Fresnel-Linse - StD Martin Meier

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Fresnel-Linse
Eine Fresnellinse ist eine optische Linse, die von Augustin Jean Fresnel erfunden wurde.
Ursprünglich für Leuchttürme entwickelt, ermöglicht das Bauprinzip die Konstruktion großer
Linsen mit kurzer Brennweite ohne das Gewicht und Volumen herkömmlicher Linsen.
Die Verringerung des Volumens geschieht bei der Fresnellinse durch eine Aufteilung in
ringförmige Bereiche (Fresnel-Zonen). In jedem dieser Bereiche wird die Dicke verringert,
sodass die Linse eine Reihe ringförmiger Stufen erhält. Da Licht nur an der Oberfläche der
Linse gebrochen wird, ist der Brechungswinkel nicht von der Dicke, sondern nur vom Winkel
zwischen den beiden Oberflächen einer Linse abhängig. Deshalb behält die Linse ihre
optischen Eigenschaften bei, obwohl die Bildqualität durch die Stufenstruktur beeinträchtigt
wird.
Fresnellinsen werden dort eingesetzt, wo das Gewicht der Linse ausschlaggebend und die
Abbildungsqualität zweitrangig sind. Beispiele sind bei Beleuchtungs-Strahlengänge bei
Schiffs-Laternen oder Leuchttürmen. Die Mattscheiben von Spiegelreflexkameras sind auch
als Fresnellinsen ausgeführt. Billige Fresnellinsen können aus Kunststoff gepresst werden und
finden in Tageslichtprojektoren, bei einfachen Handlupen und in Automobil-Heckscheiben
Anwendung.
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