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baupressekompakt 2016
Schwyzer Straße Berlin-Wedding
Bezahlbarer
Wohnraum
Weltkulturerbe-Charakter
mit
Berlin (PRG) – In Berlin-Wedding baute die Berliner
Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 (BBWO
1892) die Siedlung Schwyzer Straße. Bei der Planung
musste das Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez
nicht nur den Wunsch nach einer wirtschaftlichen
Bauweise beachten, sondern sich auch mit der
Architektur
Schillerpark
der
gegenüberliegenden
aus
den
Siedlung
1920er-Jahren
auseinandersetzen. Seit 2008 zählt sie zum UnescoWeltkulturerbe. Es galt, das Architekturkonzept des
renommierten Architekten und Stadtplaners Bruno Taut
weiter zu führen und mit Anforderungen zeitgemäßen
Bauens in Einklang zu bringen. Das Büro wurde mit
seinem
Entwurf
Sieger
im
nichtoffenen
Planungswettbewerb. Die Jury lobte das schlüssige
Konzept des Hybrids aus Zeilenbau, Block und Hof,
welches den besonderen Anforderungen an den
Standort entspreche. Die städtebauliche Figur, die auf
einem Konstruktionsmodul basiert, ist Grundlage für gut
nutzbare und flexibel anzuordnende Grundrisse. Das
Maß des Moduls beträgt 6,50 Meter auf 3,75 Meter. Für
die
monolithische
Mauerwerkskonstruktion
wurden
dämmstoffverfüllte Poroton-Ziegel S10-MW
in der
Stärke 42,5 Zentimeter verwendet.
1
„Unser Ziel war es, generationsübergreifenden und
bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der sich sowohl
an den Traditionen des Schillerparks als auch an
aktuellen Gegebenheiten orientiert“, erläutert Ines
Schenke, Architektin bei der BBWO 1892. Gemäß
dieser
Vorgaben
entstanden
hier
73
Ein-
bis
Vierzimmerwohnungen, eine Senioren-WG mit zehn
Zimmern und ein Café. 31 Wohnungen sind barrierefrei
errichtet,
zwei
davon
rollstuhlgerecht.
Die
Unterbringung von Kinderwagen und Rollstühlen ist in
leicht zugänglichen Räumen in den Eingangsbereichen
möglich.
Stilprägender sozialer Wohnungsbau
Die gegenüberliegende Siedlung Schillerpark wurde
zwischen 1924 und 1930 im Stil der Berliner Moderne
errichtet. Sie war für den sozialen Wohnungsbau nach
dem Ersten Weltkrieg prägend. Mit klaren Formen
sowie sozialem Anspruch setzte diese Programmatik
außerdem wichtige Akzente für den Städtebau des
gesamten 20. Jahrhunderts. Herausragender Vertreter
war der Architekt und Stadtplaner Bruno Taut. Seine
Entwürfe für den Schillerpark sind schlicht gehalten. Die
Gebäude besitzen ausgewogene Lochfassaden
–
Fenster und Farben sind präzise gesetzt. „Es war uns
wichtig, diese schlichte, konzentrierte Einfachheit für
die Siedlung Schwyzer Straße zu adaptieren“, erläutert
Rainer
Schmitz,
Projektleiter
bei
Bruno
Fioretti
Marquez.
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Das viergeschossige Gebäude folgt dem Verlauf der
umliegenden Straßen und bildet einen geschützten Hof
als grünes Zimmer für Gemeinschaft und Erholung. Die
großzügigen
schaffen
Durchgänge
Bezüge
zur
an
den
Gebäudeecken
gegenüberliegenden
Taut-
Siedlung und zu den Grünflächen des Schillerparks.
„Die einfache Figur des Ensembles haben wir durch die
Aufnahme
örtlicher
gebrochen“,
Besonderheiten
erläutert Rainer Schmitz. „Das sind bewusste Anleihen
bei Bruno Taut.“
Monolithisches Ziegelmauerwerk für nachhaltiges
Wohnen
„Um eine nachhaltige Bauweise nach dem Vorbild
Tauts
zu
erreichen,
haben
wir
uns
für
eine
monolithische, verputzte Mauerwerkskonstruktion aus
dämmstoff-verfüllten
Poroton-Ziegeln
entschieden.
Damit erreichten wir architektonisch unser Ziel und
nutzen gleichzeitig die Vorteile des Ziegels“, so
Schmitz. Trotz der sehr hohen Anforderungen an Statik,
Brand-,
Wärme-
und
Schallschutz
konnte
die
Mauerwerkskonstruktion fast vollständig mit Ziegeln
gestaltet werden. Um eine ausreichende Belüftung zu
gewährleisten,
gleichzeitig
den
Straßenlärm
zu
minimieren, sind die Wohnungen mit besonderen
Schalldämmlüftern ausgestattet, die in den Laibungen
und nicht im Fenster integriert sind.
Anforderungen an EnEV 2009 mühelos erfüllt
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Die Anforderungen an die EnEV 2009 sowie der
aktuellen EnEV wurden mit einem U-Wert von 0,20
W/m²K für die Außenwand mühelos erfüllt. Möglich
macht es die Kombination aus dammstoffverfüllten
Poroton-Ziegeln, Wärmedämmputz und hochwertigen
Holzfenstern. Das Flachdach ist extensiv begrünt.
Heizung und Warmwasserbereitung werden zentral per
Fernwärme gespeist.
Wo es aus statischen Gründen notwendig war, griffen
die Planer bei tragenden Wänden auf eine Kombination
aus
Stahlbeton
und
Poroton-Ziegeln
oder
betonverfüllten Planfüllziegeln zurück. So bei den
Auskragungen und Überspannungen an den beiden
Eckdurchgängen
des
Komplexes
oder
bei
den
Erdgeschosswohnungen, die sich über der Tiefgarage
befinden. Um die benötigten Wärmedämmwerte und
den einheitlichen Putzgrund sicher zu stellen, wählten
die
Planer
an
solchen
Stellen
die
Poroton-
Wärmedämmfassade WDF.
Wirtschaftlich bauen für Generationen
Als weitere Pluspunkte einer Ziegelbauweise ohne
zusätzliche Außendämmung sieht der Projektleiter
Nachhaltigkeit
sowie
Instandhaltungskosten.
geringe
„Genauso
Wartungswichtig
wie
und
ein
mineralischer Außenputz war uns, die Wohnungen mit
klassischen Holzdielen in drei Zentimeter Stärke und
mit Fenstern in Holzkonstruktion auszustatten. Mit Hilfe
dieser
Materialien
gelang
es
uns,
Details
des
4
Gebäudes
wie
in
der
Tautsiedlung
präzise
herauszuarbeiten.“
Neben den zahlreichen bauphysikalischen Vorteilen der
eingesetzten Poroton-Ziegel dürften für die Bewohner
in erster Linie die Wohlfühlaspekte zählen. Denn Ziegel
verfügen
bekanntermaßen
über
hervorragende
Regulierungseigenschaften hinsichtlich Feuchte und
Wärme. „In einem Ziegelgebäude fühlt man sich
einfach wohl“, bringt es Rainer Schmitz auf den Punkt.
Auch deshalb geht Ines Schwenke von der BBWO
1892 davon aus, dass das neue Quartier eine
vergleichbare Identifikation der Bewohner mit ihrem
Zuhause schaffen kann wie die benachbarte SchillerSiedlung. Dort leben manche Familien bereits seit
mehreren Generationen. „Wir sind überzeugt, dass uns
dies auch mit der Schwyzer Straße gelingt.“
Das
Bauprojekt
wurde
budget-
und
fristgerecht
abgeschlossen. Als Gründe nennt Ines Schenke
einerseits die gute Planung, andererseits das gute
Zusammenspiel
managements
des
mit
der
Wienerberger
Berliner
Projekt-
Baufirma
Anes
Bauausführungen, die die Ziegel exzellent verarbeitet
habe.
Ines
Erfahrungen
Schenke:
mit
Ziegel
„Wir
in
werden
weiteren
die
guten
Gebäuden
fortsetzen.“
Zeichen: 6 129
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Weitere Informationen:
Deutsche Poroton GmbH
Kochstraße 6-7 | 10969 Berlin
Tel.: (030) 25 29-44 99 | Fax: (030) 25 29-45 01
www.poroton.de | mail@poroton.org
Bildunterschrift 1:
Die Lochfassaden der Siedlung Schwyzer Straße
führen
die
zum
Unesco-Weltkulturerbe
zählende
Architektur des Berliner Schillerparks von Bruno Taut
weiter. Errichtet wurde der moderne Gebäudekomplex
mit
dämmstoffverfüllten
monolithischer
Bauweise,
Wärmeschutz
und
Poroton-Ziegeln
die
einen
wartungsfreie
in
hohen
Fassaden
ermöglichen.
Foto: Deutsche Poroton / Gerhard Zwickert
6
Bildunterschrift 2:
In der Schwyzer Straße folgt die Fassade dem Verlauf
der Kurve – mit Ziegeln im Vergleich zu anderen
Wandbaustoffen eine äußerst wirtschaftliche Lösung in
der
Verarbeitung.
Aufwändiges
Schalen,
wie
beispielsweise bei Betonbauten mit außenliegender
Wärmedämmung, entfällt.
Foto: Deutsche Poroton / Gerhard Zwickert
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Bildunterschrift 3:
Der
Gartenhof
ist
Weltkulturerbe-Siedlung
über
Durchgänge
Schillerpark
mit
und
der
den
umliegenden Grünanlagen vernetzt und bildet mit
seiner großen Wiesenfläche und den Obstbäumen ein
„grünes Zimmer“ für Gemeinschaft und Erholung.
Foto: Deutsche Poroton / Gerhard Zwickert
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Bildunterschrift 4 und 5:
Die Wohnungen vom Erd- bis zum 3. Obergeschoss
verfügen
auf
der
Hofseite
über
Loggien.
Im
Erdgeschoss ermöglichen bodentiefe Fenster direkten
Zugang zum begrünten Innenhof mit Spielmöglichkeiten
für die Kinder.
Fotos: Deutsche Poroton / Gerhard Zwickert
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Bildunterschrift 6:
Dieser
spezielle
Schalldämmlüfter
wurde
in
die
Fensterlaibung integriert. Er ermöglicht eine manuelle
Lüftung
und
dämmt
gleichzeitig
den
Lärm
des
Straßenverkehrs.
Foto: Deutsche Poroton / Gerhard Zwickert
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Bildunterschrift 7:
Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von
1892 konzipierte die Siedlung Schwyzer Straße als
generationsübergreifendes Projekt mit bezahlbarem
Wohnraum. 31 der 73 Ein- bis Vierzimmerwohnungen
sind barrierefrei, zwei davon rollstuhlgerecht. Zudem
gibt es eine Senioren-WG, ein Café sowie leicht
zugängliche
Abstellräume
für
Kinderwagen
oder
Rollstühle. Eine Tiefgarage sorgt für ausreichend
Parkraum.
Grafik: Bruno Fioretti Marquez
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Bildunterschrift 8:
Der dämmstoffverfüllte Poroton-Ziegel S10-MW ist
durch seine hohe Druckfestigkeit und hervorragende
Schallschutz-
sowie
Wärmedämmeigenschaften
Brandschutzprädestiniert
und
für
den
Einsatz im Geschosswohnungsbau.
Foto: Deutsche Poroton
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