Informationsflyer MRSA - St. Elisabeth Hospital Herten

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3. Besucher
Sie können im Krankenhaus selbstverständlich besucht werden. Allerdings müssen auch Ihre Besucher
die besonderen Schutzmaßnahmen einhalten. Ihre
Besucher melden sich beim Stationspersonal und
werden dann in das richtige Verhalten eingewiesen.
Im Allgemeinen müssen Besucher einen Schutzkittel anziehen, sowie Kopfschutz, Mund-Nasenschutz
und Handschuhe. Vor Verlassen des Zimmers ist die
gesamte Schutzkleidung in die dafür vorgesehenen
Behältnisse abzuwerfen. Danach müssen Ihre Besucher dann eine Händedesinfektion durchführen um
eine Verunreinigung der Türklinke zu verhindern.
Auch das erklärt Ihnen das Pflegepersonal. Bitte nie
mit dem Schutzkittel das Zimmer (oder die Schleuse) verlassen – auch nicht für kurze Zeit.
4. Was ist zu Hause zu beachten
Wenn Sie mit MRSA nur besiedelt sind, müssen Sie
deshalb nicht länger im Krankenhaus bleiben. Man
geht derzeit sogar davon aus, dass die normale
Keimbesiedlung zu Hause den MRSA wieder verdrängen kann.
Sie können trotz MRSA-Besiedelung zu Hause normal leben. Besondere Schutzmaßnahmen brauchen Sie zu Hause nicht. Für gesunde Familienangehörige besteht kein Risiko. Ein kleines Risiko besteht
für Kontaktpersonen mit offenen Wunden, Hautekzemen oder einer Immunschwäche (z.B. Krebspatienten unter Chemo- oder Bestrahlungstherapie).
Mit diesen Personen sollten Sie innige Berührungskontakte vermeiden, bis ihr Hausarzt durch Abstrichuntersuchungen festgestellt hat, dass der MRSA
bei Ihnen nicht mehr vorhanden ist.
5. Information
weiterbehandelnder Personen
Für Ihren Hausarzt, ggf. auch Pflegedienste, erstellen wir ein MRSA-Überleitungsprotokoll, aus dem
hervorgeht, welche Maßnahmen weitergeführt
werden müssen und wann bakteriologische Kontrolluntersuchungen erforderlich sind.
MRSA – Ein Überblick
Wir hoffen, dass mit diesen Informationen Ihre
wichtigsten Fragen zu MRSA beantwortet sind.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich
jederzeit an das ärztliche und pflegerische Personal
der Station oder an die Abteilung für Krankenhaushygiene.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.st-elisabeth-hospital.de,
www.rki.de und
www.mrsa-net.org.
Maria Huesmann
Fachkrankenschwester
für Krankenhaushygiene
Tel.: 02366/15-4530
Ggf. von uns eingeleitete Sanierungsmaßnahmen
(siehe Punkt 2) sollten Sie weiterführen. Wenn möglich, waschen Sie Ihre Bettwäsche, Handtücher und
Leibwäsche bei mind. 60° in der Waschmaschine.
Martin Hoffmann
Fachkrankenpfleger
für Krankenhaushygiene
Tel.: 02366/15-4531
Stand: 18.07.2016
Bildquelle: Schülke & Mayr GmbH
Titelbild: www.rki.de
Information für Patienten,
Angehörige und Interessierte
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
mit diesem Infoblatt möchten wir Ihnen einige
wichtige Informationen zu MRSA geben, der im
Volksmund auch als „Krankenhauskeim“ bezeichnet wird.
Was bedeutet MRSA?
Jeder Mensch hat Bakterien auf der Haut und der
Schleimhaut, diese sind wichtig zum Schutz gegen
Umwelteinflüsse.
Einer dieser Keime ist ein kugelförmiges Bakterium mit dem Namen Staphylokokkus aureus. Er
kommt bei vielen Menschen (20%- 60%) vor, ohne
dass sie deswegen krank sind. Man sagt, sie sind mit
dem Keim „kolonisiert“ (besiedelt). Man findet ihn
vorwiegend im Nasen-Rachenraum, seltener auf
der Haut.
Infektionen durch Staphylokokkus aureus sind
normalerweise gut behandelbar. Einige der Bakterien haben jedoch Abwehrmechanismen, sogenannte Resistenzen, gegen üblicherweise wirksame Antibiotika entwickelt. Sie werden dann MRSA = Multi
resistenter Staphylokokkus aureus genannt und
sind im Falle einer Infektion (Entzündung) schwieriger zu behandeln. MRSA- Bakterien sind jedoch
nicht mehr krankmachend als „normale Staphylokokken“.
jedoch, weil wir gezielt danach suchen, nachgewiesen ohne dass Sie daran erkrankt sind. Sie sind dann
lediglich „kolonisiert“ und müssen deshalb nicht mit
Antibiotika behandelt werden. Bei uns wird jeder
Patient vor, oder im Notfall, direkt bei der Aufnahme mit einem Nasenabstrich auf MRSA getestet. So
können wir feststellen, ob Sie bereits Träger eines
MRSA sind.
Warum sind im Krankenhaus
besondere Maßnahmen erforderlich?
MRSA wird überwiegend durch Kontakt übertragen.
Dabei spielt die Übertragung über die HÄNDE und
NICHT durch die Luft die größte Rolle. Auch durch
Gegenstände, wie z.B. Pflegeutensilien und Kleidung, an denen das Bakterium haftet, kann es zur
Übertragung kommen.
1. Isolierung
Sie werden in einem Einzelzimmer untergebracht,
welches Sie nicht bzw. nur unter Einhaltung besonderer Schutzmaßnahmen in Absprache mit dem
zuständigen Personal verlassen dürfen. Alle pflegerischen, diagnostischen und therapeutischen
Maßnahmen werden unter Einhaltung festgelegter
Schutzmaßnahmen durchgeführt. Das Personal
trägt einen Schutzkittel, sowie Kopfhaube, Mundschutz und Handschuhe. Dies dient dem Schutz des
Personals und der Verhütung einer Übertragung auf
andere Patienten.
2. Besondere Hygienemaßnahmen
zur Sanierung
Unabhängig davon, ob Sie wegen einer eventuellen
Infektion durch MRSA Antibiotika erhalten müssen,
versuchen wir alles, damit MRSA bei Ihnen nicht
mehr nachweisbar ist. Dies geschieht durch die Anwendung desinfizierender Präparate für die Dauer
von fünf Tagen.
a) Anwendung einer Nasensalbe 3x täglich
b)Desinfektion des Rachens durch Spülen oder
Gurgeln mit bestimmten Präparaten
Ist MRSA gefährlich?
Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass Sie und
Ihre Angehörigen ebenso wie unsere Mitarbeiter
besondere Hygienemaßnahmen einhalten müssen.
Uns ist bewusst, dass es für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden sein kann, dient aber dem Schutz
anderer Patienten.
Wenn bei Ihnen MRSA nachgewiesen wurde, können Sie dadurch bedingt eine Infektion (z.B. einer
Wunde, der Atemwege usw.) haben, die dann mit
Antibiotika behandelt werden muss. Besonders gefährdet sind abwehrgeschwächte und organisch
schwerkranke Menschen mit Kathetern, Beatmungsgeräten und Operationen. Häufig wird MRSA
Im Gegensatz zu Gesunden sind Patienten im Krankenhaus aus vielen Gründen vermehrt durch Infektionen gefährdet. Deshalb muss alles getan werden,
um die Ausbreitung dieser Bakterien im Krankenhaus zu verhindern. Dies kann durch folgende einfache aber sehr wirksame Hygienemaßnahmen
erreicht werden:
c) Anwendung antiseptischer Wasch- und Duschlösungen
Wie Sie damit umzugehen haben, erklärt Ihnen unser Pflegepersonal bzw. führt diese Maßnahmen bei
Ihnen durch.
In festgelegten Abständen wird durch Abstriche
kontrolliert, ob Sie immer noch MRSA am Körper
tragen. Wenn in allen Befunden kein MRSA mehr
nachgewiesen werden kann, können alle Maßnahmen beendet werden.
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