8 Teilchenbewegung und Temperatur(movimiento (el) de partículas y

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8 Teilchenbewegung und Temperatur
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© Hofer
Teilchenbewegung und Temperatur(movimiento (el) de partículas y
temperatura, la)
8.1
Molekularkräfte (fuerza (la) intermolecular)
A1:
Wiederhole, die vier fundamental Kräfte!
V1:
Zwischen zwei Gläser wird ein Streichholz geklemmt. Die Anordnung lässt
sich mit Gummibändern fixieren.
A2:
Erkläre den Versuch mit Hilfe der entsprechenden fundamental Kraft!
Molekularkräfte (auch van der Waalssche Kräfte genannt) sind elektrische Kräfte
zwischen benachbarten Molekülen oder Atomen mit geringer Reichweite ( ≈ 10-10 m).
Abb.1: Wirkung von Molekularkräften
A3:
Beschreibe die Wirkung von Molekularkräften!
Trotz der geringen Reichweite der Molekülkräfte ergeben sich deutliche Effekte:
z.B. Kohäsion, Adhäsion, Kapillarität.
8.1.1
Kohäsion
Die Wirkung der Molekularkräfte zwischen gleichartigen Molekülen heißt Kohäsion.
Wirkung der Kohäsionskräfte:
•
Flüssigkeiten lassen sich nur schwer zusammenpressen. Sie setzen einer Änderung
ihres Volumens eine Kraft entgegen und nehmen nach der Kraftausübung wieder
ihr ursprüngliches Volumen ein.(Volumenelastizität)
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8 Teilchenbewegung und Temperatur
•
© Hofer
Die Kohäsionskraft bewirkt, dass die Oberfläche einer Flüssigkeit möglichst klein
wird. (Oberflächenspannung)
Abb.2:
Oberflächenspannung
A4:
Beschreibe die Abb.2!
V2:
Lege eine leichte Münze auf die Wasseroberfläche!
Gib einen Tropfen Spülmittel dazu!
A5:
Beschreibe den Versuch!
A6:
Überlege, ob die Münze an ihrer Unterseite nass wird, solange sie auf der
Flüssigkeit liegt?
8.1.2
Adhäsion
Die Wirkung der Molekularkräfte zwischen verschiedenartigen Molekülen heißt
Adhäsion.
Wirkung der Adhäsionskräfte:
•
bewirken das Haften verschiedener Stoffe aneinander
•
bewirken das Haften von Flüssigkeiten an festen Körpern
•
von Gasen ab festen Körpern
A7:
Gib Beispiele dazu an!
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8.2 Ungeordnete Molekularbewegung(movimiento (el) molecular)
Unter ungeordneter Molekularbewegung (thermische Bewegung) versteht man die
Bewegung einzelner Teilchen in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern.
Abb.1:Unterscheide zwischen kollektiver Bewegung und ungeordneter Bewegung
Mittlere Geschwindigkeit von in Luft bei 0°C:
447 m.s-1
8.2.1 Brownsche Bewegung(movimiento (el) browniano )
Darunter versteht man unregelmäßige Bewegung fester kleiner Teilchen in einer Flüssigkeit.
V:
Löse Tinte in Wasser auf!
A1:
Beschreibe den Versuch!
Abb.2:Brownsche Bewegung: Die Lage des Teilchens wurde alle 30s gemessen.
A2:
Was passiert mit der Brownschen Bewegung, wenn man die Temperatur steigert?
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8.2.2 Diffusion(difusión, la)
Das Eindringen eines Stoffes in einen anderen Stoff heißt Diffusion.
A1:
Überlege, was könnte die Ursache für die Diffusion sein?
Beispiele der Diffusion:
Biologie und Medizin
•
•
•
•
Stofftransport innerhalb von Zellen
Regulation des Wasserhaushalts von Organismen
Gasaustausch bei Atmung und Photosynthese
künstliche Niere
Technik
•
•
•
•
Dotieren von Halbleiter
Diffusionsverfahren zur Trennung von Isotopen
Oberflächenbehandlung von Metallen
Diffusion von Ladungsträgern in Halbleitern
8.3 Phasenübergänge(cambio o brusco (el)
A1:
de fase)
Nenne die Aggregatzustände die du kennst!
Übergänge zwischen zwei Aggregatzuständen nennt man Phasenübergänge.
Allgemeiner bezeichnet man jede Änderung des inneren Aufbaus eines Körpers als
Phasenübergang:
•
•
•
geometrische Anordnung der Moleküle (z.B. Änderung der Kristallstruktur)
die Größe der geordneten Bereiche ändert sich (z.B. wird Eisen unter einer
bestimmten Temperatur magnetisch, da sich alle „Elementarmagnete“ ausrichten)
Auflösung oder Bildung geordneter Bereiche (Schmelzen und Erstarren)
Beispiele:
Eiswasser besteht aus 2 Phasen:
Eis und Wasser
Fester Phosphor kann in drei 3 Phasen auftreten:
weißer, roter und schwarzer
Phosphor
8 Teilchenbewegung und Temperatur
8.3.1
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Latente Wärme
Führt man einer Flüssigkeit während des Verdampfens Energie in Form von Wärme zu,
wird diese Energie zum Verdampfen und nicht zur Erhöhung der Temperatur der Flüssigkeit
verwendet.
V: Erwärme Eiswasser und lies die Temperatur in gleichen Zeitabständen ab!
A1: Zeichne aus den oben erhaltenen Messwerten ein Zeit-Temperatur-Diagramm
und beschreibe und erkläre es!
Umgekehrt führt die Abkühlung eines Dampfes zur Verflüssigung (Kondensation).
Dabei wird Wärme abgegeben (Kondensationswärme; calor (el) de condensación). Sie ist
gleich groß wie Verdampfungswärme.
Ähnlich sind die Verhältnisse beim Schmelzen und Erstarren (Schmelzwärme; calor (el) de
fusión) und beim Sublimieren (Sublimationswärme; calor (el) de sublimación).
Die bei Phasenübergängen auftretende Wärme heißt latente Wärme.
A2: Bestimme die spezifische Schmelzwärme von Wasser!
Ein Liter Wasser wird auf 80° C erwärmt. Eine kleine Menge Eis (ca.50g) wird im
Wasser geschmolzen. Die Temperatur des Wassers wird wieder gemessen.
Aus der Temperaturdifferenz kann man die spezifische Schmelzwärme des Wassers
bestimmen. (Q = m.c.∆T)
8.3.2 Verdunsten, Siedepunkt(punto (el) de ebullición) und äußerer
Luftdruck(presión (la) del aire o neumática)
• Verdunsten (evaporar, volatilizar)
Verdunsten ist verdampfen unter dem Siedepunkt.
Beim Verdunsten treten an der Flüssigkeitsoberfläche die schnellsten Teilchen durch
thermische Bewegung in die Umgebung.
Abb.1: Verdunsten
A1: Was passiert mit der Temperatur der Flüssigkeit beim Verdunsten?
A2: Wo wird das Verdunsten angewandt?
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A3: Wie kann man das Verdunsten beschleunigen?
A4: Ist der Dampf heißer als die siedende Flüssigkeit?
A5: Beweise deine Antwort durch einen Versuch!
• Sieden (hervir)
Sättigungsdampfdruck:
Wenn sich eine Flüssigkeit und ihr Dampf in einem abgeschlossenen Gefäß befinden,
erhält man nach einer gewissen Zeit einen stabilen Zustand. Wir nennen diesen Zustand
ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Dampf und Flüssigkeit. Man spricht von
einem gesättigten Dampf.
Den Druck den der gesättigte Dampf auf die Flüssigkeit ausübt nennt man
Sättigungsdampfdruck (presión (la) del vapor).
Dieser wirkt sowohl in der Flüssigkeit als auch im Dampf. Der Sättigungsdampfdruck ist
vom Volumen unabhängig. Er hängt nur von der Temperatur ab. Er nimmt mit der
Temperatur zu. Bei 100°C erreicht er etwa 1 bar.
Abb.2: Dampfdruckkurve von Wasser
Überall wo der Sättigungsdampfdruck mindestens so groß ist wie der Druck der
Umgebung, siedet die Flüssigkeit.
Wenn sich Dampfblasen (burbuja (la) de vapor) in der Flüssigkeit entstehen, dann siedet
die Flüssigkeit.
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V:
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Bringe Wasser durch erwärmen in einem verschlossenen Kolben zum Sieden!
Stoppe die Energiezufuhr. Das Wasser siedet nicht mehr. Schütte kaltes Wasser über
den Kolben!
A3: Was kannst du beobachten?
Erkläre das was du gesehen hast!
V:
Bringe wenig Wasser in einem Rundkolben mit Stoppel und Steigrohr zum Sieden.
Drehe den Kolben und gib das Steigrohr in eine kalte gefärbte Flüssigkeit!
A4: Was beobachtest du?
Erkläre den Versuch!
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8.3.3 Zustandsdiagramm(diagrama (el) de fase o de equilibrio)
Diagramme, aus denen man ablesen kann, in welcher Phase sich ein Stoff bei gegebenen
Druck und Temperatur befinden, heißt Zustandsdiagramm oder Phasendiagramm!
Abb.1: Zustandsdiagramm von Wasser
A1:
Erkläre die Begriffe Sublimations-, Dampfdruck- und Schmelzkurve!
Über der kritischen Temperatur(temperatura (la) crítica o de ignición (plasma))(374,15 °C bei
Wasser) ist keine Unterscheidung zwischen Flüssigkeit und Gas mehr möglich. Gase lassen
sich nur unterhalb ihrer kritischen Temperatur verflüssigen über dieser Temperatur ist die
thermische Bewegung der Teilchen so groß, dass sie sich auch bei großen Drücken nicht mehr
verflüssigen lassen.
Beim Tripelpunkt (0,01°C, 610Pa) stehen die drei Phasen im Gleichgewicht.
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8.3.4 Luftfeuchtigkeit(humedad (la) del aire)
A1:
Was versteht man unter Luftfeuchtigkeit?
Wasser verdunstet ständig und gibt Wasserdampf an die Atmosphäre ab. Aber die Luft
kann nicht unendlich viel Wasserdampf aufnehmen.
Die Wasserdampfmenge, die ein Kubikmeter Luft bei einer bestimmten Temperatur
maximal aufnehmen kann, Sättigungsmenge.
Abb.1: Luft kann umso mehr Wasserdampf aufnehmen, je höher die Temperatur ist.
Der Taupunkt ist jene Temperatur, bei der in einer sich abkühlenden Luft Sättigung mit
Wasserdampf und Kondensation eintritt.
A2: Was versteht man unter relativer Luftfeuchtigkeit!
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8.3.5
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Anomalie des Wassers (anomalía (la) del agua)
Abb.1: Änderung von Volumen und Dichte des Wassers beim Erwärmen
A1: Welches Verhalten zeigt Wasser von 0°C beim Erwärmen?
A2: Welches Verhalten zeigt Wasser beim Gefrieren?
A3: Welches Temperaturverhalten zeigt ein See im Winter, welches im Sommer?
A4: Welche Folgen hat die Anomalie des Wassers?
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