsverständnis: Freiheit-eine Illusion?, Freiheit bei Freud und Satre, Politische Theologie, Freiheit in der Werbung und populärer Kultur, als politisches Wertkriterium - Reich Gottes: Gleichnisse, Wunder, Heilungen, Bergpredigt, Doppelgebot der Liebe, Gegenwart und Zukunft Reich Gottes (ggf. Theologie der Befreiung, KairosDokument, Bloch, Marx) - Nachfolge: Berufungsgeschichten im NT, Biographien in der Nachfolge Jesu; Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Materialien, Methoden und Medien (in Auszügen und Auswahl): Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S. 220 - 259 S. 191-203; Koretzki/Tammeus: ElfZwölf Religion, S. 61-74; 97, 99f; 103-116; Mack/Volpert: Der Mann aus Nazareth – Jesus Christus (= Oberstufe Religion 7, [Klassensatz]), S. 30-32; Büttner/Roose/Spaeth: Jesus Christus (= Oberstufe Religion, Neuausgabe), S. 30-47; Husmann/Hülsmann: Der Glaube an Jesus Christus, S. 70-77; Langenhorst: Theologie der Befreiung, S. 43-130 (=EinFach Religion); Büchner/Dressler u.a.: Perspektiven Religion, S.38-43, 96f, 99-144, 145-167, 168-175, 192-201, 210-213; Rupp/Reinert (Hrsg.): Kursbuch Religion Oberstufe, S. 140-146, 167-185; Baron/Knöpfel/Schmidt: Einsichten gewinnen, S. 33f, 174-190, 224-240, 256-262, 365-393, 432-446 [Klassensatz]; Böhm/Agatz u.a.: Religion im Sekundarbereich II, S. 23-50, 112-123, 223-262; Schmidt-Kortenbusch: Ökologische Verantwortung (mit Materialheft) [=Stundenblätter]; Stamer: Freiheit-VerantwortungSchuld (mit Materialheft) [=Stundenblätter]: 24ff, 37ff, 67ff; Moltmann: Gott in der Schöpfung, S. 16-33; Brockmann/Stoodt: Sünde, S. 49-66 (=Studienbücher Religion); Antes/Rück/Uhde: Islam, Hinduismus, Buddhismus, Eine Herausforderung des Christentums, S. 50-59, 80-86; Bätz/Hummel u.a.: Hinduismus, S. 55-72, 110-124 (=Weltreligionen heute) [mit Dias u. Folien]; Back/Sonn: Buddhismus, S. 17-25 (=Weltreligionen heute) [mit Dias u. Folien]; Peter/Baumann: Buddhismus, Eine Einführung in Religionsgeschichte, Kultur, Brauchtum: S.23-34, 44-52 [mit Folien]; Freimark/Grothaus u.a.: Große fremde Religionen, S. 125-141, 165, 170-172, 186-189 [Klassensatz]. Biblische Basistexte Kompetenzbereich Mensch: Gen 1-3 (Schöpfung und Sündenfall); Ps 8 ("Herr, unser Herrscher"); LK 15,11-32 (Vom verlorenen Sohn); Röm 3,21-31 (Rechtfertigung allein durch Glauben); Gal 5,1-6.13-15 (Aufruf zur rechten Freiheit) Kompetenzbereich Jesus Christus: Mt 5,17-48 (Jesu Stellung zum Gesetz / Antithesen der Bergpredigt), Mk 10,17-27 (Der reiche Jüngling) Verbindliche Grundbegriffe Kompetenzbereich Menschen: Ebenbild Gottes, Freiheit und Verantwortung, Gnade, Menschenwürde, Rechtfertigung, Reinkarnation, Sünde, Vergebung Kompetenzbereich Gott: Religionskritik (4) Kompetenzbereich Jesus Christus: präsentische / futurische Eschatologie Anmerkung: kursiv gesetzte Inhaltskompetenzen: für das zweistündige Ergänzungsfach gesetzt in Klammern gesetzte Ziffer Zwei (2): für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählte Inhaltskompetenzen unterstrichene Biblische Basistexte: für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählt Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Halbjahr 12.1: GLAUBE UND NATURWISSENSCHAFT Unterrichtssequenz I: Schöpfungsethik Prozessbezogene Kompetenzen Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz – religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben • Situationen erfassen, in denen die letzte Frage nach dem Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens aufbrechen (1) • religiöse Spuren und Dimensionen in der Lebenswelt entdecken (2) • ggf.:grundlegende religiöse Ausdrucksformen (Symbole, Riten, Mythen, Räume, Zeiten) wahrnehmen und in verschiedenen Kontexten wiedererkennen und einordnen (3) • ggf.: ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern wie Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft als religiös bedeutsame Entscheidungssituationen erkennen (4) Deutungskompetenz – religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten •religiöse Sprachformen analysieren und als Ausdruck existenzieller Erfahrungen verstehen (Beispiele: Gebet, Lied, Segen, Credo, Mythos, Grußformeln, Symbole) (1) •biblische Texte, die für den christlichen Glauben grundlegend sind, methodisch reflektiert auslegen (3) •theologische Texte sachgemäß erschließen (4) Inhaltsbezogene Kompetenzen Streit um die Wirklichkeit Gottes - Was hält der Kritik stand? Die Schülerinnen und Schüler... • setzen sich mit kritischen Anfragen der modernen Naturwissenschaften an den Glauben auseinander Grundfragen christlicher Ethik - Was soll ich tun? Was sollen wir tun? • stellen biblisch-theologische Grundlagen christlicher Ethik dar* (2) • vergleichen Grundformen ethischer Urteilsbildung • erörtern anhand eines exemplarischen Konfliktes ethische Problemstellungen (2) Aus Hoffnung handeln - was ermutigt mich? • stellen dar, inwieweit biblische Hoffnungsbilder die Wahrnehmung der gegenwärtigen Welt verändern • zeigen die Konsequenzen der christlichen Hoffnung für das individuelle Lebenskonzept und das alltägliche Handeln von Christen auf (2) (s.a. 12.1 II) Kirche und Staat - Konflikt oder Partnerschaft? • erörtern, wie die Evangelische Kirche in Deutschland ihren Auftrag zur gesellschaftlichen Mitverantwortung und Weltgestaltung wahrnimmt (2) Unterrichtsinhalte ggf.: Wandel der Weltbilder; magisches Naturverständnis, Mythos Modelle der Verhältnisbestimmung von Naturwissenschaft und Glauben ( Evolution oder/und Schöpfung; Kreationismus / intelligent design) Schöpfungsauftrag ethische Modelle ( Pflichtethik, Utilitarismus, Gesinnungsethik, Verantwortungsethik) Schöpfungsethik Reich-Gottes-Botschaft "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" (konziliarer Prozess) Weltethos-Erklärung Schillerschule Hannover Urteilskompetenz – in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen •Formen theologischer Argumentation vergleichen und bewerten (2) •Modelle ethischer Urteilsbildung kritisch beurteilen und beispielhaft anwenden (4) •im Kontext der Pluralität einen eigenen Standpunkt zu religiösen und ethischen Fragen einnehmen und argumentativ vertreten (6) Dialogkompetenz – am religiösen und ethischen Dialog argumentierend teilnehmen •Gemeinsamkeiten von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sowie Unterschiede benennen und im Blick auf mögliche Dialogpartner kommunizieren (2) •sich aus der Perspektive des christlichen Glaubens mit anderen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen argumentativ auseinandersetzen (3) Kerncurriculum 11/12 Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Materialien, Methoden und Medien: Baumann/Schweizer (Hrsg.): Religionsbuch Oberstufe, S. 52-89 (insb. S. 81ff), S. 132, S. 304-342 Büchner, Dressler u.a.: Perspektiven Religion, S. 9-52, 187-218 Schmidt-Kortenbusch (Hrsg.): Ökologische Verantwortung, Testfall christlicher Ethik (=Stundenblätter) Knöpfel: Verantwortung für die Schöpfung Koretzki/Tammeus: ElfZwölf Religion, S. 33-46 Rupp/Reinert: Kursbuch Religion, (Oberstufe): S. 6-37, S. 84-86 Knöpfel (Hrsg.), Einsichten gewinnen: s. UR 15: Bebauen und Bewahren: Aspekte biblischer Umweltethik, S. 477 Jochum/Kaldewey: Religion, Glaube, Wissen, S. 35ff, S. 42-47 (= Konzepte 11) Betz/Buchner/Neumüller (Hrsg.): Erfahrung und Erkenntnis: Zugänge zur Wirklichkeit, S. (=Konzepte 9) Hölzer (Hrsg.): Bibel und Mythos (Kap.: Schöpfung und Bund, Mythos in Philosophie und Religionsgeschichte, Mythos in der Theologie) Moltmann: Gott in der Schöpfung, Ökologische Schöpfungslehre (insb. Kap.: Leitideen für eine ökologische Schöpfungslehre, S. 16-33) Duchrow/Liedke (Hrsg.): Schalom, Der Schöpfung Befreiung, den Menschen Gerechtigkeit, den Völkern Frieden EKD: Verantwortung wahrnehmen für die Schöpfung Klöcker/Tworuschka (Hrsg.): Umwelt (=Ethik der Religionen, Lehre und Leben, Bd. 5) Biblische Basistexte: Kompetenzbereich Mensch: Gen 1-3 (Schöpfung und Sündenfall) Kompetenzbereich Ethik: Gen 1.27f (Ebenbildlichkeit und Schöpfungsauftrag); prophetische Texte (in Auswahl); Lev 19,18 (Nächstenliebe)/ Mt 7,12 (Die Goldene Regel); Ex 20, 1-17 (Die zehn Gebote) Verbindliche Grundbegriffe: Kompetenzbereich Mensch: Ebenbild Gottes Kompetenzbereich Ethik: Ethik und Moral, Dekalog (4), Gerechtigkeit (4) Anmerkung: kursiv gesetzte Inhaltskompetenzen: für das zweistündige Ergänzungsfach gesetzt in Klammern gesetzte Ziffer Zwei (2): für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählte Inhaltskompetenzen unterstrichene Biblische Basistexte: für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählt Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Halbjahr 12.1: RELIGION Unterrichtssequenz II: Christ und Gesellschaft Prozessbezogene Kompetenzen Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz – religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben • Situationen erfassen, in denen die letzte Frage nach dem Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens aufbrechen (1) • religiöse Spuren und Dimensionen in der Lebenswelt entdecken (2) • grundlegende religiöse Ausdrucksformen (Symbole, Riten, Mythen, Räume, Zeiten) wahrnehmen und in verschiedenen Kontexten wiedererkennen und einordnen (3) • ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern wie Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft als religiös bedeutsame Entscheidungssituationen erkennen (4) Deutungskompetenz – religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten •theologische Texte sachgemäß erschließen (4) •Glaubenszeugnisse in Beziehung zum eigenen Leben und zur gesellschaftlichen Wirklichkeit setzen und ihre Bedeutung aufweisen (5) Inhaltsbezogene Kompetenzen Unterrichtsinhalte Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden – Glaube ja, Kirche nein? Was ist „Kirche“? Kirche in Deutschland: prophetische, karitative und mystische Funktion in Beispielen • entfalten grundlegende Aspekte und Herausforderungen des evangelischen Kirchenverständnisses* (2) • entwerfen Perspektiven für eine zukunftsfähige Kirche Kirche und Staat – Konflikt oder Partnerschaft? • stellen das Verhältnis von Kirche und Staat in exemplarischen geschichtlichen Situationen dar (2) (z.B. EKD-Denkschriften, Diakonische Einrichtungen, Gottesdienstformen und räume) Kirche und Staat in Deutschland (z.B. Kirchensteuer, Religionsunterricht) Kirche in den USA Die Vielfalt der Denominationen • erörtern, wie die Evangelische Kirche in Deutschland Kirche und Staat in den USA: geschichtlicher ihren Auftrag zur gesellschaftlichen Hintergrund – aktuelle Beispiele Mitverantwortung und Weltgestaltung wahrnimmt (2) („Freikirche“, „Wall of separation“, Religionsfreiheit und ihre Grenzen am Bsp. Aus Hoffnung handeln – Was ermutigt mich? „Sekten“, TV-Evangelisten, „Homeschooling“ • zeigen die Konsequenzen der christlichen Hoffnung für das o.ä.) Oder individuelle Lebenskonzept und das alltägliche Handeln Die russisch-orthodoxe Kirche von Christen auf (2) (s.a. 12.1 I) (Besonderheiten, Kirche und Staat in Russland (z.B. Mongolensturm, Zar und Patriarch, Kirche im/nach dem Kommunismus) Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Oder Urteilskompetenz – in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen •Gemeinsamkeiten von Konfessionen und Religionen sowie deren Unterschiede erklären und kriteriengeleitet bewerten (3) •im Kontext der Pluralität einen eigenen Standpunkt zu religiösen und ethischen Fragen einnehmen und argumentativ vertreten (6) Kirche in Lateinamerika (Mission und Kolonialismus, Der Jesuitenstaat von Paraguay, Basisgemeinden und Befreiungstheologie) Oder Die Kirchen im Nationalsozialismus (falls nicht schon im 10. Jahrgang unterrichtet) Dialogkompetenz – am religiösen und ethischen Dialog argumentierend teilnehmen •die Perspektive eines anderen einnehmen und in Bezug zum eigenen Standpunkt setzen (1) •Gemeinsamkeiten von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sowie Unterschiede benennen und im Blick auf mögliche Dialogpartner kommunizieren (2) •Kriterien für eine konstruktive Beggnung, die von Verwtändigung, Respekt und Anerkennung von Differenz geprägt ist, in dialogischen Situationen berücksichtigen (4) Materialien, Methoden und Medien: zu Was ist Kirche?: Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S.262-264; 267-286; Koretzki/Tammeus: ElfZwölf Religion, S.145157; Büchner u.a.: Perspektiven Religion, S. 219-235; 237; 244-249; Rupp/Reinhart: Kursbuch Religion Oberstufe, S. 40-48; 52-54; 57-60 zu: Kirche in den USA: Milton V. Backman: Christian Churches of America/Origins and Beliefs (1979); Manfred Brocker (Hg): God bless America/Politik und Religion in den USA (2005); Klaus-M. Kodalle: Gott und Politik in USA/Über den Einfluss des Religiösen (1988); Malise Ruthven: Der göttliche Supermarkt/Auf der Suche nach der Seele Amerikas (1991); Aktuelles im Internet leicht zgänglich; (Ordner mit unterschiedlichen Materialien bei STL) zu Kirche in Russland: Ingeborg Fleischhauer: Lust an der Erkenntnis: Russisches Christentum – ein Lesebuch (1988); Heugen Hämmerle u.a.: Zugänge zur Orthodoxie (1988); Heinz-Dieter Schilling: Religionen unterm roten Stern (1988)Robert Wallace: Zaren, Popen und Bojaren (1973); Jürgen Peylo: Leben zum Lob Gottes: Die orthodoxen Kirchen (Diaserie, 1988) zu Kirche in Lateinamerika: Pablo Jose de Arriaga: Eure Götter werden getötet (1992); Eduardo Galeano: Die offenen Adern Lateinamerikas/Die Geschichte eines Kontinents (1992); Hans-Jürgen Prien: Lateinamerika/Gesellschaft – Kirche – Theologie (2 Bde.) (1981); Carlos Mesters: Befreit –gebunden/Die 10 Gebote – Das Bundesbuch (1989); Paul Gerhard Schoenborn (Hg.): Kirche der Armen/Basisgemeinden und Befreiung (1989) zu Die Kirchen im Nationalsozialismus: Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S.296-299; Büchner u.a.: Perspektiven Religion, S. 239-243 Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Biblische Basistexte Kompetenzbereich Kirche: Mk 12,13-17 (Die Frage nach der Steuer), Apg 2,37-47 (Die erste Gemeinde), Apg 5,29 (Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen) Röm 13,1-7 (Die Stellung zur staatlichen Gewalt), 1. Kor 12,12-31 (Viele Glieder, ein Leib) Kompetenzbereich Ethik: Mt 22, 34-40 (Die Frage nach dem höchsten Gebot), Mt 25, 31-46 (Vom Weltgericht), Off 21, 1-8 (Das neue Jerusalem) Verbindliche Grundbegriffe Apostolisches Glaubensbekenntnis, EKD-Denkschrift, Fundamentalismus, Gemeinschaft der Glaubenden, Pluralismus, präsentische / futurische Eschatologie, Priestertum aller Gläubigen, Ritual, Staatskirche / Volkskirche / Freikirche, Anmerkung: kursiv gesetzte Inhaltskompetenzen: für das zweistündige Ergänzungsfach gesetzt in Klammern gesetzte Ziffer Zwei (2): für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählte Inhaltskompetenzen unterstrichene Biblische Basistexte: für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählt Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Halbjahr 12.2 RELIGION Unterrichtssequenz III: Interreligiöser Dialog Prozessbezogene Kompetenzen Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz – religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben • religiöse Spuren und Dimensionen in der Lebenswelt entdecken (2) • grundlegende religiöse Ausdrucksformen (Symbole, Riten, Mythen, Räume, Zeiten) wahrnehmen und in verschiedenen Kontexten wiedererkennen und einordnen (3) Deutungskompetenz – religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten •biblische Texte, die für den christlichen Glauben grundlegend sind, methodisch reflektiert auslegen (3) •Glaubenszeugnisse in Beziehung zum eigenen Leben und zur gesellschaftlichen Wirklichkeit setzen und ihre Bedeutung aufweisen (5) Urteilskompetenz – in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen •Formen theologischer Argumentation vergleichen und bewerten (2) •Gemeinsamkeiten von Konfessionen und Religionen sowie deren Unterschiede erklären und kriteriengeleitet bewerten (3) •die Menschenwürde theologisch begründen und als Grundwert in aktuellen ethischen Konflikten zur Geltung bringen (5) Inhaltsbezogene Kompetenzen Gott in Beziehung - Was heißt es, an Gott zu glauben? • interpretieren die Shoah als tiefste Durchkreuzung des Redens von Gott Unterrichtsinhalte „Identität und Verständigung“(EKDDenkschrift), Theologie der Religionen Gott /Jesus im Judentum, Christentum und Islam Interreligiöser Dialog – Soll nicht jede/r glauben, was er/sie Trinität als systematisch-theologische Denkfigur, will? Glaubensbekenntnisse (z. B. Apostolicum, • erläutern die tiefgreifende Relativierung der Frage Schma Israel, Schahada) nach verbindlicher Wahrheit in der Folge der symbolische und sakrale Darstellungen der Aufklärung Trinität in Liturgie und Kunst • beschreiben das besondere Verhältnis zwischen Christentum und Judentum aus christlicher Perspektive aktuelle theologische Deutungen der • vergleichen die trinitarische Gottesvorstellung mit dem trinitarischen Gottesvorstellung jüdisch-christliche Gesellschaften jüdischen und islamischen Monotheismus (2) • stellen anhand konkreter Beispiele Möglichkeiten und islamischer Religionsunterricht Moscheebau; Kopftuchstreit, Burkaverbot, Grenzen der interreligiösen Verständigung dar Karikaturenstreit, Ggf. Gottesvorstellungen von anderen Religionen, z.B. Buddhismus Schillerschule Hannover Dialogkompetenz – am religiösen und ethischen Dialog argumentierend teilnehmen •die Perspektive eines anderen einnehmen und in Bezug zum eigenen Standpunkt setzen (1) •Gemeinsamkeiten von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sowie Unterschiede benennen und im Blick auf mögliche Dialogpartner kommunizieren (2) •sich aus der Perspektive des christlichen Glaubens mit anderen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen argumentativ auseinandersetzen (3) •Kriterien für eine konstruktive Begegnung, die von Verständigung, Respekt und Anerkennung von Differenz geprägt ist, in dialogischen Situationen berücksichtigen (4) Gestaltungskompetenz – religiös bedeutsame Ausdrucksund Gestaltungsformen verwenden •typische Sprachformen der Bibel theologisch reflektiert transformieren (1) •Aspekten des christlichen Glaubens in textbezogenen Formen Ausdruck verleihen (2) •Ausdrucksformen des christlischen Glaubens erproben und ihren Gebrauch reflektieren (3) •religiöse Symbole und Rituale der Alltagskultur kriterienbewusst (um-)gestalten (4) •religiös relevante Inhalte und Positionen medial und adressatenbezogen präsentieren (5) Kerncurriculum 11/12 Schillerschule Hannover Kerncurriculum 11/12 Materialien, Methoden und Medien Baumann/Schweizer: Religionsbuch Oberstufe, S. 169-172 (173-174); EKD Denkschrift „Identität und Verständigung; Husmann/ Hülsmann: Der unverfügbare und der erfahrbare Gott, S.8-19.20-29.74-77 (66-71); Kliemann/ Reinert: Thema Gott: S. 269-297. 304-305.310-313.314-322. (Einzelne Texte zur Trinität, Monotheismus, auch in Zusammenhang mit dem Islam); Trutwin: Gott (Neues Forum Religion ), S.46-59. 126.133 Biblische Basistexte Kompetenzbereich Religion und Religionen: Ex 20,3-4 (Fremdgötter- und Bilderverbot; Mt 6,24 (Gott und Mammon) Verbindliche Grundbegriffe Kompetenzbereich Gott: Fundamentalismus Kompetenzbereich Ethik: Weisung / Thora (4) Kompetenzbereich Religion und Religionen: Exklusivismus, Inklusivismus, Monotheismus, Pluralismus, Ritual, Symbol, Trinität Anmerkung: kursiv gesetzte Inhaltskompetenzen: für das zweistündige Ergänzungsfach gesetzt in Klammern gesetzte Ziffer Zwei (2): für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählte Inhaltskompetenzen unterstrichene Biblische Basistexte: für das zweistündige Ergänzungsfach ausgewählt