Die Pariser Kommune - Rote Hilfe Hannover

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Die Pariser Kommune
1871 herrschte Krieg zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich. Der
französische Kaiser Napoleon III. befand sich in deutscher Gefangenschaft,
deutsche Truppen standen vor Paris, und die neue französische Regierung
musste Arbeiter und Arbeitslose in die Nationalgarde einreihen, um die
Truppen aufzufüllen. Dies veränderte das Antlitz des Militärs in der Stadt,
denn diese Bataillone wählten ihre Offiziere. Die Regierung floh nach
Versailles und verhandelte um Frieden. In der Nacht zum 18. März 1871
versuchte sie die verteidigungsbereite Nationalgarde von Paris zu
entwaffnen. Dies war der Anlass für den offenen Aufstand. Der gewählte
Pariser Gemeinderat (franz. Commune) verkündete die allgemeine
Volksbewaffnung und ordnete die Verteidigung von Paris sowohl gegen die
vor den Toren der Hauptstadt stehenden deutschen als auch gegen die
französischen konterrevolutionären Truppen an. Die Bürger von Paris
nahmen die Verwaltung ihrer Stadt selbst in die Hand.
So begann, was als Pariser Kommune in die Geschichte einging. Unter den
Augen der deutschen Belagerer und des Versailler Regimes entwickelten
sich Grundzüge eines sozialistischen Gemeinwesens. Es verzichtete fast
vollständig auf Repression, um sich auch in der Wahl der Mittel vom Gegner
zu unterscheiden.
Wohl auch aus diesem Grund konnten französische und deutsche Truppen
die Kommune nach nur 72 Tagen im Blut ersticken. Vor dem historischen
Hintergrund diskutiert Florian Grams auch ihre Bedeutung für heute.
Lesung und Gespräch mit Florian Grams, dem Autor des
Buches „Die Pariser Kommune“
Donnerstag, 12.03.2015, 19:30 Uhr
Annabee Buchladen,
Stephanusstr. 12-14, Hannover - Linden
Rote Hilfe Hannover, Annabee - Buchladen, Rosa - Luxemburg - Stiftung
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