Aufklärung und Einverständniserklärung für die Magenspiegelung

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Aufklärung und Einverständniserklärung für die Magenspiegelung
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
Ihr Arzt hat Ihnen eine Magenspiegelung zur Abklärung Ihrer Beschwerden empfohlen. Wir möchten Sie
bitten, dieses Aufklärungsblatt sorgfältig und in Ruhe durchzulesen. Sollten Sie noch Fragen haben, wenden
Sie sich an unser Praxisteam.
Die Magenspiegelung ist das genaueste und wichtigste Verfahren, um Erkrankungen an Speiseröhre, Magen
und Zwölffingerdarm zu entdecken. Dabei wird ein knapp fingerdickes, biegsames Gerät (Gastroskop) unter
Monitorsicht durch die Mundhöhle, Speiseröhre und Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben.
Durch Einblasen von Luft können dabei alle Schleimhautareale betrachtet werden und ggf. mit einer kleinen
Zange Gewebeproben entnommen werden. Die Untersuchung dauert in der Regel ca. 5 Minuten.
Es hat sich bewährt, zuvor den Rachen mit einem Betäubungsspray einzusprühen und eine intravenöse
Spritze zu geben, so dass Sie während der Untersuchung schlafen. Sie sind kurz nach der Untersuchung
wieder wach. Aus juristischen Gründen dürfen Sie jedoch 24 Stunden nach der Beruhigungsspritze nicht
aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine gefährlichen Maschinen bedienen oder wichtige Entscheidungen
treffen.
Die Magenspiegelung ist ein ärztlicher Eingriff und wie alle Eingriffe mit einem gewissen Risiko verbunden.
Große Studien aber belegen, dass die Häufigkeit bedeutsamer Komplikationen nur bei ca. 0,01% liegt. Zu
ihrer Sicherheit erfolgt die Untersuchung durch einen Arzt mit jahrelanger Erfahrung, eine kontinuierliche
Betreuung erfolgt durch speziell ausgebildete Arzthelferinnen/Krankenschwestern, Sie werden während und
nach der Untersuchung ständig an einem Monitor überwacht, die Hygienevorschriften werden strikt beachtet
und durch externe Institute kontrolliert.
Aber auch bei sorgfältigster Untersuchung kann es zu Komplikationen kommen. Die häufigsten sind:
–
Blutungen nach Gewebeproben oder Polypabtragungen. Hierfür stehen Maßnahmen der Blutstillung
noch während der Untersuchung zur Verfügung. In schweren Fällen ist jedoch eine Überwachung im
Krankenhaus, eine Blutübertragung oder eine Operation nötig.
–
Verletzung der Wand des Verdauungstraktes, des Kehlkopfes oder der Luftröhre. Dies kann eine
Operation nötig machen, die wiederum ihre eigenen Risiken hat.
–
Infektionen durch eine Verschleppung von Keimen in die Blutbahn. Dies kann in Extremfällen zu
einer Blutvergiftung oder Entzündung des Herzens führen.
–
Allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag, Brechreiz oder Luftnot nach Gabe von
Medikamenten.
–
Störungen der Atmung oder des Kreislaufs durch Überempfindlichkeit auf die
Beruhigungsmedikamente oder die Untersuchung bei schwer vorgeschädigtem Herzkreislaufsystem. Unter
Umständen ist eine intensiv-medizinische Überwachung im Krankenhaus nötig. Bleibende Schäden wie z.B.
eine Hirnschädigung durch eine mangelhafte Organdurchblutung sind extrem selten.
–
Sehr selten sind Weichteilschäden durch Nerven- und Venenverletzungen durch das Einspritzen von
Medikamenten oder die untersuchungsbedingte Lagerung.
–
Gebissschäden bei lockeren Zähnen sind sehr selten, können aber in Ausnahmefällen vorkommen.
Vor der Untersuchung dürfen Sie mindestens 6 Stunden nichts essen und nichts trinken. Herausnehmbare
Zahnprothesen müssen vor der Untersuchung entfernt werden. Sollten Sie verhindert sein, bitten wir Sie
möglichst frühzeitig abzusagen.
Bitte informieren Sie uns über wichtige Vorerkrankungen wie Herz-/Kreislauferkrankungen z.B. frühere
Herzklappenentzündungen, künstliche Herzklappen, Lungenerkrankungen, Krampfleiden (Epilepsie), grüner
Star (Glaukom), Zuckererkrankung (Diabetes), Leberentzündung (Hepatitis), andere bestehende
Infektionserkrankungen, Voroperationen im Bauchbereich, Allergien, Blutverdünnung durch Medikamente
(ASS, Clopidogrel, Marcumar, Pradaxa), bestehende oder mögliche Schwangerschaft.
Ich willige in die Durchführung einer Magenspiegelung ein. Ich habe das Aufklärungsblatt aufmerksam
gelesen und alle Angaben wahrheitsgemäß gemacht. Ich hatte eine ausreichende Bedenkzeit und fühle mich
ausreichend informiert. Ich habe keine weiteren Fragen und bin auch mit den eventuell erforderlichen
Folgemaßnahmen einverstanden.
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Unterschrift des Patienten
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Frank Spreda
Facharzt für Innere Medizin
-Diabetologie-
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