Andreas Steinhübel

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Coaching als Brücke
Wie Umgehen mit Grenzthemen im Coaching?
20.10.2012
Andreas Steinhübel
Dipl.-Psych. / Senior Coach DBVC
Die Coachs mit dem Trüffelschwein-Prinzip
2
Die meistgestellte Frage ...
!  Wie gehe ich mit Kliententhemen um,
die in den therapeutischen Bereich
gehören?
3
Das ist mal klar...
Selbststeuerungsfähigkeit
!  Coaching ist
nicht Therapie
!  Therapie ist
nicht Coaching
Ach was?
4
Verbreitung psychischer Störungen
!   Insgesamt leiden 43% aller Männer und Frauen mindestens einmal in Ihrem Leben an
einer psychischen Störung
!   Gemessen in einem Zeitraum über 12 Monate haben 31% eine psychische Störung,
das Geschlechterverhältnis liegt bei 2 : 1 (Frauen : Männer)
!   Ersterkrankungsrisiko
frühe Störungen (Alter <20): Phobien, Drogenmissbrauch, Ess- und
somatoforme Störungen / spätere Störungen: Panikstörung,
Generalisierte Angststörung, Alkoholabhängigkeit, Depression
5
Gesundheit und Krankheit
„Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens,
nicht nur definiert durch die Abwesenheit von Krankheit und Behinderung.“
Weltgesundheitsorganisation (1958 )
„Was gesund und was krank bedeute, darüber zerbricht sich der Mediziner am
wenigsten den Kopf... Was krank im allgemeinen sei, das hängt weniger vom Urteil
der Ärzte, als vom Urteil des Patienten ab und von den herrschenden
Auffassungen der jeweiligen Kulturkreise.“
Karl Jaspers (1973)
6
Hauptgruppen ICD 10
Lehrbuch der systemischen
Therapie und Beratung II –
F0 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
(Demenz, Delir)
F1 Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
F2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
Störungsspezifisches Wissen“
von Jochen Schweitzer und
Hilft uns das weiter?
Arist von Schlippe
F3 affektive Störungen
F4 neurotische, somatoforme und Belastungsstörungen
F5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen oder Faktoren
)
F6 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F7 Intelligenzminderung
(verschiedene Abstufungen)
F8 Entwicklungsstörungen
(sprachlich, motorisch, schulisch, Autismus)
F9 Verhaltens- und emotionale Sörungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
(ADHS, Tics)
Unsere Haltung?
8
Wertschätzung heißt auch Konfrontation
„Die Zerbrechlichkeit des Menschen wird überschätzt,
von ihm selbst, von Beratern und von Therapeuten.” (F. Farelly)
9
Ermutigen
Menschen entwickeln sich mit dem Fokus
Ihrer Aufmerksamkeit.
Erfolgsmuster erkennen, stabilisieren,
ausbauen und ergänzen...
10
Lernen von der Telefonseelsorge
Ich bin niedergeschlagen.
11
Ein möglicher Ansatz
Schau nach oben!
12
„Ich bin depressiv!“
Woher wissen Sie das?
Wer sagt das?
Sind Sie jetzt und hier gerade auch depressiv? Sind Sie überall gleich
depressiv, mit wem auch immer Sie gerade zusammen sind, oder gibt es da
Unterschiede?
Wenn Sie morgen früh aufwachen und durch ein Wunder wären Sie nicht mehr
depressiv, wann würde Ihnen das zum ersten Mal auffallen? Welcher
anderen Person in Ihrer Umgebung würde es zuerst auffallen? Wie würde
diese Person darauf reagieren?
Quelle: von Schlippe, 2007
13
Einige Fallskizzen...
① 
Die absolut stille halbe Stunde
② 
Das Bierchen im Kühlschrank
③ 
Disziplin nach Stent
④ 
Der Tunnel mit Kerze
⑤ 
Am liebsten will ich nicht mehr
14
Notfalls – rechtlicher Rahmen
Unterbringung in einer geschlossenen
psychiatrischen Abteilung auch gegen den Willen des
Einzelnen möglich.
Die Regelungen zur Akuteinweisung sind
landesrechtlich festgelegt.
Ohne zusätzliche richterliche Anordnung darf eine
solche Zwangsunterbringung längstens 24 Stunden
betragen.
15
Notfalls – rechtlicher Rahmen
§ 16 NPsychKG – Unterbringung
Die Unterbringung einer Person ist nach diesem Gesetz nur zulässig, wenn von ihr infolge ihrer
Krankheit oder Behinderung im Sinne des § 1 Nr.1 eine gegenwärtige erhebliche Gefahr für
sich oder andere ausgeht und diese Gefahr auf andere Weise nicht abgewendet werden kann.
§ 21 NPsychKG – Ärztliche Behandlung
(3) Ist eine Einwilligung im Sinne des Absatzes 2 nicht erteilt, so hat die untergebrachte Person
eine Heilbehandlung zu dulden, wenn diese notwendig ist, um
1.  diejenige Krankheit oder Behinderung zu heilen oder zu lindern,
wegen derer sie untergebracht ist, oder
2. die Gesundheit anderer zu schützen
16
Resilienz
!   PRÄZISIERUNG
Was kann ich direkt beeinflussen?
Wie kann ich die Situation sofort positiv beeinflussen?
Wie kann ich die möglichen Nachteile ein wenig reduzieren?
Was kann ich in den nächsten 5 Min. tun, um mich in diese Richtung zu bewegen?
!   VORSTELLUNG
Was würde jemand tun, den Sie bewundern?
Welche Auswirkungen sind auf andere vorstellbar?
Welche neuen Stärken werde ich am Ende des Tunnels erlangt haben?
Wie wird mein Leben nach der Krise aussehen?
!   KOOPERATION
Wen kenne ich, von dem ich mir helfen lassen würde?
Welche Kontaktgestaltung würde mir gut tun? (Hinweis: auch Rückzug kann helfen)
Was kann getan werden, um die negativen Seiten der Situation etwas zu verringern?
Welche Aktionen können wir planen?
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