Die Sonne ist die einzige Energiequelle

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Datum: 06.03.2015
Docu Media Schweiz GmbH
8803 Rüschlikon
044/ 724 77 77
www.baublatt.ch
Medienart: Print
Medientyp: Fachpresse
Auflage: 11'718
Erscheinungsweise: wöchentlich
Themen-Nr.: 520.007
Abo-Nr.: 1085939
Seite: 12
Fläche: 135'304 mm²
Energieautarkes Mehrfamilienhaus
Die Sonne ist die einzige Energiequelle
Die gesamte Fassade des
energieautarken Mehrfamilienhauses wird zur
Stromproduktion genutzt.
Die Umwelt-Arena AG baut in Brütten ZH ein Haus für neun Familien,
das ohne externen Strom auskommt. Eine hocheffiziente, gestalterisch
ansprechende PV-Anlage wird eigens für das Projekt entwickelt. Neu is
zudem die Vernetzung verschiedener, bewährter Speichersysteme.
Von Claudia Porche
Stand beziehungsweise die Photovoltaik einen
schlechten Ruf: Zu dunkel, zu starr, zu hässlich,
tenbach informiert über erneuerbare Ener- wirft man ihr vor - nicht immer zu Unrecht: Oftgien, nachhaltige Lebensformen, ökologi- mals fehlen die Gestaltung und Integration ins
sche Technologien und Produkte. Gleichzeitig will Ortsbild. Dies führt dazu, dass viele effiziente
die Informationsplattform ein Vorbild für Energie- Anlagen abgelehnt werden. Die Qualität von soeffizienz im Gebäudebereich sein: Die Umwelt- laren Fassaden oder Gebäudehüllen sollte man
Die Umwelt-Arena im aargauischen Sprei-
Arena wurde als CO2-neutrales Plusenergiehaus
konzipiert. Der flache, oktogonale Bau - zwischen
Raumschiff und überdimensioniertem Batmobile
- wirkt jedenfalls ganz schön «spacy». Dies dürfte
unter anderem auf die schwarzblaue Photovolta-
ikanlage zurückzuführen sein, mit der die Halle
deshalb nicht nur an Leistungen wie Licht, Wärme
oder Strom messen, sondern auch an der Einglie-
derung ins Umfeld sowie der Akzeptanz seitens
der Architekten und der Bewohner.
Solarpanels in mattem Graubraun
Dass ein Gebäude alle diese Kriterien erfüllen
Dieser finstere Schimmer hat einen schweren kann, will die Umwelt-Arena AG unter dem Pat-
komplett überzogen ist.
Medienbeobachtung
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ARGUS der Presse AG
Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich
Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01
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ronat des Verwaltungsratspräsidenten Walter to Gas»-Methode und thermischen Speichern.
Schmid derzeit beweisen, und zwar mit einem
Ausgeklügeltes Speichersystem
energieautarken Mehrfamilienhaus (MFH) am
Ortseingang von Brütten ZH. Das Gebäude muss Bei «Power To Gas» (PTG) wird der überschüsganz ohne extern zugeführten Strom auskommen. sige elektrische Strom der PV-Anlage durch WasDie einzige Energiequelle ist die Sonne. Die kom-
serelektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zer-
plette Fassade wird zur Stromproduktion genutzt. legt. Der Wasserstoff gelangt in den LangzeitspeiDass heisst, dass die Effizienz der PV-Anlage cher, wo er bei Bedarf von einer Brennstoffzelle
«Match entscheidend» ist.
Renä Schmid, Walter Schmids Sohn, hat be-
wieder in elektrischen Strom, aber auch in Wärme
«umgewandelt» wird. Im Sommer entsteht bei der
reits die Umwelt-Arena geplant und gebaut. Auch Wasserstoffproduktion ebenfalls Wärme, die dem
bei diesem zweiten Bauprojekt ist er der feder- thermischen Speicher beziehungsweise der Wär-
führende Architekt. «Sein» Gebäude wird nicht mepumpe zugeführt wird. «Der auf dem Dach und
mehr spiegeln und glänzen. Forscher sind zurzeit an den Fassaden produzierte Strom wird innerhalb
dabei, hocheffiziente und günstige PV-Module in des Gebäudes über Inselvvechselrichter und eieinem matten Graubraun zu entwickeln. Aber, ob nen Batteriespeicher mit einer entsprechenden
diese auch funktionieren? «Die Panels, die wir Steuerung zu einem stabilen Hausnetz verknüpft»,
anwenden möchten, werden noch getestet», er- fasst Roger Balmer zusammen. »Die Steuerung
klärt Renä Schmid. So viel darf er verraten: Das erfolgt über Wechselrichter, anschliessend über
Gebäude wird eine hinterlüftete Fassade haben, Inselwechselrichter und einen Batteriepark», erund bei den Fassadenmodulen handelt es sich klärt der für das energieautarke MFH verantwortum Glasplatten, in die die Photovoltaikzellen in- liche Haustechniker.
tegriert sind. «Es sind sehr viele Themen, die hier
»Was hier realisiert wird, ist in dieser Form ein-
zusammenkommen», beschreibt der Architekt die zigartig.» Die einzelnen Speichersysteme seien
Lage, «von Langzeiteffektverschmutzungen über zwar nicht neu. Neu hingegen seien das Vernet-
Applikationstechniken bis hin zu Methoden von zen und Verknüpfen solcher Speichersysteme zu
Oberflächenbehandlungen». Vieles müsse noch einem energieautarken Haus, so dass «man das
erprobt werden, aber «wir haben schon die eine ganze Jahr hinweg über die Runden kommt», so
oder andere Spur».
Kurzzeit- und Langzeitspeicher
Dass dieses Neunfamilienhaus energieautark
funktioniert, dafür reicht eine PV-Anlage allein
nicht aus. Soll dieses Konzept aufgehen, bedeutet das Effizienzsteigerung in jedem Bereich
- »von der Energieproduktion über deren Spei-
Roger Balmer. «Wir sind überzeugt, dass es funk-
tioniert, denn es sind alles bewährte Komponen-
ten, die wir verwenden.»
«AAA+»Haushalt
Bei diesem energieautarken Gebäude geht es
darum, jede Kilowattstunde einzusparen. Dement-
sprechend ökologisch sind Unterhaltungsmedien,
cherung bis hin zum Verbrauch», fasst Unterneh- Haushaltsgeräte und Maschinen. Ein energieeffi-
mer Walter Schmid zusammen.
zienter Kühlschrank beispielsweise verbraucht
Das Projekt steht und fällt mit der PV-Anlage, - infolge besserer Dämmung und No-Frostaber auch mit dem Speicher. Dieser besteht, aus Technik - 50 Prozent weniger Strom als ein hereinem Kurzzeit- und einem Langzeitspeicher. Der kömmliches Gerät. Entsprechende Waschmaschiin einem Batteriepark gespeicherte Strom reicht nen verbrauchen einen Viertel weniger Strom.
für maximal vier Tage. Entscheidend jedoch
ist, wie man die kalte Winterzeit überbrückt; die
Weiter sorgen Wasserspararmaturen in Brütten für einen niedrigen Wasser- und Wärmever-
Planer gehen von etwa 24 Tagen aus. Dies ge-
brauch im Bad. Geduscht wird in einer Dusch-
schieht, indem man die überschüssige Energie
wanne mit integrierter Wärmerückgewinnung. Ein
des Sommers nutzt - und zwar mittels der »Power
im Wannenboden integrierter Wärmetauscher ent-
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zieht dem abfliessenden Duschwasser die Wärme
aus der PV-Anlage und das Biogas aus den
und heizt damit das kalte Frischwasser vor, das
biologischen Abfällen der Bewohner.
sich nach wenigen Sekunden von 10 auf maxi-
Jede Wohnung ist zudem mit einem eigenen
mal 25 Grad erwärmt. «Es sind viele Dinge, die
Hausmanagementsystem ausgestattet. «Die Leute
zusammen viel ergeben, ohne den Wohnkomfort
sollen sehen, wie viel Energie sie verbrauchen»,
der Mieter einzuschränken», sagt Reto Balmer.
so Reto Balmer. Dies sei wichtig, damit die Bewohner bewusster mit der Energie umgehen
könnten. Schliesslich gehe es darum, den Nut-
Zum Haus gehören zudem zwei Fahrzeuge, ein
Elektro- und ein Biogasauto. Der Strom stammt
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zern den Energieverbrauch stärker ins Bewusst-
sein zu rücken. .
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Die
Umwelt-Arena im aargauischen Spreitenbach. ein schwarzblauglanzender Sohtai
Nichts erinnert hier an dunkelschimmernde PV-Module.
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Der
Wohnraum ist gross und lichtdurchflutet.
'
Durch das Vernetzen und Verknüpfen
bewährter
Speichersysteme funktioniert das energieautarke MFH.
PV-Anlage
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1
Wechselrichter
technischer
technischer Speicher
Speicher
Elektro-/
Biopasauto
Biogasauto
Wärmepumpe
Warmepumpe
Battenspeicher
Batterispeicher
thermischer
Langzeitspeicher
Luftregister
Elektrolyseur
Wasser=
Wasserstoffspeicher
Brennstoffzelle
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